[Seite 1]
AUFGABENSTELLUNG – ERWEITERUNG ST.-MARIEN-KRANKENHAUS BA4
Das St.-Marien-Krankenhaus in Dresden Klotzsche ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie.
Seit 1945 werden an diesem Ort Gesundheitsdienstleistungen und medizinische Versorgung angeboten. Seit Mitte der 1990iger Jahre ist der Gebäudekomplex in mehreren Bauabschnitten erweitert und modernisiert worden.
Luftbild Geoportal Sachsenatlas 2023
Mit dem Sächsischen Krankenhausplan 2024 besteht nunmehr ein Versorgungsauftrag über 165 stationäre Betten und 57 tagesklinische Plätze. Dieser wird aktuell in den bestehenden, zuletzt 2017 erweiterten Räumlichkeiten nur unter Inkaufnahme von Einschränkungen und in Teilen beengten räumlichen Verhältnissen erfüllt. Eine räumliche Erweiterung ist daher unabdinglich.
Stationär Tagesklinisch Betten Neurologie 55 Plätze Schmerztherapie 12 Betten Psychiatrie 110 Plätze Psychiatrie 45
Im Zuge der nun geplanten Erweiterung ist krankenhausintern eine Verschiebung der bisherigen Funktionsverteilung geplant, um die bestehenden und neu zu gewinnenden Fachbereiche sinnvoll und effizient zu vernetzen bzw. Synergiepotentiale zu nutzen und den Betrieb zu optimieren. Ergänzend soll zur Verbesserung der Versorgung von Parkinson-Erkrankungen eine Spezialstation eingerichtet und die Einrichtung um ein Therapiebad erweitert werden.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 1 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 2]
Neben den Bauprojekt besteht also das Erfordernis einer damit verknüpften Umzugslogistik für die betroffenen Fachbereiche im Krankenhaus. Diese ist einerseits für die Umsetzung der Baumaßnahme zum temporären Freizug beeinträchtigter oder durch den Bau direkt betroffener Bauteile und Nutzungsverschiebung in Interimsstandorte sowie am Ende der Maßnahme zur Herstellung der final geplanten Anordnung der Stationen und Funktionsbereiche erforderlich.
Anhand der schon 1995 erstellten Zielplanung hat sich ein Fachteam in Zusammenarbeit mit der Krankenhausleitung 2023 zu einem grundsätzlichen Erweiterungskonzept entschlossen, dass im Zuge der Planung der nun anstehenden Erweiterung ausgefüllt und spezifiziert werden soll.
Ausschnitt Zielplanung Büro Pfaff Rottweil 1995
Die vorliegende Konzeption zur Erweiterung beinhaltet die Aufstockung des Hauses G um ein volles Geschoss und einen für Technikfunktionen nutzbaren Dachraum. Städte- planerisch ist dazu bisher eine Angleichung der Gebäudekubatur und der Dachform anhand der baulich-räumlichen und der gestalterisch, materialspezifischen Ausformung des Bestandes mit städtischen Ämtern abgestimmt.
Ferner ist ein Anbau geplant. Dieser wird als Haus K bezeichnet und schließt südöstlich am Haus G an. Der Flächenbedarf des Krankenhauses legt nahe, die maximal aus bauordnungsrechtlicher, städteplanerischer, nachbarschafts- und artenschutzrechtlicher Sicht sowie nach funktionaler Strukturierung mögliche Grundfläche auszunutzen.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 2 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 3]
Dieses potentielle Erweiterungsfläche wird zum Nachbarn Flurstück 262q (Goethestraße 25) durch Abstandsflächen nach Sächsischer Bauordnung, zum Flurstück 262r (Goethestr. 27) durch eine Gehölzgruppe sowie zum Wirtschaftshof durch funktionale Überlegungen betreffs der sinnvoll möglichen Gebäudetiefe begrenzt.
Zur Einrichtung zugehörig sind überdies die beiden denkmalgeschützten Villen Goethestraße 27 (Haus F) und Goethestraße 29 (Haus E). Zur Planungsaufgabe gehören der Umbau und die Erweiterung des Hauses F durch einen Anbau und die Instandsetzung und Teilmodernisierung des Hauses E als Bauzeitinterim.
Im zeitgemäß ausgestatteten und weitgehend baulich intakten Haus F ist aktuell eine Mischnutzung durch das Krankenhaus etabliert und soll für die Aufnahme tagesklinischer Betreuungsplätze ausgebaut werden.
Das Haus E hingegen ist in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand und wird aktuell durch eine kleine therapeutische Praxis im Erdgeschoss und temporäre ergotherapeutische Nutzungen im Obergeschoss genutzt. Diese Gebäude soll für den Zeitraum der Baumaßnahme am Haus G (Aufstockung) interimsmäßig für temporär ausgelagerte tagesklinische Funktionen nutzbar gemacht werden. Eine grundhafte Sanierung ist jedoch erst in einem nachgelagerten Bauabschnitt als separates Projekt vorgesehen.
Die Planung ist einschließlich der Erfordernisse der in der Kostengruppe 200 enthaltenen Leistungsteile umzusetzen und mit der Objektüberwachung anzubieten.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 3 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 4]
Für die Funktionsverschiebungen während der Bauzeit im Bestand der Häuser A, B, C und D ggf. erforderliche Umbauten sind nicht Bestandteil der Planunsgaufgabe. Diese Aufgaben werden intern gelöst. Werden hingegen im Bestand Änderungen erforderlich, um die Versorgung technischer Anlagen der Um- und Anbauten zu erweitern und anzupassen, sind diese Leistungen einschl. der Kostengruppe 200 Teil der Planungsaufgabe.
Für den Fall der Notwendigkeit über die bestehende räumlichen Angebote hinausgehender Flächenbedarfe für einzelne Bauphasen besteht für den Garten des Hauses E die Option einer Containeranlage. Es wird angestrebt, diese Option zu vermeiden. Gelingt dies logistisch und belegungstechnisch nicht, sollen einfache Krankenhausfunktionen mit z.B. tagesklinischer Aufgaben oder Büros und Gruppenräumen, jedoch keine technisch oder hygienisch ansprungsvollen Funktionen wie Bettenzimmer oder Überwachungsbereiche ausgelagert werden.
Für die einzelnen zu planenden Funktionsbereiche liegt nutzerseitig jeweils eine konzeptionelle Anforderung und ein Nutzer-Raumprogramm vor.
Für die technische Ausstattung und die allgemeinen Anforderungen hat der Nutzer den Bauabschnitt 3 Haus G als Referenz ausgewiesen.
Übersichtsplan zur Erweiterungsplanung 2025
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 4 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 5]
Auf Grundlage der Anforderungen des Krankenhauses und der äußeren Zwänge wurde ein Vorentwurf durch den Entwurfsverfasser des letzten realisierten Bauabschnittes BA3 Herrn Koczor (jetzt im Ruhestand) angefertigt. Auf dieser Grundlage wurde das Projekt in den Sächsischen Krankenhausinvestitionsplan aufgenommen und eine Förderung der Umsetzung des vorgelegten Erweiterungskonzeptes avisiert. Nächster Projektmeilenstein zur Finanzierung ist die Einreichung eines Förderantrages beim Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Für die Planung einschl. der Erstellung des Förderantrages sowie spätere optionale Weiterplanung und Überwachung der Realisierung nach positiver Bescheidung der Förderung wird in mehreren Verhandlungs-Verfahren gem. §17 VgV ein Planungsteam gesucht und die Planungsleistungen hiermit zur Umsetzung ausgeschrieben.
Dem Planungsteam wird die im Jahr 2023 erstellte Vorplanung mit den zwischenzeitlich eingepflegten Fortschreibungen zur Verfügung gestellt. Diese Vorplanung ist als Vorschlag und Rahmen zu betrachten, kann aber grundsätzlich im Rahmen der aufgestellten Mindestanforderungen und der vorzunehmenden Abstimmungen mit den Fachämtern der Landeshauptstadt Dresden an das Raumprogramm der Funktionsbereiche angepasst bzw. im Rahmen neuer Vorentwurfsvarianten auch verändert werden.
Die Freiheitsgrade sind dabei verschieden. Zur Aufstockung des Hauses G ist im wesentlichen die vorgegebenen Tragstruktur und die vorhandene haustechnische Infrastruktur – welche 2017 explizit für eine mögliche Aufstockung ausgelegt wurde – in die Zusatzebene zu übernehmen, wohingegen beim Anbau des Hauses K größere planerische Freiräume und Gestaltungsmöglichkeiten bestehen.
Für das Objekt Haus E ist die Begrenzung des Sanierungsaufwandes auf das für die interimsmäßige Nutzung während der Bauzeit erforderliche Minimum das Leitkriterium. Der Garten des Teilgrundstückes ist zur Aufnahme von ergänzenden Containern geeignet, wenn über das im Haus E realisierbare Raumangebot hinausgehende Interimsflächenbedarfe im Zuge der Konkretisierung der Planung erforderlich würden.
Für das Haus F bestimmen der Schutz als Kulturdenkmal und die örtlich geltende Erhaltungssatzung der Landeshauptstadt Dresden den äußeren Rahmen. Die durch das gewünschte Raumprogramm bedingte räumliche Erweiterung durch einen Anbau kann nur maßvoll erfolgen und muss sich ein- und unterordnen. Für die Verbindung von Haus F und Haus K ist eine offene Kolonnade gewünscht.
Für den Bestand ergeben sich aus dem geplanten Funktionstausch wenige bauliche Anforderungen zur Umplanung. Kleinere Anpassungen im Bestand erfolgen parallel separat zum hier beschriebenen Erweiterungsprojekt einrichtungsintern. Umplanungserfordernisse im Bestand können aber mittelbar entstehen, wenn sich aus der Erweiterung Zwänge ergeben, die z.B. bei der Heranführung der Medien Eingriffe in die bestehende Substanz erfordern.
An der Schnittstelle von Haus G zum geplanten Anbau Haus K sind durch den Anschluss des neuen Gebäudeteiles Anpassungen der unmittelbar angrenzenden Raumstrukturen erforderlich. Diese sind im Projekt mitzuplanen und zu koordinieren.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 5 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 6]
Aufgrund der Komplexität der Gesamtmaßnahme wird die Erstellung einer neuen Vorplanung gewünscht und vergütet. Dabei sind bis zu drei Varianten einschließlich der zugehörigen Kostenschätzungen einzukalkulieren.
A BSCHNITTE der Umsetzung des Projektes:
KH-intern Leerzug Haus E / Einrichtung TK Schmerz in Haus F PHASE 1A Ertüchtigung/ Teil-Sanierung Haus E PHASE 1B Option: zusätzliche Containerlösung bei größerem Interimsbedarf PHASE 1C Interimslösung Wirtschaftshof
KH-intern Umzug Tagesklinik 2 aus G2 in Haus E Umzug Psychotherapie aus B1 in Container Umzug Gerontopsychiatrie aus G1 nach B1
PHASE 2A Anbau Haus K PHASE 2B Aufstockung Haus G KH-intern Umzug TK Schmerz (derzeit in Haus F) in K2 Rückzug TK2 aus Haus E nach G2 Umzug Akutstation aus A1 nach G1 Rückzug Psychotherapie aus Container nach A1 PHASE 3 Umbau und Anbau Haus F und Kolonnade KH-intern Umzug Tagesklinik 3 aus C0 nach Haus F
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 6 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 7]
B UDGETAUFTEILUNG für die Teilbaumaßnahmen:
Phase 1 Teilsanierung Interimsnutzung Haus E KG 200-600 0,61 Mio Euro brutto
Containerlösung Interim (vorläufig als Option) KG 200-600 0,72 Mio Euro brutto
Phase 2 Aufstockung Haus G / Anbau Haus K / Umbau Wirtschaftshof KG 200-600 13,77 Mio Euro brutto
Phase 3 Instandsetzung und Anbau Haus F / Kolonnade KG 200-600 1,30 Mio Euro brutto
Das Gesamtbudget einschl. Baunebenkosten und Bauherrenaufgaben beträgt: 21,4 Mio Euro brutto (ohne Maßnahmen im Bestand)
Die Budgetplanung ergibt sich aus den seitens des Freistaates avisierten Fördermittel und dem beim Träger genehmigten Eigenmittelseinsatz. Bei Reduzierung des Förderumfanges muss nach Bescheidung und vor Einreichung der Genehmigungsplanung ggf. eine Umplanung erfolgen. Planungsziel für alle Beteiligten ist nicht die Umsetzung aller Forderungen bei idealer Ausstattung sondern die funktional optimierte bestmögliche Umgestaltung der Einrichtung unter Einhaltung der räumlichen Mindestanforderungen innerhalb des Kostenrahmens. Die Budgetplanung stellt die Projektsumme im Jahr 2029 unter Annahme von 6%iger jährlicher Baukostensteigerung dar. Planungsaufgabe ist somit die Planung innerhalb des Budgets mit unwesentlichen inhaltlichen Abweichungen vom Antragsstand 2023 zur Aufnahme in den Krankenhausinvestitionsplan. Ggf. erforderliche Anpassungen sind im Zuge der Variantenbetrachtungen der Vorplanung vorzunehmen.
Bauvorschriften:
https://www.bauen-wohnen.sachsen.de/bauvorschriften.html
DGUV Information 207-016 Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichts- punkten des Arbeitsschutzes – Basismodul April 2016
DGUV Information 207-017 Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichts- punkten des Arbeitsschutzes Anforderungen an Funktionsbereiche Februar 2019
DGUV Information 207-027 Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichts- punkten des Arbeitsschutzes Anforderungen an Pflegebereiche Januar 2019
Leitfaden Barrierefreies Bauen, Hinweise zum inklusiven Planen von Baumaßnahmen des Bundes 2016, Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 7 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 8]
U MSTRUKTURIERUNG intern mit folgenden künftigen Nutzungen:
AUFSTOCKUNG – Anpassung der Kubatur Haus G an Bestand
G0 unverändert Wirtschaftshof G1 geschlossene Psychiatrie 10 Betten G2 Tagesklinik 2 (Psychiatrie) 16 Plätze G3 Neurologie (Parkinson) 7 Betten G4 Technik Dachraum
ANBAU – Zubau Haus K inkl. Freisitz Akut-Patienten
K0 Therapiebad und Erweiterung Wirtschaftshof K1 Akutstation Psychiatrie 10 Betten inkl. 5 Überwachungsbetten K2 Tagesklinik Schmerz 12 Plätze K3 Neurologie (Parkinson) 5 Betten K4 Technik und Lager Dachraum
VILLA HAUS 27 – Umnutzung inkl. Anbau und Kolonnade
F0 Tagesklinik 3 (Psychiatrie) 6 Plätze F0 A. Ergo Textil F1 Tagesklinik 3 (Psychiatrie) 6 Plätze F1 A. Ergo Korb F2 Verwaltung F3 Verwaltung F4 Spitzboden ohne Nutzung
VILLA HAUS 29 – Teil-Instandsetzung/Modernisierung (ggf. Ergänzung durch Container)
E0 Keller Nebenräume Technik und Tagesklinik Interim E1 Tagesklinik Interim 8 Plätze E2 Tagesklinik Interim 8 Plätze E3 Dachboden ohne Nutzung
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 8 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 9]
R AHMENTERMINPLAN Meilensteine wie folgt: Terminkette Zeitpunkt
Auslobung Planungsleistungen in Vergabeverfahren 07- 12 / 2026 Planung bis Leistungsphase 4 sowie Förderantrag 01-09 / 2027
Ziel Förderbescheid (ca. nach 12 Monaten) Zeitpunkt X 09/2028
Erstellung Genehmigungsanträge X+ 3 Monate 12/2028
Ziel Baugenehmigung (ca. nach 6 Monaten) Zeitpunkt Y 06/2029
Prämisse Planungsbeginn Interime frühestens X 09/2028 Prämisse Baubeginn Interime frühestens Y 06/2029 Prämisse Planungsbeginn Bauwerk frühestens Y 06/2029
HAUS E
Planung Haus E bis Lph 5 X+ 3 Monate 12/2028 Planung Haus E bis Lph 6 X+ 6 Monate 03/2029 Vergabeverfahren Haus E X+ 9 Monate 06/2029
Baubeginn Haus E Y+ 1 Monate 07/2029
Umsetzung Phase 1a Y+ 6 Monate 12/2029 Ziel Freizug G2 Zeitpunkt Z0 01/2030
CONTAINER Planung Container bis Lph 5 X+ 6 Monate 03/2029 Planung Container bis Lph 6 X+ 9 Monate 06/2029 Vergabeverfahren Container X+ 12 Monate 09/2029
Baubeginn Container Y+ 4 Monate 10/2029
Umsetzung Phase 1b Y+ 6 Monate 12/2029 Ziel Freizug G1 Zeitpunkt Z1 01/2030
INTERIM WIRTSCHAFTSHOF Planung Wirtschaftshof bis Lph 5 X+ 6 Monate 03/2029 Planung Wirtschaftshof bis Lph 6 X+ 6 Monate 03/2029 Vergabeverfahren Wirtschaftshof X+ 9 Monate 06/2029
Baubeginn Wirtschaftshof Y+ 1 Monate 07/2029
Umsetzung Phase 1c Y+ 3 Monate 09/2029 Ziel Baufreiheit Gelände Zeitpunkt Z2 10/2029
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 9 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 10]
ANBAU / AUFSTOCKUNG
Planung Haus K bis Lph 5 X+ 6 Monate 03/2029 Planung Haus K bis Lph 6 X+ 9 Monate 06/2029 Vergabeverfahren Haus K X+ 12 Monate 09/2029
Baubeginn Haus K (frühestens Z2) Z2 10/2029
Umsetzung Phase 2a Z2+ 21 Monate 06/2031 Ziel Freizug Haus F Zeitpunkt Z3 07/2031
Planung Haus G bis Lph 5 X+ 12 Monate 09/2029 Planung Haus G bis Lph 6 X+ 15 Monate 12/2029 Vergabeverfahren Haus G X+ 18 Monate 03/2030
Baubeginn Haus G (frühestens Z2) Z1+ 3 Monate 04/2030
Umsetzung Phase 2b Z1+ 18 Monate 06/2031 Ziel Umzug Interime+Freizug Container Zeitpunkt Z3 07/2031
Baubeginn Hof / Terrasse (frühestens Z3) Z3 07/2031
Planung neuer Hof bis Lph 5 X+ 18 Monate 03/2030 Planung neuer Hof bis Lph 6 X+ 21 Monate 06/2030 Vergabeverfahren neuer Hof X+ 24 Monate 09/2030
Umsetzung Phase 2c Z3+ 6 Monate 12/2031 Ziel Wiederherstellung Wirtschaftshof Zeitpunkt Z4 12/2031
HAUS F / KOLONADE
Planung Haus F / Kolon. bis Lph 5 X+ 21 Monate 06/2030 Planung Haus F / Kolon. bis Lph 6 X+ 24 Monate 09/2030 Vergabeverfahren Haus F / Kolon. X+ 27 Monate 12/2030
Baubeginn Haus F (frühestens Z3) Z3+ 1 Monate 08/2031
Umsetzung Phase 3 a/b Z3+ 8 Monate 03/2032 Ziel Freizug Haus E / Anbind. Klinik Zeitpunkt Z5 04/2032
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 10 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 11]
G ROBTERMINIERUNG Nutzernotwendigkeiten Umzüge: Zeitpunkt
Einrichtung TK Schmerz in Haus F in 2025 erledigt
Leerzug Haus E (Kunsttherapie und externe Praxis 06/2029
Freimachen Containerstellfläche 09/2029
Freimachen Ersatzflächen Wirtschaftshof 06/2029
BAUPHASE 1 Sanierung Haus E Containeranlage Interim Wirtschaftshof
Neukoordination Anlieferung / Entsorgung / Parken 09/2029
Grenzbereich zu Baustelle freimachen (G1 / G2) 09/2029
Umzug TK2 von G2 nach Haus E 02/2030
Umzug Psychotherapie von B1 in Containerinterim 02/2030
Umzug Gerontopsychiatrie von G1 nach B1 03/2030
BAUPHASE 2 Anbau Haus K Aufstockung Haus G
Umzug geschlossene Psychiatrie von A1 nach G1 08/2031
Rückzug Psychotherapie von Containerinterim nach A1 09/2031
Umzug TK Schmerz von Haus F nach K2 07/2031
Rückzug TK2 von Haus E nach G2 08/2031
Umzug Akutstation von A2 in K1 08/2031
Neueinrichtung Parkinsonstation in G3 + K3 08/2031
Neueinrichtung Therapiebad in K0 08/2031
BAUPHASE 3 Umbau Haus F Kolonnade neuer Wirtschaftshof und Terrasse
Umzug TK3 von Haus C nach Haus F 04/2032
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 11 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 12]
F ESTLEGUNGEN des Auftraggebers:
Qualitätsstandards und technische Anforderungen orientieren sich grundsätzlich am 2017 umgesetzten Bauabschnitt B3.
Radondichtigkeit Keine Zertifizierung oder Nachweise Schadstoffe keine Anforderungen über gesetzliche Standards / Förderregularien hinaus Nachhaltigkeit Keine Zertifizierungen über gesetzlichen Standard oder Regeln d. Förderprogramms hinaus Schallschutz Erhöhte Anforderungen Schallschutz, Raumakustik und Immissionsschutz nur in Akut-Psychiatrie und in definierten therapeutischen Bereichen. Erstellung Nachweise durch Sonderfachbüro Einbruchschutz Keine Anforderungen. Lediglich für Zugang zu Akten und Medikamenten punktuell. Gebäudeautomatisierung Orientierung am 2017 umgebauten Bestand. Lüftung / Klimatisierung Für Anbau Haus K und die Aufstockung Haus G ist eine raumlufttechnische Anlage vorgesehen. Energetische Anforderungen Mindestanforderungen nach GEG. Arbeits- und Unfallschutz keine Anforderungen über dem gesetzl. Standard Brandschutz Erstellung Konzeption durch Sonderfachbüro Barrierefreiheit Entsprechend Anforderungen DIN / DGUV. Ausnahme Haus E – ohne Anforderungen. Schlichtungsregelung Kein expliziter Wunsch AG Ggf. Vorlage Textbaustein für Leistungsverz. AN Datenschutzvereinbarung Keine explizite Vorgabe AG Ggf. Vorlage Textbaustein für Leistungsverz. AN
Versicherungsmodell klassisches Modell mit Haftpflicht einzelne AN und Bauleistungsversicherung AG Datenraum / Komm.-Plattform wird durch AG bereitgestellt, Nutzungspflicht Dokumentationspflichten siehe Listen = Organisationshandbuch
Vertragsmodelle Einzelvergabe Planung und Ausführung ohne Kumulativ-Leistungsträger regelhaft Einzelpreisvertrag (Ausnahme Pauschalierung) BIM-Implementierung Keine Anforderung. Bei Planerwunsch selbst einzukalkulieren. Keine Bringepflicht anderer Projektbeteiligter. E-Rechnung Zulässig, aber im Rahmen gesetzl. Ausnahmen keine Pflicht. Verarbeitung jedoch einkalkulieren.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 12 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 13]
P LANUNGSTEAM / Sonderfachleute
• Gebäudeplanung federführendes Architekturbüro mit Objektüberwachung und Bauleitung SächsBO sowie allg. Ausstattungsplanung einschl. Wandabwicklungen Raumtypen und Übernahme wichtiger Teile aus KG 400 in Übersichtspläne
• Tragwerkplaner einschl. punktueller Objektüberwachung Tragwerk in ARGE: Brandschutzplanung und Objektüberwachung
• Haustechnikplanung einschl. Objektüberwachung und Fachbauleitung SächsBO, einschl. Schlitz- und Durchbruchpläne, Schottkataster, techn. Raumbuch sowie technische Planung und Antragstellungen KG 200
getrennt nach ALG: 1, 2, 3 und 7 einschl. Küchen- und Medizintechnik ALG: 4, 5, 6 und 8 einschl. Brandfallmatrix
• Planung Freianlage und Tiefbau mit Objektüberwachung einschl. Koordinierter Medienplan
• Planung Bauphysik (Wärmeschutz, Schallschutz, Raumakustik und Immissionsschutz)
• Prüfingenieur für vorbeugenden baulichen Brandschutz (ab Lph 4)
• Prüfingenieur für Standsicherheit (ab Lph 4)
• Sachverständige und Sachkundige für Prüfungen und Abnahmen (ab Lph 8)
Für die Zusammenarbeit wird seitens der Haustechnikplanung ein Schnittstellenkatalog zur Abgrenzung der Projektaufgaben erstellt, vom Objektplaner korrigiert und in Abstimmung verifiziert! Für die Zusammenarbeit und Planungsfreigabeabläufe, die Planbezeichnungstopologie etc. wird ein Minimal-Qualitätshandbuch in Listenform abgestimmt.
Die Projektzusammenarbeit erfolgt auf einer von der Projektsteuerung vorgegebenen Plattform digital. Für die Datentransferaufgaben untereinander wird ein Minimal-CAD-QM-Handbuch in Listenform abgestimmt. (Austauschformate, Layer, Namenskonvention etc.) Die Kommunikation mit dem Auftraggeber erfolgt über Planungsberatungen im Team und Entscheidungsvorlagen, Videokonferenzen und einen monatlichen Präsenztermin in der Planungsphase. In der Ausführungsphase wird eine wöchentliche Vorort-Beratung und Präsenz der Objektüberwachung auf der Baustelle im Turnus von max. 4 Tagen gefordert.
Die Projektdokumentation erfolgt über Berichte zu Kosten, Terminen und Qualitäten. Die Projektbearbeitung erfolgt digital 2D. Der Ausdruck von Plänen und Listen in Paierform oder digital in 3D kann wechselseitig nicht erwartet werden.
Ausführungspläne sind Firmen 2-fach und der letzte Planstand zur Dokumentation dem Auftraggeber 1-fach in Papierform zur Verfügung zu stellen.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 13 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 14]
N UTZERANFORDERUNG bestehend aus:
A) FUNKTIONSSCHEMA Die geplante räumlichen Konfiguration der Stationsverteilung mit den benannten Mindestplatz- und Bettenzahlen nach Realisierung aller Bauphasen und den Umzugsnotwendigkeiten während der Bauzeit ist auf Seite 8 sowie in separater Liste Vergleich „Bettenzahl und TK-Plätze“ erfasst.
B) VORPLANUNG Für die einzelnen Stationen und Bereiche ist in einer groben Darstellung der Pläne zur erstellten Rahmenplanung zur Aufnahme in den Krankenhausinvestitionsplan eine beispielhafte Raumanordnung vorgelegt, welche dem besseren Verständnis dienst, aber seitens des Planungsteams durch eine neu zu erstellende Vorplanung überschrieben wird.
C) RAUMPROGRAMM Den räumlichen Mindestanforderungen an die Funktionsbereiche gemäß separater Listen für die räumliche Erweiterung und den Umbau.
D) KONZEPTIONEN Den medizinischen und pflegerischen Konzeptionen, welche D die Aufgaben und Zusammenhänge der Nutzungseinheiten in der Endausbaustufe erfassen sowie die in der weiteren Planung zu berücksichtigende Anforderungen sowie Konflikte und Verschiebungen während der Bauphasen aus pflegerischer/ medizinischer Sicht beschreiben. D_1 Therapiebad K0 D_2 geschlossene Psychiatrie G1 D_3 Akutstation K1 inkl. B1-Ost (verkl.) D_4 Tagesklinik 2 (Psychiatrie) G2 inkl. B2-Ost D_5 Tagesklinik Schmerz K2 D_6 Neurologie (Parkinson) G3 D_7 Neurologie Parkinson K3 D_8 Interim Tagesklinik Haus E D_9 Interim Psychotherapie Container
E) AUSSTATTUNG
Für die einzelnen Raumnutzungen sind die Ausstattungen zur groben Einordnung von Art und Umfang der Nutzung in Listenform benannt, die im Rahmen der weiteren Planung fortgeschrieben und spezifiziert werden müssen sowie differenziert sind jeweils in Bestand / Umsetzung; Neubeschaffung MKH-intern; Neubeschaffung über Dienstleister. E_1 Mobiliar / Einrichtungsteile E_2 Medizintechnische Ausstattung E_3 EDV-Ausstattung
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 14 aufgest. JAR: 31.07.2026
[Seite 15]
E_4 Sicherheitstechnische Ausstattung (Überwachung, Zugang, Notruf) E_5 Hauswirtschaftliche Ausstattung E_6 Beschilderung / Leitsysteme E_7 Schließtechnik
F) SPEZIFIKATIONEN Darüber hinaus bestehen technische Anforderungen zu Kompatibilität und definierten Systemmerkmalen, die für die einzelnen Anlagengruppen in einer gesonderten Aufstellung ausgeführt sind. F_1 Abwasseranlagen F_2 Sanitäranlagen F_3 Gasanlagen (z.B. Sauerstoff) F_4 Heizungsanlagen F_5 Lüftungs- und Klimatechnik F_6 PV-Anlagen / Notstromanlagen F_7 Niederspannungs- / Sicherheitsstromanlage F_8 Beleuchtungsanlagen F_9 Blitzschutzanlage F_10 Telekommunikationsanlage F_11 Schwesterruf- / Notrufanlage F_12 Elektroakustische Anlagen F_13 Audiovisuelle und Antennenanlagen F_14 Gefahrenmeldeanlagen (Brandschutz / Einbruchschutz) F_15 Datenübertragungstechnik F_16 Förderanlagen (Aufzüge / Hebebühnen) F_17 Küchentechnische Anlagen F_18 Badetechnische Anlagen (Therapiebad) F_19 Medizin- und Labortechnik F_20 Feuerlöschanlagen F_21 Abfallentsorgungstechnik F_22 Automationseinrichtungen F_23 Zugangssicherungs- / Schrankenanlagen F_24 Sicherungsmaßnahmen Technik während Bauzeit F_25 technische Bauzeitprovisorien
Für alle weiteren technischen Anlagen und die Außenanlage gelten die Standards des 3. Bauabschnitts sowie die Anbindung und Erweiterung an die bestehenden Anlagen und Systeme als gegeben.
DICV – MKH BA4 Aufgstllg PlanT Seite 15 aufgest. JAR: 31.07.2026