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2026-09-24_1_0221_Lorenzen_Leistungsbeschreibung.pdf

Planungsleistungen für die umfassende Sanierung des Hauses der Jugend in Hamburg-Billstedt

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 01.10.2026, 11:08 (Europe/Berlin)

Herkunft: fbhh-evergabe.web.hamburg.de

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Leistungsbeschreibung Planungsleistungen (Hochbau und TGA) Projekttitel: Komplettsanierung Haus der Jugend / Elternschule / Seniorentreff Lorenzenweg 2, 22111 Hamburg-Billstedt

  1. Kurzbeschreibung Das Haus der Jugend mit Elternschule und Seniorentreff ist ein kommunales Gebäude im Besitz der Stadt Hamburg, das dem Stadtteil Billstedt für unterschiedliche Nutzergruppen zur Verfügung gestellt wird. Mit einer Bruttogrundfläche von ca. 1.920 m² wurde es etwa 1975 im Lorenzenweg, nahe dem heutigen rückwärtigen Anlieferbereich des Billstedt Centers, errichtet. Das Gebäude ist durch Wasserschäden aus unterschiedlichen Ursachen und starkem Schimmelbefall nicht mehr nutzbar und muss umfassend saniert werden. Hinzu kommt eine energetische Sanierung, für die öffentlichen Fördermitteln beantragt werden sollen. Das Gebäude liegt im RISE-Fördergebiet Billstedt-Zentrum (zugleich Sanierungsgebiet nach BauGB) und soll als ‚herausragendes Klimaschutzprojekt‘ im Rahmen der Strategie der klimaeffizienten Stadtteilentwicklung energetisch saniert und damit zugleich als zentraler Begegnungsort für die Nachbarschaft im Billstedter Zentrum erhalten werden.

  2. Gegenstand der Ausschreibung Die Freie und Hansestadt Hamburg beabsichtigt die Vergabe von Planungsleistungen für die umfassende Sanierung des Gebäudes „Haus der Jugend / Elternschule / Seniorentreff" am Lorenzenweg 2 in Hamburg-Billstedt. Das Gebäude weist erhebliche Feuchte- und Schimmelschäden sowie einen umfangreichen baulichen, technischen und energetischen Sanierungsbedarf auf. Die Ursachen der Schäden wurden im Rahmen verschiedener Gutachten untersucht und in einer Zustandsbewertung einschließlich Sanierungsempfehlungen zusammengefasst. Diese Unterlagen werden Bestandteil der Vergabeunterlagen und bilden die wesentliche Grundlage für die Planung. Als Sofortmaßnahmen vom Bauherrn initiiert, werden vorab durch gesondert beauftragte Fachunternehmen im Rahmen einer Schadstoff- und Schimmelsanierung schadhafte Bauteile (Putz, Fliesen, Estrich) zurückgebaut, so dass eine weitgehend schimmel- und schadstofffreie Bausubstanz vorgefunden wird. Die ausgeschriebenen Planungsleistungen beziehen sich auf die anschließende Komplettsanierung des Gebäudes. Umfangreiche Grundrissänderungen sind nicht vorgesehen.

Ziel ist die Planung einer vollständigen Sanierung des Gebäudes zur Beseitigung der Ursachen der Feuchte- und Schimmelschäden, einschließlich der Gebäudehülle, der technischen Gebäudeausrüstung sowie der Innenräume. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Aufgrund des Gebäudealters sowie der umfangreichen Eingriffe in die Bestandskonstruktion ist während der weiteren Planung und Bauausführung dennoch jederzeit mit zusätzlichen Schadstofffunden zu rechnen. Diese sind im Rahmen der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung angemessen zu berücksichtigen.

  1. Projektziele Ziel des Vorhabens ist eine wirtschaftliche, nachhaltige und technisch hochwertige Gesamtsanierung des Gebäudes mit dem Ziel, dessen langfristige und uneingeschränkte Nutzung als Haus der Jugend, Elternschule und Seniorentreff sicherzustellen. Mit der Planung werden insbesondere folgende Projektziele verfolgt:

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• dauerhafte Beseitigung sämtlicher Ursachen der Feuchtebelastung, • nachhaltige Wiederherstellung der Gebrauchstauglichkeit und Dauerhaftigkeit der Bausubstanz, • vollständige bauliche, technische und energetische Modernisierung des Gebäudes, • Erhöhung der Energieeffizienz unter Berücksichtigung der Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes sowie weiterer einschlägiger Vorschriften, • Verbesserung der Gestaltqualität • Steigerung der Aufenthaltsqualität des Hofbereiches sowie der Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels • Entwicklung wirtschaftlicher und nachhaltiger Sanierungslösungen unter Berücksichtigung der Lebenszykluskosten, • Planung langlebiger und wartungsarmer Baukonstruktionen sowie technischer Anlagen, • Minimierung zukünftiger Instandhaltungs- und Betriebskosten, • Integration regenerativer Energien sowie energieeffizienter Anlagentechnik, • Berücksichtigung der Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit, Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit, • Erstellung einer genehmigungsfähigen, wirtschaftlichen und ausführungsreifen Planung, • Sicherstellung einer integralen Planung sämtlicher Fachdisziplinen.

  1. Umfang der Planungsleistungen Gegenstand des Auftrages sind sämtliche zur Vorbereitung und Durchführung der Komplettsanierung erforderlichen Planungsleistungen der Objektplanung Gebäude sowie der Fachplanung Technische Ausrüstung einschließlich der Koordination sämtlicher Fachplanungen. Die Planung ist als integrale Gesamtplanung zu entwickeln. Sämtliche Fachplanungen sind frühzeitig miteinander abzustimmen und in einer wirtschaftlichen Gesamtlösung zusammenzuführen. Eine Energiebilanzierung mit Sanierungsfahrplan wird durch einen externen Fachplaner bereitgestellt und ggf. durch erarbeitete Planungsergebnissen aktualisiert.

Nach Abschluss der Leistungsphase 3 (LP3) sind die Haushaltskostenunterlagen gemäß VV Bau (HU-Bau) vorzulegen. Die Erstellung und Zusammenstellung der hierfür erforderlichen Unterlagen ist Bestandteil der Planungsleistung.

3.1 Objektplanung Gebäude Der Leistungsumfang umfasst insbesondere: • Auswertung der vorhandenen Gutachten und Planungsunterlagen, • Überprüfung und Ergänzung der Bestandsgrundlagen, • Entwicklung eines ganzheitlichen Sanierungskonzeptes, • Variantenuntersuchungen unter technischen, wirtschaftlichen und nachhaltigen Gesichtspunkten, • Planung der Bauwerksabdichtung, • Planung der Sanierung der Kelleraußenwände und Bodenplatte, • Planung der Fassadensanierung einschließlich Wärmedämmverbundsystem mit Klinkerriemchen und anteilig Fassadenbegrünung

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• , • Planung der Dachsanierung einschließlich Dämmmaßnahmen und Dachentwässerung sowie eines Gründaches, • Planung des Austausches der Fenster und Außentüren, • Planung der Sanierung der Loggien und Balkonanschlüsse, • Planung der Risssanierung und Betoninstandsetzung, • Planung von baukonstruktiven Detailpunkten wie o mangelhaft entwässernde Kellerkasematten o Anschlusspunkte am Übergang zum Billstedt Center, die als Schadenursache ausgemacht wurden. • Planung der Innenraumsanierung einschließlich Boden-, Wand- und Deckenflächen, • Planung der Sanierung der Sanitärräume inkl. Herstellung Barrierefreiheit, • Planung der erforderlichen Rückbau- und Wiederherstellungsmaßnahmen, 3.2 Fachplanung Technische Ausrüstung Die Fachplanung umfasst insbesondere die Anlagengruppen: • Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen, • Wärmeversorgungsanlagen, • Lüftungsanlagen, • Starkstromanlagen, • Fernmelde- und informationstechnische Anlagen, • Gebäudeautomation (soweit erforderlich). Insbesondere sind folgende Planungsleistungen zu erbringen: • Entwicklung eines zukunftsfähigen Energiekonzeptes, • Prüfung geeigneter Wärmeversorgungssysteme (Wärmepumpe/Fernwärme), • Planung der Heizungsanlage einschließlich Wärmeverteilung, • Planung einer kontrollierten Lüftung insbesondere für die Kellerräume, • Planung der Sanitärinstallation, • Planung der Entwässerungsanlagen, insbesondere der Regenentwässerung inkl. Grundleitungen, • Planung der elektrotechnischen Anlagen, • Planung der Herstellung von Barrierefreiheit oder -armut, insbesondere durch Installation einer Aufzugsanlage, • Planung einer Photovoltaikanlage einschließlich Batteriespeicher, • Integration sämtlicher technischer Anlagen in das energetische Gesamtkonzept. • Planung von klimagerechten Außenanlagen

  1. Leistungsphasen Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Stufe 1 • HOAI Leistungsphase 1 – Grundlagenermittlung • HOAI Leistungsphase 2 – Vorplanung • HOAI Leistungsphase 3 – Entwurfsplanung Nach Abschluss der Entwurfsplanung entscheidet der Auftraggeber über die Weiterbeauftragung. Option • HOAI Leistungsphasen 4 bis 8. Ein Anspruch auf Beauftragung dieser und weiterer Leistungsphasen besteht nicht.

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  1. Planungsgrundlagen Dem Auftragnehmer werden unter anderem folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: • Zustandsbewertung mit Maßnahmenbeschreibung, • Baugrundgutachten, • Schimmelgutachten, • Schadstoffuntersuchungen, • Bestandsunterlagen, • Fotodokumentation, • Kostenberechnung, • weitere vorhandene Unterlagen des Auftraggebers. •

  2. Finanzierung und daraus resultierende Kooperation mit Mittelgebern Neben Mittel aus dem Haushalt der Freien und Hansestadt Hamburg, bzw. der Hamburgischen Bürgerschaft, wird ein großer Teil der Mittel aus dem Bereich der Stadtentwicklung beigetragen (RISE – Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung, StEF – Stadtentwicklungsfonds). Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen wird in dem Zusammenhang eine Evaluation der energetischen Sanierung durchführen. Ggf. sind weitere Kooperationserwartungen zu bedienen. Auftraggeber wird das Fachamt Sozialraummanagement sein, darüber hinaus sind verschiedene Fachämter des Bezirks Hamburg-Mitte beteiligt, z.B. das Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung. Es wird erwartet, dass alle Beteiligten vertrauensvoll zusammenarbeiten. Mögliche resultierende und zu bedienende Berichts- und Auskunftspflichten sind Bestandteil des Auftrags.

  3. Termine und Kosten Ziel ist eine Fertigstellung, d.h. Bezugsfähigkeit des Gebäudes für die vormals Nutzenden, bis zum Ende des Jahres 2028. Das Angebot soll diesbezügliche Aussagen, bzw. einen plausiblen Terminplan enthalten. Die Einreichung der Angebote ist auf 30 Tage begrenzt, da der ehrgeizige Fertigstellungshorizont Eile gebietet. Für die Angebote wird eine Bindefrist von 6 Wochen gesetzt Die Umsetzung der Planung soll unmittelbar nach dem Zuschlag erfolgen. Die anrechenbaren Kosten (KG 300 – 600) liegen gem. der aktuellen Kostenberechnung /- schätzung aus 03/2026 bei 3.093.400,00 €. KG 300 – 2.496.500€ KG400 – 494.100€ KG500 – 84.600€ KG600 – 18.200€ Zusätzlich sind für zusätzliche besondere Leistungen Stundensätze auszuweisen: • Büroinhaber / Büroinhaberin • Ingenieur / Ingenieurin |Fachingenieur / Fachingenieurin • Weitere technische Mitarbeiter / Mitarbeiterin

  4. Vergabeentscheidung Der Zuschlag erfolgt auf das wirtschaftlichste Angebot (bestes Preis-Leistungs-Verhältnis) sowie anhand der Bewertungskriterien in folgender Bewertungsmatrix: • Kostenbewertung 50% • nachgewiesene Erfahrungen in der Sanierung von Altbauten 20%

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• Erfahrung und Qualifizierung im Bereich energetischer Gebäudesanierung und Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen 20% • Erfahrungen im öffentlichen Bauen, im Umgang mit geförderten Baumaßnahmen und der Stadtentwicklungsförderung 5% • Erfahrungen im Umgang mit Bauaufagben in / für soziokulturelle Einrichtungen und Sozialraumorientierung / Stadtentwicklungsprojekte 5%

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