Planung der Modernisierung eines 600 Meter langen Abwasserkanalabschnitts

Status
Offen
Angebotsfrist
27.11.2026, 12:00 (Europe/Berlin)
Geschätzter Wert
250.000 EUR
Lose
1
Erfüllungsregion
Brandenburg, Deutschland
Verfahren
Offenes Verfahren
Auftragsart
Dienstleistung
Veröffentlicht
29.10.2026
CPV-Codes
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  • Bau von Abwasserbehandlungsanlagen (45252127)
  • Ausrüstung für Kläranlage (45252130)
  • Dienstleistungen von Ingenieurbüros (71300000)
  • Planungsleistungen im Bauwesen (71320000)
Bekanntmachungsnummer
751819-2026
Verfahrensnummer
c4c92e28-d8ff-44de-b039-098bd644a6b4

Fragenkatalog

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Kurzbeschreibung

Der Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe, vertreten durch die ASG Spremberg GmbH, sucht Planungsleistungen für die Modernisierung eines rund 600 Meter langen Kanalabschnitts der Abwasserbehandlungsanlage I im Industriepark Schwarze Pumpe. Der bestehende Kanal mit einem Durchmesser von 500 bis 600 Millimetern ist stark verschlissen; geplant werden soll die vollständige Trasse vom Ablaufbauwerk bis zum Schacht R1.2, einschließlich Materialwahl, Rohrdimensionierung und Bauablauf. Beauftragt werden die Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 bis 9; die vorgesehene Laufzeit beträgt 720 Tage.

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Leistungsbeschreibung

Die 2004/2005 errichtete anaerobe/aerobe biologische Kläranlage (ABA I) im Industriepark Schwarze Pumpe ist Eigentum des Zweckverbandes Industriepark Schwarze Pumpe und wird von der ASG Spremberg GmbH (ASG) betrieben. Die ABA I reinigt hauptsächlich Abwasser der Papiermaschine PM1 der Hamburger Rieger GmbH (Tochtergesellschaft der Prinzhorn Holding GmbH), Papierfabrik Spremberg, aber auch Abwässer von weiteren Erschließungsflächen. Weiterhin betreibt die ASG am Standort des Industrieparks Schwarze Pumpe die kommunale Kläranlage ABA II. Das vollbiologisch behandelte Abwasser der ABA I und ABA II wird über den Ableiter 1 (geschlossener Freispiegelkanal) in die Spree eingeleitet. Das Abwasser der ABA I ist stark kalkabscheidend. Zur Wiederherstellung der erforderlichen hydraulischen Leistungsfähigkeit muss der Ableiter 1 regelmäßig durch mechanische und chemische Verfahren von Kalkablagerungen befreit werden. Infolge der notwendigen Kanalreinigungsarbeiten in den zurückliegenden Betriebsjahren ist der vorhandene Ableiter auf einer Strecke von ca. 600 m stark verschlissen. Der betreffende Kanalabschnitt DN 500-600 (Ablaufbauwerk ABA I bis Schacht "R1.2") besteht aus GFK-Rohren und wurde im Jahr 2004 errichtet. Der sich daran anschließende Kanalabschnitt bis zur Einleitstelle in die Spree wurde in Betonbauweise ausgeführt. Im Vergleich zu anderen Kanalabschnitten in Betonbauweise ist der GFK-Kanal durch die intensive Kanalreinigung (Drücke > 100 bar; Frästechnik etc.) frühzeitig an seine Verschleißgrenze gekommen. Die zunehmende intensive Kanalreinigung und der damit einhergehende Verschleiß des Kanals liegt u.a. in geänderten Randbedingungen begründet. In den zurückliegenden Betriebsjahren gab es grundlegende Änderungen in der Charakteristik des Zuflusses aus der Papierfabrik. Mit Errichtung der PM2 am Standort des Industrieparks Schwarze Pumpe durch die Firma Hamburger Rieger wurde unter anderen das Produktspektrum auf der PM1 angepasst. Die Umstellung der Papierproduktion führte u.a. zu einer Erhöhung der Calciumkonzentration. Aufgrund des hohen Kalkabscheidungspotentials des Papierabwassers führt dies zu einer Zunahme der Kalkablagerungen. Darüber hinaus weisen die Ablagerungen deutlich höhere Festigkeiten auf. Um den vermehrten Ablagerungen entgegenzuwirken, musste in den zurückliegenden Jahren der Kanal häufiger gereinigt werden. Die Änderung der Festigkeit der Ablagerungen erforderte den Einsatz neuer Reinigungstechnologien (Höchstdruck, Fräsroboter, chemische Reinigung). Beide Faktoren, Erhöhung der Reinigungszyklen und Umstellung der Technologie, führen zu einem erhöhten Verschleiß des GFK-Kanals. Für diese Belastungen wurde der betreffende Kanalabschnitt ursprünglich nicht konzipiert, sodass davon ausgegangen werden muss, dass der GFK-Kanal den geänderten Randbedingungen auf Dauer nicht mehr Stand hält.

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Leistungen nach Losen (1)

  • LOT-0001 · Industriepark Schwarze Pumpe; Modernisierung eines Teilabschnittes des Ableiters 1 der Abwasserbehandlungsanlage I (ABA I); Planungsleistungen LP 1-9

    Unter Berücksichtigung der Randbedingungen soll die Modernisierung des betreffenden Kanalabschnittes geplant werden. Dabei spielen die Materialauswahl, die Dimensionierung der Rohrleitung, Behelfe während der Bauphase sowie die Ermittlung der Bauzeit eine entscheidende Rolle. Auch eine mögliche zusätzliche Beschichtung des neuen Kanalabschnittes zur Verbesserung der Reinigungsleistung ist zu betrachten. Es ist die vollständige Trasse vom Ablaufschacht ABA I bis R1.2 zu modernisieren. Die Haltung vom AW1 bis AW2 wurde nachträglich überbaut und stellt daher einen Sonderfall dar. Für diese Haltung ist eine Trassenverschiebung in östliche oder westliche Richtung zu prüfen. - Prüfung der Bestandsunterlagen, Sichtung der Dokumentationsunterlagen - Betrachtung Modernisierung inkl. Vorschlägen zu einer möglichen Beschichtung, um den Reinigungsaufwand zu erleichtern, mit hydraulischem Nachweis (Qsoll = 300 - 350 m³/h; Freispiegelabfluss) - Modernisierung der Schächte mit gleichbleibender Haltungslänge - Materialauswahl (unter Berücksichtigung der chemischen Eigenschaften des Abwassers, des ansteigenden Verkalkungspotentials, der Reinigungstechnik mittels Hochdruck- oder Säurespülung sowie einer Optimierung des Reinigungsregimes) - Aufstellung einer Kostenschätzung inkl. Variantenvergleich aus unterschiedlichen Materialien (Beton, Stahl, etc.) mit und ohne Beschichtung - Einteilung möglicher Bauabschnitte unter Beachtung betrieblicher Nutzungszeiten sowie eventuelle Behelfsbauwerke / mobile Pumpstationen für die Abwasserüberleitung während der Bauphase - Realisierungszeitraum unter Beachtung der Betreibervorgaben - Erstellung von Genehmigungsunterlagen, Abstimmung mit Dritten - Erstellung einer vollständigen Unterlage für den Fördermittelantrag (LP 4) - Zur Vorbereitung des Antrags sind insbesondere folgende baufachlichen Fragen zu klären: o Bedarfsnachweis o Standort - Nutzbarkeit der Liegenschaft o Konzeption - Abstimmung zur Vorentwurfsplanung o Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Variantenuntersuchungen o Kostenermittlung

    Frist: 27.11.2026, 01:00 (Europe/Berlin)

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Änderungen und Bieterfragen

1 Eintrag
  1. 29.10.2026BekanntmachungBekanntmachung CXP9YEZH31S

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