17_Schadstoffkataster_MZH Krumbach_Zum Wilsberg 5a_35444 Biebertal_08.03.2023.pdf

Objektplanung für die Sanierung einer Mehrzweckhalle und Feuerwehr

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Ingenieurgesellschaft für Geotechnik, Baugrund und Bodenmanagement mbH

Schadstoffkataster

(Rückbau-/ Entsorgungskonzept)

Projekt: Mehrzweckhalle Krumbach Zum Wilsberg 5a 35444 Biebertal-Krumbach

Projekt-Nr.: 23020

Projektbearbeiter: Dipl. Ing. Eckhard Kegelmann

Dipl. Geologe Oliver Gast

Auftraggeber: Gemeinde Biebertal

Mühlbergstraße 9

35444 Biebertal

Datum: 08.03.2023

ILG - Stolzenmorgen 25 - 35394 Gießen - Tel. 0641/972147-0 - Fax -29 - Info@ILG-Geologen.de - www.ILG-Geologen.de

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Projekt: Schadstoffkataster Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5a, 35444 Biebertal-Krumbach Seite 2

INHALTSVERZEICHNIS

0 AUFTRAG ................................................................................................................................. 3 1 BEWERTUNGSGRUNDLAGEN. .............................................................................................. 4 2 SITUATION ............................................................................................................................... 5 3 ERGEBNISSE DER GEBÄUDEBEGEHUNG UND LABORANALYSEN ............................... 6 4 SCHUTZMASSNAHMEN UND ENTSORGUNG BEIM RÜCKBAU ...................................... 11 4.1 Asbest ................................................................................................................................. 11 4.1.1 Fensterkitt .................................................................................................................... 12 4.1.2 Fassadenputz .............................................................................................................. 13 4.1.3 Dachbahnen (Flachdach) ........................................................................................... 14 4.1.4 Kaminrevisionsklappendichtung .............................................................................. 14 4.1.5 Asbestzementprodukte .............................................................................................. 15 4.2 Künstliche Mineralfasern (KMF) ....................................................................................... 16 4.2.1 Dämmung von Deckenkonstruktionen ..................................................................... 16 4.2.2 Dämmung von Anlagen .............................................................................................. 18 4.3 Holzschutzmittel................................................................................................................. 18 4.3.1 Konstruktionshölzer der Dachkonstruktionen ........................................................ 18 4.4 Mineralölkohlenwasserstoffe............................................................................................ 19 4.4.1 Sperrschichten ............................................................................................................ 19 4.5 Sonstiges ............................................................................................................................ 19 4.5.1 Dämmung des Flachdachs ........................................................................................ 19 4.5.2 Polystyroldämmplatten .............................................................................................. 20 4.5.3 Kältemittel in Kühlgerät .............................................................................................. 20 4.5.4 Polyurethandämmplatten ........................................................................................... 20 4.5.5 Kondensatoren ............................................................................................................ 20 4.5.6 Leuchtstoffröhren ....................................................................................................... 21 4.5.7 Rauchmelder................................................................................................................ 21 4.5.8 Ehemaliger Feuchteschaden in der Turnhalle ......................................................... 22 5 SCHLUSSBEMERUNGEN ..................................................................................................... 23

ANLAGEN

1 Lagepläne 1.1 Übersichtsluftbild 1.2 Grundriss Erdgeschoss

2 Laborprüfberichte 2.1 Asbest und KMF 2.2 PAK und PCB 2.3 Schimmelpilzsporen

3 Fotodokumentation

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0 AUFTRAG

Die Gemeinde Biebertal beauftragte das Büro ILG, 35394 Gießen mit der Erkundung und Bewer-

tung der Mehrzweckhalle Krumbach hinsichtlich schadstoffhaltiger Materialien in der Bausubstanz.

Vom Untersuchungsauftrag ausgeschlossen waren die Flachdachkonstruktionen und das unmit-

telbar daran angebaute Feuerwehrgebäude.

Auftragsgegenstand war die Erkundung vorhandener Schadstoffe in dem o.g. Gebäude sowie die

Ableitung sicherheitstechnischer und abfalltechnischer Maßnahmen bei zukünftigen Baumaßnah-

men. Ferner sollte eine Bewertung hinsichtlich möglicher Belastungen durch Schimmelpilze inner-

halb der Halle erfolgen, die infolge eines Wasserschadens in der Vergangenheit nicht ausge-

schlossen werden konnten.

Im vorliegenden Bericht sind die Ergebnisse der Untersuchungen, sich daraus ergebende

Schutzmaßnahmen bei Arbeiten an schadstoffhaltigen Materialien sowie entsprechende Entsor-

gungshinweise zusammengefasst.

Seitens des Auftraggebers wurden die nachfolgend genannten Unterlagen zur Verfügung gestellt:

(cid:120) Skizze zum Grundriss der Halle

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1 BEWERTUNGSGRUNDLAGEN

Grundlage der Bewertung von Gefahrstoffen in Gebäuden bzgl. Gebäudenutzung, Umbau und

Abbruch sowie hinsichtlich Arbeits- / Umweltschutz sind insbesondere:

[1] Asbest-Richtlinie (Richtlinie für die Bewertung und Sanierung schwach gebundener Asbestprodukte in Gebäuden) in der Fassung vom Oktober 1997 des Hessischen Staatsministeriums des Innern

[2] PCB-Richtlinie (Richtlinie für die Bewertung und Sanierung PCB-belasteter Baustoffe und Bauteile in Gebäuden) – RdErl. des Ministeriums für Bauen und Wohnen NRW vom 03.07.1996

[3] PCP-Richtlinie (Richtlinie für die Bewertung und Sanierung Pentachlorphenol (PCP)-belasteter Baustoffe und Bauteile in Gebäuden) in der Fassung vom Oktober 1996 (MBl. NW S. 1058)

[4] Verordnung über Anforderungen an die Verwertung und Beseitigung von Altholz (AltholzV), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Stand 2002

[5] Hinweise für die Bewertung und Maßnahmen zur Verminderung der PAK-Belastung durch Parkettböden mit Teerkleb- stoffen in Gebäuden (PAK-Hinweise) der ARGEBAU in der Fassung vom April 2000 – Konferenz der für Städtebau, Bau- und Wohnungswesen zuständigen Minister und Senatoren der Länder (ARGEBAU)

[6] TRGS 505 „Blei und bleihaltige Gefahrstoffe“, Ausgabe Februar 2007 (BArbBl. 4 / 1996 S. 41)

[7] TRGS 519 „Asbest-Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten“, Ausgabe 2022 (BArBl. 9/2001 S. 64; ber. 11/2001 S. 113)

[8] TRGS 521 „Faserstäube“, Ausgabe Oktober 1996 mit Anlage 4 vom 01.10.1998, Stand Februar 2008 (BArbBl. 4/1999)

[9] TRGS 524 „Sanierungen und Arbeiten in kontaminierten Bereichen“ Ausgabe Februar 2010

[10] TRGS 551 „Teer und Pyrolyseprodukte aus organischem Material“ Ausgabe 2016 (BArbBl. 8/1999, S. 39)

[11] DGUV-I 201-012 (ehemals BGI 664) „Verfahren mit geringer Exposition gegenüber Asbest bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten“, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften, Stand 2020

[12] Merkblatt „Entsorgung von Bauabfällen“ der RP‘n Darmstadt, Gießen, Kassel (Abteilungen Staatliche Umweltämter), Stand September 2018

[13] LAGA-Merkblatt „Entsorgung asbesthaltiger Abfälle“, RdErl. d. Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft v. April 2006 (IV A 4 - 541.3.12)

[14] DGUV-R 101-004 (ehemals BGR 128) „Kontaminierte Bereiche“, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossen- schaften, 2006

[15] Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung), Stand Dezember 2004 (BGBl. I, Nr. 35 vom 18.06.1998)

[16] Verordnung zur Umsetzung des Europäischen Abfallverzeichnisses (AVV), 30.11.2001, Stand 2017

[17] Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (BiostoffV), Stand März 2007

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2 SITUATION

Die Mehrzweckhalle in Krumbach umfasst neben einer Turnhalle mit Umkleide- und Duschräumen

auch einen Gastraum mit zugehöriger Küche und Lagerräumen und Toilettenräume. Direkt ange-

baut sind die Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr, deren Untersuchung allerdings nicht Ge-

genstand der beauftragten Leistungen war.

Im Bereich der Turnhalle kam es offenbar in der Vergangenheit zu einem Wasserschaden, der al-

lerdings umgehend getrocknet wurde. Da dieser Gebäudebereich über einen Schwingboden mit

offenporiger Dämmung verfügt, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es dort zu einer Besie-

delung mit Schimmelpilzen kam, die zu einer Sporenfreisetzung in die Raumluft führen könnte.

Angesichts allgemeiner Erfahrungen in zahlreichen Gebäuden ähnlichen Baujahrs sollte mit Blick

auf zukünftige Bauarbeiten an dem o.g. Gebäude eine Bestandsaufnahme schadstoffverdächtiger

Materialien in diesem Gebäude erfolgen. Ferner sollte eine Abschätzung erfolgen, ob die Turnhalle

ohne Bedenken einer Gefährdung durch Schimmelsporen genutzt werden kann.

Der vorliegende Bericht soll daher dem Bauherrn einen umfassenden Überblick über vorhandene

schadstoffrelevante Aspekte ermöglichen. Darüber hinaus ist dem vorliegenden Bericht zu ent-

nehmen, welche Bauteile im Zuge zukünftiger Bauarbeiten die Anwendung besonderer Schutz-

maßnahmen erfordern bzw. unter welchem Abfallschlüssel die dabei anfallenden Abfälle zu ent-

sorgen sind.

Die Begehung und Beprobung des Gebäudes fand am 20.02.2023 statt. Die Untersuchung mögli-

cher mikrobiologischer Belastungen innerhalb der Turnhalle erfolgte durch die UEG GmbH, Wetz-

lar – die Untersuchungsergebnisse sind in der Anlage beigefügt.

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3 ERGEBNISSE DER GEBÄUDEBEGEHUNG UND LABORANALYSEN

Im Rahmen der Untersuchung wurden alle Räume des Gebäudeteils begangen. Nachfolgend wird

der Gebäudeaufbau beschrieben, wie er sich an exemplarischen Stellen darstellte.

Das Übersichtsluftbild in Anlage 1.1 und die Ansichten in Anlage 3 geben einen Überblick

über den Gebäudebestand.

Gebäudebeschreibung

Das eingeschossige Gebäude ist nicht unterkellert. Der untersuchte Teil lässt sich unterteilen in

den Eingangsbereich mit Toiletten und einem Putzmittelraum, die Turnhalle mit Abstellraum, Um-

kleideräumen und Duschräumen und die Gaststube mit Küche und Lagerräumen.

Das Gebäude wurde als Massivbau errichtet, wobei die Wände nach derzeitigem Kenntnisstand

überwiegend aus Ziegelstein und Bimsbeton gemauert und dann verputzt wurden; teilweise wur-

den die Wände auch mit Gipskarton verkleidet und dann verputzt. Die Wände der Turnhalle wur-

den mit Nut-Feder-Brettern verkleidet, wobei hier an mehreren exemplarischen Stellen keine Hint-

erfüllung mit Mineralwolle o.ä. angetroffen wurde. Die Wände der Sanitärräume wurden teilweise

mit Keramikfliesen verkleidet. Im Küchenbereich befindet sich u.a. auch eine Kühlzelle, deren

Ummantelung aus Sandwichelementen (vermutlich Blech / PU-Dämmkern / Blech) besteht.

Der Fußbodenaufbau besteht im Eingangsbereich aus Keramikfliesen, die mit Dickbettkleber auf

einem 50 mm dicken Zementestrich verlegt wurden. Darunter wurde eine ca. 10 mm dicke Bitu-

menbahn über der Bodenplatte angetroffen. In der Turnhalle wurde dagegen ein Schwingboden

(Linoleumboden / 20 mm Spanplatte / 30 mm Holz / 80 mm Lagerhölzer mit Zwischenlagen von 50

mm Mineralwolle / 10 mm Bitumenbahn / Beton) eingebaut. Im Bereich der Gaststätte wurde unter

einem PVC-Bodenbelag ein verspachtelter Zementestrich (50 mm) über einer 20 mm dicken Poly-

styrol-Dämmung angetroffen. Im Bereich der Sanitärräume dagegen wurden unter Spaltplatten im

Dickbettmörtel ein 70 mm dicker Zementestrich (mit Bewehrung!!), eine Kunststofffolie, eine Alu-

miniumkaschierung, eine 60 mm dicke PU-Dämmung und eine Schweißbahn auf dem Beton ange-

troffen.

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Die Geschossdecken wurden bereichsweise mit Gipskartonplatten abgehängt und verspachtelt,

teilweise wurden Akustikdeckenplattenraster vom Typ „Odenwald“ eingezogen. Im Sanitärbereich

dagegen wurden Blechlamellendecken mit einer Auflage aus Mineralwolle mit Filzunterlage einge-

zogen. Darüber befinden sich Flachdachkonstruktionen mit Profilblechauflage (innerhalb der Gast-

stätte teilweise auch mit Holzverschalung). Da diese Konstruktionen nicht zerstörungsfrei geöffnet

werden konnten, war eine genauere Erkundung und Beprobung nicht möglich – die Eindeckung

wurde mit Bitumenbahnen und Kiesauflage ausgeführt; Art und Umfang der Dämmung sind nicht

bekannt. Das Turnhallendach wurde dagegen als Giebeldach ausgeführt und mit Wellfaserze-

mentplatten eingedeckt. Es verfügt über eine 70 mm dicke Mineralwolledämmung mit Dampfbrem-

se und Bekleidung mit Holzverschalung zum Innenraum hin. Ortgang und Traufe wurden mit Fa-

serzementschindeln verkleidet, die Unterseite des Dachüberstandes längs der Traufe mit Fa-

serzementplatten.

Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über Flachheizkörper, deren Versorgung allerdings außer-

halb des untersuchten Gebäudeabschnitts liegen muss.

Die Anlage 1.2 zeigt den Grundriss des Gebäudes.

Laboruntersuchungen

Um eine Aussage zu möglichen Belastungen treffen zu können, wurden diverse kleinräumige Auf-

brüche vorgenommen, um den Aufbau von Bauteilen zu erkunden und Materialproben zu gewin-

nen.

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Aus den gesamten Aufbrüchen wurden 15 Materialproben entnommen und auf relevante Parame-

ter labortechnisch untersucht. Die Untersuchungen erfolgten durch staatlich akkreditierte Labore

(Agrolab GmbH, Bruckberg und Liscon GmbH, Linden), die regelmäßig an Ringversuchen teil-

nehmen.

Die nachfolgende Tabelle 1 fasst die Ergebnisse der Laboruntersuchungen zusammen:

Tabelle 1: Entnommene Proben / labortechnische Untersuchungsergebnisse

Proben- bez.ProbenmaterialVedachtspa rameterAnalysen- ergebnisPrüfbericht
1graue Fugenmasse an Fassadenanschlüssen der HallenfensterPCBn.n.338/2882
2bituminöse Sperrschicht unter dem Estrich im FoyerPAK5,0 mg/kg (BaP: n.n.)338/2882
3bituminöse Sperrschicht unter dem Schwingboden in der HallePAK23 mg/kg (BaP: 2,2 mg/kg)338/2882
Asbest (TP)n.n.S23-02854
KMFn.n.S23-02854
4grau-blauer Linoleumbodenbelag in der HalleAsbestn.n.S23-02854
5hellbrauner Kleber unter LinoleumbelagAsbestn.n.S23-02854
6Fensterkitt an Aluminiumfensterrahmen in der HalleAsbestChrysotilasbestS23-02854
7grauer PVC-Bodenbelag (Bahnware) in GaststätteAsbestn.n.S23-02854
8Kleber unter PVC-BodenbelagAsbestn.n.S23-02854
9graue Spachtelmasse auf Estrich in GaststätteAsbest (IFA)n.n.S23-02854
10gelber Dünnbettkleber von Wandfliesen in der KücheAsbest (IFA)n.n.S23-02854
11PUR-Trittschalldämmung im SanitärbereichFCKWn.b.---
12Mischprobe Wandputz (Glattputz)Asbest (IFA)n.n.S23-02854
13Mischprobe Wandputz (Rauputz)Asbest (IFA)n.n.S23-02854
14Mischprobe Spachtelmasse an GipskartondeckenAsbest (IFA)n.n.S23-02854
15Mischprobe FassadenputzAsbest (IFA)AmphibolasbestS23-02854

PCB = Polychlorierte Biphenyle; gemäß LAGA werden die Gehalte der 6 Kongenere nach Ballschmiter addiert und mit dem Faktor 5 multipliziert, um einen näherungsweisen Wert für die Gesamtsumme aller Kongenere zu erhalten. PAK = Polyaromatische Kohlenwasserstoffe (BaP: Benzo-a-pyren = Leitsubstanz für die Gruppe der PAK) TP = Materialien (Teerpappen) wurden auf geringe Asbestgehalte untersucht (nach VDI 3866 Blatt 5) KMF = Künstliche Mineralfasern; KMF; die vor 1996 hergestellt wurden und lungengängig sind (WHO-Fasern), gelten als cancerogen IFA = Materialien (Putze, Spachtelmassen, Fliesenkleber) wurden auf geringe Asbestgehalte untersucht (in Anlehnung an IFA 7487) FCKW = Fluorierte Chlorkohlenwasserstoffe, zeitweise zum Aufschäumen von Dämmstoffen eingesetzt n.n. = nicht nachweisbar n.b. = nicht bestimmt grau unterlegt = relevante Schadstoffgehalte nachgewiesen

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Fundstellen von Schadstoffen (außer Feuerwehrhaus!)

Nachfolgend sind die angetroffenen schadstoffverdächtigen Materialien aufgeführt.

(cid:120) asbesthaltiger Fensterkitt (Gaststätte, Foyer, Toiletten, Turnhalle), ca. 20 Stück entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.1 aufgeführt

(cid:120) asbesthaltiger Fassadenputz, zumindest abschnittsweise entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.2 aufgeführt

(cid:120) evtl. asbest-, KMF- oder PAK-haltige Dachbahnen im Flachdachbereich, ca. 280 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.3 aufgeführt

(cid:120) asbesthaltige Kaminrevisionsklappendichtung, 1 Stück entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.4 aufgeführt

(cid:120) Asbestzementwellplatten in Dacheindeckung der Turnhalle, ca. 230 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.5 aufgeführt

(cid:120) Asbestzementschindeln an Ortgang und Traufe des Turnhallendachs, ca. 20 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.5 aufgeführt

(cid:120) Asbestzementschindeln an Verkleidung des Kamins, ca. 2 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.5 aufgeführt

(cid:120) Asbestzementschindeln an Verkleidung zweier Entlüftungsschächte, ca. 2 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.5 aufgeführt

(cid:120) Asbestzementblenden an der Unterseite des Dachüberstandes an Turnhalle, ca. 10 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.1.5 aufgeführt

(cid:120) Künstliche Mineralfasern in der Dachdämmung der Turnhalle, ca. 230 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.2.1 aufgeführt

(cid:120) Künstliche Mineralfasern in Schwingbodenkonstruktion der Turnhalle, ca. 160 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.2.1 aufgeführt

(cid:120) Künstliche Mineralfasern in Auflage auf Blechlamellendecken, ca. 60 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.2.1 aufgeführt

(cid:120) Künstliche Mineralfasern in Akustikdeckenplatten (Typ Odenwald) in Gaststätte und La- ger, ca. 120 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.2.1 aufgeführt

(cid:120) Künstliche Mineralfasern in Dämmung von Rohrleitungen entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.2.2 aufgeführt

(cid:120) holzschutzmittelbehandelte Konstruktionshölzer im Dachbereich entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.3.1 aufgeführt

(cid:120) MKW-haltige Sperrschicht unter Estrich (Küche und Foyer), ca. 50 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.4.1 aufgeführt

(cid:120) MKW-haltige Sperrschicht im Schwingbodenaufbau (Turnhalle), ca. 160 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.4.1 aufgeführt

(cid:120) unbekannte Dämmung der Flachdachkonstruktionen, ca. 280 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.1 aufgeführt

(cid:120) Polystyrolplatten in Trittschalldämmung im Gastraum, ca. 80 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.2 aufgeführt

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(cid:120) FCKW-haltiges Kältemittel R 409a für den Betrieb der Kühlzellen entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.3 aufgeführt

(cid:120) evtl. FCKW-haltige PUR-Dämmplatten in Wandelementen der Kühlzelle entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.4 aufgeführt

(cid:120) evtl. FCKW-haltige PUR-Dämmplatten in Trittschalldämmung im Sanitärbereich, ca. 65 m² entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.4 aufgeführt

(cid:120) vermutlich PCB-haltige Kondensatoren in z.B. Deckenlampen entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.5 aufgeführt

(cid:120) quecksilberhaltige Leuchtstoffröhren entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.6 aufgeführt

(cid:120) Rauchmelder entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.7 aufgeführt

(cid:120) früherer Feuchteschaden in der Turnhalle entsprechende Maßnahmen beim Ausbau sind im Kapitel 4.5.8 aufgeführt

Die Lage der verdächtigen Bauteile ist größtenteils im Grundriss der Anlage 1.2 dargestellt.

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4 SCHUTZMASSNAHMEN UND ENTSORGUNG BEIM RÜCKBAU

Im Zuge zukünftiger Rück- /Umbaumaßnahmen des untersuchten Gebäudes ist eine vorausge-

hende Demontage schadstoffhaltiger Materialien erforderlich. Nachfolgend sind die erforderlichen

sicherheits- und entsorgungstechnischen Maßnahmen aufgeführt, die beim Umgang mit diesen

Bauteilen zu beachten sind. Nähere Angaben sind in den relevanten Vorschriften (vgl. Kap. 1) be-

schrieben.

4.1 Asbest

Der Rückbau asbesthaltiger Produkte darf grundsätzlich nur durch Fachbetriebe und unter sach-

kundiger Leitung erfolgen. Die Arbeiten sind spätestens 14 Tage vor Beginn bei der Berufsgenos-

senschaft und dem zuständigen Amt für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik anzuzeigen.

Grundsätzlich wird zwischen schwach- und fest gebundenen Asbestprodukten unterschieden. Die-

se unterscheiden sich darin, wie leicht es bei äußeren Einwirkungen zu einer Faserfreisetzung

kommt.

Schwachgebundene Asbestprodukte wurden in Form einer Kaminrevisionsklappendichtung ange-

troffen. Schwachgebundene Asbestprodukte setzen bei Beanspruchung große Fasermengen frei

und sind deshalb kritischer zu bewerten als festgebundene.

Festgebundene Produkte liegen beim Fassadenputz sowie verschiedenen Asbestzementproduk-

ten (Wellplatten der Turnhallendacheindeckung, Schindeln und Fassadenblenden) vor. Nicht aus-

zuschließen ist eine Belastung der Dachbahnen im Flachdachbereich – hier war eine Beprobung

nicht möglich. Festgebundene Asbestprodukte Produkte lassen im unbehandelten Zustand keine

relevante Freisetzung von Asbestfasern erwarten.

Hinsichtlich ihrer Faserbindung dazwischen werden die angetroffenen Fensterkitte gewertet.

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4.1.1 Fensterkitt

Die labortechnische Untersuchung des Fensterkitts zwischen Metallrahmen und Glas an den

Oberlichtern bzw. Fenstern in Foyer, Gastraum, Toilettenräumen und Turnhalle ergab eine Belas-

tung durch Asbestfasern. Eine relevante Faserfreisetzung ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht

zu erwarten, jedoch ist der Kitt vor / im Zuge einer möglichen Entsorgung der Fenster sachgerecht

zu entfernen und zu entsorgen. Beim Rückbau sind die nachfolgenden Maßnahmen zu beachten:

Schutzmaßnahmen beim Umgang / Ausbau

Empfohlen wird, den Kitt vor einem Ausbau der Fensterflügel mit einem Klebeband zu sichern und

dann die Fensterrahmen möglichst als Ganzes vorsichtig auszubauen.

Das Entfernen des Kitts kann nach dem Verfahren BT 42 der DGUV 201-012 erfolgen, wie nach-

folgend beschrieben:

Vor Beginn des Ausbaus ist eine Folie im Arbeitsbereich anzubringen, um herabfallende Bruchstü-

cke aufzufangen. Oberflächen, die schwer zu reinigen sind, sollten ebenfalls mit Folien abgeklebt

werden. Abdeckleisten sind vorsichtig zu entfernen, dabei zu benässen und mit einem für Asbest-

fasern zugelassenen Sauger abzusaugen. Der freigelegte Kitt ist ebenfalls zu befeuchten und

schonend abzutragen, wobei keine schnell laufenden Maschinen eingesetzt werden dürfen und

der o.g. Sauger zum Absaugen des Arbeitsbereichs eingesetzt werden muss. Der Kitt ist in einem

geeigneten Behälter zu verpacken. Abschließend muss der Arbeitsbereich gründlich gereinigt

werden. Die ausführenden Personen haben eine geeignete Schutzausrüstung (Atemschutzmaske

der Kategorie P2, Einwegstaubschutzanzug der Kategorie III, Typ 5) zu tragen.

Entsorgung

Die anfallenden Abfälle fallen unter den Abfallschlüssel 17 06 01* („Dämmmaterial, das Asbest

enthält“) und sind gefährliche Abfälle. Bei ihrer Entsorgung sind ein Entsorgungsnachweis, Über-

nahme- und Begleitscheine zu führen. Beim Transport ist durch eine geeignete Verpackung si-

cherzustellen, dass keine Fasern freigesetzt werden. Ferner müssen die Abfälle gemäß TRGS 519

gekennzeichnet sein.

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4.1.2 Fassadenputz

Die labortechnische Untersuchung einer Mischprobe des Fassadenputzes ergab Hinweise auf ei-

ne Asbestbelastung, die zwar aufgrund des geringen Asbestgehaltes und der guten Faserbindung

im Material keine akute Gefährdung darstellt, jedoch im Falle eines zukünftigen Rückbaus beson-

dere Schutzmaßnahmen erfordert. Ferner sollten schadhafte Stellen (z.B. neben dem Hauptein-

gang) unter Nutzung Persönlicher Schutzausrüstung (s.u.) verfestigt werden, um eine Faserfrei-

setzung durch abfallenden Putz zu vermeiden. Grundsätzlich ist nicht auszuschließen, dass die

Belastung nicht die gesamte Fassade umfasst, sodass im Vorfeld eines zukünftigen Rückbaus ei-

ne weitergehende Beprobung empfohlen wird, um ggf. belastete Abschnitte einzugrenzen.

Schutzmaßnahmen beim Ausbau

Für den Abtrag asbesthaltigen Putzes kann das BG-zugelassene Schleifverfahren BT 43 ange-

wendet werden – dies sollte im Bedarfsfall vorab nochmals mit dem Regierungspräsidium Gießen /

Dez. Arbeitsschutz abgestimmt werden. Bei dem o.g. Verfahren wird mittels einer zugelassenen

handgeführten Fräse der Putz abgetragen. Eine angeschlossene Absaugung erfasst den Staub.

Nach erfolgtem Abfräsen erfolgt eine Feinreinigung mit zugelassenen Saugern und die händische

Aufnahme möglicherweise herabgefallener Bruchstücke (zuvor Boden mit Folie auslegen!).

Geeignete Persönliche Schutzausrüstung (Halb- / Vollmaske mit P2-Filter, Einwegstaubschutzan-

zug Kat. III Typ 5/6, Schutzhandschuhe und gut zu reinigendes Schuhwerk) ist zu tragen.

Das Verfahren darf nur von Firmen mit speziell unterwiesenem Personal ausgeführt werden.

Entsorgung

Die Abfälle sind in geeigneten, sicher verschließbaren und gemäß TRGS 519 gekennzeichneten

Behältern ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu sammeln, zu lagern und zu entsorgen. Ein spä-

teres Umfüllen, Werfen oder Schütten ist zu vermeiden. Die Abfälle fallen unter den Abfallschlüs-

sel 17 06 01*. Sie sind als gefährlicher Abfall eingestuft und erfordern einen Entsorgungsnachweis

sowie Übernahme- und Begleitscheine.

ILG - Stolzenmorgen 25 - 35394 Gießen - Tel. 0641/972147-0 - Fax -29 - Info@ILG-Geologen.de - www.ILG-Geologen.de

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4.1.3 Dachbahnen (Flachdach)

Mit Ausnahme des Turnhallendachs wurde das Dach als Flachdachkonstruktion ausgeführt. Diese

Flachdachkonstruktion wurde nicht beprobt, da dies nicht zerstörungsfrei möglich gewesen wäre.

Im Zuge eines zukünftigen Rückbaus sollte vorab eine kleinräumige Beprobung erfolgen und die

Probe wäre auf PAK sowie auf Asbestfasern (geringe Gehalt in Teerpappen) und KMF zu untersu-

chen. Je nach Ergebnis ergibt sich dann folgende abfalltechnische Einstufung:

(cid:120) Nachweis von Asbestfasern: Abfallschlüssel 17 06 01* (cid:120) Nachweis von KMF, kein Asbest: Abfallschlüssel 17 06 03* (cid:120) weder Nachweis von Asbest noch von KMF, PAK-Summengehalt über 400 mg/kg und / oder Benzo-a-pyrengehalt über 50 mg/kg: Abfallschlüssel 17 03 03* (cid:120) weder Nachweis von Asbest noch von KMF und o.g. PAK- / Benzo-a-pyrengehalte unter- schritten: Abfallschlüssel 17 03 02

Sofern sich eine Einstufung als gefährlicher Abfall (*-Abfall, s.o.) ergibt, muss der Ausbau der Bi-

tumenbahn staubarm (befeuchten, keine Maschinen mit schnell laufenden Werkzeugen, direktes

Aufnehmen und Verpacken in Big bags) erfolgen. Der Arbeitsbereich ist gegen unbefugten Zutritt

zu sichern und das ausführende Personal muss geeignete Persönliche Schutzausrüstung (s. Kap.

4.1.2) tragen. Schließlich wären in diesem Falle sämtliche Reste aufzunehmen.

4.1.4 Kaminrevisionsklappendichtung

Als mutmaßlich asbesthaltiges Produkt wurde auch die Dichtung in einer älteren Kaminrevisions-

klappe angetroffen. Eine akute Gefährdung lässt sich hier nicht erkennen. Bei einem zukünftigen

Ausbau der Dichtung sind aber die nachfolgend genannten Maßnahmen zu beachten.

Schutzmaßnahmen beim Ausbau

Der Ausbau kann analog zum in der berufsgenossenschaftlichen Information BGI 664 zugelasse-

nen „Verfahren geringer Exposition“ AT 1 erfolgen. Die ausführenden Personen haben demnach

eine geeignete Schutzausrüstung (Atemschutzmaske der Kategorie P2, Staubschutzanzug Kate-

gorie III, Typ 5, nitrilbeschichtete Baumwollhandschuhe) zu tragen. Es sind eine Folie bzw. ein

Auffangbehälter im Arbeitsbereich anzubringen. Die Dichtung ist vor dem Öffnen der Verbindung

mit einem Penetriermittel zu benetzen, bis sie damit getränkt ist. Daraufhin kann die Dichtung ge-

löst und angehoben werden. Dabei ist die Dichtung intensiv zu benetzen und der Arbeitsbereich

mittels eines für Asbestfasern zugelassenen Saugers abzusaugen. Die Dichtung bzw. die Dich-

tungsteile sind in einem staubdichten Behälter zu verpacken.

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Projekt: Schadstoffkataster Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5a, 35444 Biebertal-Krumbach Seite 15

Alternativ kann auch die Klappe geöffnet, befeuchtet und dann als Ganzes staubdicht verpackt

und ausgebaut werden. Die Dichtung selbst kann dann an anderer Stelle innerhalb eines geeigne-

ten Arbeitsbereichs entfernt werden.

Entsorgung

Auch diese Abfälle sind in geeigneten, sicher verschließbaren und gemäß TRGS 519 gekenn-

zeichneten Behältern (z.B. Big Bag) ohne Gefahr für Mensch und Umwelt zu sammeln, zu lagern

und zu entsorgen. Ein späteres Umfüllen, Werfen oder Schütten ist zu vermeiden. Die Abfälle fal-

len unter den Abfallschlüssel 17 06 01*. Sie sind als gefährlicher Abfall eingestuft und erfordern

einen Entsorgungsnachweis sowie Übernahme- und Begleitscheine.

4.1.5 Asbestzementprodukte

Asbestzementprodukte wurden in Form von Wellfaserzementplatten der Hallendacheindeckung,

der Faserzementschindeln am Ortgang und der Traufe sowie der Unterseite des Überstandes die-

ses Dachs, an den Verkleidungen des Kamins und zweier Entlüftungsrohre verbaut.

Bei einem zukünftigen Rückbau dieser Bauteile sind die nachfolgenden Maßnahmen zu beachten:

Schutzmaßnahmen beim Umgang / Ausbau

Die ausführenden Personen müssen partikelfiltrierende Atemschutzmasken der Kategorie P2 und

atmungsaktive Einwegschutzanzüge der Kategorie 3, Typ 5/6 tragen.

Um eine Faserfreisetzung zu vermeiden, sind die Bauteile auf der bewitterten Oberfläche entwe-

der vor dem Abtragen oder Ausbauen mit staubbindenden Mitteln, z. B. Stein- oder Putzverfesti-

ger, zu besprühen oder feuchtzuhalten. Die Flächen sind durch Berieseln zu nässen. Das Wasser

ist wie Regenwasser abzuleiten.

Lösbare Befestigungsmittel sind so zu entfernen, dass die Bauteile möglichst nicht zerbrochen

werden. Die Befestigungsmittel sind in geeigneten, dichten Behältern zu sammeln. Die Bauteile

sind entgegen der Einbaurichtung von der Unterkonstruktion zu lösen und zu entfernen. Beim Ent-

fernen der Befestigungsmittel sind die Produkte gegen Abrutschen zu sichern. Auszubauende

Produkte sind abzuheben und nicht herauszubrechen. Sie dürfen nicht über Kanten und benach-

barte Produkte gezogen oder aus Oberdeckungen hervorgezogen werden.

Nach dem Ausbau bis zur Einlagerung in Verpackungen („Big Bags“) bzw. in geschlossenen Be-

hältern sind die Produkte feucht zu halten, sofern sie nicht mit faserbindenden Mitteln behandelt

sind. Asbestzementprodukte sind so zu transportieren, dass das Freisetzen von Asbestfasern

vermieden wird. Schuttrutschen dürfen nicht verwendet werden. Das Umladen darf nur von Hand

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oder unter Verwendung von Hebezeugen vorgenommen werden; das Material darf nicht geworfen

werden. Unmittelbar nach dem Entfernen der Asbestzementprodukte sind durch asbesthaltigen

Staub verunreinigte Flächen der Unterkonstruktion, z.B. Latten, Sparren, Schalung, durch Absau-

gen mit baumustergeprüften Staubsaugern nach Nummer 7.3 Abs. 6 der TRGS 519 oder durch

feuchtes Abwischen sorgfältig zu reinigen. Der Ausbau der Unterkonstruktion ist in der Regel nicht

erforderlich.

Entsorgung

Die asbesthaltigen Abfälle sind gefährliche Abfälle und fallen unter den Abfallschlüssel 17 06

05*. Es sind ein Entsorgungsnachweis sowie Übernahme- und Begleitscheine zu führen.

4.2 Künstliche Mineralfasern (KMF)

KMF-haltige Materialien wurden als Dämmung des Turnhallendachs und des Schwingbodens in

der Turnhalle, als Deckenauflage im Sanitärbereich, als Dämmung von Rohrleitungen sowie in

Form von Akustikdeckenplatten im Gastraum und im Lagerraum angetroffen. Aufgrund des Her-

stellungszeitraums bzw. der vorliegenden Analytik sind diese Materialien als cancerogen (Katego-

rie K 1B) einzustufen.

4.2.1 Dämmung von Deckenkonstruktionen

In der Dämmung des Turnhallendachs und des Schwingbodens in der Turnhalle, in der Auflage

auf den Blechlamellendecken im Sanitärbereich sowie in den Akustikdeckenplatten (Typ Oden-

wald) in Gaststätte und Lagerraum wurden KMF angetroffen. Ferner ist nicht ausgeschlossen,

dass im Aufbau des Flachdachs entsprechende Dämmungen verbaut wurden (s. Kapitel 4.5.1).

Eine Faserfreisetzung aus den genannten Materialien in den Innenraum ist nicht zu erwarten, so

lange sie nicht bewegt oder beschädigt werden. Bei einem zukünftigen Rückbau ist aber mit einer

erheblichen Faserfreisetzung zu rechnen, weshalb die nachfolgenden Maßnahmen zu beachten

sind:

Schutzmaßnahmen beim Umgang / Ausbau

Bei einem Rückbau sind die Anforderungen der Expositionskategorie 3 gemäß TRGS 521 zu erfül-

len. Der gesamte Arbeitsbereich ist demnach vor Beginn der Arbeiten von angrenzenden Gebäu-

deabschnitten staubdicht abzutrennen. Zu diesem Zweck ist zumindest eine Einkammerschleuse

vorzusehen, in der beim Betreten des Arbeitsbereichs die Persönliche Schutzausrüstung an- und

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beim Verlassen abgelegt werden muss; von einer Unterdruckhaltung kann abgesehen werden,

jedoch wird eine gezielte Luftführung mit 8-fachem Luftwechsel durch eine Unterdruckgerät emp-

fohlen. Unbefugte haben während der Arbeiten keinen Zutritt, was durch eine entsprechende

Kennzeichnung zu verdeutlichen ist. Ferner müssen den Mitarbeitern nahe gelegene Waschmög-

lichkeiten und Einrichtungen zur Umsetzung einer Trennung von Arbeits- und Straßenbekleidung

zur Verfügung stehen.

Durch geeignete Arbeitsverfahren (Befeuchten und Niederschlagen der Feinstäube mit Wasserne-

bel beim Ausbau, schneiden statt reißen, nicht werfen, sofortiges Verpacken etc.) ist die Stau-

bentwicklung zu minimieren. Es muss persönliche Schutzausrüstung (Atemschutzmaske P2, at-

mungsaktiver Staubschutzanzug Kat. III/ Typ 5, Schutzhandschuhe aus Leder oder nitrilbeschich-

tete Baumwollhandschuhe, Schutzbrille bzw. Vollmaske) getragen werden.

Sofern keine gebläseunterstützten Atemschutzgeräte getragen werden, sind Tragezeitbegrenzun-

gen zu beachten, nach denen jeder Atemschutzträger nach einer Arbeitszeit von zwei Stunden

den Arbeitsbereich (Schwarzbereich) mindestens 30 Minuten verlassen und den Atemschutz able-

gen muss. KMF-Abfälle müssen innerhalb des Arbeitsbereiches staubdicht verpackt und gekenn-

zeichnet werden. Kontaminierte Persönliche Schutzausrüstung ist unmittelbar nach Verlassen des

Arbeitsbereichs abzulegen und zusammen mit den KMF-Abfällen zu entsorgen. KMF-Rückstände

sind gründlich zu beseitigen (Reinigung des Arbeitsbereichs mit Staubsauger der Staubklasse H).

Im Arbeitsbereich gilt Ess-, Trink-, Rauch- und Schnupfverbot.

Entsorgung

Die Abfälle sind staubdicht zu verpacken und unter dem Abfallschlüssel 17 06 03* als gefährlicher

Abfall zu entsorgen. Entsorgungsnachweis, Übernahme- und Begleitscheine sind erforderlich.

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4.2.2 Dämmung von Anlagen

Weiterhin wurden KMF als Dämmung großer Abschnitte der vorhandenen Rohrleitungen verwen-

det. Die genannten Materialien sind im Vorfeld eines Rückbaus zu entfernen, wobei die nachfol-

genden Maßnahmen zu ergreifen sind:

Schutzmaßnahmen beim Umgang / Ausbau

Da von einer geringeren Faserfeisetzung ausgegangen wird, kann hier auf die Einrichtung einer

Abschottung verzichtet werden. Wesentlich ist jedoch auch hier der staubarme Rückbau der

Dämmstoffe (z.B. durch Bewässern und Längseinschneiden der Ummantelungen bzw. Streifen

und vorsichtiges Entnehmen der Dämmung in großen Stücken) und die Erfassung / Niederschla-

gung freigesetzter Fasern.

Entsorgung

s. 4.2.1

4.3 Holzschutzmittel

4.3.1 Konstruktionshölzer der Dachkonstruktionen

Die beim Rückbau der Dachkonstruktionen anfallenden Holzabfälle sind erfahrungsgemäß als

holzschutzmittelbehandelt einzustufen (insbesondere PCP und Lindan), so dass sie vor einem Ab-

bruch des Gebäudes zu entfernen und separat zu entsorgen sind.

Schutzmaßnahmen beim Umgang / Ausbau

Da bei Arbeiten an belasteten Hölzern mit der Freisetzung stark belasteter Stäube zu rechnen ist

(s.o.), muss Personal, das im Dachbereich tätig wird bzw. direkten Kontakt zu den Holzbauteilen

oder entsprechenden Stäuben haben kann, partikelfiltrierende Atemschutzmasken der Kategorie

P2, Staubschutzanzüge der Kategorie III, Typ 5/6 und nitrilbeschichtete Handschuhe mit Bünd-

chen tragen. Belastete Stäube müssen mittels eines geeigneten Staubsaugers der Staubklasse H

aufgesaugt werden. Allerdings ist im Falle eines zukünftigen Rückbaus von einem maschinellen

Rückbau auszugehen, so dass kein direkter Kontakt zu befürchten ist.

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Entsorgung

Ausgebautes Konstruktionsholz ist als gefährlicher Abfall (A IV-Holz) unter dem Schlüssel 17 02

04* („Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe ver-

unreinigt sind“) zu entsorgen.

4.4 Mineralölkohlenwasserstoffe

4.4.1 Sperrschichten

Unter dem Estrich des Foyers und der Küche sowie unter der Schwingbodenkonstruktion der

Turnhalle wurden bituminöse Sperrschichten angetroffen. Gemäß der vorliegenden Analyse sind

die o.g. Bahnen bituminöser Herkunft und enthalten daher vernachlässigbare PAK-Anteile sowie

keine Asbestfasern oder KMF. Allerdings liegen hier i.d.R. erfahrungsgemäß erhöhte MKW-

Gehalte vor, die im Falle eines Rückbaus eine Separierung im Rahmen des Vertretbaren erforder-

lich machen, um eine Kontamination des dort anfallenden Bauschutts zu vermeiden.

Entsorgung

Die Sperrbahnen fallen unter den Abfallschlüssel 17 03 02 und sind als nicht gefährlicher Abfall

eingestuft.

4.5 Sonstiges

4.5.1 Dämmung des Flachdachs

Da eine zerstörungsfreie Untersuchung und Beprobung des Flachdachs nicht möglich war, liegen

keine genauen Informationen zu einer dort verbauten Dämmung vor. Denkbar sind verschiedene

Dämmmaterialien, die teilweise ein relevantes Gefährdungspotential aufweisen. So sind z.B. KMF,

PAK-haltige Teerkorkplatten, FCKW-haltige Polyurethandämmplatten oder HBCD-haltige Polysty-

rolplatten denkbar. Es wird daher dringend angeraten, vor einem zukünftigen Rückbau des Ge-

bäudes den Aufbau des Flachdachs zu erkunden und entsprechende Materialuntersuchungen

vorzunehmen – analog zu den Dachbahnen (s. Kapitel 4.1.3).

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4.5.2 Polystyroldämmplatten

Polystyroldämmplatten wurden als Trittschalldämmung im Bereich des Gastraums verbaut. Sie

sind im Falle eines zukünftigen Ausbaus vom Bauschutt zu trennen und separat unter dem Abfall-

schlüssel 17 06 04 zu entsorgen. Besondere Schutzmaßnahmen beim Ausbau sind allerdings

nicht erforderlich.

4.5.3 Kältemittel in Kühlgerät

Auf der Kühlzelle im Küchentrakt wurde ein Kühlaggregat montiert, das mit dem Kältemittel R409a

betrieben wird, dass ein Gemisch aus drei verschiedenen Fluorierten Chlorkohlenwasserstoffen

(FCKW) darstellt. Vor einem zukünftigen Gebäuderückbau bzw. der Demontage der Kälteanlage

ist sicherzustellen, dass der zugehörige Kältemittelkreislauf geleert wird, um die Freisetzung von

Kältemittel zu verhindern. Sofern dabei doch noch FCKW-haltiges Kältemittel angetroffen wird, ist

das Gerät unter dem Abfallschlüssel 20 01 23* zu entsorgen.

4.5.4 Polyurethandämmplatten

Polyurethandämmplatten wurden als Trittschalldämmung im Sanitärbereich angetroffen. Ferner ist

davon auszugehen, dass die Wand- und Deckenelemente der Kühlzelle einen Dämmkern aus PUR enthalten1. Diese Platten wurden in der Vergangenheit häufig mit FCKW aufgeschäumt, die

zwar beim Ausbau keine relevante Gefährdung darstellen, jedoch aufgrund ihrer Umweltrelevanz

ab Summengehalten von 1000 mg/kg zu einer Einstufung als gefährlicher Abfall (Abfallschlüssel

17 06 03*) führen. Im Falle eines Rückbaus sind sie daher streng von anderen Abfällen zu sepa-

rieren, auf FCKW zu analysieren und dann entsprechend zu entsorgen.

4.5.5 Kondensatoren

In mindestens einer Deckenleuchte wurde ein PCB-verdächtiger Kondensator montiert. Derartige

Kondensatoren enthielten erfahrungsgemäß teilweise bis ins Jahr 1989 PCB-haltige Öle, die im

Falle von Leckagen des Gehäuses zu relevanten Belastungen des Bauschutts führen können,

weshalb dringend empfohlen wird, sie im Vorfeld eines zukünftigen Rückbaus zu separieren und

sicherheitshalber als PCB-Kondensatoren zu entsorgen.

1 Eine zerstörungsfreie Beprobung war nicht möglich.

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Entsorgung

Eine PCB-Belastung kann erfahrungsgemäß unterstellt werden. Sie sind daher als gefährlicher

Abfall unter dem Abfallschlüssel 16 02 09* („Transformatoren und Kondensatoren, die PCB enthal-

ten“) zu entsorgen.

4.5.6 Leuchtstoffröhren

Leuchtstoffröhren sind vor ihrer Entsorgung aufgrund der innenseitigen quecksilberhaltigen Be-

schichtung bzw. Füllung zerstörungsfrei auszubauen, zu sammeln und als gefährlicher Abfall unter

dem Abfallschlüssel 20 01 21* mit Entsorgungsnachweis, Übernahme- und Begleitscheinen zu

entsorgen.

4.5.7 Rauchmelder

Im Gebäude wurden mehrere Rauchmelder verbaut. Im Regelfall werden überwiegend optische

Melder verbaut, jedoch wurden in der Vergangenheit auch sog. Ionisationsmelder mit einer radio-

aktiven Strahlenquelle verwendet. Es wird dringend empfohlen, im Vorfeld von Um- / Rückbau-

bauarbeiten an den Decken die Melder zerstörungsfrei zu demontieren und separat zu erfassen –

egal, ob es sich um Ionisationsmelder handelt oder nicht. Sollte sich herausstellen, dass sie eine

Strahlenquelle enthalten, sind sie ordnungsgemäß zu entsorgen – dies geschieht i.d.R. über den

Hersteller solcher Melder, da radioaktive Abfälle nicht unter das Abfallgesetz fallen.

Sofern es sich um unbedenkliche Melder handelt, sollten sie dennoch unbedingt von Bauschutt

o.ä. ferngehalten werden, da es ansonsten bei der Entsorgung zu Problemen kommen kann, wenn

z.B. Bruchstücke von Rauchmeldern darin auftauchen, denen man nicht ansieht, ob sie ggf. von

Ionisationsmeldern stammen.

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4.5.8 Ehemaliger Feuchteschaden in der Turnhalle

Im Bereich der Turnhalle kam es in der Vergangenheit zu einem Feuchteschaden aufgrund einer

Leitungsleckage. Der Leitungsschaden wurde kurzfristig behoben und die durchfeuchtete Däm-

mung des Schwingbodens durch einen Fachbetrieb getrocknet. Es bestand jedoch die Sorge,

dass es damals dennoch zu einer Ansiedlung von Schimmelpilzen gekommen sein könnte, die re-

levante Raumluftbelastungen durch Sporen nach sich ziehen könnte.

Um diese Fragestellung zu bewerten, führte parallel zur Schadstofferkundung ein Mitarbeiter der

UEG GmbH, Wetzlar Raumluftuntersuchungen in der Halle und als Referenz in der Außenluft

durch, die allerdings keine Hinweise auf eine Schimmelpilzsporenquelle im Innenraum ergaben.

Auch die Untersuchung zweier Materialproben aus der Dämmung des Schwingbodens ergab un-

auffällige Sporenkonzentrationen. Ferner wurden zwei Klebefilmproben an schwer zugänglichen

(und daher nicht nachträglich gereinigten) Stellen entnommen, um abgelagerte Sporen aus einem

aktuellen oder einem älteren Befall zu suchen – auch hier ergaben sich keine Hinweise auf eine

Schimmelpilzquelle. Schließlich wurde an mehreren Stellen der Fußbodenkonstruktion die Materi-

alfeuchte bestimmt, die ebenfalls durchweg unauffällige Werte ergab.

Der gesamte Laborbericht der UEG GmbH findet sich in der Anlage dieses Berichts.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist daher eine gesundheitliche Gefährdung durch erhöhte

Schimmelpilzsporengehalte in der Turnhalle auszuschließen, so dass die Halle in dieser Hinsicht

problemlos weiter genutzt werden kann.

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5 SCHLUSSBEMERUNGEN

Im Auftrag der Gemeinde Biebertal erfolgte eine Erhebung des Schadstoffinventars in der Mehr-

zweckhalle Krumbach. Ferner erfolgte eine Bewertung hinsichtlich möglicher Gefährdungen auf-

grund von mikrobiellem Befall der Bausubstanz in der Turnhalle nach einem Feuchteschaden in

der Vergangenheit.

Im vorliegenden Bericht sind die Untersuchungsergebnisse sowie sich daraus ergebende erforder-

liche Schutzmaßnahmen und Entsorgungsauflagen beim Ausbau der schadstoffhaltigen Baumate-

rialien zusammengefasst.

Der vorliegende Bericht gilt nur in seiner Gesamtheit.

Änderungen sowie Vervielfältigungen bedürfen unserer schriftlichen Zustimmung.

Der Bericht gibt den Kenntnisstand vom 08.03.2023 wieder.

ILG Lenz + Gast GmbH

Die Gutachter

Dipl.-Ing. Eckhard Kegelmann

Dipl.-Geologe Oliver Gast Dipl.-Geologe Jürgen Lenz

ILG - Stolzenmorgen 25 - 35394 Gießen - Tel. 0641/972147-0 - Fax -29 - Info@ILG-Geologen.de - www.ILG-Geologen.de

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Anlage 1
Lagepläne

[Seite 25]

N Quelle: google maps Anlage 1.1 ILG – Ingenieurgesellschaft für Geotechnik, Baugrund und Bodenmanagement mbH Stolzenmorgen 25 (cid:127) 35394 Gießen Tel.: 0641 – 972147-0 (cid:127) Fax: 0641 – 972147-29 SCHADSTOFFKATASTER Az. 23020: Mehrzweckhalle, Zum Wilsberg 5a, 35444 Biebertal-Krumbach Übersichtslageplan (o.M.) untersuchter Gebäudeteil
ILG – Ingenieurgesellschaft für Geotechnik, Baugrund und Bodenmanagement mbH Stolzenmorgen 25 (cid:127) 35394 Gießen Tel.: 0641 – 972147-0 (cid:127) Fax: 0641 – 972147-29
SCHADSTOFFKATASTER
Az. 23020: Mehrzweckhalle, Zum Wilsberg 5a, 35444 Biebertal-Krumbach
Übersichtslageplan (o.M.)
untersuchter Gebäudeteil

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Asbestzementschindeln an Dachtraufe und AZ-Blende an Dachüberstand Asbestzementschindeln Ortgang Asbestzementschindeln Kamin etc. asbesthaltige Dichtung nicht untersuchter Bereich KMF-Auflage auf Lochblechdecke Probe 11 Probe 13c Probe 12a AZ-Dachplatten und KMF-Auflage Probe 13b auf Holzdecke; KMF-Boden- Proben 7-9 Probe 6 dämmung Proben 4+5 KMF-Akustikdeckenplatten Probe 15c Probe 3 Probe 1 Proben 10+12b Probe 15b Probe 14a Probe 13a Probe 2 Probe 14b Probe 15a Probe 12c asbesthaltiger Fensterkitt Asbestzementschindeln Ortgang Anlage 1.2 ILG – Ingenieurgesellschaft für Geotechnik, Baugrund und Bodenmanagement mbH Stolzenmorgen 25 (cid:127) 35394 Gießen Nicht eingetragen: Tel.: 0641 – 972147-0 (cid:127) Fax: 0641 – 972147-29 - asbesthaltiger Fassadenputz SCHADSTOFFKATASTER - ggf. Flachdachbahnen /-dämmung Az. 23020: Mehrzweckhalle, Zum Wilsberg 5a, - KMF in Rohrummantelungen 35444 Biebertal-Krumbach - holzschutzmittelbeh. Dachstuhl Grundrissskizze des UG mit Einzeichnung - MKW-haltige Sperrbahnen schadstoffhaltiger Bauteile (o.M.) - PCB-haltige Kondensatoren - ggf. FCKW-haltiges Kühlaggregat asbesthaltige Bauteile - Leuchtstoffröhren - Rauchmelder KMF-haltige Bauteile - PS- und PUR-Dämmplatten
ILG – Ingenieurgesellschaft für Geotechnik, Baugrund und Bodenmanagement mbH Stolzenmorgen 25 (cid:127) 35394 Gießen Tel.: 0641 – 972147-0 (cid:127) Fax: 0641 – 972147-29
Nicht eingetragen: - asbesthaltiger Fassadenputz - ggf. Flachdachbahnen /-dämmung - KMF in Rohrummantelungen - holzschutzmittelbeh. Dachstuhl - MKW-haltige Sperrbahnen - PCB-haltige Kondensatoren - ggf. FCKW-haltiges Kühlaggregat - Leuchtstoffröhren - Rauchmelder - PS- und PUR-Dämmplatten
SCHADSTOFFKATASTER
Az. 23020: Mehrzweckhalle, Zum Wilsberg 5a, 35444 Biebertal-Krumbach
Grundrissskizze des UG mit Einzeichnung schadstoffhaltiger Bauteile (o.M.)
asbesthaltige Bauteile KMF-haltige Bauteile
robe 13c Probe 12a Probe 13
Proben 7-9

[Seite 27]

Anlage 2
Laborprüfberichte

[Seite 28]

Anlage 2.1
(Asbest und KMF)
Labor Liscon

[Seite 29]

LISCON GmbH Am Bergwerkswald 2 Prüfbericht 35440 Linden S23-02854 Fon : +49 641 202612 E-Mail : post@liscon.de

LISCON GmbH · Am Bergwerkswald 2 · 35440 Linden Angaben zum Bericht

Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH Datum 24.02.2023 Herrn Kegelmann Ersteller Stefan Gruber Probenzahl 12 Stolzenmorgen 25 BID B23-0674 35394 Gießen Projekt 23020 per E-Mail : info@ilg-geologen.de

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02854 Probe 3 - Sperrschicht

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VDI 3866/5 (TP) nein

★ Asbestart VDI 3866/5 (TP) -

KMF nachgewiesen VDI 3866/5 (TP) nein

WHO-Fasern nachgewiesen KMF/SBB nein

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02855 Probe 9 - Spachtelmasse

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VA 7.2-10 nein

★ Asbestart VA 7.2-10 -

Geschätzter Massengehalt SQ+ -

LISCON GmbH S23-02854 Seite 1 von 6

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LISCON GmbH Am Bergwerkswald 2 Prüfbericht 35440 Linden S23-02854 Fon : +49 641 202612 E-Mail : post@liscon.de

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02856 Probe 10 - Fliesenkleber

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VA 7.2-10 nein

★ Asbestart VA 7.2-10 -

Geschätzter Massengehalt SQ+ -

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02857 Probe 12 - MP Putz

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VA 7.2-10 nein

★ Asbestart VA 7.2-10 -

Geschätzter Massengehalt SQ+ -

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02858 Probe 13 - MP Putz

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VA 7.2-10 nein

★ Asbestart VA 7.2-10 -

Geschätzter Massengehalt SQ+ -

LISCON GmbH S23-02854 Seite 2 von 6

[Seite 31]

LISCON GmbH Am Bergwerkswald 2 Prüfbericht 35440 Linden S23-02854 Fon : +49 641 202612 E-Mail : post@liscon.de

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02859 Probe 14 - MP Spachtelmasse

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VA 7.2-10 nein

★ Asbestart VA 7.2-10 -

Geschätzter Massengehalt SQ+ -

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02860 Probe 15 - MP Putz

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VA 7.2-10 ja

★ Asbestart VA 7.2-10 Amphibol

Hinweis : Anthophyllit

Geschätzter Massengehalt SQ+ gering

Anlagen

LISCON GmbH S23-02854 Seite 3 von 6

[Seite 32]

LISCON GmbH Am Bergwerkswald 2 Prüfbericht 35440 Linden S23-02854 Fon : +49 641 202612 E-Mail : post@liscon.de

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02861 Probe 4 - Linoleum

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VDI 3866/5 nein

★ Asbestart VDI 3866/5 -

★ Geschätzter Massengehalt VDI 3866/5 -

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02862 Probe 5 - Kleber

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VDI 3866/5 nein

★ Asbestart VDI 3866/5 -

★ Geschätzter Massengehalt VDI 3866/5 -

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02863 Probe 6 - Fensterkitt

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VDI 3866/5 ja

★ Asbestart VDI 3866/5 Chrysotil

★ Geschätzter Massengehalt VDI 3866/5 1-5 %

LISCON GmbH S23-02854 Seite 4 von 6

[Seite 33]

LISCON GmbH Am Bergwerkswald 2 Prüfbericht 35440 Linden S23-02854 Fon : +49 641 202612 E-Mail : post@liscon.de

Anlagen

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02864 Probe 7 - Bodenbelag

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VDI 3866/5 nein

★ Asbestart VDI 3866/5 -

★ Geschätzter Massengehalt VDI 3866/5 -

Labornummer Probenbezeichnung

S23-02865 Probe 8 - Kleber

Probenahme durch Auftraggeber Probenart Material PN-Datum 20.02.2023 Eingangsdatum 21.02.2023 Verifiziert am 24.02.2023

Ergebnisse

Faserstaub-Analytik Methode Ergebnis Einheit ★ Asbest nachgewiesen VDI 3866/5 nein

★ Asbestart VDI 3866/5 -

★ Geschätzter Massengehalt VDI 3866/5 -

LISCON GmbH S23-02854 Seite 5 von 6

[Seite 34]

LISCON GmbH Am Bergwerkswald 2 Prüfbericht 35440 Linden S23-02854 Fon : +49 641 202612 E-Mail : post@liscon.de

Verwendete Methoden

KMF/SBB

Zusätzliche Ausweisung künstlicher Mineralfasern (KMF) mit WHO-Abmessungen (Länge > 5 µm, Dicke < 3 µm, L:D > 3:1) gemäß SBB-Merkblatt.

SQ+

Semiquantitative Schätzung des Asbestgehalts als orientierende Bewertungshilfe der Asbestfunde bei Produkten mit geringen Massengehalten. Laborinterne Klassifizierung: – gering: < 1 Massen-% – sehr gering: < 0,01 Massen-% Die Angabe „sehr gering“ ist statistisch abgesichert: Der geschätzte Massengehalt liegt bei einseitiger Betrachtung mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent unterhalb 0,01 Massen-%.

VDI 3866/5

VDI Richtlinie 3866 Blatt 5: Bestimmung von Asbest in technischen Produkten - Rasterelektronen‐ mikroskopisches Verfahren (2017-06) (Nachweisgrenze: 1 %)

VDI 3866/5 (TP)

Bestimmung von Asbest in Teerpappen – Rasterelektronenmikroskopisches Verfahren – intensive Heiß‐ veraschung und Suspensionsuntersuchung, qualitativ, in Anlehnung an VDI 3866/5 Anhang B (2017-06). (Nachweisgrenze: 0,001 %)

VA 7.2-10

Hausverfahren VA 7.2-10 (2021-11) zur Bestimmung von Asbest in technischen Produkten mit geringen Asbest- Massengehalten als Suspensionsuntersuchung in Anlehnung an VDI 3866/5 und IFA 7487 mit einer Nachweisgrenze von 0,001 Massen-%)

Verantwortlich

Stefan Gruber Dipl.-Ing (FH)

Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren ( markiert mit ★ ). Hinweise (kursiv) und Interpretationen sind nicht akkreditiert. Die Prüfergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die Prüfgegenstände. Sofern diese vom Kunden bereitgestellt werden, gelten die Ergebnisse für die Proben wie erhalten. Dieser Bericht darf ohne schriftliche Genehmigung der LISCON GmbH nicht auszugsweise vervielfältigt werden. Dieser Bericht wurde automatisiert im PDF-Format erzeugt. Er ersetzt alle früheren Berichte zu den aufgeführten Proben. Der Prüfzeitraum umfasst den Probeneingang bis zur Verifizierung.

LISCON GmbH S23-02854 Seite 6 von 6

[Seite 35]

Anlage 2.2
PAK und PCB
(Labor Agrolab)

[Seite 36]

AGROLAB Labor GmbH

Dr.-Pauling-Str. 3, 84079 Bruckberg, Germany Fax: +49 (08765) 93996-28 www.agrolab.de

[@ANALYNR_START=715056] [@BARCODE= | |R] AGROLAB Labor GmbH, Dr-Pauling-Str.3, 84079 Bruckberg

ILG - INGENIEURGESELLSCHAFT LENZ + GAST mbH Stolzenmorgen 25 35394 GIEßEN

Datum 27.02.2023 Kundennr. 27062631

PRÜFBERICHT

Auftrag 3382882 23020 // H. Kegelmann Analysennr. 715056 Mineralisch/Anorganisches Material Probeneingang 22.02.2023 Probenahme 20.02.2023 Probenehmer Keine Angabe Kunden-Probenbezeichnung Probe 1, Fugenmasse Einheit Wert i.d.OS Best.-Gr. Methode Feststoff .tenhcieznnekeg

" )*

" lobmyS med tim

dnis nerhafreV etreitiderkka thcin

h

Analyse in der GesamtfraktionDIN 19747 : 2009-07
PCB (28)mg/kg<0,50,5DIN EN 15308 : 2016-12
PCB (52)mg/kg<0,50,5DIN EN 15308 : 2016-12
PCB (101)mg/kg<0,50,5DIN EN 15308 : 2016-12
PCB (138)mg/kg<0,50,5DIN EN 15308 : 2016-12
PCB (153)mg/kg<0,50,5DIN EN 15308 : 2016-12
PCB (180)mg/kg<0,50,5DIN EN 15308 : 2016-12
PCB-Summemg/kgn.b.Berechnung aus Messwerten der Einzelparameter

Einzelparameter

Erläuterung: Das Zeichen "<" oder n.b. in der Spalte Ergebnis bedeutet, der betreffende Stoff ist bei nebenstehender Bestimmungsgrenze nicht quantifizierbar. Die parameterspezifischen analytischen Messunsicherheiten sowie Informationen zum Berechnungsverfahren sind auf Anfrage verfügbar, sofern die berichteten Ergebnisse oberhalb der parameterspezifischen Bestimmungsgrenze liegen. Die Mindestleistungskriterien der angewandten Verfahren beruhen bezüglich der Messunsicherheit in der Regel auf der Richtlinie 2009/90/EG der Europäischen Kommission.

B e g i n n d e r P r ü f u n g e n : 22.02.2023 Ende der Prüfungen: 24.02.2023

Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die geprüften Gegenstände. In Fällen, wo das Prüflabor nicht für die Probenahme verantwortlich war, gelten die berichteten Ergebnisse für die Proben wie erhalten. Die auszugsweise Vervielfältigung des Berichts ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Die Ergebnisse in diesem Prüfbericht werden gemäß der mit Ihnen schriftlich gemäß Auftragsbestätigung getroffenen Vereinbarung in vereinfachter Weise i.S. der DIN EN ISO/IEC 17025:2018, Abs. 7.8.1.3 berichtet.

AGROLAB Labor GmbH, Manfred Kanzler, Tel. 08765/93996-700 serviceteam4.bruckberg@agrolab.de Kundenbetreuung Dieser elektronisch übermittelte Ergebnisbericht wurde geprüft und freigegeben. Er entspricht den Anforderungen der EN ISO/IEC 17025:2017 an vereinfachte Ergebnisberichte und ist ohne Unterschrift gültig.

Seite 1 von 1 1P-ED-15271041-0-COD AG Landshut Geschäftsführer HRB 7131 Dr. Carlo C. Peich Ust/VAT-Id-Nr.: Dr. Paul Wimmer DE 128 944 188 Dr. Torsten Zurmühl hcilßeilhcssuA .treitiderkka 8102:52071 CEI/OSI NE NID ßämeg dnis nerhafreV netethcireb tnemukoD meseid ni eiD

[Seite 37]

AGROLAB Labor GmbH

Dr.-Pauling-Str. 3, 84079 Bruckberg, Germany Fax: +49 (08765) 93996-28 www.agrolab.de

[@ANALYNR_START=715057] [@BARCODE= | |R] AGROLAB Labor GmbH, Dr-Pauling-Str.3, 84079 Bruckberg

ILG - INGENIEURGESELLSCHAFT LENZ + GAST mbH Stolzenmorgen 25 35394 GIEßEN

Datum 27.02.2023 Kundennr. 27062631

PRÜFBERICHT

Auftrag 3382882 23020 // H. Kegelmann Analysennr. 715057 Organisches Material Probeneingang 22.02.2023 Probenahme 20.02.2023 Probenehmer Keine Angabe Kunden-Probenbezeichnung Probe 2, Sperrschicht Einheit Wert i.d.OS Best.-Gr. Methode Feststoff .tenhcieznnekeg

" )*

" lobmyS med tim

dnis nerhafreV etreitiderkka thcin hcilßeilhcssuA .treitiderkka 8102:52071 C

Analyse in der GesamtfraktionDIN 19747 : 2009-07
Naphthalinmg/kg1,9 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Acenaphthylenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Acenaphthenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Fluorenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Phenanthrenmg/kg1,1 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Anthracenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Fluoranthenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Pyrenmg/kg0,6 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(a)anthracenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Chrysenmg/kg0,6 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(b)fluoranthenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(k)fluoranthenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(a)pyrenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Dibenzo(a,h)anthracenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(ghi)perylenmg/kg0,8 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Indeno(1,2,3-cd)pyrenmg/kg<0,5 p m )0,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Summe PAK (EPA)mg/kg5,0 x )Berechnung aus Messwerten der Einzelparameter

x) Einzelwerte, die die Nachweis- oder Bestimmungsgrenze unterschreiten, wurden nicht berücksichtigt. pm) Die Nachweis-, bzw. Bestimmungsgrenze musste erhöht werden, da zur Extraktion und Analyse nur eine geringe Probenmenge vorlag. Erläuterung: Das Zeichen "<" oder n.b. in der Spalte Ergebnis bedeutet, der betreffende Stoff ist bei nebenstehender Bestimmungsgrenze nicht quantifizierbar. Die parameterspezifischen analytischen Messunsicherheiten sowie Informationen zum Berechnungsverfahren sind auf Anfrage verfügbar, sofern die berichteten Ergebnisse oberhalb der parameterspezifischen Bestimmungsgrenze liegen. Die Mindestleistungskriterien der angewandten Verfahren beruhen bezüglich der Messunsicherheit in der Regel auf der Richtlinie 2009/90/EG der Europäischen Kommission.

B e g i n n d e r P r ü f u n g e n : 22.02.2023 Ende der Prüfungen: 23.02.2023

Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die geprüften Gegenstände. In Fällen, wo das Prüflabor nicht für die Probenahme verantwortlich war, gelten die berichteten Ergebnisse für die Proben wie erhalten. Die auszugsweise Vervielfältigung des Berichts ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Die Ergebnisse in diesem Prüfbericht werden gemäß der mit Ihnen schriftlich gemäß Auftragsbestätigung getroffenen Vereinbarung in vereinfachter Weise i.S. der DIN EN ISO/IEC 17025:2018, Abs. 7.8.1.3 berichtet.

Seite 1 von 2 2P-ED-15271041-0-COD AG Landshut Geschäftsführer HRB 7131 Dr. Carlo C. Peich Ust/VAT-Id-Nr.: Dr. Paul Wimmer DE 128 944 188 Dr. Torsten Zurmühl CEI/OSI NE NID ßämeg dnis nerhafreV netethcireb tnemukoD meseid ni eiD

[Seite 38]

Datum 27.02.2023 Kundennr. 27062631 PRÜFBERICHT Auftrag 3382882 23020 // H. Kegelmann Analysennr. 715057 Organisches Material Kunden-Probenbezeichnung Probe 2, Sperrschicht

AGROLAB Labor GmbH, Manfred Kanzler, Tel. 08765/93996-700 serviceteam4.bruckberg@agrolab.de Kundenbetreuung Dieser elektronisch übermittelte Ergebnisbericht wurde geprüft und freigegeben. Er entspricht den Anforderungen der EN ISO/IEC 17025:2017 an vereinfachte Ergebnisberichte und ist ohne Unterschrift gültig.

Seite 2 von 2 3P-ED-15271041-0-COD

AGROLAB Labor GmbH

Dr.-Pauling-Str. 3, 84079 Bruckberg, Germany Fax: +49 (08765) 93996-28 www.agrolab.de

AG Landshut Geschäftsführer HRB 7131 Dr. Carlo C. Peich Ust/VAT-Id-Nr.: Dr. Paul Wimmer DE 128 944 188 Dr. Torsten Zurmühl .tenhcieznnekeg

" )*

" lobmyS med tim dnis nerhafreV etreitiderkka thcin hcilßeilhcssuA .treitiderkka 8102:52071 CEI/OSI NE NID ßämeg dnis nerhafreV netethcireb tnemukoD meseid ni eiD

[Seite 39]

AGROLAB Labor GmbH

Dr.-Pauling-Str. 3, 84079 Bruckberg, Germany Fax: +49 (08765) 93996-28 www.agrolab.de

[@ANALYNR_START=715058] [@BARCODE= | |R] AGROLAB Labor GmbH, Dr-Pauling-Str.3, 84079 Bruckberg

ILG - INGENIEURGESELLSCHAFT LENZ + GAST mbH Stolzenmorgen 25 35394 GIEßEN

Datum 27.02.2023 Kundennr. 27062631

PRÜFBERICHT

Auftrag 3382882 23020 // H. Kegelmann Analysennr. 715058 Organisches Material Probeneingang 22.02.2023 Probenahme 20.02.2023 Probenehmer Keine Angabe Kunden-Probenbezeichnung Probe 3, Sperrschicht Einheit Wert i.d.OS Best.-Gr. Methode Feststoff .tenhcieznnekeg

" )*

" lobmyS med tim

dnis nerhafreV etreitiderkka thcin hcilßeilhcssuA .treitiderkka 8102:52071 C

Analyse in der GesamtfraktionDIN 19747 : 2009-07
Naphthalinmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Acenaphthylenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Acenaphthenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Fluorenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Phenanthrenmg/kg2,9 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Anthracenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Fluoranthenmg/kg1,9 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Pyrenmg/kg3,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(a)anthracenmg/kg3,2 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Chrysenmg/kg3,3 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(b)fluoranthenmg/kg3,4 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(k)fluoranthenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(a)pyrenmg/kg2,2 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Dibenzo(a,h)anthracenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Benzo(ghi)perylenmg/kg2,8 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Indeno(1,2,3-cd)pyrenmg/kg<1,5 p e )1,5DIN ISO 18287 : 2006-05
Summe PAK (EPA)mg/kg23 x )Berechnung aus Messwerten der Einzelparameter

x) Einzelwerte, die die Nachweis- oder Bestimmungsgrenze unterschreiten, wurden nicht berücksichtigt. pe) Die Nachweis-, bzw. Bestimmungsgrenze musste erhöht werden, da Matrixeffekte eine Veränderung des Verhältnisses von Probenmenge zum Extraktionsmittel erforderten. Erläuterung: Das Zeichen "<" oder n.b. in der Spalte Ergebnis bedeutet, der betreffende Stoff ist bei nebenstehender Bestimmungsgrenze nicht quantifizierbar. Die parameterspezifischen analytischen Messunsicherheiten sowie Informationen zum Berechnungsverfahren sind auf Anfrage verfügbar, sofern die berichteten Ergebnisse oberhalb der parameterspezifischen Bestimmungsgrenze liegen. Die Mindestleistungskriterien der angewandten Verfahren beruhen bezüglich der Messunsicherheit in der Regel auf der Richtlinie 2009/90/EG der Europäischen Kommission.

B e g i n n d e r P r ü f u n g e n : 22.02.2023 Ende der Prüfungen: 24.02.2023

Die Ergebnisse beziehen sich ausschließlich auf die geprüften Gegenstände. In Fällen, wo das Prüflabor nicht für die Probenahme verantwortlich war, gelten die berichteten Ergebnisse für die Proben wie erhalten. Die auszugsweise Vervielfältigung des Berichts ohne unsere schriftliche Genehmigung ist nicht zulässig. Die Ergebnisse in diesem Prüfbericht werden gemäß der mit Ihnen schriftlich gemäß Auftragsbestätigung getroffenen Vereinbarung in vereinfachter Weise i.S. der DIN EN ISO/IEC 17025:2018, Abs. 7.8.1.3 berichtet.

Seite 1 von 2 4P-ED-15271041-0-COD AG Landshut Geschäftsführer HRB 7131 Dr. Carlo C. Peich Ust/VAT-Id-Nr.: Dr. Paul Wimmer DE 128 944 188 Dr. Torsten Zurmühl CEI/OSI NE NID ßämeg dnis nerhafreV netethcireb tnemukoD meseid ni eiD

[Seite 40]

Datum 27.02.2023 Kundennr. 27062631 PRÜFBERICHT Auftrag 3382882 23020 // H. Kegelmann Analysennr. 715058 Organisches Material Kunden-Probenbezeichnung Probe 3, Sperrschicht

AGROLAB Labor GmbH, Manfred Kanzler, Tel. 08765/93996-700 serviceteam4.bruckberg@agrolab.de Kundenbetreuung Dieser elektronisch übermittelte Ergebnisbericht wurde geprüft und freigegeben. Er entspricht den Anforderungen der EN ISO/IEC 17025:2017 an vereinfachte Ergebnisberichte und ist ohne Unterschrift gültig.

Seite 2 von 2 5P-ED-15271041-0-COD

AGROLAB Labor GmbH

Dr.-Pauling-Str. 3, 84079 Bruckberg, Germany Fax: +49 (08765) 93996-28 www.agrolab.de

AG Landshut Geschäftsführer HRB 7131 Dr. Carlo C. Peich Ust/VAT-Id-Nr.: Dr. Paul Wimmer DE 128 944 188 Dr. Torsten Zurmühl .tenhcieznnekeg

" )*

" lobmyS med tim dnis nerhafreV etreitiderkka thcin hcilßeilhcssuA .treitiderkka 8102:52071 CEI/OSI NE NID ßämeg dnis nerhafreV netethcireb tnemukoD meseid ni eiD

[Seite 41]

Anlage 2.3
Schimmelpilzsporen
(UEG)

[Seite 42]

Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

z. Hd. Herr Gast

Stolzenmorgen 25

35394 Gießen

Wetzlar, 07.03.2023

Kurzbericht 23-1126

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilzsporen

Probenahmeort: Mehrzweckhalle, Zum Wilsberg 5 A, Biebertal-Krumbach Probenehmer: Dr. Nils Mank (UEG GmbH) Teilnehmer: Herr Kegelmann (ILG) Probenahme: 20.02.2023 Sachbearbeiter: Herr Dr. Nils Mank

1. Situation

Das chemisch und mikrobiologische Institut UEG GmbH wurde durch die Ingenieurgesell- schaft Lenz + Gast mbH (Bestellung per Email vom 26.01.2023, Herr Gast) mit Raumluft- und Materialuntersuchungen auf Schimmelpilzsporen in der Mehrzweckhalle, Zum Wilsberg 5 A in Biebertal-Krumbach beauftragt. Die Mehrzweckhalle ist in einen Vorraum, eine Gast- stube und eine Sporthalle unterteilt.

In der Mehrzweckhalle kam es vor ca. 1,5 Jahren im Bereich der Sporthalle zu einem Lei- tungswasserschaden. Dabei wurde der Bodenaufbau der Mehrzweckhalle im Sporthallen durchfeuchtet. Nach Beheben des Wasserschadens, wurde der Bodenaufbau zeitnahe durch die Firma A.B.T getrocknet.

Seitens des Auftraggebers besteht nun die Besorgnis, dass sich in der Zwischenzeit ein Schimmelpilzschaden im Bodenaufbau der Sporthalle gebildet hat und in Folge dessen eine Belastung der Raumluft mit Schimmelpilzsporen vorliegt. Eine Begutachtung im Bereich der Gaststube und des Vorraums war nicht Auftragsbestandteil.

Der Bodenaufbau im Sporthallenbereich stellt sich wie folgt dar (von unten nach oben): Dichtbahn  Holzkonstruktion mit Zwischendämmung aus Mineralwolle  Schwingboden Spannplatte mit PVC Hallenbodenbelag.

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Telefon 0 64 41/78 33 0 Telefax 0 64 41/78 33 78

Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht auch nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

[Seite 43]

Seite 2 von 7

Am 20.02.2023 waren durch die UEG GmbH eine Ortsbegehung, Raumluft- und Materialun- tersuchungen auf Schimmelpilzsporen in der Mehrzweckhalle (Sporthallenbereich) durchge- führt worden. Sichtbarer Schimmel oder feuchte Flecken war bei der Ortsbegehung nicht er- kennbar.

2 Verfahren und Durchführung

Die Durchführung der Raumluftprobenahmen erfolgten analog den Empfehlungen der VDI 4300 [1] zentral im Raum. Die Messungen zur Belastung mit Schimmelpilzsporen der Raumluft waren am 20.02.2023 erfolgt. Die Türen und Fenster der untersuchten Räume blieben während der Probenahme geschlossen.

2.1 Bestimmung der Gesamtkeimzahl mesophile u. thermotolerante Pilze (Schimmel- pilze)

Zur Bestimmung der Gesamtkeimzahl Schimmelpilze wurden gemäß der TRBA 405 [2] ak- tive Probenahmen vorgenommen, wobei die Abscheidung der Bioaerosole aus einem ange- saugten volumendefinierten Luftstrom direkt auf die Oberfläche einer festen Sammelphase erfolgte. Aufgrund der Größe der Sporthalle erfolgten an zwei Stellen Probenahmen in einer Höhe von ca. 1,5 m. In beiden Fällen wurde ein Probenahmeluftvolumen von 200 Liter ge- wählt. Für die Bestimmung der Schimmelpilze erfolgte die Abscheidung auf DG-18- und Malz-Nährboden. Die Bebrütung wurde 5 Tage bei 25° C und 40° C vorgenommen. An- schließend erfolgte eine morphologische Bestimmung der vorhandenen Schimmelpilzgattun- gen. Für eine vergleichende Bewertung der erhaltenen Innenraumluftkonzentrationen war pa- rallel ein Außenluft-Referenzwert ermittelt worden.

2.2 Bestimmung der Gesamtkeimzahl mesophile Schimmelpilze aus Materialproben Es wurden Materialproben der im Bodenaufbau vorhandenen Mineralwolle entnommen. Da- für wurden die im Hallenboden vorhandenen Öffnungen genutzt. In diesen Bereichen wurde ebenfalls die Materialfeuchte der Holzkonstruktion bestimmt. Eine definierte Menge der Ma- terialprobe wurde im Labor mittels Suspensionsverfahren aufgearbeitet. Anschließend erfolg- te die Bestimmung der Schimmelpilz-Konzentration auf DG18-Nährboden. Die Bebrütung wurde für 5 Tage bei 25° C vorgenommen. Die Ergebnisangabe erfolgt in Koloniebildende Einheiten pro Gramm Material (KBE/g).

2.3 Klebefilmabrissproben Mittels Klebefilmabrissproben werden abgelagerte Schimmelpilzsporen (z.B. aus einem Alt- schaden) auf Oberflächen nachgewiesen. Dazu wird der Klebestreifen flächig auf eine Ober-

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fläche gedrückt. Vorhandene Schimmelpilzsporen bleiben dabei am Klebefilm haften und werden im Labor mittels Lichtmikroskopie identifiziert und einer Schimmelpilzgattung zuge- ordnet.

3. Ergebnisse

Damit es zu einem Schimmelpilzbefall kommt, müssen bestimmte Voraussetzungen gegeben sein. Die beiden wichtigsten Punkte die einen Schimmelpilzbefall begünstigen sind das Vor- handensein von Schimmelpilzsporen und die Material- bzw. Oberflächenfeuchte. Steigt diese über 80 % (entspricht einem Wasseraktivitätswert von a : 0,8), bei ausreichender Oberflä- w chentemperatur, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit eines Schimmelbefalls [3]. Schimmelpilze haben einen breiten Temperaturbereich der ein Wachstum zulässt. Das Tem- peraturoptimum von mesophilen Schimmelpilzarten liegt zwischen 25-35°C.

Das Nährstoffangebot ist eine weitere wichtige Einflussgröße, die neben der Oberflächen- feuchte und –temperatur ein Schimmelpilzwachstum begünstigt. Als Nährstoffe können sich eine Vielzahl von Baumaterialen wie Holz, Gipskartonplatten, Tapeten oder Mineralwolle eignen [3]. Pilzsporen kommen als Bioaerosol ubiquitär in der Außenluft vor und stellen für gesunde Menschen normalerweise keine Gesundheitsgefahr dar. Bei Überlastung durch einen zu hohen Sporengehalt in der Atemluft oder bei einer Vorschädigung können jedoch Beein- trächtigungen nicht ausgeschlossen werden.

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3.1. Messplatz Mehrzweckhalle (Eingang) Raumgröße: ca. 150 m2 Raumtemperatur: 16,0°C rel. Luftfeuchtigkeit Raum: 47,7 % Außenlufttemperatur: 7,5°C Luftfeuchte, Außenluft: 80,2 %

3.1.1 Probenahme Schimmelpilze Probenahmepumpe: MicroBio Air Sampler Adsorbens: Nährboden DG-18- und Malz-Agar Durchflussrate: 2 x 200 l Bebrütung: 5 Tage bei 25° C 5 Tage bei 40° C Ergebnis

Probemesophile Pilze KBE/m3thermotoleranteDifferenzierung Schimmelpilze
Pilze
KBE/m3
Außenluft105< 5< 5Mesophile:
Cladosporium spp. 25 KBE/m³
Penicillium spp. 80 KBE/m³
Thermophile:
-
Raumluft 55 < 5 Mesophile: (Eingang) Penicillium spp. 55 KBE/m³ Thermophile: -

Das Ergebnis der Raumluftprobe zeigt eine geringere Belastung (55 KBE/m³) im Vergleich zur Außenluft (105 KBE/m³). Die Zusammensetzung der Gattungen entspricht der Außenluft, wobei die Gattung Penicillium den Hauptteil der nachgewiesenen Gattungen in der Außenluft ausmacht.

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3.2. Messplatz Mehrzweckhalle (Notausgang) Raumgröße: ca. 150 m2 Raumtemperatur: 16,0°C rel. Luftfeuchtigkeit Raum: 47,7 % Außenlufttemperatur: 7,5°C Luftfeuchte, Außenluft: 80,2 %

3.2.1 Probenahme Schimmelpilze Probenahmepumpe: MicroBio Air Sampler Adsorbens: Nährboden DG-18- und Malz-Agar Durchflussrate: 2 x 200 l Bebrütung: 5 Tage bei 25° C 5 Tage bei 40° C Ergebnis

Probemesophile Pilze KBE/m3thermotoleranteDifferenzierung Schimmelpilze
Pilze
KBE/m3
Außenluft105< 5< 5Mesophile:
Cladosporium spp. 25 KBE/m³
Penicillium spp. 80 KBE/m³
Thermophile:
-
Raumluft 30 < 5 Mesophile: (Notausgang) Penicillium spp. 30 KBE/m³ Thermophile: -

Das Ergebnis der Raumluftprobe zeigt eine geringere Belastung (30 KBE/m³) im Vergleich zur Außenluft (105 KBE/m³). Die Zusammensetzung der Gattungen entspricht der Außenluft, wobei die Gattung Penicillium den Hauptteil der nachgewiesenen Gattungen in der Außenluft ausmacht.

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3.3 Materialproben:

ProbeKBE/Mikroskopische Differenzierung
gSchimmelpilze
Dämmung Boden-1400Die Probe zeigt das vereinzelte Vorhan- densein der Gattungen Penicillium
aufbau Seite
Gaststube
Dämmung Boden- Die Probe zeigt das vereinzelte Vorhan- aufbau Seite 260 densein der Gattungen Penicillium Außenwand

Die Koloniezahl im untersuchten Material war gering. Der orientierende Eingriffswert von 104 KBE/g wird in beiden Proben deutlich unterschritten. Es wurde nur vereinzelt das Vor- handensein der Gattung Penicillium nachgewiesen. Daraus ergibt sich kein Hinweis auf ein Schimmelpilzwachstum im untersuchten Material.

3.4 Materialfeuchte:

ProbeMaterialfeuchte [%]
Holzkonstruktion Bodenaufbau im Bereich Gaststube9,6 % (unauffällig)
11,7 Holzkonstruktion Bodenaufbau im Eingangsbereich (unauffällig)
Holzkonstruktion Bodenaufbau im Bereich Hallenmitte9,5 (unauffällig)

Die gemessene Materialfeuchte der Holzkonstruktion ist an allen geprüften Stellen als unauf- fällig zu bewerten.

3.5 Klebefilmabrissproben:

ProbeMikroskopische Differenzierung
Schimmelpilze
Durchreiche GaststubeDie Probe zeigte keinen Nachweis von Schimmel-
pilzbestandteilen (Myzel oder Sporen)
Halterung Die Probe zeigte keinen Nachweis von Schimmel- Basketballkorb pilzbestandteilen (Myzel oder Sporen)

Die beiden Proben zeigen keinen Nachweis von Schimmelpilzbestandteilen (Myzel oder Sporen), die auf einen zurückliegenden Altschaden oder ein aktiven Schimmelpilzbefall hin- weisen.

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4. Zusammenfassung und Bewertung

Die UEG GmbH wurde mit Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilzsporen in der Mehrzweckhalle, Zum Wilsnerg 5 A in Biebertal Krumbach beauftragt. Hintergrund war der Verdacht, dass im Bodenaufbau des Sporthallenbereichs ein Schimmelpilzschaden vor- liegt und somit eine Belastung der Raumluft mit Schimmelpilzsporen vorliegt. Ein Leitungs- wasserschaden, welcher den Bodenaufbau im Bereich der Sporthalle durchfeuchtet hatte, war vor ca. 1,5 Jahren fachgerecht getrocknet worden.

Die Ergebnisse der Raumluft- und Materialuntersuchungen geben keine Hinweise auf das Vorliegen eines Schimmelpilzschadens im Bodenaufbau bzw. auf eine Belastung der Raum- luft mit Schimmelpilzsporen. Die Untersuchung der Materialfeuchte der Holzkonstruktion im Bodenaufbau der Sporthalle ergab ebenfalls unauffällige Werte.

Die Beurteilung der Raumluft- und Materialproben erfolgte gemäß des Leitfadens zur Vor- beugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall im Gebäuden des Umweltbundesamts [3].

Der Bericht ist nur als Ganzes verbindlich.

Wetzlar, 07.03.2023

(Dr. Nils Mank)

Literatur:

[1] VDI 4300 Blatt 1 Messen von Innenraumluftverunreinigungen; Allgemeine Aspekte der Messstrategie

[2] TRBA 405 Anwendung von Messverfahren und technischen Kontrollwerten für luftgetragene Biolo- gische Arbeitsstoffe Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe; Ausgabe Juli 2006

[3] Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden Umweltbundesamt, 2017

Anlagen:

  • Fotodokumentation
  • Prüfbericht 23-1126

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ANLAGE 1

Abb.1: Raumluftprobenahme (Eingang)

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Abb.2: Öffnung im Hallenboden mit Mineralwolledämmung und Holzkontruktion

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ANLAGE 2

  • Prüfbericht 23-1126

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

UEG GmbH Christian-Kremp-Straße 14 35578 Wetzlar Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Stolzenmorgen 25

35394 Gießen

Dieser Bericht besteht aus 8 Seiten

Prüfbericht 23-1126

Projekt: Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilzsporen, Mehrzweckhalle Krum- bach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Probeneingang: 20.02.2023

Auftragsnummer: Bestellung per Email vom 26.01.2023, Herr Gast

Probenahme durch: Dr. Nils Mank

UEG GmbH

Prüfzeitraum: 20.02.2023 - 07.03.2023

Wetzlar, den 07.03.2023

Dr. Nils Mank (Dipl.-Biologe)

BG Bestimmungsgrenze n.a. nicht analysiert n.b. nicht bestimmbar /nicht berechenbar, da zur Summenbildung nur Werte > BG verwendet werden. ASU Amtliche Untersuchungsverfahren nach § 64 LFBG

mit * gekennzeichnete Verfahren nicht akkreditiert

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 1 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Raumluft Position Eingang

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-001 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Schimmelpilze, mesophil KBE/m³ 55 5 DIN ISO 16000-17:2010-06

Schimmelpilze, thermotolerant KBE/m³ < 5 5 DIN ISO 16000-17:2010-06

Identifizierte mesophile Gattungen:

  • Penicillium spp. 55 KBE/m3

thermotolerante Gattungen:

Beurteilungsgrundlage: Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (2017, UBA)

Die Anzahl der Schimmelpilzteile im Raum liegt im normalen Bereich für Raumluft und deutlich unterhalb der ermittelten Anzahl in der Außenluft. Das Artenspektrum entspricht der Außenluft.

Es ergibt sich kein Hinweis auf eine Schimmelpilzquelle im Raum.

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 2 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Raumluft Position Notausgang

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-002 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Schimmelpilze, mesophil KBE/m³ 30 5 DIN ISO 16000-17:2010-06

Schimmelpilze, thermotolerant KBE/m³ < 5 5 DIN ISO 16000-17:2010-06

Identifizierte mesophile Gattungen:

  • Penicillium spp. 30 KBE/m3

thermotolerante Gattungen:

Beurteilungsgrundlage: Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (2017, UBA)

Die Anzahl der Schimmelpilzteile im Raum liegt im normalen Bereich für Raumluft und deutlich unterhalb der ermittelten Anzahl in der Außenluft. Das Artenspektrum entspricht der Außenluft.

Es ergibt sich kein Hinweis auf eine Schimmelpilzquelle im Raum.

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 3 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Außenluft-Referenzprobe

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-003 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Schimmelpilze, mesophil KBE/m³ 105 5 DIN ISO 16000-17:2010-06

Schimmelpilze, thermotolerant KBE/m³ < 5 5 DIN ISO 16000-17:2010-06

Identifizierte mesophile Gattungen:

  • Penicillium spp. 80 KBE/m3

  • Cladosporium spp. 25 KBE/m3

thermotolerante Gattungen:

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 4 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Materialprobe Dämmung Bodenaufbau Seite Gaststube

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-004 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Schimmelpilze KBE/g 1400 100 DIN ISO 16000-21:2014-05*

Beurteilungsgrundlage: Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (2017, UBA)

Die Koloniezahl im untersuchten Material war gering, der orientierende Eingriffswert von 104 KBE/g wird deutlich unterschritten.

Es ergibt sich kein Hinweis auf ein Schimmelpilzwachstum im untersuchten Material.

Identifizierte mesophile Gattungen:

  • Penicillium spp.

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 5 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Materialprobe Dämmung Bodenaufbau Seite Außenwand

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-005 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Schimmelpilze KBE/g 260 10 DIN ISO 16000-21:2014-05*

Beurteilungsgrundlage: Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (2017, UBA)

Die Koloniezahl im untersuchten Material war gering, der orientierende Eingriffswert von 104 KBE/g wird deutlich unterschritten.

Es ergibt sich kein Hinweis auf ein Schimmelpilzwachstum im untersuchten Material.

Identifizierte mesophile Gattungen:

  • Penicillium spp.

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 6 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Klebefilmprobe Durchreiche Gaststube

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-006 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Klebefilm-Verfahren kein Nachweis DIN ISO 16000-21:2014-05*

Bewertung: In der untersuchten Klebefilmabrissprobe wurden keine Schimmelpilzbestandteile (Myzel oder Sporen) nachge- wiesen

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 7 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Durch die DAkkS nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiertes Prüflaboratorium. Die Akkreditierung gilt für die in der Urkunde aufgeführten Prüfverfahren.

Prüfbericht 23-1126

Probe: Klebefilmprobe Halterung Basketballkorb

Probenahme: 20.02.2023 Auftraggeber: Ingenieurgesellschaft Lenz + Gast mbH

Raumluft- und Materialuntersuchung auf Schimmelpilz- Labornummer: 23-1126-007 Projekt: sporen, Mehrzweckhalle Krumbach, Zum Wilsberg 5A, Biebertal-Krumbach

Parameter Einheit Messwert BG Verfahren

Klebefilm-Verfahren kein Nachweis DIN ISO 16000-21:2014-05*

Bewertung: In der untersuchten Klebefilmabrissprobe wurden keine Schimmelpilzbestandteile (Myzel oder Sporen) nachge- wiesen

Chemisches und mikrobiologisches Institut UEG GmbH Christian-Kremp-Str. 14 D-35578 Wetzlar Tel. 06441/78330 E-Mail: office@ueg-gmbh 8 von 8 Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich nur auf die untersuchten Proben. Ohne schriftliche Genehmigung von UEG darf der Untersuchungsbericht nicht auszugsweise vervielfältigt werden.

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Anlage 3
Fotodokumentation

[Seite 61]

Bild 1: Ansicht von Südwesten Bild 2: Ansicht von Südosten

Bild 3: Ansicht von Nordwesten Bild 4: Fugenmasse Fenster (Probe 1)

Bild 5: Sperrschicht Fußboden (Probe 2) Bild 6: Sperrschicht Schwingboden (Probe 3)

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Bild 7: Hallenbodenbelag (Proben 4+5) Bild 8: Fensterkitt (Probe 6)

Bild 9: Fußbodenaufbau Gaststätte (Proben 7-9) Bild 10: Wandfliesenkleber Küche (Probe 10)

Bild 11: PUR-Trittschalldämmung (Probe 11) Bild 12: glatter Wandputz (Probe 12a)

[Seite 63]

Bild 13: Rauputz (Probe 13a) Bild 14: Spachtelmasse Decke (Probe 14a)

Bild 15: Fassadenputz (Probe 15a) Bild 16: AZ-Schindeln an Dachtraufe

Bild 17: AZ-Blenden Dachüberstandunterseite Bild 18: Kaminrevisionsklappendichtung

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Bild 19: KMF-Dachdämmung in Halle Bild 20: KMF-Auflage Blechlamellendecke

Bild 21: KMF-Deckenplatten (Typ Odenwald) Bild 22: KMF-Dämmung unter Schwingboden

Bild 23: KMF-Rohrummantelung Bild 24: Kondensator in Deckenlampe

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung