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B2.4 WSPW.EPC.715.EC003_00 TechSpezif Los 2.4 Pp.docx

Planung, Herstellung und Lieferung von Pumpen für einen Großwärmespeicher

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 05.10.2026, 12:16 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.subreport.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

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Wärmespeicher

(Gesamtprojekt WSPW)

Technische Spezifikation

Los 2.4 – Pumpen inkl. FUs

6
5
4
3
2
1
0Ersterstellung10.08.2026Czermin10.08.2026Kaupe17.09.2026Fehn
IndexArt der Änderungerstelltgeprüftfreigegeben
DatumNameDatumNameDatumName
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Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines 4

1.1 Einleitung 4

1.2 Anwendungsbereich 4

1.3 Systembeschreibung 5

1.4 System Auslegung 5

1.5 Betriebsweise 5

1.6 Anordnung 5

1.7 Bautechnik 6

1.8 Elektrotechnik 6

1.9 Leittechnik 6

2 Liefer- und Leistungsumfang (LLU) 7

2.1 Lieferumfang 7

2.2 Leistungsumfang 11

2.3 Ausschlüsse 13

2.4 Schnittstelle, Liefergrenzen und Anschlusspunkte 14

2.5 Optionen 15

2.5.1 Option Nr. 01 – Ersatz- und Verschleißteile für 2 Jahre 15

2.5.2 Option Nr. 02 – Stundensätze und Tagessatz für zusätzliche Leistungen 15

2.5.3 Option Nr. 03 – FAT Frequenzumrichter 15

3 Beschaffenheitsmerkmale 16

4 Ausführung, Design 17

4.1 Allgemeine Anforderungen 17

4.2 Mechanische Ausführung 17

4.3 Anordnung 19

4.4 Bautechnik 19

4.5 Elektrotechnik 19

4.5.1 Anforderungen an Mittel- und Niederspannungsmotoren 19

4.5.2 Konstruktions- und Auslegungsmerkmale Pumpenmotoren: 19

4.5.3 Frequenzumrichter 20

4.6 Leittechnik 20

4.7 Montage, Inbetriebsetzung, Abnahmemessung und Probebetrieb 20

4.8 Qualität 21

4.9 Normen, Richtlinien und Merkblätter 21

5 Termine für Lieferung und Installation 22

6 Dokumentation 23

7 Technische Daten 26

8 Anhänge 27

Begriffe und Abkürzungen

AGAuftraggeber
ANAuftragnehmer
EPCEnpros consulting GmbH
FATFactory Acceptance Test
FUFrequenzumrichter
IBSInbetriebsetzung
ITPInspektions- und Testplan
LLULiefer- und Leistungsumfang
SATSite Acceptance Test
SWKStadtwerke Karlsruhe

Allgemeines

Einleitung

Im Rahmen des Projekts „Errichtung Großwärmespeicher und dessen hydraulische Einbindung in die Fernwärmeverteilung am Standort HKW West“ (Gesamtprojekt WSPW) der Stadtwerke Karlsruhe soll ein Wärmespeicher zur Sicherstellung einer nachhaltigen, zukunftsfähigen und gesicherten Wärmeversorgung realisiert werden.

Die verfahrenstechnische Aufgabe des zu planenden 2-Zonen-Wärmespeichers soll in der Speicherung und bedarfsgerechten Bereitstellung thermischer Energie innerhalb des Fernwärmesystems bestehen. Der drucklos ausgeführte Wärmespeicher soll durch die Ausbildung einer thermischen Schichtung die getrennte Aufnahme und Abgabe von Wärme auf unterschiedlichen Temperaturniveaus ermöglichen.

Durch die hydraulisch entkoppelte Einbindung in das Fernwärmenetz über ein separates Vor- und Rücklaufsystem soll der Wärmespeicher zum Ausgleich von Lastschwankungen sowie zur zeitlichen Entkopplung von Wärmeerzeugung und -verbrauch beitragen.

Für die Projektausführung sind folgende Hauptlose geplant:

  • Los 1 Wärmespeicher
  • Los 2.1 Rohrleitungsbau inkl. Montage
  • Los 2.2 Armaturen
  • Los 2.3 Instrumentierung
  • Los 2.4 Pumpen inkl. FUs
  • Los 3 Elektrotechnik
  • Los 4 Bautechnik

Allgemeine Projektvorgaben siehe:

  • [B0] Allgemeine Rahmenspezifikation, wo zutreffend
  • [B0-01a] Standort-Rahmenspezifikation
  • [B0-01b] Projekthandbuch

Anwendungsbereich

Gegenstand dieser Spezifikation mit zugehörigem technischen Datenblatt [B2.4-02] ist die Planung, Herstellung und Lieferung funktionstüchtiger Vor- und Rücklauf- sowie Beimischpumpen einschließlich aller zum bestimmungsgemäßen Betrieb erforderlichen Komponenten innerhalb der spezifizierten Liefergrenzen.

Systembeschreibung

Die 2x75 % Vorlaufpumpen (14NDA71AP010 & 14NDA72AP010) fördern während des Entladens des Wärmespeichers warmes Speicherwasser in das bestehende Fernwärmenetz der SWK.

Die 2x75 % Rücklaufpumpen (14NDB71AP010 & 14NDB72AP010) fördern während des Entladens kaltes Fernwärmewasser aus dem bestehenden Fernwärmenetz der SWK in den Wärmespeicher.

Die 2x100 % Beimischpumpen (14NDB12AP010 & 14NDB13AP010) fördern kaltes Rücklaufwasser in den warmen Vorlauf, um den Speicher vor zu hohen Fernwärmenetztemperaturen zu schützen.

Alle genannten Pumpen werden durch Frequenzumrichter (FUs) geregelt. Die Pumpenmotoren müssen entsprechend FU-geeignet sein.

Die FUs sind Teil dieser Ausschreibung und durch den AN auszulegen und zu liefern.

Das Regelungskonzept und die Visualisierung werden im übergeordneten, bauseitigen Leitsystem T3000 realisiert. Sämtliche hierfür relevanten, verfahrenstechnischen Messungen werden bauseits von der übergeordneten Leittechnik zur Verfügung gestellt. (Eine Ausnahme bilden die pumpenspezifischen Messungen, wie beispielsweise Wicklungstemperaturen etc.). Diese sind in einem separaten Klemmenkasten zur Verfügung zu stellen.

System Auslegung

Das System soll die wesentlichen Anforderungen entsprechend der Technischen Spezifikation [B2.4] sowie des technischen Datenblatts [B2.4-02] erfüllen.

Tabelle .: Allgemeine Parameter

Allgemeine Parameter
UmgebungsbedingungenSiehe Standortrahmenspezifikation[B0-01a]
FernwärmewasserSiehe Standortrahmenspezifikation[B0-01a]
SchallanforderungenSiehe Beschaffenheitsmerkmale[A-09]
Transport / MontageSiehe Allgemeine Rahmenbedingungen[B0]

Betriebsweise

Die Pumpen werden innerhalb der in dieser Spezifikation und den dazugehörigen Anhängen beschriebenen Grenzen betrieben.

Die Fernwärme- sowie Beimischpumpen werden jeweils über Frequenzumrichter drehzahlvariabel gefahren. Die Regelung erfolgt durch die Leittechnik.

Anordnung

Für Liefergrenzen siehe Kapitel 2.4.

Abweichungen sind nur in begründeten Fällen zulässig und mit dem AG vorher abzustimmen.

Bautechnik

Für Liefergrenzen siehe Kapitel 2.4

Elektrotechnik

Für Liefer- und Leistungsgrenzen ET&LT Verkabelung Gesamtanlage [B0-02d], Liefergrenzen Elektrik + I&C Feldgeräte [B0-02e], SLD Gesamtanlage [B0-05a] sowie Kapitel 2.4.

Leittechnik

Für die Beschaffung der Instrumentierung ist die Messstellenliste [B0-09h] sowie die Messgerätevorschrift [B0-07m] zu berücksichtigen.

Für Liefer- und Leistungsgrenzen ET&LT Verkabelung Gesamtanlage [B0-02d], Liefergrenzen Elektrik + I&C Feldgeräte [B0-02e], SLD Gesamtanlage [B0-05a] sowie Kapitel 2.4.

Liefer- und Leistungsumfang (LLU)

Die Projektvorgaben aus der Spezifikation sowie alle im Anlagenverzeichnis [B2.4-01] aufgelisteten Dokumente sind zwingend einzuhalten bzw. Abweichungen davon sind in der Abweichungsliste zu dokumentieren und mit dem AG abzustimmen.

Lieferumfang

Die Lieferung umfasst komplette und funktionstüchtige Fernwärme- und Beimischpumpen einschließlich aller zum Betrieb notwendigen Ausrüstungen innerhalb der spezifizierten Liefergrenzen. Tabelle .: Lieferumfang Pumpen

Pos[x] Bedeutet, dass zutreffendOption Nr.
[x]2 Stück Vorlaufpumpen 14NDA71AP010 & 14NDA72AP010 inkl. Kupplung und Motor, montiert auf gemeinsamen Grundrahmen Ausführung: [x] Frequenzumrichter inkl. Not-Aus Taster an Schranktür; Aufstellungsort: Im Niederspannungsraum Bau 26 +9,05 m. Montage FU erfolgt bauseits durch das Los 3. [x] Motor geeignet für Betrieb mit Frequenzumrichter [ ] Elektrische Verkabelung, inkl. Stichverkabelung und Endtrassierung (Leistungskabel u. Steuerkabel) zwischen FU und Motor (ca. 80 m) entsprechend Projektvorgaben [ ] 1 Sieb je Pumpenaggregat in Saugleitung (Zwei Filterelemente für IBS + Betrieb sowie erforderlichen Dichtungen (+mind. 3 Ersatzdichtungen) für Siebwechsel für IBS), lose Beistellung des Siebs sowie der Dichtungen [ ] 1 Mindestmengeneinrichtung als Freilauf-Rückschlagventil je Pumpenaggregat, Nennweite entsprechend Nennweite des Druckstutzen [x] 1 Entlüftungs- und Entleerungsventil je Pumpenaggregat, das Entlüftungsventil kann entfallen, wenn die Pumpe selbstentlüftend ist [x] Schutzabdeckung für Kupplung und offen drehende Teile [x] Örtliches Manometer saug- und druckseitig der Pumpe inkl. Doppelabsperrung, montiert am Pumpenaggregat. [x] Not-Halt Taster, montiert am Pumpenaggregat [x] Messumfang je Pumpenaggregat, Motor und FU gemäß Dokument [B0-07m] [x] Fest verbaute Stoßimpulsmessaufnehmer für Lagerüberwa- chung der Motoren mit über Koaxial-Leitung fest angebrachter TNC Buchse. Pumpenseitig soll antriebsseitig horizontal, axial und radial gemessen werden. Nicht antriebsseitig horizontal und axial. [x] Analoge Drehzahlmessung an der Pumpe mit lesbarer Vor-Ort Anzeige [x] PT100 inkl. abgesetzte Messumformer im jeweiligen Klemm- kasten [x] PTC aufgelegt auf Klemmkasten. Verkabelung Klemmkasten – FU erfolgt bauseits. Ausführung gemäß [ ] Hersteller Standard [x] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]2 Stück Rücklaufpumpen 14NDB71AP010 & 14NDB72AP010 inkl. Kupplung und Motor, montiert auf gemeinsamen Grundrahmen Ausführung: [x] Frequenzumrichter inkl. Not-Aus Taster an Schranktür; Aufstellungsort: Im Niederspannungsraum, Bau 26 +9,05 m. Montage FU erfolgt bauseits durch das Los ET. [x] Motor geeignet für Betrieb mit Frequenzumrichter [ ] Elektrische Verkabelung, inkl. Stichverkabelung und Endtrassierung (Leistungskabel u. Steuerkabel) zwischen FU und Motor (ca. 80 m) entsprechend Projektvorgaben [ ] 1 Sieb je Pumpenaggregat in Saugleitung (Zwei Filterelemente für IBS + Betrieb sowie erforderlichen Dichtungen (+mind. 3 Ersatzdichtungen) für Siebwechsel für IBS), lose Beistellung des Siebs sowie der Dichtungen [ ] 1 Mindestmengeneinrichtung als Freilauf-Rückschlagventil je Pumpenaggregat, Nennweite entsprechend Nennweite des Druckstutzen [x] 1 Entlüftungs- und Entleerungsventil je Pumpenaggregat, das Entlüftungsventil kann entfallen, wenn die Pumpe selbstentlüftend ist [x] Schutzabdeckung für Kupplung und offen drehende Teile [x] Örtliches Manometer saug- und druckseitig der Pumpe inkl. Doppelabsperrung, montiert am Pumpenaggregat. [x] Not-Halt Taster, montiert am Pumpenaggregat [x] Messumfang je Pumpenaggregat, Motor und FU gemäß Dokument [B0-07m]. [x] Fest verbaute Stoßimpulsmessaufnehmer für Lagerüberwa- chung der Motoren mit über Koaxial-Leitung fest angebrachter TNC Buchse. Pumpenseitig soll antriebsseitig horizontal, axial und radial gemessen werden. Nicht antriebsseitig horizontal und axial. [x] Analoge Drehzahlmessung an der Pumpe mit lesbarer Vor-Ort Anzeige [x] PT100 inkl. abgesetzte Messumformer im jeweiligen Klemm- kasten [x] PTC aufgelegt auf Klemmkasten. Verkabelung Klemmkasten – FU erfolgt bauseits. Ausführung gemäß [ ] Hersteller Standard [x] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]2 Stück Beimischpumpen 14NDB12AP010 & 14NDB13AP010 inkl. Kupplung und Motor, montiert auf gemeinsamen Grundrahmen Ausführung: [x] Frequenzumrichter inkl. Not-Aus Taster an Schranktür; Aufstellungsort: Im Niederspannungsraum, Bau 26 +9,05 m. Montage FU erfolgt bauseits. [x] Motor geeignet für Betrieb mit Frequenzumrichter [ ] Elektrische Verkabelung, inkl. Stichverkabelung und Endtrassierung (Leistungskabel u. Steuerkabel) zwischen FU und Motor (ca. 80 m) entsprechend Projektvorgaben [ ] 1 Sieb je Pumpenaggregat in Saugleitung (Zwei Filterelemente für IBS + Betrieb sowie erforderlichen Dichtungen (+mind. 3 Ersatzdichtungen) für Siebwechsel für IBS), lose Beistellung des Siebs sowie der Dichtungen [ ] 1 Mindestmengeneinrichtung als Freilauf-Rückschlagventil je Pumpenaggregat, Nennweite entsprechend Nennweite des Druckstutzen [x] 1 Entlüftungs- und Entleerungsventil je Pumpenaggregat, das Entlüftungsventil kann entfallen, wenn die Pumpe selbstentlüftend ist [x] Schutzabdeckung für Kupplung und offen drehende Teile [x] Örtliches Manometer saug- und druckseitig der Pumpe inkl. Doppelabsperrung, montiert am Pumpenaggregat. [x] Not-Halt Taster, montiert am Pumpenaggregat [x] Messumfang je Pumpenaggregat, Motor und FU gemäß Dokument [B0-07m]. [x] Korrosionsfeste SPM-Nippel (M8) für nachrüstbare Schwing- ungsmessung an Motor und Pumpenaggregat. [x] PT100 inkl. abgesetzte Messumformer im Klemmkasten [x] PTC aufgelegt auf Klemmkasten. Verkabelung Klemmkasten – FU erfolgt bauseits. Ausführung gemäß [ ] Hersteller Standard [x] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Klemmkasten je Pumpe inkl. Verkabelung innerhalb der Package Grenze. Aufstellung an Grundrahmengrenze. Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Schallschutzhaube je Vor- und Rücklaufpumpe, wenn notwendig. Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Schmierung, d.h. Ölversorgungssystem inkl. Zubehör, wenn notwendig Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Erdung, innerer Potentialausgleich, innerer Blitzschutz. Der Anschluss an den bauseitigen Potentialausgleich erfolgt durch das Los 3 [x] Anschlussstellen: 2 Anschlüsse am gemeinsamen Grundrahmen Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Einbauteile zur Befestigung der Komponenten auf dem Fundament / Pumpensockel, falls zutreffend. Schnittstellen entsprechend Kapitel 2.4 Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Anstrich, Konservierung, Korrosionsschutz Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Beschilderung der Anlagenteile [x] Vorläufige Beschilderung [ ] Endbeschilderung Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Warnzeichen, Sicherheits- und Informationsschilder (nach europäischem / deutschem Recht) Ausführung gemäß [x] Hersteller Standard [ ] Projektspezifikation: Kapitel 4; Dokument [B2.4-01]
[x]Erstfüllung Schmierstoffe und Betriebsmittel, Austausch während der Inbetriebsetzung, wenn erforderlich
[x]Ersatzteile für Inbetriebsetzung
[ ]Spezialwerkzeuge für Montage, Inbetriebsetzung und Wartungen während der Inbetriebsetzung
[x]Spezialwerkzeuge für Wartung
[x]Ersatzteile und Verschleißteile für einen Betrieb von 2 Jahren (separate Liste des AN), inkl. Preis für Ersatzpumpe01
[x]Schutzkappen für Transport

Leistungsumfang

Tabelle .: Mindest-Leistungsumfang des AN. Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Pos.[x] Bedeutet, dass zutreffendOption
[x]Projekt Management siehe [B0]
[x]Basic und Detail Engineering für den ausgeschriebenen Lieferumfang.
[ ]Engineering für die Genehmigung / Zuarbeit und ggf. Revision schon eingereichter Dokumente
[x]Kabelauslegung für Leistungs- und Signalverkabelung zwischen FU und Pumpe. (Verkabelung, Trassierung und Anschluss erfolgt durch das Los 3 Elektrotechnik). Verlegebedingungen und Kabellänge wird bauseits nach Vergabe bekanntgegeben.
[x]Abstimmung inkl. Parametrierung des Frequenzumrichters auf Pumpenkennlinie, Anlagenkennlinie und alle vorgesehenen Betriebszustände.
[x]Auslegung des Frequenzumrichters hinsichtlich Leistung, Drehzahlregelbereich, Überlastfähigkeit, Regelverhalten und thermischer Belastbarkeit.
[x]Beschaffung
[x]Fertigung
[x]Werksabnahme im Herstellerwerk (FAT) gemäß Qualitätsplan (ITP) für Pumpe, Motor und FU. Im Kundenbeisein ist jeweils eine Pumpe je Typ abzunehmen. Alle anderen Pumpen sind intern zu testen und die entsprechenden Prüfprotokolle sind zu übermitteln.
[x]Werksabnahme im Herstellerwerk (FAT) gemäß Qualitätsplan (ITP) für Frequenzumrichterschränke03
[x]Lieferung frei Baustelle DDP, gemäß Teil [B0] [ ] Inkl. Abladen [ ] Inkl. Installation auf dem Fundament
[ ]Montageüberwachung, Detaillierte Beschreibung siehe Teil [B0]
[ ]Montage inklusive Baustellenleitung, Baustelleneinrichtung, Gerüstbau gemäß Projektvorgaben Teil [B0] [ ] Installation auf dem Fundament Falls, erforderlich, Installation über [ ] Kran [ ] mobiles Hebezeug
[x]Feinausrichtung inkl. Drehrichtungskontrolle mit Protokoll
[ ]Schwingungsabnahme nach Montage vor Ort (SAT) für Vor- und Rücklaufpumpen
[ ]Arbeiten vor Inbetriebsetzung, gemäß Projektvorgaben [B0] inkl. Loop Checks, Erdungsmessungen etc.
[x]Mitwirkung bei der Schnittstelle zur bestehenden übergeordneten Leittechnik
[ ]Kalte-, heiße Inbetriebsetzung und Optimierung des Betriebs, gemäß Projektvorgaben Teil [B0]
[ ]Abnahmemessungen gemäß Projektvorgaben Teil [B0]
[ ]Probebetrieb, gemäß Projektvorgaben Teil [B0]
[ ]HSE-Management, Einhaltung der HSE Anforderungen entsprechend Teil B0 Allgemeine Projektausführung
[x]Zuarbeit zu sicherheitsrelevanten Betrachtungen der Vorlaufpumpen, z.B. HAZOP und SIL-Kreisberechnung inklusive SIL-Nachweis, gemäß IEC61511 für den Gesamtlieferumfang, falls notwendig. Lieferung von Klassifizierungsdokumenten zur SIL-Betrachtung sowie Risikobeurteilung
[ ]Teilnahme an gemeinsamen HAZOP-Gesprächen
[ ]Funktionsdurchsprachen mit dem AG basierend auf den Funktionsbeschreibungen und den Funktionsplänen des AN [ ] inklusive Schnittstellenhandling zur übergeordneten Leittechnik
[x]Schnittstellen-Zuarbeit zu angrenzenden Losen
[x]Erstellung und Übergabe von Engineering Dokumenten [x] gemäß Kapitel 6 [x] gemäß Formatvorlagen des AG
[x]Erstellung einer EU-Konformitätserklärung für den gesamten LLU basierend auf den Einzelkonformitäten. Die Einzelkonformitäten sind ebenfalls zu übergeben.
[x]Enddokumentation gemäß Projektvorgaben [B0] und [B0-07a]
[x]Qualitätsmanagement, Qualitätssicherung, gemäß Projektvorgaben [B0]
[ ]Theoretische Schulung für Pumpen (Class-Room) entsprechend [B0]
[ ]Praktische Schulung (Einweisung) entsprechend [B0]
[x]Stundensätze und Tagessatz für zusätzliche Leistungen (z.B. für Unterstützung während der IBS für Pumpe und FU)02
[x]Service- und Wartungskonditionen für 5 Jahre nach Herstellerstandard in Form eines separaten Wartungsangebotes.

Ausschlüsse

Folgende Leistungen sind nicht im Liefer- und Leistungsumfang des Auftragnehmers:

Tabelle .: Ausschlüsse

[x] Bedeutet, dass ausgeschlossen
[x]Bauarbeiten
[x]Montage der Pumpen und der FUs (erfolgt bauseits (Pumpenaggregat durch Los 2.1 und Verkabelung, FU durch Los 3)
[x]Lieferung, Montage, Anschluss Leistungs- und Signalkabel zw. Antrieb/Klemmkasten und FU (erfolgt durch Los 3)
[x]Kalte und warme Inbetriebsetzung (erfolgt bauseits)

Schnittstelle, Liefergrenzen und Anschlusspunkte

Schnittstellen und Anschlusspunkte sind in den folgenden Dokumenten definiert:

  • [B0-02d] Liefer- und Leistungsgrenzen ET&LT Verkabelung Gesamtanlage
  • [B0-02e] Liefergrenzen Elektrik + I&C Feldgeräte

Alle Schnittstellen sind mit DIN EN-Flanschen auszuführen.

Tabelle .: Schnittstellen, Liefergrenzen und Anschlusspunkte Pumpen

BeginnEnde
Verfahrenstechnik
VorlaufpumpeFlansch SaugseiteFlansch Druckseite
RücklaufpumpeFlansch SaugseiteFlansch Druckseite
BeimischpumpeFlansch SaugseiteFlansch Druckseite
Elektrik
Interne Verkabelung zwischen Pumpenaggregat und KlemmkastenIm LieferumfangAnschlussklemmen Klemmkasten und Motoranschlusskasten
FrequenzumrichterIm LieferumfangAnschlussklemmen FU-Schrank
Erdung / PotentialausgleichIm LieferumfangErdungslaschen an Pumpenaggregat, Klemmkästen und FU-Schränken
Instrumentierung, Leittechnik
Örtliche MessungIm LieferumfangIm Lieferumfang
FernmessungIm LieferumfangKlemmenkasten am Grundrahmen
FrequenzumrichterIm LieferumfangProfinet IO Device, RJ45

Optionen

Option Nr. 01 – Ersatz- und Verschleißteile für 2 Jahre

Ersatzteile und Verschleißteile für einen Betrieb von 2 Jahren (Separate Liste)

(inkl. Kosten, Lieferzeit und Klassifizierung wie Operational Consumable, Verschleißteil, oder strategisches Ersatzteil). Inkl. Ersatzteile für Inbetriebsetzung.

Option Nr. 02 – Stundensätze und Tagessatz für zusätzliche Leistungen

Aktuelle Stunden und Tagessätze (Pumpen- und FU Hersteller) für zusätzliche Leistungen, z.B. Unterstützung während der IBS.

Option Nr. 03 – FAT Frequenzumrichter

Für die Frequenzumrichter sind die Kosten für einen FAT anzugeben.

Beschaffenheitsmerkmale

Siehe Vertragsdokument [A-09]

Ausführung, Design

Allgemeine Anforderungen

Der gesamte vom Auftragnehmer bereitgestellte Liefer- und Leistungsumfang muss auf die Einhaltung aller anerkannten Gesetze, Verordnungen, Normen, Vorschriften, behördlichen Anforderungen und aller geltenden europäischen Richtlinien (Rechtsvorschriften zu Produkten) und Vorschriften für das Inverkehrbringen des Produkts in der Europäischen Union (EG / EU) und alle anderen anwendbaren innerstaatlichen Gesetze, die für den Betrieb des Wärmespeichers inkl. Pumpen sowie für dessen Auslegung, Konstruktion, Errichtung und Inbetriebsetzung erforderlich sind, ausgelegt sein. Die neue Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ist zu berücksichtigen.

Es müssen alle für Anfahr-, Abfahr-, Betriebs-, Stör-, Stillstands- und Gefahrenfälle notwendigen Einrichtungen enthalten sein. Das jeweilige Pumpenaggregat muss einen flachen, jedoch mit steigender Fördermenge einen stetig abfallenden Kennlinienverlauf haben, so dass jeder Betriebspunkt stabil gefahren werden kann.

Die Pumpenaggregate müssen sorgfältig gereinigt und konserviert angeliefert werden. Alle Stutzen müssen während der Lagerung und des Transportes verschlossen sein, so dass keine Verunreinigungen in die Pumpen gelangen können.

Die allgemeinen Anforderungen aus dem Anlagenverzeichnis [B2.4-01] sind zu berücksichtigen, insofern nicht anderweitig in dieser Spezifikation definiert.

Zugelassenen Lieferanten sind für den Lieferumfang der Motoren und FUs der Lieferantenliste [B0-06e] zu entnehmen. Abweichungen davon sind im Einzelfall mit dem AG abzustimmen.

Mechanische Ausführung

Mechanisches Equipment ist entsprechend der Anforderungen in dem Technischen Datenblatt [B2.4-02] auszulegen.

Alle Pumpen sind so auszulegen und herzustellen, dass die folgenden Eigenschaften eingehalten werden:

  1. Kontinuierlicher Betrieb bzw. mindestens 3 Startvorgänge pro Stunde müssen möglich sein
  2. Pumpe, Kupplung und Motor sind auf einer gemeinsamen Grundplatte zu montieren. Vorrichtungen zum Ausrichten der Pumpe und des Motors auf der Grundplatte sind vorzusehen.
  3. Die drehzahlregelbaren Pumpen und Messeinrichtungen sind für einen permanenten Dauerbetrieb auszulegen
  4. Einfacher Zugang für Betrieb, Wartung und Austausch der Pumpe; für redundante Pumpen: ohne Unterbrechung des Anlagenbetriebs
  5. Einfache Handhabung mit entsprechenden Hebeösen für Pumpe und Motor
  6. Komponenten für den Parallelbetrieb oder als Reserveaggregat, müssen gleiches Design, gleiche Größe und Leistung aufweisen
  7. Hersteller mit nachweisbarer Serviceorganisation in Deutschland oder Europa
  8. Serienmäßig gefertigte Pumpen mit Referenzen in vergleichbaren Anwendungen.
  9. Kreiselpumpen sind vorzugsweise einzusetzen, sofern die Prozessanforderungen dies zulassen.
  10. Die Pumpenwellen müssen ausreichend dimensioniert sein, um die maximal mögliche Leistung des nächstgrößeren Antriebs zu übertragen.
  11. Die Pumpe und die Antriebskupplung müssen für das maximal zulässige Drehmoment dimensioniert sein.
  12. Alle Pumpenteile und Zubehörteile, die mit dem Fördermedium in Berührung kommen, müssen aus speziell für die Prozessbedingungen ausgelegten Werkstoffen bestehen und erosions- und korrosionsbeständig sein.
  13. Soweit Werkstoffspezifikationen angegeben sind, gelten diese als Mindestanforderungen und entbinden den Auftragnehmer nicht von der Verantwortung für die Auswahl der richtigen Werkstoffe. Grauguss ist für drucktragende und medienberührende Bauteile generell nicht zulässig
  14. Für alle rotierenden Teile ist ein kompletter Berührungsschutz vorzusehen.
  15. Auswechselbare Spaltringe sind an Gehäuse und Laufrad anzubringen, wenn dies wirtschaftlich gerechtfertigt ist.
  16. Es sind wartungsfreie, elastische Kupplungen vorzusehen.
  17. Gegebenenfalls sind Vorrichtungen zum Kühlen, Erwärmen, Spülen oder Verriegeln der Wellendichtungen vorzusehen.
  18. Die Gleitringdichtungen der Pumpe müssen so angeordnet sein, dass das Nachfüllen oder der Einbau von Ersatzdichtungen mit einem Minimum an Betriebsunterbrechung erfolgen kann.
  19. Gleitringdichtungen müssen von Herstellern mit nachgewiesener industrieller Anwendungserfahrung sein und je nach Anwendung ausgewählt werden. Das Pumpengehäuse muss so konstruiert sein, dass Wartung einfach möglich ist und dabei störende Einflüsse auf die angeschlossenen Rohrleitungen und Ventile möglichst gering sind.
  20. Alle rotierenden Teile sind statisch und, soweit zutreffend, dynamisch auszuwuchten.
  21. Die Pumpe muss innerhalb des zulässigen Betriebsbereiches gemäß Herstellerkennlinie schwingungsarm und dauerhaft betrieben werden können.
  22. Die erste kritische Drehzahl der Kupplung muss mindestens 20 % höher sein als die maximale Betriebsdrehzahl.
  23. Für den Prüfdruck sind alle mit Druck beaufschlagten Pumpenteile für den 1,5-fachen maximalen Betriebsdruck (bei max. Dichte) auszulegen.
  24. Bei der Verwendung eines Vorsatzläufers muss dieser für den vorgesehenen Einsatz geeignet sein, d.h. der gesamte Betriebsbereich muss bei der Auslegung des Vorsatzläufers berücksichtigt werden.
  25. Eine nachträgliche Förderhöhenkorrektur von +-5% (bezogen auf den Nennbetriebspunkt) muss ohne Austausch des gesamten Aggregates möglich sein.
  26. Der NPSH-Wert der Pumpe muss in jedem Betriebspunkt mind. 0,5 m niedriger sein als der NPSH-Wert der Anlage.
  27. Jede Pumpe ist mit Entwässerungen und Entlüftungen jeweils mit Absperrventil und Rohrleitung auszuführen, so dass die Pumpe vollständig entleert und entlüftet werden kann.
  28. Stutzenlasten nach DIN EN ISO 5199 sind zu berücksichtigen
  29. Die örtlichen Manometer und Druckmessungen müssen schwingungsfrei aufgehängt werden (abgesetzt mittels Messleitung)
  30. Leistungsprüfung auf dem Prüfstand des Herstellers nach DIN EN ISO 9906. Während der Leistungsprüfung sind ebenso die Laufruhe und Lagertemperatur zu prüfen
  31. Ausführung des Pumpengrundrahmens als Ölauffangwanne
  32. Es ist sicherzustellen, dass die Kupplung auch die pulsierenden Momente aufnehmen kann.

Für die Pumpen müssen die Ergebnisse von Probeläufen vorgelegt werden.

Für die Werkstoffe der Pumpen sind Werkszeugnisse Typ 2.2 nach DIN EN 10204 bereitzustellen. Abnahmeprüfzeugnisse Typ 3.1 sind nur dann erforderlich, wenn sie in den projektspezifischen Datenblättern oder aufgrund gesetzlicher bzw. normativer Anforderungen ausdrücklich gefordert werden.

Die Messungen an den Aggregaten/Motoren sind gemäß der Auflistung im Dokument [B0-07m] auszuführen.

Anordnung

Keine Anforderungen.

Bautechnik

Der AN hat eventuelle Anforderungen an den Pumpensockel an den AG zu benennen.

Elektrotechnik

Anforderungen an Mittel- und Niederspannungsmotoren

Motoren sind entsprechend den Betriebsbedingungen auszuwählen, denen sie im Betrieb ausgesetzt sind:

  • Normalbetrieb
  • Anlaufmoment
  • Last im Anlauf
  • Umgebungsbedingungen am Aufstellungsort, etc.

Die Motoren müssen in Übereinstimmung mit den gültigen Vorschriften, Normen, Richtlinien und Empfehlungen hergestellt werden. Insbesondere ist die neueste Fassung der DIN EN 60034 VDE 0530 für drehende elektrische Maschinen zu berücksichtigen. Notwendige Sensoren wie PTC oder Thermistorschutz müssen beinhaltet sein.

Konstruktions- und Auslegungsmerkmale Pumpenmotoren:

Motoren sind entsprechend folgender Konstruktions- und Auslegungsmerkmalen auszuführen:

  • Alle Motoren sind als Kurzschlussläufermotoren vorzusehen.
  • Die Motorisolierung sollte entsprechend der Klasse F dimensioniert sein und thermisch höchstens der Klasse B entsprechen.
  • Bei kurzzeitigen Spannungseinbrüchen von bis zu 75 % der Nennspannung und vollem Gegenmoment muss ein perfekter Anfahrvorgang gewährleistet sein. Schädigende Lagerströme dürfen nicht auftreten. Ggf. ist eine Lagerisolierung vorzusehen.
  • Einrichtungen für Instandhaltung (z.B. Nachschmierung), Montage-/Demontage und elektrische Anschlüsse müssen leicht zugänglich sein.
  • Es sind die Effizienzklassen der Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/178 für Elektromotoren zu berücksichtigen.
  • Als Schutzart ist jeweils mindestens IP54 zu wählen.
  • Der Anschlusskasten hat mindestens die Schutzart IP55 zu erfüllen.
  • Motoren sind luftgekühlt auszuführen.
  • Alle Motoren müssen als Direktstarter geeignet sein und bei Spannungsschwankungen von

+/- 10 % und / oder Frequenzschwankungen von +/- 5 % betrieben werden können.

  • Die Motorlager sind als Wälzlager entsprechend den Anforderungen auszuführen.
  • Die Motoren müssen aus kaltem Zustand mindestens dreimal hintereinander eingeschaltet werden können, ohne dass die zulässige Übertemperatur überschritten wird. Betriebsübliche Einschalthäufigkeiten dürfen nicht zur Übertemperatur der Motoren führen.
  • Die Motoren müssen gemäß den getroffenen Festlegungen mit der Möglichkeit ausgerüstet sein, durch einen Frequenzumrichter angetrieben zu werden.
  • Die vorgeschriebene Drehrichtung des Motors muss deutlich gekennzeichnet sein.

Für die Angebotsabgabe ist eine nachvollziehbare Auslegung der kompletten Funktionseinheit aus Pumpenmotor und Frequenzumrichter vorzulegen. Die Unterlagen müssen die Dimensionierung der genannten Betriebsmittel plausibel darstellen und eine Prüfung durch den AG ermöglichen.

Frequenzumrichter

Die Verantwortung für die Funktions-, Regelungs- und Leistungsfähigkeit der gelieferten Antriebseinheit aus Pumpe, Motor und Frequenzumrichter liegt beim Auftragnehmer.

Der Auftragnehmer ist für die Auslegung, Parametrierung und den Nachweis der Funktionsfähigkeit der Antriebseinheit aus Pumpe, Motor und Frequenzumrichter verantwortlich.

Die Frequenzumrichter für die Vorlaufpumpen müssen SIL 1 Anforderung erfüllen. Entsprechende SIL Zertifikate sind zu übergeben. Die SIL-Kreisberechnung erfolgt bauseits.

Die FUs für die Beimisch- und Rücklaufpumpen haben keine SIL-Anforderungen.

Leittechnik

Die Aggregate werden bauseits direkt an die übergeordneten Leittechnik des AG angebunden und von dort gesteuert.

Die Programmierung in der übergeordneten Leittechnik erfolgt bauseits. Zur Durchführung von Loop-checks und Funktionsprüfungen wird seitens AG ein Programmierer gestellt.

  • Die Signale aus den Kaltleiter-Messungen (Wicklungstemperaturen) werden über den Klemmkasten auf den FU geführt und dort ausgewertet (Verkabelung von Klemmkasten zum FU erfolgt bauseits). Eine Signalübertragung erfolgt vom FU an die Leittechnik bauseits.
  • Je PT100-Paar ist ein PT100-Fühler direkt und ohne Verwendung eines Messumformers auf den Frequenzumrichter aufzuschalten. Der zweite PT100-Fühler ist über einen Messumformer an die Hauptleittechnik anzubinden.
  • Kabel-, Leitungs- und Rohreinführungen sind in IP54 auszuführen.

Die Anbindung der Frequenzumrichter an die übergeordnete Leittechnik erfolgt mittels Profinet. Die verwendeten Frequenzumrichter müssen in der Lage sein, mittels S2-Redundanz mit den Automatisierungssystemen (AS’en) zu kommunizieren. Die physikalische Anbindung erfolgt über einen Media Redundancy Protocol Ring (MRP).

Montage, Inbetriebsetzung, Abnahmemessung und Probebetrieb

Montage, Inbetriebsetzung und Probebetrieb erfolgen bauseits.

Die hydraulische Abnahmeprüfung des Pumpenaggregats mit FU findet im Zuge des FATs gem. ISO 9906 statt.

Der FAT für die Frequenzumrichter im Herstellerwerk ist optional anzubieten (Option Nr. 03)

Qualität

Festlegungen zur Qualitätssicherung siehe Allgemeine Rahmenspezifikation [B0].

Normen, Richtlinien und Merkblätter

Anforderungen aus der Allgemeinen Rahmenspezifikation [B0] sowie sämtliche gängige Normen in der jeweils aktuellen Fassung sind zu berücksichtigen. Insofern nicht anderweitig festgelegt, sind u.a. die Normen und Richtlinien zu berücksichtigen:

DIN EN 10204Metallische Erzeugnisse - Arten von Prüfbescheinigungen
DIN EN 12756Gleitringdichtungen - Hauptmaße, Bezeichnung und Werkstoffschlüssel
DIN EN 13480Metallische industrielle Rohrleitungen
DIN EN 16480Pumpen - Kreiselpumpen - Geforderte Mindesteffizienz für Wasserpumpen sowie Bestimmung des Mindest-Effizienzindexes (MEI)
DIN EN IEC 60034-1/2/3Drehende elektrische Maschinen
DIN EN ISO 3744Akustik - Bestimmung der Schallleistungs- und Schallenergiepegel von Geräuschquellen aus Schalldruckmessungen
DIN EN ISO 4871Akustik - Angabe und Nachprüfung von Geräuschemissionswerten von Maschinen und Geräten
DIN EN ISO 9614Akustik - Bestimmung der Schallleistungspegel von Geräuschquellen aus Schallintensitätsmessungen
DIN EN ISO 9905Technische Anforderungen an Kreiselpumpen
DIN EN ISO 9906Kreiselpumpen - Hydraulische Abnahmeprüfungen
DIN ISO 21940Mechanische Schwingungen - Auswuchten von Rotoren - Teil 11: Verfahren und Toleranzen für Rotoren mit starrem Verhalten
DIN ISO 5199Technische Anforderungen an Kreiselpumpen - Klasse II
EN ISO 10816-7Mechanische Schwingungen - Bewertung der Schwingungen von Maschinen durch Messungen an nicht-rotierenden Teilen - Teil 7: Kreiselpumpen für den industriellen Einsatz
IEC 60072Maße und Leistungsreihen für drehende elektrische Maschinen

Termine für Lieferung und Installation

Tabelle .: Termine für Lieferung und Installation

EreignisTermin
Zuschlag ANMai 2027
Lieferbereitschaft ab WerkMai 2028 PX)
Anlieferung auf Baustelle mit Wareneingang beim AGJuni 2028
Feinausrichtung inkl. DrehrichtungskontrolleZwischen Juni 2028 – November 2028
Zur Information: Kalte und warme InbetriebsetzungDezember 2028 – November 2029

PX) Zeitkritische Termine, Pönale siehe Teil A

Dokumentation

Vorgaben zu Sprache, Form und Inhalt:

  • siehe Rahmenspezifikation [B0]
  • siehe Ausführungsspezifikation Anlagendokumentation [B0-07a]

Die folgenden Dokumente müssen für alle Pumpen erstellt werden, sofern zutreffend.

Tabelle .: Mindestumfang zu liefernden Dokumenten

PosDokumentMit AngebotVorläufig Wochen nach BestellungVerbindlich / Endgültige Wochen nach Bestellung
Projekt- und Terminplanung
Terminplan-Einmalig zum Projektstart-
Fortschrittsberichte---
Dokumentenliste-412
Allgemein, Übergeordnet
Abweichungsliste (B-A)x--
Technische Beschreibung der Hauptausrüstung---
Datenblätter (Pumpe, Motor, FUs, etc.)x48
Kennlinien (Pumpen, Motoren)x48
Angaben zu (Einzel-) Schallemissionenx-12
Angaben zu Wärmelasten für HKL-48
Analyse der Risiken und Gefahren nach Druckgeräterichtlinie--16
Risikobeurteilung inkl. SIL Einstufung nach Maschinenverordnung--8
Betriebsanleitung, Betriebshandbuch inkl. Montage- und Inbetriebsetzung Anweisung--8 Wochen vor Lieferung
Wartungsanleitungen (inkl. präventiver Wartung)--8 Wochen vor Lieferung
Rohrleitungen
Zulässige Kräfte und Momente an saug- und druckseitige Pumpenflanschen-412
Anordnung, Bautechnik
3D-Modell des LU im neutralen Format (step, .dwg, .ifc), wenn verfügbar--8
2D Aufstellungspläne für alle Komponenten /Gesamtlageplan, inkl. Anschlusspunkte, Kabelzuführungen, Erdungsfestpunkte (dwg-Datei und pdf)x48
Fundamentangaben (statische, dynamische Lasten, Schwerpunkt, Vibrationen, Fundamentanforderungen, Informationen zu eingebauten Bauteilen, Verankerungsdetails)-48 PX)
Elektrotechnik, Leittechnik
Nachvollziehbare Auslegung der kompletten Funktionseinheit aus Pumpenmotor und Frequenzumrichterx--
Messstellen- und Instrumentenliste-48
E-Verbraucher Liste-48
Signalliste-48
Schrankliste-48
Kabelauslegung-812
Aufbaupläne und Layoutzeichnungen für Klemmkästen und FU-Schränke (kann im Stromlaufplan integriert sein).-812
Stromlaufpläne, Klemmenanschlusspläne, Verriegelungs- und Verdrahtungsschaltbilder sämtlicher elektrotechnischer Komponenten / Motorklemmenkasten / FUs für den eigenen LU (Als EPLAN-Projekt-Datei und PDF)-816
SIL-Dokumente/Zertifikate für eine bauseitige SIL Kreis Berechnung (EN 61511 / EN 61508), SIL Kreis Prüfanweisungen--16
FU-Parameterliste (als editierbare Datei und PDF)--X Wochen vor kalter IBS
GSDML Datei für FU Profinet Anschluss--12
Qualitätssicherung, HSE
Inspektions- und Prüfpläne (ITPs)x8-
QS Beispiel Dokumentation-10-
Qualitätsaufzeichnungen entsprechend Inspektions- und Prüfpläne--4 Wochen vor Lieferung
Werkstoffprüfbescheinigungen--4 Wochen vor Auslieferung
EU-Konformitätserklärung für Liefer- und Leistungsumfang (inkl. Einzelerklärungen)--4 Wochen vor Lieferung
Protokoll Prüfstandslauf--4 Wochen vor Lieferung
Baustelle, Montage, IBS
Montage Konzept, Montageanweisung-10-
Transport- und Lagerungsanweisung--4 Wochen vor Lieferung
Schulungsunterlagen---
Sonstige Dokumente
Ausgefüllte Anfragenspezifikationx--
Lieferantenliste Hauptkomponentenx--
IBS Ersatzteillistex--
Schmiermittelliste--12
Liste der Ersatz- und Verschleißteile für einen Betrieb von 2 Jahrenx--
Ersatzteile und Verschleißteile für Verfügbarkeitsperiode---
Service- und Wartungskonditionen für 5 Jahrex--
Vorläufige Dokumentation-4 Wochen vor Auslieferung-
Enddokumentation (As Built)--8 Wochen nach Abnahme (COD) (As Built)

PX) Zeitkritische Termine, Pönale siehe Teil A

Technische Daten

Siehe Anhang Technisches Datenblatt [B2.4-02]

Anhänge

Siehe Anlagenverzeichnis der Ausschreibung [B2.4-01]

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung