20220922_Ü_THK_NS_2BA Nutzersoll Grundlagen.pdf

Prüfung der Tragwerksplanung für den Ersatzneubau Gebäude D am Campus Deutz der TH Köln

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Nutzersoll Grundlagen

Stand: 22.09.2022, Version 2.2

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TH Köln | Ersatzneubau Campus Deutz

Nutzersoll Grundlagen Version 2.2 | Stand: 22.09.2022

Bearbeitung: Technische Hochschule Köln Hochschulreferat für Bau- und Gebäudemanagement Claudiusstraße 1 50678 Köln

Verantwortlich: Dr. Ursula Löffler Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung

Ansprechpartner: Laetitia Post, Leiterin Hochschulreferat Bau- und Gebäudemanagement Dominik Haller, Teamleitung Assetmanagement (Team 10.1)

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Nutzersoll Grundlagen

Aufbau des Nutzersolls Planungsphase 0 Das Nutzersoll beinhaltet die quantitativen und qualitativen Anforderungen des Das Nutzersoll ist eine Aufstellung der zum derzeitigen Zeitpunkt bekannten nut- jeweiligen Teilprojektes. Übergeordnete Anforderungen, die das Gesamtprojekt zerseitigen Anforderungen. Mit der verbindlichen Vereinbarung des Nutzersolls betreffen, sind in den „Nutzersoll Grundlagen“ erfasst. Der jeweils aktuelle Stand zwischen der TH Köln und dem BLB NRW werden Kosten, Termine, Qualitäten, des Projekts Infrastruktur ist für jedes Gebäude maßgeblich, der auf Grundlage Quantitäten und Organisation der Planung in Planungsphase 0 festgeschrieben. Im weiteren Prozess werden sowohl das Planungssoll (Lph. 3 HOAI) als auch des „Nutzersoll Infrastruktur“ mit Stand vom 3.8.2018 (s. Anlage 1) fortgeschrie- das Bausoll (Lph. 5/6 HOAI) entsprechend den Bedarfen und dem Planungsfort- ben wird. Die Raumarten des Gesamtprojektes sind in einem übergeordneten schritt verbindlich zwischen der TH Köln und dem BLB NRW vereinbart. „Raumartenbuch“ aufgeführt. Dieses wird sukzessive ergänzt und aktualisiert.

Das Nutzersoll der TH Köln gliedert sich in folgende Teile:  Grundlagen  Teil I Nutzersoll Gebäude C  Teil II Nutzersoll Gebäude D  Teil III Nutzersoll Mensa  Raumartenbuch

Die Unterlagen zum Nutzersoll sind Bestandteil der Nutzersollvereinbarung zwi- schen der TH Köln und dem BLB NRW, Niederlassung Köln. Das Inhaltsverzeichnis dieser Unterlage ist in folgender Tabelle aufgeführt:

Inhalt Nutzersollvereinbarung

A. HMOP Vereinbarung B. Raum-und Flächenprogramm der TH Köln C. Nutzersoll der TH Köln D. Gestaltungsleitlinien der TH Köln

E. Projekthandbuch F. Schnittstellenliste G. Energetisches Pflichtenheft H. Kostenermittlung I. Grobterminplan J. Masterplan

Tabelle 1: Übersicht zum Inhalt der Nutzersollvereinbarung, Anschreiben zur Nutzersollvereinbarung.

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Abkürzungen

Standort der TH Köln am Campus Deutz Bebauungs- und Gebäudeflächen

THK TH Köln GRZ Grundflächenzahl IWZ Ingenieurwissenschaftliches Zentrum am Standort Deutz GFZ Geschossflächenzahl

BGF Brutto-Geschossflächen Einrichtungen der TH Köln am Campus Deutz NGF Netto-Geschossfläche F05 Fakultät für Architektur NUF 1-6 Nutzungsfläche der Nutzungsgruppen 1-6 F06 Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik TF Technikfläche F07 Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik VF Verkehrsflächen F08 Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion

F09 Fakultät für Anlagen, Energie und Maschinensysteme

F12 Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme (ehem. ITT)

BIB Hochschulbibliothek

CIT Campus IT

AKA Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung

ZW Zentrale Werkstätten

PHY Institut für Physik

Informations- und Kommunikationstechnik in den Hochschulverwaltungen IuK NRW

HV Hochschulverwaltung

KSTW Kölner Studierenden Werk

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Inhalt

  1. Einleitung ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 6
  2. Übersicht der Fortschreibung ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 7
  3. Flächenbedarf ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 8
  4. Masterplan ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 9 Höhenentwicklung
  5. Generelle Planungsgrundsätze ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 11 Leitlinien der TH Köln Nachhaltigkeit / Klimaneutralität Ökologische Ziele Barrierefreiheit Kunst am Bau Städtebau Erschließung (Verkehr) Freianlagen Sicherheit Betriebskonzept Ver- und Entsorgungsnetze (Campus) Energieversorgung Technische Anlagen Technikflächen Gebäude Räume Raumkonzepte Medientechnik und IT Ver- und Entsorgung Gebäude Abfallwirtschaft
  6. Bauphasen ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 14
  7. Raumprogramm ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 15 Anlage Nutzersoll Infrastruktur ꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏꞏ 16

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  1. Einleitung

Allgemeines Am 26. Juli 2011 hat die Wissenschaftsministerin die Entscheidung des Landes NRW zur Modernisierung und Sanierung des Ingenieurwissenschaftlichen Zent- rums (IWZ) des Campus Deutz der TH Köln bekannt gegeben. Danach verbleibt die TH Köln am Standort Deutz und wird größtenteils neu gebaut.

Der bereits sanierte Altbau und das Gebäude der Hochschulbibliothek bleiben erhalten, die bestehenden Hallen und das Hochhaus sollen abschnittweise abge- Altbau Feuerwache rissen und durch mehrere Neubauten ersetzt werden. Realisiert werden die Neu- bauten sowohl auf dem vorhandenen Hochschul-Grundstück als auch durch die Hinzunahme neuer, unmittelbar an das Grundstück angrenzender Flächen, die mittlerweile im Besitz des BLB sind (ehemals Abfallwirtschaftsbetrieben (AWB), Kölner Feuerwehr und Sozialhaus) Sozialhaus AW B Im Oktober 2016 haben das Land NRW, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW und die TH Köln die Hochschulmodernisierungsvereinbarung über die Er- satzneubauten und die Modernisierung des Ingenieurwissenschaftlichen Zent- rums des Campus Deutz der TH Köln unterzeichnet. Die Hochschulmodernisierungsvereinbarung enthält in der Anlage 2 Verfahrens- Bibliothek regeln zur Durchführung der Ersatzneubauten. Danach erstellt die Hochschule in Hochhaus der Phase 0 (Planungsvoraussetzungen) ein Raum- und Funktionsprogramm sowie den Nutzerbedarf (Nutzersoll) inklusive funktionaler und gestalterischer Anforderungen.

Die vorliegenden Dokumente beschreiben die Nutzeranforderungen der TH Köln für die Gebäude des ersten und zweiten Bauschnittes sowie für die Infrastruktur- Hallen maßnahmen.

Bild 1: Ersatzneubau Campus Deutz, Übersichtsplan, Masterplan S. 21.

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  1. Übersicht der Fortschreibung

Im Laufe des Planungsprozesses haben sich im ersten Bauabschnitt Verände- 7.2 Flächenverschiebung zwischen den Gebäuden am Campus Deutz im 2. BA rungen ergeben, die nachfolgend aufgeführt sind.

  • Gebäude C: 135 m² von Gebäude E (ehemals A) in Gebäude C, 503,60 m² 7.1 Umbenennung und Neuausrichtung der Institutionen: von Gebäude C in Gebäude E (ehemals A)
  • Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF) heißt seit 2017
  • Gebäude D: 94,4 m² von Gebäude D in Gebäude E Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW)
  • Mensa (ehemals Gebäude E): Keine Flächenverschiebung
  • Das Zentrum für außerfachliche Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbil- Der Flächenbedarf und die Gesamtfläche NUF 1-6 bleiben unverändert dung (ZaQwW) der THK heißt Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung.

d- uDnieg T(ZHa QKöwlnW h) adte dr aTsH HKo hchesißcth Auklraedfeermati e1 1fü (rT weicshsneinsscchheasf tGlicehbeä uWdeeimtearbnialdguenmge. nt) und das Referat 10 (Bau- und Gebäudemanagement) zusammengelegt im Refe- rat 10 (Bau- und Gebäudemanagement)

GebäudeP2016P20172020
C9.076,40 m²8.823,50 m²8.455,20 m²
D13.586,90 m²13.212,50 m²13.118,10 m²
Mensa3.670,60 m²3.670,60 m²3.670,60 m²

Tabelle 1: Flächenverschiebung der Gebäude im 2. BA, TH Köln

7.3 Umbenennung der Gebäude im Vergleich zum Masterplan

MasterplanNeu
AltbauA
BB
CC
DD
AE
BibliothekBibliothek
GF
EMensa
FG
nachträglich SARH
P2P1
P1P2

Bild 2: Ersatzneubau Campus Deutz, Übersichtsplan mit neuer Gebäudebenennung Tabelle 2: Umbenennung der Gebäude am Campus Deutz, TH Köln

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  1. Flächenbedarf

Die TH Köln hat dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft im Juni 2016 ihre Flächenbedarfsermittlung für die Ersatzneubauten des Ingenieurwissenschaftli- chen Zentrums des Campus Deutz vorgelegt. Die Flächenbedarfsermittlung er- folgte nach dem HIS-Kennwertverfahren und weist für die Ersatzneubauten einen Flächenbedarf von rund 47.000 m² NUF 1-6 auf. Unter erneuter Betrachtung und auf Wunsch des Ministeriums, hat die TH Köln den Flächenbedarf in einem aktua- lisierten Flächenprogramm (Version 5.1) auf 45.910 m² angepasst. Die Genehmi- gung der beantragten Flächen durch das MKW erfolgte am 22.11.2017. Durch den Beginn der Planung haben sich auf Grund des Entwurfs für das Hörsaalzent- rum (Gebäude B) eine Flächenmehrung von 87m² auf 46.002m² ergeben.

Der Flächenbedarf der TH Köln am Campus Deutz teilt sich wie folgt auf die ein- zelnen Organisationseinheiten am auf:

OrganisationseinheitNUF 1-6
m²
ZLFZentrale Lehrflächen1.864
F07Fakultät für Informations-, Medien– und Elektrotechnik12.173
F08Fakultät für Fahrzeugtechnik und Produktion8.827
F09Fakultät für Anlagen, Energie und Maschinensysteme11.919
F12Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme (ehem. ITT)1.231
PHYInstitut für Physik810
ZWZentrale Werkstätten734
BIBHochschulbibliothek (Bestand)443
CITCampus IT1.886
AKAAkademie für wissenschaftliche Weiterbildung689
HVHochschulverwaltung2.758
KSTKölner Studierendenwerk (Mensa)2.263
SONSonstige externe Nutzer (IUK, ESG, ASTA)405
Summe46.002

Tabelle 3: Flächenprogramm - Nutzergruppen, Flächen- und Raumprogramm, TH Köln.

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4 . Masterplan

Im Jahr 2012 hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW einen städte- baulichen Wettbewerb für den Ersatzneubau des Ingenieurwissenschaftlichen Zentrums ausgelobt. Das Preisgericht hat auf seiner Sitzung am 5.11.2012 den

  1. Preis dem Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Kister Scheithauer Gross Architek- ten und Stadtplaner (Köln), Atelier Loidl Landschaftsarchitekten (Berlin) zuge- sprochen. P2 Die Arbeitsgemeinschaft Kister Scheithauer Gross / Loidl wurden mit der Erarbei- tung des Masterplans beauftragt. Der mit dem BLB und der Hochschule abge- stimmte Masterplan wurde im April 2014 vom Rat der Stadt Köln als Grundlage für die Bauleitplanung beschlossen.

Der Masterplan realisiert den Flächenbedarf der Ersatzneubauten in 6 neuen Gebäuden (B, C, D, E, F und Mensa) und bietet Erweiterungsmöglichkeiten mit den Gebäuden G und H. Alle Gebäude sollen viergeschossig ausgebildet wer- den, mit partiellen sechsgeschossigen Hochpunkten am Campusplatz.

Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen die einzelnen Gebäude folgende Flächen aufweisen:

GebäudeNUF 1-6
m²
BHörsaalzentrum3.537
CFakultätsgebäude8.455
DFakultätsgebäude13.118
EFakultäts– und Verwaltungsgebäude7.662
MensaMensa / Verwaltungsgebäude3.670
FFakultätsgebäude9.117
BIBHochschulbibliothek (Bestand)443
Summe46.002

Bild 1: Masterplan Teilneubau Campus Deutz Tabelle 4: Flächenprogramm - Nutzergruppen, Flächen- und Raumprogramm, TH Köln. Quelle: Kister Scheidhauer Groß / Loidl, 2014

Bild 3: Ersatzneubau Campus Deutz, Übersicht der Gebäude

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  1. Masterplan

Der Masterplan enthält weiterhin Vorgaben und Festlegungen zur Infrastruktur, insbesondere zu den Freiflächen, zum Straßen- und Wegesystem sowie zu den Parkierungsanlagen. Diese Leistungen werden im Planungsprozess fortgeschrie- ben.

Höhenentwicklung Eine einheitliche Geschosshöhe wird auf dem Campus für alle Gebäude favori- siert. Der Masterplan sieht für alle Gebäude eine Regelgeschosshöhe von 4,25 m vor. Trotzdem lassen sich im Rahmen der vorgegebenen Höhe von 18,50 m unterschiedliche Nutzungen mit verschiedenen Geschosshöhen realisieren. Die Gebäudehöhe entwickelt sich aus 4 Laborgeschossen bzw. 5 Bürogeschossen zuzüglich einer Attika. Die Anforderungen dazu sind im Nutzersoll des jeweiligen Gebäudes erfasst.

Bild 4: Ersatzneubau Campus Deutz, Höhenentwicklung am Campusplatz, Masterplan S. 24.

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  1. Generelle Planungsgrundsätze

Leitlinien der TH Köln Vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Finanzmittel, legt die TH Köln Der neue Campus Deutz der TH Köln mit all seinen neuen Gebäuden soll ein dabei den Schwerpunkt auf den Einsatz passiver Strategien (intelligenter Um- allgemein lesbarer Ausdruck des Selbstverständnisses der TH Köln sein. gang mit Kubatur und Ausrichtung des Gebäudes, Tageslichtausnutzung, etc.) Vielfalt und architektonischer Mittel für einen energieeffizienten Campus. Es soll dem Disziplinäre, fachliche und kulturelle Vielfalt sind grundlegende Voraussetzung für Nutzer ein möglichst hoher Komfort geboten und langfristig ein nachhaltiger, kli- Innovation in komplexen Zusammenhängen und für ein inspirierendes Zusam- maneutraler Betrieb gesichert werden. menwirken. Offenheit Ökologische Ziele Offenheit ist die Grundlage für akademische Bildung. Wir verstehen uns als Im Sinne einer ökologischen Freiflächengestaltung ist ein schonender Umgang "Universitas" – eine Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden, heben Gren- mit Ressourcen gewünscht. Umweltgerechte, recyclebare Baustoffe sind anderen zen auf und ermöglichen damit Durchlässigkeit und Verbindungen vielfältigster vorzuziehen. Ein wirtschaftlicher und nachhaltiger Umgang mit Oberflächenwas- Art. ser (Nutzung und Versickerung) ist zu berücksichtigen. Relevanz Was wir tun, tun wir mit dem klaren Bewusstsein der Bedeutung und Konsequenz Barrierefreiheit unseres Handelns. Unser Ziel sind erkenntnis- und lösungsorientierte Beiträge für Zur Festlegung der Standards für die Barrierefreiheit auf dem neuen Campus eine große Bandbreite gesellschaftlicher Fragestellungen. Wir sind Partnerin in Deutz, wird die Einhaltung der gesetzlichen Richtlinien und Verordnungen verein- regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen. bart. Personalräte und Schwerbehindertenvertretung werden an der weiteren Internationalisierung Planung beteiligt. Die TH Köln strebt auf dem gesamten Campus und innerhalb Internationalisierung ist ein Prozess, der kontinuierlich neue Perspektiven fordert aller Gebäude die Umsetzung eines barrierefreien Leit- und Orientierungssys- und ermöglicht. Unsere Haltung definiert sich durch Sensibilität für kulturelle Dif- tems an, bei dem auch blinde oder sehbehinderte Nutzer und Besucher mittels ferenz, Fremdheit als Möglichkeit der Erkenntnis und interkulturelle Kompetenz. einer App an ihr Ziel geleitet werden. Ermöglichen Wir verlassen tradierte Wege und schaffen neue Möglichkeiten; wir gestalten Kunst am Bau Hochschule. Wir bieten der Hochschulgemeinschaft ein attraktives Wirkungsum- Wünschenswert wäre, am Campus Deutz Kunst am Bau realisieren zu können. feld durch interdisziplinären Austausch und kooperatives Miteinander. Vor dem Hintergrund der zur Verfügung stehenden Finanzmittel bestehen zum Qualität jetzigen Zeitpunkt keine besonderen Anforderungen. Lehre, Forschung, Wissenschaft – unser Denken, Handeln und Miteinander, un- sere Kultur: In jeder Hinsicht setzen wir uns die höchsten qualitativen Maßstäbe. Städtebau Dieser hohe Anspruch an eine kommunikative, offene und auf disziplinärer und Der für das Areal des IWZ aufgestellte Masterplan gibt die wesentlichen Rahmen- kultureller Vielfalt aufgebauten Hochschule soll auch durch ihre städtebauliche bedingungen für die städtebauliche und freiraumplanerische Einfügung des neu- Figuration, ihre Architektur und ihre Räumlichkeiten zeichenhaft verdeutlicht en Campus vor. Diese werden in Abstimmung mit der Stadt Köln in einen auch und funktional ermöglicht werden. für die Gebäude des 2. BA bindenden Bebauungsplan überführt. Siehe Master- plan S.7. Die Leitlinien der TH Köln zur städtebaulichen und architektonischen Nachhaltigkeit / Klimaneutralität Gestaltung beschreiben die städtebaulichen Anforderungen. Die TH Köln unterstützt die klimapolitischen Ziele des Landes NRW und den Ein- satz erneuerbarer Energien. In Abstimmung mit dem BLB wird für die Projekte  Entwicklung eines urbanen, kompakten, flächeneffizienten Campus. des 2. Bauabschnittes eine Ausführung im KfW-40 Standard festgelegt. Ebenso  Vernetzung des Campus mit den angrenzenden Stadträumen. wird eine BNB-Zertifizierung in Silber angestrebt. Im Weiteren wird auf die Festle-  Alle Orte und Freiflächen des Campus sind Teil eines urbanen Stadtquartiers gungen des Energiekonzeptes verwiesen. mit multifunktional nutzbaren Flächen. Es werden Kommunikations-, Aufent-

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  1. Generelle Planungsgrundsätze

halts- und Begegnungsflächen in den Freiflächen und den öffentlichen Berei- chen der Gebäude geschaffen. Energieversorgung  Der neue Campus Deutz trägt zu einer Bereicherung des wissenschaftlichen Das Liegenschaftsenergiekonzept von 2018, dem die Masterplanung als Grundla- und kulturellen Lebens in den angrenzenden Stadtteilen bei. ge diente, wird in der weiteren Planung neuen Anforderungen entsprechend aktu- alisiert und fortgeschrieben. Die Konzeption sieht eine zentrale Versorgung des Erschließung (Verkehr) Campus im Gebäude E vor. Schritt für Schritt werden die Neubauten an die neue Im Rahmen der Masterplanung und der Aufstellung des Bebauungsplanes in Versorgung angeschlossen. Siehe Energiekonzept und Nutzersoll Infrastruktur. wurde ein Verkehrskonzept erarbeitet. Weitergehende Anforderungen zu den Gebäuden sind im Nutzersoll der Gebäude aufgeführt. Technische Anlagen  Die Versorgung des Campus erfolgt zentral über ein Nahwärmenetz mit An- Freianlagen bindung an die Technikzentrale in Gebäude E. Durch den Generalplaner Infrastruktur wird die Planung der Freianlagen erstellt.  LED Technik ist für alle Innen- und Außenräume im Rahmen der Gesamtbau- Schnittstellen zu den Gebäuden ergeben sich insbesondere bei den Eingängen kosten gewünscht. und Zufahrten der Gebäude. Die Oberflächen und Materialität der Freianlagen  Die Gebäudeautomation erfolgt zentral in Gebäude E über MSR Technik/ GLT sollen nach Möglichkeit bei den Freianlagen der Gebäude fortgeführt werden. Anlage nach weiterer Planung. Die Steuerungen aller Gebäude werden auf die zentrale Leitwarte in Gebäude E aufgeschaltet. Sicherheit  Der Einsatz von Photovoltaikanlagen ist zu planen.  Während der Öffnungszeiten sind die Gebäude öffentlich zugänglich.  Die Entstehung von Angsträumen ist zu vermeiden (dunkle Bereiche, Verste- Technikflächen cke in Eingängen und Zufahrten, Wegeführung…).  Technische Anlagen sollen nach Möglichkeit und gegebener Wirtschaftlichkeit  Städtebauliche Kriminalprävention sollte frühzeitig in die Planung eingebun- in den Baukörper integriert werden. den werden.  Technische Aufbauten auf den Dächern der Gebäude sind zulässig. Siehe  In sicherheitsrelevanten Teilbereichen sowie außerhalb der Öffnungszeiten ist Masterplan S.30 f. eine Zutrittsregulierung zu den Gebäuden und innerhalb der Gebäude erfor- derlich. Räume  Die Räume der Hochschule sollen eine gut strukturierte, einfache, anregende Betriebskonzept Umgebung bieten.  Die derzeitigen Öffnungszeiten sind Mo - Fr. von 7 - 23 Uhr, Sa. 7 - 19 Uhr.  Es sollen behagliche Räume geschaffen werden (hinsichtlich Materialität, Abweichende Öffnungszeiten sollten bei Bedarf grundsätzlich möglich sein. Licht, Atmosphäre).  Ein Betriebskonzept für den neuen Campus wird im weiteren Prozess durch  Gefordert ist eine geschickte Umsetzung des Raumprogramms bei optimaler die Hochschule entwickelt. Funktionalität und herausragender Gestaltung der Räume.  Gefordert sind flexible, baulich leicht veränderbare Raumstrukturen, die die Ver- und Entsorgungsnetze (Campus) Möglichkeit zur Mischnutzung von Räumen für neue Lern- und Lehrkonzepte  Die Medienversorgung der einzelnen Gebäude erfolgt über die Anbindung an bieten (unterschiedliche Gruppengrößen und individuelles Lernen). die campusseitigen Versorgungsnetze, siehe hierzu Projekt Infrastruktur..  Die Grundkonstruktion des Gebäudes ist so zu wählen, dass die Position der Innenwände mit möglichst geringem Aufwand verändert werden kann.  Die Trennung zwischen Nutz– und Erschließungsflächen ist möglichst zu rela-

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  1. Generelle Planungsgrundsätze

tivieren und die Flächen sind multifunktional nutzbar zu machen. Ver- und Entsorgung (Gebäude)  In einigen Gebäuden sollen die Foyers als Veranstaltungsflächen nutzbar  Alle Gebäude sind ebenerdig und barrierefrei erschließbar. sein. Angaben dazu sind in den jeweiligen Nutzersolls aufgeführt.  Die Innenhöfe der Gebäude sind für LKW (bis 12Tonnen) befahrbar und über  Es ist eine Staffelung der Raumgruppen und Nutzungen von öffentlichen Be- Toranlagen verschließbar. reichen (großer Publikumsverkehr, hauptsächlich im EG), über halböffentliche  Die Ver– und Entsorgungsräume sollen so angeordnet werden, dass sie für Bereiche (Einzel- und Kleingruppen), in Sicherheitsbereiche (eingeschränkter Wirtschaftsverkehre gut erreichbar und andienbar sind. Nutzerkreis, in den höheren Geschossen) gewünscht.  Alle Gebäude haben mindestens einen direkt anfahrbaren Müllraum.  Lagerflächen sind möglichst zu optimieren. Vorzugsweise ist die gesamte  Jedes Geschoss hat mindestens einen Putzmittelraum. Raumhöhe zu nutzen.  Alle Gebäude haben mindestens einen Aufzug, der als Lastenaufzug nutzbar sein soll (in gängiger Größe, z.B. 2,5 Tonnen Traglast, Abmessungen mindes- Raumkonzepte tens eine Europalette + Handhubwagen) und durchgehend alle Geschosse  Im weiteren Verfahren sollen alternative flexible Raumstrukturen zur Umset- erreichen kann. zung von Co-Working-Formen in dafür geeigneten Bereichen erarbeitet wer- den. Die Architektur soll die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Abfallwirtschaft Fakultäten und Disziplinen fördern und ermöglichen und als Orte des Wissen-  Auf dem Campus wird eine zentrale, zufahrtsnahe und abschließbare Abfall- stransfers, der Innovation sowie der integrierten Lehre und Forschung sicht- sammelstelle eingerichtet. bar machen.  Ein Abfallbewirtschaftungskonzept für den Campus Deutz wird in der weiteren  Für die studentischen Arbeits- und Lernbereiche (sofern in den Gebäuden Planung durch die TH Köln erarbeitet. vorgesehen) sollen im weiteren Verfahren Vorschläge für neue Raumformate, für innovative und zukunftsfähige Konzepte erarbeitet werden, die sich für Leit– und Orientierungssystem individuelles Lernen sowie für alle Formen von Gruppenbildungen eignen.  Das Leit– und Orientierungssystem (LUOS) der TH Köln sieht im Außenbe-  Büroflächen sind in den Raumprogrammen der jeweiligen Gebäude zur Flä- reich Stelen vor, die vom Gebäudeplaner mit Strom– und Datenanschluss zu chenermittlung als Einzelbüros oder als Büros mit 2-3 Arbeitsplätzen erfasst. versorgen sidn. Die Wegeführung mim Gebäude erfolgt in Abstimmung mit Im weiteren Verfahren sollen Vorschläge für neue Raumformate und innovati- der TH Köln und auf Grundlage des LUOS. ve, zukunftsfähige Konzepte erarbeitet werden, die konzentrierte Einzelarbeit in ruhiger Umgebung und Einzelarbeit und Gruppenarbeit in offeneren, wan- delbaren Bürostrukturen ermöglichen und fördern.

Medientechnik und IT  Ein flächendeckendes WLAN und Mobilfunk-Netz ist auf dem gesamten Cam- pusgelände und in den Gebäuden gewünscht.  Die Raumbewirtschaftung erfolgt über ein zentrales Raumbuchungssystem.  Jede Organisationseinheit / Zone erhält mindestens einen zentralen Druck– und Kopierbereich.  Die Versorgung der Gebäude mit Medientechnik und -anschlüssen ist den jeweiligen Nutzersolls zu entnehmen.

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  1. Bauphasen

Nach dem derzeitigen Planungsstand sollen die Ersatzneubauten in drei Baupha- sen realisiert werden.

BauphaseGebäudeNF 1-6Anteil
m²%
Gebäude B und E11.642
Gebäude C, D und Mensa25.243
Gebäude F9.117
SUMSumme46.002100

Tabelle 5: Gebäudeflächen nach Bauphasen, Raum- und Flächenprogramm, TH Köln.

Bild 5: Ersatzneubau Campus Deutz, Bauphasen, Quelle Masterplan, Darstellung TH Köln.

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TH Köln | Ersatzneubau Campus Deutz | Nutzersoll Grundlagen

  1. Raumprogramm

Die Flächenbedarfsermittlung erfolgte nach dem HIS-Kennwertverfahren und weist für die Ersatzneubauten einen Flächenbedarf von rund 47.000 m² NUF 1-6 auf. Unter erneuter Betrachtung und auf Wunsch des Ministeriums, hat die TH Köln den Flächenbedarf in einem aktualisierten Flächenprogramm (Version 5.1) auf 45.910 m² angepasst. Die Genehmigung der beantragten Flächen durch das MKW erfolgte am 22.11.2017. Im Prozess des ersten Bauabschnitts, ist durch den Entwurf des Hörsaalzentrums die Fläche auf 46.002m² NUF 1-6 angestiegen.

Der Flächenbedarf der TH Köln am Campus Deutz teilt sich wie folgt auf die ein- zelnen Organisationseinheiten auf:

OrganisationseinheitGebäudefläche NUF 1-6 in m²
E (ehem. A)BCDMensa (ehem. E)F (ehem. G)BIBSumme
ZLFZentrale Lehrflächen03.14714400003.291
F07Fakultät für Informations-, Medien– und Elektrotechnik940011.57400011.668
F08Fakultät für Fahrzeugtechnik und Produktion3.0860134005.25508.475
F09Fakultät für Anlagen, Energie und Maschinensysteme1.37106.217003.838011.426
F12Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme (ehem. ITT)001.16500001.165
PHYInstitut für Physik007710000771
ZWZentrale Werkstätten000738000738
BIBHochschulbibliothek (Bestand)00019700443640
CITCampus IT1.8980000001.898
AKAAkademie für wissenschaftliche Weiterbildung02050048000685
HVHochschulverwaltung1.076185246097022402.620
KSTKölner Studierendenwerk (Mensa)00002.263002.263
SONSonstige externe Nutzer (IUK, ESG, ASTA)13700022600363
Summe7.6623.5378.45513.1183.6719.11744346.003

Tabelle 6: Aufteilung der Flächen nach Nutzungen und Gebäuden, TH Köln.

Version 2.2 | Stand: 22.09.2022 Seite 15

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