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ZWECKVERBAND KLÄRWERK DÖFFINGEN-DÄTZINGEN-SCHAFHAUSEN
P0733Q 178919
Strukturgutachten
ZUSAMMENSCHLUSS KLÄRANLAGE GRAFENAU
UND KLÄRANLAGE WEIL DER STADT
- Technischer Bericht -
Beilage 1
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Inhalt
-
Veranlassung 5
-
Weiterbetrieb Kläranlage Grafenau und Kläranlage Weil der Stadt 6
2.1 Allgemein 6
2.2 Kläranlage Grafenau 6
2.2.1 Grundlagen 6
2.2.2 Auswertung Betriebstagebücher 9
2.2.3 Nachbemessung 16
2.2.4 Reserven und Schwachstellen und Maßnahmen 21
2.3 Kläranlage Weil der Stadt 23
2.3.1 Grundlagen 23
2.3.2 Auswertung Betriebstagebücher 25
2.3.3 Nachbemessung 34
2.3.4 Reserven, Schwachstellen und Maßnahmen 39
2.4 Geplante Maßnahmen 40
2.4.1 KA Grafenau 40
2.4.2 KA Weil der Stadt 44
- Anschluss KA Grafenau über das Kanalnetz an KA Weil der Stadt 45
3.1 Allgemein 45
3.2 Nachbemessung 45
3.2.1 Bemessungsgrundlagen 45
3.2.2 Ausbauvarianten 47
3.2.3 Bestand 48
3.2.4 Prognose 50
3.3 Reserven Schwachstellen und Maßnahmen 51
3.3.1 Mechanische Reinigung KA Weil der Stadt 51
3.3.2 Vorklärbecken KA Weil der Stadt 51
3.3.3 Kapazität Schneckenpumpwerk KA Weil der Stadt 51
3.3.4 Biologische Stufe KA Weil der Stadt 52
3.3.5 Ablauf MID KA Weil der Stadt 52
3.3.6 Schlammbehandlung, Gasspeicherung und -verwertung KA Weil der Stadt 52
3.3.7 Weiternutzung Belebungsbecken und Kombibecken KA Grafenau 54
3.4 Geplante Maßnahmen 54
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3.4.1 KA Grafenau 54
3.4.2 KA Weil der Stadt 55
- Anschluss KA Grafenau direkt an KA Weil der Stadt 58
4.1 Allgemein 58
4.2 Reserven, Schwachstellen und Maßnahmen 58
4.2.1 Mechanische Reinigung KA Weil der Stadt 58
4.2.2 Vorklärbecken, Schneckenpumpwerk, Biologische Stufe KA Weil der Stadt 58
4.2.3 Schlammbehandlung, Gasspeicherung und -verwertung KA Weil der Stadt 58
4.2.4 Schneckenhebewerk KA Grafenau 59
4.2.5 Mechanische Reinigung KA Grafenau 59
4.2.6 Weiternutzung Belebungsbecken und Kombibecken KA Grafenau 59
4.3 Geplante Maßnahmen 59
4.3.1 KA Grafenau 59
4.3.2 Druckleitung zur KA Weil der Stadt 59
4.3.3 KA Weil der Stadt 60
-
- Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination 61
5.1 Allgemein 61
5.2 Geplante Maßnahmen 62
-
Anschluss KA Grafenau an KA Weil der Stadt - Nur Schlamm 63
-
Kostenschätzung 65
-
Schlussbemerkung / Fazit 68
Betriebskosten 70
Zeichnungen 73
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Überflutungsfläche KA Grafenau (Quelle: LUBW Kartendienst) ..................................................... 43
Abbildung 2: Trasse bis zum Kanalnetz Weil der Stadt ....................................................................................... 55
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Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: derzeitige Einleitwerte und Empfehlungen des gewässerökologischen Gutachtens ............................ 8
Tabelle 2: Zufluss zur Kläranlage Grafenau ......................................................................................................... 10
Tabelle 3: CSB-Fracht Zulauf Kläranlage Grafenau............................................................................................. 10
Tabelle 4: Stickstofffracht Zulauf Kläranlage Grafenau ........................................................................................ 10
Tabelle 5: Phosphorfracht Zulauf Kläranlage Grafenau ....................................................................................... 11
Tabelle 6: C:N:P-Verhältnis Zulauf Kläranlage Grafenau .................................................................................... 11
Tabelle 7: Trockensubstanzgehalt im Belebungsbecken 1 Grafenau .................................................................. 11
Tabelle 8: Trockensubstanzgehalt im Belebungsbecken 2 Grafenau .................................................................. 11
Tabelle 9: Schlammvolumenindex Belebungsbecken 1 Grafenau ....................................................................... 12
Tabelle 10: Schlammvolumenindex Belebungsbecken 2 Grafenau ..................................................................... 12
Tabelle 11: Temperatur im Belebungsbecken Grafenau...................................................................................... 12
Tabelle 12: Ablaufwerte der Kläranlage Grafenau ............................................................................................... 13
Tabelle 13: Bemessungswerte ............................................................................................................................. 17
Tabelle 14: Einleitungsbedingungen Kläranlage Weil der Stadt .......................................................................... 25
Tabelle 15:Zulauf zur Kläranlage Weil der Stadt .................................................................................................. 26
Tabelle 16:CSB-Fracht im Zulauf der Kläranlage Weil der Stadt ......................................................................... 26
Tabelle 17: Stickstofffracht im Zulauf der Kläranlage Weil der Stadt ................................................................... 27
Tabelle 18:Phosphorfracht im Zulauf der Kläranlage Weil der Stadt .................................................................. 27
Tabelle 19: CSB-Fracht im Zulauf zur Biologie der Kläranlage Weil der Stadt .................................................... 27
Tabelle 20:Stickstoffracht im Zulauf zur Biologie der Kläranlage Weil der Stadt ................................................. 28
Tabelle 21: Phosphorfracht im Zulauf zur Biologie der Kläranlage Weil der Stadt .............................................. 28
Tabelle 22: Eliminationsleistung der Vorklärung Weil der Stadt .......................................................................... 29
Tabelle 23:C:N:P im Zulauf zur Kläranlage ......................................................................................................... 29
Tabelle 24:C:N:P im Zulauf zur Biologie ............................................................................................................. 29
Tabelle 25: Trockensubstanz im Belebungsbecken Weil der Stadt ..................................................................... 30
Tabelle 26: Schlammvolumenindex Weil der Stadt .............................................................................................. 30
Tabelle 27: Temperatur im Belebungsbecken Weil der Stadt .............................................................................. 30
Tabelle 28: Glühverlust im Belebungsbecken Weil der Stadt .............................................................................. 30
Tabelle 29: Ablaufkonzentration Kläranlage Weil der Stadt ................................................................................. 31
Tabelle 30: Bemessungsgrundlage KA Weil der Stadt ........................................................................................ 34
Tabelle 31: Verschiebung C:N:P Verhältnis durch Zusammenschluss ................................................................ 46
Tabelle 32: Bemessungswerte Zusammenschluss in Weil der Stadt .................................................................. 46
Tabelle 33: Kosten Grunderwerb und Ausgleich Hochwasser ............................................................................. 65
Tabelle 34: Kostenübersicht ................................................................................................................................. 66
Tabelle 35: Kostenübersicht inklusive 4. Reinigungsstufe ................................................................................... 67
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- VERANLASSUNG
Auf der Kläranlage Grafenau stehen in den nächsten Jahren voraussichtlich Sanierungsarbeiten insbe-
sondere an dem Kombibecken an. Aufgrund der einstraßigen Ausführung ist es jedoch nicht möglich, dass
Becken dafür außerbetrieb zu nehmen.
Damit die Arbeiten durchgeführt werden können, würde der Neubau einer zweiten Straße erforderlich.
Vor diesem Hintergrund soll mit diesem Strukturgutachten geprüft werden, ob nicht der Anschluss an die
5 km Luftlinie entfernte Kläranlage Weil der Stadt die wirtschaftlichere Alternative ist.
Die Kläranlage Weil der Stadt wurde zuletzt bis Ende 2019 erweitert und ist daher aktuell in einem guten
baulichen und technischen Zustand. Die in der Erweiterungsplanung berücksichtigten Reserven werden
aber voraussichtlich nicht ausreichen, um die nahezu gleich große Belastung der Kläranlage Grafenau
ohne eine erneute Erweiterung mitbehandeln zu können, insbesondere da in dem Einzugsgebiet der Klär-
anlage Weil der Stadt signifikante Neubaugebiete ausgewiesen sind.
Aus dieser Ausgangslage ergeben sich für dieses Strukturgutachten die folgenden Ansätze:
Weiterbetrieb beider Kläranlagen Anschluss der KA Grafenau an das Kanalnetz der KA Weil der Stadt Anschluss der KA Grafenau direkt an die KA Weil der Stadt
Ein immer mehr ab Bedeutung gewinnendes Thema auf Kläranlagen ist der Bau von 4. Reinigungsstufen,
um auch Spurenstoffe eliminieren zu können.
Spurenstoffe ist ein Überbegriff für eine Vielzahl an Stoffen deren Gemeinsamkeit ist, dass diese auch
schon in niedrigen Konzentrationen negative Auswirkungen auf das Ökosystem haben können. Zu den
Spurenstoffen in kommunalem Abwasser zählen z. B. Arzneimittel, Biozide, Flammschutzmittel, Estro-
gene, etc.
Bisher gibt es noch keine Verpflichtung zur Spurenstoffelimination, sondern nur ein Anreiz durch Förde-
rung. Wann und für welche Kläranlagen eine Verpflichtung zur Spurenstoffelimination kommen wird, ist
bisher nicht abzusehen. Einen Anhaltspunkt liefert das Arbeitspapier „Spurenstoffelimination auf kommu-
nalen Kläranlagen in Baden-Württemberg“ herausgegeben vom Baden-Württembergischen Ministerium
für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft im November 2018. In diesem werden Kriterien aufgeführt, in
denen eine Spurenstoffelimination angestrebt werden sollte.
Mit Stand Dezember 2022 sind in Baden-Württemberg nach Angaben des Kompetenzzentrums Spuren-
stoffe-BW (KomS) bereits 22 Anlagen zur Spurenstoffelimination in Betrieb, weitere 27 Anlagen sind be-
reits in Planung oder Bau.
Da die Untersuchung des Zusammenschlusses langwierige Folgen hat, wird auch das Thema der 4. Rei-
nigungsstufe zur Spurenstoffelimination mit betrachtet.
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- WEITERBETRIEB KLÄRANLAGE GRAFENAU UND KLÄRANLAGE WEIL DER STADT
2.1 Allgemein
In dieser Variante wird vorgesehen beide Kläranlagen wie bisher weiter zu betreiben. Auf der Kläranlage
Weil der Stadt ist aufgrund der erst vor kurzem erfolgten Erweiterung nicht mit signifikantem Erweite-
rungsbedarf zu rechnen. Auch baulich und technisch stehen keine größeren Sanierungen an.
Bei der KA Grafenau steht ein höherer Erweiterungs- und Sanierungsbedarf zu erwarten, vgl. Studie
„Ertüchtigung der Kläranlage Grafenau“
Die Betriebsdaten beider Kläranlagen werden ausgewertet und die Kläranlagen werden bemessen.
Anschließend werden die Reserven, Schwachstellen und erforderlichen Maßnahmen für beide Anlagen
erarbeitet.
Unterhaltungsmaßnahmen und kleinere Sanierungen werden kurzfristig auf beiden Anlagen anfallen.
Daher werden diese in der Studie nicht betrachtet.
2.2 Kläranlage Grafenau
2.2.1 Grundlagen
2.2.1.1 Aufbau Kläranlage Grafenau
Vorgeschaltete Regenwasserbehandlung Rundes Fangbecken (Unterteilt in ein inneres und ein äußeres Becken) Äußeres Becken: RÜB Döffingen: 700 m³ (Rundes Fangbecken mit Räumer) Inneres Becken RÜB Dätzingen: 600 m³ (Rundes Fangbecken mit Räumer)
Regenwasserpumpwerk Regenwasserpumpe 1: 500 l/s Regenwasserpumpe 2: 500 l/s Regenwasserpumpe 3: 500 l/s
Zulaufhebewerk Schneckenpumpe 1: 40 l/s Schneckenpumpe 2: 40 l/s Schneckenpumpe 3: 40 l/s Schneckenpumpe 4: 40 l/s
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Rechenanlage Anzahl: 1 Bauform Trommelrechen Lochweite: 3 mm
Sand- und Fettfang Bauform: rund Belüftet: ja
Belebungsbecken 1: Bauform: Rechteck Betriebsform: intermittierende Belüftung Breite: 9,5 m Länge: 16 m Wasserspiegelhöhe: 5,5 m Nutzbares Beckenvolumen: 821 m³
Belebungsbecken 2: Bauform: rundes Kombibecken (äußerer Ring) Betriebsform: intermittierende Belüftung Außendurchmesser: 40 m Innendurchmesser: 22,5 m Nutzbares Beckenvolumen: 2.707 m³ Oberfläche: 859 m2 Wasserspiegelhöhe: 3,15 m
Nachklärbecken: Bauform: rundes Kombibecken (inneres Becken) Durchmesser: 22 m Oberfläche: 380 m² Wassertiefe: 3,4 m Nutzbares Beckenvolumen: 1.268 m³
Rücklaufschlammpumpwerk: Kreiselpumpe 1: 30 l/s Kreiselpumpe 2: 30 l/s Kreiselpumpe 3: 30 l/s
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Schlammstapelbehälter: Nutzbares Beckenvolumen: 1.050 m³
Filtratspeicher: In Ausführungsplanung Nutzbares Volumen ca. 500 m3
2.2.1.2 Bisherige Einleitungsbedingungen
Im Februar 2021 wurde dem Zweckverband Kläranlage Döffingen – Dätzingen – Schafhausen die
wasserrechtliche Erlaubnis erteilt, vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2033 mechanisch-biologisch und
chemisch gereinigte Abwasser aus dem Einzugsgebiet mit dem in der folgenden Tabelle aufgeführ-
ten Parametern bei Flst. Nr. 174, Gemarkung Schafhausen, in die Würm einzuleiten.
Darüber hinaus werden die Empfehlungen des gewässerökologischen Gutachtens mit aufgeführt.
Tabelle 1: derzeitige Einleitwerte und Empfehlungen des gewässerökologischen Gutachtens
| Parameter | Einleitungsgrenzwert (Wasserrechltiche- erlaubnis 2021-2033) Qualifizierte Stichprobe | Kennwert (Wasserrechltiche- erlaubnis 2021-2033) Jahresmittel der 24h Mischproben | Einleitungsgrenzwert gewässerökologisches Gutachten 2018 Qualifizierte Stichprobe | Kennwert gewässerökologisches Gutachten 2018 Jahresmittel der 24h Mischproben | |
|---|---|---|---|---|---|
| Einleitungsmenge Trockenwetter | Qt | maximal 38 l/s, 1.918 m3/d | |||
| Einleitungsmenge Regenwetter | QM | maximal 80 l/s = 288 m3/h | |||
| Chemischer Sauerstoffbedarf | CSB | < 40 mg/l > 90% | < 30 mg/l | < 30 mg/l | |
| TOC | < 15,0 mg/l | ||||
| Biochemischer Sauerstoffbedarf mit ATH | BSB5 | < 20 mg/l | |||
| Ammonium-Stickstoff | NH4-N | < 5,0 mg/l | < 1 mg/l | bei > 12°C: < 5 mg/l bei <12 °C: < 10 mg/l | |
| Nitrit-Stickstoff | N O 2 - N | < 1 mg/l | < 2 mg/l | < 1 mg/l | |
| Stickstoff | N g e s ,anorg | < 18 mg/l > 75 % | |||
| Phosphor gesamt | Pges | < 1,0 mg/l | < 0,5 mg/l < 0,3 mg/l* | < 0,5 mg/l | |
| ortho-P | o-Po4-P | < 0,16 mg/l* | < 0,1 mg/l | ||
| pH Wert | 6,5 - 8,5 | ||||
| Abfiltrierbare Stoffe | AFS | < 18 mg/l | < 18 mg/l | ||
| Jahresschmutz- wassermenge | JSM | 500.000 m3/a | |||
| * Ab Umsetzung der Fällungsvariante, spätestens ab 01.01.2025 |
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2.2.2 Auswertung Betriebstagebücher
2.2.2.1 Zulauffrachten
Die Zulauffrachten bei Trockenwetter können über das 21-Tage-Polygon oder über den Wetter-
schlüssel bestimmt werden. Bei dem Verfahren nach dem 21 Tage Polygon wird für jeden Tag das
Minimum aus dem betrachteten Tag sowie den 10 vorherigen und den 10 folgenden Tagen bestimmt.
Liegt der Tageszufluss maximal 20 % über diesem 21Tag-Minium, wird der Tag als Trockenwetter
eingestuft.
In dem folgenden Diagramm sind die Ergebnisse dieser beiden Bestimmungsvarianten für Trocken-
wettertag einander gegenübergestellt.
Dabei sind keine signifikanten Unterschiede der beiden Varianten festzustellen. Für die folgende
Auswertung werden die Trockenwettertage nach dem 21 Tage Polygon verwendet.
3.000
2.500
2.000
1.500
1.000
500
0
Diagramm 1: Trockenwetterzuflussmengen ]d/³m[ egnemfualuZ KA Grafenau Zulaufmenge
Wetterschlüssel 21 Tage Polygon
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Tabelle 2: Zufluss zur Kläranlage Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum m3/d | Mittelwert m3/d | 85 %-Wert m3/d |
|---|---|---|---|---|
| Q TW/RW | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 2.133 2.187 2.243 2.188 | 2.133 2.187 2.243 2.188 | 3.414 3.629 3.726 3.610 |
| Q TW | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 1.374 1.501 1.468 1.449 | 1.374 1.501 1.468 1.449 | 1.546 1.906 1.641 1.652 |
Tabelle 3: CSB-Fracht Zulauf Kläranlage Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d | Einwohnerwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Mittelwert | aus 85 %-Wert | |||||
| B d,CSB,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 849 1.109 862 935 | 1.027 1.223 1.055 1.131 | 2.402 6.039 1.662 6.039 | 7.079 9.238 7.181 7.789 | 8.557 10.192 8.791 9.424 |
| B d,CSB,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 767 1.140 806 899 | 940 1.181 1.042 1.109 | 1.280 6.039 1.269 6.039 | 6.390 9.501 6.713 7.490 | 7.830 9.844 8.680 9.239 |
Tabelle 4: Stickstofffracht Zulauf Kläranlage Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d | Einwohnerwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Mittelwert | aus 85 %-Wert | |||||
| B d,Nges,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 112 113 118 114 | 125 133 134 133 | 174 145 203 203 | 10.185 10.238 10.725 10.398 | 11.342 12.136 12.194 12.131 |
| B d,Nges,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 107 110 111 109 | 120 120 129 126 | 139 137 147 147 | 9.713 9.999 10.073 9.930 | 10.926 10.944 11.689 11.497 |
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Tabelle 5: Phosphorfracht Zulauf Kläranlage Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d | Einwohnerwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Mittelwert | aus 85 %-Wert | |||||
| B d,Pges,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 12 11 12 12 | 14 14 15 14 | 26 17 28 28 | 6.603 6.366 6.895 6.636 | 7.570 7.620 8.307 8.003 |
| B d,Pges,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 11 11 11 11 | 13 13 14 13 | 16 15 16 16 | 6.115 6.170 6.350 6.215 | 7.323 7.386 7.649 7.366 |
Dieses Nährstoffverhältnis liegt im optimalen Bereich für die aerobe Stabilisation, das je nach Quelle
von 100: 5 : 1 bis 100: 14: 1 angegeben wird.
Tabelle 6: C:N:P-Verhältnis Zulauf Kläranlage Grafenau
| MW | 85Perzentil | |
|---|---|---|
| 2019 2020 2021 | 100 : 13,2 : 1,4 100 : 10,2 : 1 100 : 13,7 : 1,4 | 100 : 12,2 : 1,3 100 : 10,9 : 1,1 100 : 12,7 : 1,4 |
| 2018 - 2021 | 100 : 12,2 : 1,3 | 100 : 11,8 : 1,3 |
2.2.2.2 Betriebsdaten der biologischen Reinigungsstufe
Tabelle 7: Trockensubstanzgehalt im Belebungsbecken 1 Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximun |
|---|---|---|---|---|---|
| TS BB1 [g/l] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 2,9 | 4,5 | 4,9 | 6,6 |
| 3,2 | 5,6 | 6,6 | 8,7 | ||
| 2,8 | 5,1 | 6,0 | 7,8 | ||
| 2,8 | 5,1 | 6,3 | 8,7 |
Tabelle 8: Trockensubstanzgehalt im Belebungsbecken 2 Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximun |
|---|---|---|---|---|---|
| TS BB2 [g/l] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 2,6 | 3,9 | 4,2 | 5,4 |
| 3,0 | 4,9 | 5,5 | 8,3 | ||
| 2,8 | 4,0 | 4,5 | 5,5 | ||
| 2,6 | 4,3 | 5,0 | 8,3 |
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Tabelle 9: Schlammvolumenindex Belebungsbecken 1 Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximum |
|---|---|---|---|---|---|
| ISV BB1 [ml/g] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 66,7 | 82,6 | 90,9 | 105,3 |
| 65,9 | 93,9 | 100,0 | 108,3 | ||
| 51,4 | 76,5 | 90,0 | 103,4 | ||
| 51,4 | 84,3 | 96,2 | 108,3 | ||
| ISV BB1,2WM [ml/g] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 71,6 | 82,6 | 90,9 | 97,8 |
| 81,0 | 94,0 | 99,1 | 100,6 | ||
| 53,6 | 76,5 | 88,6 | 95,8 | ||
| 53,6 | 84,4 | 95,7 | 100,6 |
Tabelle 10: Schlammvolumenindex Belebungsbecken 2 Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximum |
|---|---|---|---|---|---|
| ISV BB2 [ml/g] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 50,0 | 83,7 | 92,7 | 102,4 |
| 73,1 | 95,2 | 100,0 | 108,7 | ||
| 60,4 | 80,1 | 91,2 | 100,0 | ||
| 50,0 | 86,7 | 97,6 | 108,7 | ||
| ISV BB2,2WM [ml/g] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 74,3 | 83,7 | 92,9 | 96,1 |
| 82,6 | 95,3 | 100,1 | 102,0 | ||
| 63,7 | 79,7 | 89,9 | 95,3 | ||
| 63,7 | 86,5 | 96,1 | 102,0 |
Tabelle 11: Temperatur im Belebungsbecken Grafenau
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Miniumum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximum |
|---|---|---|---|---|---|
| T w,d,BB [°C] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 7,3 | 14,2 | 19,0 | 21,8 |
| 7,6 | 14,2 | 18,6 | 21,9 | ||
| 9,1 | 15,0 | 17,6 | 19,7 | ||
| 7,3 | 14,4 | 18,9 | 21,9 | ||
| T w,d,BB,2WM [°C] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 8,0 | 14,1 | 19,7 | 21,4 |
| 8,7 | 14,2 | 19,1 | 20,3 | ||
| 9,8 | 15,0 | 17,7 | 18,6 | ||
| 7,3 | 14,4 | 18,9 | 21,4 |
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2.2.2.3 Konzentrationen im Ablauf der Kläranlage
In der nachfolgenden Tabelle sind die Konzentrationen im Ablauf der Kläranlage dargestellt. Die
Proben werden teilweise als 24 h-Mischproben oder als Stichproben genommen.
Des Weiteren erfolgt ein Vergleich mit den Grenzwerten aus der aktuell gültigen wasserrechtlichen
Erlaubnis.
Die Grenzwerte der Stickstoffparameter (N .-N und NH -N) sind bei den meisten Fällen nur ges,anorg 4
einzuhalten, wenn die Bemessungstemperatur, meist 12 °C im Belebungsbecken überschritten wird,
wie es auch im gewässerökologischen Gutachten vorgeschlagen wurde. In der wasserrechtlichen
Erlaubnis der Kläranlage Grafenau wird diese Unterscheidung nicht getroffen.
Tabelle 12: Ablaufwerte der Kläranlage Grafenau
| Jahres- Überschrei- Grenzwert Jahr Max mittel tungen | Überschreitungen > 12 °C | |
|---|---|---|
| CSB [mg/l] | 2019 15,6 29,0 0 40 2020 15,6 124,0 1 2021 16,0 41,0 1 | - |
| NH -N [mg/l] 4 bei T> 12 °C | 2019 0,3 4,0 0 5 2020 0,5 6,5 1 2021 0,6 3,9 0 | 0 1 0 |
| N -N [mg/l] ges,anorg. bei T> 12 °C | 2019 8,0 22,8 3 18 2020 9,8 21,8 7 2021 11,4 22,4 12 | 2 2 7 |
| P [mg/l] ges | 2019 0,4 1,9 6 1,0 2020 0,2 3,1 1 2021 0,2 0,8 0 | - |
Beim CSB wird der Grenzwert weitestgehend eingehalten und der Zielwert deutlich unterschritten.
Auffällig ist nur eine Überschreitung am 14.05.2020, die mit einer eingetragenen Konzentration von
124 mg/l deutlich über dem Grenzwert liegt.
Da an diesem Tag auch die Phosphorkonzentration deutlich überschritten wurde, ist anzunehmen,
dass diese Überschreitung aus Schlammabtrieb während der Stichprobennahme resultiert.
[Seite 14]
140
120
100
80
60
40
20
0
Für den Januar 2021 sind im Betriebstagebuch keine Abwassertemperaturen erfasst. Dieser Zeit-
raum wird wie Temperaturen unter 12 Grad gewertet. ]l/gm[ noitartneznoK-BSC KA Grafenau CSB-Konzentrationen Ablauf
CSB-Konzentration CSB-Grenzwert
7 25
6 20
5
15 4
3 10
2
5 1
0 0 ]l/gm[ noitartneznoK-4HN ]C°[ nekcebsgnubeleB rutarepmeT KA Grafenau NH -N-Konzentration Ablauf 4
NH4-N- Konzentration NH4-N-Grenzwert Abwassertemp.
[Seite 15]
25
20
15
10
5
0
Wie dem nachfolgenden Diagramm zu entnehmen ist, resultieren die Überschreitungen des anorga-
nisch gebundenen Stickstoffs primär aus der Nitratkonzentration. ]l/gm[ noitartneznoK-.grona,segN KA Grafenau N .-N-Konzentration Ablauf ges,anorg
Nges-Konz. T < 12 °C Nges-Konz. T >= 12 °C Nges,anorg-Grenzwert
25
20
15
10
5
0 ]l/gm[ noitartneznoK-.3ON KA Grafenau NO -N-Konzentration Ablauf 3
NO3-Konz. T >= 12 °C NO3-Konz. T < 12 °C
[Seite 16]
2.2.3 Nachbemessung
2.2.3.1 Bemessungsgrundlagen
Der klärtechnische Nachweis der Belebungsbecken nach DWA A 131 (2016) erfolgt unter folgenden
Annahmen:
Der Prozessfaktor ist ein Maß dafür inwieweit die maximale von der mittleren Fracht eines Tages
abweicht. Aufgrund des Ablaufwerts für Ammoniumstickstoff von 5 mg/l sowie des erforderlichen
Schlammalters für die aerobe Stabilisation wird dieser mit dem Maximalwert von 2,8 angesetzt. Eine
Messung erfolgte nicht.
Eine Messung der Trockensubstanz im Zulauf liegt nicht vor, daher wird eine einwohnerspezifische
Fracht von 70 g TS / (E*d) angesetzt. Diese wird auf die sich aus der CSB-Fracht ergebenden Ein-
wohnerwerte bezogen.
Für die Trockensubstanz im Belebungsbecken (TS ) sowie den Schlammvolumenindex (ISV) wer- BB
den nach dem jeweiligen Belebungsbecken Volumen gewichtete Mittelwerte (TS ) bzw. 2 Wochen- BB
mittelwerte (ISV) angesetzt.
Der Überschussschlamm wird gespeichert und ca. einmal im Monat durch einen Dienstleister ent-
wässert. Das Zentrat aus der Entwässerung kann bisher nicht gespeichert werden und wird direkt
der biologischen Stufe zugeführt.
Die Rückbelastung durch das Zentrat aus der Entwässerung von aerob stabilisiertem Schlamm ist
normlaerweise gering. Aufgrund der langen Speicherdauer steht jedoch zu erwarten, dass es zu
einer anaeroben Stabilisation und somit zu einer Rücklösung von Ammonium kommt. Messungen
hierzu liegen nicht vor. Aufgrund der fehlenden Pufferkapazität kommt es so zu einer Stoßweisen
Belastung, die die Betriebsstabilität gefährdet.
Um die Betriebsstabilität zu steigern, wird derzeit ein Zentralspeicher geplant, so dass das Zentrat
aus der Schlammentwässerung zukünftig nur noch vergleichmäßigt der Belebung zugeführt wird.
Für die Bemessung wird die Stickstoffrückbelastung mit 5% angenommen.
Entsprechend der Bevölkerungsprognose des statistischen Landesamt Baden-Württemberg für Gra-
fenau, ist bis zum Jahr 2040 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 3 % in der oberen Variante
zu rechnen. In der Modellrechnung nimmt die Bevölkerung um 4% ab.
Zur Berücksichtigung einer zusätzlichen Sicherheit werden die Bemessungswerte für die biologische
Stufe um eine Reserve von 5 % erhöht.
[Seite 17]
Tabelle 13: Bemessungswerte
| Bestand | Rückbelastung aus SEW | Bestand inkl. Rückbelastung | Prognose +5% | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Q M | 80 | l/s | ||||
| Q T,am | 1.449 | m3/d | Mittelwert | |||
| B d,CSB,zu | 1.131 | 1.131 | 1.187 | kg/d | 85 Perzentil | |
| B TS,Zul | 660 | 660 | 693 | kg/d | 70 g/ ( E *d) | |
| B d,Nges,ZU | 133 | 7 | 140 | 147 | kg/d | 85 Perzentil |
| B d,Pges,ZU | 14 | 14 | 15 | kg/d | 85 Perzentil | |
| TS BB | 4,5 | g/l | gewichtete Mittelwert | |||
| ISV | 86 | ml/g | gewichtete 2 Wochenmittel | |||
| Tmin | 7,3 | °C 2-Wochenmittel | ||||
| Tmax | 21,4 | °C 2-Wochenmittel |
[Seite 18]
2.2.3.2 Bestand
Durch Einsetzen des maximalen Prozessfaktors ergibt sich ein Schlammalter von 32 Tagen. Mit diesem Schlammalter ist das Belebungsbecken nicht nachweisbar. Es fehlen rechnerisch ca. 30 m3.
Für die aerobe Schlammstabilisierung ist jedoch ein Schlammalter von 25 d ausreichend.
Wird das Schlammalter auf 25 Tage reduziert, wird der rechnerische Nachweis sicher möglich. Es besteht eine Reserve von 660 m3.
| Klärtechnischer Nachweis der Belebung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zulauf Belebung Q 1.449 [m³/d] konz. CSB 780,54 [mg/l] → 1.131 [kg/d] SCSB CCSB,ZB - XCSB,ZB 197,74 [mg/l] → 287 [kg/d] XCSB XTS,ZB*1,6 *(1- fB) 582,80 [mg/l] → 844 [kg/d] TS 455,31 [mg/l] → 660 [kg/d] N 96,41 [mg/l] → 140 [kg/d] P 9,66 [mg/l] → 14 [kg/d] Bemessungstemperatur 12 °C Erforderliches Schlammalter 25,1 d Stickstoffbilanz SorgN,AN 2,00 [mg/l] → 2,90 [kg/d] SNH4,AN 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] SNO3,AN 14,40 [mg/l] → 20,87 [kg/d] XorgN,BM 5,96 [mg/l] → 8,63 [kg/d] XorgN,inert 7,01 [mg/l] → 10,16 [kg/d] SNO3,ZB 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] zu nitrifizierender Stickstoff: 81,44 [mg/l] → 118,01 [kg/d] zu denitrifizierender Stickstoff: 67,04 [mg/l] → 97,15 [kg/d] Phosphorbilanz Phosphor ÜW: 1,0 [mg/l] CP,ZB 9,66 [mg/l] CP,AN 0,6 [mg/l] XP,BM 3,90 [mg/l] XP,BioP 0,00 [mg/l] | |||||
| XP,Fäll 5,16 [mg/l] | Fällmittel: AlCl3 | ||||
| Schlammproduktion externer Kohlenstoff ÜSd,C 482,1 [kg/d] C CSB, dos 0mg/l | |||||
| ÜSd,P 50,8 [kg/d] | OV / (2,86*S C,D N | ) O3,D | |||
| ÜS 513,4 [kg/d] x 0,99[-] d | |||||
| Belebungsbecken Vorhanden | |||||
| TSBB 4,50 [g/l] MTS,BB 12.883 [kg] | |||||
| VBB 2.863 [m³] 3.528[m³] | |||||
| VDN 1.718 [m³] VN 1.145 [m³] Denitrifikationstyp | |||||
| VDN/VBB 0,60 [-] intermittier | ende Denit | rifikation | |||
| Prozessfaktor PF 2,20 [-] | |||||
| Rückführverhältnis RF 4,66 [-] |
[Seite 19]
Auch das Nachklärbecken ist bei der mittleren Trockensubstanz und dem 2-Wochenmittel des
Schlammindexes nachweisbar. Es stehen noch 70 cm Reserve zur Verfügung. Bei ansonsten gleich-
bleibenden Bedingungen wäre damit eine Erhöhung des Mischwasserzuflusses auf 105 l/s möglich.
Klärtechnischer Nachweis bestehendes horizontal durchströmtes Nachklärbecken
Bemessungswassermenge: Q 80,00 [l/s] M,NKB 288,00 [m³/h] Oberfläche NKB: A 380,00 [m²] NKB
Schlammindex: ISV 86 [ml/g] Eindickzeit: t 2,0 [h] E TS- Bodenschlamm: TS BS 14,7 [kg/m³] TS-Rücklaufschlamm: TS RS 11,7 [kg/m³] Rücklaufverhältnis: RV 0,62 [-] TS-Belebungsbecken: TS BB 4,5 [kg/m³] Max.-Wert
Resultierende Belastung des Nachklärbeckens Oberflächenbeschickung: q A 0,76 [m/h] Vergleichsschlammvolumen: VSV 385,75 [ml/l] Schlammvolumenbeschickung: q 292,36 [l/m²*h] SV
Nachweis der Beckentiefe: Klarwasserzone: h 1 0,50 [m] Übergangs- und Pufferzone: h = q (1+RV)[500/(1000-VSV)+VSV/1100] 1,43 [m] 2,3 A Eindick- und Räumzone: h = TS * q * (1+RV) * t / TS 0,75 [m] 4 AB A E BS Gesamthöhe: h = h + h + h 2,68 [m] ges 1 2,3 4 vorhanden 3,40 [m]
[Seite 20]
2.2.3.3 Prognose
Bei der Prognose ist ebenfalls ein Schlammalter von 25 d für die aerobe Stabilisation ausreichend.
Das vorhandene Belebungsbeckenvolumen ist auch dafür ausreichend. Es besteht noch eine Re- serve von ca. 500 m3.
| Klärtechnischer Nachweis der Belebung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zulauf Belebung Q 1.449 [m³/d] konz. CSB 819,19 [mg/l] → 1.187 [kg/d] SCSB CCSB,ZB - XCSB,ZB 207,53 [mg/l] → 301 [kg/d] XCSB XTS,ZB*1,6 *(1- fB) 611,66 [mg/l] → 886 [kg/d] TS 477,86 [mg/l] → 692 [kg/d] N 101,45 [mg/l] → 147 [kg/d] P 10,35 [mg/l] → 15 [kg/d] Bemessungstemperatur 12 °C Erforderliches Schlammalter 25,1 d Stickstoffbilanz SorgN,AN 2,00 [mg/l] → 2,90 [kg/d] SNH4,AN 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] SNO3,AN 14,40 [mg/l] → 20,87 [kg/d] XorgN,BM 6,25 [mg/l] → 9,06 [kg/d] XorgN,inert 7,36 [mg/l] → 10,66 [kg/d] SNO3,ZB 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] zu nitrifizierender Stickstoff: 85,84 [mg/l] → 124,38 [kg/d] zu denitrifizierender Stickstoff: 71,44 [mg/l] → 103,52 [kg/d] Phosphorbilanz Phosphor ÜW: 1,0 [mg/l] CP,ZB 10,35 [mg/l] CP,AN 0,6 [mg/l] XP,BM 4,10 [mg/l] XP,BioP 0,00 [mg/l] | |||||
| XP,Fäll 5,66 [mg/l] | Fällmittel: AlCl3 | ||||
| Schlammproduktion externer Kohlenstoff ÜSd,C 506,0 [kg/d] C CSB, dos 0mg/l | |||||
| ÜSd,P 55,7 [kg/d] | OV / (2,86*S C,D N | ) O3,D | |||
| ÜS 540,3 [kg/d] x 1,01[-] d | |||||
| Belebungsbecken Vorhanden | |||||
| TSBB 4,50 [g/l] MTS,BB 13.558 [kg] | |||||
| VBB 3.013 [m³] 3.528[m³] | |||||
| VDN 1.868 [m³] VN 1.145 [m³] Denitrifikationstyp | |||||
| VDN/VBB 0,62 [-] intermittier | ende Denit | rifikation | |||
| Prozessfaktor PF 2,09 [-] | |||||
| Rückführverhältnis RF 4,96 [-] |
Die Bemessung der Nachklärung bleibt unverändert zum Bestand, da es nicht erforderlich wird TS BB
oder ISV anzupassen und derzeit auch keine Erhöhung des Mischwasserzuflusses angestrebt wird.
[Seite 21]
2.2.4 Reserven und Schwachstellen und Maßnahmen
2.2.4.1 Zulaufhebewerk
Die 4 Zulaufschnecken haben eine Nennförderleistung von je 40 l/s. Allerdings sind diese so ver-
schlissen, dass diese wahrscheinlich nicht mehr erreicht wird. Die gesamten Schecken, inkl. der
Lager sowie der Schneckentröge sind zu sanieren bzw. ersetzen.
2.2.4.2 mechanische Reinigung
Der Rechen der Kläranlage Grafenau wirft in einen nur ca. 1 m3 großen Container ab. Eine Wa-
schung des Rechengutes erfolgt nicht.
2.2.4.3 Fehelende Redundanz der biologischen Stufe
Die bestehende biologische Stufe der Kläranlage Grafenau besteht aus einem vorgeschalteten
800 m³ Belebungsbecken (Belebungsbecken 1) und einem nachgestalteten Kombibecken. Das
Kombibecken setzt sich aus einem äußeren Belebungsbecken (Belebungsbecken 2) (2.707 m³) und
einem inneren Nachklärbecken (1.268 m³) zusammen.
Das Kombibecken wurde In den Jahren 1978/79 erbaut und hat das Ende der üblichen Nutzungs-
dauer von ca. 40 Jahre erreicht (vgl.: „Leitlinie zur Durchführung dynamischer Kostenvergleichsrech-
nungen (KVR-Richtlinie)“ (8. Auflage)). Das vorgeschaltete Belebungsbecken 1 wurde 2004/2005
errichtet.
Da es sich bei dem Belebungsbecken 2 um ein Kombibecken handelt kann dieses nur komplett
außer Betrieb genommen werden. Eine Außerbetriebnahme des Belebungsbeckens 2 und weiter-
betrieb Belebungsbeckens 1 und des Nachklärbeckens ist nicht möglich.
Darüber hinaus reicht das geringe Volumen des Belebungsbecken 1 für die Abwasserreinigung nicht
aus.
Darüber hinaus besteht nur ein Nachklärbecken, so dass eine Außerbetriebnahme nicht möglich ist,
es sei denn die RÜBs auf der Kläranlage würden als Nachklärbecken genutzt. In diesem Falle stehen
diese aber nicht mehr für die Mischwasserbehandlung zur Verfügung.
Anfallende Wartungs- und Sanierungsarbeiten am Kombibecken müssen aus diesem Grund im lau-
fenden Betrieb erfolgen oder werden aufgeschoben.
[Seite 22]
Um auch für Sanierungsmaßnahmen einzelne Becken außer Betrieb nehmen zu können, ist der
Aufbau einer zweistraßigen biologischen Stufe erforderlich.
2.2.4.4 Sanierung Kombibecken
Da nur eine Erweiterung um eine zweite Straße erfolgt und nicht die gesamte biologische Abwas-
serreinigung neu gebaut wird, ist die Sanierung des Bestandes durchzuführen.
2.2.4.5 Neuer Filtratspeicher (In Planung)
Die Probleme der Filtratwasserrückführung ergeben sich aus der stoßweisen Rückführung des Filt-
ratwassers während der Schlammentwässerung.
Durch den Bau eines Filtratspeichers kann das Filtratwasser zwischengespeichert und über ein
Steuer/Regel-Konzept gezielt in die biologische Stufe zurückgeführt werden. Durch die gezielte
Rückführung des Filtratwassers wird eine Stoßweise-Überlastung der biologischen Stufe vermieden und die Betriebsstabilität erhöht. Derzeit erfolgt die Ausführungsplanung zum Bau eines ca. 500 m3
fassenden Filtratspeichers.
2.2.4.6 Neuer Klärschlammspeicher
Der bestehende Klärschlammspeicher wurde noch vor den Jahren 1978/79 erbaut und hat somit das
Ende der üblichen Nutzungsdauer von ca. 40 Jahre erreicht (vgl.: „Leitlinie zur Durchführung dyna-
mischer Kostenvergleichsrechnungen (KVR-Richtlinie)“ (8. Auflage)).
Aufgrund des erwarteten schlechten baulichen Zustands des Schlammspeichers besteht wahr-
scheinlich ein erhöhter Handlungsbedarf. Kurzfristig sollte eine betontechnologische Untersuchung
des Klärschlammspeichers erfolgen.
In der Planung des Zentratspeichers wurde der Platz für einen neuen Klärschlammspeicher bereits
berücksichtigt. Alternativ kann auch das rechteckige Belebungsbecken 1 als zukünftig Schlammspei-
cher genutzt werden.
2.2.4.7 Betriebsgebäude
In dem Betriebsgebäude ist bisher keine Schwarz-Weiß-Trennung vorhanden. Des Weiteren muss
das Betriebsgebäude saniert werden.
[Seite 23]
2.3 Kläranlage Weil der Stadt
2.3.1 Grundlagen
2.3.1.1 Aufbau Kläranlage Weil der Stadt
Mechanische Reinigung
• Rechen
• Unbelüfteter Langsandfang
• Feinrechen
• Vorklärbecken
Die mechanische Reinigung der Kläranlage Weil der Stadt ist einstraßig aufgebaut, eine Redundanz
besteht nicht. Die mechanische Reinigungsstufe liegt tief, d.h. vor dem Abwasserpumpwerk.
Insbesondere bei den beiden Rechenanlagen sowie dem Sandfang stehen nach Aussage der Klär-
anlage keine Reserven für eine Erhöhung des Mischwasserzuflusses zur Verfügung.
Das Vorklärbecken ist groß dimensioniert, so dass dieses sehr wahrscheinlich mit einem erhöhten
Mischwasserzufluss beaufschlagt werden könnte.
Über das Vorklärbecken wird auch der Überschussschlamm abgezogen.
Schneckenpumpwerk
Nach dem Vorklärecken wird das mechanisch gereinigte Abwasser mit einen Schneckenpumpwerk
angehoben. Es bestehen 3 Schnecken mit einer Förderleistung von je ca. 60 -70 l/s.
Belebungsbecken
Nach dem Hebewerk wird das Abwasser auf die 4 Belebungsbecken aufgeteilt. Es stehen zwei alte Becken mit einem Volumen von je 436 m3 sowie zwei neue mit einem Volumen von je 800 m3 zur Verfügung. Demnach beträgt das Gesamtvolumen 2.472 m3.
Alle Belebungsbecken sind mit Messmer Plattenbelüfter ausgerüstet und werden intermittieren be-
trieben. Die Steuerung erfolgt über Nitrat und Ammoniummessungen.
Die Durchmischung während der Denitrifikationsphasen erfolgt mittels Impulsbelüftung.
Alle Belebungsbecken sind an eine Druckleitung angeschlossen. Es wird nur ein Gebläse benötigt.
Zwei weitere ältere stehen zur Verfügung.
[Seite 24]
Nachklärbecken
Der Ablauf aller vier Belebungsbecken wird vereinigt und in einem Verteilbauwerk gleichmäßig auf
die beiden Nachklärbecken aufgeteilt.
Das neu gebaute Nachklärbecken hat einen geringeren Durchmesser als das ältere, ist dafür aber
tiefer, so dass beide für die gleiche Belastung bemessen sind und dementsprechend auch eine 50:50
Aufteilung in dem Verteilbauwerk erfolgt.
Schlammbehandlung Voreindicker ca. 100 m3 Faulbehälter 800 m3, Beschickung mit ca. 20 m3/d Nacheindicker ca. 100 m3
30 kW BHKW 150 m3 Gasspeicher Kammerfilterpresse: Durchgang: ca. 22 m3 / 2h; 2 Durchgänge / Werktag Filtratspeicher ca. 20 + ca. 30 m3
Die Eindickung des Überschussschlammes erfolgt über die Vorklärung, eine separate Überschuss-
schlammeindickung ist bisher nicht vorhanden.
Die Aufenthaltszeit im Faulbehälter beträgt ca. 40 Tage. Somit sind hier noch Reserven vorhanden.
Durch eine maschinelle Überschussschlammeindickung kann eine noch höhere Belastung erreicht
werden.
Die Entwässerung von mehr Schlamm mit der Kammerfilterpresse ist möglich. Allerdings steht zu
erwarten, dass für die Speicherung des Zentrats am Wochenende das vorhanden Speichervolumen
nicht ausreicht.
Dem BHKW ist eine Gasvorwärmung sowie ein Aktivkohlefilter als Gasaufbereitung vorgeschaltet.
Sonstiges
Das Betriebsgebäude ist mit einem Schwarz + Weiß- Bereich sowohl für Herren als auch Damen
ausgerüstet. Diese befinden sich in einem guten Zustand.
[Seite 25]
2.3.1.2 Bisherige Einleitungsbedingungen
Tabelle 14: Einleitungsbedingungen Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Einleitungsgrenzwert (Wasserrechltiche- erlaubnis) bis 2020 Qualifizierte Stichprobe | Kennwert Jahresmittel der 24h Mischproben | Einleitungsgrenzwert gewässerökologisches Gutachten Qualifizierte Stichprobe | Kennwert gewässerökologisches Gutachten Jahresmittel der 24h Mischproben | |
|---|---|---|---|---|---|
| Einleitungsmenge Trockenwetter | Qt | maximal 59 l/s | |||
| Einleitungsmenge Regenwetter | QM | maximal 110 l/s | |||
| Chemischer Sauerstoffbedarf | CSB | < 35 mg/l > 90% | < 30 mg/l | ||
| TOC | < 14,0 mg/l | ||||
| Biochemischer Sauerstoffbedarf mit ATH | BSB5 | < 20 mg/l | |||
| Ammonium-Stickstoff bei TBB > 12 °C | NH4-N | < 3,0 mg/l | bei > 12°C: < 5 mg/l bei <12 °C: < 10 mg/l | < 1 mg/l | |
| Nitrit-Stickstoff | N O 2 - N | < 2 mg/l | < 0,5 mg/l | ||
| Stickstoff bei TBB > 12°C | Nges,anorg | < 11,2 mg/l > 80% | |||
| Phosphor gesamt | Pges | < 1,2 mg/l > 90 % | < 0,5 mg/l | < 0,5 mg/l | |
| ortho-P | o-Po4-P | < 0,5 mg/l | < 0,3 mg/l | ||
| Jahresschmutz- wassermenge | JSM | 820.000 m3/a |
wassermenge
2.3.2 Auswertung Betriebstagebücher
2.3.2.1 Zulauffrachten
Wie auch bei der Auswertung der Betriebsdaten der Kläranlage Grafenau ist in einem ersten Schritt
festzulegen, wie die Trockenwettertage bestimmt werden sollen.
In dem folgenden Diagramm sind die Ergebnisse der Ermittlung nach dem Wetterschlüssel sowie
der Ermittlung nach dem 21 Tage Polygon einander gegenübergestellt.
Dabei sind nur in Ausnahmefällen Unterschiede der beiden Varianten festzustellen.
Für die folgende Auswertung werden die Trockenwettertage nach dem 21 Tage Polygon verwendet.
[Seite 26]
7.000
6.000
5.000
4.000
3.000
2.000
1.000
0
Tabelle 15:Zulauf zur Kläranlage Weil der Stadt ]d/³m[ egnemfualuZ KA Weil der Stadt Zulaufmenge
Wetterschlüssel 21Tage Polygon
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum m3/d | Mittelwert m3/d | 85 %-Wert m3/d |
|---|---|---|---|---|
| Q TW/RW | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 994 1.050 1.157 994 | 2.814 2.948 2.970 2.910 | 4.496 4.746 4.600 4.556 |
| Q TW | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 994 1.050 1.157 994 | 1.918 2.205 2.081 2.073 | 2.178 2.747 2.366 2.367 |
Tabelle 16:CSB-Fracht im Zulauf der Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d | Einwohnerwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Mittelwert | aus 85 %-Wert | |||||
| B d,CSB,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 835 946 1.094 952 | 1.055 1.335 1.397 1.331 | 2.928 1.888 4.881 4.881 | 6.955 7.887 9.113 7.930 | 8.791 11.126 11.639 11.092 |
| B d,CSB,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 617 803 911 769 | 758 1.132 1.022 1.007 | 1.637 1.359 1.403 1.637 | 5.139 6.692 7.589 6.406 | 6.317 9.432 8.518 8.388 |
[Seite 27]
Tabelle 17: Stickstofffracht im Zulauf der Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d | Einwohnerwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Mittelwert | aus 85 %-Wert | |||||
| B d,Nges,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 100 108 123 110 | 133 136 163 139 | 178 189 216 216 | 9.108 9.829 11.168 9.984 | 12.111 12.373 14.783 12.612 |
| B d,Nges,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 82 96 110 95 | 90 111 121 113 | 125 127 189 189 | 7.436 8.698 9.961 8.618 | 8.217 10.105 10.990 10.281 |
Tabelle 18:Phosphorfracht im Zulauf der Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d | Einwohnerwert | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Mittelwert | aus 85 %-Wert | |||||
| B d,Pges,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 10 11 14 11 | 13 15 19 15 | 21 19 30 30 | 5.389 5.986 7.759 6.314 | 7.236 8.068 10.440 8.523 |
| B d,Pges,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 8 10 11 9 | 9 12 13 12 | 15 15 22 22 | 4.282 5.284 6.378 5.247 | 5.019 6.721 7.091 6.614 |
Tabelle 19: CSB-Fracht im Zulauf zur Biologie der Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d |
|---|---|---|---|---|
| B d,CSB,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 563 596 615 591 | 729 736 814 754 | 1.129 1.323 1.363 1.363 |
| B d,CSB,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 472 531 522 508 | 654 645 609 645 | 741 715 1.094 1.094 |
[Seite 28]
Tabelle 20:Stickstoffracht im Zulauf zur Biologie der Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d |
|---|---|---|---|---|
| B d,Nges,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 78 96 106 93 | 118 121 136 121 | 160 138 185 185 |
| B d,Nges,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 67 87 90 81 | 88 107 102 100 | 106 116 108 116 |
Tabelle 21: Phosphorfracht im Zulauf zur Biologie der Kläranlage Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Mittelwert kg/d | 85 %-Wert kg/d | Maximum kg/d |
|---|---|---|---|---|
| B d,Pges,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 9 9 11 10 | 12 13 14 13 | 17 18 28 28 |
| B d,Pges,T,ZU | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 7 8 9 8 | 9 10 11 10 | 9 11 11 11 |
Basierend auf den 85 Perzentilen werden die Frachten im Zulauf, sowie die Frachten im Zulauf zur
biologischen Stufe einander gegenübergestellt und die Eliminationsleistung in der Vorklärung ermit-
telt.
Die ermittelte Eliminationsleistung und gemessenen Frachten im Zulauf zur biologischen Stufe wer-
den den zu erwartenden Eliminationen der DWA-A 131 gegenübergestellt.
[Seite 29]
Tabelle 22: Eliminationsleistung der Vorklärung Weil der Stadt
In den folgenden beiden Tabellen wird das C:N:P-Verhältnis sowohl vor als auch nach der Vorklä-
rung ermittelt.
Da die Kohlenstoffelimination in der Kläranlage größer ist, als die der Nährstoffe Stickstoff und Phos-
phor führt dies zu einer ungünstigen Verschiebung des C:N:P-Verhältnisses.
Das Nährstoffverhältnis im Zulauf zur Kläranlage liegt im optimalen Bereich für den aeroben Abbau,
das je nach Quelle von 100: 5 : 1 bis 100: 14: 1 angegeben wird. Durch die Elimination in der Vor-
klärung wird der obere Bereich geringfügig überschritten.
Tabelle 23:C:N:P im Zulauf zur Kläranlage
| 85Perzentil | MW | |
|---|---|---|
| 2019 2020 2021 | 100 : 12,6 : 1,2 100 : 10,2 : 1,1 100 : 11,6 : 1,3 | 100 : 12 : 1,2 100 : 11,4 : 1,1 100 : 11,2 : 1,3 |
| 2019 - 2021 | 100 : 10,4 : 1,2 | 100 : 11,5 : 1,2 |
Tabelle 24:C:N:P im Zulauf zur Biologie
| 85Perzentil | MW | |
|---|---|---|
| 2019 2020 2021 | 100 : 16,2 : 1,6 100 : 16,5 : 1,7 100 : 16,8 : 1,7 | 100 : 13,8 : 1,6 100 : 16,1 : 1,6 100 : 17,3 : 1,8 |
| 2019 - 2021 | 100 : 16 : 1,7 | 100 : 15,7 : 1,7 |
[Seite 30]
2.3.2.2 Betriebsdaten der biologischen Reinigungsstufe
Tabelle 25: Trockensubstanz im Belebungsbecken Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximun |
|---|---|---|---|---|---|
| TS BB [g/l] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 1,9 | 5,1 | 5,9 | 6,9 |
| 2,4 | 3,9 | 4,3 | 5,5 | ||
| 2,4 | 4,0 | 4,5 | 8,0 | ||
| 1,9 | 4,3 | 5,2 | 8,0 |
Tabelle 26: Schlammvolumenindex Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Minimum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximum |
|---|---|---|---|---|---|
| ISV BB [ml/g] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 65,4 | 89,3 | 100,0 | 115,8 |
| 74,4 | 101,6 | 115,8 | 150,0 | ||
| 55,0 | 116,2 | 129,5 | 150,5 | ||
| 55,0 | 102,4 | 121,4 | 150,5 | ||
| ISV BB,2WM [ml/g] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 77,8 | 89,2 | 99,5 | 100,8 |
| 81,1 | 101,5 | 113,3 | 117,9 | ||
| 90,6 | 116,1 | 126,8 | 135,7 | ||
| 77,8 | 102,3 | 120,0 | 135,7 |
Tabelle 27: Temperatur im Belebungsbecken Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Miniumum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximum |
|---|---|---|---|---|---|
| T w,d,BB [°C] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 7,5 | 14,5 | 18,8 | 20,5 |
| 7,2 | 14,3 | 18,9 | 20,9 | ||
| 8,0 | 13,8 | 18,4 | 20,6 | ||
| 7,2 | 14,2 | 18,7 | 20,9 | ||
| T w,d,BB,2WM [°C] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 8,8 | 14,4 | 18,9 | 19,9 |
| 9,1 | 14,3 | 18,8 | 20,3 | ||
| 8,9 | 15,1 | 18,4 | 99,6 | ||
| 7,2 | 14,6 | 18,8 | 99,6 |
Tabelle 28: Glühverlust im Belebungsbecken Weil der Stadt
| Parameter | Bezugs- zeitraum | Miniumum | Mittelwert | 85%-Wert | Maximum |
|---|---|---|---|---|---|
| GV BB [%] | 2019 2020 2021 2019 - 2021 | 65,0 | 70,6 | 0,0 | 74,0 |
| 64,0 | 70,3 | 0,0 | 76,0 | ||
| 64,0 | 69,7 | 0,0 | 75,0 | ||
| 64,0 | 70,2 | 73,0 | 76,0 |
Der Grad der Stabilisierung kann anhand des Glühverlustes abgeschätzt werden. In dem nachfol-
genden Diagramm ist die 3 -Stufige Einteilung des Stabilisierungsgrades von voll stabilisiert bis ca.
55 % über Teilstabilisiert ca. 55 – ca. 65 % bis hin zu nicht stabilisiert ab ca. 65 % dargestellt.
[Seite 31]
Es zeigt sich, dass wie beabsichtigt keine Stabilisierung des Schlammes im Belebungsbecken erfolgt
und somit aus diesem Schlamm noch ein hoher Gasertrag im Faulbehälter erzielt werden kann.
KA Weil der Stadt GV im Belebungsbecken 80
80
70
60
50
40
30
20
10
0 ]-[ Hp
| nicht | stabilis | iert | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| teilsta | bilisier | t | |||||||||
| vollst | abilisie | rt |
0
GV im Belebtschlamm
2.3.2.3 Konzentrationen im Ablauf der Kläranlage
Tabelle 29: Ablaufkonzentration Kläranlage Weil der Stadt
| Jahres- Überschrei- Grenzwert Jahr Max mittel tungen | Überschreitungen alle Temperatur | |
|---|---|---|
| CSB [mg/l] | 2019 16,3 27,0 0 35 2020 18,2 34,0 0 2021 17,2 32,0 0 | - |
| NH -N [mg/l] 4 bei T> 12 °C | 2019 0,6 1,7 0 3 2020 0,6 1,5 0 2021 0,6 1,6 0 | 0 0 0 |
| N -N [mg/l] ges,anorg. bei T> 12 °C | 2019 6,9 13,7 2 11,2 2020 6,6 12,1 0 2021 6,3 14,2 0 | 7 3 10 |
| P [mg/l] ges | 2019 0,3 0,6 0 1,2 2020 0,5 1,1 0 2021 0,4 0,8 0 | - |
[Seite 32]
40
35
30
25
20
15
10
5
0 ]l/gm[ noitartneznoK-BSC KA Weil der Stadt CSB-Konzentrationen Ablauf
CSB-Konzentration CSB-Grenzwert
4
3
3
2
2
1
1
0 ]l/gm[ noitartneznoK-4HN KA Weil der Stadt NH -N-Konzentration Ablauf 4
NH4- Konzentration T< 12 °C NH4- Konzentration T> 12 °C NH4-N-Grenzwert
[Seite 33]
25
20
15
10
5
0 ]l/gm[ noitartneznoK-.grona,segN KA Weil der Stadt N .-Konzentration Ablauf ges,anorg
Nges-Konz. T < 12 °C Nges-Konz. T >= 12 °C Nges,anorg-Grenzwert
1,4
1,2
1,0
0,8
0,6
0,4
0,2
0,0 ]l/gm[ noitartneznoK-segP KA Weil der Stadt P -KonzentrationenAblauf ges
Pges- Konzentration Pges-Grenzwert Pges-Jahresmittel
[Seite 34]
2.3.3 Nachbemessung
2.3.3.1 Bemessungsgrundlagen
Der klärtechnische Nachweis der Belebungsbecken nach DWA A 131 erfolgt unter folgenden An-
nahmen:
Eine Messung der Trockensubstanz im Zulauf liegt nicht vor, daher wird eine einwohnerspezifische
Fracht von 70 g TS / (E*d) angesetzt. Diese wird auf die sich aus der CSB-Fracht im Zulauf zur
Kläranlage ergebenden Einwohnerwerte bezogen. Obwohl die Eliminationsleistung der Vorklärung
der zu erwartenden Elimination nach der DWA-A 131 übersteigt, wird für die Reduzierung der Tro-
ckensubstanz auf die Richtwerte nach der DWA-A 131 zurückgegriffen.
Für die Trockensubstanz im Belebungsbecken (TS ) sowie den Schlammvolumenindex (ISV) wer- BB
den Mittelwerte (TS ) bzw. 2 Wochenmittelwerte (ISV) angesetzt. BB
Entsprechend der Bevölkerungsprognose des statistischen Landesamt Baden-Württemberg für Weil
der Stadt, ist bis zum Jahr 2040 mit einem Bevölkerungswachstum von rund 2 % in der oberen
Variante zu rechnen. In der Modellrechnung nimmt die Bevölkerung um 4% ab.
Nach Angaben des Ingenieurbüro Frank Kuhnle wurde für den derzeit in Bearbeitung befindlichen
AKP mittelfristig mit einem Zuwachst von 1.816 EW gerechnet. Mit der Berücksichtigung einer 5 %-
igen Prognose auf die Frachten im Zulauf zur biologischen Stufe wird dieser Zuwachs sicher berück-
sichtigt.
Tabelle 30: Bemessungsgrundlage KA Weil der Stadt
| Zulauf Kläranlage | Zulauf Biologie | Prognose +5% | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Q M | 110 | l/s | |||
| Q T,am | 2.073 | m3/d | Mittelwert | ||
| B d,CSB,zu | 1.331 | 754 | 792 | kg/d | 85 Perzentil |
| B TS,Zul | 776 | 272 | 285 | kg/d | 70 g/ ( E *d) im Zulauf 65& Elimination im VKB, da t>2,5 h |
| B d,Nges,ZU | 139 | 121 | 127 | kg/d | 85 Perzentil |
| B d,Pges,ZU | 15,3 | 12,7 | 13,4 | kg/d | 85 Perzentil |
| TS BB | 4,3 | g/l | Mittelwert | ||
| ISV | 102 | ml/g | 2 Wochenmittel | ||
| Tmin | 7,3 | °C 2-Wochenmittel | |||
| Tmax | 21,4 | °C 2-Wochenmittel |
[Seite 35]
2.3.3.2 Bestand
Aufgrund des Nährstoffverhältnisses wird rechnerisch ein sehr große Denitrifikationsteil von ca.70 %
erforderlich. Bei intermittierender Belüftung entspricht dies einer langen, unbelüfteten Zeit. Mit die-
sem Anteil wird der empfohlene Bereich der DWA-A 131 (2016) überschritten.
Ein hoher Denitrifikationsanteil führt auch immer zu einem hohen Schlammalter. In der Bemessung
des Bestandes ergibt sich trotz Annahme eines minimalen Prozessfaktors ein Schlammalter von 23
Tagen. Bei diesem Schlammalter wird schon fast eine aerobe Stabilisation erreicht. Für die anaerobe
Stabilisierung ist dies sehr hoch. Unter diesen Annahmen stehen dennoch fast 1.000 m3 Belebungsbecken als Reserve zur Verfü-
gung.
Der erforderlich Denitrifikationsanteil kann durch eine Dosierung von Kohlenstoff oder durch die teil-
weise Umgehung/ Verkleinerung der Vorklärung reduziert werden.
[Seite 36]
| Klärtechnischer Nachweis der Belebung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zulauf Belebung Q 2.073 [m³/d] konz. CSB 363,89 [mg/l] → 754 [kg/d] S CSB CCSB,ZB - XCSB,ZB 196,10 [mg/l] → 407 [kg/d] X CSB XTS,ZB*1,6 *(1- fB) 167,79 [mg/l] → 348 [kg/d] TS 131,09 [mg/l] → 272 [kg/d] N 58,46 [mg/l] → 121 [kg/d] P 6,13 [mg/l] → 12,7 [kg/d] Bemessungstemperatur 12 °C Erforderliches Schlammalter 22,9 d Stickstoffbilanz SorgN,AN 2,00 [mg/l] → 4,15 [kg/d] SNH4,AN 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] S NO3,AN 8,96 [mg/l] → 18,57 [kg/d] X orgN,BM 3,33 [mg/l] → 6,90 [kg/d] X orgN,inert 2,41 [mg/l] → 5,00 [kg/d] S NO3,ZB 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] zu nitrifizierender Stickstoff: 50,72 [mg/l] → 105,14 [kg/d] zu denitrifizierender Stickstoff: 41,76 [mg/l] → 86,57 [kg/d] Phosphorbilanz Phosphor ÜW: 1,2 [mg/l] CP,ZB 6,13 [mg/l] C P,AN 0,72 [mg/l] X P,BM 1,82 [mg/l] XP,BioP 0,00 [mg/l] | |||||
| XP,Fäll 3,60 [mg/l] | Fällmittel: AlCl3 | ||||
| Schlammproduktion externer Kohlenstoff ÜS d,C 256,0 [kg/d] C CSB, dos 0mg/l | |||||
| ÜS d,P 50,7 [kg/d] | OV / (2,86*S C,D N | ) O3,D | |||
| ÜS 287,1 [kg/d] x 0,96[-] d | |||||
| Belebungsbecken Vorhanden | |||||
| TS BB 4,30 [g/l] M TS,BB 6.578 [kg] | |||||
| V BB 1.530 [m³] 2.472[m³] | |||||
| VDN 1.073 [m³] VN 457 [m³] Denitrifikationstyp | |||||
| VDN/VBB 0,70 [-] intermittier | ende Denit | rifikation | |||
| Prozessfaktor PF 1,50 [-] | |||||
| Rückführverhältnis RF 4,66 [-] |
Für die Bemessung der Nachklärung werden die Abmessungen des neuen Nachklärbeckens ange-
setzt. Das alte Nachklärbecken soll die gleiche Leistungsfähigkeit aufweisen. Dies wird durch eine
größere Oberfläche mit einer geringeren Tiefe erreicht.
[Seite 37]
Klärtechnischer Nachweis bestehendes horizontal durchströmtes Nachklärbecken
Bemessungswassermenge: Q M,NKB 55,00[l/s] 198,00[m³/h] Oberfläche NKB: A NKB 366,28[m²]
Schlammindex: ISV 102[ml/g] Eindickzeit: t E 2,0[h] TS- Bodenschlamm: TS BS 12,4[kg/m³] TS-Rücklaufschlamm: TS RS 9,9[kg/m³] Rücklaufverhältnis: RV 0,77[-] TS-Belebungsbecken: TS BB 4,3[kg/m³] Max.-Wert
Resultierende Belastung des Nachklärbeckens Oberflächenbeschickung: q A 0,54[m/h] Vergleichsschlammvolumen: VSV 438,48[ml/l] Schlammvolumenbeschickung: q SV 237,03[l/m²*h]
Nachweis der Beckentiefe: Klarwasserzone: h1 0,50[m] Übergangs- und Pufferzone: h2,3 = qA*(1+RV)*[500/(1000-VSV)+VSV/1100] 1,23[m] Eindick- und Räumzone: h4 = TSAB * qA * (1+RV) * tE / TSBS 0,67[m] Gesamthöhe: h ges = h 1 + h 2,3 + h 4 2,40[m] vorhanden 3,00[m]
Insgesamt ist die biologische Stufe (Belebung und Nachklärung) nachweisbar. Es bestehen noch
deutliche Reserven. Durch eine teilweise Umgehung des Vorklärbeckens bzw. durch eine Verklei-
nerung der Vorklärung sollte das C:N:P Verhältnis im Zulauf zur biologischen Stufe verbessert wer-
den.
[Seite 38]
2.3.3.3 Prognose
Für die Prognose wird eine 5% ige Steigerung der Frachten angesetzt. Dadurch, dass die Eliminati-
onsleistung in der Vorklärung gleich belassen wird, ergibt sich auch eine 5%ige Steigerung der
Frachten im Zulauf zu den Belebungsbecken.
| Klärtechnischer Nachweis der Belebung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zulauf Belebung Q 2.073 [m³/d] konz. CSB 382,08 [mg/l] → 792 [kg/d] SCSB CCSB,ZB - XCSB,ZB 205,90 [mg/l] → 427 [kg/d] XCSB XTS,ZB*1,6 *(1- fB) 176,18 [mg/l] → 365 [kg/d] TS 137,64 [mg/l] → 285 [kg/d] N 61,38 [mg/l] → 127 [kg/d] P 6,44 [mg/l] → 13,4 [kg/d] Bemessungstemperatur 12 °C Erforderliches Schlammalter 22,8 d Stickstoffbilanz SorgN,AN 2,00 [mg/l] → 4,15 [kg/d] SNH4,AN 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] SNO3,AN 8,96 [mg/l] → 18,57 [kg/d] XorgN,BM 3,51 [mg/l] → 7,27 [kg/d] XorgN,inert 2,53 [mg/l] → 5,25 [kg/d] SNO3,ZB 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] zu nitrifizierender Stickstoff: 53,34 [mg/l] → 110,58 [kg/d] zu denitrifizierender Stickstoff: 44,38 [mg/l] → 92,01 [kg/d] Phosphorbilanz Phosphor ÜW: 1,2 [mg/l] CP,ZB 6,44 [mg/l] CP,AN 0,72 [mg/l] XP,BM 1,91 [mg/l] XP,BioP 0,00 [mg/l] | |||||
| XP,Fäll 3,81 [mg/l] | Fällmittel: AlCl3 | ||||
| Schlammproduktion externer Kohlenstoff ÜSd,C 269,0 [kg/d] C CSB, dos 0mg/l | |||||
| ÜSd,P 53,7 [kg/d] | OV / (2,86*S C,D N | ) O3,D | |||
| ÜS 302,0 [kg/d] x 0,95[-] d | |||||
| Belebungsbecken Vorhanden | |||||
| TSBB 4,30 [g/l] MTS,BB 6.890 [kg] | |||||
| VBB 1.602 [m³] 2.472[m³] | |||||
| VDN 1.122 [m³] VN 481 [m³] Denitrifikationstyp | |||||
| VDN/VBB 0,70 [-] intermittier | ende Denit | rifikation | |||
| Prozessfaktor PF 1,50 [-] | |||||
| Rückführverhältnis RF 4,95 [-] |
[Seite 39]
Klärtechnischer Nachweis bestehendes horizontal durchströmtes Nachklärbecken
Bemessungswassermenge: Q M,NKB 55,00 [l/s] 198,00 [m³/h] Oberfläche NKB: A NKB 366,28 [m²]
Schlammindex: ISV 102 [ml/g] Eindickzeit: t E 2,0 [h] TS- Bodenschlamm: TS BS 12,4 [kg/m³] TS-Rücklaufschlamm: TS RS 9,9 [kg/m³] Rücklaufverhältnis: RV 0,77 [-] TS-Belebungsbecken: TS BB 4,3 [kg/m³] Max.-Wert
Resultierende Belastung des Nachklärbeckens Oberflächenbeschickung: q A 0,54 [m/h] Vergleichsschlammvolumen: VSV 438,48 [ml/l] Schlammvolumenbeschickung: q 237,03 [l/m²*h] SV
Nachweis der Beckentiefe: Klarwasserzone: h 1 0,50 [m] Übergangs- und Pufferzone: h = q (1+RV)[500/(1000-VSV)+VSV/1100] 1,23 [m] 2,3 A Eindick- und Räumzone: h 4 = TS AB * q A * (1+RV) * t E / TS BS 0,67 [m] Gesamthöhe: h ges = h 1 + h 2,3 + h 4 2,40 [m] vorhanden 3,00 [m]
Auch der Prognoseszustand mit einer 5%igen Frachterhöhung ist rechnerisch nachweisbar.
Das ungünstige C:N:P Verhältnis nach der Vorklärung bleibt wie zu erwarten bestehen.
2.3.4 Reserven, Schwachstellen und Maßnahmen
2.3.4.1 Fehlende Redundanz mechanische Reinigung
Im Bereich des Rechens, des Langsandfanges sowie des Feinrechens bestehen keine Redundanz,
bzw. die Möglichkeit diese Anlagenteile zu umgehen. Für den Fall von Wartungsarbeiten sollte zu-
mindest eine Möglichkeit zur Umgehung geschaffen werden.
2.3.4.2 Hohe Aufenthaltszeit im Vorklärbecken
Im Vorklärbecken wird eine hohe Aufenthaltszeit und somit eine sehr hohe Eliminationsleistung er-
reicht. Bei einer hohen Aufenthaltszeit übersteigt die Kohlenstoffelimination die Elimination an Stick-
stoff und Phosphor deutlich. Nach Angabe der DWA-A 131 nimmt die CSB Elimination mit steigender
Aufenthaltszeit in der Vorklärung zu. Der erzielbare Stickstoff- und Phosphorkonzentration bleibt je-
doch konstant.
[Seite 40]
Infolgedessen kommt es zu einer ungünstigen Verschiebung des Nährstoffverhältnisses.
Um dieser ungünstigen Verschiebung entgegenzuwirken, sollte die Vorklärung verkleinert werden
oder es sollte ein Teilstrom an der Vorklärung im Bypass vorbeigeführt werden.
2.3.4.3 Überschussschlammeindickung
Der Überschussschlammabzug erfolgt zusammen mit dem Primärschlamm über die Vorklärung. Der
in der Vorklärung eingedickte Rohschlamm wird in einen Voreindicker und anschließend in den Faul-
behälter gefördert. In diesem wird eine Aufenthaltszeit von ca. 40 Tagen erreicht.
Eine Alternative zu der Überschussschlammeindickung durch Abzug über die Vorklärung ist eine
maschinelle Überschussschlammeindickung. Mit der maschinellen Überschussschlammeindickung
können höher TS-Gehalte erzielt werden als durch die Eindickung in der Vorklärung.
Dies wird relevant, wenn die Aufenthaltszeit im Faulbehälter knapp wird, oder die Vorklärung über-
lastet wird. Denn die maschinelle Überschussschlammeindickung entlastet die Vorklärung. Der Pri-
märschlamm kann ohne weitere Eindickung der Faulung zugeführt werden.
Da der Faulbehälter auf der Kläranlage Weil der Stadt jedoch eine hohe Verweilzeit hat ist die Um-
stellung auf eine maschinelle Überschussschlammeindickung vorerst nicht erforderlich.
2.4 Geplante Maßnahmen
Aus der Nachbemessung sowie der Zustandsaufnahme der beiden Kläranlagen ergeben sich für deren
Weiterbetrieb die folgenden Maßnahmen.
2.4.1 KA Grafenau
2.4.1.1 Filtratspeicher (in Ausführungsplanung)
Die erste wichtige Maßnahme zur Erhöhung der Betriebsstabilität ist der Bau eines Filtratspeichers,
um eine stoßweise Überlastung der Biologie während der Entwässerungskampagnen zu verhindern.
Derzeit erfolgt hierzu die Ausführungsplanung.
[Seite 41]
2.4.1.2 Sanierung Zulaufhebewerk
Das Zulaufhebewerk ist verschlissen und muss vollständig saniert werden. Für die Absperrung der einzelnen Schnecken sind Steckschütze vorgesehen. Allerdings sind diese
so dicht an dem unteren Lager zu montieren, dass kaum noch Arbeitsraum verbleibt.
Die Beschickung des RÜB Döffingen erfolgt über ein Pumpwerk, dass über eine Schwelle beschickt
wird, wenn der Wasserspiegel in der Vorlage des Schneckenpumpwerks steigt. Eine sichere Abtren-
nung ist nicht möglich. Für die Außerbetriebnahme ist immer eine Blase zu setzen.
Damit erforderliche Wartungsarbeiten sicher durchgeführt werden können, sollte es möglich sein alle
Zuläufe abzuschiebern.
2.4.1.3 Neubau 2. Straße
Entsprechend der Nachbemessung ist das vorhandene Belebungsbeckenvolumen ausreichend. Es werden im Prognosezustand insgesamt ca. 3.000 m3 Belebungsbecken benötigt. Dennoch wird eine
Erweiterung erforderlich, da es aufgrund der einstraßigkeit nicht möglich ist, dass Kombibecken für
Wartungsarbeiten außerbetrieb zu nehmen.
Für die Gestaltung der neuen Straße werden die folgenden Szenarien zugrunde gelegt:
Gestaltung des Belebungsbeckens:
Das neue Belebungsbecken ist für 2 Betriebsfällen dimensioniert:
Betriebsfall 1: Standartbetrieb der Kläranlage:
Die bestehende 1. Straße der Belebung (Kombibecken) und die neue 2. Straße werden parallel be-
trieben. Beide Straßen behandeln 50 % des Zulaufs der Kläranlage. In beiden Straßen findet eine
aerobe Stabilisation statt. Durch diese Aufteilung wird der äußere Ring des Kombibeckens nicht
ausgelastet. Für den nachfolgend beschriebenen Revisionsbetrieb ist jedoch eine anderweitige Auf-
teilung nicht zielführend.
Betriebsfall 2: Revisionsbetrieb eines Belebungsbeckens
Aufgrund von Wartungs- oder Sanierungsarbeiten wird das bestehende Belebungsbecken außerbe-
trieb genommen. Das verbleibende Becken muss 100 % des Kläranlagenzulaufs behandeln.
Durch die Reduktion des Beckenvolumens reduziert sich das erreichbare Schlammalter. Dadurch,
dass nur noch die Hälfte des rechnerisch erforderlichen Beckenvolumens zur Verfügung steht, hal-
biert sich auch das erreichbare Schlammalter.
Aus der für die aerobe Stabilisation erforderlichen 25 Tage werden ca. 12-13 Tage. Solange die
Kläranlage nicht vollständig ausgelastet ist, wird eine höheres Schlammalter möglich.
[Seite 42]
Die 12 - 13 Tage sind für die Abwasserreinigung ausreichend. In diesem Falle erfolgt allerdings keine
aerobe Stabilisation. Dies kann dazu führen, dass sich der Schlamm schlechter entwässern lässt.
Wird das neue Belebungsbecken außer Betrieb genommen kann nach wie vor ein Schlammalter von
annähernd 25 Tagen im bisherigen Belebungsbecken erreicht werden. Somit wird auch eine aerobe
Stabilisation erreicht.
Bestehende Belebungsbecken (äußerer Ring): 2.707 m³ Neubau Belebungsbecken: 1.500 m3 Gesamt: 4.207 m3
Gestaltung des Nachklärbeckens:
Das neue Nachklärbecken der 2. Straße der Belebung weist die gleiche Leistungsfähigkeit wie das
bestehende Becken auf.
Für die beiden Betriebsfälle gilt:
Betriebsfall 1: Standartbetrieb der Kläranlage:
Durch den Bau eines zweiten Nachklärbecken mit identischer Leistung wird die behandelbare Misch-
wassermenge QM verdoppelt. Dadurch ergeben sich Reserven für die Mischwasserbehandlung.
Betriebsfall 2: Revisionsbetrieb
Während der Außerbetriebnahme eines Nachklärbeckens kann durch das verbleibende Nachklärbe-
cken die aktuelle Mischwassermenge QM sicher behandelt werden.
Das neue Nachklärbecken wird so dimensioniert das seine Leistung dem bestehenden Nachklärbe-
cken entspricht.
Durch die identische Leistungsfähigkeit der beiden Nachklärbecken besteht die Möglichkeit ein Be-
cken ohne Einschränkungen der Reinigungsleistung außerbetrieb zu nehmen.
Gestaltung der neuen Straße:
Die zweite Straße der biologischen Abwasserreinigung soll im Gegensatz zur ersten Straße nicht als
Kombibecken umgesetzt werden. Stattdessen werden das Belebungsbecken und das Nachklärbe-
cken als separate rechteckige Becken gebaut. Im Vergleich zu Kombibecken ist es bei dieser aufge-
lösten Bauweise möglich, die einzelnen Anlagenteile zukünftig unabhängig voneinander zu erwei-
tern. Eine Teilweise-Außerbetriebnahme der einzelnen Straßen wird auch zukünftig nicht geplant.
[Seite 43]
2.4.1.4 Erschließen Erweiterungsfläche
Da auf dem bisherigen Kläranlagengelände kein Platz für die umfangreiche Erweiterung um eine
Straße zur Verfügung steht, wird die Erweiterung auf der Wiese westlich der Kläranlage geplant.
Wie der Nachfolgenden Abbildung des LUBW-Kartendienstes zu entnehmen ist, wird diese Fläche
bei Hochwasser überflutet. Damit die Erweiterung sicher betrieben werden kann ist das Gelände in
diesem Bereich, um ca. 1 m aufzufüllen. Das dadurch verlorengehende Überflutungsvolumen ist
noch vor dem Beginn der Baumaßnahme auszugleichen. Der Ausgleich von Überflutungsflächen
kann entweder über das Hochwasserschutzregister der angeschlossenen Gemeinden oder über die
Schaffung von neuen Überflutungsflächen erfolgen.
Die Überflutungstiefe in diesem Bereich wird mit ca. 40 cm angegeben. In Abhängigkeit der Ausdeh- nung der Erweiterung resultiert daraus ein erforderlicher Ausgleich von 700 – 1.000 m3.
Da die Fläche landwirtschaftlich genutzt wird und nicht als Natur—oder Vogelschutzgebiet eingestuft
ist sind keine besonderen naturschutzrechtlichen Anforderungen zu erwarten.
Die notwendigen Untersuchungen dazu sollten aber auf jeden Fall rechtzeitig mit dem Landratsamt
abgestimmt werden, um Verzögerungen im Bauablauf zu vermeiden.
Die Kosten für die aufgeführten Maßnahmen können in dieser Leistungsphase noch nicht abge-
schätzt werden.
Abbildung 1: Überflutungsfläche KA Grafenau (Quelle: LUBW Kartendienst)
Damit das geplante Kläranlagengelände nicht durch eine Straße zerschnitten wird, ist diese zu ver-
legen.
[Seite 44]
2.4.1.5 Sanierung Kombibecken
Nach der Erweiterung um eine weitere Straße kann das Kombibecken entsprechend der beschrie-
benen Konzeption der Erweiterung außer Betrieb genommen werden, um dieses zu sanieren.
Im Kombibecken wird die gesamte Maschinentechnik ersetzt. Da der Zustand des Betons bisher
nicht bekannt ist, wird angenommen, dass eine Sanierung der Beckenwände des Kombibeckens
erforderlich wird. Die unter dem Kombibecken verlaufenden Rohrleitungen sind zu überprüfen und
bei Bedarf mitzusanieren/ auszutauschen.
2.4.1.6 Abbrucharbeiten
Der Schlammspeicher ist abzubrechen. Zukünftig wird das Belebungsbecken 1 als Schlammspei-
cher genutzt.
2.4.1.7 Aufstockung Betriebsgebäude
Zur Schaffung der erforderlichen Schwarz-Weiß-Trennung wird die teilweise Aufstockung des Be-
triebsgebäudes erforderlich. Um den erforderlichen Eingriff in den Bestand zu minimieren, erfolgt der
Zugang über eine Außenliegende Treppe.
Wahrscheinlich ist für die Schaffung des Schwarz / Weiß-Bereichs eine hälftige Aufstockung ausrei-
chend. In Abhängigkeit des Zustandes des Flachdachs ist der Restliche Teil auch aufzustocken/ die
Abdichtung zu erneuern.
Entsprechend der Photovoltaik-Pflicht-Verordnung (PVPf-VO) die auf dem Klimaschutzgesetzes Ba-
den-Württemberg (KSG BW) basiert, ist es bei Neubauten und ab 2023 auch bei grundlegenden
Dachsanierungen erforderlich die Dachfläche mindestens im Umfang von 60 Prozent mit einer Pho- tovoltaikanlage auszurüsten. Befreit sind nur Dachflächen kleiner 20 m2 und Gebäude mit weniger als 50 m2 Nutzfläche.
Daher wird für die Aufstockung des Betriebsgebäudes auch die Installation einer PV-Anlage vorge-
sehen. Durch den hohen Strombedarf von Kläranlagen, bieten diese sehr gute Voraussetzungen,
um den selbst erzeugten Strom vollständig nutzen zu können.
2.4.2 KA Weil der Stadt
Auf der Kläranlage Weil der Stadt sind keine direkten Maßnahmen absehbar. Perspektivisch ist die
Schlammentwässerung zu erneuern. Dies ist jedoch nicht Bestandteil dieser Betrachtung.
[Seite 45]
- ANSCHLUSS KA GRAFENAU ÜBER DAS KANALNETZ AN KA WEIL DER STADT
3.1 Allgemein
In dieser Variante wird der Anschluss der Kläranlage Grafenau an die Kläranlage Weil der Stadt unter-
sucht.
Dabei soll das Abwasser der Kläranlage Grafenau über das bestehende Kanalnetz der Kläranlage Weil
der Stadt zugeführt werden. Demnach wird nur eine neue Leitung bis zu diesem Kanalnetz erforderlich.
Dafür wird angenommen, dass das Kanalnetz der Kläranlage Weil der Stadt für die Durchleitung
des Abwassers aus Grafenau geeignet ist. Dies ist, wenn diese Variante weiterverfolgt wird, zu
überprüfen.
Des Weiteren werden die Mischwasserzuflüsse aus Grafenau und Weil der Stadt für diese Variante
aufaddiert.
Bei einer Weiterverfolgung dieser Variante ist zu prüfen, ob der auf der Kläranlage Weil der Stadt zu
behandelnde Mischwasserzufluss durch die Nutzung der Becken auf der Kläranlage Grafenau reduziert
werden kann.
In einem ersten Schritt erfolgt die Nachbemessung der Kläranlage Weil der Stadt mit den addierten
Frachten der Kläranlage Grafenau und Kläranlage Weil der Stadt, um der erforderlichen Ausbau zu er-
mitteln. Anschließend werden die Reserven, Schwachstellen und erforderlichen Maßnahmen, die für den
Zusammenschluss auf den beiden Anlagen anfallen herausgearbeitet.
Darüber hinaus ist zu prüfen, ob es möglich ist, dass Abwasser aus Schaffhausen, dass zwischen Gra-
fenau und Weil der Stadt liegt direkt dem Kanalnetz Weil der Stadt zuzuführen und es nicht mehr zu-
nächst nach Grafenau abzuleiten.
3.2 Nachbemessung
3.2.1 Bemessungsgrundlagen
Der klärtechnische Nachweis der Belebungsbecken nach DWA A 131 (2016) erfolgt unter folgenden
Annahmen:
Eine Messung der Trockensubstanz im Zulauf liegt nicht vor, daher wird eine einwohnerspezifische
Fracht von 70 g TS / (E*d) angesetzt. Diese wird auf die sich aus der CSB-Fracht ergebenden Ein-
wohnerwerte bezogen.
[Seite 46]
Für die Trockensubstanz im Belebungsbecken (TS ) sowie den Schlammvolumenindex (ISV) werden BB
nach dem jeweiligen Belebungsbecken Volumen gewichtete Mittelwerte (TS ) bzw. 2 Wochenmittel- BB
werte (ISV) angesetzt.
Entsprechend der Bevölkerungsprognose des statistischen Landesamt Baden-Württemberg für Ge-
meinden Grafenau und Weil der Stadt, ist bis zum Jahr 2040 mit einem Bevölkerungswachstum von
rund 2 % in der oberen Variante zu rechnen. In der Modellrechnung nimmt die Bevölkerung um 4%
ab. Zur Berücksichtigung einer zusätzlichen Sicherheit werden die Bemessungswerte für die biologi-
sche Stufe um eine Reserve von 5 % erhöht.
Für die Bemessung wird angesetzt, dass sich die Einleitungs-Anforderungen durch den Anschluss der
Kläranlage Grafenau nicht verändern, da die Kläranlage Grafenau in denselben Vorfluter einleitet wie
die Kläranlage Weil der Stadt und es insgesamt somit zu keiner Zunahme der Belastung, sondern nur
zu einer Verlagerung kommen würde.
Das Abwasser der Kläranlage Grafenau wird vor der Vorklärung der Kläranlage Weil der Stadt zuge-
geben, um aus der Vorklärung energiereichen Schlamm für die Faulgasgewinnung zu erhalten.
Dadurch reduziert sich die Aufenthaltszeit und somit auch die erreichte Eliminationsrate der Vorklä-
rung. Dies führt zu einer Verbesserung des Nährstoffverhältnisses.
Tabelle 31: Verschiebung C:N:P Verhältnis durch Zusammenschluss
| C:N:P Verhältnis | Zulauf KA | Zulauf Biologie |
|---|---|---|
| KA Grafenau KA Weil der Stadt Zusammenschluss Elimination wie bisher | 100 : 11,8 : 1,3 100 : 10,4 : 1,2 100 : 16 : 1,7 100 : 11,1 : 1,2 100 : 17 : 1,8 | |
| Zusammenschluss Elimination nach DWA-A 131 bei 1,5 - 2 h | 100 : 11,1 : 1,2 | 100 : 15,3 : 1,7 |
Unter Ansetzung der Eliminationsleistung im Vorklärbecken nach der DWA-A 131 (2016) ergeben sich
die folgenden Bemessungswerte:
Tabelle 32: Bemessungswerte Zusammenschluss in Weil der Stadt
| Zulauf KA | Zulauf Biologie | Prognose +5% | |||
|---|---|---|---|---|---|
| QM | 205 | l/s | |||
| QT,am | 3.522 | m3/d | Mittelwert | ||
| Bd,CSB,zu | 2.462 | 1.600 | 1.680 | kg/d | Mittelwert |
| BTS,Zul | 1.436 | 574 | 603 | kg/d | 70 g/ ( E *d) |
| Bd,Nges,ZU | 272 | 245 | 257 | kg/d | Mittelwert |
| Bd,Pges,ZU | 30 | 27 | 28,1 | kg/d | Mittelwert |
| TSBB | 4,3 | g/l | Mittelwert | ||
| ISV | 102 | ml/g | 2 Wochenmittel |
[Seite 47]
3.2.2 Ausbauvarianten
Grundsätzlich stehen für die Erweiterung die folgenden Optionen zur Verfügung.
Erweiterung um ein Belebungsbecken Das neue Belebungsbecken soll wie die bestehenden Belebungsbecken intermittierend betrie-
ben werden. Damit die beiden Nachklärbecken nachweisbar bleiben, ist der Trockensubstanz-
gehalt in den Belebungsbecken von 4,3 auf 3,4 g/l zu reduzieren. Dadurch sinkt das erforderliche
Rücklaufverhältnis.
Erweiterung um ein Nachklärbecken Damit die bestehenden Belebungsbecken ausreichen, wäre die Trockensubstanz von 4,3 g/l auf
5,2 g/l zu erhöhen. Um diesen hohen TS-Gehalt im Belebungsbecken zu erreichen, wird rech-
nerisch ein Rücklaufverhältnis von 1,1 erforderlich. Damit würde das in der DWA-A 131 empfoh-
lene Rücklaufverhältnis von 0,75 deutlich überschritten.
Daher wird diese Variante nicht weiterverfolgt.
Erweiterung um ein Belebungs- und Nachklärbecken Da sich die verfügbaren Reserven in den Belebungsbecken und den Nachklärbecken unter-
scheiden würde der Ausbau einer neuen Straße bedeuten, dass der Bestand nicht vollständig
genutzt wird und die Erweiterung demnach unnötig groß werden muss. Andernfalls wäre die
Aufteilung vor den Belebungsbecken und dann auch vor den Nachklärbecken zu erneuern.
Daher wird diese Variante nicht weiterverfolgt.
Im Folgenden wird der Nachweis für die Variante geführt, in der nur ein Belebungsbecken gebaut wird.
[Seite 48]
3.2.3 Bestand
Damit unter der erhöhten Belastung die Nachklärbecken beibehalten werden können, wird es erfor-
derlich den Trockensubstanzgehalt in der Belebung von 4,3 auf 3,4 g/l zu reduzieren. In diesem Fall fehlen dann im Belebungsbecken ca. 1.600 m3. Dies entspricht dem Volumen der beiden
neueren Belebungsbecken.
Da aufgrund des hohen erforderlichen Denitrifikationsanteils das Schlammalter bei ca. 23 Tagen liegt,
dieser Berechnung nur der minimale Prozessfaktor zugrunde.
| Klärtechnischer Nachweis der Belebung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Zulauf Belebung Q 3.522 [m³/d] konz. CSB 454,37 [mg/l] → 1.600 [kg/d] SCSB CCSB,ZB - XCSB,ZB 245,59 [mg/l] → 865 [kg/d] XCSB XTS,ZB*1,6 *(1- fB) 208,78 [mg/l] → 735 [kg/d] TS 163,11 [mg/l] → 574 [kg/d] N 69,51 [mg/l] → 245 [kg/d] P 7,59 [mg/l] → 26,7 [kg/d] Bemessungstemperatur 12 °C Erforderliches Schlammalter 22,8 d Stickstoffbilanz SorgN,AN 2,00 [mg/l] → 7,04 [kg/d] SNH4,AN 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] SNO3,AN 8,96 [mg/l] → 31,56 [kg/d] XorgN,BM 4,17 [mg/l] → 14,70 [kg/d] XorgN,inert 3,00 [mg/l] → 10,58 [kg/d] SNO3,ZB 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] zu nitrifizierender Stickstoff: 60,33 [mg/l] → 212,48 [kg/d] zu denitrifizierender Stickstoff: 51,37 [mg/l] → 180,92 [kg/d] Phosphorbilanz Phosphor ÜW: 1,2 [mg/l] CP,ZB 7,59 [mg/l] CP,AN 0,72 [mg/l] XP,BM 2,27 [mg/l] XP,BioP 0,00 [mg/l] | |||||
| XP,Fäll 4,60 [mg/l] | Fällmittel: AlCl3 | ||||
| Schlammproduktion externer Kohlenstoff ÜSd,C 542,6 [kg/d] C CSB, dos 0mg/l | |||||
| ÜSd,P 110,1 [kg/d] | OV / (2,86*S C,D N | ) O3,D | |||
| ÜS 610,3 [kg/d] x 0,97[-] d | |||||
| Belebungsbecken Vorhanden | |||||
| TSBB 3,40 [g/l] MTS,BB 13.923 [kg] | |||||
| VBB 4.095 [m³] 2.472[m³] | |||||
| VDN 2.866 [m³] VN 1.228 [m³] Denitrifikationstyp | |||||
| VDN/VBB 0,70 [-] intermittier | ende Denit | rifikation | |||
| Prozessfaktor PF 1,50 [-] | |||||
| Rückführverhältnis RF 5,73 [-] |
[Seite 49]
Für die Bemessung der Nachklärung werden die Abmessungen des neuen Nachklärbeckens ange-
setzt. Das alte Nachklärbecken soll die gleiche Leistungsfähigkeit aufweisen. Dies wird durch eine
größere Oberfläche mit einer geringeren Tiefe erreicht. Mit dem reduzierten TS wird die Nachklärung BB
nachweisbar.
Klärtechnischer Nachweis bestehendes horizontal durchströmtes Nachklärbecken
Bemessungswassermenge: Q M,NKB 102,50 [l/s] 369,00 [m³/h] Oberfläche NKB: A NKB 366,28 [m²]
Schlammindex: ISV 102 [ml/g] Eindickzeit: t E 2,0 [h] TS- Bodenschlamm: TS BS 12,4 [kg/m³] TS-Rücklaufschlamm: TS RS 9,9 [kg/m³] Rücklaufverhältnis: RV 0,52 [-] TS-Belebungsbecken: TS BB 3,4 [kg/m³]
Resultierende Belastung des Nachklärbeckens Oberflächenbeschickung: q A 1,01 [m/h] Vergleichsschlammvolumen: VSV 344,82 [ml/l] Schlammvolumenbeschickung: q SV 347,38 [l/m²*h]
Nachweis der Beckentiefe: Klarwasserzone: h 1 0,50 [m] Übergangs- und Pufferzone: h 2,3 = q A (1+RV)[500/(1000-VSV)+VSV/1100] 1,65 [m] Eindick- und Räumzone: h 4 = TS AB * q A * (1+RV) * t E / TS BS 0,84 [m] Gesamthöhe: h = h + h + h 2,99 [m] ges 1 2,3 4 vorhanden 3,00 [m]
Für den Anschluss der Kläranlage Grafenau an die Kläranlag Weil der Stadt, wird es erforderlich 1.600 m3 Belebungsbecken neu zu bauen. Eine Erweiterung der Nachklärbecken ist dann nicht erfor-
derlich. Auch in diesem Fall wird die nach DWA-A 131 (2016) empfohlene Flächenbeschickung und
die Schlammvolumenbeschickung eingehalten.
[Seite 50]
3.2.4 Prognose
Klärtechnischer Nachweis der Belebung
Zulauf Belebung Q 3.522 [m³/d] konz. CSB 477,09 [mg/l] → 1.680 [kg/d] S CSB CCSB,ZB - XCSB,ZB 257,87 [mg/l] → 908 [kg/d] X CSB XTS,ZB*1,6 *(1- fB) 219,22 [mg/l] → 772 [kg/d] TS 171,26 [mg/l] → 603 [kg/d] N 72,98 [mg/l] → 257 [kg/d] P 7,97 [mg/l] → 28,1 [kg/d]
Bemessungstemperatur 12 °C Erforderliches Schlammalter 22,8 d
Stickstoffbilanz S orgN,AN 2,00 [mg/l] → 7,04 [kg/d] S NH4,AN 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] S NO3,AN 8,96 [mg/l] → 31,56 [kg/d] X orgN,BM 4,38 [mg/l] → 15,43 [kg/d] X orgN,inert 3,16 [mg/l] → 11,11 [kg/d] S NO3,ZB 0,00 [mg/l] → 0,00 [kg/d] zu nitrifizierender Stickstoff: 63,45 [mg/l] → 223,45 [kg/d] zu denitrifizierender Stickstoff: 54,49 [mg/l] → 191,90 [kg/d]
Phosphorbilanz Phosphor ÜW: 1,2 [mg/l] C P,ZB 7,97 [mg/l] C P,AN 0,72 [mg/l] X P,BM 2,39 [mg/l] X P,BioP 0,00 [mg/l] X P,Fäll 4,86 [mg/l] Fällmittel: AlCl3
Schlammproduktion externer Kohlenstoff ÜS d,C 569,8 [kg/d] C CSB, dos 0mg/l ÜS d,P 116,5 [kg/d] OV C,D / (2,86*S NO3,D ) ÜS 641,4 [kg/d] x 0,96[-] d
Belebungsbecken Vorhanden TS BB 3,40 [g/l] M TS,BB 14.631 [kg] V BB 4.303 [m³] 2.472[m³] V DN 3.012 [m³] V N 1.291 [m³] Denitrifikationstyp V DN /V BB 0,70 [-] intermittierende Denitrifikation Prozessfaktor PF 1,50 [-] Rückführverhältnis RF 6,08 [-]
Durch die Berücksichtigung einer 5 %igen Prognose auf die Frachten im Zulauf der Belebung, steigt der erforderliche Neubau an Belebungsbeckenvolumen auf ca. 1.830 m3.
Die Bemessung der Nachklärung verändert sich nicht, da der Mischwasserzufluss sowie die relevanten
Eigenschaften wie TS und ISV nicht verändert werden. BB
[Seite 51]
3.3 Reserven Schwachstellen und Maßnahmen
3.3.1 Mechanische Reinigung KA Weil der Stadt
Die genaue Leistungsfähigkeit des Rechens, des Langsandfanges sowie des Feinrechens sind nicht
bekannt. Aufgrund der einstufigen Ausführung ohne Redundanz steht jedoch zu erwarten, dass die
Kapazität dieser Anlagenteile nicht dafür ausreicht die mechanische Reinigung des Abwassers, dass
derzeit auf der Kläranlage Grafenau behandelt wird, mitzuübernehmen. Immerhin würde sich die zu
behandelnde Abwassermenge nahezu verdoppeln.
Daher wird vorgesehen, die mechanische Reinigung der Kläranlage Weil der Stadt um eine Straße zu
erweitern.
3.3.2 Vorklärbecken KA Weil der Stadt
Die Verweilzeit in dem Vorklärbecken ist derzeit sehr hoch und sollte reduziert werden. Durch die
Mitbehandlung des Abwassers aus der Kläranlage Grafenau würde dies erreicht.
Die Verweilzeit des Vorklärbeckens ist auch mit dem Zulauf aus Grafenau ausreichend hoch.
Derzeit erfolgt der Überschussschlammabzug über das Vorklärbecken. Bei der erhöhten Belastung,
die durch den Anschluss der Kläranlage Grafenau entsteht, sollte zur Steigerung der Betriebssicherheit
auf eine maschinelle Überschussschlammeindickung umgestellt werden.
3.3.3 Kapazität Schneckenpumpwerk KA Weil der Stadt
Das Schneckenpumpwerk ist mit drei Schnecken, mit einer Förderleistung von je max. 60 – 70 l/s
ausgerüstet.
Würde der gesamte Mischwasserzufluss der Kläranlage Grafenau (Q = 80 l/s) der Kläranlage Weil M
der Stadt (Q =125 l/s) zugeführt wären in Abhängigkeit der genauen Förderleistung der Schnecken M
diese an der oberen Leistungsgrenze bzw. schon überlastet.
Dadurch, dass die nicht mehr benötigten Becken auf der Kläranlage Grafenau (Belebungsbecken und
Kombibecken) als RÜB genutzt werden können, kann der zu der Kläranlage Weil der Stadt zu för-
dernde Mischwasserzufluss reduziert werden.
Um für die Weiternutzung des Schneckenpumpwerks auf der sicheren Seite (Summe min angegebene
Förderleistung = 180 l/s) zu sein, müsste der Mischwasserzufluss der Kläranlage Grafenau, der nach
Weil der Stadt gefördert wird von 80l/s auf 55 l/s reduziert werden.
[Seite 52]
Hinzu kommt noch, dass die Straßenentwässerung, zumindest teilweise ebenfalls dem Schnecken-
pumpwerk zugeführt wird. Dadurch reduziert sich die für das Abwasser der Kläranlag Grafenau zur
Verfügung stehende Kapazität. Dementsprechend wird eine Erweiterung erforderlich.
Im weiteren Projektverlauf sollte noch geklärt werden, ob die höhere Wassermenge durch die Dreh-
zahlerhöhung der Schnecken erhöht werden kann. Damit würde sich diese Investition deutlich verrin-
gern.
3.3.4 Biologische Stufe KA Weil der Stadt
Entsprechend der oben aufgeführten Bemessung wird für den Anschluss der Kläranlage Grafenau
eine Erweiterung um ca. 1.830 m3 Belebungsbeckenvolumen geplant.
3.3.5 Ablauf MID KA Weil der Stadt
Das Ablauf-MID ist als DN 400 ausgeführt. Eine Umgehung ebenfalls in DN 400 ist vorhanden.
Würden die Mischwasserzuflüsse beider Kläranlagen aufaddiert ergibt sich eine Geschwindigkeit von
maximal 1,6 m/s im MID. Dies liegt im üblichen Messbereich von MIDs, der insbesondere nach unten
hin begrenzt ist.
Nur KA Weil der Stadt: 125 l/s max. ca. 1 m/s
Anschluss Grafenau: 205 l/s max. ca. 1,6 m/s
3.3.6 Schlammbehandlung, Gasspeicherung und -verwertung KA Weil der Stadt
Der Überschussschlamm auf der Kläranlage Weil der Stadt wird bisher mit dem Primärschlamm über
die Vorklärung abgezogen. Wie im Abschnitt der Vorklärung ausgeführt, sollte aufgrund der steigenden
Belastung durch den Anschluss der Kläranlage Grafenau auf eine maschinelle Überschussschlam-
meindickung umgestellt werden.
Da die Ausbaugrößen beider Kläranlagen in etwa gleich groß sind, würde sich durch den Anschluss
der Kläranlagen Grafenau der Schlammanfall auf der Kläranlage Weil der Stadt nahezu verdoppeln.
Durch die Umstellung auf eine maschinelle ÜSS-Eindickung wird der Trockensubstanzgehalt in der
Faulung von derzeit im Mittel 1,6 % auf ca. 3 - 4 Prozent steigen. Damit würde die gestiegene
Schlammmenge durch den erhöhten Trockensubstanzgehalt ausgeglichen.
[Seite 53]
Infolgedessen bliebe es bei einer Beschickung des Faulbehälters mit knapp über 20 m3/d. Aus dem Faulbehälter Volumen von 800 m3 resultiert eine Verweilzeit von ca. 40 Tagen. Die DWA-M
368 empfiehlt für Kläranlagen unter 50.00 EW ein Schlammalter von 20 – 28 Tagen. Somit stehen
auch nach der Erweiterung Kapazitäten in der Faulung zur Verfügung.
Die Entwässerung erfolgt mit einer Kammerfilterpresse mit ca. 23 m3 / je Charge. Es werden bis zu
zwei Chargen pro Tag entwässert. Durch den gesteigerten TS im Zulauf reduziert sich die Schlamm-
menge die je Charge entwässert werden kann. Aufgrund des TS-Anstieges würde sich die Anzahl der
erforderlichen Entwässerungschargen wahrscheinlich verdoppeln. Bei einer täglichen Entwässerung
wäre dies voraussichtlich noch möglich. Da jedoch am Wochenende keine Entwässerung erfolgt, ist
eine Erneuerung der Entwässerung erforderlich.
Eventuell könnte auch die Anzahl der Entwässerung erhöht werden. Dadurch könnte diese Investition
eventuell eingespart werden.
Da die Schlammentwässerung durch den Bau einer maschinellen Überschussschlammeindickung mit
einem höheren TS-Gehalt beschickt wird, reduziert sich auch das Filtrat, dass bei der Schlamment-
wässserung anfällt.
Aus dem mittleren Gasanfall von 309 m3/d ergibt sich unter der Annahme eines Heizwertes von 6 kWh/m3 sowie einer durchschnittlichen Betriebszeit des BHKW von 20 h/d eine Leistung von ca.
93 kW.
BHKWs weisen einen elektrischen Wirkungsgrad von ca. 30 % auf, somit ergibt sich eine Leistung von
ca. 28 kW . Dies entspricht dem derzeit installierten BHKW. elektrisch
Wie sich die Trockensubstanz erhöht, wird sich auch der Gasertrag durch den Anschluss erhöhen, so
dass ein zweites BHKW mit 30 kW erforderlich wird. el
Aus der Auswertung des Betriebstagebuches von 2018 -2021 ergibt sich ein mittlerer Gasanfall von ca. 340 m3/d bzw. ein Gasverbrauch im BHKW von ca. 309 m3/d. Dementsprechend wird mit dem 150 m3 Gasspeicher die Empfehlung der DWA-M 363 (2010) 30 – 50 % des Gasanfalles zu Speichern erfüllt. Wenn sich jedoch der Gasertrag wie zu erwarten verdoppelt, wird der Bau eines 150 m3
Gasspeichers erforderlich, damit nach wie vor die Empfohlene Speicherung sichergestellt werden
kann.
[Seite 54]
3.3.7 Weiternutzung Belebungsbecken und Kombibecken KA Grafenau
Im Falle des Anschlusses der Kläranlage Grafenau an die Kläranlage Weil der Stadt wird das Bele-
bungs- und das Kombibecken auf der Kläranlage Grafenau nicht mehr benötigt.
Dieses könnte als RÜB weiter genutzt werden, um den Mischwasserzufluss, der zur Kläranlage Weil
der Stadt gepumpt werden muss zu reduzieren. Das Rücklaufschlammpumpwerk könnte zur Entlee-
rung des Kombibeckens genutzt werden.
Bevor diese Umnutzung weiterverfolgt wird, ist jedoch eine betontechnologische Untersuchung und
eine Befahrung der weiter genutzten Leitungen zu empfehlen.
3.4 Geplante Maßnahmen
3.4.1 KA Grafenau
3.4.1.1 Umbau Zulaufhebewerk zum Pumpwerk
In dieser Variante wird angestrebt, dass am bisherigen Standort der Kläranlage Grafenau nur noch
die Regenwasserbehandlung in den RÜBs, sowie ein Pumpwerk zur Beschickung der Kläranlage
Weil der Stadt erhalten bleibt.
Damit das Abwasser nicht doppelt, zuerst im Schneckenhebewerk und dann im neu zu schaffenden
Pumpwerk angehoben wird, wird das Neue Pumpwerk in die Vorlage des Schneckenpumpwerks
installiert. Die E-Technik der Nassaufgestellten Pumpen wird in dem Rechengebäude installiert.
3.4.1.2 Druckleitung zum Kanalnetz Weil der Stadt
In dieser Variante wird die neue Druckleitung möglichst kurzgehalten und nur bis zum Kanalnetz der
Kläranlage Weil der Stadt gelegt. Wird diese Variante weiterverfolgt, ist im Kanalnetz von Weil der
Stadt zu überprüfen, wo und ob eine Zuführung des Abwassers aus Grafenau möglich ist.
Bisher erfolgte keine Detaillierte Untersuchung möglicher Trassen.
[Seite 55]
Abbildung 2: Trasse bis zum Kanalnetz Weil der Stadt
3.4.1.3 Abbrucharbeiten
Der Schlammspeicher ist abzubrechen. Da es Ungewiss ist, ob das Kombibecken z.B. für den Re-
genrückhalt genutzt werden kann, wird angenommen, dass dieses abgebrochen werden muss.
3.4.2 KA Weil der Stadt
3.4.2.1 Erweiterung mechanische Abwasserreinigung
Der Zufluss zu der Kläranlage Weil der Stadt wird sich nahezu verdoppeln. Daher wird es erforderlich
die mechanische Abwasserreinigung, bestehend aus Sandfang und Rechenanlage, um eine weitere
Straße zu erweitern. Die neue Straße wird parallel zu der bisherigen Straße in Richtung der Hoffläche
errichtet. Es wird angenommen, dass die Nutzfläche des neuen Rechengebäudes kleiner als 50 m2 sein wird
und somit keine Pflicht zur Installation einer PV-Anlage besteht.
[Seite 56]
3.4.2.2 Neubau Belebungsbecken
Es wird vorgesehen, dass für den klärtechnischen Nachweis erforderliche Belebungsbeckenvolumen
zwischen dem neuen Nachklärbecken und dem Containerunterstand zu bauen. Der Neubau wird mit
einem vorgeschalteten Pumpwerk vorgesehen, da es aufgrund der begrenzten Förderleistung des
bestehenden Schneckenpumpwerks nicht möglich ist, mit diesem auch den durch den Anschluss
von Grafenau gestiegenen Zufluss anzuheben.
Wenn die Erhöhung der Fördermenge durch die Erhöhung der Drehzahl der Förderschnecken er-
reicht werden kann, könnte diese Investition eventuell entfallen. Dies ist im weiteren Projektverlauf
zu prüfen.
Mit dem neuen Pumpwerk wird der gesamte Abwasserstrom auf das Niveau des neuen Belebungs-
beckens angehoben. Der Ablauf der neuen Belebungsbecken wird dem bisherigen Verteilbauwerk
vor den Belebungsbecken zugeführt.
Die neuen Becken werden, wie die bestehenden Becken intermittierend betrieben, damit keine Re-
zirkulation geschaffen werden muss. Die erforderlichen Gebläse werden in der bestehenden Geblä-
sestation aufgestellt. Der Ablauf der bestehenden Belebungsbecken wird wie bisher im Verteilbau-
werk auf die beiden Nachklärbecken aufgeteilt.
Die neuen Belebungsbecken werden den bisherigen Belebungsbecken vorgeschaltet, da für eine
Einbindung Parallel zu den bisherigen der Beschickung durch ein neue Verteilbauwerk / Steuerung
des Pumpwerks über die Zulaufmessung erforderlich werden würde. Zudem ist die Einbindung vor
dem Verteilbauwerk im Zulauf der biologischen Stufe einfacher als bei dem Verteilbauwerk im Ablauf
der Belebungsbecken.
3.4.2.3 Maschinelle Überschussschlammeindickung
Da die Belastung der Vorklärung zunimmt, wird vorgesehen diese zu entlasten, indem der Über-
schussschlamm nicht mehr über die Vorklärung eingedickt wird, sondern maschinell.
Dafür wird der Überschussschlamm aus den Nachklärbecken der maschinellen Überschussschlam-
meindickung zugeführt und kann anschließend direkt der Schlammfaulung zugeführt werden.
Es steht zu erwarten, dass das Gebäude für die ÜSS-Eindickung die 50 m2 Nutzfläche ab denen
eine PV-Anlage zu errichten ist knapp überschreitet. Daher wird die Installation einer PV-Anlage
angenommen.
[Seite 57]
3.4.2.4 Schlammentwässerung und Zentratspeicher
Perspektivisch ist die Schlammentwässerung auf der Kläranlage Weil der Stadt zu erneuern.
Aufgrund der Schaffung einer maschinellen Überschussschlammeindickung, wird der TS-Gehalt in
der Faulung erhöht und somit wird die Schlammentwässerung nicht mit einem erhöhten Volumen-
strom belastet. Eine Erweiterung der Schlammentwässerung wird demnach nicht erforderlich. Daher
wird diese Maßnahme nicht in der Studie berücksichtigt.
Im weiteren Projektverlauf ist zu prüfen, ob durch die Erhöhung der Anzahl der Entwässerung pro
Woche die Schlammentwässerung mittels Kammerfilterpresse beibehalten werden kann. Dadurch
würde sich der Investitionsbedarf verringern.
Die bestehenden Zentratspeicher reichen für die Schlammentwässerung gerade so aus. Durch den
höheren TS im Zulauf der Schlammentwässerung wird sich der Zentratanfall reduzieren. Daher wird
keine Erweiterung der Zentratspeicher vorgesehen.
3.4.2.5 Neubau Gasspeicherung und -verwertung
Aufgrund der gestiegenen Belastung durch die Annahme des Abwassers aus Grafenau, wird auch
die Erweiterung der Gasspeicherung und -verwertung erforderlich. Es müssen ein neuer Gasspei-
cher und ein neues BHKW gebaut werden, die in der Leistungsfähigkeit dem Bestand entsprechen.
[Seite 58]
- ANSCHLUSS KA GRAFENAU DIREKT AN KA WEIL DER STADT
4.1 Allgemein
Da sich in der vorherigen Variante gezeigt hat, dass die mechanische Reinigung auf der Kläranlage Weil
der Stadt eine Schwachstelle bei dem Zusammenschluss bildet, wird in dieser Variante untersucht, die
mechanische Reinigung auf der Kläranlage Grafenau zu belassen und erst das mechanisch gereinigte
Abwasser der Kläranlage Weil der Stadt zuzuführen.
Durch die erfolgte Vorbehandlung kann das Abwasser der Kläranlage Grafenau direkt der Vorklärung
auf der Kläranlage Weil der Stadt zugeführt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das Kanalnetz
der Kläranlage Weil der Stadt nicht zusätzlich belastet wird.
Allerdings muss das Abwasser der Kläranlag Grafenau dafür bis auf die Kläranlage Weil der Stadt und
nicht nur bis zum Beginn des Kanalnetzes gefördert werden.
Die Nachbemessung der biologischen Stufe ist für diese Variante identisch zu der vorherigen Variante.
Daher erfolgt direkt der Einstieg mit den Reserven, Schwachstellen und erforderlichen Maßnahmen, die
sich durch diese Variante auf den beiden Anlagen ergeben.
4.2 Reserven, Schwachstellen und Maßnahmen
4.2.1 Mechanische Reinigung KA Weil der Stadt
Die mechanische Reinigung der Kläranlage Weil der Stadt wird nicht zusätzlich belastet. Daher wird
diese nicht näher betrachtet.
4.2.2 Vorklärbecken, Schneckenpumpwerk, Biologische Stufe KA Weil der Stadt
Es gelten die in der vorherigen Variante aufgeführten Reserven, Schwachstellen und Maßnahmen.
4.2.3 Schlammbehandlung, Gasspeicherung und -verwertung KA Weil der Stadt
Es gelten die in der vorherigen Variante aufgeführten Reserven, Schwachstellen und Maßnahmen.
[Seite 59]
4.2.4 Schneckenhebewerk KA Grafenau
Für den Weiterbetrieb der mechanischen Reinigung auf der Kläranlage Grafenau wird es auch erfor-
derlich das Schneckenhebewerk weiter zu betreiben oder die Fördermenge durch Erhöhung der Dreh-
zahl zu vergrößern. Dieses ist zu sanieren.
4.2.5 Mechanische Reinigung KA Grafenau
Die Rechenanlage und der Sandfang werden in dieser Variante wie beim bisherigen Betrieb der Klär-
anlage Grafenau belastet. Zusätzlicher Handlungsbedarf, über den für den weiter betrieb erforderli-
chen, ist hier nicht zu erwarten.
4.2.6 Weiternutzung Belebungsbecken und Kombibecken KA Grafenau
Wie in der vorherigen Variante beschrieben, kann auch bei dieser Form des Zusammenschlusses das
Kombibecken für die Regenwasserbehandlung genutzt werden. Vorab sollte jedoch mittels betontech-
nologischer Untersuchung geprüft werden, ob zunächst eine Sanierung erforderlich wird.
4.3 Geplante Maßnahmen
4.3.1 KA Grafenau
Da die mechanische Abwasserreinigung auf der Kläranlage Grafenau bleiben soll, ist auch das Schne-
ckenpumpwerk instand zu setzen. Für das Pumpwerk wird ein Teil des Belebungsbeckens 1 abge-
trennt. Die Druckleitung dieses Pumpwerks ist direkt an den Zulauf des Vorklärbeckens in Weil der
Stadt anzuschließen.
Des Weiteren wird wie in der vorherigen Variante beschrieben der Schlammspeicher und das Kombi-
becken abgebrochen.
4.3.2 Druckleitung zur KA Weil der Stadt
Hierzu wurde von der Stadt Weil der Stadt bereits eine Trasse vorgeschlagen. Diese ist im Anhang
dargestellt.
[Seite 60]
4.3.3 KA Weil der Stadt
Da das Abwasser der Kläranlage Grafenau direkt in den Zulauf zur Vorklärung auf der Kläranlage Weil
der Stadt gegeben wird, werden keine Anpassungen an der mechanischen Abwasserreinigung erfor-
derlich. Die sonstigen Maßnahmen, die im vorherigen Abschnitt für die Ertüchtigung der Kläranlage
Weil der Stadt für die Annahme des Abwassers aus Grafenau ausgeführt wurden, gelten auch für diese
Variante. Dies sind insbesondere:
Neubau Belebungsbecken Maschinelle Überschussschlammeindickung Schlammentwässerung Neubau Gasspeicher Zusätzliches BHKW
[Seite 61]
-
- REINIGUNGSSTUFE ZUR SPURENSTOFFELIMINATION
5.1 Allgemein
Das Land Baden-Württemberg fördert die Erweiterung der Kläranlagen um eine 4. Reinigungsstufe zur
Elimination von Spurenstoffen, z.B. Medikamente und deren Abbauprodukte. Eine Verpflichtung zum
Bau einer 4. Reinigungsstufe besteht bisher noch nicht und ist derzeit auch nicht absehbar.
Im November 2018 hat das Baden-Württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirt-
schaft das Arbeitspapier „Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen in Baden-Württemberg“
herausgegeben.
In diesem werden Kriterien aufgeführt, in denen eine Spurenstoffelimination angestrebt werden sollte,
bzw. eine Einzelfallbetrachtung empfohlen wird. Verpflichtend sind diese Kriterien nicht.
Liegt eines der nachfolgenden Kriterien vor, sollte eine Spurenstoffelimination angestrebt werden:
Einleitung des Ablaufs der Kläranlage
in den Bodensee bzw. im Bodenseeeinzugsgebiet inkl. Obere Donau vor der Versickerungsstelle, in das Grundwasser, in ein Gewässer, das bei ungünstigen Untergrundverhältnissen (bspw. Karst) zeitweise oder ganz-
jährig versickert, in ein Gewässer mit einem Abwasseranteil im Abstrom bei MNQ größer als die Hälfte (50 %) des
Gesamtabflusses. Ausnahme hiervon sind Kläranlagen der Größenklasse (GK) 1 bis 3, bei denen
aus Effizienzkriterien bis auf weiteres kein weiterer Ausbau erforderlich ist. der GK 5 mit einer Ausbaugröße von größer gleich 500.000 EW
Darüber hinaus gibt es weitere Kriterien, in denen eine Einzelfallprüfung erfolgen sollte:
Belastungsschwerpunkte aufgrund großer Frachten für das Gewässer, z. B. Infrastruktureinrichtun-
gen (Krankenhäuser: hierzu kann der Abschlussbericht zum Projekt ReAs des Fraunhofer ISI her-
angezogen werden) oder angeschlossene Industriebetriebe, Abwasseranteil im Abstrom bei MNQ größer als ein Drittel (33 %), aus dem Gewässer oder seinem Uferfiltrat wird Trinkwasser gewonnen, das Gewässer liegt innerhalb oder unmittelbar oberhalb eines Wasserschutzgebiets, FFH- oder Na-
turschutzgebiets, insbesondere mit relevanten wassergebundenen Arten oder Lebensraumtypen, die Größenklasse 5 von einer Ausbaugröße unter 500.000 EW, das Gewässer ist stehend oder gestaut
[Seite 62]
Auf der Homepage des LUBW (lubw.baden-wuerttemberg.de/wasser/abwasser) kann der Abwasseran-
teil bei mittlerer Niedrigwasserabfluss unterhalb der jeweiligen Kläranlage entnommen werden. Für die
Kläranlage Grafenau wird der Anteil mit 3,3 % und für die Kläranlage Weil der Stadt mit 4,6 % angege-
ben.
Entsprechend dieser Kriterien ist keine der beiden Untersuchten Kläranlagen, auch nicht nach einem
Zusammenschluss, priorisiert mit einer Spurenstoffelimination erweitert zu werden.
Gefördert würde der Bau einer Stufe zur Spurenstoffelimination derzeit dennoch nach der Förderrichtlinie
2015 (FrWw 2015) mit einer Bonusförderung von 20 % auf den Regelfördersatz entsprechend des maß-
gebliche Wasser- und Abwasserentgelts. Maximal kann eine 80%ige Förderung erreicht werden.
Die Landesregierung Baden-Württembergs will eine europaweite Vorreiterrolle einnehmen und die An-
zahl der Kläranlagen mit einer 4. Reinigungsstufe auf ca. 150 erhöhen, sagte Staatssekretär Andre
Baumann auf dem 3. Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“ 2018.
Somit steht zu erwarten, dass diese Thematik auch für die Kläranlagen Grafenau und Weil der Stadt
mittelfristig an Bedeutung gewinnen wird.
5.2 Geplante Maßnahmen
Für die Spurenstoffelimination auf Kläranlagen stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung. Die ver-
schiedenen Verfahren unterscheiden sich nicht nur im Bezug auf den Mechanismus der Spurenstoffeli-
mination, sondern auch in den hydraulischen Verlusten.
Für eine erste Abschätzung des erforderlichen Platzbedarfes, sowie der zu erwartenden Investitions-
und Betriebskosten wird folgendes Verfahren zur Spurenstoffelimination angenommen.
Aufgrund des einfachen und modularen Aufbaus wird für diese erste Abschätzung angenommen, dass
die Spurenstoffelimination in mit granulierter Aktivkohle gefüllten Filtern erfolgen soll, die von unten nach
oben durchströmt werden. Aufgrund des hydraulischen Verlusts dieser Filter wird vor diesen ein Pump-
werk erforderlich, dass auch zur Verbesserung der Betriebssicherheit bei Hochwasser beitragen kann.
Um auch eine weitergehende P- Reduktion sicherzustellen, werden diese Filter für die Beschickung mit
dem gesamten Mischwasserzufluss ausgelegt. Der Bau einer neuen Fällmittelllagerung und -dosierung
wird nicht mitberücksichtigt.
Grafenau: Q = 80 l/s 2 X 4 Filter m Weil der Stadt: Q = 125 l/s 2 X 6 Filter m Grafenau nach Weil der Stadt: Q = 205 l/s 2 X 10 Filter m
[Seite 63]
- ANSCHLUSS KA GRAFENAU AN KA WEIL DER STADT - NUR SCHLAMM
Die Faulung der Kläranlage Weil der Stadt hat noch deutliche Reserven. Daher wäre es ohne eine Erwei-
terung möglich, den Schlamm der Kläranlage Grafenau noch mit anzunehmen. Der Schlamm der Kläran-
lage Grafenau würde in diesem Fall nicht mehr aerob stabilisiert, sondern durch eine Reduzierung des
Schlammalters noch nicht stabilisiert abgezogen, zwischenzuspeichern und anschließend zu der Faulung
auf der Kläranlage Weil der Stadt gefahren.
Durch die Reduzierung des Schlammalters kann Belüftungsenergie auf der Kläranlage Grafenau einge-
spart werden. Der Gasertrag auf der Kläranlage würde gesteigert.
Vor dem Transport sollte eine statische oder maschinelle Eindickung des Überschussschlammes erfolgen,
um nicht unnötig Wasser zu transportieren.
Durch die anaerobe Stabilisierung nimmt die Entwässerbarkeit des Schlammes zu. Zudem wird für die
Entwässerung kein Dienstleister mehr erforderlich, sondern die Entwässerung würde wie bei dem
Schlamm der Kläranlage Weil der Stadt erfolgen. Aufgrund der gestiegenen Schlammmenge in Weil der
Stadt wird die Leistungsfähigkeit der Schlammentwässerung überschritten. Demnach wäre diese auszu-
tauschen. Der Austausch der Schlammentwässerung in Weil der Stadt ist auch aufgrund des Alters dem-
nächst zu erwarten.
In diesem Falle wäre es nicht erforderlich den Abwasserweg auf der Kläranlage Weil der Stadt zu erwei-
tern.
Je nach Häufigkeit der Anlieferung des Überschussschlammes aus Grafenau wäre allerdings auf der Klär-
anlage Weil der Stadt das erforderliche Speichervolumen zu schaffen, dass für den Überschussschlamm
und die Vergleichmäßigung des Zentrats erforderlich wird.
Auf der Kläranlage Grafenau kann aufgrund der fehlenden Vorklärung nur Überschussschlamm und nicht
der energiereichere Primärschlamm gewonnen werden. Der Gasertrag wird daher geringer sein, als wenn
das Abwasser aus Grafenau der Kläranlage zugeführt würde.
Der zu erwartende Gasertrag aus Überschussschlamm ist nach DWA-M 368 nur ca. halb so groß, wie der
von Primärschlamm. Bei der derzeitigen Belastung der Kläranlage Weil der Stadt, ist der Gasspeicher für die zu erwartenden Steigerung des Gasertrags um 50 % von ca. 300 m3/d auf voraussichtlich 450 m3 ausreichend groß. mit dem 150 m3 Gasspeicher wird die Empfehlung der DWA-M 363 (2010) zur Spei-
cherung von mindestens 30% des täglichen Anfalls eingehalten.
Die Gasverwertung ist bereits jetzt rechnerisch ausgelastet. Für die Annahme des Schlammes aus Gra-
fenau ist die Installation eines größeren BHKWs erforderlich.
[Seite 64]
In diesem Fall könnte der derzeit in der Ausführungsplanung befindliche Filtratspeicher zur Speicherung
des Schlammes genutzt werden. Ein Filtratspeicher ist in diesem Fall nicht mehr erforderlich. Die Reserven
auf der Kläranlage Weil der Stadt sind ausreichend, um die steigende Rückbelastung aufzunehmen.
Die für diese Variante zu erwartenden Kosten ergeben sich insbesondere aus dem Annahmepreis der
Kläranlage Weil der Stadt. Der Preis für die Anlieferung des Schlammes nach Weil der Stadt wäre mit dem
Preis der Fremdentwässerung und ggf. den Kosten für die Umstellung auf eine eigene Entwässerung zu
vergleichen. Daher ist dies eher eine Überlegung bei einer Neuvergabe der Schlammentwässerung als im
Rahmen dieses Strukturgutachtens.
[Seite 65]
- KOSTENSCHÄTZUNG
Im Folgenden werden zunächst die Kosten abgeschätzt, die entstehen, wenn die Kläranlagen Grafenau
und Weil der Stadt beide weiter betrieben werden.
Diese Kosten werden dann den Kosten gegenübergestellt, die für die Erweiterung der Kläranlage Weil der
Stadt erforderlich werden, so dass diese das Abwasser der Kläranlage Grafenau mitbehandeln kann. Da-
bei werden auch die Kosten berücksichtigt, die auf der Kläranlage Grafenau entstehen, um die Förderung
des Abwassers zu der Kläranlage Weil der Stadt zu erreichen.
Sollten die Kosten des Ausbaus die Kosten für den Weiterbetrieb übersteigen, wird auf eine nähere Un-
tersuchung der möglichen Trasse verzichtet.
Bei den folgenden Kostenschätzungen werden nur die Kosten berücksichtigt, die in direktem Zusammen-
hang mit dem Weiterbetrieb / dem Zusammenschluss stehen.
Darüber hinaus stehen mittelfristig noch weitere Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen auf beiden
Kläranlagen an, die derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden können.
Tabelle 33: Kosten Grunderwerb und Ausgleich Hochwasser
| Leistungsbeschreibung | Dim. | Masse | EP € netto | GP € netto | Kläranalge Grafenau |
|---|---|---|---|---|---|
| Erweiterungsfläche Kläranlage | - € | 250.000,00 € | |||
| Grunderwerb Erweiterungsfläche | m² | 2 .500 | 100 | 250.000 | |
| Hochwasserausgleich | - € | 425.000,00 € | |||
| Grunderwerb Ausgleichsfläche | m² | 2 .500 | 100 | 250.000 | |
| Erdaushub inkl Abfuhr (H = 0,4 m) | m3 | 1 .000 | 100 | 100.000 | |
| Begrünungsarbeiten | m2 | 2 .500 | 30 | 75.000 |
[Seite 66]
Tabelle 34: Kostenübersicht
| Gegenüberstellung | V1 Weiterbetrieb | V2 Anschluss an Kanal | V3 Anschluss an VKB | Nur Schlamm |
|---|---|---|---|---|
| Sanierung / Umbau Zulaufhebewerk Grafenau | 361.000,00 € | 2 76.000,00 € | 6 26.000,00 € | 361.000,00 € |
| Filtratspeicher KA Grafenau | 5 75.000,00 € | 575.000,00 € | ||
| Erschließen Erweiterungsfläche | 2 84.600,00 € | 284.600,00 € | ||
| Belebungsbecken KA Grafenau | 1.537.000,00 € | 1.537.000,00 € | ||
| Nachklärbecken KA Grafenau | 1.392.850,00 € | 1.392.850,00 € | ||
| Sanierung Kombibecken | 6 28.000,00 € | 628.000,00 € | ||
| Abbruch Kombibecken | 4 07.500,00 € | 407.500,00 € | - € | |
| Abbruch Schlammspeicher | 95.000,00 € | 95.000,00 € | 95.000,00 € | 95.000,00 € |
| Aufstockung Betriebsgebäude KA Grafenau | 337.000,00 € | 337.000,00 € | ||
| Ausgleich Überflutungsfläche | 6 75.000,00 € | 675.000,00 € | ||
| maschinelle ÜSS Eindickung KA Grafenau | 5 20.000,00 € | |||
| Einkauf in Weil der Stadt | 1.300.000,00 € | 1.300.000,00 € | - € | |
| Leitung nach Weil der Stadt | 2.040.000,00 € | 3.390.050,00 € | - € | |
| Anpassungen im Kanalnetz | - € | |||
| Rechenanlage KA Weil der Stadt | 3 50.000,00 € | - € | ||
| Sandfang KA Weil der Stadt | 6 04.000,00 € | - € | ||
| maschinelle ÜSS Eindickung KA Weil der Stadt | 520.000,00 € | 5 20.000,00 € | - € | |
| Belebungsbecken KA Weil der Stadt | 2.134.500,00 € | 2.134.500,00 € | - € | |
| Erweiterung Gasspeicherung und -verwertung KA Weil der Stadt | 5 70.000,00 € | 5 70.000,00 € | - € | |
| Schlammentwässerung | 5 46.500,00 € | 5 46.500,00 € | - € | |
| Summe KA Grafenau (netto) | 5.885.450,00 € | 778.500,00 € | 1.128.500,00 € | 6.405.450,00 € |
| Summe Rohrleitung (netto) | - € | 3.340.000,00 € | 4.690.050,00 € | - € |
| Summe KA Weil der Stadt (netto) | - € | 4.725.000,00 € | 3.771.000,00 € | - € |
| Gesamtsumme (netto) | 5.885.450,00 € | 8.843.500,00 € | 9.589.550,00 € | 6.405.450,00 € |
| Baunebenkosten (gerundet) | 1.471.400,00 € | 2.210.900,00 € | 2.397.400,00 € | 1.601.400,00 € |
| Gesamtsumme inkl Nebenkosten netto (gerundet) MwSt. 19 % (gerundet) | 7.356.900,00 € 1.397.800,00 € | 11.054.400,00 € 2.100.300,00 € | 11.987.000,00 € 2.277.500,00 € | 8.006.900,00 € 1.521.300,00 € |
| Gesamtkosten brutto inkl. Nebenkosten (gerundet) | 8.754.700,00 € | 13.154.700,00 € | 14.264.500,00 € | 9.528.200,00 € |
| Kapitalkosten (gerundet) 5 88.500,00 € 884.200,00 € 9 58.800,00 € Betriebskosten 6 06.884,64 € 338.877,54 € 3 28.175,79 € Betriebskosten brutto (gerundet) 7 22.200,00 € 4 03.300,00 € 3 90.500,00 € Jahreskost 1.310.700,00 € 1.287.500,00 € 1.349.300,00 € | 640.400,00 € 586.443,49 € 697.900,00 € 1.338.300,00 € |
[Seite 67]
Tabelle 35: Kostenübersicht inklusive 4. Reinigungsstufe
| Gegenüberstellung | V1 Weiterbetrieb | V2 Anschluss an Kanal | V3 Anschluss an VKB | Nur Schlamm |
|---|---|---|---|---|
| Sanierung / Umbau Zulaufhebewerk Grafenau | 361.000,00 € | 2 76.000,00 € | 6 26.000,00 € | 361.000,00 € |
| Filtratspeicher KA Grafenau | 5 75.000,00 € | 575.000,00 € | ||
| Erschließen Erweiterungsfläche | 2 84.600,00 € | 284.600,00 € | ||
| Belebungsbecken KA Grafenau | 1.537.000,00 € | 1.537.000,00 € | ||
| Nachklärbecken KA Grafenau | 1.392.850,00 € | 1.392.850,00 € | ||
| Sanierung Kombibecken | 6 28.000,00 € | 628.000,00 € | ||
| Abbruch Kombibecken | 4 07.500,00 € | 407.500,00 € | - € | |
| Abbruch Schlammspeicher | 95.000,00 € | 95.000,00 € | 95.000,00 € | 95.000,00 € |
| Aufstockung Betriebsgebäude KA Grafenau | 337.000,00 € | 337.000,00 € | ||
| Ausgleich Überflutungsfläche | 6 75.000,00 € | 675.000,00 € | ||
| maschinelle ÜSS Eindickung KA Grafenau | 5 20.000,00 € | |||
| Einkauf in Weil der Stadt | 1.300.000,00 € | 1.300.000,00 € | - € | |
| Leitung nach Weil der Stadt | 2.040.000,00 € | 3.390.050,00 € | - € | |
| Anpassungen im Kanalnetz | - € | |||
| Rechenanlage KA Weil der Stadt | 3 50.000,00 € | - € | ||
| Sandfang KA Weil der Stadt | 6 04.000,00 € | - € | ||
| maschinelle ÜSS Eindickung KA Weil der Stadt | 520.000,00 € | 5 20.000,00 € | - € | |
| Belebungsbecken KA Weil der Stadt | 2.134.500,00 € | 2.134.500,00 € | - € | |
| Erweiterung Gasspeicherung und -verwertung KA Weil der Stadt | 5 70.000,00 € | 5 70.000,00 € | - € | |
| Schlammentwässerung | 5 46.500,00 € | 5 46.500,00 € | - € | |
| 4. Reinigungsstufe Grafenau | 1.453.500,00 € | 1.453.500,00 € | ||
| 4. Reinigungsstufe Weil der Stadt | 1.660.250,00 € | 2.077.250,00 € | 2.077.250,00 € | 1.660.250,00 € |
| Summe KA Grafenau (netto) | 7.338.950,00 € | 778.500,00 € | 1.128.500,00 € | 7.858.950,00 € |
| Summe Rohrleitung (netto) | - € | 3.340.000,00 € | 4.690.050,00 € | - € |
| Summe KA Weil der Stadt (netto) | 1.660.250,00 € | 6.802.250,00 € | 5.848.250,00 € | 1.660.250,00 € |
| Gesamtsumme (netto) | 8.999.200,00 € | 10.920.750,00 € | 11.666.800,00 € | 9.519.200,00 € |
| Baunebenkosten (gerundet) | 2.249.800,00 € | 2.730.200,00 € | 2.916.700,00 € | 2.379.800,00 € |
| Gesamtsumme inkl Nebenkosten netto (gerundet) MwSt. 19 % (gerundet) | 11.249.000,00 € 2.137.300,00 € | 13.651.000,00 € 2.593.700,00 € | 14.583.500,00 € 2.770.900,00 € | 11.899.000,00 € 2.260.800,00 € |
| Gesamtkosten brutto inkl. Nebenkosten (gerundet) | 13.386.300,00 € | 16.244.700,00 € | 17.354.400,00 € | 14.159.800,00 € |
| Kapitalkosten (gerundet) 8 99.800,00 € 1.091.900,00 € 1.166.500,00 € Betriebskosten netto 6 06.884,64 € 338.877,54 € 3 28.175,79 € Betriebskosten Grafenau 4. RS netto 47.026,05 € Betriebskosten Weil der Stadt 4. RS netto 63.339,57 € 1 10.400,70 € 1 10.400,70 € Betriebskosten brutto (gerundet) 8 53.500,00 € 5 34.600,00 € 5 21.900,00 € Jahreskost 1.753.300,00 € 1.626.500,00 € 1.688.400,00 € | 951.800,00 € 586.443,49 € 47.026,05 € 63.339,57 € 829.200,00 € 1.781.000,00 € |
[Seite 68]
- SCHLUSSBEMERKUNG / FAZIT
Auf der Kläranlage Grafenau stehen in den nächsten Jahren voraussichtlich Sanierungsarbeiten insbe-
sondere an dem Kombibecken an. Aufgrund der einstraßigen Ausführung ist es jedoch nicht möglich, dass
Becken dafür außerbetrieb zu nehmen.
Damit die Arbeiten durchgeführt werden können, wird der Neubau einer zweiten Straße erforderlich.
Für den Anschluss der Kläranlage Grafenau an die Kläranlage Weil der Stadt ist auf dieser eine signifikante
Erweiterung des Belebungsbeckens erforderlich, damit nicht auch noch die Nachklärbecken erweitert wer-
den müssen.
Die Variante des Anschlusses der Kläranlage Grafenau an das Kanalnetz der Kläranlage Weil der Stadt
sollte nicht weiter verfolgt werden. Hier besteht ein erhebliches Risiko, dass beim Kanalnetz der Kläranlage
Weil der Stadt Geruchsbelästigungen auftreten. Des Weiteren wäre dann das Kanalnetz innerstädtisch in
Weil der Stadt umzubauen und zu erweitern. Die Kosten hierfür sind bisher nicht bekannt und wurden auch
in der Zusammenstellung nicht erfasst. Das heißt, auch wirtschaftlich gesehen würde diese Variante unter
Berücksichtigung der innerstädtischen Umbauten in Weil der Stadt nochmals deutlich teurer.
Im Vergleich der Variante 1 „Weiterbetrieb beider Kläranlagen“ sowie Variante 3 „Anschluss Grafenau an
das Vorklärbecken der Kläranlage Weil der Stadt“ ergeben sich für den Anschluss die höheren Investiti-
onskosten. Allerdings entstehen hier auch die geringeren Betriebskosten. Perspektivisch wird davon aus-
gegangen, dass aufgrund der schwachen Vorflutsituation an beide Kläranlagen sowie der allgemeinen
Entwicklung in der Abwassertechnik über kurz oder lang eine 4. Reinigungsstufe zu installieren ist. In
diesem Fall sind die Varianten des Weiterbetriebs beider Kläranlagen sowie des Anschlusses der Kläran-
lage Grafenau nach Weil der Stadt wirtschaftlich gleichwertig. Eventuell könnten beim Ausbau der Kläran-
lage Weil der Stadt auch noch weitere Investitionen eingespart werden, was im weiteren Projektverlauf
nochmals detaillierter zu prüfen ist. Was wirtschaftlich noch mehr für den Anschluss nach Weil der Stadt
sprechen würde. Außerdem sprechen hier viele nicht monetäre Faktoren wie Personalgewinnung, Bereit-
schaftszeiten, stabilerer Betrieb von größeren Kläranlagen etc. für den Anschluss nach Weil der Stadt.
Da für eine Förderung die geförderte Variante auch ohne die Förderung wirtschaftlich sein muss, erfolgte
bisher keine Betrachtung der Förderung. Nach der Förderrichtlinie 2015 (FrWw 2015), Nr. 10.1.4 können
Ausgaben für spezifisch strukturverbessernde Vorhaben der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung
gefördert werden. Die Förderung erfolgt mit dem Regelfördersatz, der abhängig von dem maßgeblichen
Wasser- und Abwasserentgelt ist, mindestens jedoch mit 25%. Somit wäre der Zusammenschluss nach
Variante 2 oder 3 förderfähig.
Die Spurenstoffelimination wird nach Nr. 10.1.5 FrWw 2015 mit einem Bonus von 20% auf den Regelför-
dersatz gefördert.
[Seite 69]
Ob tatsächlich eine Förderung erfolgt, ist jedoch auch davon abhängig, ob das Fördervolumen ausge-
schöpft wird und in welcher Priorität diese Maßnahme eingeordnet wird. Erfahrungsgemäß werden struk-
turverbessernde Maßnahmen priorisiert gefördert.
Basierend auf den hier getätigten wirtschaftlichen Berechnungen sowie der allgemeinen Einschätzung
sollte der Anschluss der Kläranlage Grafenau an die Kläranlage Weil der Stadt weiterverfolgt werden.
[Seite 70]
BETRIEBSKOSTEN
| Weiterbetrieb Grafenau | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch Schneckenpumpwerk | 2.188 | m3/d | 5,33 | m | 22.986 | kWh/a | 11.492,94 € | 5,4 - 4,5 Wh/(m3m), angenommen 5,4 Wh/(m3m) |
| Stromverbrauch Belüftung | 120,6 | kg O2 / h | 3504,00 | h/a | 128.055,27 | kWh/a | 64.027,64 € | VD/VBB = 0,6 --> 8760 *,4 = 3504 h/a SAE = 3,3 kg/kWh (DWA-A 216) |
| Stromverbrauch Nachklärbeckenräumer Grafenau | 8000 | h/a | 0,5 | kW/ Becken | 4.000,00 | kWh/a | 2.000,00 € | 0,3 - 1 kW / Becken [DWA-A 216] |
| Stromertrag PV Anlage | 60 | m2 | -100 | kWh/(m2 * a) | - 6.000,00 | kWh/a | - 3.000,00 € | ca. 1 kWp/ 10 m2 & 1.000 kWh/kWp |
| Schlammanfall | 7.792 | EW | 48,4 | g/(E*d) | 138 | t TM / a | bei aerober Stabilisation & 15 °C [DWA-M 368] | |
| Stromverbrauch Schlammentwässerung | 138 | t TM / a | 65 | kWh / t TM | 8.947 | kWh/a | 4.473,55 € | Kammerfilterpresse: 60 - 70 kWh / t TM [DWA-M 366] |
| Polymerbedarf Schlammentwässerung | 138 | t TM / a | 9 | kg WS / t TM | 1.239 | kg WS/a | 6.194,14 € | Kammerfilterpresse: 6 - 12 kg WS / t TM [DWA- M 366] |
| Schlammentsorgung | 138 | t TM / a | 18 | % | 765 | t /a | 191.177,20 € | Kammerfilterpresse: 22 - 30 % TS [DWA-M 366] |
| Personal | 2 | Ma | 50.000 | €/(Ma*a) | 100.000,00 € | |||
| Wartung (0,15 % gerundet) | 9.000,0000 € | |||||||
| Betriebskosten 385.365,46 € |
| Weiterbetrieb Weil der Stadt | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch Vorklärbeckenräumer | 8000 | h/a | 0,5 | kW/ Becken | 4.000,00 | kWh/a | 2.000,00 € | 0,3 - 1 kW / Becken [DWA-A 216] |
| Stromverbrauch Belüftung | 91,0 | kg O2 / h | 3329,00 | h/a | 91.799,70 | kWh/a | 45.899,85 € | VD/VBB = 0,62 --> 8760 *,4 = 3329 h/a SAE = 3,3 kg/kWh (DWA-A 216) |
| Stromverbrauch Nachklärbeckenräumer Weil der Stadt | 16000 | h/a | 0,5 | kW/ Becken | 8.000,00 | kWh/a | 4.000,00 € | 2 Becken 0,3 - 1 kW / Becken [DWA-A 216] |
| Stromertrag PV Anlage ÜSS Eindickung | 50 | m2 | -100 | kWh/(m2 * a) | - 5.000,00 | kWh/a | - 2.500,00 € | ca. 1 kWp/ 10 m2 & 1.000 kWh/kWp |
| Primärschlamm | 7.933 | EW | 28 | g/(E*d) | 81 | t TM / a | bei 1 h in Vorklärung [DWA-M 368] | |
| Überschussschlamm | 7.933 | EW | 31,7 | g/(E*d) | 92 | t TM / a | bei 1 h VKB, 15 d Tbem & 15°C | |
| Gesamtschlamm | 7.933 | EW | 59,7 | g/(E*d) | 173 | t TM / a | ||
| Stromverbrauch Überschusschlammeindickung | 92 | t TM / a | 30 | kWh / t TM | 2.754 | kWh/a | 1.376,89 € | Scheibeneindicker: < 30 kWh / t TM [DWA-M 381] |
| Polymerbedarf Überschussschlammeindickung | 92 | t TM / a | 5 | kg WS / t TM | 459 | kg WS/a | 2.294,82 € | Scheibeneindicker: 3 - 7 kg WS / t TM [DWA-M 381] |
| Stromverbrauch Durchmischung Faulbehälter | 12 | h/d | 7 | W/m3 | 24.528 | kWh/a | 12.264,00 € | 800 m3 Faulbehälter Gaseinpressung 3 - 10 W/m3 [DWA-A 216] 8-16 h/d Betrieb |
| Faulschlamm | 7.933 | EW | 41 | g/(E*d) | 119 | t TM / a | 37 -41 g/(E*d) [DWA-M 368] | |
| Stromverbrauch Schlammentwässerung | 119 | t TM / a | 65 | kWh / t TM | 7.717 | kWh/a | 3.858,48 € | Kammerfilterpresse: 60 - 70 kWh / t TM [DWA-M 366] |
| Polymerbedarf Schlammentwässerung | 119 | t TM / a | 9 | kg WS / t TM | 1.069 | kg WS/a | 5.342,51 € | Kammerfilterpresse: 6 - 12 kg WS / t TM [DWA- M 366] |
| Schlammentsorgung | 119 | t TM / a | 26 | % | 457 | t /a | 45.662,44 € | Kammerfilterpresse: 22 - 30 % TS [DWA-M 366] |
| Faulgasproduktion | 7.933 | EW | 25 | l/(E*d) | 72.392 | m3/a | 18 -23 l/(E*d) [DWA-M 368, Angabe WdS | |
| Stromertrag Faulgasverwertung | 72.392 | m3/a | 7 | kWh/m3 | 177.360 | kWh/a | - 88.679,79 € | elektrische Wirkungsgrad 35 % |
| Stromverbrauch Faulgasaufbereitung | 10 | kW | 8.000 | h/a | 80.000 | kWh/a | 40.000,00 € | |
| Personal | 3 | Ma | 50.000 | €/(Ma*a) | 150.000,00 € | |||
| Wartung (0,15 % gerundet) | - € | |||||||
| Betriebskosten 221.519,18 € | ||||||||
| Wärmeertrag Faulgasverwertung | 72.392 | m3/a | 7 | kWh/m3 | 278.708 | kWhth/a | thermischer Wirkungsgrad: 55% | |
| Schlammaufheizung | 3.863 | m3/a | 19,8 | kWhth/m3 | 76.484 | kWhth/a | 20 --> 37 °C = 17 K * 4,2 /3,6 = 19,8 kWh/m3 Primärschlamm: 4% TM eingedickter Überschussschlamm: 5 % TM | |
| Transmissionsverlust Faulbehälter | 800 | m3 | 0,5 | kWh/(m3*d) | 146.000 | kWhth/a | ||
| verfügbare Wärme Aufheizung Betriebsgebäude | 56.224 | kWhth/a | ||||||
| Wärmebedarf Betriebsgebäude | 120 | m2 | 70 | kWh/(m2*a) | 8.400 | kWhth/a | 60 - 80 kWh/(m2*a) [DWA-A 216] |
[Seite 71]
| Zusammenschluss Kanalnetz | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch neue Pumpwerke | 2.200 | m3/d | 20 | m | 80.300 | kWh/a | 40.150,00 € | 5,4 - 4,7 Wh/(m3m), angenommen 5 Wh/(m3m) |
| Stromverbrauch Vorklärbeckenräumer | 8.000 | h/a | 0,5 | kW/ Becken | 4.000,00 | kWh/a | 2.000,00 € | 0,3 - 1 kW / Becken [DWA-A 216] |
| Stromverbrauch Belüftung | 185,0 | kg O2 / h | 3329,00 | h/a | 186.625,76 | kWh/a | 93.312,88 € | VD/VBB = 0,61 --> 8760 *,4 = 3329 h/a SAE = 3,3 kg/kWh (DWA-A 216) |
| Stromverbrauch Nachklärbeckenräumer Weil der Stadt | 16000 | h/a | 0,5 | kW/ Becken | 8.000,00 | kWh/a | 4.000,00 € | 2 Becken 0,3 - 1 kW / Becken [DWA-A 216] |
| Stromertrag PV Anlage ÜSS Eindickung | 50 | m2 | -100 | kWh/(m2 * a) | - 5.000,00 | kWh/a | - 2.500,00 € | ca. 1 kWp/ 10 m2 & 1.000 kWh/kWp |
| Primärschlamm | 15.725 | EW | 28 | g/(E*d) | 161 | t TM / a | bei 1 h in Vorklärung [DWA-M 368] | |
| Überschussschlamm | 15.725 | EW | 31,7 | g/(E*d) | 182 | t TM / a | bei 1 h VKB, 15 d Tbem & 15°C | |
| Gesamtschlamm | 15.725 | EW | 59,7 | g/(E*d) | 343 | t TM / a | ||
| Stromverbrauch Überschusschlammeindickung | 182 | t TM / a | 30 | kWh / t TM | 5.458 | kWh/a | 2.729,19 € | Scheibeneindicker: < 30 kWh / t TM [DWA-M 381] |
| Polymerbedarf Überschussschlammeindickung | 182 | t TM / a | 5 | kg WS / t TM | 910 | kg WS/a | 4.548,65 € | Scheibeneindicker: 3 - 7 kg WS / t TM [DWA-M 381] |
| Stromverbrauch Durchmischung Faulbehälter | 12 | h/d | 7 | W/m3 | 24.528 | kWh/a | 12.264,00 € | 800 m3 Faulbehälter Gaseinpressung 3 - 10 W/m3 [DWA-A 216] 8-16 h/d Betrieb |
| Faulschlamm | 15.725 | EW | 41 | g/(E*d) | 235 | t TM / a | 37 -41 g/(E*d) [DWA-M 368] | |
| Stromverbrauch Schlammentwässerung | 235 | t TM / a | 65 | kWh / t TM | 15.296 | kWh/a | 7.648,05 € | Kammerfilterpresse: 60 - 70 kWh / t TM [DWA-M 366] |
| Polymerbedarf Schlammentwässerung | 235 | t TM / a | 9 | kg WS / t TM | 2.118 | kg WS/a | 10.589,61 € | Kammerfilterpresse: 6 - 12 kg WS / t TM [DWA- M 366] |
| Schlammentsorgung | 235 | t TM / a | 31 | % | 759 | t /a | 75.911,17 € | Kammerfilterpresse: 22 - 30 % TS [DWA-M 366] |
| Faulgasproduktion | 15.725 | EW | 25 | l/(E*d) | 143.491 | m3/a | 18 -23 l/(E*d) [DWA-M 368, Angabe WdS | |
| Stromertrag Faulgasverwertung | 143.491 | m3/a | 7 | kWh/m3 | 351.552 | kWh/a | - 175.776,02 € | elektrische Wirkungsgrad 35 % |
| Stromverbrauch Faulgasaufbereitung | 10 | kW | 8.000 | h/a | 80.000 | kWh/a | 40.000,00 € | |
| Personal | 4,2 | Ma | 50.000 | €/(Ma*a) | 210.000,00 € | |||
| Wartung (0,15 % gerundet) | 14.000,00 € | |||||||
| Betriebskosten 338.877,54 € | ||||||||
| Wärmeertrag Faulgasverwertung | 143.491 | m3/a | 7 | kWh/m3 | 552.439 | kWhth/a | thermischer Wirkungsgrad: 55% | |
| Schlammaufheizung | 7.657 | m3/a | 19,8 | kWhth/m3 | 151.602 | kWhth/a | 20 --> 37 °C = 17 K * 4,2 /3,6 = 19,8 kWh/m3 Primärschlamm: 4% TM eingedickter Überschussschlamm: 5 % TM | |
| Transmissionsverlust Faulbehälter | 800 | m3 | 0,5 | kWh/(m3*d) | 146.000 | kWhth/a | ||
| verfügbare Wärme Aufheizung Betriebsgebäude | 254.837 | kWhth/a | ||||||
| Wärmebedarf Betriebsgebäude | 120 | m2 | 70 | kWh/(m2*a) | 8.400 | kWhth/a | 60 - 80 kWh/(m2*a) [DWA-A 216 |
| Zusammenschluss an KA | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch Schneckenpumpwerk Grafenau | 2.188 | m3/d | 5,33 | m | 22.986 | kWh/a | 11.492,94 € | 5,4 - 4,5 Wh/(m3m), angenommen 5,4 Wh/(m3m) |
| Stromverbrauch neue Pumpwerke Grafenau | 2.188 | m3/d | 15 | m | 59.897 | kWh/a | 29.948,25 € | 5,4 - 4,7 Wh/(m3m), angenommen 5 Wh/(m3m) |
| Stromverbrauch Vorklärbeckenräumer | 8.000 | h/a | 0,5 | kW/ Becken | 4.000,00 | kWh/a | 2.000,00 € | 0,3 - 1 kW / Becken [DWA-A 216] |
| Stromverbrauch Belüftung | 185,0 | kg O2 / h | 3329,00 | h/a | 186.625,76 | kWh/a | 93.312,88 € | VD/VBB = 0,61 --> 8760 *,4 = 3329 h/a SAE = 3,3 kg/kWh (DWA-A 216) |
| Primärschlamm | 15.725 | EW | 28 | g/(E*d) | 161 | t TM / a | bei 1 h in Vorklärung [DWA-M 368] | |
| Überschussschlamm | 15.725 | EW | 31,7 | g/(E*d) | 182 | t TM / a | bei 1 h VKB, 15 d Tbem & 15°C | |
| Gesamtschlamm | 15.725 | EW | 59,7 | g/(E*d) | 343 | t TM / a | ||
| Stromverbrauch Überschusschlammeindickung | 182 | t TM / a | 30 | kWh / t TM | 5.458 | kWh/a | 2.729,19 € | Scheibeneindicker: < 30 kWh / t TM [DWA-M 381] |
| Polymerbedarf Überschussschlammeindickung | 182 | t TM / a | 5 | kg WS / t TM | 910 | kg WS/a | 4.548,65 € | Scheibeneindicker: 3 - 7 kg WS / t TM [DWA-M 381] |
| Stromverbrauch Durchmischung Faulbehälter | 12 | h/d | 7 | W/m3 | 24.528 | kWh/a | 12.264,00 € | 800 m3 Faulbehälter Gaseinpressung 3 - 10 W/m3 [DWA-A 216] 8-16 h/d Betrieb |
| Faulschlamm | 15.725 | EW | 41 | g/(E*d) | 235 | t TM / a | 37 -41 g/(E*d) [DWA-M 368] | |
| Stromverbrauch Schlammentwässerung | 235 | t TM / a | 65 | kWh / t TM | 15.296 | kWh/a | 7.648,05 € | Kammerfilterpresse: 60 - 70 kWh / t TM [DWA-M 366] |
| Polymerbedarf Schlammentwässerung | 235 | t TM / a | 9 | kg WS / t TM | 2.118 | kg WS/a | 10.589,61 € | Kammerfilterpresse: 6 - 12 kg WS / t TM [DWA- M 366] |
| Schlammentsorgung | 235 | t TM / a | 31 | % | 759 | t /a | 75.911,17 € | Kammerfilterpresse: 22 - 30 % TS [DWA-M 366] |
| Faulgasproduktion | 15.725 | EW | 25 | l/(E*d) | 143.491 | m3/a | 18 -23 l/(E*d) [DWA-M 368, Zusammenschluss WdS | |
| Stromertrag Faulgasverwertung | 143.491 | m3/a | 7 | kWh/m3 | 351.552 | kWh/a | - 175.776,02 € | elektrische Wirkungsgrad 35 % |
| Stromverbrauch Faulgasaufbereitung | 10 | kW | 8.000 | h/a | 80.000 | kWh/a | 40.000,00 € | |
| Personal | 4,2 | Ma | 50.000 | €/(Ma*a) | 210.000,00 € | |||
| Wartung (0,15 % gerundet) | 15.000,00 € | |||||||
| Betriebskosten 328.175,79 € | ||||||||
| Wärmeertrag Faulgasverwertung | 143.491 | m3/a | 7 | kWh/m3 | 552.439 | kWhth/a | thermischer Wirkungsgrad: 55% | |
| Schlammaufheizung | 7.657 | m3/a | 19,8 | kWhth/m3 | 151.602 | kWhth/a | 20 --> 37 °C = 17 K * 4,2 /3,6 = 19,8 kWh/m3 Primärschlamm: 4% TM eingedickter Überschussschlamm: 5 % TM | |
| Transmissionsverlust Faulbehälter | 800 | m3 | 0,5 | kWh/(m3*d) | 146.000 | kWhth/a | ||
| verfügbare Wärme Aufheizung Betriebsgebäude | 254.837 | kWhth/a | ||||||
| Wärmebedarf Betriebsgebäude | 120 | m2 | 70 | kWh/(m2*a) | 8.400 | kWhth/a | 60 - 80 kWh/(m2*a) [DWA-A 216 |
[Seite 72]
| 4. RS Grafenau | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch neue Pumpwerke | 2.188 | m3/d | 1,5 | m | 4.792 | kWh/a | 2.395,86 € | 4,2 - 3,6 Wh/(m3m), angenommen 4 Wh/(m3m) |
| Granulierte Aktivkohle - Gesamt | 67.774 | kg/Austausc | h 3,51 | Jahre | 2,1 | €/kg GAK | 40.548,55 € | |
| Stromverbrauch Kompressoren | 9.600 | l/h | 2,9 | h/d | 7963,64 | kWh/a | 3.981,82 € | Kompressor: 1.320 l/min = 7,5 kW 8 Filter * 40 Nl/(Filter*min) * 50 %= 9.600 l/h |
| Stromverbrauch Spülwasserpumpwerk | 55 | m3/d | 2,5 | m | 200 | kWh/a | 99,83 € | Menge: 2,5 % von JAM Förderhöhe: 2,5 m DWA-A 216: 4,2 - 3,6 Wh/m3*m, angenommen 4 |
| Wartung (0,15 % gerundet) | 2.200,00 € | |||||||
| Betriebskosten 47.026,05 € |
| 4. RS Weil der Stadt | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch neue Pumpwerke | 2.910 | m3/d | 1,5 | m | 6.373 | kWh/a | 3.186,45 € | 4,2 - 3,6 Wh/(m3m), angenommen 4 Wh/(m3m) |
| Granulierte Aktivkohle - Gesamt | 101.661 | kg/Austausc | h 3,95 | Jahre | 2,1 | €/kg GAK | 54.047,62 € | |
| Stromverbrauch Kompressoren | 14.400 | l/h | 4,4 | h/d | 11945,45 | kWh/a | 5.972,73 € | Kompressor: 1.320 l/min = 7,5 kW 12 Filter * 40 Nl/(Filter*min) * 50 %= 14.400 l/h |
| Stromverbrauch Spülwasserpumpwerk | 73 | m3/d | 2,5 | m | 266 | kWh/a | 132,77 € | Menge: 2,5 % von JAM Förderhöhe: 2,5 m DWA-A 216: 4,2 - 3,6 Wh/m3*m, angenommen 4 |
| Wartung (0,15 % gerundet) | 2.500,00 € | |||||||
| Betriebskosten 63.339,57 € |
| 4. RS Weil der Stadt mit Grafenau | Menge | Spezifische Größe | Bedarf | Jahreskosten | Annahme | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stromverbrauch neue Pumpwerke | 5.098 | m3/d | 1,5 | m | 11.165 | kWh/a | 5.582,31 € | 4,2 - 3,6 Wh/(m3m), angenommen 4 Wh/(m3m) |
| Granulierte Aktivkohle - Gesamt | 169.435 | kg/Austausc | h 3,76 | Jahre | 2,1 | €/kg GAK | 94.631,25 € | |
| Stromverbrauch Kompressoren | 24.000 | l/h | 7,3 | h/d | 19909,09 | kWh/a | 9.954,55 € | Kompressor: 1.320 l/min = 7,5 kW 20 Filter * 40 Nl/(Filter*min) * 50 %= 24.000 l/h |
| Stromverbrauch Spülwasserpumpwerk | 127 | m3/d | 2,5 | m | 465 | kWh/a | 232,60 € | Menge: 2,5 % von JAM Förderhöhe: 2,5 m DWA-A 216: 4,2 - 3,6 Wh/m3*m, angenommen 4 |
| Wartung (0,15 % gerundet) | 3.200,00 € | |||||||
| Betriebskosten 110.400,70 € |
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ZEICHNUNGEN
Variante 1 Grafenau Variante 2 Grafenau Variante 2 Weil der Stadt Variante 3 Grafenau Variante 3 Weil der Stadt Übersichtsplan Trasse KA Grafenau zur KA Weil der Stadt
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