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Abbildung 1: Projektbild; Quelle: heinlewischer
Funktionale Leistungsbeschreibung FLB
für den
[1355] Neubau Pharmazie
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Projektort: Johannes Gutenberg-Universität Mainz Johann-Joachim-Becher-Weg 27 55128 Mainz
Dienststelle: Referat Bauprojektmanagement Ackermannweg 9 55128 Mainz
Stand: 07.10.2026 | Auszug zur EU-Bekanntmachung
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Funktionale Leistungsbeschreibung (FLB) Auszug aus dem Arbeitsstand Änderungen vorbehalten
Präambel
0.1 Inhalt und Umfang der Funktionalen Leistungsbeschreibung
A.001 Die Funktionale Leistungsbeschreibung FLB definiert die vertraglich geschuldeten Anforderungen des AN an Planung und Bau und soll den Bietern alle notwendigen Informationen für eine sachgerechte Angebotserstellung sowie die spätere Leistungserbringung liefern.
A.002 Sie umfasst bzw. beschreibt alle planerischen, baulichen, technischen und betrieblichen Leistungen und Anforderungen zum Neubau der Pharmazie.
A.003 Die erforderlichen Leistungen wurden outputspezifisch auf Grundlage und unter Berücksichtigung der von Planer und Fachplaner erbrachten Leistungen (siehe Kapitel 1.2) beschrieben. Sie umfassen die vertraglich geschuldeten, qualitativen Leistungsniveaus und deren Leistungsindikatoren. Die Art und Weise der Leistungserbringung ist, soweit nicht anders beschrieben, offen, um den Bietern den größtmöglichen Gestaltungsspielraum, um eine wirtschaftlich optimierte Vergabe zu ermöglichen.
A.004 Die FLB ist als integrales, lebenszyklusorientiertes Gesamtwerk zu verstehen. Die Kapitel bauen aufeinander auf und greifen ineinander. Die FLB ist vollständig zu lesen, insbesondere die übergreifenden Kapitel sind für alle Beteiligte relevant und zu beachten. Das Lesen einzelner Kapitel reicht für die Planungs- und Bauaufgabe nicht aus.
0.2 Aufbau der Ausschreibungsunterlagen
A.005 Die FLB basiert auf der vorliegenden Ausschreibungsplanung und ist auf den Projektvertrag abgestimmt. Zusammen mit dem digitalen Raumbuch sind diese vier Unterlagen die zentralen Bausteine für die Projektabwicklung.
Abbildung 2: Die FLB im Kontext der Projektgrundlagen; Quelle: D&S
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A.006 Die Ausschreibung gliedert sich im Kontext der gesamten Verdingungsunterlagen wie folgt:
Teil A – Übergeordnete Anforderungen
A.007 Teil A erläutert das Bauvorhaben und die Aufgabenstellung und legt die übergeordneten Prozesse und Anforderungen an die Projektabwicklung in Planung und Bau dar. Ebenso werden die Anforderungen an BNB, die Dokumentation sowie die Inbetriebnahme und das technische Monitoring beschrieben. Es besteht aus: ▪ Kapitel 01: Projektgegenstand: Beschreibung des Bauvorhabens im Fließtext, Überblick über die Aufgabenstellung und Verweise wesentlicher Schnittstellen innerhalb der FLB. ▪ Kapitel 02: Gesetzliche Grundlagen, Vorschriften und Richtlinien: Erläuterungen der übergeordneten gesetzlichen Anforderungen und zu berücksichtigenden Unterlagen, aber auch Projektspezifika wie AG-Standards sowie die Anforderungen nach BNB. ▪ Kapitel 03: Planung und Baumanagement: Beschreibung der zentralen Prozesse der Projektabwicklung in Planung und Bau sowie wesentliche organisatorische Abläufe und zu beachtende Themen. Es enthält zudem die Anforderungen an die Baulogistik sowie die Dokumentation. ▪ Kapitel 04: Abnahme, Inbetriebnahme und Technisches Monitoring: Erläuterung der erforderlichen Abläufe mit Blick auf die Abnahme und Übergabe des Gebäudes an den Nutzer. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt dabei auf den erforderlichen Leistungen rund um die Inbetriebnahme sowie das technische Monitoring nach Übergabe des Gebäudes.
Teil B – Bauliche Anforderungen
A.008 Teil B enthält die wesentlichen übergeordneten baulichen Anforderungen sowie die Ausformulierung der spezifischen Anforderungen, strukturiert in Anlehnung an die DIN 276:2018-12. ▪ Kapitel 05: Übergeordnete Bauqualität und Bauliche Standards ▪ Kapitel 06: KG 200 Herrichten und Erschließen ▪ Kapitel 07: KG 300 Baukonstruktionen ▪ Kapitel 08: KG 400 Technische Anlagen ▪ Kapitel 09: KG 500 Außenanlagen ▪ Kapitel 10: KG 600 Ausstattung und Kunstwerke ▪ Kapitel 11: KG 700 Baunebenkosten
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Teil A Übergeordnete Anforderungen
1 Projektgegenstand
1.1 Projektveranlassung und Gegenstand der Ausschreibung
A.010 Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz übernimmt die Bauherrenfunktion für das Projekt »Neubau Institut für Pharmazeutische und Biomedizinische Wissenschaften«, kurz Neubau Pharmazie. Das Projekt läuft unter der internen Gebäudenummer 1355. Dieser wird als Ersatzneubau für das bestehende Gebäude mit der internen Nr. 2411 errichtet, welches nicht mehr den zeitgemäßen sicherheitstechnischen Anforderungen in Forschung und Lehre entspricht und aufgrund dessen sehr schlechten baulichen Zustands nicht mehr adäquat saniert werden kann.
A.011 Der Neubau ist als Forschungs- und Lehrgebäude mit umfangreichen Labor-, Büro-, Lehr- und Kommunikationsbereichen vorgesehen. Er umfasst rund 9.500 m² Nutzungsfläche (NUF) für etwa 165 Mitarbeitende und knapp 600 Studierende. Zusätzlich sollen der Hörsaal und gegebenenfalls ein großer Seminarraum auch von weiteren Studierenden anderer Fachrichtungen und Standorte genutzt werden können. Die Bruttogrundfläche beträgt ca. 21.800 m² BGF(R) zuzüglich ca. 3.000 m² BGF(S).
A.012 Gegenstand der Ausschreibung ist die Planung sowie die schlüsselfertige und betriebsbereite Errichtung des Neubaus einschließlich der Außenanlagen und der Anbindung an die verkehrliche und technische Infrastruktur durch einen Generalunternehmer (GU) - nachfolgend AN. Grundlage hierfür ist diese funktionale Leistungsbeschreibung FLB, die eine ergebnisorientierte Umsetzung des Bauvorhabens vorgibt.
Abbildung 3: Auszüge aus den IFC Modellen
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1.2 Stand der Planung und Leistungsgrenzen
A.013 Die FLB basiert auf einer alle Planungsgewerke umfassenden Ausschreibungsplanung mit architektonischen Leitdetails sowie einer vertieften Betrachtung der Labortechnik nach KG 473. Auf dieser Basis wurde bereits ein Bauantrag gestellt, siehe Kapitel 1.9.3.
A.014 Der aktuelle Planungsstand und die Bauantragsunterlagen liegen dieser FLB als Anlagenkonvolut bei. Diese Unterlagen werden Grundlage für die weitere Planung des Neubaus durch den AN.
A.015 Der AN ist gehalten diese Planung im weiteren Verlauf zu detaillieren, zu optimieren und eigene Entwicklungen zugunsten der Wirtschaftlichkeit und der Qualität einzubringen. Alle noch erforderlichen Planungen sind durch den AN zu erbringen und alle noch notwendigen Genehmigungen inklusive Tekturen einzuholen. Die weitere Planung und Bauausführung sind nach den einschlägigen allgemeinen technischen Regeln, Normen, gesetzlichen Vorschriften und den vertraglichen Regelungen zu erbringen.
A.016 Der AN schuldet alle für die Planung, Genehmigung sowie die schlüsselfertige und betriebsbereite Errichtung als auch BNB-Zertifizierung, erforderlichen Leistungen, auch wenn sie nicht explizit beschrieben sind. Seine Planungsleistungen sowie Schnittstellen zu AG-seitig zu erbringenden (Planungs-) Leistungen sind dem Kapitel 700 zu entnehmen.
A.017 Die lose Möblierung gemäß Kapitel 600 ist Lieferleistung der AG.
1.3 Übergeordnete Projektziele
A.018 Für die JGU stellt die fristgerechte, funktionsgerechte und eine die Kostenobergrenze einhaltende Realisierung des Bauvorhabens das oberste Projektziel dar.
A.019 Darunter fallen insbesondere auch folgende wesentliche Hauptziele: ▪ Umsetzung des genehmigten Raumbedarfs, d. h. die Realisierung und Einhaltung der Qualitäten und Quantitäten sowie Vorgaben zu den funktionalen Abläufen wie in der FLB beschrieben. ▪ Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit gemäß der Landeshaushaltsordnung LHO, insbesondere die Berücksichtigung des Erfordernisses der Wirtschaftlichkeit der zu errichtenden Bauteile und Anlagen sowohl in Bezug auf die Herstellung (Invest) als auch auf den späteren Betrieb (Betriebskosten). Dabei wird der gesamte Lebenszyklus betrachtet. Alternativen zu den ausgeschriebenen Anlagen, Bauteilen und Bauarten, welche über eine Lebenszyklusbetrachtung sich als wirtschaftlicher darlegen, dürfen im Rahmen der Ausführungsplanung gerne vom AN zur Abstimmung eingebracht werden. ▪ Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele für den Neubau. Für den Neubau der Pharmazie wird eine BNB-Zertifizierung mit einem Gesamterfüllungsgrad von 65% -„Silber“- und die Einhaltung aller Nebenbedingungen und zusätzlich ein Erfüllungsgrad in der Kriteriengruppe „Ökologische Qualität“ von mindestens 80%-„Gold“- gefordert.
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▪ Umsetzung der Anforderungen an die Barrierefreiheit als gesamtheitliches Konzept inklusive der Betrachtung aller Erschließungen im Innen- und Außenbereich.
1.4 Projektbeschreibung
Leitbild der JGU
A.020 Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) steht für exzellente Forschung, innovative Lehre und vielfältige Studienangebote. Digitaler Wandel, Globalisierung und die Herausforderungen des Klimawandels verändern das universitäre Leben grundlegend. Gleichzeitig bleibt der persönliche Austausch das Qualitätsmerkmal für die Zukunft der JGU.
A.021 Der Gutenberg-Campus in Mainz ist der wichtigste und zentrale Ort, an dem die über 34.000 Mitglieder der JGU täglich zusammenkommen können, um miteinander zu lernen, zu forschen, zu arbeiten und zu leben!
A.022 In unmittelbarer Nähe zur Mainzer Innenstadt bietet er mit hervorragender Verkehrsanbindung allen Bereichen der JGU auch in Zukunft genug Raum für die weitere Entwicklung. Dieses besondere Potenzial soll genutzt werden, um die JGU als Präsenzuniversität mit Campuscharakter für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken.
A.023 Das Leitbild dient als Orientierung für die städtebauliche Entwicklung des Gutenberg-Campus bis zum Jahr 2040 und darüber hinaus. Den in vier Themenfeldern geordneten Leitsätzen gehen grundlegende Überlegungen zur Rolle des Campus für die Mitglieder der Universität und seine Verortung in der Stadt Mainz voraus. Es ist der FLB als Anlage beigefügt.
Neubau Pharmazie - Überblick
A.024 Der Neubau Pharmazie ist als Gebäude der Forschung und Lehre konzipiert und beinhaltet Labore, Lagerräume, Büros, Seminarräume und Aufenthaltsflächen für Studierende. Aus Sicherheitsgründen sind die öffentlich zugänglichen Bereiche (Foyer, Lehre, Büro) von den institutsinternen Forschungsbereichen (Labor, Lager) räumlich getrennt.
A.025 Für die Mitarbeitenden ist ein interdisziplinärer Austausch sowie die Betreuung der Studierenden von großer Bedeutung. Im Neubau sind daher Kommunikationsbereiche mit verschiedenen Qualitäten (Größe, Ausstattung, formeller und informeller Austausch) geplant. Insbesondere bieten zukunftsfähige Lern- und Arbeitsumgebungen optimalen Bedingungen für Forschung und Lehre. Der große Stufenhörsaal und Seminarraum stehen auch für Veranstaltungen anderer Fakultäten zur Verfügung und hat damit Bedeutung für den Gesamtcampus.
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1.4.2.1 Städtebau
1.4.2.2 Erschließung und Verkehr
1.4.2.3 Innere Organisation und Nutzungsverteilung
1.4.2.4 Vertikale Erschließung
1.4.2.5 New Work Konzepte
1.4.2.6 Kommunikationszonen
1.4.2.7 Labore
Laborbeschreibung
A.026 Bei den Laboratorien handelt es sich um Forschungslaboratorien sowie um Praktikumslabore für Pharmazie-Studierende. Die Forschungslaboratorien reflektieren praktisch die gesamten Lebenswissenschaften. Jede Etappe der Wirkstoffentwicklung von der Erforschung der Pathophysiologie von Erkrankungen (Pharmazeutischen Biologie, Pharmakologie und Pharmazeutische Chemie), der Entwicklung und Synthese (Pharmazeutische Chemie) von neuen Arzneistoffen über die Galenik (Pharmazeutische Technologie) bis hin zum Mausmodell (Pharmakologie und Toxikologie, Pharmazeutische Biologie, Pharmazeutische Chemie) und darüber hinaus in die frühe Vorklinik (Klinische Pharmazie) findet entsprechende Expertise in einer pharmazeutischen Professur im Hause. Hinzu kommen drei neue Professuren u. a. die der Klinischen Pharmazie.
A.027 Die Labore gehören zur Kernausstattung des Gebäudes. Die Experimentallabore decken vielfältige Anwendungen aus dem Bereich der pharmazeutisch-biomedizinischen Forschung ab und reichen von Zellkulturlaboren über komplexe chemisch-analytische Labore, einem Isotopenbereich bis zu verschiedenen Laboren der pharmazeutischen Technologie und einem GMP-Herstellungsbereich.
Labore für Lehre und Praktika
A.028 Die Praktikumsflächen für Studierende sind L-förmig entlang der westlichen und südlichen Gebäudeseite bis zum 2. Obergeschoss angeordnet.
A.029 Die großflächigen Praktikumslabore liegen übereinander – optimal angeschlossen an die Technikzentrale und die vertikale Medienführung mit effizienter Versorgung mit Laborlufttechnik, wasserführende Leitungen und Druckluft für die optimale Erschließung der Digestoren.
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Forschung und Institute
A.030 Die institutsbezogenen Labor- und Bürobereiche befinden sich im nord- und südöstlichen Gebäudeteil. Ihre Organisation gewährleistet eine funktionale Trennung von Forschung und Lehre sowie eine effiziente Nutzung der technischen Infrastruktur. Der zugeordnete Bürobereich vervollständigt die Institutsnutzung.
A.031 Die hochspezialisierten Labore – darunter das Isotopenlabor und GMP-Flächen – sind im obersten Geschoss untergebracht und verfügen über eine direkte Anbindung an die darüberliegende Technikzentrale. Damit können die hohen Anforderungen an Luftwechselraten und -aufbereitung, Reinraumtechnik und kontrollierte Umgebungsbedingungen erfüllt werden.
Beschreibung der Labortätigkeiten
A.032 Die Labortätigkeiten umfassen allgemeine molekular-/protein- sowie zellbiologische wie auch pharmazeutisch/chemischen Methoden. Dies umfasst beispielsweise die Kultivierung von unterschiedlichen eukaryotischen Zellarten, Hefen oder auch Bakterien mit den anschließenden Experimenten sowie die Herstellung und Analyse pharmazeutisch/chemischer Substanzen.
A.033 Zur Analytik sollen im Neubau unter anderem Kristallisationsuntersuchungen, Massenspektrometrie und NMR durchgeführt werden. Zur Proteinkristallisation müssen aufgereinigte Proteinlösungen unter stabilen thermischen Bedingungen gelagert werden. Die resultierenden Kristalle können dann unter anderem röntgenspektroskopisch weiter untersucht werden und daraus Rückschlüsse auf die Proteinstruktur gezogen werden. Mit massenspektrometrischen Untersuchungen, häufig in Kombination mit HPLC, kann die chemische Zusammensetzung von Proben qualitativ und quantitativ untersucht werden.
A.034 Moderne Geräte mit hohen Auflösungen haben besondere Anforderungen an die Raumkonditionierung. Durch Kernresonanzuntersuchung im NMR ist ebenfalls eine stoffchemische Analyse möglich.
A.035 Durch elektrophysiologische Arbeiten am Tiermodell kann die Entstehung von Krankheiten untersucht werden. Mit dem Patch Clamp beispielweise können elektrischen Ströme in einzelnen Zellen mit Stromstärken im Picoampere-Bereich gemessen werden.
A.036 Die Synthese wiederum ist eine chemische Disziplin, die aufgrund der Apparaturen und Chemikalien eine erhöhte Anforderung an die Labore stellen. Nasschemisch werden neue Wirkstoffe synthetisierte, deren Eigenschaften dann mit der zuvor beschriebenen Analytik untersucht werden.
A.037 Im Isotopenbereich werden Radionuklide als Tracer in verschiedene Systeme (Zellen, Bakterien, chemische Verbindungen, RNA, etc.) eingebracht, um anhand der Strahlensignaturen Rückschlüsse auf die systemische Verteilung zu schließen. Der Isotopenbereich wird entsprechend der aktuellen Umgangsgenehmigung nach DIN 25425, RK II ausgelegt.
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A.038 Der GMP-Bereich dient der Herstellung von Arzneistoffen, die für eine Anwendung am Menschen, beispielsweise im Rahmen von klinischen Studien, zugelassen werden können. Neben hohen Reinheitsanforderungen gibt es für ein GMP-Labor auch hohe Anforderungen an die Dokumentation. Aus diesem Grund wird diese Funktionseinheit durch einen Schreibarbeitsplatz mit gesicherten Lagerschränken für Dokumentations- und Zulassungsunterlagen ergänzt.
A.039 Dementsprechend decken die Labore ein breites Anforderungsfeld von nasschemischen bis hin zu biotechnologischen Arbeiten in einem geräteintensiven Forschungsfeld ab.
1.4.2.8 Technikzentralen
1.4.2.9 Außenanlagen
Nutzungs- und Betriebszeiten
1.5 Flächen
A.040 Am 14.10.2024 wurde der eingereichte Bedarf des Nutzers über die Hauptnutzungsflächen NUF 1-6 in Höhe von 8.805,00 m² durch das Finanzministerium anerkannt. Dabei gilt nicht nur die Gesamtfläche, sondern auch deren Aufteilung in die entsprechenden Flächenkategorien verbindliche Obergrenze für die gesamte Planung und Realisierung. Eine Überschreitung oder Verschiebung zwischen Flächenkategorien ist nicht möglich.
A.041 Die dieser FLB zu Grunde liegende Planung wurde auf Einhaltung der Vorgaben geprüft und es ergibt sich folgendes Bau-Soll:
Abbildung 4: Flächenübersicht NUF und BGF
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A.042 Die Abweichung in den Fachspezifischen Flächen liegt in den Mehrflächen für den mit dem Geozentrum gemeinsam genutzten Mikroskopieraum begründet und wurde durch das Finanzministerium als Abweichung zum Bedarf anerkannt.
A.043 Mit Projektabschluss ist durch den AN über das finale as-built-Modell bzw. das finale Digitale Raumbuch ein Nachweis der Einhaltung der IST-Flächen zu erbringen. Dieser wird durch die AG geprüft.
A.044 Insgesamt weist das Gebäude eine Bruttogrundfläche BGF von ca. 24.850m² auf.
1.6 Projektkosten
1.7 Termine und Fristen
1.8 Grundstück
1.9 Bauplanungsrechtlicher Rahmem
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2 Gesetzliche Grundlagen, Vorschriften und Richtlinien
2.1 Normen und Regelwerke
2.2 Standards der JGU
2.3 BNB
B.001 Um die Nachhaltigkeit beim staatlichen Hochbau Rheinland-Pfalz im Bestreben klimaneutraler Gebäude ebenfalls verstärkt vorbildlich wahrzunehmen, sind für Landesbaumaßnahmen in der Planung und Ausführung die Grundsätze des Nachhaltigen Bauens zu berücksichtigen und umzusetzen. Entsprechend soll eine Zertifizierung von Neubaumaßnahmen des Landes gemäß dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes (BNB) unter anwendungsspezifischen Aspekten vorhandener BNB-Systemvarianten erfolgen.
B.002 Die Anforderungen an die Gestaltung von Neubauten in Landesliegenschaften umfassen das gesamte Spektrum an Maßnahmen für energiesparendes, ressourcenschonendes sowie umwelt- und klimagerechtes Bauen und Nutzen von Gebäuden. Wesentliche Zielgröße der Planung ist ein minimaler nicht erneuerbarer Anteil des Primärenergiebedarfs zur Gewährleistung der bestimmungsgemäßen Nutzung der Landesgebäude. Zur Erreichung dieses Ziels sind sowohl bauliche als auch technische Optimierungspotenziale auszuschöpfen. Das Gesamtkonzept wird grundlegend im Sinne des lebenszykluskostenoptimierten Bauens bewertet.
B.003 Für den Neubau der Pharmazie wird eine BNB-Zertifizierung mit einem Gesamterfüllungsgrad von 65% -„Silber“- und die Einhaltung aller Nebenbedingungen und zusätzlich ein Erfüllungsgrad in der Kriteriengruppe „Ökologische Qualität“ von mindestens 80% bzw. „Gold“ angestrebt. Dies gilt als Festlegung, abweichend zu RLBau und der LBB Richtlinie zu klimaneutralen Landesgebäuden.
B.004 Planungsbegleitend erfolgte eine Beratung zur Zertifizierung BNB. Die vorliegende Planung ist grundsätzlich BNB-Silber zertifizierbar. Pflichtenheft und Zielvereinbarung liegen der Ausschreibung bei.
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