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Neubau Pumpwerk Osterwiesen
Elektrotechnische Ausrüstung
LP 6 - Baubeschreibung
ehp Umweltplanung GmbH
Eggerstedter Weg 20 Sarnowstraße 9
25421 Pinneberg 18435 Stralsund
Tel.: (0 41 01) 50 90 0
Oktober 2026
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Pumpwerk Osterwiesen
Neubau LP 6 - Baubeschreibung Elektrotechnische Ausrüstung
Inhalt
1. Neubau Pumpwerk Osterwiesen Weg ................................................. 4
1.1 Allgemeines ......................................................................................................... 4
1.2 Geplanter Standort .............................................................................................. 4
1.3 Überflutungsgebiet .............................................................................................. 5
1.4 Abwasserpumpen ................................................................................................ 6
2. Elektrotechnische Ausrüstung ............................................................. 7
2.1 Energieversorgung ............................................................................................... 7
2.1.1 Netzanschluss ........................................................................................................................... 7 2.1.2 Notstromaggregat ..................................................................................................................... 8
2.2 Niederspannungstechnik .................................................................................... 10
2.2.1 Niederspannungsschaltanlage ................................................................................................ 10 2.2.2 Aufstellungsplan Schaltanlage APW Osterwiesen .................................................................. 12 2.2.3 Frequenzumrichter ................................................................................................................. 12 2.2.4 Kompensation ......................................................................................................................... 13
2.3 Mess-, Steuer- und Regelungstechnik ................................................................. 13
2.3.1 Bedienkonzept ........................................................................................................................ 13 2.3.2 Betriebs- und Störmeldungen ................................................................................................. 14 2.3.3 Regelung der Abwasserpumpen ............................................................................................. 15 2.3.4 Messtechnik ............................................................................................................................ 16 2.3.5 Speicherprogrammierbare Steuerungen ................................................................................ 18 2.3.6 Software und Pflichtenheft ..................................................................................................... 20 2.3.7 Anwendersoftware ................................................................................................................. 20 2.3.8 Notbetrieb/Notstaffel ............................................................................................................. 21 2.3.9 Fernwirktechnik ...................................................................................................................... 22 2.3.10 Prozessleitsystem.................................................................................................................... 22
2.4 Elektroinstallation .............................................................................................. 23
2.4.1 Kabelverlegung ....................................................................................................................... 23 2.4.2 Außeninstallation .................................................................................................................... 24
2.5 Technische Gebäudeausrüstung ......................................................................... 24
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2.5.1 Gebäudeinstallation ................................................................................................................ 24 2.8.1 Blitzschutz, Potentialausgleich, Erdung .................................................................................. 26
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1. Neubau Pumpwerk Osterwiesen Weg
1.1 Allgemeines
Das Pumpwerk Osterwiesen wird komplett erneuert. Die erforderliche elektrotechnische
Ausrüstung wird nachfolgend beschrieben.
Bei der Abwicklung sind u.a. die folgenden Punkte zu berücksichtigen:
Das vorhandene Bauwerk ist technisch und arbeitsschutzrechtlich in einem schlechten Zu-
stand.
Der Umschluss der neuen Anlage erfolgt mit Fertigstellung des Neubaus. Bis zu diesem
Zeitpunkt muss die Altanlage funktionsfähig gehalten werden. Erst nach Inbetriebnahme
kann die Altanlage zurückgebaut werden.
Die Belange aus den Forderungen zum Bauen im Naturschutzgebiet und Überschwem-
mungsgebiet müssen eingehalten werden.
Elektrische Bauteile sind effektiv vor kontaminierter Luft (H2S) aus dem Kanalnetz zu
schützen, auch während der Baumaßnahme.
Ohne besondere Vorkehrungen unterliegen abwasserführende Anlagenteile und die zu-
gehörigen Abluftsysteme der Explosionsschutzzone 1. Entsprechende Vorkehrungen müs-
sen für Arbeiten in oder an diesen Bereichen getroffen werden. Im Endausbau sind die
folgenden Zonen ausgewiesen:
-
Abwassersammelraum Zone 2 (Technische Lüftung)
-
Abluftanlage innen Zone 2
1.2 Geplanter Standort
Als geplanter Standort soll die Fläche neben dem bestehenden Pumpwerk verwendet wer-
den. Die Außenabmessungen des Hochbaus betragen 9,75 m x 9,33 m x 3,55 m.
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Abbildung 1-1: Geplanter Standort Pumpwerk Osterwiesen
1.3 Überflutungsgebiet
Das Pumpwerk Osterwiesen liegt im Überflutungsgebiet der Luhe und ist deswegen von einer
künstlich aufgeschütteten Anhöhe umgeben. Das umliegende Gelände weist eine Höhe von
ca. 3,20 mNN auf, der Eingangsbereich des Pumpwerkes liegt auf einer Höhe von 5,44 mNN.
Temporäre Hochwasserstände (HQ 100 / HQ 1.000) sind zu berücksichtigen.
Es ist damit zu rechnen, dass das umliegende Gelände während der Bauzeit überflutet wird.
Für die Bauzeit sind deswegen durch den AN ein Überschwemmungskonzept und ein Evaku-
ierungsplan zu erarbeiten, umzusetzen und während der Bauzeit vorzuhalten.
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1.4 Abwasserpumpen
Im neuen Pumpwerk werden vier Rohwasserpumpen in Trockenaufstellung verbaut. Je
Druckrohrleitung werden zwei Pumpen eingesetzt.
Es ist vorgesehen, das anfallende Abwasser, in Abhängigkeit vom Zulauf, zunächst mit zwei
Pumpen abzuleiten. Die Reservepumpen sollen jedoch, über das Automatisierungssystem
wählbar gestaltet, bei starkem Zulauf hinzugeschaltet werden können und auf die Druckrohr-
leitungen fördern.
Es ist jedoch in diesem Arbeitsfall eine vergleichsweise geringe Leistungssteigerung zu erwar-
ten.
Sollte eine Pumpe nicht zur Verfügung stehen, muss automatisch die Reservepumpe bereit-
gestellt werden.
Tabelle 1-1: Pumpendaten
| Her- steller | Typ | An- ordnung | Motor- leistung kW | Förderleistung | Förderhöhe (m) | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (l/s) | (m³/h) | ||||||
| P1 | KSB | Sewatec D 150-315G 3HZ 200L 02 | Riemenantrieb | 37 | 99 | 357 | 21,8 |
| P2 | KSB | Sewatec D 150-315G 3HZ 200L 02 | Riemenantrieb | 37 | 99 | 357 | 21,8 |
| P3 | KSB | Sewatec D 150-315G 3HZ 200L 02 | Riemenantrieb | 37 | 99 | 357 | 21,8 |
| P4 | KSB | Sewatec D 150-315G 3HZ 200L 02 | Riemenantrieb | 37 | 99 | 357 | 21,8 |
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2. Elektrotechnische Ausrüstung
2.1 Energieversorgung
2.1.1 Netzanschluss
Das Pumpwerk Osterwiesen wird mittelspannungsseitig von den Stadtwerken eingespeist.
Die hierfür erforderliche Mittelspannungsstation wird einschließlich des Transformators
durch die Stadt-werke Winsen geliefert und aufgestellt - geht aber in das Eigentum der Stadt
über (Mittelspannungsanschluss).
Im Anschlussgebiet der Stadtwerke Winsen wird auf der Niederspannungsseite typischer-
weise ein TT-Netz zur Verfügung gestellt. Auf der Niederspannungsseite der kundeneigenen
Station wird jedoch, in Absprache mit den Stadtwerken, ein TN-Netz ausgeführt.
Bemessung:
Der Netzanschluss des Pumpwerks wird auf den möglichen Simultanbetrieb aller vier Abwas-
serpumpen auf beide Druckrohrleitungen ausgelegt, was hier in einem relativ hohen Gleich-
zeitigkeitsfaktor resultiert. Die geplante, installierte Antriebsnennleistung im Pumpwerk Ost-
erwiesen beläuft sich auf ca. 152 kW.
Unter weiterer Berücksichtigung der allgemeinen Verbraucher (Beleuchtung, Heizung, Klima-
tisierung, Warmwassererzeugung etc.), einer Leistungsreserve, eines mittleren Wirkungsgra-
des sowie des Leistungsfaktors ergibt sich eine gesamt Bemessungsleistung für das Pump-
werk von ca. 240 kVA.
S = P x g / ( x cos ) = 228 kW x 0,8 / (0,8 x 0,95) = 240 kVA. installiert
Für den vorgelagerten Mittelspannungstransformator wird daher eine Mindestgröße von
315 kVA empfohlen.
Mit den Stadtwerken Winsen wurden im Vorfeld folgende Punkte abgestimmt:
Die Messung erfolgt niederspannungsseitig.
Die erforderlichen, niederspannungsseitigen Messwandler können im Netzanschlussfeld
der Niederspannungshauptverteilung vorgesehen werden. Auf einen zusätzlichen Mess-
wandlerschrank im Außenbereich kann verzichtet werden. Die genaue Ausführung ist mit
den Stadtwerken im Zuge des Netzanschlussprozesses abzustimmen!
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Der Zählerschrank kann im Inneren des Pumpwerkes untergebracht werden. Der Zugang
zum Pumpwerk muss für die Stadtwerke zu jeder Zeit gewährleistet sein.
Die Einspeisung der alten sowie der neuen Anlage des Pumpwerks Osterwiesen kann pa-
rallel erfolgen. Es ist durch die Stadtwerke geplant, die Mittelspannungskabel während
der Baumaßnahme als Ringleitung in die neue Transformatorstation zu führen und dabei
die Einspeisung der alten Anlage aufrechtzuerhalten. Bei Beendigung der Maßnahme wird
das alte Pumpwerk inkl. der integrierten MS-Station und deren Mittelspannungsleitungen
zurückgebaut.
2.1.2 Notstromaggregat
Für die Versorgung des Pumpwerkes bei Netzausfall ist ein Notstromaggregat vorgesehen.
Das Aggregat sowie dessen gesamte Peripherie soll im Pumpwerk in einem separaten Raum
aufgestellt werden. Dieser wird (bauseits) mit einem flüssigkeitsundurchlässigen Systeman-
strich, gem. AwSV, versehen. Für den verlängerten Betrieb des Aggregates sind sowohl ein
Tagestank sowie ein, ca. 2000 Liter großer, doppelwandiger Vorratstank vorgesehen. Die Be-
füllung des Vorratstanks soll dabei von außen zugänglich erfolgen.
Für den Notstrombetrieb sollen maximal zwei der vier Abwasserpumpen berücksichtigt wer-
den. Wesentliche Bemessungsgrößen sind hier die Leistung und die Oberwellenbelastung
durch drehzahlgeregelte Antriebe und dessen Umrichter. Die Antriebe, insbesondere die Ab-
wasserpumpen, sollen in zwei Stufen versetzt zugeschaltet und hochgefahren werden.
Da der Anteil der drehzahlgeregelten Antriebe und damit die Umrichterleistung zeitweise bei
über 60 % liegt, werden hier zur Reduktion des schädlichen Oberschwingungsanteils Hoch-
frequenz-Netzfilter vorgesehen. Das senkt die zusätzlich vorzusehende Reserveleistung des
Notstromaggregates und verbessert im Allgemeinen die Netzqualität und damit die Haltbar-
keit der EMSR-Anlage.
Anhand der obigen Faktoren sowie einem Sicherheitszuschlag wird hier eine Notstromleis-
tung (PRP) von ca. 250 kVA erforderlich. Die finale Notstromleistung (PRP) folgt dabei der
Verfügbarkeit und Typisierung des Aggregateherstellers. Im Zuge der Werkplanung ist diese
an Hand der realen Verbraucherdaten zu prüfen.
Da die elektrische Last, von Abwasserpumpwerken dieser Art, im Allgemeinen von vielen äu-
ßeren Faktoren (wie Tageszeit, Abwasseranfall, Regenereignissen, Außentemperaturen etc.)
abhängig ist, kann hier eine erforderliche Mindestlast von ca. 30 % am Netzersatzaggregat
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nicht immer gewährleistet werden. Zur Vorbeugung schädlicher Verkokungen, Leistungsein-
bußen und damit verbundenen Startproblemen wird das Notstromaggregat mit einem auto-
matisch zuschaltbaren Lastwiderstand versehen. Dieser soll sowohl im Netzausfallbetrieb als
auch in den turnusmäßigen Probebetrieben wirken und im Abluftstrom der Anlage angeord-
net sein.
Die Bedienung und Diagnose der Notstromanlage soll über die am Aggregat integrierte und
gemäß VDE-AR-N 4105/4110 zertifizierte Steuerung erfolgen.
Die Netz-/ Notstromumschaltung soll über zwei synchronisierbare, motorisierte Niederspan-
nungs-Leistungsschalter erfolgen. Der Notstrom-Leistungsschalter soll in der integrierten
Steuerung am Aggregat enthalten sein. Der Netz-Leistungsschalter ist im Einspeisefeld der
Niederspannungshauptverteilung vorzusehen und soll ebenfalls durch die Schaltanlage des
Notstromaggregates angesteuert werden.
Dabei sind folgende Betriebsarten umzusetzen:
AUS (Anlage ist vollständig deaktiviert)
Wartung (Anlage ist blockiert, Hilfseinrichtungen sind ggf. aktiv)
Hand (manueller Betrieb / händische Netz-Generator-Umschaltung möglich)
Automatik (automatischer Start und Lastübernahme bei Netzausfall, mit lastabhängiger
Schaltung der Lastwiderstände und Netzrücksynchronisierung)
Lastprobebetrieb, unbeaufsichtigt (Betrieb Notstromanlage nur an den Lastwiderstän-
den, über Fernstartkontakt, NSUV bleibt im Netzbetrieb)
Vollprobe, beaufsichtigt (unterbrechungsfrei, über Schlüsselschalter mit vollständiger
Netzsynchronisierung, Umschaltung der NSUV auf Notstrom und lastabhängiger Schal-
tung der Lastwiderstände)
Aufgrund der geringen Feuerungswärmeleistung (< 1 MW) und der Einstufung als Notstrom-
anlage (< 300 h/a Laufzeit) sind Verbrennungsanlagen dieses Typs weder einer Anlagenart
nach Anhang 1 der 4. BimschV zuzuordnen, noch sind hier die Emissionsgrenzwerte gemäß
§16 der 44. BimschV (CO; NOx) bindend. Daher ist das Notstromaggregat für sich gesehen
eine nicht genehmigungsbedürftige Anlage und die Anforderungen der TA Luft und TA Lärm
sind hier nicht einschlägig anwendbar.
Gleichwohl unterliegen auch nicht genehmigungsbedürftige Notstromanlagen den Betrei-
berpflichten aus dem § 22 des BImSchG und teilweise zusätzlichen regionalen Vorschriften.
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Diese besagen, dass bei der Errichtung sowie dem Betrieb jener Anlagen schädliche Umwelt-
einwirkungen, die nach dem Stand der Technik vermeidbar sind, verhindert werden müssen
oder aber auf ein Minimum reduziert werden sollen.
Um o.g. Rechnung zu tragen und darüber hinaus die Schallimmissionen zu begrenzen, wird
die Notstromanlage mit einem Abgasschalldämpfer sowie mit Zuluft- und Abluftkulissen-
schalldämpfern mit elektrischen Jalousieklappen ausgerüstet.
2.2 Niederspannungstechnik
2.2.1 Niederspannungsschaltanlage
Die Niederspannungsschaltanlage soll als „Niederspannungs-Schaltgerätekombination“ nach
DIN EN IEC 61439 ausgeführt und im Hochbauteil des Pumpwerkes aufgestellt werden. Sie
soll die Betriebsmittel zum Schützen, Schalten, Umformen, Steuern, Regeln und Messen der
verfahrenstechnischen Anlagenteile enthalten.
Im Wesentlichen sollen die folgenden Aggregate an die Schaltanlage angeschlossen werden:
4 drehzahlgeregelte Abwasserpumpen
1 Armatur zur Sammelraumspülung
1 Kellerentwässerungspumpe
1 drehzahlgeregelter Abwassersammelraumventilator (inkl. Aktivkohlefilteranlage)
1 Ventilator Pumpenraum
1 Versorgung der NEA
Diverse Allgemeinverbraucher der Technischen Gebäudeausrüstung
Der Aufbau der Schaltanlage soll unter Berücksichtigung der folgenden Punkte erfolgen:
Für die vier Abwasserpumpen sollen Frequenzumrichter sowie Hochfrequenz-Netzfilter
zur Oberschwingungsreduktion vorgesehen werden. Diese sollen im Schaltschrank ver-
baut, jeweils mit einem Bedienpanel auf der Schaltschranktür versehen und an die über-
geordnete Steuerung per Profinet angebunden werden.
Relevante Netzparameter sollen mit einem Multifunktionsmessgerät erfasst und über
Ethernet an die speicherprogrammierbare Steuerung übertragen werden.
Sämtliche Abgänge sollen in quasi-sicherungsloser Technik ausgeführt werden: Für das
leichtere Auswechseln der Motorschutzschalter bzw. Leistungsschalter und zur zusätzli-
chen Kurzschlussstrombegrenzung sollen Schmelzsicherungen vorgeschaltet werden,
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welche aber keine Schutzfunktion für die nachgeschalteten Anlagenteile übernehmen.
Bis 20 kW Nennleistung sollen hierfür D02-Sicherungselemente verwendet werden, dar-
über hinaus NH-Trenner der entsprechenden Größe.
Die Motorabgänge, ausgenommen die von Schieberantrieben, sollen ein Amperemeter
erhalten. Bei drehzahlgeregelten Antrieben werden diese Komponenten durch die ver-
bauten Bediendisplays der Umrichter ersetzt.
Die Schaltungen sollen antriebsbezogen und nicht nach Bauteilen sortiert aufgebaut wer-
den.
Es sollen keine Betriebsmittel in den Seitenteilen der Schaltschränke verbaut werden.
Sicherheitsrelevante Betriebsmittel sollen grundsätzlich hardwareseitig eingebunden
werden.
Die 24 V DC Steuerspannung soll durch eine, zustandsüberwachte, 230 V AC Online-Dop-
pelwandler-USV, gestützt sein. Zusätzlich soll diese, mithilfe einer Relaisschaltung vom
übergeordneten Prozessleitsystem, für den Fern-Probetrieb ausgestattet werden.
Netzwerkkabel sollen mittels Übergabemodulen (Hutschienenmontage, RJ45 auf
Klemme) in die Schaltanlage eingeführt werden. Die Netzwerkverkabelung in der Schalt-
anlage soll sternförmig erfolgen.
Die Steuerspannung für die Vor-Ort-Steuerstellen und für die Bedienebene im Schalt-
schrank beträgt 24 V DC. Leistungsschütze werden über 230 V AC angesteuert.
Die Werkplanung inkl. Versionierung ist, im Vorfeld des Baus, zusammenhängend zur Prüfung
einzureichen und enthält mindestens Folgendes:
o Pflichtenheft (inklusive Steuerungsbeschreibung)
o Schaltpläne inkl. Türansichten (CAD und PDF)
o Vorläufiges SPS-Programm
Die folgenden Verdrahtungsfarben werden vorgesehen:
o Hauptstromleitungen Schwarz (sw)
o Neutralleiter Hellblau (bl)
o Schutzleiter Grün/Gelb (gnge)
o Steuerleitungen 230 V AC Phase Rot (rt)
o Steuerleitungen 230 V AC Null Rot/Weiß (rt/ws)
o Steuerleitungen 24 V DC (+) Dunkelblau (dbl)
o Steuerleitung 24 V DC (-) Dunkelblau/Weiß (dbl/we)
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o Analoge Messtechnik Weiß (we)
o Fremdspannung/potentialfreie Orange (or)
o Eigensichere Leitungen violett (vi)
2.2.2 Aufstellungsplan Schaltanlage APW Osterwiesen
Folgende Feldaufstellung wurde in der Planung vorgesehen:
Feld 1: Einspeisung
Feld 2: Allgemeinabgänge
Feld 3: Abwasserpumpen 1 und 2
Feld 4: Abwasserpumpen 3 und 4
Feld 5: Schieber / Lüftung / Peripherie
Feld 6: SPS / USV / Messtechnik
Abbildung 2-1: Aufstellungsplan Schaltanlage
Die in der neuen Schaltanlage aufzunehmenden Aggregate und Messungen sind in den an-
gehängten Mess- und Antriebsstellenlisten tabellarisch zusammengefasst und ersichtlich.
2.2.3 Frequenzumrichter
Für drehzahlgeregelte Antriebe sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
Die Klartext-Bediendisplays der Umrichter sollen in den Schaltschranktüren eingebaut
werden. Im Automatikbetrieb erfolgt die Drehzahlvorgabe über Profinet, im Handbetrieb
soll die Drehzahlvorgabe über das Display erfolgen.
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Die geschirmten Anschlusskabel sind an der Kabelabfangschiene, innerhalb der Schaltan-
lage und am Motorklemmbrett (EMV-Verschraubung) vollflächig zu erden. Im Schalt-
schrank soll für das Leistungskabel auf Klemmen verzichtet werden. Die Kabel sollen di-
rekt am Umrichter angeschlossen werden.
Bei drehzahlgeregelten Antrieben ist das Not-Halt-Konzept umzusetzen. Es sollen keine
Schütze vor oder nach den Umrichtern eingesetzt werden.
2.2.4 Kompensation
Auf Grund der zu erwartenden, geringen induktiven Blindleistung, ist im PW Osterwiesen
keine Blindleistungskompensationsanlage vorzusehen.
2.3 Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
2.3.1 Bedienkonzept
Folgende Bedienebenen sind für das Pumpwerk vorgesehen:
Schaltanlage
Prozessleitsystem
Auf Grund der Nähe der Schaltanlage und der direkten Sichtbarkeit der allermeisten Antriebe
wird in diesem Pumpwerk auf Vor-Ort-Steuerstellen verzichtet. Ein HMI-Bedienpanel ist nicht
gewünscht.
Die Antriebe können jedoch von der Schaltanlage sowie vom Prozessleitsystem der KA Win-
sen gesteuert werden.
Mittels Knebelschalter kann am Schaltschrank zwischen den Stellungen „Hand“, „0“, „Auto“
und „Auto“ gewählt werden. In der Stellung „Auto“ geht die Befehlsgewalt an das Automati-
sierungssystem sowie das übergeordnete Prozessleitsystem über.
In Stellung „Hand“ kann der Antrieb über den Knebelschalter ein- bzw. ausgeschaltet werden;
jede Beeinflussung von anderer Seite ist ausgeschlossen. Die Hand-Bedienebene hat die
höchste Priorität und soll auch bei Ausfall des Automatisierungssystems einsatzfähig bleiben.
Dazu muss diese Ebene „hart“, an der SPS vorbei schaltbar, konstruiert und ausgeführt wer-
den.
Sämtliche Antriebe sollen vom Prozessleitsystem aus bedient sowie prozessrelevante Para-
meter für die Steuerung und Regelung des Pumpwerks verändert werden können. Für das
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Prozessleitsystem werden entsprechende Anlagenbilder erstellt. Die Messungen und die ma-
schinellen Einrichtungen der Anlage werden in den Bildern dargestellt und die Betriebs- und
Störmeldungen sowie die Messwerte in die Protokolle aufgenommen.
2.3.2 Betriebs- und Störmeldungen
Betriebs- und Störmeldungen sollen in der Schaltanlage mittels folgenden Leuchtmeldern
signalisiert werden.
Antriebe (2 Leuchtmelder):
LED 1 (weiß):
Antrieb Ein Dauerlicht
Antrieb gestört, nicht quittiert schnell blinkend
Antrieb gestört, quittiert langsam blinkend
LED 2 (weiß):
Vor-Ort-Betrieb Dauerlicht
Schieber, Klappen (4 Leuchtmelder):
LED 1 (weiß):
Antrieb Ein Dauerlicht
Antrieb gestört, nicht quittiert schnell blinkend
Antrieb gestört, quittiert langsam blinkend
LED 2 (weiß):
Vor-Ort-Betrieb Dauerlicht
LED 3 (grün):
Endlage Auf Dauerlicht
Drehmo Auf, nicht quittiert schnell blinkend
Drehmo Auf, quittiert langsam blinkend
LED 4 (rot):
Endlage Zu Dauerlicht
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Drehmo Zu, nicht quittiert schnell blinkend
Drehmo Zu, quittiert langsam blinkend
2.3.3 Regelung der Abwasserpumpen
Das Abwasserpumpwerk Osterwiesen wird mit vier baugleichen, Trockenläufer-Abwasser-
pumpen ausgestattet. Von diesen vier Pumpen fördern jeweils zwei Stück auf eine Druck-
rohrleitung.
Die Pumpwerkssteuerung erfolgt grundsätzlich in Abhängigkeit des Füllstands, wobei jeder
Pumpe dabei, eine Priorität zugeordnet wird. Um einen gleichmäßigen Verschleiß zu erwir-
ken, werden die Pumpenprioritäten nach jedem beendeten Förderzyklus, oder aber über
eine schaltbare Zwangslaufzeit-Option, getauscht. Ist eine der Pumpen nicht in Automatik
verfügbar, oder gestört, wird dessen Priorität der nächst verfügbaren zugeordnet.
Die Prioritäten der Pumpen werden dabei vorrangig so zugeordnet, dass bei einem erforder-
lichen Spitzenlastbetrieb mit 2, oder mehr Pumpen, diese zunächst auf jeweils einer einzel-
nen Abwasserdruckrohrleitung angefordert werden. Die Anzahl der, maximal gleichzeitig lau-
fenden, Pumpen soll mittels eines Parameters wählbar gestaltet werden.
Funktion Grundlastprogramm:
Sobald der Füllstand im Sammelraum den eingestellten Sollwert „Grundlast EIN“ überschrei-
tet, wird die Pumpe mit der Priorität 1, mit einer mittleren Frequenz (z.B. 40Hz) hochgefah-
ren. Von dieser Frequenz ausgehend, soll die Pumpe den Einschaltbefehl möglichst halten
um den Abwasserstrom zur nachgelagerten Anlage zu vergleichmäßigen. Dafür soll in Abhän-
gigkeit der fallenden, oder steigenden Füllstandstendenz, die Drehzahl kontinuierlich bis zur
Mindestfrequenz (z.B. 30Hz) verringert, oder bis zur Maximalfrequenz (z.B. 50Hz) erhöht
werden. Bei Erreichen des Niveau „Grundlast Aus“ schaltet die Pumpe mit der Priorität 1 aus.
Funktion Spitzenlastprogramm:
Sollte dies nicht gelingen und der Füllstand, trotz Maximalfrequenz der Grundlastpumpe wei-
ter steigen, schaltet die nächst höher priorisierte Pumpe, wieder mit einer mittleren Dreh-
zahl, zu. Die Grundlastpumpe soll nun auf Ihrer Maximalfrequenz weiterlaufen und die
Pumpe mit der höheren Priorität in Abhängig der Füllstandstendenz regeln. Wird nun das
Niveau „Spitzenlast AUS“ erreicht, soll die bereits länger gelaufene Grundlastpumpe
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ausschalten. Dabei soll die Priorität der Spitzenlastpumpe, auf die der Grundlastpumpe, her-
abgesetzt und bis zum Ausschalten beibehalten werden.
Sollte der Betrieb weiterer Pumpen freigegeben sein und diese Aufgrund des Sammelraum-
füllstandes angefordert werden müssen, wird jeweils die erste Pumpe auf einer Druckrohr-
leitung zur Grundlastpumpe dieser und die nächst höher priorisierte regelt auf die Füllstands-
tendenz.
2.3.4 Messtechnik
Im Abwasserpumpwerk Osterwiesen ist die messtechnische Erfassung der folgenden Verfah-
rensgrößen geplant:
Füllstandmessung 1 Abwassersammelraum
Füllstandmessung 2 Abwassersammelraum
Trockenlauf Abwassersammelraum
Überflutung Abwassersammelraum
Durchflussmenge Pumpe 1
Durchflussmenge Pumpe 2
Durchflussmenge Pumpe 3
Durchflussmenge Pumpe 4
Schwingungstransmitter Pumpe 1
Schwingungstransmitter Pumpe 2
Schwingungstransmitter Pumpe 3
Schwingungstransmitter Pumpe 4
Druck Abwasserdruckrohrleitung 1
Druck Abwasserdruckrohrleitung 2
Grenzstände Kellerentwässerungspumpe
Überflutung Pumpenraum
Differenzdrucküberwachung Aktivkohlefilteranlage
Füllstand Vorratstank Notstromanlage
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Luftfeuchte und Temperaturmessungen EG, UG, NSA-Raum und Außen
Messkonzept Abwassersammelraum:
Für die Füllstandsmessung im Abwassersammelraum ist eine redundant ausgeführte, berüh-
rungslose, kontinuierliche Laufzeitmessung vorgesehen. Diese besteht zunächst aus zwei
stark fokussierten 4° Radarsensoren, die im Zugang des Pumpenraumes an jeweils einer
schwenkbaren Edelstahlhalterung installiert werden sollen.
In den Stromschleifen der beiden Messungen soll jeweils ein Grenzwertschalter zur Detek-
tion eines Maximums (Überlauf) und Minimums (Trockenlauf) installiert werden. Mit einem
Wahlschalter, der auf der Hutschiene im Schaltschrank montiert werden soll, soll ausgewählt
werden können, von welcher der beiden Niveaumessungen der Grenzwertschalter aktiv ist.
Es ist darauf zu achten, dass die Grenzwerte außerhalb der einstellbaren Niveaus für die Re-
gelung der Pumpen liegen.
Weiterhin sieht das Messkonzept vor, dass zu jeder Zeit beide Analogmesswerte in die SPS
eingelesen und auf eine frei parametrierbare Abweichung überwacht werden. Jedoch wird
nur eine der beiden Messungen über einen weiteren, im Schaltschrank verbauten Umschal-
ter als Führungsgröße der Niveauregelung ausgewählt. Im Normalbetrieb soll eine Messung
als Führungsgröße für die Niveauregelung und die andere Messung für den Notbetrieb
(Grenzwertschalter) ausgewählt sein. Bei Ausfall, Messwertabweichungen, Wartungsarbei-
ten oder ähnlichem können beide Funktionen vor Ort auf eine Messung umgeschaltet wer-
den. Darüber hinaus erfolgt auch eine zeitverzögerte Überwachung der Grenzwerte.
Weitere Messtechnik:
Die Abwassermengen sollen über magnetisch-induktive Durchflussmessungen in den Druck-
leitungen der Pumpen erfasst werden. Es sollen sowohl die Analogwerte als auch die Men-
genimpulse erfasst, verarbeitet und archiviert werden.
Zur Überwachung des Pumpenbetriebs, sollen die vier Abwasserpumpen jeweils mit einem
mikroelektromechanischen Schwingungstransmitter, mit kontinuierlichem Analogausgang,
ausgerüstet werden und bei einem parametrierbaren Grenzwert alarmieren.
Die beiden Druckrohrleitungen des Pumpwerks werden mit jeweils einem keramischen
Druckmessumformer ausgestattet und überwacht.
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Die Grenzstände der Kellerentwässerungspumpe sowie die Überflutungsmeldung des Pum-
penraums werden zusammen mit einer konduktiven 5-Stabsonde überwacht und mit zwei
getrennten Auswertegeräten im Schaltschrank auf die Steuerung übergeben.
Der Kraftstofffüllstand, vom Vorratstank der Notstromanlage, wird zur Überwachung von ei-
nem kontinuierlich messenden Radarsensor erfasst.
Die klimatischen Bedingungen, im Pumpenraum UG und EG, im NSA Raum sowie im Außen-
bereich, werden mittels kombinierter Lufttemperatur- und Feuchtesensoren überwacht und
zur Steuerung der Heizungen und Luftentfeuchter weiterverarbeitet.
Die Luft-Absaugung des Abwassersammelraums wird auf ihre Wirksamkeit im Aktivkohlefil-
ter mit einem Differenzdruckschalter überwacht.
Die obigen Messungen müssen in das Automatisierungskonzept des Pumpwerkes eingebun-
den werden. Hierfür werden alle Messwerte in die speicherprogrammierbare Steuerung ein-
gelesen und verarbeitet. Zusätzlich werden ausgewählte Messwerte für den lokalen Betrieb
der Anlage in der Schaltanlage angezeigt.
Weiterhin sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
Die Durchflussmessungen sollen mit abgesetzten Messumformern ausgestattet werden.
Bei der Montage der Messungen ist die Zugänglichkeit zum Messumformer sowie even-
tuell vorhandener Klemmdosen sicherzustellen.
Bei der Montage der Messungen sowie bei der Wahl des Einbauortes müssen die Einbau-
vorschriften berücksichtigt werden. Dies muss ggf. mit den anderen Gewerken rechtzeitig
kommuniziert werden.
2.3.5 Speicherprogrammierbare Steuerungen
Die automatische Steuerung, Regelung und Überwachung der Anlage sowie die Erfassung
von Messdaten und Betriebszuständen soll mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung
realisiert werden. Diese muss mit einer entsprechenden Anwendersoftware ausgestattet
werden. Im Wesentlichen soll die speicherprogrammierbare Steuerung folgende Aufgaben
übernehmen:
Regelung der Abwasserpumpen nach Niveau und Menge
Umsetzen des Notstromkonzeptes
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Störmeldezentrale für das Pumpwerk
Ansteuerung der Leuchtmelder in der Schaltanlage
Kommunikation mit der Fernwirktechnik
Überwachung und Fern-Probebetrieb der USV
Steuerung und Signalisierung der Innen- und Außen-Beleuchtung
Steuerung und Signalisierung Steckdosen Luftentfeuchter, nach Luftfeuchtigkeit
Steuerung und Signalisierung Heizung, nach Temperatur
Der Aufbau der Steuerung soll modular erfolgen. Neben der Zentraleinheit (CPU) und den
entsprechenden Kommunikationsbaugruppen sollen die Ein- und Ausgabemodule über de-
zentrale Peripheriebaugruppen feldweise in der Schaltanlage platziert werden. Die Anbin-
dung der dezentralen Baugruppen soll über Profinet erfolgen.
Die SPS wird mittels Fernwirktechnik an das Bussystem der Kläranlage mit dem vorhandenen
Prozessleitsystem der KA Winsen gekoppelt.
Abbildung 2-2: Konfigurator Automatisierung
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Es werden grundsätzlich alle Meldungen, Messwerte, Betriebsstunden, Sollwerte, Befehle,
Grenzwertverletzungen etc. erfasst und zwischengespeichert.
Im PW Osterwiesen wird kein HMI-Bedienpanel eingesetzt. Stattdessen wird für die Anlagen-
wartung oder notwendige Parameter- oder Programmänderungen auf dem Switch eine ent-
sprechende Ethernet-Schnittstelle für ein Programmiergerät freigehalten.
2.3.6 Software und Pflichtenheft
Um die erwähnten Funktionen zu erfüllen, werden für die speicherprogrammierbaren Steu-
erungen prozessspezifische und individuelle Programme erstellt. Basis für die Softwareerstel-
lung ist ein in Abstimmung mit dem Auftraggeber anzufertigendes Pflichtenheft. Das Pflich-
tenheft enthält eine detaillierte Beschreibung der Funktionen der speicherprogrammierba-
ren Steuerung, insbesondere
eine Beschreibung der Verfahrenstechnik,
Verfahrensfließbilder,
die Antriebs- und Messstellenliste und
eine Beschreibung der Automatikfunktionen.
Die Vorgaben für die Erstellung des Pflichtenheftes für die neuen Verfahrensabschnitte sind
Bestandteil der Anlagenplanung. Dabei müssen anlagenspezifische Herstellervorgaben be-
rücksichtigt werden. Die erforderlichen Unterlagen werden beigestellt und sind im Zuge der
Abwicklung aktuell zu halten sowie in die Softwareerstellung einfließen zu lassen.
2.3.7 Anwendersoftware
Das Kernstück für die Automatisierung der einzelnen Anlagenbereiche bildet die Anwender-
software, die speziell für die jeweiligen Prozesse erstellt und an diese angepasst wird.
Die Software für die einzelnen Bereiche muss dabei folgende Funktionen standardmäßig ent-
halten:
Grundlastumschaltung
Grundsätzlich ist bei mehreren gleichartigen Antrieben eine automatische Vertauschung zur
möglichst gleichmäßigen Ausnutzung vorzusehen. Die Umschaltung soll bei kontinuierlich
laufenden Aggregaten wahlweise zu vorzugebenden Uhrzeiten stattfinden oder zyklisch er-
folgen.
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Umschaltung auf Reserveaggregat
Steht ein Aggregat nicht für die Automatik zur Verfügung (Aggregat nicht in Betriebsart „Au-
tomatik“, Aggregat gestört, Frequenzumrichter gestört etc.), so soll automatisch das Reser-
veaggregat den Betrieb übernehmen.
Regelungen
Sämtliche Regler sollen programmtechnisch realisiert und an den jeweiligen Anwendungsfall
abgestimmt werden.
Anlaufstaffelung
Im Notstromfall werden die notstromberechtigten Verbraucher durch die speicherprogram-
mierbare Steuerung schrittweise freigegeben und entsprechend der Anforderung einge-
schaltet. Nach Netzwiederkehr erfolgt die Zuschaltung ebenfalls gestaffelt.
Ankopplung an den Datenbus
Alle erforderlichen Meldungen, Grenzwertverletzungen sowie Messwerte sollen über den
Datenbus zu den anderen speicherprogrammierbaren Steuerungen und zum Leitsystem zur
weiteren Verarbeitung aufbereitet und übertragen werden.
Parametervorgabe über Prozessleitsystem
Sämtliche, für die Steuerung relevanten Grenzwerte, Zeiten, Sollwerte, Reglerparameter etc.
sollen über das Prozessleitsystem eingegeben werden können.
2.3.8 Notbetrieb/Notstaffel
Um bei Ausfall der speicherprogrammierbaren Steuerung die grundlegende Abwasserentsor-
gung des Pumpwerks aufrechterhalten zu können, soll das Pumpwerk mit einem einfachen
Notbetrieb ausgestattet werden. Dafür sollen bis zu zwei der vier frequenzgeregelten Pum-
pen in einer Notstaffel mit einer veränderbaren Festfrequenz am Umrichter betrieben wer-
den.
Die Auswahl der Pumpen für den Notbetrieb erfolgt, über jeweils einen Schalter für jede
Druckleitung, auf der Hutschiene im Schaltschrank („Pumpe 1“ – „0“ – „Pumpe 2“). Bei Ausfall
der SPS sollen die ausgewählten Pumpen über die vorhandenen digitalen Grenzwertschalter-
signale „Überflutung“ (Einschaltpunkt) und „Trockenlauf“ (Ausschaltpunkt) der gerade
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zugeordneten Radar-Füllstandsmessung zeitversetzt und niveauabhängig ein- und ausge-
schaltet werden.
Bei der Konfiguration der relevanten Notstaffelkomponenten sowie dem entsprechendem
Umrichterdatensatz ist darauf zu achten, dass die Pumpen beim Ausschalten und Herunter-
fahren an der im Umrichter integrierten Rampe keine Luft ziehen können.
2.3.9 Fernwirktechnik
Die Kläranlage Winsen verfügt über ein Prozessleitsystem der Firma Schraml. Das neue Ab-
wasserpumpwerk Osterwiesen soll über einen Fernwirkkopf an dieses System angebunden
werden. Dafür ist eine Schraml FWL 550 Fernwirkstation mit LTE-Anbindung vorgesehen.
Das Prozessleitsystem (AQASYS 11.1) der Kläranlage soll dabei grundsätzlich alle Daten per
Feldbusanbindung von der speicherprogrammierbaren Steuerung im Pumpwerk zur Verfü-
gung gestellt bekommen um diese Daten aufzeichnen, auswerten sowie den Pumpwerksbe-
trieb umfänglich überwachen zu können.
Ausgewählte Meldungen und Messwerte (bis zu 16 DE und 4 AE) sollen hardwareseitig über
den Fernwirkkopf direkt auf das PLS rangiert werden (z. B. Niveau, Niveaugrenzwerte, Sam-
melstörmeldung, Strömungswächter).
2.3.10 Prozessleitsystem
Das Prozessleitsystem muss um die Funktionalitäten des Pumpwerkes Osterwiesen ergänzt
werden. Dies beinhaltet im Wesentlichen folgende Leistungen:
Rangierung und Archivierung der Daten
Anpassen vorhandener Prozessbilder
Erstellung neuer Prozessbilder
Überarbeiten der Protokolle und Berichte
Anpassen der Stör- und Meldetextverarbeitung
Dabei muss darauf geachtet werden, dass die vorhandenen Strukturen entsprechend über-
nommen werden.
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2.4 Elektroinstallation
2.4.1 Kabelverlegung
Die Verkabelung der elektrischen Betriebsmittel soll mit Kunststoffkabeln erfolgen, wobei für
die Übertragung von Messwerten, zur Unterdrückung von Störeinflüssen, abgeschirmte Ka-
bel verwendet werden sollen. Für drehzahlgeregelte Motoren sollen ebenfalls abgeschirmte
Niederspannungskabel verlegt werden.
Steuer-, Mess- und Leistungskabel sollen, zur Verminderung des Störungsbelags, getrennt
verlegt werden.
Bei der Auswahl der Kabel und Leitungen sind mindestens die folgenden Faktoren zu berück-
sichtigen und nach dem Einsatzzweck anzupassen:
Dauerhaftigkeit
Abriebfestigkeit
Witterungs- und UV-Beständigkeit
Chemische Beständigkeit
Zulässiger Temperaturbereich
Mechanische Belastbarkeit
Spannungsfestigkeit
Strombelastbarkeit
Kurzschlussfestigkeit
Für die Kabelverlegung in explosionsgefährdeten Bereichen oder Kabeln der Zündschutzart
Ex i gelten besondere Anforderungen. Hier ist die IEC EN 60079-14 maßgeblich. Insbesondere
sind folgende Punkte umzusetzen:
Unbenutzte Aderleitungen in explosionsgefährdeten Bereichen müssen entweder geer-
det oder wirkungsvoll isoliert sein.
Die Kabeleinführungen müssen in explosionsgefährdeten Bereichen nach den entspre-
chenden Zündschutzarten ausgewählt werden.
Eigensichere Kabel und Leitungen sind entweder getrennt von anderen Kabeln und Lei-
tungen zu verlegen oder es sind abgeschirmte Kabel zu verwenden. Ein unbeabsichtigtes
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Verbinden von eigensicheren Stromkreisen und konventionellen Stromkreisen (z. B. durch
Beschädigungen) muss durch die jeweilige Maßnahme vermieden werden. Eine entspre-
chende Schirmung der einzelnen Kabel ist nachzuweisen.
Eigensichere Kabel und Leitungen sind hellblau zu kennzeichnen oder es sind abge-
schirmte Kabel zu verwenden. Eine entsprechende Schirmung der einzelnen Kabel ist
nachzuweisen.
In der Schaltanlage hat die Leitungsführung der eigensicheren Stromkreise getrennt zu
den anderen Stromkreisen zu erfolgen. Die Kabelkanäle sind in diesen Bereichen hellblau
zu kennzeichnen. Bauteile sind entsprechend getrennt anzuordnen.
2.4.2 Außeninstallation
Für den Außenbereich sind zwei Hauseingangsleuchten sowie ein LED-Strahler in der Nähe
der Pumpenvorlage vorgesehen. Die Beleuchtung kann über einen Schlüsseltaster am Ein-
gangstor, im Pumpwerk verbaute Taster sowie über das PLS geschaltet werden. Im PLS soll
dann der Schaltzustand der Beleuchtung angezeigt werden. Weitere Hofbeleuchtung oder
Mastleuchten sind auf dem Gelände nicht vorgesehen.
In der Nähe der Pumpenvorlage wird eine, von innen schaltbare, Schutzkontaktsteckdose in-
stalliert.
2.4.2.1 Niederschlagsmesser
Im Außenbereich des Pumpwerks soll ein automatischer Niederschlagsmesser, mit Signalan-
bindung an die Fernwirkanlage sowie Übertragung und Protokollierung auf das Prozessleit-
system, installiert werden. Weiterhin soll hier ein kombinierter Temperatur- und Luftfeuch-
tesensor installiert werden.
2.5 Technische Gebäudeausrüstung
2.5.1 Gebäudeinstallation
Die Gebäudeinstallation soll ausschließlich auf Putz erfolgen. Die Ausleuchtung der einzelnen
Räume erfolgt gemäß der Arbeitsstättenrichtlinie.
Die Kabelführung erfolgt dabei im Wesentlichen auf Kunststoff-Kabelbahnen und in Kunst-
stoff-Installationsrohren.
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Auch die gesamte Innenbeleuchtung soll sowohl von Tastern im Pumpwerk als auch vom PLS
geschaltet sowie überwacht werden können.
Im Untergeschoss sowie im Erdgeschoss des Pumpwerks und im Notstromraum werden kom-
binierte Temperatur- und Luftfeuchtesensoren eingesetzt, über die jeweils mittels der SPS
schaltbare Abgänge für Luftentfeuchter sowie Heizungen angebunden werden. Die Luftent-
feuchter werden dabei mittels Schuko-Steckdosen und die Heizungen mittels Festanschluss
über Abzweigdosen angeschlossen.
Zur Verhinderung von Stagnation in der Trinkwasserleitung wird eine einfache Trinkwasser-
Hygienespülung, in Form einer beigestellten Kompakteinheit, zustandsüberwacht installiert.
2.5.2 Einbruch- und Brandmeldeanlage
Im Gebäude ist keine zertifizierte Einbruch- und Brandmeldeanlage vorgesehen.
Es sind jedoch Rauchmelder in der Schaltanlage vorgesehen, welche mittels eines potential-
freien Alarmkontaktes, mit Aufschaltung auf die SPS und das übergeordnete Prozessleitsys-
tem, alarmieren.
2.6 Pumpenraum Entwässerung
Der Pumpenraum erhält eine Keller-Entwässerungspumpe, um das Schmutzwasser, welches
bei Wartungs- oder Reinigungsarbeiten an den Maschinen anfällt, zu entsorgen. Diese wird,
in Abhängigkeit des Pumpensumpf-Füllstandes, über eine konduktive Grenzstabsonde mit 5
Elektroden mittels zwei im Schaltschrank verbauten Elektrodenrelais angesteuert. Die Druck-
leitung der Entwässerungspumpe bindet in den Abwassersammelraum ein.
2.7 Abluftbehandlung Abwassersammelraum
Zur Reduzierung von Geruchsstoffen wird der Abwassersammelraum an einen Abluftfilter
auf Aktivkohlebasis angeschlossen. Die Abluftbehandlungsanlage ist auf ca. 300 m³/h ausge-
legt.
Der erforderliche Ventilator ist dabei frequenzgeregelt und explosionsgeschützt (Zone 2) aus-
geführt und in der Kompaktanlage direkt neben dem Pumpwerksgebäude untergebracht. Der
beigestellte Frequenzumrichter soll in der Pumpwerksschaltanlage integriert werden.
Der wirksame Betrieb des Abluftventilators wird mittels eines Differenzdrucksensors über-
wacht und ausgewertet. Das Aktivkohlefiltergehäuse wird mithilfe eines Konvektors frostfrei
gehalten und ist zusätzlich mit einem Filterlüfter ausgestattet.
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2.8 Abwassersammelraumspülung
Der Abwassersammelraum wird mit Spülleitungen ausgestattet, die im Bypass zu den Druck-
rohrleitungen betrieben werden. Über eine Motorschieber-Armatur wird dabei ein Teil des
geförderten Abwasserstromes abgezweigt und zur Beseitigung von Schwimmstoffen im Ab-
wassersammelraum verwendet.
Dabei soll ein frei programmierbares Zeitprogramm starten, welches nach einem Anstauvor-
gang eine Abwasserpumpe auf einen parametrierbaren Sollwert hochfährt. Der in der Spül-
leitung verbaute Motorschieber soll im Intervallbetrieb gefahren und die Sammelraumspü-
lung nach Zeit, oder Erreichen der Sammelraumgrenzwerte, beendet werden. Die Spülung
soll bei Starklastbetrieb oder vorangegangener Spitzenlasteinschaltung ausgesetzt werden.
2.8.1 Be- und Entlüftung Pumpenraum
Der gesamte Pumpenraum inkl. Schaltanlagenebene wird über einen, auf den fünffachen
Luftwechsel pro Stunde ausgelegten, Rohrventilator be- und entlüftet. Dazu sind DN 200 Zu-
und Abluftleitungen vorgesehen. Der Ventilator wird, zusätzlich zu einem frei programmier-
baren Pausen-Laufzeitprogramm, gemeinsam mit Betätigung der Beleuchtung im Pumpen-
raum eingeschaltet.
2.8.1 Blitzschutz, Potentialausgleich, Erdung
Das Pumpwerk wird in die Blitzschutzkategorie III eingestuft und erhält gemäß DIN VDE 0185
eine äußere Blitzschutzanlage. Diese wird an einen Ringerder angeschlossen, der um das Ge-
bäude geführt wird.
Der äußere Blitzschutz umfasst alle Maßnahmen am Gebäude. Das Gebäude ist an der ge-
samten Oberfläche mit Ableitsystemen zu versehen. Dazu sind auf der Dachfläche maschen-
förmig Fangleitungen zu verlegen. Die Fangleitungen werden an die Gebäudeableitungen an-
geschlossen und auf den neu zu errichtenden Ringerder geklemmt.
Alle Fundamenterder, der Funktionspotentialausgleich und sonstige Erdungsanlagen der auf-
stehenden Gebäude sowie alle Metallkonstruktionen, wie z.B. Geländer, Rohrleitungen und
Lichtmasten, werden leitend miteinander verbunden. Die Verbindungen sollen dabei über
später sichtbar und leicht erreichbar angebrachte Erdungsschienen erfolgen und dauerhaft
beschriftet werden.
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Die Maßnahmen des inneren Blitzschutzes sollen die elektronischen Anlagen nicht nur vor
Blitzschäden schützen, sondern auch vor Störungseinkopplung durch Störquellen aus dem
Bereich der Starkstromtechnik, wie etwa Schaltvorgänge oder Erdschlüsse.
Als wichtigste Maßnahme des inneren Blitzschutzes ist zunächst der Aufbau eines maschen-
förmig ausgelegten „Blitzschutz-Potentialausgleichssystems“ nach VDE 0185 zu nennen. In
dieses System sind alle in die Gebäude eintretenden Versorgungsleitungen sowie die Gestelle
der Kabelablage, die Schränke der Schaltanlagen und die innerhalb der Gebäude verlegten
metallischen Kabelbahnen einzubeziehen und an Potentialausgleichsschienen anzuschließen
sowie zu kennzeichnen. Dies erfolgt in den einzelnen Räumlichkeiten mittels Kupferleitun-
gen, in Räumen mit aggressiver Atmosphäre (Vorlageschacht) mit Edelstahlseil.
Energietechnische und informationstechnische Netze werden über entsprechende Schutzge-
räte (Überspannungsableiter) an die Potentialausgleichsschienen angeschlossen. Die Poten-
tialausgleichsschienen werden mit der neu zu errichtenden Außenerdung verbunden.
2.9 Projektablauf
Zu Beginn des Projektes stehen die technische Klärung, die Erarbeitung und Abstimmung des
Pflichtenheftes mit anschließender Werkplanung und Materialbeschaffung. Nach Lieferzeit
der Komponenten und Freigabe durch den Auftraggeber sowie der Bauüberwachung erfolgt
die Fertigung der Schaltanlage. Sobald der Baufortschritt es zulässt, beginnt dann die Mon-
tage vor Ort mit dem Kabelzug und der Gebäudeinstallation sowie der Anlieferung und Auf-
stellung der Notstromanlage. Zeitgleich muss bereits, in Abstimmung mit der Bauüberwa-
chung, die Programmierung der Automatisierungsgeräte und die Anpassung des Prozessleit-
systems vorangetrieben werden. Bei der darauffolgenden Inbetriebnahme der Anlagentech-
nik muss diese bestmöglich vorangeschritten sein, um unnötige Stillstandszeiten zu vermei-
den. Am Ende werden dann die Anlagen in Betrieb genommen, getestet und protokolliert.
Auch die noch anfallenden Rest- und Nacharbeiten sollen direkt und ohne zeitliche Unter-
brechung durchgeführt werden.
Während der gesamten Baumaßnahme muss das „Bestands-Pumpwerk Osterwiesen“ zu je-
der Zeit einsatzbereit gehalten werden. Erst nach erfolgreicher Inbetriebnahme des Ersatz-
neubaus sowie der erfolgten Freigabe wird die Bestands-Schaltanlage freigeschaltet und de-
montiert.
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Phase 1: Technische Klärung und Pflichtenhefterstellung
Phase 2: Werkplanung und Konstruktion
Phase 3: Materialbeschaffung und Lieferzeit
Phase 4: Fertigung Schaltanlage
Phase 5: Kabelzug, Installation und Aufbau neuer Schaltfelder sowie Notstromanlage
Phase 6: Anschluss der Maschinentechnik und Schaltanlage inkl. Automatisierung
Phase 7: Inbetriebnahme der neuen Anlagen- und Maschinentechnik
Phase 8: Installation der Peripherieanlagen und Restarbeiten
Phase 9: Freischalten und Rückbau altes Pumpwerk
- Terminplanung
Die Termine sind dem anliegenden Bauzeitenplan zu entnehmen.
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