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Inhalt
1 Zweck.............................................................................................................................................4
2 Geltungsbereich............................................................................................................................4
3 Begriffe und Abkürzungen...........................................................................................................4
4 Verfahren und Umsetzung...........................................................................................................5
4.1 Allgemeines..............................................................................................................................5
4.2 Verkabelungsstrategie und Besonderheiten im DLR...................................................................6
4.3 Vorbereitung auf WLAN-Accesspoints......................................................................................6
4.4 Anlage und Ausstattung der Verteilerräume.............................................................................7
4.5 Notruftelefonie.........................................................................................................................7
4.6 Arbeitsplatzverkabelung...........................................................................................................7
4.7 Verlegung der Kupfer Kabel.....................................................................................................8
4.8 Patchfelder und Anschlussdosen...............................................................................................8
4.9 Messungen im Zuge der Qualitätssicherung..............................................................................8
4.9.1 LWL-Messtechnik..............................................................................................................9
4.9.2 Kupfer-Messtechnik........................................................................................................10
4.9.3 EMV................................................................................................................................11
4.10 Beschriftungskonzept der Datenverkabelung im DLR...........................................................11
4.10.1 Beschriftung der 19" Rangierfelder in den Verteilerschränken .........................................11
4.10.2 Portbeschriftung der Anschlussdosen am Arbeitsplatz .....................................................12
4.10.3 Beschriftung der Datenkabel des Backbones....................................................................12
4.11 Planung, Beauftragung und Durchführung, Dokumentation und Abnahme.........................12
4.11.1 Planung Beauftragung und Finanzierung im Rahmen von Baumaßnahmen......................12
4.11.2 Durchführung von Bauunterhaltsmaßnahmen im genutzten Gebäude.............................12
4.11.3 Dokumentation...............................................................................................................13
5 Mitgeltende Unterlagen.............................................................................................................14
6 Änderungsdienst.........................................................................................................................14
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Der Änderungsstand des STD wird in der folgenden Tabelle dokumentiert:
| Version | Datum | Geänderte Kapitel | Verantwortliche |
|---|---|---|---|
| 3.0 | April 2010 | Erstellung des Leitfadens | Weyel, BMT-LTG |
| 4.1 | Juni 2014 | Überarbeitung IP Telefonie (Lync) Namensänderung in Richtlinie Aufnahme in Dokumentenmanagement System | Weyel, BMT-LTG |
| 5 | 28.10.2014 | Einstellung in Sycat (Dokumentenname) | Herr Peter, TI-LTG |
| 6 | 15.04.2015 | Dateinamensänderung in …FM…- | Herr Peter, TI-LTG |
| 7 | März 2015 | Aktualisierung IP Telefonie (Lync) 4.4 Aktualisierung technischer Details 1/3.4/4.2/4.3/4.5/7.3/8 neu: WLAN in 4.5 | Weyel, BMT-LTG |
| 8 | August 2017 | Aktualisierung aufgrund von: Revisionsmeldung aus Sycat, diverse Änderungsmitteilungen und Providerwechsel Kap. 1/Seite 4; Provider, Standorte, Kupferverkabelung Kap. 2.2/Seite 6; USV Kap. 4.4/Seite 18; Beschaffung Notruftelefone Kap. 6u7 /Seite 27-31; Bezeichnung abgestimmt mit der FM-Arbeitsgruppe Richtlinien | Weyel, BMT-LTG |
| 1.0 | Dezember 2024 | Einstellung in One-Sycat (DLR-Sycat) nach Organisationsveränderungen im FM – im Zuge dessen formelle Überarbeitung (TIStandardvorlage verwendet; Zweck, Geltungsbereich & Abkürzungsverzeichnis | Bergs für Szemiot, TI- FGB |
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| ergänzt; Dokumentenkürzel der RL & mitgeltender Dokumente aktualisiert; Ansprechpartner FM; Genderneutrale Sprache) | |||
|---|---|---|---|
| 2 | Januar 2025 | Aufnahme ins DLR MMS; Änderung der Dokumentenbezeichnung | Schlesier, QB TI |
| 3 | April 2026 | Vollumfängliche Überarbeitung in Abstimmung mit FM-Arbeitsgruppe | Szemiot, TI-FGB |
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1 Zweck
Diese Richtlinie dient als Grundlage für die Planung und Errichtung des passiven Datennetzes. Diese ersetzt keinerlei Normen und Vorschriften. Ein Anrecht auf Vollständigkeit kann nicht gegeben werden.
Anmerkung:
Im vorliegenden Dokument wird wo möglich eine gendergerechte Sprache verwendet. Begriffe, die
eine Funktion beschreiben (z.B. Beauftragter, Mitarbeiter, Verantwortlicher u.a.) oder die z.B. im
nationalen oder internationalen Sprachgebrauch existieren, berücksichtigen grundsätzlich alle
Geschlechter. Sollte in diesem Dokument einmal auf die gleichzeitige Verwendung der
Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet werden, so gelten sämtliche
Personenbezeichnungen gleichermaßen für allen Menschen, unabhängig ihres Geschlechts.
2 Geltungsbereich
Diese Verfahrensanweisung gilt im Facility Management der Technischen Infrastruktur des DLR. Auswirkungen der Inhalte können andere DLR-Einrichtungen, Kunden, Partner und andere interessierte Parteien betreffen.
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3 Begriffe und Abkürzungen
AG Auftraggeber AN Auftragnehmer DFN Deutsches Forschungsnetz EIA Electronic Industries Alliance EMV Elektromagnetische Verträglichkeit EV Etagenverteiler FCKW Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoff FMM Facility Management der Technischen Infrastruktur (DLR-Abteilung) GV Gebäudeverteiler IEC International Electrotechnical Commission ISO International Organization for Standardization Kat bzw. Cat Kategorie LAN Local Area Network LED Light-Emitting Diode LWL Lichtwellenleiter MBE Managementbedieneinrichtung NVP Normal Velocity of Propagation PL Projektleiter RL Richtlinie SIH Sicherheit der Technischen Infrastruktur (DLR-Abteilung) STD Standard STP Screened shielded Twisted Pair TI Technische Infrastruktur (DLR-Abteilung) TIA Telecommunications Industry Association USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung UTP Unshielded Twisted Pair
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4 Verfahren und Umsetzung
4.1 Allgemeines
Zur Qualitätssicherung bei der Errichtung und Abnahme der passiven Datennetze sind die aktuellen Normen und Standards zu beachten. Die Normen beziehen sich sowohl auf den Aufbau des Netzes, als auch auf Störeinflüsse (EMV) und anderen zu beachtenden Richtlinien (z.B. Gebäude- und Brandvorschriften). Die entsprechenden Installationsangaben der Hersteller sind grundsätzlich einzuhalten.
Das passive Datennetz hat insbesondere folgender Normen zu entsprechen: DIN EN 50173-1 Anwendungsneutrale Kommunikationskabelanlagen o DIN EN 50173-2 Bürobereiche o DIN EN 50173-3 Industriell genutzte Bereiche o DIN EN 50173-5 Rechenzentrumsbereiche DIN EN 50174-1 Informationstechnik – Installation von Kommunikationsverkabelung – Teil1: Spezifikation und Qualitätssicherung DIN EN 50174-2 Informationstechnik – Installation von Kommunikationsverkabelung – Teil2: Installationsplanung und Installationspraktiken in Gebäuden DIN EN 50174-3 Informationstechnik – Installation von Kommunikationsverkabelung – Teil3: Installationsplanung und Installationspraktiken im Freien DIN EN 50310 Anwendung von Maßnahmen für Erdung und Potentialausgleich in Gebäuden mit Einrichtungen der Informationstechnik
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4.2 Verkabelungsstrategie und Besonderheiten im DLR
Diese Ausführungen sollen als Richtlinie von internen und insbesondere vom Örtlichen Facilitymanagement (FMM) beauftragten externen Planern für die im DLR durchzuführenden Verkabelungsprojekte verwendet werden. U.a. wird die Verkabelungsstrategie im DLR, die gewünschten Leistungsanforderungen an die Komponenten und Ausstattung kurz beschrieben. Daher ist es nicht Ziel dieser Ausführungen, einschlägige Planungshandbücher, Kataloge und Normungsunterlagen zu ersetzen, sondern ergänzende Rahmenanforderungen aus Sicht des DLR zu fixieren.
Im DLR wurden in den vergangenen Jahren sowohl Kupfer- und Glasfasernetze in den Gebäuden eingesetzt. Die Netzverkabelung zu Endgeräten wird im Regelfall als Kupferverkabelung mit RJ-45 kompatiblen Buchsen, mit einer Grenzbandbreite von 10 Gbit/s ausgeführt. Nur in Ausnahmefällen, in denen aus baulichen Gründen, z.B. im Rahmen von Sanierungsmaßnahmen eine Verlegung von Kupferkabeln zum Endpunkt nicht möglich ist, kann auf Glasfaserverkabelung ausgewichen werden. Bei reinen Lauflängenproblemen ist es vorzuziehen, Etagenunterverteiler in einer Sternverkabelung mit Glasfasern einzusetzen. Diese werden dann sternförmig über LWL direkt aus dem zentralen COM-Raum versorgt.
Im Campus und (Primärbereich) sind die Datenleitungen sternförmig als Glasfaserkabel (LWL-Kabel) ausgehend von den Rechenzentren über Kabeltrassen oder Leerrohrsysteme als Singlemode Kabel mit 9/125 µm, OS2 zu verlegen.
Im Steigbereich der Gebäude (Sekundärbereich) sind untergeordnete Verteiler sternförmig als Glasfaserkabel (LWL-Kabel) ausgehend vom COM-Raum zu verlegen. Die Entscheidung ob im Sekundärbereich von Gebäudeverteiler zum Etagenverteiler Single- oder Multimode (OS2 bzw. OM4) vorteilhafter ist muss projektbezogen geprüft werden.
Die Arbeitsplatzverkabelung (Tertiärbereich) ist strukturiert als Kategorie 7 Kupferverkabelung für Daten auszuführen, bei Doppeldosen sind vorzugsweise Ausführungen in Duplex zu verwenden. Die Datendosen müssen mindestens der Kategorie 6A entsprechen. Die Längen sind auf 90 m zu begrenzen. Die Gebäudekabel werden sternförmig aus einem oder mehreren Verteilerräumen auf nachinstallierbaren Kabelwegen in Büros und Labore verteilt. Pro Arbeitsplatz sind zwei Datenanschlüsse vorzusehen.
Die Planungen, Bereitstellung und Betrieb der ebenfalls erforderlichen elektronischen Netzwerkausstattung (aktive Komponenten einschließlich der Anschlusskabel) ist vom DLR an einen externen IT-Dienstleister vergeben worden.
Dieser IT-Dienstleister installiert die von der zentralen IT des DLR zu beschaffende Hardware in die bereitgestellten Geräteschränken, schaltet (patcht) die Netzwerkelektronik auf die Kabelinfrastruktur auf und sorgt für den reibungslosen Betrieb auf den Netzen.
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4.3 Vorbereitung auf WLAN-Accesspoints
Eine Planung zur Ausleuchtung für flächendeckendes WLAN des Gebäudes ist zu beauftragen. Die minimale Ausstattung ist die Vorbereitung der Netzwerkverkabelung für die WLAN-Accesspoints. In Besprechungsräumen und Kommunikationszonen ist eine Ausrüstung mit WLAN-Accesspoints zwingend erforderlich. Die Stromversorgung erfolgt über PoE der Switche.
4.4 Anlage und Ausstattung der Verteilerräume
Die Standort- bzw. Gebäudeverteiler sind in separaten Räumen unterzubringen. Der Standortverteiler sollte im zentralen Serverraum untergebracht werden. Eine räumliche Zusammenlegung mit der Niederspannungsverteilungen ist nicht zulässig. Die Datenverteilerschränke müssen von vorn und hinten zugänglich und abschließbar sein. Bei Nutzung bzw. Zugangsberechtigung von Personen unterschiedlicher Institute/ Abteilungen und Dienstleistern des Verteilerraumes, muss auf ein Schließsystem für die Netzwerkschränke zurückgegriffen werden. Die Türen müssen so angeschlagen sein, dass der Fluchtweg nicht blockiert wird.
Schränke sollen so gestellt werden, dass sie nach vorne 1,5m, nach hinter 1m Platz haben. Die Notwendigkeit einer Klimatisierung der Verteilerräume muss mit der DLR IT Abteilung vor der Ausführungsplanung abgestimmt werden und das Ergebnis dokumentiert werden.
Die Notwendigkeit einer USV-Versorgung ist für jedes Projekt separat zu betrachten.
Stromversorgung der Racks sollten als redundantes A-/B-System mit RCM-Überwachung (Differenzstromüberwachung) mit Möglichkeit zur Aufschaltung auf eine MBE, Auslegung zur Durchführung wiederkehrender Prüfungen nach DGUV V3 ohne Unterbrechung des IT-Betriebs.
4.5 Notruftelefonie
Durch Wegfall der klassischen Telefonanlagen kann bei Stromausfällen die Verbindung über IP- Telefonie zum Absetzen eines Notrufs nicht garantiert werden. Daraus resultierte ein Aufbau der Notruftelefone in Zweidrahttechnik. Die Leitungen sind vom Telefon mit Kat7 Leitungen zum Etagenverteiler, über ein separates Patchfeld danach mit J-Y(ST)Y Leitungen bis zur zentralen SIP- ATA zu führen, die USV gestützt eine Alternative zur TK-Anlage darstellt. Die genaue Beschaffenheit ist dem jeweiligen Standort zu entnehmen und mit dem örtlichen FMM abzustimmen.
4.6 Arbeitsplatzverkabelung
Pro Arbeitsplatz ist im Tertiärbereich eine universell nutzbare Datenverkabelung mit RJ45-Doppeldosen vorgesehen, die sowohl Sprache als auch Daten unterstützen kann. Größere
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Büroräume, die flächenmäßig mehr Arbeitsplätze als die aktuelle Belegung bieten, werden für die Maximalbelegung ausgestattet.
4.7 Verlegung der Kupfer Kabel
Die geschirmten Installationskabel müssen der Kategorie 7, die Anschlussdosen und Rangierfelder der Einzelproduktnorm Kategorie 6A der ISO/IEC11801 entsprechen.
Die Kabel dürfen nur in fachgerechten Verlegesysteme wie Kabelbühnen, Kabeltrassen, Kabelkanälen, Rohre und Steigetrassen eingezogen werden.
Alle Kabel sind an ihren Anfangs- und Endpunkten mit einer vom Auftraggeber vorgegebenen Beschriftung zu versehen. Diese Beschriftung ist mit einer sauberen und dauerhaften Art auszuführen (z.B. Kabelfähnchen).
Netzwerkkabel dürfen nicht ohne Weiteres parallel zu Niederspannungsleitungen verlegt werden, ohne dabei einen Trennsteg oder einen Mindestabstand einzuhalten. Dies ist in mehreren Normen geregelt, insbesondere in der DIN EN 50174-2 und der DIN VDE 0100-520.
4.8 Patchfelder und Anschlussdosen
Spezifikation der Datendosen:
Einzelgeschirmte RJ45 Anschlussmodule Beschriftungsfenster mit auswechselbaren Bezeichnungsstreifen
Spezifikation der Patchfelder RJ45:
Einzelgeschirmte RJ45 Anschlussmodule Erfüllt die Cat.6A der ISO/IEC 11801 Erdungssystem im Rangierfeld integriert
Spezifikation der Rangierfelder LWL:
Stecker LC-Duplex
4.9 Messungen im Zuge der Qualitätssicherung
Vor Arbeitsbeginn sind die Kalibrierungsnachweise für alle eingesetzten Messgeräte in schriftlicher Form dem Auftraggeber vorzulegen
Technische Anforderungen
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Alle Messgeräte müssen mit normgerechten Messadaptern sowie der jeweils aktuellsten Version der Auswerte- und Messgerätesoftware ausgestattet sein.
Messverfahren
Die messtechnische Überprüfung der Datenverbindungen erfolgt gemäß EN 50174 unter Einhaltung der Qualitätsplanstufe 4. Schriftlich nachzuweisen ist, dass die maximale Anzahl zulässiger Steckzyklen bei allen Messkomponenten nicht überschritten wurde.
Übergabe der Protokolle
Die Messprotokolle sind digital sowohl im Originalformat inklusive passendem Viewer als auch als PDF-Datei zu übermitteln
4.9.1 LWL-Messtechnik
Die folgenden visuellen und messtechnischen Prüfungen gelten als Mindestanforderungen und sind bei Bedarf projektspezifisch zu erweitern. Die Videomikroskopie ist zwingend erforderlich und muss vor jedem Steckvorgang erfolgen.
4.9.1.1 Videomikroskopie
Vor der messtechnischen Prüfung aller installierten LWL-Verbindungen ist an jedem eingebauten LWL-Stecker eine visuelle Kontrolle der Steckerstirnflächen mittels Video-Mikroskop durchzuführen. Die Auswertung erfolgt digital nach IEC 61300-3-35 (Edition 2.0) oder Auftraggeber spezifischen Kriterien mit integrierter Mikroskop-Software. Alle vier Zonen der Steckerfläche sind auf Kratzer und Defekte zu prüfen, zonenspezifisch zu bewerten und vollständig zu dokumentieren.
4.9.1.2 Dämpfungsmessung
Bei kurzen Strecken ohne hohem Installationsaufwand ist zusätzlich zur OTDR-Messung eine bidirektionale Dämpfungsmessung nach ISO/IEC 14763-3 zulässig. Die Messung erfolgt in den relevanten Wellenlängen, wobei die Ergebnisse der längeren Wellenlänge maßgeblich sind. Dokumentation umfasst Übersicht mit Grenzwerten, Anomalien, Referenzprüfleitung und Verifizierung.
4.9.1.3 OTDR-Messung
Die Standardprüfung von LWL-Verbindungen erfolgt bidirektional per OTDR mit Vor-/Nachlauffaser (je 1000 m) in beiden Fenstern. Vor der Abnahmemessung ist eine Testmessung unter Mitwirkung des Auftraggebers zur Parameterfestlegung durchzuführen.
Protokolle müssen folgende grafische Auswertungen enthalten:
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- Gesamtdämpfung der Leitung
- Spleiß- und Steckerdämpfungen
- Exakte Kabellänge
- Fehlerquellen (Verlegefehler, Faserbruch, Komponentendefekte etc.)
4.9.2 Kupfer-Messtechnik
Die folgenden visuellen und messtechnischen Prüfungen stellen die Mindestanforderungen dar.
Nach DIN EN 50173-1 erfolgt die messtechnische Überprüfung der Kupferverkabelung als Permanent-Link-Messung in der geforderten Klasse (z. B. EA für Cat. 6A bis 500 MHz), da im Feld immer Klassen statt Kategorien geprüft werden.
4.9.2.1 Messkonfiguration
Die Permanent-Link-Messung umfasst die fest installierte Strecke (z. B. Patchpanel bis Dose, max. 90 m), mit Permanent-Link-Adaptern am Gerät und kurzen Testkabeln, die normgerecht ausgeblendet werden. Channel-Messungen (inkl. Patches) sind ergänzend möglich, aber PL ist der Standard für Abnahmen.
4.9.2.2 Zu prüfende Parameter
Folgende Parameter müssen über alle Paare und die volle Frequenzspanne (z. B. bis 500 MHz bei Klasse EA) gemessen und grafisch dokumentiert werden:
- Gleichstrom-Schleifenwiderstand
- Gleichstrom-Widerstandsunterschied
- Laufzeit und Laufzeitunterschiede
- Verdrahtung
- Länge
- Unterbrechungsfreiheit
- Rückflussdämpfung
- Einfügedämpfung
- Nahnebensprechdämpfung (NEXT)
- Leistungssummierte NEXT (PSNEXT)
- ACR-N, ACR-F, PSACR-N, PSACR-F
- Fremd-Nahnebensprechdämpfung (PSANEXT, PSANEXT-Mittel)
- PSAACRF, PSAACR-F-Mittel
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4.9.2.3 Zusätzliche Anforderungen
Protokolle enthalten Verkabelungs-ID, Gerätetyp/-Version/-Adapter, Datum/Uhrzeit/Prüfer, NVP- Wert. Vorab Referenzmessung (z. B. 50 m) zur NVP-Einstellung; während der Installation Stichproben zur Qualitätssicherung. Angaben zu Standort / Gebäude / Raum / Quelle / Ziel / Kabelbezeichnung sind ebenfalls Bestandteil des Protokolls, können aber auch tabellarisch wie in 4.11.3 dargestellt werden. Es muss immer ein Rückschluss der Messung auf das gemessene Kabel und die Ader/Fase gegeben sein.
4.9.3 EMV
Im Rahmen der Planung ist eine stichprobenartige messtechnische Prüfung der bestehenden Potentialausgleichsanlage gemäß DIN EN 50310 während des laufenden Betriebs mit einer Messzange durchzuführen.
Folgende Werte sind zu ermitteln und zu dokumentieren:
Schleifenimpedanz
Strom auf PA-Leiter
4.10 Beschriftungskonzept der Datenverkabelung im DLR
Die Beschriftung ist dauerhaft zu erstellen und dauerhaft an den Komponenten anzubringen.
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4.10.1 Beschriftung der 19" Rangierfelder in den Verteilerschränken
Die Beschriftung ist mit dem örtlichen FMM abzustimmen
4.10.2 Portbeschriftung der Anschlussdosen am Arbeitsplatz
Jeder Port einer Doppeldose im Büro, Labor usw. ist wie folgt zu beschriften:
136/02 (Büro / Anschlußport, fortlaufend im Uhrzeigersinn)
4.10.3 Beschriftung der Datenkabel des Backbones
Die Geländekabel sind an den Enden und im Bereich jedes Kabeltrassen-
Einstiegsschachtes mit Hinweisen für die Verwendung, Kabelnummer, Kapazität,
Verbindung und Länge dauerhaft zu beschriften.
Beispiel:
LWL/24F/G28-G1/500m
(LWL-Kabel Nr. 2 mit 24 Fasern von Gebäude 28 nach Gebäude 1, Länge 500m)
Dies gilt sinngemäß auch für Backbone-Kabel in den Gebäuden.
4.11 Planung, Beauftragung und Durchführung, Dokumentation und Abnahme
4.11.1 Planung Beauftragung und Finanzierung im Rahmen von Baumaßnahmen
Hauptverantwortlich für die Planung, Beauftragung und Finanzierung der passiven Datennetze ist das FMM des DLR. In Zusammenarbeit mit den IT-Managern der Institute und Einrichtungen werden entsprechende Projektkonzepte erarbeitet.
Der IT-Dienstleister, als Vertragspartner für die aktiven Netzkomponenten, wird durch die IT- Manager in den Konzeptentwicklungsprozess einbezogen, so dass die IT des DLR rechtzeitig hinsichtlich der zu beschaffenden aktiven Netzwerktechnik reagieren kann.
Die Detailplanung, Ausschreibung und Beauftragung eines Projektes werden ausschließlich vom FMM bzw. von diesen beauftragten externen Planern durchgeführt. Sie orientiert sich u. a. an der Verkabelungsstrategie, den DLR-Standards und der Mittelsituation.
4.11.2 Durchführung von Bauunterhaltsmaßnahmen im genutzten Gebäude
Zu beachten ist, dass die Mehrzahl der Installations-, Montage- und Inbetriebnahmen-Leistungen im DLR unter laufendem Forschungsbetrieb durchgeführt werden muss. Aus diesem Grunde, ist eine auf den Einzelfall bezogene durchdachte Vorgehensweise in enger Kooperation mit dem Planer, den Vertretern der ausführenden Firma, dem Baumanagement und dem Institut erforderlich, um gegenseitig Beeinträchtigungen erträglich zu halten.
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Jede im Verlauf der Arbeiten notwendige Änderung im bestehenden Netzwerk ist, wie auch die Zeiten für Bohr- und Stemmarbeiten, mit dem zuständigen Vertreter des FMM und Institutes abzustimmen. Geräte und Einrichtungen müssen vor Verschmutzung durch Abdecken und Staubabsaugung oder Räumung geschützt werden.
Die Zwischenlagerung von Alt- und Baumaterial im Gebäude ist grundsätzlich nicht gestattet. Die Baustelle ist permanent entsprechend den Anforderungen der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellen-Verordnung), in der jeweilig aktuellen Fassung, zu führen. Außerdem ist die Baustellenordnung des FMM ohne Abstriche einzuhalten!
Alle baulichen Veränderungen sind in der Bestandsdokumentation einzupflegen.
4.11.3 Dokumentation
Als Dokumentationsunterlagen sind folgende Ausführungs- und Montagezeichnungen sowie Messprotokolle der Kabelstrecken zu liefern, in die auch alle im Rahmen der Ausführung vorgenommenen Änderungen eingearbeitet worden sind:
• Installationspläne mit Lage und Beschriftung (nach Vorgabe des DLR) der Daten- und eventuellen Telefonanschlußdosen und Verteilerfelder (Grundrisspläne im .dwg-Format sind im FMM erhältlich), • Grundrisse der Verteilerräume, • Bestückung der Verteilerschränke mit Aufbau- und Bestückungsplänen • Kabelführung als Trassenplan • Kabellisten für Gelände- u. Gebäude-Backbone-Kabel mit Nr. Weg, Länge, usw. • Messprotokolle der Kupfer-Verkabelung • Messprotokolle der Glasverkabelung
Grundsätzlich eine eine tabellarische Übersicht der Leitung zu erstellen, die Informationen zu Gebäude, Raumnummer, Dosenbezeichnung, Kabeltyp, Kabellänge, Kabelbeschriftung, Patchfeldbezeichnung, Portbezeichnung. Zusätlich ist ein Querverweis zur Messung zwingend notwendig. Bei Zuordnungsproblemen kann die Anlage nicht abgenommen werden. Folgend ein Beispiel:
| Dosenbezeichnung | Kabeltyp | Kabellänge | Patchfeldbezeichnung | EDV Raum | Messprotokoll-Nr. | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 131/001 | Kat. 7 | 48 m | 052B.01 | 030 | 101 | |
| 134/002 | Kat. 7 | 61 m | 052B.02 | 030 | 102 |
Die Unterlagen sind digital in editierbarem Format (Excel/Word) zu übergeben. Zusätzlich muss die Dokumentation in Papierform 1-fach erstellt werden. Die Beschriftung ist dem QMH-TI-FM-STD-011 zu entnehmen.
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QMH-TI-FM-STD-011 CAD-Pflichtenheft
6 Änderungsdienst
Für die Weiterentwicklung und Pflege dieses Dokumentes sind QKs-FM und QK-FGB zuständig.
Aus dem DV-System heruntergeladene bzw. ausgedruckte Dokumente besitzen informativen Charakter und unterliegen nicht dem Änderungsdienst.
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