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Neubau von Fernwärmenetzen mit Planung und Materialbeschaffung in Görlitz

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 08.10.2026, 10:05 (Europe/Berlin)

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Offenes Verfahren zur Vergabe von

United Heat VP12: WP15: Verbindung aller Versorgungsgebiete zu einem Wärmenetz

VERFAHRENSBESCHREIBUNG

23.10.2025/alma Seite 1

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Stadtwerke Görlitz AG

United Heat VP12: WP15: Verbindung aller Versorgungsgebiete zu einem Wärmenetz

Offenes Verfahren

Inhaltsverzeichnis Seite

1 Verfahren ................................................................................................ 1

1.1 Auftraggeber .................................................................................................... 1 1.2 Vorbemerkung und Aufgabengegenstand ....................................................... 1 1.3 Projektziele ...................................................................................................... 2 1.4 Ablauf des Verfahrens...................................................................................... 2 1.4.1 Offenes Verfahren ........................................................................................... 3 1.5 Voraussichtlicher Vertragsschluss ................................................................... 6

2 Ausführungsleistungen ............................................................................. 6

3 Datenverarbeitung ................................................................................... 6

4 Übersicht voraussichtliche Verfahrenstermine .......................................... 6

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Stadtwerke Görlitz AG

United Heat VP12: WP15: Verbindung aller Versorgungsgebiete zu einem Wärmenetz

Offenes Verfahren

1 Verfahren

1.1 Auftraggeber

Stadtwerke Görlitz AG Demianiplatz 23 02826 Görlitz

Vergabestelle Drees & Sommer Anger 66-73 99084 Erfurt Deutschland

Drees & Sommer wurde durch die Stadtwerke Görlitz AG beauftragt, das Vergabeverfahren durchzuführen. Die Einreichung aller Unterlagen erfolgt an die Vergabestelle über die Plattform.

1.2 Vorbemerkung und Aufgabengegenstand

Über ein Offenes Verfahren (einstufig) soll ein oder mehrere geeignete Unter- nehmen beauftragt werden, der auf Basis des vorliegenden Leistungsverzeich- nisses die erforderlichen Bauleistungen durchführt. Die Bauleistungen ein- schließlich aller dafür unmittelbar erforderlichen Beschaffungsvorgänge sind Bestandteil des Leistungsumfanges.

In den Grenzstädten Görlitz (Deutschland) und Zgorzelec (Polen) betreiben die zwei lokalen Energieversorger Fernwärmenetze auf Basis fossiler Brennstoffe (Gas und Kohle). Die Stadtwerke Görlitz AG (SWG) betreibt auf deutscher Seite vier Fernwärmenetze mit einer jährlichen Wärmeleistung von ca. 93,2 GWh für 400 Wärmeübergabestationen, was zu rund 28.900 Tonnen CO -Emisionen 2 pro Jahr führt. SEC ZGORZELEC SPOLKA Z OGRANICZONA ODPOWIEDZIALNO- SCIA (SECZ) betreibt auf polnischer Seite ein Fernwärmenetz mit einer jährli- chen Wärmeleistung von ca. 62,2 GWh für 250 Wärmeübergabestationen, was zu etwa 19.100 CO -Emissionen pro Jahr führt. 2

Das Projekt „United Heat“ zielt darauf ab, die Wärmeversorgung in beiden Nachbarstädten zu dekarbonisieren, indem die Wärmeerzeugung auf erneu- erbare Energiequellen umgestellt und bis 2028 alle Fernwärmeversorgungsge- biete verbunden und durch eine grenzüberschreitende Verbindung zusam- mengeführt werden.

Weitere Informationen zum Planungsstand und den Projektzielen können der Leistungsbeschreibung entnommen werden.

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Offenes Verfahren

1.3 Projektziele

Die Umstellung der Wärmeversorgung der Städte Görlitz und Zgorzelec auf er- neuerbare Energien und die Zusammenführung beider Netze zu einer grenz- überschreitenden Wärmeversorgung zielt auf eine CO -Emissionseinsparung 2 von bis zu 48.000 Tonnen pro Jahr ab und wird ein Leuchtturmprojekt für die zukünftige kohlenstofffreie Fernwärmeversorgung mittelgroßer europäischer Städte sein. Darüber hinaus stärkt die grenzüberschreitende Wärmeversor- gung der beiden Städte die Idee des europäischen Binnenmarktes und wird beispielhaft aufzeigen, unter welchen Umständen eine gemeinsame Wärmer- zeugung und -verteilung über Grenzen hinweg realisiert werden kann.

1.4 Ablauf des Verfahrens

Die Vergabestelle führt eine Ausschreibung und Vergabe der Generalunter- nehmerleistungen im Rahmen eines Offenen Verfahrens gem. VOB/A (EU) durch.

Das Verfahren basiert auf der Bekanntmachung im Supplement des EU-Amts- blattes zum Vergabeverfahren.

Alle während der Angebotsphase an die Interessenten übermittelten zusätzli- chen Informationen – wie Antworten des Auftraggebers auf Rückfragen oder sonstige schriftliche Mitteilungen – sind bei der Ausarbeitung des Angebots zu berücksichtigen. Enthalten diese Mitteilungen Präzisierungen, Ergänzungen oder Änderungen gegenüber den ursprünglichen Ausschreibungsunterlagen, so haben diese aktualisierten Hinweise Vorrang vor den ursprünglichen Unter- lagen.

Die in dieser Verfahrensbeschreibung verwendeten Personenbezeichnungen beziehen sich gleichermaßen auf alle natürlichen und juristischen Personen. Soweit keine anderweitige ausdrückliche Festlegung erfolgt, umfasst der Be- griff ‚Bieter‘ sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen und Bietergemein- schaften.

Bitte prüfen Sie die Vergabeunterlagen einschließlich aller Anlagen sorgfältig. Sollten einzelne Dateien nicht geöffnet werden können, beschädigt sein oder unlesbar erscheinen, ist die Vergabestelle unverzüglich darüber zu informie- ren. In diesem Fall werden die betreffenden Unterlagen umgehend erneut in elektronischer Form bereitgestellt. Die Bieter sollten die Unterlagen daher di- rekt nach dem Herunterladen kontrollieren.

Stellen Bieter fest, dass die Vergabeunterlagen Unklarheiten, Widersprüche oder fehlende Angaben enthalten – insbesondere in Bezug auf Anforderungen sowie Umfang oder Vollständigkeit des Teilnahmeantrags/Angebots –, müs- sen sie dies unverzüglich der Vergabestelle mitteilen.

Die Verwendung des in den Vergabeunterlagen enthaltenen Formulars zur An- gebotsabgabe und Eigenerklärung ist verpflichtend.

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Offenes Verfahren

PQ-Verzeichnis/Präqualifikationsnummer

Unternehmen, die im Präqualifikationsverzeichnis nach § 6a VOB/A eingetra- gen sind, können im Rahmen des Vergabeverfahrens ihre gültige PQ-Nummer angeben. Zudem sind der entsprechende Link zu den Eintragungsunterlagen sowie der zugehörige Zugangscode bereitzustellen, damit die Vergabestelle die Nachweise prüfen kann.

Alternativ kann eine sogenannte PQ-Mappe eingereicht werden, die sämtliche im Präqualifikationsverzeichnis hinterlegten Unterlagen vollständig enthält.

Nachweise und Eigenerklärungen, die nicht durch die Präqualifikation gemäß § 6a VOB/A abgedeckt sind, sind den Angebotsunterlagen zusätzlich und voll- ständig beizufügen.

Angebote von Bietern, die im Rahmen dieses Vergabeverfahrens an wettbe- werbsbeschränkenden Absprachen mitwirken, werden vom Verfahren ausge- schlossen.

Alle zur Verfügung gestellten Vergabeunterlagen sind urheberrechtlich ge- schützt.

1.4.1 Offenes Verfahren

Der Auftrag wird gemäß § 97a GWB und § 5 EU VOB/A in drei räumlich abge- grenzten Losen vergeben.

Los 1: Schlesische Straße / Nieskyer Straße

Los 2: Reichertstraße / Melanchthonstraße

Los 3: Leschwitzer Straße

Bieter und Bietergemeinschaften können Angebote für ein Los, für mehrere Lose oder für alle Lose abgeben. Für jedes angebotene Los ist ein vollständi- ges, in sich geschlossenes Angebot unter Verwendung der jeweils losbezoge- nen Vergabeunterlagen einzureichen. Die Eignungsanforderungen und Min- destkriterien sind für jedes angebotene Los nach Maßgabe der Vergabeunter- lagen zu erfüllen und nachzuweisen. Soweit dieselben Nachweise für mehrere Lose verwendet werden, müssen sie die Anforderungen aller betreffenden Lose abdecken.

Die Prüfung und Wertung der Angebote sowie die Zuschlagserteilung erfolgen für jedes Los gesondert anhand der für das jeweilige Los bekannt gemachten Zuschlagskriterien. Eine Begrenzung der Zahl der Lose, für die ein Bieter den Zuschlag erhalten kann, besteht nicht. Ein Bieter kann daher den Zuschlag für mehrere oder alle Lose erhalten. Die Zuschläge werden losweise erteilt.

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Offenes Verfahren

Mit dieser Verfahrensbeschreibung erhalten die Interessenten ergänzende In- formationen zur EU-Bekanntmachung. Erläutert wird das Verfahren, der Ab- lauf sowie die Voraussetzungen für die Teilnahme.

Jedes interessierte Unternehmen hat die Möglichkeit, ein Angebot einzu- reichen. Fristgemäß eingegangene Angebote werden einer formalen sowie in- haltlichen Prüfung und Bewertung unterzogen. Dabei ist erforderlich, dass die Bieter sämtliche festgelegten Mindestkriterien (Ausschlussgründe und Eig- nung) erfüllen.

Bieterfragen zum Verfahren sowie den Vergabeunterlagen sind alleinig in Textform über die Vergabeplattform bis zum 22.10.2026 zu stellen. Werden Fragen auf anderem Wege oder nach Ablauf der Frist übermittelt, kann eine rechtzeitige Beantwortung nicht gewährleistet werden.

Bieter, welche nach dem Vergabeverfahren nicht für die Bezuschlagung aus- gewählt werden, werden vom Auftraggeber gemäß den gesetzlichen Vorga- ben informiert.

1.4.1.1 Angebotsunterlagen

Angebote sind bis zum 29.10.2026, 12:00 Uhr einzureichen.

Die Angebote sind in deutscher Sprache einzureichen. Die Übermittlung hat in Textform über die Vergabeplattform zu erfolgen. Die Frist und Form sind zwin- gend einzuhalten.

Angebote, die nicht innerhalb der geltenden Frist eingehen oder die aus- schließlich per Telefax, E-Mail, per Nachrichtenfunktion der Vergabeplattform oder postalisch übermittelt werden, können im weiteren Verfahren nicht be- rücksichtigt werden.

Der Auftraggeber behält sich das Nachfordern von fehlenden oder unvollstän- digen Unterlagen mit dem Setzen einer angemessenen Frist vor.

Das den Vergabeunterlagen beiliegende Eigenerklärungsformular ist an ent- sprechenden Stellen auszufüllen und zu unterschreiben. Nur die geforderten Nachweise und Anlagen sind diesem hinzuzufügen.

Zur Erstellung des Honorarangebotes ist das entsprechende Preisblatt zu ver- wenden.

Die Bewertung der Angebote erfolgt gemäß der den Vergabeunterlagen bei- liegenden Wertungsmatrix.

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Offenes Verfahren

Zur Erstellung der Angebote werden den Bietern folgende Unterlagen zur Ver- fügung gestellt:

Anlage 1: Verfahrensbeschreibung

Anlage 2: Wertungsmatrix

Anlage 3: Formular zur Angebotsabgabe und Eigenerklärungen

Anlage 4: Preisblatt

Anlage 5: Vertragsentwurf

Anlage 6: Datenschutzhinweise

Anlage 7: funktionale Leistungsbeschreibung

Anlage 8: Anlagen zur funktionalen Leistungsbeschreibung

abrufbar über folgenden Link: United Heat - Vergabeunterlagen WP15

1.4.1.2 Bietergemeinschaft und Einsatz von Nachunternehmern, Eignungsleihe

Zulässig sind sowohl Einzelbieter als auch Bietergemeinschaften. Zudem kann der Einsatz von Nachunternehmern durch den Bieter bzw. die Bietergemein- schaft vorgenommen werden.

Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig.

Die geforderten Eigenerklärungen sind von jedem Mitglied der Bietergemein- schaft einzeln zu unterzeichnen. Ebenso sind die erforderlichen Nachweise für jedes Mitglied separat einzureichen und gemeinsam mit dem Angebot vorzu- legen.

Zum Einsatz vorgesehene Nachunternehmer haben eine Verpflichtungserklä- rung zu unterzeichnen und dem Angebot beizulegen.

Eignungsleihe

Stützt der Bewerber oder die Bewerbergemeinschaft ihre technische, wirt- schaftliche oder finanzielle Leistungsfähigkeit im Wege der Eignungsleihe auf einen Nachunternehmer, sind sämtliche hierfür erforderlichen Nachweise und Erklärungen auch für diesen Nachunternehmer mit dem Teilnahmeantrag ein- zureichen. Bei der Vorlage von Referenzen im Rahmen der Eignungsleihe wird zudem erwartet, dass der betreffende Nachunternehmer die entsprechenden Leistungen im Projekt tatsächlich übernimmt. Darüber hinaus müssen sowohl der Eignungsgeber als auch der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft alle einschlägigen Ausschlussgründe erfüllen und dürfen keinen vergaberechtli- chen Ausschlusskriterien unterliegen.

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Offenes Verfahren

Dass die im Vergabeverfahren benannten Personen die Vertragsleistungen er- füllen werden, hat der Bieter verbindlich zu versichern. Ein Wechsel des aus- führenden Personals/Eignungsverleihers für die Auftragserfüllung ist nur aus wichtigem, vom Bieter nicht zu vertretendem, nachzuweisenden Grund, im Übrigen nur mit Zustimmung des Auftraggebers und bei gleichwertiger Perso- nalersatzgestellung zulässig.

1.4.1.3 Vertrag

Der Auftraggeber beabsichtigt, den Vergabeunterlagen beigefügten Vertrags- entwurf in der dort festgelegten Fassung abzuschließen. Enthält der Vertrags- entwurf Regelungen, die es den Bietern unmöglich machen würden, ein Ange- bot einzureichen, sind diese verpflichtet, dem Auftraggeber die betreffenden Bestimmungen mitzuteilen und die Gründe darzulegen, aus denen die jewei- lige Vertragsklausel nicht akzeptiert werden kann.

Der endgültige Vertrag wird auf Grundlage der eingereichten Angebotsunter- lagen geschlossen.

1.5 Voraussichtlicher Vertragsschluss

Die Beauftragung ist umgehend nach Ablauf der Informations- und Wartefrist gemäß § 134 Abs. 2 GWB, voraussichtlich 12/2026, geplant. Mit der Vertrags- unterzeichnung beginnen unverzüglich die Leistungen.

2 Ausführungsleistungen

Ist in funktionaler Leistungsbeschreibung (Anlage 7) enthalten.

3 Datenverarbeitung

Es wird auf die Datenschutzhinweise in Anlage 6 der Vergabeunterlagen ver- wiesen.

4 Übersicht voraussichtliche Verfahrenstermine

Die aufgeführten Termine dienen der Orientierung und können sich jederzeit im Verlauf des Verfahrens ändern.

Frist Bieterrückfragen22.10.2026, 12:00 Uhr
Frist Eingang Angebote29.10.2026, 12:00 Uhr
vrsl. Beauftragung12/2026

-Ende Verfahrensbeschreibung-

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