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Planungsleistungen für Freianlagen und technische Ausrüstung zur Sanierung einer Festhalle

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Sanierung der Festhalle Stöckwiese

in Bietigheim

Informationen zur Teilnahme am

offenen Verfahren

für die Planung von Freianlagen gemäß § 39 HOAI und Techni-

schen Ausrüstung mit den

Anlagengruppen 1 + 4 gemäß § 53 HOAI

Harrer Ingenieure

Gesellschaft Beratender Ingenieure VBI mbH

Am Großmarkt 10

76137 Karlsruhe

Karlsruhe, den 16.10.2026

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Projektbeschreibung

Inhaltsverzeichnis

1 Projektbeschreibung ............................................................................................................ 3

2 Allgemeine Daten................................................................................................................. 5

2.1 Auftraggeber ................................................................................................................ 5

2.2 Koordination und Durchführung .................................................................................... 5

2.3 Kommunikation ............................................................................................................ 5

2.4 Termine ........................................................................................................................ 5

2.5 Abgabeort der Bewerbung um Teilnahme .................................................................... 5

2.6 Form- und Fristgerechte Abgabe der Teilnahmeanträge und Angebote ....................... 5

3 Teilnahmewettbewerb I Teilnehmer und Bewerbungsunterlagen ......................................... 6

3.1 Formelle Prüfung .......................................................................................................... 6

3.2 Eignungsprüfung .......................................................................................................... 6

4 Zuschlagskriterien ................................................................................................................ 8

4.1 Übersicht der Zuschlagskriterien .................................................................................. 8

4.1.1 Fachliche Qualifikation der Projektleitung / Bauleitung ............................................ 8

4.1.2 Vergleichbare Referenzen ....................................................................................... 8

4.1.3 Organisation Projektteam ........................................................................................ 9

4.1.4 Honorar ................................................................................................................. 10

4.1.5 Zusammenfassung ................................................................................................ 11

4.2 Zuschlagsentscheidung .............................................................................................. 11

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Projektbeschreibung

1 Projektbeschreibung

Die Gemeinde Bietigheim beabsichtigt die umfassende Sanierung und funktionale Modernisie- rung der gemeindeeigenen Festhalle in der Stöckwiese. Die Festhalle stellt einen zentralen Ver- anstaltungsort für das kulturelle, gesellschaftliche und örtliche Vereinsleben dar und besitzt ins- besondere im Zusammenhang mit dem jährlich stattfindenden Volksfest eine herausragende Be- deutung. Darüber hinaus wird das Gebäude ganzjährig für unterschiedlichste Veranstaltungen genutzt und dient in den Wintermonaten als Unterstellmöglichkeit für Wohnmobile.

Die Festhalle befindet sich auf dem gemeindeeigenen Grundstück Flst.-Nr. 938/4 in der Stöck- wiese 7 in 76467 Bietigheim. Das Gebäude wurde im Jahr 2000 errichtet und steht nicht unter Denkmalschutz. Die wesentlichen technischen Gewerke, insbesondere die Elektroinstallation, die Trinkwasser- und Abwasserinstallation sowie die Dachkonstruktion einschließlich Dachabdich- tung, stammen ebenfalls aus dem Baujahr 2000.

Die Festhalle ist nicht durch ein eigenständiges Grundstück abgegrenzt, sondern Bestandteil des großflächigen gemeindeeigenen Grundstücks Flst.-Nr. 938/4, auf dem sich auch die für Veran- staltungen erforderlichen Außen- und Erschließungsflächen befinden.

Im Rahmen des laufenden Betriebs wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche bauliche, tech- nische und funktionale Defizite festgestellt. Neben altersbedingten Schäden an der Gebäudes- ubstanz bestehen erhebliche Mängel an der technischen Gebäudeausrüstung sowie an der Inf- rastruktur der Außenanlagen. Ziel der Maßnahme ist die nachhaltige Sanierung und Modernisie- rung der Festhalle mit Außenanlagen, um einen langfristig wirtschaftlichen, sicheren und funktio- nalen Betrieb sicherzustellen sowie die Anforderungen an heutige Veranstaltungsstätten zu er- füllen.

Die Festhalle wurde als sogenannte Insellösung in das Landessanierungsprogramm „Alter Orts- kern“ aufgenommen. Unter Berücksichtigung des jährlich stattfindenden Volksfestes ist die bau- liche Umsetzung derzeit für den Zeitraum von September 2027 bis Juli 2028 vorgesehen. Die Planung ist entsprechend auf diesen verbindlichen Terminrahmen auszurichten.

Der Projektumfang umfasst sowohl Maßnahmen am Bestandsgebäude als auch an den Außen- anlagen. Hierzu zählen insbesondere:

(cid:127) bauliche Sanierungsmaßnahmen am Gebäude einschließlich Dach, Innenausbau und Bühnenbereich, (cid:127) Erneuerung und Modernisierung der elektrotechnischen Infrastruktur einschließlich Beleuchtung, Stromversorgung und Veranstaltungstechnik, (cid:127) Erneuerung und Erweiterung der Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur, (cid:127) funktionale Anpassungen der Sanitäranlagen, (cid:127) Verbesserung der Lager- und Betriebsabläufe, (cid:127) Anpassung der Außenanlagen einschließlich der technischen Erschließung, Leitungs- infrastruktur und Veranstaltungsflächen, (cid:127) Umsetzung erforderlicher Tiefbaumaßnahmen zur Erneuerung der Ver- und Entsor- gungsleitungen.

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Projektbeschreibung

Die bekannten Mängel und Anforderungen bilden die Grundlage für die weitere Planung. Im Zuge der weiteren Planung sind diese zu überprüfen, planerisch zu bewerten und zu einem wirtschaft- lichen, technisch schlüssigen und förderfähigen Gesamtkonzept weiterzuentwickeln.

Nachfolgende Rahmentermine sind geplant:

(cid:127) Planungsbeginn: Unmittelbar im Anschluss der Vergabe (cid:127) Abschluss LPH 3: Februar/März 2027 (cid:127) Baubeginn: Mitte September 2027 (nach Mallorca Party) (cid:127) Fertigstellung: Vor dem Volksfest im Juli 2028

Aufgrund von Förderbedingungen und geplanten Veranstaltungen muss die Bauzeit zwischen September 2027 und Juli 2028 zwingend eingehalten werden. Dies ist in der Planung und Aus- führung zu beachten.

Die Grobkostenschätzung (Stand 01/2026) für die Tiefbauarbeiten beläuft sich auf:

KG 500 373.784,16 € brutto KG 550 41.770,19 € brutto

Die Kostengruppe 550 untergliedert sich in:

KG 541/542 25.211,34 € brutto KG 546 16.558,85 € brutto

Im Anhang finden Sie zur Übersicht eine Skizze der Leitungsarbeiten der Festhalle. In der Skizze sind zwei Varianten der befestigten Flächen dargestellt. Im Rahmen der Planung sind Varianten zu entwickeln und untersuchen. Für die Grobkostenschätzung wurde eine Zwischen- variante angenommen.

Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Planungsleistungen für Freianlagen gemäß § 39 HOAI und Technischen Ausrüstung mit den Anlagengruppen 1 + 4 gemäß § 53 HOAI mit den Leistungsphasen 1-9.

Es erfolgt eine stufenweise Beauftragung. In der Stufe 1 werden zunächst die Leistungsphase 1-4 beauftragt, in der Stufe 2 die Leistungsphasen 5-9. Ein Rechtsanspruch auf Gesamtbeauf- tragung besteht nicht.

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Allgemeine Daten

2 Allgemeine Daten

2.1 Auftraggeber

Gemeinde Bietigheim Malscher Str. 22 76467 Bietigheim

2.2 Koordination und Durchführung

Harrer Ingenieure GmbH Am Großmarkt 10 76137 Karlsruhe

2.3 Kommunikation

Die Kommunikation erfolgt grundsätzlich schriftlich über die Vergabeplattform subreport.

2.4 Termine

 Versand Vergabebekanntmachung: 16.10.2026  Angebotseingang: 16.11.2026

2.5 Abgabeort der Bewerbung um Teilnahme

Der Teilnahmeantrag ist online über die Vergabeplattform subreport einzureichen. Die Abgabe erfolgt elektronisch in Textform nach § 126b BGB, eine eigenhändige Unterschrift ist nicht erfor- derlich.

2.6 Form- und Fristgerechte Abgabe der Teilnahmeanträge und Angebote

Angebote sind ausschließlich verschlüsselt über die Vergabeplattform hochzuladen, eine Abgabe per Mail oder über die Funktion der „Bieterkommunikation“ ist nicht zulässig.

Nicht form- / fristgerecht eingereichte Angebote sind vergaberechtlich (vgl. §57 VgV) zwingend vom weiteren Verfahren auszuschließen.

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Teilnahmewettbewerb I Teilnehmer und Bewerbungsunterlagen

3 Teilnahmewettbewerb I Teilnehmer und Bewerbungsunterla-

gen

3.1 Formelle Prüfung

Die eingegangenen Unterlagen werden nach der Öffnung durch die Auftraggeberschaft zunächst auf die Einhaltung der formellen Anforderungen geprüft. Dabei sind die formelle sowie die fachli- che Richtigkeit der Unterlagen zu prüfen. Die Prüfung dient der Vorbereitung der Wertung und ist notwendige Voraussetzung für eine mögliche Nachforderung von Unterlagen durch die Auftrag- geberschaft. Im Verhandlungsverfahren erfolgt nach der formellen Prüfung die Eignungsprüfung und die Begrenzung der Anzahl der Bewerbenden. Unterlagen, welche die formellen Anforderun- gen nicht erfüllen, brauchen von der Auftraggeberschaft nicht weiter geprüft zu werden.

Mindestanforderungen:

 Fristgerechter Eingang der Unterlagen  Formgerechter Eingang der Unterlagen (elektronische Abgabe der Angebote in Textform (§ 126b BGB) über die Vergabeplattform, Nutzung der vorgegebenen Formblätter)  Vollständigkeit (die Auftraggeberschaft kann fehlende oder unvollständige Unterlagen nachfordern, wenn sie nicht leistungsbezogen sind)  Plausibilitätsprüfung (Überprüfung der Schlüssigkeit der Angaben des Unternehmens)

3.2 Eignungsprüfung

Bewerbende, die zur Auswahl zugelassen werden sollen, müssen folgende Eignungskriterien ausnahmslos erfüllen.

Die Eignungskriterien (Mindestanforderungen) sind:

Zwingende und fakultative Ausschlussgründe

 Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (gem. § 42 VgV i.V.m. §§ 123, 124 GWB)

Kooperation mit Dritten

 Besteht ein Interessenkonflikt gem. § 6 VgV?  Zusammenarbeit mit anderen in relevanter Weise für den Auftrag (gem. § 43 Abs. 2, § 47 Abs. 1 VgV)  Vorlage der Bereitschaft bei mehreren gemeinsam auftretenden Bewerbenden, im Fall des Zuschlags eine Rechtsform anzunehmen, die eine eindeutige fachliche und rechtliche Federführung des Gesamtprojektes bei einem der Bewerbenden sicherstellt (§ 43 Abs. 3, § 47 Abs. 3 VgV)  Vorlage der Eigenerklärung zur Verordnung (EU) 2022/576 Sanktionen der EU gegen Russland

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Teilnahmewettbewerb I Teilnehmer und Bewerbungsunterlagen

Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit (gem. § 45 VgV)

 Verpflichtungserklärung nach den Vorgaben des Tariftreue- und Mindestlohngesetzes für öffentliche Aufträge in Baden-Württemberg (LTMG)  Nachweis (gem. § 45 Abs. 1 Nr. 3 und § 45 Abs. 4 Nr. 2 VgV), dass eine Berufshaftpflicht- versicherung über min. 1,5 Mio. € für Personenschäden, min. 0,25 Mio. € für sonstige Schäden vorliegt bzw. dass die Deckungssummen im Auftragsfall entsprechend erhöht werden. Oder alternativ eine Eigenerklärung des Bewerbers, dass im Auftragsfall eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird.  Eigenerklärung zu den Gesamtumsätzen des Bewerbenden / der Bewerbergemeinschaft der letzten 3 Geschäftsjahre gem. § 45 Abs. 4 VgV. Der geforderte Mindestumsatz beträgt im Mittel 0,1 Mio. €.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (gem. § 46 VgV)

 Nachweis der Berufszulassung (Eintragung ins Berufs- oder Handelsregister) gem. § 44 Abs. 1, § 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV  Nachweis der Berechtigung zur Führung der Berufsbezeichnung „Ingenieur“ (z.B. Kam- mereintrag) oder vergleichbare Qualifikation gem. § 46 Abs. 3 Nr. 6 VgV. Die Person muss maßgeblich am Projekt beteiligt sein.  Nachweis zu den in den letzten drei Jahren Beschäftigten und der Führungskräfte des Bewerbenden / der Bewerbergemeinschaft gem. § 46 Abs. 3 Nr. 8 VgV. Die geforderte Mindestanzahl beträgt im Mittel 2 Beschäftigte.

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Zuschlagskriterien

4 Zuschlagskriterien

Die für die Bewertung der Zuschlagskriterien erforderlichen Unterlagen sind in Textform mit dem Angebot einzureichen. Verhandlungsgespräche finden nicht statt. Die Auswertung der Angebote erfolgt allein anhand der textlichen Darstellungen.

4.1 Übersicht der Zuschlagskriterien

Die nachfolgend dargestellten Zuschlagskriterien werden in verschiedene Unterkriterien unter- teilt, welche jeweils kurz in Klammern aufgeführt werden. Die Kriterien werden jeweils mit Wer- tungszahlen zwischen 0 und 5 bepunktet und innerhalb eines Kriteriums addiert, sodass eine Bepunktung von max. 5 Punkten möglich ist. Die Punkte werden anschließend mit der Wichtung multipliziert. Die Summe aller Punkte ergibt die erreichte Punktzahl.

4.1.1 Fachliche Qualifikation der Projektleitung / Bauleitung

BewertungskriteriumMax. zu verge- bende PunktzahlGewichtungMax. erreichbare Punktzahl
Berufserfahrung/Fachliche Qualifika- tion der vorgesehenen Projektleitung520100
Berufserfahrung/Fachliche Qualifika- tion der vorgesehenen Bauleitung51050
Summe „Fachliche Qualifikation der Projektleitung / Bauleitung“150

Die Bewertungskriterien werden nach den folgenden Unterkriterien bepunktet und beurteilt.

BewertungskriteriumUnterkriterienBepunktung
Berufserfahrung/Fachliche QualifikationPersönliche Referen- zenJe 1 Referenz im Bereich Freianlagen und Lei- tungsarbeiten1
Je 1 Referenzen im Be- reich Freianlagen und Leitungsarbeiten mit An- schluss an Bestand2
Berufserfahrung< 7 Jahre1
7 – 14 Jahre2
> 14 Jahre3

4.1.2 Vergleichbare Referenzen

BewertungskriteriumMax. zu verge- bende PunktzahlGewichtungMax. erreichbare Punktzahl
Vergleichbare Referenz Freianlagen525125
Summe125

Die Bewertungskriterien werden nach den folgenden Unterkriterien bepunktet und beurteilt.

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Zuschlagskriterien

BewertungskriteriumUnterkriterienBepunktung
Vergleichbare Referenz Freianlagen - Mind. LPH 2-8 - Mind. HZ II - Fertigstellung muss im Zeitraum vom 01.10.2021 – 01.10.2026 erfolgt sein.Öffentlicher Auftragge- bernein0
ja1
Baukosten (KG 500 netto)200.000 € - < 250.000 €1
250.000 € - 300.000 €2
> 300.000 €3
Mit Anschluss Lei- tungsarbeiten an Be- standnein0
ja1

4.1.3 Organisation Projektteam

BewertungskriteriumMax. zu verge- bende PunktzahlGewichtungMax. erreichbare Punktzahl
Aufzeigen anhand eines Organi- gramms, mit welchen personellen Mitteln und Kapazitäten das Projekt umgesetzt werden soll. Die Vertre- tungsregelungen sind mit einzubezie- hen.5525
Summe25

Die Bewertungskriterien werden nach den folgenden Unterkriterien bepunktet und beurteilt.

BewertungskriteriumUnterkriterienBepunktung
Aufzeigen anhand eines Organigramms, mit wel- chen personellen Mitteln und Kapazitäten das Pro- jekt umgesetzt werden soll. Die Vertretungsregelungen sind mit einzubeziehen.Vorlage Organigramm inkl. Vertretungsrege- lungnein0
ja5

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Zuschlagskriterien

4.1.4 Honorar

BewertungskriteriumMax. zu verge- bende PunktzahlGewichtungMax. erreichbare Punktzahl
Honorarermittlung im Rahmen der HOAI (Bandbreite Honorarzone) inkl. Nebenkosten, Höhe Std.-Sätze etc. sowie Honorare für besondere Leis- tungen540200
Summe „Honorar“200

Die Bewertung des Kriteriums Honorar erfolgt nach der Medianmethode. Der Median als Refe- renzwert für die Bewertung der eingegangenen Angebote wird wie folgt gebildet.

Bei einer ungeraden Anzahl von Angeboten:

Die Angebote werden nach Preis aufsteigend sortiert. Das Angebot, von dem aus betrachtet 50 % der Angebote günstiger und 50 % teurer sind, ist das Angebot, das mit 100 % den Referenzwert darstellt. Beispiel: Es liegen 5 Angebote vor, die aufsteigend sortiert werden. Das Angebot Nr. 3 bildet mit 100 % den Bezugswert.

Bei einer geraden Anzahl von Angeboten:

Die Angebote werden nach Preis aufsteigend sortiert. Es wird der lineare Mittelwert zwischen den beiden in der Mitte liegenden Angeboten berechnet und bildet mit 100 % den Bezugswert. Beispiel: Es liegen 4 Angebote vor die aufsteigend sortiert werden. Berechnet wird: (Summe An- gebot 2 + Summe Angebot 3) / 2 = Medianwert mit 100 %.

Die Angebote werden zum Medianwert prozentual ins Verhältnis gesetzt. Die Angebote werden nach den folgenden Unterkriterien bepunktet.

BewertungskriteriumUnterkriterienBepunktung
Honorarermittlung im Rah- men der HOAI (Bandbreite Honorarzone) Nebenkos- ten, Höhe Stundensätze etc.Angebot nicht angemessen (> 107,5 %)1
Honorar liegt über dem Median (> 102.5 % - 107,5 %)2
Honorar liegt im Median (>97,5 % - 102,5 %)3
Honorar liegt unter dem Median (>92,5 % - 97,5 %)4
günstiges Angebot (<= 92,5 %)5

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Zuschlagskriterien

4.1.5 Zusammenfassung

Zusammenfassung ZuschlagskriterienMax. erreichbare Punkte- zahl
4.1.1 Berufserfahrung/Fachliche Qualifikation der Projektlei- tung / Bauleitung150 Punkte
4.1.2 Vergleichbare Referenzen125 Punkte
4.1.3 Organisation Projektteam25 Punkte
4.1.4 Honorar200 Punkte
Gesamtsumme500 Punkte

4.2 Zuschlagsentscheidung

Der Bietende mit der höchsten Punktzahl wird derjenige / diejenige sein, der / die zur Auftragser- teilung vorgeschlagen wird.

In dem Fall, dass nach der Auswertung eine Punktegleichheit von zwei oder mehreren Bietenden vorliegt, wird der Bietende mit dem betragsmäßig günstigsten Angebot zur Auftragserteilung vor- geschlagen.

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