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Prozessbegleitung sowie Praxistransfer zu daten-
basierten Anwendungen und KI für Stromnetzbe-
treiber im Rahmen des Future Energy Labs
Leistungsbeschreibung
Vergabekennziffer: TM3AV2
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) Bereich Digitale Technologien & Start-up Ökosystem (DTS) Chausseestraße 128a 10115 Berlin
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Inhaltsverzeichnis
1 Gegenstand der Ausschreibung: Hintergrund und Zielsetzung ................................. 3
1.1 Hintergrund ........................................................................................................................................................................................ 3
1.2 Das Projekt im Überblick .......................................................................................................................................................... 4
2 Leistungsbeschreibung .......................................................................................................... 4
2.1 Leistungspaket 1: Identifikation, Beschreibung, Bewertung und Priorisierung von Anwendungsfällen und Entwicklung einer Roadmap zur Implementierung von Anwendungsfällen5
2.2 Leistungspaket 2: Hintergrundrecherchen und Kurzanalysen ............................................................... 6
2.3 Leistungspaket 3: Erarbeitung eines Konzepts zum Praxistransfer und dessen Umsetzung 7
2.4 Leistungspaket 4: Praktische Erprobung kleinerer Vorhaben zwischen VNB und Start- Ups/Lösungsanbietern ........................................................................................................................................................................... 8
2.5 Leistungspaket 5: Organisation und Kommunikation ................................................................................... 9
3 Zeitplan ...................................................................................................................................... 10
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1 Gegenstand der Ausschreibung: Hintergrund und Zielsetzung
1.1 Hintergrund
Der Einsatz datenbasierter Anwendungen und KI wird für Stromnetzbetreiber im Zuge der Transfor- mation des Energiesystems immer wichtiger. Einerseits versprechen datenbasierte Anwendungen und KI Effizienzgewinne und eine höhere Entscheidungsqualität, andererseits wird ihr Einsatz in be- stimmten Bereichen zur Notwendigkeit, um das sich weiterentwickelnde Anforderungsprofil als Netz- betreiber überhaupt erfüllen zu können (z.B. Netzanschlüsse, Netzplanung, Netztransparenz, Sys- temdienstleistungen und Steuerung von Anlagen, Wartung und (Cyber-)Sicherheit). Gleichzeitig wächst die verfügbare Datenbasis, u.a. durch den Rollout von Smart-Meter-Gateways und die fort- schreitende Digitalisierung des Netzes, ebenso wie die Möglichkeiten, Daten miteinander in Beziehung zu setzen und auszuwerten, z.B. mithilfe künstlicher Intelligenz.
Der Einsatz datenbasierter Anwendungen wird wesentlich zu einer effizienten, bezahlbaren, sicheren und ausreichend schnellen Transformation der Stromnetze beitragen. Viele Netzbetreiber haben sich bereits auf den Weg gemacht und treiben die Konsolidierung ihrer oft noch fragmentierten Datenba- sis ebenso wie datenbasierte Anwendungen auch unter Nutzung von KI voran. Allerdings stehen zahl- reiche Netzbetreiber noch am Anfang eines solchen Prozesses und sind mit umfangreichen Heraus- forderungen konfrontiert, z.B. einer qualitativ noch nicht ausreichenden, teils nicht digitalen und frag- mentierten Datenbasis, personellen Engpässen bei gleichzeitig hohen weiteren Anforderungen im Zuge der Transformation sowie Unklarheiten bezüglich der Mehrwerte verschiedener Digitalisierungs- maßnahmen.
Ein Branchenprozess unter Beteiligung von Netzbetreibern, den die dena in Kooperation mit den Ver- bänden bdew und bitkom im Rahmen des Future Energy Labs durchführen möchte, soll insbesondere Stromverteilnetzbetreibern Orientierung geben und sie dabei unterstützen, die Potenziale datenba- sierter Anwendungen u.a. unter Nutzung von künstlicher Intelligenz zu heben. Im Fokus stehen dabei Prozesse rund um Netzbetrieb, Netzplanung und Netzanschlüsse.
Die Arbeit stützt sich auf Vorarbeiten des Future Energy Labs zu diesem Thema, insbesondere auf die Ergebnisse des Projekts “Data4Grid”, in dem bereits vor drei Jahren datenbasierte Anwendungen in den Stromverteilnetzen untersucht und erprobt wurden. Relevante Erkenntnisse konnten außerdem im Projekt “KI in der Fernwärme” gewonnen werden. Darüber hinaus baut der Prozess auf der umfang- reichen Expertise der beiden Fachverbände bdew und bitkom und ihren Aktivitäten und Netzwerken auf.
Über die dena und das Future Energy Lab
Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) wurde im Jahr 2000 auf Initiative der Bundesregierung gegründet und hat ihren Hauptsitz in Berlin. Sie ist ein bundeseigenes Unternehmen, dessen alleiniger Gesellschafter die Bundesrepublik Deutschland ist. Über 80 Prozent ihres jährlichen Umsatzes erzielt die dena durch Projekte im Auftrag des Bundes. Als Denkfabrik und Kompetenzzentrum für praktische Energiewende und Klimaschutz arbeitet die dena eng mit Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Ge- sellschaft zusammen – sowohl national als auch international. Ihr zentrales Anliegen ist es, die
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Bundesregierung bei der Umsetzung ihrer energie- und klimapolitischen Ziele zu unterstützen und den Übergang zu einer klimaneutralen Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Das Future Energy Lab wurde im Jahr 2020 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) initiiert und wird seitdem von der dena umgesetzt. Im Rahmen des Future Energy Labs wer- den alle Aktivitäten der dena zu digitalen Technologien und Start-ups gebündelt.
1.2 Das Projekt im Überblick
In einem ersten Schritt sollen wesentliche Anwendungsfälle für datenbasierte Anwendungen und KI bei Netzbetreibern mit besonderem Fokus auf die Verteilnetze identifiziert, bewertet und mit Blick auf die Implementierung in der Praxis priorisiert werden. Darauf aufbauend soll unter Einbeziehung einer aus Netzbetreibern und Lösungsanbietern bestehenden Steuergruppe, die von der dena gemeinsam mit BDEW und Bitkom im Oktober 2025 initiiert wird, eine Themen-Roadmap zur differenzierten Um- setzung von Anwendungen – beispielsweise entsprechend den systemischen oder netzbetreibersei- tigen Bedarfen – erarbeitet werden.
Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Projekts und ein wesentlicher Fokus der hier aus- geschriebenen Leistungen ist im zweiten Schritt ein Anschub zum Transfer der Theorie in die Praxis, der insbesondere die Stromverteilnetzbetreiberbranche adressiert. Erkenntnisse aus den vorange- gangenen Schritten und wesentliches Wissen aller Beteiligten sollen in die Breite und in die Umset- zung gelangen. Dafür sind vorab und laufend, gemeinsam mit der Steuergruppe, der konkrete Bedarf verschiedener Netzbetreiber für Unterstützung und Austausch zu ermitteln sowie geeignete, zielgrup- pengerechte Transferformate zu entwickeln und durchzuführen. Dazu können z.B. Arbeitsgruppen, Workshops, Schulungen, Veröffentlichungen von Leitfäden und praktische Anwendungshilfen zählen. Zusätzlich sollen im Rahmen des Praxistransfers einzelne Anwendungsfälle in kleinem Umfang prak- tisch erprobt werden.
Eine Beschreibung des geplanten Prozesses findet sich auf der Website des Future-Energy-Labs: Da- ten und KI für die Stromnetze - dena Future Energy Lab
2 Leistungsbeschreibung
Der Auftragnehmer gestaltet den Branchenprozess auf Basis seiner Expertise in der praktischen Um- setzung von Digitalisierungsprojekten bei Netzbetreibern und der anwendungsorientierten Forschung inhaltlich und prozessual aktiv mit, bringt Ideen für dessen Weiterentwicklung ein und übernimmt eine tragende Rolle bei der Konzeption, inhaltlichen Ausgestaltung, Organisation und Durchführung von Transferformaten. Diese Leistungen sind in der folgenden Leistungsbeschreibung näher beschrieben.
Die zu erbringende Leistung umfasst fünf Leistungspakete, die nachfolgend aufgelistet und sodann konkretisiert werden:
• LP 1: Identifikation, Beschreibung, Bewertung und Priorisierung von Anwendungsfällen und Ent- wicklung einer Roadmap zur Implementierung von Anwendungsfällen
• LP 2: Hintergrundrecherchen und Kurzanalysen
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• LP 3: Erarbeitung eines Konzepts zum Praxistransfer und dessen Umsetzung
• LP 4: Praktische Erprobung kleinerer Vorhaben zwischen VNB und Start-Ups/Lösungsanbie- tern
• LP 5: Organisation und Kommunikation
Alle Leistungen sind in deutscher Sprache und in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber zu erbrin- gen.
2.1 Leistungspaket 1: Identifikation, Beschreibung, Bewertung und Priorisierung von Anwendungsfällen und Entwicklung einer Roadmap zur Implementierung von Anwendungsfällen
Das LP 1 umfasst die Identifikation, Beschreibung und Bewertung von datenbasierten Anwendungen und den Einsatz von KI bei Stromnetzbetreibern sowie die Entwicklung einer Roadmap, die Anwen- dungsfälle priorisiert und die notwendigen Schritte zur Implementierung von Anwendungsfällen auf- zeigt. Die Anwendungsfälle können z.B. in den Bereichen Netzplanung und Netzanschlüsse, Netzbe- trieb, Assetmanagement sowie (Cyber-)Sicherheit liegen. Bei der initialen Identifikation und Beschrei- bung sowie der sich anschließenden Auswahl der zu bewerten-den Anwendungsfälle und deren Be- wertung selbst soll insbesondere der Praxisbezug im Fokus stehen und auch auf die Expertise der Steuergruppe zurückgegriffen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Bewertung von Anwen- dungsfällen aus verschiedenen Blickwinkeln (unternehmensbezogen vs. forschungsorientiert) unter- schiedlich ausfällt. Dies ist bereits im Untersuchungsansatz zu antizipieren.
Initial ist eine Übersicht von Anwendungsfällen in verschiedenen Bereichen zu erstellen, mit der ein Überblick über datenbasierte Anwendungen und KI gegeben wird. Diese identifizierten Anwendungs- fälle sollen kurz und prägnant beschrieben werden und damit eine Grundlage für die weiteren Schritte legen.
Konkret soll die durch den Auftragnehmer zu entwickelnde Systematik zur Bewertung der Anwen- dungsfälle mindestens folgendes umfassen: die Bedeutung des Anwendungsfalls für die Energie- wende bzw. für die Bewältigung der Aufgaben von Netzbetreibern im Rahmen der Transformation; eine Kosten-Nutzen Abwägung für den Netzbetreiber; die Voraussetzungen für die Implementierung des Anwendungsfalls. Die verschiedenen Anwendungsfälle sollen auch auf mögliche Abhängigkeiten (rele- vante Vorschritte, sukzessive Umsetzung aufeinander aufbauender Anwendungsfälle) oder Synergien (z.B. Nutzung gleicher Datenbasis) hin untersucht werden. Eine grafische Darstellung möglicher Ab- hängigkeiten zwischen Anwendungsfällen ebenso wie eine Darstellung der jeweiligen Datenquellen bzw. Datenbasis soll erstellt werden.
Aufbauend auf der Bewertung der Anwendungsfälle werden fünf bis zehn zentrale Anwendungsfälle durch gemeinsame Absprache zwischen Auftragnehmer, Auftraggeber und Steuergruppe ausgewählt, die anschließend durch den Auftragnehmer hinsichtlich ihrer Voraussetzungen (z.B. Datenbasis, Mess- und Steuerungs-technik etc.), Potenziale (z.B. Wirtschaftlichkeit, Energiewendebeitrag; Markt- reife etc.) und Herausforderungen (z.B. unternehmensinterne Umsetzungshürden, Sicherheitsrisiken etc.) detailliert ausgearbeitet werden sollen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollen als
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detaillierte Factsheets aufbereitet werden. Sie sollen u.a. dazu dienen, Unternehmen über Anwen- dungsfälle zu informieren und zu deren Umsetzung zu motivieren.
Aufbauend auf den Arbeiten zu den Anwendungsfällen soll der Auftragnehmer in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und unter Einbeziehung der Steuergruppe eine Roadmap erarbeiten. Die Road- map soll zeigen, wie Netzbetreiber sich der Umsetzung datenbasierter Anwendungen und KI nähern können, indem sie notwendige Vorarbeiten priorisiert und technische, operative und ggf. regulatori- sche Voraussetzungen ermittelt und benennt. Die Roadmap soll aufzeigen, welche konkreten Schritte Netzbetreiber wann und wie gehen sollten, um die Potenziale vielversprechender datenbasierter An- wendungen und KI schrittweise und bestmöglich zu realisieren.
Eine erste Version der Roadmap soll Anfang 2026 erstellt werden und ist u.a. Grundlage für die Aus- gestaltung des anschließenden Praxistransfers. Sie soll zu Ende 2026 hin aktualisiert und beispiels- weise um Best-Practice-Beispiele und Erfahrungsberichte aus der praktischen Erprobung (LP 4) er- weitert werden (Version 2.0).
Die Roadmap sollte zunächst einen Umfang von bis zu 30 Seiten haben (Version 1.0). Eine erweiterte bzw. aktualisierte Roadmap, die bis Mitte 2027 veröffentlicht werden soll, umfasst bis zu 50 Seiten (Version 2.0). Die Erstellung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber und unter Einbezie- hung der Steuergruppe.
Übersicht der durch die Auftragnehmer in LP 1 zu erbringenden Leistungen:
• Initiale Identifikation und Beschreibung von Anwendungsfällen für datenbasierte Anwendun- gen und KI bei Stromnetzbetreibern
• Entwicklung und Beschreibung einer Systematik für die Bewertung von Anwendungsfällen
• praxisnahe Bewertung einschlägiger Anwendungsfälle und Darstellung der Abhängigkeiten
• Detaillierte Ausarbeitung von fünf bis zehn auszuwählenden Anwendungsfällen und Erstellung von detaillierten Factsheets zu den Anwendungsfällen (je bis zu ca. 4 Seiten). Neben der in- haltlichen Erarbeitung erbringt der Auftragnehmer auch die Leistungen für Gestaltung und Lektorat (inkl. Barrierefreiheit).
• Erstellung einer Roadmap in zwei Stufen, die den Weg zur Nutzung datenbasierter Anwendun- gen für Netzbetreiber aufzeigt: Version 1.0 Anfang 2026 mit etwa 30 Seiten Umfang; Version 2.0 zu Ende 2026 mit etwa 50 Seiten Umfang. Neben der inhaltlichen Erarbeitung erbringt der Auftragnehmer auch die Leistungen für Gestaltung und Lektorat (inkl. Barrierefreiheit).
2.2 Leistungspaket 2: Hintergrundrecherchen und Kurzanalysen
LP 2 umfasst die projektbegleitende Durchführung von Hintergrundrecherchen und Bewertungen zu Methoden und Rahmenbedingungen von datenbasierten Anwendungen und KI in den Stromverteiler- netzen und die Aufbereitung sowie Vorstellung der Ergebnisse in der Steuergruppe. Die Auswahl und Konkretisierung der zu untersuchenden Themen erfolgt in Abstimmung mit dem Auftraggeber und der Steuergruppe. Mögliche Themen für Hintergrundrecherchen bzw. Kurzanalysen sind z.B.:
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• Übersicht unterschiedlicher Methoden für Datenanalysen bzw. unterschiedliche Technologien, die unter den Sammelbegriff „künstliche Intelligenz“ fallen, und ihre möglichen Einsatzgebiete
• Darstellung und Bewertung relevanter rechtlicher Fragestellungen zu den Anwendungsfällen (z.B. Nutzung/Anonymisierung personenbezogener Daten; AI-Act; Anforderungen KRITIS)
• Bewertung der Risiken bei der Anwendung künstlicher Intelligenz im Netzbetrieb, z.B. durch (Teil-Automatisierung) sowie Mitigationsstrategien
• Auswirkungen der Implementierung von datenbasierten Anwendungsfällen auf die Organisati- onsstruktur und Mitarbeitenden der Unternehmen
Übersicht der durch die Auftragnehmer in LP 2 zu erbringenden Leistungen:
• Durchführung von 3-5 Hintergrundrecherchen je nach im Projektverlauf definiertem Bedarf
• Jeweils Aufbereitung der Ergebnisse, wobei das Format in Abhängigkeit der Inhalte mit dem Auftraggeber ab-gestimmt werden soll, z.B. als Foliensatz (ca. 20 Folien) oder Dokument (bis zu 10 Seiten). Neben der inhaltlichen Erarbeitung erbringt der Auftragnehmer auch die Leis- tungen für Gestaltung und Lektorat (inkl. Barrierefreiheit).
2.3 Leistungspaket 3: Erarbeitung eines Konzepts zum Praxistransfer und dessen Umsetzung
Der Transfer von Wissen in die Praxis ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Projekts und steht deshalb im Fokus der vorliegenden Ausschreibung. Im Rahmen des LP 3 sollen daher:
a. ein Konzept für den Praxistransfer des im Rahmen des Prozesses und unter Einbeziehung aller Beteiligten erlangten Wissens erarbeitet,
b. darauf aufbauend Materialien zur Implementierung des Konzepts (z.B. Leitfäden, Schulungsun- terlagen, Best Practises) entwickelt und
c. geeignete Formate durchgeführt werden.
Neben dem inhaltlichen Lead begleitet der Auftragnehmer die umsetzenden Organisationen dena, BDEW und Bitkom organisatorisch und kommunikativ (s. LP5).
Ein Konzept für den Praxistransfer sollte mindestens eine Analyse des Unterstützungsbedarfs bei der Implementierung datenbasierter Anwendungen und KI bei verschiedenen Gruppen von Netzbetrei- bern (Größe, Erfahrung, Versorgungsaufgabe …) enthalten, Zielgruppen innerhalb der Unternehmen identifizieren und Möglichkeiten aufzeigen, die ermittelten Bedarfe z.B. durch detaillierte Leitfäden, Best-Practice-Darstellungen, Schulungen, Workshops oder andere Formate zu decken. Das Konzept sollte Empfehlungen für Maßnahmen für einen dauer-haften Wissenstransfer im Rahmen eines konti- nuierlichen Branchenprozesses enthalten. Ein Entwurf des Konzepts wird dem Auftraggeber vorgelegt, mögliches Feedback und Anpassungen sind vom Auftragnehmer einzuarbeiten; der Auftraggeber wählt in Abstimmung mit dem Auftragnehmer Transfermaßnahmen aus, die dieser dann realisiert.
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Die zu realisierenden Transfermaßnahmen sollten umfassen: 20 Veranstaltungen mit einer Gesamt- dauer von 60 Stunden sowie drei Implementierungsleitfäden (oder den Leitfäden äquivalente Pro- dukte). Der konkrete Bedarf der Branche sowie der zielgerichtete und zielgruppengerechte Aufbau der Transfermaßnahmen wird mit dem Auftraggeber und der Steuergruppe abgestimmt.
Die Veranstaltungen können in Präsenz in Berlin oder online stattfinden, je nach Teilnehmendenkreis. Für mögliche Präsenzveranstaltungen müssen keine Kosten für Räumlichkeiten kalkuliert werden, da die Räume der dena in Berlin für die Durchführung zur Verfügung stehen. Der Auftragnehmer ist für das Management der Veranstaltungen inklusiver der Vorbereitung, Kommunikation, die mögliche Ak- quise von Gastrednern, das Teilnehmendenmanagement und die Nachbereitung inkl. Dokumentation verantwortlich. Die dena bewirbt die Veranstaltungen auch über ihre Kommunikationskanäle.
Übersicht der durch die Auftragnehmer in LP 3 zu erbringenden Leistungen:
• Entwicklung eines Konzepts für den Praxistransfer inkl. Abstimmung mit Auftraggeber und Steuergruppe sowie darauf aufbauend Erstellung von Materialien zur Implementierung des Konzepts. Neben der inhaltlichen Erarbeitung erbringt der Auftragnehmer auch die Leistungen für Gestaltung und Lektorat (inkl. Barrierefreiheit).
• Durchführung von 20 Veranstaltungen mit einer Gesamtdauer ca. 60 Stunden (z.B. Schulun- gen, Workshops oder andere Transferformate) inkl. Vorbereitung, Kommunikation, die mögli- che Akquise von Gastrednern, das Teilnehmendenmanagement und die Nachbereitung inkl. Dokumentation, davon sind ca. 1/3 der Veranstaltungen als Präsenzveranstaltungen zu planen
• Erstellung von mindestens drei detaillierten Implementierungsleifäden oder äquivalenten Pro- dukten (in Abhängigkeit vom Konzept kann auch eine äquivalente andere Leistung erbracht werden)
2.4 Leistungspaket 4: Praktische Erprobung kleinerer Vorhaben zwischen VNB und Start-Ups/Lösungsanbietern
Als Teil des Praxistransfers ist in kleinem Umfang eine praktische Erprobung ausgewählter Anwen- dungsfälle durch Lösungsanbieter bzw. Start-Ups gemeinsam mit Netzbetreibern vorgesehen. Als Vorbild dieser praktischen Erprobung kann die Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern und Start- Ups im Projekt „Data4Grid“ in Form von „Challenges“ dienen: Start-Ups traten hier gegeneinander an und implementierten gemeinsam mit Netzbetreibern datenbasierte Anwendungen in einem klar um- grenzten Bereich. Die beste Lösung wurde schließlich durch die dena prämiert.
Der Bedarf für eine praktische Erprobung im genannten Rahmen oder in einer ähnlichen Form ist im Transferkonzept zu prüfen und ein Vorgehen vorzuschlagen, das einen möglichst großen Mehrwert für Netzbetreiber schafft.
Die Erprobung verfolgt folgende Ziele:
• Ausgewählte Netzbetreiber bekommen die Möglichkeit, im Rahmen eines klar umgrenzten kleinen Projekts, Erfahrungen mit der Implementierung datenbasierter Anwendungen und KI zu sammeln.
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• Der Praxistransfer wird durch Erkenntnisse aus der Erprobung bereichert.
• Die beste Lösung für einen spezifischen Anwendungsfall kann im Wettbewerb ermittelt wer- den.
• Die Zusammenarbeit zwischen Netzbetreibern und Lösungsanbietern und auch Start-Ups wird unterstützt.
Der Auftragnehmer entwickelt und bewertet drei Anwendungsfälle, die sich für eine praktische Erpro- bung in einem klar umgrenzten Rahmen eignen. Er wählt z.B. durch die Ausschreibung von Challenges, geeignete Lösungsanbieter aus und begleitet die Umsetzung der Erprobung gemeinsam mit Netzbe- treibern.
Die Durchführung der Praxiserprobung wird durch den Auftragnehmer in Form eines Kurzberichts (max. 15 Seiten) dokumentiert. Zentrale, übertragbare Erfahrungen werden durch den Auftragnehmer in Form von bis zu 3 Factsheets zusammengefasst.
Eventuelle Preisgelder sowie die Durchführung einer öffentlichen Veranstaltung zur Prämierung der Sieger liegen in der Verantwortung der dena und sind nicht Teil der Aufgaben des Auftragnehmers in LP 4.
Übersicht der durch die Auftragnehmer in LP 4 zu erbringenden Leistungen:
• Die genannten Leistungen sind beispielhaft zu verstehen. Sollten im Rahmen des Transferkon- zepts (LP3) Anpassungen nötig werden, sind die dort festgelegten Leistungen in äquivalentem Umfang zu erbringen.
• Entwicklung und Auswahl von drei Anwendungsfällen, die erprobt werden sollen, unter Einbe- ziehung des Auftraggebers und der Steuergruppe
• Ausschreibung bzw. Bekanntgabe der Challenges auf einer geeigneten Plattform und Durch- führung geeigneter Kommunikationsmaßnahmen
• Bewertung der Bewerbungen und Auswahl von 3 Start-Ups je Challenge gemeinsam mit dem Projektteam
• Begleitung der Umsetzung der Challenges
• Bewertung der entwickelten Lösungen anhand transparenter Kriterien
• Dokumentation des Prozesses in Form eines Kurzberichts (max. 15 Seiten) und 3 Factsheets. Neben der inhaltlichen Erarbeitung erbringt der Auftragnehmer auch die Leistungen für Ge- staltung und Lektorat (inkl. Barrierefreiheit).
2.5 Leistungspaket 5: Organisation und Kommunikation
Der enge Austausch mit dena, BDEW und Bitkom, mit der Netzbetreiber-Steuergruppe ebenso wie der Austausch mit der Branche ist von zentraler Bedeutung für den Erfolg des Projekts. Entsprechend sind ausreichende Ressourcen für diesen Austausch sowie für die Vorstellung von Ergebnissen auf Branchenveranstaltungen ebenso wie die Vor- und Nachbereitung aller dieser Treffen vorzusehen.
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Dazu gehört die Planung und inhaltliche Ausgestaltung der Treffen in Abstimmung mit dem Auftrag- geber, die Einladung relevanter Stakeholder, ggf. die Moderation der Veranstaltung und jeweils die Er- stellung eines Ergebnisprotokolls.
Die öffentliche Kommunikation zum Projekt liegt in der Verantwortung der dena und der beteiligten Branchenverbände. Die Veröffentlichung von Projektergebnissen durch den Auftragnehmer ist nur nach Zustimmung des Auftraggebers möglich.
Übersicht der durch die Auftragnehmer in LP 5 zu erbringenden Leistungen:
• Kick-off mit Auftraggeber: Halbtägiger Workshop in Berlin
• Teilnahme an regelmäßigen 60-90-minütigen JF mit dem Auftraggeber: online; vrstl. zwei- bis dreiwöchentlich bis einschl. Q3 2027
• Durchführung von bis zu vier Workshops zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber, sowie voraussichtlich den beteiligten Branchenverbänden
• Teilnahme an Sitzungen oder Workshops der Steuergruppe: voraussichtlich an bis zu 12 Sit- zungen im Projektzeitraum, Gesamtdauer bis 30 Stunden, voraussichtlich online
• Teilnahme an und Vorstellung von Ergebnissen auf (Teil-)öffentlichen Veranstaltungen: bis zu vier halbtägige Veranstaltungen im Projektzeitraum in Berlin.
• Für alle hier aufgezählten Termine und Veranstaltungen übernimmt der Auftragnehmer die Vor- und Nachbereitung. Dazu gehört die Planung und inhaltliche Ausgestaltung in Abstim- mung mit dem Auftraggeber, die Einladung relevanter Stakeholder, ggf. die Moderation der Veranstaltung und jeweils die Erstellung eines Ergebnisprotokolls
• Erstellung von vier Fortschrittsberichten zur Dokumentation der erbrachten Leistungen und Sammlung inkl. Herleitung der erzielten Erkenntnisse
3 Zeitplan
| Ereignis | Termin | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kick-off mit dem Auftraggeber | 12.25 | ||||
| LP 1 Identifikation, Beschreibung, Bewertung und Priorisierung der Anwendungsfälle | 12.25 – 03.26 | ||||
| Auftaktworkshop Steuergruppe | 12.25 | ||||
| Öffentliche Veranstaltung zum Kick-off des Projekts | Q1 2026 | ||||
| LP 1: Erstellung Roadmap-Entwurf | 01.26 – 03.26 | ||||
| LP 4: Praktische Erprobung: Entwicklung Challenges | 02.26 – 05.26 |
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| Vorstellung Roadmap und Challenges in der Steuergruppe | 04.26 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| LP 2: Hintergrundrecherchen | ab 02.26 | ||||
| LP 3: Konzept Praxistransfer | 02.26 – 05.26 | ||||
| LP 4: Ausschreibung Erprobung | 05.26 | ||||
| LP 4: Auswahl Lösungsanbieter | 06.26 | ||||
| Vorstellung Konzept Praxistransfer in der Steuergruppe | 05.26 | ||||
| LP 3: Entwicklung Produkte für Transfer | 06.26 – 09.26 | ||||
| LP 4: Durchführung Erprobung | 07.26 – 11.26 | ||||
| LP 3: Durchführung Praxistransfer | 09.26 – 08.27 | ||||
| LP 1: Überarbeitung bzw. Erweiterung Roadmap | 10.26 – 02.27 | ||||
| LP 4: Bewertung Lösungsanbieter Erprobung | 01.27 | ||||
| LP 4: Abschlussveranstaltung zur Vorstellung der Ergebnisse und Prämierung Erprobung | 03.27 |
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