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Stadt Ulm
Europaweite Vergabe
Stützwand am
Kienlesbergradweg
im offenen Verfahren
nach VgV
Objektplanung
Ingenieurbauwerke
gemäß HOAI Teil 3, Abschnitt 3
Leistungsbild gemäß HOAI §43
-
Tragwerksplanung
gemäß HOAI Teil 4, Abschnitt 1
Leistungsbild gemäß HOAI §51
V
ERFAHRENSLEITFADEN
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Inhaltsverzeichnis
1 Gegenstand des Verfahrens ............................................................................ 3
2 Vergabestelle – Auftraggeber .......................................................................... 3
3 Formale Angaben zum Verfahren .................................................................... 3
3.1 Art des Verfahrens ............................................................................................. 3
3.2 Bietergemeinschaften ......................................................................................... 3
3.3 Eignungsleihe ..................................................................................................... 4
3.4 Unterauftragnehmer .......................................................................................... 4
3.5 Ablauf des Verfahrens ........................................................................................ 5 4 Inhalte der Angebote ...................................................................................... 5
4.1 Nachweis der Eignung/Eignungskriterien ............................................................ 5
4.1.1 Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung ................................................... 5
4.1.2 Präqualifikationssystem - Deutsche Bahn AG - Bereich Beschaffung Infrastruktur 6
4.1.3 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit ............................................... 6
4.1.4 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit ...................................................... 6
4.2 Zuschlagskriterien .............................................................................................. 7
4.2.1 Honorar ............................................................................................................. 7
4.2.2 Konzepte der Projektabwicklung ........................................................................ 8
4.3 Bewertungsmaßstab .......................................................................................... 9
5 Vergabekammer........................................................................................... 10 6 Anlagen ....................................................................................................... 11
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1 Gegenstand des Verfahrens
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Vergabe der Objektplanung Ingenieurbau- werke (gemäß HOAI Teil 3, Abschnitt 3 Leistungsbild gemäß HOAI §43) und der Tragwerksplanung (gemäß HOAI Teil 4, Abschnitt 1 Leistungsbild gemäß HOAI §51) zur Planung der rückverankerten, tiefgegründeten Stützwand vor der Bestandskonstruktion am Kienlesbergradweg.
Die Beauftragung des im Rahmen dieses Vergabeverfahrens ausgewählten Planers erfolgt ab Leis- tungsphase 1 (Objektplanung) bzw. ab Leistungsphase 2 (Tragwerksplanung). Es ist beabsichtigt, die verfahrensgegenständlichen Planungsleistungen stufenweise zu beauftragen (Teilleistungstabelle n. Simmendinger). Ein Anspruch auf Auftragserteilung für nachfolgende Teilleistungen besteht nicht.
Die Stadt Ulm geht nach derzeitiger Planung von anrechenbaren Kosten von insgesamt ca. 825.000 € netto aus. Als Beginn für die bauliche Umsetzung ist der 28. Januar 2028 angestrebt. Die Baumaßnahme soll bis spätestens 22. April 2028 abgeschlossen werden. Siehe hierzu auch An- gaben aus der Aufgabenbeschreibung.
2 Vergabestelle – Auftraggeber
Vergabestelle und Auftraggeber ist die Stadt Ulm.
Die Stadt Ulm wird in den Vergabeunterlagen sowie deren Anlagen gleichbedeutend auch als "Auftraggeber" oder "Vergabestelle" bezeichnet. Die Bieter werden gleichbedeutend auch als "Unternehmer" oder "Auftragnehmer" bezeichnet. Auftraggeber und Auftragnehmer werden ge- meinsam auch als "Parteien" und "Vertragspartner" bezeichnet.
3 Formale Angaben zum Verfahren
3.1 Art des Verfahrens
Aufgrund des geschätzten Auftragswerts und der Art der zu vergebenden Leistungen erfolgt die Vergabe europaweit im Rahmen eines offenen Verfahrens nach den Regelungen des GWB sowie der VgV.
Das Verfahren wurde dem Amt für amtliche Veröffentlichungen der EU zur europaweiten Bekannt- machung übersandt und im Supplement des Amtsblatts der EU veröffentlicht. Die Vergabebekannt- machung ist auf der Homepage http://ted.europa.eu abrufbar.
3.2 Bietergemeinschaften
Unternehmen können sich für die Teilnahme an diesem Verfahren zu Bietergemeinschaften zusam- menschließen. Bietergemeinschaften stehen Einzelbietern gleich.
Eine nachträgliche Bildung von Bietergemeinschaften nach Ende der Frist zur Abgabe des Angebots ist nicht zulässig.
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Bietergemeinschaften haben eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung abzugeben, in welcher sie die Aufgabenteilung innerhalb der Bietergemeinschaft darstellen, einen bevollmächtig- ten Vertreter der Bietergemeinschaft benennen und erklären, dass alle Mitglieder der Bietergemein- schaft im Vergabeverfahren sowie im Auftragsfall gesamtschuldnerisch haften.
3.3 Eignungsleihe
Ein Bieter kann zum Nachweis seiner Eignung (wirtschaftliche und finanzielle sowie technische und berufliche Leistungsfähigkeit) die Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch nehmen (Eig- nungsleihe). Diese Möglichkeit besteht unabhängig von der Rechtsnatur der zwischen dem Bieter und den anderen Unternehmen bestehenden Verbindungen. In diesem Fall ist der Vergabestelle nachzuweisen, dass dem Bieter die erforderlichen Mittel tatsächlich zur Verfügung stehen werden, indem eine entsprechende Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) dieses Unternehmens vorgelegt wird.
Die Unternehmen, auf die sich ein Bieter zum Nachweis seiner Eignung stützt, müssen die Eignung nach Ziffer 5.1.9 der Auftragsbekanntmachung hinsichtlich derjenigen Eignungskriterien erfüllen, zu deren Nachweis sich der Bieter auf die Eignung des Unternehmens stützt. Zudem sind für dieses Unternehmen die Erklärungen zum Mindestentgelt, Russlandbezug sowie das Formblatt 124 mit der Eigenerklärung auch für diese Unternehmen vorzulegen. Werden die vorstehend dargestellten Eignungsanforderungen nicht erfüllt oder liegen Ausschlussgründe gemäß § 123 Abs. 1 bis 4 GWB vor, so ist das Unternehmen auf Aufforderung der Vergabestelle innerhalb einer von dieser vorge- gebenen Frist zu ersetzen. Liegen Ausschlussgründe nach § 124 Abs. 1 GWB vor, so kann die Vergabestelle verlangen, dass der Bieter das Unternehmen ersetzt. Nimmt der Bieter eine solche Er- setzung nicht oder nicht innerhalb der vorgegebenen Frist vor, führt dies zum Ausschluss des be- treffenden Bieters.
Sofern ein Bieter im Hinblick auf die Kriterien für die finanzielle Leistungsfähigkeit ganz oder teil- weise die Kapazitäten anderer Unternehmen einbezieht (Eignungsleihe), haftet/haften diese(s) Un- ternehmen im Auftragsfalle gemeinsam neben dem Auftragnehmer für die Auftragsausführung.
3.4 Unterauftragnehmer
Für nicht eignungsrelevante Nachunternehmer gilt folgendes: Die Bieter sind bei Angebotsabgabe verpflichtet, die Teile des Auftrags, die sie im Wege der Unterauftragsvergabe an Dritte zu verge- ben beabsichtigen, sowie, falls bereits bekannt, die vorgesehenen Unterauftragnehmer zu benen- nen. Vor Zuschlagserteilung kann die Vergabestelle von den Bietern, deren Angebote in die engere Wahl kommen, verlangen, die Unterauftragnehmer zu benennen, nachzuweisen, dass ihnen die erforderlichen Mittel dieser Unterauftragnehmer zur Verfügung stehen und Erklärungen zum Min- destentgelt, Russlandbezug sowie das Formblatt 124 mit der Eigenerklärung auch für diese Unter- nehmen abzugeben. Einen Unterauftragnehmer, bei dem ein zwingender Ausschlussgrund nach § 123 GWB vorliegt, muss der Bieter auf Verlangen der Vergabestelle ersetzen. Die Vergabestelle be- hält sich vor, die Ersetzung eines Unternehmens zu verlangen, bei welchem ein Ausschlussgrund
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nach § 124 GWB vorliegt. Nimmt der Bieter eine solche Ersetzung nicht oder nicht innerhalb der vorgegebenen Frist vor, führt dies zum Ausschluss des betreffenden Bieters.
3.5 Ablauf des Verfahrens
Das Verfahren wird als offenes Verfahren nach § 14 Abs. 2S. 1, §15 VgV durchgeführt. Nach Ein- gang der Angebote erfolgt zunächst anhand der nachfolgenden aufgeführten Eignungskriterien die Prüfung der Eignung der einzelnen Bieter (siehe Ziffer 4.1). Die Entscheidung, welcher Bieter den Zuschlag erhält, ermittelt sich anhand der ebenfalls nachfolgenden Zuschlagskriterien. Der Bieter, welcher hier die höchste Punktzahl erzielt, erhält den Zuschlag (siehe Ziffer 4.2).
4 Inhalte der Angebote
4.1 Nachweis der Eignung/Eignungskriterien
Neben den in den Ausschreibungsunterlagen zur Verfügung stehenden Formblättern sind, wie aus der EU-Vergabebekanntmachung ersichtlich (Ziff. 5.1.9), zusätzlich folgende Nachweise in Bezug auf die Eignung mit Angebotsabgabe einzureichen:
4.1.1 Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, die die in der Vergabebekannt- machung geforderte Eignung aufweisen sowie Bietergemeinschaften, die die Eignungsanforderun- gen erfüllen.
Bei natürlichen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn sie gemäß den Rechtsvor- schriften ihres Herkunftsstaates berechtigt sind, am Tage der Bekanntmachung im Zulassungsbe- reich die Berufsbezeichnung „Bauingenieur “oder „Statiker“ zu führen.
Ist in dem Herkunftsstaat des Bieters die Berufsbezeichnung nicht gesetzlich geregelt, so erfüllt die fachlichen Anforderungen als „Bauingenieur “oder „Statiker“, wer über ein Diplom, Prüfungszeug- nis oder sonstigen Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung gemäß der Richtlinie 2013/55/EG – „Berufsanerkennungsrichtlinie“ – gewährleistet ist.
Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemä- ßen Geschäftszweck Bereiche der Planungsleistungen Bauingenieurwesens gehören, die der anste- henden Planungsaufgabe entsprechen, und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person oder eine Führungskraft des Unternehmens die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an na- türliche Personen gestellt werden.
Beteiligt sich ein Unternehmen mehrfach ‒ sei es als Bieter, Mitglied einer Bietergemeinschaft oder Unterauftragnehmer ‒ an diesem Vergabeverfahren, so kann dies zum Verfahrensausschluss aller Bieter/Biergemeinschaften, bei denen das jeweilige Unternehmen beteiligt bzw. als Unterauftrag- nehmer vorgesehen ist, führen.
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Bitte reichen Sie zum Nachweis der Befähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Einen aktuellen Auszug aus dem Handels-, Partnerschafts- oder Berufsregister ein
Einen Nachweis zur Führung der Berufsbezeichnung „Bauingenieur“ oder „Statiker“ ein
4.1.2 Präqualifikationssystem - Deutsche Bahn AG - Bereich Beschaffung Infrastruktur
Es ist eine Präqualifikation im Bereich „Planung Ingenieurbauwerke“ für die Warengruppe „Eisen- bahnbrücken“ nachzuweisen.
4.1.3 Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Zum Nachweis der Leistungsfähigkeit muss der durchschnittlichen Gesamtjahresumsatz der vergangenen drei Geschäftsjahre mindestens 150.000 €/netto in jedem der 3 Geschäfts- jahre betragen. (Angabe hierzu erfolgt in Fb 124)
Bitte reichen Sie einen aktuellen Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung in Höhe von mindestens 2.000.000 Mio. € für Personenschäden und 1.500.000 Mio. € für Sach- und Vermögensschäden je Versicherungsfall oder eine Erklärung einer Versicherungsgesell- schaft, im Auftragsfall einen entsprechenden Versicherungsschutz mit dem Auftragnehmer innerhalb von zwei Wochen nach Erteilung des Zuschlags zu schließen, ein. Umweltschäden nach dem Umweltschadensgesetz sind von der Berufshaftpflichtversiche- rung einzuschließen. Der Versicherungsschutz muss je Versicherungsfall mindestens zu den zuvor angegebenen Mindestversicherungssummen über die gesamte Vertragslaufzeit aufrecht erhalten bleiben. Dieser Nachweis ist bei Bietergemeinschaften von jedem Mitglied der Bietergemeinschaft vorzulegen.
4.1.4 Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Bitte machen Sie Angaben zu der durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahl des Unter- nehmens und die Zahl seiner Führungskräfte in den letzten drei Jahren. Nutzen Sie hierfür das Formblatt aus Anlage 1 zum Verfahrensleitfaden. Zum Nachweis der Leistungsfähigkeit muss die Anzahl der durchschnittlichen jährlichen Beschäftigtenzahl ohne Führungskräfte mind. 4 Personen pro Jahr betragen.
Bitte reichen Sie zum Nachweis ihrer Leistungsfähigkeit jeweils eine geeignete Referenz ein, die nachfolgende Anforderungen erfüllt: o Referenz 1: Vorlage einer Referenz über die Erbringung von Leistungen der Fachplanung "Ob- jektplanung Ingenieurbauwerke“ in den Leistungsphasen 2-8 nach HOAI mit Hono- rarzone II oder höher, für eine Stützwand entlang einer elektrifizierten Bahnstrecke mit anrechenbaren Kosten von mindestens 300.000 € netto. Die bautechnische Ab- nahme darf frühestens am 01.01.2018 erfolgt sein.
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o Referenz 2: Vorlage einer Referenz über die Erbringung von Leistungen der Fachplanung „Trag- werksplanung“ in der Leistungsphase 2-6 gemäß HOAI, Honorarzone II oder höher, für eine Stützwand. Die anrechenbaren Kosten müssen mindestens 300.000 € netto betragen. Die bautechnische Abnahme darf frühestens am 01.01.2018 erfolgt sein.
Bei beiden Referenzen müssen die angegebenen Leistungsphasen der jeweiligen Fachpla- nungen vollständig abgeschlossen sein, um gewertet zu werden. Referenzen, die nicht bis dahin abgeschlossen sind, können nicht gewertet werden und füh- ren zum Ausschluss des Angebots.
4.2 Zuschlagskriterien
Die Bewertung der Angebote und damit die Auswahl des wirtschaftlichsten Angebots erfolgt ge- mäß folgenden Kriterien:
| Kriterium | Gewichtung in | |||
|---|---|---|---|---|
| Prozent | ||||
| 1 | Honorar | 30 % | ||
| 2 | Konzepte der Projektabwicklung | 70 % | ||
| 2.1 | Methoden der Termin- und Kostenkontrolle | 15% | ||
| 2.2 | Methoden der Qualitätssicherung und Präsenz vor Ort | 10% | ||
| 2.3 | Grobkonzept Bauablauf | 30% | ||
| 2.4 | Personalkonzept | 15% |
4.2.1 Honorar
Im Rahmen der preislichen Bewertung erhält der Bieter mit dem günstigsten Angebotspreis (Ge- samtangebotssumme brutto gem. Honorarangebot) die höchste Punktzahl (100 Punkte). Null Punkte erhält ein Angebot mit dem zweifachen des günstigsten Angebotspreises. Alle Angebote darüber erhalten ebenfalls null Punkte. Die Preise der übrigen Angebote werden im Verhältnis zu der Punktzahl des günstigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet. Es erfolgt eine kauf- männische Rundung auf zwei Dezimalstellen.
Rechenbeispiel:
| Bieter | A | B | C | D |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtsumme gemäß Ange- botsformular | 100.000 € | 110.000 € | 200.000 € | 250.000 € |
| Erreichte Punkte | 100 Punkte | 90 Punkte | 0 Punkte | 0 Punkte |
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4.2.2 Konzepte der Projektabwicklung
4.2.2.1 Konzept „Methoden der Termin- und Kostenkontrolle“
Die Bieter haben im Konzept „Methoden der Termin- und Kostenkontrolle“ darzustellen, mit wel- chen organisatorischen, methodischen und personellen Maßnahmen sie sicherstellen, dass die vor- gegebenen Termine und Fristen eingehalten werden und ein reibungsloser Planungsablauf gewähr- leistet ist. Es ist darzustellen, auf welche Weise die Kommunikation mit dem Auftraggeber in Bezug auf die vorgegebenen Termine und Fristen erfolgen wird. Zudem sind eine Grobkostenschätzung und Darlegung der wesentlichen Kostenrisiken nach Einschätzung des Bieters zu treffen.
Das Konzept darf den Umfang von maximal zwei DIN A4 Seiten nicht überschreiten.
Die Bewertung erfolgt auf Grundlage des eingereichte‑n t‑extlichen Konzepts sowie der schriftlichen Antworten auf mögliche Rückfragen der Vergabestelle.
4.2.2.2 Konzept „Methoden der Qualitätssicherung und Präsenz vor Ort“
Im Konzept „Methoden der Qualitätssicherung und Präsenz vor Ort“ hat der Bieter darzulegen, wie durch geeignete Planungs , Abstimmungs und Überwachungsmaßnahmen eine dauerhaft hohe bauliche Qualität sichergestellt werden kann. Es sind die Maßnahmen zur Kommunikations und ‑ ‑ Schnittstellenplanung innerhalb des Projektteams und mit Dritten darzulegen. Ebenso ist die Vorge- ‑ hensweise zur Qualitätssicherung in der Planung und Maßnahmen zur Sicherung der Bauausfüh- rungsqualität zu beschreiben.
Das Konzept darf den Umfang von maximal zwei DIN A4 Seiten nicht überschreiten.
Die Bewertung erfolgt auf Grundlage des eingereichte‑n t‑extlichen Konzepts sowie der schriftlichen Antworten auf mögliche Rückfragen der Vergabestelle.
4.2.2.3 Grobkonzept Bauablauf
Der Bieter hat anhand der in den Vergabeunterlagen beschriebenen Randbedingungen ein Grobkon- zept des Bauablaufs zu erstellen. Darin ist darzustellen, wie die zur Verfügung stehenden Sperrpausen sowie die bauzeitlichen Rahmenbedingungen für die Durchführung der erforderlichen Arbeiten ge- nutzt werden können. Das Konzept soll eine grundsätzliche zeitliche Strukturierung der Arbeiten innerhalb und außerhalb der Sperrpausen erläutern. Darüber hinaus ist darzulegen, welche wesent- lichen Risiken sich aus den vorgegebenen Randbedingungen ergeben und mit welchen Maßnahmen diese Risiken beseitigt oder minimiert werden können. Ebenso ist zu beschreiben, wie die Abstim- mung mit den beteiligten Dritten im Hinblick auf die Bauabwicklung grundsätzlich organisiert werden soll, sodass ein koordinierter und störungsfreier Ablauf gewährleistet werden kann.
Das Konzept darf den Umfang von maximal vier DIN A4 Seiten nicht übersteigen.
Die Bewertung erfolgt auf Basis des eingereichten textlichen Konzepts einschließlich der schriftli- chen Antworten auf mögliche Rückfragen der Vergabestelle.
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4.2.2.4 Personalkonzept
Die Bieter sollen im Personalkonzept die Qualifikationen und Erfahrungen aller Mitglieder des vor- gesehenen Planungsteams darstellen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Referenzen des Projektleiters und seines Stellvertreters. Die Zusammensetzung und jeweiligen Zuständigkeiten des Planungsteams sind in einem Organigramm darzustellen. Aus dem Konzept sollen Verantwortlich- keiten, Abhängigkeiten und Abstimmungswege innerhalb des Planungsteams hervorgehen
Das Konzept soll den Umfang von drei DIN A4 Seiten nicht übersteigen.
Die Bewertung erfolgt auf Basis des eingereichten textlichen Konzepts einschließlich der schriftli- chen Antworten auf mögliche Rückfragen der Vergabestelle.
4.3 Bewertungsmaßstab
Die Bewertung der Angebotsinhalte eines Bieters in den Kriterien
„Methoden der Termin- und Kostenkontrolle“ „Methoden der Qualitätssicherung und Präsenz vor Ort“ Grobkonzept Bauablauf Personalkonzept
erfolgt jeweils nach dem folgenden Maßstab:
Die Vergabestelle stellt die jeweils positiven und negativen Angebotsinhalte je Bieter des jeweiligen Zuschlagskriteriums gegenüber.
Auf dieser Grundlage erfolgt sodann die Bewertung der eingereichten Angebote für das jeweilige Zuschlagskriterium durch Punktevergabe wie folgt:
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| Bewertung | Punkte | Projektabwicklung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| „Methoden der Termin- und Kosten- kontrolle“ | „Methoden | „Methoden | Grob- konzept Bauablauf | Personal- konzept | Personal- | |||||
| der Termin- | der Qualitäts- | konzept | ||||||||
| und Kosten- | sicherung und | |||||||||
| kontrolle“ | Präsenz vor | |||||||||
| Ort“ | ||||||||||
| Sehr gutes Kon- zept | 100% der er- reichbaren Punkte | 100 | 100 | 100 | 100 | |||||
| Gutes Konzept | 80% der erreich- baren Punkte | 80 | 80 | 80 | 80 | |||||
| Befriedigendes Konzept | 60% der erreich- baren Punkte | 60 | 60 | 60 | 60 | |||||
| Ausreichendes Konzept | 40% der erreich- baren Punkte | 40 | 40 | 40 | 40 | |||||
| Mangelhaftes Konzept | 20% der erreich- baren Punkte | 20 | 20 | 20 | 20 | |||||
| Ungenügendes Konzept | 0% der erreich baren Punkte | 0 | 0 | 0 | 0 |
Anders als bei der preislichen Bewertung gilt bei der Bewertung dieser Kriterien kein relativer, son- dern ein absoluter Maßstab. Eine Bewertung als „gutes Konzept“ hat also immer eine Bewertung mit 80% der maximal erreichbaren Punkte zur Folge, auch wenn alle anderen Bieter in diesem Krite- rium nur als „ausreichend“ bewertet werden. Die Vergabestelle behält sich vor, auch Zwischennoten zu vergeben (z.B. befriedigendes bis gutes Konzept: 70% der erreichbaren Punkte).
5 Vergabekammer
Für Nachprüfungsverfahren zuständige Stelle:
Vergabekammer Baden-Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe Kapellenstr. 17 76131 Karlsruhe Telefax: +49 721 926-3985
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6 Anlagen
Anlage 1 Eignungsnachweis Anlage 2 Auftragsbeschreibung Anlage 3 Vertragsentwurf Objektplanung Ingenieurbauwerke Ersatzneubau Anlage 4 Vertragsentwurf Fachplanung Tragwerksplanung Ersatzneubau Anlage 5 Bestandsplan Anlage 6 Plan Variante 4 Machbarkeitsstudie Anlage 7 Geotechnisches Gutachten Anlage 8 Übersicht der geplanten Gleissperrungen Anlage 9 Leistungsverzeichnis