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Plattform für digitale IHK-Prüfungen

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Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen

Ausschreibung

der Deutschen Industrie- und Handelskammer

Stand: 26. Oktober 2026

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Inhaltsverzeichnis I. Einleitung ........................................................................................................................................... 4

  1. Auftraggeberin, Vergabestelle und Abrufberechtigte ......................................................................... 4

  2. Art des Vergabeverfahrens ................................................................................................................ 4

  3. Vergabeunterlagen ............................................................................................................................. 4

II. Gegenstand des Vergabeverfahrens ............................................................................................... 6 III. Hinweise zum Verfahren ................................................................................................................... 7

  1. Kommunikation, Informationsübermittlung, Fragen zu den Vergabeunterlagen, Sprache ................ 7

1.1. Kommunikation und Informationsübermittlung ............................................................................ 7

1.2. Fragen zu Vergabeunterlagen ..................................................................................................... 7

1.3. Sprache ........................................................................................................................................ 8

  1. Vertraulichkeit und Urheberrecht auf die Vergabeunterlagen ............................................................ 8

  2. Verfahrensablauf und -bedingungen .................................................................................................. 9

3.1. Stufe 1: Teilnahmewettbewerb ..................................................................................................... 9

3.2. Stufe 2: Angebots- und Verhandlungsphase ............................................................................... 9

3.3. Begrenzung der Bewerber, die zur Abgabe von (Erst-)Angeboten aufgefordert werden .......... 10

  1. Haupt- und Nebenangebote .............................................................................................................. 11

  2. Bewerber- und Bietergemeinschaften ............................................................................................... 11

  3. Nachunternehmen und Eignungsleihe .............................................................................................. 11

  4. Fristen und Termine .......................................................................................................................... 12

  5. Entschädigung/Vergütung ................................................................................................................ 12

  6. Aufhebung des Verhandlungsverfahrens ......................................................................................... 12

IV. STUFE 1: TEILNAHMEWETTBEWERB .......................................................................................... 13

  1. Form und Inhalt des Teilnahmeantrags ............................................................................................ 13

1.1. Formblatt „Teilnahmeantrag“ ...................................................................................................... 13

1.2. Formblatt „Erklärung zu den Ausschlussgründen“ ..................................................................... 13

1.3. Nachweis der Eignung (Mindestanforderungen) ....................................................................... 14

1.3.1. Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister ............................................................... 14

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

1.3.2. Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit ................................... 14

1.3.3. Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit ........................................ 15

1.3.4. Nachweis der Einhaltung von Normen der Qualitätssicherung (Mindestanforderung) ..... 19

  1. Prüfung der Teilnahmeanträge ......................................................................................................... 20

  2. Wertung der Teilnahmeanträge, Auswahlkriterien ............................................................................ 20

3.1. Kriterium 1: Umsätze aus vergleichbaren Leistungen ............................................................... 20

3.2. Kriterium 2: Unternehmensreferenzen ....................................................................................... 21

3.3. Kriterium 3: Schlüsselpersonal .................................................................................................. 25

V. STUFE 2: ANGEBOTS- UND VERHANDLUNGSPHASE ............................................................... 29

  1. Form des Angebots .......................................................................................................................... 29

  2. Inhalt des Angebots .......................................................................................................................... 29

2.1. Formblatt Angebotsschreiben .................................................................................................... 29

2.2. Formblatt Preisblatt .................................................................................................................... 30

2.3. Konzept ...................................................................................................................................... 30

2.3.1 Fachliche Fragestellungen und Herausforderungen (Teil A) ................................................. 30

2.3.2 Daten, Schnittstellen und Plattformarchitektur (Teil B) .......................................................... 31

2.3.3 Organisation und Betrieb (Teil C) .......................................................................................... 32

2.4. Prüfungssimulation (Produktdemo / Klick-Dummy) ................................................................... 34

  1. Wertung der (Erst-) Angebote, Zuschlagskriterien ........................................................................... 39

3.1. Zuschlagskriterium 1 Konzept ................................................................................................... 41

3.1.1. Unterkriterium 1 Fachliche Fragestellungen und Herausforderungen .............................. 41

3.1.2. Unterkriterium 2 Daten, Schnittstellen und Skalierung ..................................................... 42

3.1.3. Unterkriterium 3 Organisation und Betrieb ........................................................................ 43

3.2. Zuschlagskriterium 2 Produktdemo / Klick-Dummy ................................................................... 44

3.3. Zuschlagskriterium 3 Preis ......................................................................................................... 48

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

I. Einleitung

  1. Auftraggeberin, Vergabestelle und Abrufberechtigte

Auftraggeberin ist die Deutsche Industrie- und Handelskammer („DIHK“) mit Sitz in Berlin. Die

Auftraggeberin führt das Vergabeverfahren im eigenen Namen aber im Auftrag aller Industrie- und

Handelskammern („IHKs“) im Sinne des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der

Industrie- und Handelskammern (IHKG). Alleinige Vertragspartnerin wird die DIHK. Ausgenommen

hiervon sind die vom Auftragnehmer mit den einzelnen IHKs zu schließenden

Auftragsverarbeitungsvereinbarungen. Für die Einzelheiten wird auf Abschnitt 3.4.5.1 der

Leistungsbeschreibung verwiesen.

Es handelt sich um eine gemeinsame Beschaffung in entsprechender Anwendung des

§ 16 Unterschwellenvergabeordnung (UVgO) i.V.m. § 4 Abs. 2 Satz 2 VgV. Die DIHK ist eine

Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die DIHK ist der Dachverband der Industrie- und

Handelskammern in Deutschland. Sie koordiniert inhaltliche und organisatorische Abstimmungen

innerhalb der IHK-Organisation und stellt den IHKs unter anderem Fachinformationen und IT-

Dienstleistungen zur Verfügung.

Die IHKs erfüllen als Körperschaften des öffentlichen Rechts eine Vielzahl hoheitlicher Aufgaben.

Dazu gehören insbesondere die Organisation und Durchführung der Zwischen- und

Abschlussprüfungen in den Ausbildungsberufen der Industrie und des Handels. Darüber hinaus

nehmen sie zahlreiche weitere Prüfungen und Kompetenzfeststellungen ab, etwa Sach- und

Fachkundeprüfungen oder Fortbildungsprüfungen.

  1. Art des Vergabeverfahrens

Die DIHK ist kein öffentlicher Auftraggeber im Sinne des Kartellvergaberechts. Das

Vergabeverfahren wird als Verhandlungsvergabe mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb in

entsprechender Anwendung des § 12 Abs. 1 UVgO durchgeführt.

  1. Vergabeunterlagen

Die Vergabeunterlagen bestehen bei Einleitung des Verfahrens aus den untenstehenden

Dokumenten. Mit dem Teilnahmeantrag zwingend einzureichende Unterlagen sind durch ✓

gekennzeichnet. Unterlagen, die nur im Bedarfsfall einzureichen sind, sind durch (✓)

gekennzeichnet. Für die Einzelheiten wird auf die jeweiligen Erläuterungen zu den einzelnen

Bestandteilen verwiesen.

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Nr.VergabeunterlageEinzureichen
Mit dem Teilnahmeantrag einzureichen:
0.Bewerbungs- und Angebotsbedingungen (diese Unterlage), einschließlich
0.1.Informationsschreiben DSGVO
1.Verträge
1.1Digitales Prüfen EVB-IT Cloud-Vertrag
1.2Digitales Prüfen EVB-IT Erstellungsvertrag
1.3Digitales Prüfen EVB-IT Cloud-AGB
1.4Digitales Prüfen EVB-IT Erstellungs -AGB
2Anlagen zu den Verträgen mit Anhängen
2.105_Anlage 1 Leistungsbeschreibung
2.206_Anlage 1 Anhang 1_Feldkatalog
2.307_Anlage 1 Anhang 2_Datenkranz
2.408_Anlage 1 Anhang 3_Anforderungsverzeichnis
2.509_Anlage 1 Anhang 4 Anforderungskatalog Datenschutz IT-Sicherheit
2.610_Anlage 1 Anhang 5 Datenschutzkonzept
2.711_Anlage 2 Service Level Agreement
2.812_Anlage 3 AVV Inklusive Muster
2.915_Anlage 4 Anhang 1 Preisblatt
2.10Anhänge zur Anlage 1
3.Bleibt frei
4Unterlagen Teilnahmeantrag
4.1Teilnahmeantrag✓
4.24.2Angaben zum Bewerber✓
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

4.3Erklärung zu den Ausschlussgründen✓
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)
4.4Eigenerklärung zur Eignung inkl. Anlagen des Bewerbers✓
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)
4.5Unternehmensreferenzen✓
4.64.6Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung(✓)*
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)
4.7Liste etwaiger Nachunternehmer(✓)*
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)
4.8Erklärung zur Eignungsleihe(✓)*
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)
4.9Verpflichtungserklärung der Drittunternehmen(✓)*
(Teil des Dokuments „Formblätter Konvolut)
5Unterlagen (Erst-)Angebot (werden mit der Angebotsabgabe zur Verfügung
gestellt)
  • Formblatt ist lediglich auszufüllen, wenn und soweit für den Bewerber/Bieter zutreffend

Alle oben genannten Unterlagen sind integrierte Bestandteile der Vergabeunterlagen. Bei

Widersprüchen zwischen den Bestandteilen gilt die Regelung der jeweils vorangereihten Anlage.

Die Vergabeunterlagen haben stets Vorrang vor den Erklärungen und Angaben der Bewerber bzw.

Bieter.

Interessierte Unternehmen, Bewerber und Bieter haben sich vor Abgabe des Teilnahmeantrags bzw.

des Angebotes über die Art und den Umfang der im Auftragsfall zu erbringenden Leistungen zu

informieren. Alle interessierten Unternehmen sind zudem aufgefordert, die Vergabeunterlagen auf

Vollständigkeit zu prüfen. Auf etwaige Unklarheiten oder Widersprüche ist die Vergabestelle

rechtzeitig hinzuweisen. Es wird zudem darauf hingewiesen, dass die Geltendmachung von

Ansprüchen jeder Art, insbesondere von Schadenersatzansprüchen ggf. ausgeschlossen ist, wenn

die Vergabestelle nicht vorab informiert wurde. Eine Haftung der Auftraggeberin für leichte

Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.

II. Gegenstand des Vergabeverfahrens

Gegenstand dieses Vergabeverfahrens ist die Bereitstellung einer Prüfungsplattform als Software

as a Service Model (SaaS), die IHK spezifische Anpassung und die gemeinsame Weiterentwicklung

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

mit der IHK Organisation sowie der vollumfängliche Betrieb mit Systemservice- und

Hostingleistungen. Wegen der Einzelheiten wird verwiesen auf die Leistungsbeschreibung nebst

Anhängen als Teil eines EVB-IT-Erstellungsvertrages und eines EVB-IT-Cloud-Vertrages.

III. Hinweise zum Verfahren

  1. Kommunikation, Informationsübermittlung, Fragen zu den Vergabeunterlagen,

Sprache

1.1. Kommunikation und Informationsübermittlung

Die Kommunikation und jeder Informationsaustausch zwischen interessierten Unternehmen,

Bewerbern bzw. Bietern und der Vergabestelle erfolgt grundsätzlich über die Vergabeplattform der

Industrie- und Handelskammern (im Folgenden „Vergabeplattform“). Die Vergabeplattform ist über

folgenden Link abrufbar:

https://vergabe.ihk.de/Satellite/notice/CXQ7YY3YDRX

Allen Interessenten wird empfohlen, sich möglichst frühzeitig auf der Vergabeplattform zu

registrieren. Sofern neue oder überarbeitete Unterlagen auf der Vergabeplattform eingestellt

werden, werden die registrierten Interessenten grundsätzlich per E-Mail informiert. Die Unterlagen

sind hier abrufbar:

https://vergabe.ihk.de/Satellite/notice/CXQ7YY3YDRX/documents

Die Bieter dürfen sich darauf jedoch nicht verlassen und müssen sich fortlaufend und eigeninitiativ

über neue Informationen durch Besuch der Vergabeplattform unterrichten. Sofern Schwierigkeiten

beim Öffnen von Dateien oder sonstige Probleme im Rahmen des Zugangs zur Vergabeplattform

auftreten, ist die Vergabestelle unverzüglich zu informieren.

1.2. Fragen zu Vergabeunterlagen

Fragen und Hinweise zum Verfahren und zu den Vergabeunterlagen betreffend die Erstellung und

Einreichung der Teilnahmeanträge sind bis spätestens zum

  1. November 2026

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

unter Verwendung der Nachrichtenfunktion der Vergabeplattform einzureichen. Es werden

ausschließlich Fragen beantwortet, deren Beantwortung für die Erstellung der Teilnahmeanträge

erforderlich ist.

Fragen, die nicht innerhalb der o. g. Fristen gestellt werden und nicht spätestens sechs Tage vor

Ablauf der Frist für die Einreichung der Teilnahmeanträge beantwortet werden können, werden

grundsätzlich nicht beantwortet. Dies gilt nicht, wenn die Fragen Unklarheiten und Widersprüche in

den Vergabeunterlagen betreffen.

Unabhängig davon wird zur Vermeidung von Verzögerungen für die Angebotsbearbeitung um

zeitnahe Übersendung der Fragen gebeten. Die auf der Vergabeplattform veröffentlichten Fragen

und Antworten werden Bestandteil der Vergabeunterlagen.

Die Fragen sind so zu formulieren, dass ein Rückschluss auf die Identität des Fragestellers nicht

möglich und daher eine Beantwortung dieser Frage an alle Bieter möglich ist.

Zur Gewährleistung der Gleichbehandlung aller Bewerber bzw. Bieter wird die Vergabestelle

Antworten auf Fragen sowie Auskünfte – sofern diese von allgemeinem Interesse sein können –

anonymisiert und gleichzeitig über die Vergabeplattform allen Bewerbern bzw. Bietern mitteilen.

1.3. Sprache

Die Verfahrenssprache ist deutsch. Die Vergabeverfahrens- und Vertragsabwicklung erfolgen

ausschließlich in deutscher Sprache. Teilnahmeanträge, Angebote und sonstige Unterlagen sind in

deutscher Sprache einzureichen; fremdsprachige Unterlagen sind mit deutscher Übersetzung

vorzulegen.

  1. Vertraulichkeit und Urheberrecht auf die Vergabeunterlagen

Die Unterlagen dieses Vergabeverfahrens, die von der Vergabestelle bzw. von der Auftraggeberin

übermittelt werden oder von dieser stammen, unterliegen grundsätzlich dem Urheberrecht. Alle

Rechte jedweder Art an von der Auftraggeberin erstellten bzw. von diesem übergebenen technischen

und kaufmännischen Informationen und Unterlagen jedweder Art bleiben ausnahmslos und

vollumfänglich bei der Auftraggeberin, ohne dass es im Einzelfall eines entsprechenden Vorbehalts

bedarf. Ebenso bleiben alle Rechte jedweder Art an dem von der Auftraggeberin eingebrachten

Ideen und Konzepten ausnahmslos und vollumfänglich bei der Auftraggeberin; diese stellen

anvertraute Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse im Sinne des GeschGehG (Gesetz zum Schutz

von Geschäftsgeheimnissen) dar.

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

  1. Verfahrensablauf und -bedingungen

Das Vergabeverfahren wird als Verhandlungsvergabe mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb

durchgeführt. Das Verfahren gliedert sich im Wesentlichen in zwei Stufen:

• Teilnahmewettbewerb (Stufe 1) und

• Angebots- und Verhandlungsphase (Stufe 2).

Im Teilnahmewettbewerb sind alle interessierten Unternehmen aufgefordert, Teilnahmeanträge

einzureichen. Mit dem Teilnahmeantrag ist insbesondere die Eignung nachzuweisen. Im Anschluss

an den Teilnahmewettbewerb sind von den zur Angebotsabgabe aufgeforderten Bewerbern

Angebote einzureichen (vgl. hierzu Kapitel V).

Es erfolgt eine Beschränkung der Bewerber, die zur Abgabe von Angeboten aufgefordert werden.

Maßgeblich sind die in diesem Dokument dargestellten Anforderungen.

3.1. Stufe 1: Teilnahmewettbewerb

Nach der Veröffentlichung der Bekanntmachung beginnt der Teilnahmewettbewerb.

Die Teilnahmeanträge sind einzureichen (nur) über die Vergabeplattform bis spätestens zum

  1. Dezember 2026, 10:00 Uhr

Nach Ablauf der Frist für Teilnahmeanträge prüft die Auftraggeberin die Eignung der Bewerber

anhand der festgelegten Eignungskriterien. Zur Abgabe von Erstangeboten werden nur die

Bewerber aufgefordert, die nach Wertung der Teilnahmeanträge anhand der in diesem Dokument

angegeben Auswahlkriterien die Anforderungen erreichen.

3.2. Stufe 2: Angebots- und Verhandlungsphase

Die im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bewerber werden zur Abgabe eines indikativen (Erst-)

Angebots aufgefordert. Auf dieses Angebot kann der Zuschlag nicht erteilt werden. Die

Anforderungen an die (Erst-) Angebote sind nachfolgend in Kapitel V. dargestellt.

Die Bieter, die ein indikatives frist- und formgerechtes Erstangebot eingereicht haben, werden zu

Verhandlungsgesprächen eingeladen. Die Verhandlungen werden mit den Bietern bzw.

Bietergemeinschaften jeweils einzeln geführt. Gegenstand der Verhandlungen können die mit den

Erstangeboten mitgeteilten Verhandlungsvorschläge sein. Ein Anspruch auf Verhandlung

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

bestimmter Punkte bzw. Änderung einzelner Regelungen der Verträge und der sonstigen

Vergabeunterlagen besteht nicht.

In der Verhandlungsrunde kann die Auftraggeberin mit den Bietern über den gesamten

Ausschreibungsgegenstand verhandeln ausgenommen der Zuschlagskriterien. Es existieren keine

unverhandelbaren Mindestanforderungen. Die Auftraggeberin wird die Bieter rechtzeitig zu den

Verhandlungsrunden einladen. Die Auftraggeberin behält sich im Fall mündlicher Aufklärungs- und

Verhandlungstermine vor, die Anzahl der Personen der Verhandlungsteams zu beschränken. Die

Verhandlungen werden in deutscher Sprache geführt.

Sofern nach Abschluss der Verhandlungen eine Anpassung des Vertrages oder der sonstigen

Vergabeunterlagen erfolgt, werden die Bieter zur Abgabe endgültiger Angebote aufgefordert.

Aus den form- und fristgereicht eingegangenen Angeboten wird nach den vorgegebenen

Zuschlagskriterien das wirtschaftlichste Angebot ermittelt, auf das der Zuschlag erteilt wird. Mit der

Zuschlagserteilung kommt der Vertrag mit der Auftraggeberin zustande.

3.3. Begrenzung der Bewerber, die zur Abgabe von (Erst-)Angeboten aufgefordert werden

Es werden maximal fünf geeignete Bewerber zur Abgabe von (Erst-)Angeboten aufgefordert.

1 Schritt: Sofern mehr als drei geeignete Bewerber vorhanden sind, werden zunächst die drei

Bewerber ausgewählt, die für die unter Kapitel IV.3 dieses Dokumentes definierten Auswahlkriterien

die meisten Punkte erhalten. Bei Punktgleichstand mehrerer Drittplatzierter werden bis zu fünf

Bewerber ausgewählt.. Können aufgrund des Punktgleichstands nicht alle punktgleichen Bewerber

berücksichtigt werden, entscheidet zunächst die höhere Punktzahl im Auswahlkriterium

„Unternehmensreferenzen“. Besteht auch danach Punktgleichstand, entscheidet das Los.

  1. Schritt: Sofern nach dem ersten Schritt bereits fünf Bewerber ausgewählt wurden entfällt dieser

zweite Schritt. Sofern weniger als fünf Bewerber ausgewählt wurden und der Abstand der Punkte

eines oder mehrerer Bewerber zum bestplatzierten Bewerber weniger als 20 % unter der

Gesamtpunktzahl des bestplatzierten Bewerbers liegt, werden auch diese Bewerber ausgewählt.

Würden durch die zusätzliche Berücksichtigung mehr als fünf Bewerber zur Angebotsabgabe

aufgefordert, werden aus dem Kreis der zusätzlich zu berücksichtigenden Bewerber diejenigen mit

den höchsten Gesamtpunktzahlen ausgewählt. Bei Punktgleichstand entscheidet zunächst die

höhere Punktzahl im Auswahlkriterium „Unternehmensreferenzen“. Besteht auch danach

Punktgleichstand, entscheidet das Los.

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Die Auswahl wird beendet, sobald fünf Bewerber ausgewählt wurden oder keine weiteren Bewerber

die vorstehenden Voraussetzungen erfüllen.

  1. Haupt- und Nebenangebote

Es kann nur ein Hauptangebot eingereicht werden. Alternativ- und Nebenangebote sind nicht

zulässig.

  1. Bewerber- und Bietergemeinschaften

Interessierte Unternehmen können sich als (Einzel-)Bewerber bzw. Bieter oder im Rahmen einer

Bewerber- bzw. Bietergemeinschaft am Vergabeverfahren beteiligen.

Im Auftragsfall werden die Mitglieder einer Bietergemeinschaft gemeinsam Auftragnehmer und

schulden die Leistungserbringung solidarisch. D.h. alle Mitglieder der Bietergemeinschaft sind zur

vertragsgemäßen Erbringung der gesamten Leistung und zur Einhaltung sämtlicher Verpflichtungen

aus dem jeweiligen Vertrag verpflichtet.

  1. Nachunternehmen und Eignungsleihe

Nachunternehmen (auch Subunternehmer genannt) sind solche Unternehmen, die zur Erbringung

von Leistungen aus den Dienstleistungsverträgen hinzugezogen werden sollen, und vom

Auftragnehmer beauftragt werden. Nachunternehmen werden nicht Vertragspartner der

Auftraggeberin.

Der Einsatz von Nachunternehmen ist grundsätzlich zulässig, sofern in Vergabeunterlagen im

Einzelfall nicht Abweichendes festgelegt ist. Es dürfen nur solche Nachunternehmer eingesetzt

werden, die über die erforderliche berufliche Zuverlässigkeit, Eignung und Leistungsfähigkeit

verfügen. Die Haftung des Auftragnehmers wird dadurch nicht berührt.

Bewerber können sich zum Nachweis ihrer Eignung auf die Eignung von Nachunternehmen

berufen. In diesem Fall müssen die eignungsrelevanten Nachunternehmen zwingend im in der Liste

etwaiger Nachunternehmer angegeben sein und mit dem Teilnahmeantrag eine

Verpflichtungserklärung der Drittunternehmen abgeben. Für eignungsrelevante

Nachunternehmen sind zudem die vom Bewerber einzureichenden Eignungsnachweise beizufügen.

Jeder beabsichtigte Wegfall und jede beabsichtigte Änderung des Einsatzes eines

eignungsrelevanten Nachunternehmens bzw. sonstigen eignungsrelevanten Unternehmens ist der

Auftraggeberin unverzüglich mitzuteilen und nur mit dessen Zustimmung zulässig.

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

  1. Fristen und Termine

Die Frist für die Einreichung der Teilnahmeanträge (Teilnahmefrist) endet am

  1. Dezember, 10:00 Uhr (Ausschlussfrist)

Unmittelbar nach Ablauf der Teilnahmefrist werden die Teilnahmeanträge geprüft und ausgewertet.

Die ausgewählten Bewerber bzw. Bewerbergemeinschaften werden voraussichtlich Mitte/Ende

November 2026 zur Abgabe eines ersten Angebots aufgefordert. Dieser und die folgenden Termine

sind jedoch unverbindlich und können im weiteren Verfahren angepasst werden.

Die Frist für die Einreichung der Erstangebote (Angebotsfrist) endet voraussichtlich am

  1. März 2027, 10:00 Uhr (Ausschlussfrist)

Die Teilnahmeanträge und (Erst-)Angebote sind ausschließlich auf elektronischem Weg über die

Vergabeplattform einzureichen. Soweit Formblätter von der Auftraggeberin zur Verfügung gestellt

werden, sind diese zu verwenden.

Für die fristgerechte Einreichung der Teilnahmeanträge und Angebote sind die Bewerber bzw.

Bieter verantwortlich; nicht rechtzeitig eingereichte Teilnahmeanträge und Angebote werden

ausgeschlossen.

Bewerber und Bieter sind nicht berechtigt, an der Öffnung der Teilnahmeanträge und Angebote

teilzunehmen.

  1. Entschädigung/Vergütung

Für die Ausarbeitung und Einreichung von Teilnahmeanträgen und Angebotsunterlagen wird keine

Vergütung oder Entschädigung geleistet.

  1. Aufhebung des Verhandlungsverfahrens

Die Auftraggeberin ist berechtigt, das Vergabeverfahren ganz oder teilweise aufzuheben, wenn kein

Teilnahmeantrag oder Angebot eingegangen ist, das den Bedingungen entspricht, sich die

Grundlage des Vergabeverfahrens wesentlich geändert hat, kein wirtschaftliches Ergebnis erzielt

wurde oder andere schwerwiegende Gründe bestehen.

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

IV. STUFE 1: TEILNAHMEWETTBEWERB

  1. Form und Inhalt des Teilnahmeantrags

Der Teilnahmeantrag ist ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform in Textform nach

§ 126 BGB (d.h. ohne Signatur) einzureichen. Die Person des Erklärenden und das Unternehmen,

in dessen Namen der Teilnahmeantrag eingereicht wird, müssen erkennbar sein. Die erklärende

Person muss zur Abgabe des Teilnahmeantrags berechtigt sein.

Die in diesem Abschnitt aufgeführten Unterlagen sind vollständig ausgefüllt mit dem

Teilnahmeantrag einzureichen.

1.1. Formblatt „Teilnahmeantrag“

Das Formblatt Teilnahmeantrag ist vollständig auszufüllen und mit dem Teilnahmeantrag

einzureichen. Im Falle einer Bewerber- bzw. Bietergemeinschaft sind im „Formblatt

Teilnahmeantrag sämtliche Mitglieder und ein bevollmächtigter Vertreter anzugeben, der die

Bewerbergemeinschaft in allen Angelegenheiten des Vergabeverfahrens und im Auftragsfall in allen

Angelegenheiten der Abwicklung des Vertrages gegenüber der Auftraggeberin rechtsverbindlich

vertritt.

1.2. Formblatt „Erklärung zu den Ausschlussgründen“

Mit Abgabe des Teilnahmeantrags ist von jedem Bewerber, von jedem Mitglied einer

Bietergemeinschaft sowie von jedem einbezogenen Drittunternehmen (benannten

Nachunternehmen) zu bestätigen, dass in entsprechender Anwendung des GWB keine

Ausschlussgründe im Sinne der §§ 123, 124 GWB vorliegen. Hierfür ist das Formblatt „Erklärung

zu den Ausschlussgründen“ als Teil des „Formblätter-Konvoluts“ zu verwenden.

Mit dem Formblatt „Erklärung zu den Ausschlussgründen“ ist zudem zu erklären, dass keine

Ausschlussgründe gemäß § 21 des Arbeitnehmerentsendegesetzes, § 98c des

Aufenthaltsgesetzes, § 19 des Mindestlohngesetzes und § 21 des

Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, soweit diese Vorschriften jeweils anwendbar sind, vorliegen.

Das Formblatt ist vom Bewerber, von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft sowie von jedem

in den Teilnahmeantrag einbezogenen Drittunternehmen und/oder benannten Nachunternehmen

auszufüllen.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 13

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Soweit Tatbestände nach den vorgenannten Vorschriften vorliegen, ist dem Formblatt als Anlage

eine Erläuterung beizufügen, wieso der Teilnahmeantrag nach Auffassung des Bewerbers nicht

auszuschließen ist.

1.3. Nachweis der Eignung (Mindestanforderungen)

Zum Nachweis ihrer Eignung haben die Bewerber im Formblatt Eigenerklärung zur Eignung“ (Teil

des Formblätter-Konvoluts) die in diesem Abschnitt dargestellten Erklärungen und Angaben zu

tätigen.

1.3.1. Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister

Für jedes Unternehmen, das als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder

Drittunternehmen (benannter Nachunternehmer) an der Bewerbung teilnimmt, ist ein Auszug aus

dem Berufs- oder Handelsregister oder ein vergleichbarer Nachweis (z.B. Vereinsregister,

Partnerschaftsregister) mit aktuellem Stand vorzulegen (im Original oder als Kopie). Die

Bescheinigung darf zum Datum des Abgabetermins für den Teilnahmeantrag nicht älter als sechs

Monate sein.

1.3.2. Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit

Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sind mit dem

Teilnahmeantrag folgende Erklärungen und Unterlagen einzureichen:

a) Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung (Mindestanforderung)

In Formblatt Eigenerklärung zur Eignung ist das Vorhandensein einer gültigen Berufs- oder

Betriebshaftpflichtversicherung zu bestätigen. Dem Formblatt ist als Anlage eine entsprechend

gültige Versicherungsbestätigung (Kopie) der Betriebshaftpflichtversicherung mit Angabe des

Versicherungszeitraums, der versicherten Risiken und der Deckungssummen beizulegen.

In Bezug auf die Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung gelten die folgenden

Mindestanforderungen:

Die Höhe der Deckungssumme muss mindestens

• 5.000.000,00 EUR je Versicherungsjahr für Vermögens- Personen- und Sachschäden (zzgl.

Folgeschäden)

• 3.000.000,00 EUR je Versicherungsjahr für Cyber-Risk/E-Crime Versicherung.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 14

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Die Begrenzung der Gesamtleistungen für alle Versicherungsleistungen eines

Versicherungsjahres darf nicht geringer sein als das Doppelte der oben angeführten

Deckungssummen.

Alternativ hierzu steht es den Bewerbern frei, anstelle des Versicherungsnachweises eine

Bestätigung des Versicherers einzureichen, in welcher sich der Versicherer bereit erklärt, im

Auftragsfall eine den Mindestanforderungen genügende Versicherung abzuschließen.

b) Umsätze aus vergleichbaren Leistungen (Mindestanforderung)

Zum Nachweis der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit sind in dem Formblatt

Eigenerklärung zur Eignung ferner Angaben zum Umsatz aus den letzten drei Geschäftsjahren

mit vergleichbaren Leistungen zu tätigen.

In Bezug auf die Umsätze aus vergleichbaren Leistungen gelten die folgenden

Mindestanforderungen:

Der Bewerber muss in den letzten drei Geschäftsjahren jeweils einen durchschnittlichen jährlichen

Umsatz von mindestens 500.000,00 EUR (netto) je Geschäftsjahr mit vergleichbaren Leistungen

erzielt haben.

Vergleichbar sind Leistungen, die

• die Planung, Bereitstellung und/oder Durchführung von digitalen Prüfungen oder

vergleichbaren digitalen Testverfahren zum Gegenstand hatten (Teilleistungen A) oder

• Teilleistungen B: die Prüfungen zum Gegenstand hatten, die unter Nutzung bzw. Bereitstellung

einer browserbasierten oder vergleichbaren Prüfungssoftware erfolgten (Teilleistungen B)

oder

• Teilleistungen C: die Sicherstellung eines stabilen Prüfungsbetriebs (inklusive Monitoring und

Systemverfügbarkeit) (Teilleistungen C) umfassten.

1.3.3. Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit

Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit sind mit dem Teilnahmeantrag

folgende Erklärungen und Unterlagen einzureichen:

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

a) Unternehmensreferenzen (Mindestanforderung)

Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit sind mit dem Teilnahmeantrag

mindestens 3 Referenzprojekte einzureichen, in denen der Bewerber vergleichbare Leistungen

erbracht hat. Hierzu ist zwingend das Formblatt Unternehmensreferenzen zu verwenden.

Die eingereichten Referenzprojekte müssen in den letzten zehn Jahren, d.h. seit August 2016

begonnen worden sein. Sofern die eingereichten Referenzprojekte vor August 2016 begonnen

wurden, sind die erbrachten Leistungen vergleichbar, wenn die Leistungen der Anforderungen A

bis C seit August 2016 erbracht wurden.

In Bezug auf die einzureichenden Referenzprojekte gelten die folgenden Mindestanforderungen:

Die mit dem Referenzprojekt erbrachten Leistungen sind vergleichbar, wenn sie erbracht wurden

und

• Anforderung A: die Durchführung einer digitalen Prüfung unter realen Betriebsbedingungen

(d.h. kein Test- oder Pilotbetrieb) und

• Anforderung B: mit der gleichzeitigen Teilnahme von mindestens 50 Teilnehmenden pro

Prüfung sowie

• Anforderung C: unter Sicherstellung eines stabilen Prüfungsbetriebs einschließlich

Monitoring und Systemverfügbarkeit

umfassten.

Die Anforderungen A bis C müssen jeweils durch ein Referenzprojekt erfüllt sein. Ein Nachweis durch

mehrere Referenzprojekte ist unzulässig.

Unter Prüfung ist ein zeitlich begrenzter und konkreter Anlass zu verstehen, bei dem

Prüfungsaufgaben durch Prüflinge bearbeitet werden und ggf. durch Prüfungsaufsichten

überwacht werden.

Hinweis: Die vorgenannten Anforderungen müssen jeweils kumulativ erfüllt sein.

Als nicht vergleichbar gelten insbesondere die folgenden Leistungen:

• reine Lieferleistungen (z. B. Hardwarebeschaffung ohne Betrieb),

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 16

[Seite 17]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• reine Entwicklungsleistungen ohne Durchführung von Prüfungen sowie

• einfache Online-Befragungen oder E-Learning-Angebote ohne prüfungsähnlichen

Charakter.

b) Zur Vertragserfüllung eingesetztes Personal (Schlüsselpersonal,

Mindestanforderung)

Zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit sind mit dem Teilnahmeantrag

in Formblatt Eigenerklärung zur Eignung die Personen zu benennen, die wesentliche Funktionen

der Vertragserfüllung übernehmen sollen (Schlüsselpersonal):

• Projektleitung: Die Projektleitung ist verantwortlich für die Gesamtsteuerung des Projekts.

Sie koordiniert alle fachlichen, organisatorischen und technischen Aktivitäten, stellt die

Einhaltung von Zeit-, Qualitäts- und Budgetvorgaben sicher und fungiert als zentrale

Schnittstelle zum Auftraggeber sowie zu allen beteiligten Stakeholdern. Die Projektleitung

muss sich stets über den aktuellen Projektstand informiert halten.

• Stellvertretende Projektleitung: Die stellvertretende Projektleitung unterstützt die

Projektleitung bei der Steuerung des Projekts und übernimmt deren Aufgaben bei

Abwesenheit. Sie sorgt für Kontinuität im Projektablauf und wirkt aktiv an der Koordination

und Organisation der Projektaktivitäten mit. Die Stellvertretende Projektleitung muss sich

stets über den aktuellen Projektstand informiert halten.

• Technische Leitung: Die technische Leitung ist verantwortlich für die Konzeption, Planung

und den Betrieb der technischen Gesamtarchitektur. Sie stellt die Leistungsfähigkeit,

Skalierbarkeit und Stabilität der eingesetzten Systeme sicher und koordiniert die technische

Umsetzung sowie Integration aller Komponenten.

• Lead-Developerin: Der/Die Lead Developerin ist verantwortlich für die Entwicklung und

Weiterentwicklung der Prüfungsplattform. Sie gestaltet die Softwarearchitektur, stellt die

Codequalität sicher und verantwortet die Umsetzung skalierbarer, performanter und sicherer

Anwendungen.

• Support-/Betriebsverantwortliche*r: Die/Der Support- bzw. Betriebsverantwortliche stellt

den stabilen Betrieb der Plattform während der Prüfungsdurchführung sicher. Dazu gehören

die Koordination des Supports, das Monitoring der Systeme sowie die schnelle Behebung

von Störungen im laufenden Betrieb.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 17

[Seite 18]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• Supportmitarbeiterin: Der/Die Supportmitarbeiterin unterstützt den laufenden Betrieb

durch die Bearbeitung von Anfragen und Störungen. Er/Sie ist erste Ansprechpersonen für

Nutzer*innen und stellt durch schnelle und zielgerichtete Unterstützung einen reibungslosen

Prüfungsablauf sicher.

In Bezug auf das Schlüsselpersonal gelten die folgenden Mindestanforderungen:

• Projektleitung:

Die als Projektleitung benannte Person muss über mindestens 3 Jahre Berufserfahrung in

der Leitung von IT- oder Digitalisierungsprojekten verfügen

Die als Projektleitung benannte Person muss ferner über deutsche Sprachkenntnisse

mindestens C1 gemäß dem gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen verfügen.

• Stellvertretende Projektleitung:

Die als Stellvertretende Projektleitung benannte Person muss über mindestens 3 Jahre

Berufserfahrung in der Leitung von IT- oder Digitalisierungsprojekten verfügen und in

mindestens einem vergleichbaren Projekt die Funktion der Projektleitung oder

stellvertretenden Projektleitung erfüllt haben und über Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit

öffentlichen Einrichtungen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts verfügen.

Die als Stellvertretende Projektleitung benannte Person muss ferner über deutsche

Sprachkenntnisse mindestens C1 gemäß dem gemeinsamen Europäischen

Referenzrahmen verfügen.

• Technische Leitung:

Die als technische Leitung benannte Person muss über mindestens 3 Jahre Berufserfahrung

in der Planung und dem Betrieb von IT-Infrastrukturen und über Erfahrung mit webbasierten

Anwendungen mit starken Lastspitzen und skalierbaren Client-Server-Architekturen

verfügen.

Die als Technische Leitung benannte Person muss ferner über deutsche Sprachkenntnisse

mindestens B2 gemäß dem gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen verfügen.

• Lead-Developer*in:

Die als Lead-Developer*in benannte Person muss über mindestens 3 Jahre Berufserfahrung

in der Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von webbasierten Anwendungen und über

Berufserfahrung in der Entwicklung und dem Betrieb von hochverfügbaren

Webanwendungen (Hi Load) verfügen.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 18

[Seite 19]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Die als Lead-Developer*in benannte Person muss über Kenntnisse in den Bereichen IT-

Sicherheit und Zugriffsbeschränkung und über Berufserfahrung im Zusammenhang mit Last-

und Performancetests verfügen.

Die als Lead-Developer*in benannte Person muss ferner über deutsche Sprachkenntnisse

mindestens B2 gemäß dem gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen verfügen.

• Support-/Betriebsverantwortliche*r:

Die als Support-/Betriebsverantwortliche*r benannte Person muss über mindestens 2 Jahre

Berufserfahrung im IT-Support und über Berufserfahrung in der Koordination von

Supportprozessen verfügen. Die als Support-/Betriebsverantwortliche*r benannte Person

muss ferner über deutsche Sprachkenntnisse mindestens C1 gemäß dem gemeinsamen

Europäischen Referenzrahmen verfügen.

• Supportmitarbeiter*in:

Die als Supportmitarbeiter*in benannte Person muss über mindestens 1 Jahr

Berufserfahrung im IT-Support und über mindestens 6 Monate Berufserfahrung im Support

in Bezug auf die angebotenen Prüfungssoftwarekomponenten.

Die als Supportmitarbeiter*in benannte Person muss ferner über deutsche Sprachkenntnisse

mindestens C1 gemäß dem gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen verfügen.

1.3.4. Nachweis der Einhaltung von Normen der Qualitätssicherung

(Mindestanforderung)

Zum Nachweis der Einhaltung von Normen der Qualitätssicherung hat der Bewerber mit dem

Teilnahmeantrag in Formblatt Eigenerklärung zur Eignung zu bestätigen, dass er über ein

zertifiziertes Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) gemäß ISO/IEC 27001 oder

vergleichbar in der jeweils aktuellen Fassung verfügt. Dem gleichgestellt ist die Erklärung, dass

der Prozess zur Zertifizierung anhängig ist und im Auftragsfall vorliegen wird.

Die Zertifizierung muss den für die ausgeschriebene Leistung relevanten Geltungsbereich

(insbesondere Betrieb, Entwicklung und/oder Bereitstellung von IT-Systemen bzw.

Prüfungsplattformen) umfassen.

Sofern der Bewerber nicht selbst über die Zertifizierung verfügt, kann der Nachweis auch durch ein

konzernangehöriges Unternehmen oder einen Nachunternehmer (Eignungsleihe) erbracht werden,

sofern dieser die entsprechenden Leistungen verbindlich übernimmt. Das zertifizierte Unternehmen

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 19

[Seite 20]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

muss benannt und seine konkreten Leistungen beschrieben werden. Im Fall der Eignungsleihe ist

das Formblatt 4.8 vollständig ausgefüllt mit dem Teilnahmeantrag einzureichen.

  1. Prüfung der Teilnahmeanträge

Die Teilnahmeanträge werden zunächst in formaler Hinsicht geprüft. Teilnahmeanträge, die nicht

fristgerecht eingegangen sind, unvollständig sind, die formalen Anforderungen nicht erfüllen, die

Mindestanforderungen nicht erfüllen oder den Vorgaben der Vergabeunterlagen nicht entsprechen,

werden ausgeschlossen. Im Übrigen wird auf § 41 UVgO verwiesen.

  1. Wertung der Teilnahmeanträge, Auswahlkriterien

Die fristgerecht eingereichten Teilnahmeanträge werden anhand der in diesem Abschnitt

dargestellten Auswahlkriterien gewertet.

KriteriumGewichtungMax. PunkteMax. Punkte
(ungewichtet)(gewichtet)
Kriterium 1: Umsätze aus vergleichbaren Leistungen10%510
Kriterium 2: Unternehmensreferenzen45%3445
Kriterium 3: Schlüsselpersonal45%5545

Die Punktzahl (gewichtet) wird anhand des jeweiligen Zielerreichungsgrad wie folgt ermittelt:

𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑧𝑎ℎ𝑙 (𝑢𝑛𝑔𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡) 𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑧𝑎ℎ𝑙 (𝑔𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡) = ×𝐺𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑢𝑛𝑔 𝑈𝑛𝑡𝑒𝑟𝑘𝑟𝑖𝑡𝑒𝑟𝑖𝑢𝑚 𝐵𝑒𝑤𝑒𝑟𝑏𝑒𝑟 𝑀𝑎𝑥.𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑧𝑎ℎ𝑙 (𝑢𝑛𝑔𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡)

Die Ergebnisse werden auf zwei Nachkommastellen kaufmännisch gerundet.

3.1. Kriterium 1: Umsätze aus vergleichbaren Leistungen

Die Auswahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bewerber erfolgt unter anderem anhand des

durchschnittlichen Umsatzes aus den letzten drei Geschäftsjahren, die mit vergleichbaren

Leistungen erzielt wurden.

Vergleichbar sind Leistungen, die

• die Planung, Bereitstellung und/oder Durchführung von digitalen Prüfungen oder

vergleichbaren digitalen Testverfahren zum Gegenstand hatten oder

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 20

[Seite 21]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• die Prüfungen zum Gegenstand hatten, die unter Nutzung bzw. Bereitstellung einer

browserbasierten oder vergleichbaren Prüfungssoftware erfolgten oder

• die Sicherstellung eines stabilen Prüfungsbetriebs (inklusive Monitoring und

Systemverfügbarkeit) umfassten.

Die Wertung erfolgt nach der folgenden Systematik:

Durchschnittlicher Jahresumsatz aus vergleichbaren Leistungen der letztenPunkte
drei Geschäftsjahre in EUR (netto)
Mindestens 1 Mio. EUR (netto)1
Mindestens 3 Mio. EUR (netto)2
Mindestens 5 Mio. EUR (netto)3
Mindestens 7 Mio. EUR (netto)4
Mindestens 9 Mio. EUR (netto)5

In Bezug auf Kriterium 1 können maximal 5 Punkte ungewichtet und 10 Punkte gewichtet erreicht

werden.

3.2. Kriterium 2: Unternehmensreferenzen

Die Auswahl der zur zweiten Stufe des Verfahrens aufzufordernden Bewerber erfolgt u.a. anhand

des Grads der Vergleichbarkeit der eingereichten Referenzprojekte

Lfd. Nr.UnterkriterienErreichbare Punkte (ungewichtet)Erreichbare
Punkte
(gewichtet)
1Anzahl der mit der Wertungsreferenz durchgeführten Prüfungen in einem Kalenderjahr.5
2Anzahl gleichzeitiger Nutzer in Bezug auf eine Prüfung bei der Wertungsreferenz.5
3In der Wertungsreferenz verwendete Aufgabentypen5
4Mit der Wertungsreferenz erfasste Prüfungsarten5

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 21

[Seite 22]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

5Anzahl der Nutzergruppen, die während der Wertungsreferenz auf der Plattform aktiv waren5
6Anzahl Bezugsberechtigter oder Mandanten mit getrennter Datenverarbeitung und -speicherung5
7Nähe zu Kammern oder vergleichbaren Organisationen4
Summe3445

Zusätzlich zu den für die Mindestanforderungen eingereichten Referenzen können die Bewerber

drei weitere Unternehmensreferenzen einreichen (Wertungsreferenzen), welche nach der

untenstehenden Systematik gewertet werden.

Dabei erfolgt die Wertung der Unternehmensreferenzen nach der folgenden Wertungsmethode:

Hinsichtlich eines Unterkriteriums kann nur ein Punktwert erzielt werden. erfüllen mehrere

Wertungsreferenzen eines Teilnahmeantrags das jeweilige Unterkriterium, wird nur der jeweils

beste Punktwert berücksichtigt.

Soweit die Unterkriterien Bezug auf Prüfungen nehmen, ist damit ein zeitlich begrenzter und

konkreter Anlass zu verstehen, bei dem Prüfungsaufgaben digital durch die Prüflinge bearbeitet

werden und ggf. durch Prüfungsaufsichten überwacht werden.

UnterkriterienWertungPunkte
Anzahl der mit der Wertungsreferenz durchgeführten Prüfungen in einem Kalenderjahr.Mindestens 5.0001
Mindestens 30.0002
Mindestens 50.0003
Mindestens 75.0004
Mindestens 100.0005
Die Anzahl gleichzeitiger Nutzer in Bezug auf eine Prüfung bei der Wertungsreferenz. Gemeint sind alle Nutzer, d.h. auch verwaltende Personen wie die Prüfungsaufsicht.Mindestens 2.0001
Mindestens 14.0002
Mindestens 26.0003
Mindestens 38.0004
Mindestens 50.0005

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 22

[Seite 23]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

In der Wertungsreferenz verwendete AufgabentypenAusschließlich Single-Choice oder ausschließlich Freitextaufgaben mit einer Eingabemöglichkeit für den Antworttext von mehr als 100 Zeichen1
Ausschließlich Single- und Multiple-Choice2
Single- und Multiple-Choice sowie halboffene Formate (nach IMS QTI: Kombinations- und Zuordnungs-Interaktionen, Strukturierungs- und Reihenfolge-Interaktionen, Grafische Lückentexte oder Hotspots)3
Single- und Multiple-Choice, halboffene Formate (nach IMS QTI: Kombinations- und Zuordnungs- Interaktionen, Strukturierungs- und Reihenfolge- Interaktionen, Grafische Lückentexte und Hotspots) sowie Freitextaufgaben mit einer Eingabemöglichkeit für den Antworttext von mehr als 100 Zeichen4
Single- und Multiple-Choice, halboffene Formate (nach IMS QTI, Kombinations- und Zuordnungs- Interaktionen, Strukturierungs- und Reihenfolge- Interaktionen, Grafische Lückentexte und Hotspots), Freitextaufgaben mit einer Eingabemöglichkeit für den Antworttext von mehr als 100 Zeichen sowie technisch aufwändigere Aufgabenformate (nach IMS QTI: Portable Custom Interactions oder simulationsbasierte Aufgaben oder gamifizierte Aufgaben (z.B. Point-and-Click)5
Die Wertungsreferenz betraf die folgende Art von PrüfungenLernkontrollen, Klausuren, Tests etc: - Schulisches Umfeld (Klausuren) - Akademisches Umfeld (Uniprüfungen) - Selbstlernkontrollen1
nicht staatlich anerkannte Zertifikats- oder Erlaubnisprüfungen - TOEFL/IELTS - GMAT/GRE2

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 23

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

staatlich anerkannte Fortbildungs- Erlaubnis- oder Berufszugangsprüfungen ohne einheitliche Prüfungstermine (min. auf Ebene der Bundesländer) - Fortbildungsprüfungen (Bachelor/Master Professional, Meisterprüfung) - Berufszugangsprüfungen (Steuerberaterprüfung, Sachkundeprüfungen) - Heilpraktikerprüfung - Führerscheinprüfungen (PkW, LkW, Boot) - Eignungsprüfungen, (z. B. AEVO-Prüfung / Ausbildereignungsprüfung) - Erlaubnisprüfungen (Waffenschein, Jagdschein, Angelschein etc.)3
Zwischenprüfungen oder sonstige Prüfungen ohne Einfluss auf eine Endnote oder einen Berufszugang mit einheitlichen Prüfungsterminen (min. auf Ebene der Bundesländer) - z.B. IHK-Zwischenprüfungen in der beruflichen Bildung4
Abschluss- und Berufszugangsprüfungen mit einheitlichen Prüfungsterminen (min. auf Ebene der Bundesländer) − Abschlussprüfungen (bei gestreckten Abschlussprüfungen zählen sowohl Teil 1 als auch Teil 2 sowie Umschulungsprüfungen oder Externenprüfungen) im Bereich der beruflichen Bildung − Abiturprüfungen innerhalb eines Bundeslandes − Staatsexamina (Juristisches Staatexamen, Approbation, Pharmazie, Zahnmedizin etc.)5
Anzahl der Nutzergruppen, die während der Wertungsreferenz auf der Plattform aktiv waren (Prüflinge, Prüfungsaufsichten,Eine Nutzergruppe1
Zwei Nutzergruppen2
Drei Nutzergruppen3
Vier Nutzergruppen4

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 24

[Seite 25]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Aufgabenersteller, Prüfer*innen,Fünf Nutzergruppen5
Administrator*innen etc.)
Anzahl Bezugsberechtigter oder Mandanten mit getrennter Datenverarbeitung und - speicherungAnzahl Bezugsberechtigter oderMindestens 101
Mandanten mit getrennter
Mindestens 202
Datenverarbeitung und -
Mindestens 403
speicherung
Mindestens 804
Mindestens 1005
Nähe zu Kammern oder vergleichbaren OrganisationenDurchführung von digitalen Prüfungen in sonstigen privatrechtlichen Einrichtungen (z.B. Unternehmen, Bildungsträger etc.)1
Durchführung von digitalen Prüfungen für öffentliche Einrichtungen oder Körperschaften des öffentlichen Rechtes2
Durchführung von digitalen Prüfungen im schulischen oder akademischen Umfeld (Universitäten, Schulen, Berufsschulen usw.)3
Durchführung von digitalen Prüfungen für eine „zuständige Stelle“ nach Berufsbildungsgesetz § 714

3.3. Kriterium 3: Schlüsselpersonal

Die Auswahl der zur zweiten Stufe des Verfahrens aufzufordernden Bewerber erfolgt u.a. anhand

der vergleichbaren Berufserfahrung der als Schlüsselpersonal benannten Personen. Die Wertung

erfolgt anhand der nachfolgenden Systematik

Lfd. Nr.UnterkriterienErreichbare Punkte (ungewichtet)Erreichbare
Punkte
(gewichtet)
1Projektleitung10
2Stellvertretende Projektleitung10
3Technische Leitung10
4Lead-Developer*in10

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 25

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

5Support- / Betriebsverantwortliche*r10
6Supportmitarbeiter*in5
Summe5545

Die Wertung erfolgt anhand der nachfolgenden Kriterien:

UnterkriterienWertungPunkte
Projektleitung
Berufserfahrung in IT-Projekten bzw. IT-BrancheMindestens 5 Jahre1
Mindestens 10 Jahre2
Mindestens 15 Jahre3
Berufserfahrung als ProjektleitungMindestens 3 Jahre1
Mindestens 5 Jahre2
Mindestens 8 Jahre3
Anzahl vergleichbarer ProjekteMindestens 3 vergleichbare Projekte1
als verantwortliche*r
Mindestens 5 vergleichbare Projekte2
Projektleiter*in
Mindestens 10 vergleichbare Projekte3
(z. B. digitale Prüfungen oder
vergleichbare IT-gestützte Events
mit ≥ 500 gleichzeitig
Teilnehmenden)
ZertifizierungenZertifizierungenPRINCE2, PMI, IPMA oder gleichwertig0,5
Zertifizierung als Scrum Master (PSM I, CSM oder gleichwertig)0,5
Stellvertretende Projektleitung
Berufserfahrung in IT-Projekten bzw. IT-BrancheMindestens 5 Jahre1
Mindestens 10 Jahre2
Mindestens 15 Jahre3
Berufserfahrung als ProjektleitungMindestens 3 Jahre1
Mindestens 5 Jahre2

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 26

[Seite 27]

Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Mindestens 8 Jahre3
Anzahl vergleichbarer ProjekteMindestens 3 vergleichbare Projekte1
als verantwortliche*r
Mindestens 5 vergleichbare Projekte2
Projektleiter*in
Mindestens 10 vergleichbare Projekte3
(z. B. digitale Prüfungen oder
vergleichbare IT-gestützte Events
mit ≥ 500 gleichzeitig
Teilnehmenden)
ZertifizierungenZertifizierungenPRINCE2, PMI, IPMA oder gleichwertig0,5
Zertifizierung als Scrum Master (PSM I, CSM oder gleichwertig)0,5
Technische Leitung
Berufserfahrung in IT-Projekten bzw. BrancheBerufserfahrung in IT-ProjektenMindestens 5 Jahre1
bzw. Branche
Mindestens 10 Jahre2
Mindestens 15 Jahre3
Erfahrung in der Rolle alsMindestens 3 Jahre1
technische Leitung bzw.
Mindestens 5 Jahre2
Verantwortliche*r für
Mindestens 8 Jahre3
Softwarearchitektur
Anzahl vergleichbarer ProjekteMindestens 3 vergleichbare Projekte1
als Verantwortliche*r für die
Mindestens 5 vergleichbare Projekte2
Softwarearchitektur
Mindestens 10 vergleichbare Projekte3
(z. B. digitale Prüfungen oder
vergleichbare IT-gestützte Events
mit ≥ 500 gleichzeitig
Teilnehmenden)
ZertifizierungZertifizierungArchitektur-Zertifizierung (TOGAF, iSAQB oder gleichwertig)1
Lead Developer*in
Berufserfahrung in der SoftwareentwicklungBerufserfahrung in derMindestens 5 Jahre1
Softwareentwicklung
Mindestens 10 Jahre2

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 27

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Mindestens 15 Jahre3
Berufserfahrung in der Rolle als Lead DeveloperMindestens 3 Jahre1
Mindestens 5 Jahre2
Mindestens 8 Jahre3
Anzahl vergleichbarer ProjekteMindestens 3 vergleichbare Projekte1
als verantwortliche*r für die
Mindestens 5 vergleichbare Projekte2
Code-Qualität und das
Mindestens 10 vergleichbare Projekte3
Entwickler*innen-Team
(z. B. digitale Prüfungen oder
vergleichbare IT-gestützte Events
mit ≥ 500 gleichzeitig
Teilnehmenden)
Cloud-ZertifizierungenCloud-ZertifizierungenAWS Certified Developer oder Microsoft Azure Developer oder Google Cloud Professional Developer oder gleichwertig0,5
Container / Plattform –KAD (Kubernetes Application Developer) oder Docker Certified Associate oder gleichwertig0,5
Zertifizierungen
Support- / Betriebsverantwortliche*r
Berufserfahrung im Support für IT-Anwendungen / SoftwareBerufserfahrung im Support fürMindestens 5 Jahre1
IT-Anwendungen / Software
Mindestens 10 Jahre2
Mindestens 15 Jahre3
Berufserfahrung in der Rolle als Betriebsverantwort-liche*r für IT- Anwendungen / SoftwareMindestens 3 Jahre1
Mindestens 5 Jahre2
Mindestens 8 Jahre3
Anzahl vergleichbarer ProjekteMindestens 3 vergleichbare Projekte1
als verantwortliche*r für Support
Mindestens 5 vergleichbare Projekte2
und Betrieb
Mindestens 10 vergleichbare Projekte3
(z. B. digitale Prüfungen oder
vergleichbare IT-gestützte Events
mit ≥ 500 gleichzeitig
Teilnehmenden)

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 28

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

ZertifizierungenITIL = Information Technology Infrastructure Library (Foundation oder höher) oder gleichwertig1
Supportmitarbeiter*in
Berufserfahrung im Support für IT-Anwendungen / SoftwareBerufserfahrung im Support fürMindestens 2 Jahre1
IT-Anwendungen / Software
Mindestens 3 Jahre2
Mindestens 5 Jahre3
Mindestens 8 Jahre4
Mindestens10 Jahre5

V. STUFE 2: ANGEBOTS- UND VERHANDLUNGSPHASE

  1. Form des Angebots

Das Angebot ist ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform in Textform nach § 126

BGB (d.h. ohne Signatur) einzureichen. Die Person des Erklärenden und das Unternehmen, in

dessen Namen das Angebot eingereicht wird, müssen erkennbar sein. Die erklärende Person muss

zur Abgabe des Angebots berechtigt sein.

Das Angebot ist in deutscher Sprache zu erstellen.

Das Angebot ist entsprechend den nachfolgenden Bedingungen und Anforderungen zu erstellen.

In jeder folgenden Angebotsrunde wird die Vergabestelle im Zuge der Einladung zur Angebotslegung

die verpflichtenden Angebotsbestandteile ggf. gesondert bekannt geben. Die Auftraggeberin gibt in

der Aufforderung zur Angebotsabgabe für jede weitere Angebotsrunde bekannt, aus welchen

Dokumenten das jeweilige Angebot zu bestehen hat und welche Angebotsbestandteile demzufolge

gegebenenfalls aus der/den vorherigen Angebotsrunde/n übernommen werden und für die nächste

Angebotsrunde ebenfalls in der bereits eingereichten Form Gültigkeit haben und daher nicht

nochmals einzureichen sind.

  1. Inhalt des Angebots

Das Angebot hat mindestens aus den folgenden Dokumenten zu bestehen:

2.1. Formblatt Angebotsschreiben

Das Angebotsschreiben ist vollständig ausgefüllt mit dem Angebot einzureichen.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 29

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

2.2. Formblatt Preisblatt

Das Preisblatt ist vollständig auszufüllen und mit dem Angebot einzureichen. Der Bieter hat die

Angebotspreise vollumfänglich zu kalkulieren und die aufgezeigten Positionen auszufüllen. Fehlen

wesentliche Preisangaben, wird das Angebot von der Wertung ausgeschlossen. Die Preise sind als Netto-

und Bruttopreise darzustellen. Im Fall von Widersprüchen sind die Einzelpositionen maßgeblich.

2.3. Konzept

Die Bieter haben ihrem (Erst-)Angebot ein Konzept beizufügen. Hierfür werden auftraggeberseitig

keine Formblätter zur Verfügung gestellt; die Bieter verwenden eigene Anlagen. Das Konzept

besteht aus drei Teilen (A, B und C). Jeder Teil darf maximal fünf DIN A 4 Seiten lang sein, also

insgesamt 15 DIN A 4 Seiten. Abbildungen und Tabellen sind in den 15 Seiten zu inkludieren. Sollten

die Konzeptteile länger sein, werden nur die Ausführungen bis zur Maximallänge von jeweils fünf

Seiten berücksichtigt. Darüberhinausgehende Ausführungen werden nicht berücksichtigt.

Im Konzept haben die Bieter Ausführungen zu den nachfolgenden Inhalten und Fragestellungen zu

tätigen:

2.3.1 Fachliche Fragestellungen und Herausforderungen (Teil A)

In Teil A des Formblatts Konzept sind Ausführungen zu der folgenden Aufgabenstellung zu machen:

Der Bieter soll in diesem Teil darstellen, wie er über die in der Leistungsbeschreibung definierten

Anforderungen hinaus eine fachlich robuste, zukunftsfähige und betriebssichere

Prüfungsdurchführung ermöglicht.

Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu behandeln:

• Erweiterbarkeit von Prüfungsformaten

Es sind Methoden und Ansätze zu beschreiben, mit denen neue Aufgabentypen flexibel in die

Plattform integriert werden können, ohne die bestehende Systemlogik grundlegend anpassen

zu müssen. Einzelne Aufgabentypen können dabei die Integration von Drittsoftware oder

externer Komponenten notwendig machen. Daher ist darüber hinaus darzustellen, wie eine

solche Integration perspektivisch realisiert werden kann und welche technischen Ansätze

hierfür geeignet erscheinen.

• Konzept zur Täuschungsprävention im digitalen Prüfungsumfeld

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 30

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Es ist darzustellen, welche Maßnahmen zur Minimierung von Täuschungsrisiken in

beaufsichtigten Präsenzprüfungen ergriffen werden können (z. B. Einschränkung von

Zugriffsmöglichkeiten, Kontrollmechanismen) und wie diese im Hinblick auf gesetzliche

Anforderungen (z.B. DSGVO, EU AI Act, etc.) einzuordnen ist, sofern sie diesen unterliegen.

Es ist zu beschreiben, wie technische Maßnahmen, organisatorische Prozesse und

Nutzerführung zusammenwirken und welche Rolle den IHKs bei der Vorbereitung und der

Durchführung vor Ort zu Teil wird. Dabei sind folgende Aspekte zu beachten: 1) Das Endgerät

sollte im Vorfeld möglichst gar nicht oder nur sehr geringfügig vorbereitet bzw. angepasst

werden müssen. 2) Der Prüfungsmodus sollte aktiv bleiben, bis die Prüfung beendet wird. 3)

Die Prüfungsplattform läuft während der Prüfung im echten Vollbildmodus. Verlassen des

Vollbilds führt zu einer sofortigen Warnung, optional einem automatischen Pausenstatus oder

Alarm für die Aufsicht

• Sicherstellung der Prüfungsstabilität in Ausnahmesituationen

Es ist darzustellen, welche Maßnahmen zur Gewährleistung eines unterbrechungsfreien

Prüfungsablaufs auch bei Störungen (z. B. Netzwerkabbrüche, Gerätewechsel) ergriffen

werden. Hierzu gehört insbesondere der Umgang mit Sitzungswiederherstellung,

Datenkonsistenz und nahtloser Fortsetzung der Prüfung aus Sicht der Prüflinge und

Aufsichten.

2.3.2 Daten, Schnittstellen und Plattformarchitektur (Teil B)

In Teil B des Formblatts Konzept sind Ausführungen zu der folgenden Aufgabenstellung zu machen:

Der Bieter soll in diesem Teil darstellen, wie er über die funktionalen Anforderungen hinaus eine nachhaltige, skalierbare und sichere technische Architektur für die Prüfungsplattform ausgestaltet.

Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu behandeln:

• IT-Sicherheit und Datenschutz

Es ist ein IT-Sicherheitsansatz einschließlich Architekturprinzipien, Implementierungsdesign,

Schutzmaßnahmen und Vorgehen zur Absicherung darzustellen. Dabei müssen die

Ausführungen erkennen lassen, dass die Lösung einem Pentest standhalten kann. Im Kontext

der technischen Infrastruktur und des Cloud-Betriebs ist für die datenschutzrechtlichen

Anforderungen in Anlage 1 „Leistungsbeschreibung“, Abschnitt 3.4.5.3 c. und d. darzustellen,

wie ihre Einhaltung sichergestellt wird (eine Ausarbeitung ist nur notwendig, wenn US-

geprägte Public-Cloud-Infrastruktur genutzt werden soll, sonst reicht der Verweis auf das

geplante Hosting-Modell).

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 31

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• Konzeption eines flexiblen Datenmodells

Es ist ein Vorgehensmodell zur Entwicklung eines Datenmodells zu beschreiben. Das

Datenmodell muss geeignet sein, unterschiedliche Prüfungsstrukturen (z. B. verschiedene

Prüfungsarten und -strukturen, modulare Prüfungen, Wahlpflichtbereiche) effizient abzubilden.

Es ist darzulegen, wie Erweiterungen oder Anpassungen dieser Strukturen ohne grundlegende

Systemänderungen umgesetzt werden können. Darüber hinaus ist darzustellen, inwieweit die

beschriebenen Stammdaten- und Ergebnisdatenstrukturen unterstützt werden und welche

Annahmen, Anpassungen oder Erweiterungen aus seiner Sicht für die Integration erforderlich

sind.

• Schnittstellenstrategie und Systemintegration

Es ist ein übergreifender Ansatz zur Anbindung externer Systeme (insbesondere der

Aufgabenerstellungseinrichtungen) darzustellen. Es ist zu erläutern, wie Schnittstellen

standardisiert, versioniert und stabil betrieben werden können und welche Maßnahmen

ergriffen werden, um mit Änderungen externer Systeme umzugehen.

• Architekturansatz für Skalierung und Lastverarbeitung im laufenden Betrieb

Es sind die organisatorischen und technischen Mechanismen zur dynamischen Anpassung an

Lastspitzen zu beschreiben. Dabei sind die grundlegenden Architekturprinzipien, mit denen

starke Lastspitzen (z.B. bundesweit synchron stattfindende Prüfungen) effizient abgefangen

werden können, zu beschreiben. Gefordert ist eine konzeptionelle Herleitung (z. B.

Entkopplung, Lastverteilung, resiliente Systemarchitektur).

2.3.3 Organisation und Betrieb (Teil C)

In Teil C des Formblatts Konzept sind Ausführungen zu der folgenden Aufgabenstellung zu machen:

Der Bieter soll in diesem Teil darstellen, wie er über die im SLA definierten Mindestanforderungen

hinaus einen stabilen, transparenten und skalierbaren Betrieb der Plattform sicherstellt.

Dabei sind insbesondere folgende Aspekte zu behandeln:

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 32

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• Zusammenarbeit, Umgang mit Anforderungen und Änderungen sowie Entwicklungs-

und Lieferprozess

In Teil C ist ein Vorgehensmodell für die IHK-spezifische Anpassung bzw. Weiterentwicklung

der Plattform zu empfehlen und zu beschreiben. Dabei ist darzustellen, wie Anforderungen

gemeinsam entwickelt, bewertet, priorisiert, ausgeliefert und abgenommen werden sowie bei

Änderungen angepasst werden. Die folgenden Aspekte sind dabei zu berücksichtigen:

  1. Die Zusammenarbeit erfolgt flexibel remote und vor Ort – abhängig vom Bedarf und der Projektsituation. Alltägliche Abstimmungen, Reviews etc finden digital statt. „Vor Ort“ -

Termine werden nach gegenseitiger Abstimmung z.B. bei Kick-Offs, kritischen

Projektsituationen oder besonders zeitintensiven Abstimmungen geplant.

  1. Die Zusammenarbeit findet auf Basis eines Product-Backlogs statt. Der Product-Backlog ist das zentrale Instrument zur Priorisierung und Steuerung aller fachlichen und

technischen Anforderungen an die Prüfungsplattform. Er enthält eine fortlaufend

gepflegte und priorisierte Liste sämtlicher Anforderungen, Funktionen und

Verbesserungen, die regelmäßig durch den Product -Owner in Zusammenarbeit mit dem

Auftragnehmer aktualisiert werden.

  1. Vor der Entwicklung einzelner Funktionalitäten werden Anforderungen gemeinsam durch Prototypen, Klick-Dummys und User Stories konkretisiert. Die Prototypen werden in

Workshops mit relevanten Nutzergruppen und Stakeholdern getestet und anhand des

erhaltenen Feedbacks kontinuierlich weiterentwickelt.

  1. Eine nachvollziehbare und aktuelle Dokumentation ist ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.

  2. Für die Planung und Steuerung von Entwicklungsmeilensteinen der Prüfungsplattform ist eine transparente und nachvollziehbare Roadmap bzw. Release-Planung zu

etablieren.

• Monitoring- und Steuerungskonzept während Prüfungen

Es ist ein übergreifendes Monitoring (fachlich und technisch) darzustellen, das über eine reine

Systemüberwachung hinausgeht und eine frühzeitige Erkennung kritischer Situationen

ermöglicht und in Teilen den Zugang des Auftraggebers zulässt

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 33

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• Qualitätssicherung und Teststrategie

In einem Test- und Qualitätssicherungskonzept ist darzustellen, wie getestet wird, welche

Testverfahren eingesetzt werden und wie Qualitätssicherung während der Entwicklung und

dem Betrieb erfolgt.

• Einbindung der IHK-Organisation in die Weiterentwicklung

Es ist darzustellen, wie Fachbereiche und Stakeholder der IHK-Organisation sinnvoll und

effizient in die Weiterentwicklung der Plattform eingebunden werden können (z.B. durch

Feedbackprozesse, Beteiligungsformate, Priorisierungsmaßnahmen).

• Umgang mit proprietären Komponenten (Vendor Lock-in)

Es ist darzustellen, in welchen Bereichen der Einsatz proprietärer Technologien vorgesehen

ist und wie mögliche Abhängigkeiten reduziert oder beherrschbar gemacht werden können.

2.4. Prüfungssimulation (Produktdemo / Klick-Dummy)

Gegenstand der Wertung der (Erst-)Angebote ist die Prüfung/Bewertung einer vom Bieter zur

Verfügung gestellten Produktdemo im Sinne eines sog. Klick-Dummys.

Die Bieter reichen hierzu das Formblatt 5.3 Eigenerklärung zu den qualitativen Zuschlagskriterien

vollständig ausgefüllt ein und machen dort u.a. Angaben dazu, wie die zu prüfende Software

übergeben wird.

Die Produktdemo im Sinne eines Klick-Dummys ist abhängig von der konkreten Ausgestaltung in

folgendem Format mit dem Angebot einzureichen:

• Produktdemo:

o Die Produktdemo wird über einen im Angebot mitgeteilten Link über das Internet zur

Verfügung gestellt, wobei

▪ der Abruf durch ein Passwort gesichert ist, das erst im Angebot mitgeteilt wird,

▪ der Bieter im Angebot dargestellt hat, wie für den Auftraggeber erkennbar ist, dass

nach Ablauf der Angebotsfrist keine Änderungen an der Produktdemo mehr

vorgenommen worden sind,

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 34

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

▪ nach Ablauf der Angebotsfrist tatsächlich keine Änderungen an der Produktdemo

mehr vorgenommen worden sind und dies für den Auftraggeber tatsächlich

nachvollziehbar ist und

▪ die Produktdemo mit mindestens einem der Webbrowser Chrome, Firefox, oder

Edge genutzt werden kann.

o Die Produktdemo wird als „portable“ Software als Anlage zum Angebot bereitgestellt,

wobei sie ohne Installation und unabhängig von zusätzlicher Drittanbieter-Software auf

dem Betriebssystem Windows 11 ausführbar sein muss.

• Klick-Dummy:

o Der Klick-Dummy wird als PDF- oder PPTX-Datei als Anlage zum Angebot zur Verfügung

gestellt, wobei interaktive Elemente möglich sind, sofern sie unabhängig von der

Software sind, die zur Ansicht verwendet werden kann.

o Der Klick-Dummy wird als HTML-Datei zusammen mit den notwendigen Anlagen (z.B.

CSS-Dateien) in einer ZIP-Datei als Anlage zum Angebot zur Verfügung gestellt, wobei

eine Nutzung mit einem der Webbrowser Chrome, Firefox oder Edge sichergestellt ist.

o Der Klick-Dummy wird als interaktiver Prototyp auf Basis einer UI/UX-Software (z.B.

Figma, Sketch, Basamiq, etc.) so zur Verfügung gestellt, dass er mit einem im Angebot

mitgeteilten Link im Internet abgerufen werden kann, wobei

▪ der Abruf durch ein Passwort gesichert ist, das erst im Angebot mitgeteilt wird,

▪ der Bieter im Angebot dargestellt hat, wie für den Auftraggeber erkennbar ist, dass

nach Ablauf der Angebotsfrist keine Änderungen an dem Klick-Dummy mehr

vorgenommen worden sind und

▪ nach Ablauf der Angebotsfrist tatsächlich keine Änderungen an dem Klick-Dummy

mehr vorgenommen worden sind und dies für den Auftraggeber tatsächlich

nachvollziehbar ist.

▪ der Klick-Dummy mit mindestens einem der Webbrowser Chrome, Firefox, oder

Edge genutzt werden kann.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 35

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Mit dem Klick-Dummy sind die untenstehenden Prüfungsaufgaben gestalterisch umzusetzen. Hierzu

sind die Aufgabenstellungen (echte Prüfungsaufgaben aus einer Abschlussprüfung für den

Ausbildungsberufe „Fahrradmonteur/-in“) in einer Testversion der Prüfungsplattform oder im bereits

bestehenden Produktivsystem oder einem Klick-Dummy abzubilden. Eine produktive oder

vollständig prüfungsfertige Implementierung ist nicht erforderlich. Auch der Log-In-Prozess sowie die

Auswertung der Prüfungsaufgaben soll nicht im Rahmen des Dummys dargestellt werden, die

Lösungshinweise zu den Aufgaben dienen rein dem Verständnis, was in der Prüfungsaufgabe

gefordert wird.

Wesentlich ist, dass:

• die Nutzerinteraktion realitätsnah aus Sicht der Prüfungsteilnehmenden dargestellt wird

• die Bedienlogik und Benutzerführung nachvollziehbar sind

• die Darstellung Rückschlüsse auf die Usability und Effizienz der Plattform zulässt

Die Oberfläche des Klick-Dummys darf kein ausgewiesenes Firmenlogo enthalten.

In der Prüfungssimulation sind die folgenden fiktiven Prüfungsaufgaben inkl. der dazugehörigen

Teilaufgaben abzubilden:

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Aufgabe 1

Aufgabe 2

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Aufgabe 3

Aufgabe 4

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

Aufgabe 5

  1. Wertung der (Erst-) Angebote, Zuschlagskriterien

Die Wertung der (Erst-)Angebote erfolgt nach den nachfolgenden Ausführungen in diesem Abschnitt. Der

Zuschlag wird auf das wirtschaftlich beste Angebot erteilt. Die Zuschlagskriterien sowie die konkrete

Ermittlung des wirtschaftlich besten Angebots sind im Folgenden festgelegt.

Der Zuschlag wird auf das Angebot erteilt, welches die höchste Punktzahl anhand der nachfolgenden

Kriterien erzielt.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 39

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

ZuschlagskriteriumGewichtungMax. PunkteMax. Punkte
(ungewichtet)(gewichtet)
Zuschlagskriterium 1 Konzept45%1545
Unterkriterium 1 Auftragsbezogene Fragestellungen und Herausforderungen15%5
Unterkriterium 2 Daten, Schnittstellen und Skalierung15%5
Unterkriterium 3 Organisation und Betrieb15%5
Zuschlagskriterium 2 Produktdemo / Klick-15%3015
Dummy
Unterkriterium 1 Effizienz & Usability2%4
Unterkriterium 2 Bearbeitung der Aufgaben5%11
Unterkriterium 3 Prüfungssteuerung (Meta- Funktionen)4%8
Unterkriterium 4 Navigation & Orientierung4%7
Zuschlagskriterium 3 Preis40%4040
Unterkriterium 1 Festpreise15%15
Unterkriterium 2 Betriebskosten10%10
Unterkriterium 3 Tagessätze15%
Summe100%85100

Die Punktzahl (gewichtet) wird anhand des jeweiligen Zielerreichungsgrad für die Zuschlagskriterien

2 und 3 wie folgt ermittelt:

𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑧𝑎ℎ𝑙 (𝑢𝑛𝑔𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡) 𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑧𝑎ℎ𝑙 (𝑔𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡) = ×𝐺𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑢𝑛𝑔 𝑍𝑢𝑠𝑐ℎ𝑙𝑎𝑔𝑠𝑘𝑟𝑖𝑡𝑒𝑟𝑖𝑢𝑚 𝐵𝑖𝑒𝑡𝑒𝑟 𝑀𝑎𝑥.𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑧𝑎ℎ𝑙 (𝑔𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡𝑒𝑡)

Die Ergebnisse werden auf vier Nachkommastellen kaufmännisch gerundet.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 40

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

3.1. Zuschlagskriterium 1 Konzept

Die Bewertung der Unterkriterien 3.1.1 bis 3.1.3 erfolgt anhand der jeweils im Erwartungshorizont

(siehe nachfolgend) genannten fachlichen Aspekte. Dabei übt die Auftraggeberin den ihr

zustehenden subjektiven Beurteilungsspielraum im Rahmen einer Gesamtschau im Hinblick auf die

Frage aus, ob und inwieweit die Ausführungen des Bieters insbesondere auch im Vergleich mit den

von den anderen Bietern eingereichten Ausführungen eine möglichst anforderungsgerechte

Ausführung des Auftrags in möglichst hoher Qualität erwarten lässt. Dabei sind neben der

Vollständigkeit und Strukturiertheit, der konkrete Auftragsbezug, die Plausibilität, die

Nachvollziehbarkeit, die fachliche Vertretbarkeit und die Detailtiefe der Ausführungen des Bieters

von Bedeutung. Allgemeine Ausführungen ohne konkreten Bezug zu dem hier ausgeschriebenen

Auftrag werden mit deutlichen Punktabzügen belegt.

Nach diesem Maßstab werden vergeben:

5 Punkte – Sehr gut erfüllt

4 Punkte – Gut erfüllt

3 Punkte – Befriedigend erfüllt

2 Punkte – Eingeschränkt erfüllt

1 Punkt – Nicht oder kaum erfüllt

3.1.1. Unterkriterium 1 Fachliche Fragestellungen und Herausforderungen

Gegenstand der Wertung in Unterkriterium 1 sind die Ausführungen in Konzept Teil A.

Erwartungshorizont

Die Auftraggeberin erwartet, dass die Ausführungen des Bieters erkennen lassen, dass dieser sich

hinreichend mit den spezifischen Herausforderungen der Leistungserbringung gemäß

Leistungsbeschreibung auseinandergesetzt hat.

Positiv gewertet wird insbesondere, wenn

• die Ausführungen zu den Aufgaben erkennen lassen, dass diese technisch als erweiterbare

Objekte angelegt sind und der grundlegende Workflow einer Aufgabe unabhängig vom

Aufgabentyp implementiert werden kann,

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 41

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• geeignete technische Ansätze zur Integration externer Systeme bzw. unterschiedlicher

Integrationsszenarien berücksichtigt werden,

• Maßnahmen zur Verhinderung von Täuschungsversuchen schlüssig dargestellt werden , der

Vorbereitungsaufwand der IHKs für die Bereitstellung der Endgeräte möglichst gering ist und

eine nachvollziehbare Einordnung der Lösung im Hinblick auf gesetzliche Vorgaben

vorgenommen wird,

• ein robustes Session Handling in Prüfungssituationen beschrieben und dargestellt wird, wie in

diesem Kontext die Datenkonsistenz bei Netzwerkabbrüchen oder sonstigen Störungen

sichergestellt wird, und

• ein der Prüfungssituation angemessener Workflow zum Gerätewechsel skizziert wird.

3.1.2. Unterkriterium 2 Daten, Schnittstellen und Skalierung

Gegenstand der Wertung in Unterkriterium 2 sind die Ausführungen in Konzept Teil B.

Erwartungshorizont

Die Auftraggeberin erwartet, dass die Ausführungen des Bieters erkennen lassen, dass dieser sich

hinreichend mit den spezifischen Herausforderungen der Leistungserbringung gemäß

Leistungsbeschreibung auseinandergesetzt hat.

Positiv gewertet wird insbesondere, wenn

• Betriebskonzepte, Leitlinien, Architekturprinzipien und genutzte Frameworks mit Blick auf IT-

Sicherheit und Skalierbarkeit, sowie beim Cloud-Betrieb auf US-geprägten Puplic-Cloud-

Infrastrukturen (falls anwendbar) die Einhaltung der datenschutzrechtlichen Vorgaben

hinreichend erläutert und mit konkreten Beispielen untermauert werden

• eine klar erkennbare und realisierbare Strategie für die Entwicklung, Erweiterung, ggf.

Integration und Dokumentation des Datenmodells (Target Data Model) beschrieben wird,

• substantieriert beschrieben wird, wie mit systemübergreifenden Workflows, bei denen

Schnittstellen relevant sind, umgegangen wird,

• das Zusammenspiel von Hardware, Software, Infrastruktur und organisatorischen

Maßnahmen bei der Skalierung verdeutlicht wird und

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• ein passendes Vorgehensmodell für fehlgeschlagene Requests (Error Handling) beschrieben

wird.

3.1.3. Unterkriterium 3 Organisation und Betrieb

Gegenstand der Wertung in Unterkriterium 3 sind die Ausführungen in Konzept Teil C.

Erwartungshorizont

Die Auftraggeberin erwartet, dass die Ausführungen des Bieters erkennen lassen, dass dieser sich

hinreichend mit den spezifischen Herausforderungen der Leistungserbringung gemäß

Leistungsbeschreibung auseinandergesetzt hat.

Im Übrigen wird positiv gewertet, wenn

• ein Vorgehensmodell für die Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin vorgelegt wird, bei dem

insbesondere auf die Beschreibung der Verantwortlichkeiten zwischen Auftraggeber und

Auftragnehmer, die Entwicklung und Priorisierung von Anforderungen sowie die Strukturierung

von Auslieferungs- und Abnahmeprozessen eingegangen wird,

• ein SLA-konformes Monitoring- und Supportkonzept vorgelegt wird, das sowohl fachliche als

auch technische Betriebszustände transparent abbildet, eine frühzeitige Erkennung und

Differenzierung von Störungen ermöglicht, die Auftraggeberin sinnvoll einbindet sowie

geeignete technische und organisatorische Reaktionsmechanismen beschreibt,

• eine Teststrategie vorgelegt wird, die den systematischen Aufbau einer umfassenden und

wachsenden Testbasis zur langfristigen Qualitätssicherung beschreibt und erkennen lässt, wie

verschiedene Testarten, organisatorische Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie geeignete

Werkzeuge und Automatisierungsansätze im Entwicklungsprozess eingesetzt werden,

• ein Konzept zur Einbindung der relevanten Fachbereiche und Stakeholder der IHK-

Organisation in die Weiterentwicklung der Plattform vorgelegt wird, das geeignete

Beteiligungs-, Feedback- und Priorisierungsprozesse beschreibt und eine bedarfsgerechte

Weiterentwicklung der Lösung unterstützt, und

• etwaige Abhängigkeiten zu Drittanbietern sowie der eingesetzten Eigenentwicklungen und

deren Auswirkungen auf die langfristige Nutzbarkeit, Weiterentwicklung und

Rechteübertragung der Lösung transparent dargestellt werden.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 43

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3.2. Zuschlagskriterium 2 Produktdemo / Klick-Dummy

Gegenstand der Wertung im Zuschlagskriterium 2 ist der Klick-Dummy.

Erwartungshorizont

Die Auftraggeberin erwartet, dass der Klick-Dummy eine realitätsnahe Prüfungssituation aus Sicht

der Prüfungsteilnehmenden abbildet und eine fundierte Bewertung der Benutzerfreundlichkeit,

Verständlichkeit und Effizienz der Lösung ermöglicht. Positiv gewertet werden insbesondere eine

intuitive Benutzerführung, eine klare und übersichtliche Darstellung der Prüfungsinhalte, eine

einfache Bearbeitung und Korrektur von Antworten, eine nachvollziehbare Prüfungssteuerung sowie

eine verständliche Navigation und Orientierung innerhalb der Prüfung. Dabei soll die Lösung

erkennen lassen, dass sie die Anforderungen einer digitalen Prüfungssituation praxisgerecht

unterstützt und einen effizienten, transparenten und fehlerarmen Bearbeitungsprozess für Prüflinge

ermöglicht.

Bewertungssystematik

Die Bewertung des Klick-Dummys erfolgt durch eine Jury bestehend aus den folgenden Mitgliedern:

  • 1 x Mitglied des DIHK-Projektteams (Auftraggeber)

  • 3 x Auszubildende

  • 1 x Ehrenamtlicher Prüferin

  • 3 x Mitglieder des Lenkungskreises (Vertreter*in Bezugsberechtigte IHKs)

  • 2 x Prüfungskoordinatorin einer IHK (Vertreterin Bezugsberechtigte IHKs)

Die Mitglieder der Jury werten die eingereichten Klick-Dummys jeweils gesondert. Jedes Mitglied

der Jury gibt eine eigene Wertung ab. Anschließend wird für jeden Klick-Dummy der Mittelwert aus

den Wertungen der Jury gebildet.

Unterkriterium 1 Effizienz und Usability gesamt

Die Jury wertet die Klick-Dummys anhand der nachfolgenden Darstellung und Kriterien:

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Betrachten Sie die Nutzeroberfläche für die Bearbeitung der

Prüfungsaufgaben“ Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 44

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

  1. Sehen Sie Schaltflächen, Buttons etc. auf der „Startseite“ deren Funktion Sie erst durch einen

Klick darauf „erkunden“ müssten, um zu verstehen, welche Funktion sich dahinter

verbirgt? (Nein = alle Elemente der Prüfungsansicht sind klar = 1 Punkt)

  1. Ist die Aufgabenstellung inkl. Antwortmöglichkeiten visuell klar von anderen Elementen der

Ansicht getrennt (z.B. durch Abgrenzungslinien, unterschiedliche farbliche Hinterlegung,

Aufgabenstellung in Fettschrift etc.?

o 1 Punkt: Die Abgrenzung der Bereiche ist unklar oder verwirrend. Aufgabenstellung und

weitere Elemente lassen sich nur schwer voneinander unterscheiden.

o 2 Punkte: Die Bereiche sind grundsätzlich voneinander getrennt, die visuelle

Abgrenzung ist jedoch nicht durchgängig eindeutig oder könnte deutlicher sein.

o 3 Punkte: Die Bereiche sind sehr klar und intuitiv voneinander abgegrenzt.

Aufgabenstellung und Antwortmöglichkeiten sind auf den ersten Blick erkennbar.

Unterkriterium 2 Bearbeitung der Aufgaben

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Bearbeiten Sie eine Aufgabe und ändern Sie anschließend Ihre

Antwort.“ Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

• War die Korrektur unkompliziert möglich?

o 1 Punkt: Die Korrektur war nicht möglich oder nur mit erheblichem Such- bzw.

Bearbeitungsaufwand.

o 2 Punkte: Die Korrektur war möglich, erforderte jedoch etwas Suche oder mehrere

Schritte und war nicht vollständig intuitiv.

o 3 Punkte: Die Korrektur war einfach, intuitiv und ohne nennenswerten Aufwand möglich.

• Ist transparent, ob die Korrektur gespeichert wurde? (Ja = 1 Punkt)

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Markieren Sie eine Aufgabe.“ Die Bewertung erfolgt anhand der

folgenden Kriterien:

• Gibt es eine entsprechende Funktion und ist diese mit maximal einem Klick auffindbar? (Ja =

1 Punkt)

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 45

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• Ist die visuelle Rückmeldung, dass eine Aufgabe markiert ist, deutlich?

o 1 Punkt: Es gibt keine Markierungsmöglichkeit oder die Markierung ist kaum erkennbar

und bietet keinen ausreichenden Überblick.

o 2 Punkte: Die Markierung ist sichtbar, könnte jedoch auffälliger dargestellt oder besser

in die Prüfungsansicht integriert werden.

o 3 Punkte: Die Markierung ist eindeutig erkennbar, sinnvoll platziert und ermöglicht einen

guten Überblick über markierte Aufgaben.

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Versuchen Sie die Freitext-Aufgabe (Aufgabe 19) strukturiert zu

beantworten“ Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

• Lässt sich die Antwort visuell strukturieren (z.B. durch Absätze, Fettung des Textes,

Aufzählungszeichen etc.) und bleibt die Formatierung des Textes erhalten, wenn Sie die

Aufgabe verlassen und wieder öffnen?

o 1 Punkt: Keine oder nur sehr eingeschränkte Formatierungsmöglichkeiten vorhanden

bzw. Formatierungen gehen verloren.

o 2 Punkte: Wichtige Formatierungsfunktionen sind vorhanden und bleiben überwiegend

erhalten, die Möglichkeiten sind jedoch eingeschränkt oder nicht vollständig intuitiv

nutzbar.

o 3 Punkte: Umfangreiche und leicht nutzbare Formatierungsfunktionen stehen zur

Verfügung. Die Antwort lässt sich übersichtlich und intuitiv strukturieren; vorgenommene

Formatierungen bleiben beim Verlassen und erneuten Öffnen der Aufgabe vollständig

erhalten.

o

Unterkriterium 3 Prüfungssteuerung (Meta-Funktionen)

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Verschaffen Sie sich einen Überblick über den Bearbeitungsstand

der Prüfung.“ Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

• Ist der Fortschritt in der Bearbeitung sichtbar (z.B. durch Punkteübersicht „3/25“)?

o 1 Punkt: Kein oder kaum nachvollziehbarer Fortschrittsstatus vorhanden.

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 46

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

o 2 Punkte: Der Bearbeitungsstand ist grundsätzlich sichtbar, die Darstellung könnte

jedoch übersichtlicher oder leichter auffindbar sein.

o 3 Punkte: Der Bearbeitungsstand ist jederzeit klar sichtbar und auf einen Blick erfassbar.

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Geben Sie die Prüfung ab.“ Die Bewertung erfolgt anhand der

folgenden Kriterien:

• Ist klar und gut erkennbar, wie die Prüfung abgegeben werden kann?

o 1 Punkt: Die Abgabefunktion ist nicht auffindbar oder ihr Zweck ist unklar.

o 2 Punkte: Die Abgabefunktion ist auffindbar und verständlich, könnte jedoch deutlicher

platziert oder verständlicher gestaltet werden.

o 3 Punkte: Die Abgabefunktion ist sofort erkennbar, eindeutig beschriftet und der

gesamte Abgabeprozess ist intuitiv und transparent.

• Werden Sie vor einer unbeabsichtigten Abgabe gewarnt? (Ja = 1 Punkt)

• Erhalten Sie eine Bestätigung nach Abgabe? (Ja = 1 Punkt)

Unterkriterium 4 Navigation und Orientierung

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Navigieren Sie gezielt zu einer bestimmten Aufgabe (z. B.

Aufgabe 12).“ Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

• Ist die Navigation direkt auffindbar und verständlich?

o 1 Punkt: Keine direkte Navigation zu einzelnen Aufgaben möglich oder Funktion nicht

auffindbar.

o 2 Punkte: Die Navigation zu einzelnen Aufgaben ist möglich, jedoch nicht unmittelbar

verständlich oder nur mit zusätzlichem Aufwand nutzbar.

o 3 Punkte: Die Navigation ist intuitiv, jederzeit verfügbar und ermöglicht einen schnellen

Wechsel zu einzelnen Aufgaben.

Die Jury erhält folgende Aufgabe: „Wechseln Sie zwischen bereits bearbeiteten und

unbeantworteten Aufgaben.“ Die Bewertung erfolgt anhand der folgenden Kriterien:

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

• Ist der „Zustand“ der Aufgaben bzw. sind Markierungen klar erkennbar?

o 1 Punkt: Aufgabenzustände werden nicht oder nur unzureichend dargestellt. Ein

gezielter Wechsel ist kaum möglich.

o 2 Punkte: Aufgabenzustände sind grundsätzlich erkennbar, die Darstellung ist jedoch

nicht durchgängig eindeutig oder übersichtlich.

o 3 Punkte: Alle relevanten Aufgabenzustände sind klar sichtbar und ermöglichen einen

schnellen und gezielten Wechsel zwischen den Aufgaben.

• Gibt es einen Filter bzw. ist eine Übersicht, durch den sich ausschließlich bearbeitete oder

nicht bearbeitete Aufgaben anzeigen lassen, vorhanden? (Ja = 1 Punkt)

3.3. Zuschlagskriterium 3 Preis

Die Wertung im Zuschlagskriterium 3 (Preis) erfolgt anhand des jeweiligen Angebotspreises (Wer-

tungssumme) in den jeweiligen Unterkriterien.

Die Ermittlung der im Unterkriterium 1 Festpreise erzielten Punkte erfolgt wie untenstehend erläutert

anhand der linearen Interpolation.

15 Punkte erhält das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme (Wertungssumme (Festpreise)

). min

0 Punkte erhält ein fiktives Angebot mit dem zweifachen der niedrigsten Wertungssumme.

Die Punktwerte der dazwischenliegenden Wertungssummen werden wie folgt ermittelt:

𝑊𝑒𝑟𝑡𝑢𝑛𝑔𝑠𝑠𝑢𝑚𝑚𝑒 (𝐅𝐞𝐬𝐭𝐩𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞) 𝑚𝑖𝑛 𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑒 = 𝑥 15 𝐵𝑖𝑒𝑡𝑒𝑟 𝑊𝑒𝑟𝑡𝑢𝑛𝑔𝑠𝑠𝑢𝑚𝑚𝑒 (𝐅𝐞𝐬𝐭𝐩𝐫𝐞𝐢𝐬𝐞) 𝐵𝑖𝑒𝑡𝑒𝑟

Die Ermittlung der im Unterkriterium 2 Betriebskosten erzielten Punkte erfolgt wie untenstehend er-

läutert anhand der linearen Interpolation.

10 Punkte erhält das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme (Wertungssumme (Betriebs-

kosten) ). min

0 Punkte erhält ein fiktives Angebot mit dem zweifachen der niedrigsten Wertungssumme.

Die Punktwerte der dazwischenliegenden Wertungssummen werden wie folgt ermittelt:

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 48

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Vergabenummer 2026-09-11615-- Bewerbungs- und Angebotsbedingungen

𝑊𝑒𝑟𝑡𝑢𝑛𝑔𝑠𝑠𝑢𝑚𝑚𝑒 (𝐁𝐞𝐭𝐫𝐢𝐞𝐛𝐬𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧) 𝑚𝑖𝑛 𝑃𝑢𝑛𝑘𝑡𝑒 = 𝑥 10 𝐵𝑖𝑒𝑡𝑒𝑟 𝑊𝑒𝑟𝑡𝑢𝑛𝑔𝑠𝑠𝑢𝑚𝑚𝑒 (𝐁𝐞𝐭𝐫𝐢𝐞𝐛𝐬𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐧) 𝐵𝑖𝑒𝑡𝑒𝑟

Die Ermittlung der im Unterkriterium 3 Tagessätze erzielten Punkte erfolgt wie untenstehend erläu-

tert anhand der linearen Interpolation.

15 Punkte erhält das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme (Wertungssumme (Tagess-

ätze) ). min

0 Punkte erhält ein fiktives Angebot mit dem zweifachen der niedrigsten Wertungssumme.

Die Punktwerte der dazwischenliegenden Wertungssummen werden wie folgt ermittelt:

Beschaffung einer Plattform für digitale IHK-Prüfungen 49

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