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Wartig Nord GmbH Beraten Planen Begutachten Friesenweg 5 H 22763 Hamburg
Wartig Nord GmbH FHH Bezirksamt Hamburg-Mitte Beraten Planen Begutachten Herr Bernd Schmidt Friesenweg 5 H Caffamacherreihe 1-3 22763 Hamburg Telefon: 040 / 88 18 03 - 0 20355 Hamburg Email: info@wartig-nord.de www.wartig-nord.de
per E-Mail: bernd.schmidt@hamburg-mitte.hamburg.de; olaf.luehr@pgl-ai.eu
Ihr Schreiben vom Ihr Zeichen unser Zeichen Datum Durchwahl B260363/ TO 29.06.2026
Bericht : G B260363-2 Projekt : Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung Wartig Projekt-Nr. : B260363 Ihr Zeichen : VOB-2026_SRBau_1_0221_B Ihr Auftrag vom : 29.05.2026
Sehr geehrter Herr Schmidt,
anbei erhalten Sie unseren Untersuchungsbericht G B260363-2, Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung.
Berichtet werden die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen der Materialproben aus dem Fußbodenaufbau mittels Suspensionsmethode (KBE/g).
Ortstermin mit Probenahme am 04.06.2026.
Für die Beantwortung Ihrer Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Wartig Nord GmbH Beraten Planen Begutachten
T. Olsen
Das Dokument wird Ihnen hiermit vollständig als PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Selbstverständlich erhalten Sie auf Wunsch ein ausgedrucktes Exemplar.
Geschäftsführer Bankverbindung Sitz
Uwe Latarius Hamburger Sparkasse Friesenweg 5 H Amtsgericht Hamburg Dr. Christoph Wiegand BLZ 200 505 50 22763 Hamburg HRB 97868 Chris Gundlach Konto 1048 210 890 Telefon: 040 / 88 18 03 - 10 Ust.Id-Nr. IBAN Nr. DE35 2005 0550 1048 210890 Fax: 040 / 88 18 03 - 77 DE248950821 BIC: HASP DE HH XXX Email: info@wartig-nord.de Steuernummer www.wartig-nord.de 41/767/03372
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29.06.2026 Blatt 1 / 14 G B260363-2
| Materialuntersuchung auf Schimmelpilze Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung Bericht G B260363-2 vom 29.06.2026 | |
|---|---|
| Auftrag: | Untersuchung Materialproben auf Schimmelpilze mittels Suspensionsmethode (KBE/g) |
| Grundlagen | DGUV Information 201-028 "Gesundheitsgefährdungen durch Biostoffe bei der Schimmelpilzsanierung" (DGUV e.V. 2022) DIN EN ISO 16000-17 bis 21 Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024 Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (Umweltbundesamt Januar 2024) WTA Merkblatt 4-11-02/D - Messung der Feuchte von mineralischen Baustoffen WTA-Merkblatt 4-12:2021-05 – Ziele und Kontrolle von Schimmelpilzschadensanierungen in Innenräumen |
| Untersuchungsobjekt: | Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung |
| Anlass der Untersuchung: | Orientierende Untersuchung / Bestimmungswidriger Wassereintrag in die Bausubstanz |
| Auftraggeber: | FHH Bezirksamt Hamburg-Mitte Herr Bernd Schmidt Caffamacherreihe 1-3 20355 Hamburg |
| Auftragnehmer: | Wartig Nord GmbH Beraten Planen Begutachten Friesenweg 5 H 22763 Hamburg |
| Bearbeiter: | Thorsten Olsen |
| Umfang: | inkl. diesem Deckblatt 14 Seiten |
| Anlage: | Analysebericht/e Wartig Nord Analytik GmbH |
| Berichtsdatum: | 29.06.2026 |
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29.06.2026 Blatt 2 / 14 G B260363-2
Inhaltsverzeichnis
-
Auftrag und Abgrenzung ............................................................................................ 3
-
Ortstermin .................................................................................................................. 4
-
Ergebnis ..................................................................................................................... 4
Erdgeschoss West vor Elternschule ........................................................................... 4 R 027, vor Tresen (Probe -011) ............................................................................. 4
R 027, bei Billardtisch (Probe -012 ........................................................................ 5
Flur vor Tür R 034, Elternschule (Probe -013) ....................................................... 5
R 029/030 (Probe -014) ......................................................................................... 6
R 028 (Probe -015) ................................................................................................ 6
Flur vor Brandschutztür zu R022 (Probe -016) ....................................................... 7
R 023 (Probe -017) ................................................................................................ 7
- Zusammenfassung der Ergebnisse und Bewertung ................................................... 8
Erdgeschoss West vor Elternschule ........................................................................... 8
Bewertung: ................................................................................................................. 8 5. Daten zur Probenahme .............................................................................................. 9
- Bewertungsgrundlagen .............................................................................................. 10
Bewertungsgrundlagen Suspensionsmethode (KBE/g) .............................................. 10 7. Untersuchungsmethoden ........................................................................................... 10
Aufnahme der Klimadaten .......................................................................................... 10
Feuchtemessung ........................................................................................................ 10 8. Allgemeine Hinweise .................................................................................................. 11
Allgemeine Hinweise zu den Ergebnissen .................................................................. 11
Allgemeine Hinweise zu mikrobiellem Befall in Fußbodenaufbauten .......................... 12
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29.06.2026 Blatt 3 / 14 G B260363-2
- Auftrag und Abgrenzung
In dem Gebäude im Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg, ist es durch eine gebrochene Leitung im ersten Obergeschoss zu einem bestimmungswidrigen Wassereintrag in die Bausubstanz und in der Folge zu feuchtigkeits- und schimmelpilztypischen Verfärbungen an Bauteilen des Gebäudes gekommen. Der Schaden erstreckt sich vom 1.Obergeschoss über Teile des Erdgeschosses.
Parallel gibt es auch Feuchtigkeit, welche im erdberührten Bereich (Souterrain/Keller) durch die Gebäudehülle dringt. Diese Schäden sind im ersten Untersuchungsschritt nicht erfasst worden.
Die Firma Wartig Nord GmbH wurde mit der Probenentnahme und Untersuchung der betroffenen Räume beauftragt, folgende Untersuchungsschritte wurden vorab vereinbart:
Feststellung von möglichem mikrobiellem Befall an augenscheinlich betroffenen Bauteilen in die Bausubstanz eingreifende Messmethoden Materialbeprobung mittels Kernbohrung in den Fußbodenaufbau Untersuchung des Probenmaterials auf Schimmelpilze und ihre Bestandteile mittels Suspensionsmethode (KBE/g) Untersuchung von augenscheinlichen oder über zerstörungsfreie Messmethoden feststellbaren Feuchtigkeitsschäden Erstellung eines Sanierungskonzeptes
Nicht beauftragt wurden:
eine Untersuchung und Bewertung der bauphysikalischen Situation in den betroffenen Räumen eine Ursachenermittlung bei möglichen bestimmungswidrigen Wassereinträgen in die Bausubstanz
Die Berichterstattung erfolgt aus rein technischer Sicht.
Vorschläge zur möglichen weiteren Vorgehensweise ersetzen keine Fachplanung.
Die dargestellten Ergebnisse geben die Situation zum Zeitpunkt der Untersuchung wieder.
Für die gutachterliche Bewertung der Ergebnisse von Materialuntersuchungen auf Schimmelpilze und Bakterien finden je nach Untersuchungsmethode und Kenntnisstand des Objektes unterschiedliche Faktoren und Bewertungshilfen Berücksichtigung:
Bewertungshilfe des Umweltbundesamtes 2024 sowie deren Anlagen Klimatische Daten an der Entnahmestelle soweit bekannt Schadensverlauf und Schadensursache soweit bekannt Bewertungskriterien und Hinweise des auswertenden Labors
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29.06.2026 Blatt 4 / 14 G B260363-2
- Ortstermin
Die Untersuchung erfolgte am 04.06.2026 durch Herrn Haker, Wartig Nord GmbH.
Anwesend waren: Mitarbeiter der Sanierungsfirma SVT (Herr Hypko)
Lage der Räume im Gebäude: Erdgeschoss (EG)
Bauliches Umfeld: unterkellertes Rotklinkergebäude in stadtteilüblicher Bebauung
- Ergebnis
Im folgenden Ergebnisteil werden die Feststellungen bei der Probenentnahme, die Laborergebnisse und Laborbewertungen dargestellt (detaillierte Laborergebnisse siehe Anhang). Die gutachterliche Bewertung erfolgt im Kapitel „Zusammenfassung der Ergebnisse und Bewertung“.
Erdgeschoss West vor Elternschule
Sichtkontrolle:
In den zugänglichen Bereichen sind im Rahmen der visuellen Überprüfung keine feuchtigkeits- oder schimmelpilztypischen Verfärbungen erkennbar.
Raumklimatische Daten:
| Temperatur [°C]: | 21 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 56 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 10,23 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 11,88 |
Materialbeprobung / Laborbewertung:
Art der Probenahme:
Materialentnahme aus neu erstellten Bohrlöchern in den Fußbodenaufbau.
R 027, vor Tresen (Probe -011) Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 21 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 68 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 12,43 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 14,86 |
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29.06.2026 Blatt 5 / 14 G B260363-2
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist leicht dunkel verfärbt.
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: unter der Nachweisgrenze Bakteriengesamtkonzentration: Kontamination/ Besiedlung nicht abgrenzbar
R 027, bei Billardtisch (Probe -012 Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 21 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 63 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 11,51 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 13,68 |
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist leicht dunkel verfärbt.
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: Hintergrundbelastung Bakteriengesamtkonzentration: Kontamination/ Besiedlung nicht abgrenzbar
Flur vor Tür R 034, Elternschule (Probe -013) Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 21 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 62 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 11,33 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 13,43 |
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist dunkel verfärbt.
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29.06.2026 Blatt 6 / 14 G B260363-2
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: Hintergrundbelastung Bakteriengesamtkonzentration: Hintergrundbelastung
R 029/030 (Probe -014) Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 22 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 58 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 11,23 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 13,34 |
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist teilweise verfärbt.
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: Hintergrundbelastung Bakteriengesamtkonzentration: Kontamination/ Besiedlung nicht abgrenzbar
R 028 (Probe -015) Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 21 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 68 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 12,43 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 14,86 |
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist dunkel verfärbt.
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: unter der Nachweisgrenze Bakteriengesamtkonzentration: unter der Nachweisgrenze
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29.06.2026 Blatt 7 / 14 G B260363-2
Flur vor Brandschutztür zu R022 (Probe -016) Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 21 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 61 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 11,15 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 13,18 |
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist leicht verfärbt.
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: Hintergrundbelastung Bakteriengesamtkonzentration: Hintergrundbelastung
R 023 (Probe -017) Klimatische Daten im Bohrloch:
| Temperatur [°C]: | 22 |
|---|---|
| Relative Feuchtigkeit [%]: | 63 |
| Absolute Feuchtigkeit [g/m³]: | 12,20 |
| Taupunkttemperatur [°C]: | 14,62 |
Organoleptische Probenansprache:
Die organoleptische Probenansprache des Bohrkernes (Mineralwolle) ist zum Zeitpunkt der Entnahme auffällig. Die Probe ist leicht verfärbt.
Ergebnis der Suspensionsmethode (KBE/g):
Bewertung in Anlehnung an die Bewertungshilfe für KBE-Konzentration aus Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2.Auflage, Reguvis Fachmedien, Köln, 2024
Pilzgesamtkonzentration: Hintergrundbelastung Bakteriengesamtkonzentration: Kontamination/ Besiedlung nicht abgrenzbar
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29.06.2026 Blatt 8 / 14 G B260363-2
- Zusammenfassung der Ergebnisse und Bewertung
Erdgeschoss West vor Elternschule
Aus den vorliegenden Laborergebnissen werden folgende Proben als nicht mikrobiell bewachsen eingestuft (s. Bewertungsgrundlagen Kapitel 0):
Flur vor Tür R 034, Elternschule (Probe -013) R 028 (Probe -015) Flur vor Brandschutztür zu R022 (Probe -016)
Aus den vorliegenden Laborergebnissen werden folgende Proben als nicht eindeutig mikrobiell bewachsen eingestuft:
R 027, vor Tresen (Probe -011) R 027, bei Billardtisch (Probe -012 R 029/030 (Probe -014) R 023 (Probe -017)
Bewertung:
Alle festgestellten Werte, sofern nicht als unauffällig bewertet, entsprechen aus biologischer Sicht einer der Bauzeit und der Einbausituation bedingt typischen Hintergrundbelastung. Die im Bodenaufbau festgestellten Feuchtigkeitswerte zeigen ebenfalls keine Auffälligkeiten. Eine technische Trocknung ist somit ebenfalls nicht erforderlich.
Aus technischer Sicht ist für den Fall einer Schadstoffsanierung abzuwägen, ob es sinnvoll ist, die aus künstlichen Mineralfasern bestehende Estrichdämmschicht auszutauschen. Bei der verbauten Mineralwolle handelt es sich um sogenannte „Alte Mineralwolle“, welche zu den krebsverdächtigen Produkten zählt. Für den möglichen Ausbau sind die Vorgaben der TRGS 521 und der DGUV Information 213-031 zu beachten.
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29.06.2026 Blatt 9 / 14 G B260363-2
- Daten zur Probenahme
Objekt : Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung Datum der Probenahme : 04.06.2026 Probenehmer/in : F. Haker
| Proben-Nr. | Probenahmeort | Im Raum: Temp. °C / relative Feuchte % | Im Bohrloch/ Bauteil Temp. °C / relative Feuchte % | Proben- beschreibung | Parameter/ Methode |
|---|---|---|---|---|---|
| B260363-011 | EG, Raum 027, vor Tresen, B1 | 21/56 | 21/68 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g |
| B260363-012 | EG, Raum 027, bei Billardtisch, B2 | 21/63 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g | |
| B260363-013 | EG, Flur vor Tür R 034 Elternschule, B3 | 21/62 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g | |
| B260363-014 | EG, Raum 029/030, B4 | 22/58 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g | |
| B260363-015 | EG, Raum 028, B5 | 21/68 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g | |
| B260363-016 | EG, Flur vor Brandschutztür zu R022, B6 | 21/61 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g | |
| B260363-017 | EG, Raum 023, B7 | 22/63 | Mineralwolle | Bestimmung KBE/g |
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29.06.2026 Blatt 10 / 14 G B260363-2
- Bewertungsgrundlagen
Bewertungsgrundlagen Suspensionsmethode (KBE/g)
In Anlehnung an Bewertungshilfe für KBE-Konzentrationen [KBE/g, bei 25°C Inkubation] für Polystyrol (EPS)-, Mineralfaser (KMF)- und Putzproben (Quelle: Trautmann, C. und Meider, J in: Kraus-Johnsen, I. (Hrsg.): Schimmelpilz-Handbuch, 2. aktualisierte Auflage, Reguvis Fachmedien GmbH, Köln, 2024)
| Bewertungs- kategorie Methode | Hintergrund | Kontamination/ Besiedlung nicht abgrenzbar | Besiedlung | starke Besiedlung |
|---|---|---|---|---|
| KBE - Pilze | ≤ 5,0 x 103 | > 5,0 x 103 - 5,0 x 104 | > 5,0 x 104 - 5,0 x 105 | > 5,0 x 105 |
| KBE - Bakterien | ≤ 1,0 x 104 | > 1,0 x 104 - 5,0 x 105 | > 5,0 x 105 - 5,0 x 106 | > 5,0 x 106 |
- Untersuchungsmethoden
Aufnahme der Klimadaten
Mittels Stabsonde (wir arbeiten mit kalibrierten Messgeräten der Fa. Gann und Testo), wird bei jeder Untersuchung die Temperatur und relative Luftfeuchtigkeit im Untersuchungsobjekt ermittelt. Das Messgerät zeigt die relative Luftfeuchtigkeit in Abhängigkeit der Temperatur bis auf eine Nachkommastelle genau an. Um eventuellen Differenzen bei der Fotodokumentation und der Nennung in unseren Gutachten vorzubeugen, geben wir in diesem Fall die ermittelten Werte nicht gerundet, sondern wie angezeigt mit einer Nachkommastelle an. Wir sind uns der Messungenauigkeit des Gerätes (+/- 0,75°C und +/- 1,8 %) und der ständig durch Luftströmungen etc. entstehenden Schwankungen bewusst. Es handelt sich zudem grundsätzlich um eine Momentaufnahme der raumklimatischen Daten.
Feuchtemessung
Die Feuchte der Bausubstanz wird kapazitiv mit der GANN-Hydromette, Aktiv-Elektrode B60 aufgenommen. Die erhaltenen Messwerte in Skalenteilen sind in Materialien wie z.B. Kalksandstein aufgrund unterschiedlicher Mineralbeimengungen nicht absolut. Eine vergleichende Messung am Baustoff erlaubt aber zuverlässig Aussagen über Feuchtigkeitsfelder und ihre Ausdehnungen. Der Normalwert wird aus der vergleichenden Messung direkt am Baustoff oder bei Kenntnis der Materialzusammensetzung den Tabellen des Geräteherstellers entnommen.
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- Allgemeine Hinweise
Allgemeine Hinweise zu den Ergebnissen
Schimmelpilze sind ubiquitäre Organismen, d.h. sie sind in der natürlichen Umwelt allgegenwärtig und das Immunsystem des Menschen ist im Normalfall darauf eingestellt. Die gesundheitliche Relevanz einzelner Schimmelpilzarten ist immer abhängig von der Disposition der Betroffenen sowie der Konzentration und Dauer der Exposition. Befall an Material kann abhängig vom Umfang und örtlichen Gegebenheiten zu erhöhten Konzentrationen von Schimmelpilzen in Innenräumen führen. Abhängig von der Disposition der Betroffenen kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Im einfachsten Fall sind dies Allergien. Verschiedene Schimmelpilze, unter anderem auch Aspergillus- und Penicillium- Arten haben ein allergenes Potential. Die letztendliche gesundheitliche Bewertung muss nach den Empfehlungen des Robert Koch- Instituts im Bundesgesundheitsblatt 2007 einem ausreichend zu dem Thema - Schimmelpilzbelastung in Innenräumen- ausgebildeten Mediziner vorbehalten bleiben. Eine grobe Einstufung von Schimmelpilzen in folgende Gruppen ist möglich. Dabei ist aber ein Befall von z.B. Cladosporium sp. (typ. Außenluft) im Innenraum nicht ausgeschlossen.
Typische, in der Außenluft vorkommende, Cladosporium sp. Organismen: Alternaria sp. Wallemia sebi Botrytis sp. Geotrichum candidum Hefen u.a. Indikatororganismen für Feuchteschäden: Aspergillus versicolor Aspergillus penicillioides Acremonium sp. Chaetomium globosum Wallemia sebi Scopulariopsis sp. Tritirachium (Engyodontium) album Trichoderma spp. u.a. Gesundheitlich relevant einzustufende Organismen: Aspergillus fumigatus Aspergillus flavus Aspergillus calidoustus Stachybotrys sp. Chaetomium globosum Paecilomyces variotii u.a.
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29.06.2026 Blatt 12 / 14 G B260363-2
Allgemeine Hinweise zu mikrobiellem Befall in Fußbodenaufbauten
Primäres Ziel einer Sanierung ist es, den Einfluss eines mikrobiellen Befalls auf die Raumluft zu vermeiden. Des Weiteren ist ein Gebäudezustand anzustreben, in welchem keine Bauteile mikrobielle Bewuchssituationen oder Kontaminationen aufweisen, welche über einer üblichen Hintergrundbelastung mit Mikroorganismen liegen. Solche üblichen Hintergrundbelastungen sind teils im Leitfaden des Umweltbundesamtes aus dem Januar 2024 veröffentlicht und werden je nach aktuellem Stand der Technik fortgeschrieben.
Die sicherste Art der Sanierung ist die fachgerechte Demontage der befallenen Materialien in Kombination mit einer Feinreinigung nach WTA 4-12 und einem anschließenden Wiederaufbau mit nicht mikrobiell bewachsenem oder kontaminiertem Material. Die Behebung der Ursache für den Feuchtigkeitseintrag ist dabei die Voraussetzung dafür, dass kein erneuter Befall auftritt.
Alternativ zur Demontage der bewachsenen oder kontaminierten Materialien wurden bis zur Aktualisierung des Leitfadens des Umweltbundesamtes im Januar 2024 mögliche Einkapselungen des mikrobiellen Bewuchses als Nutzungsklasse 4 diskutiert. Diese wurden mit der Neufassung ersatzlos gestrichen.
In der Praxis wird häufig ein biozider Behandlungsversuch des Fußbodenaufbaus als Maßnahme vorgeschlagen.
Unter einer bioziden Behandlung versteht man den Versuch die Keimfähigkeit des Materials zu reduzieren. Die mikrobielle Biomasse wird dadurch nicht reduziert.
Ergänzend kann dann der Fußbodenaufbau eingekapselt werden, um zu verhindern, dass noch vorhandene mikrobielle Bestandteile in den Raum gelangen (bspw. durch Versiegeln der Fußleiste).
Wird sich dennoch für einen bioziden Behandlungsversuch und Einkapselung entschieden sind folgende Punkte zu beachten, die Risiken abzuwägen, und in eine aus unserer Sicht dafür erforderliche Fachplanung aufzunehmen:
Die im Boden verbleibenden Mikroorganismen und/oder eine Kontamination mit deren Bestandteilen erhöhen das Risiko für ein verstärktes Wachstum bei einem erneuten Feuchtigkeitseintrag.
Es kann aus technischer Sicht nicht sichergestellt werden, dass das Biozid vollflächig unter die Estrichdämmschicht gelangt
Ein erneutes oder weiteres Eindringen von Feuchtigkeit in das verkapselte Bauteil / Fußbodenaufbau ist unbedingt zu vermeiden. Weiter kann es bei einem Verbleiben von Mikroorganismen zu Geruchsbeeinträchtigungen kommen.
Der biozide Behandlungsversuch der Estrichdämmschicht ist je nach Gegebenheiten anzupassen, z.B. im Fogging-, Flutungs-, oder Schaumverfahren. Im Anschluss ist die Estrichdämmschicht erneut zu trocknen.
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29.06.2026 Blatt 13 / 14 G B260363-2
Ein biozider Behandlungsversuch sollte immer auch durch eine unabhängige Überprüfung des mikrobiellem Status Quo/IST-Zustandes der Estrichdämmschicht nach biozider Behandlung durch eine erneute Beprobung der behandelten Estrichdämmschicht untersucht werden (Wirksamkeitskontrolle).
Ein biozider Behandlungsversuch soll in erster Linie die Keimfähigkeit des mikrobiellen Bewuchses reduzieren. Es ist bekannt, dass die Zerfallsprodukte von abgetöteten Bakterien, sogenannte Endotoxine, bzw. Mykotoxine bei Schimmelpilzen bei Menschen physiologische Reaktionen hervorrufen können.
Bei jeglicher biozider Behandlung mit Desinfektionsmitteln ist zu beachten, dass im Fußbodenaufbau Metallprofile, Medienleitungen oder Elektroinstallationen verlaufen, an denen mögliche Korrosion oder strukturelle Veränderungen an Kunstoffen nicht ausgeschlossen werden können.
In aktuellen Veröffentlichungen wird vor einer ungezielten Anwendung von Desinfektionsmitteln aufgrund von bislang nicht vorhersehbaren Folgen für die Gesundheit der Gebäudenutzer durch Wechselwirkungen mit den Mikroorganismen und nicht zuletzt auch durch den Einfluss des Desinfektionsmittels selbst gewarnt.
Die Randfugen des Fußbodenaufbaus und auch andere luftführende Bauteile, durch welche ein Luftverbund zur Raumluft bestehen kann (bspw. Trockenbauwände, Steckdosen o.ä.) sind so zu verschließen (Einkapselung), dass ein Austreten von Mikroorganismen und deren luftgetragene Bestandteile, sowie Gerüche aus dem Fußboden an die Innenraumluft auch langfristig verhindert wird. Ein Austritt von gasförmigen Stoffwechselendprodukten kann bei dieser Vorgehensweise nicht sicher ausgeschlossen werden.
Hervorzuheben ist im Neubaubereich die Problematik eines möglicherweise für den Eigentümer des Gebäudes entstehenden technischen oder monetären Nachteils. Spätere Arbeiten an einem so verschlossenen Fußbodenaufbau können ebenfalls nur unter Einhaltung der Vorgaben der Biostoffverordnung durchgeführt werden, was erfahrungsgemäß zu Mehrkosten führen kann. Auch ein Verkauf des Gebäudes ist möglicherweise lastenfrei nicht möglich, da der Käufer auf den Altschaden und die gewählte Sanierungsmethode hingewiesen werden muss.
Wartig Nord GmbH Beraten Planen Begutachten
T. Olsen F. Haker Sachverständiger für Feuchteschäden staatl. gepr. Bautechniker und Schimmelpilze in Innenräumen
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29.06.2026 Blatt 14 / 14 G B260363-2
Vorbehalt Untersuchungsergebnisse beziehen sich ausschließlich auf das uns vorliegende Probenmaterial; bei nicht von uns entnommenen Proben beziehen sich die Untersuchungsergebnisse auf den Anlieferungszustand. Auszugsweise Veröffentlichungen von Untersuchungsberichten und Gutachten bedürfen unserer schriftlichen Einwilligung.
Rückstellung, Entsorgung Sofern mit dem Auftraggeber nicht anders vereinbart, werden von uns nicht verwendete, rückstellfähige Anteile von Materialproben für drei Monate nach Ausgang des Untersuchungsberichtes zurückgestellt. Nach Ablauf der Rückstellfrist werden Probenreste verworfen. Nicht rückstellfähige Proben, z.B. Mikrobiologische Proben auf Nährböden werden nach der Laboruntersuchung für einen Zeitraum von maximal 7 Tagen zurückgestellt und danach verworfen. Bei durch Probenpräparation verändertem Probenmaterial ist ein Aufbewahren nicht sinnvoll, diese Materialien werden nach Abschluss der Laborauswertung verworfen.
Fremdaufträge Es wurden Fremdaufträge vergeben.
Wartig Nord GmbH Beraten Planen Begutachten Friesenweg 5 H 22763 Hamburg Tel.: 040 / 881 803 – 0
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Wartig Nord Analytik GmbH - Friesenweg 5 H - 22763 Hamburg Wartig Nord Analytik GmbH Friesenweg 5 H Wartig Nord GmbH 22763 Hamburg Beraten Planen Begutachten Telefon: 040 / 88 18 03 - 11 Friesenweg 5H Fax: 040 / 88 18 03 - 77 22763 Hamburg Email: info@wartig-nord.de www.wartig-nord.de
Die Akkreditierung gilt für den in der Urkundenanlage D-PL-20816-01-00 festgelegten Umfang.
Datum
12.06.2026 Bericht: L2603491-01
Ihr Auftrag: B260363 Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung
Auftragsdatum: 04.06.2026
Sehr geehrter Herr Olsen,
anbei erhalten Sie die Untersuchungsergebnisse zu Ihrem Auftrag.
Für Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Wartig Nord Analytik GmbH
Ragnhild Denda, Dipl.-Biol.
Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge können Sie uns gerne per E-Mail an feedback@wartig-nord.de zukommen lassen. Wir freuen uns über Ihre Anregungen.
Geschäftsführer Bankverbindung Sitz Uwe Latarius Hamburger Sparkasse Friesenweg 5H Amtsgericht Hamburg Chris Gundlach BLZ 200 505 50 22763 Hamburg HRB 97733 Prokurist: Konto 1048 210 908 Telefon 040 / 88 18 03 - 11 Ust.ID-Nr. Dr. Christoph Wiegand IBAN DE34 2005 0550 1048 210 908 Fax 040 / 88 18 03 - 77 DE248950830 BIC HASP DE HH XXX Mail info@wartig-nord.de www.wartig-nord.de
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 1/10
Untersuchungsbericht L2603491-01 vom 12.06.2026
Auftrag Schimmelpilzuntersuchung von Materialproben durch Bestimmung der KBE/g
Auftraggeber: Wartig Nord GmbH Beraten Planen Begutachten Friesenweg 5H 22763 Hamburg
Auftragnehmer: Wartig Nord Analytik GmbH Friesenweg 5H 22761 Hamburg
Ihr Auftrag: B260363 Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg / Schimmelsanierung
Probennahme durch: Auftraggeber
Probeneingang am: 04.06.2026
Anlieferungszustand: Proben intakt, PE- Beutel
Prüfzeitraum: 04.06.2026 - 12.06.2026
Wartig Nord Analytik GmbH Friesenweg 5 H 22763 Hamburg Tel.: 040 / 881 803 - 0 Fax.: 040 / 881 803 - 77
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 2/10
Ergebnisse KbE/g Suspensionsmethode
| Proben-Nr. | L2603491-0001 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-011 EG, Raum 027, vor Tresen, B1 |
| Material | Mineralwolle, gelb, leicht dunkel verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0001-01 | DG18, 25 °C | 12) | Engyodontium album | u.N. |
| 0001-02 | Malz, 25 °C | 12) | Aspergillus versicolor Komplex n.b. (steriles Mycel) | u.N. u.N. |
| 0001-03 | Caso, 25 °C | 12) | Bakterien (ohne Actinomyceten) Bacillus sp. | 1,4103 1,6104 |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | u.N. | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | 1,8*104 |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 3/10
| Proben-Nr. | L2603491-0002 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-012 EG, Raum 027, bei Billardtisch, B2 |
| Material | Mineralwolle, gelb, leicht dunkel verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0002-01 | DG18, 25 °C | 12) | Engyodontium album | 8,3*102 |
| 0002-02 | Malz, 25 °C | 12) | Aspergillus versicolor Komplex n.b. (steriles Mycel) | 2,8102 2,8102 |
| 0002-03 | Caso, 25 °C | 12) | Bakterien (ohne Actinomyceten) Bacillus sp. | 3,0104 2,1104 |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | 1,4*103 | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | 5,1*104 |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 4/10
| Proben-Nr. | L2603491-0003 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-013 EG, Flur vor Tür R 034 Elternschule, B3 |
| Material | Mineralwolle, gelb, dunkel verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0003-01 | DG18, 25 °C | 12) | Aspergillus versicolor Komplex Penicillium sp. Acremonium sp. | 2,9102 2,9102 2,9*102 |
| 0003-02 | Malz, 25 °C | 12) | n.b. (steriles Mycel) Cladosporium sp. | 8,8102 2,9102 |
| 0003-03 | Caso, 25 °C | 12) | Hefen Bakterien (ohne Actinomyceten) Bacillus sp. | 2,4103 4,1103 2,4*103 |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | 4,4*103 | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | 6,5*103 |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 5/10
| Proben-Nr. | L2603491-0004 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-014 EG, Raum 029/030, B4 |
| Material | Mineralwolle, gelb, tlw. verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0004-01 | DG18, 25 °C | 12) | Penicillium sp. | u.N. |
| 0004-02 | Malz, 25 °C | 12) | n.b. (steriles Mycel) sonstige | 1,5103 5,9102 |
| 0004-03 | Caso, 25 °C | 12) | Bakterien (ohne Actinomyceten) Bacillus sp. | 4,1104 3,5104 |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | 2,1*103 | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | 7,6*104 |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 6/10
| Proben-Nr. | L2603491-0005 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-015 EG, Raum 028, B5 |
| Material | Mineralwolle, gelb, dunkel verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0005-01 | DG18, 25 °C | 12) | - | - |
| 0005-02 | Malz, 25 °C | 12) | n.b. (steriles Mycel) | u.N. |
| 0005-03 | Caso, 25 °C | 12) | - | - |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | u.N. | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | u.N. |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 7/10
| Proben-Nr. | L2603491-0006 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-016 EG, Flur vor Brandschutztür zu R022, B6 |
| Material | Mineralwolle, gelb, leicht verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0006-01 | DG18, 25 °C | 12) | Cladosporium sp. Penicillium spp. | 2,0103 1,7103 |
| 0006-02 | Malz, 25 °C | 12) | Aspergillus versicolor Komplex | 3,3*102 |
| 0006-03 | Caso, 25 °C | 12) | Bakterien (ohne Actinomyceten) Bacillus sp. | 5,0103 1,3103 |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | 4,0*103 | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | 6,3*103 |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
Wartig Nord Analytik GmbH Friesenweg 5 H 22763 Hamburg Tel.: 040 / 881 803 - 0 Fax.: 040 / 881 803 - 77
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 8/10
| Proben-Nr. | L2603491-0007 |
|---|---|
| Proben-Bez. AG | B260363-017 EG, Raum 023, B7 |
| Material | Mineralwolle, gelb, leicht verfärbt, Teilprobe untersucht |
| WNA- ID | Parameter | Methode | Grobdifferenzierung | KbE pro g |
|---|---|---|---|---|
| 0007-01 | DG18, 25 °C | 12) | Engyodontium album | 2,3*102 |
| 0007-02 | Malz, 25 °C | 12) | - | - |
| 0007-03 | Caso, 25 °C | 12) | Bakterien (ohne Actinomyceten) Bacillus sp. | 4,5102 1,0104 |
| Gesamtkeimzahl Schimmelpilze / Hefen | 2,3*102 | |||
| Gesamtkeimzahl Bakterien | 1,0*104 |
u.N.: unter der Nachweisgrenze
- Als Actinomyceten werden nur solche aufgeführt, die ein sogenanntes Pseudomycel bilden.
- Quantitative Bestimmung der koloniebildenden Einheiten (KbE/g) von Schimmelpilzen und Bakterien, SOP1027-5,2025-03 na) nicht akkreditierte Methode
| BearbeiterIn: | Fabian Pohlmann |
|---|---|
| Berichtsumfang: | 10 Seiten inklusive Anhang (Methoden, Beschreibungen, Sonstiges) |
Wartig Nord Analytik GmbH
Ragnhild Denda, Teamleitung Biologie
Vorbehalt Untersuchungsergebnisse beziehen sich ausschließlich auf das uns vorliegende Probenmaterial; bei nicht von uns entnommenen Proben beziehen sich die Untersuchungsergebnisse auf den Anlieferungszustand. Auszugsweise Veröffentlichungen von Untersuchungsberichten und Gutachten bedürfen unserer schriftlichen Einwilligung.
Rückstellung, Entsorgung Sofern mit dem Auftraggeber nicht anders vereinbart, werden von uns nicht verwendete Anteile von Proben für drei Monate nach Ausgang des Untersuchungsberichtes zurückgestellt. Nach Ablauf der Rückstellfrist werden Probenreste verworfen.
Wartig Nord Analytik GmbH Friesenweg 5 H 22763 Hamburg Tel.: 040 / 881 803 - 0 Fax.: 040 / 881 803 - 77
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12.06.2026 L2603491-01 Blatt 9/10
Methode Untersuchung von Schimmelpilzen von Materialproben durch Bestimmung der KbE/g
Teile der Materialproben werden in Verdünnungspuffer mit Tween 80 eingewogen, geschüttelt und in Zehnerschritten verdünnt. Vom Originalansatz und von der 1., 2. und 3.Verdünnungsstufe werden jeweils 0,1 ml auf je einen der folgenden Nährböden ausplattiert: DG 18-Agar, Malzextrakt-Agar (jeweils mit Chloramphenicol) und Caso-Agar (mit Cycloheximid).
Mesophile Schimmelpilze / Hefen: Nährboden DG18, Malz; Mesophile Bakterien: Nährboden Malz, Caso Thermotolerante Schimmelpilze: Nährboden Malz; Thermotolerante Bakterien: Nährboden Malz, Caso
Die Nährmedien werden 7 bis 10 Tage bei 25 ± 2°C inkubiert. Mehrmals während der Inkubationszeit werden die Kolonien gezählt. Die qualitative Auswertung der Schimmelpilze erfolgt lichtmikroskopisch durch eine Gattungsbestimmung bzw. in besonderen Fällen, wenn möglich, durch eine Artbestimmung. Im Anschluss findet die quantitative Bestimmung der "Koloniebildenden Einheiten" (KbE) und die Umrechnung der Anzahl der Arten/Gattungen pro Gramm [g] eingewogenes Material statt.
Erläuterung: “sp.” eine Art der Gattung; “spp.” mehrere Arten der Gattung; „n.b.“ (nicht bestimmbar), da steriles Mycel.
Bewertungshilfe für Schimmelpilzuntersuchung von Materialproben durch Bestimmung der KbE/g
Tabelle 1 Bewertungshilfe für KbE-Konzentrationen [KbE/g] für Polystyrol (EPS)-, Mineralfaser (KMF)- und Putzproben (geändert nach Trautmann, C. und Meider, J., 2018).
| Bewertungs- kategorie Methode | Hintergrund | Kontamination/ Besiedlung nicht abgrenzbar | Besiedlung | starke Besiedlung |
|---|---|---|---|---|
| KBE - Pilze | ≤ 3 | > 5,0 x 103- 5,0 x 104 | > 5,0 x 104- 5,0 x 105 | > 5,0 x 105 |
| KBE - Bakterien | ≤ 4 | > 1,0 x 104- 5,0 x 105 | > 5,0 x 105- 5,0 x 106 | > 5,0 x 106 |
Literatur:
Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden, Umweltbundesamt (Hrsg.), Dessau-Rosslau 2017. Schimmelpilze in Innenräumen – Nachweis, Bewertung, Qualitätsmanagement, LGA Baden-Württemberg (Hrsg.), Stuttgart 2001 (überarbeitet Dezember 2004). Schimmelpilz-Handbuch, Kraus-Johnsen, I.(Hrsg.), Trautmann, C. und Meider, J., Bundesanzeiger-Verlag, Köln, 2018. DIN ISO 16000-17:2010-06 „Innenraumluftverunreinigungen - Teil 17: Nachweis und Zählung von Schimmelpilzen - Kultivierungsverfahren (ISO 16000-17:2008)“
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[Seite 26]
12.06.2026 L2603491-01 Blatt 10/10
Allgemeine Hinweise:
Schimmelpilze sind ubiquitäre Organismen, d.h. sie sind in der natürlichen Umwelt allgegenwärtig und das Immunsystem des Menschen ist im Normalfall darauf eingestellt. Die gesundheitliche Relevanz einzelner Schimmelpilzarten ist immer abhängig von der Disposition der Betroffenen sowie der Konzentration und Dauer der Exposition. Befall an Material kann abhängig vom Umfang und örtlichen Gegebenheiten zu erhöhten Konzentrationen von Schimmelpilzen in Innenräumen führen. Abhängig von der Disposition der Betroffenen kann es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommen. Im einfachsten Fall sind dies Allergien. Verschiedene Schimmelpilze, unter anderen auch Aspergillus- und Penicillium- Arten haben ein allergenes Potential. Wird ein Befall mit Schimmelpilzen im Innenraum festgestellt ist eine sach- und fachgerechte Sanierung von Schimmelbefall aus gesundheitspräventiver Sicht ratsam. Bei der Bewertung von Schimmelpilzkonzentrationen in der Innenraumluft muss eine Vergleichsmessung der Außenluft herangezogen werden. Die Schimmelpilzkonzentration der Außenluft ist von der Jahreszeit und den Wetterbedingungen abhängig. Für Holbach-Auswertungen gilt dabei: Die Gesamtkeimzahl der Innenraummessung im Vergleich zur Außenluft ist nicht allein entscheidend. Wichtig ist die Zusammensetzung. Dabei muss die Anzahl des jeweiligen Sporentyps in den Innenraummessungen gegen die Anzahl des jeweiligen Sporentyps in der Außenluft gegengerechnet und bewertet werden. Bei der Auswertung von Luftmessplatten gilt dabei: Die Gesamtkeimzahl der Innenraummessung im Vergleich zur Außenluft ist nicht allein entscheidend. Wichtig ist auch das Gattungs- / Artenspektrum. Nach Abzug der einzelnen Gattungen / Arten der Außenluft von denselben Gattungen / Arten im Innenraum ergibt sich die Konzentration von Schimmelpilzen, die zur Bewertung herangezogen werden kann. Bei der Luftmessung ist dabei eine grobe Einstufung von Schimmelpilzen in nachfolgende Gruppen möglich. Hierbei ist jedoch ein Befall von z.B. Cladosporium sp. oder Wallemia sebi (typ. Außenluft) im Innenraum nicht ausgeschlossen.
-
Cladosporium sp.
-
Alternaria sp.
-
Wallemia sebi Typische, in der Außenluft vorkommende, Organismen: - Botrytis sp.
-
Geotrichum candidum
-
Hefen
-
u.a.
-
Aspergillus versicolor
-
Aspergillus penicillioides
-
Acremonium sp.
-
Chaetomium globosum Indikatororganismen für Feuchteschäden: - Wallemia sebi
-
Scopulariopsis sp.
-
Tritirachium (Engyodontium) album
-
Trichoderma spp.
-
u.a.
-
Aspergillus fumigatus
-
Aspergillus flavus
-
Aspergillus nidulans Gesundheitlich besonders relevant einzustufende - Stachybotrys sp. Organismen: - Chaetomium globosum
-
Paecilomyces variotii
-
u.a.
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