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Neubau Pharmazie Wertungskriterien GU Stand: 15.10.2026
Die nachfolgenden Wertungskriterien dienen der transparenten, diskriminierungsfreien und nachvollziehbaren Bewertung der verbindlichen Angebote. Die Bewertung erfolgt anhand der eingereichten Angebotsunterlagen sowie der Bieterpräsentation und der dort zulässigen Erläuterungen.
Die Bieterpräsentation dient dabei der Erläuterung und Plausibilisierung der mit dem schriftlichen Angebot eingereichten Unterlagen, insbesondere der Konzepte und der vorgesehenen Projektorganisation. Bewertet werden nur solche Inhalte, die einen Be- zug zu eingereichten schriftlichen Angebotsunterlagen haben. Die Bieter sind daher auf- gefordert, sämtliche beabsichtigten Präsentationsinhalte bereits mit dem schriftlichen Angebot einzureichen.
Die maximal zu erreichende Punktzahl beträgt: 1.000 Punkte
und setzt sich wie folgt zusammen:
| A | Wirtschaftlichkeit | 700 Punkte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| A.1 | Pauschalfestpreis | 650 Punkte | ||||||
| A.2 | Generalunternehmerzuschlag | 50 Punkte | ||||||
| B | Qualitäten | 225 Punkte | ||||||
| B.1 | Personal | 75 Punkte | ||||||
| Projektleitung | 25 Punkte | |||||||
| Projektteam | 50 Punkte | |||||||
| B.2 | Konzepte | 100 Punkte | ||||||
| Planung | 25 Punkte | |||||||
| Inbetriebnahme | 50 Punkte | |||||||
| Mittelstandsförderung | 25 Punkte | |||||||
| B.3 | Termine | 50 Punkte | ||||||
| Terminschiene und Fertigstellung | 50 Punkte | |||||||
| C | Bieterpräsentation | 75 Punkte |
Nachfolgend werden die einzelnen Kriterien und Bewertungsmaßstäbe erläutert:
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A | Wirtschaftlichkeit [700 Punkte]
A1 Pauschalfestpreis für Planungs- und Bauleistungen inkl. Wartung [650 Punkte]
Die höchste Wertungspunktzahl erhält der Bieter mit dem niedrigsten Angebotspreis. Angebote, deren Gesamtsumme die niedrigste angebotene Gesamtsumme um 50 % oder mehr überschreiten, erhalten 0 Punkte. Die Preise der Angebote werden im Ver- hältnis zur Punktzahl des günstigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet. Es erfolgt eine kaufmännische Rundung auf zwei Dezimalstellen.
Wertungspunktzahl = 650 × (1,0 − ((Angebotspreis − günstigster Angebotspreis) : (0,5 × günstigster Angebotspreis)))
A2 Generalunternehmerzuschlag [50 Punkte]
Der verbindlich angebotene Generalunternehmerzuschlag enthält • Allgemeine Geschäftskosten • Wagnis und Gewinn • Sonstige, z.B. Finanzierungskosten und nicht auf das Projekt zuzuordnende Kos- ten wie Avalrahmen und Unternehmensversicherungen, wenn nicht in den all- gemeinen Geschäftskosten berücksichtigt.
Die höchste Wertungspunktzahl erhält der Bieter mit dem niedrigsten Generalunter- nehmerzuschlag in Prozent. Angebote, die den niedrigsten GUZ um 50 % oder mehr überschreiten, erhalten 0 Punkte. Der GUZ wird im Verhältnis zur Punktzahl des güns- tigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet. Es erfolgt eine kaufmännische Rundung auf zwei Dezimalstellen.
Wertungspunktzahl = 50 × (1,0 − ((GUZ − niedrigster GUZ) : (0,5 × niedrigster GUZ)))
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B | Qualitäten – 225 Punkte
Die Bewertung der eingereichten Angebote für das jeweilige Unterkriterium erfolgt nachfolgendem Bewertungsmaßstab:
• 100 % – Sehr gute Umsetzung: Die Ausführungen erfüllen die Anforderungen vollständig und in besonderem Maße. Methoden, Konzepte und Herangehens- weisen sind durchgängig projektspezifisch, schlüssig und überzeugend. Die be- schriebenen Maßnahmen gehen über die Mindestanforderungen hinaus und lassen eine sehr hohe Zielerreichung erwarten.
• 80 % – Gute Umsetzung: Die Ausführungen erfüllen die Anforderungen weitge- hend. Methoden, Konzepte und Herangehensweisen sind plausibel, nachvoll- ziehbar und überwiegend projektspezifisch. Die beschriebenen Maßnahmen lassen eine sichere Zielerreichung erwarten. Geringfügige Defizite sind vorhan- den.
• 60 % – Befriedigende Umsetzung: Die Ausführungen erfüllen die Anforderun- gen im Wesentlichen. Methoden, Konzepte und Herangehensweisen sind grundsätzlich geeignet und plausibel. Einzelne Aspekte sind nur allgemein be- schrieben oder nicht ausreichend vertieft. Die Zielerreichung erscheint wahr- scheinlich.
• 40 % – Ausreichende Umsetzung: Die Ausführungen erfüllen die Anforderun- gen lediglich teilweise. Methoden, Konzepte und Herangehensweisen weisen deutliche Schwächen hinsichtlich Vollständigkeit, Nachvollziehbarkeit oder Um- setzbarkeit auf. Die Zielerreichung erscheint nur eingeschränkt gewährleistet.
• 20 % – Mangelhafte Umsetzung: Die Ausführungen erfüllen die Anforderungen überwiegend nicht. Wesentliche Aspekte fehlen oder sind nicht nachvollziehbar dargestellt. Methoden, Konzepte und Herangehensweisen lassen erhebliche Zweifel an einer erfolgreichen Leistungserbringung erkennen.
• 0 % – Ungenügende Umsetzung: Die Ausführungen erfüllen die Anforderungen nicht. Die Angaben sind unvollständig, ungeeignet oder fehlen vollständig. Eine sachgerechte Bewertung bzw. positive Prognose der Leistungserbringung ist nicht möglich.
Hierbei ist zu beachten, dass das im Vergleich mit anderen Angeboten jeweils beste An- gebot in einem Unterkriterium nicht automatisch die maximale Punktzahl erhält. Eine Bewertung als „gute Umsetzung“ hat also immer die Bewertung mit 80 % der im Unter- kriterium maximal erreichbaren Punkte zur Folge.
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B.1 Personal [75 Punkte]
Qualifikation der Projektleitung [25 Punkte]
Gewertet wird die fachliche und persönliche Eignung des vorgesehenen Projektleiters und seines Stellvertreters unter Berücksichtigung einschlägiger Referenzen, Erfahrung mit vergleichbaren Projekten sowie der Fähigkeit zur Steuerung komplexer Planungs- und Bauprozesse.
Der Bieter hat den für die Leistungserbringung vorgesehenen Projektleiter und dessen Stellvertreter zu benennen und deren projektbezogene Qualifikationen darzustellen. Hierfür sind insbesondere einzureichen:
• Lebenslauf • Darstellung der Projektorganisation und Rolle des Projektleiters und seines Stellvertreters • Referenzprojekte mit Angabe der Funktion und des Verantwortungsumfangs • Nachweis relevanter Aus- und Weiterbildungen • Angaben zur vorgesehenen Verfügbarkeit im Projekt
Der Bieter hat darzustellen, weshalb die vorgesehene Person für die Leitung des vorlie- genden Projekts besonders geeignet ist.
Der benannte Projektleiter und sein Stellvertreter sind im Rahmen der Bieterpräsenta- tion persönlich vorzustellen. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage der eingereichten Un- terlagen sowie der persönlichen Vorstellung.
Bewertet werden insbesondere:
• Vergleichbarkeit der persönlichen nachgewiesenen Referenzprojekte mit dem ausgeschriebenen Vorhaben • Umfang der Verantwortung in den Referenzprojekten • Erfahrung mit Planung, Vergabe und Ausführung vergleichbarer Projekte • Erfahrung mit funktionalen Leistungsbeschreibungen • Fachliche Qualifikation und projektrelevante Weiterbildungen • Nachvollziehbarkeit der vorgesehenen Projektorganisation • Projektverständnis und Fähigkeit zur Vertretung der eingereichten Konzepte in der Bieterpräsentation • Verfügbarkeit und Kontinuität der vorgesehenen Projektleitung
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Qualifikation des Projektteams [50 Punkte]
Der Bieter hat die für die Projektabwicklung vorgesehenen Schlüsselpersonen ein- schließlich ihrer vorgesehenen Rollen und Verantwortlichkeiten darzustellen. Dabei wird in besonderem Maße Wert auf die Besetzung der Planungsdisziplinen der Labor- planung, Technischen Ausrüstung und Objektplanung gelegt. Die hierfür vorgesehenen Verantwortlichen sind zu benennen.
Für die benannten Teammitglieder sind insbesondere einzureichen:
• Organigramm des Projektteams unter Benennung der vorgesehenen Planungs- büros und Projektleiter • Beschreibung der vorgesehenen Rollen und Verantwortlichkeiten • Kurzlebensläufe der Schlüsselpersonen • Darstellung der projektrelevanten Erfahrungen • Referenzprojekte der jeweiligen Schlüsselpersonen und Unternehmen • Angaben zur vorgesehenen personellen Besetzung und Verfügbarkeit
Das Projektteam soll erkennen lassen, dass die für Planung, Ausführung, Inbetrieb- nahme und bieterinterne Projektsteuerung erforderlichen Kompetenzen vollständig und in angemessener Tiefe vorhanden sind.
Die benannten Schlüsselpersonen sollen im Rahmen des Bietergesprächs entsprechend ihrer vorgesehenen Projektrolle aktiv an der Präsentation teilnehmen.
Bewertet werden insbesondere:
• Vollständigkeit der Teamzusammensetzung • Eignung der vorgesehenen Schlüsselpersonen für ihre jeweilige Projektrolle • Vergleichbarkeit der Referenzprojekte mit dem ausgeschriebenen Vorhaben • Plausibilität der Aufgaben- und Verantwortungsverteilung • Kontinuität und Verfügbarkeit des vorgesehenen Teams • Nachvollziehbarkeit des Zusammenwirkens der Teammitglieder • Erwartbare Leistungsfähigkeit des Teams zur erfolgreichen Umsetzung des Pro- jekts
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B.2 Konzepte [100 Punkte]
Planung [25 Punkte]
Der Bieter hat ein projektspezifisches Konzept zur Erstellung, Steuerung und Qualitäts- sicherung der Ausführungs-, Werk- und Montageplanung sowie zur Durchführung des Bemusterungsprozesses vorzulegen. Das Konzept muss erkennen lassen, dass sich der Bieter mit der vorliegenden Planung, den Anforderungen der Funktionalen Leistungsbe- schreibung (FLB), den Projektrandbedingungen sowie den Schnittstellen zwischen Pla- nung, Ausschreibung, Bemusterung und Ausführung auseinandergesetzt hat.
Darzustellen sind insbesondere:
• Vorgehensweise zur Erstellung und Fortschreibung der Ausführungsplanung auf Basis der vorliegenden Planungsgrundlagen • Organisation und Steuerung der Werk- und Montageplanung • Prozesse zur Eigenqualitätssicherung • Umgang mit Änderungs- und Entscheidungsprozessen während der Planung und Ausführung • Bemusterungsstrategie einschließlich Terminierung, Entscheidungsprozessen und Einbindung des Auftraggebers
Die Darstellung kann in Form von Prozessdiagrammen, Terminabläufen, Verantwor- tungsmatrizen oder vergleichbar erfolgen. Dies ist durch eine textliche Erläuterung zu ergänzen.
Das eingereichte Konzept wird nach Zuschlagserteilung Vertragsbestandteil, soweit und in dem Umfang es mit den Vergabeunterlagen, dem Angebot und den vertraglichen Re- gelungen vereinbar ist.
Bewertet werden insbesondere:
• Grad der projektspezifischen Auseinandersetzung mit Planung und FLB • Nachvollziehbarkeit und Plausibilität der vorgesehenen Planungsabläufe • Qualität der vorgesehenen Maßnahmen der Eigenqualitätssicherung • Qualität und Umsetzbarkeit des Bemusterungsprozesses • Verständlichkeit, Vollständigkeit und Schlüssigkeit der Darstellung
Das Konzept darf bei Schriftgröße 11 maximal 15 Seiten umfassen.
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Inbetriebnahme [50 Punkte]
Der Bieter hat ein projektspezifisches Inbetriebnahme- und Übergabekonzept vorzule- gen. Das Konzept muss erkennen lassen, dass sich der Bieter mit der vorliegenden Pla- nung, den Anforderungen der Funktionalen Leistungsbeschreibung (FLB), den techni- schen Anlagen sowie den Anforderungen an den späteren Betrieb des Gebäudes ausei- nandergesetzt hat.
Darzustellen sind insbesondere:
• Vorgehensweise zur Vorbereitung, Planung und Durchführung der Inbetrieb- nahme • Strukturierung der Inbetriebnahmephasen und deren zeitliche Einbindung in den Gesamtterminplan • Organisation und Koordination der beteiligten Planer, Nachunternehmer, Fach- firmen und Sachverständigen • Vorgehensweise zur Durchführung von Funktionsprüfungen, Integrationsprü- fungen und Systemtests • Konzept für Probebetrieb, Abnahmen und Mängelmanagement • Vorgehensweise zur Dokumentation und Nachweisführung • Einbindung der Auftraggeberin • Maßnahmen zur Sicherstellung eines störungsarmen Übergangs in den Regel- betrieb
Die Darstellung kann in Form von Terminabläufen, Prozessdiagrammen, Verantwor- tungsmatrizen oder vergleichbaren Unterlagen erfolgen. Dies ist durch eine textliche Erläuterung zu ergänzen.
Das eingereichte Inbetriebnahme- und Übergabekonzept wird nach Zuschlagserteilung Vertragsbestandteil, soweit und in dem Umfang es mit den Vergabeunterlagen, dem Angebot und den vertraglichen Regelungen vereinbar ist.
Bewertet werden insbesondere:
• Grad der projektspezifischen Auseinandersetzung mit Planung und FLB • Vollständigkeit und Plausibilität des Inbetriebnahmeprozesses unter Berück- sichtigung der Anforderungen der AG aus der Ausschreibung • Nachvollziehbarkeit der vorgesehenen Prüf-, Test- und Freigabeschritte • Eignung der Maßnahmen zur Sicherstellung eines mängelarmen und terminge- rechten Übergangs • Berücksichtigung von Schnittstellen, Abhängigkeiten und Risiken • Qualität der vorgesehenen Dokumentations- und Nachweisprozesse • Vollständigkeit, Verständlichkeit und Schlüssigkeit der Darstellung
Die textliche Erläuterung darf bei Schriftgröße 11 maximal 15 Seiten umfassen.
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Mittelstandsförderung [25 Punkte]
Der Bieter hat ein projektspezifisches Mittelstandsförderungskonzept vorzulegen. Das Konzept soll darstellen, mit welchen Maßnahmen der Bieter eine angemessene Be- teiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) an der Planung, Vorbereitung und Ausführung des Projekts sicherstellen will.
Gemäß Empfehlung 2003/361 der Kommission sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) definiert als Unternehmen, deren Personalbestand und wirtschaftliches Gewicht bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten.
• Ein mittleres Unternehmen hat bis zu 250 Mitarbeiter, einen Umsatz von bis zu 50 Mio. EUR oder eine Bilanzsumme von bis zu 43 Mio. EUR; • Ein kleines Unternehmen hat bis zu 50 Mitarbeiter und einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von bis zu 10 Mio. EUR; • Ein Kleinstunternehmen hat bis zu zehn Mitarbeiter und einen Umsatz bzw. eine Bilanzsumme von bis zu 2 Mio. EUR.
Darzustellen sind insbesondere:
• vorgesehene Vergabestrategie für Nachunternehmerleistungen • geplante Aufteilung von Leistungen in Leistungsbereiche und Lose innerhalb der GU-Struktur • Einbindung geeigneter kleiner und mittlerer Unternehmen in die Leistungser- bringung unter Wahrung von Wettbewerb, Gleichbehandlung und diskriminie- rungsfreien Auswahlprozessen • Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Nachunternehmern • Maßnahmen zur Förderung von Wettbewerb und Chancengleichheit bei der Vergabe von Nachunternehmerleistungen • Maßnahmen zur Sicherstellung fairer Vertrags- und Zahlungsbedingungen • Organisation der Zusammenarbeit zwischen GU und Nachunternehmern • Verfahren zur Qualitätssicherung und Steuerung der Nachunternehmer
Die Darstellung muss erkennen lassen, dass sich der Bieter mit den Anforderungen des Projekts beschäftigt und die Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen geprüft hat.
Das eingereichte Mittelstandsförderungskonzept wird nach Zuschlagserteilung Ver- tragsbestandteil, soweit und in dem Umfang es mit den Vergabeunterlagen, dem Ange- bot und den vertraglichen Regelungen vereinbar ist.
Bewertet werden insbesondere:
• Nachvollziehbarkeit und Plausibilität des Konzepts • Eignung der vorgesehenen Maßnahmen zur Förderung von KMU • Konkretheit und Verbindlichkeit der dargestellten Vorgehensweise • Transparenz der Auswahl- und Vergabeprozesse • Vollständigkeit und Verständlichkeit der Darstellung
Die textliche Erläuterung darf bei Schriftgröße 11 maximal 5 Seiten umfassen. <1355_Pharmazie_DSFFM_GU-V_Wertungskriterien_261015.docx>15.10.2026/ Seite 8
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B.3 Projekttermine [50 Punkte]
Terminschiene
Der Bieter hat eine projektbezogene Terminschiene für Planung, Ausführung, Inbetrieb- nahme und Übergabe vorzulegen. Die Darstellung muss die wesentlichen Meilensteine, Entscheidungs- und Freigabeprozesse, behördliche Abhängigkeiten sowie erforderliche Mitwirkungen des Auftraggebers enthalten.
Die Terminschiene kann als Gantt-Terminplan, Prozesslandkarte (LSM) oder in ver- gleichbarer Form eingereicht werden. Die Darstellung muss übersichtlich, nachvollzieh- bar und lesbar sein.
Die im Rahmenterminplan vorgegebenen Projektziele, insbesondere der Fertigstel- lungstermin, sind mindestens einzuhalten. Eine Optimierung der Gesamtprojektdauer ist zulässig und wird positiv bewertet, sofern sie nach fachtechnischer Einschätzung der Vergabestelle plausibel und umsetzbar ist. Eine Verkürzung des Inbetriebnahme- und Probebetriebsprozesses ist nicht zulässig.
Der eingereichte Terminplan wird nach Zuschlagserteilung Grundlage der vertraglichen Fristen.
Bewertet werden insbesondere:
• Plausibilität und Nachvollziehbarkeit der Terminlogik • Vollständigkeit der dargestellten Planungs-, Bau- und Inbetriebnahmeabläufe • Berücksichtigung projektspezifischer Risiken und kritischer Pfade • Transparente Darstellung erforderlicher Mitwirkungen und Entscheidungen des Auftraggebers • Realistische Ressourcen- und Ablaufplanung • Potenziale zur Terminoptimierung unter Wahrung eines sicheren Inbetriebnahmeprozesses • Fertigstellungstermin
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C | Bieterpräsentation [75 Punkte]
Der Bieter hat die im schriftlichen Angebot eingereichten Konzepte im Rahmen eines Bietergesprächs durch die für die Projektdurchführung vorgesehenen Schlüsselperso- nen vorzustellen. Für die Bieterpräsentation ist voraussichtlich ein Zeitraum von 60 Mi- nuten vorgesehen.
Die Präsentation soll erkennen lassen,
• dass sich das vorgesehene Projektteam intensiv mit den Projektanforderungen, den Planungsunterlagen und der FLB auseinandergesetzt hat, • dass die vorgesehenen Verantwortlichen ihre jeweiligen Rollen sicher wahrneh- men können, • dass die Konzepte durch das Projektteam fachlich verstanden und vertreten werden, • dass projektbezogene Fragestellungen sachgerecht, nachvollziehbar und lö- sungsorientiert beantwortet werden können.
Die Präsentation soll durch die für die Projektdurchführung vorgesehenen Schlüsselper- sonen erfolgen. Die Anwesenheit und aktive Beteiligung der benannten Projektleitung wird erwartet.
Die Bewertung erfolgt anhand der Präsentation sowie der Beantwortung der Rückfra- gen des Auftraggebers.
Bewertet werden insbesondere:
• Nachweis eines fundierten Projektverständnisses • Nachvollziehbarkeit und Konsistenz der Darstellung • Übereinstimmung zwischen den eingereichten Konzepten und den mündlichen Erläuterungen • Qualität und Plausibilität der Antworten auf Rückfragen • Rollenverständnis und Zusammenspiel der vorgesehenen Schlüsselpersonen • Lösungsorientierung im Umgang mit projektspezifischen Herausforderungen
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