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AU Ubf Basel, Neubau QRW---ST06 Leistungsbeschreibung.pdf

Neues Gebäude mit 50-Hz-Mittelspannungsschaltanlage für den Umschlagbahnhof Basel

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 04.10.2026, 13:00 (Europe/Berlin)

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DB Energie GmbH Betriebsbereich Südwest F.EIB-SW Ubf Basel, Ausbau und Erweiterung Terminal, Neubau QRW---ST06

Leistungsbeschreibung

Bau und Ausrüstung

Maßnahmenart: Investition (Ersatz)

Projektnummer: G.016266465

Bezeichnung: Ubf Basel, Ausbau und Erweiterung Terminal, Neubau QRW---ST06

Streckennummer: 4000

Strecke: Mannheim Hbf – Basel Bad Bf – Konstanz

Bahnkilometer: 267,88

Technischer Platz: QRW---ST01 (Bestand) QRW---ST06 (Neubau)

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Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines ....................................................................................................................................3

2 Koordinierung, Bauterminplan, Betrieb während der Bauzeit ..................................................3

3 Unfallschutz und Betreten von Bahnanlagen ..............................................................................4

4 Betriebliche Forderungen ..............................................................................................................5

5 Baubeschreibung ...........................................................................................................................5 5.1 Stationskörper ..........................................................................................................................5 5.2 Elektrotechnische Ausrüstung ..................................................................................................7 5.2.1 Mittelspannungsschaltanlage ...................................................................................................7 5.2.2 Transformator ...........................................................................................................................8 5.2.3 Eigenbedarfsversorgung ..........................................................................................................8 5.2.4 Fernwirk- und Hilfsspannungsanlage .......................................................................................8 5.2.5 Zählung/ Messung ................................................................................................................. 10 5.2.6 Erdung ................................................................................................................................... 10 5.2.7 Kabelanlagen ......................................................................................................................... 11 5.2.8 Stationszubehör ..................................................................................................................... 13 5.2.9 Rückbau ................................................................................................................................ 13 5.3 Bautechnologischer Ablauf .................................................................................................... 13

6 Baustelleneinrichtung ................................................................................................................. 14

7 Ausführungsplanung und Dokumentation ............................................................................... 15

8 Abnahme der Anlagen ................................................................................................................ 17

9 Abkürzungen ................................................................................................................................ 19

10 Verzeichnis der verwendeten Vorschriften und Richtlinien ............................................... 20

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1 Allgemeines Im Umschlagbahnhof Basel ist der Ausbau und die Erweiterung des Containerterminals ge-

plant. Das Ausbauvorhaben ist Bestandteil des Bundesverkehrswegeplanes (BVWP) 2030

„Vordringlicher Bedarf“ Nr. 21, Projekt-Nr. R-999- V99 Kombinierter Verkehr / Rangierbahn-

höfe und Teil des sog. Planungsvorrats für Maßnahmen des Seehafen-Hinterlandverkehrs

(SHHV). Als vorgezogene Einzelmaßnahme des geplanten Ausbaus, wird die komplette MS-

Schaltanlage inklusive des Gebäudes erneuert. Für den Neubau eines weiteren Kranes ist der

vierte Abgang in der geplanten MS-Schaltanlage erforderlich.

Die DB Energie GmbH betreibt im Bahnhof Weil am Rhein ein 20-kV-Netz mit insgesamt drei

Transformatorstationen. Die Station Container (QRW---ST01) befindet sich auf dem Gelände

des Umschlagbahnhofes Basel und versorgt neben einem 10/ 0,4 kV Transformator auch drei

vorhandenen Portalkrane jeweils über ein MS-Abgangsfeld. Die MS-Anlage besitzt keine Re-

servefelder und eine Erweiterung ist nicht möglich. Für den vorhandenen Baukörper liegt kein

Druckfestigkeitsnachweis bei Einwirkung eines Störlichtbogens vor. Das Gebäude ist tech-

nisch verschlissen.

Damit ein weiterer Portalkran angeschlossen werden kann, ist es erforderlich, eine neues Ge-

bäude mit einer entsprechenden MS-Schaltanlage zu errichten.

Die Baustelle befindet sich in der Stadt Weil am Rhein, Gemarkung 08 7340 Weil, Flurstück

5209 Teil 33 auf einer Fläche der DB Immobilien (BK09). Für Fahrzeuge ist die Zuwegung aus

Deutschland direkt bis zum Standort über die Abfahrt „Umschlagbahnhof“ der B532 und wei-

terführend über die Straße „Am Umschlagbahnhof“ gegeben. Der Standort ist dem Lageplan

zu entnehmen.

2 Koordinierung, Bauterminplan, Betrieb während der Bauzeit Die Bauarbeiten müssen durch den Unternehmer so koordiniert und ausgeführt werden, dass

der planmäßige Bahnbetrieb nicht gefährdet oder beeinträchtigt wird.

Um die Versorgung der Kunden auch bauzeitlich abzusichern, muss die Versorgungsunter-

brechung in Abstimmung mit der DB Energie GmbH und den Kunden auf ein Minimum redu-

ziert werden.

Der Unternehmer übergibt einen Bauterminplan mit den vertragsrelevanten Bau- und Betriebs-

terminen sowie den vorab geplanten Abschaltzeiten.

Folgende Informationen müssen im Bauterminplan mindestens benannt und mit Terminen ge-

bunden werden:

  • schriftliche Anzeige der Bau- und Planungsphasen z. B. Beginn der Ausführungsplanung

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  • Übergabe der plangeprüften Ausführungsplanung
  • Freigabe der Ausführungsplanung durch den Bauvorlageberechtigten (informativ)
  • Baubeginn
  • Sperrpausen der Gleise (Betra)
  • Inbetriebnahmeprüfung
  • Beginn der Versorgungsunterbrechung
  • Ende der Versorgungsunterbrechung
  • Anzeige der Erfüllung aller vertraglichen Leistungen
  • technische Endabnahme
  • Abnahme nach den Richtlinien der Vergabe- und Verdingungsordnung für Bauleistungen

(VOB-Abnahme)

Vierzehn Tage nach Zuschlagserteilung ist dem Auftraggeber ein detaillierter Feinablaufplan

vorzulegen. Dieser wird mit der Freigabe durch den AG Bestandteil des Vertrages.

3 Unfallschutz und Betreten von Bahnanlagen

Das Vorhaben erfordert teilweise das Arbeiten im Bereich von Gleisen. Der Bauunternehmer

ist für die Unterweisung seiner Mitarbeiter und für die Einhaltung der gesetzlichen Unfallvor-

schriften selbst verantwortlich. Zum Betreten von Bahnanlagen ist eine personenbezogene

Berechtigung über die Bauüberwachung bei dem zuständigen Regionalbereich der DB In-

fraGO AG zu beantragen. Die Berechtigung wird kostenfrei erteilt.

Das Regelwerk der Deutschen Bahn AG sowie die anerkannten Regeln der Technik sind zu

berücksichtigen. Folgende Richtlinien und Vorschriften sind besonders zu beachten:

  • DIN VDE 0100 Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V
  • DIN VDE 0101 Starkstromanlagen mit Nennspannungen über 1000 V
  • DIN VDE 0105-100 Betrieb von elektrischen Anlagen
  • Richtlinie 954.9106 Elektrische Energieanlagen, Mittelspannungsanlagen

und –netze

  • Richtlinie 954.0107 Elektrische Energieanlagen, Schutz gegen elektrischen Schlag
  • Richtlinie 954.0102 Anlagen planen, errichten und abnehmen
  • Richtlinie 859.2101 LST-Anlagen planen, Kabel, Planung von Kabeltrassen
  • Richtlinie 132.0118 Arbeiten im Gleisbereich

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  • Richtlinie 132.0123 Sicherheit bei Arbeiten an oder in der Nähe von Oberleitungs-

anlagen

  • VV BAU-STE Verwaltungsvorschrift für die Bauaufsicht über Signal-,

Telekommunikations- und elektrotechnischen Anlagen in der je-

weils gültigen Fassung

  • VV BAU Verwaltungsvorschrift für die Überwachung der Erstellung im

Ingenieurbau, Ober- und Hochbau in der jeweils gültigen Fas-

sung

  • EIGV Eisenbahn- Inbetriebnahmegenehmigungsverordnung
  • DGUV Regel 101-024 Unfallverhütungsvorschrift „Sicherungsmaßnahmen bei

Arbeiten im Gleisbereich von Eisenbahnen“

  • DGUV Vorschrift 4 Elektrische Anlagen und Betriebsmittel

4 Betriebliche Forderungen Die auszuführende Leistung wird in Art und Umfang durch den Vertrag bestimmt. Durch die

vereinbarten Preise werden alle Leistungen abgegolten, die nach der Leistungsbeschreibung,

den besonderen Vertragsbedingungen, den allgemeinen technischen Vertragsbedingungen

für Bauleistungen und der gewerblichen Verkehrssitte zur Leistung gehören.

5 Baubeschreibung

5.1 Stationskörper Es wird ein begehbares Gebäude mit einem kombinierten MS- und NS-Schaltraum als Beton-

fertigteilstation aus einem monolithischen Baukörper mit Kabelkeller und flachem Satteldach

eingesetzt. Der Baukörper ist für die Anwendung als Schaltanlagenumhausung typgeprüft, so-

dass Druckfestigkeit, Feuerwiderstand und Stromtragfähigkeit der Bewehrung zertifiziert sind

und den Netzverhältnissen entsprechen. Für die Druckableitung der MS-Schaltanlage aus

dem Kabelkeller befindet sich an der Stirnseite des Schaltanlagenraums eine Zwischenwand

mit ca. 30 cm Abstand zur Außenwand.

Die Tür erhält ein Schließsystem der DB Energie GmbH und der DB InfaGO AG. Die Strom-

tragfähigkeit der Stationsbewehrung ist nach VDE 0671 Teil 202 zu bemessen. Die Station soll

folgende Komponenten aufnehmen können:

  • gasisolierte MS-Schaltanlage mit GWP < 1 in Blockbauweise mit luftisoliertem Messfeld
  • UV Eigenbedarf

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  • Fernwirkschrank mit USV DC 24 V
  • HES/HPAS
  • Stationszubehör
  • Zählerschrank

Für die temporäre Strom- bzw. Notversorgung der Anlage ist eine oberirdische Einführung für

Kabel in das Gebäude vorzusehen. Die Außenabmessungen der Station sind dem Grundriss-

plan (Anlage 3.3.6) zu entnehmen. Die Aufstellung des Gebäudes erfolgt in einer vorbereiteten

Baugrube gemäß genehmigtem Lageplan auf dem Gelände der DB InfaGO AG (siehe Lage-

plan Anlage 3.3.2). Die Baugrube ist nach dem freigegebenen Lageplan einzumessen und

herzustellen.

Gründung und Baugruben: Die Außenabmessungen des Gebäudes sind dem Grundrissplan (Anlage 3.3.6) zu entneh-

men. Das Gebäude des Schaltwerkes ist nach dem freigegebenen Unterlagen einzumessen

und herzustellen. Die Aufstellung des Gebäudes erfolgt gemäß abgestimmtem Lageplan auf

dem Gelände der DB InfraGO AG (siehe Lageplan Anlage 3.3.2).

Es kommt ein Baukörper mit integriertem Kabelkeller, der gleichzeitig Gründungskörper des

Gebäudes ist, zum Einsatz. Die Baugrube für das Gebäude ist mit einem Regelverbau nach

DIN 4124 auszurüsten. Voraussetzung für die Gründung ist ein Bettungsmodul von mind.

20 MN/m² und eine Bodenpressung von mind. 50 kN/m² und eine frostfreie Gründungstiefe

von mind. 0,75 m unter OK Gelände. Im Bereich des Stationskörpers wird die Grubensohle

deshalb ca. 0,90 m unterhalb der OK Gelände hergestellt und entsprechend den Vorgaben

des Herstellers verdichtet. Die Standfestigkeit des Bodens ist durch einen dynamischen Plat-

tendruckversuch nachzuweisen. Die Gründung erfolgt auf einer Ausgleichsschicht, bestehend

aus einer unteren Schicht aus 12 cm Kies (0-16 mm) und einer darüberliegenden, 3 cm starken

Splittschicht (4-8 mm). Nach dem Einführen aller Kabel bzw. Anschluss aller Schutzrohre und

der Verlegung der Ringerder kann die Baugrube wieder aufgefüllt und verdichtet (Verdich-

tungsnachweis) werden. Die Ausgleichsschicht ist eben abzuziehen.

Um die Station wird ein Spritzschutzstreifen (Breite ca. 30 cm), sowie eine umlaufende Pflas-

terung (Breite inkl. Einfassung ca. 1,00 m) mit Gefälle nach Außen, errichtet. Das Betonstein-

pflaster ist mittels Tiefenbordbegrenzung auf Betonfundament C12/C15 einzufassen.

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Entwässerung Die Entwässerung der Station erfolgt über ein Dach mit zweiseitigem Gefälle und örtlicher Versickerung in den umliegenden Flächen.

5.2 Elektrotechnische Ausrüstung Die Ausrüstung muss den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen und insbe-

sondere nach den Anforderungen der DIN VDE 0100, DIN VDE 0101 sowie der Richtlinie 954

der DB AG und nach den Vorgaben des Netzbetreibers geplant und errichtet werden.

5.2.1 Mittelspannungsschaltanlage Es kommt eine gasisolierte Mittelspannungsschaltanlage (Isoliermedium GWP < 1) im Stan-

dardfarbton des Herstellers, metallgekapselt nach VDE 0671/ DIN EN 62271 zum Einsatz. Die

Anlage enthält folgende, wesentlichen Komponenten (siehe Übersichtsplan Anlage 3.3.3):

  • 2x Ringkabelfeld mit je einem Last- und Erdungstrennschalter mit Sprungantrieb,

Zwangsverriegelung zwischen Last- und Erdungstrennschalter, Erdungstrennschalter

einschalt- und kurzschlussfest, Lasttrennschalter mit Motorantrieb, ein Kurzschlussanzei-

ger je Feld und fest eingebautem integriertem kapazitivem Spannungsprüfsystem nach

Richtlinie 954.9106, Umschalter für Ort- und Fernsteuerung

  • 1x Übergabefeld mit einem Leistungsschalter und einem Trennschalter, Leistungsschal-

ter mit Motorantrieb, mit einem Erdungstrennschalter mit Sprungantrieb, Zwangsverriege-

lung zwischen Leistungs- und Erdungstrennschalter, Erdungstrennschalter einschalt- und

kurzschlussfest, mit Stromwandler, mit Kurzschlussanzeiger und fest eingebautem inte-

griertem kapazitivem Spannungsprüfsystem nach Richtlinie 954.9106, Umschalter für

Ort- und Fernsteuerung

  • 1x luftisoliertes Messfeld mit zwei Kugelfestpunkten zur Erdung, vorbereitet für die Mon-

tage von Spannungs- und Stromwandler für die Zählung

  • 1x Hochführungsfeld mit einem Last- und Erdungstrennschalter mit Sprungantrieb,

Zwangsverriegelung zwischen Last- und Erdungstrennschalter, Erdungstrennschalter

einschalt- und kurzschlussfest, ein Kurzschlussanzeiger und mit fest eingebautem inte-

griertem kapazitivem Spannungsprüfsystem nach Richtlinie 954.9106

  • 4x Kabelabgangsfelder mit jeweils einem Lasttrennschalter mit Sicherung und Sprungan-

trieb, Zwangsverriegelung zwischen Last- und Erdungstrennschalter, Erdungstrennschal-

ter hinter der HH-Sicherung mit Sprungantrieb, einschalt- und kurzschlussfest, HH-

Sicherungen mit Stiftauslösung, mit fest eingebautem, integriertem kapazitivem Span-

nungsprüfsystem nach Richtlinie 954.9106

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Die Bemessung erfolgt für eine Betriebsspannung von 20 kV in der Bemessungsspannung 24

kV sowie für folgende Bemessungsparameter für Schaltanlagen nach VDE 0671-200/ DIN EN

62271-200 mit der Störlichtbogenqualifikation IAC A FL 20 kA 1 s:

Bemessungs-Kurzzeit-Wechselspannung 50 kV

Bemessungs-Blitzstoßspannung 125 kV

Bemessungs-Frequenz 50/60 Hz

Bemessungs-Betriebsstrom 630 A

T

Bemessungs-Kurzzeitstrom 20 kA (für = 1 s) K

Bemessungs-Stoßstrom 50 kA

5.2.2 Transformator Innerhalb des Gebäudes werden keine Transformatoren aufgestellt. Diese befinden sich auf

dem jeweiligen Portalkran und sind kein Bestandteil dieser Ausschreibung.

5.2.3 Eigenbedarfsversorgung Für die Eigenbedarfsversorgung des Gebäudes der QRW---ST06 wird von einem Reserveab-

gang der NSHV der Transformatorstation QRW---ST01 bis zur UV Eigenbedarf ein neues Nie-

derspannungskabel verlegt.

Die UV Eigenbedarf besteht aus einem Hauptschalter in der Einspeisung, einem Überspan-

nungsschutz und diversen Leitungsschutzschalter für die Beleuchtung, die CEE-Steckdose 32

A, die Schutzkontaktsteckdosen, den Flachheizkörper, die Handleuchte und für das Ladegerät

der USV. Für Servicezwecke wird die Station mit Beleuchtung, Schutzkontaktsteckdosen

230 V AC ausgerüstet (siehe Anlage 3.3.4 Blatt 1).

5.2.4 Fernwirk- und Hilfsspannungsanlage Das Schaltwerk entspricht nach Richtlinie 954.9106 grundsätzlich einer Transformatorstation

im Ringnetz und erhält gemäß der Aufgabenstellung eine Stationsleittechnik (Versorgung DC

24 V).

Der Einbau der Fernwirk- und Stationsleittechnik erfolgt in einem separaten Sekundärtechnik-

schrank inklusive einer Schrankheizung Hygro- und Thermostat geregelt zur Verhinderung von

Kondensatbildung.

Es werden folgende Meldungen übertragen:

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Leitstellentext ZES BEM-Nr. Anzahl der

Meldun-

gen/Befehle

Einspeisefeld J01, J02:

  • Lasttrennschalter Q61 Ein/ Aus L061 DOM
  • Erdungstrennschalter Q81 Ein/ Aus L081 DOM
  • Mittelspannung fehlt LM05 EIM
  • Kurzschlussmelder angesprochen LR82 EIM
  • AF Motorantrieb LA05 EIM

Leistungsschalterfeld J03:

  • Leistungsschalter Q0 Ein/ Aus L000 DOM
  • Erdungstrennschalter Q81 Ein/ Aus L081 DOM
  • Leitungstrennschalter Q91 Ein/ Aus L091 DOM
  • UMZ-Schutz ÜS-Anregung LR91 EIM
  • UMZ-Schutz ÜS-Auslösung LR90 EIM
  • UMZ-Schutz KS-Anregung LR97 EIM
  • UMZ-Schutz gestört LR69 EIM
  • Leistungsschalter Auslösung LR26 EIM

Kabelabgangsfeld J06 – J09:

  • Lasttrennschalter Q61 Ein/ Aus L061 DOM
  • Erdungstrennschalter Q81 Ein/ Aus L081 DOM
  • Erdungstrennschalter Q82 Ein/ Aus L082 DOM
  • Lasttrennschalter Q61 Auslösung LR24 EIM
  • HH-Sicherung ausgelöst LX07 EIM

Allgemein:

  • USV gestört LX59 EIM
  • USV1 Batteriespannung LN12 EIM
  • Automatenfall MS-Anlage LX03 EIM
  • Automatenfall FWG LX04 EIM
  • Meldespannung fehlt LX08 EIM
  • Steuerspannung fehlt LX09 EIM
  • Nahsteuerung LW08 EIM
  • Anlage besetzt LW09 EIM
  • Isoliergas fehlt LA06 EIM
  • Isoliergas - Mangel Störung LA07 EIM
  • interner Fehler XZ19 EIM
  • UST Ausfall XX10 UST-T-SEM

Folgende Schaltgeräte sind fernzusteuern:

MS-Felder:

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Ringkabelfelder J01 und J02:

  • Lasttrennschalter Q61 DOB

und der Übergabeschalter J03:

  • Leistungsschalter Q0 DOB

Die Anbindung erfolgt mit dem Protokoll IEC 60870-5-101/104 (Spezifikation DB En Zes). Der

Meldungsumfang ist im Rahmen der Ausführungsplanung mit dem Betreiber nochmals abzu-

stimmen.

Für die Versorgung der Steuer-, Fernwirk- und Meldeeinrichtungen wird eine USV mit 24 V DC

vorgesehen. Die Dimensionierung der Hilfsspannungsanlage erfolgt nach Richtlinie 954.9106.

Entsprechend der Alterung der Akkumulatoren sind diese auf 125 Prozent der Anfangskapa-

zität auszulegen. Die Hilfsspannungsanlage muss nach Netzausfall (Ausfall der ungesicherten

Hilfsspannung) eine Versorgung der Steuer-, Fernwirk- und Meldeeinrichtungen von 8 Stun-

den gewährleisten. Für die Steuerung der Motorantriebe muss folgende Bedingung pro Antrieb

erfüllt sein:

Schalter EIN: nach Netzausfall Schalten AUS-EIN-AUS

nach 8 Stunden Schalten EIN-AUS-EIN

Schalter AUS: nach Netzausfall Schalten EIN-AUS-EIN

nach 8 Stunden Schalten AUS-EIN-AUS

5.2.5 Zählung/ Messung Die Energiemessung für die Portalkrane erfolgt mit einem Zweirichtungszähler als Summen-

messung, mittelspannungsseitig mit Strom- und Spannungswandler im Messfeld J04.

Der Einbau aller Komponenten der Messeinrichtung erfolgt durch den Messstellenbetreiber

und muss bei diesem beantragt werden. Der Zählerschrank ist entsprechend den Technischen

Anschlussbedingungen auszuführen. Für Servicezwecke wird neben dem Zählerschrank eine

zweipolige Steckdose 230 V AC mit Schutzkontakt installiert.

5.2.6 Erdung In dem Gebäude ist eine Sammelschiene zu installieren, die sowohl die Funktion der HES als

auch der HPAS übernimmt (HES/HPAS). Abweichend von der Richtlinie 954.0107 wird die

HES/HPAS in dem neuen Gebäude gemäß TM EEA 2023-2 nur einfach mit einem Nebengleis

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(Gleis 320), welches mit dem Hauptgleis vermascht ist verbunden, da keine geeignete Que-

rung in unmittelbarer Nähe zur Verfügung steht.

Als Erdungskabel wird ein Kabel vom Typ (N)A(St)YY-O 1x 110 mm² verlegt und mittels Schie-

nenkontaktsystem 3 Ebs 15.03.23 an die Kranschiene West und an das Gleis 320 angeschlos-

sen (siehe Lageplan Anlage 3.3.2). Die Anschlussstellen sind mit der Abdeckung gemäß

Zeichnung Nr. 2 Ebh 165 gekennzeichnet. Unmittelbar an der Anschlussstelle für das Erdungs-

kabel sind die beiden Schienen des Gleises 320 zu vermaschen. Die Anschlussstelle an dem

Gleis 320 ist mit der DB InfraGO AG, Fachbereich LST vorher abzustimmen.

Die Verlegung der Erder um das Gebäude erfolgt gemäß der technischen Mitteilung TM EEA

2017-05 sowie nach der VDE 0101-2 als Ring- und Potenzialsteuererder. Die Ringerder sind

unterhalb der Ausgleichsschicht jeweils erdfühlig zu verlegen.

Die Erder sind außerhalb des Gebäudes mit Abstandshaltern zu verbinden. Für den Über-

spannungsschutz ist ein Tiefenerder mit einem Revisionsschacht am Gebäude einzubringen.

Die Erder und alle leitfähigen Anlagenteile im Schaltwerk sind mit der HES/HPAS zu verbinden

(siehe Anlage 3.3.5). Der Gesamterdungswiderstand muss hierbei einen Wert kleiner 2 Ohm

betragen (nach TM EEA 2023-2). Nach der Errichtung ist die Funktionsfähigkeit der Erdungs-

anlage durch Messung nachzuweisen, zu protokollieren und zu der Abnahme vorzulegen.

Die Kabelschirme der Mittelspannungskabel in den Feldern J01 und J02 sind feldweise isoliert

aufzulegen und mit dem beschrifteten Potenzialtrennschalter zu verbinden. Bei Instandhal-

tungsarbeiten an der Mittelspannungsschaltanlage ist der beschriftete Potenzialtrennschalter

zu schließen. Die Kabelschirme in den Feldern J06 bis J09 sind feldweise isoliert aufzulegen

und mit dem Gehäuse der MS-Schaltanlage zu verbinden.

5.2.7 Kabelanlagen Von der bestehenden Transformatorstation wird ein neues Niederspannungskabel zur ZAS

am Gebäude des neuen Schaltwerkes verlegt. Die Verlegung erfolgt in einer neuen Kabelzug-

trasse mit Kabelaufbauschächten Gr. VII. Diese stellt eine vorgezogene Maßnahme des Ge-

samtumbauprojektes am Ubf dar. Die Verlegung der MS-Kabelsysteme zu den Portalkränen

erfolgt ebenso in dieser neuen Trasse bis auf Höhe der Station Container. Ab dort erfolgt die

Verlegung bis zum Umlenkbauwerk in der vorhandenen Rohrzugtrasse. Dabei werden die vor-

handenen Kabelsysteme zu den Kränen herausgezogen und durch die neuen MS-Systeme

ersetzt. Da hierfür insgesamt nur 9 Schutzrohre zur Verfügung stehen, erfolgt bei den Kabeln

der Portalkrane 3 und 4 die Verlegung von jeweils einem Kabel zusammen in einem Rohr

(jeweils phasengleich).

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Das Einschleifen der Felder J01 und J02 in das MS-Netz der DB Energie GmbH erfolgt durch

das Anmuffen und Verlängern der MS-Kabel im neuen Kabelschacht vor dem neuen Gebäude

des Schaltwerkes. Der Schacht wird dazu in die bestehende Rohrtrasse der MS-Kabel einge-

bunden.

Das Kabel für die Bahnerdung zwischen der HES/HPAS des Schaltwerkes und dem Gleis 320

wird neu in Erde verlegt. Die Querung der Ladestraße erfolgt dabei in offener Bauweise.

Das Kabel für die Bahnerdung zwischen der HES/HPAS des Schaltwerkes und der Kranbahn

West wird in der Neubaukabelschutzrohrtrasse parallel zu den MS-Kabelsystemen zu den Por-

talkranen bis zum Bestandsschacht 1 an der Station Container verlegt. Von dort aus erfolgt

die Verlegung in Erde bis zur Kranbahn.

Für alle MS- und NS-Kabel ist eine Kabelprüfung bei Neuverlegung, Änderung, Erweiterung

oder Instandsetzung sowie vor dem Beginn der Arbeiten durchzuführen.

Die Kabelverlegung ist entsprechend den gültigen Vorschriften der DB AG sowie der Richtlinie

859.2101 zu planen. Die Kabellegung erfolgt in Erde in erforderlicher Tiefe, mindestens 0,8 m.

Erdverlegte Kabel sind in 100 mm Sand zu betten und mit 100 mm Sand (Korngröße ≤ 2 mm)

abzudecken und in einer Tiefe von 0,3 bis 0,4 m unter GOK mit Kabelwarnband zu kennzeich-

nen. Bei der Kabelverlegung ist die Einhaltung der Biegeradien nach DIN VDE 0100-520 zu

beachten.

Unterirdisch verlegte Kabel sind gemäß Richtlinie 954.0102 in regelmäßigen Abständen (5 m

bis 10 m) mit einem dauerhaft lesbaren und farbigen Kennzeichnungsband (mit Angabe des

Eigentümers, der Funktion sowie Start/Ziel und der Kabelnummer), zu kennzeichnen. In

Rohrtrassen erfolgt die Kennzeichnung an den zugänglichen Stellen.

Der Verlauf und Aufbau der alten zu nutzenden und neu zu errichtenden Kabeltrassen kann

dem Lageplan (siehe Anlage 3.3.2) entnommen werden.

Da die Kabelverlegung der MS-Kabel überwiegend in vorhandenen Rohrtrassen erfolgt und

diese im Rahmen der Begehung nicht oder nur stichprobenartig auf baulichen Zustand geprüft

werden konnten, besteht ein Risiko in Bezug auf die Nutzbarkeit dieser vorhandenen baulichen

Anlagen. Sollten einzelne Rohrzüge nicht nutzbar sein, so sind in Absprache mit der Projekt-

leitung und dem Standortmanagement entsprechende Maßnahmen zu planen, um die beschä-

digten Abschnitte zu ersetzen. Dabei ist stets sicherzustellen, dass der Betrieb des Ubf nicht

behindert wird.

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5.2.8 Stationszubehör Zur Bedienung und Wartung der Schaltanlage sowie zur Ausstattung des Schaltwerkes ist ein

Zubehörsortiment mit folgenden Bestandteilen zu liefern:

  • Erdungsgarnitur für das MS-Messfeld mit durchgehend gleichem Leiterquerschnitt inkl.

Wandhalterung, Querschnitt mindestens 95 mm² Cu bzw. gemäß auftretendem Kurz-

schlussstrom

  • Stationspult
  • HH-Reserve-Sicherungseinsätze (1 Satz je vorhandenem Nennwert) inkl. Wandhalterung
  • Feldschlüssel, Betätigungshebel für Leistungsschalter, Last- und Erdungstrennschalter
  • Handleuchte mit Akku und vollautomatischem Ladegerät mit Notlichtfunktion
  • Warn- und Hinweisschilder (1x 5 Sicherheitsregeln, 1x Anleitung zur Ersten Hilfe, 3x

Nicht Schalten, 2x Türschilder „Hochspannung Lebensgefahr“, 1x Notruftafel)

  • Übersichtspläne (revidierte MS-, NS- und Erdungspläne) ausgehängt.

Die Aushänge und Beschilderungen erfolgen gemäß der Technischen Mitteilung 2014-02 der

DB Energie GmbH.

Das Stationszubehör wird bis auf die revidierten Pläne beigestellt.

5.2.9 Rückbau Die Transformatorstation QRW---ST01 bleibt weiterhin in Betrieb. Es sind lediglich die Felder

J05 bis J07 außer Betrieb zu nehmen und die Strom- und Spannungswandler im Feld J04

sowie der Zählerschrank zu demontieren. Die vorhandenen MS-Kabel für die Portalkrane sind

zwischen der MS-Schaltanlage und den Anschlusskästen im Umlenkbauwerk komplett zurück-

zubauen. Vor der Demontage muss sichergestellt sein, dass die entsprechenden Mittelspan-

nungskabel außer Betrieb sind und die Freigabe der Anlagenverantwortlichen vorliegt.

Die Wertstoffe werden durch den AG verwertet. Alle anderen anfallenden Stoffe sind durch

den AN fachgerecht gegen Nachweis zu entsorgen.

5.3 Bautechnologischer Ablauf

Das Schaltwerk befindet sich im MS-Ringnetz der DB Energie GmbH, welches nur über eine

Einspeisung verfügt. Bei der Einschleifung des Schaltwerkes in das MS-Netz, darf das Ring-

netz nur an einer Stelle unterbrochen werden, um alle anderen Transformatorstationen wei-

terhin versorgen zu können. Der Bauablauf ist so zu gestalten, dass die Unterbrechung der

Versorgung der angeschlossenen Verbraucher minimiert wird. Alle erforderlichen Ab- und

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Umschaltungen müssen in Abstimmung mit der DB Energie GmbH und den Abnehmern erfol-

gen. Die Arbeiten mit Versorgungsunterbrechung sind vorzugsweise in der Zeit von Samstag

12:00 Uhr bis Montag 05:00 Uhr durchzuführen, da in diesem Zeitraum im Allgemeinen Be-

triebsruhe auf dem Umschlagbahnhof ist. Es werden folgende Schritte nach Herstellung der

Funktionsfähigkeit (Fertigstellung der Hauptleistungen von Bau und Ausrüstung) und nach

Vorliegen der Zustimmung zur Inbetriebnahme durchgeführt:

  • Bittest / Abnahme Leittechnik
  • EBA-Abnahme / Inbetriebnahme der neuen Station
  • Außerbetriebnahme des MS-Kabels MN01MK002
  • MS-Kabel MN01MK002 schneiden, anmuffen und verlängern zu den Ringkabelfeldern der

MS-Anlage in dem neuen Schaltwerk

  • MS-Kabel MN01MK002 in Betrieb nehmen
  • Rückbau der MS-Kabel für den Portalkran 3
  • Verlegung und Inbetriebnahme der neuen MS-Kabel zu dem Portalkranen 3 und 4
  • Rückbau der MS-Kabel für die Portalkrane 1 und 2
  • Verlegung und Inbetriebnahme der neuen MS-Kabel zu dem Portalkranen 1 und 2
  • Außerbetriebnahme der Felder J05 bis J07 in der Station QRW---ST01

Im Rahmen der Ausführungsplanung ist der Bauablauf mit allen Beteiligten nochmals abzu-

stimmen und zu konkretisieren.

6 Baustelleneinrichtung Für die Einrichtung der Baustelle wird durch den Auftraggeber eine Fläche zur Verfügung ge-

stellt. Flächen außerhalb der festgelegten Bereiche dürfen weder befahren noch zum Lagern

von Baustoffen oder andersartig genutzt werden.

Die Baustromversorgung und ein eventuell notwendiger Bauwasseranschluss sind Angele-

genheit des Auftragnehmers. Die Kosten hierfür sind vom Auftragnehmer zu tragen und in das

Angebot einzurechnen. Gleiches gilt auch für andere Bedarfsmittel.

Bei der Durchführung aller Bauarbeiten ist das „Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelt-

einwirkungen durch Luftverschmutzung, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge“

(Bundesimmissionsschutzgesetz) in der aktuellen Fassung zu berücksichtigen. Lärmschutz-

maßnahmen gelten als Nebenleistungen und sind mit den Preisen des Angebotes abgegolten.

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7 Ausführungsplanung und Dokumentation

Gemäß Terminplan des Vertrages ist eine Ausführungsplanung Elektrotechnik (AP) gemäß

aktueller Verwaltungsvorschrift BAU-STE und der EIGV des Eisenbahn-Bundesamtes in 4 Ori-

ginalen vorzulegen. Die AP Elektrotechnik enthält mindestens folgende Pläne und Nachweise:

  • Erläuterungsbericht
  • Gebäudeansichten
  • Übersichtsplan MS- und NS-Schaltanlage
  • Nachweis der Kurzschlussfestigkeit
  • Nachweis der Selektivität (rechnerisch / zeichnerisch)
  • rechnerischer Nachweis der Wirksamkeit der Schutzmaßnahme durch Abschaltung
  • Stromlaufplan
  • Erdungsplan
  • Kabellageplan
  • technische Daten der eingesetzten Bauteile
  • Beleuchtungsberechnung als Nachweis der Beleuchtungsstärke
  • rechnerischer / tabellarischer Nachweis der geforderten Batteriekapazität der USV-

Anlage

  • Planverzeichnis mit bauaufsichtlicher Sammelfreigabe nach aktueller Bau-STE
  • Liste mit der für die Planung und Ausführung maßgeblichen Vorschriften des Regelwerkes

der DB AG, der DB Energie GmbH, Regeln der Technik, DIN, DIN-VDE, EN, IEC, Gesetze,

Verordnungen

  • Nachweis der Druckfestigkeit des Baukörpers bezogen auf das Fabrikat der MS-Anlage
  • Nachweis der Kurzschlussfestigkeit der MS-Anlage mit Gegenüberstellung Netzdaten und

Anlagedaten an definierten Fehlerstellen

  • Planprüfbericht von einem beim EBA zugelassenen Planprüfer
  • Kabelliste
  • geprüfte und freigegebene Standsicherheitsnachweise

Bei der Ausführungsplanung sind die erforderlichen Zwischenzustände und Maßnahmen zur

Betriebsführung und Kundenversorgung darzustellen.

Nach erfolgter Planprüfung, BVB-Freigabe und Genehmigung zur Ausführung hat die Gleich-

stellung zu erfolgen. Es sind 5 gleichgestellte Exemplare in Papier zu erstellen, jeweils 1x

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gestempelt mit "1. Bauplan", "2. Bauplan", "Abnahmeprüfplan“, "BVB“ und "BÜ“ und zu über-

geben.

Weiterhin ist eine Ausführungsplanung für den baulichen Teil nach VV Bau des Eisenbahn-

bundesamtes zu erstellen. Die Unterlagen der Ausführungsplanung sind der DB Energie

GmbH in drei Originalen (Bau 1, Bau 2 und Prüf) sowie 1x digital zur Freigabe durch den BVB

nach VV Bau vorzulegen.

Die Unterlagen müssen mindestens folgende Pläne und Nachweise enthalten:

  • Qualitätsprüfbericht
  • Erläuterungsbericht/Baubeschreibung
  • Lagepläne
  • Detailpläne
  • Alle notwendigen statischen Nachweise für den Gebäudekörper und die Gründung sowie

notwendiger Baugrubensicherungen

Nach erfolgter BVB-Freigabe und Genehmigung zur Ausführung hat die Gleichstellung zu er-

folgen und ist in 4-facher Ausführung zu übergeben.

Die Erstellung der Revisionsunterlagen muss nach Sicherheitsmanagementsystem Verfahren-

sanweisung 05 - Technische Dokumentation (SMS-VA 05) mit Anlagenbeschreibung, Ersatz-

teillisten, Prüfberichte, Messprotokolle etc. in 3-facher Ausfertigung jeweils in Ordnern mit In-

haltsverzeichnis und in digitaler Form (Formate: *.doc, *.pdf, *.dwg) erfolgen. Diese sind spä-

testens 3 Monate vor der VOB-Abnahme zu übergeben. Dazu gehört die Erstellung und Lie-

ferung einer Anlagendokumentation nach Richtlinie 954, bestehend aus Messprotokollen ge-

mäß DIN VDE 0105 und DIN VDE 0100:

  • Bauartnachweis nach DIN EN 61439-2 (NS-Schaltanlage)
  • Typprüfnachweise laut VDE 0671 Teil 200 mit Zusatzbedingung nach g) und gültiger

PEHLA-Richtlinie Nr. 4 und Zusatzbedingung h) (MS-Schaltanlage)

  • Stücknachweis bei Anlagen gemäß DIN EN 61439-1
  • Herstellererklärung zur DGUV Vorschrift 3
  • EMV- Messprotokoll (Nachweise zur Einhaltung der Grenzwerte)
  • EG Konformitätserklärung (Normenkonformität)

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  • Bedienungsanweisungen und Wartungsanweisungen aller Einbaukomponenten und Be-

triebsmittel

  • Anlagenbeschreibung und Betriebsanleitung der Mittelspannungsschaltanlage
  • Lageplan mit eingemessenem Gebäude
  • Kabellageplan eingemessen
  • Übersichtsplan MS- und NS-Anlage
  • Stromlaufplan
  • Klemmleistenplan
  • Stückliste
  • innerer Erdungsplan des Gebäudes
  • Erdungsplan außen eingemessen
  • Rücknahmeverpflichtung und Entsorgungskonzept
  • Erdungs-, Schalt-, Kabellage- und Grundrisspläne in digitalisierter Form auf Datenträger

im Format *.dwg oder *.dxf und in *.pdf sowie 3-fach in Papierform

  • Schaltbild der MS- und NS-Anlage ausgehängt in laminierter Form
  • Erdungsplan der Anlage ausgehängt in laminierter Form
  • Selektivitätsnachweis
  • messtechnischer Nachweis der Wirksamkeit der Schutzmaßnahme durch Abschaltung
  • Messprotokolle und Prüfnachweise für elektrische Anlagen bis 1000 V / über 1 kV
  • Messprotokoll der Erdungsanlage
  • Verzeichnis der elektrischen Betriebsmittel
  • Errichterbescheinigung

8 Abnahme der Anlagen Nach dem Ende der Arbeiten ist von dem Auftragnehmer im Benehmen mit dem Auftraggeber

die bautechnische und elektrotechnische VOB Abnahme durchzuführen. Hierbei sind die nach

VDE vorgeschriebenen Messungen vom Auftragnehmer durchzuführen und Messprotokolle

gemäß der Richtlinie 954 zu erstellen.

Folgende Nachweise/Bescheinigungen sind spätestens bei der Abnahme vorzulegen:

  • Errichterbestätigung
  • Ausführung nach anerkannten Regeln der Technik und elektrotechnischen Normen
  • Ausführung nach bauaufsichtlich geprüften Unterlagen
  • Prüfungsnachweis bis 1000 V (Vordruck 954.0102V01)

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  • Messprotokoll bis 1000 V (Vordruck 954.0102V02)
  • Prüfungsnachweis über 1000 V (Vordruck 954.0102V04).
  • Typprüfbescheinigung bzw. Bauartnachweis für die eingebauten Schaltanlagen
  • Nachweis der thermischen und dynamischen Kurzschlussfestigkeit
  • Einhaltung der EMV-Bestimmungen
  • Einhaltung der Grenzwerte nach BImSchG

Bei einer Teilinbetriebnahme bereits vor der Abnahme sind folgende Nachweise/ Bescheini-

gungen vorzulegen:

  • Ausführung nach anerkannten Regeln der Technik und elektrotechnischen Normen
  • Prüfungsnachweis bis 1000 V (Vordruck 954.0102V01)
  • Messprotokoll bis 1000 V (Vordruck 954.0102V02)
  • Prüfungsnachweis über 1000 V (Vordruck 954.0102V04)

Das Instandhaltungspersonal ist von dem Auftragnehmer in die Bedienung der Anlage zu un-

terweisen.

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9 Abkürzungen

Betra Betriebs- und Bauanweisungen Bf Bahnhof BImSchV Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes BNatSchG Bundesnaturschutzgesetz DOB Doppelbefehl DOM Doppelmeldung BVB Bauvorlageberechtigter EBA Eisenbahn Bundesamt EIGV Eisenbahn-Inbetriebnahmegenehmigungsverordnung EMV elektromagnetische Verträglichkeit FWA Fernwirkanlage HAK Hausanschlusskasten Hbf Hauptbahnhof HES Haupterdungsschiene HH-Sicherung Hochspannungshochleistungssicherung HPAS Hauptpotenzialausgleichschiene HV Hauptverteiler InA Bemessungsstrom einer Schaltgerätekombination LV Leistungsverzeichnis MS Mittelspannung NH-Sicherung Niederspannungshochleistungssicherung NS Niederspannung PE Schutzleiter PEN PEN-Leiter TAB Technische Anschlussbedingungen VNB TI 07 Technische Information 07 zur Eigentumsabgrenzung TSK Typgeprüfte Schaltgerätekombination TST Transformatorstation USV Unterbrechungsfreie Stromversorgung VDE Verband Deutscher Elektrotechniker e. V. (im Zusammenhang mit DIN) VDS Voltage Detecting System VNB Verteilnetzbetreiber VOB Vergabe- und Vertragsordnung Bau ZAS Zähleranschlusssäule

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10 Verzeichnis der verwendeten Vorschriften und Richtlinien Die Planung und Ausführung der Baumaßnahme erfolgt nach den entsprechenden Normen,

Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften und Regelwerken der

DB AG und den technischen Unterlagen der DB Energie GmbH.

DIN VDE-Bestimmungen und Normen mit VDE- Klassifikation

• DIN VDE 0100 Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V • DIN VDE 0101 Starkstromanlagen mit Nennspannungen über 1 kV • DIN VDE 0105-100 Betrieb von elektrischen Anlagen • DIN VDE 0298 Verwendung von Kabeln und isolierten Leitungen für Stark- stromanlagen • DIN EN 50122-1 Bahnanwendungen - Ortsfeste Anlagen - Erdung und Rücklei- tung • DIN EN 60044 Messwandler (VDE 0414) • DIN EN 60529 Schutzarten durch Gehäuse (IP Code) (VDE 0470 Teil 1) • DIN VDE 0510 Akkumulatoren und Batterieanlagen • DIN EN 62271 Hochspannungs-Schaltgeräte und -Schaltanlagen (VDE 0671) • DIN VDE 0675-6 Überspannungsschutzgeräte für Niederspannung • DIN VDE 0681 Geräte zum Betätigen, Prüfen und Abschranken unter Span- nung stehender Teile mit Nennspannungen über 1 kV • DIN EN 61243-5 Arbeiten unter Spannung, Spannungsprüfer Teil 5, Spannungsprüfsysteme (VDE 0682 Teil 415) • DIN EN 61230 Arbeiten unter Spannung, Ortsveränderliche Geräte zum Erden oder Erden und Kurzschließen (VDE 0683) • DIN EN 61000 Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) (VDE 0839) • DIN EN 60446 Grund- und Sicherheitsregeln für Mensch-Maschine- Schnittstelle, Kennzeichnung von Leitern durch Farben und nu- merische Zeichen (VDE 0198) • DIN EN 61439 Niederspannungsschaltgerätekombination • DIN EN 50588-1 Mittelleistungstransformatoren 50 Hz, 5 kVA bis 40000 kVA

DIN-Normen

• DIN 18014 Fundamenterder • DIN 4844 Sicherheitskennzeichnung • DIN 42600 Messwandler für 50 Hz • DIN 43455 Bildzeichen für die Betätigung von Hochspannungsschaltgerä- ten unter 52 kV • DIN 43625 Hochspannungssicherungen, Nennspannung 3,6 bis 36 kV, Maße für Sicherungseinsätze • DIN 47636 Starkstromkabel- Steckgarnituren für Außenkonus-Gerätean- schlussteile, U bis 36 kV m

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• DIN 4124 Baugruben und Gräben, Böschungen, Arbeitsraumbreiten

Gesetze und Verordnungen

• KrW-/Abfg Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz • WHG Wasserhaushaltsgesetz • AltölV Altölverordnung • EltBauVO Verordnung über den Bau von Betriebsräumen für elektrische Anlagen • TRGS 518 Technische Regeln Gefahrstoffe: Elektroisolierflüssigkeiten, die mit PCDD oder PCDF verunreinigt sind • 26. BImSchV Verordnung über elektromagnetische Felder, 26. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetz • TA Lärm technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm, Sechste allge- meine Verwaltungsvorschrift zum Bundesimmissionsschutzge- setz

Regelwerke der DB AG

• 859.2101 Kabel, Planung von Kabeltrassen • 878 Stromkreuzungen (SKR 2016) • 836.0511 Einbauten und ergänzende Anlagen • 836.4502 Querungen, Durchlässe und Rohrleitungen • 892.9122 Bau von Signalkabelanlagen - Grundsätze • 892.9222 Bau von Signalkabelanlagen - Arbeitsinformationen • 954.0102 Elektrische Energieanlagen, Anlagen planen, errichten, abneh- men • 997.0203 Oberleitungsanlagen, Rückstromführung errichten • 997.9116 Montageanleitung zur Herstellung von Schienenanschlüssen

Technische Unterlagen der DB Energie GmbH

• 954.9106 Elektrische Energieanlagen, Mittelspannungsanlagen und – netze • 954.0107 Elektrische Energieanlagen, Schutzmaßnahmen

Unfallverhütungsvorschriften

• DGUV 103-012 Unfallverhütungsvorschrift, Elektrotechnische Anlagen • DGUV 77 Arbeiten im Bereich von Gleisen • DGUV 101-024 Sicherheitsmaßnahmen bei Arbeiten im Gleisbereich von Eisen- bahnen • 132.0118 Grundsätze der Gesundheitsförderung, Arbeitsschutz und der Unfallverhütung, Arbeiten im Gleisbereich.

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