9.4_Konzept HLS.pdf

Planungsleistungen zur Sanierung und Erweiterung des Lehrschwimmbeckens im Schulzentrum Oedeme

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 08.10.2026, 07:59 (Europe/Berlin)

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Erläuterungsbericht HLS

zur Konzepterstellung LPH2

Bauvorhaben: Sanierung Lehrschwimmbecken Oedeme und Anbau einer Dreifeld-Sporthalle Oedemer Weg 94 21335 Lüneburg / Oedeme

Bauherr: Landkreis Lüneburg - Gebäudewirtschaft Am Springintgut 3 21335 Lüneburg

Version: 1.2

Stand: 2026-03-13

Version Datum Beschreibung

1.0 02.09.2024 Erstellung des Erläuterungsberichtes zur Konzepterstellung Anpassung gemäß Ergebnis des GRT und Untersuchung von 1.1 24.07.2025 Einsparpotentialen und Optimierungen Anpassung gemäß Änderung der Planungsgrundlage und 1.2 13.03.2026 Entscheidung durch Bauherrn für Anlagenoptimierung (5)

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Inhaltsverzeichnis

  1. Allgemeine Beschreibung ...................................................................................................... 3
  2. Lehrschwimmbecken Oedeme (1.BA) ................................................................................... 3 2.1 KG410 – Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen ..................................................................... 3 2.2 KG420 – Wärmeversorgungsanlagen .............................................................................. 5 2.3 KG430 – Lufttechnische Anlagen ..................................................................................... 7
  3. Anbau einer Dreifeld-Sporthalle (2.BA) .................................................................................. 9 3.1 KG410 – Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen ..................................................................... 9 3.2 KG420 – Wärmeversorgungsanlagen ............................................................................ 11 3.3 KG430 – Lufttechnische Anlagen ................................................................................... 12
  4. Grob-Kostenschätzung HLS zur Konzepterstellung LPH2 (Stand: 02.09.2024) ................... 14
  5. Einsparpotentiale und mögliche Optimierungen ................................................................... 14 5.1 Anpassung der Grob-Kostenschätzung HLS (Stand 21.07.2025) ................................... 15 5.2 Ansatz zur Anlagenoptimierung (1): ............................................................................... 15 5.3 Ansatz zur Anlagenoptimierung (2): ............................................................................... 16 5.4 Ansatz zur Anlagenoptimierung (3): ............................................................................... 16 5.5 Ansatz zur Anlagenoptimierung (4): ............................................................................... 17 5.6 Ansatz zur Anlagenoptimierung (5): ............................................................................... 18
  6. Grob-Kostenschätzung HLS zur Konzepterstellung LPH2 (Stand 13.03.2026) .................... 19

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  1. Allgemeine Beschreibung

Bei dem geplanten Bauvorhaben handelt es sich um eine Sanierungsmaßnahme im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung für die Gewerke Heizung, Sanitär und Lüftung des Lehrschwimmbeckens (1.BA) inkl. Dusch-, Umkleide- und Nebenräume im Gymnasium Oedeme (Süd). Außerdem soll die Versorgung einer später entstehenden Dreifeld-Sporthalle (2.BA) mit Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen bei der Dimensionierung und Auslegung der Anlagentechnik berücksichtigt werden. Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden im 1.Bauabschnitt die Dusch-, Umkleide- und Nebenräume umgebaut und saniert, sowie die Dacheindeckung der Schwimmhalle ertüchtigt. Auf das Bestandsdach der Dusch-, Umkleide- und Nebenräume wird ebenfalls eine KalZip-Dachkonstruktion gestellt, wodurch Installationsraum zur Verlegung der Rohrleitungen geschaffen wird. Zudem wird ein Technikraum, ein Spindraum, ein Sitzbereich für Eltern und Lehrer- Einzelduschräume an die Schwimmhalle angebaut. Im 2. Bauabschnitt werden die vorhandene Gymnastik- und Turnhalle inkl. Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen abgerissen, um Platz für den An- und Neubau einer Dreifeld-Sporthalle zu schaffen. Die Dreifeld-Sporthalle wird später eine Grundfläche von ca. 1.200 m² haben. Neben den WC-Räumen für Besucher (Damen und Herren) werden auch jeweils zwei Umkleide- und Duschebereiche für Damen und Herren ausgebaut. Zusätzlich werden in barrierefreier Ausstattung WC- und Umkleideräume ebenfalls für Damen und Herren geschaffen. Die Besonderheit der Baumaßnahme besteht darin, dass sich unterhalb des Bestandsgebäudes ein Bunker, das ehemalige Hilfskrankenhaus Lüneburg, befindet. Dieser wird zur Zeit noch für die Ver- und Entsorgung, wie z.B. Hausanschlüsse des Gymnasiums, sowie als Lager- und Archivfläche des Lüneburger Museums genutzt. Nachfolgend werden die Versorgungskonzepte der einzelnen Gewerke erläutert. Hauptaugenmerk lag auf der fachtechnischen Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der entsprechenden Anlagensysteme.

  1. Lehrschwimmbecken Oedeme (1.BA)

2.1 KG410 – Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen

Am 31.07.2024 wurden durch das Büro für Bodenprüfung GmbH (BFB) zwei Rammkernsondierbohrungen mit einer Sondiertiefe von 7 Metern ausgeführt. Das Grundwasser wurde zum Erkundungszeitpunkt nach Abschluss der Bohrarbeiten in keiner Sondierbohrung angetroffen. In niederschlagsreicheren Perioden ist ein Grundwasseranstieg möglich. Gemäß Bodengutachten vom 09.08.2024 ist als Bemessungsgrundwasserstand eine Höhe von+ 26,62 m über NHN (≙ Normalhöhennull) anzunehmen. Die Oberkante Fertigfußboden im Erdgeschoss (Bestandsgebäude, Eingang B) liegt, gemäß der aktuellen Architekturpläne, bei + 33,75 m über NHN. Demnach liegt der Bemessungsgrundwasserstand ca. 7,13 m unter Oberkante Fertigfußboden, Bestand.

KG411 – Abwasseranlagen (Schmutzwasser) Die Auslegung der Schmutzwasser-Entwässerungsanlage erfolgt auf Grundlage der DIN EN 12056- 2 und der DIN 1986-100. Die Objekte werden mittels Einzel- und Sammelanschlussleitungen im Wesentlichen in den Vorwänden angeschlossen. Ansonsten wird das Abflussrohr direkt durch die Bodenplatte in den Bunker geführt und an vorhandene Schmutzwasserleitungen angeschlossen. Um einen Unterdruck und eine Geruchsentwicklung zu vermeiden, werden in notwendigen Bereichen die Schmutzwasserleitungen über Dach be- und entlüftet. Für die Anschluss- und Entlüftungsleitungen innerhalb des Gebäudes wird das Rohrmaterial PE gewählt. Im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahme ist zu prüfen, inwiefern das erdverlegte Schmutzwasser- Bestandsnetz ertüchtigt oder erweitert werden muss. Neuzuverlegende Grundleitungen sollen möglichst im freien Gefälle an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Für diese Grundleitungen wird das Rohrmaterial KG-2000 gewählt. Hierfür sollte eine Kamerabefahrung und Ortung der Bestandsleitungen im Bereich Pausenhof durchgeführt werden.

In den Duschräumen der Reihenduschanlagen wird mittig eine Duschrinne mit mehreren Abläufen positioniert, um anfallendes Abwasser abzuleiten. Alle übrigen Duschräume werden mit einer Duschrinne mit nur einem Ablauf geplant. Die WC-Räume der Schwimmhalle schließen nach Umbau wieder an die vorhandenen Bestandsleitungen an. Die Lehrer-Duschen im Anbau der Schwimmhallen werden ebenfalls an Bestandsleitungen anschließen.

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Für die Schmutzwasserleitungen, die unterhalb der Bunkerdecke verziehen und an die Bestandsleitungen anschließen, ist die vorherige exakte Positionierung und Einmessung im Bunker zwingend notwendig. Anschließend sind senkrechte Kernbohrungen vom bestehenden Erdgeschoss durch die bestehende Bunkerdecke und den zwischenliegenden Hohlraum (Stärke gesamt ca. 1,00 m) herzustellen.

Hinweis: Die Be- und Entlüftung der Schmutzwasserleitungen über Dach ist bei der Planung einer Photovoltaikanlage zu berücksichtigen.

KG411 – Abwasseranlagen (Regenwasser) Die Auslegung der Regenwasser-Entwässerungsanlage erfolgt auf Grundlage der DIN EN 12056-2 und der DIN 1986-100. Es ist geplant, die zu entwässernden Dachflächen wieder an das Bestandsnetz anzuschließen. Im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahme ist zu prüfen, inwiefern das erdverlegte Regenwasser-Bestandsnetz ertüchtigt oder erweitert werden muss. Hierfür sollte eine Kamerabefahrung und Ortung der Bestandsleitungen im Bereich Pausenhof durchgeführt werden. Neuzuverlegende Grundleitungen sollen möglichst im freien Gefälle an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Für diese Grundleitungen wird das Rohrmaterial KG-2000 gewählt. An notwendigen Stellen werden Revisions- und Inspektionsschächte vorgesehen.

KG412 – Wasseranlagen Der anliegende Mindest-Versorgungsdruck wird mit 4,0 bis 4,5 bar angenommen. Die Dimensionierung der Trinkwasserleitungen erfolgt auf Grundlage der DIN 1988-300, sowie dem Arbeitsblatt W551 des DVGWs. Im weiteren Planungsverlauf ist zu prüfen, ob eine Druckerhöhungsanlage notwendig ist. Für das Trinkwassernetz wird der Rohrwerkstoff Edelstahl eingeplant. Gemäß der VDI 2089-1 können Mineralfaserdämmstoffe in AS-Qualität (geprüft nach AGI-Arbeitsblatt Q132 oder Q135) oder geschlossenporige Dämmstoffe, wie z.B. flexible Elastomerschaumstoffe auf Basis von synthetischem Kautschuk, (Schnitt- und Stoßstellen sind dampfdicht zu verkleben) eingesetzt werden. Der Einsatz von Filz als Korrosionsschutz ist nicht zulässig. Insbesondere die Trinkwasserleitungen, kalt (PWC) sind zur Vermeidung von Wärmeübertragung und Kondensatbildung diffusionsdicht zu dämmen und sollten aus Hygienegründen nicht in Räumen, an Stellen oder in Bauwerken mit einer Umgebungstemperatur von mehr als 25 °C angeordnet werden. Sofern dies nicht zu vermeiden ist, sind auch die Trinkwasserleitungen, kalt zu 100 % zu dämmen. In sichtbaren Bereichen, falls notwendig, können die gedämmten Trinkwasserleitungen, wenn es zugelassen ist, zusätzlich mit PVC-Mantel versehen werden. Die bestehende Trinkwasser-Hauseinführung befindet sich im darunterliegenden Bunker, das ehemalige Hilfskrankenhaus Lüneburg. Diese Hausanschlussleitungen verzieht im Bunker bis in den Technikraum Schwimmbad. Von dort wird die Trinkwasserleitung, kalt (PWC) weiter in den Spindraum und zu den neu errichteten Einzelduschräumen (Lehrer-Duschen) im Obergeschoss des Anbaus, sowie zur Frischwasserstation und den Entnahmestellen in den Duschräumen Damen und Herren im Erdgeschoss verzogen. Für den Übergang vom Technikraum Schwimmbad in den Spindraum des Anbaus ist eine 2 cm Setzungsfuge geplant und daher eine Rohrleitungs- durchführung mit Edelstahlwellrohr auszuführen. Die Verteilung der Trinkwasserleitungen erfolgt unterhalb der Decke (offene Installation), in bauseitig geschaffenen Installationsräumen (KalZip- Dach) oder in den Vorwandinstallationen.

Zum Schutz des Trinkwassers und dessen Nutzer werden unterschiedliche Systeme zur Warmwasserversorgung eingeplant. Für einzelne Entnahmestellen, wie Waschtische in WC- Räumen oder Ausgussbecken in Putzmittelräumen, werden elektrische Klein- bzw. Kompakt- Durchlauferhitzer als dezentrale Warmwasserversorgung eingesetzt. Für die Lehrer-Duschräume im Anbau zum Lehrschwimmbecken werden ebenfalls elektrische Durchlauferhitzer, jedoch mit einer Leistung von ca. 27 kW, eingesetzt. Für die Reihenduschanlagen in den Duschräumen Damen und Herren im Erdgeschoss erfolgt die Warmwasserversorgung über eine Frischwasserstation. Mit dieser Kombination aus Systemen wird nicht nur Platz im Technikraum eingespart, sondern auch Energie, die zur Temperaturhaltung eines Warmwasserspeichers notwendig gewesen wäre.

Die Planung und Ausführung öffentlicher, aber auch halböffentlicher und gewerblicher Sanitärräume hat eine Vielzahl von Anforderungen zu berücksichtigen. Neben Diebstahl- und Vandalismusschutz, Pflegeleichtigkeit, Sicherheit, Energieersparnis und Funktionssicherheit sind auch die Aspekte der

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Trinkwasserhygiene zwingend einzubeziehen. Anlagen, die nicht kontinuierlich genutzt werden, wie z.B. Sportstätten, Schulen oder Kindertagesstätten, sind besonders anfällig für die Ansiedlung von Bakterien, Legionellen und Pseudomonaden. Risikofaktoren sind lange Stagnationszeiten in nutzungsfreien Zeiten oder längere Betriebsunterbrechungen (z.B. in Ferienzeiten). Um die Trinkwasserqualität dauerhaft sicherzustellen, schreibt die Trinkwasserverordnung regelmäßige Probeentnahmen und mikrobiologische Kontrolluntersuchungen vor. Diese jährliche Kontrollpflicht betrifft Großanlagen (Speicher mit mehr als 400 Litern bzw. Rohrleitungen mit mehr als 3 Liter Inhalt), die Duschen oder sonstige Einrichtungen zur Vernebelung von Trinkwasser enthalten, sofern aus diesem Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird. Die Novellierung der Trinkwasserverordnung in 2023/2024 verschärft dazu die Regelungen und Anforderungen an die Betreiber hinsichtlich Untersuchungspflichten, Untersuchungsplänen und Risikobewertungen. Das zuvor schon komplexe Thema der Trinkwasserhygiene wird noch weiter ausgebaut. Um einen bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation sicherzustellen, helfen zum Beispiel Hygienespülungen und Wassermanagementsysteme. Unter dem Begriff „bestimmungsgemäßer Betrieb“ ist zu verstehen, dass weder der Zustand noch die Betriebsweise der Trinkwasserinstallation nachteilige Auswirkungen auf die Trinkwassergüte haben dürfen. Die DIN 1988-200 (Anhang B) fordert hierzu, dass neben der regelwerkskonformen Planung und Errichtung auch die regelmäßige Kontrolle und die nötigen Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu fordert die VDI 6023 einen vollständigen Wasseraustausch sämtlicher Leitungswege und Armaturen alle 72 Stunden. Dies ist aller Wahrscheinlichkeit nach zukünftig durch den Betreiber zu dokumentieren und protokollieren.

Das Trinkwasserleitungsnetz ist daher regelmäßig, mindestens jedoch alle 72 Stunden durchzuspülen, um die Qualität des Trinkwassers zu erhalten und die Bildung von Bakterien, Legionellen und Pseudomonaden zu vermeiden. Im Bestandsgebäude, 1. Bauabschnitt werden daher an den notwendigen Stellen Hygienespülungen montiert. Die Sanitärobjekte werden dabei in Reihe über Doppelwandscheiben als ein durchgeschliffenes System angeschlossen. Dabei wird die Rohrleitung unmittelbar von einer Entnahmestelle zur nächsten geführt. Am Ende jeder Reihe (der am häufigsten genutzte Verbraucher) wird eine Hygienespülung platziert, die nach voreingestellten Intervallen die Leitungen vollständig durchspült. Vorteilhaft ist, dass ein kontrollierter, automatischer Wasseraustausch stattfindet, eine Einbindung in die Gebäudeleittechnik möglich ist und die Spülmengen und Spülintervalle bedarfsgerecht eingestellt werden können.

2.2 KG420 – Wärmeversorgungsanlagen

Geothermie ist grundsätzlich im Rahmen dieser Baumaßnahme nutzbar, da sich das Bestandsgebäude nicht in einem Wasserschutzgebiet befindet. Eine Genehmigung und Abstimmung mit der unteren Wasserbehörde ist vor Ausführung der Maßnahmen zwingend einzuholen bzw. durchzuführen. Die Warmwasserbereitung der Waschtische und Ausgussbecken wird über elektrische Durchlauferhitzer und für die Reihenduschanlagen über Frischwasserstationen realisiert. Die Einzelduschräume im Lehrschwimmbecken (OG) werden ebenfalls über elektrische Durchlauferhitzer versorgt.

Die Heizlastberechnung nach DIN/TS 12831-1 ergab einen Gesamtwärmebedarf von 53 kW unter Berücksichtigung der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste, sowie der Wärmeverluste durch die RLT-Anlage (unter Einbezug einer Wärmerückgewinnung von rund 80 %) und der, mit dem Bauherrn, abgestimmten Rauminnentemperaturen. Aufgrund fehlender Bestandsunterlagen und separaten Wärmemengenerfassung kann die Heizlastberechnung nicht mit den tatsächlichen Verbrauchsdaten im Bestand verglichen werden. Nach aktuellem Stand wurde noch kein Energieeinsparnachweis mit GEG-Berechnungs- und sommerlichen Wärmeschutznachweis vorgelegt. Es ist daher davon auszugehen, dass die energetische Sanierung der Gebäudehülle den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen. Der Wärmebedarf zur Warmwasserbereitung für die Sanitärobjekte liegt bei rund 23 kW. Hier wurde eine durchschnittliche Duschzeit von 4 Minuten pro Person bei einer durchschnittlichen Zapfleistung von 9 Liter pro Minute als Grundlage verwendet. Für die Trinkwassererwärmung und -bereitstellung kann ein Pufferspeicher mit ca. 1.000 Litern Inhalt vorgesehen werden. Der Wärmebedarf zur Warmwasserbereitung für das Schwimmbadwasser liegt bei rund 59 kW für die Erstaufheizung und für den Wärmeerhalt bei rund 23,50 kW. Die Erstaufheizdauer wurde mit 96 Stunden (= 4 Tage)

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angenommen. Daraus ergibt sich ein Gesamtwärmebedarf von 135 kW für das Lehrschwimmbecken.

Die Wärmeerzeugung soll primär über eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmesonden realisiert werden, wobei das Lehrschwimmbecken inkl. Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen mit Heizwärme versorgt wird. Über mehrere Tiefenbohrungen wird dem Erdreich Wärme mit, nahezu, konstanter Temperatur entnommen und zur Wärmeversorgung des Gebäudes verwendet. Die Vor- und Rücklaufleitungen der Erdwärmesonden werden über einen Verteilerschacht im Erdreich mit der Wärmepumpen-Inneneinheit verbunden. Die Inneneinheit wird sekundärseitig an einen Heizungspufferspeicher angeschlossen und in das Wärmeverteilnetz eingebunden. So sorgt die Wärmepumpe mit Erdwärme und ganz ohne fossile Energieträger effizient für warme Räume. Die Betriebsweise der Sole-Wasser-Wärmepumpe wird monoenergetisch ausgeführt, d. h. zu Spitzenlastzeiten kann elektrisch mit einem Heizstab in der Wärmepumpe nachgeheizt werden. Angestrebt wird jedoch ein monovalenter Betrieb.

Für die Planung und Umsetzung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmesonden ist eine wasserrechtliche Genehmigung bei der unteren Wasserbehörde erforderlich. Zudem ist zu berücksichtigen, dass keine Tiefwurzler-Bäume oder -Büsche in der Nähe der Erdwärmesonden platziert sind und dass bei den Erdwärmesonden untereinander ein Mindestabstand von 6,00 Metern einzuhalten ist. Erfahrungsgemäß kann mit einer durchschnittlichen, vorläufigen Wärmeentzugsleistung von rund 50 W/m Tiefenbohrung gerechnet werden. Zur Deckung des Gesamtwärmebedarfs von 135 kW sind daher 18 Erdwärmesonden mit einer Maximalteufe von 150 Metern notwendig. Zur Feststellung der tatsächlichen Wärmeentzugsleistung am Standort ist vor Ausführung ein ThermalResponseTest (TRT) durchzuführen. Ein (Geo-)ThermalResponseTest (TRT) ist ein Test vor Ort zur Bestimmung thermodynamischer Parameter des Untergrunds in der oberflächennahen /-tiefen Geothermie. Der TRT wird an einer Erdwärmesonde (= Testsonde) durchgeführt. Angeschlossen wird eine Umwälzpumpe und ein Heizelement sowie Sensoren zur Aufzeichnung der Vor- und Rücklauftemperatur. Das Fluid, Wasser, wird bis zum Erreichen der ungestörten Untergrundtemperatur im Kreis gepumpt. Danach wird das Heizelement zu geschaltet, um das Wasser zu erwärmen. Das so erwärmte Wasser strömt durch die Erdwärmesonde und kühlt sich dabei ab. Die Austrittstemperatur des Wassers aus der Sonde wird gemessen, das Wasser läuft wieder durch das Heizelement und der Kreislauf wiederholt sich. Ein TRT dauert in der Regel 72 Stunden ( = 3 Tage).

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Innenaufstellung wird im Technikraum im Kellergeschoss des Anbaus aufgestellt. Eine ausreichende Schallabdichtung ist, z.B. mithilfe eines schallentkoppelnden Fundaments bauseits zu gewährleisten. Die Inneneinheit wird sekundärseitig an einen Heizungspufferspeicher angeschlossen und in das Wärmeverteilnetz über einen Heizungsverteiler eingebunden. Am Heizungsverteiler sind fünf Verteileranschlüsse je Vorlauf und Rücklauf geplant:

  1. Hauptversorgung: Anschluss Sole-Wasser-Wärmepumpe
  2. Anschluss Warmwasserbereitung Schwimmbad
  3. Anschluss Warmwasserbereitung Sanitärobjekte / Duschen
  4. Anschluss Wärmeverteilnetz / Heizkörper
  5. Reserve

Durch den geplanten Fernwärmeanschluss für den 2. Bauabschnitt „Dreifeld-Sporthalle“ soll für das Lehrschwimmbecken eine Notversorgung / Redundanz der Wärmeversorgung hergestellt werden. Daher wird das Lehrschwimmbecken an den Heizungsverteiler im 2. Bauabschnitt mit angeschlossen. Im Falle der Unterversorgung oder einem Ausfall der Sole-Wasser-Wärmepumpen- anlage wird Wärmeenergie der Fernwärme in die Pufferspeicher im 1. Bauabschnitt eingespeist. Der Leistungsbereich der ausführenden Firma für die Heizungsinstallation gilt später im Bauablauf vom Verteileranschluss 2 „Warmwasserbereitung Schwimmbad“ bis zum Anschluss an den Wärmeübertrager zur Warmwasserbereitung. Die generelle Planung und Ausführung der Schwimmbadtechnik obliegt einem separat, beauftragten Fachplaner. Die weitere notwendige Technik wie die Pufferspeicher und Ausdehnungsgefäße sind ebenfalls im Technikraum eingeplant. Das Befüllen der Heizung erfolgt über einen Festanschluss und wird automatisch gemäß

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Herstelleranforderungen über ein Modul aufbereitet. Die Wärmeerzeugungsanlage und die dazugehörigen Komponenten wie Heizkreispumpen, Temperaturfühler usw. sollen in die Gebäudeautomation eingebunden werden.

Im Bestandsgebäude, dem 1. Bauabschnitt werden alle vorhandenen Heizkörper demontiert und gegen neue Niedertemperatur-Heizkörper ersetzt. Die Niedertemperatur-Heizkörper ermöglichen einen effizienteren Betrieb der Wärmepumpenanlage, aufgrund der niedrigen Systemtemperaturen im Vor- und Rücklauf. Es werden Systemtemperaturen von 40/35 °C der Berechnung zugrunde gelegt. Die Vor- und Rücklaufleitungen vom Heizungsverteiler im Technikraum verziehen unterhalb der Kellergeschoss-Decke ins Erdgeschoss in den Spindraum. Von dort werden die Versorgungsleitungen weiter in den Technikraum Schwimmbad verzogen. Für den Übergang vom Spindraum des Anbaus in den bestehenden Technikraum Schwimmbad ist eine 2 cm Setzungsfuge geplant und daher eine Rohrleitungsdurchführung mit Edelstahlwellrohr auszuführen. Anschließend verlaufen die Rohrleitungen dann in den Installationsraum des neu errichteten KalZip-Daches oberhalb der Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen. Aus diesem Installationsraum heraus werden die Heizkörper von oben, Vandalismus geschützt, angeschlossen. Die Versorgungsleitungen, bestehend aus dem Rohrmaterial Edelstahl, werden zu 100% gedämmt. Gemäß der VDI 2089-1 können Mineralfaserdämmstoffe in AS-Qualität (geprüft nach AGI-Arbeitsblatt Q132 oder Q135) oder geschlossenporige Dämmstoffe, wie z.B. flexible Elastomerschaumstoffe auf Basis von synthetischem Kautschuk, (Schnitt- und Stoßstellen sind dampfdicht zu verkleben) eingesetzt werden. Der Einsatz von Filz als Korrosionsschutz ist nicht zulässig.

2.3 KG430 – Lufttechnische Anlagen

Im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahme soll das vorhandene Lüftungsgerät für die Schwimmhalle inkl. Dusch-, Umkleide- und Nebenräume demontiert und entsorgt werden. Auch soll die Lüftungszentrale aus dem Technikraum Schwimmbad in den neu hergestellten Dachraum positioniert werden. Die neue Lüftungszentrale befindet sich dann oberhalb der WC-Räume der Schwimmhalle. Gemäß VDI 2089-1 wurden zunächst Volumenströme berechnet, die jedoch, betrachtet nach den baulichen Gegebenheiten individuell und in Einverständnis mit dem Bauherrn angepasst wurden. Es wird ein ausreichende Luftwechselrate von min. 4,0 sichergestellt. In Summe wird ein Luftvolumenstrom von rund 10.200 m³/h benötigt.

Das Lüftungsgerät für die Schwimmhalle inkl. Dusch-, Umkleide- und Nebenräume wird nach den Maßgaben der VDI 2089-1 geplant. Die Abluft-Drallauslässe werden in der Schwimmhalle als Deckeneinbaugeräte mit eckiger Frontplatte vorgesehen. Das Luftverteilungsnetz befindet sich zum großen Teil im abgehängten Deckenbereich und wird von dort aus an die Abluft-Drallauslässe geführt. Entlang der Betonpfeiler in der Schwimmhalle werden Lüftungskanäle mit eingesetzten Lüftungsgittern verzogen, die eine ausreichende Zuführung an Zuluft in die Schwimmhalle gewährleisten sollen. Lüftungskanäle und -leitungen, die mit chlorhaltiger Luft in Berührung kommen wird das Material V4A-Edelstahl eingesetzt. Dieser ist ähnlich dem V2A-Edelstahl, wird jedoch zusätzlich mit 2 % Molybdän legiert. Dies führt dazu, dass der Edelstahl widerstandsfähiger gegen Korrosion in chloridhaltigen Medien wird. Angewendet wird der V4A-Edelstahl daher in Salzwasser, Schwimmbädern und der chemischen Industrie. Als weiterer geeigneter Korrosionsschutz in der Schwimmbadtechnik und in Hallenbädern wird das Feuerverzinken und die Duplex-Beschichtung angesehen. Bei der Feuerverzinkung bildet sich auf dem Stahlteil ein Überzug, der aus verschiedenen Eisen-Zink-Legierungen zusammengesetzt ist. Das Tauchverfahren schützt das Stahlteil rundum, auch an sonst korrosionsgefährdeten Bereichen wie Hohlräumen oder Winkeln. Die Zinküberzüge sind außerdem mechanisch stark belastbar. Bei der Duplex-Beschichtung wird eine Verzinkung mit einer zusätzlichen Pulverbeschichtung kombiniert. Durch die Pulverbeschichtung entstehen abriebfeste, geschlossenporige und chemisch hoch beanspruchbare Oberflächen. Duplex-Systeme bieten so einen weiter optimierten Korrosionsschutz beim Einsatz in besonders korrosiver Atmosphäre, wie Industrie, chemischen Anlagen, in Meeresnähe oder in stark chloridhaltiger Umgebung wie dem Schwimmbad. Der Anschluss der Fort- und Außenluft ins Freie wird über die Fassade mit Wetterschutzgittern oder über das Dach mit Dachdurchführungen und

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Dachhauben ausgeführt. Aus der neuen Lüftungszentrale heraus, werden die Lüftungskanäle in den Installationsraum des neu errichteten KalZip-Daches oberhalb der Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen verzogen. Aus diesem Installationsraum heraus werden die Tellerventile für die Zu- und Abluft als Deckeneinbaugeräte in den Dusch-, Umkleide- und Nebenräume des Lehrschwimmbeckens angeschlossen. Die WC-Räume an der Schwimmhalle werden über Außenluftdurchlässe mit Frischluft versorgt. Als Nach- bzw. Überströmöffnungen werden in den Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen Türunterschnitte mit max. 1 cm Höhe ausgeführt. Alternativ können auch Lüftungsgitter in die Türen eingesetzt werden. Bei der Durchdringung brandschutztechnischer Bauteile werden, wenn notwendig, Brandschutzklappen eingeplant. Dies betrifft vor allem die einzelne Brandschutz- und Fluchtbereiche zu den Fluren. An notwendigen Stellen werden Revisionsöffnungen zur Wartung, Inspektion und Reinigung vorgesehen. Der Kondensatanschluss könnte an das bereits geplante Schmutzwassernetz im Bereich der Duschräume erfolgen.

Um die Aspekte der Nachhaltigkeit und des Klima- und Umweltschutzes zu berücksichtigen, wird eine CO – und feuchtegeführte Steuerung und Regelung dieser Anlage vorgesehen. Aus 2 energetischer und klimaschutztechnischer Sicht ist es besser, dass die Lüftungsanlage nur in Betrieb geht, wenn diese auch benötigt wird, z.B. nach der Nutzung der WC-Räume. Diese Art der Regelung reduziert die CO -Emissionen, da die Abluft bzw. die „verbrauchte“ Luft nur dann abgeführt wird, 2 wenn es auch notwendig ist.

Für den Anbau an das Lehrschwimmbecken wird ein eigenes Lüftungsgerät zur Standmontage eingeplant, dass im Dachraum des Kal-Zip Daches untergebracht werden soll. Gemäß VDI 2089-1 wurden zunächst Volumenströme berechnet, die jedoch, betrachtet nach den baulichen Gegebenheiten individuell und in Einverständnis mit dem Bauherrn angepasst wurden. Es wird ein ausreichende Luftwechselrate von min. 4,0 sichergestellt. In Summe wird ein Luftvolumenstrom von rund 1.400 m³/h benötigt. Das Lüftungsgerät wird nach den Maßgaben der VDI 2089-1 geplant. Die Tellerventile für Zu- und Abluft werden als Deckeneinbaugeräte mit vorgesehen. Das Luftverteilungsnetz befindet sich zum großen Teil im abgehängten Deckenbereich und wird von dort aus an die Tellerventile geführt. Lüftungskanäle und -leitungen, die mit chlorhaltiger Luft in Berührung kommen, wird das Material V4A-Edelstahl eingesetzt. Dieser ist ähnlich dem V2A- Edelstahl, wird jedoch zusätzlich mit 2 % Molybdän legiert. Dies führt dazu, dass der Edelstahl widerstandsfähiger gegen Korrosion in chloridhaltigen Medien wird. Angewendet wird der V4A- Edelstahl daher in Salzwasser, Schwimmbädern und der chemischen Industrie. Als weiterer geeigneter Korrosionsschutz in der Schwimmbadtechnik und in Hallenbädern wird das Feuerverzinken und die Duplex-Beschichtung angesehen. Der Anschluss der Fort- und Außenluft ins Freie wird über die Fassade mit Wetterschutzgittern oder über das Dach mit Dachdurchführungen und Dachhauben ausgeführt. An notwendigen Stellen werden Revisionsöffnungen zur Wartung, Inspektion und Reinigung vorgesehen. Der Kondensatanschluss könnte an das bereits geplante Schmutzwassernetz im Bereich der Duschräume erfolgen. Um die Aspekte der Nachhaltigkeit und des Klima- und Umweltschutzes zu berücksichtigen, wird eine CO 2 – und feuchtegeführte Steuerung und Regelung dieser Lüftungsanlage, Anbau Lehrschwimmbecken vorgesehen z.B. nach der Nutzung der Duschräume, also bei Erreichung einer bestimmten Raumfeuchte. Diese Art der Regelung reduziert die CO -Emissionen, da die Abluft nur dann 2 abgeführt wird, wenn es auch notwendig ist. Maßgebend für die einzusetzende Regelung ist hier die tatsächliche Nutzung der Nebenräume im Anbau.

Die Regelung der Lüftungsgeräte, die Luftvolumina und Temperaturfühler sollen in die Gebäudeautomation eingebunden werden.

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  1. Anbau einer Dreifeld-Sporthalle (2.BA)

3.1 KG410 – Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen

Am 31.07.2024 wurden durch das Büro für Bodenprüfung GmbH (BFB) zwei Rammkernsondierbohrungen mit einer Sondiertiefe von 7 Metern ausgeführt. Das Grundwasser wurde zum Erkundungszeitpunkt nach Abschluss der Bohrarbeiten in keiner Sondierbohrung angetroffen. In niederschlagsreicheren Perioden ist ein Grundwasseranstieg möglich. Gemäß Bodengutachten vom 09.08.2024 ist als Bemessungsgrundwasserstand eine Höhe von+ 26,62 m über NHN (≙ Normalhöhennull) anzunehmen. Die Oberkante Fertigfußboden (≙ OKFF) im Erdgeschoss (1.BA, Bestandsgebäude, Eingang B) liegt, gemäß der aktuellen Architekturpläne, bei

  • 33,75 m über NHN. Die Oberkante Fertigfußboden in der Dreifeld-Sporthalle soll, gemäß der aktuellen Architekturpläne, bei – 1,50 m von OKFF Eingang B liegen. Demnach liegt die Oberkante Fertigfußboden der Dreifeld-Sporthallte bei + 32,25 m über NHN und der Bemessungsgrund- wasserstand ca. 5,63 m unter Oberkante Fertigfußboden, Dreifeld-Sporthalle.

KG411 – Abwasseranlagen Die Auslegung der Schmutzwasser-Entwässerungsanlage erfolgt auf Grundlage der DIN EN 12056- 2 und der DIN 1986-100. Die Objekte werden mittels Einzel- und Sammelanschlussleitungen im Wesentlichen in den Vorwänden angeschlossen. Ansonsten wird das Abflussrohr direkt durch die Bodenplatte in den Bunker geführt und an vorhandene Schmutzwasserleitungen angeschlossen. Um einen Unterdruck und eine Geruchsentwicklung zu vermeiden, werden in notwendigen Bereichen die Schmutzwasserleitungen über Dach be- und entlüftet. Für die Anschluss- und Entlüftungsleitungen innerhalb des Gebäudes wird das Rohrmaterial PE gewählt. Im Zuge der Umbau- und Sanierungsmaßnahme ist zu prüfen, inwiefern das erdverlegte Schmutzwasser- Bestandsnetz ertüchtigt oder erweitert werden muss. Neuzuverlegende Grundleitungen sollen möglichst im freien Gefälle an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Für diese Grundleitungen wird das Rohrmaterial KG-2000 gewählt. Hierfür sollte eine Kamerabefahrung und Ortung der Bestandsleitungen im Bereich Pausenhof durchgeführt werden.

In den Duschräumen der Reihenduschanlagen wird mittig eine Duschrinne mit mehreren Abläufen positioniert, um anfallendes Abwasser abzuleiten. Alle übrigen Duschräume werden mit einer Duschrinne mit nur einem Ablauf geplant. Für die Schmutzwasserleitungen, die unterhalb der Bunkerdecke verziehen und an die Bestandsleitungen anschließen, ist die vorherige exakte Positionierung und Einmessung im Bunker zwingend notwendig. Anschließend sind senkrechte Kernbohrungen vom bestehenden Erdgeschoss durch die bestehende Bunkerdecke und den zwischenliegenden Hohlraum (Stärke gesamt ca. 1,00 m) herzustellen. Ein Teil der neuen Dreifeld- Sporthalle wird über den Parkplatz und Eingang vom Bunker hinweg, aufgeständert. Im weiteren Planungsverlauf ist zu prüfen, ob eine oder mehrere Schmutzwasserhebeanlagen notwendig werden, um eine Entwässerung zu gewährleisten.

Hinweis: Die Be- und Entlüftung der Schmutzwasserleitungen über Dach ist bei der Planung einer Photovoltaikanlage zu berücksichtigen.

KG411 – Abwasseranlagen (Regenwasser) Die Auslegung der Regenwasser-Entwässerungsanlage erfolgt auf Grundlage der DIN EN 12056-2 und der DIN 1986-100. Im Zuge der Neubaumaßnahme ist geplant, die zu entwässernden Dachflächen an das Bestandsnetz anzuschließen. Es ist daher zu prüfen, inwiefern das erdverlegte Regenwasser-Bestandsnetz ertüchtigt oder erweitert werden muss. Hierfür sollte eine Kamerabefahrung und Ortung der Bestandsleitungen im Bereich Pausenhof durchgeführt werden. Neuzuverlegende Grundleitungen sollen möglichst im freien Gefälle an das öffentliche Netz angeschlossen werden. Für diese Grundleitungen wird das Rohrmaterial KG-2000 gewählt. Ist das Bestandsnetz nicht ausreichend dimensioniert kann eine Alternative Entwässerung, z.B. über Rigolen oder einen Sickerschacht erfolgen. Diese Kosten wurden bisher nicht berücksichtigt. An notwendigen Stellen werden Revisions- und Inspektionsschächte vorgesehen.

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KG412 – Wasseranlagen Für den 2. Bauabschnitt: Anbau einer Dreifeld-Sporthalle ist ein neuer Hausanschluss am öffentlichen Netz herzustellen. Der anliegende Mindest-Versorgungsdruck wird zunächst mit 4,0 bis 4,5 bar angenommen. Die Dimensionierung der Trinkwasserleitungen erfolgt auf Grundlage der DIN 1988-300, sowie dem Arbeitsblatt W551 des DVGWs. Im weiteren Planungsverlauf ist zu prüfen, ob eine Druckerhöhungsanlage notwendig ist. Für das Trinkwassernetz wird der Rohrwerkstoff Edelstahl eingeplant. Die Rohrleitungsdämmung erfolgt mit Mineral- bzw. Steinwolle oder mit geschlossenzelligem Kunststoff. Insbesondere die Trinkwasserleitungen, kalt (PWC) sind zur Vermeidung von Wärmeübertragung und Kondensatbildung diffusionsdicht zu dämmen und sollten aus Hygienegründen nicht in Räumen, an Stellen oder in Bauwerken mit einer Umgebungstemperatur von mehr als 25 °C angeordnet werden. Sofern dies nicht zu vermeiden ist, sind auch die Trinkwasserleitungen, kalt zu 100 % zu dämmen. In sichtbaren Bereichen, falls notwendig, können die gedämmten Trinkwasserleitungen, wenn es zugelassen ist, zusätzlich mit PVC-Mantel versehen werden. Die Hauseinführung der Trinkwasserleitung wird im Heizungsraum der Dreifeld-Sporthalle erfolgen. Hier werden die Hauptabsperrung und der Hauptwasserzähler inkl. aller weiteren nötigen Armaturen platziert. Anschließend werden die Armaturen abgekoffert und mit einer ausreichend großen Revisionsöffnung zugänglich gemacht. Die Hauptabsperrung kann sich nach Rücksprache auch außerhalb der Abkofferung befinden. Die Trinkwasserleitung, kalt wird in der Abhangdecke über die Flure bis zu den Vorwandinstallationen verlegt. Der Anschluss der Entnahmestellen erfolgt, Vandalismus geschützt, über die Vorwandinstallationen.

Zum Schutz des Trinkwassers und dessen Nutzer werden unterschiedliche Systeme zur Warmwasserversorgung eingeplant. Für einzelne Entnahmestellen, wie Waschtische in WC- Räumen oder Ausgussbecken in Putzmittelräumen, werden elektrische Klein- bzw. Kompakt- Durchlauferhitzer als dezentrale Warmwasserversorgung eingesetzt. Für die Reihenduschanlagen in den Duschräumen Damen und Herren erfolgt die Warmwasserversorgung über mehrere Frischwasserstationen. Mit dieser Kombination aus Systemen wird nicht nur Platz im Technikraum eingespart, sondern auch Energie, die zur Temperaturhaltung eines Warmwasserspeichers notwendig gewesen wäre.

Die Planung und Ausführung öffentlicher, aber auch halböffentlicher und gewerblicher Sanitärräume hat eine Vielzahl von Anforderungen zu berücksichtigen. Neben Diebstahl- und Vandalismusschutz, Pflegeleichtigkeit, Sicherheit, Energieersparnis und Funktionssicherheit sind auch die Aspekte der Trinkwasserhygiene zwingend einzubeziehen. Anlagen, die nicht kontinuierlich genutzt werden, wie z.B. Sportstätten, Schulen oder Kindertagesstätten, sind besonders anfällig für die Ansiedlung von Bakterien, Legionellen und Pseudomonaden. Risikofaktoren sind lange Stagnationszeiten in nutzungsfreien Zeiten oder längere Betriebsunterbrechungen (z.B. in Ferienzeiten). Um die Trinkwasserqualität dauerhaft sicherzustellen, schreibt die Trinkwasserverordnung regelmäßige Probeentnahmen und mikrobiologische Kontrolluntersuchungen vor. Diese jährliche Kontrollpflicht betrifft Großanlagen (Speicher mit mehr als 400 Litern bzw. Rohrleitungen mit mehr als 3 Liter Inhalt), die Duschen oder sonstige Einrichtungen zur Vernebelung von Trinkwasser enthalten, sofern aus diesem Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit abgegeben wird. Die Novellierung der Trinkwasserverordnung in 2023/2024 verschärft dazu die Regelungen und Anforderungen an die Betreiber hinsichtlich Untersuchungspflichten, Untersuchungsplänen und Risikobewertungen. Das zuvor schon komplexe Thema der Trinkwasserhygiene wird noch weiter ausgebaut. Um einen bestimmungsgemäßen Betrieb der Trinkwasserinstallation sicherzustellen, helfen zum Beispiel Hygienespülungen und Wassermanagementsysteme. Unter dem Begriff „bestimmungsgemäßer Betrieb“ ist zu verstehen, dass weder der Zustand noch die Betriebsweise der Trinkwasserinstallation nachteilige Auswirkungen auf die Trinkwassergüte haben dürfen. Die DIN 1988-200 (Anhang B) fordert hierzu, dass neben der regelwerkskonformen Planung und Errichtung auch die regelmäßige Kontrolle und die nötigen Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden. Dazu fordert die VDI 6023 einen vollständigen Wasseraustausch sämtlicher Leitungswege und Armaturen alle 72 Stunden. Dies ist aller Wahrscheinlichkeit nach zukünftig durch den Betreiber zu dokumentieren und protokollieren.

Das Trinkwasserleitungsnetz ist daher regelmäßig, mindestens jedoch alle 72 Stunden durchzuspülen, um die Qualität des Trinkwassers zu erhalten und die Bildung von Bakterien, Legionellen und Pseudomonaden zu vermeiden. In der Dreifeld-Sporthalle, 2. Bauabschnitt werden

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daher an den notwendigen Stellen Hygienespülungen montiert. Die Sanitärobjekte werden dabei in Reihe über Doppelwandscheiben als ein durchgeschliffenes System angeschlossen. Dabei wird die Rohrleitung unmittelbar von einer Entnahmestelle zur nächsten geführt. Am Ende jeder Reihe (der am häufigsten genutzte Verbraucher) wird eine Hygienespülung platziert, die nach voreingestellten Intervallen die Leitungen vollständig durchspült. Vorteilhaft ist, dass ein kontrollierter, automatischer Wasseraustausch stattfindet, eine Einbindung in die Gebäudeleittechnik möglich ist und die Spülmengen und Spülintervalle bedarfsgerecht eingestellt werden können.

3.2 KG420 – Wärmeversorgungsanlagen

Die Dreifeld-Sporthalle kann perspektivisch gesehen an das geplante Fernwärmenetz der Avacon GmbH, gemäß Anlagenoptimierung (5), siehe Kapitel „5.6 Ansatz zur Anlagenoptimierung (5)“ angeschlossen werden. Die Warmwasserbereitung der Waschtische und Ausgussbecken wird über elektrische Durchlauferhitzer und für die Reihenduschanlagen über Frischwasserstationen realisiert. Die barrierefreien Einzeldusch- und Umkleideräume in der Dreifeld-Sporthalle werden ebenfalls über elektrische Durchlauferhitzer versorgt.

Die Heizlastberechnung nach DIN/TS 12831-1 ergab einen Gesamtwärmebedarf von ca. 94 kW unter Berücksichtigung der Transmissions- und Lüftungswärmeverluste, sowie der Wärmeverluste durch die RLT-Anlage (unter Einbezug einer Wärmerückgewinnung von rund 80 %) und der Norm- Rauminnentemperaturen für Sporthallen und Nebenräume. Der Wärmebedarf zur Warmwasserbereitung für die Sanitärobjekte liegt bei rund 75 kW. Hier wurde eine durchschnittliche Duschzeit von 4 Minuten pro Person bei einer durchschnittlichen Zapfleistung von 9 Liter pro Minute als Grundlage verwendet. Für die Trinkwassererwärmung und -bereitstellung kann ein Pufferspeicher mit ca. 1.300 Litern Inhalt vorgesehen werden. Daraus ergibt sich ein Gesamtwärmebedarf von 169 kW für den Anbau der Dreifeld-Sporthalle.

Die Wärmeversorgung des Gebäudes soll über einen Fernwärmeanschluss aus dem Versorgungsnetz der Avacon GmbH realisiert werden, wobei die Fernwärme der Raumbeheizung der Dreifeld-Sporthalle inkl. Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen, sowie der dezentralen Warmwasserbereitung (mittels Frischwasserstationen) über eine im Gebäude installierte Hausübergabestation dient. Der Netzanschluss wird durch den Versorgungsnetzbetreiber bis zur Hauseinführung hergestellt. Bauseits durch den Netzbetreiber gestellt und installiert werden in der Regel die Hausanschlussleitungen einschließlich Hauptabsperrarmaturen, Schmutzfänger, Messstrecke mit Wärmemengenzähler sowie die erforderlichen netzseitigen Absperr- und Sicherheitseinrichtungen innerhalb der Übergabestation. Ebenso erfolgt die Bereitstellung der netzseitigen Regel- und Messeinrichtungen gemäß den technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Versorgers.

Ab der sekundärseitigen Übergabestelle obliegt die weitere Installation dem Bauherrn bzw. dem beauftragten Fachunternehmen. Hierzu zählen insbesondere die Heizungsanlage einschließlich Heizkreisverteiler, Umwälzpumpen, Regelungstechnik, Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventile, Entlüftungs- und Entleerungseinrichtungen sowie die Warmwasserbereitungsanlage. Weiterhin sind bauseits die erforderlichen Rohrleitungen, Dämmungen, Absperrarmaturen und sicherheits- technischen Einrichtungen gemäß den einschlägigen technischen Regeln und Normen (u. a. DIN EN 12828, DIN 4747 sowie TAB des Versorgers) vorzusehen.

Die Vorgaben des Netzbetreibers (hier: Avacon GmbH) sind bei der Dimensionierung und Ausführung der Kundenanlage zu berücksichtigen. Die Inbetriebnahme des Fernwärmeanschlusses erfolgt in Abstimmung mit dem Versorgungsunternehmen nach erfolgreicher Druck- und Funktionsprüfung der kundenseitigen Anlage.

Die Fernwärmeübergabestation wird im Heizungsraum im Erdgeschoss der Dreifeld-Sporthalle aufgestellt. Die Fernwärmeübergabestation wird sekundärseitig an einen Heizungspufferspeicher angeschlossen und in das Wärmeverteilnetz über einen Heizungsverteiler eingebunden. Am Heizungsverteiler sind sechs Verteileranschlüsse je Vorlauf und Rücklauf geplant:

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  1. Hauptversorgung: Anschluss Fernwärme
  2. Anschluss Warmwasserbereitung Sanitärobjekte (Friwa)
  3. Anschluss Wärmeverteilnetz / Fußbodenheizung
  4. Anschluss Fußbodenheizung Sporthalle
  5. Anschluss: Redundanz Lehrschwimmbecken
  6. Reserve

Die weitere notwendige Technik wie die Pufferspeicher und Ausdehnungsgefäße sind ebenfalls im Heizungsraum eingeplant. Das Befüllen der Heizung erfolgt über einen Festanschluss und wird automatisch gemäß Herstelleranforderungen über ein Modul aufbereitet. Die Wärme- erzeugungsanlage und die dazugehörigen Komponenten wie Heizkreispumpen, Temperaturfühler usw. sollen in die Gebäudeautomation eingebunden werden.

Im Anbau der Dreifeld-Sporthalle, dem 2. Bauabschnitt wird eine Fußbodenheizung installiert. Bei der weiteren Planung ist für den Bereich der Dreifeld-Sporthalle zu entscheiden ob ein punktelastischer oder ein flächenelastischer Sportboden ausgeführt wird. Dies ist maßgebend für das zu verwendende System der Fußbodenheizung und der ggfs. notwendigen Unterkonstruktion (Planung / Ausführung durch Sportbodenbauer) für die Fußbodenheizung. Im Bereich der Dusch-, Umkleide- und Nebenräume des 2. Bauabschnitts wird das sogenannte „Klettsystem“ verwendet. Durch das Gewerk Heizung werden Klettträgerplatten sowie die Rohrleitungen eingebracht. Die Dämmung bzw. Schüttung unterhalb der Trägerplatte muss bauseits (anderes Gewerk) erfolgen. Kann die Heizlast in einzelnen Räumen durch die Fußbodenheizung nicht vollständig gedeckt werden (Raumfläche zu klein), kommen Vertikalheizkörper als Zusatzheizleistung zum Einsatz, um eine vollständige Deckung und Beheizung zu gewährleisten. Es werden Systemtemperaturen von 40/35 °C für die Fußbodenheizung und eventuell notwendige Vertikalheizkörper der Berechnung zugrunde gelegt. Die Vor- und Rücklaufleitung vom Heizungsverteiler im Heizungsraum werden in der Abhangdecke bis zu den Fußbodenheizkreisverteilern verlegt. Aus diesem Installationsraum heraus werden die Fußbodenheizkreisverteiler von oben, Vandalismus geschützt, angeschlossen. Als Vandalismusschutz können die Heizkreisverteiler unter Putz montiert werden oder es können bauseitig Trockbauabkastungen vorgesehen werden. Die Versorgungsleitungen, bestehend aus dem Rohrmaterial Edelstahl, werden zu 100% gedämmt. In sichtbaren Bereichen werden die Leitungen mit Mineral- bzw. Steinwolle und einem PVC-Mantel, wenn zugelassen, versehen. Im Fußbodenaufbau werden die Leitungen mit Kompaktdämmhülsen gedämmt. Es wird eine Einzelraumregelung (zentral oder dezentral einstellbar) vorgesehen.

3.3 KG430 – Lufttechnische Anlagen

Das Lüftungsgerät für die Dusch-, Umkleide- und Nebenräume der Dreifeld-Sporthalle soll als Standgerät ausgeführt werden, welches auf dem Dach des Anbaus aufgestellt werden soll. Gemäß DIN 18032-1 wurden Volumenströme berechnet, die jedoch betrachtet nach den baulichen Gegebenheiten individuell und in Abstimmung mit dem Bauherrn angepasst wurden. Es wir eine ausreichende Lüftungsrate von min. 3,0 sichergestellt. In Summe wird ein Luftvolumenstrom von rund 10.200 m³/h benötigt. Dies ist vollkommen ausreichend zur Gewährleistung des Feuchteschutzes und Abführung der feuchten Raumluft, die bei der Nutzung der Duschen entsteht. Als Nach- bzw. Überströmöffnungen werden in den Dusch-, Umkleide- und Nebenräumen Türunterschnitte mit max. 1 cm Höhe ausgeführt. Alternativ können auch Lüftungsgitter in die Türen eingesetzt werden. Die Abluft- und Zuluft-Tellerventile werden alle als Deckeneinbaugeräte vorgesehen. Das Luftverteilungsnetz befindet sich zum großen Teil im abgehängten Deckenbereich und wird von dort aus an die Tellerventile geführt. Bei der Durchdringung brandschutztechnischer Bauteile werden, wenn notwendig, Brandschutzklappen eingeplant. Dies betrifft vor allem die einzelne Brandschutz- und Fluchtbereiche zu den Fluren. Die Luftleitungen werden als herkömmliche Wickelfalzrohre ausgeführt. An notwendigen Stellen werden Revisionsöffnungen zur Wartung, Inspektion und Reinigung vorgesehen. Der Kondensatanschluss könnte an das bereits geplante Schmutzwassernetz im Bereich der Duschräume erfolgen.

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Um die Aspekte der Nachhaltigkeit und des Klima- und Umweltschutzes zu berücksichtigen, wird eine CO - und feuchtegeführte Steuerung und Regelung dieser Anlage vorgesehen. Aus 2 energetischer und klimaschutztechnischer Sicht ist es besser, dass die Anlage nur in Betrieb geht, wenn diese auch benötigt wird, z.B. nach der Nutzung der Duschräume, also bei Erreichung einer bestimmten Raumfeuchte. Diese Art der Regelung reduziert die CO -Emissionen, da die Abluft nur 2 dann abgeführt wird, wenn es auch notwendig ist. Maßgebend für die einzusetzende Regelung ist hier die tatsächliche Nutzung der Dreifeldsporthalle (und der Duschen), sowie die Sportarten, die dort ausgeübt werden. Wird die Dreifeldsporthalle tatsächlich nur selten benutzen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Duschräume noch seltener benutzt werden, besonders wenn hauptsächlich Sportarten angeboten werden, die kaum bis gar nicht schweißtreibend sind.

Die Regelung des Lüftungsgeräts, die Luftvolumina und Temperaturfühler sollen in die Gebäudeautomation eingebunden werden.

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  1. Grob-Kostenschätzung HLS zur Konzepterstellung LPH2 (Stand: 02.09.2024)

Untenstehend die Zusammenfassung der Grob-Kostenschätzung HLS nach Bauabschnitten und Kostengruppen mit dem Stand vom 02.09.2024:

01 Demontagearbeiten 37.730,00 € 02 GeothermalResponseTest 21.060,00 € 03 Lehrschwimmbecken Oedeme (1.BA) 1.354.760,00 € 03.01. KG410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 158.105,00 € 03.02. KG420 - Wärmeversorgungsanlagen 247.375,00 € 03.03. KG430 - Lufttechnische Anlagen 312.085,00 € 03.04. KG550 - Technische Anlagen in Außenanlagen 637.195,00 € 03.05. KG740 - Fachplanung - - - € 04 Dreifeld-Sporthalle (2.BA) 1.620.580,00 € 04.01. KG410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 217.380,00 € 04.02. KG420 - Wärmeversorgungsanlagen 513.725,00 € 04.03. KG430 - Lufttechnische Anlagen 315.575,00 € 04.04. KG550 - Technische Anlagen in Außenanlagen 573.900,00 € 04.05. KG740 - Fachplanung - - - €

∑ Gesamt, netto3.034.130,00 €
MwSt. 19 %576.484,70 €
∑ Gesamt, brutto3.610.614,70 €
  1. Einsparpotentiale und mögliche Optimierungen

Für die Planung und Umsetzung einer Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdwärmesonden wurde im Rahmen der haustechnischen Voruntersuchungen ein (Geo-)ThermalResponseTest zur Feststellung der tatsächlichen Wärmeentzugsleistung am Standort durchgeführt.

Aus dem entsprechenden Dokumentationsbericht zur Durchführung von geothermischen Messungen vom 20.05.2025 geht nun als Ergebnis folgende Erdwärmesondenanlage als Empfehlung hervor:

Gesamtwärmebedarf: 135 kW spezifische Entzugsleistung: 21,70 W/m Gesamt-Erdwärmesondenlänge: 4.950 m Anzahl und Tiefe: 33 Stück mit Einheitstiefe von 150 m inkl. GRT-Erdwärmesonde (vorh. Testbohrung) Konfiguration der EWS: Rechteck-Anordnung, 3 x 11 Stück Abstand der EWS zueinander: ≥ min. 8 Meter (im Mittel) Strömungsverhältnisse in EWS: laminar (Reynoldszahl 1.875)

Das Ergebnis des GeothermalResponseTests zeigt nun die tatsächliche, erdseitige Entzugsleistung von 21,7 W/m. Die gemessene effektive Wärmeleitfähigkeit von 21,7 W/m (2,57 W/(m·K)) liegt im erwartbaren Bereich für sandige Formationen, allerdings deutlich unterhalb der im Vorfeld angenommenen Entzugsleistung von 50 W/m. Daraus ergibt sich eine deutliche Diskrepanz zur Vordimensionierung, da Standortbedingungen wie geringe Grundwasserbewegung oder die Homogenität der Bodenformation eine niedrigere Entzugsrate zur Folge haben. Daraus folgt, dass das Erdwärmesondenfeld nur für den Bauabschnitt „Lehrschwimmbecken“ doppelt so groß sein muss, als zuvor angenommen. Die Investitionskosten für die Sanierung des Lehrschwimmbeckens würden sich daher erheblich erhöhen. Das Ergebnis des GeothermalResponseTests ist schlechter ausgefallen als erwartet, weshalb die Empfehlung naheliegt die Anlagentechnik zu optimieren. Im

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Nachfolgenden werden einige denkbare Anlagenoptimierungen erläutert, die dazu beitragen sollen, die Investitionskosten zu reduzieren und dennoch eine nachhaltige Wärmeerzeugung zu gewährleisten.

Für die Grob-Kostenschätzung HLS und die Anlagenparameter ergibt sich daraus folgendes:

Lehrschwimmbecken (1.BA): Bei 135 kW wird eine Gesamtlänge der Erdwärmesonden von 4.950 m benötigt, was insgesamt 33 Erdwärmesonden à 150 m (inkl. der GRT-Erdwärmesonde sind.

Dreifeld-Sporthalle (2.BA): Bei 169 kW wird eine Gesamtlänge der Erdwärmesonden von ca. 6.200 m benötigt, was insgesamt ca. 42 Erdwärmesonden à 150 m (inkl. der GRT-Erdwärmesonde sind.

5.1 Anpassung der Grob-Kostenschätzung HLS (Stand 21.07.2025)

Untenstehend die Zusammenfassung der Grob-Kostenschätzung HLS nach Bauabschnitten und Kostengruppen mit dem Stand vom 21.07.2025, unter Berücksichtigung der Kostenanpassungen entsprechend des Ergebnisses vom GeothermalResponseTest:

01 Demontagearbeiten 37.730,00 € 02 GeothermalResponseTest 21.060,00 € 03 Lehrschwimmbecken Oedeme (1.BA) 1.533.195,00 € 03.01. KG410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 158.105,00 € 03.02. KG420 - Wärmeversorgungsanlagen 247.375,00 € 03.03. KG430 - Lufttechnische Anlagen 312.085,00 € 03.04. KG550 - Technische Anlagen in Außenanlagen 815.630,00 € 03.05. KG740 - Fachplanung - - - € 04 Dreifeld-Sporthalle (2.BA) 1.879.910,00 € 04.01. KG410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 217.380,00 € 04.02. KG420 - Wärmeversorgungsanlagen 513.725,00 € 04.03. KG430 - Lufttechnische Anlagen 315.575,00 € 04.04. KG550 - Technische Anlagen in Außenanlagen 833.230,00 € 04.05. KG740 - Fachplanung - - - €

∑ Gesamt, netto3.471.895,00 €
MwSt. 19 %659.660,05 €
∑ Gesamt, brutto4.131.555,05 €
Differenz, brutto zur Grob-Kostenschätzung 02.09.2024:+ 520.940,35 €

5.2 Ansatz zur Anlagenoptimierung (1):

Die Anlagenoptimierung (1) betrachtet die Möglichkeit die Gebäudeheizlast im Bereich des Lehrschwimmbeckens zu reduzieren, indem die Raumtemperaturen um 2 K herabgesetzt werden. Dabei werden jedoch nur Umkleide-, Dusch- und Nebenräume mit einer Raumtemperatur von über 20 °C berücksichtigt und eine Mindest-Raumtemperatur von 20 °C vorausgesetzt. Die Raumtemperatur der Schwimmhalle bleibt unverändert. In einer Heizlastberechnung wird immer der Wärmebedarf im ungünstigsten Fall (hier: Norm-Außentemperatur von -11,1 °C) betrachtet. Durch eine Reduzierung der Innentemperaturen werden die Wärmeverluste über Außenbauteile reduziert, da der Temperaturunterschied geringer wird.

Daraus folgt:

neue Heizlastberechnung n. DIN/TS 12831-1 1.BA 50 kW mit angepassten Raumtemperaturen 2.BA 90,2 kW

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→ Gesamt-Wärmebedarf (1.BA): 132 kW Einsparung: 3 kW → Gesamt-Wärmebedarf (2.BA): 165,2 kW Einsparung: 3,8 kW

Kostenansatz:
Unter Berücksichtigung der Grob-Kostenschätzung HLS vom 21.07.2025 und ausgehend von
Fixkosten in den Titel 01 + 02, sowie in den Kostengruppen 410, 430, 551, 559 und 740, könnte
durch die Anlagenoptimierung (1) ein Bruttobetrag in Höhe von 15.071 € im Lehrschwimmbecken
(1.BA) und in Höhe von 18.939 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

(1.BA) und in Höhe von 18.939 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

5.3 Ansatz zur Anlagenoptimierung (2):

Die Anlagenoptimierung (2) betrachtet die Möglichkeit die Warmwasserbereitung für die Duschanlagen über eine separate Luft-Wasser-Wärmepumpe zu realisieren. Das Erdwärmesondenfeld kann dann kleiner dimensioniert werden, da ein Wärmebedarf von ca. 23 kW im Lehrschwimmbecken (1.BA) entfällt. In der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) wäre es notwendig eine Kaskadenanlage (aus 2 Außeneinheiten) zu errichten, um den Wärmebedarf von ca. 75 kW zu decken. Bei dieser Anlagenoptimierung (2) fallen zusätzliche Kosten für die Aufstellung und Errichtung der Luft-Wasser-Wärmepumpenanlagen (KG421) an, die in der Grob-Kostenschätzung zu berücksichtigen sind. Für die Dreifeld-Sporthalle sind in der weiterführenden Haustechnikplanung geeignete Aufstellorte für die Luft-Wasser-Wärmepumpen (alternativ: Aufstellung von Brauchwasser-Wärmepumpen, Innenaufstellung) zu überprüfen.

Daraus folgt:

→ Gesamt-Wärmebedarf (1.BA): 112 kW Einsparung: 23 kW → Gesamt-Wärmebedarf (1.BA, Duschen): 23 kW → Gesamt-Wärmebedarf (2.BA): 94 kW Einsparung: 75 kW → Gesamt-Wärmebedarf (2.BA, Duschen): 75 kW

Kostenansatz:
Unter Berücksichtigung der Grob-Kostenschätzung HLS vom 21.07.2025 und ausgehend von
Fixkosten in den Titel 01 + 02, sowie in den Kostengruppen 410, 430, 551, 559 und 740, könnte
durch die Anlagenoptimierung (2) ein Bruttobetrag in Höhe von 168.921 € im Lehrschwimmbecken
(1.BA) und in Höhe von 630.161 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

5.4 Ansatz zur Anlagenoptimierung (3):

Die Anlagenoptimierung (3) betrachtet die Möglichkeit, dass die Auslegung der Wärmeerzeugungs- anlage im Lehrschwimmbecken und in der Dreifeld-Sporthalle über eine benutzerspezifisch definierte Gleichzeitigkeit erfolgt und der Wärmebedarf dementsprechend reduziert werden kann.

Lehrschwimmbecken (1.BA): Der Auslegung der Wärmepumpenanlage liegt eine Heizlast von 53 kW bei -11,1 °C zugrunde. Davon ausgehend, dass in der Heizperiode durchschnittlich eine Außentemperatur von 0°C bis -2°C zu erwarten ist, wurde eine Heizlast bei –2°C von ca. 40 kW berechnet. Der Wärmebedarf von 23 kW für die Warmwasserbereitung der Duschanlagen bleibt unverändert, da hier bereits eine Gleichzeitigkeit berücksichtigt wurde. Die Warmwasserbereitung erfolgt über Frischwasserstationen.

Gemäß Rückmeldung vom Bauherrn wird das Lehrschwimmbecken lediglich in den Sommerferien für eine Grundreinigung (u.Ä.) geschlossen. Der bisher, angesetzte Wärmebedarf von 59 kW zur Warmwasserbereitung für das Schwimmbadwasser ist für die Erstaufheizung bei Neubefüllung notwendig. Die Neubefüllung findet am Ende der Sommerferien statt vor Schulstart und dauert ca. 4 Tage. In dieser Zeit muss eine Wärmeleistung von 59 kW gewährleistet werden. Zum Wärmeerhalt des Schwimmbadwassers das Schuljahr über, wird lediglich eine Wärmeleistung von 24 kW benötigt. In den Sommerferien ist weder ein dauerhafter Wärmebedarf für die Raumheizung noch für die Warmwasserbereitung an den Duschanlagen vorhanden, weshalb die Bereitstellung der

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Wärmeleistung für die Erstaufheizung möglich ist. In der Anlagenplanung sind derzeit 3 Pufferspeicher berücksichtigt, die zusätzlich noch mit jeweils einem Elektro-Heizstab à 9,0 kW ausgestattet sind, d.h. dass eine Zusatzheizleistung von 27 kW zur Verfügung steht.

Im „Spitzenlastbetrieb“ gilt daher: 53 kW + 23 kW + 59 kW = 135 kW Als „Teillastbetrieb 1“ kann definiert werden: 53 kW + 23 kW + 24 kW = 100 kW Als „Teillastbetrieb 2“ kann definiert werden: 40 kW + 23 kW + 24 kW = 87 kW

Dreifeld-Sporthalle (2.BA): Der Auslegung der Wärmepumpenanlage liegt eine Heizlast von 94 kW bei -11,1 °C zugrunde. Davon ausgehend, dass in der Heizperiode durchschnittlich eine Außentemperatur von 0°C bis -2°C zu erwarten ist, wurde eine Heizlast bei –2°C von ca. 64 kW berechnet. Der Wärmebedarf von 75 kW für die Warmwasserbereitung der Duschanlagen bleibt unverändert, da hier bereits eine Gleichzeitigkeit berücksichtigt wurde. Die Warmwasserbereitung erfolgt über Frischwasserstationen. Durch die versetzte Nutzung können Leistungsreserven für die Raumbeheizung genutzt werden. Zum Beispiel: Der Sportunterricht findet zur selben Zeit statt, wie der Klassenunterricht. Zu dieser Zeit steht kein Warmwasserbedarf an, wodurch keine Wärmeleistung an den Frischwasserstationen benötigt wird, dadurch können die Pufferspeicher zur Raumbeheizung nachgeheizt werden. In der Anlagenplanung sind derzeit 3 Pufferspeicher berücksichtigt, die zusätzlich noch mit jeweils einem Elektro-Heizstab à 9,0 kW ausgestattet sind, d.h. dass eine Zusatzheizleistung von 27 kW zur Verfügung steht.

Im „Spitzenlastbetrieb“ gilt daher: 94 kW + 75 kW = 169 kW Als „Teillastbetrieb 1“ kann definiert werden: 65 kW + 75 kW = 140 kW

Kostenansatz:
Unter Berücksichtigung der Grob-Kostenschätzung HLS vom 21.07.2025 und ausgehend von
Fixkosten in den Titel 01 + 02, sowie in den Kostengruppen 410, 430, 551, 559 und 740, könnte
durch die Anlagenoptimierung (3) ein Bruttobetrag in Höhe von 114.073 € im Lehrschwimmbecken
(1.BA), im „Teillastbetrieb 1“ und in Höhe von 190.805 € im „Teillastbetrieb 2“ eingespart werden.
In der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) könnte ein Bruttobetrag in Höhe von 106.601 € eingespart
werden.

5.5 Ansatz zur Anlagenoptimierung (4):

Die Anlagenoptimierung (4) betrachtet die Möglichkeit, dass eine Kombination aus den zuvor genannten Anlagenoptimierungen (1) bis (3) gewählt wird, um die notwendige Größe des Erdwärmesondenfeldes und auch die Investitionskosten im Projekt zu reduzieren.

Lehrschwimmbecken (1.BA): Gewählt werden hier die Anlagenoptimierungen (1), (2) und der „Teillastbetrieb 1“ aus der Anlagenoptimierung (3). Daraus folgt:

neue Heizlastberechnung n. DIN/TS 12831-1 50 kW mit angepassten Raumtemperaturen Einsparung Wärmeleistung am Erdwärmesondenfeld: 3 kW

Warmwasserbereitung Duschanlagen erfolgt über Luft-Wasser-Wärmepumpe Einsparung Wärmeleistung am Erdwärmesondenfeld: 23 kW

nur der Wärmebedarf für die Deckung der Heizlast und zum Wärmeerhalt des Schwimm- badwassers wird berücksichtigt als neuer „Teillastbetrieb 1“ wird definiert: 50 kW + 24 kW = 74 kW

→ Gesamt-Einsparung Wärmeleistung am Erdwärmesondenfeld: 61 kW

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Dreifeld-Sporthalle (2.BA): Gewählt werden hier die Anlagenoptimierung (1) und der „Teillastbetrieb 1“ aus der Anlagenoptimierung (3). Daraus folgt:

neue Heizlastberechnung n. DIN/TS 12831-1 90,2 kW mit angepassten Raumtemperaturen Einsparung Wärmeleistung am Erdwärmesondenfeld: 3,8 kW

der mittlere Wärmebedarf für die Deckung der Heizlast wird berücksichtigt als neuer „Teillastbetrieb 1“ wird definiert: 65 kW + 75 kW = 140 kW

→ Gesamt-Einsparung Wärmeleistung am Erdwärmesondenfeld: 29 kW

Kostenansatz:
Unter Berücksichtigung der Grob-Kostenschätzung HLS vom 21.07.2025 und ausgehend von
Fixkosten in den Titel 01 + 02, sowie in den Kostengruppen 410, 430, 551, 559 und 740, könnte
durch die Anlagenoptimierung (4) ein Bruttobetrag in Höhe von 344.056 € im Lehrschwimmbecken
(1.BA) und in Höhe von 106.601 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

(1.BA) und in Höhe von 106.601 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

5.6 Ansatz zur Anlagenoptimierung (5):

Die Anlagenoptimierung (5) betrachtet die Möglichkeit, dass nur die Wärmeerzeugung im Lehrschwimmbecken (1.BA) über die Sole-Wasser-Wärmepumpe und das Erdwärmesondenfeld erfolgt. Die Dreifeld-Sporthalle kann perspektivisch gesehen an das geplante Fernwärmenetz der Avacon GmbH angeschlossen werden. So können die Vorteile der Geothermie zumindest für das Lehrschwimmbecken und die Warmwasserbereitung und den Wärmeerhalt des Schwimmbad- wassers genutzt werden.

→ Gesamt-Wärmebedarf (1.BA): 135 kW → Gesamt-Wärmebedarf (2.BA): 169 kW

→ Gesamt-Einsparung Wärmeleistung am Erdwärmesondenfeld: 169 kW

Kostenansatz:
Unter Berücksichtigung der Grob-Kostenschätzung HLS vom 21.07.2025 und ausgehend von
Fixkosten in den Titel 01 + 02, sowie in den Kostengruppen 410, 430, 551, 559 und 740, könnte
durch die Anlagenoptimierung (5) ein Bruttobetrag in Höhe von 0 € im Lehrschwimmbecken (1.BA)
und in Höhe von 971.968,20 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

und in Höhe von 971.968,20 € in der Dreifeld-Sporthalle (2.BA) eingespart werden.

Die Anlagenoptimierung (5) wurde durch den Bauherrn als weiterführende Planungsgrundlage gewählt und ist in den Planungsunterlagen und der Grob-Kostenschätzung zu berücksichtigen.

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  1. Grob-Kostenschätzung HLS zur Konzepterstellung LPH2 (Stand 13.03.2026)

Untenstehend die Zusammenfassung der Grob-Kostenschätzung HLS nach Bauabschnitten und Kostengruppen mit dem Stand vom 13.03.2026, unter Berücksichtigung der Kostenanpassungen entsprechend des Ergebnisses vom GeothermalResponseTest, sowie der gewählten Anlagen- optimierung (5) durch den Bauherrn. Es wurden folgende geänderte Planungsgrundlagen in der Grob-Kostenschätzung HLS berücksichtigt:

 Wärmeerzeugungsanlage im 1.BA: Sole-Wasser-Wärmepumpe mit 33 Erdwärmesonden  Wärmeerzeugungsanlage im 2.BA: Anschluss ans geplante Fernwärmenetz  Neuer Trinkwasser-Hausanschluss für den 1. und 2.BA dimensioniert

01 Demontagearbeiten 37.730,00 € 02 GeothermalResponseTest 21.060,00 € 03 Lehrschwimmbecken Oedeme (1.BA) 1.533.195,00 € 03.01. KG410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 158.105,00 € 03.02. KG420 - Wärmeversorgungsanlagen 247.375,00 € 03.03. KG430 - Lufttechnische Anlagen 312.085,00 € 03.04. KG550 - Technische Anlagen in Außenanlagen 815.630,00 € 03.05. KG740 - Fachplanung - - - € 04 Dreifeld-Sporthalle (2.BA) 1.063.130,00 € 04.01. KG410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 217.380,00 € 04.02. KG420 - Wärmeversorgungsanlagen 452.475,00 € 04.03. KG430 - Lufttechnische Anlagen 315.575,00 € 04.04. KG550 - Technische Anlagen in Außenanlagen 77.700,00 € 04.05. KG740 - Fachplanung - - - €

∑ Gesamt, netto2.655.115,00 €
MwSt. 19 %504.471,85 €
∑ Gesamt, brutto3.159.586,85 €
Differenz, brutto zur Grob-Kostenschätzung 02.09.2024:- 451.027,85 €
Differenz, brutto zur Grob-Kostenschätzung 21.07.2025:- 971.968,20 €

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