4123251_Anlage 1.2 zur LB_Anforderungen an den GIS Leistungen.pdf

Operative Unterstützung bei GIS-Anwendungen und der Integration von Projekt- und Fachdaten

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 04.11.2026, 09:43 (Europe/Berlin)

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Anforderungen an GIS-Leistungen V1.2

Inhalt

Anforderungen an GIS-Leistungen ............................................................................. 1

Allgemeine Anforderungen an die zu übergebenden Daten und Dokumente ...... 1

Attribuierung auf Maßnahmenebene ................................................................... 2

Spezialfälle .............................................................................................................. 3

Darstellung und Verfolgung der Landschaftspflegerischen Maßnahmen............. 3

Aufbereitung und Einpflegen der Maßnahmendaten in ein Kompensationskataster ....................................................................................... 4

Honorarermittlung ................................................................................................... 5

Allgemeine Anforderungen an die zu übergebenden Daten und Dokumente

GIS-basierte digitale Bestands- und Objektdaten müssen vollständig, einles- und bearbeitbar sowie geometrisch/topologisch konsistent sein. Sie sind im Shape-, Geojson-Format oder in Form von Feature-Klassen in einer File-Geodatabase (oder nach der Abstimmung in anderen kompatiblen Datenformaten) zu übergeben.

Die Geodaten sind entsprechend der vorgegebenen Dateivorlagen vorzubereiten und zu übergeben. Die Datei-Vorlagen werden dem AN in einem der folgenden Formate zur Verfügung gestellt: eine Tabelle, digitale Vorlage-Datei in Form der Shape-File oder der Feature-Klassen in einem File-Geodatabase.

Die Geodaten müssen georeferenziert sein. Alle zu liefernden Geodaten sind im Koordinatensystem ETRS89 / UTM zu erfassen und zu liefern (EU-INSPIRE- Richtlinie (2007/2/EG)). Dabei ist die jeweils zutreffende UTM-Zone zu verwenden: UTM-Zone 32N für Projektgebiete westlich des 9. Längengrades, UTM-Zone 33N für Projektgebiete östlich des 9. Längengrades. Das verwendete geodätische Bezugssystem ist ETRS89, welches mit dem EPSG-Code 25832 (für Zone 32N) bzw. 25833 (für Zone 33N) spezifiziert wird. Bei Bedarf müssen die Daten lage- und höhenrichtig übergeben werden. Höhenbezug ist, sofern nicht anders vereinbart, das DHHN2016 (Deutsches Haupthöhennetz 2016).

Für VKE, die sich sowohl westlich als auch östlich des 9. Längengrades erstrecken, ist in Abstimmung mit dem AG ein einheitliches Koordinatensystem für den kompletten Datensatz zu verwenden.

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Attribuierung auf Maßnahmenebene

Für sämtliche planfestgestellte Landschaftsbaumaßnahmen (A- und E-Maßnahmen, Gestaltungsmaßnahmen, CEF- bzw. FCS-Maßnahmen, sonstige Maßnahmen mit Landschaftsbauleistungen) sind die LBP-Maßnahmenumringe aus den Planunterlagen zu digitalisieren. Im Zuge dessen ist eine Shape-Datei, Geojson- Datei oder eine Feature-Klasse zu erstellen, inkl. der Objektdatenzuordnung aus dem LBP (Maßnahme-Nr.).

Für alle Maßnahmen, die im Zuge von Planänderungsverfahren angepasst wurden, ist der jeweils aktuelle Genehmigungsstand abzubilden.

Datengrundlagen zur Planfeststellung sowie zu den Planänderungen, die nicht digital sondern ausschließlich im PDF-Format vorliegen, sind zu sichten und ihre Relevanz für das GIS-Projekt ist zu erfassen. Die Digitalisierung dieser Daten erfolgt nach einer Abstimmung zur Notwendigkeit mit dem AG

Die Aufbereitung der GIS-basierten Bestands- und Objektdaten bildet die Grundlage für Filterabfragen und deren Darstellung im GIS nach bestimmten Kriterien. Die bestellten Daten werden für die Ergänzung der DEGES-GeO Projektdaten- Datenbank genutzt. Dokumentation und Sicherung der Datenbankstrukturen ist Teil der Leistung. Als Grundlage für die Attribuierung der Maßnahmen dient die Datei- Vorlage. Diese wird dem AN in einem der folgenden Formate zur Verfügung gestellt: eine Tabelle, eine digitale Vorlage-Datei in Form der Shape-File oder der Feature- Klassen in einem File-Geodatabase. Für alle zu aktualisierenden Daten, die im Zuge von Planänderungsverfahren angepasst wurden, ist der jeweils aktuelle Genehmigungsstand mit der vorgegebenen Attribuierung abzubilden.

Es erfolgt die Überführung/der Import der erzeugten Datensätze sowie ggf. weiterer Planungsunterlagen. Bei unvollständigen oder fehlerhaften Grundlagendaten und Planungsunterlagen ist eine Fehlerbereinigung mit dem AG abzustimmen und durchzuführen.

Nach erfolgter Digitalisierung sind die GIS-basierten digitalen Bestands- und Objektdaten in digitaler Form an den AG zu übergeben. Die Datenübermittlung erfolgt über einen vom AG festgelegten Übertragungsweg, z.B.: durch Hochladen in den bereitgestellten SharePoint oder über einen vom AG benannten alternativen Link.

Folgende zusätzliche räumliche Daten sind bereitzustellen als Weblink bei Bereitstellung über Webservices oder als GIS-Datei gemäß den Anforderungen in:

 Aktuelles Kataster  Naturräumliche Gliederung (als Bezugsraum für die Kompensationswirkung)  aktuelle Schutzgebietskulisse  Orthofotos ?

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Spezialfälle

Darstellung und Verfolgung der Landschaftspflegerischen Maßnahmen

Für sämtliche planfestgestellte Landschaftsbaumaßnahmen (A- und E-Maßnahmen, Gestaltungsmaßnahmen, CEF- bzw. FCS-Maßnahmen, sonstige Maßnahmen mit Landschaftsbauleistungen) sind die LBP-Maßnahmenumringe aus den Planunterlagen zu digitalisieren. Im Zuge dessen ist eine Shape-Datei, Geojson- Datei oder eine Feature-Klasse zu erstellen, inkl. der Objektdatenzuordnung aus dem LBP (Maßnahme-Nr.). Für alle Maßnahmen, die im Zuge von Planänderungsverfahren angepasst wurden, ist der jeweils aktuelle Genehmigungsstand abzubilden. Diese Datei dient zur Darstellung des Baurechts.

Für sämtliche Landschaftsbaumaßnahmen sind, soweit bereits vorliegend, die LAP- Maßnahmenumringe aus den Planunterlagen zu digitalisieren. Bei Komplexmaßnahmen sind Maßnahmen-Teilflächen mit verschiedenen Zielbiotopen zu differenzieren. Im Zuge dessen ist eine Shape-Datei, Geojson-Datei oder eine Feature-Klasse zu erstellen, inkl. der Objektdatenzuordnung aus dem LAP (Maßnahme-Nr.). Eine eindeutige Zuordnung der LAP-Maßnahmen zu den Maßnahmenflächen des LBP ist herzustellen. Diese Datei dient zur Darstellung der Ausführungsplanung im Soll gemäß den Abstimmungen.

Der erzeugte Datensatz des LBP stellt den Sachstand des Baurechtes der Kompensationsmaßnahmen dar. Der LAP-Datensatz dient der Nachverfolgung der Umsetzung des Baurechts über das Soll (abgestimmte Ausführungsplanung) in einen Ist-Zustand. Daher ist der erzeugte Datensatz des LAP bis zur Übergabe der Maßnahmen an den Unterhaltungspflichtigen regelmäßig fortzuschreiben. Folgende Meilensteine der Umsetzung sind mind. zu pflegen:

 LAP ist beauftragt  LAP liegt vor  Bau-Vertrag beauftragt  Abnahme Ende Fertigstellungspflege  Entwicklungspflege abgeschlossen  Übergabe in Unterhaltung vollzogen

Die Aktualisierungen in der Umsetzung als auch die geometrischen Änderungen der Maßnahmenumringe sind monatlich, oder nach signifikanten Änderungen durch die Übermittlung der GIS-Datei in der standardisierten Form via oben beschriebenem Übertragungsweg mit folgenden Namenskonventionen an den AG bereitzustellen:

 VKEXXXX*_LAP_f_JJJJMMTT** – für Flächen  VKEXXXX*_LAP_l_JJJJMMTT** – für Linien  VKEXXXX*_LAP_p_JJJJMMTT** – für Punkte

*VKEXXXX – XXXX ist die Buchstaben-Zahlen-Bezeichnung der VKE

**JJJJMMTT – Datum der Aktualisierung im Format Jahr+Monat+Tag

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Dieser fortgeschriebene Datensatz dient zur Darstellung des Ist-Zustandes der Ausführungsplanung (basierend auf der Bestandsvermessung). Abgebildet ist, wie die tatsächliche Umsetzung in der Realität erfolgt ist, Abweichungen zur Planung sind ablesbar. Mit Abschluss der Entwicklungspflege ist der Ist-Zustand erreicht. Die erforderlichen Daten (Abnahmeprotokolle, Mitteilungen über Vertragsabschlüsse etc.), die für den Meilensteinpflege relevant sind, werden jeweils unmittelbar nach ihrem Vorliegen durch den AG zur Verfügung gestellt. Weitere relevante Daten z.B. aus Vermessungen, stellt der AG zur Verfügung.

Aufbereitung und Einpflegen der Maßnahmendaten in ein Kompensationskataster

In Abstimmung mit dem AG sind zur Übergabe der Maßnahmen an den Unterhaltungsträger pro zu übergebendem Maßnahmepaket entsprechende Datensätze für das Kompensationskataster zu erzeugen. Die Dateien werden nach Abschluss der Fertigstellungs- und Entwicklungspflege erstellt und enthalten neben den Abgrenzungen der Maßnahmenflächen die gemäß Vorgaben des AG erforderlichen Inhalte. Dabei sind keine neuen Daten zu digitalisieren. Es handelt sich jeweils um die Bereitstellung eines Auszuges aus den vorhandenen Datensätzen. Die Daten sind durch den AN in das jeweilige Kompensationskataster einzupflegen. Zugangsdaten werden durch den AG bereitgestellt.

Die Dateneingabe umfasst:

Zu erfassen sind alle Kompensationsmaßnahmen des Projektes außer auf die Bauzeit beschränkte Schutzmaßnahmen sowie Rekultivierungsmaßnahmen der Baustellenflächen. Eine Maßnahme kann mehrere Teilflächen und/oder Zielbiotope beinhalten.

 Eingabe des Baurechtsstandes LBP (jeweils letzte Tektur der Planfeststellung bzw. letzte Planänderung) als Auszug aus dem Datensatz  Eingabe des Soll-Zustandes des LAP als Auszug aus dem Datensatz  Eingabe der Ist-Zustandes des LAP als Auszug aus dem fortgeschriebenen Datensatz  Eingabe der Attribute gemäß Kompensationskataster: „bezeichnung“ (z.B. A20 VKE 1812 (A1)), (flaechenid (z.B. Feldgehölz/Hecke/ Ufergehölz), „gis_id“, „flaeche“ (in qm berechnen), „umfang“ (in m berechnen) und „objektid“ (nur anlegen, keine Eintragungen)  Ermittlung der Flächengröße der umgesetzten Maßnahmen anhand der flurstücksgenauen Digitalisierung, differenziert nach Zielbiotopen. Eingabe der Flächengrößen, differenziert nach Zielbiotopen im Teil ‚Ausführung’  Erfassung von Änderungen im Zuge der Ausführung gegenüber planfestgestelltem LBP als kurzer Freitext  Erfassung Berichtspflicht zu Maßnahmen erfolgt laut Planfeststellung als ja/nein-Feld; Funktionskontrolle beschreiben, sofern vorab mit ja  Erfassung der Zeitpunkte von Beginn und Ende der Maßnahmenumsetzung

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 Eingabe Lage der Maßnahme innerhalb/ außerhalb des Straßengrundstücks im Teil „Unterhaltung“  Eingabe der Übergabeinformationen  Ablage der Übergabeniederschriften als pdf

Die Eingaben erfolgen jeweils für die vertragsgegenständlichen Maßnahmen in ein GIS-basiertes Kompensationskataster der Autobahn GmbH des Bundes bzw. des Bundeslandes gemäß den geltenden Anforderungen zur Übergabe an den Unterhaltungsträger.

Honorarermittlung

Der AN muss bei der Angabe nachfolgender Verrechnungssätze die Länge des Leistungszeitraumes berücksichtigen. Ggf. über den Leistungszeitraum die Verrechnungssätze erhöhend wirkende Faktoren (Preissteigerungen, Inflation, Mindestlöhne etc.) sind einzurechnen. Eine Anpassung der Verrechnungssätze während der Vertragslaufzeit wird ausgeschlossen.

AHO_Heft-10_2022_GIS-Dienstleistungen.pdf

Folgende Stundensätze gelten als vereinbart:

Projektleiter€/h
wissenschaftlich/technischer Mitarbeiter /€/h
Ingenieur
Sonstiger Mitarbeiter / Technischer Mitarbeiter€/h
Abstimmungstermin (4 h inkl. Vor- und€/Stk
Nachbereitung)
Vor-Ort-Termin (8 h inkl. An- und Abfahrt und Vor-€/Stk
und Nachbereitung)
LeistungstextMEinh eitEP in €
e
Tite
nGP in €
l
g
e
1h
2h
3h
4h
5h
6h
e
Tite
nGP in €
l
g
e
7h
8h
9Stk
10Stk.
Summe
Nebenkosten ____ v.H.
Summe inkl. NK

Für die aufgeführten und mit * markierten Leistungen erfolgt die Vergütung auf Nachweis des erforderlichen Aufwandes unter Verwendung der vorstehend aufgeführten Stundenverrechnungssätze.

Für die „Abstimmungstermine“ sowie „Vor-Ort-Termine“ erfolgt die Vergütung auf Nachweis des Aufwandes unter Verwendung der vorstehend aufgeführten Verrechnungssätze.

Die Gesamtvergütung ist vorläufig, die Abrechnung erfolgt auf Nachweis des tatsächlichen Aufwandes.

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