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Planungsleistungen für die technische Ausrüstung zur Ertüchtigung von Saal und Küche

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 19.10.2026, 08:39 (Europe/Berlin)

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PROJEKT Machbarkeitsstudie Berufsschulzentrum J.Weisbach Freiberg

INHALT Komplettzusammenstellung

PHASE Studie

DATUM 09.12.2025

BAUHERR Landkreis Mittelsachsen, Abteilung Gebäude und Liegenschaften Referat Gebäude und Liegenschaftsmanagement (GLM) Frauensteiner Straße 43 09599 Freiberg ………………………………………………………………… Datum / Stempel / Unterschrift

ENTWURFSVERFASSER HOFFMANN.SEIFERT.PARTNER Crimmitschauer Straße 47 08058 Zwickau

………………………………………………………… ………………………………………………………………… Juliane Gaudlitz-Holz Yannik Heißner Geschäftsleitung Fachbereich Architektur

QM 3.01.033 Machbarkeitsstudie BSZ J.Weisbach Freiberg Deckblatt Machbarkeitsstudie 251557_Deckblatt.xlsx

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Projekt Machbarkeitsstudie Berufsschulzentrum J.Weisbach Freiberg Auftraggeber Landkeis Mittelsachsen

Inhalt INHALTSVERZEICHNIS Phase Studie Stand 09.12.2025

Nummer Inhalt Info / Name Maßstab

1 AUSGANGSSITUATION 0-01 Deckblatt 0-02 Inhaltsverzeichnis

1 AUSGANGSSITUATION 1-01 Zielstellung der Studie 1-02 Fotodokumentation Bestand

2 ABGABELEISTUNG - OBJEKT- UND GEBÄUDEPLANUNG 2-01 Lageplan 1:500 2-02 Pläne Bestand Grundrisse / Schnitte 1:100 2-03 Pläne Neubau Grundrisse / Schnitte 1:100 2-04 Pläne Abruch Grundrisse / Schnitte 1:100 2-05 Erläuterungsbericht Objekt und Gebäudeplanung 2-06 Vorplanung Statik 2-07 Grobkonzept Brandschutz 2-08 Wärmeschutztechnische Brechnungen Dach Vergleich Bestand/Neubau 2-09 Visualisierungen Saal und Küche

3 ABGABELEISTUNG - ELEKTROPLANUNG UND MEDIENTECHNIK 3-01 Machbarkeitsstudie Elektrotechnik 3-02 Machbarkeitsstudie Medientechnik

4 ABGABELEISTUNG - HEIZUNG/LÜFTUNG/SANITÄR 4-01 Machbarkeitsstudie HLS

5 KOSTENZUSAMMENSTELLUNG 5-01 Kostenschätzung

6 ANLAGEN 6-01 Protokolle

QM 3.01.101 Machbarkeitsstudie BSZ J.Weisbach Freiberg Inhaltsverzeichnis Machbarkeitsstudie Seite 1 von 1

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Zielstellung

der Machbarkeitsstudie - BSZ J.Weisbach Freiberg

Brandschutztechnische und Energetische Sanierung Saal und Küche

Zielstellung Gebäude und Tragwerk

  1. Beseitigung von energetischen und baulichen Mängeln.
  2. Ausarbeitung der Anforderungen des Saals und der Küche an den modernen Lehr- und Mensabetrieb und als Tagungsort des Kreistages. Im Fokus dieser Betrachtung stehen:
  • die funktionalen Zusammenhänge zwischen Bühne und Podium.
  • die Verdunklung des Saalraumes.
  • die Unterbringungsmöglichkeit der Stühle und Tische in einem Lager.
  • die raumakustischen Anforderungen.
  1. Darlegung der baulichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ertüchtigung und Erneuerung der haustechnischen Anlagen.
  2. Prüfung statisch relevanter Parameter, insbesondere im Bereich des Dachtragwerks.
  3. Prüfung der Integration einer PV-Anlage auf der Dachfläche.
  4. Erstellung eines Brandschutzkonzeptes für den Saal und Küchenbereich.
  5. Konzept zum bauzeitlichen Provisorium der Speiseversorgung

Zielstellung Technische Ausrüstung (nicht Teil der Leistung Architektur)

  1. Ertüchtigung und Erneuerung aller haustechnischen Anlagen im Planungsbereich:
  • Ertüchtigung und Erneuerung der Brandmeldeanlage
  • Ertüchtigung und Erneuerung der Sicherheitsbeleuchtung
  • Ertüchtigung und Erneuerung der Rauchabzugsanlage
  • Ertüchtigung und Erneuerung der Lüftungsanlage
  • Ertüchtigung und Erneuerung der Beleuchtungsanlage
  • Ertüchtigung und Erneuerung der Medientechnik
  1. Konzept zum bauzeitlichen Provisorium der Speiseversorgung

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Projekt Berufsschulzentrum „J. Weisbach“ Freiberg

Bauherr Landkreis Mittelsachsen

Inhalt ERLÄUTERUNGSBERICHT MACHBARKEITSSTUDIE ARCHITEKTUR Phase Machbarkeitsstudie Datum 09.12.2025

000 ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

Im Zentrum der Studienuntersuchung steht der Mensabaukörper des Campus des Berufschulzent- rums für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ in Freiberg. Dieser besteht aus einem Haupt und einem Nebenflügel. Im Hauptflügel befindet sich die Mensa und Aula. Im nördlich anschließenden Nebenflügel befindet sich die Speiseversorgung mit Küche und Essensausgabe. Der Hauptflügel schließt zum Westen hin direkt an Haus 1 des Schulcampus an. Der Mensabaukörper verfügt über drei Ebenen. Die unterste Ebene (Kellergeschoss) ist teilweise in das Gelände eingegraben. Die Ost- seite liegt vollständig oberhalb der Geländeebene. Im Erdgeschoss lassen sich zwei Bereiche mit unterschiedlichen Geschosshöhen unterscheiden. Die Räume des Hauptflügels verfügen über eine deutlich größere Geschosshöhe als die Räume des Nebenflügels. Beide Flügel verfügen über ein Dachgeschoss mit Satteldach. Der Projektursprung der Höhen-Vermaßung (+-0,00m) wird auf die Höhe des Fertigfußbodens im Erdgeschoss festgelegt.

002 AUFGABENSTELLUNG

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sollen Maßnahmen zur Beseitigung energetischer und bauli- cher Mängel erarbeitet werden. Zudem sollen Maßnahmen zur Anpassung des Saals und der Küche an die Anforderungen eines modernen Mensabetriebes erarbeitet werden. Im Zuge dieser Maßnah- men sollen statisch relevante Parameter, insbesondere im Bereich des Dachtragwerkes geprüft und ein Entwurf des Brandschutzkonzeptes erstellt werden. Die baulichen Maßnahmen sollen im Zusam- menhang mit der Ertüchtigung und Erneuerung der haustechnischen Anlagen dargelegt werden. Die Installation einer PV-Anlage auf dem Dach soll geprüft werden. Ein Konzept für ein bauzeitliches Provisorium der Speiseversorgung ist ebenfalls Bestandteil der Studienuntersuchung.

003 GRUNDSTÜCK

Der Standort des Berufsschulzentrums für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ befindet sich in der sächsischen Kreisstadt Freiberg. Das Baufeld liegt auf dem Flurstück 2648/63.

004GEBÄUDEKENNDATEN
Geschosse oberirdisch: 1 + DG
Untergeschoss: 1 (halbeingegraben)
Gebäudemaße: Saalflügel: 17,42 m x 36,01 m, Küchenflügel: 12,70 m x 13,55 m
Höhe über FFB-EG: Saalflügel: Traufe ca. + 6,70 m, First ca. + 11,81 m
Küchenflügel: Traufe ca. + 2,80 m, First ca. + 7,67 m
NF: 1.297,34 m2
BGF: 1.405,40 m2
BRI: 9.119 m3

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005 NUTZUNGS- UND FUNKTIONSBESCHREIBUNG

Die Nutzung des Mensabaukörpers erfolgt maßgeblich durch das Berufsschulzentrum. Der große Saal bietet Platz für 360 Mensa-Sitzplätze. Der Saal wird zudem als Tagungsstätte des Kreistags ge- nutzt. Der an den Saal angeschlossene Bühnenbereich bietet die Möglichkeit den Saal für Auffüh- rungszecke zu nutzen. Die Essensversorgung der Mensa wird über eine direkt an den Saal ange- schlossene Küche mit integrierter Essensausgabe sichergestellt. Sanitär-, Logistik- und Technik- räume für den Küchen- und Mensabetrieb befinden sich im Kellergeschoss. In den Dachgeschoss- Bereichen über dem Saal und der Küche befinden sich Räume der Raumlufttechnik.

006 INTERNE ERSCHLIESSUNG

Der Saal des Mensabaukörper ist im EG direkt an das Haus 1 des Berufsschulcampus angeschlos- sen und kann über dessen Haupteingang direkt erschlossen werden. Ein weiterer Zugang im Erdge- schoss kann über eine Rampen- und Treppenanlage erreicht werden. Er führt über einen Eingangs- bereich im Küchenflügel in den Saal der Mensa. Weitere Nebeneingänge zur Anlieferung der Küche befinden sich im Kellergeschoss. Die Versorgungsbereiche der Küche im Kellergeschoss sind über ein Treppenhaus (1-01.16) und einen Aufzug im Küchenflügel mit dem Erdgeschoss verbunden. Der Technikraum im Dachgeschoss des Küchenflügels kann nur über eine Decken-Luke im Treppenhaus (1-01.16) erreicht werden. Das Treppenhaus (1-01.17) im Saalflügel erschließt die Sanitär- und Technikbereiche im Kellergeschoss, sowie die Technikräume im Dachgeschoss. Dieser Treppen- raum besitzt keinen direkten Zugang zu den Außenanlagen im KG und wird im Erdgeschoss aus- schließlich über den Saal und die Bühne erschlossen.

007 BRANDSCHUTZ

Die Untersuchung brandschutztechnischer Aspekte wurden durch das Planungsbüro „Die Brand- schützer“ vorgenommen, welches von HSP architekten ingenieure zur Ausarbeitung der brand- schutztechnischen Maßnahmen im Rahmen der vorliegenden Machbarkeitsstudie nachbeauftragt wurde. Die Beschreibung des Brandschutzes ist Bestandteil der Machbarkeitsstudie der Objekt- und Gebäudeplanung und kann dem Dokument in einem separaten Abschnitt entnommen werden.

008 STATIK

Die statische Vorplanung wurden durch das Planungsbüro „Fritzsch&Lemcke Ingenieure“ vorgenom- men, welches von HSP architekten ingenieure zur Ausarbeitung statisch relevanter Maßnahmen im Rahmen der vorliegenden Machbarkeitsstudie nachbeauftragt wurde. Der Erläuterungsbericht der Statik ist Bestandteil der Machbarkeitsstudie der Objekt- und Gebäudeplanung und kann dem Doku- ment in einem separaten Abschnitt entnommen werden.

009MASSNAHMENBESCHREIBUNG ARCHITEKTUR
Maßnahmen auf Grundlage statischer Anforderungen
Die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen stützen sich auf die Aussagen des Erläuterungsbe-
richtes der statischen Vorplanung, worin diese ausführlich dargelegt werden. Im nachfolgenden Ab-
schnitt sind die daraus hervorgehenden konstruktiven Maßnahmen zusammenfassend beschrieben.
Hauptaugenmerk der statischen Untersuchung liegt auf dem Dachtragwerk des Hauptflügels. In einer

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Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wurden zwei Varianten geprüft. Die erste Variante beschreibt die Sa-
nierung des vorhandenen Tragwerks, mit dem Ziel einen möglichst großen Teil des Bestandes zu
erhalten. Die zweite Variante beschreibt den kompletten Neubau des Dachtragwerks. Aus dieser Un-
tersuchung ging hervor, dass die Kosten beider Varianten sehr eng beieinander liegen. Der Neubau
des Tragwerks mit einigen Vorteilen gegenüber einer Ertüchtigung des Bestandtragwerks einher. Die
Stabquerschnitte der Stahl-Bestandskonstruktion sind aufgrund Ihrer Schlanken Dimensionierung
ungeeignet für eine feuerhemmende Ertüchtigung. Die Herstellung einer feuerhemmende Abhangde-
cke über dem Saal wäre aufgrund dessen eine notwenige Folgemaßnahme (siehe Abschnitt „Maß-
nahmen auf Grundlage brandschutztechnischer Anforderungen“). Eine Neuplanung des Dachtrag-
werks erlaubt es die tragenden Elemente feuerhemmenden auszubilden, ohne es von unten durch
weitere Maßnahmen vor Feuer schützen zu müssen. Daher wurde entschieden die Variante 2 (kom-
pletter Neubau des Dachtragwerks) weiterzuverfolgen. Dies bedeutet den kompletten Abriss der vor-
handenen Dachkonstruktion, mitsamt der Dachhaut und aller tragenden Bauteile. Das Dachtragwerk
und die Dachhaut im Bereich des Hauptflügels wurden neu entworfen. Wie das Bestandstragwerk,
besteht dieses aus Fachwerkbindern aus Stahl, welche über Unter und Obergurte in einem stati-
schen System verbunden sind. Das neue Tragwerk ist belastbarer und wird mit einem höheren Feu-
erwiderstand als das Bestandstragwerk hergestellt. Die Planung berücksichtigt die Integration eines
Ringbalkens auf den Köpfen der Außenwände als Auflager für das Dachtragwerk, sowie die Wieder-
herstellung des im Bestand vorhandenen Abluftturmes im Dach über der Lüfterzentrale.
Maßnahmen auf Grundlage brandschutztechnischer Anforderungen
Die im Folgenden beschriebenen Maßnahmen stützen sich auf die Aussagen der brandschutztechni-
schen Untersuchung. Im nachfolgenden Abschnitt sind die daraus hervorgehenden konstruktiven
Maßnahmen zusammenfassend beschrieben.
Dachkonstruktion und Decke über Saal:
Die Untersuchung des Brandschutzes legt fest, dass tragende Bauteile des Daches feuerhemmend
auszubilden oder durch eine feuerhemmende Decke über dem Saal zu schützen sind. Für die Studie
wurde das Tragwerk so bemessen, dass der Feuerwiderstand der Fachwerkbinder und Gurte aus-
reicht, um in Kombination mit einer geeigneten Brandschutzbeschichtung auf eine Brandschutzdecke
verzichten zu können. Dies ermöglicht die Planung einer vergleichsweise dünnen Abhangdecke, in
welcher Einbauten der TGA keine Schottung benötigen.
Küche und Essensausgabe:
Zur Herstellung eines zweiten Fluchtweges der Küche wird ein Wanddurchbruch mit einer Fluchttür
in den Raum der Eingangshalle (1-0.20) geschaffen. Die Küche bildet eine brandschutztechnische
Einheit mit dem darüberliegenden Dachstuhl. Um diese Bereiche vom Hauptflügel brandschutztech-
nisch abzutrennen, sind in den Öffnungen zum Saal neue Rolltore mit Brandschutzanforderung vor-
gesehen. Zudem soll der Luftraum zwischen den Dachböden der beiden Gebäudeflügel durch eine
Ausmauerung feuerbeständig geschlossen werden.
Der an die Küche angrenzende, durchladende Aufzugsschacht verursacht eine Lücke in der brand-
schutztechnischen Trennung zwischen der Küche und der Eingangshalle (1-0.20), sowie des im Kel-
lergeschoss befindlichen Flures. Um diese Trennung sicherzustellen, sind im Bereich der Eingangs-

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halle im Erdgeschoss und vor der westlichen Aufzugstür im Kellergeschoss Brandschutztüren vorge-
sehen.
Dachaufstieg Küchenflügel:
Eine Alternative zur im Bestand vorhandenen Decken-Luke im Treppenraum (0.105) für die Erschlie-
ßung des Dachgeschosses im Küchenflügel sollte untersucht werden. Die jetzige Position der Luke
befindet sich in einem beengten Bereich und müsste aufgrund der brandschutztechnischen Tren-
nung einen erhöhten Feuerwiderstand aufweisen. Der in den Kosten berücksichtigte neue Zugang
sieht eine Stahl-Treppe an der Giebelseite des Küchenflügels, mit einer Außentür im Dachgeschoss
vor.
Saal und Bühnenbereich:
Der Saal verfügt über zwei Fluchtwege. Ein Fluchtweg wird über drei Doppelflügeltüren im Übergang
zu Haus 1 in ausreichendem Maße im Bestand sichergestellt. Der andere Fluchtweg führt über die
Eingangshalle (1-0.20) in den Außenraum. Die Tür zwischen Saal und Eingangshalle wird der Anfor-
derung an die lichte Fluchtwegbreite nach Versammlungsstättenverordnung unter Berücksichtigung
der maximalen Personenzahl des Saals nicht gerecht. Um eine ausreichende Fluchtwegbreite im Be-
reich der Tür zu gewährleisten, muss die Rohbauöffnung verbreitert und eine neue Fluchttür inte-
griert werden.
Um die Entrauchung des Saales sicherzustellen, wird die Synchronisierung der elektrisch angesteu-
erten RWA-Antriebe der oberen Fensteröffnungsflügel mit der Steuerung der Fensterjalousien emp-
fohlen, sodass die Jalousien automatisch öffnen, wenn die RWA aktiviert wird. In diesem Zuge sieht
die Studie zudem eine Erneuerung der Antriebs- und Steuertechnik aller RWA-Komponenten vor.
Treppenraum (1-01.17):
Der Treppenraum (1-01.17) besitzt keinen direkten Ausgang zum Außenraum. Obgleich das Trep-
penhaus nicht als Fluchtweg deklariert ist, ist eine neue Außentüröffnung im Kellergeschoss des
Treppenhauses vorgesehen, um im Kellergeschoss im Brandfall den direkten Zugang zu den Außen-
anlagen sicherzustellen.
Maßnahmen auf Grundlage bauphysikalischer Anforderungen
Feuchteschäden an den Außenwänden des Mensabaukörpers waren die Folge einer intensiven Eis-
bildung an den Traufkanten des Satteldaches und dem Abtauen des Eises im Fassadenbereich. Die
Ursache der verstärkten Vereisung im Bereich der Traufe liegt in der unzureichenden Dämmung des
Daches, der damit verbundenen Erwärmung der Dachhaut und dem daraus resultierenden Abtauen
des Schnees auf dem Dach. Dieser Effekt wird durch ungedämmte Lüftungskanäle im Dachstuhl be-
fördert. In der Studie ist deshalb die Dämmung der neuen Hülle des Daches vorgesehen.
Die Lüftungskanäle welche vom Dachstuhl ausgehend, seitlich der Saalfenster in den Sockelbereich
der Saalwände führen, werden stillgelegt und mit Dämmmaterial verfüllt.
Um eine Raumakustik im Saal zu gewährleisten, welche den Anforderungen an eine Veranstaltungs-
stätte und dem modernen Mensabetrieb gerecht wird, ist es notwendig bauliche Akustikmaßnahmen
zu ergreifen. Im Rahmen des Gestaltungskonzeptes ist daher die Integration einer akustisch wirksa-
men Lamellendecke und einer flächendeckenden akustisch wirksamen Wandvertäfelung aus Holz-
furnierplatten im Saal berücksichtigt. Dies dient in der Studie lediglich der Veranschaulichung und
basiert nicht auf der Grundlage einer Berechnung der Raumakustik.

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Sonstige Maßnahmen
Erneuerung Bodenbelag Saal / Integration Bodentanks:
Zur Versorgung der Sitzplätze des Kreistages mit Strom ist in der Studie die Integration von Boden-
tanks im Saalbereich vorgesehen. Da die Verlegung der Kanäle und Tanks einen Erheblichen Ein-
griff in den Bodenaufbau nach sich zieht, ist in den Kosten zudem ein komplett neuer Bodenaufbau,
inklusive Abdichtung, Estrich und Parkettbelag berücksichtigt. Der genaue Aufbau des Bodenbelags
im Bestand ist nicht bekannt. Im Rahmen der Studie wird von dem Vorhandensein einer Ausgleichs-
schicht ausgegangen, welche durch eine entsprechende Aufbauhöhe die Verlegung der Kanäle
oberhalb der Rohbaudecke ermöglicht. Im Zuge einer Entwurfsplanung ist es hierfür zwingend erfor-
derlich Bauteiluntersuchungen am Bodenbelag im Saalbereich vorzunehmen.
Gestalterische Maßnahmen - Saal und Küche
Bestandteil der Studienuntersuchung war laut Aufgabenstellung ein Konzept zur Saal- und Küchen-
gestaltung. Die in diesem Zusammenhang erarbeiteten Maßnahmen können als richtungsweisend
für das Gestaltungskonzept einer späteren Entwurfsplanung angesehen werden. Die Maßnahmen
sind in Visualisierungen des Saals und der Küche veranschaulicht. Sie sind unter Abstimmung der
Anforderungen und Wünsche des Auftraggebers und des Nutzers erarbeitet worden.
Der Saal erfährt eine Überarbeitung aller Oberflächen. Die Wände werden größtenteils mit einer Ver-
täfelung aus Holzfurnierelementen versehen. Horizontale und vertikale Fluchten werden durch vor-
stehende Leisten gegliedert und hervorgehoben. Die Heizköper unterhalb der Fenster werden mit
Lamellen vertäfelt und oberseitig mit einer Fensterbank verdeckt. Die Wandbereiche, an denen sich
keine Lüftungskanäle befinden werden durch eine gerade durchlaufende Vertäfelung „begradigt“ und
die Rücksprünge der Außenwände werden optisch kaschiert. Dies betrifft die Enden der Längswände
in West- und Ostrichtung. Das ermöglicht zugleich die Integration von Schiebetüren vor den Öffnun-
gen zur Küche im Vorwandbereich, wodurch dem Wunsch des Bauherrn entsprochen wird, den Ab-
schluss der Küche gegenüber den gestalterisch wenig ansprechenden Rolltoren aufzuwerten. Die
Schiebetüren besitzen keine Brandschutzanforderungen und werden ergänzend zu den Rolltoren in-
tegriert. Sie müssen teleskopartig beschaffen sein, da die verfügbare Lauflänge eines einzelnen Tür-
blattes zu groß für die vorhandene Nischenlänge ist. Die alternative Möglichkeit Drehflügeltüren mit
Brandschutzanforderung in die Öffnungen zwischen Saal und Küche zu integrieren, wurde unter-
sucht. Diese würden jedoch einen erheblichen Teil der nutzbaren Fläche vor oder hinter den Öffnun-
gen blockieren und sind deshalb in der Studienplanung entfallen. Um Bereiche mit besonderer funkti-
onaler Bedeutung zu betonen ist die Vertäfelung entlang dieser Bereiche ausgespart. So sind die
Wandflächen um die Bühne, den westlichen Ausgang zu Haus 1 und der Essensausgabe neutral
verputzt, wodurch sie sich von den vertäfelten Flächen abheben. Die Saaltüren links und rechts ne-
ben der Bühne werden erneuert, um diese der Wandvertäfelung optisch anzugleichen.
Auch im Küchenbereich werden alle Oberflächen erneuert. Die Boden- und Wandfliesen werden
durch neue Fliesen ersetzt. Vertäfelungen in Holzoptik im Bereich der Essensausgabe verbergen
Radiatoren an den Wänden und sorgen für einen Übergang des Gestaltungskonzeptes des Saales in
den Küchenbereich. Die Abhangdecke wird abgebrochen, sodass die Einbauten der TGA in den De-
ckenbereich der Küche, im Zuge der Wiederherstellung einer neuen Gipskartondecke, integriert wer-
den können. Der im Bestand vorhandene Einbautresen durchzieht den Bereich der Essensausgabe
diagonal und schränkt die Nutzbarkeit des Raumes damit erheblich ein. Um die vorhandene Fläche
effizienter nutzen zu können, wird der Tresen abgebrochen und im rückwärtigen Bereich der Küche
neu aufgebaut. Die eingebauten Geräte der Küchentechnik werden erhalten und neu installiert.

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Nebenraum Bühne (1-0.18) als Technikraum
Der Raum (1-0.18) neben der Bühne wird zum reinen Technikraum umfunktioniert. Eine präzisere
Beschreibung der Nutzung dieses Raumes ist in der separaten Machbarkeitsstudie des Gewerks
Elektrotechnik zu entnehmen, welche der Gesamtzusammenstellung beiliegt.
010Interimslösung zur Speiseversorgung
Eine Interimslösung zur Speiseversorgung war in die Planung der Studie einzubeziehen. In den Kos-
ten der Studie ist eine Containerlösung vorgesehen. Der Container, dessen Abstellfläche im Lage-
plan gekennzeichnet ist, soll die bauzeitige Speiseversorgung sicherstellen. Dieser kann auf den Au-
ßenanlagen der Berufsschule untergebracht werden und benötigt Vorrichtungen zum Erhitzen und
Frittieren von Speisen, einen Elektroanschluss, sowie Anschlüsse an das Trinkwasser- und Abwas-
sernetz.
Als alternativer Pausenraum wird durch den Nutzer der im Haus 1 befindliche Unterrichtsraum TG
Chemie (1-0.09) vorgeschlagen. Maßnahmen zur Herrichtung des Raumes für den Pausenbetrieb,
wie den Abriss von Einbauten und dem Herrichten des Fußbodens sind in den Kosten berücksichtigt.
011Gewerk HLS
Die in der Machbarkeitsstudie der Objekt- und Gebäudeplanung aufgeführten Maßnahmen sind unter
Abstimmung mit dem Planungsbüro“ IB-Sass“ aus Freiberg entwickelt worden, deren Maßnahmen in
einer separat beauftragten Machbarkeitsstudie des Gewerkes HLS beschriebenen sind. Sie ist Be-
standteil der Gesamtzusammenstellung und kann dem vorliegenden Dokument entnommen werden.
Für den Inhalt dieser separaten Studie sind die Verfasser eigenverantwortlich.
012Gewerk Elektrotechnik / Medientechnik
Die in der Machbarkeitsstudie der Objekt- und Gebäudeplanung aufgeführten Maßnahmen sind unter
Abstimmung mit dem Planungsbüro “IBE-Doebeln Beratende Ingenieure GmBH“ aus Döbeln und
dem „Planungsbüro Dreßler GmBH&Co.KG“ aus Dresden entwickelt worden, deren Maßnahmen in
einer separat beauftragten Machbarkeitsstudie des Gewerkes Elektrotechnik/Medientechnik be-
schriebenen sind. Sie ist Bestandteil der Gesamtzusammenstellung und kann dem vorliegenden Do-
kument entnommen werden. Für den Inhalt dieser separaten Studie sind die Verfasser eigenverant-
wortlich.

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