Planung und Bau einer Biogasaufbereitungsanlage zur Biomethanerzeugung

Status
Vergeben
Angebotsfrist
19.02.2026, 11:00 (Europe/Berlin)
Geschätzter Wert
Nicht angegeben
Lose
1
Erfüllungsregion
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Verfahren
Verhandlungsverfahren mit Aufruf
Auftragsart
Bauleistung
Veröffentlicht
21.01.2026
CPV-Codes
Bau von Gaserzeugungsanlagen (45255800)
Bekanntmachung
ted.europa.eu
Bekanntmachungsnummer
42944-2026
Verfahrensnummer
a221218f-1be2-45ab-8a31-e9160991bfcf

Fragenkatalog

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Kurzbeschreibung

Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH plant die Errichtung einer Gasaufbereitungsanlage am Standort Gescher. Ziel ist die Aufbereitung von Biogas aus einer neuen Bioabfall-Vollstromvergärungsanlage zu Biomethan für die Netzeinspeisung, inklusive einer optionalen CO2-Verflüssigungsanlage. Die Vergabe erfolgt als General- oder Totalunternehmerleistung im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens.

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Leistungsbeschreibung

Die Entsorgungsgesellschaft Westmünsterland mbH (EGW) plant am Standort Gescher die grundlegende Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) zu einer hochmodernen Bioabfall-Vollstromvergärungsanlage. Dazu sollen in selbständigen Vergabeverfahren u.a. die Vergärungstechnik einerseits und die Gasaufbereitung andererseits beauftragt werden. Gegenstand dieses Verfahrens ist die Gasaufbereitung. Die Leistungen sollen von einem Generalunternehmer/Totalunternehmer (TU/TÜ) erbracht werden. Dazu wird ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb nach GWB und VgV i.V.m. der VOB/A EU durchgeführt. Ziel des gesamten Projektes ist es, das jährliche Aufkommen von rund 105.000 Tonnen Bioabfälle aus dem Kreis Borken und angrenzenden Regionen nicht nur zu hochwertigem Kompost, sondern vor allem zu Biogas und damit zu erneuerbarer Energie zu verarbeiten. Durch die Umstellung auf das Verfahren der Vollstromvergärung wird das energetische Potenzial der Bioabfälle optimal ausgeschöpft. Das erzeugte Biogas soll in einer neuen Gasaufbereitungsanlage zu Biomethan aufbereitet und anschließend in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. Optional ist vorgesehen, dass bei der Aufbereitung abgetrennte Kohlendioxid (CO2) in einer separaten Anlage zu reinigen, zu verflüssigen und als Nebenprodukt zu vermarkten. Mit diesem Ansatz leistet die EGW einen aktiven Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Erreichung der kommunalen und nationalen Klimaziele. Die Umsetzung des Gesamtvorhabens erfolgt in mehreren, aufeinander abgestimmten Ausschreibungen, um die verschiedenen technischen Teilbereiche optimal am Markt platzieren zu können. Im vorliegenden Fall betrifft die Ausschreibung konkret die Beschaffung der Biogasaufbereitungsanlage einschließlich der zugehörigen Nebenaggregate und Schnittstellen.

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Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) zu einer hochmodernen Bioabfall-Vollstromvergärungsanlage - General-/Totalübernehmer (TU/TÜ)-Leistungen der Gasaufbereitung

    Die EGW plant am Standort Gescher-Estern die Errichtung und den Betrieb einer Anlage zur Biogasaufbereitung sowie optional zur CO2-Aufbereitung Das Biogas, das in einer parallel entstehenden Fermentationsanlage für Bioabfall erzeugt wird, soll der Gasaufbereitungsanlage zugeführt werden. Ziel ist es, als Produktstrom Biomethan (und optional Kohlendioxid) zu gewinnen. Das aufbereitete Biomethan wird an eine direkt angrenzende Biogaseinspeiseanlage der Thyssengas GmbH übergeben und von dort in das Erdgasnetz eingespeist. Das anfallende CO2 kann optional lebensmittelecht aufbereitet und weiterverwendet werden. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die Planung und Errichtung einer schlüsselfertigen Anlage zur Vorreinigung und Aufbereitung von Rohbiogas sowie eines Doppelmembrangasspeichers. Die Ausschreibung umfasst die komplette Anlage innerhalb der beschriebenen Systemgrenzen. Das aufbereitete Biomethan ist dem Netzbetreiber an einem definierten Flansch unter festgelegten Bedingungen zur Verfügung zu stellen. Die Einspeiseanlage selbst ist nicht Bestandteil dieser Ausschreibung. Das Rohbiogas wird bauseits von den Fermentern zum Übergabeflansch vor der Vorreinigung geführt. Anschließend wird das Gas zum Standort der geplanten BGAA-Anlagentechnik transportiert und zunächst in einem Niederdruckgasspeicher mit etwa 4.500 m3 Füllvolumen zwischengespeichert. Dieser Rohbiogasspeicher ermöglicht eine kontinuierliche Fahrweise der nachfolgenden Aufbereitungsanlage. Der Doppelmembrangasspeicher ist Bestandteil der Ausschreibung. Das wesentliche Ziel besteht darin, das Biogas aufzubereiten und an einem Übergabeflansch für die anschließenden Einspeisung in das öffentliche Gasnetz bereitzustellen – mit möglichst hoher Volllaststundenzahl, aber auch im Teillastbetrieb. Abweichende Rohgaszusammensetzungen sind zu berücksichtigen. Die zu errichtende Anlage muss neben der geforderten Quantität auch die erforderliche Qualität gemäß den geltenden Regelwerken und Anforderungen das Netzbetreibers sicherstellen. Nach Auftragserteilung sind sämtliche Lastangaben für die Gründungsplanung sowie die prüffähige Statik der Tief- und Betonbauarbeiten zu liefern, da diese Gewerke vorlaufend bauseits durchgeführt werden. Dazu gehören Kabelverlegungs- und Leerrohrpläne, Erdungspläne sowie sämtliche Schnittstellenangaben für Gasleitungen, Kondensatleitungen und gegebenenfalls Kanal- und Wasseranschlüsse. Die Anlagentechnik muss grundsätzliche so ausgelegt sein, dass eine CO2-Verflüssigungsanlage jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt nachgerüstet werden kann. Im Rahmen des Verhandlungsverfahrens wird festgelegt, ob die CO2-Verflüssigungsanlage direkt mitgebaut oder erst zu einem späteren Zeitpunkt realisiert wird. Nach aktuellem Stand ist es das Ziel, die Anlage unmittelbar zu errichten.

Anforderungen an deinen Betrieb

Zwingende und Fakultative Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 GWB iV.m. § 6e VOB/A EU Zwingende und Fakultative Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 iV.m. § 6e VOB/A EU Gem. Art. 5k Abs. 1 der VO (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung vom 08.04.2022 ist es verboten, öffentliche Aufträge, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2014/24/EU fallen, an folgende Personen, Organisationen oder Einrichtungen zu vergeben: a) russische Staatsangehörige oder in Russland niedergelassene natürliche oder juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen, b) juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen, deren Anteile zu über 50 % unmittelbar oder mittelbar von einer der unter Buchstabe a genannten Organisationen gehalten werden, oder c) natürliche oder juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen, die im Namen oder auf Anweisung einer der unter Buchstabe a oder b genannten Organisationen handeln, auch solche, auf die mehr als 10 % des Auftragswerts entfällt, Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Unternehmen, deren Kapazitäten im Sinne der Richtlinie 2014/24/EU in Anspruch genommen werden Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen gem. § 16a VOB/A EU nachzufordern.

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LOT-0001 · Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Mechanisch-Biologischen Abfallbehandlungsanlage (MBA) zu einer hochmodernen Bioabfall-Vollstromvergärungsanlage - General-/Totalübernehmer (TU/TÜ)-Leistungen der Gasaufbereitung

Jahreskosten, netto Unterkriterium Kosten pro Jahr: Kapitalkosten Methanschlupf Vollwartungskosten Energiekosten Der wirtschaftlichste Bieter wird gemäß der Bewertungsmatrix Anlage A.3 – Zuschlagskriterien ermittelt, welche den Vergabeunterlagen beigefügt ist

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Anforderungen

Zwingende und Fakultative Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 GWB iV.m. § 6e VOB/A EU Zwingende und Fakultative Ausschlussgründe gem. §§ 123, 124 iV.m. § 6e VOB/A EU Gem. Art. 5k Abs. 1 der VO (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung vom 08.04.2022 ist es verboten, öffentliche Aufträge, die in den Anwendungsbereich der Richtlinie 2014/24/EU fallen, an folgende Personen, Organisationen oder Einrichtungen zu vergeben: a) russische Staatsangehörige oder in Russland niedergelassene natürliche oder juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen, b) juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen, deren Anteile zu über 50 % unmittelbar oder mittelbar von einer der unter Buchstabe a genannten Organisationen gehalten werden, oder c) natürliche oder juristische Personen, Organisationen oder Einrichtungen, die im Namen oder auf Anweisung einer der unter Buchstabe a oder b genannten Organisationen handeln, auch solche, auf die mehr als 10 % des Auftragswerts entfällt, Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Unternehmen, deren Kapazitäten im Sinne der Richtlinie 2014/24/EU in Anspruch genommen werden Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen gem. § 16a VOB/A EU nachzufordern.

Änderungen und Bieterfragen

1 Eintrag
  1. 13.07.2026VergabebekanntmachungBekanntmachung 481704-2026

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