Anlage_B.1.1_Leistungsbeschreibung.pdf

Planungskonzept für Schwimmbad mit Therapiebereich und Personalwohnhaus

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 20.10.2026, 09:17 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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Klinik Norderney: Konzepterstellung Schwimmbad und Personalwohnhaus Moltkestraße 15

Anlage B1.1

Leistungsbeschreibung

  1. Allgemein

Gegenstand der ausgeschriebenen Planungsleistung ist die Objektplanung Gebäude und Innenräume, der LP 1 und 2, für Sanierung oder Neubau eines Schwimmbades mit angeschlossenem Therapiebereich und des Mehrfamilienwohnhauses Moltkestr. 15, das als Personalwohnraum genutzt wird.

Die Maßnahme wird auf dem Gelände der Klinik Norderney auf der Nordseeinsel Norderney durchgeführt. Die Klinik ist während der Planung und Ausführung der Baumaßnahme in Betrieb. Die besonderen Anforderungen des laufenden Klinikbetriebs sind daher bei sämtlichen Planungs- und Bauphasen zu berücksichtigen.

Die Liegenschaft der Klinik Norderney setzt sich aus den Gebäudeteilen A-E zusammen. Haus B, C und D wurden in den 1960igern errichtet. Haus A kam in den 1980iger Jahren dazu. Das Therapiegebäude mit Schwimmbad wurde Ende der 1980igern an Haus A angebaut. Das Therapiegebäude ist optisch und technisch sanierungsbedürftig aber die Funktionen sind für den täglichen Klinikbetrieb unerlässlich.

Das Personalwohnhaus liegt ca. 100m von der Klinik entfernt und ist bewohnt. Bei Sanierung oder Neubau wird Ersatzwohnraum für die Mieter benötigt.

Die Maßnahme umfasst insbesondere:

 Sanierung oder Neubau Schwimmbad  Sanierung oder Neubau eines Mehrfamilienhauses/ Personalwohnhauses  möglichen Varianten müssen ermittelt und verglichen werden  Neben den baulich möglichen Varianten muss auch die Wirtschaftlichkeit der Varianten verglichen werden  Notwendige Ersatzmaßnahmen müssen ermittelt werden und in den wirtschaftlichen Vergleich einbezogen werden  Herstellung einer barrierefreien Anbindung an das bestehende Hauptgebäude  konstruktive und technische Integration in den Bestand

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Klinik Norderney: Konzepterstellung Schwimmbad und Personalwohnhaus Moltkestraße 15

 Alle Maßnahmen sind bei stark begrenztem Platzangebot und laufendem Betrieb umzusetzen  Örtliche Vorschriften schränken die baulichen Tätigkeiten ein

  1. Kennwerte:

Therapie-Gebäude Haus A/ Schwimmbad

Baujahr: Mitte 1980iger Therapiefläche ca. 500 m²

Bruttorauminhalt: ca.3.000 m³ Beckengröße: ca. 8 x 13m

Technik- und Lagerbereich, UG: ca. 500m²

Mehrfamilienhaus/ Personalwohnhaus Moltkestr. 15

Baujahr: vermutlich 1950iger / Anbau: 1990iger Wohnfläche: ca.690 m²

Anzahl Wohneinheiten: 15, tlw. Zusammengelegt

  1. Auftragsgegenstand: Beauftragte Leistung

Zu Sanierung oder zum Neubau werden die Leistungen der Objektplanung in den Leistungsphasen 1 bis 2 gem. § 33 ff. HOAI vergeben.

Beide Gebäude sind kernsanierungsbedürftig oder müssen neu errichtet werden.

Die Untersuchung von Standortalternativen und die Entwicklung von Lösungsvarianten vor dem Hintergrund der zugehörigen Kostenermittlungen/ Gegenüberstellung im Rahmen der Grundlagenermittlung und Vorplanung muss erbracht werden.

Beide Bereiche sind für den Klinikbetrieb unerlässlich und müssen durchgängig zur Verfügung stehen. Notwendige Ersatzlösungen sind einzuplanen.

Unter den folgenden Aspekten ist die Aufgabenstellung zu erarbeiten und Lösungen dafür aufzeigen.

Schwimmbad/ Therapiebereich:

 orthopädische Rehabilitationsmaßnahmen mit Schwimmbad/ Bewegungsbad werden genutzt, der Bestand ist aufzunehmen, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen sind mit der Klinik zu ermitteln.

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 Auch Wunsch der Klinik soll Schwimmbad und Fitnessbereich so geplant werden, dass sie zusammen liegen und eine Übersicht mit nur einer überwachenden Person möglich ist.

 Im Therapiegebäudes liegt eine zentrale Elektro-Unterverteilung, an der auch andere Gebäudeteile hängen.

 Die Möglichkeit Belegbetten (ca. 10 Stk) für externe Kooperationspartner im Rahmen der Baumaßnahme zu schaffen ist zu prüfen und das Ergebnis darzulegen

 Wo kann man für Schwimmbad ein Ersatzgebäude bauen? Anbindung an Klinik beachten: Möglichkeiten vor Ort scheinen der Tennisplatz, Lütje Dün (Erbpacht), (größerer) Neubau an gleicher Stelle, Sanierung mit Erweiterung an gleicher Stelle, neben Turnhalle Haus E, dann wären die Sportbereiche zusammen. Der Raum ist stark beengt.

 Was würde mit dem besehenden Therapiegebäude gemacht, wenn es an anderer Stelle einen Neubau gibt? Abriss? Umnutzung?

 Ersatzlösung Schwimmbad für die Bauzeit/ Sanierungszeit untersuchen.

Personalwohnhaus Moltkestr. 15:

 Alle 15 Wohnungen sind von Klinikmitarbeitern bewohnt – für nicht bewohnbare Wohnungen werden Ersatzlösungen benötigt. Ausreichend Wohnraum muss auch während der Baumaßnahme für Mieter zur Verfügung stehen

 Wegen Sanierung oder Neubau muss ausreichend Ersatzwohnraum zur Verfügung gestellt werden, das ist Teil der Aufgabe. (z.B auch Haus E – DG prüfen. Welcher Aufwand für Umbau?, Möglichkeiten für Kosten und Fremdanmietungen für die Dauer der Sanierung? …?)

 Temporäre Wohncontainer auf der Lütjen Dün? Größe? Kosten? Module standen dort schon, die könnte man anschließend wieder zurückgeben/ verkaufen. Kosten sind einzukalkulieren.

 Dauerhafte Wohnraumlösung auf der Lütje Dün? Mögliche baurechtliche Größe? Kosten?

 Wohnungsgrößen ändern - auf Wunsch der Klinik für 1-2 Personen/ ca. 50m² aber auch erweiterbar/ zusammenschließbar bei Bedarf. Hintergrund: Die Wohnungen müssen für Mitarbeiter der Klinik mit dem Gehalt des öffentlichen Dienstes bei 10€/m² bezahlbar sein.

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 Eine unmittelbare Nähe zur Klinik ist bei Wohnlösungen zu beachten. Der Personalrat der Klinik sieht Wohnlösungen direkt auf dem Klinikgelände kritisch.

Für beide Vorhaben gelten folgende Vorgaben:

 Schnittstellen / Überschneidungen / Synergien zwischen beiden Vorhaben sind zu prüfen

 Belastbare Zeitschienen und Kostenschätzungen für Planung und Umsetzung der Varianten sind aufstellen, als Grundlage für die Entscheidung für eine Variante

 Die Planungen müssen so rasch wie möglich beginnen und abgeschlossen werden, da bei beiden Objekten dringender Sanierungsbedarf besteht

 Bestandteil der Beauftragung ist ein verbindlicher Terminplan für Beginn und Ende der beauftragten Leistungen

 Die Planungen sind mit dem Auftraggeber und dem Nutzer/ der Klinik abzustimmen. Es ist davon auszugehen, dass die Zwischenstände mehrmals vorgestellt und nachbearbeitet werden müssen. Dem Planer dient das als Planungshilfe

 Fachplaner für Wärmeschutz, Schallschutz, Brandschutz werden ggfs. vom Bauherrn getrennt beauftragt. Der beauftragte Objektplaner muss Kontakte zu Fachplanern zur Verfügung stellen können, die in der benötigten Kürze der Zeit einsatzfähig sind

 Die Voraussetzungen und lokalen Vorschriften der Nordseeinsel Norderney sind insbesondere zu beachten, z.B. (Lärmstopp von Mai-Oktober)

 Belange der Nachbarschaft und der Gemeinde Norderney sind stets zu beachten

 Zum Abschluss der beauftragen Arbeiten muss innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens ein detaillierter Abschlussbericht vorgelegt werden

 Zum Abschluss der beauftragten Arbeiten sind sämtliche Planunterlagen zu aktualisieren und mit dem Schlussbericht in digitaler Form an den Auftraggeber zu übergeben.

 Die Vorgaben für nachhaltige Planung und Umsetzung für öffentliche Auftraggeber muss eingehalten werden

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Die Grundleistungen der Leistungsphasen 1+2 der HOAI sind zu berücksichtigen und umzusetzen.

Folgende besonderen Leistungen gemäß HOAI, LP 1+2, sind im Honorarangebot einzukalkulieren und können nicht nachträglich gesondert berechnet werden

Besondere Leistungen LP 1+2

Leistungsphase 1: Grundlagenermittlung

 Bedarfsplanung: Erarbeiten einer systematischen Bedarfsplanung in Abstimmung mit dem Auftraggeber.

 Bedarfsermittlung: Detaillierte Ermittlung von Nutzungsanforderungen und Funktionsbedarfen.

 Raumprogramm: Erstellen eines detaillierten Raumprogramms (Flächen, Raumfunktionen, Vernetzungen).

 Bestandsaufnahme / Substanzerkundung: Technische, konstruktive oder chemische Substanzerkundung des Bestands, so weit es notwendig ist, um die Sanierungsfähigkeit einzuordnen

 Betriebsplanung: die vorhandenen Betriebsplanung ist zu berücksichtigen

 Projektstrukturplanung: Aufsetzen einer strukturierten Projektorganisation und -gliederung.

 Umwelt- und Verträglichkeitsprüfung: Prüfen der Umwelterheblichkeit, Umweltverträglichkeit oder artenschutzrechtlicher Belange.

 Machbarkeitsstudie: Erstellen einer vertieften Machbarkeitsstudie.

 Wirtschaftlichkeitsuntersuchung: Vorab-Prüfung der wirtschaftlichen Realisierbarkeit.

 Beschaffung von Unterlagen: Einholen von Altplänen, Katasterauszügen, Lastenplänen oder öffentlich-rechtlichen Auskünften – so weit noch notwendig und möglich. Teilweise noch vorhandene alte Ausführungspläne des Schwimmbades sind beim Baureferat vorhanden

 Planer- und Gutachterauswahl: Mitwirken bei der Vergabe von zusätzlichen Planungs- oder Sondergutachterleistungen.

 Nachhaltiges Bauen gemäß DGNB oder BNB oder vergleichbar

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Leistungsphase 2: Vorplanung

 Bestandsvermessung / Aufmaß: Erstellen/ überprüfen von Bestandsplänen

 Baugrund- und Altlastengutachten: Veranlassen und Auswerten von Baugrunduntersuchungen, Bodengutachten oder Schadstoffanalysen.

 Erweiterte Variantenuntersuchung: Ausarbeitung und vergleichende Bewertung der erarbeiteten Varianten

 Erste Visualisierungen: Anfertigen von Vorentwurfsperspektiven, 3D- Renderings oder Architekturmodellen für Marketing- oder Gremienzwecke.

 Finanzierungs- und Fördermittelberatung: Erarbeiten von Nachweisen oder Unterlagen für Fördermittelanträge (z. B. KfW, Bundesförderung) oder Investorengespräche.

 Vertiefte Wirtschaftlichkeitsberechnung: Detaillierte Lebenszyklus- bzw. Wirtschaftlichkeitsanalysen

 Abstimmung mit Fachbehörden (Vorgespräche): Frühzeitige formlose Voranfragen oder Abstimmungen mit Bauaufsichtsämtern, Denkmalschutz oder Trägern öffentlicher Belange.

 Projektterminplan: Erstellen eines erweiterten Rahmenterminplans über die groben Phasen hinaus.

 Nachhaltiges Bauen gemäß DGNB oder BNB oder vergleichbar

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