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Sachstandsbericht_Kita Breitenbach_26.03.2025.pdf

Objektplanung für Erweiterung und Sanierung einer Kindertagesstätte

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 02.10.2026, 15:41 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.subreport.de

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Ingenieurgesellschaft für Bauwesen

Franz & Vatter mbH

Konstruktiver Hochbau Planung Tragwerk Wärmeschutz


Projekt: Erweiterung Kindertagesstätte Breitenbach

Kirchstraße 17, 66916 Breitenbach


Ingenieurgesellschaft Franz & Vatter mbH, Walter-Eucken-Straße 2, 66877 Ramstein-Miesenbach

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  1. Allgemeine Erläuterung

Die Kindertagesstätte in Breitenbach muss aufgrund der steigenden Betreuungszahlen und -zeiten er- weitert werden. Derzeit ist eine Gruppe im benachbarten Dorfgemeinschaftshaus untergebracht. Diese provisorische Nutzung ist jedoch nur befristet genehmigt. Der nachfolgende Bericht fasst den aktuellen Sachstand als Grundlage für die weitere Vorgehensweise zusammen.

  1. Bestandsgebäude

Die Kindertagesstätte befindet sich in der Kirchstraße 17 in Breitenbach.

Das Gebäude ist auf dem Flurstück 6921 westlich im Anschluss an das Dorfgemeinschaftshaus (Gebäude straßenseitig mit Walmdach) errichtet. Das Grundstück bietet durch seine Ausdehnung in westlicher Richtung Potential für die Erweiterung des Kita-Gebäudes.

Das Kindergartengebäude ist als Massivbau ausgeführt. Das Gebäude ist zweigeschossig mit einem Erd- geschoss und einem teilweise im Erdreich angeordneten Untergeschoss. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt über eine Zuwegung entlang des Dorfgemeinschaftshauses zum Haupteingang im Erdgeschoss. Die Nutzräume im UG haben einen direkten Ausgang ins Freie zum Spielgelände.

Die zur Verfügung gestellten Bestandsplanunterlagen stimmten nicht mit den vor Ort festgestellten Räumlichkeiten überein. Daher wurden für die Grundrisse ein Aufmaß durchgeführt und in einer Be- standsaufnahme dargestellt (siehe Anlage Bestandspläne EG+KG).

Die derzeitige räumliche Aufteilung ist in nachfolgenden Planskizzen dargestellt.


Ingenieurgesellschaft Franz & Vatter mbH, Haupstraße 36, 66919 Hermersberg, Tel. 06333-2745770

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Das Dach des Gebäudes wurde im Jahr 2021 erneuert. Zudem wurde eine zentrale Lüftungsanlage ein- gebaut. Das Lüftungsgerät ist momentan im Innenhof zwischen Kita und Dorfgemeinschaftshaus ange- ordnet. Der zukünftige Standort des Lüftungsgerätes soll im Zuge der Erweiterung der Kita optimiert festgelegt werden. Das Gebäude befindet sich dem Baualter entsprechend in einem teilweise modernisierungsbedürftigen Zustand. Im Zuge der weiteren Planungsschritte muss der Modernisierungsbedarf bzw. der angestrebte Moder- nisierungsstandard mit dem Bauherren abgestimmt werden. Die haustechnischen Anlagen sind durch einen Fachingenieur zu prüfen. Hier soll auch eine gemeinsame Wärmeversorgung der Gebäude auf dem Grundstück geprüft und angestrebt werden.

In nachfolgender Tabelle ist das Raumprogramm im aktuellen Bestand dargestellt. Es ist zur weiteren Betrachtung in den folgenden Schritten die Hauptnutzfläche ausgewiesen.

RaumAnzahlFlächeGesamtfläche
[Stk][m²][m²]
Gruppenraum 1146,1646,16
Gruppenraum 2148,4148,41
Schlafraum115,0515,05
Teeküche16,846,84
Leitung122,8222,82
Personal112,7612,76
WC119,0619,06
Personal WC13,973,97
Küche123,7223,72
Biistro146,2446,24
Lager Küche17,957,95
Schlafraum111,9511,95
Gruppenraum 3146,8646,86
WC120,6420,64
Vorraum16,876,87
Personal WC14,74,7
Putzraum14,254,25
Summe Hauptnutzfläche348,25

Summe Hauptnutzfläche 348,25

Das Bestandsgebäude verfügt über eine Bruttogrundfläche von 613m². Der Anteil der Hauptnutzfläche an der Bruttogrundfläche beträgt momentan lediglich ca. 57%. Dies ist durch den hohen Anteil an Ver- kehrsflächen bedingt.


Ingenieurgesellschaft Franz & Vatter mbH, Haupstraße 36, 66919 Hermersberg, Tel. 06333-2745770

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  1. Zukünftiger Bedarf

Die Kindertagesstätte soll zukünftig für einen Bedarf von 80 Plätzen ausgelegt sein. Dieser Bedarf sollte nach Angaben in ersten Gesprächen in 5 Gruppen gedeckt werden. Mittlerweile soll bei den Planungen die Kindertagesstätte mit 4 Gruppen berücksichtigt werden.

Raumprogramm:

In nachfolgender Tabelle ist ein allgemeiner Raumbedarf für eine Kindertagesstätte mit 4 Gruppen auf- geführt. Der Bedarf wurde in Anlehnung an das Raumprogramm des Landesjugendamtes ermittelt. Für die erforderlichen Wandflächen wird ein Zuschlag von 15% auf die ermittelte Nutzfläche gemacht. Die Aufstellung soll zu Vergleichszwecken bei den nachfolgenden Betrachtungen des Gebäudebestandes und einer zukünftigen Erweiterung dienen.

Raumprogramm 4 Gruppen

RaumAnzahlFlächeGesamtfläche
[Stk][m²][m²]
Gruppenraum445180
Nebenraum41560
Schlafraum42080
Mehrzweckraum16060
Geräte11515
Bistro14040
Küche13030
Vorrat11010
Leitung11515
Personal13535
Waschräume/Wickeln41560
WC-Anlagen13030
Hauswirtschaftsraum11515
Materialraum11515
Abstellraum/Putzmittel11010
Summe Hauptnutzfläche655
Hauptnutzfläche655
Verkehrsfläche140
Haustechnik30
Summe825
Wandzuschlag 15%123,75
Bruttogrundfläche948,75

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Das zukünftig im Bestand umsetzbare Raumprogramm wurde anhand der nachfolgend aufgeführten Planskizzen als eine mögliche Variante dargestellt.

Bild: Grundriss Erdgeschoss

Im EG würden zwei Gruppenräume verbleiben. Das jetzige Büro der Leitung könnte als Nebenraum der Gruppe 1 umfunktioniert werden. Die Sanitärräume wurden räumlich verbleiben. Der jetzige Beschäfti- gungsraum würde als Verbindungsflur zur Erweiterung benötigt.

Bild: Grundriss Untergeschoss

Im UG könnten der Küchen und Bistrobereich erhalten werden. Die Sanitäranlage könnte zu Gunsten eines Nebenraumes der Gruppe 3 verkleinert werden. Zur inneren Verbindung des Bestandsgebäudes mit einer evtl. zweigeschossigen Erweiterung würde der jetzige Vorratsraum der Küche als Verkehrsflä- che benötigt werden und müsste in die Erweiterung verlagert werden.


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Mögliches Raumprogramm im Bestandsgebäude

RaumAnzahlFlächeGesamtfläche
[Stk][m²][m²]
Gruppenraum 1146,1646,16
Gruppenraum 2148,4148,41
Nebenraum 2115,0515,05
Materialraum16,846,84
Nebenraum 1122,8222,82
WC119,0619,06
Personal WC13,973,97
Küche123,7223,72
Bistro146,2446,24
Schlafraum111,9511,95
Gruppenraum 3146,8646,86
Nebenraum120,6420,64
Waschraum/WC16,876,87
Personal WC14,74,7
Putzraum14,254,25
Summe Hauptnutzfläche327,54

Summe Hauptnutzfläche 327,54

Für den Raumbedarf im Erweiterungsbau ergibt sich daraus folgendes: -Gruppe 4 mit zugehörigen Funktionsräumen -Gruppe 1+2 fehlen im Bestandsgebäude Schlafräume -Büro Leitung würde verlagert, Personalraum neu schaffen -Mehrzweckraum mit Geräteraum (Geräteraum soll auch als möglicher Nebenraum einer Gruppe nutz- bar sein → Belichtung und Rettungswege beachten) -Elternecke als Aufenthalts- und Wartebereich (Eingewöhnung, Begegnung usw.)

Raumprogramm Erweiterung


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RaumAnzahlFlächeGesamtfläche
[Stk][m²][m²]
Gruppenraum 414545
Nebenraum zu 411515
Schlafraum zu 412020
Schlafraum zu 1+213030
Mehrzweckraum16060
Geräte11515
Elternecke12020
Vorrat Küche11010
Leitung11515
Personal13535
Waschräume/Wickeln21530
WC-Anlagen11515
Hauswirtschaftsraum11515
Materialraum177
Abstellraum/Putzmittel155
Summe Hauptnutzfläche337
Hauptnutzfläche337
Verkehrsfläche70
Haustechnik30
Summe437
Wandzuschlag 15%65,55
Bruttogrundfläche502,55

Zur Deckung des zukünftigen Bedarfs ergibt sich eine erforderliche Ergänzung der Hauptnutzfläche von ca. 337m². Als Summe mit dem Bestand würde sich somit eine Hauptnutzfläche von 337m²+327m²=664m² ergeben. Dies würde im Vergleich der Hauptnutzfläche der zu Beginn betrachte- ten Standardfläche einer 4-gruppigen Kita von 655m² in etwa entsprechen. Unter Berücksichtigung von Verkehrsflächen usw. würde sich eine Größe der Erweiterung mit einer Bruttogrundfläche von ca. 500m² ergeben. Die Flächen können unter Berücksichtigung von Kriterien wie Barrierefreiheit (z.B. Aufzug zur internen Barrierefreiheit), Rettungswege (z.B. Fluchtbalkone) usw. im weiteren Planungsverlauf noch abweichen.

Das beschriebene Raumprogramm wurde anhand der bisher übergebenen und besprochenen Angaben zusammengestellt. Zur weiteren Planung sollte das Raumprogramm gemeinsam verbindlich abgestimmt und festgelegt werden.


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  1. Einbindung Erweiterung im Grundstück

Entsprechend dem Raumprogramm wurde die Lage und Größe einer möglichen Erweiterung geprüft. Im Lageplan ist eine mögliche Gebäudeanordnung in den Varianten eingeschossige Erweiterung und zweigeschossige Variante dargestellt. Die Lagepläne dienen der grundsätzlichen Darstellung der erfor- derlichen Gebäudegrößen im Grundstück.

Bild: Lageplan 2-geschossige Erweiterung

Bild: Lageplan 2-geschossige Erweiterung


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Die Grundstücksgröße würde beide Erweiterungsvarianten ermöglichen. Da das Grundstück sich jedoch in Hanglage und im Bereich angrenzender Stützmauern befindet, ist eine Aufnahme des Geländes incl. Stützmauern durch ein Vermessungsbüro erforderlich. Danach kann die Einbindung des Gebäudes in das Gelände unter gestalterischen und wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden. Die Geländeaufnahme sollte auch die angrenzenden Parkplatzflächen der kat. Kirche beinhalten. Even- tuell könnte die Herstellung einer Baustellenzufahrt in diesem Bereich in Abstimmung mit der Kirchen- gemeinde eine wirtschaftliche und für den Betrieb der Kita im Rahmen der Bauzeit sinnvolle Möglichkeit bieten.

  1. Kostenrahmen Erweiterung

Über die ermittelte Bruttogrundfläche wird anhand von BKI-Kostenkennwerten, Kostenkennwerten aus Vergleichsprojekten und einer Preissteigerung ein angemessener Kostenansatz für den Erweiterungsbau ermittelt. Die ermittelten Kosten können nur als grober Kostenansatz zur Abstimmung des Finanzie- rungsbedarfes verstanden werden. Erst bei einem fortgeschrittenen Planungsstand können genauere Kosten ermittelt. Die Kosten für Modernisierungsmaßnahmen im Bestand sind in den Kosten nicht ent- halten und können in den weiteren Planungsschritten unter Beteiligung von Fachplanern (Haustechnik, Brandschutz usw.) ermittelt werden.

Erforderliche Bruttogrundfläche der Erweiterung 500m² BGF

Kosten 2.800,- €/m² BGF Mittelwert Erweiterung von Kindergärten Kostengruppe 300+400 (Kostengruppe 300 Baukonstruktionen / Kostengruppe 400 Technische Anlagen)

2800,- €/m² x 500m² = 1.400.000,- KG300+400 Für Preissteigerungen bis zur Ausführung wird in der nachfolgenden Tabelle noch ein Zuschlag von 10% gemacht.

Für die Aussenanlage KG500 wird ein Pauschalbetrag von 100.000,- € veranschlagt. Dieser ist in der Pla- nung entsprechend dem Bedarf anzupassen.

Die Ausstattung ist separat zu ermitteln. Hier liegen uns keine Grundlagen für die erforderliche zusätzli- che Ausstattung vor.

Die Nebenkosten der KG700 sind nach aktuellen Kostenberechnungen mit ca. 30% der anderen Kosten- gruppen anzunehmen.


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KostengruppeBetrag EUR
Alle Beträge einschließlich Mehrwertsteuer!
100Grundstück
200Herrichten und Erschließen
300Bauwerk - Baukonstruktion1.540.000,-
In 300 enthal-
400Bauwerk - Technische Anlage
ten
500Außenanlagen100.000,-
600Ausstattung und Kunstwerke
700Baunebenkosten500.000,-
Zur Abrundung
Gesamtkosten2.140.000,-

Für die Erweiterung in der beschriebenen Größenordnung kann im ersten Schritt mit Kosten in Höhe von ca. 2,2 Mio € gerechnet werden.


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  1. Einbindung Fachplaner

Zur weiteren Planung wird die Einbindung von Fachplanern erforderlich:

Vermessungsingenieure: Wie beschrieben ist die Geländeaufnahme des westlich hinter der Kita liegen- den Grundstücksbereiches eine vordringlich erforderliche Maßnahme.

Bodengutachter: Nach grober Festlegung des Erweiterungsbedarfes und Auswertung der Geländeauf- nahme ist die Einbindung eines Bodengutachters für die weiteren Planungsschritte erforderlich – z.B. bei Einbindung Gebäude in das Gelände Feststellung evtl. Felsuntergrundes.

Haustechnikplanung: Das Lüftungsgerät soll nach ersten Absprachen in der Erweiterung untergebracht werden. Zudem soll der Neubau in das Lüftungskonzept eingebunden werden. Hier sind frühzeitige Ab- stimmungen erforderlich. Die Einbindung in ein neues Wärmeerzeugungssystem ist zu integrieren. Zu- dem ist Modernisierungsbedarf im Bereich Sanitär und Elektro zu ermitteln.

Brandschutz: Die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes für Bestand und Erweiterung wird erforderlich.

Tragwerksplanung: Für die Erweiterung werden eine statische Berechnung und eine Prüfung durch ei- nen Prüfsachverständigen erforderlich. Bei Umstrukturierung von Räumen im Bestand ist evtl. eine Prü- fung von Bauteilen erforderlich.

Nachweis GEG: Im Rahmen des Bauantragsverfahrens ist ein Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz für die Erweiterung vorzulegen. Bei energetischen Modernisierungsmaßnahmen im Bestand können evtl. Fördergelder in Anspruch genommen werden. Daher wird empfohlen die Nachweise von einem zugelassenen Energieeffizienz-Experten erstellen zu lassen. Dieser ist dann im Falle einer Förderung berechtigt die erforderlichen Anträge und die Fachbegleitung durchzuführen.

Aufgestellt:

Ramstein 26.03.2025


Ingenieurgesellschaft Franz & Vatter mbH, Haupstraße 36, 66919 Hermersberg, Tel. 06333-2745770

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