[Seite 1]
Offenes Verfahren gem. VgV
Vergabestelle: Eigenbetrieb Versorgungsbetriebe Schopfheim
Sanierung und Modernisierung Freibad Schopfheim
Erläuterung Vergabekriterien
Vergabe von:
Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung Elektro-, Fernmelde- und Förder- anlagen nach HOAI 2021, Teil 4, Abschnitt 2, § 53 ff
Erläuterung Vergabekriterien
Inhaltsverzeichnis:
- Eignungskriterien
- Zuschlagskriterien
Seite 1 von 4
[Seite 2]
Offenes Verfahren gem. VgV
Vergabestelle: Eigenbetrieb Versorgungsbetriebe Schopfheim
Sanierung und Modernisierung Freibad Schopfheim
Erläuterung Vergabekriterien
- Eignungskriterien
Die Eignungsprüfung erfolgt anhand der im Teilnahmeantrag gemachten Eigenerklärungen bzw., soweit gefordert, anhand der mit dem Teilnahmeantrag eingereichten Nachweise. Erfüllt Ihre Bewerbung die Eignungskriterien nicht, erhalten Sie eine Information über die Gründe der Nichtberücksichtigung. Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
a) Berufliche Risikohaftpflichtversicherung: Eigenerklärung, dass das Unternehmen über den gesamten Leistungszeitraum über eine Be- rufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung in Höhe von mind. 2,0 Mio. Euro für Personenschä- den und mind. 2,0 Mio. Euro für Sachschäden verfügt. Die Schadensersatzleistung muss min- destens das Zweifache der Versicherungssumme pro Jahr betragen (§ 45 Abs.1 Nr. 3 und Abs. 4 Nr. 2 VgV). Bei Bietergemeinschaften gilt dies für jedes Mitglied entsprechend. Vor Zuschlagserteilung muss ein aktueller Nachweis des Versicherungsunternehmens vor- gelegt werden, dass eine Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung mit den oben genann- ten Deckungssummen besteht.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: a) Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität: Es ist zu gewährleisten, dass die Ausführung der Leistungen unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgt (§ 73 Abs. 3 VgV). Bestehen wirtschaftliche Verknüpfungen mit anderen Unternehmen, so ist zu erläutern, inwiefern die Ausführung der Leistungen trotzdem unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgt. b) Referenzen zu früher ausgeführten Aufträgen: Angabe von Referenzenobjekten als Eigenerklärung im Teilnahmeantrag. Doppelnennungen der Referenzobjekte sind möglich. Bei Bewerbergemeinschaften oder dem Einsatz von Nachunternehmen: Zuordnung der Refe- renz zum jeweiligen Mitglied der Bewerbergemeinschaft bzw. zum jeweiligen Nachunterneh- men. Dabei dürfen für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft / jedes Nachunternehmen nur die Referenzen angegeben werden, die in Art und Umfang den Teilleistungen entsprechen, die das Mitglied der Bewerbergemeinschaft / das Nachunternehmen ausführen wird. Als geeignet werden Büros eingestuft, die ein Referenzobjekt gemäß den Mindestanforderun- gen erbracht haben. Mindestanforderungen:
- Es handelt sich um die Planung der Technischen Ausrüstung im Bereich Elektro (An- lagengruppen 4, 5, 7.1 oder 7.2 und 8) für den Neubau oder die Sanierung einer Ba- deanstalt (z.B. Hallenbad, Freibad, Neubau, Sanierung oder Modernisierung).
- Referenzprojekt mind. in HZ II für die Anlagengruppen 4 und 5 gem. HOAI eingeord- net.
- Referenzprojekt in HZ III für die Anlagengruppe 7 und 8 gem. HOAI eingeordnet
- Die Inbetriebnahme des Referenzprojektes (Übergabe an die Nutzenden) ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung abgeschlossen und liegt nicht länger als 10 Jahre zurück (10/2016).
- Es wurden mind. die Leistungsphasen 3 – 8 selbst erbracht.
- Vergleichbare Größenordnung (KG 440+450+470+480) mind. 1,25 Mio. € netto
Seite 2 von 4
[Seite 3]
Offenes Verfahren gem. VgV
Vergabestelle: Eigenbetrieb Versorgungsbetriebe Schopfheim
Sanierung und Modernisierung Freibad Schopfheim
Erläuterung Vergabekriterien
c) Techniker oder technische Stellen zur Durchführung der Arbeiten: Die Auftragsausführung muss durch ein Projektteam bestehend aus Projektleiterin, stellver- tretendem/r Projektleiterin sowie Bauleiterin erfolgen. Doppelbesetzungen sind möglich, je- doch können Projektleiterin und stellvertretende/r Projektleiterin nicht dieselbe Person sein. Die Benennung des Projektteams erfolgt mit Angebotsabgabe. Der Nachweis, dass für die Auftragsausführung im Falle einer Beauftragung ein Projektteam zur Verfügung steht, welches die o.g. Anforderungen erfüllt, erfolgt im Rahmen des Teilnah- meantrags über eine Eigenerklärung. d) Relevante Bildungs- und Berufsqualifikationen: Die Erbringung der Dienstleistung ist gem. § 46 Abs. 3 Nr. 6 i. V. m. § 75 (1) und (3) VgV einem besonderen Berufsstand vorbehalten. Es gelten folgende fachliche Anforderungen für die Planungsleistungen: Bei natürlichen Per- sonen gilt die fachliche Anforderung als erfüllt, wenn ein Diplom, Prüfungszeugnis oder sons- tiger Befähigungsnachweis vorgelegt werden kann, die berechtigen, in der Bundesrepublik Deutschland als Planer_in im Bereich TA, ELT (EMSR) tätig zu werden. Auch die Qualifikati- onen Meister und Techniker im Bereich Elektrotechnik werden akzeptiert. Die Qualifikation kann vom Projektteam erfüllt werden oder einer anderen Person des Unternehmens. Die Qua- lifikation kann nicht über eine Eignungsleihe erbracht werden. Juristische Personen sind nur zugelassen, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Planungsaufgabe entsprechen und wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen benennen, der die zuvor genannten Zulassungsvoraussetzungen erfüllt. e) Durchschnittliche jährliche Belegschaft: Als geeignet werden Büros eingestuft, deren durchschnittlichen Anzahl der fachbezogenen Mitarbeiterinnen im Bereich Planungsleistungen Technische Ausrüstung ELT / EMSR (inkl. Unternehmensleitung, ohne freie und kaufmännische Mitarbeitende sowie Praktikanten und Hilfskräfte) in den Jahren 2022 bis 2024 und zum Zeitpunkt der Bekanntmachung mindes- tens 4 betragen hat (gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8. VgV). Im Falle einer Bewerber-/Bietergemeinschaft werden die Beschäftigentenzahlen der einzel- nen Mitglieder addiert. Hier ist die Anzahl für jedes Mitglied anzugeben.
- Zuschlagskriterien
Die Auswertung der Zuschlagskriterien erfolgt nur bei bestandener Eignungsprüfung. Der Zu- schlag wird auf das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl aus allen Zuschlagskriterien erteilt. Die Summe der Wertungszahlen über alle Zuschlagskriterien beträgt maximal 100 Punkte. Bei Punktgleichheit entscheidet das Los. Nicht berücksichtigte Bieter erhalten eine Information über die Gründe der Nichtberücksichti- gung.
Zuschlagskriterium 1: Erfahrung Projektleiter*in - Referenzobjekte: Gewichtung 35 % (max. 35 Punkte) Angabe von Referenzenobjekten als Eigenerklärung im Teilnahmeantrag. Doppelnennungen der Referenzobjekte sind möglich. Entsprechend der angegebenen Gewichtung werden Punkte vergeben (eine Gewichtung von 35% entspricht bspw. 35 Punkten). Sind alle Mindestanforderungen erfüllt, wird die volle Punktzahl vergeben, sind eine oder meh- rere Mindestanforderungen nicht erfüllt, werden keine Punkte vergeben.
Seite 3 von 4
[Seite 4]
Offenes Verfahren gem. VgV
Vergabestelle: Eigenbetrieb Versorgungsbetriebe Schopfheim
Sanierung und Modernisierung Freibad Schopfheim
Erläuterung Vergabekriterien
Referenzobjekt 1 (Gewichtung 35 %) Mindestanforderungen:
- Es handelt sich um die Planung der Technischen Ausrüstung, Badewassertechnik (Anlagengruppe 7.1 oder 7.2) für die Sanierung eines Freibades.
- Referenzprojekt mind. in HZ III gem. HOAI eingeordnet.
- Die Inbetriebnahme des Referenzprojektes (Übergabe an die Nutzenden) ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Bekanntmachung abgeschlossen und liegt nicht länger als 10 Jahre zurück (10/2016).
- Es wurden mind. die Leistungsphasen 3 – 8 vollständig selbst erbracht. Vergleichbare Größenordnung (anrechenbare Kosten Anlagengruppe 7.1 oder 7.2) mind. 1,0 Mio. € netto.
1 vergleichbares Objekt: 35 Punkte
Zuschlagskriterium 2: Erfahrung Projektleiter*in - Referenzobjekte: Gewichtung 35 % (max. 35 Punkte) Angabe von Referenzenobjekten als Eigenerklärung im Teilnahmeantrag. Doppelnennungen der Referenzobjekte sind möglich. Entsprechend der angegebenen Gewichtung werden Punkte vergeben (eine Gewichtung von 35% entspricht bspw. 35 Punkten). Sind alle Mindestanforderungen erfüllt, wird die volle Punktzahl vergeben, sind eine oder meh- rere Mindestanforderungen nicht erfüllt, werden keine Punkte vergeben. Referenzobjekt 2: (Gewichtung 35%) Mindestanforderungen:
- Es handelt sich um den Neubau oder die Sanierung einer Badeanstalt (z.B. Hallen- bad, Freibad, Neubau, Sanierung oder Modernisierung).
- Beauftragung durch öffentlichen Auftraggeber nach § 99 GWB
- Referenzprojekt mind. in HZ II für die Anlagengruppen 4 und 5 gem. HOAI eingeord- net.
- Referenzprojekt in HZ III für die Anlagengruppen 7 und 8 gem. HOAI eingeordnet
- Übergabe an die Nutzenden ab 10/2016 bis zum Datum der Bekanntmachung
- Es wurden mind. die Leistungsphasen 2 – 8 vollständig selbst erbracht.
- Vergleichbare Größenordnung (KG 470+480) mind. 1,10 Mio. € netto.
1 vergleichbares Objekt: 35 Punkte
Zuschlagskriterium 3: Honorar: Gewichtung 30% (max. 30 Punkte) Plausibilität / Höhe des Honorarangebots in Relation zum günstigsten Honorarangebot Die Bewertung des Zuschlagskriteriums erfolgt nach folgender Berechnungsformel: Die Bewertung des günstigsten Honorarangebotes erfolgt mit 30 Punkten. Die Bewertung der weiteren Honorarangebote erfolgt linear in Relation zum günstigsten Honorarangebot: (günstigstes Honorarangebot / weiteres Honorarangebot) x 30 Punkte. Zwischenwerte wer- den auf eine Dezimalstelle interpoliert. Die Abgabe des Honorarangebotes erfolgt über Anlage 4 Formular Honorarberechnung.
Seite 4 von 4