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Inhalt
1 Einleitung
2 Kraftwerk-Kennzeichensystem 2.1 Aufbau und Inhalt der Gliederungsstufen 2.2 Aufbau KKS-Nummern 2.3 Kennzeichnung von Armaturen 2.4 Kennzeichnung von Messstellen 2.5 Anlagenzuordnung 2.6 Zählsystematik, Zählrichtung 2.7 Klartexte und Abkürzungen
3 Zeichnungstechnische Ausarbeitung 3.1 Allgemeines 3.2 Darstellung von Leitungssystemen 3.3 Darstellung von Messstellen
1 Einleitung
Für den Bau und den Betrieb der Anlagen zur Wärme- und Stromerzeugung auf den Arealen HKW-West, HW- Ahaweg, HW-Waldstadt und den von dort aus fernbedienbaren Anlagen im Fernwärmenetz der Stadtwerke Karlsruhe GmbH war die Verwendung eines einheitlichen Kennzeichensystems notwendig.
Die Kennzeichnung erfolgte nach dem Kraftwerk-Kennzeichensystem (KKS) der VGB. Mit diesem System wurde alle Anlagen vor Ort, Pläne, Schemata, Stromlaufpläne und die Zuordnungen innerhalb des kompletten übergeordneten Leittechnik-System Siemens T3000 bezeichnet.
Durch den europäischen Binnenmarkt und der damit verbundenen Aufarbeitung nationa- ler Normen in internationale Normen kam es zu der Situation, dass das bisherige KKS nicht mehr den internationalen Vorgaben entsprach. Als Nachfolgesystem seitens VGB ist RDS – PP (Reference Designation System for Power Plants) entwickelt worden, des- sen Übernahme ab 2008 „empfohlen“ wurde.
Innerhalb der verantwortlichen Hauptabteilung TW wurde beschlossen, nicht nur die be- stehenden Anlagen, sondern auch die Neuanlagen in den nächsten Jahren weiterhin mit der alten KKS- Bezeichnung zu planen und zu dokumentieren. Der wirtschaftliche und sicherheitstechnische Aspekt hat hier Vorrang vor einer Normung (Normen haben keinen bindenden gesetzlichen Zwang), die bei den Stadtwerken Karlsruhe zurzeit keine Vorteile aufgrund des großen Altbestandes an Anlagen hat. Ein Nebeneinander von KKS (Be- stand) und RDS-PP (Neuanlagen) wird aufgrund des gleichartigen Kennzeichenaufbaus als nicht zielführend aufgrund der Verwechslungsgefahr angesehen.
Mit dieser Richtlinie sollen vorhandene Freiräume im KKS definiert und dokumentations- spezifische Festlegungen getroffen werden.
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2 Kraftwerk-Kennzeichensystem
Zu berücksichtigende Normen / Dokumente:
- VGB-S-811-01-2018-01-DE – KKS Kraftwerk-Kennzeichensystem
- VGB B 106 A - KKS-Anwendungs-Erläuterungen
2.1 Aufbau und Inhalt der Gliederungsstufen
Für die Erstellung der Rohrleitungs- und Instrumentierungsschemata kommt ausschließ- lich die verfahrenstechnische Kennzeichnung zum Einsatz.
| Gliederungs- | 0 | 1 | 2 | 3 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| stufe | |||||||||||
| Benennung der Gliede- rungsstufe | Gesamtan- lage | Funktion | Aggregat | Betriebsmittel | |||||||
| Inhalt | Untertei- lung in An- lagen | Verfahrens- und funkti- onsorientierte Untertei- lung und Zählung der Teilanlagen und Sys- teme für Maschinen-, Elektro-, Leit- und Bautechnik | Unterteilung und Zählung der Aggre- gate und Apparate, elektro- und leittech- nischen Einrichtun- gen | Unterteilung und Zählung der Be- triebsmittel (Ge- räte, Komponen- ten) | |||||||
| Bezeichnung der Daten- stelle | G | F 0 | F F F 1 2 3 | F N | A A 1 2 | A N | A 3 | B B 1 2 | B N | ||
| Art der Daten- stelle | A/N | N | A A A | NN | A A | NNN | A | A A | NN |
G……………….Anlagenzuordnung F …..………....Zusatzkennzeichen 0 F , F , F ………Funktionsschlüssel F …..………...Zählstelle 1 2 3 N A ,A …………..Aggregateschlüssel A …………….Zählstelle 1 2 N A ………………Zusatzkennzeichen B , B ...............Betriebsmittelschlüssel 3 1 2 B ……………...Zählstelle N
Bei der Art der Datenstelle bedeutet “A” = Buchstabe „N“ = Zahl
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2.2 Aufbau KKS-Nummern
Die KKS-Nummer wird grundsätzlich ohne Leerstellen geschrieben. Innerhalb eines R&I- Schemas kann aus Platzgründen auf eine zweizeilige Schreibweise übergegangen wer- den. Dabei soll aus Übersichtsgründen die Trennung erst nach der 1. Gliederungsstufe (Funktionsschlüssel) erfolgen.
Für Datenstelle G der Gliederungsstufe 0 gilt bei der Datenstellenart:
N = Hauptsysteme innerhalb der Areale und Anlagen HKW-West, HKW-Waldstadt und Heizwerk Ahaweg und fernbedienbare Einheiten. A =. Standorte und Hauptsysteme außerhalb der Areale und Anlagen HKW-West, HKW-Waldstadt und Heizwerk Ahaweg.
Für die Anlagenzuordnung wird verwendet:
G der Gliederungsstufe 0 und F0 der Gliederungsstufe 1.
A3 der Gliederungsstufe 2 kann für Vorsteuerventile verwendet werden (A=Auf, B=Zu).
Gliederungsstufe 3 soll nur bei Bedarf in Ausnahmefällen (z.B. bei Signalkennzeichnung) verwendet werden.
Beispiele: 02HHL10AS101A HKW-West, Kessel 2 Konventionelle Wärmeerzeugung, Hauptfeuerung, Verbrennungsluftzuführung, Zählnummer 10 Verstelleinrichtung Zählnummer 101 Vorsteuerventil auf
C1NDB10AP001 Druckerhöhungsstation Hildapromenade
Fernwärme Heißwassersystem Leitungssystem (Rücklauf)
Zählnummer 10 Pumpenaggregat Zählnummer 001
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11NAB31CP001 Fernheizzentrale Heizzentrale
Fernwärme Dampfsystem Leitungssystem (Kondensat)
Zählnummer 31 Druckmessung Zählnummer 001
Trennung KKS innerhalb R&I- Schema
2.3 Kennzeichnung von Armaturen
Unabhängig von Bauform und Antriebsart werden Armaturen in der Gliederungsstufe 2 mit F F (Aggregatschlüssel) gekennzeichnet. 1 2 Aus der 1. Zählstelle der Gliederungsstufe 2 ergibt sich die Armaturenart:
AA 001 - 099 Regelarmatur / -klappe mit Antrieb AA 101 - 199 Absperrarmatur / -klappe mit Stellantrieb (Auf/Zu) AA 201 - 299 Sicherheitsarmaturen AA 301 - 399 Magnetventile, pneum. oder hydr. betätigte Armaturen AA 301A 399B Vorsteuer-Magnetventile A- Auf, B- Zu AA 401 - 499 frei AA 501 - 599 Rückschlagklappen, Handarmaturen, -klappen AA 601 - 699 Erstabsperrungen für Messstellen AA 701 - 799 Entleerungen, Entlüftungen und Ablässe ins Freie AA 801 - 899 frei AA 901 - 999 frei
Beispiel: 01LAB10AA005 01………HID LAB10…Speisewasserleitung Nr. 10 AA005…Regelarmatur Nr. 005
2.4 Kennzeichnung von Messstellen
Mess- und Regelkreise werden in der Gliederungsstufe 2 mit F F (Aggregatschlüssel) 1 2 gekennzeichnet. Darüber hinaus ist aus der 1. Zählstelle der Gliederungsstufe 2 die Messkreisart erkennbar.
C_001 - 099 Analoge Fernmesskreise C_101 - 199 Binäre Fernmesskreise C_201 - 299 Messkreise für Prüfautomatiken C_301 - 399 frei C_401 - 499 Abnahme- / Kontrollmessstelle (z. B. TÜV) C_501 - 599 Ortsmessstelle C_601 - 699 frei
1 1
C
N
P
A
0
B
0 3 1 1
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C_701 - 799 frei C_801 - 899 frei C_901 - 999 Zusammengeführte Messkreise
Beispiel: 01LAB10CP001 01……. HID LAB10 Speisewasserleitung Nr.10 CP001..analoger Druck-Fernmesskreis Nr. 001
2.3 Kennzeichnung von Rohrleitungen
Rohrleitungen werden in der Gliederungsstufe 2 mit F F (Aggregatschlüssel) gekenn- 1 2 zeichnet. Aus der 1. Zählstelle der Gliederungsstufe 2 ergibt sich die Rohrleitungsnutzung:
BR 001 - 099 allgemeine Rohrleitungen, Hauptleitungen BR 101 - 199 frei BR 201 - 299 Zu- und Ableitungen von Sicherheitsarmaturen BR 301 - 399 frei BR 401 - 499 frei BR 501 - 599 frei BR 601 - 699 Impulsleitungen für Messstellen BR 701 - 799 Entleerungs- und Entlüftungsleitungen BR 801 - 899 frei BR 901 - 999 frei
Beispiel: 01LAB10BR701 01………HID LAB10…Speisewasserleitung Nr. 10 BR701…Entleerungsleitung Nr. 001
2.5 Anlagenzuordnungen
Belegung Gliederungsstufe 0 (Datenstelle G) und Gliederungsstufe 1 (Datenstelle F ): 0
| Bele- | Anlage | Bezeichnung | ||
|---|---|---|---|---|
| gung | ||||
| 0 | HKW-West | Kesselanlagen inkl. Brennstoffversorgung, Entsorgung | ||
| 01 | HID | |||
| 02 | Kessel 6/2 | |||
| 02 | Leichtölversorgung Kessel 6/2 inkl. Tank | |||
| 03 | Kessel 3 | |||
| 03 | Leichtölversorgung Kessel 3 inkl. Tank | |||
| 03 | Einspritzwasser | |||
| 04 | Kessel 1 | |||
| 07 | Kessel 7 | |||
| 08 | Kessel 8 |
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| 1 | Fernheizanlage | |
|---|---|---|
| 11-13 | Heizzentrale/Druckerhöhungsanlage (DEA) | |
| 14 | Wärmespeicher HKW | |
| 2 | Stromerzeugungsanlagen | |
| 21 | Motorenkraftwerk | |
| 23 | Turbine 3 | |
| 3 | Hilfs- und Nebenanlagen | |
| 31 | Wasseraufbereitung | |
| 32 | Hauptkühlwasser | |
| 33 | Nebenkühlwasser | |
| 34 | Stadt (Trink-)wasser/Werkwasser | |
| 35 | Ölvorwärmung (ohne Tank) | |
| 36 | Abwasser, Kondensat | |
| 37 | Dosierung | |
| 4 | Dampfverteilung | |
| 41 | ND-Dampfsystem (4-bar-Schiene) | |
| 42 | MD-Dampfsystem (10-bar-Schiene) | |
| 44 | Frischdampfsystem (77-bar-Schiene) | |
| 5 | HW-Waldstadt | Gesamtanlage |
| 51 | Kessel und Nebenanlagen | |
| 55 | Brennstoffversorgung, inkl. Gas- und Ölversorgung | |
| 56 | Heizwasserkomponenten | |
| 57 | Abwassersystem | |
| 6 | frei | |
| 7 | HW Ahaweg | Heizwerk Ahaweg |
| 71 | Kessel 1 | |
| 72 | Kessel 2 | |
| 73 | Leichtölversorgung (gemeinsame Anlage) | |
| 74 | Erdgasversorgung (gemeinsame Anlage) | |
| 75 | Dosierung | |
| 76 | Stadt (Trink-)Wasser | |
| 77 | Fernheizwasser | |
| 8 | frei |
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| 9 | Elektr. Eigenbedarf | Elektr. Eigenbedarf |
|---|---|---|
| 91 | Elektr. Eigenbedarf HKW West | |
| A | Externe WA | Wärmeanlagen außerhalb Heiz(Kraft)werke |
| A7 | EnBW Block 7 | |
| A8 | EnBW Block 8 | |
| B | Wärmeservice | Contractinganlagen / Anlagen außerhalb sonstige |
| B1 | Kälteerzeugung Landratsamt | |
| C | FW- Netzanlagen | Druckerhöhungsstationen |
| C1 | Hildapromenade | |
| C2 | Ahaweg | |
| D | FW- Netzpunkte | Fernwärmenetzpunkte (z.T. auch noch mit 11 bezeichnet) |
| E | MiRO –HKW-West | MiRO- Transportleitung, MiRO- Quelltauscher, WÜ- Station |
| E0 | MiRO- Quelltauscher | |
| E1 | MiRO - Transportleitung | |
| E2 | Wärmeübertragerstation im HKW-West | |
| E3 | Rückkühlung | |
| E4 | Maxauer Papierfabrik (MAP) | |
| F | WV Nord | Wärmeversorgung Nord |
| F0 | Heizzentrale WN Nord bei MiRO und Primärnetz | |
| F1 | Transportleitung MiRO zu Nahwärmegebieten (Sekundärnetz) | |
| F2 | Reserve | |
| F3 | Heizzentrale Knielingen (ab Absperrung HZ) und Tertiärnetz | |
| F4 | Heizzentrale Neureut -Kirchfeld (ab Absperrung HZ) und Tertiärnetz | |
| K - … | Sonstiges | Nicht zuordenbar, Übergangslösungen etc. |
| K | Korrekturwerte TeBIS |
2.6 Zählsystematik, Zählrichtung
Es gelten die Festlegungen des KKS. Die Zählung erfolgt fortlaufend in Strömungsrich- tung des Mediums. Abweichungen der zählenden Kennzeichenteile sind bezüglich Zähl- systematik und Zählrichtung im Bedarfsfall festzulegen.
Die Systematik der Zählweise der Datenstelle F und A ist projektspezifisch abzustim- N N men. In der Regel werden bei Abschnittswechseln größere Zählschritte, z.B. auf die nächste 10er-Stelle, vorgesehen.
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Bypassleitungen (z. B. bei Regelventilen) werden wie die Hauptleitungen, zu denen sie gehören, kodiert. Daraus folgt, dass die Armaturen des gleichen Typs fortlaufend gezählt werden.
2.7 Klartexte und Abkürzungen
Die Festlegung von Klartexten und Abkürzungen erfolgt weitgehend nach dem VGB- Ab- kürzungskatalog. Bei Unklarheiten ist eine entsprechende Abstimmung erforderlich.
3 Zeichnungstechnische Ausarbeitung
3.1 Allgemeines
Die Blattgröße ist DIN A0, eine Verkleinerung auf DIN A3 muss bei guter Lesbarkeit mög- lich sein.
Messgeräteabsperrorgane zählen zur Messstelle und sind in den verfahrenstechnischen Schemata darzustellen.
Querverbindungen zu anderen Systemen sind, soweit dies für das Verständnis der Funk- tion erforderlich ist, mit darzustellen. Zeichnungen innerhalb eines Systems sollen endlos sein.
Das HKW-West ist als Sammelschienen-Heizkraftwerk aufgebaut, so dass keine block- bezogene Kennzeichnung möglich ist. Die Abgrenzung der Anlagen/Systeme bei der Vergabe der KKS-Bezeichnungen muss deshalb in gemeinsamer Absprache erfolgen.
Abgrenzungen von … bis … bzw. ab … bis … sind projektspezifisch festzulegen.
Die Abgrenzungsbegriffe für den Funktionsschlüssel werden folgendermaßen definiert:
„von“ bedeutet „einschließlich“ des genannten Teils „ab“ bedeutet „ausschließlich“ des genannten Teils „bis vor“ bedeutet „ausschließlich“ des genannten Teils „bis“ bedeutet „einschließlich“ des genannten Teils
Zuordnung von Aggregaten, Apparaten und Messkreisen zu Gliederungsstufe 1
Aggregate und Apparate erhalten die Bezeichnung des Systems, innerhalb dessen Gren- zen sie eingebaut sind. Sind die Apparate und Aggregate in mehreren Systemen enthalten, wird die Kennzeich- nung in die Gliederungsstufe 1 nach dem Verursacherprinzip, d. h. nach dem System, welches dieses Anlagenteil benötigt, durchgeführt.
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Beispiel: Ein Wärmetauscher wird dem System zugeordnet, für das eine Erwär- mung oder Kühlung erforderlich ist.
Kühlstellen in einem Zwischenkühlsystem werden nach dem zu kühlenden System be- zeichnet.
Wird die gesammelte Abwärme über einen gemeinsamen Wärmetauscher abgegeben, erhält dieser Wärmetauscher ein Kennzeichen aus dem Zwischenkühlsystem.
Messkreise sind nach dem System gekennzeichnet, innerhalb dessen Grenzen der Messwertgeber eingebaut ist.
3.2 Darstellung von Leitungssystemen
Abgrenzung von Leitungssystemen
Zur Systemabgrenzung (Materialänderung, anderes Medium, anderer Funktionsschlüs- sel) werden Abgrenzungssymbole verwendet.
Mit dem Symbol „Nadel mit Hohlkopf“ werden die Grenzen von Systemen bzw. Systemabschnitten dargestellt.
Mit dem Symbol „Nadel mit Vollkopf“ werden die Grenzen von Rohrleitungsabschnitten (Nennweitenänderung) dargestellt.
Flussrichtungs-Kennzeichnung
Die Kennzeichnung von Rohrleitungen (KKS-Gliederungsstufe 0 und 1) erfolgt durch ein Fähnchen. Die Richtung der Fähnchen zeigt die Stofffließrichtung:
Hinweise auf Systemweiterführungen und Fremdsysteme
Hinweise auf Systemweiterführungen von Rohrleitungen in einen anderen Plan werden grundsätzlich am Zeichnungsrand angeordnet. Wird die zeichnerische Darstellung dadurch allerdings in hohem Maße unübersichtlich, kann von dieser Vorgabe in beson- deren Fällen abgewichen werden.
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• Das Symbol für die Weiterführung von Rohrleitungen in einen anderen Plan bein- haltet die KKS-Bezeichnung und die Nummer der Zeichnung, zu der die Leitung geht, bzw. von der sie kommt.
• Am linken Zeichnungsrand bleibt grundsätzlich ein Abstand wegen des Lochran- des im A3-Format. • Die Weiterführung des Symbols auf dem Folgeplan erfolgt in derselben Höhe. • Rohrleitungen, die nicht unmittelbar auf dem nächsten Plan innerhalb desselben Systems weitergeführt werden, sind mit einem Richtungspfeil abzuschließen, der einen Abstand von ca. 1 cm zum rechten Rand aufweist. Die Höhe des Richtungs- pfeils ist auf dem weiterführenden Plan einzuhalten. • Verläuft die Rohrleitung in einem „fremden“ System weiter, so endet die Rohrlei- tung an der jeweiligen Stelle in dem betreffenden Plan und der Pfeil wird nicht an den Rand geführt. Der Fortsetzungspfeil beginnt analog mitten im Fortsetzungs- plan. In derartigen Fällen ist oberhalb des Richtungspfeils Ziel-, bzw. Herkunftsan- gabe anzugeben.
Darstellung von Fremdsystemen
Gestrichelte Darstellungen bedeuten, dass es sich um ein Fremdsystem handelt, das sich auf einer getrennten Zeichnung befindet. Hinweise auf „Verknüpfungen“ mit dem gleichen oder anderen Systemen werden über Hinweisfelder dargestellt.
Rohrleitungsabschnitte und Armaturen aus einem Fremdsystem, welche zum Verständ- nis der Funktion eines dargestellten Systems notwendig sind, werden ausgezogen mit dargestellt. Die Markierungssymbole für Flussrichtung werden in diesem Fall gestrichelt dargestellt. Auf eine detaillierte Darstellung der betreffenden Bauteile im Fremdsystem wird verzichtet.
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Die Zeichnungsnummern beziehen sich auf die Zeichnungen, in welchen die ankommen- den bzw. abgehenden Systeme dargestellt sind.
Wird innerhalb einer Zeichnung das gezeigte Sys- tem durch ein Fremdsystem unterbrochen, dann wird das Fremdsystem (Leitung/Apparat) ohne Kennzeichnung (ggf. mit Klartext) gestrichelt dar- gestellt.
Entwässerungs-, Entleerungs- und Entlüftungssysteme
Bei umfangreichen Entwässerungs-, Entleerungs- oder Entlüftungssystemen ist eine Le- gende zur deutlicheren Darstellung vorzusehen.
Entwässerungssysteme sind folgendermaßen darzustellen:
3.3 Darstellungen von Messstellen
Allgemein
Im MSR- Kreis wird im oberen Teil die Verwendung gekennzeichnet (z. B. Temperatur- messung TI). Die KKS-Kennzeichnung erfolgt einzeilig im unteren Teil des MSR- Kreises.
TI 11NDA42CT501
Für die Kreise selbst wird unterschieden in:
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TI örtlich 11NDA42CT501
Warte/Leittechnik
Messstellenabgänge
Temperaturmessungen
Druckmessungen
• Die in der Entnahmeleitung je nach Druckstufe angeordnete Absperrarmatur (bei Doppelabsperrungen Erstarmatur) wird dargestellt und gekennzeichnet.
• Bei sonstigen Messungen mit Mediumentnahme (z. B. Leitfähigkeit, Proben) er- folgt die Darstellung wie bei Druckmessungen.
Niveaumessungen
Keine besondere Kennzeichnung des Messstellenabgriffs 1
1 1
1 N
N D
D T A
A I R 4 0
T I 4 2 C
C T
T 0 0
5 1
0 1
PI PI 11 NDA 42 CP5 01 11 NDA 40 CP5 01
11 A N A D 6 A 01 4 2 11 ND A 4 0 AA601
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Die Absperrarmaturen und das Symbol für Standrohr/Standglas werden dargestellt.
Abgriff der Niveaus ohne Herausführung des Mediums (Schwimmerschalter im Behälter, Magnetabgriff etc.)
Durchflussmessungen
Die Kennzeichnung erfolgt durch graphische Symbole gemäß Norm. Die Wirkdruckent- nahme wird durch 2 Verbindungslinien zum Messstellensymbol angedeutet (d. h. Impuls- absperrventile und Ventilkombinationen werden nicht dargestellt).
Kennzeichnung der Funktion einer MSR- Stelle
Zur Kennzeichnung der Funktionen einer MSR- Stelle werden die Kennbuchstaben der DIN 19227 Teil 3 verwendet. Der Erstbuchstabe gibt die Messgröße bzw. Eingangsgröße an. Die Verarbeitungskennzeichnung erfolgt mittels des Folgebuchstabens der Gruppe 2. Darüber hinaus wird folgendes vereinbart:
Y Algorithmus, Rechenfunktion
- Max-Grenzwert 1
- Min-Grenzwert 1 ++ Max-Grenzwert 2 -- Min-Grenzwert 2
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Hinsichtlich der Verwendung von Vorzeichen in der Kennbuchstabenfolge gelten fol- gende Regeln (dargestellt nur für +):
- gleicher Auslösepunkt für Steuerung und Alarm: SA+
- verschiedene Auslösepunkte für Steuerung und Alarm: S+A+
- verschiedene Schaltpunkte: S+S++
- verschiedene Schaltpunkte bei Alarmierung des oberen: S+SA++
- verschiedene Auslösepunkte für zwei Schaltungen und davon getrennter Alarmierung: S+S++A+
Diese Regeln lassen sich auch auf Schutzsignale Z übertragen, wobei einschränkend gilt, dass Schutzbegleitende Alarmierungen nicht dargestellt werden, da diese im Melde- konzept bereits enthalten sind.