1882-2025-11-28-Beantwortung Rückfragen Teilnehmer 1.pdf

Planungsleistungen für den Neubau einer Grundschule mit Ganztagesbetreuung in Römerstein

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 23.09.2026, 21:27 (Europe/Berlin)

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„Neubau Grundschule Römerstein“ Seite 1/8 Vergabeverfahren zur Ausschreibung von Planungsleistungen 28.11.2025 Beantwortung der Bieterrückfragen im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs

Gemeinde Römerstein, Landkreis Reutlingen 1-1882

BIETERRÜCKFRAGEN

zum Vergabeverfahren

der Gemeinde Römerstein Albstraße 2 72587 Römerstein-Böhringen

über

Ausschreibung zur Vergabe von Objektplanungsleistungen und Fachplanungsleistungen für den Neubau einer zweizügigen Grundschule mit Ganztagesbetreuung im Teilort Böhringen

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  1. Frage: wir bitten höflich um Prüfung, ob die geforderten Referenzen (Anzahl und Um- fang, Kriterien Schul- und Kita, ö$. Bau - statt allgemein Honorarzone) und der Mindestumsatz (der nicht glaubhaft in Relation zur geforderten Mindestmitarbei- terzahl steht) den Vorgaben der VGV, nach der auch kleine Büros angemessen zu beteiligen sind, entspricht. Bei den geforderten Größen bringt auch eine Bieter- gemeinschaft oder Arge wenig, da Büros, die das bringen können sich i.d.R. kom- plett eigenständig bewerben. D.h. das Ziel, dass sich 2 kleinere Büros zusam- menschließen wird hier kaum funktionieren.

Beantwortung: Nach § 75 Abs. VgV müssen Eignungskriterien gemäß § 122 Absatz 4 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen mit dem Auftragsgegenstand in Verbindung und zu diesem in einem angemessenen Verhältnis stehen. Sie sind bei geeigneten Aufga- benstellungen so zu wählen, dass kleinere Büroorganisationen und Berufsanfänger sich beteiligen können. Vorliegend ist ein Neubau zu Unterbringung einer zweizügigen Grundschule nebst der Sicherstellung der Ganztagesbetreuung zu planen. Somit be- zieht sich der planende Leistungsgegenstand auf die Unterbringung von minderjähri- gen Kindern, somit besonders Schutzbedürftiger. Zudem sind bei der Erstellung der Planungsleistungen -insbesondere der Objektplanung- die erforderlichen Abläufe der schulischen Bedürfnisse für den Unterricht aber auch die Anforderungen an geeig- nete Fluchtwege für eine Vielzahl Schutzbedürftiger, die Besonderheiten für die Ei- richtung und Ausgestaltung der Sanitäranlagen usw. zu berücksichtigen. Ferner die Vorgaben des KVJS. Insbesondere die Kombination von Schulunterricht und Ganzta- gesbetreuung stellt keinen Alltagsbau wie eine Lagerhalle oder ein einfaches oder mehrgeschossiges Wohngebäude dar. Vielmehr stellt der Ausschreibungsgegenstand einen äußerst sensiblen Vertragszweck- und Nutzungszweck dar (vgl. BayObLG BeckRS 2004, 3813; VK Sachsen BeckRS 2019, 24592 Rn. 43, 59 f.; VK Mecklenburg-Vorpommern 25.5.2018 – 3 VK 01/18 Rn. 37;), Infolgedessen handelt es sich vorliegend nicht um eine geeignete Aufgabenstellung im Sinne der Norm, um kleinere Büros oder Berufsanfänger (Newcomer) angemessen beteiligen zu können. Es besteht auch keine zeitliche Möglichkeit zur Ausarbeitung bisher nicht auf dem Markt verfügbarerer Planansätze oder besonders innovativer Lö- sungen, da die Maßnahme vom Land Baden-Württemberg aus öDentlichen Haus- haltsmitteln finanziell gefördert wird und Fristen zur Umsetzung der Maßnahme be- stehen. Diese können nicht einseitig von der Gemeinde verlängert werden. Bei einer Fristüberschreitung droht der vollständige Fördermittelverlust.

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Zudem steht kleineren Büros vorliegend die Möglichkeit oDen, sich mit anderen Büros zu einer Bietergemeinschaft zusammenzuschließen oder in einer Gemeinschaft von Haupt- und Unterauftragnehmer sich am Verfahren zu beteiligen.

2.Frage: müssen die LPH 1-9 zum jetzigen Zeitpunkt abgeschlossen sein oder kann die LPH 9 noch "laufen"?

Beantwortung: Mit „Übergabe an die Nutzer“ ist die Inbetriebnahme bzw. Nutzungsbeginn des Ge- bäudes gemeint. Der vollständige Abschluss der LPH 9 (Objektbetreuung) bis zum Auslauf aller Gewährleistungsfristen ist hierbei nicht relevant. Die LPH 9 muss jedoch im beauftragten Leistungsbild enthalten sein.

3.Frage: Können nur Schule und Kita eingereicht werden oder können generell Bildungs- bauten mit eingereicht werden?

Beantwortung: Als Referenzen zulässig sind mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare Leistungen (Neubau oder grundlegende Sanierung) für öDentliche kommunale Gebäude wie (bei- spielsweise) Schulen und Kindergärten

4.Frage: Ist er richtig, dass die Zusatzreferenzen NICHT aus dem Bereich Bildung kommen müssen, sondern andere Bauten mit den genannten Kriterien (z.B. Wohnungs- bau) als Referenz eingereicht werden können?

Beantwortung: Die Anforderung an die Referenzen „Objektplanungsleistungen für öDentliche, kom- munale Gebäude…“ gilt auch für die ggf. zusätzlich eingereichten Referenzen (Siehe Anlage Eignungskriterien, S. 52 D). Referenzen, die sich auf Wohnungsbau beziehen, sind daher nicht zulässig.

5.Frage: ist es möglich, den Teilnahmeantrag in bearbeitbarer Form (Excel, Word, PDF mit Formularfunktion) zur Verfügung zu stellen, sodass er digital ausfüllbar ist?

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Beantwortung: Der Teilnahmeantrag kann im Word-Format zur Verfügung gestellt werden. In diesem Fall muss jedoch die „Original-pdf“ schriftlich als alleinverbindlich aner- kannt werden.

  1. Frage: Zu den Mindestkriterien der geforderten Referenzen gehört die Bearbeitung aller Leistungsphasen 1-9. Da in verschiedenen Gemeinden und Bundesländern die Leistungsphase 1 grundsätzlich nicht vergeben wird, führen diese Mindestkrite- rien zum Ausschluss/ zur Benachteiligung zahlreicher Bewerber. Ich bitte um Überprüfung dieser Ausschreibungsbedingung.

Beantwortung: Da die Leistungsphasen 1 und 9 im zu beauftragenden Leistungsumfang enthalten sind, werden diese auch im Rahmen der nachzuweisenden Referenzen abgefragt.

7.Frage: Verstehen wir es richtig, dass wir 2 Referenzen gemäß Mindestkriterien einrei- chen müssen sowie zusätzlich 3 weitere Referenzen, da bei 5 geeigneten Bewer- bern die Bewertung nicht nur anhand der 2, sondern auch der 3 weiteren Referen- zen erfolgen wird? Somit sind 5 Referenzen für eine Höchstbewertung nötig?

Beantwortung: Korrekt.

  1. Frage: Sind die "Auszeichnungen" Teil dieser 2 + 3 Referenzen oder sind hierfür weitere 2 Projekte nachzuweisen? Unterliegen die Auszeichnungen denselben Anforde- rungskriterien wie die 2 + 3 Referenzen?

Beantwortung: Die Auszeichnungen sind für Projekte der bereits zuvor genannten 2+3 Referenzen einzureichen (Siehe Anlage „Eignungskriterien“ S. 55: „Erhaltene Auszeichnun- gen…für die als Referenz aufgeführten Gebäude. …“

  1. Frage: Gemäß Seite 7, Punkt 7k der "Au$orderung zur Bewerbung am ö$entlichen Teil- nahmewettbewerb" können auch "zurzeit laufende, aber noch nicht vollständig ■ K Ü N S T E R P L A N U N G S G E S E L L S C H A F T M B H ©

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erfüllte Aufträge" als Referenzen aus den letzten 7 Jahren angegeben werden. In der "Anlage Bewerbung" steht auf Seite 36, dass die Übergabe an den Nutzer ab dem 01.01.2018 bis heute erfolgt sein muss bzw. das Leistungsbild (Grundleis- tungen aller Projektstufen) vollständig erbracht sein muss. Dies widerspricht sich.

Beantwortung: Noch laufende LPH 9 möglich? Ja, dies kann hiermit klargestellt werden. Eben dann, wenn die LPH 9 im beauftragten Leistungsbild der Referenz enthalten ist.

  1. Frage: Verstehen wir es richtig, dass nur derjenige Bewerber einmalig die 30 Punkte für das Eignungskriterium "2.4 Kosteneinhaltung der Referenzvorhaben" beim Los 1 erhält, welcher im Vergleich aller Bewerber den prozentual besten Wert nach- weist?

Beantwortung: Korrekt.

  1. Frage: gibt es bei diesem Verfahren ein auszufüllendes Formular (z.B. Teilnahmeformu- lar, Referenzen) zwecks Vergleichbarkeit der Bewerbungen? In den Unterlagen sind keine hinterlegt.

Beantwortung: Die entsprechenden Formulare sind als Anlage in der Datei „1_Teilnahmeunterlagen Planungsleistungen Neubau Grundschule Römerstein Phase 1“ enthalten.

  1. Frage: verstehen wir die Unterlagen richtig, dass wir zur Erreichung der maximalen Punktzahl 6 Referenzen vorweisen muss, über 3 Mio, nach 1.1.2018, mind. HZ III, alles Schulen oder Kitas? Oder wären auch andere ö$entliche Gebäude mög- lich?

Beantwortung: Zum Erreichen der Maximalpunktzahl sind 5 Referenzen (2 Referenzen als Mindestkri- terium + 3 zusätzliche Referenzen) anzugeben.

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Als Referenzen zulässig sind mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare Leistungen (Neubau oder grundlegende Sanierung) für öDentliche kommunale Gebäude wie (bei- spielsweise) Schulen und Kindergärten

  1. Frage: wir bitten um Aufklärung, warum eine Bankerklärung über den Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung vorgelegt werden soll, oder meinen Sie eine Ver- sicherungsbestätigung? „Eigenerklärung über das Bestehen oder Vorlage einer Bankerklärung über den Abschluss einer Betriebshaftpflicht-versicherung ein- schließlich Vermögensschadenversicherung mit einer Mindestdeckungssumme in Höhe von 5.000.000,00 Euro je Einzelfall für Personen- und Sachschäden und für Vermögensschäden in Höhe von 5.000.000,00 Euro je Einzelfall beim Los Nr. 1,…“

Beantwortung: Eine Eigenerklärung zum Bestehen einer entsprechenden Betriebshaftpflichtversi- cherung ist ausreichend. Wahlweise kann eine Versicherungsbestätigung beigelegt werden.

  1. Frage: Reicht die Angabe des Jahresumsatzes im Formular „Umsatz“ aus, oder müssen zwingend auch Bilanzsumme, Jahresüberschuss und Eigenkapital angegeben werden? Eine so detaillierte Aufschlüsselung ist uns bislang nicht bekannt.

Beantwortung: Für die Erfüllung der wirtschaftlichen Mindesteignung, sind die Umsatzzahlen als ver- bindliche Eigenerklärung einzutragen. Die Bieter sind aufgefordert auch die übrigen Felder auszufüllen, soweit ein Bieter verpflichtet ist, eine Bilanz aufstellen zu müssen (z.Bsp. in einer Rechtsform der GmbH). Dies dient der Überprüfung der wirtschaftli- chen Leistungsfähigkeit des Bieters. Ebenso, um erkennen zu können, ob bei einem Bieter Insolvenzrisiken bestehen.

  1. Frage: Wie viele Referenzen sind für Los 1 erforderlich? Werden mindestens zwei mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare Leistungen plus zusätzlich drei weitere Referenzen verlangt, oder handelt es sich insgesamt um drei Referenzen?

Beantwortung: ■ K Ü N S T E R P L A N U N G S G E S E L L S C H A F T M B H ©

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Zum Erreichen der Maximalpunktzahl sind 5 Referenzen (2 Referenzen als Mindestkri- terium + 3 zusätzliche Referenzen) anzugeben. Als Referenzen zulässig sind mit dem Auftragsgegenstand vergleichbare Leistungen (Neubau oder grundlegende Sanierung) für öDentliche kommunale Gebäude wie (bei- spielsweise) Schulen und Kindergärten

  1. Frage: Für Los 1 können wir keine Angaben zur KG 700 machen, da uns die entsprechen- den Zahlen nicht vorliegen. Führt dies zu einem Ausschluss aus dem Verfahren, oder genügt für Los 1 die Angabe der Kostengruppen 300 und 400?

Beantwortung: Da für die Referenzen ein vollständig erbrachtes Leistungsbild nachzuweisen ist, ist hierbei auch die Kostenfeststellung als Grundleistung der Leistungsphase 8 enthal- ten. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass die Kosten der Kostengruppe 700 ebenfalls enthalten und bekannt sind.

  1. Frage: Umfang der Unterlagen: wir werden als Bietergemeinschaft uns am Verfahren be- teiligen. Müssen die Bewerbungsunterlagen von beiden Teilnehmern vollumfäng- lich abgegeben werden?

Beantwortung: Für die Bietergemeinschaft muss insgesamt die jeweils geforderte Mindesteignung erfüllt sein. So zum Beispiel der Mindestumsatz. Erreicht bereits ein Teilnehmer der Bietergemeinschaft den Mindestumsatz, genügt es, wenn nur für diese das Formblatt Umsatz eingereicht wird.

Ferner ist das Formblatt Bietergemeinschaft auszufüllen und für jeden Teilnehmer in Textform eine Eintragung des jeweils Zeichnungsberechtigten vorzunehmen. Ebenso das Formblatt Bewerbung.

  1. Frage: Werden die Unternehmensbezogenen Eignungen unter Punkt 2, insbesondere Punkt 2.3 addiert oder gemittelt?

Beantwortung: Angegebene Umsätze werden nicht gemittelt. ■ K Ü N S T E R P L A N U N G S G E S E L L S C H A F T M B H ©

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Gemeinde Römerstein, Landkreis Reutlingen 1-1882

Umsätze von Bietern einer Bietergemeinschaft werden addiert.

  1. Frage: könnten Sie die PDF-Teilnahmeunterlagen als ausfüllbare PDF-Datei zur Verfü- gung stellen?

Beantwortung: Siehe Beantwortung Frage Nr. 5

Reutlingen, den 28. November 2025

Künster Planungsgesellschaft

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Alle Unterlagen dieser Ausschreibung