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Einladung – an alle Bieter - Entwurf
Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein GmbH
Errichtung einer Wohnanlage bestehend aus 4 Mehrfamilienhäuser im Stadtteil Ober-
Ingelheim - „Am Westerberg II“
Vergabe von Planungsleistungen
Leistungen der Technischen Ausrüstung – Elektro und MSR
- Phase des Verhandlungsverfahrens
Sehr geehrte Damen und Herren,
in dem vorbezeichneten Vergabeverfahren zeige ich an, die Auftraggeberin, die
Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein GmbH, zu beraten und zu vertreten. Namens
meiner Mandantin danke ich für Ihre Teilnahme an dem Vergabeverfahren und teile mit, dass
Sie sich als Bieter hinsichtlich der Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung – Elektro
und MSR – qualifiziert haben.
Ich lade Sie hiermit ein, an der 2. Phase des Verhandlungsverfahrens teilzunehmen.
- Zu Ihrem Angebot:
a) Beschreibung der Planungsaufgabe
Ich bitte Sie um die Abgabe eines Angebots für die Planungsleistungen auf Grundlage des
ebenfalls beigefügten Ingenieurvertrags (Technische Ausrüstung) im Entwurf.
Das geplante Bauvorhaben „Am Westerberg II“ befindet sich im Stadtteil Ober-Ingelheim,
gelegen an den Straßen „Ohrenbrücke“, „Hinter der Ohrenbrücke“ und „Im Rheinweg“. Das
Plangebiet liegt innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplanes „Ohrenbrücke II“ der
Stadt Ingelheim am Rhein.
Grundlage der Planung sind:
• Der aufgestellte Bebauungsplan „Ohrenbrücke II“, der Stadt Ingelheim am Rhein
• Die WBI Bau- und Ausstattungsbeschreibung
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• Die WBI-Projektvorgaben
• Planungsstandard grüne Infrastruktur
• Das bereits vorliegende planerische Grundkonzept des Auftraggebers (Bestandteil der
Vergabeunterlagen)
• Der wasserwirtschaftliche Begleitplan
Für das Gesamtbauvorhaben wird eine vorläufige Kostenschätzung von insgesamt 12.720.000
€ (netto) zugrunde gelegt. Die Verteilung der Kosten auf die Kostengruppen nach DIN 276
sowie die anrechenbaren Kosten der für diese Ausschreibung relevanten Anlagengruppen
(AG) gestalten sich wie folgt:
• KG 300: Bauwerk – Baukonstruktion → 10.000.000 €
• KG 400: Bauwerk – Technische Anlagen (Gesamtbudget) → 2.720.000 €
- Davon:
• TGA Elektro (KG440 + KG450): 895.000 €
• MSR (KG480): 40.000 €
Die Beauftragung ist stufenweise geplant.
Die Planung hat sofort nach Auftragsvergabe zu beginnen. Folgende verbindliche Zwischen-
und Endtermine sind für die Erarbeitung der Leistungsphasen 1–4 sowie der Zuarbeit zur
funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB) für das anschließende GU-Gesamtverfahren
definiert:
• Bis 31.03.2027 (Entwurfsplanung / LPH 3)
• Genehmigungsplanung (LPH 4): Übergabe aller für die Genehmigung relevanten
Unterlagen, Schachtpläne und Nachweise innerhalb von 6 Wochen nach Freigabe des
Entwurfs durch die WBI
• Funktionale Leistungsbeschreibung (FLB): Übergabe innerhalb von 6 Wochen nach
Abschluss der Genehmigungsplanung
Hinsichtlich der Einzelheiten wird auf die Leistungsbeschreibung Bezug genommen.
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b) preisliche Bestandteile Ihres Angebotes
Für die Abrechnung Ihrer Leistung möchte meine Mandantin eine Vergütungsabrede
vorschlagen, die sich an der HOAI 2021 orientiert, jedoch mit der Möglichkeit einer Auf- bzw.
Abpreisung Ihrer Leistung gegenüber den sich aus den Honorartabellen ergebenden
Honoraren unter Berücksichtigung der übrigen Honorierungsparameter.
Bitte geben Sie ein Honorarangebot für die im Auftragsfall zu erbringenden Grundleistungen
der Leistungsphasen 1-4 nach § 55 i.V.m. Anlage 15 HOAI ab. Die Vergütungsvereinbarung
soll in Anlehnung an die HOAI (Ziffer 7.1 des Ingenieurvertrages) erfolgen.
Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Hierzu wird Bezug genommen auf den
Vertrag. Auf eine Weiterbeauftragung besteht kein Rechtsanspruch.
Für den wirtschaftlichen Vergleich der Angebote soll vom folgenden Honorierung-Parametern
ausgegangen werden: Honorarzone II (je Anlagengruppe 4, 5, 6 und 8)
Ich bitte Sie, die von Ihnen begehrten Nebenkosten zu Ziffer 7.5 des Vertrages als
prozentuallen Zuschlag zu Ihrem Nettohonorar anzubieten.
Hinsichtlich der zu Ziff. 7.4 des Vertragsentwurfs angefragten Zeithonorare, die im
angegebenen Umfang ebenfalls wertungsrelevant sind, bitte ich ebenfalls ein Angebot zu
machen.
Hinsichtlich Ihres Honorarangebots bitte ich zu berücksichtigen, dass es sich um keine
Umbaumaßnahme handelt.
Zudem bitte ich zu berücksichtigen, dass die Honorare für die Technische Ausrüstung gemäß
§ 56 Abs. 2 HOAI für jede Anlagengruppe (1 bis 3) getrennt zu ermitteln sind.
Ich möchten Sie bitten, meiner Mandantin ein Preisangebot für die im Angebotsformblatt
genannten Besonderen Leistungen zu machen. Eine Zusammenstellung der möglicherweise
zu beauftragenden Besonderen Leistungen finden Sie auch in der Anlage 2 des
Ingenieurvertrages sowie im Preisblatt.
Bitte benutzen Sie für Ihr Honorarangebot das beigefügte Angebotsformblatt (Anlage 3) oder
orientieren Sie sich an den dortigen Vorgaben.
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Mit Ihrem Angebot teilen Sie bitte eventuelle Änderungswünsche Ihrerseits zum
Vertragsentwurf mit, damit diese im Rahmen der geplanten Besprechung diskutiert und
abgestimmt werden können.
Mit Ihrem Angebot sind auch diejenigen Unterlagen einzureichen, die Sie im Rahmen der
Präsentation vorstellen möchten.
c) sonstige Bestandteile Ihres Angebotes
Mit Ihrem Angebot machen Sie bitte auch Ausführungen zu den unten zu 3. genannten
Wertungskriterien. Fehlen Ausführungen zu den unten zu 3. genannten Wertungskriterien
gänzlich, wird Ihr Angebot im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt.
d) Form und Frist der Angebotsabgabe
Das Angebot (Honorar sowie Angaben zu den Wertungskriterien) ist elektronisch unter
www.dtvp.de ((Projektraum-Id. Nr. ……) einzureichen.
Termin zur Angebotsabgabe ist der xx.xx.2026, 10:00 Uhr.
Ich bitte um Verständnis, dass verspätete Angebote keine Berücksichtigung finden können.
Ein öffentlicher Submissionstermin zur Angebotsöffnung findet nicht statt.
e) Besichtigung
Sofern Sie als Bieter eine Besichtigung durchführen wollen, erhalten Sie hierfür
selbstverständlich Gelegenheit. Möchten Sie die Teilnahme der Vergabestelle am
Besichtigungstermin, so bitte ich um kurze Terminabsprache mit der nachbenannten
Ansprechpartnerin:
Wohnungsbaugesellschaft Ingelheim am Rhein GmbH
Ansprechpartnerin: Frau Claudia Fey
Telefon: 06132 44193-43
Mail: c.fey@wbi.de
Binger Straße 51
55218 Ingelheim am Rhein
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- Zur Wertung Ihres Angebotes:
Gemäß § 58 Abs. 1 VgV möchte meine Mandantschaft den Vertrag mit demjenigen Bieter
schließen, der auf Grundlage der nachfolgend erläuterten Wertungskriterien und auf
Grundlage des ausgehandelten Vertrags das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat.
- Zu den Wertungskriterien:
Ihr Angebot werden wir unter Berücksichtigung folgender Kriterien bewerten:
a) Preis der Leistung 40%
b) Berufserfahrung und Organisation des vorgesehenen Projektteams 30%
c) Qualitätsmanagement im Rahmen des Planungsprozesses 25%
d) Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen 5 %
zu a):
Hinsichtlich der Bewertung Ihres Honorarangebots wird meine Mandantin wie folgt verfahren:
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem
doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der
Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Technischen Ausrüstung mit folgenden,
geschätzten Zeitansätzen ein:
• 20 Stunden Geschäftsführer
• 40 Stunden Ingenieur
• 20 Stunden Zeichner/Schreibkraft
zu b):
Hinsichtlich des Wertungskriteriums „Berufserfahrung und Organisation des vorgesehenen
Projektteams“ erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem ein beruflich unerfahrenes oder
weitgehend unerfahrenes Projektteam vorgeschlagen wird und/oder oder ein Projektteam, das
nicht überwiegend gemeinsam an einem Projekt gearbeitet hat. 4-6 Punkte erhält ein Angebot,
bei dem ein Projektteam vorgeschlagen wird, das überwiegend aus berufserfahrenen
Mitgliedern besteht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem ein eingespieltes, sehr
erfahrenes und qualifiziertes Projektteam vorgeschlagen wird, welches aufgrund von
besonderen Kompetenzen einen deutlichen Mehrwert für das Projekt bietet, wobei es
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schlüssig dargelegt wird, dass dieses Projektteam auch bereits Projekte gemeinsam
abgewickelt hat.
zu c):
Hinsichtlich des Wertungskriteriums „Qualitätsmanagement im Rahmen des
Planungsprozesses“ erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement
kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht,
kostengerecht und qualitätsgesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters,
sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot,
bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des
Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass
die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte
erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit
den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele
sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
zu d)
Hinsichtlich des Wertungskriteriums „Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht
preislichen Bedingungen“ erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen
Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von
haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für
Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein
Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt,
beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte
enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom
vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das
Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den
Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.
- Verhandlungsverfahren in Textform/Präsentations- und Verhandlungstermin
Grundsätzlich ist eine Verhandlung vorgesehen. Das Datum und der Ort werden noch
mitgeteilt. In einem 30-minutigen Dialog möchte meine Mandantschaft Sie bitten, sich und Ihr
Projektteam vorzustellen. Die Präsentation sollte zielführenderweise von dem von Ihnen
vorgesehenen Projektleiter durchgeführt werden. Außerdem möchte die Auftraggeberin
Gelegenheit geben, Ihr Angebot vorzustellen und zu verhandeln.
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Im Anschluss an die Präsentation Ihres Büros möchte meine Mandantschaft ebenfalls in einer
ca. 15-minütigen Verhandlung eventuelle Fragen zum Vertrag und zu Ihrem Honorarangebot
klären, dieses und den Ingenieurvertrag verhandeln.
Für die Durchführung der Präsentation wird ein Beamer zur Verfügung gestellt.
Die Vergabestelle behält sich vor, auf das Erstangebot ohne Verhandlung den Zuschlag zu
erteilen.
Mit freundlichen Grüßen
Sahar Djavadi-Djaved LL.M.
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Vergaberecht
Fachanwältin für Bau- Und Architektenrecht
[Schreiben in gesetzlicher Textform, daher ohne Unterschrift gültig]
Anlagen über das Vergabeportal:
• Entwurf des Ingenieurvertrags
• Anlage 2: Besondere Leistungen
• Anlage 3: Angebotsformblatt
• Weitere Vergabeunterlagen