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ScBhuälednetwrikckolunnzgsekpontz ept für die
Schulen in Trägerschaft der
Forst (Lausitz) 2021
Stadt Forst (Lausitz)
Abschlussbericht 10.05.2022
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Auftraggeberin
Stadt Forst (Lausitz) Die Bürgermeisterin Lindenstraße 10 - 12 03149 Forst (Lausitz)
Ansprechpartnerin: Anett Müller Fachbereichsleiterin Fachbereich Bildung und Soziales Tel. 03562 989-300 E-Mail: a.mueller@forst-lausitz.de
Auftragnehmerin
B.B.S.M. Brandenburgische Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung mbH Behlertstraße 3a, Haus G 14467 Potsdam
Ansprechpartnerin: Ida Kaiser Tel. 0331/28997-39 ida.kaiser@bbsm-brandenburg.de
gefördert durch:
Das vorliegende Konzept wurde anteilig mit Mitteln des Bundes und des Landes Brandenburg gefördert.
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Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkungen / Schullandschaft in Forst 4 2 Steckbriefe der Schulstandorte 5 2.1 Steckbrief Grundschule Nordstadt 7 2.2 Steckbrief Grundschule Mitte 10 2.3 Steckbrief Grundschule Keune 13 2.4 Steckbrief Gutenberg Oberschule 16
3 Bevölkerungsentwicklung 19 3.1 Natürliche Bevölkerungsbewegungen und Wanderungen 2017-2021 19 3.2 Bevölkerungsvorausberechnung 25 3.2.1 Szenario Ohne Wanderungen 25 3.2.2 Szenario Wirtschaft 26 3.2.3 Szenario Peripherie 26 3.3 Entwicklung der Bevölkerungszahl nach Altersgruppen bis 2035 27
4 Ableitung der Zahlen der Schülerinnen und Schüler und der Zügigkeit 30 4.1 Grundschulen 30 4.2 Exkurs: Abgleich mit der Schulentwicklungsplanung des LK Spree-Neiße 33 4.3 Übergang in die 7. Klasse 34
5 Ziele für die Schule 39 5.1 Workshop: Schule der Zukunft 39 5.2 Ziele aus Analyse und Workshop 46
6 Weiterentwicklung der Schullandschaft 48 6.1 Varianten für die Entwicklung der kommunalen Schulen 49 6.1.1 Forster Modell 49 6.1.2 Fokus Mitte 52 6.1.3 Minimal-/Trendvariante 54 6.1.4 Grundschule in Fabrik 56 6.1.5 Schulzentrum 58 6.2 Übersicht zu den Varianten 60 6.3 Erwägungen zu den Varianten 61 6.4 Langfristige Perspektive für die Oberschule 61 6.5 Ausblick / Nächste Schritte 62
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
1 Vorbemerkungen / Schullandschaft in Forst
In Forst (Lausitz) gibt es derzeit fünf Grundschulen, davon drei in kommunaler Trägerschaft (Grundschule Mitte, Grundschule Keune, Grundschule Nordstadt) sowie zwei in freier Trägerschaft (Evangelische Grundschule und Archimedes-Grundschule). Im Schuljahr 2021/2022 wurden diese Grundschulstandorte von insgesamt 856 Grundschulkindern besucht. Die Grundschulkinder aus der Kernstadt und den Ortsteilen werden nach Schulbezirken auf die zuständigen Grundschulen verteilt. Die Schulen in freier Trägerschaft sind in der Schulbezirkssatzung nicht berücksichtigt. In der Stadt befinden sich darüber hinaus zwei weiterführende Schulen: das Friedrich-Ludwig-Jahn- Gymnasium in der Trägerschaft des Landkreises (Schuljahr 2021/2022. 471 Schülerinnen und Schüler) und die Gutenberg Oberschule in kommunaler Trägerschaft mit 275 Schülerinnen und Schülern. Weiterhin gibt es die Wichern-Schule (freier Träger), eine von zwei Schulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ im Landkreis Spree-Neiße. Sie macht Unterrichtsangebote in der Primarstufe und der Sekundarstufe I für Kinder aus dem gesamten Landkreis und vereinzelt auch aus anderen Landkreisen. Laut Schulentwicklungsplanung des Landkreises kommen etwa 40% der derzeit rund 100 dort beschulten Kinder aus Forst (Lausitz). Die Stadt Forst (Lausitz) ist bestrebt, die Schullandschaft in kommunaler Trägerschaft an zukünftige Entwicklungen und Aufgaben anzupassen. Dazu gab es bereits verschiedene Initiativen und Vorstöße. Investitionsschwerpunkt der letzten Jahre war die Grundschule Mitte, während die Zukunft der Grundschule Keune zwischenzeitlich in Frage stand, dann jedoch Sanierungs- und Neubaukonzepte geprüft wurden. Im Zuge dieser Überlegungen wurde deutlich, dass es eine große Unsicherheit in Bezug auf die zu erwartende Entwicklung der Kinderzahlen gibt und für Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Schullandschaft mit großer Tragweite die Informationsbasis nicht ausreicht. Aus diesem Grund wurde ein Schulentwicklungskonzept ausgeschrieben. Die B.B.S.M. wurde am 29.11.2021 beauftragt, dieses zu erstellen. Die vier Schulen in kommunaler Trägerschaft sind Hauptgegenstand des vorliegenden Konzeptes. Im Rahmen der Analyse wurden jeweils Rahmenbedingungen, soziale Aspekte und Besonderheiten der Schulen erfasst und im Zuge der Begehungen und Interviews mit Schul- und Hortleitungen vertieft. Die Ergebnisse der Begehungen wurden in Steckbriefen zusammengefasst (Abschnitt 2). In einem zweiten Schritt wurde eine Analyse der Bevölkerungsentwicklung der letzten Jahre durchgeführt (Abschnitt 3.1) sowie Szenarien zur zukünftigen Entwicklung der Bevölkerungszahlen erarbeitet (Abschnitt 3.2). Daraus werden die zu erwartenden Schülerzahlen (Abschnitt 4) berechnet und – unter Berücksichtigung der Rolle der Schulen anderer Träger – schließlich die Anzahl der Klassen für die kommunalen Schulen abgeleitet. Die Ergebnisse wurden am 22.02.2022 präsentiert und diskutiert. Das Gymnasium in Trägerschaft des Landkreises sowie die Grundschulen der freien Träger sind nicht Gegenstand des vorliegenden Konzeptes, allerdings auch Bestandteil der Forster Schullandschaft. Insofern wurden sie in den Varianten zur Weiterentwicklung der Schullandschaft (Abschnitt 6) berücksichtigt. In die Varianten sind maßgeblich die Ergebnisse des Beteiligungsworkshops mit dem Thema „Schule der Zukunft“ eingeflossen, der im März stattfand (Abschnitt 5.1), sowie die aus dem
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Gesamtprozess abgeleiteten Ziele (Abschnitt 5.2). Der Bericht schließt mit einem Ausblick auf die nächsten Schritte, die sich aus dem Konzept ergeben. Im gesamten Bericht wird auf die Auswirkungen der Fluchtbewegungen aus der Ukraine nicht eingegangen. Da der weitere Verlauf und die Dauer des Krieges unklar sind, können keine fundierten Aussagen dazu getroffen werden, inwieweit die derzeitige kriegsbedingte Zuwanderung aus der Ukraine Auswirkungen auf die Schlussfolgerungen dieses Konzeptes haben könnte.
2 Steckbriefe der Schulstandorte
Im Rahmen der Ist-Analyse wurden im Dezember 2021 und im Januar 2022 Begehungen der vier Schulen in kommunaler Trägerschaft durchgeführt. Diese waren verbunden mit ausführlichen Gesprächen mit den jeweiligen Schul- und Hortleitungen, so dass jeweils ein gutes Bild von den Stärken und Schwächen der einzelnen Standorte entstand. Die Ergebnisse wurden in Steckbriefen mit Fotos aufbereitet. Zusammenfassend wird festgestellt, dass bei den drei kommunalen Grundschulstandorten eklatante Unterschiede in Bezug auf den Zustand von Gebäuden und Außenanlagen, die sozialen Problemlagen und die Raumbedarfe vorliegen. Die zentralen Aussagen kann man wie folgt zusammenfassen:
▪ In die zweizügige Grundschule Forst Mitte sind seit 2010 kontinuierlich Investitionen für eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen in Höhe von insgesamt über 4,5 Mio. Euro geflossen. Der allgemeine bauliche Zustand ist gut. Es bestehen zusätzliche Raum- und Flächenbedarfe. Die Unterbringung des Hortes in zwei unterschiedlichen Gebäudeteilen ist problematisch. Ein relativ hoher Anteil an Schülerinnen und Schülern aus sozial schwachen Familien und mit Migrationshintergrund führt zu erhöhten Bedarfen an Räumlichkeiten für Teilung, Förderung und sonstige spezielle Angebote. ▪ Die zweizügige Grundschule Nordstadt hat ebenfalls zusätzliche Platzbedarfe in Schule und Hort. Der Zustand der Gebäude und Anlagen ist sehr gut. ▪ Die dörflich gelegenen Gebäude der einzügigen Grundschule Keune sind in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Investitionen wurden, aufgrund der unklaren Perspektive der Schule in den vergangenen Jahren, nur punktuell getätigt. Eine Ausnahme ist der Neubau der Turnhalle. Gleichzeitig sind sowohl die Schüler- und Elternschaft als auch das Kollegium und viele Vetreterinnen und Vertreter der Stadtgesellschaft mit dem Standort sehr verbunden. Die Übergangsquote auf das Gymnasium ist die höchste aller städtischen Grundschulen.
Die Begehung der Gutenberg-Oberschule hat gezeigt, dass der bauliche Zustand als befriedigend einzustufen ist. Allerdings sind die vorhandenen Gebäude für die Umsetzung moderner pädagogischer Ansätze und des Ganztagskonzeptes kaum geeignet. Platz- und Raummangel sind ein großes Problem. Die fehlende Barrierefreiheit steht im Widerspruch zum Status als Schule für Gemeinsames Lernen. Hinzu kommen soziale Problemlagen in der Schülerschaft und Personalengpässe, die den Schulalltag prägen.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Die – anhand des nach Grundschulen differenzierten Wahlverhaltens – angenommenen Unterschiede in der Sozialstruktur der Schülerschaft (siehe Abschnitt 4.3) setzen sich in der Verteilung zwischen Gymnasium und Oberschule fort. Die größeren sozialen Problemlagen in der Oberschule korrespondieren dabei mit einer baulich-räumlich nachteiligen Situation im Vergleich zum Gymnasium. Das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium (in Trägerschaft des Landkreises) bietet in einem repräsentativen Objekt mit großzügigem Raumangebot optimale Lernvoraussetzungen. Die Oberschule als Schule für gemeinsames Lernen mit erhöhten Förderbedarf ist demgegenüber durch kleine, z.T. ungünstig geschnittene Klassenräume und fehlende Räume für die pädagogisch notwendigen Angebote gekennzeichnet.
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2.1 Steckbrief Grundschule Nordstadt
| e lu h c S n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Grundschule Nordstadt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschrift | Frankfurter Straße 48 | |||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | ||||||||
| Leitung | Frau Ast | |||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | |||||||
| Zügigkeit | 2-zügig in allen Jahrgangsstufen | 2-zügig in allen Jahrgangsstufen | ||||||
| (Schuljahr 2021/22) | ||||||||
| Anzahl Schülerinnen und | 283 (laut Schulporträt) | |||||||
| Schüler (2021/22) | ||||||||
| t r o H n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Einrichtung | Hort Sonnenstadt in der Grundschule Nordstadt | |||||
| Anschrift | Frankfurter Straße 48 | |||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | ||||||||
| Leitung | Frau Hagen | |||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | |||||||
| Anzahl Hortkinder | Kapazität 173 Kinder, derzeit 126 (Angabe Hortleitung), | |||||||
| hauptsächlich 1. bis 4. Jahrgangsstufe, wenige Kinder aus 5. | ||||||||
| Klassen | ||||||||
| Ergänzung | 10-15 Kinder gehen in den Hort der Kita Fröbel (freier Träger) | |||||||
| Versorgungsgrad Hort | 1.-4- Klasse: 79% | |||||||
| (1.-6- Klasse: 55%) |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
| n e h c ä lf t r o p S ,n e h c ä lf ie r F d n u e d u ä b e G | Saniertes historisches Schulgebäude aus dem 19. | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahrhundert | ||||||
| ▪ Vollständige Sanierung der Gebäude bis 2005 und | ||||||
| Umbau zur multimedialen Grundschule | ||||||
| ▪ Internetverfügbarkeit in jedem Raum | ||||||
| ▪ Moderne, helle Räumlichkeiten in sehr gutem | ||||||
| Zustand | ||||||
| ▪ Fehlende Teilungsräume und Lagermöglichkeiten, | ||||||
| fehlender Raum für Schulsozialarbeit | ||||||
| ▪ Moderner Glasanbau (Mehrzweckraum; | ||||||
| Nutzungseinschränkungen bedingt durch schlechte | ||||||
| Akustik) | ||||||
| Saniertes historisches Hortgebäude aus dem 19. | ||||||
| Jahrhundert | ||||||
| ▪ Helle, moderne Räumlichkeiten in sehr gutem | ||||||
| Zustand | ||||||
| ▪ Nachgerüstete Akustikdecken | ||||||
| ▪ Starke Hitzeentwicklung im Glastreppenhaus im | ||||||
| Sommer | ||||||
| ▪ Fehlendes Erzieherzimmer und Ruheraum, Raum für | ||||||
| Kiez-Kita fehlt | ||||||
| ▪ Erdgeschoss: Familientreff Paul-Gerd-Werk nutzt zwei | ||||||
| kleine und einen großen Raum | ||||||
| Sporthalle | ||||||
| ▪ Historische Sporthalle (1927) | ||||||
| ▪ Probleme mit schlechter Akustik | ||||||
| ▪ Verdunklungsmöglichkeit durch Vorhänge | ||||||
| ▪ Nutzung einer ehemaligen Umkleide als Ruheraum für | ||||||
| Achtsamkeitstraining | ||||||
| Freiflächen | ||||||
| ▪ Schulhof zwischen den Gebäuden hauptsächlich | ||||||
| gepflastert, wenig Spiel- oder Klettermöglichkeiten, | ||||||
| wenig Schatten | ||||||
| ▪ Spielbereich östlich des Hortgebäudes mit | ||||||
| Klettergerüst, Sandkasten und weiteren | ||||||
| Spielmöglichkeiten | ||||||
| ▪ Großzügige Sportflächen im nordwestlichen Teil des | ||||||
| Geländes mit Rundlaufbahn, Rasenfläche und | ||||||
| Bolzplatz |
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| - s g n u r e in a S e t n a lp e G | n e m h a n ß a m | ▪ Errichtung der digitalen Infrastruktur über Digitalpakt ist z.T. bewilligt und in Planung ▪ Dachsanierung Schulgebäude ▪ Schließung der Wand zwischen Mehrzweckraum und Schulgebäude | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| e s s in t n n e k r E r e d g n u s s a f n e m m a s u Z | g n u h e g e B r e d s u a | Die Grundschule Nordstadt im nördlichen Teil der Innenstadt und grenzt sowohl an | |||||
| Mehrfamilienhaus- als auch an Einfamilienhausgebiete. Der bauliche Zustand der Gebäude ist | |||||||
| sehr gut, nach einer umfassenden Sanierung vor etwa 15 Jahren. Die Räumlichkeiten sind hell | |||||||
| und modern, die technische Ausstattung gut. | |||||||
| Es gibt einige Raumbedarfe, vor allem Lagermöglichkeiten werden in Schule und Hort benötigt. | |||||||
| Es besteht darüber hinaus ein Bedarf an weiteren Teilungsräumen. Im Erdgeschoss des | |||||||
| Hortgebäudes werden einige Räume durch einen Familientreff des Paul-Gerd-Werkes genutzt. | |||||||
| Der Schulhof bietet eher wenig Spiel-, Tobe- und Klettermöglichkeiten und bietet wenig | |||||||
| Schatten. Dies gilt auch für die großzügigen Außensportanlagen. | |||||||
| Insgesamt gibt es am Standort der Grundschule Nordstadt eher kleinteiligen Handlungsbedarf. |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
2.2 Steckbrief Grundschule Mitte
| e lu h c S n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Grundschule Forst Mitte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschrift | Max-Fritz-Hammer-Straße 15 | ||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | |||||||
| Leitung | Frau Hiersick | ||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | ||||||
| Zügigkeit (Schuljahr 2021/22) | 2-zügig in allen Jahrgangsstufen | 2-zügig in allen Jahrgangsstufen | |||||
| Anzahl Schülerinnen und Schüler (2021/22) | 235 (laut Schulporträt) | ||||||
| Besonderheiten | Ganztagsschule in Form der verlässlichen Halbtagsschule | ||||||
| t r o H n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Hort der Grundschule Forst Mitte | |||||
| Anschrift | Max-Fritz-Hammer-Straße 15 | ||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | |||||||
| Leitung | Frau Schwarzer | ||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | ||||||
| Anzahl Hortkinder | Kapazität 140 Kinder, derzeit 114 (Angabe Hortleitung), | ||||||
| hauptsächlich 1. bis 4. Jahrgangsstufe, wenige Kinder aus 5. und | |||||||
| 6. Klassen | |||||||
| Versorgungsgrad Hort | 1.-4- Klasse: 77% | ||||||
| (1.-6- Klasse: 51%) |
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| n e h c ä lf t r o p S ,n e h c ä lf ie r F d n u e d u ä b e G | Schulgebäude in Plattenbauweise | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| ▪ Sanierung Gebäudehülle 2009-2014 | ||||||
| ▪ sukzessive Sanierung und Renovierung, je nach | ||||||
| Verfügbarkeit von Fördermöglichkeiten, teilweise sind | ||||||
| Räume saniert und mit Schallschutz und breiten Türen | ||||||
| ausgestattet | ||||||
| ▪ Anbau von Aufzug auf der Ostseite 2021, wegen z.T. | ||||||
| zu schmaler Innentüren ist nur eine teilweise | ||||||
| barrierefreie Erschließung gegeben | ||||||
| ▪ Internet nur in einzelnen Räumen verfügbar | ||||||
| ▪ Neu ausgestatteter WAT-Raum im Keller | ||||||
| ▪ Sanitäranlagen saniert, behindertengerecht | ||||||
| ▪ Fehlende Arbeitsplätze für Lehrkräfte und | ||||||
| Ganztagskoordination, fehlende Lagerflächen – Räume | ||||||
| werden für besondere pädagogische Aufgaben | ||||||
| benötigt (z.B. Deutsch als Zweitsprache) | ||||||
| ▪ Große, helle Aula – keine Lagermöglichkeiten für | ||||||
| Bestuhlung | ||||||
| ▪ Räumlichkeiten der Schulsozialarbeit im Seitenflügel, | ||||||
| nur vom Hof zugänglich | ||||||
| Hort | ||||||
| ▪ Klasssenstufe 1-2: in ehemaliger Hausmeisterwohnung | ||||||
| im Erdgeschoss, sehr eng und verwinkelt, keine | ||||||
| eigenen Sanitäranlagen, kleine Sanitärräume für | ||||||
| Personal, die gleichzeitig als Lagerräume genutzt | ||||||
| werden, ein nahegelegener Klassenraum in | ||||||
| Doppelnutzung (wird jeden Tag umgeräumt) | ||||||
| ▪ Klassenstufe 3-4: mit Trockenbauwänden unterteilte | ||||||
| ehemalige Klassenräume im 2. OG, fehlende Türen | ||||||
| und fehlender Schallschutz führen zu hohem | ||||||
| Lärmpegel, kleines Leitungsbüro mit Küche für | ||||||
| Personal und Materialschränken | ||||||
| ▪ Nutzung Snoezelraum im Keller | ||||||
| ▪ Nutzung von Klassenräumen für Hausaufgaben | ||||||
| ▪ Nutzung von Turnhalle und Aula nach Bedarf | ||||||
| ▪ keine Personalräume, fehlende Lagermöglichkeiten, | ||||||
| unzureichende Sanitärräume für Erzieher, durch | ||||||
| räumliche Trennung keine Möglichkeit der Einrichtung | ||||||
| von Themenräumen |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
| Sporthalle ▪ Sanierung vor 10 Jahren, Zustand gut | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Freiflächen | ||||||||||
| ▪ Schulhof zwischen den Gebäuden hauptsächlich | ||||||||||
| gepflastert, wenig Spiel- oder Klettermöglichkeiten, | ||||||||||
| wenig Schatten | ||||||||||
| ▪ Nutzung durch außerschulische Personen außerhalb | ||||||||||
| der Schulzeit und in den Ferien erlaubt – manchmal | ||||||||||
| Probleme durch Verunreinigungen oder | ||||||||||
| Nutzungskonflikte mit Jugendlichen | ||||||||||
| ▪ Sportflächen im südlichen Teil des Geländes, | ||||||||||
| Tartanplatz bekommt zeitnah neuen Belag | ||||||||||
| - s g n u r e in a S e t n a lp e G | n e m h a n ß a m | ▪ Errichtung der digitalen Infrastruktur über Digitalpakt | ||||||||
| ist z.T. bewilligt und in Planung | ||||||||||
| ▪ Vor- oder Entwurfsplanung für Anbau auf Ostseite mit | ||||||||||
| Integration des neuen Aufzuges liegt vor, Nutzung für | ||||||||||
| Hort im EG, für Schulleitung und Personal im 1. OG | ||||||||||
| und für zusätzliche Räumlichkeiten (Time-Out-Raum, | ||||||||||
| Teilungsräume, Sonderpädagogik) im 2.OG | ||||||||||
| g n u h e g e B r e d s u a e s s in t n n e k r E r e d g n u s s a f n e m m a s u Z | Die Grundschule Forst Mitte ist zentral – inmitten des Fördergebietes „Soziale Stadt“ gelegen. | |||||||||
| Der bauliche Zustand des Gebäudes ist grundsätzlich gut. In vielen Räumen besteht noch | ||||||||||
| Sanierungsbedarf, um eine einheitliche Qualität herzustellen. Die Sanitärbereiche sind neu und | ||||||||||
| behindertengerecht, ebenso einige Klassenräume. Es fehlen Arbeitsplätze für das Personal, | ||||||||||
| Teilungsräume und Lagermöglichkeiten. | ||||||||||
| Der Anteil von Kindern aus sozial benachteiligten Familien ist an der Grundschule Forst Mitte | ||||||||||
| im Vergleich zu den anderen Grundschulstandorten höher. Die Integration von Kindern mit | ||||||||||
| Migrationshintergrund funktioniert gut, erfordert aber ein großes pädagogisches Engagement | ||||||||||
| und entsprechende räumliche Kapazitäten. Der Versorgungsgrad im Hort ist stadtweit der | ||||||||||
| niedrigste, ebenso die Übergangsquote auf das Gymnasium. | ||||||||||
| Der Hort wünscht sich größere und nach Funktionen ausgerichtete Räume für die offene Arbeit | ||||||||||
| (Bauraum, Entspannungsraum, große Küche, Medienraum). Momentan ist der Hort sehr stark | ||||||||||
| räumlich getrennt, da die Gruppen in verschiedenen Gebäudeteilen untergebracht sind. Seit | ||||||||||
| April 2022 existiert im Rahmen des Programmes „Kiez-Kita“ eine zusätzliche Stelle, die einen | ||||||||||
| weiteren Raum benötigt. | ||||||||||
| Eine Planung (LP 3) für einen Anbau auf der Ostseite des Gebäudes liegt vor. | ||||||||||
| Die Außenanlagen bieten wenig Anregungen zu körperlicher Betätigung (Klettergerüste, | ||||||||||
| Wasserspielplatz, Beete), keine überdachten Bereiche und nicht ausreichend Sonnenschutz. |
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2.3 Steckbrief Grundschule Keune
| e lu h c S n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Grundschule Keune | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschrift | Keuner Straße 100 | |||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | ||||||||
| Leitung | Frau Foerster | |||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | |||||||
| Zügigkeit | 1-zügig, in 5. Jahrgangsstufe 2-zügig | 1-zügig, in 5. Jahrgangsstufe 2-zügig | ||||||
| (Schuljahr 2021/22) | ||||||||
| Anzahl Schülerinnen und | 149 (laut Schulporträt) | |||||||
| Schüler (2021/22) | ||||||||
| Besonderheiten | Besonderheiten | ▪ FLEX – Optimierung des Schulanfangs | ||||||
| ▪ Schule für Gemeinsames Lernen in der Primarstufe | ||||||||
| t r o H n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Hort Pfiffikus in der Grundschule Keune | ||||||
| Anschrift | Keuner Straße 100 | |||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | ||||||||
| Leitung | Herr Hubaleck | |||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | |||||||
| Anzahl Hortkinder | Kapazität 102, derzeit 99 (Angabe Hortleitung), hauptsächlich 1. | |||||||
| bis 4. Jahrgangsstufe, wenige Kinder aus 5. Klassen | ||||||||
| Versorgungsgrad Hort | 1.-4. Klasse: 99% | |||||||
| (1.-6. Klasse: 66%) |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
| n e h c ä lf t r o p S ,n e h c ä lf ie r F d n u e d u ä b e G | Drei Gebäude unterschiedlichen Baualters, alle sehr stark | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| sanierungsbedürftig mit eklatanten Defiziten: | ||||||||
| ▪ keine barrierefreie Erschließung der Gebäude | ||||||||
| gewährleistet | ||||||||
| ▪ Instandhaltung: nur das Nötigste an Reparaturen | ||||||||
| ▪ Ausstattung teilweise erneuert: Mobiliar, Computer, | ||||||||
| Sonnenschutz an Fenstern | ||||||||
| ▪ Renovierung einzelner Räume, auch viel durch | ||||||||
| Förderverein, Elterninitiativen oder Kollegium | ||||||||
| organisiert | ||||||||
| ▪ Internet nur in einzelnen Räumen des Schulgebäudes | ||||||||
| verfügbar | ||||||||
| Schulgebäude | ||||||||
| ▪ Baujahr 1981 | ||||||||
| ▪ Nutzung für Schulbetrieb und teilweise für Hort | ||||||||
| ▪ Dach undicht - teilweise Wassereintritt ins Gebäude | ||||||||
| ▪ veraltete Elektrik, Risse, Rohre auf Putz | ||||||||
| ▪ Geruchsbildung, Sanitäranlagen noch im | ||||||||
| Originalzustand | ||||||||
| Hortgebäude | ||||||||
| ▪ errichtet Anfang 20. Jh. | ||||||||
| ▪ vermietete Wohnung im Dachgeschoss, | ||||||||
| Gruppenräume im Erd- und Obergeschoss, | ||||||||
| Mehrzweckraum im Erdgeschoss | ||||||||
| ▪ neue Sanitäranlagen im Erdgeschoss (2020) | ||||||||
| ▪ Deckenputz locker im Obergeschoss | ||||||||
| ▪ Holzfenster stark geschädigt | ||||||||
| Altes Schulgebäude ▪ ältestes Gebäude, errichtet im 19. Jh. ▪ Flexräume und Sonderpädagogik ▪ keine Toiletten ▪ Elektrik oft überlastet | Altes Schulgebäude | |||||||
| ▪ ältestes Gebäude, errichtet im 19. Jh. | ||||||||
| ▪ Flexräume und Sonderpädagogik | ||||||||
| ▪ keine Toiletten | ||||||||
| ▪ Elektrik oft überlastet |
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| ▪ Schulhof zwischen den Gebäuden hauptsächlich | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| asphaltiert, viele Schwellen, wenig Spielgeräte | ||||||||||
| ▪ Rückwärtige Freifläche nordöstlich des Schulgebäudes | ||||||||||
| wird nicht genutzt | ||||||||||
| ▪ Außenfläche Hort im südwestlichen Teil des Geländes | ||||||||||
| mit einigen Spielgeräten und stark genutztem | ||||||||||
| Bolzplatz | ||||||||||
| ▪ Sportflächen und Sporthalle in der Sporthalle Keune am Ortseingang aus Richtung Innenstadt (Neubau, hervorgegangen aus der Machbarkeitsstudie 2018) | ▪ Sportflächen und Sporthalle in der Sporthalle Keune | |||||||||
| am Ortseingang aus Richtung Innenstadt (Neubau, | ||||||||||
| hervorgegangen aus der Machbarkeitsstudie 2018) | ||||||||||
| n e m h a n ß a m s g n u r e in a S e t n a lp e G | ▪ Errichtung der digitalen Infrastruktur über Digitalpakt | |||||||||
| ist z.T. bewilligt und in Planung | ||||||||||
| ▪ Verschiedene Planungen liegen schon vor: | ||||||||||
| ▪ Machbarkeitsstudie 2018: Erweiterung des | ||||||||||
| Schulgebäudes mit grundlegender Sanierung, | ||||||||||
| Sanierung von altem Schulgebäude und Hortgebäude | ||||||||||
| und Verbindung über gläsernen Anbau, Errichtung | ||||||||||
| einer neuen Sporthalle | ||||||||||
| ▪ Machbarkeitsstudie 2021: Errichtung eines Neubaus | ||||||||||
| neben der neuen Sporthalle ist möglich | ||||||||||
| ▪ Aktuell keine grundlegenden Sanierungsmaßnahmen | ||||||||||
| möglich, wegen weiterhin unsicherer Perspektive des | ||||||||||
| Standortes und der Schule insgesamt, allerdings | ||||||||||
| werden instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt | ||||||||||
| (u.a. Dach, Heizung) | ||||||||||
| r e d s u a e s s in t n n e k r E r e d g n u s s a f n e m m a s u Z | g n u h e g e B | Die Grundschule Keune ist ansprechend in dörflicher Umgebung gelegen. Sowohl die Leitung | ||||||||
| als auch das Kollegium sowie Eltern und Kinder sind mit dem Standort sehr verbunden. Die | ||||||||||
| Nachfrage ist stabil, trotz des sehr schlechten baulichen Zustands der Gebäude. | ||||||||||
| Durch den Schließungsbeschluss 2011 und seine Aufhebung 2015 gibt es seit Jahren eine | ||||||||||
| große Ungewissheit über die Perspektive der Schule, gleichzeitig trifft man auf sehr engagierte | ||||||||||
| Leitungen, aktive Eltern und ein gutes kollegiales Miteinander. Der Versorgungsgrad im Hort | ||||||||||
| ist stadtweit am höchsten. | ||||||||||
| Die Verwirklichung moderner pädagogischer Ansätze wird durch die begrenzte Verfügbarkeit | ||||||||||
| und Flexibilität der Räumlichkeiten deutlich eingeschränkt. Es fehlen Kunst- und Nawi-Raum, | ||||||||||
| eine Aula und Förderräume. Der Hort benötigt einen Ruheraum. | ||||||||||
| Die Außenflächen bieten wenig altersgerechte Spielmöglichkeiten zum Klettern und Toben. | ||||||||||
| Vor allem aufgrund des schlechten Zustandes der Gebäude lässt sich der Schulbetrieb auf | ||||||||||
| diesem Standort nur noch notdürftig aufrechterhalten. |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
2.4 Steckbrief Gutenberg Oberschule
| e lu h c S n e b a g n A e n ie m e g llA | Einrichtung | Gutenberg Oberschule Forst (Lausitz) | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschrift | Bahnhofstraße 31 | |||||||
| 03149 Forst (Lausitz) | ||||||||
| Leitung | Frau König | |||||||
| Trägerschaft | Stadt Forst (Lausitz) | |||||||
| Zügigkeit | 3-zügig, in Jahrgangsstufe 9 2-zügig | 3-zügig, in Jahrgangsstufe 9 2-zügig | ||||||
| (Schuljahr 2021/22) | ||||||||
| Anzahl Schülerinnen und | 275 (laut Schulporträt) | |||||||
| Schüler (2021/22) | ||||||||
| Besonderheiten | Besonderheiten | ▪ Ganztagsschule (mit Ganztagsangeboten und | ||||||
| Förderunterricht) | ||||||||
| ▪ Schule für Gemeinsames Lernen in der Sekundarstufe I |
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| n e h c ä lf t r o p S ,n e h c ä lf ie r F d n u e d u ä b e G | Historische Schulgebäude an der Bahnhofstraße, errichtet | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| im 19. Jahrhundert | ||||||||
| ▪ Klassenräume klein und teilweise ungünstig | ||||||||
| geschnitten, größtenteils unrenoviert (manche | ||||||||
| renoviert in Eigenleistung) | ||||||||
| ▪ Probleme mit Straßenlärm und Hitzeentwicklung | ||||||||
| ▪ Fehlende Sammlungs-, Lager- und | ||||||||
| Vorbereitungsräume | ||||||||
| ▪ Fehlende Arbeitsplätze für Lehrkräfte | ||||||||
| ▪ Fehlende Ausstattung mit Waschbecken, | ||||||||
| Smartboards, Computern mit Internetzugang | ||||||||
| ▪ Dachgeschoss mit großen Räumen kann wegen | ||||||||
| fehlendem zweiten Rettungsweg nicht genutzt | ||||||||
| werden | ||||||||
| ▪ Keine Barrierefreiheit (fehlender Aufzug) | ||||||||
| Hofseitiger Neubau (erbaut 1998/1999) ▪ Moderne Räumlichkeiten mit gut ausgestatteten Fachräumen ▪ Mehrzweckraum mit Bühne als Unterrichtsraum genutzt ▪ Starke Rissbildung im ganzen Gebäude ▪ Anbau mit Räumlichkeiten für Schulsozialarbeit 2012 | Hofseitiger Neubau (erbaut 1998/1999) | |||||||
| ▪ Moderne Räumlichkeiten mit gut ausgestatteten | ||||||||
| Fachräumen | ||||||||
| ▪ Mehrzweckraum mit Bühne als Unterrichtsraum | ||||||||
| genutzt | ||||||||
| ▪ Starke Rissbildung im ganzen Gebäude | ||||||||
| ▪ Anbau mit Räumlichkeiten für Schulsozialarbeit 2012 | ||||||||
| Sporthalle | ||||||||
| ▪ Befindet sich in einer Entfernung von ca. 250m in | ||||||||
| nördlicher Richtung in der Bahnhofstraße | ||||||||
| ▪ Umfassende Sanierung 2017 | ||||||||
| Freiflächen | ||||||||
| ▪ Schulhof zwischen den Gebäuden hauptsächlich | ||||||||
| gepflastert, mit Sitzmöglichkeiten und großen | ||||||||
| Bäumen – keine attraktiven, jugendgerechten | ||||||||
| Aufenthaltsbereiche oder Gestaltungsansätze | ||||||||
| ▪ Grünfläche hinter Neubau mit Beachvolleyballfeld | ||||||||
| e t n a lp e G | - s g n u r e in a S | ▪ Errichtung der digitalen Infrastruktur über Digitalpakt n e ist z.T. bewilligt und in Planung m h ▪ Machbarkeitsstudie Weiterentwicklung Schulstandort a n ß für 2022/2023 geplant a m | ▪ Errichtung der digitalen Infrastruktur über Digitalpakt | |||||
| ist z.T. bewilligt und in Planung | ||||||||
| ▪ Machbarkeitsstudie Weiterentwicklung Schulstandort | ||||||||
| für 2022/2023 geplant |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
| g n u h e g e B r e d s u a e s s in t n n e k r E r e d g n u s s a f n e m m a s u Z | Die Gutenberg Oberschule Forst (Lausitz) liegt zentral im Stadtzentrum in der Nähe des | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bahnhofs. Die Räumlichkeiten sind untergebracht in einem straßenseitig gelegenen | |||||
| historischen Gebäudeensemble und einem Neubau aus den späten 1990er Jahren, der sich auf | |||||
| dem Hof befindet. | |||||
| Generell ist der bauliche Zustand als renovierungsbedürftig einzuschätzen. Im hofseitig | |||||
| gelegenen Neubau gibt es massive Rissbildung im gesamten Gebäude, ansonsten sind die | |||||
| Räumlichkeiten in gutem Zustand. | |||||
| Darüber hinaus entsprechen die Klassenräume im Hauptgebäude nicht den Vorstellungen | |||||
| zeitgemäßer Pädagogik: sie sind zu klein und teilweise ungünstig geschnitten. Insgesamt ist die | |||||
| Raumanzahl bzw. die zur Verfügung stehende Fläche als nicht ausreichend einzuschätzen. Es | |||||
| fehlen Lehrerarbeitsplätze, Lager- und Vorbereitungsräume, einzelne Fachräume mit | |||||
| entsprechender Ausstattung, Differenzierungsräume sowie Gruppenräume für | |||||
| Ganztagsangebote. | |||||
| Obwohl die Gutenberg Oberschule eine Schule für Gemeinsames Lernen ist, sind die Gebäude | |||||
| nicht barrierefrei. Aufgrund einer zu hohen Schülerzahl pro Klasse sowie den mangelnden | |||||
| räumlichen Möglichkeiten, können die Lehrkräften derzeit den Anforderungen an eine Schule | |||||
| für Gemeinsames Lernen nach Auskunft der Schulleitung nur unzureichend gerecht werden. | |||||
| Teilweise vorhandene problematische soziale Hintergründe, Lernschwierigkeiten, | |||||
| Sprachbarrieren oder Verhaltensauffälligkeiten stellen große pädagogische Herausforderungen | |||||
| dar. Die derzeitige räumliche Situation bietet keine Ansatzpunkte für die praktische Umsetzung | |||||
| pädagogischer Konzepte, die dieser Herausforderung besser gerecht werden könnten. |
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3 Bevölkerungsentwicklung
Zur Analyse der Bevölkerungsentwicklung wurden Daten für die Jahre 2017 bis 2021 zum Bevölkerungsstand, zu Geburten und Sterbefällen sowie zu Wanderungsbewegungen beim Bürgeramt der Stadt Forst (Lausitz) herangezogen. Auf dieser Datengrundlage erfolgte einerseits die rückblickende Analyse der natürlichen Bevölkerungsbewegungen und Wanderungen. Die Daten dienen gleichzeitig als Eingangswerte für die Erstellung der Bevölkerungsvorausberechnung, die wiederum die Grundlage für die Betrachtung künftiger Kinderzahlen und Zügigkeiten für die Schulentwicklungsplanung bildet.
3.1 Natürliche Bevölkerungsbewegungen und Wanderungen 2017-2021
Die Stadt Forst (Lausitz) hat in den Jahren 2017-2021 einen Bevölkerungsrückgang von rund 750 Personen auf knapp 18.000 Personen verzeichnet. Der Anteil der Bürgerinnen und Bürger mit ausländischer Staatsangehörigkeit weist eine steigende Tendenz auf und betrug 2021 5,9% (2,4% aus EU-Ländern, 3,5% aus Nicht-EU-Ländern. Die Bevölkerungszahl ergibt sich aus dem Bevölkerungsstand und den Bevölkerungsbewegungen. Die natürlichen Bevölkerungsbewegungen sind in der folgenden Abbildung 1 für den Zeitraum 2017 bis 2021 dargestellt: Es wird deutlich, dass ein erheblicher Sterbefallüberschuss vorliegt, das heißt es gibt deutlich mehr Sterbefälle als Geburten. Dies ist nicht ungewöhnlich und in anderen berlinfernen Regionen Brandenburgs in ähnlicher Größenordnung ausgeprägt. In den Jahren 2020 und 2021 fällt der Sterbefallüberschuss besonders deutlich aus, möglicherweise bedingt durch eine Übersterblichkeit während der Corona-Pandemie. Die besonders niedrige Geburtenzahl 2020 (80 Geburten) ist in dieser Größenordnung zwar auf einen statistischen Ausreißer zurückzuführen, läutet jedoch auch das demografische Echo ein.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Abbildung 1
Die Wanderungsbewegungen sind, neben der natürlichen Bevölkerungsentwicklung durch Geburten und Sterbefällen, der zweite bestimmende Faktor für die Veränderung des Bevölkerungsstandes. In einer differenzierten Wanderungsanalyse wurden die Wanderungsverflechtungen der Stadt Forst (Lausitz) detailliert ausgewertet. Die durch die Sterbefallüberschüsse bedingte demografische Schrumpfung kann im Betrachtungszeitraum in keinem Jahr durch Zuwanderung ausgeglichen werden. Abbildung 2 zeigt den Wanderungssaldo für die Jahre 2017 bis 2021 einmal in der Gesamtschau (gelbe Linie) und zusätzlich differenziert nach Staatsangehörigkeit.
Abbildung 2
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Demnach war der Wanderungssaldo in den Jahren 2017 bis 2019 negativ, das heißt es gab mehr Fortzüge als Zuzüge. In den Jahren 2020 und 2021 war der Wanderungssaldo dagegen positiv. Aufsummiert über den fünfjährigen Betrachtungszeitraum gab es eine Nettoabwanderungen von Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit (-115) und eine Nettozuwanderung von Bürgerinnen und Bürgern aus der EU und anderen westlichen Ländern (+86). Mit 159 Nettozuzügen konnte im Jahr 2021 eine deutliche Zuwanderung verzeichnet werden. Betrachtet man die Staatsangehörigkeiten der Zuziehenden zeigt sich, dass der Zuzug im Saldo durch Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit (+64) und Menschen aus Nicht-westlichen Herkunftsländern erfolgte. Diese kamen überwiegend aus Vietnam, Afghanistan, Syrien und dem Kosovo. Für eine Vertiefung der Wanderungsanalyse wurden die Wanderungsverflechtungen der Stadt Forst (Lausitz) mit ihrem Umland und weiteren Regionen näher betrachtet. Die folgende Grafik zeigt die verschiedenen Analysekategorien im Zusammenhang. Als Umland wurden alle an die Stadt Forst (Lausitz) angrenzenden Gemeinden kategorisiert (Groß Schacksdorf-Simmersdorf, Wiesengrund, Neiße-Malxetal, Jänschwalde, Teichland und Heinersbrück). Darüber hinaus wurden Wanderungsverflechtungen mit Cottbus separat ausgewertet, alle weiteren Gebiete in Brandenburg zählen in die Kategorie restliches Brandenburg. Auf Ebene der Bundesländer wurden Berlin und Sachsen separat betrachtet, alle weiteren Ziele zählen zum restlichen Bundesgebiet. Wanderungsverflechtungen mit dem Ausland wurden hier nicht betrachtet.
Abbildung 3
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Abbildung 4
Betrachtet man den Wanderungssaldo nach Ziel und Herkunft im Zeitraum 2017-2021 (nur für Deutsche und EU-Ausländer) nach der oben beschriebenen Gebietskategorisierung, zeigt sich folgendes Bild:
▪ Es gibt eine stetige, aber abnehmende Zuwanderung aus dem Umland. ▪ Es gibt eine stetige aber deutlich schwankende Abwanderung nach Cottbus. ▪ Es gibt volatile und gering ausgeprägte Wanderungssalden mit dem restlichen Brandenburg. ▪ Es gibt eine geringe Zuwanderung aus Berlin in den vergangenen drei Jahren. ▪ Es gibt eine deutliche, aber in den letzten Jahren geringer ausgeprägte, Abwanderung nach Sachsen. ▪ In den letzten drei Jahren gab es eine teilweise deutliche Zuwanderung aus dem restlichen Bundesgebiet.
Analysiert man bei der Zuwanderung aus dem Umland genauer die Herkunft der zugewanderten Personen, wird deutlich, dass sie altersgruppenübergreifend überwiegend aus der Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf gespeist wird. Die Vermutung liegt nahe, dass sie hauptsächlich aus der leerlaufenden Waldsiedlung in Groß Schacksdorf kommt.
22
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Abbildung 5
Zusätzlich zu einer Wanderungsanalyse nach Ziel und Herkunft, bietet sich, um ein tiefgreifendes Verständnis des Wanderungsgeschehens zu erlangen, eine Differenzierung nach Altersgruppen an. Betrachtet werden hier die Altersgruppen unter 18 Jahre in Kombination mit der Altersgruppe 25 bis unter 45 Jahre (Familien), die jungen Menschen im Ausbildungsalter zwischen 18 und 25 Jahren, die älteren Erwachsenen zwischen 45 und unter 65 Jahren sowie die Altersgruppe der Rentner ab 65 Jahren (nur Deutsche und EU-Ausländer).
Abbildung 6
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Wie die Abbildung 6 verdeutlicht gab es im Betrachtungszeitraum zwischen 2017 und 2021 eine Nettozuwanderung von Familien aus Berlin und dem restlichen Bundesgebiet. Familien sind abgewandert nach Sachsen. Im Ausbildungsalter gab es eine Nettozuwanderung aus dem Umland und eine große Nettoabwanderung in alle anderen Regionen, wobei Cottbus das häufigste Ziel war. Diese Bildungsabwanderung ist typisch, die viele junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium die Heimat verlassen. In der Altersgruppe der älteren Erwachsenen zwischen 45 und 65 Jahren ist eine Zuwanderung aus dem Umland (Waldsiedlung) und dem restlichen Bundesgebiet zu verzeichnen. Personen im Rentenalter wandern zu aus dem Umland und Berlin und wandern teilweise ab nach Cottbus. Zusammenfassend wird festgehalten, dass die Nettozuwanderung aus dem Umland sich aus der Waldsiedlung Groß Schacksdorf speist. Der ausgeglichene Wanderungssaldo bei Familien mit dem Umland wird bedingt durch den Familienzuzug aus Groß Schacksdorf. Lässt man Groß Schacksdorf bei der Betrachtung außen vor, ergibt sich eine Netto-Abwanderung ins Umland (Suburbanisierung), die auch bei kleineren Städten wie Forst (Lausitz) zunehmend zu beobachten ist. Es gibt eine Abwanderung in das nächstgelegene Oberzentrum Cottbus, vor allem bei jungen Menschen im Ausbildungsalter. Aus Berlin ist eine leichte Zuzugstendenz zu beobachten, in Richtung Sachsen ein Abwanderungstendenz. Aus dem restlichen Bundesgebiet gibt es Zuzug seit 2019. Das betrifft vor allem Familien und ältere Erwachsene vor dem Rentenalter.
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3.2 Bevölkerungsvorausberechnung
Auf Grundlage der Meldedaten der Jahre 2017 bis 2021 zum Bevölkerungsstand, der Analyse der Zu- und Wegzüge sowie Geburten und Sterbefällen wurde die Bevölkerungszahl der Stadt Forst (Lausitz) bis zum Ende des Betrachtungszeitraumes 2035 vorausberechnet. Um verschiedene mögliche Entwicklungsrichtungen abzudecken, erfolgt die Vorausberechnung in drei Szenarien.
3.2.1 Szenario Ohne Wanderungen
Das Szenario Ohne Wanderungen soll die demografische Grundtendenz verdeutlichen und geht davon aus, dass es weder Zu- noch Abwanderung gibt (Abbildung 7). Die Ist-Zahlen der Jahre 2018 bis 2021 in Gelb zeigen den natürlichen Saldo (Sterbefallüberschüsse). Die dunkelroten Säulen stellen die Wanderungssalden der vergangenen Jahre dar. Der prognostizierte natürliche Saldo ist in Beige dargestellt. Bedingt durch die Annahme, dass es keine Wanderungsbewegungen gibt, sind keine hellroten Säulen für den prognostizierten Wanderungssaldo zu sehen.
Abbildung 7
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
3.2.2 Szenario Wirtschaft
Abbildung 8
Das Szenario Wirtschaft ist das optimistische Szenario und basiert auf der Annahme einer wirtschaftlich positiven Entwicklung im Zuge des Strukturwandels in der Lausitz, die einen Zuzug von Fachkräften nach sich zieht. Der Unterschied zum Szenario Ohne Wanderungen liegt in der Annahme einer konstanten und deutlich ausgeprägten Zuwanderung bis 2035 (rote Säulen). Diese kann zwar nicht die Sterbefallüberschüsse kompensieren, so dass die Schrumpfungstendenz erhalten bleibt. Sie sorgt jedoch für eine deutliche Abschwächung dieser Tendenz.
3.2.3 Szenario Peripherie
Das Szenario Peripherie (Abbildung 9) ist das zurückhaltende Szenario, welches in seinem Verlauf der Landesprognose des LBV nachempfunden ist. Statt eine Zuwanderung anzunehmen wie im Szenario Wirtschaft, wird zusätzlich zu den Sterbefallüberschüssen eine konstante Abwanderung in geringem Ausmaß unterstellt (rote Säulen), die die Schrumpfungstendenz verstärkt.
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Abbildung 9
3.3 Entwicklung der Bevölkerungszahl nach Altersgruppen bis 2035
Abbildung 10
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Abbildung 10 zeigt die vorausberechnete Einwohnerzahl für die Stadt Forst (Lausitz). In allen Szenarien ist, aufgrund der anhaltenden Sterbefallüberschüsse, die nicht durch Zuwanderung kompensiert werden, ein weiterer Rückgang der Einwohnerzahlen zu erwarten. Hatte Forst (Lausitz) im Jahr 2018 noch knapp 18.000 Einwohner, so werden es im Jahr 2035 je nach Szenario noch zwischen 14.600 und 16.200 Einwohner sein. Das bedeutet, dass selbst im optimistischsten Szenario ein Rückgang der Bevölkerungszahl um fast 2.000 Personen bis 2035 zu erwarten ist. Für die vorliegende Schulentwicklungsplanung ist jedoch nicht die Entwicklung der Gesamtbevölkerung ausschlaggebend, sondern die Entwicklung der Bevölkerungszahl in den relevanten Altersgruppen der Grundschulkinder und der Jugendlichen, die eine weiterführende Schule besuchen. Die folgende Abbildung 11 zeigt die Entwicklung der Kinderzahl in der für die Grundschule relevante Altersgruppe von 6 bis unter 12 Jahren. Bis ca. Mitte der 2020er Jahre wird deren Zahl zwischen 800 und 900 liegen. Ab Mitte der 2020er Jahre setzt in allen Szenarien ein stetiger Rückgang ein, der mit der Einschulung des kleinen Geburtsjahrganges 2020 einsetzt. Im Szenario Wirtschaft wäre dann im Jahr 2035 eine Grundschulkinderzahl von 644 erreicht, im Szenario Peripherie eine Zahl von 525. Was diese Entwicklung für die Klassenzahl und die gesamtstädtische Anzahl an Grundschulzügen bedeutet, wird in Abschnitt 4.1 beschrieben. Der deutliche „Knick“ ab Geburtsjahrgang 2020 ist auf das „demografische Echo“ zurückzuführen, d.h. die deutlich kleineren Kohorten der Geburtsjahrgänge ab 1990, die ab 2020 das Alter der höchsten Fertilität erreichen. Dieser Effekt ist ostdeutschlandweit zu spüren.
Abbildung 11
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Für die Betrachtung der weiterführenden Schulen ist die Bevölkerungsentwicklung in der Altersgruppe 12 bis unter 18 Jahre relevant, die in Abbildung 12 dargestellt ist.
Abbildung 12
Der „Knick“, der die Grundschulen Mitte der 2020er Jahre erreicht, kommt in den weiterführenden Schulen dementsprechend sechs Jahre zeitversetzt an. Ab Anfang der 2030er Jahre, geht hier die Zahl der Schülerinnen und Schüler zurück. Im Jahr 2035 wird im Szenario Wirtschaft ein Wert von 742 erreicht, das entspricht einem Rückgang um 158 Personen. Im Szenario Peripherie beträgt die Zahl der Forster Jugendlichen an weiterführenden Schulen 634. Das entspricht 70% des Wertes von 2021.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
4 Ableitung der Zahlen der Schülerinnen und Schüler und
der Zügigkeit
Für eine möglichst genaue Prognose künftiger Kinderzahlen und Zügigkeiten ist es wichtig, die Mechanismen in der Schullandschaft zu analysieren. Dazu gehört es auch, das Pendlerverhalten in der Schülerschaft zu betrachten und ggf. abzubilden. Dies ist in der Regel, aufgrund des höheren Alters und der größeren Einzugsbereiche, in der weiterführenden Schule ausgeprägter, soll jedoch auch bei der folgenden Betrachtung der Primarstufe nicht unberücksichtigt bleiben.
4.1 Grundschulen
In Forst (Lausitz) gibt es fünf Grundschulen, davon drei in kommunaler Trägerschaft, die hier näher beleuchtet werden sollen. An den kommunalen Schulen wurden im Schuljahr 2021/2022 665 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. An den privaten Grundschulen waren es 191 Kinder. Im Schuljahr 2021/2022 besuchten zwei Kinder mit Wohnsitz in Forst (Lausitz) Grundschulen in anderen Gemeinden des Landkreises Spree-Neiße. Insgesamt wurden die Forster Grundschulen von 28 Kindern aus anderen Gemeinden im Landkreis besucht (siehe Abbildung 13). Auf die Grundschule Mitte entfallen davon 11 Einpendler. Ein- bzw. Auspendler aus anderen Landkreisen gab es nicht.
Abbildung 13
Für die Vorausberechnung der Kinderzahl werden zunächst die jeweiligen Einschulungszahlen von Forster Kindern betrachtet, die dann über die Jahre fortgeschrieben werden (Abbildung 14). Da die Zahl der pendelnden Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter noch sehr gering ist, werden diese nicht gesondert berücksichtigt.
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Abbildung 14
Zunächst wurden, entsprechend der Annahme, dass die beiden Grundschulen freier Träger Bestand haben, jährlich 25 einzuschulende Kinder abgezogen, die auch zukünftig eine der beiden freien Grundschulen wählen (graue Säulenabschnitte)1. Hier zeigt sich wieder der oben bereits beschriebene „Knick“ mit der Einschulung des überwiegenden Teils des geburtenschwachen Jahrgangs 2020 im Schuljahr 2026/2027. Im Anschluss daran steigen die Einschulungszahlen zwar wieder etwas, erreichen aber nicht wieder das Niveau vor 2020. Je nach Szenario sind im Jahr 2035 zwischen 85 und 104 einzuschulende Kinder zu erwarten. Damit verbleiben für die Versorgung in den kommunalen Grundschulen zwischen 60 und 79 Kinder. Für die Schulentwicklungsplanung ist jedoch vor allem die Anzahl der zu bildenden Klassen und Züge wichtig. Diese wurden in den beiden Szenarien Wirtschaft und Peripherie berechnet, um das gesamte Spektrum abzubilden. Die Berechnung der Einschulungszüge erfolgt hier zunächst auf der Ebene der Gesamtstadt, nicht der Schulbezirke. In dieser gesamtstädtischen Betrachtung wird deutlich, dass der Rückgang der Kinderzahl sich auch in der Zahl der künftigen Grundschulzüge niederschlagen wird.
1 Derzeit besuchen in den sechs Grundschuljahrgängen durchschnittlich rund 32 Kinder die Schulen in freier Trägerschaft.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Abbildung 15
Abbildung 16
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In Abbildung 15 zeigt sich, dass unter der Annahme des gleichbleibenden Anwahlverhaltens bei den Schulen in freier Trägerschaft, in den drei kommunalen Grundschulen ab Anfang der 2030er Jahre mit einer stabilen Vierzügigkeit in allen Jahrgangsstufen zu rechnen ist (Szenario Wirtschaft). Unter den Voraussetzungen des Szenarios Peripherie bliebe die Stabilisierung aus und die Klassenzahl würde weiter zurückgehen. Im Jahr 2035 gäbe es eine Dreizügigkeit in allen Jahrgangsstufen an den kommunalen Schulen (Abbildung 16). Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass im Grundschulbereich die unterschiedlichen Annahmen der Szenarien große Auswirkungen auf die zu erwartenden Klassenzahlen und Zügigkeiten haben. Diese weisen grundsätzlich eine sinkende Tendenz auf, wobei im Szenario Wirtschaft zum Ende des Betrachtungszeitraumes jeweils mit einem Klassenzug mehr in allen Jahrgangsstufen zu rechnen ist als im Szenario Peripherie. Entscheidend für die Frage nach der künftigen Entwicklung der kommunalen Schulen ist das Wahlverhalten in Bezug auf die Schulen in freier Trägerschaft. Da es zum jetzigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass es beim Wahlverhalten in absehbarer Zeit zu größeren Veränderungen kommen könnte, werden die Zügigkeiten unter Abzug von 25 Kinder für private Schulen als Betrachtungsgrundlage für die Varianten zur Weiterentwicklung der Schullandschaft (siehe 6.1) herangezogen. Dabei werden die Varianten so austariert, dass sie sowohl für die perspektivische Vierzügigkeit aus dem Szenario Wirtschaft passfähig sind, als auch für die Mitte der 2030er Jahre zu erwartende Dreizügigkeit im Szenario Peripherie. Wie Abbildung 14Abbildung 15 und Abbildung 16 zeigen, liegen die durchschnittlichen Klassenfrequenzen unter dem Frequenzrichtwert für Grundschulen von 23, so dass sich hier ein „Puffer“ ergibt, falls sich weniger Kinder für die Schulen in freier Trägerschaft entscheiden sollten. Der obere Wert der zulässigen Bandbreite laut VV Unterrichtsorganisation liegt bei 28 Kindern bzw. 25 in Schulen des gemeinsamen Lernens. Zusammenfassend wird festgehalten, dass im Betrachtungszeitraum aufgrund der demografischen Entwicklung in allen Szenarien sinkende Klassenzahlen und Zügigkeiten zu erwarten sind. Die Entwicklung an den kommunalen Schulen ist in hohem Maße abhängig vom Wahlverhalten der Familien in Bezug auf die Schulen in freier Trägerschaft. Unterstellt man ein konstantes Wahlverhalten, verbleiben im Szenario Wirtschaft durchgängig vier Züge an den kommunalen Schulen, im Szenario Peripherie sind es ab 2030 drei Einschulungszüge bzw. ab 2035 drei Züge über alle Klassenstufen.
4.2 Exkurs: Abgleich mit der Schulentwicklungsplanung des LK Spree-Neiße
Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung des Landkreises Spree-Neiße, die bislang im Entwurf vorliegt, wurde ebenfalls eine Prognose zur Anzahl der Schülerinnen und Schüler erstellt. Zum Ende des Betrachtungszeitraumes, dem Schuljahr 2027/2028, wird dort eine Kinderzahl von 725 in den Forster Grundschulen erwartet. Dies entspricht der Zahl, die in der vorliegenden Untersuchung im Peripherie-Szenario ermittelt wurde.2 In der Schulentwicklungsplanung wird davon ausgegangen,
2 Im Szenario Wirtschaft werden für 2027/2028, aufgrund der positiven Wanderungssalden, 784 Grundschulkinder erwartet, die sich ebenfalls auf 35 Klassen aufteilen.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
dass diese 725 Kinder sich auf insgesamt 39 Klassen verteilen (durchschnittliche Klassenfrequenz: 18,6). Es gibt zwei Gründe für diese niedrige Klassenfrequenz:
▪ Die Schulen in freier Trägerschaft bilden kleine Klassen, insbesondere die Archimedes- Grundschule, was den Durchschnitt nach unten drückt. ▪ In der Schulentwicklungsplanung erfolgt die Zuordnung der Schülerinnen und Schüler zu den kommunalen Grundschulen nach der aktuell gültigen Schulbezirkssatzung und den tatsächlich in den Schulbezirken wohnhaften einzuschulenden Kindern. Dies führt aufgrund der Vorgaben der VV Unterrichtsorganisation zur zulässigen Bandbreite zur Bildung vieler Klassen mit teilweise deutlich unter 20 Kindern. Wie realistisch die Umsetzung dieser niedrigen Klassenfrequenzen ist, bleibt fraglich, da der Mangel an Lehrkräften bereits jetzt deutlich zu spüren ist.
Im Gegensatz dazu nimmt das vorliegende Schulentwicklungskonzept eine andere Perspektive ein: Der Anwahl der Schulen in freier Trägerschaft wird durch den pauschalen Abzug von 25 Kindern pro Einschulungsjahrgang Rechnung getragen. Danach wird – unter Ansatz einer Maximalfrequenz von 23 Kinder – betrachtet, wie viele Kinder sich auf die kommunalen Schulen verteilen, unabhängig vom aktuellen Zuschnitt der Schulbezirke und den Wohnadressen der Kinder. In Abschnitt 6 werden jeweils die Auswirkungen der Varianten auf die Schulbezirke beleuchtet. Das Fazit der Schulentwicklungsplanung des Landkreises ist, dass im Betrachtungszeitraum bis 2027/2028 die Grundschulen Mitte und Nordstadt zweizügig bleiben werden, die Grundschule Keune einzügig. Da im Schuljahr 2026/2027 erstmals ein merklich kleinerer Jahrgang eingeschult wird, die Gesamtzahl der Grundschulkinder und -klassen aber noch nicht deutlich gesunken ist, ist dieses Fazit für den Betrachtungszeitraum nachvollziehbar, wenngleich der kurze Betrachtungshorizont keine Grundlage für die längerfristige strategische Planung der Entwicklung der Schullandschaft sein kann. Aus diesem Grund wird in der Schulentwicklungsplanung des Landkreises auf die Erstellung des vorliegenden Schulentwicklungskonzeptes hingewiesen, in dessen Rahmen Zukunftsstrategien eruiert werden.
4.3 Übergang in die 7. Klasse
Ausgangspunkt für die Prognose der künftigen Zahl der Oberschülerinnen und Oberschüler an der Gutenberg Oberschule ist zunächst die Zahl der Kinder aus Forst (Lausitz), die von der sechsten Jahrgangsstufe auf weiterführende Schulen wechseln, also die Übergängerinnen und Übergänger in die 7. Jahrgangsstufe. Wie in Abschnitt 3.3 beschrieben, ist mit einem deutlichen Rückgang der Zahlen ab Anfang der 2030er Jahre zu rechnen, beginnend mit dem Schuljahr 2032/2033, in dem der kleine Geburtsjahrgang 2020 die weiterführenden Schulen erreicht. In den Jahren bis dahin ist ein leichter Rückgang von derzeit über 140 auf etwa 130 Jugendliche zu verzeichnen. Die Entwicklung ist dabei in den Szenarien unterschiedlich, wie Abbildung 17 zeigt:
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Abbildung 17
Neben der Anzahl der von der 6. Klasse abgehenden Schülerinnen und Schüler insgesamt ist das Wahlverhalten beim Übergang in die 7. Klasse für die künftige Zahl der Schülerinnen und Schüler auf der Gutenberg Oberschule ausschlaggebend. In den vergangenen fünf Schuljahren wechselten durchschnittlich 45% der Forster Übergängerinnen und Übergänger in die 7. Klasse an das Gymnasium in Forst, 40% an die Oberschule und 15% wählten eine andere weiterführende Schule außerhalb von Forst (Lausitz) (siehe Abbildung 18).
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Abbildung 18
Aufgeschlüsselt nach Schulen lässt die Auswertung dieser Daten Rückschlüsse über die Sozialstruktur an den verschiedenen Grundschulen zu (Abbildung 19):
Abbildung 19
Es wird deutlich, dass von der Grundschule Mitte mit unter 30% der mit Abstand geringste Anteil ihrer Übergängerinnen und Übergänger auf das Gymnasium in Forst (Lausitz) wechselt. Bei den Grundschulen Nordstadt und Keune sind es jeweils um die 50%, bei den Schulen in freier Trägerschaft fast 60%. Die Schulen in freier Trägerschaft und die Grundschule Keune haben darüber hinaus gemeinsam, dass auch ein großer Anteil (über 20%) auf Schulen außerhalb von Forst (Lausitz)
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wechseln. Dabei umfasst die Wahl nicht nur andere Gymnasien oder Gesamtschulen, sondern auch die Oberschule Döbern. Dem gegenüber ist der Anteil der Sechstklässler der Grundschule Mitte, die auf die Gutenberg-Oberschule wechseln, mit 60% mehr als doppelt so hoch wie aus der Grundschule Keune mit 27%. Der Schulentwicklungsplan des Landkreises Spree-Neiße wendet eine andere Berechnungsmethode des Wahlverhaltens an. Er unterscheidet nach Schultyp (Oberschule/Gesamtschule und Gymnasium) und nach der Beschulung innerhalb oder außerhalb des LK Spree-Neiße und ermittelt aus der Rückschau der letzten vier Schuljahre eine durchschnittliche Übergangsquote für die Schultypen und die Standortwahl der Forster Jugendlichen. Es wird dann die Quote für Oberschule/Gesamtschule innerhalb des Landkreises auf die prognostizierten Übergängerzahlen angewendet. Damit wird im Prinzip unterstellt, dass alle Übergänger die eine Oberschule oder Gesamtschule innerhalb des Landkreises wählen, in der Gutenberg Oberschule beschult werden. Die angenommene Anwahlquote der Gutenberg Oberschule im Schulentwicklungsplan liegt deshalb deutlich über der hier angesetzten, nämlich bei 53%, weshalb im Ergebnis auch höhere Schülerzahlen prognostiziert werden. Mit Hilfe des in Abbildung 18 dargestellten Anwahlverhaltens, lässt sich der Anteil der Forster Jugendlichen bestimmen, die die Gutenberg Oberschule wählen. In den Sekundarstufen ist die Mobilität der Schülerinnen und Schüler aufgrund des höheren Alters und der Auswahl möglicher Schulstandorte jedoch wesentlich höher als in der Primarstufe, weshalb auch Einpendler berücksichtigt werden müssen. Laut den Daten aus dem Entwurf des Schulentwicklungsplanes des Landkreises Spree-Neiße wird das Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in Forst (Lausitz) in jedem Jahr von etwa 20-30 Jugendlichen aus dem Amt Döbern-Land ausgewählt, wo es kein Gymnasium gibt. Die Gutenberg Oberschule wird hauptsächlich von Jugendlichen aus Forst (Lausitz) besucht. In den vergangenen fünf Jahren besuchten durchschnittlich 19 Schülerinnen und Schüler aus anderen Gemeinden in Spree-Neiße bzw. aus anderen Landkreisen diese Schule. Für die Übergängerinnen und Übergängern in die 7. Jahrgangsstufe wurde im Schulentwicklungsplan des Landkreises deshalb im Durchschnitt von 4 einpendelnden Jugendlichen ausgegangen. Diese Annahme wurde für die vorliegende Betrachtung übernommen.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Abbildung 20
Abbildung 20 zeigt die – gemäß der ermittelten Anwahlquote von 40% – prognostizierte Zahl der Übergängerinnen und Übergänger in die 7. Klasse der Gutenberg Oberschule in den Szenarien Peripherie und Wirtschaft. Dazu werden pauschal in jedem Jahr vier einpendelnde Jugendliche hinzugerechnet. Bis Anfang der 2030er Jahre wird die Zahl der 7.-Klässlerinnen und 7.-Klässler demnach bei knapp über 60 liegen. Für die Klassenbildung liegt der obere Wert der Bandbreite laut VV Unterrichtsorganisation bei 28 Schülerinnen und Schülern. An Schulen für Gemeinsames Lernen sollte in der Sekundarstufe I ein Wert von 25 nicht überschritten werden (Rundschreiben 3/19). Damit sind in den nächsten Jahren vermutlich drei siebte Klassen zu bilden. Ab dem Schuljahr 2032/2033 könnte sich eine Zweizügigkeit einstellen. Hierbei ist zu beachten, dass diese Berechnung auf der Annahme eines gleichbleibenden Wahlverhaltens beruht. Das Wahlverhalten kann sich allerdings durch verschiedenste Einflüsse verändern. Dazu gehört unter anderem eine höhere Attraktivität der Schule durch konzeptionelle oder bauliche Veränderungen, die im Zuge der Weiterentwicklung der Schullandschaft vorgenommen werden.
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5 Ziele für die Schule
5.1 Workshop: Schule der Zukunft
Am 16.03.2022 wurde im Rahmen der Beteiligung an der Erstellung des Schulentwicklungskonzeptes ein dreistündiger Workshop mit dem Thema „Schule der Zukunft“ in der Aula der Pflegeschule Forst (Lausitz) durchgeführt. Teilgenommen haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung, der Stadtpolitik sowie der Schüler- und Elternschaft und das Leitungspersonal der Schulen und Horte.
Abbildung 21
In der Aufgabenstellung des vorliegenden Schulentwicklungskonzeptes ist dargelegt, dass die Stadt mit dem Konzept die Schulstandorte weiterentwickeln und zukunftsfähig machen möchte. Dafür ist neben der quantitativen Betrachtung der Bedarfe auch eine Auseinandersetzung mit den qualitativen Aspekten nötig. Im Vordergrund der Diskussionen auf dem Workshop standen die Fragen:
▪ Wie kann man veränderten Rahmenbedingungen und Aufgaben gerecht werden? ▪ Wie müssen Räume an der Schule der Zukunft gestaltet sein? ▪ Was macht die Schule der Zukunft in Forst (Lausitz) aus?
Nach einem Impulsvortrag durch die B.B.S.M., der auf die veränderten Rahmenbedingungen und Aufgaben von Schule einging und Beispiele von Raumkonzepten nach den aktuellen Erkenntnissen der Schularchitektur vorstellte, wurde die Arbeit in zwei Arbeitsgruppen aufgenommen. Die Aufgabenstellung war, sich vorzustellen, die Stadt Forst (Lausitz) sei in einem Förderprogramm berücksichtigt worden und könne ihre eigene „Schule der Zukunft“ planen und bauen. Eine städtische Arbeitsgruppe hätte nun den Auftrag, ein Konzept für diese Schule zu entwickeln.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Die beiden Arbeitsgruppen trugen die Titel Schule der Zukunft „nach innen“ und „nach außen“. Der Diskussionsleitfaden ist in Abbildung 22 zu sehen.
Abbildung 22
Dabei sollten die Themen Schulprofil/Inhaltliche Schwerpunkte, Ganztagskonzept/Inklusion, Kooperationen und Erfordernisse an den Standort aus den verschiedenen Perspektiven „innen“ und „außen“ betrachtet werden. Die Diskussionsergebnisse wurden vor Ort auf Stellwänden notiert (siehe Abbildung 23 und Abbildung 24) und im Anschluss an die Gruppenarbeit der jeweils anderen Gruppe vorgestellt. Zum Abschluss gab es noch einmal die Möglichkeit zur Ergänzung oder zum Stellen von Rückfragen.
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Abbildung 23
Abbildung 24
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse der beiden Arbeitsgruppen Ergebnisse zusammengefasst und nach Unterthemen aufgegliedert. Dabei werden die verschiedenen Perspektiven auf verwandte Themenbereiche sichtbar.
| Dokumentation der Arbeitsgruppe Innen | Dokumentation der Arbeitsgruppe Außen | |
|---|---|---|
| Schule sollte… | ▪ Offen für alle sein (weltoffen, tolerant, sicher, barrierefrei) ▪ Verlässliche Strukturen für Kinder und Jugendliche bieten ▪ Grundfertigkeiten zuverlässig vermitteln ▪ Ein gutes Miteinander pflegen ▪ Ein Ort sein, an dem motivierte Lehrkräfte, Eltern und Kinder und Jugendliche zusammenarbeiten | ▪ Einen guten Eindruck machen ▪ Zentrum im Sozialraum sein ▪ Einen Bezug zur Stadtentwicklung haben ▪ ein attraktiver Ort sein, an dem man sich gern aufhält und „nebenbei“ Bildung erfährt ▪ ein positives Klassenklima gestalten und leben ▪ Freiräume schaffen |
| Schulstandorte | Sicheren Schulweg mit Bus, Bahn und Fahrrad gewährleisten, Wohnortnähe vor allem in Primarstufe wichtig Lage im Grünen Schule belebt den Stadtteil Flexible Architektur ▪ Ausreichender Platz zum Lernen: große Räume, Förder- und Teilungsräume, Fachräume und Werkstätten (Lehrküche, Funktionsräume, Lernwerkstatt) ▪ Anpassung an Bedürfnisse der Kinder: Räume mit Rückzugsmöglichkeiten, ▪ Schule als Arbeitsplatz: Lehrerarbeitsplätze, Schallschutz, Sonnenschutz, Lagermöglichkeiten ▪ Ganztagsangebote brauchen Material und Räumlichkeiten | Forst und Umgebung als Lebensort mitdenken, regionale Bezüge in Unterricht und Ganztagsangeboten herstellen ▪ Vernetzung mit Bibliothek, Textilmuseum, Rosengarten stärken (z.B. Gärtner-AG für Rosengarten) Vernetzung der Standorte untereinander ▪ Organisatorisch – Koordinierung von (externen) Ganztagsangeboten: Anbieter gibt es i.d.R. nur einmal, Grundschulstandorte aber 3 (+2) ▪ Externe Ganztagsangebote werden an einem Standort angeboten, Kinder können sich eigenständig zu den jeweiligen Angeboten an die jeweiligen Standorte begeben (Ganztags- ÖPNV/ Schulen-Shuttle/ |
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| für Angebote: Platz zum Spielen, Basteln, Lesen, Lernen, Toben, Musik machen etc. Flexible Containerbauten sind günstiger als der Bau neuer Gebäude und können helfen, hochwertige Räume zu schaffen und Übergänge zu gestalten Ausstattung ▪ Moderne Ausstattung (Mobiliar, Raumgestaltung, Garderoben) Digitalisierung: W-LAN zuverlässig mit hoher Bandbreite in allen Räumen verfügbar, Ausstattung mit Endgeräten Gestaltung der Freiflächen ▪ Altersgerecht, anregend, naturnah: klettern, springen, balancieren, Ballspiele, unterschiedliche Ebenen, Chill- Ecken/Sitzecken mit Tischen ▪ Grünes Klassenzimmer für Unterricht draußen ▪ Schulgarten: Agrarprojekte, Verknüpfung mit Lehrküche, Tierhaltung | Bildungs-Ringbus – Anm. d. Red.) Technische Ausstattung ist erforderlich (Digitalisierung), ▪ sollte dann aber auch umfassend genutzt werden, z.B. durch Angebote für Nichtschüler – z.B. Medienkurse für Senioren ▪ Hybride Schule weiterdenken Polen als Einzugsgebiet mitdenken (mit Bau von Stadtbrücke) | |
|---|---|---|
| Ganztag, Kooperationen | Organisatorischer Rahmen schafft Wechsel zwischen Lernen und Entspannung ▪ Gleitende Anfangszeit ▪ Mittagsband: Essen und Angebote ▪ Gesunde und leckere Schulküche, Imbissangebot oder mitgebrachte Mahlzeiten – gemeinsames Essen in ansprechender Umgebung | Ganztagsangebote ▪ Können nachhaltig nicht nur durch Ehrenamt geleistet werden, d.h. (dauerhafte) Finanzierung ist notwendig ▪ Bei Angeboten aus der Wirtschaft ist Aspekt der Fachkräftewerbung zu berücksichtigen, Möglichkeiten des Engagements von Firmen für Ganztagsangebote sind |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
| ▪ Angebote durch externe Anbieter und durch Schul- und Hortpersonal, Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Freiwilligen Regionale Kooperationspartner als Anbieter von Ganztagsangeboten, die modern und dynamisch sind und bereit, sich der pädagogischen Herausforderung zu stellen ▪ Handwerksbetriebe ▪ Gärtnern, Tierhaltung ▪ Sportangebote ▪ Entspannungsangebote Kooperation der Schulen untereinander – Austausch über Ideen und Konzepte, gegenseitige Unterstützung (vor allem im Bereich Gnaztag) Interkultureller Austausch mit Schulen aus anderen Ländern stärken | begrenzt ▪ Vereine können sicherlich Angebote abdecken, benötigen dafür – insbesondere auch hinsichtlich Koordination – entsprechende Qualifizierung ▪ Bildung und Koordinierung eines Angebotspools (gab es auch schon mal) Ganztag ermöglicht Begegnung in Schulen: ▪ Vereine sollten nicht nur Angebote in Schulen machen, sondern auch Räume in den Schulen für die Vereinsarbeit nutzen können – stärkt potenziell die Bindung zwischen Kindern und Jugendlichen und den Vereinen ▪ Mit Sportvereinen wird das schon lange praktiziert ▪ Vereine benötigen entsprechende Räume (nur nachmittags Tische rausräumen ist nicht praktikabel) | |
|---|---|---|
| Profilierung, pädagogische Ansätze, (Inklusion; Förderung) | Schule als Alleinstellungsmerkmal in der Region: besondere Bildungsansätze als Standortfaktor Profilierung der Standorte erfordert deckungsgleiche Schulbezirke, um Wahlfreiheit zu ermöglichen Förderung der individuellen Fähigkeiten und Unterstützung bei der Alltagsbewältigung ▪ Soziale Fähigkeiten fördern ▪ Viele Angebote draußen ▪ Angebote mit praktischer | Anzahl Leistungs- und Begabungsklassen (Übergang zur 5. Klasse in ein Gymnasium) ist lt. Schulgesetz in BB begrenzt, Forst (Lausitz) muss also etwas Eigenes finden: Orientierungskurse in 5./6. Klasse (Neigungskurse – gibt es schon, Schnuppertage) Anzahl der Standorte unabhängig von Kinderzahlen betrachten, Vielfalt der Standorte erhalten ▪ Flexible Zügigkeiten ermöglichen |
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Arbeit (künstlerisch, ▪ Inhaltliche Schwerpunkte bzw. handwerklich) Spezialisierung für einzelne ▪ Berufsorientierung in Primar- Schulstandorte finden und Sekundarstufe ▪ Wahlfreiheit zwischen den Standorten mit differenzierten Profilen ermöglichen Stadt als Verschiedene Kinder und Jugendliche mit ihren Begabungen und ein Schulbezirk (ergibt Förderbedarfen fördern insbesondere mit den freien Trägern auch Sinn, da 2 von 5 Ausreichend qualifiziertes Personal und Grundschulen ohnehin schon Zeit, alle Schülerinnen und Schüler zu nicht an Schulbezirke gebunden fördern, Fortbildungen für Lehrkräfte sind – Anm. d. Red.)
Barrierefreiheit: Aufzüge und Auch Raum und Zeit für individuelle rollstuhlgerechte Zugänge Förderung ▪ Praxisunterricht, lebenspraktischen Unterricht – altersgerecht ▪ Ergotherapie – jeweils 1 pro Schule ▪ Schulpsychologin – mind. pro Stadt ▪ Rückmeldung und Wertschätzung von Leistungen
Schüler zu Eigenverantwortung motivieren ▪ Aktivierende Projekte, z.B. Schulfrühstück anbieten, aber selbst organisiert (einkaufen, Vorbereiten) ▪ Hintergrund: Eltern nicht aus Verantwortung entlassen, aber Kinder und Jugendliche mit fehlendem Background zur Selbständigkeit befähigen ▪ Entsprechende Sensibilität für Bedürftige erforderlich
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
Die Betrachtung verdeutlicht, dass es Themen gibt, die sowohl aus der Innen-, als auch der Außenperspektive intensiv im Workshop diskutiert wurden. Dazu gehört das Thema Ausstattung mit digitaler Infrastruktur, Vermittlung von lebenspraktischen Alltags- und Sozialkompetenzen, Organisation von Ganztagsangeboten und Gewinnung von Kooperationspartnern und Freiwilligen, Profilierung und inhaltliche Schwerpunktsetzung in Verbindung mit den bestehenden Schulbezirken. Schwerpunkt der Diskussion in der Arbeitsgruppe „innen“ war die räumliche Ausstattung und Freiraumgestaltung der Schule der Zukunft, die durch veränderte pädagogische Konzepte und Rahmenbedingungen (z.B. Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen) sehr hohen Anforderungen genügen muss. Weiterer wichtiger Diskussionspunkt war die Organisation des Ganztages und die damit verbundenen Herausforderungen. Diese Punkte wurden auch intensiv in der Gruppe „außen“ diskutiert. Der Diskussionsschwerpunkt lag hier bei möglichen Organisationsformen schulübergreifender Ganztagsangebote. Im Workshop wurde ein breiter Konsens für den möglichen Erhalt der drei kommunalen Grundschulstandorte deutlich. Gleichzeitig wurde herausgearbeitet, dass die pädagogische Arbeit der Fachkräfte nur unter guten Bedingungen ihre volle Wirkung entfalten kann. Diese sind zwar in der Praxis jeden Tag bereit, aus den gegebenen Umständen das Beste herauszuholen, müssen dabei jedoch häufig unter ihren eigenen pädagogischen Ansprüchen und Möglichkeiten bleiben.
5.2 Ziele aus Analyse und Workshop
Grundsätzliches Ziel der Stadt ist eine qualitativ hochwertige Bildungslandschaft, die von außen und von innen als positives Merkmal der Stadt Forst (Lausitz) wahrgenommen wird, die Fachkräfte und Zuziehende anspricht und deren Angebote die Forster Familien gerne wahrnehmen. In den Forster Schulen werden die Kinder der Stadt auf ihre zukünftigen Schritte im Leben vorbereitet. Dabei sollen auch die Kinder und Jugendlichen gute Chancen haben, die nicht die besten Voraussetzungen mitbringen. Diese sind sowohl die Hauptzielgruppe als auch die Hauptbetroffenen der anstehenden Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Schullandschaft in Forst. Aus der Analyse der sich verändernden Anforderungen in den letzten Jahren, der (räumlichen) Situation in den Schulen in Trägerschaft der Stadt Forst (Lausitz) im Rahmen der Begehungen, dem Diskurs zur pädagogischen Weiterentwicklung von Schulen in Deutschland und Brandenburg sowie insbesondere aus der Beteiligung der Akteure vor Ort im Rahmen des durchgeführten Workshops Schule der Zukunft lassen sich wesentliche Ziele für die Schulentwicklung in Forst (Lausitz) ableiten.
Ganztagsangebote
Mit dem Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsförderungsgesetz – GaFöG) vom 2. Oktober 2021 wird beginnend mit dem Schuljahr 2026/27 die Förderung im Umfang von acht Stunden täglich verbindlich. Grundsätzlich sieht das MBJS in Brandenburg auch bisher schon einen flächendeckenden Rechtsanspruch. Gleichwohl wird auch unter Brandenburgischen Rahmenbedingungen die Ausweitung von Ganztagsangeboten notwendig.
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Anspruch der Stadt Forst (Lausitz) ist es in diesem Zusammenhang, attraktive Ganztagsangebote vorzuhalten. Ein breites Angebot ist mit erheblichen personellen Ressourcen verbunden – unabhängig von der Finanzierung geht es dabei auch um das entsprechende fachliche und pädagogische Know-how. Daher setzt sich die Stadt Forst (Lausitz) als Ziel, eine attraktives und vielfältiges Ganztagsangebot für alle Grundschulkinder zu etablieren, und dabei auf vorhandene Strukturen der Nachwuchsarbeit von Vereinen aufzubauen und diese zu unterstützen. Im Idealfall wird eine räumliche Nähe von Vereinen und Schule erreicht, indem z.B. Vereine an Schulstandorten oder im Umfeld angesiedelt werden. Damit werden Synergieeffekte der Nachwuchsgewinnung für die Vereine und der Bildungsangebote für Forster Kinder möglich.
Kurze Beine – kurze Wege – möglichst erhalt der Grundschulstandorte
Die Kernstadt von Forst (Lausitz) hat eine Nord-Süd-Ausdehnung von mehr als 5 Kilometern. Ziel ist es, den Kindern möglichst kurze und überwiegend zu Fuß zu bewältigende Schulwege zu ermöglichen. Insbesondere die Stadtteile südlich der Bahnlinie sind mit den Grundschulen Nordstadt und Mitte nur unzureichend abgedeckt. Auch die Initiative der Archimedes-Grundschule (freie Trägerschaft) in Noßdorf dürfte wesentlich durch dieses Ziel motiviert gewesen sein. Wünschenswert wäre es daher, die drei vorhandenen öffentlichen Grundschulstandorte auch zukünftig zu erhalten.
Reduzierung sozialer Segregation
Aus der Analyse (Abschnitte 2 und 4.3) ergeben sich Anhaltspunkte, die auf eine starke Segregation zwischen den Grundschulen hindeuten. So liegt der Anteil der Übergänger in das Gymnasium in der Grundschule Mitte deutlich unter dem Durchschnitt, während die Oberschule häufiger angewählt wird als von Schülerinnen und Schülern der Grundschulen Nordstadt oder Keune. Im Zusammenhang mit der sozialen Segregation sind sich selbst verstärkende Effekte zu erwarten: hat eine Schule einen schlechten Ruf, sind besonders sozial starke Familien bemüht und sowohl finanziell als auch organisatorisch in der Lage, ihren Kindern Perspektiven an anderen Schulen zu eröffnen. Dies führt zu einer weiteren Entmischung. Daher ist ein Ziel, die soziale Segregation für die Grundschulkinder zu reduzieren.
Oberschule stärken
Die bereits bestehenden Segregationstendenzen in der Primarstufe setzen sich auch in weiterführenden Schulen fort. In Forst (Lausitz) wird dieses Phänomen zudem durch die baulich- räumliche Konstellation der Standorte von Oberschule und Gymnasium noch unterstrichen: während das Gymnasium mit einem sehr großen und repräsentativen Gebäudekomplex in ansprechender Lage die Besucher beeindruckt, wirkt der Oberschulstandort hingegen eher unauffällig und kleinteilig. Der Mangel an Fläche und Räumen ist bei Besichtigung des Standortes augenfällig, ebenso die dadurch eingeschränkten pädagogischen Möglichkeiten. Die soziale Mischung in der Schülerschaft, verbunden mit den herausfordernden Inklusionsaufgaben und dem Mangel an Personal führt zu einer schwierigen Gesamtsituation, die in Zukunft dringend verbessert werden sollte.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6 Weiterentwicklung der Schullandschaft
Für die Weiterentwicklung der kommunalen Schulen in Forst (Lausitz) werden folgende allgemeine Annahmen zugrunde gelegt auf deren Basis dann fünf verschiedene Varianten erörtert werden: Mit der verpflichtenden Einführung der Ganztagsbetreuung in den Klassenstufen 1-4 ist für den Schulträger ein personeller, zeitlicher und raumbezogener Mehraufwand verbunden. Die konkrete Ausgestaltung der Räume für Ganztagsangebote (Vereinsräume vollständig am Schulstandort vs. von mehreren Vereinen an den Schulen gemeinsam genutzte Räume neben anderen Vereinsstandorten etc.) ist gemeinsam mit den Akteuren weiterzuentwickeln und hat Auswirkungen auf konkrete Raumanforderungen. Grundsätzlich denkbar ist auch die Einbeziehung der Schulen in freier Trägerschaft in ein gesamtstädtisches Konzept von Ganztagsangeboten – diese Schulen konkurrieren potenziell um die gleichen außerschulischen Anbieter. Insgesamt wird deutlich, dass mit der Einführung von Ganztagsschulen im gesamten Grundschulbereich ein stärkeres Engagement der Stadt Forst (Lausitz) als Schulträger nötig sein wird, um ein gutes Gelingen an allen Grundschulstandorten und der Oberschule sicherstellen zu können. Angesichts notwendiger Fördermittel erscheint der Neubau einer Schule in der demografischen Situation von Forst (Lausitz) ambitioniert. Daher wird für ein Schulzentrum bzw. eine einzelne große Grundschule nur die Kombination mit der Sanierung eines Bestandsensembles (Fabrik) in Betracht gezogen. Insbesondere an der Grundschule Mitte sind aufgrund des Einsatzes von Fördermitteln in der Vergangenheit Zweckbindungsfristen zu berücksichtigen. Für die Betrachtung der Investitionskosten wurden vorhandene Informationen und Kostenschätzungen genutzt. Die Kosten für einen Containerbau auf dem Gelände der Oberschule wurden geschätzt und sind abhängig vom Nutzungsmodell (Miete, Leasing, Kauf), der Dauer der Nutzung und natürlich von der Größe des Gebäudes. In Anbetracht der aktuellen Baupreissteigerungen sind Angaben der Investitionskosten als grobe Schätzungen zu verstehen, die vorrangig das Ziel haben, eine Größenordnung möglicher Kosten aufzuzeigen und die Verhältnisse zwischen den Varianten zu verdeutlichen. Bei der Darstellung der Kostenschätzung sind weitere Kosten für Digitalpakete nicht berücksichtigt, da diese an allen Standorten gleichermaßen anfallen. Die bisher dafür bereitgestellten Mittel sind nicht auskömmlich. Die Umsetzung der Varianten erfordern z.T. Anpassungen der Schulbezirke. Ein wesentlicher Vorteil von Schulbezirken ist, dass Kinder unabhängig vom sozialen Hintergrund lediglich aufgrund des Wohnortes einer Schule zugeordnet werden. In der spezifischen Forster Schullandschaft mit dem Angebot von zwei Schulen freier Träger ist jedoch trotz vorhandener Schulbezirke die Möglichkeit gegeben, eine andere als die Einzugsschule anzuwählen. Grundsätzlich ist in Forst (Lausitz) auch die Einführung deckungsgleicher Schulbezirke denkbar. Die damit verbundenen zusätzlichen Auswirkungen auf die soziale Zusammensetzung in den Schulen dürften überschaubar bleiben. Eine weitere Verstärkung der Segregation zwischen den Grundschulen ist jedoch auch nicht auszuschließen.
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6.1 Varianten für die Entwicklung der kommunalen Schulen
6.1.1 Forster Modell
| Forster Modell | ||||
|---|---|---|---|---|
| Grundidee | Alle drei kommunalen Grundschul-Standorte blieben erhalten. Gemäß | |||
| der zu erwartenden niedrigeren Schülerzahl reduziert sich die Anzahl der | ||||
| Züge in Mitte und Nordstadt voraussichtlich von 2 auf jeweils 1-1,5. | ||||
| Vereine übernehmen ein Teil der Ganztagsangebote. Dazu erfolgt die | ||||
| Ansiedlung von Vereinen an den Schulstandorten. Dies wir u.a. durch die | ||||
| Reduzierung der Zügigkeiten möglich. Die individuelle Nutzbarkeit der | ||||
| Vielfalt von Angeboten wird durch Mobilität der Kinder zwischen den | ||||
| Schulen hergestellt. | ||||
| Ganztagsangebote | Ansiedlung von Ganztagsangeboten an allein drei Schulstandorten, die | |||
| schulübergreifend zur Verfügung stehen. Stärkere Kooperation mit | ||||
| Vereinen aus der Stadt. | ||||
| GS Nordstadt | Reduzierung der Zügigkeit auf 1,5-1 | |||
| und damit Verbesserung der Raumsituation für die Unterbringung von | ||||
| Ganztagsangeboten | ||||
| GS Mitte | Reduzierung der Zügigkeit auf 1,5-1 und damit Verbesserung der | |||
| Raumsituation für den Hort. Ggf. Anbau für Ganztagsangebote/ Vereine | ||||
| erforderlich | ||||
| GS Keune | Sanierung / Neubau für einzügige Grundschule erforderlich mit | |||
| Berücksichtigung von Räumen für Ganztagsangebote/ Vereine | ||||
| weitere Besonderheiten | Das Forster Modell ist aus den Ergebnissen des Beteiligungsprozesses | |||
| heraus entwickelt worden. | ||||
| Aufgrund der geringen Größe der drei Schulen verbunden mit der | ||||
| Fachkräfteentwicklung kann die Frage betrachtet werden, ob es | ||||
| zukünftig drei selbständige Grundschulen in Forst (Lausitz) geben muss. | ||||
| Denkbar wäre z.B. ein Filialschulmodell. Neben der Mobilität der Kinder, | ||||
| um die Ganztagsangebote zu erreichen, käme die notwendige Mobilität | ||||
| des Lehrpersonals zwischen den Filialstandorten hinzu. |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
| Auswirkungen auf die Schulbezirke | Die ggf. alternierende Einschulung eines Zuges in Mitte / Nordstadt | ||
|---|---|---|---|
| (jeweils 1,5-zügig) erfordert sich überschneidende Schulbezirke | |||
| Perspektive Oberschule | Die OS verbleibt an ihrem Standort und bekommt ein zusätzliches | ||
| Gebäude in Containerbauweise, um dem Platzmangel entgegenzuwirken. | |||
| Mobilität | Das "Forster Modell" erfordert vom Schulträger einen "Ganztags"- | ||
| Shuttle, also ein Busangebot, welches zu den Zeiten der Angebote die | |||
| Schulstandorte untereinander vernetzt. Inwieweit dieses | |||
| Mobilitätsangebot in vorhandene Umläufe zu integrieren ist, bleibt zu | |||
| prüfen. | |||
| Segregation | Vordergründig keine Veränderung der Segregation der Kinder – | ||
| allerdings wird eine Begegnung im Zuge der gemeinsam genutzten | |||
| Ganztagsangebote möglich | |||
| Beitrag zur Stadtentwicklung | Eine flächendeckende Grundschulversorgung der Kernstadt bleibt auch | ||
| zukünftig erhalten. | |||
| Risiken/ Nachteile | Die Umsetzung eines Konzeptes mit drei Standorten erfordert einen | ||
| hohen personellen Aufwand für den Schulbetrieb, der insbesondere vor | |||
| dem Hintergrund der Fachkräftesituation schwieriger zu gewährleisten | |||
| sein wird. Das Konzept von Ganztagsangeboten für alle Schülerinnen und | |||
| Schüler an allen drei Standorten erfordert darüber hinaus einen enormen | |||
| Koordinationsaufwand insb. durch zusätzliche Fahrzeiten zwischen den | |||
| Standorten. | |||
| Chancen | Das „Forster Modell“ bedeutet mehr als nur Schulentwicklung. Damit | ||
| verbunden ist auch die die Förderung der Zivilgesellschaft z.B. durch die | |||
| Nachwuchsgewinnung für Vereine in der Stadt. Umsetzbar ist das Modell | |||
| nur mit einer Vielzahl von Akteuren außerhalb der Schulen – damit kann | |||
| es eine Chance für die Stadt sein, unter Schrumpfungsbedingungen ein | |||
| Alleinstellungsmerkmal für ein zivilgesellschaftlich begründete | |||
| Lebensqualität in Forst (Lausitz) zu entwickeln. |
50
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| Grobe Kostenschätzung Forster Modell | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| GS Nordstadt | Dachsanierung | 250 Tsd. € | ||||||
| GS Mitte GS Mitte | ggf. Anbau Hort (Ganztagsangebote) | 2 Mio. € | ||||||
| Sanierung Innenbereich, Elektro, Trinkwasser, | 2,5 Mio. € | |||||||
| Schmutzwasser | ||||||||
| GS Keune | Neubau/ Sanierung, ggf. Mehraufwand für | 19 Mio. € | ||||||
| Ausweitung Ganztagsangebote | ||||||||
| Oberschule | Containeranbau | 1,25 Mio. € | ||||||
| Investitionskosten | 25 Mio. € | |||||||
| jährliche Kosten Shuttle | (ohne Begleitpersonal) | 70 Tsd. € |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6.1.2 Fokus Mitte
| Fokus Mitte | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundidee | Alle kommunalen Grundschulstandorte bleiben erhalten. Die | ||||
| Grundschule Nordstadt bleibt 1,5- bis 2-zügig. Die Grundschulen Mitte | |||||
| und Keune werden jeweils 1-zügig geführt. | |||||
| Ganztagsangebote werden in der Grundschule Mitte - und damit dort | |||||
| konzentriert, wo im Grundschulbereich der größte Förderbedarf besteht. | |||||
| Ganztagsangebote | Konzentration von Ganztagsangeboten/ Vereinen am Standort | ||||
| Grundschule Mitte als "Haus der Vereine". Diese Angebote sind auch für | |||||
| Schülerinnen und Schüler der beiden anderen Grundschul-Standorte | |||||
| offen. Mit der Konzentration der Ganztagsangebote an einem Standort | |||||
| wird die Organisation optimiert. | |||||
| GS Nordstadt | keine Veränderungen | ||||
| GS Mitte | Reduzierung der Zügigkeit zugunsten von Ganztagsangeboten / Vereinen | ||||
| für alle drei Schulstandorte. Je nach Raumbedarf für die Vereine ist | |||||
| zusätzlich eine bauliche Erweiterung erforderlich. | |||||
| GS Keune | Sanierung / Neubau erforderlich | ||||
| weitere Besonderheiten | Der Grundschulstandort mit dem größten Förderbedarf steht im Fokus. | ||||
| Nutzung von Potenzialen | |||||
| Auswirkungen auf die | Verschiebung der Schulbezirke (Vergrößerung Schulbezirk Nordstadt) | ||||
| Schulbezirke | |||||
| Perspektive Oberschule | Die OS verbleibt an ihrem Standort und bekommt ein zusätzliches | ||||
| Gebäude in Containerbauweise, um dem Platzmangel entgegenzuwirken. | |||||
| Mobilität | "Fokus Mitte" erfordert ein Busangebot, welches zu den Zeiten der | ||||
| Ganztagsangebote Kinder aus Nordstadt und Keune an den Standort | |||||
| Mitte bringt. Der Aufwand dafür wird geringer eingeschätzt als im | |||||
| "Forster Modell" |
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| Segregation | Die Verkleinerung der Grundschule Mitte führt nicht per se zur Änderung der sozialen Mischung. Im Vordergrund steht auch hier die mögliche Begegnung von Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Stadt bei den Ganztagsangeboten. | |
|---|---|---|
| Beitrag zur Stadtentwicklung | Eine flächendeckende Grundschulversorgung der Kernstadt bleibt auch zukünftig erhalten | |
| Risiken/ Nachteile | Shuttle erforderlich, allerdings Koordinationsaufwand etwas geringer als beim „Forster Modell“, da zur gleichen Zeit nur ein Standort aus zwei Richtungen angefahren werden muss. Der personelle Organisationsaufwand für drei Standorte bleibt erhalten. | |
| Chancen | Die größte Auswahl an Ganztagsangeboten mit der geringsten Erreichbarkeitsschwelle findet sich am Standort der Grundschule Mitte – und damit an der Stelle mit dem höchsten Förderbedarf. |
| Grobe Kostenschätzung „Fokus Mitte“ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| GS Nordstadt | Dachsanierung | 250 Tsd. € | ||||
| GS Mitte | Anbau Hort/ Haus der Vereine | 3 Mio. € | ||||
| Sanierung Innenbereich, Elektro, TW, SW | 2,5 Mio. € | |||||
| GS Keune | Neubau/ Sanierung | 17 Mio. € | ||||
| Oberschule | Containeranbau + Aufzug | 1,25 Mio. € | ||||
| Investitionskosten | 24 Mio. € | |||||
| jährliche Kosten Shuttle | (ohne Begleitpersonal) | 40 Tsd. € |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6.1.3 Minimal-/Trendvariante
| Minimal- / Trendvariante | ||||
|---|---|---|---|---|
| Grundidee | Dem mittelfristigen Rückgang der Schülerzahlen wird (wie in der Regel | |||
| üblich) durch Schließung einer Schule Rechnung getragen. Unter | ||||
| Berücksichtigung des baulichen Zustandes sowie getätigter und | ||||
| erforderlicher Investitionen wird der Standort Keune aufgelassen. Die | ||||
| verbleibenden Grundschul-Züge verteilen sich auf die Grundschulen | ||||
| Mitte und Nordstadt, so dass beide Schulen mit je 1,5 bis 2 Zügen geführt | ||||
| werden. | ||||
| Ganztagsangebote | Die Ganztagsangebote werden an den beiden Standorten Nordstadt und | |||
| Mitte organisiert. | ||||
| Die Realisierung des Anbaus an der Grundschule Mitte schafft etwas | ||||
| mehr Platz für den Hort und die Verbesserung der Bedingungen für | ||||
| Ganztagsangebote. | ||||
| GS Nordstadt | Anpassung für Ganztagsangebote – damit wird der Umzug des | |||
| Familientreffs erforderlich. | ||||
| GS Mitte | Die Grundschule Mitte ist bisher verlässliche Halbtagsgrundschule – | |||
| Raumpotenziale für Ganztagsangebote werden durch den Hortanbau | ||||
| verbessert. | ||||
| GS Keune | Schließung der Schule nach 2026. Die Nachnutzung des Grundstückes | |||
| sowie mind. von Teilen des Gebäudebestandes sind als | ||||
| Wohnbaustandort denkbar. Den Kosten für die Beräumung stehen | ||||
| potenziell Grundstückseinnahmen gegenüber. Die neue Sporthalle wird | ||||
| für außerschulische Zwecke genutzt. | ||||
| weitere Besonderheiten | Die Minimal-Variante erscheint realistisch, wenn keine der anderen | |||
| Varianten aktiv verfolgt werden. | ||||
| Auswirkungen auf die Schulbezirke | Anpassung der Schulbezirke erforderlich. Die ggf. alternierende | |||
| Einschulung eines Zuges in Mitte / Nordstadt erfordert sich | ||||
| überschneidende Schulbezirke. |
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| Perspektive Oberschule | Die OS verbleibt an ihrem Standort und bekommt ein zusätzliches Gebäude in Containerbauweise, um dem Platzmangel entgegenzuwirken. | ||
|---|---|---|---|
| Mobilität | Die Schülerinnen und Schüler aus Keune sind auf Schülertransport angewiesen. Das Fahrplanangebot ist ggf. entsprechend anzupassen. | ||
| Segregation | Grundsätzlich ist von einer Reduzierung der Segregation durch die Verlagerung von Keune an die Grundschule Mitte auszugehen. In der Folge sind jedoch auch Auswirkungen auf die Anwahl der Schulen freier Träger möglich. | ||
| Beitrag zur Stadtentwicklung | Infrastrukturanpassung von Außen nach Innen | ||
| Risiken/ Nachteile | Ganztagsangebote können nicht optimiert werden | ||
| Chancen | Wesentlicher Vorteil dieser Varianten sind die im Vergleich geringsten Investitionskosten |
| Grobe Kostenschätzung „Minimal/Trend“ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| GS Nordstadt | Dachsanierung | 250 Tsd. € | ||||
| Kosten durch Alternative für Familientreff | 500 Tsd. € | |||||
| GS Mitte | Anbau Hort | 2 Mio. € | ||||
| Sanierung Innenbereich, Elektro, TW, SW | 2,5 Mio. € | |||||
| GS Keune | Rückbau / Grundstückseinnahmen | ./. | ||||
| Oberschule | Containeranbau + Aufzug | 1,25 Mio. € | ||||
| Investitionskosten | 6,5 Mio. € | |||||
| Weitere Abschreibungen | (Keune) | 45 Tsd. € |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6.1.4 Grundschule in Fabrik
| Grundschule in Fabrik | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundidee | Die Stadt Forst (Lausitz) verfügt noch immer über eine Reihe von | ||||
| leerstehenden Fabrikensembles. Die Sanierung eines Fabrikstandortes | |||||
| und Umbau zu einer Grundschule mit 3-4 Zügen wären auch ein Beitrag | |||||
| zur Stadtentwicklung. Für die Organisation der Grundschule unter sich | |||||
| verändernden Rahmenbedingungen insbesondere hinsichtlich der | |||||
| Verfügbarkeit von Schulpersonal würden optimale Bedingungen – auch | |||||
| für die Ganztagsangebote geschaffen. Die Ganztagsangebote würden an | |||||
| dem Standort konzentriert. Die Oberschule könnte mit der Verlagerung | |||||
| an den Standort der Grundschule Nordstadt einschl. Hortgebäude einen | |||||
| attraktiveren Standort erhalten. | |||||
| Ganztagsangebote | Konzentration der Ganztagsangebote für die Grundschule an einem | ||||
| Standort - die räumliche Ansiedlung von Vereinen ist denkbar, aber nicht | |||||
| zwingend. | |||||
| GS Nordstadt | Verlagerung der Oberschule an den Standort. Dazu sind | ||||
| Anpassungsarbeiten erforderlich. | |||||
| GS Mitte | Schließung der Schule. Aufgrund der Lage ist eine Nachnutzung als | ||||
| Wohnbaufläche denkbar. Dazu ist eine Beräumung erforderlich. | |||||
| Investitionskosten der vergangenen Jahre sind nur zu einem | |||||
| untergeordneten Teil abgeschrieben, Fördermittel anteilig | |||||
| zurückzuzahlen. | |||||
| GS Keune | Schließung der Schule - Nachnutzung des Grundstückes sowie mind. von | ||||
| Teilen des Gebäudebestandes als Wohnbaustandort denkbar. Kosten für | |||||
| die Beräumung stehen potenziell Grundstückseinnahmen gegenüber. Die | |||||
| neue Sporthalle wird für außerschulische Zwecke genutzt. | |||||
| weitere Besonderheiten | |||||
| Auswirkungen auf die | Aufhebung der Schulbezirke | ||||
| Schulbezirke | |||||
| Perspektive Oberschule | Die Oberschule zieht um in die ehemalige Grundschule Nordstadt, die im |
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| Zuge baulicher Anpassungen für die neuen Anforderungen ausgestattet wird. Für den heutige Oberschulstandort ist ein Nachnutzungskonzept erforderlich. | ||
|---|---|---|
| Mobilität | Je nach Lage ist ein größerer Teil der Schülerinne und Schüler auf den Schulbus angewiesen. Das Fahrplanangebot ist ggf. entsprechend anzupassen. | |
| Segregation | Durch eine gemeinsame kommunale Grundschule wird die vollständige Mischung der Schülerinnen und Schüler möglich. Auch hier gibt es ggf. Auswirkungen auf das Wahlverhalten mit Blick auf die freien Träger. | |
| Beitrag zur Stadtentwicklung | Die Reaktivierung historisch wertvoller Substanz trägt zur Stärkung der Innenstadt bei. | |
| Risiken/ Nachteile | hohe Kosten, Finanzierung nicht absehbar, Verfügbarkeit einer geeigneten Immobilie | |
| Chancen | Stärkung der Kernstadt bei Abbau sozialer Segregation und Optimierung von Ganztagsangeboten |
| Grobe Kostenschätzung „Grundschule in Fabrik“ | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| GS Nordstadt | Dachsanierung | 250 Tsd. € | ||||
| Kosten durch Alternative für Familientreff, Anpassung für Betrieb OS | 750 Tsd. € | |||||
| GS Mitte | Rückbau/ Grundstückseinnahmen | ./. | ||||
| GS Keune | Rückbau/ Grundstückseinnahmen | ./. | ||||
| Oberschule | Nachnutzung offen | ? | ||||
| Neuer Standort (Fabrik) | Sanierung/Umnutzung Fabrik mind. | 50 Mio. € | ||||
| Investitionskosten | 51 Mio. € | |||||
| Rückzahlung von Fördermitteln/ weitere Abschreibung | 2,8 Mio. € |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6.1.5 Schulzentrum
| Schulzentrum | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Grundidee | Analog der Variante 4 wird die Sanierung eines Fabrikensembles | ||||
| vorgeschlagen. Damit kann ein attraktiver Standort für die Oberschule | |||||
| geschaffen werden. In Verbindung mit einer 1,5-2-zügigen | |||||
| Grundschule als Schulzentrum ergeben sich ggf. auch günstigere | |||||
| Fördermöglichkeiten. Die Grundschule Nordstadt wird mit 1,5 bis 2 | |||||
| Zügen weitergeführt. | |||||
| Ganztagsangebote | Da in der Grundschule Nordstadt keine zusätzlichen Raumkapazitäten | ||||
| frei werden, erfolgt die Konzentration von Ganztagsangeboten am | |||||
| Schulzentrum. Je nach Lage des Schulzentrums kann der Weg von der | |||||
| Grundschule Nordstadt dorthin zu Fuß zurückgelegt werden. | |||||
| Ggf. können Synergieeffekte durch abgestimmte Ganztagsangebote | |||||
| für Grund- und Oberschüler:innen erzielt werden. | |||||
| GS Nordstadt | keine Veränderung | ||||
| GS Mitte | Schließung der Schule. Aufgrund der Lage ist eine Nachnutzung als | ||||
| Wohnbaufläche denkbar. Dazu ist eine Beräumung erforderlich. | |||||
| Investitionskosten der vergangenen Jahre sind nur zu einem | |||||
| untergeordneten Teil abgeschrieben, Fördermittel anteilig | |||||
| zurückzuzahlen. | |||||
| GS Keune | Schließung der Schule - Nachnutzung des Grundstückes sowie mind. | ||||
| von Teilen des Gebäudebestandes als Wohnbaustandort denkbar. | |||||
| Kosten für die Beräumung stehen potenziell Grundstückseinnahmen | |||||
| gegenüber. Die neue Sporthalle wird für außerschulische Zwecke | |||||
| genutzt. | |||||
| weitere | |||||
| Besonderheiten | |||||
| Auswirkungen auf die | Anpassung der Schulbezirke | ||||
| Schulbezirke |
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| Perspektive Oberschule | Die Oberschule geht in dem neuen Schulzentrum auf. |
|---|---|
| Mobilität | Die Schülerinnen und Schüler aus Keune sind auf den Schulbus angewiesen. Das Fahrplanangebot ist ggf. entsprechend anzupassen. |
| Segregation | Reduzierung von Segregation durch Zusammenlegung der Grundschulen Mitte und Keune. Die Zusammenlegung mit der Oberschule ist mit Blick auf gewünschte soziale Mischung ambivalent; ggf. Auswirkungen auf die Anwahl der Schulen freier Träger. |
| Beitrag zur Stadtentwicklung | Die Reaktivierung historisch wertvoller Substanz trägt zur Stärkung der Innenstadt bei. |
| Risiken/ Nachteile | hohe Kosten, Finanzierung nicht absehbar, Verfügbarkeit einer geeigneten Immobilie |
| Chancen | Stärkung der Kernstadt bei Abbau sozialer Segregation |
| Grobe Kostenschätzung „Schulzentrum“ | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| GS Nordstadt | Dachsanierung | 250 Tsd. € | |||
| Kosten durch Alternative für Familientreff | 500 Tsd. € | ||||
| GS Mitte | Rückbau/ Grundstückseinnahmen | ./. | |||
| GS Keune | Rückbau/ Grundstückseinnahmen | ./. | |||
| Oberschule | Nachnutzung offen | ? | |||
| Neuer Standort (Fabrik) | Sanierung/Umnutzung Fabrik mind. | 50 Mio. € | |||
| Investitionskosten | 50,75 Mio. € | ||||
| Rückzahlung von Fördermitteln/ weitere Abschreibung | 2,8 Mio. € |
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6.2 Übersicht zu den Varianten
| Forster | Fokus Mitte | Minimal / | GS in Fabrik | Schulzentrum | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Modell | Trend | ||||||||||||||
| GS Nordstadt | 1-1,5 Züge + Vereine | 1-2 Züge evtl. Umzug Sozialträger | 1,5-2 Züge | OS 2-3 Züge | 1-2 Züge | ||||||||||
| Umzug | Umzug | evtl. Umzug Sozialträger | |||||||||||||
| Sozialträger | Sozialträger, | ||||||||||||||
| für Ausbau | bauliche | ||||||||||||||
| Ganztag | Anpassungen | ||||||||||||||
| GS Mitte | 1-1,5 Züge + Vereine | 1 Zug + Vereine/ Ganztags- angebote | 1,5-2 Züge | Standort entfällt | |||||||||||
| ggf. Anbau | Anbau „Haus der Vereine“ | Anbau Hort | |||||||||||||
| GS Keune | 1 Zug + Vereine | 1 Zug | Standort entfällt | Standort entfällt | |||||||||||
| Sanierung/ | Sanierung/ | ||||||||||||||
| Neubau | Neubau | ||||||||||||||
| Oberschule | 2-3 Züge | Standort entfällt | |||||||||||||
| temporär Container | |||||||||||||||
| Neuer Standort Fabrik | 3-4 Züge | GS 1-2 Züge OS 2-3 Züge | |||||||||||||
| Sanierung Fabrikensemble | |||||||||||||||
| Investitions- | 25 Mio. € | 24 Mio. € | 6,5 Mio. € | 51 Mio. € | 50,75 Mio. € | ||||||||||
| kosten | |||||||||||||||
| Abschreibungen/ | 45 Tsd. € | 2,8 Mio. € | 2,8 Mio. € | ||||||||||||
| Rückzahlung FM |
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6.3 Erwägungen zu den Varianten
Die Varianten sind aus dem Bearbeitungsprozess des Schulentwicklungskonzeptes entstanden. Ausgangspunkt war die Bevölkerungsvorausberechnung, die einen Anhaltspunkt zu den künftig zu erwartenden Zügigkeiten in Primar- und Sekundarstufe gibt und die zeitliche Einordnung der Entwicklungen im Betrachtungszeitraum ermöglicht. Ergänzt um die Erkenntnisse aus den Begehungen und dem Workshop, entstanden daraus die Überlegungen zu möglichen Varianten. Aus Sicht der Stadtverwaltung sollen die Varianten, die mit der Sanierung eines Fabrikensembles verbunden sind, aufgrund der hohen Investitionskosten nicht weiterverfolgt werden, obgleich sie aus Perspektive der Stadtentwicklung wünschenswert sein könnten. Unter dieser Voraussetzung verbleiben die Varianten „Forster Modell“, „Fokus Mitte“ und „Minimal“, deren Vor- und Nachteile abgewogen werden müssen. Hierzu sollen an dieser Stelle einige Aspekte näher beleuchtet werden:
▪ Die mögliche Umsetzung des „Forster Modells“ und der Variante „Fokus Mitte“ hängt stark vom Engagement außerschulischer Akteure ab und muss daher in der Stadtgesellschaft weiterentwickelt werden. Gleichzeitig ist mit dem staatlichen Schulamt die perspektivische Schulorganisation mit dem Erhalt der drei kommunalen Grundschulstandorte zu klären. Mit dem Erhalt der drei Standorte sind durch die erforderlichen Investitionen am Standort Keune erhebliche Kosten verbunden. ▪ Gleichzeitig müssen im „Forster Modell“ die entstehenden laufenden Kosten sowie das notwendige anhaltende Engagement aller Beteiligten berücksichtigt werden. Würde der innovative Aspekt der schulübergreifend organisierten Ganztagsangebote nicht konsequent umgesetzt, könnten sich bestehende Problemlagen (Fachkräftemangel und fehlende Vertretungsmöglichkeiten, Mangel an Kooperationspartnern im Ganztag) verschärfen und der Ansatz, alle drei Schulstandorte zu erhalten, könnte dadurch in Frage gestellt werden. ▪ Die Variante „Minimal/Trend“ bedeutet die geringsten Eingriffe und wäre mit dem geringsten organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden und damit leicht umsetzbar. Sie stellt sich voraussichtlich von allein ein, wenn keine großen Veränderungen angestoßen werden. Sie bietet wenig Chancen für innovative Ideen. Damit verbunden ist die Aufgabe des Standortes Keune.
6.4 Langfristige Perspektive für die Oberschule
In den drei Varianten „Forster Modell“, „Fokus Mitte“ und „Minimal“ werden die Lernbedingungen für die Oberschule kurzfristig durch eine Containerlösung verbessert. Der demografisch bedingte „Knick“ erreicht die weiterführenden Schulen im Schuljahr 2032/33 mit einer Reduzierung der Anzahl der neuen Übergängerinnen und Übergänger in die 7. Jahrgangsstufe aus Forst. Von dieser Entwicklung betroffen sind sowohl die Oberschule als auch das Gymnasium. Mit Blick auf diesen Zeitpunkt, stellt sich die Frage nach der Perspektive der weiterführenden Schulen in Forst (Lausitz) noch einmal neu. Zu diskutieren wären dazu ggf. auch Fragen der Trägerschaft und Schulformen mit dem Landkreis Spree-Neiße.
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Stadt Forst (Lausitz) Schulentwicklungskonzept 2022
6.5 Ausblick / Nächste Schritte
Der Anspruch dieses Konzept ist es, eine Informationsgrundlage für die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Schullandschaft in Forst (Lausitz) zu legen. Die dafür erarbeiteten Varianten weisen unterschiedliche Ansätze auf, die weit über die Frage der Anzahl zukünftiger kommunaler Grundschulen hinausgehen und lassen sich daher auch nur bedingt miteinander vergleichen. Für den weiteren Prozess zur Gestaltung der Schullandschaft ist daher zunächst eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen, in welchem Umfang „Schule der Zukunft“ als gesamtgesellschaftliche Aufgabe in der Stadt Forst (Lausitz) denkbar wird, und welche Varianten somit aus der Stadtgesellschaft heraus weiterverfolgt werden können. Im Workshop „Schule der Zukunft“ wurden dazu gemeinsam Ideen entwickelt. Diese Frage ist auf der Basis des Konzeptes in der Stadtpolitik zu diskutieren. Nach der grundsätzlichen Entscheidung für eine Variante kann im nächsten Schritt ein gesamtstädtisches Ganztagskonzept gemeinsam mit den außerschulischen Akteuren ausgearbeitet werden. Parallel sollten Möglichkeiten zur Schulorganisation an den Grundschulstandorten sowie die Perspektive der Oberschule mit dem Landkreis und dem staatlichen Schulamt erörtert werden.
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