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60-2026-34 - Leistungsbeschreibung Restaurierung.pdf

Planungs- und Überwachungsleistungen zur Restaurierung und Sanierung des Ratssaals

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 06.10.2026, 13:39 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vergabe.metropoleruhr.de

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Stadt Castrop-Rauxel

(Auftraggeberin)

Europaplatz 1

44575 Castrop-Rauxel

Leistungsbeschreibung zur Ausschreibung

60-2026-34 – Ingenieurleistungen Restaurierung

für das Projekt Sanierung des Ratssaales im denkmalgeschützten

Ensemble: Rathaus-Stadt-Europahalle der Stadt Castrop-Rauxel

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60-2026-34 – Ingenieursleistungen Restaurierung - Sanierung Ratssaal CR

Leistungsbeschreibung

  1. Einführung

Die Stadt Castrop-Rauxel plant die Sanierung des denkmalgeschützten Ratssaales. Der Ratssaal

umfasst insgesamt zwei Geschosse (Eingangs- und Erdgeschoss) mit einer Grundfläche von rd.

765 m². Im Eingangsgeschoss befinden sich eine Ausstellungsfläche / Rundgang sowie der Tribü-

nenbereich des Ratssaales. Im Erdgeschoss befindet sich der eigentliche Ratssaal (rd. 170 m²)

sowie diverse Lager-/Technikräume, Sanitäreinrichtungen und eine Teeküche. Geplante Eingriffe

in benachbarte Bereiche, wie die WCs im Verbindungsgang zum Rathaus, sind in die Planung ein-

zubeziehen. Die Außenansicht des Ratsaales ist der Abbildung 1 zu entnehmen.

Ziel der Maßnahme ist die energetische, funktionale und technische Ertüchtigung des Gebäudes

auf den aktuellen Stand der Technik unter strikter Wahrung des historischen Erscheinungsbildes.

Hierfür ist die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Einzelbauteile erforderlich.

Abbildung 1: Außenansicht Ratssaal

1.1 Anforderungen an den Denkmalschutz und Umgang mit Gebäudeschadstoffen

Das gesamte Gebäude steht vollständig unter Denkmalschutz. Im Zuge der Gebäudesanierung

sind schwerpunktmäßig die folgenden Bauteile zu bearbeiten:

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Leistungsbeschreibung

• Sanierung der Dachkonstruktion inkl. Restaurierung der GFK-Dachelemente,

• Sanierung der Außenfassade (Pfosten-Riegel-Konstruktion) inkl. Austausch und energeti-

sche Ertüchtigung der Verglasung,

• Restaurierung der innen- und außenliegenden Fassade (Metallpaneele),

• Restaurierung der Kassettendecke im WC Herren und WC Damen im Durchgang zum Ratssaal,

• Natursteinboden im Ratssaalumlauf,

• Leuchtelemente (Deckenleuchten),

• Aufbereitung des Interieurs: Sitzpolster aus Leder, Geländergriffe / Handumläufe aus Le-

der, Ratssaaltische (Lacke).

Für die Restaurierung / Aufbereitung der v. g. Bauteile und Interieurgegenstände ist eine enge

Abstimmung mit dem beauftragten Architekturbüro und der Unteren Denkmalbehörde erforder-

lich. Pläne mit zulässigen Bauteilöffnungen werden architekturseitig zur Verfügung gestellt. Alle

Eingriffe in die Bausubstanz sind auf ein bautechnisches Minimum zu reduzieren.

Die / der Restaurator/in hat bei der Erstellung von Demontage- und Entsorgungskonzepten die

Ergebnisse der Schadstoffbeprobung zu berücksichtigen (Gutachten wird nach Auftragsvergabe

übergeben). Trotz des Gebäudealters aus den 1970er Jahren wurden Gebäudeschadstoffe nur

punktuell angetroffen.

1.2 Lage und örtliche Gegebenheiten

Bei dem Ratssaal handelt es sich um eineinhalb geschossiges Gebäude mit einem freitragendem

Hängedach und den Abmessungen:

Länge: ca. 34,00 m

Breite: ca. 22,50 m

Höhe: ca. 11,25 / 4,50 m

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Leistungsbeschreibung

Das Grundstück liegt am Europaplatz. Die Ebene 1 des Ratssaals ist ausschließlich über den Fo-

rumsplatz zu erreichen. Die Ebene 0 ist straßenseitig nur durch das Rathaus begehbar. Unterhalb

der Forumsfläche ist die Tiefgarage, sodass die Forumsfläche nicht mit Fahrzeugen mit einem

Gewicht über 3,5 t befahren werden darf. Dies muss bei der Ausführung zwingend berücksichtigt

werden.

Abbildung 2: Isometrie Ratssaal (Bild "Stadt Castrop-Rauxel / B60 Immobilienmanagement")

1.3 Einsichtnahme in Unterlagen und Ortstermin

Dem Bieter wird im Rahmen der Angebotserstellung die Wahrnehmung eines Vor-Ort-Termins

empfohlen. Eine Begehung der Planungsbereiche ist nach schriftlicher Rücksprache mit der

Vergabestelle über den Vergabemarktplatz möglich.

Dem Bieter werden über die Vergabeplattform die folgenden Anlagen zur Verfügung gestellt:

▪ Anl. 1 Angebots- und Preisblatt

▪ Anl. 2a Grundriss Eingangsgeschoss

▪ Anl. 2b Grundriss Erdgeschoss

▪ Anl. 2c Grundriss Übersicht Rathaus

▪ Anl. 3 Bestandszeichnungen

▪ Anl. 4 Baubeschreibung

▪ Anl. 5 Bilder Ratssaal

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Leistungsbeschreibung

▪ Anl. 6a Baustelleneinrichtungsplan AHD

▪ Anl. 6b Baustelleneinrichtungsplan Gesamtmaßnahme

▪ Anl. 7 Grundriss WC Variante 1

▪ Anl. 8 Bauteilöffnung Metallkassetten Wand

▪ Anl. 9 Maßnahmenbeschreibung zur Aufarbeitung der Lacke Ratssaaltische

Digitalisierte Bauakten werden dem Bieter mittels einer städtischen Cloud nach Auftragsertei-

lung zur Verfügung gestellt.

  1. Leistungsinhalt

Es sind die Planungsleistungen eines/r Fachrestaurators/in in Anlehnung an die Leistungsphasen

3 bis 8 nach §§ 33 ff. HOAI zu erbringen. Leistungsinhalt sind die Grundleistungen der Leistungs-

phasen 3 (Entwurfsplanung) bis 8 (Objektüberwachung) für die Leistungen der Bauteile zur Res-

taurierung der GFK-Dachelemente, der Restaurierung der innen- und außenliegenden Fassade

(Metallpanele), der Restaurierung der Kassettendecke im WC Herren und WC Damen im Durch-

gang zum Ratssaal, des Natursteinboden im Ratssaalumlauf, der Leuchtelemente (Deckenleuch-

ten) sowie der Aufbereitung des Interieurs (Leder der Sitzpolster und Handläufe, Lacke der Ratss-

aaltische).

Für die Bauteile zur Sanierung der Dachkonstruktion (Dachaufbau, energetische Ertüchtigung)

sowie der Sanierung der Außenfassade (Pfosten-Riegel-Konstruktion) inkl. Austausch und ener-

getische Ertüchtigung der Verglasung wird die/der Restaurator/in beratend für das beauftragte

Architekturbüro quadrat+ aus Recklinghausen tätig.

2.1 Leistungsanforderungen und -umfang

Die Ingenieurleistung erfasst die Restaurierungsleistung für die Vollsanierung des Gebäudebe-

reichs Ratssaal. Alle vorgenannten Bauteile stehen unter Denkmalschutz und sind unter der Ein-

bindung der Unteren Denkmalbehörde (UDB) zu sanieren. Eine vollständige Bestandsaufnahme

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Leistungsbeschreibung

aller v. g. Bauteile ist bereits erfolgt. Zudem liegen eine grundsätzliche Machbarkeitsbewertung

zur Restaurierungsfähigkeit sowie grobe Restaurierungskonzepte für die Bauteile GFK-Dachele-

mente, Sitzpolster und Handläufe aus Leder sowie die Aufbereitung der Lacke der vorhandenen

Ratssaaltische bereits vor (vgl. Leistungsphase 2). Diese sollen als Grundlage verstanden werden,

ein abschließendes Restaurierungskonzept zu erarbeiten und die Restaurierung unter Einbindung

der UDB. Das LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen wirkt als beratende

Fachbehörde mit. Für die einzelnen Bauteile ist folgender Leistungsrahmen zu erbringen:

GFK-Dachelemente

Die GFK-Dachelemente sind einzeln von der Dachfläche zu demontieren, mittels geeignetem Ver-

fahren in der Struktur sowie vom Gelcoat her aufzubereiten bzw. zu restaurieren und abschlie-

ßend wieder auf der Dachfläche zu montieren. Die Demontage und Montage der Elemente hat in

enger Abstimmung mit dem beauftragten Architekten zu erfolgen. Ziel ist hier die vollständige

Sanierung sowie energetische Ertüchtigung des Dachaufbaus. Im Zuge der Bedarfsermittung wur-

den bereits erste Restaurierungsverfahren getestet, die eine Aufbereitung ermöglichen. Ein An-

trag auf denkmalrechtliche Erlaubnis für die Durchführung des Restaurierungsverfahrens befindet

sich aktuell in Vorbereitung.

Abbildung 3: GFK-Dachelelemte (Dachaufsicht)

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Leistungsbeschreibung

Metallkassetten als Deckenverkleidung – Kellergeschoss 30 x 30 cm

Die Deckenkassetten aus Metall in dem Herren WC sowie

Damen WC im Kellergeschoss sind restaurierungsbedürf-

tig und sollen im Zuge der Sanierung der WC Anlagen auf-

gearbeitet werden (Verformungen, Lackschäden). Insge-

samt handelt es sich um eine zu bearbeitende Fläche von

ca. 12 m² (Panelabmessung ca. 30 x 30 cm). Abbildung 4: Deckenkassetten

Metallpanele der Innen- und Außenfassade

In der nördlichen Fassade befinden sich sowohl

auf der Innen- als auch Außenseite Metallpa-

neele. Diese sind im Zuge der Sanierung des

Ratssaales aufzubereiten. Weiter ist der innen-

liegende Zwischenraum energetisch zu ertüch-

tigen, beispielsweise durch das Einbringen von

Dämmmaterial oder einer Einblasdämmung.

Die innenliegenden Elemente können für die

Restaurierung demontiert werden, die Außen-

elemente sind im Bestand / in der Struktur zu

restaurieren. Die Dokumentation der Bauteil- Abbildung 5: Innenliegende Metallkassetten öffnung ist als Anlage 8 beigefügt.

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Leistungsbeschreibung

Natursteinboden

Sowohl im Ratssaalumlauf im Erdgeschoss

(EG) als auch im gesamten Kellergeschoss

(KG) ist ein Natursteinboden verlegt. Insge-

samt sind 790 m² (je Geschoss 395 m²) Na-

tursteinboden zu bearbeiten. Vorhandene

Schadstellen in der Steinoberfläche sowie

in den Fugen wurden bereits durch das be-

auftragte Architekturbüro kartiert. Eine

Bestandsaufnahme liegt vor. Ein Antrag auf

denkmalrechtliche Erlaubnis befindet sich Abbildung 6: Natursteinboden aktuell in Vorbereitung.

Beleuchtung

Die Beleuchtung ist im gesamten Ratssaal

(inkl. Umlauf und Kellergeschoss) tech-

nisch zu modernisieren. Mögliche Schad-

stellen in den Fassungen und Rahmen sind

im Zuge der technischen Ertüchtigung auf-

zubereiten. Insgesamt sind rd. 167 Decken-

leuchten, 60 Wandleuchten (Louis Poulsen

AJ 50) und 10 Wandleuchten (Louis Pulsen

AJ Eklipta) zu bearbeiten. Abbildung 7: Deckenleuchten

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Leistungsbeschreibung

Abbildung 8: Wandeuchten Louis Poulsen AJ 50 Abbildung 9: Wandleuchte Louis Poulsen AJ Eklipta

Lacke Ratssaaltische

Im Ratssaal müssen aktuell 54 Tische aufberei-

tet werden. Dabei sind neben der Aufarbeitung

der Lackoberfläche auch die Sockelleiste aus

Edelstahl zu ertüchtigen.

Für die Lackaufbereitung liegt eine erste Kon-

zeption für die Restaurierung vor. Ein Antrag

auf denkmalrechtliche Erlaubnis wurde bereits

durch die Auftraggeberin eingereicht. Abbildung 10: Ratssaaltische

Sitzpolster und Handläufe

Die Sitzpolster sowie Handläufe im Zuschauerraum des Ratssaales sind aus Leder. Aufgrund

des Baualters sind die entsprechenden Bauteile stark abgenutzt. Sowohl die Lederoberfläche

als auch die Sitzpolster bedürfen einer Restaurierung. Für die Lederaufbereitung wurden im

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60-2026-34 – Ingenieursleistungen Restaurierung - Sanierung Ratssaal CR

Leistungsbeschreibung

Zuge der Bedarfsermittlung bereits erste Restaurierungsverfahren getestet, die eine Aufberei-

tung ermöglichen. Ein Antrag auf denkmalrechtliche Erlaubnis befindet sich aktuell durch die

Auftraggeberin in Vorbereitung.

Abbildung 11: Sitzpolster im Ratssaal Abbildung 12: Ledergriffe im Ratssaal

Außen und Innenfassade

Die Pfosten-Riegel-Fassade einschließlich der Fensterelemente (Ein-Scheiben-Verglasung) ist zu

ertüchtigen und energetisch aufzubereiten. Durch den Restaurator ist die Sanierung und Ertüch-

tigung der Pfosten-Riegel-Konstruktion zu begleiten und erforderliche Zuarbeiten für den Archi-

tekten zu erbringen. Ziel ist mindestens die Montage einer Zwei-Scheiben-Verglasung um eine

energetische Verbesserung zu erreichen und den U-Wert deutlich zu senken. In Abstimmung mit

der UDB ist das Einbringen einer Sonnenschutzverglasung zu prüfen, um die sommerliche Wär-

meentwicklung innerhalb des Ratssaals zu reduzieren. Ein Antrag auf denkmalrechtliche Erlaub-

nis befindet sich aktuell durch das beauftragte Architekturbüro in Vorbereitung. Für dieses Bau-

teil soll der Fachrestaurator dem beauftragten Architekten lediglich beratend zu Seite stehen.

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Leistungsbeschreibung

Die Ausführungsplanung sowie die Vergabe und Bauüberwachung erfolgt in Planungsverantwor-

tung des Architekten. Beratungsleistungen erfolgen hier nach Erfordernis im Stundenaufwand.

Hierzu sind die Schnittstellen zwischen der Restaurierung, den beauftragten Fachplanern (Archi-

tektur, Tragwerksplanung und Elektrotechnik) sowie den angrenzenden Gewerken frühzeitig zu

definieren und in die Prüfplanung einzubeziehen. Der Auftragnehmer hat die hieraus resultieren-

den Abhängigkeiten und zeitlichen Randbedingungen bei der Termin- und Bauablaufplanung zu

berücksichtigen. Die Planung und Restaurierung der Bauteile ist vollständig in den Gesamtter-

minplan des Architekten zu integrieren.

Im Zuge der Ausführungsplanung sowie bei der Restaurierungsdurchführung sind sämtliche Res-

taurierungsarbeiten unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen / Erlaub-

niserteilungen durchzuführen. Die Einhaltung der denkmalrechtlichen Erlaubnis ist zu gewähr-

leisten und durchzuführende Restaurierungsarbeiten dahingehend zu überwachen.

Der Auftragnehmer hat an regelmäßigen Planungsbesprechungen (14-tägig/ im regelmäßigen

Wechsel zwischen Präsenzbesprechungen und Onlinebesprechungen) mit der Bauherrin und den

Fachplanern teilzunehmen. Im Rahmen der Besprechungen hat der Auftragnehmer die Auftrag-

geberin regelmäßig über den Stand der Leistungserbringung sowie etwaig auftretende Erschwer-

nisse zu unterrichten. Zudem hat der Auftragnehmer die Auftraggeberin über die von ihr zu tref-

fenden Entscheidungen so rechtzeitig zu informieren, dass diese Entscheidungen getroffen wer-

den können, ohne dass sich der Planungsablauf verzögert.

2.3 Kostenrahmen

Die Kosten für die Fachplanung Restaurierungsarbeiten von rd. 1.072.500 € netto. Der veran-

schlagte Kostenrahmen setzt sich zusammen aus:

▪ rd. 665.000 € für die Restaurierung der GFK-Dachelemente,

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Leistungsbeschreibung

▪ rd. 150.000 € für die Aufbereitung des Steinbodens,

▪ rd. 25.000 € für die Aufbereitung der Kassettendecken,

▪ rd. 45.000 € für die Aufbereitung der innen- und außenliegenden Metallkassetten,

▪ rd. 75.000 € für die Aufbereitung der Beleuchtung,

▪ rd. 45.000 € für die Restaurierung der Lederpolster und -handläufe,

▪ rd. 67.500 € für die Restaurierung der Ratssaaltische.

Die Auftraggeberin geht für die hier zu vergebene Leistung aufgrund der Komplexität im Denkmal

von Honorarzone III – Basishonorarsatz aus.

Der Kostenrahmen wurde auf Basis des zur Verfügung stehenden Budgets des Förderbescheids

abgeschätzt. Die Einhaltung der Kostenvorgabe ist von zentraler Bedeutung, da von diesem Kri-

terium die Realisierung des Vorhabens abhängig ist. Dem Planer obliegt eine Priorisierung einer

wirtschaftlichen Planung und Ausführung.

Etwaiger Anpassungsbedarf im Zuge der Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) ist proaktiv mit der

Auftraggeberin abzustimmen.

2.4 Zeitrahmen des Auftrags

Für die Durchführung des Projekts ist der Zeitraum vom 14.12.2026 bis 31.12.2028 vorgesehen.

Unverzüglich nach Auftragsvergabe ist mit der Bearbeitung der Entwurfsplanung zu beginnen,

um Einzelmaßnahmen frühzeitig begleiten zu können. Direkt anschließend daran sind die Pla-

nungsleistungen der darauffolgenden Leistungsphasen ohne Verzögerungen bis zu der Beendi-

gung der LPH 8 gemäß HOAI, § 33 HOAI durchzuführen. Die bauliche Umsetzung im Gebäude ist

ab dem Jahr 2027 vorgesehen, der Abschluss der Bauarbeiten zum Ende des Jahres 2028.

Folgende Firsten sind einzuhalten:

▪ Vorlage der Entwurfsplanung und Genehmigunsplanung aller Bauteile bis Ende Januar

2027,

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Leistungsbeschreibung

▪ Ausführungsplanung und Vorbereitung der Vergabe aller Bauteile bis Ende März 2027

▪ Ausschreibung aller Gewerke bis Ende Mai 2027,

▪ Begleitung der Restaurierung und Projektabschluss bis Ende Dezember 2028.

  1. Vergabeverfahren

Die Vergabe erfolgt in einem offenen Vergabeverfahren ohne vorgelagerten Planungswettbe-

werb und ohne Lösungsvorschläge.

  1. Eignungskriterien und Mindestanforderungen

4.1 Berufshaftpflichtversicherung

Es muss eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme in Höhe von mindestens

1 Millionen Euro für Personenschäden sowie in Höhe von 1,5 Millionen Euro für Sach- und Ver-

mögensschäden mit je 2-facher Maximierung pro Kalenderjahr bei einem in der EU zugelassenen

Haftpflichtversicherer oder Kreditinstitut bestehen oder im Auftragsfalle die Bestätigung vorge-

legt werden, dass die Berufshaftpflichtversicherung entsprechend aufgestockt werden kann.

Bewerber/innen und Mitglieder von Bewerbergemeinschaften haben den Nachweis jeweils se-

parat zu erbringen.

4.2 Erfahrungen und Qualifikation des Ingenieurbüros

• Es ist ein/e verantwortliche/r Restaurator/in für die Projektbegleitung und zumindest

ein/e weitere/r Restaurator/in für den Vertretungsfall zu benennen.

• Eine Darstellung der Berufserfahrung der Beteiligten in der Bauleitung bzw. Ausführungs-

planung ist vorzulegen. Es wird eine Berufserfahrung von zumindest 5 Jahren vorausge-

setzt. Mit dem Angebot soll die Berechtigung zur Führung der o. g. Berufsbezeichnung

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Leistungsbeschreibung

nachgewiesen werden. Dabei ist entweder ein abgeschlossenes Hochschulstudium [Mas-

ter of Arts (M.A.) oder gleichwertig] oder Weiterbildung als geprüfte(r) Restaurator(in) im

Handwerk.

• Es müssen in den letzten fünf Geschäftsjahren und aktuell im Durchschnitt mindestens

zwei Berufsträger/innen [Geprüfte(r) Restaurator(in) im Handwerk, Bachelor/Master of

Arts Studienschwerpunkt Konservierung und Restaurierung] als Festangestellte oder In-

haber/in beschäftigt worden sein. Berücksichtigt wird die Anzahl der Berufsträger/ innen

aller Mitglieder der Bewerbergemeinschaft.

4.3 Mindestumsatz

In den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren muss ein Mindestumsatz von im Durch-

schnitt 450.000,- Euro p.a. (netto), davon 250.000,- Euro für unter Abschnitt 2.3 vergleichbare

Leistungen erwirtschaftet worden sein.

4.4 Referenzen

Es müssen mindestens 2 Referenzprojekte einer vergleichbaren Leistung nachgewiesen werden.

Jeder Referenz muss ein Exposé mit aussagekräftigen Bildern und Beschreibungen dem Angebot

beigefügt belegt werden. Hierbei soll die Darstellung je Referenzprojekt mindestens 1 DIN-A4-

Blatt umfassen.

(Nur vollständig ausgefüllte Referenzangaben in Anlage 1 werden bei der Wertung berücksich-

tigt, Referenznennungen können nicht nachgereicht werden). Wie bei jeder Referenz muss durch

den damaligen Auftraggeber die Weitergabe der entsprechenden Angaben (datenschutzrecht-

lich) gestattet werden. Auftraggeber und Ansprechpartner sind zu benennen (Exposes können

nachgereicht werden).

• Berücksichtigungsfähig sind durch den Bieter bearbeitete und vollständig abgeschlossene

Leistungsphasen (LPH 3 - Entwurfsplanung bis LPH 8 - Objektüberwachung). Die Splittung

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Leistungsbeschreibung

auf mehrere Referenzen ist möglich. Jede Teilleistung muss die anderen Referenzvoraus-

setzungen (wie Zeitrahmen oder Baukosten) erfüllen.

• Vergleichbar bedeutet hier, dass die Referenz dem Leistungsbild Konservierung und Res-

taurierung von denkmalgeschützten Bauteilen entspricht. Zusätzlich wird erwartet, dass

zumindest eine Referenz das Kriterium ''Restaurierung im Denkmalschutz" und eine Re-

ferenz das Kriterium ''Restaurierung von Bauteilen aus der KG 300 sowie Ausstattung/In-

terieur aus der KG 600 innerhalb eines Bauvorhabens" aufweist.

• Es wird erwartet, dass die für dieses Projekt vorgesehene Projektleitung für mindestens

eine Referenz projektverantwortlich war. Die Projektleitung muss über den gesamten

Projektlaufzeit zur Verfügung stehen und darf nur nach schriftlicher Zustimmung durch

die Auftraggeberin geändert werden.

Zudem wird erwartet, dass die für dieses Projekt vorgesehene stellvertretende Projekt-

leitung für mindestens eine Referenz projektverantwortlich war.

• Es wird vorausgesetzt, dass die Fertigstellung von Leistungsphase 7 nicht vor dem

01.09.2016 erfolgt ist. Zudem werden Netto-Baukosten innerhalb der Kostengruppen 'KG

300' und 'KG 600' in Höhe von mindestens 500.000 Euro erwartet.

  1. Zuschlagskriterien

Die Stadt Castrop-Rauxel wird die Angebote anhand der nachbenannten Zuschlagskriterien unter

Berücksichtigung der angegebenen Wertungspunkte und Gewichtungen bewerten.

Die Maximalpunktzahl, die im Rahmen der objektiven Auswertung der insgesamt drei Auswahl-

kriterien je Kriterium zu erreichen ist, beträgt 5 Punkte. Unter Berücksichtigung der jeweiligen

Gewichtung (erreichte Punktzahl x Gewichtung) beträgt die zu erreichende Gesamtpunktzahl ma-

ximal 500 Punkte.

ZuschlagskriteriumGewichtung
Honorarangebot50 %

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Leistungsbeschreibung

Anzahl Berufsträger5 %
Weitere Referenzen45 %
Summe100 %

Bei Punktgleichheit entscheidet die Anzahl der gewerteten Referenzprojekte, die den oben ge-

nannten Anforderungen entsprechen. Bei weiterer Punktgleichheit entscheidet der Preis.

5.1 Honorarangebot gemäß Leistungen Restuaration [ Anlage 1 (Gewichtung: 50% / Punkte 0 bis maximal 5 Punkte)]

Die Summe der Kosten für Honorar, besonderen Leistungen und den Nebenkosten werden

wie folgt bewertet: Der günstigste Anbieter bekommt 5 Punkte. Die jeweiligen Wertungs-

preise werden nach fol-gender Formel bewertet:

niedrigstes Angebot ÷ zu bewertendes Angebot x Maximalpunktzahl

Es wird nach kaufmännischen Regeln auf zwei Stellen nach dem Komma gerundet. Beispiel:

• Angebotspreis A: 60.000 €

Wertungspunkte (Preis) = 60.000 ÷ 60.000 x 5 = 5,00

• Angebotspreis B: 69 000 €

Wertungspunkte (Preis) = 60.000 ÷ 69.000 x 5 = 4,35

Maßgeblich ist die geprüfte wertungsrelevante Angebotssumme aus der Leistungsbe-

schrei-bung Anlage 1 – Angebots- und Preisblatt.

Die erreichte Punktzahl wird zur maximalen Punktzahl ins Verhältnis gesetzt. Das führt zu

den Wertungspunkten.

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Leistungsbeschreibung

5.2 Anzahl Berufsträger (Gewichtung 5% / Punkte 0 bis maximal 5 Punkte)

Es müssen in den letzten fünf Geschäftsjahren und aktuell im Durchschnitt mindestens zwei

Berufsträger (Geprüfte(r) Restaurator(in) im Handwerk, Bachelor/Master of Arts Studien-

schwerpunkt Konservierung und Restaurierung, Techniker) als Festangestellte oder Inha-

ber beschäftigt worden sein.

Eine über die oben genannte Mindestanzahl hinausgehende durchschnittliche Anzahl an

Berufsträgern wird wie folgt bewertet. Berücksichtigt wird die Anzahl der Berufsträger aller

Mitglieder der Bewerbergemeinschaft:

Anzahl BerufsträgerPunkte
20
33
44
ab 55

5.3 Anzahl Referenzen (Gewichtung 45% / Punkte 0 bis maximal 5 Punkte)

Die Bewerber haben zum Nachweis ihrer technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit

mindestens zwei Referenzprojekte einer vergleichbaren Leistung einzureichen (s. o.).

Neben der Mindestanforderung werden die Referenzen entsprechend Ihrer Qualität ge-

wichtet. Für jedes der folgenden Merkmale, die eine Referenz erfüllt, erhält der Bieter ei-

nen Punkt:

▪ Bauwerk ist ein Veranstaltungssaal/-halle (3 Punkte)

▪ Restaurierte Bauteile:

− Dach (2 Punkte)

− Fassade/Fassadenverkleidung (1 Punkt)

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Leistungsbeschreibung

− Fußboden (1 Punkt)

− Beleuchtung (1 Punkt)

− Interieur wie Polster, Tische etc. (1 Punkt)

▪ Bearbeitete bzw. restaurierte Materialien:

− GFK (2 Punkte)

− Metall (1 Punkt)

− Naturstein (1 Punkt)

− Leder (1 Punkt)

− Lacke (1 Punkt)

Insgesamt kann der Bieter bis zu 15 Bewertungspunkte erreichen. Die Merkmale müssen

nicht in einer Referenz erbracht werden, sondern können in Summe über alle eingereichten

Referenzen nachgewiesen werden. Berücksichtigt wird die Anzahl der Referenzen aller Mit-

glieder der Bewerbergemeinschaft:

BewertungspunktePunkte
nur Mindestanforderung nach Abschnitt 4.40
zusätzlich 1 bis 3 Bewertungspunkte1
zusätzlich 4 bis 6 Bewertungspunkte2
zusätzlich 7 bis 9 Bewertungspunkte3
zusätzlich 10 bis 12 Bewertungspunkte4
zusätzlich 13 oder mehr Bewertungspunkte5

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