Anlage 5 - Leistungsbeschreibung.pdf

Objektplanung für Erweiterung und Umbau eines Feuerwehrgerätehauses

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 01.11.2026, 06:34 (Europe/Berlin)

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Verbandsgemeinde Bad Breisig

Erweiterung/Anbau und Umbau des bestehenden Feuerwehrgerätehauses in der

Ortsgemeinde Brohl

Vergabe von Planungs- und Bauüberwachungsleistungen

Leistungsbeschreibung

Die Verbandsgemeinde Bad Breisig plant die Erweiterung des bestehenden

Feuerwehrgerätehauses in der Ortsgemeinde Brohl durch einen Anbau sowie den Umbau des

Bestandsgebäudes entsprechend dem nach der aktuellen DIN 14092 festgestellten Bedarf.

Das bestehende Gebäude, die Fahrzeughalle 1 mit drei Stellplätzen, bleibt erhalten, wird

umgebaut und in die erweiterte Anlage einbezogen.

Der Standort befindet sich im Ortskern der Ortsgemeinde Brohl zwischen der Quellenstraße

und der Koblenzer Straße; das bestehende Feuerwehrgerätehaus liegt an der Quellenstraße

19, 56656 Brohl-Lützing. Die Auftraggeberin hat für das Vorhaben ein zusätzliches

Grundstück erworben, das in die Planung einzubeziehen ist.

Der Anbau ist als Erweiterung der bestehenden Anlage um Fahrzeughalle, Sozial-,

Schulungs- und Funktionsbereiche sowie die erforderlichen Freianlagen zu planen. Das

Bestandsgebäude ist so umzubauen, dass die Gesamtanlage die Vorgaben der DIN 14092

erfüllt. Grundlage ist der Vorentwurf, der den Vergabeunterlagen beigefügt ist. Der

Auftragnehmer schuldet die vollständige, eigenverantwortliche Planung der Leistungsphasen

1-9. Die im Vorentwurf enthaltenen Annahmen, Mengen und Lösungsansätze dienen der

Beschreibung des angestrebten Ergebnisses und als Orientierung.

Die Freiwillige Feuerwehr Brohl umfasst derzeit 45 aktive Einsatzkräfte. Der Anbau soll

insgesamt eine NGF von 670,18 m² und eine BGF von 800,38 m² umfassen. Vorgesehen ist

im Untergeschoss des Anbaus eine Fahrzeughalle 2 mit rund 202,20 m², zwei Stellplätzen

und Flächen für Anhänger sowie ein Werkstatt- und Lagerbereich. Im Erdgeschoss sind

Umkleiden mit Alarm-Doppelspinden vorgesehen, davon 45 Doppelspinde für Herren und 15

Doppelspinde für Damen, jeweils einschließlich der Jugendfeuerwehr, ergänzt um Wasch-,

Dusch- und WC-Bereiche für Damen und Herren sowie einen Reserve-Stellplatz. Im

Obergeschoss sollen ein Schulungsraum für die Feuerwehr für 50 bis 60 Personen

einschließlich Ausstattung sowie Anschlüssen für EDV, Fernsehen usw., eine Küche, ein Büro

und ein Pausenfoyer entstehen; im Staffelgeschoss sind die Technikflächen angeordnet. Der

Schulungsraum für die Jugend- und Bambinifeuerwehr für 24 Personen wird im Bestand

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vorgehalten. Die vorhandene Fahrzeughalle 1 mit rund 193,88 m² und drei Stellplätzen sowie

der Bereich der Jugendfeuerwehr im Bestand werden – soweit zur Erfüllung der DIN 14092

erforderlich umgebaut – einbezogen.

Die Planung hat sich seit dem ersten Vorentwurf weiterentwickelt; maßgeblich sind die

Anforderungen dieser Leistungsbeschreibung. Ergänzend sind folgende Anforderungen an

das Raumprogramm zu berücksichtigen:

  • Büro mit zwei vollwertigen EDV-Arbeitsplätzen und Büroausstattung.

  • Schlauchwerkstatt für die gesamte Verbandsgemeinde.

  • Werkstatt für die Gerätewarte; eine Kombination mit der Schlauchwerkstatt der

Verbandsgemeinde ist möglich.

  • Küche in der Größe der vorhandenen Ausstattung, geeignet zur Versorgung von

Einsatzkräften und der Bevölkerung in Großschadenslagen; die Anordnung im

Bestand oder im Neubau ist möglich. Vorzusehen sind eine große Gastro-Spüle, eine

Gastro-Spülmaschine, zwei Konvektomaten, ein Gasherd (alternativ Elektroherd), ein

Kühlschrank, ein Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe sowie ausreichende Arbeits-

und Abstellflächen. Die Warmwasserversorgung ist über elektrische Durchlauferhitzer

oder über eine neue Heizung mit Warmwasserspeicher sicherzustellen; die

Stromaufnahme ist zu berücksichtigen.

  • Wasch- und Duschmöglichkeiten für Damen und Herren.

  • Lagerflächen für Rollcontainer und Europaletten.

  • Stellplätze im Gebäude oder auf dem Gelände für sämtliche Anhänger der Feuerwehr.

Die Feuerwehr Brohl verfügt über fünf Anhänger (RTB-Trailer, MZB-Trailer,

Stromerzeuger, zwei Planenanhänger); der RTB-Trailer und der MZB-Trailer sollen im

Gerätehaus untergebracht werden. Der Vorentwurf sieht zwei große

Anhängerstellplätze sowie den Reservestellplatz vor.

Die Erschließung ist über zwei mögliche Zufahrten vorgesehen – von der Quellenstraße und

von der Koblenzer Straße. Das Gelände weist einen Höhenunterschied zwischen den beiden

Straßen auf, der in der Gebäudekonzeption zu berücksichtigen ist.

Die funktionale Gliederung des Feuerwehrgerätehauses hat eine klare Trennung der

unterschiedlichen Nutzungsbereiche sicherzustellen. Die Fahrzeughallen sind mit den

vorgesehenen Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge (drei Stellplätze im Bestand, zwei Stellplätze

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im Anbau) nach DIN 14092 zu planen. Ergänzend sind Flächen für Werkstatt/Lager, Wasch-

und Umkleidebereiche, Technik sowie die Schulungs- und Sozialbereiche vorzusehen. Die

Alarmausfahrt ist so anzuordnen, dass ausrückende Fahrzeuge konfliktfrei und sicher auf die

öffentlichen Verkehrsflächen gelangen können; ein Begegnungsverkehr mit den privaten

Fahrzeugen der Einsatzkräfte ist dabei nach DIN 14092 zu vermeiden. Alarmhof und

Betriebshof sind ausreichend zu dimensionieren, um Rangier-, Wartungs- und Übungsfahrten

zu ermöglichen. Auf dem Gelände ist eine ausreichende Anzahl an PKW-Stellplätzen

vorzusehen.

Hinsichtlich des Raum- und Flächenbedarfes ist die aktuelle DIN 14092 (Feuerwehrhäuser)

zwingend zu beachten; für die Flächen für die Feuerwehr auf dem Grundstück gilt ergänzend

die DIN 14090. Dies gilt für den Anbau und den umzubauenden Bestand gleichermaßen.

Das Gebäude liegt im Überschwemmungsgebiet. Die Anforderungen des

Hochwasserschutzes sind bei der Planung zu berücksichtigen; ggf. sind die haustechnischen

Installationen als Deckeninstallationen bzw. oberhalb des Bemessungshochwasserstands

anzuordnen.

Ziel des Vorhabens ist die Erweiterung und der Umbau des Feuerwehrgerätehauses zu einer

zeitgemäßen, funktionsgerechten und zukunftsfähigen Anlage, die den geltenden rechtlichen,

technischen und organisatorischen Anforderungen entspricht und einen sicheren sowie

effizienten Feuerwehrbetrieb ermöglicht.

Die Baukosten für die Erweiterung und den Umbau werden wie folgt erwartet:

Kostengruppe (DIN 276)Netto, €
KG 200 – Herrichten und Erschließen46.207,19 €
KG 300 – Bauwerk · Baukonstruktion1.585.484,06 €
KG 400 – Bauwerk · Technische Anlagen716.211,38 €
KG 500 – Außenanlagen259.915,42 €
KG 600 – Ausstattung und Kunstwerke225.260,03 €
Summe KG 200–6002.833.078,07 €

Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Erbringung der Planungs- und

Bauüberwachungsleistungen der Objektplanung Gebäude nach § 34 HOAI i. V. m. Anlage 10

zur HOAI sowie der Freianlagenplanung gemäß § 39 HOAI i. V. m. Anlage 11 zur HOAI,

jeweils in den Leistungsphasen 1–9 (Los 1).

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Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4,

also bis zur Genehmigungsplanung, beauftragt werden (Leistungsstufe 1) und anschließend

optional die Leistungsphasen 5-9 (Leistungsstufe 2). Auf eine über die Leistungsstufe 1

hinausgehende Weiterbeauftragung besteht kein Rechtsanspruch.

Leistungszeit:

Die Auftragserteilung ist für Februar 2027 vorgesehen. Die Fachplanungsleistungen werden

nach der Vergabe der Objektplanung in gemeinsamer Vorbereitung mit dem

Objektplanungsbüro gesondert ausgeschrieben.

Die Fertigstellung der Leistungsphase 4 der Objektplanung soll spätestens 6 Monate nach der

Auftragserteilung der Fachplanungsleistungen erfolgen. Die Ausführung des Vorhabens ist in

den Jahren 2028/2029 geplant.

Bezüglich der Beschreibung der Leistung orientiert sich die Auftraggeberin an den

Leistungsbildern der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.

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