Anlage_ErlaeuterungBau_KKGB_KK4.0_überarbeitet_TIM_mit_Schule.pdf

Planungsleistungen für technische Gebäudeausrüstung beim Umbau einer Kinderklinik

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 19.10.2026, 14:13 (Europe/Berlin)

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BAUVORHABEN: KINDERKLINIK 4.0 BAUSTELLE: KNAPPSCHAFT KLINIKEN GELSENKIRCHEN-BUER GMBH BAUHERR: KNAPPSCHAFT KLINIKEN GELSENKIRCHEN-BUER GMBH DATUM: 21.08.2026

PLANUNGSVERFASSER TP 1:

FITTKAU + THIEKEN GMBH AUF´M DIEK 30 46282 DORSTEN

PLANUNGSVERFASSER TP 2–4: KNAPPSCHAFT KLINIKEN SOLUTION GMBH

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INHALTSVERZEICHNIS:

  1. Allgemeines 1.1. Allgemeine Projektbeschreibung 1.2. Grundlagen der Planung 1.3. Baukennwerte 1.4. Grundstück 1.5. Baustelleneinrichtung 1.6. Terminrahmen und Fördertermine

  2. Entwurf 2.1. Entwurfskonzept 2.2. Baurecht 2.3. Bauen im Bestand 2.4. Barrierefreiheit 2.5. Fassade 2.6. Außenanlagen 2.7. Planunterlagen

  3. Baukonstruktion 3.1. Konstruktion 3.2. Tragwerk 3.3. Bauphysik

  4. Innenausbau 4.1. Innenwände 4.2. Innentüren 4.3. Abhangdecken 4.4. Wandbeläge 4.5. Bodenbeläge 4.6. Inneneinrichtung

  5. Brandschutz 5.1. Brandschutzmaßnahmen 5.2. Brandmeldeanlage 5.3. Sprinkleranlage

  6. Haustechnik / TGA 6.1. Technischer Ausbau 6.2. Sanitärinstallation 6.3. Wärmeversorgungsanlagen 6.4. Lufttechnische Anlagen 6.5. Kälteanlagen 6.6. Elektrische Anlage 6.7. Einbruchmeldeanlage 6.8. Sonstige TGA 6.9. Gebäudeautomation 6.10. Sondereinrichtungen 6.11. Sonstige Fachplanung

  7. Zusammenfassung Klimaanpassungsmaßnahmen 7.1. Klimaanpassungsmaßnahmen Kostengruppe 300 7.2. Klimaanpassungsmaßnahmen Kostengruppe 400

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Thema Sachstand 1 Allgemeines

1.1 Allgemeine Auf dem Gelände der Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen Buer GmbH am Projektbeschreibung Schernerweg in Gelsenkirchen sollen in mehreren Teilmaßnahmen bauliche Anpassungen an die neuen Anforderungen zur Erweiterung der Kinderklinik umgesetzt werden.

Die Planung der Gesamtmaßnahme „Kinderklinik 4.0“ umfasst folgende Teil- maßnahmen:

  1. Zentrale Aufnahmeeinheit der Kinderklinik (ZAK)
  2. Erweiterung der Tagesklinik
  3. Steigerung der Patientenorientierung
  4. Spezialisierung Kinder-Kopf-Zentrum Ergänzend wird als funktional erforderliche Eigenmittel- beziehungsweise Er- gänzungsmaßnahme die Schule für Kranke mit der Klinikschule für Kinder und der Schule für Jugendpsychiatrie aus dem 1. Untergeschoss KJ1 in das Erdgeschoss KJ2 verlagert. Die Maßnahme schafft die Voraussetzung für den späteren vollständigen Freizug von KJ1 und damit für die Umsetzung des Teilprojektes 2. Der vorliegende Erläuterungsbericht berücksichtigt die fortgeschriebe- nen Architekturplanungen mit Planständen bis zum 20.08.2026 sowie den Projektsteuerungsplan mit Stand vom 20.08.2026. Die Architek- turplanung des Teilprojektes 1 wird durch die Fittkau + Thieken GmbH bearbeitet. Die Architekturplanung der Teilprojekte 2 bis 4 wird durch die Knappschaft Kliniken Solution GmbH bearbeitet. Die Aussagen zur Technischen Gebäudeausrüstung der Teilprojekte 2 bis 4 beschreiben, soweit die entsprechenden Fachplanungsleistun- gen noch nicht abschließend beauftragt und vorgelegt sind, den der- zeitigen planerischen Zielstand. Die abschließende Dimensionierung, Systemfestlegung und Kostenfortschreibung erfolgt durch die jeweils beauftragten Fachplaner. Gegenüber den mit dem Bewilligungsbescheid und dem baufachli- chen Prüfbericht zugrunde gelegten Antragsunterlagen ergeben sich in der fortgeschriebenen Planung räumliche und funktionale Anpas- sungen. Diese werden in einer gesonderten Änderungs- und Abgren- zungsmatrix mit Darstellung des bewilligten Standes, des aktuellen Planungsstandes, der Kostenwirkung, der Förderzuordnung und des jeweiligen Freigabestatus dokumentiert. Nicht geförderte Ergänzungs- und Eigenmittelmaßnahmen werden planerisch, kostenmäßig, verga- berechtlich und abrechnungstechnisch eindeutig von den geförderten Maßnahmen getrennt.

Die zu bearbeitenden Flächen befinden sich zum jetzigen Zeitpunkt in Nut- zung. Der Großteil der Umsetzung wird stattfinden als Bauen im Bestand und

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Thema Sachstand

unter Berücksichtigung des laufenden Krankenhausbetriebes.

Eine Vergrößerung des Gebäudebestandes ist insofern Teil der Planung, als dass im 2. und 3. OG des Gebäudes Kinderklinik offene Teil- und Dachflä- chenüberbaut werden. Auf dem Dach wird eine Lüftungszentrale zusätzlich errichtet.

Zudem wird im Erdgeschoss der Bereich der Notaufnahme für Kinder als ein- geschossiger Anbau an die vorhandene Zentrale Notaufnahme konzipiert.

Die haustechnischen Anlagen und der Brandschutz müssen an die neuen Nutzungen angepasst werden und werden durch die jeweiligen Fachplanun- gen untersucht und geplant.

1.2. Grundlagen der ▪ Bestandzeichnungen zu Architektur und Haustechnik Planung ▪ Planungsbesprechungen / Nutzerabstimmungen ▪ Vorgaben: Arbeitsschutz, Hygiene, Statik, Brandschutz ▪ Gesamtbrandschutzkonzept IB BSCon ▪ Fachplanung Haustechnik IB Potthoff

▪ Teilbewilligungsbescheid vom 28.11.2025 ▪ Änderungsbescheid Einzelförderung vom 19.05.2026 ▪ Baufachlicher Prüfbericht ▪ Leitfaden zum BAS-Anzeigeverfahren, Stand 01.01.2023 ▪ Projektsteuerungsplan, Stand 20.08.2026 ▪ Aktuelle Grundrisspläne mit Planstand, Index und Planstatus ▪ Raum- und Funktionsprogramm sowie dokumentierte Nutzerabstimmun- gen ▪ Fördermittel-/Eigenmittel-Abgrenzungsmatrix

1.3. Gebäudekennwerte Die Baukennwerte werden teilprojektbezogen nach DIN 277 ausgewiesen. Die derzeit in Bericht, Planunterlagen und Kostenunterlagen enthaltenen Flä- chen- und Rauminhaltsangaben sind vor Einreichung anhand einer einheitli- chen, fortgeschriebenen DIN-277-Berechnung abzugleichen. Die abschlie- ßend freigegebenen Werte werden anschließend je Teilprojekt mit Planstand und Förderzuordnung ergänzt.

1.4 Grundstück Schernerweg 4, Gelsenkirchen Flur 145, Flurstück 218, Gemarkung Buer Sowohl das Grundstück und als auch das Bestandsgebäude sind vollständig erschlossen.

1.5 Baustelleneinrichtung Durch die umfangreichen Außenanlagen am Gebäude können den verschie- denen Teilmaßnahmen in Abstimmung mit der technischen Leitung des Hau- ses Container- und Materialstellflächen bereitgestellt werden. Diese werden

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Thema Sachstand

mit Bauzäunen vor unerlaubtem Zugriff, Diebstahl und Vandalismus ge- schützt.

Wo möglich erfolgt der Materialtransport über zu errichtende Außenaufzüge oder Fassadenaufzüge.

Ebenso erhalten die Baustellenbereiche im Gebäude raumhohe provisori- sche Wandkonstruktionen und Bautüren mit Zutrittsbeschränkungsanlagen.

Alle Baustelleneinrichtungen werden regelhaft auf ihren ordnungsgemäßen Zustand überprüft.

Soweit WC-Anlagen des Hauses dem Baustellenbetrieb nicht zur Verfügung gestellt werden können, werden WC-Container vorgesehen.

Die Anlieferung der RLT- Geräte erfolgt in einzelnen Segmenten mittels LKW. Die Einbringung erfolgt für den Bereich der ZAK über vorhandene Ma- terialwege im Gebäude. Die einzelnen Segmente werden mit Hubwagen zu den vorgesehenen Auf- stellort gebracht. Aufstellflächen für LKW sind vorhanden. Die Baustellenlogistik wird für jeden Bauabschnitt gesondert festgelegt. Dies betrifft insbesondere die Einbringung der RLT-Anlagen für die ZAK, die Inten- sivstation sowie die Dach- und Erweiterungsbereiche KJ4 und KJ5. Die end- gültigen Transportwege, Kran- und Aufstellflächen, Dachöffnungen, Fassa- denöffnungen und Zwischenlagerflächen werden im Baustellenlogistikkon- zept mit dem Krankenhausbetrieb, der Technischen Leitung, der Arbeitssi- cherheit und den Fachplanern abgestimmt. Die Baustellenbereiche werden staubdicht und zugangskontrolliert vom Kran- kenhausbetrieb getrennt. Patienten-, Personal-, Material- und Entsorgungs- wege werden von den Baustellenwegen getrennt. Abschaltungen und Um- schlüsse von Medien, Eingriffe in Brandschutz- und Rettungswegsysteme so- wie lärmintensive oder erschütterungsintensive Arbeiten erfolgen ausschließ- lich nach abgestimmter Freigabe. Hygiene-, Infektionsschutz- und Reini- gungsmaßnahmen werden für jeden Bauabschnitt in einem gesonderten Maßnahmenplan festgelegt.

1.6 Terminrahmen und Die Umsetzung der Gesamtmaßnahme erfolgt abschnittsweise unter laufen- Fördertermine dem Krankenhausbetrieb. Gemäß dem Projektsteuerungsplan mit Stand vom 20.08.2026 ist der tatsächliche, dokumentierbare Baubeginn mit dem vorge- zogenen Ringschluss KJ4 für den 28.06.2027 vorgesehen. Die schriftliche Anzeige des Baubeginns gegenüber der Förderstelle ist für den 29.06.2027 vorgesehen. Damit wird die im Bewilligungsbescheid festgelegte Frist für den tatsächli- chen Baubeginn spätestens zum 01.07.2027 berücksichtigt. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme einschließlich Abnahmen, Dokumentation, Schluss- rechnungen und Abgrenzung der Förder- und Eigenmittelmaßnahmen ist spätestens bis zum 31.12.2030 vorgesehen. Terminabweichungen mit Auswirkungen auf die Förderfristen werden unver- züglich bewertet und gegenüber der Förderstelle angezeigt.

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ThemaSachstand
Die Planungs-, Nutzerfreigabe- und Vergabeschritte für die Schulmaßnahme
werden vor dem Freizug der KJ2-Flächen abgeschlossen. Gemäß Projekt-
steuerungsplan ist der bauliche Umbau der Klinikschule KJP und der Schule
für kranke Kinder vom 10.04.2028 bis 29.09.2028 vorgesehen. Ausstattung,
IT, Abnahmen und Inbetriebnahme der KJ2-Ersatzflächen sollen bis

15.12.2028 abgeschlossen sein; der Umzug der Schule aus KJ1 ist für den Zeitraum 02.04.2029 bis 06.04.2029 vorgesehen. Ein Schulcontainer wird le- diglich als optionale Interims- und Risikovorsorge betrachtet und ist nicht Be- standteil der derzeit beschriebenen Regelmaßnahme. 2. Entwurf

2.1. Entwurfskonzept TP1 Zentrale Aufnahmeeinheit der Kinderklinik (ZAK)

Um die räumliche Nähe der Zentralen Notaufnahme zur Eingangshalle und dem Hauptzugang des Krankenhauses effizient zu nutzen, soll die vorhan- dene ZNA um die Zentrale Aufnahmeeinheit der Kinderklinik erweitert wer- den, um die Patientenströme zukünftig effizient leiten zu können. Um die vorhandene Nutzung zu optimieren, sind hier mehrere Anpassungs- maßnahmen in Bestand und Neubau umzusetzen.

Zur organisatorischen Erweiterung der zentralen Notaufnahme um die Not- aufnahme für Kinder besteht die Notwendigkeit zur Schaffung zusätzlicher Flächenkapazitäten. Hierzu wird an zentraler Stelle der bestehenden Notauf- nahme im Bereich der Anmeldung ein eingeschossiger Anbau vorgesehen, in dem unter Einbeziehung von Flächen des Behandlungstraktes 6 neue Unter- suchungsräume geschaffen werden.

ZAK Neubau und Anbindungsbereich

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Thema Sachstand

Der neue Anbau im Erdgeschoss erfordert den Rückbau eines offenen Fluchttreppenhauses aus dem Untergeschoss. Zusätzlich angeordnet ist hier die Zuluftansaugung des innenliegenden Treppenhauses. Als Kompensation wird unterhalb des Neubaus eine offene Treppe vom Kellerausgang auf die Ebene des Innenhofes (Erdgeschoss) geplant. Die Zuluftansaugung wird er- setzt durch die technische Ertüchtigung der Außentür des Treppenhauses.

Zur besseren Auslastung und Verteilung der vorhandenen Aufzüge wird ein weiterer Bestandsaufzug mit einem zweiten Zugang versehen (Durchlader). Der Eingangsbereich erhält einen geeigneten baulichen Witterungsschutz.

Aufgrund des zu erwartenden erhöhten Patientenaufkommens wird zusätzli- cher Warteraum geschaffen. Die vorhandene Wartezone wird angepasst an die neue Verbindung zum An- bau der Zentralen Aufnahmeeinheit für Kinder.

Es entstehen folgende Räume:

▪ 6 Untersuchungszimmer ▪ 2 Teeküchen ▪ 1 Lagerraum ▪ 1 Warteraum

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Thema Sachstand

▪ Erschließungsflächen

Bestand: Bruttogeschossfläche = 263,09 m² Bruttorauminhalt BRI = 951,07 m³

Neubau: Bruttogeschossfläche = 164,96 m² Bruttorauminhalt BRI = 742,32 m³

ZNA & POCT- Labor

Der Anmeldebereich wird neu strukturiert, sodass ein zentraler Pflegestütz- punkt inkl. Lager und Räumlichkeiten zur Ersteinschätzung und eines separa- ten Wartebereiches Ersteinschätzung entsteht.

Die vorhandene Wartezone wird angepasst an die neue Verbindung zum An- bau der Zentralen Aufnahmeeinheit für Kinder.

Ebenfalls eingerichtet wird ein POCT-Labor, in dem ortsnah innerhalb der Notaufnahme erste Blutanalysen durchgeführt werden können.

Bruttogeschossfläche = 202,35 m² Bruttorauminhalt BRI = 731,50 m³

Es entstehen folgende Räume:

▪ Pflegestützpunkt

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Thema Sachstand

▪ 1 Lager ▪ 1 Ersteinschätzung ▪ 1 Wartezone Ersteinschätzung ▪ 2 Wartezonen für die ZNA/ZAK ▪ 1 POCT-Labor ▪ Erschließungsflächen

ZAK - Eingangshalle

Der Zentralen Notaufnahme und Notaufnahme für Kinder vorgelagert sind die Eingangshalle, Anmelderplätze mit Ersteinschätzung, ein Wartebereich Pädi- atrie, Aufnahmeplätze, Büros, Personalumkleiden und die öffentlichen WC- Anlagen, welche ebenfalls an die neuen Anforderungen der Erweiterung der Kinderklinik in diesem Bereich angepasst werden müssen, um die zusätzli- chen Patientenströme sinnvoll zu organisieren und zu leiten.

Die WC-Anlagen erhalten zusätzliche kindgerechte WC-Zellen mit Wickel- tisch, sowie jeweils eine rollstuhlgerechte WC-Kabine. Hierzu wird die Fläche der WC-Anlagen in die Fläche der Eingangshalle erweitert. Die vorhandene Informationstheke der Eingangshalle ist im Bestand zu ge- ring bemessen und soll hinsichtlich des zusätzlichen Bedarfes zentraler und großzügiger angeordnet werden.

Bruttogeschossfläche = 598,01 m² Bruttorauminhalt BRI = 2.161,81 m³ Es entstehen folgende Räume:

▪ WC-Anlagen mit behinderten- und kindgerechten Kabinen

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Thema Sachstand

▪ 3 Anmeldeplätze mit Ersteinschätzung ▪ 2 Aufnahmeplätze ▪ Informationsbereich ▪ 2 Büros ▪ 1 Medikamentenanamnese ▪ 1 Wartezone Pädiatrie ▪ Umkleidebereiche Personal ▪ Erschließungsflächen

TP 2 – Erweiterung der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik

Die Erweiterung der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik dient dem Ausbau der vorhandenen 24 auf insgesamt 35 teilstationäre Plätze. Die Ta- gesklinik wird für drei altersbezogene Patientengruppen – Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren, Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren sowie Jugendliche im Al- ter von 12 bis 18 Jahren – gegliedert. Abweichend von der den bisherigen Förderunterlagen zugrunde liegenden Verortung im Erdgeschoss des Gebäudeteils KJ2 sieht die fortgeschriebene Planung die Unterbringung der Tagesklinik im 1. Untergeschoss des Gebäu- deteils KJ1 vor. Hierzu werden die vorhandenen Flächen der ZAK und der Klinikschule freigezogen und für die neue Nutzung umgebaut. Die Räume werden teilweise entkernt und durch eine neue Grundrissorganisation an das Raum- und Funktionsprogramm der Tagesklinik angepasst.

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Thema Sachstand

Die Standortverlagerung von KJ2 nach KJ1 wird in der Änderungsanzeige mit Darstellung der funktionalen Gleichwertigkeit, der Flächen- und Kostenent- wicklung sowie der Fördermittelzuordnung dokumentiert. Die infolge des Frei- zugs erforderlichen Maßnahmen für Klinikschule, Schulpsychiatrie und elek- tive Ambulanz in KJ2 werden, soweit sie nicht Bestandteil der bewilligten För- dermaßnahme sind, als gesonderte Eigenmittel- beziehungsweise Ergän- zungsmaßnahmen geplant, ausgeschrieben und abgerechnet.

Bruttogeschossfläche des TP-2-Bearbeitungsbereiches in KJ1 = nach fortge- schriebener DIN-277-Berechnung zu ergänzen Bruttorauminhalt BRI des TP-2-Bearbeitungsbereiches in KJ1 = nach fortge- schriebener DIN-277-Berechnung zu ergänzen Die BGF- und BRI-Angaben für TP 2 sind vor Einreichung anhand der fortge- schriebenen DIN-277-Berechnung des tatsächlichen Bearbeitungsbereiches in KJ1 zu ergänzen.

Es entstehen folgende Räume:

▪ 3 Gruppen- beziehungsweise Gruppentherapieräume ▪ 2 Wohn- und Essbereiche mit Küche ▪ 5 Therapieräume ▪ 2 Bewegungsräume ▪ Räume für Stationsleitung, Sozialdienst und Personal ▪ EDV- beziehungsweise Serverräume ▪ Lager-, Sanitär-, Technik- und Nebenräume

  1. Steigerung der Patientenorientierung

Im 2. Obergeschoss des Gebäudeteils Kinderklinik (KJ4) befindet sich eine überdachte Spielfläche, die bisher als offene Loggia genutzt wird. Im Zuge der Gewinnung von Flächen-Ressourcen wird diese offene Fläche durch Schließen der Fassaden dem umschlossenen Raum zugeschlagen.

Die vorhandene Flurzone der beiden angrenzenden Gebäudeteile wird wie in den anderen Etagen zu einem Ring geschlossen, um beide notwendigen Fluchtrichtungen bedienen zu können. Hier werden die bisherigen Außentü- ren durch Flurtüren mit Brandschutzanforderung ersetzt. Ein Anschluss der Flurzone an die Außenfassade zur Entrauchung wird gewährleistet.

In diesem Bereich wird eine verdrängte Chefarztgruppe aus dem Erdge- schoss eingerichtet. Die aktuell vorliegende Grundrissplanung weist vier Pati- enteneinzelzimmer, vier Begleitpersonenzimmer sowie zugeordnete Nasszel- len aus. Die endgültige Zuordnung ist mit dem bewilligten Raumprogramm und der Nutzerplanung abzustimmen; sofern acht Patienteneinzelzimmer vorgesehen bleiben, sind die Raumbezeichnungen im Plan entsprechend zu korrigieren.

Die bisherige innenliegende Spielfläche wir zugunsten des Flures verkleinert. Es entstehen folgende Räume:

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Thema Sachstand

▪ Chefarztgruppe des ärztlichen Direktors mit Untersuchungsräumen ▪ 4 Patienteneinzelzimmer und 4 Begleitpersonenzimmer mit zugeord- neten Nasszellen – abschließend zu bestätigen ▪ Nebenräume

Die vorhandenen 4-Bett-Zimmer der Station (KJ4) werden baulich umgewan- delt in 2-Bett-Zimmer mit Tandembädern. Das vorhandene Stationsbad ist im Bestand zu großzügig bemessen und kann zugunsten einer notwendigen Flur-Entrauchung verkleinert werden. Die gleiche Vorgehensweise ist vorgesehen auf der gegenüberliegenden Flur- seite durch Verkleinerung des Büros der Psychologie.

Es entstehen folgende Räume: ▪ 4 Zweibettzimmer mit Nasszellen ▪ 1 Stationsbad

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Thema Sachstand

Bestand: Bruttogrundfläche des Bearbeitungsbereiches gemäß aktuellem Planstand = 469,44 m² Bruttorauminhalt BRI = nach fortgeschriebener DIN-277-Berechnung zu er- gänzen

Aufgrund der geänderten und erweiterten Anforderungen an die Kinderklinik muss die Abteilung der Endoskopie im 3. Obergeschoss des Gebäudeteils Kinderklinik (KJ5) räumlich erweitert und angepasst werden. Zur Erschließung der Station können die vorhandenen Aufzugskerne und Treppenhäuser genutzt werden. Im Bereich der vorhandenen Dachfläche über dem 2. Obergeschoss ist eine Überbauung vorgesehen. Hier entsteht ein Aufwachraum für 6 Bettenplätze und der dadurch verdrängte Personal-Aufenthaltsraum. Die bisherige Außen- wand wird hierzu statisch abgefangen.

Die im 3. Obergeschoss vorhandene Chefarztgruppe kann in den nicht mehr benötigten Aufwachraum ausweichen zugunsten eines optimierten Stations- stützpunktes mit Anmeldung. Der durch den Anbau nach Umsetzung innenliegende Flur erhält zur Entrau- chung einen Stich an die Außenfassade. Es entstehen folgende Räume:

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Thema Sachstand

▪ Endoskopische Untersuchungs- und Behandlungsräume ▪ Aufwachraum mit 6 Bettenplätzen ▪ Gesonderter Überwachungs- beziehungsweise Beobachtungsbe- reich ▪ Separate Anmeldung und Stations- beziehungsweise Funktionsstütz- punkt ▪ Chefarzt- und Sekretariatsräume sowie Personalaufenthaltsraum ▪ Lager-, Entsorgungs-, Umkleide- und sonstige Nebenräume ▪ Die Patienten-, Personal- und Materialwege sowie die Zuordnung von Anmeldung, Aufwachbereich, Überwachung und Stützpunkt wer- den in der weiteren Planung funktional und hygienisch abgestimmt.

Bestand: Bruttogeschossfläche = 495,30 m² Kommentiert [SM1]: Bruttorauminhalt BRI = 1.832,60 m³

Neubau: Bruttogeschossfläche = 108,70 m² Bruttorauminhalt BRI = 466,30 m³ Die BGF- und BRI-Angaben sind mit der aktuellen KJ5-Planung und der fort- geschriebenen DIN-277-Berechnung abzugleichen.

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Thema Sachstand

  1. Spezialisierung Kinder-Kopf-Zentrum

Im 1. Obergeschoss des Gebäudeteils KJ3 werden die vorhandenen Büro- und Therapieräume für die Pädiatrische Neurochirurgie und die Hals-Nasen- Ohren-Heilkunde umgebaut. Vorgesehen sind insbesondere Räume für Chef- arzt, Sekretariat, leitenden Oberarzt, weitere Oberarzt- und Funktionsober- arztarbeitsplätze, die Anmeldung beziehungsweise den MFA-Bereich sowie Untersuchungsräume für HNO und Sonografie. Ergänzend werden ein So- zial- beziehungsweise Teebereich, Lagerflächen und die erforderlichen Ne- benräume vorgesehen.

Zur brandschutztechnischen Entrauchung des Flures wird eine Flurtür ent- fernt, um Anschluss an die vorhandene Außenfassade zu erhalten.

Es erfolgt der Anschluss an die vorhandene Infrastruktur der benachbarten Stationen.

Bruttogeschossfläche = 295,00 m² Bruttorauminhalt BRI = 1.063,00 m³ Kommentiert [SM2]: Prüfen durch TIM-Team

Es entstehen folgende Räume: ▪ Chefarztzimmer und Sekretariat ▪ Leitender Oberarzt, Oberarzt und Funktionsoberarzt ▪ Anmeldung beziehungsweise MFA-Bereich sowie Untersuchungs- räume HNO und Sonografie ▪ Sozial-/Teebereich, Lager und weitere Nebenräume Die Zuordnung der Pädiatrischen Neurochirurgie und der HNO-Nutzung zum Gebäudeteil KJ3 stellt gegenüber der bisherigen Funktions- und Flächenzu- ordnung eine planerische Fortschreibung dar. Die Änderung wird in der För- dermittel- und Änderungsmatrix einschließlich ihrer Kosten- und Flächenwir- kung dokumentiert.

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Thema Sachstand

Im 1. Obergeschoss des Hauptgebäudes befindet sich die jetzige Intensivsta- tion des Krankenhauses. Um eine strukturelle und organisatorische Verbes- serung zu erzielen, soll die Intensivstation für Kinder im Rahmen der Optimie- rung der Kinderklinik in das darüber liegende 2. Obergeschoss im Hauptge- bäude umziehen.

Hier stehen nach Freizug die Räume der ehemaligen Weaning-Abteilung zur Verfügung. Es werden die in den bisherigen Patientenzimmern benötigten Nasszellen zurückgebaut, um ausreichende Raumgrößen für die Intensivnut- zung zu erreichen. Ebenso wird der AR unrein an einen zentralen Punkt der neuen Nutzung verschoben. Ein Patientenzimmer erhält eine Schleuse zur Isolierung von infektiösen Pati- enten. Zudem werden ein Raum für Angehörigen Gespräche, 2 Lager und ein Stationsarztbüro umgesetzt.

Eine vorhandene Treppenhaus-Verbindung zwischen den beiden Abteilun- gen der Intensivstation kann genutzt werden, ebenso wie die bereits vorgela- gerten Umkleideräume.

Bruttogeschossfläche = 481,00 m² Kommentiert [SM3]: Prüfen durch TIM-Team Bruttorauminhalt BRI = 2.087,00 m³

Es entstehen folgende Räume: ▪ 6 Kinder-Intensivzimmer, davon eines mit Schleuse ▪ 1 Arbeitsraum unrein ▪ 2 Lagerräume ▪ 1 Behandlungsraum ▪ 1 Gesprächsraum mit Backoffice ▪ Stützpunkt mit Arbeitsraum rein ▪ Nebenräume

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Thema Sachstand

ZU KLÄREN: Die bewilligte Vorplanung enthält zusätzlich zwei Eltern-Begleit- zimmer mit Nasszellen sowie eine Wartezone. Diese Räume sind im aktuel- len ITS-Plan nicht eindeutig nachgewiesen. Vor Abschluss des Berichtes sind entweder die Räume im Plan zu ergänzen oder Ersatzstandort, funktionale Gleichwertigkeit und Freigabe der zuständigen Stelle mit Datum und Proto- kollverweis zu dokumentieren.

2.1 Ergänzungsmaßnahme Verlagerung der Schule für Kranke / Klinikschule nach KJ2 Schule für Kranke Die im 1. Untergeschoss des Gebäudeteils KJ1 vorhandenen Schulflächen werden in das Erdgeschoss des Gebäudeteils KJ2 verlagert. Die Verlagerung umfasst sowohl die Klinikschule für Kinder als auch die Schule für Jugend- psychiatrie. Beide Bereiche werden innerhalb einer zusammenhängenden Schulfläche funktional gegliedert und erhalten gemeinsam nutzbare Erschlie- ßungs-, Sanitär-, Personal- und Nebenflächen. Der Umbau ist eine unmittel- bare Voraussetzung für den vollständigen Freizug von KJ1 und damit für die anschließende Herstellung der kinder- und jugendpsychiatrischen Tagesklinik im Rahmen von TP 2. Die Maßnahme wird gegenüber den vier geförderten Teilprojekten als geson- derte Eigenmittel- beziehungsweise Ergänzungsmaßnahme geführt. Pla- nung, Kosten, Vergabe, Ausführung und Abrechnung sind eindeutig von den

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ThemaSachstand
geförderten Leistungen abzugrenzen. Die abschließende förderrechtliche Zu-
ordnung und eine etwaige Anerkennung von Folgekosten bleiben der Abstim-
mung des Krankenhausträgers mit der Förderstelle vorbehalten.
Raum- und Funktionsprogramm
Gemäß der vorliegenden Entwurfsplanung werden fünf Unterrichtsräume un-
terschiedlicher Größe vorgesehen. Ergänzt werden diese durch Rektorat be-
ziehungsweise Schulleitung, Sekretariat, Lehrerzimmer, einen EDV- bezie
hungsweise Serverraum, Lagerflächen sowie die erforderlichen Personal-
und Besucher-WC-Anlagen einschließlich barrierefreier WC- und Wickelmög-
lichkeit. Die vorhandenen Erschließungsflächen und Treppenräume werde
in die neue Organisation eingebunden. Die genaue Belegung, Möblierung
und maximale Personenzahl je Raum sind vor Abschluss der Entwurfspla-
nung mit Schule, Krankenhausträger, Arbeitsschutz und Brandschutzplanung
verbindlich festzulegen.
Planungskennwerte gemäß aktuellem KJ2-Grundriss:
Bruttogeschossfläche des Bearbeitungsbereiches KJ2 = 571,00 m²
Bruttorauminhalt BRI = 2.090,00 m³
Die Kennwerte sind vor Einreichung anhand einer fortgeschriebenen DIN-
277-Berechnung und der eindeutigen Abgrenzung zu den benachbarten Am-
bulanz- und Büroflächen abschließend zu bestätigen.

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Thema Sachstand

Bauliche Maßnahmen Die vorhandenen KJ2-Flächen werden abschnittsweise entkernt und neu ge- gliedert. Nichttragende Trennwände, Türanlagen, abgehängte Decken und nicht weiter nutzbare Ausbauoberflächen werden selektiv zurückgebaut. Für Unterrichts-, Verwaltungs-, Personal- und Nebenräume werden neue Trenn- wandkonstruktionen und Türen entsprechend den Anforderungen an Schall- schutz, Brandschutz, Robustheit und Nutzungsflexibilität hergestellt. Beste- hende tragende Bauteile, Fassaden, Fenster und Erschließungskerne blei- ben grundsätzlich erhalten; notwendige Eingriffe werden mit Tragwerks- und Bestandsplanung abgestimmt. Wand-, Decken- und Bodenoberflächen werden auf die schulische Nutzung, die intensive Beanspruchung und die Reinigungsanforderungen im Kranken-

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ThemaSachstand
hausumfeld abgestimmt. In den Unterrichts- und Besprechungsräumen wer
den raumakustisch wirksame Maßnahmen vorgesehen. Die Auslegung er-
folgt nutzungsbezogen unter Berücksichtigung der Anforderungen an Sprac
verständlichkeit und der DIN 18041. Vorhandene Sonnenschutzanlagen we
den geprüft und, soweit erforderlich, angepasst oder ergänzt.
Die Schulflächen werden schwellenlos erschlossen. Türbreiten, Bewegungs
flächen, Bedienhöhen, Orientierung und Beschilderung sowie die barriere-
freie WC-Anlage werden in der weiteren Planung nachgewiesen. Die Anfor-
derungen von Schülerinnen und Schülern mit körperlichen, sensorischen
oder kognitiven Einschränkungen werden in der Nutzerabstimmung berück-
sichtigt.
Brandschutz und Sicherheit
Die neue Nutzung und die zugehörigen Personenbelegungen werden in das
fortgeschriebene Brandschutzkonzept aufgenommen. Rettungswege, Brand
und Rauchabschnittsbildung, erforderliche Türqualitäten, Abschottungen, Si
cherheitsbeleuchtung, Rettungswegkennzeichnung sowie die Anpassung d
Brandmelde- und gegebenenfalls Alarmierungsanlagen werden durch die
Fachplanungen festgelegt. Der EDV- beziehungsweise Serverraum wird hin

sichtlich Brandlast, Detektion, Abschottung, Zutrittsbeschränkung und be- trieblicher IT-Sicherheitsanforderungen gesondert bewertet. Technische Gebäudeausrüstung Die vorhandenen Anlagen der Wärmeversorgung, Lüftung, Sanitärtechnik, Elektrotechnik, Beleuchtung, Sicherheitsstromversorgung, Brandmeldung, Daten- und Kommunikationstechnik werden aufgenommen und auf Eignung, Kapazität und Weiterverwendbarkeit geprüft. Die derzeitige Kostenschätzung basiert mangels abgeschlossener TGA-Fachplanung auf Flächenkennwerten und nutzungsspezifischen Annahmen. Dimensionierung, Leitungsführung, Anschlusswerte, Anlagenreserven und technische Standards sind durch die beauftragten Fachplaner fortzuschreiben. Für die Unterrichtsräume ist der Außenluftbedarf anhand der tatsächlichen Belegung und der schulischen Nutzung zu ermitteln. Bestehende Lüftungs- und Heizflächen werden entsprechend angepasst; die Notwendigkeit zusätz- licher mechanischer Be- und Entlüftung ist durch die TGA-Fachplanung zu prüfen. Eine allgemeine Kühlung der Schulräume ist derzeit nicht vorausge- setzt. Für den EDV- beziehungsweise Serverraum sind dagegen die dauer- haft anfallenden Wärmelasten, ein gegebenenfalls erforderlicher 24/7-Kühl- betrieb, Kondensatableitung, Überwachung und Redundanzanforderungen mit der IT-Abteilung und dem TGA-Planer gesondert festzulegen. Die Elektro- und IT-Installation wird an die Unterrichts-, Verwaltungs- und Mediennutzung angepasst. Vorgesehen sind eine bedarfsgerechte LED-Be- leuchtung, ausreichende allgemeine Steckdosen- und Arbeitsplatzan- schlüsse, Datenanschlüsse, WLAN-Versorgung sowie Anschlüsse für inter- aktive Unterrichts- und Präsentationstechnik. Art, Anzahl und Lage der An- schlüsse werden erst auf Grundlage der abgestimmten Möblierungs- und Me- dienplanung endgültig festgelegt. Für den EDV- beziehungsweise Server- raum sind eine gesicherte Strom- und Datenversorgung, Potentialausgleich, Überspannungsschutz, Zutrittsregelung und technische Überwachung zu prü- fen. Ausstattung und Kostenabgrenzung

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ThemaSachstand
Die lose Schul- und Unterrichtsausstattung ist nicht Bestandteil der vorliege
den baulichen Kostenschätzung. Dies betrifft insbesondere Tische, Stühle,
Schränke, Tafeln beziehungsweise interaktive Displays, mobile IT- und Med
entechnik, Unterrichtsmittel, Kopier- und Bürogeräte sowie sonstige bewegli
che Ausstattung. Der Krankenhausträger legt gemeinsam mit der Schule fes
welche Bestandsausstattung mit umzieht, weiterverwendet oder neu be-

schafft wird. In den Baukosten werden nur fest mit dem Gebäude verbun- dene Einbauten sowie die hierfür ausdrücklich vorgesehenen technischen Anschlüsse berücksichtigt. Die Ausstattungskosten sind separat zu ermitteln, zu finanzieren und abzurechnen.

2.2 Baurecht Die Genehmigungsstrategie wird teilprojektbezogen mit der Bauaufsicht und dem Brandschutzfachplaner abgestimmt. Für die genehmigungspflichtigen Nutzungsänderungen, Anbauten, Dachüberbauungen und brandschutztech- nischen Eingriffe werden die erforderlichen Bauanträge beziehungsweise Än- derungsanträge einschließlich der fortgeschriebenen Brandschutznachweise eingereicht.

2.3 Bauen im Bestand Im Erdgeschoss wird der Bereich der Notaufnahme für Kinder als einge- schossiger Anbau an die vorhandene Zentrale Notaufnahme konzipiert.

Die Anbindungen dieser Baukörper-Erweiterungen an die Bestandsnutzun- gen sind Teil der Planung.

Die weiteren Teilmaßnahmen finden als Umbauten im Bestand statt. Sämtli- che Maßnahmen werden unter Aufrechterhaltung des Krankenhausbetriebes umgesetzt. Für jeden Bauabschnitt werden die erforderlichen Interims-, Schutz- und Logistikmaßnahmen vor Ausführungsbeginn abgestimmt. Hierzu gehören insbesondere staub- und luftdichte Baustellenabtrennungen, kontrol- lierte Baustellenzugänge, die Sicherstellung der Rettungs- und Angriffswege, die Aufrechterhaltung der technischen und medizinischen Versorgung sowie die Trennung von Patienten-, Personal-, Baustellen-, Material- und Entsor- gungswegen.

Arbeiten mit Auswirkungen auf Hygiene, Lärm, Erschütterungen, Brand- schutz, Medienversorgung oder angrenzende medizinische Nutzungen wer- den mit der Technischen Leitung, der Krankenhaushygiene, dem Arbeits- schutz und den betroffenen Nutzern abgestimmt. Abschaltungen und Um- schlüsse erfolgen nur auf Grundlage schriftlich freigegebener Ablauf- und Ausfallkonzepte.

Für die Schulmaßnahme werden die KJ2-Flächen erst nach dem vorgesehe- nen Freizug der dortigen Nutzungen umgebaut. Die Arbeiten sind staub- und lärmdicht von den angrenzenden Klinik-, Ambulanz- und Verkehrsflächen ab- zutrennen. Abschaltungen und Umschlüsse der TGA sowie Eingriffe in Ret- tungswege erfolgen abschnittsweise und nur nach Freigabe durch Kranken- hausbetrieb, Technik, Hygiene und Brandschutz. Die Schulflächen müssen vor dem Umzug vollständig geprüft, gereinigt, technisch in Betrieb genom- men und nutzerseitig freigegeben sein.

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2.4 Barrierefreiheit Die öffentlich zugänglichen Bereiche werden unter Beachtung der bauord- nungsrechtlichen Anforderungen und der für öffentlich zugängliche Gebäude anwendbaren DIN 18040-1 barrierefrei geplant. Abweichungen aufgrund des Bestandes werden einzeln bewertet, begründet und mit der zuständigen Stelle abgestimmt.

Für die Schule werden insbesondere schwellenlose Erreichbarkeit, ausrei- chende Tür- und Bewegungsflächen, barrierefreie Sanitärnutzung sowie eine verständliche Orientierung und Beschilderung berücksichtigt. Die konkreten Anforderungen der Schülerinnen und Schüler werden mit der Schule und dem Krankenhausträger abgestimmt.

2.5 Fassade / Dach Die bestehenden Fassaden bleiben außerhalb der unmittelbar durch die Maßnahmen betroffenen Bereiche grundsätzlich erhalten. Im Bereich der ZAK sowie der Fassaden- und Dachschließungen KJ4 und KJ5 werden neue Fassaden-, Fenster-, Dach- und Anschlusskonstruktionen hergestellt bezie- hungsweise Bestandskonstruktionen angepasst.

Die Bereiche der Anbauten und Bauteilergänzungen erhalten Fassadenflä- chen, die dem Gesamtgestaltungskonzept des Krankenhauses angepasst sind. Diese bestehen aus hellen Putzflächen als Wärmedämm-Verbundsys- tem mit Fensterbändern. Die neuen Aluminiumfenster werden wie im Be- stand durch farbige Paneele getrennt, die eine flexible Raumaufteilung im In- neren ermöglichen.

2.6 Außenanlagen Die Außenanlagen vor dem Umbaubereich bleiben planerisch unberührt. Sollten Beeinträchtigungen durch den Baustellenbetrieb entstehen, werden diese nach Abschluss der Arbeiten in den ursprünglichen Zustand zurückver- setzt.

2.7 Planunterlagen Die zeichnerische Darstellung des Planungsstandes ist den nachfolgend auf- geführten Planunterlagen zu entnehmen. Für jeden Plan sind Planbezeich- nung, Plannummer, Index, Datum, Planungsphase und Förderstatus in der Anlagenliste eindeutig auszuweisen: ▪ KJ1 / 1. Untergeschoss: 260729_KKGB_EP_20_GR_KJ_01_-1_007 ▪ KJ2 / Erdgeschoss: 260729_KKGB_EP_20_GR_KJ_02_00_005 ▪ KJ3 / 1. Obergeschoss: 260820_KKGB_EP_20_GR_KJ_03_01_005.2 ▪ KJ4 / 2. Obergeschoss: 260629_KKGB_2.OG_KJ4_Überarbeitet ▪ KJ5 / 3. Obergeschoss: 260814_KKGB_EP_20_GR_KJ_05_03_001 ▪ ITS / 2. Obergeschoss: 260820_KKGB_EP_20_GR_ITS_02_004.1 ▪ Der Planstatus der KJ4- und KJ5-Unterlagen ist mit der ausgewiesenen Entwurfsplanungsphase abzugleichen.

3 Baukonstruktion

3.1 Konstruktion Der eingeschossige Erweiterungsbau der ZAK wird entsprechend der stati- schen und bauphysikalischen Planung in Massivbauweise ausgeführt. Die Dach- und Fassadenergänzungen in KJ4 und KJ5 werden als gewichtsopti-

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Thema Sachstand

mierte Konstruktionen, voraussichtlich in Stahl- beziehungsweise Leichtbau- weise, geplant. Die endgültige Bauweise wird durch die Tragwerksplanung festgelegt.

Der Ausbau der Nutzungseinheiten erfolgt in Leichtbauweise im üblichen Ausbaustandard des Krankenhauses.

3.2 Tragwerk Für die Neubaubereiche und sämtliche Eingriffe in den Bestand werden unter Berücksichtigung der Anschlüsse an das Bestandsgebäude und den vorhan- denen Untergrund statische Nachweise erstellt und geprüft.

In den Neubaubereichen, in denen eine Dachbegrünung vorgesehen ist, wer- den die statischen Erfordernisse der zusätzlichen Lasten bereits in der Pla- nung berücksichtigt. Dies umfasst insbesondere Dachüberbauungen, Fassadenschließungen, den Aufwach- und Überwachungsbereich, RLT-Aufstellungen, medizinische De- ckensysteme, Medienversorgungseinrichtungen sowie gegebenenfalls erfor- derliche Verstärkungs- und Anschlussmaßnahmen.

Das zugrunde gelegte Baugrundgutachten ist im Anlagenverzeichnis mit Ti- tel, Verfasser, Datum und Index eindeutig zu benennen.

Baugrundbeschreibung Auf dem Grundstück der Knappschaft Kliniken Gelsenkirchen-Buer GmbH ist ein Anbau an das bestehende Gebäude geplant. Weiterhin soll der Bestand in einem Teilbereich umgebaut werden.

Aus vorangegangenen Baumaßnahmen in räumlicher Nähe zum Baufeld lie- gen Baugrunduntersuchungen des Ingenieurbüros ELE Beratende Ingeni- eure GmbH (ELE) vor, welche zur Ersteinschätzung der Gründungsbedin- gungen im Baufeld herangezogen werden können.

Die Bedingungen für die Beurteilung der Gründung stellen sich wie folgt dar: • Der Bestand ist mit dem 1. Untergeschoss unterkellert, der geplante Anbau im EG soll bis auf den Teilbereich der offenen Treppenan- lage nicht unterkellert werden. • Die Gründungstiefe Bestand kann aus alten Planunterlagen herge- leitet werden. • Die Gründungstiefe des geplanten Anbaus wird auf Höhe des Erd- geschosses erwartet. • Angaben zu Lasteinwirkungen liegen bislang nicht vor.

Es ist davon auszugehen, oberflächennah aufgefüllte Böden anzutreffen, die voraussichtlich aus umgelagerten bindigen Böden mit und ohne Fremdbe- standteile bestehen. Ebenso ist mit Baugrubenverfüllungen der bestehenden Gebäudeteile zu rechnen.

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Thema Sachstand

Unterhalb der Auffüllungen ist gewachsener Boden aus feinsandigem Schluff zu erwarten. Unter diesem wiederum Mergel.

Vorangegangene Untersuchungen haben ergeben, dass die Bestandbaukör- per auf einer tragfähigen Mergelschicht gegründet wurden.

Es kann angenommen werden, dass bei ebenerdiger Anbindung im Erdge- schoss auf Höhe der Gründungskoten des Bestandes im 1. Untergeschoss eine tragfähige Mergelschicht erreicht werden kann. Die vorangestellten Annahmen beruhen auf an anderer Position des Grund- stückes vorgenommenen Untersuchungen, welche nur als Ersteinschätzung herangezogen werden können.

Die vorliegende Ersteinschätzung basiert auf Untersuchungen benachbarter Baufelder. Für die endgültige Gründungsplanung des ZAK-Anbaus sind pro- jektbezogene Baugrundaufschlüsse im tatsächlichen Baufeld erforderlich. Die Ausführung der Gründung ist anschließend mit den Fachplanern für Bau- grund und Tragwerk abzustimmen.

3.3 Bauphysik Die aktuellen Vorschriften hinsichtlich der bauphysikalischen Auslegung der Bauteile werden berücksichtigt. Wo notwendig, werden entsprechende Fachingenieure hinzugezogen.

Betrachtet werden Schall- und Wärmeschutz, Bauakustik und Belichtung auch im Hinblick auf die Ansprüche der Nutzung an das Raumklima und Wohlbefinden, den Schutz vor Bauschäden, sowie die schädliche Wirkung der klimatischen Gegebenheiten auf die Bauwerke und Ihre Nutzer. Der Schallschutz zwischen den Nutzungseinheiten nach DIN 4109 wird ein- gehalten. Die bauphysikalischen Nachweise werden raum- und bauteilbezogen geführt. Neben Wärme- und Feuchteschutz werden insbesondere der Schallschutz zwischen Patientenzimmern, Untersuchungs-, Therapie-, Personal- und Technikräumen, der Schutz vor Außen- und Anlagengeräuschen sowie som- merlicher Wärmeschutz und Tageslichtversorgung betrachtet. In den Schulbereichen sind zusätzlich die Anforderungen an Luft- und Tritt- schallschutz zwischen Unterrichts-, Verwaltungs- und angrenzenden Klinik- räumen sowie an die Raumakustik der Unterrichtsräume zu berücksichtigen. Die erforderlichen Nachweise und Maßnahmen werden durch die Bauphysik auf Grundlage der Raumbelegung und Nutzung festgelegt. 4 Innenausbau

4.1 Innenwände Neue nichttragende Innenwände werden überwiegend in Leichtbauweise ausgeführt. Zur Verbesserung des Schallschutzes werden sie, soweit tech- nisch und bauphysikalisch erforderlich, bis an die Rohdecke geführt.

4.2 Innentüren Innentüren bekommen eine HPL-Beschichtung in der gewünschten Oberflä- che sowie Kanten in Hartholz-Ausführung. Drücker nach Ausbaustand des Krankenhauses.

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Ausführung der Zargen als mehrteilige Stahlzargen, lackiert, ohne Bodenein- stand.

Medizinische Schiebetüren werden nur in den Räumen vorgesehen, in denen sie aufgrund der medizinischen Nutzung, der Arbeitsabläufe, der Barrierefrei- heit oder der Hygieneanforderungen erforderlich sind.

Die Zugangstüren in den Fluren werden als Aluminiumrahmen-Konstruktio- nen mit Verglasungen ausgeführt, wo erfordert als Ausführung gemäß den Brandschutzanforderungen.

4.3 Abhangdecken Die Deckenkonstruktionen werden raumbezogen festgelegt. In allgemeinen Nutzungsräumen und Fluren können Rasterdecken eingesetzt werden. In der Intensivstation, Endoskopie sowie in hygienisch sensiblen Bereichen werden geschlossene beziehungsweise hygienisch geeignete Deckensysteme ent- sprechend der Fachplanung vorgesehen.

4.4 Wandbeläge Alle Wandbeläge werden leicht zu desinfizieren und zu reinigen sein. Wo notwendig werden Wandflächen zusätzlich mit einem Wandschutz aus- gestattet. Ausführung Wände: entsprechend der raumbezogenen Hygiene- und Aus- stattungsmatrix Ausführung Decken: Malervlies Anstrich: emissionsarme, reinigungs- und desinfektionsmittelbeständige Be- schichtung entsprechend der jeweiligen Raumnutzung Die Oberflächenqualitäten werden anhand einer raumbezogenen Hygiene- und Ausstattungsmatrix festgelegt. In hygienisch oder medizinisch sensiblen Bereichen werden glatte, fugenarme, desinfektionsmittelbeständige und reini- gungsfähige Oberflächen vorgesehen.

Die WC-Räume erhalten einen Fliesenbelag, wandhoch.

Die Rückwände hinter den Waschtischen werden als Spritzschutz mit Kunst- stoffplatten versehen.

4.5 Bodenbeläge Soweit es die vorhandenen Bodenaufbauten, die technische Umsetzbarkeit und die raumbezogenen Nutzungs- und Hygieneanforderungen zulassen, werden Flächenheizsysteme mit niedrigen Systemtemperaturen vorgesehen. Die endgültige Festlegung erfolgt raumbezogen durch die Fachplanung. Bei Einsatz einer Fußbodenheizung werden Bodenbeläge mit geringem Wär- meleitwiderstand gewählt. Informationen zur Fußbodenheizung sind auch unter Pkt. 6.3 beschrieben.

Im Bereich rückgebauter Raumtrennwände ist der Estrich zu vervollständigen und in Teilbereich neu zu nivellieren. Auf der Länge neu zu errichtender Wände wird der Estrich geschlitzt, um die Aufstellung auf der Rohdecke die

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Verbesserung des Schallschutzes zu ermöglichen. Der Umfang der Estri- cherneuerung wird nach Sichtung während der Bauphase bestimmt.

Es ist ein Linoleum-Bodenbelag mit Stellsockel oder Hygienesockel vorgese- hen.

Die WC-Räume erhalten einen Bodenbelag aus Fliesen. 4.6 Inneneinrichtung Die Anforderungen an Ableitfähigkeit beziehungsweise Antistatik werden für jeden medizinisch genutzten Raum anhand der medizinischen Nutzung und der elektrotechnischen Raumklassifizierung festgelegt. In Nass- und Sanitär- bereichen werden die erforderlichen Rutschhemmklassen berücksichtigt. In kinder- und jugendpsychiatrisch genutzten Bereichen werden zusätzlich Ro- bustheit, Verletzungsprävention und Manipulationssicherheit berücksichtigt.

Die Festeinbauten der Patientenzimmer, Behandlungsräume und Neben- räume erfolgen als Schrankelemente in Tischlerbauweise aus Spanplatten mit HPL-Beschichtung 0,8 mm, Dekor nach Bemusterung. Kanten mit ABS- Umleimern, mind. 2 mm im Farbton der verbauten Platten.

Wo notwendig werden die Schranktüren mit Dichtungen und Schließungen versehen.

Teilweise werden die Schränke als ISO-Modulschränke im System Hammerlit ausgeführt. Die Einschubelemente der Modulschränke werden durch den Bauherrn gestellt. Loses Mobiliar wie Stühle und Tische wird ebenfalls durch den Bauherrn beigestellt.

Bei Ausführung von Waschtischen oder Spülen in Einbaumöbeln erfolgt der Einbau über den Möbelbauer.

5 Brandschutz

5.1 Brandschutzmaßnah- Fachplanung Brandschutz: men Die An- und Umbaubereiche werden analog zum Bestand weiterhin mit not- wendigen Fluren oder in Abstimmung dem Brandschutzfachplaner als Nut- zungseinheiten ausgebildet.

Aus den betrachteten Bereichen führen Rettungswege entweder direkt ins Freie oder über das System der notwendigen Flure in die bestehenden not- wendigen Treppenräume und von dort ins Freie. Die Rettungswege stellen gleichzeitig auch Angriffswege für die Feuerwehr dar.

Der gesamte Gebäudebereich wird mit einer Sicherheitsbeleuchtung ausge- stattet und mit Rauchmeldern überwacht, die an die Brandmeldeanlage des Hauptgebäudes angeschlossen sind. Zur Bekämpfung von Entstehungsbränden werden in allen Bereichen trag- bare Feuerlöscher installiert.

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Das Anforderungsniveau an die Feuerwiderstandsdauer von Bauteilen und das Brandverhalten der Baustoffe wird unter Berücksichtigung der gültigen Vorschriften und Regelwerke gem. Brandschutzkonzept ausgeführt.

Das Gesamt-Brandschutzkonzept wird fortgeschrieben und den Bauanträgen beigefügt. Die Aufrechterhaltung von Brandmeldeanlage, Alarmierung, Rettungswegen und brandschutztechnischen Abschlüssen während der Bauphasen wird in bauab- schnittsbezogenen Brandschutz- und Interimsmaßnahmenplänen festgelegt.

Sollten während der Bauphase notwendige Ertüchtigungen ersichtlich wer- den, werden diese im Zuge der Arbeiten ausgeführt.

Brandschutz an technischen Anlagen wird gem. Brandschutzkonzept vorge- sehen. Luftkanal- / Leitungsführungen durch Wände und Decken mit einer Anforderung an den Brandschutz, werden mit Brandschutzklappen / Brand- schott gesichert. Grundsätzlich werden alle Brandschutzklappen zwischen unterschiedlichen Brandabschnitten mit einem Federrücklaufmotor ausge- stattet, um eine Rauchübertragung zwischen den einzelnen Brandabschnit- ten zu vermeiden. Über integrierte elektrische Endlagenschalter Auf/Zu er- folgt zudem eine Stellungsrückmeldung zur Gebäudeautomation. Lüftungslei- tungen, die Brandabschnitte durchqueren und nicht durch eine Brandschutz- klappe abgesichert sind, werden als L90-Leitungen ausgeführt.

In den Raumabschlüssen der Technikzentrale sind entsprechend der Vor- gabe der M-LüAR ebenfalls Brandschutzklappen mit Federrücklaufmotor und Rauchauslösung vorgesehen. Wand- und Deckendurchführungen von RLT- Kanalleitungen werden in den Feuerwiderstandsklassen der betreffenden Bauteile ausgeführt. Für Flur- wände und -decken gelten die Festlegungen der M-LüAR. Brandschutzklap- pen in Leichtbauwänden werden entsprechend der Einbauvorschriften und Prüfzeugnisse mit Kompensatoren ausgeführt. Ebenso Brandschutzklappen die außerhalb von Wänden angeordnet werden.

Die zentralen Luftaufbereitungsgeräte werden darüber hinaus mit Rauchmel- dern ausgerüstet, die bei Rauchdetektion automatisch die betroffenen RLT- Anlagen außer Betrieb nehmen.

Die Luftkanäle bestehen aus verzinktem Stahlblech (nicht brennbar) mit Iso- lierungen aus Mineralfaserdämmstoff (nicht brennbar). Kanalaufhängungen erfolgen mit bauaufsichtlich zugelassenen Dübeln, jedoch ohne besondere brandtechnische Anforderungen. Die Stellung der Brandschutzklappen und - elemente wird an den Schalt-schränken einzeln signalisiert und über die Ge- bäudeleittechnik (GLT) überwacht. Die Brandschutzklappen werden im Im Brandfall werden die Brandschutzklappen über die vorgesehenen Auslö- seelemente geschlossen. Beim Auslösen einer Brandschutzklappe werden die zugehörigen RLT-Anlagen entsprechend der abgestimmten Brandfall- steuerungsmatrix in den vorgesehenen sicheren Betriebszustand versetzt be- ziehungsweise abgeschaltet.

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Thema Sachstand

Die Verlagerung der Schule in das Erdgeschoss KJ2 ist im fortgeschriebenen Brandschutzkonzept als geänderte Nutzung mit den tatsächlichen Personen- belegungen zu erfassen. Für Unterrichtsräume, innere Erschließung und EDV-/Serverraum sind Rettungswege, Abschnittsbildung, Türanforderungen, Abschottungen, Detektion, Sicherheitsbeleuchtung und betriebliche Räu- mungsorganisation abschließend nachzuweisen.

5.2 Brandmeldeanlage Das Krankenhaus verfügt schutzzielorientiert über eine flächendeckende Brandmeldeanlage, die während der Bauphase den neuen Gegebenheiten angepasst wird. Der Betrieb von Brandmeldeanlage und Alarmierungseinrich- tungen wird durch eine vorhandene Ersatzstromversorgung sichergestellt.

5.3 Sprinkleranlage Die Eingangshalle wird für Kompensationszwecke mit einer Sprühnebellösch- anlage ausgestattet. Hierzu wird die im Gebäude vorhandene Anlage zur Versorgung dieses Bereiches erweitert. 6 Haustechnik TGA

6.1 Technischer Ausbau Im Sanierungsumfang ist die Anpassung und Erneuerung der technischen In- stallationen vorgesehen.

Fachplanung HLSK und Elektro – Teilprojekt 1 Ingenieurbüro Potthoff GmbH Mainstraße 16 45768 Marl Die nachfolgenden Beschreibungen der Technischen Gebäudeausrüstung stellen den derzeitigen Planungs- und Zielstand dar. Für das Teilprojekt 1 werden die Angaben durch die hierfür beauftragte Fachplanung konkretisiert. Für die Teilprojekte 2 bis 4 stehen einzelne Fachplanungsleistungen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht abschließend zur Verfügung be- ziehungsweise sind noch zu vergeben. Die beschriebenen Anlagenkonzepte, Systemaufbauten, Leistungsdaten und Schnittstellen sind deshalb durch die jeweils beauftragten Fachplaner zu prüfen, zu dimensionieren und fortzu- schreiben.

Für die Schulmaßnahme liegen derzeit noch keine abschließend dimensio- nierten TGA-Fachplanungen vor. Die beschriebenen technischen Maßnah- men und die Kostenschätzung beruhen daher auf Bestandsannahmen, Flä- chenkennwerten und der vorgesehenen Raumnutzung. Sämtliche Kapazitä- ten, Anschlusswerte, Leitungswege, Systemfestlegungen und Kosten sind durch die Fachplaner zu verifizieren und fortzuschreiben.

6.2 Sanitärinstallationen Die Abwasserinfrastruktur wird entsprechend der vorhandenen Entwässe- rungssysteme erweitert und angepasst.

Die Entwässerung aller Einrichtungsgegenstände erfolgt oberhalb der Rück- stauebene als Freispiegelentwässerung über Sammel- und Grundleitungen.

Rohrmaterialien innerhalb des Gebäudes:

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Thema Sachstand

• Abflussrohre und Formstücke aus Gusseisen, SML nach DIN EN 877. • Objektanschlüsse: PP-Abflussrohre und Formstücke mit Steckmuffe nach DIN EN 1451-1

Die Trinkwasser-Versorgung der sanitären Einrichtungsgegenstände erfolgt aus den jeweiligen Trinkwasserzentralen der Gebäudeteile. Über Einzelstränge erfolgt die Versorgung der Ebenen.

Damit die nach der Trinkwasserverordnung verlangte Trinkwasserbeschaf- fenheit an allen Entnahmestellen der Trinkwasser-Installation sichergestellt werden kann, sind weitreichende Maßnahmen bereits bei der Planung und vor allem bei der späteren Installation durch den Auftragnehmer zu berück- sichtigen.

In der Ebene erfolgt die Verlegung als obere Verteilung, d.h. die Leitungen werden horizontal unterhalb der Rohdecke bzw. im Zwischendeckenbereich verlegt und Verbraucher werden von oben her versorgt. Bei einer ggf. späte- ren Sanierung kann so nur der betroffene Bereich abgesperrt und saniert werden. Bei einer Kontamination durch Keime im Trinkwasser kann gezielt nur der jeweils betroffene Bereich gespült und desinfiziert werden. Damit sichergestellt ist, dass sämtliche Leitungsstrecken durchströmt wer- den, werden zur Vermeidung von stagnierendem Wasser die Kaltwasserlei- tungen von Verbraucher zu Verbraucher (bis zur Wandscheibe) durchge- schliffen. Die bestimmungsgemäß am meisten genutzten Verbraucher werden am Ende der Trinkwasserschleife angeordnet.

Kann der bestimmungsgemäße Betrieb gem. TrinkwV nicht vollständig si- chergestellt werden (Betreiberpflichten), so werden an den letzten Entnahme- stellen im Kaltwassernetz automatische elektronische Spüleinrichtungen in- stalliert, die über ein einstellbares Zeitintervall bzw. Spülzeit den Wasserin- halt austauschen.

Hinweis: Zur Einhaltung einer einwandfreien Trinkwasserbeschaffenheit hat der Nutzer für den bestimmungsgemäßen Betrieb Sorge zu tragen (Was- seraustausch an jeder Stelle der Trinkwasserinstallation durch Entnahme in- nerhalb von 72 h).

Die Verteilung der Warm- und Zirkulationswasserleitungen erfolgt analog zur Kaltwasserleitung (zentrale Absperreinrichtung mit Entleerung bzw. zentrale Regulierventile mit Mess- und Temperaturanzeige), jedoch wird zur Verhin- derung einer Erwärmung von der Warm- auf die Kaltwasserseite der Warm- wasseranschluss als T-Stück-Installation mit Auskühlstrecke (Bsp. 30 cm) ausgeführt. Ab der letzten Entnahmestelle wird die Zirkulation wieder auf die Hauptzirkulationsleitung rückgeführt.

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Thema Sachstand

Durch Wahrung des bestimmungsgemäßen Betriebs durch den Nutzer, ist die Einhaltung einer einwandfreien Trinkwasserbeschaffenheit sichergestellt.

Rohrmaterialien für Trinkwasser und aufbereitetes Wasser:

Innerhalb vom Gebäude

• Lasergeschweißte Edelstahlrohre mit Pressfittings, Werkstoff Nr.: 1.4401 nach DIN EN 10088, Systemprüfzeichen vom DVGW für Trinkwasserinstallationssysteme nach DIN EN 806, DIN 1988, ge- prüft nach DVGW Arbeitsblatt W 534, mit dem Nachweis der Zwangsundichtigkeit in unverpresstem Zustand. • Gegen Wärmeverluste bzw. Wärmeeintrag werden alle Wasserleitun- gen mit einer 100 % Dämmstärke aus alukaschierten Mineralwoll- schalen versehen. Ein zusätzlicher Blechmantel ist nicht vorgesehen.

Wasseraufbereitungsanlagen:

Wasseraufbereitungsanlagen dienen zur Aufbereitung von sog. Stadtwasser zu vollentsalztem Wasser und enthärtetem Wasser (teilentsalzt) für spezifi- sche Anlagenteile wie zum Beispiel RLT-Anlagen, Endoskopie-Aufbereitungs- einheiten etc.

Um die Betriebskosten und den Wasserverbrauch gering zu halten, arbeiten Wasseraufbereitungsanlagen der neuesten Generation grundsätzlich nach dem Prinzip der Umkehrosmose mit Härtestabilisierung und Konzentrat-Auf- bereitung. Die Ausbeute dieser Anlagen liegt deutlich über den üblichen 50- 75%. (Permanent 90% bei Einstufigen Anlagen, permanent 85% bei Zweistu- figen).

Sanitäreinrichtungen und Hygienegeräte:

Die sanitären Einrichtungsgegenstände sind nach den Krankenhaushygie- neund Pflegemaßnahmen ausgewählt und berücksichtigt.

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Thema Sachstand

Zur Gewährleistung des Verbrühungsschutzes für Mitarbeiter und Patienten werden die Vorgaben gem. Hauptauftrag berücksichtigt.

Sämtliche Auslaufarmaturen, die durch den AN-Sanitär geliefert werden, wer- den als Aufputz-Wandarmaturen ausgeführt und erhalten absperrbare S-An- schlüsse.

Sämtliche Waschtische (Porzellan od. Einbau) sind gemäß RKI-Richtlinien aus hygienischen Gründen ohne Hahnloch und ohne Überlauf auszustatten und erhalten entsprechende Wandauslaufarmaturen.

Die medizinischen Einrichtungen in den einzelnen medizinischen Funktions- bereichen werden durch den Medizintechnik-Lieferanten geliefert und einge- baut. Der Anschluss an das Be- und Entwässerungsnetz des entsprechenden Ge- rätes erfolgt durch das Sanitärgewerk.

Anforderungen an Qualitäten von SAN-Objekten und Hygieneartikeln sind in einem Bemusterungskatalog mit der TG abgestimmt.

In Umbaubereichen erfolgt der Anschluss der Sanitärobjekte an die beste- hende Infrastruktur. Innerhalb des Umbaubereiches erfolgt eine neue Verlegung der Rohrleitungen einschl. Abgleich der Hydraulik.

Die raumbezogenen Sanitär- und Hygieneanforderungen, die Schnittstellen zur Medizintechnik sowie die Anforderungen an Wasseraufbereitung, Spülung, Probenahme und Inbetriebnahme werden in Abstimmung mit Krankenhaushy- giene, Betreiber, Nutzer und Fachplanung festgelegt. Wasseraufbereitungsan- lagen für die Endoskopie werden erst nach Bestätigung des Geräte- und Auf- bereitungskonzeptes endgültig dimensioniert. Im Schulbereich werden die vorhandenen Personal- und Besucher-WC-Anla- gen einschließlich barrierefreier WC- und Wickelmöglichkeit an die neue Grundrissorganisation angepasst. Bestehende Anschlüsse und Leitungen werden soweit technisch und hygienisch geeignet weiterverwendet; erforderli- che Neuanschlüsse, Vorwandinstallationen, Armaturen und Entwässerungs- leitungen werden nach Bestandsaufnahme geplant.

6.3 Wärmeversorgungs- Der Anschluss der Wärmeverbraucher erfolgt grundsätzlich an die beste- anlagen hende Anlage der Wärmeversorgung.

In der Ebene erfolgt die Verlegung der Rohrleitungen als obere Verteilung, d.h. die Leitungen werden horizontal unterhalb der Rohdecke bzw. im Zwi- schendeckenbereich verlegt und die Verbraucher werden von oben her versorgt.

Die Wärmeübergabesysteme werden raumbezogen unter Berücksichtigung von Hygiene, Nutzungsanforderungen, vorhandenen Bodenaufbauten, Heiz- und Kühllasten sowie der technischen Umsetzbarkeit im Bestand festgelegt.

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Thema Sachstand

Flächenheizsysteme mit niedrigen Systemtemperaturen werden dort vorge- sehen, wo dies technisch und funktional geeignet ist. Die Warmwasserberei- tung und die trinkwasserhygienischen Maßnahmen werden durch die Fach- planung abschließend festgelegt. Hierdurch kann der Gesamtenergieeinsatz (Primärenergie) deutlich reduziert werden.

Rohrmaterialien innerhalb des Gebäudes: • Rohrleitungen bis DN 40 als längsgeschweißtes Stahlrohr nach DIN EN 10255, ab DN 50 als nahtlos geschweißtes Stahlrohr nach DIN EN 10216. • Gegen Wärmeverluste werden alle Zuleitungen mit einer 100% Wärmedämmung aus alukaschierten Mineralwollschalen versehen. • Alle Isolierungen in stoßgefährdeten Bereichen (bis 2,50 m) werden zum Schutz mit einem Blechmantel versehen.

Als Raumheizflächen vorgesehen sind: • Heiz-/Kühldecken in medizinisch geeigneten Bereichen, sofern fach- planerisch bestätigt • Fußbodenheizung in technisch geeigneten Bereichen • Heizkörper in sonstigen Bereichen, tlw. in Hygieneausführung

6.4 Lufttechnische Anlagendimensionierung: Anlagen Die Größe der vorzuhaltenden RLT-Anlagen als auch ihre Ausstattung wird im Wesentlichen durch die vorzuhaltenden Außenluftmengen (Mindestluft- wechsel) zur Versorgung der innenliegenden Bereiche sowie zur Abführung von Kühllasten bzw. zur Versorgung von sensiblen Räumen bestimmt. Für höhere interne Kühllasten in den AV/SV/EDV-Elektroräumen wurden Se- kundärluftgeräte bzw. Kühldecken berücksichtigt.

Die Anlagen sind als zentrale Zu- und Abluftaufbereitungsgeräte zur Aufstel- lung innerhalb von Technikzentralen vorgesehen.

Die Wärmerückgewinnung wird als Hochleistungs-Kreislaufverbundsystem vorgesehen.

Umluftbetrieb: Ein Umluftbetrieb ist angesichts der hygienischen Anforderungen nicht vorse- hen.

Die Außenluftansaugung erfolgt je nach Lage der Technikzentrale über Wet- terschutzgitter in der Fassade oder Außenluftansaugturm.

Die Fortluftführung erfolgt gem. DIN 1946-4 über Fassade, Dach oder Fort- luftturm.

Luftverteilsystem:

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Thema Sachstand

Die Luftverteilung innerhalb der einzelnen Räume erfolgt in Abhängigkeit der vorzuhaltenden Zu- bzw. Abluftluftmengen über Deckenluftdurchlässe, Lüf- tungsgitter und Lüftungsventile.

Zur Luftverteilung ist ein Kanalnetz aus verz. Stahlblech in rechteckiger und runder Bauart vorgesehen. Wegen der schlechten Reinigungsfähigkeit (Hygi- ene) wird insbesondere im Abluftleitungsnetz auf flexible Aluminiumrohre ver- zichtet. Luftauslässe werden nach Möglichkeit direkt mit runden Formteilen und Wickelfalzrohren angeschlossen.

Das Luftleitungsnetz erhält die für Inspektion, Reinigung und Instandhaltung erforderlichen Revisions- und Zugangsöffnungen. Anzahl und Anordnung werden unter Berücksichtigung von Dichtheit und Hygiene fachplanerisch festgelegt.

Zur Einregulierung der Luftmenge wird jeder Raum bzw. jede Raumgruppe mit konstanten Volumenstromreglern (KVS) mit nachgeschalteten Schall- dämpfern ausgestattet.

Hygienische Anforderungen:

Die hygienischen Anforderungen und die erforderliche Raumklassifizierung werden raumbezogen anhand der tatsächlichen medizinischen Nutzung fest- gelegt. Planung, Ausführung, Prüfung und Betrieb der RLT-Anlagen erfolgen unter Berücksichtigung der DIN 1946-4 und der VDI 6022. Eine pauschale Zuordnung sämtlicher Bereiche zur Raumklasse II erfolgt nicht.

Das Luftverteilnetz wird in der Dichtigkeitsklasse C für Rechteckkanäle und D für Rundrohrleitungen nach DIN EN 1505/1507 ausgeführt.

Bei der Ausschreibung der Leistungen für den Auftragnehmer, werden die Kanäle in Hygieneausführung, d.h. innen gereinigt und Enden mit Folie ver- schlossen, vorgesehen. Bei der späteren Montage ist durch die Objektüber- wachung streng darauf zu achten, dass Kanäle in Hygieneausführung gelie- fert, gelagert und fachgerecht montiert werden.

Die Leitungslängen zur Heranführung der Außenluft werden auf ein Minimum reduziert. Die erforderlichen Revisionsöffnungen werden für das gesamte Zu- und Abluftsystem fachplanerisch festgelegt. Die im Kanalnetz eingesetzten Kulissenschalldämpfer werden zur Minimie- rung eines Mineralwolle-Abriebes in ein wasserabweisendes Glasseidenge- webe eingefasst.

Die Luftförderung erfolgt durch direkt angetriebene Ventilatoren, d.h. keine Verschmutzung des Kanalnetzes durch Keilriemenabrieb.

Brandschutz: Siehe Pkt. 5.1

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Thema Sachstand

Schallschutz:

Alle Kanal-Wanddurchführungen erhalten eine Mineralfaser-Ummantelung. Luftkanalanschlüsse an Geräten sind über elastische Stutzen schalltechnisch entkoppelt. Zu- und Abluftseitig werden zwischen den RLT-Geräten und den Ventilatoren Schalldämpfer angeordnet.

Alle Volumenstromregler erhalten in Richtung Raum Schalldämpfer. Zur Ver- meidung einer Geräuschübertragung über Luftauslässe zwischen einzelnen Räumen werden im Bedarfsfall Telefonieschalldämpfer ins Kanalnetz einge- baut.

Wärmeschutz:

Entsprechend den Temperaturdifferenzen zwischen Kanallufttemperatur und Kanalumgebungstemperatur sowie der Umgebungsluftfeuchte werden die Luftverteilsysteme gedämmt.

Die Wärmedämmung der Luftleitungen wird projekt- und bereichsbezogen entsprechend Temperaturdifferenz, Tauwasserschutz, Brandschutz und Auf- stellort ausgelegt.

Luftleitungen für die Zuluft und Abluft, deren durchströmende Luft ein Tempe- raturgefälle von mehr als 3 °C (positiv oder negativ) zu der Umgebungstem- peratur aufweist, haben eine Wärmedämmung aus 30 mm Mineralfaserwolle (nicht brennbar) alukaschiert.

Folgende Dämmstoffe werden eingesetzt: • Zuluftkanäle im Gebäude und der Technikzentrale mit Temperaturdif- ferenzen: Mineralwolle alukaschiert, nichtbrennbar Euroklasse A1 • Außen- und Fortluftkanäle sowie Klima- Kaltwasserleitungen: Syn- thetischer Kautschuk, schwerentflammbar Euroklasse B1-s2, d0 • Abluftkanäle in den Geschossen: keine Wärmedämmung • Abluftkanäle in der Technikzentrale / Schächten: Mineralwolle aluka- schiert, nichtbrennbar Euroklasse A1

Versorgungsbereiche:

Die Zuluftanlagen werden mit zentraler Außenluftaufbereitung (Vorfilter, Hochleistungs-Wärmerückgewinnung im Kreislauf-Verbund-System RWZ 75%, Vorerhitzer 15°C) und Luftnachbehandlungsgeräten (Erhitzer, ggf. Küh- ler, ggf. Nacherhitzer, ggf. Leerteil für Dampf- Luftbefeuchter, 2. Filterstufe) geplant. Die Ablufterfassung erfolgt über Zentralgeräte (Luftfilter, Hochleistungs- Wär- merückgewinnung RWZ 75%, indirekt adiabatische Befeuchtung).

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Thema Sachstand

Es werden für die Umbaubereiche grundsätzlich neue RLT-Anlagen aufge- baut. Die RLT-Anlagen im Bestand können aufgrund des Alters, der erforder- lichen Luftleistungen und der vorhandenen hygienischen Anforderungen eine Versorgung nicht bewerkstelligen.

Gleichzeitig werden durch die Neukonzeption Fehlluftströmungen, unkontrol- lierte Nachströmungen über Gebäudefugen und Fenster und Einsatz einer Hochleistungs-Wärmerückgewinnung Betriebskosten und Energieeinsatz re- duziert.

Zentrale Aufnahmeeinheit der Kinderklinik (ZAK):

Für den Bereich der Eingangshalle wird das alte RLT-Gerät nebst Kanalnetz durch eine neue Infrastruktur ersetzt.

Ausführung in Luftrichtung wie nachfolgend beschrieben.

Zuluftgerät: • Jalousieklappe • Filtervorerwärmung • Filter ISOePM1>=50% (ehemals F7) • WRG als Hochleistungs-KVS (Gegenstromprinzip) • Schalldämpfer • Ventilator • Schalldämpfer • Erhitzer • Filter ISOePM1>=80% (ehemals F9) • Jalousieklappe

Nachbehandlung: • Jalousieklappe • Schalldämpfer • Ventilator • Schalldämpfer • Nacherhitzer • Filter ISOePM1>=80% (ehemals F9) • Jalousieklappe

AUL- und FOL-Anschüsse erfolgen über die vorhandene Infrastruktur.

ZNA: Für den Bereich der ZNA ist ein neues RLT-Gerät auszulegen. Aufgrund der Lage, Luftmenge und Funktion ist eine Kombination mit dem RLT-gerät der Eingangshalle nicht möglich. Ausführung in Luftrichtung wie nachfolgend beschrieben.

Zuluftgerät:

• Jalousieklappe

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Thema Sachstand

• Filtervorerwärmung • Filter ISOePM1>=50% (ehemals F7) • WRG als Hochleistungs-KVS (Gegenstromprinzip) • Schalldämpfer • Ventilator • Schalldämpfer • Erhitzer • Filter ISOePM1>=80% (ehemals F9) • Jalousieklappe

Nachbehandlung:

• Jalousieklappe • Schalldämpfer • Ventilator • Schalldämpfer • Nacherhitzer • Filter ISOePM1>=80% (ehemals F9) • Jalousieklappe • Nachbehandlung

Zone ZNA

• Jalousieklappe • Schalldämpfer • Ventilator • Schalldämpfer • Kühler • Nacherhitzer • Leerteil Dampfluftbefeuchter • Filter ISOePM1>=80% (ehemals F9) • Jalousieklappe

AUL- und FOL- Führung erfolgt über einen neu zu installierenden kombinier- ten Luftführungsturm im Innenhof der ZNA. Als RLT-zentrale wird das abgängige Archiv im UG genutzt.

Erweiterung der Tagesklinik:

Durch Erneuerung der RLT-Zentrale zur Versorgung dieses Teilbereiches kann die vormals unkontrollierte Nachströmung der Luft nun gezielt über die vorgesehen Luftverteilkomponenten erfolgen. Für die Unterrichts-, Verwaltungs- und Personalräume der Schule sind die er- forderlichen Außenluftvolumenströme anhand der verbindlichen Raumbele- gung zu bestimmen. Die Nutzung vorhandener Lüftungssysteme und Reser- ven ist zu prüfen. Soweit diese nicht ausreichen, sind ergänzende mechani- sche Be- und Entlüftungsmaßnahmen vorzusehen. Die Anforderungen an Geräuschentwicklung, Zugfreiheit, Raumakustik und bedarfsgerechte Rege- lung sind auf die schulische Nutzung abzustimmen.

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Thema Sachstand

6.5 Kälteanlagen Die Kälte-Energieerzeugungseinheiten sind als „luftgekühlte“ Kompressions- Kältemaschinen ausgerüstet, sodass die Kühlung des Kondensators mit Au- ßenluft erfolgt. Die Kompressions-Kältemaschinen sind als Kompakt-Aggregate, die auf ei- nem Grundrahmen aufgebaut sind, ausgeführt.

Eine Besprühung der Kühlflächen mit Wasser erfolgt aus hygienischen Grün- den (Bildung von Aerosolen) nicht. Zum Schutz gegen Einfrieren wird dem Verdampfer- und Freikühlkreis Glykol beigemischt. Die kompletten Kompressions-Kältemaschinen werden außen auf dem Dach der Energiezentrale aufgestellt. Zur Einhaltung der Schallimmissionen am un- günstigsten Immissionsauflastpunkt, werden diese mit schallschluckenden Elementen eingehaust.

Zur Reduzierung der Körperschalleinwirkungen, werden zwischen dem Kälte- maschinengrundrahmen und dem Kältemaschinenfundament Sylomerstrei- fen, oder Federelemente, installiert.

Als Verdichter kommen Scrollverdichter zum Einsatz, die mit variabler Dreh- zahl sowie mit einem Steuerschieber, geregelt werden. Die Verdichter wer- den direkt angetrieben. Der Leistungsregelbereich beträgt 20 % bis 100 %. Der Verdampfer besteht aus einer Rohrbündelkonstruktion, geeignet für eine trockene Expansion.

Der Kondensator besteht aus Mikrokanälen, mit denen der Wärmeaustausch des Verflüssigers erhöht wird und mit dem die Kältemittelmenge reduziert wird. Der Kondensator ist mit einem Unterkühler ausgerüstet. Der Kondensa- tor wird mit dem Kältemittel durchströmt. Die Ventilatoren des Verflüssigers sind mit gekapselten Käfigläufermotoren direktangetrieben, die den erforderlichen Luftstrom durch die Verflüssiger führen. Die optimierte konstruktive Ausbildung der Verdichterschaufeln und durch die leistungsabhängige Drehzahlregelung der Ventilatoren wird ein schallminimierter Betrieb hergestellt. Die Freikühlung erfolgt mit einem zusätzlichen Wärmetauscher, der parallel zu dem Kondensator installiert ist, wobei 3-Wegeventile die Betriebsweisen in Abhängigkeit der Außentemperatur, realisieren. Im Freikühlbetrieb wird der Verdampfer umgangen und das Kühlmedium dem Wärmetauscher direkt zu- geführt. Die Kältekreisläufe bestehen aus dem Werkstoff Kupfer, wodurch ein be- triebssicheres System gewährleistet ist.

Verbraucher: Umluftkühlgerät Technikräume Grundgerät mit Hygienesiegel für Prüfung gemäß VDI 6022, Umluftbetrieb, mit Wärmeübertrager aus Kupferrohr mit Aluminiumlamellen, Kühlmedium Wasser, mittlere Oberflächentemperatur 16°C, mit Kondensatwanne aus Kunststoff, mit Luftfilter ISO ePM10 >= 50 % (alt: M5), mit Gerätegehäuse aus verzinktem Stahl, beschichtet, innen mit Schalldämmauskleidung B1 mit

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Thema Sachstand

Radialventilator, stufenlosen EC-Motor, Luftaustritt horizontal, Das Konden- sat wird mittels Trichtereilauf bzw. Siphon dem Abwassersystem zugeführt.

Raumgeräte nach DIN 1946-4 (Sekundärluftkühlgerät) Grundgerät mit Hygienesiegel für Prüfung gemäß VDI 6022 sowie DIN 1946- 4, Umluftbetrieb, mit Wärmeübertrager aus Kupferrohr mit Aluminiumlamel- len, Kühlmedium Wasser, mittlere Oberflächentemperatur 16°C, mit Konden- sat-wanne aus Kunststoff, mit 2-stufigem Luftfilter Filterklasse ehem. F7 (ISO ePM1 >= 50 %) und ehem. F9 (ISO ePM1>= 80 %), mit Gerätegehäuse aus verzinktem Stahl, beschichtet, innen mit Schalldämmauskleidung B1 mit Ra- dialventilator, stufenlosen EC-Motor, Luftaustritt horizontal, Das Kondensat wird mittels Trichtereinlauf bzw. Siphon dem Abwassersystem zugeführt.

Eine flächendeckende aktive Kühlung der Schulräume ist derzeit nicht ange- setzt. Für den EDV- beziehungsweise Serverraum ist auf Grundlage der tat- sächlichen Geräte- und Verlustleistung zu prüfen, ob eine eigenständige, ge- gebenenfalls ganzjährig betriebene Kühlung erforderlich ist. Betriebsweise, Redundanz, Alarmierung, Kondensatableitung und Einbindung in die Gebäu- deautomation werden mit IT und TGA-Fachplanung festgelegt.

6.6 Elektrische Anlagen Die elektrotechnischen Anlagen im geplanten Um- und Anbau werden nach den gültigen Regeln der Technik erstellt. Dies sind insbesondere:

DIN VDE 0100 Errichten von Starkstromanlagen bis 1000 V DIN VDE 0100-710 Starkstromanlagen in Krankenhäusern DIN VDE 0833-2 / DIN 14675-1 Brandmeldeanlagen DIN VDE 0833 Teil 4 / EN 54-16 Anlagen zur Sprachalarmierung im Brandfall DIN 5035 / EN12464 Beleuchtung DIN 4102 Baulicher Brandschutz Leitungsanlagen-Richtlinien LAR Die Anschlussbedingungen des örtlichen EVU Verordnung über die EMV (elektromagnetische Verträglichkeit) VDS-Richtlinien Anwendbare DGUV-Vorschriften und -Regeln

Im Bestand des Krankenhauses erfolgt die zweite geforderte, unabhängige Stromversorgung über ein Notstromersatzaggregat welches in die NSHV-SV bei Stromausfall einspeist.

Die Zuordnung der medizinisch genutzten Räume zu den Gruppen 0, 1 oder 2 wird raumweise anhand der vorgesehenen medizinischen Nutzung gemein- sam durch Betreiber, medizinische Nutzer, Medizintechnik und Elektrofach- planung festgelegt und dokumentiert. Dies betrifft insbesondere Untersuchungs- und Behandlungsräume, Endo- skopie, Aufwach- und Überwachungsbereiche, POCT-Labor sowie die Kin- derintensivstation.

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Thema Sachstand

Bei Ausfall der Allgemeinstromversorgung in medizinisch genutzten Gebäu- den muss die erforderliche Mindestbeleuchtungsstärke durch die Sicherheits- stromversorgung für die nachfolgend aufgeführten Einrichtungen zur Verfü- gung stehen:

Rettungswege Beleuchtung von Ausgangswegweisern Schaltanlagen mit Nennspannungen über 1 kV Standort der Schaltgeräte und Steuergeräte für Sicherheitsstromquellen und für Hauptverteiler der AV und SV und deren Zugänge medizinisch genutzte Bereiche der Gruppe 0 medizinisch genutzte Bereiche der Gruppe 0* mit besonderen Anforderungen (in Richtung Gruppe 1; d.h. SV- Beleuchtung, aber keine PA- Anschlussdose) medizinisch genutzte Bereiche der Gruppe 1, mindestens 1 (eine) Leuchte in jedem Raum medizinisch genutzte Bereiche der Gruppe 2 Räume, in denen wichtige Dienste aufrecht gehalten werden.

Dazu können Räume / Bereiche der Gruppe 0 gehören, d.h. mindestens eine Leuchte in jedem Raum. Im Umbaubereich der ZNA wird in jedem Raum mindestens eine Leuchte, als Ersatzbeleuchtung, vorgesehen. Bei Versorgungsausfall des AV-Netzes wird die SV-Versorgung sowohl über das Notstromaggregat, sowie über die übergeordnete NSHV-SV sicherge- stellt.

Entsprechend der DIN VDE 0100 T710.51 und nach DIN VDE 0603 sind Un- terverteilungen in separaten Räumen bzw. Einbaunischen unterzubringen. Für die Leitungsverlegung werden hauptsächlich Mantelleitungen vorgese- hen. Die Leitungsverlegung erfolgt bei hoher Installationsdichte im Zwischende- ckenbereich hauptsächlich in Kabelhaltern aus Kunststoff und in Fluren aus Metall. Auf Grund der hohen Installationsdichte (Lüftungskanäle, Heizungs- und Sanitärrohre), sonst auf Kabelbahnen bzw. Kabeltrassen.

Die Befestigung von Kabel mit Funktionserhalt erfolgt bis in den Brandab- schnitt mit zugelassenen Verlegesystemen in entsprechendem Funktionser- halt.

In den Technikräumen ist sofern erforderlich „Aufputz“-Installation in Rohr oder mit Schellen (C-Schienen) oder auf Steigetrassen vorgesehen.

In Arzt-, Büro-, Untersuchungsräumen etc. erfolgt die Installationen an den Arbeitsplätzen als „Unterputz“-Installation. Bei Betonwänden und an den Dienstplätzen werden Brüstungskanäle vorgesehen.

Gemäß den Vorgaben des Knappschaft Kliniken Service sind pro Arbeits- platz mindestens 4 Netzwerkanschlüsse (2 Datendoppeldosen RJ45 KAT 6a) gefordert.

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Thema Sachstand

Als Steckdosen werden zwei AV-Doppelsteckdosen weiß (1 Stromkreis je Raum) und zwei SV-Doppelsteckdosen orange (1 Stromkreis je Raum) vor- gesehen.

Es ist grundsätzlich vorgesehen, Standardschaltermaterial als Flächenpro- gramm in Reinweiß und für SV-Steckdosen Orange (ohne Leuchtmelder) ein- zusetzen.

Untersuchungsräume Die Untersuchungsräume werden entsprechend der abgestimmten Raum- gruppenmatrix geplant. Hierzu werden auch Potentialausgleich-Buchsen und Erdungsanschlüsse im Bodenbereich für den Anschluss von ableitfähigen Böden vorgesehen. Am PC-Arbeitsplatz werden AV-, SV- und Datenanschlüsse vorgesehen. Gegenüber der Untersuchungsliege werden auf einer Wand zwei AV und zwei SV Steckdosen, ein Datendoppelanschluss und eine Doppel-Erdungs- buchse vorgesehen. Weitere Details zur Höhe und Anordnung sind hier noch abzustimmen. Die Untersuchungsleuchten werden bauseits geliefert und montiert. Der 230V SV-Anschluss wird vom Gewerk Elektro vorgerüstet. Für die Schiebetüren wird optional ein 230V vorgesehen. Als Raumbeleuchtung werden LED-Leuchten mit nutzungsbezogener Be- leuchtungsstärke, Blendungsbegrenzung, Farbwiedergabe, Schutzart, Reini- gungsfähigkeit und gegebenenfalls hygienischer Eignung vorgesehen.

POCT-Labor Für die Arbeitsbereiche werden an vier Stellen AV- und SV-Steckdosen und Datenanschlüsse vorgesehen. Im Rahmen der abschließenden Planung sind die Elektroinstallationen noch genau zu positionieren. Beleuchtung: LED-Rastereinbauleuchten mit mikroprismatischer Abdeckung, 500 Lux, UGR19, Ra 80. Lichtruf Displaymodul und Zimmersignalleuchte mit Elektronikmodul werden vorgesehen.

Büros Es werden LED-Rastereinbauleuchten mit mikroprismatischer Abdeckung vorgesehen (500 Lux, UGR19). Unterhalb des Schreibtischs werden 4x AV und 2x SV Steckdosen, sowie 4 Datenanschlüssen je Arbeitsplatz vorgesehen. Lichtruf Displaymodul und Zimmersignalleuchte mit Elektronikmodul werden vorgesehen.

Arbeitsraum unrein Es werden LED-Rastereinbauleuchten mit opaker Abdeckung vorgesehen (500 Lux, UGR21). Elektroanschlüsse werden gem. der noch abzustimmen- den Einrichtung vorgesehen. Lichtruf Displaymodul und Zimmerleuchte mit Elektronikmodul werden vorgesehen.

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Thema Sachstand

Lager Es werden LED-Rastereinbauleuchten mit opaker Abdeckung vorgesehen (300 Lux, UGR21). Es werden außer einer Putzsteckdosen aktuell keine wei- teren Elektroanschlüsse vorgesehen. Lichtruf Displaymodul und Zimmerleuchte mit Elektronikmodul werden vorge- sehen.

Putzmittel und Entsorgung LED-Rastereinbauleuchten mit opaker Abdeckung (UGR21). Schaltung über Bewegungsmelder. Lichtruf Displaymodul und Zimmerleuchte mit Elektronik- modul werden vorgesehen. Lichtruf ist in den beiden Räumen nicht vorgese- hen.

Flure Im Umbaubereich des Flures sind quadratische LED-Rastereinbauleuchten mit opaker Abdeckung (nicht dimmbar, UGR21) vorgesehen. Stromkreise und Schaltung wie vorhanden. Info-Displays des Lichtrufs werden vorgese- hen.

WCs Als Beleuchtung werden LED-Rastereinbauleuchten mit opaker Abdeckung (UGR21) vorgesehen. (keine Spiegelleuchten). Beleuchtungsstärke 200 Lux. Lichtruf Ruf-Abstelltaster, Zugtaster und Zimmerleuchte mit Elektronikmodul werden vorgesehen.

Sonnenschutzsteuerung

Die Steuerungsmodule sind neu aufzubauen.

Brandschutz

Die Führung der elektrischen Leitungswege erfolgt bei Kreuzungen von Flu- ren und Rettungswegen brandschutztechnisch gekapselt. Alle Wand- und Deckendurchführungen werden entsprechend der Feuerwiderstandsklasse der Bauteile geschottet.

Beleuchtung

Die Auslegung der Beleuchtungsanlage erfolgt auf der Grundlage der DIN VDE 0100-710, der Nennbeleuchtungsstärken nach der DIN 5035-3 bzw. der EN 12464-1 unter Beachtung der Vorgaben aus der AMEV 2016 sowie der DIN EN 1838.

Für die geplanten neuen Räume sind Leuchten mit energieeffizienter LED- Technik vorzusehen. Überwiegend werden Einbauleuchten für Rasterdecken 625 geplant.

Sicherheitsbeleuchtung

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Thema Sachstand

Die Ausbildung der Sicherheitsbeleuchtung sowie die Ausführung beleuchte- ter oder hinterleuchteter Rettungswegkennzeichen werden durch die Elektro- und Brandschutzplanung auf Grundlage des Brandschutzkonzeptes und der anwendbaren Regelwerke abschließend festgelegt.

Blitzschutz- und Erdungsanlage

Die vorhandene Blitzschutz- und Erdungsanlage wird hinsichtlich Zustand, Funktionsfähigkeit und Erweiterbarkeit überprüft. Erforderliche Anpassungen und Erweiterungen werden nach der Normen- reihe DIN EN 62305 geplant und nachgewiesen.

Erweiterungen sind in den Aufstockungen vorgesehen.

Potentialausgleichanlage

In den Potentialausgleich nach DIN VDE 0100 Teil 410 sind alle nicht zum Betriebsstromkreis gehörigen elektrisch leitfähigen Teile einzubeziehen.

Insbesondere gilt dies für Heizungsanlagen, lüftungstechnischen Anlagen, Kabelbahnen und andere Medienleitungen, die auf Grund ihrer Lage, Anord- nung oder Systematik in der Lage sind, gefährliche Potentiale einzuschlep- pen.

Fernmelde- und Informationstechnische Anlage

Die Planung der fernmelde- und informationstechnischen Anlagen erfolgt nach den geltenden Regeln der Technik, insbesondere nach folgenden Re- gelwerken:

DIN VDE 0833-2, DIN 14675-1 und DIN VDE 0834 sowie die weiteren für Brandmeldung, Sprachalarmierung, Rufanlagen und baulichen Brandschutz einschlägigen Regelwerke

Sowie alle weiteren für dieses Bauvorhaben geltenden Vorschriften, Normen und Richtlinien. Alle Vorschriften werden in der neusten Version unter Be- rücksichtigung der entsprechenden europäischen und internationalen Nor- men beachtet. Die Schulflächen erhalten eine an Unterricht, Verwaltung und Mediennutzung angepasste Elektro- und IT-Ausstattung. Hierzu zählen nutzungsbezogene LED-Beleuchtung, Steckdosen- und Arbeitsplatzanschlüsse, strukturierte Da- tenverkabelung, WLAN-Versorgung und Anschlussmöglichkeiten für Unter- richts- und Präsentationstechnik. Die endgültigen Anschlusszahlen und Posi- tionen ergeben sich aus der noch abzustimmenden Möblierungs- und Medi- enplanung. Für den EDV-/Serverraum sind gesicherte Strom- und Datenver- sorgung, Potentialausgleich, Überspannungsschutz, Zutrittsregelung, techni- sche Überwachung und gegebenenfalls Ersatzstromanforderungen geson- dert zu prüfen.

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ThemaSachstand
Eine flächendeckende Einbruchmeldeanlage ist nicht vorgesehen. Für den
EDV-/Serverraum der Schule werden jedoch Zutrittsbeschränkung, Türüber-
wachung und gegebenenfalls weitergehende Sicherungsmaßnahmen nach
den Vorgaben des Krankenhausträgers und der IT-Sicherheit geprüft.

6.8 Sonstige TGA Die medizinischen Gasversorgungsleitungen werden innerhalb der Umbau- bereiche an das bestehende Versorgungsnetz angebunden. Für die Umbau- bereiche werden die erforderlichen Bereichs- beziehungsweise Etagenab- sperrkästen einschließlich Drucküberwachung, Alarmierung und Notversor- gung vorgesehen. Dimensionierung, Gasarten, Redundanz, Kennzeichnung und normative Anforderungen werden durch die Fachplanung und Medizin- technik raumbezogen festgelegt.

Die Kennzeichnung der Rohrnetze und der Entnahmestellen erfolgt neutral. Das Rohrleitungsnetz ist aus Kupferrohr für medizinische Gase in Sonder- ausführung, Werkstoff und Fertigungsmerkmale nach DIN EN 1057, nahtlos gezogen, innen spezialentfettet mit max. 0,2 mg/dm² Restfettgehalt. Die Rohre weisen eine blanke, nicht oxydierte Oberfläche auf. Bis zur Montage dürfen die vom Hersteller angebrachten Schutzklappen nicht entfernt werden. Bei der Montage wird ein Schutzgas-Hartlötverfahren verwendet, das eine Zunderbildung auf der Innenseite des Rohres verhindert. Für die Med. - Gase ist ein Etagenabsperrkasten mit bestimmten Funktionen vorgesehen. Dort wird für jede Gasart der Betriebsdruck angezeigt. Ein Kontaktgeber für eine Warnung nach EN 737-3 steht zusätzlich zur Verfügung. Die im Absperrkas- ten integrierte Drucküberwachung signalisiert Unter- und Überschreitungen von Betriebswerten. Zu jeder Zeit kann die Gasversorgung in dem Etagenab- sperrkasten abgesperrt werden. Über Einspeiseventile kann eine Notversor- gung sichergestellt werden. Die Kästen enthalten pneumatische Funktions- module, die ohne Lötarbeiten ausgetauscht werden können. Bei einem Druckabfall oder Überdruck schaltet sich am Etagenabsperrkasten ein opti- scher und akustischer Alarm ein.

Für die zu versorgenden Bereiche ist eine einkreisige Versorgung vorgese- hen.

Feuerlöschanlagen

Sprühnebellöschanlage:

Im Bestand ist eine Sprühnebellöschanlage in Teilbereichen vorhanden. Die Eingangshalle wird in den Schutzbereich mit einbezogen, hierfür wird die An- lage um einen Abgang erweitert.

LW-Anlage trocken / Wandhydranten:

In Teilbereichen sind Anpassungen an die Anlagen vorzunehmen.

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Thema Sachstand

Tragbare Feuerlöscher werden entsprechend dem fortgeschriebenen Brand- schutzkonzept vorgesehen. Die gewerke- und kostenmäßige Zuordnung wird eindeutig festgelegt.

6.9 Gebäudeautomation Die technischen Anlagen werden auf verschiedene Automationsschwer- punkte (ASP) aufgeteilt. Je ASP wird im Schaltschrank eine Reserve von 20% bei den physikalischen Datenpunkten berücksichtigt.

Die Anordnung der Automationsschwerpunkte erfolgt bereichsweise nach Er- fordernis der jeweiligen Anlagenkonstellationen und Technikzentralen.

BACnet Automations- und Managementsystem Es ist ein Gebäudeautomationssystem vorgesehen, dessen Komponenten die Merkmale eines nativen BACnet-Systems nach DIN EN ISO 16484-5 auf- weist. Nativ beschreibt die Anforderung, dass die Kommunikation der einzelnen Au- tomationsstationen untereinander zwingend über BACnet erfolgt. Eine Ein- bindung lediglich über BACnet Schnittstelle mit internem herstellerspezifi- schem Protokoll ist nicht zu-gelassen. Gefordert sind Einrichtungen, Pro- gramme, Funktionen gemäß DIN EN ISO 16484-3 für Management-, Verar- beitungs-und Ein-/Ausgabefunktionen.

Schaltschränke, Kabel, Verlegesysteme In den Technikzentralen sind Automationsschwerpunkte mit den zugehörigen Schaltschränken aufzubauen. In den Schaltschrankgruppen sind die erforder- lichen Baugruppen zum Melden, Schalten, Steuern und Regeln der ange- schlossenen betriebs-technischen Anlagen (BTA) untergebracht. Entsprechend ihrer Funktion sind die Baugruppen verdrahtet. Die Span- nungsversorgung wird seitens der Elektrotechnik vom jeweiligen, erforderli- chen Netz (AV/SV) bereitgestellt.

Für die Verbindung des BACnet-Systems untereinander wird ein gemeinsa- mes IT-Netzwerk (Hausnetz und Techniknetz) durch die Elektrotechnik auf- gebaut und von der GA mitgenutzt. Schaltschränke in stehender Ausführung, stabile Profilstahl-Rahmenkonstruktion, Blechverkleidung und Abdeckungen in 2 mm Stahlblech, in verwindungssteifer Konstruktion, einschließlich außen- liegender Anschlussstelle für den Potentialausgleich. Schutzart IP 54. Kabe- leinführung von unten mit Zugentlastung und darüberlegendem Rangierka- nal. Anlieferung als Einzelschränke, getrennt mit Feldtrennklemmen. Leis- tungsfelder werden mit Sammelschienenverbinder verbunden. Die Felder werden getrennt nach Verwendung aufgeteilt. Hierbei wird in Einspeise-, Leistungs-, Steuerungs-, DDC- und dezentrale Schaltschrank Felder unter- schieden. In den Einspeisefeldern ist die Einspeisung mit Hauptschalter, die Spannungsversorgungen mit Transformatoren inklusive Primär- /Sekundär- Sicherungen. Die GA-Schaltschränke werden schmelzsicherungslos aufge- baut (Ausnahme sind Vorsicherungen als NH-Trenner). Der Überspannungs- schutz ist im Einspeisefeld installiert. Die Sammelstörleuchte/Taster ist ober- halb der Phasenkontrollleuchte auf der Tür des Einspeisefeldes angebracht.

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Thema Sachstand

Entsprechend ihrer Funktion sind die Baugruppen verdrahtet. Die Span- nungsversorgung wird seitens der Elektrotechnik vom jeweiligen, erforderli- chen Netz (AV/SV) bereitgestellt.

Die Leistungsfelder beinhalten die Leistungs- und Motorbaugruppen nach Anlagen und Gruppen sortiert. Frequenzumformer werden, wenn erforderlich nicht im Leistungsfeld verbaut. Die FUs werden am Lüftungsgerät montiert. Bei Notwendigkeit sind separate Schaltschränke zu verwenden. FU Bypass Schaltungen werden nicht projektiert. Die Steuerungsfelder beinhalten Schal- tungen und Sicherheitsketten, welche über Hilfsschütze zu realisieren sind. Meldungen, welche entkoppelt werden müssen, sind über Koppelrelais (wie zum Beispiel Elektro-Meldungen) aufzuschalten. In die DDC-Felder werden die Controller mit den zugehörigen Remote I/O Modulen installiert. Die Lokale Vorrangbedieneben ist Teil der Automationsstation oder wird auf die Monta- geplatte montiert. Feldgeräte werden über Messtrennklemmen auf die Auto- mationsstation eingebunden.

Die Kabelverlegung außerhalb der Technikzentrale erfolgt auf den für diese Zwecke vergrößerten Kabeltrassen der Elektrotechnik. Innerhalb der Zentra- len werden die Trassen durch die GA aufgebaut.

Abstimmungen • zur Messung und Visualisierung von Energie- und Massenströmen (Energiemanagementsystem) zu Meldungsklassen (Bsp. Störung, Wartung, System) • zur geforderten Energieeffizienz nach DIN EN ISO 52120-1 finden im Zuge der weiteren Planung statt.

Ein einheitliches Anlagenkennzeichnungssystems wird angestrebt und in der weiteren Planung berücksichtigt.

6.10 Sondereinrichtungen Die medizinische Fachplanung wird für Kinderintensivstation, Endoskopie, Aufwach- und Überwachungsbereiche, POCT-Labor, medizinische Medien- versorgung, Gerätestellflächen und fest eingebaute medizinische Ausstattung verbindlich in die Planung einbezogen. Die lose Ausstattung der Schule ist nicht Bestandteil der baulichen Kosten- schätzung. Der Krankenhausträger stimmt mit der Schule ab, welche Möbel, Unterrichtsmittel, IT- und Mediengeräte aus dem Bestand mitgeführt werden können und welche Gegenstände neu zu beschaffen sind. Fest eingebaute Bauteile und technische Anschlüsse werden nur berücksichtigt, soweit sie in den Plan- und Kostenunterlagen ausdrücklich ausgewiesen sind.

6.11 Sonstige Weitere einzubeziehende Fachplanungen und Sachverständigenleistungen Fachplanungen umfassen insbesondere Tragwerksplanung, Brandschutzplanung, Bauphysik, Krankenhaushygiene, Medizintechnik, Baugrund, Vermessung, Schadstoffer- kundung und SiGe-Koordination sowie gegebenenfalls weitere nutzungsspe- zifische Fachplanungen.

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Thema Sachstand Klimaanpas- sungsmaßnah- men

7.1 Klimaanpassungs- Malerarbeiten: maßnahmen Kosten- Für Anstrichstoffe, Bodenbeläge, Klebstoffe und sonstige Ausbauprodukte gruppe 300 werden produktneutral überprüfbare Anforderungen an Emissionen, Schad- stoffarmut, Reinigungs- und Desinfektionsmittelbeständigkeit, Dauerhaftigkeit und Umweltverträglichkeit festgelegt.

Umweltbezogene Produkteigenschaften und CO₂-Angaben sind durch geeig- nete Herstellerunterlagen, Umweltproduktdeklarationen oder gleichwertige Nachweise zu belegen.

Die endgültige Produktauswahl erfolgt unter Berücksichtigung der Anforde- rungen der Krankenhaushygiene und der jeweiligen Raumnutzung.

Bodenbelagsarbeiten:

Fußbodenheizung: Siehe Punkt 7.2

Zum Einsatz kommt ein Oberbodenbelag aus Linoleum, welcher sich in einer Stärke von 2,5 bis 3,2 mm auch für die erhöhten Ansprüche des Kranken- hausbetriebes eignet.

Für die Bodenbeläge werden natürliche beziehungsweise nachwachsende Rohstoffanteile nur auf Grundlage geeigneter Produkt- und Umweltdeklaratio- nen bewertet. Anforderungen an Ableitfähigkeit beziehungsweise Antistatik werden raum- bezogen durch die medizinische Nutzung und die elektrotechnische Planung festgelegt. Soweit Anforderungen zur Vermeidung elektrostatischer Zündge- fahren bestehen, wird die TRGS 727 berücksichtigt.

Die Rückbau- und Entsorgungswege der Bodenbeläge werden entsprechend den tatsächlichen Materialeigenschaften und den geltenden abfallrechtlichen Anforderungen festgelegt.

Dachbegrünung:

Da sich die neu zu errichtenden Behandlungsräume der Zentralen Aufnah- meeinheit für Kinder, direkt unterhalb der Dachfläche befinden, ist zu erwar- ten, dass die Patienten unter übermäßigen Temperatureinwirkung über die Dachfläche zu leiden haben. Gesundheitlich beeinträchtigte Patienten weisen diesbezüglich besondere Risikofaktoren für hitzebedingte Gesundheitsschä- den auf, da sie unter übermäßiger Hitzeeinwirkung eine verminderte physio- logische Anpassungsfähigkeit aufweisen.

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Thema Sachstand

Um Hitze, Wind und Frost oberhalb der Dachfläche mittels einer Vegetations- schicht abzupuffern und somit die Leistungsanforderungen an die Klimatisie- rung zu reduzieren, soll eine neue extensive Dachbegrünung auf der Dach- fläche vorgesehen werden.

Die extensive Bepflanzung mit an die Wirtschaftlichkeit angepasstem, mini- malem Pflegebedarf schafft zudem Lebensraum unter Förderung der Arten- vielfalt, bindet Feinstaub und verbessert die Luftqualität.

Zudem entsteht ein Zwischenspeicher für aufkommendes Regenwasser, was zu einer Entlastung der Kanalisation führt und das Risiko einer Überflutung bei Starkregenereignissen minimiert.

Da sich diese Dachflächen in den Neubaubereichen befinden, können die statischen Erfordernisse bereits in der Planung Berücksichtigung finden. Umfang, Aufbauhöhe, Retentionsvolumen und genaue Dachflächen der Be- grünung werden in den Plan- und Kostenunterlagen eindeutig ausgewiesen. Die Dachbegrünung wird mit Tragwerksplanung, Dachentwässerung, Brand- schutz, Wartungswegen sowie Außen- und Fortluftöffnungen der RLT-Anla- gen koordiniert.

7.2 Klimaanpassungs- Elektro: maßnahmen Kosten- gruppe 400 Als Raumbeleuchtung werden LED-Panelleuchten oder Rastereinbauleuch- ten vorgesehen. Im Vergleich zu anderen Leuchtmitteln sind diese energieeffizienter und CO2-Emissionen können eingespart werden. Außerdem haben LEDs eine längere Lebensdauer, was zu einer Reduktion von Abfällen und Elektro- schrott führt.

Heizung:

Soweit technisch und funktional geeignet, werden Flächenheizsysteme ein- gesetzt, die niedrige Systemtemperaturen ermöglichen. Die endgültige Fest- legung erfolgt raumbezogen durch die Fachplanung. konvektive Anteil der Beheizung nahezu unterbunden. Die Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, welche mit geringen Systemtemperaturen betrieben werden kann. Durch die Anlagentechnische Vorrichtung dieses Systems, können in Zukunft Wärmeerzeugungsanlagen wie bspw. Wärmepumpen ein- gesetzt werden, welche bei geringen Systemtemperaturen effizient arbeiten. Zusätzlich kann in Zukunft mit einer Wärmepumpe, Energie aus der Luft oder dem Erdreich genutzt werden. Dadurch kann der CO2-Ausstoß in dem Kran- kenhaus gesenkt werden. Weil das Krankenhaus derzeit noch über Fernwärme versorgt wird und der Stromverbrauch durch die neue Wärmepumpe steigt, ist der Austausch der Wärmeerzeugungsanlagen derzeit aus ökologischer Sicht noch nicht ratsam. Nach dem EEG 2023 soll ab dem Jahr 2030 der Strom in Deutschland zu 80% aus regenerativen Energien erzeugt werden. Ab diesem Zeitpunkt ist es aus ökologischer Sicht ratsam, die Wärmeerzeugungssysteme auszutau- schen. Es wird eine Zielplanung für ein Energieversorgungskonzept angesto- ßen.

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Thema Sachstand

Mit der Fußbodenheizung kann der Energieverbrauch minimiert wer-den. Aufgrund der größeren Fläche im Vergleich zu den derzeit eingebauten Heiz- körpern, werden geringere Systemtemperaturen benötigt, um den Raum zu erwärmen. Das führt zu geringeren Wärmeverlusten in der Verteilung und einer gezielteren Wärmeversorgung der jeweiligen Räume. Außerdem wird die Wärme bei einer Fußbodenheizung über Wärmestrahlung abgegeben. Bei dem Heizkörper erfolgt die Wärmeübertragung Großteils über Konvektion. Das führt zu einer geringeren Behaglichkeit bei niedrigen Raumtemperaturen. Über die Fußbodenheizung kann somit, im Vergleich zum Heizkörper bei geringeren Raumtemperaturen eine höhere Behaglich- keit er-zielt werden. Die daraus resultierende Energieeinsparung führt eben- falls zu einem geringeren CO2-Austoß. Die beschriebenen energetischen Wirkungen der Flächenheizung sind im Rahmen der Fachplanung und der fortgeschriebenen Energiebilanz nachzuweisen.

RLT:

Zur Be- und Entlüftung der Krankenhausbereiche werden große Luftvolumen- ströme benötigt, die sowohl der Absicherung der hygienischen Anforderun- gen als auch dem Abbau von Wärmelasten und Schadstoffen dienen. Aus energetischen Gründen ist eine Wärmerückgewinnung zur Vorwärmung bzw. Vorkühlung der Außenluft als Hochleistungs-Kreislaufverbundsystem mit adi- abater Verdunstungskühlung (ca. 75% Wirkungsgrad) vorgesehen. In Übergangszeiten wird die Anlage mit gleitendem Sollwert für effiziente Energieerzeugung betrieben. Durch Austausch von bestehenden Anlagen werden Wärmerückgewinnungs- potentiale gehoben und unkontrollierte Nachströmungen über Gebäudefugen und Fenster / Bauteilöffnungen unterbunden. Durch gezielte Luftführungssys- teme in den neu zu versorgenden Bereichen wird ebenfalls der Feuchte- schutz in Nassräumen gewährleistet.

Die Kälteerzeugung wird mit einem außenstehenden Kaltwassersatz sicher- gestellt. Eine Kühlung / Klimatisierung von sensiblen Funktionsbereichen ist vorgesehen. Diese können auch bei kühleren Außentemperaturen passiv ge- kühlt werden. Als Grenz-Außenlufttemperatur werden 16 °C den Berech- nungen zugrunde gelegt. Dazu werden die Kälteenergie-Verbraucherkreise mit möglichst hohen Kalt- wasser-Vor- und Rücklauftemperaturen dimensioniert. Bei geeigneten Außentemperaturen wird der Kältebedarf über den vorgese- henen Freikühlbetrieb gedeckt beziehungsweise reduziert. Dabei wird die mechanische Verdichterkälte soweit wie technisch möglich umgangen oder nur ergänzend betrieben. Die endgültige hydraulische Einbindung und Betriebsweise wird durch die TGA-Fachplanung festgelegt.

Gebäudeautomation:

Mit der Gebäudeautomation wird das Einführen eines Energiemanagement- systems vorgenommen.

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Thema Sachstand

Der Einsatz der Gebäudeautomation erfolgt für effizientes Steuern und Re- geln der Wärme-, Kälte- und Raumlufttechnischen Anlagen. Die Gebäudeleittechnik kann durch eine intelligente Steuerung der Ventile und Stellantriebe dazu beitragen, den Energieverbrauch in dem Gebäude zu minimieren. Durch die Erfassung der Temperatur und Feuchtigkeit über Sensoren in den Räumen kann die Heizungs- Kälte und Lüftungsanlage auf den tatsächlichen Bedarf reguliert werden. Die energetische Bewertung der Gebäudeautomation erfolgt nach DIN EN ISO 52120-1; die Berücksichtigung in der Energiebilanz erfolgt, soweit an- wendbar, nach DIN V 18599-11. Die angestrebte Automationsklasse und die zugehörigen Funktionen werden durch die Fachplanung nachgewiesen. Mit Bewegungsmeldern kann die Be- leuchtung nutzungsabhängig gesteuert werden. Wärmedämmung: - siehe Beschreibung TGA Die den geprüften Förderunterlagen zugrunde gelegten Klimaanpassungsmaßnah- men umfassen anerkannte Kosten in Höhe von 8.432.229,13 Euro brutto. Dies ent- spricht 34,41 % der geprüften Gesamtkosten von 24.503.506,90 Euro brutto. Die einzelnen Klimaanpassungsmaßnahmen werden in der fortgeschriebenen Kostenbe- rechnung eindeutig den jeweiligen Kostengruppen nach DIN 276, Teilprojekten und Baubereichen zugeordnet. Im Zuge der weiteren Planung wird geprüft, ob die fortgeschriebenen Konstruktio- nen und Anlagenkonzepte den bewilligten Maßnahmen und Kostenansätzen ent- sprechen. Änderungen des Umfangs, der technischen Ausführung oder der Kosten werden in der Änderungs- und Fördermittelmatrix nachgeführt.

Dorsten, 21.08.2026

Dipl. Ing. (FH) Architektin Andrea Krause Geschäftsführende Gesellschafterin Leitung Projektentwicklung + Architektur

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