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Stadt Winsen (Luhe)
Neubau
Pumpwerk Osterwiesen
Baubeschreibung - Baulicher Teil
ehp Umweltplanung GmbH
Eggerstedter Weg 20 Sarnowstraße 9
25421 Pinneberg 18435 Stralsund
Tel.: (0 41 01) 50 90 0
Pinneberg, im Oktober 2026
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Pumpwerk Osterwiesen
Neubau Baubeschreibung - Baulicher Teil
Inhalt
- Neubau Pumpwerk Osterwiesen ................................................................. 3
1.1 Allgemeines ............................................................................................................................. 3
1.2 Standort ................................................................................................................................... 3
1.3 Baugrunduntersuchung ......................................................................................................... 4
1.3.1 Baugrundverhältnisse ............................................................................................................... 4 1.3.2 Grundwasser ............................................................................................................................. 5 1.3.3 Überflutungsgebiet .................................................................................................................... 4 1.3.4 Beton- und Stahlaggressivität ................................................................................................... 5
1.4 Ökologische Baubegleitung .................................................................................................. 5
1.5 Vermessung ............................................................................................................................. 5
1.6 Baufeld ..................................................................................................................................... 6
1.7 Tiefbauteil ................................................................................................................................ 6
1.8 Hochbauteil .............................................................................................................................. 7
1.9 Rohr- und Kabelleitungsbau .................................................................................................. 8
1.9.1 Verbau ....................................................................................................................................... 8 1.9.2 Wasserhaltung .......................................................................................................................... 9 1.9.3 Rohrleitungsmaterial und Schächte .......................................................................................... 9 1.9.4 Überpumpen ............................................................................................................................. 9
1.10 Oberflächen ............................................................................................................................. 9
1.11 Zaun .......................................................................................................................................... 9
1.12 Verkehrsführung ..................................................................................................................... 9
1.13 Abbrucharbeiten ..................................................................................................................... 9
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Neubau Baubeschreibung - Baulicher Teil
- Neubau Pumpwerk Osterwiesen
1.1 Allgemeines
Das vorhandene Pumpwerk Osterwiesen ist abgängig. Es ist nicht mehr in einem betriebssi-
cheren Zustand, Arbeitsschutzvorschriften werden nicht eingehalten, die Pumpenvorlage ist
zu klein. Deshalb wird ein neues Pumpwerk errichtet.
Alle Arbeiten sind unter Sicherstellung des Betriebes des bestehenden Pumpwerks durchzu-
führen.
1.2 Standort
1.2.1 Allgemeines
Als Standort wird die Fläche neben dem bestehenden Pumpwerk verwendet. Die Abmessun-
gen im Tiefbauteil betragen 9,75 m x 9,03 m. Das Bauwerk bindet nach Auffüllung ca. 12,75 m
tief in den Untergrund ein. Die Außenabmessungen des Hochbaus betragen 9,75 m x 9,33 m
x 3,55 m.
Abbildung 1-1: Geplanter Standort Pumpwerk Osterwiesen
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Nach Inbetriebnahme ist das bestehende Pumpwerk bis ca. 1,0 m unter GOK des umliegen-
den Geländes abzubrechen und zu verfüllen. Die Aufwallung ist abzutragen und das Gelände
ist auf ca. 3,2 mNN wieder zurückzubauen.
Der Tiefbauteil ist zu durchstoßen, damit Grundwasser eindringen kann. Nicht mehr benötigte
Schächte sind bis ca. 1,0 m unter GOK abzubrechen und zu verfüllen. Der nicht mehr benö-
tigte Hauptkanal ist zu verdämmern.
1.2.2 Überflutungsgebiet
Das Pumpwerk Osterwiesen liegt im Überflutungsgebiet der Luhe und ist deswegen von einer
künstlich aufgeschütteten Anhöhe umgeben. Das umliegende Gelände weist eine Höhe von
ca. 3,40 m NHN auf, der Eingangsbereich des Pumpwerkes liegt auf einer Höhe von 5,60 m
NHN.
Temporäre Hochwasserstände (HQ 100 / HQ 1.000) sind bei den Bauarbeiten zu berücksich-
tigen. Es ist damit zu rechnen, dass das umliegende Gelände während der Bauzeit überflutet
werden kann. Für die Bauzeit ist deswegen durch den AN ein Überschwemmungskonzept und
ein Evakuierungsplan zu erarbeiten, der während der Bauzeit ggf. umgesetzt werden muss.
1.2.3 Naturschutzgebiet
Die Baustelle befindet sich im Naturschutzgebiet Lü300 Ilmenau-Luhe-Niederung. Der AG
wird für alle Arbeiten eine ökologische Baubegleitung beauftragen, die die Umsetzung der
geforderten naturschutzrechtlichen Maßnahmen überwacht und begleitet.
1.3 Baugrunduntersuchung
1.3.1 Baugrundverhältnisse
Am Standort des geplanten Absenkschachtes wurden im Juni 2025 vom Baugrundlabor Lü-
neburg zur Erkundung des Untergrundes sechs Kleinrammbohrungen bis in eine Tiefe von
20,0 m unterhalb der Geländeoberfläche (GOF) sowie ergänzend drei Spitzendrucksondie-
rungen abgeteuft. Unterhalb einer ca. 0,7 m mächtigen Mutterbodenschicht bzw. im nördlichen
Bereich unter einer ca. 0,7 m bis 1,3 m starken, teils humosen Auffüllung wurden bis zur Er-
kundungsendtiefe von 20,0 m vorwiegend grob- und gemischtkörnige, fluviatile Sande ange-
troffen. Diese Sande weisen bis in eine Tiefe von etwa 5,0 m u. GOF eine lockere bis mittel-
dichte Lagerung auf, während darunter eine vorwiegend dichte bis sehr dichte Lagerung an-
steht.
Die chemischen Laboranalysen der Mischfeststoffproben ergaben keinerlei Auffälligkeiten o-
der relevante Schadstoffbelastungen. Der anfallende Bodenaushub wird nach der Ersatzbau-
stoff-Verordnung (EBV) als Bodenmaterial BM-0/BM-0* eingestuft.
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1.3.2 Grundwasser
Das freie Grundwasser wurde oberflächennah in einer Tiefe von etwa 1,0 m unter Gelände-
oberfläche (GOF) bei ca. +2,3 m NHN festgestellt. Zum Zeitpunkt der Felduntersuchungen
wurde es am Standort, insbesondere im Bereich des bestehenden Pumpwerks, in gleicher
Tiefe angetroffen. Für die statische Bemessung ist jedoch ein dauerhaft anzusetzender Be-
messungsgrundwasserstand auf Geländehöhe (ca. +3,4 m NHN) zu berücksichtigen. Zudem
ist bei starken Niederschlägen mit einem Anstieg des Grundwasserspiegels bis zur Gelände-
oberkante zu rechnen; bei Hochwasser kann sich Wasser über die gesamte Fläche ausbrei-
ten. Aus diesem Grund wird der Hochbau auf einer Warft errichtet.
1.3.3 Beton- und Stahlaggressivität
Das Grundwasser ist nach DIN 4030 als mäßig betonangreifend einzustufen, weshalb für alle
dauerhaft oder temporär im Grundwasser liegenden Bauteile zwingend die Expositionsklasse
XA2 anzusetzen ist.
1.4 Ökologische Baubegleitung
Die Bauausführung erfolgt unter Beachtung der naturschutzfachlichen Vorgaben des ökologi-
schen Fachbeitrags und in enger Abstimmung mit der ökologischen Baubegleitung. Sämtliche
Arbeiten mit potenziell relevanten Störwirkungen, insbesondere Gehölzentnahmen, Baufeld-
freimachungen und der Abbruch des Bestandsgebäudes, sind außerhalb der Brutzeit durch-
zuführen und zeitlich so zu steuern, dass Beeinträchtigungen geschützter Arten vermieden
werden. Die Baustelleneinrichtungsflächen sind auf das notwendige Maß zu begrenzen und
möglichst auf bereits vorbelastete Bereiche zu konzentrieren. Verdichtungsempfindliche Bö-
den sind durch geeignete Schutzmaßnahmen vor Überprägung und Verdichtung zu sichern.
Offene Baugruben sind gegen Fallenwirkung für Reptilien und Amphibien zu schützen, und
potenzielle Quartierstrukturen an Gehölzen und Gebäuden sind vor Eingriffen durch die öko-
logische Baubegleitung zu kontrollieren. Baustellenbeleuchtung ist auf das notwendige Mini-
mum zu begrenzen und so auszuführen, dass keine erheblichen Lichtwirkungen auf angren-
zende Lebensräume entstehen. Temporär beanspruchte Flächen sind nach Abschluss der
Arbeiten fachgerecht wiederherzustellen und standortgerecht zu begrünen.
1.5 Vermessung
Der AN hat die Achsen und Trassen einzumessen und abzustecken sowie eine Bestandsver-
messung durchzuführen.
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1.6 Baufeld
Eine Räumung des Baufeldes beschränkt sich auf den Abtrag von Oberboden. Der abgetra-
gene Oberboden soll nach Abschluss der Arbeiten auf dem Grundstück wieder eingebaut wer-
den.
1.7 Tiefbauteil
Das neue Schmutzwasserpumpwerk soll aufgrund der Grundwasserverhältnisse im Absenk-
verfahren niedergebracht werden. Es ergibt sich ein Baukörper von 9,30 m x 9,75 m, der ca.
10 m (Endzustand 12,05 m unter GOK der Auffüllung) abgesenkt werden muss. Die Keller-
sohle wird ca. 9,85 m unter GOK der Auffüllung liegen.
Der Fuß des Senkkastens bindet ca. 2,30 m unter der geplanten Sohle des Baukörpers ein.
Es sollen drei Senkkastenschüsse nacheinander bewehrt, betoniert und abgesenkt werden,
wobei der Absenkvorgang jeweils erst nach Erreichen der vollen Würfeldruckfestigkeit begin-
nen darf. Nach Erreichen der geplanten Endtiefe erfolgt der weitere Bodenaushub zur Her-
stellung der Betonplombe. Die Bohrverpresspfähle werden entweder vorab eingebaut, wobei
der Boden im Bereich der Anker freizulegen ist, oder nach dem Aushub über eine geeignete
Arbeitsplattform einschließlich der erforderlichen Ankerplatten hergestellt. Anschließend wird
die Betonplombe als Unterwasserbeton eingebracht. Nach ausreichender Erhärtung der
Plombe wird die Baugrube gelenzt. Im Trockenen erfolgen danach der Einbau der Sohle, der
Innenwand sowie der Kellerdecke. Das anschließende Verfüllen bis auf NN +5,60 m darf erst
nach Fertigstellung der Kellerdecke erfolgen.
Die Innenwand zwischen späterem Nass- und Trockenteil wird betoniert. Der Nassteil wird an
den Wänden und der Decke komplett mit einer PE-Auskleidung versehen. Die Auskleidung
schützt vor Korrosion und erleichtert das Reinigen des Pumpensumpfes.
Auf der Stahlbetondecke wird der Hochbauteil aufgesetzt.
Für den Neubau ist der volle Auftrieb bis GOK zu berücksichtigen. Die Auftriebssicherung
erfolgt im Endzustand durch das Eigengewicht der Konstruktion. Im Bauzustand ist der Auf-
trieb durch die GeWi-Pfähle und die Sicherung des Grundwasserstandes zu gewährleisten.
Für den Bauzustand müssen die Außenwände des Senkkastens und der Unterwasserbeton
mit den GeWi-Pfählen und der Sicherung des Grundwasserstandes dem Auftrieb standhalten.
Für den Fall der Überflutung müssen durch den AN Maßnahmen ergriffen werden, die ein
Auftreiben sicher unterbinden.
Der Einstieg in den Trockenteil erfolgt über eine Treppe. Pumpen und Aggregate können über
eine Krananlage in das EG gehievt werden.
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Die Fußbodenflächen werden mit Industriebodenplatten belegt. Zur Abfuhr des Reinigungs-
wassers wird ein Pumpensumpf eingearbeitet. Das Abwasser wird über eine Kellerentwässe-
rungspumpe in den Pumpensumpf gefördert.
Es ist geplant, das Bauwerk komplett in Betonbauweise aus wasserundurchlässigem Stahlbe-
ton C30/37 WU nach EC 2 (DIN EN 1992-1-1) herzustellen.
Zur Bewehrung wird Betonstahl 500 S und BST 500 M verwendet.
Zur Einführung der Freigefälle- und Druckleitungen in den Außenwänden werden nachträglich
Wanddurchführungen einbetoniert. Hierzu werden Kernbohrungen ausgeführt. Die eingelas-
senen Wanddurchführungen werden aus einem Rohrstück mit Wandplatten mit Flanschrillen
sowie Hülsdübeln aus Edelstahl bzw. aus PE hergestellt.
1.8 Hochbauteil
Der Hochbau wird auf dem Tiefbau abgesetzt. Hier werden die Schaltanlage und das Not-
stromaggregat installiert. Die Außenabmessungen des Hochbaus betragen 9,33 m x 9,78 m x
3,55 m.
Die Wände werden als klassisches zweischaliges Mauerwerk mit einer Innenschale aus
Kalksandstein (24 cm), mit zwischenliegender Wärmedämmung (8 cm), Luftschicht (2 cm) und
einer Außenschale aus Verblendsteinen (11,5 cm) hergestellt. Das Kalksandsteinmauerwerk
wird als Sichtmauerwerk ausgeführt und bleibt unverputzt.
Das Bauwerk ist durch ein Flachdach abgeschlossen. Die Dachfläche wird oberhalb der Stahl-
betondecke als extensives Gründach ausgeführt. Der Gründachaufbau besteht aus Dampf-
sperre, Grund- sowie Gefällewärmedämmung, Abdichtungen (erste Lage und Oberlage), Fa-
serschutzmatte, Wasserspeicherplatte, Vegetationssubstrat und Vegetation.
Es wird eine Mischung aus mindestens 5 verschiedenen Sedumarten auf das Substrat des
Gründaches aufgebracht und eingearbeitet. Die Extensivbegrünung ist bis zur Erreichung ei-
nes abnahmefähigen Zustands zu pflegen. Im Anschluss erfolgt die Entwicklungs- und Unter-
haltungspflege für 2 Jahre mit mindestens einem Pflege- und einem Kontrollgang pro Jahr.
Es werden Eingangstüren aus Aluminium eingesetzt.
Alle Fußbodenflächen werden mit Industriebodenplatten belegt. Zur Abfuhr des Reinigungs-
wassers werden im Fliesenbelag Fußbodenabläufe eingearbeitet. Das Abwasser wird in den
Pumpensumpf abgeleitet.
Das Gebäude muss frostfrei gehalten werden. Die Temperierung erfolgt zum Teil über die
Abwärme der Maschinen und der Schaltanlage. Es werden zusätzlich elektrische Rippenheiz-
körper eingesetzt.
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1.9 Rohr- und Kabelleitungsbau
Zum Pumpwerk führt eine Freigefälleleitung DN 600. Im vorhandenen Vorschacht 200048.31
endet neben der Freigefälleleitung. Von der Stadt kommend sind eine Freigefälleleitung DN
500 und von Osten kommend eine Freigefälleleitung DN 400 verlegt. Die Tiefenlage der bei-
den Freigefälleleitungen beträgt ca. 4,7 m unter GOK (Sohle -1,14 mNN).
Der Vorschacht 2000048.32 in der Freigefälleleitung liegt in der der Aufschüttung und weist
daher eine Tiefe von ca. 7,5 m auf. Außerdem befindet sich hier ein Absturz im Freigefälleka-
nal.
Vom Pumpwerk Osterwiesen führen zwei Druckrohrleitungen PVC DN 300 bis zur Kläranlage
Winsen und münden nach ca. 1.295 m in deren Einlaufanlage. Störungen, wie Verstopfungen
oder Brüche an der Druckrohrleitung sind nicht bekannt.
Folgender erdverlegter Rohrleitungsbau ist auzuführen:
Anschluss des Schmutzwasserkanals Stz DN 500
Anschluss des Schmutzwasserkanals Stz DN 400
Anschluss an die abgehenden Schmutzwasserdruckrohrleitungen 2 x PVC DN 300 mm
Bypass in der Schmutzwasserdruckrohrleitung
Anschluss der Trinkwasserleitung (Lage unbekannt)
Mittelspannungskabel zum Trafo (Kompaktanlage)
Niederspannungskabel vom Trafo (Kompaktanlage) zum Neubau
1.9.1 Verbau
Die Anschlüsse an die Leitungen Stz DN 500 und Stz DN 400 des bestehenden Kanalnetzes
sowie an das neue Pumpwerk sind in offener Bauweise auszuführen.
Es soll ein Verbau aus Spundbohle und Kanaldielen und Holzbohlen mit Trägerbohlen sowie
ein Linearverbau (Krings oder ähnlich) zum Einsatz kommen. In Abschnitten, in denen keine
Fremdleitungen vorliegen, sollen ein Linearverbau oder Kanaldielen eingesetzt werden. Die
Abschnitte, in denen Fremdleitungen die Trasse kreuzen oder anderweitig den Verbau mit
Kanaldielen stören, kommt ein Verbau aus Holzbohlen zum Einsatz.
Der statische Nachweis des Verbaus ist durch den AN zu erbringen.
Die Kanaldielen sollen ausschließlich eingepresst werden, da rüttelnde Verfahren zu Umlage-
rungen der Sandauffüllungen und somit zu Setzungen führen können. Die Kanaldielen sind
hohlraumfrei zu ziehen.
Vor Einbringen des Verbaus ist die exakte Lage der Leitungen und Kabel mittels Suchgrabung
festzustellen.
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1.9.2 Wasserhaltung
Die Wasserhaltung soll mittels Kleinfiltervakuumbrunnen ausgeführt werden, die beidseitig der
Kanalbaugruben haltungsweise einzusetzen sind. Für die Wasserhaltung ist den Empfehlun-
gen des Baugrundgutachtens zu folgen. Alle Anträge zu Wasserhaltungsmaßnahmen sind
durch den AN rechtzeitig zur Genehmigung einzureichen.
1.9.3 Rohrleitungsmaterial und Schächte
Die Schächte sind in Kunststoff auszuführen. Als Rohrleitungsmaterial kommt PP SN16 zum
Einsatz. Die Auftriebssicherheit ist durch den AN zu gewährleisten und nachzuweisen.
Die Nummerierungen der Schächte und Haltungen erfolgen in der Nomenklatur der Stadt Win-
sen.
1.9.4 Überpumpen
Für den Einbau der Leitungen und Schächte muss das anfallende Abwasser vom Schacht
200048.27 in der Zufahrt zum Schacht 200048.31 übergepumpt werden. Außerdem muss das
anfallende Abwasser temporär vom Schacht 200100.03 in der Zufahrt zum Schacht
200100.02 übergepumpt werden.
1.10 Oberflächen
Die Erschließung des Pumpwerks erfolgt über die vorhandene Zufahrt, wobei die bestehenden
Fahrwege aufgenommen und für den Schwerlastverkehr aus Rasengitterstein bzw. als Sicker-
fugenpflaster (20x10x10 cm, Gefälle 3% zu den begrünten Nebenflächen) wiederhergestellt
werden müssen.
Die nicht befestigten Oberflächen werden mit Rasenansaat versehen bzw. bepflanzt.
1.11 Zaun
Der Zaun soll aufgenommen und neu errichtet werden. In diesem Zuge ist auch das Tor aus-
zutauschen.
1.12 Verkehrsführung
Die Verkehrsführung darf durch die Arbeiten zur Errichtung des Pumpwerkes nicht beeinträch-
tigt werden. Für die Aufstellung der provisorischen Pumpenanlage muss der Verkehr zur Bau-
stelle am Schacht provisorisch vorbeigeführt werden.
1.13 Abbrucharbeiten
Nach Inbetriebnahme ist das bestehende Pumpwerk bis ca. 1,5 m unter GOK abzubrechen
und zu verfüllen. Der Tiefbauteil wird durchstoßen, damit Grundwasser eindringen kann. Nicht
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mehr benötigte Schächte werden bis ca. 1,5 m unter GOK abgebrochen und verfüllt. Der nicht
mehr benötigte Hauptkanal wird verdämmert.
Das vorhandene Pumpwerk besteht aus einem Abwassersammelraum und einem Pumpen-
raum, in dem Pumpen getrennt vom Abwasser trocken aufgestellt sind. Es weist einen kreis-
runden Tiefbauteil aus Stahlbeton und einen rechteckigen Hochbauteil aus Mauerwerk und
Stahlbeton auf.
Der Tiefbauteil hat einen Innendurchmesser von 8,00 m und eine lichte Tiefe von 10,70 m.
Die Wandstärke der Außenwände beträgt 0,60 m, die Trennwand vom Abwassersammelraum
zum Pumpenraum hat eine Wandstärke von 0,30 m. Das Bauwerk wurde gemäß Zeichnung
in Form einer Senkkastengründung niedergebracht.
Der Hochbauteil hat die Außenabmessungen von 9,24 x 9,24 x 3,00 m. Die Wände bestehen
aus Mauerwerk (außen zweischalig). Eine Stahlbetondecke bildet ein Flachdach aus, welches
mit einer Attika abschließt. Auf der Dachfläche sind Teile der Lüftungsanlage (Lüfter) installiert.
Das Dach wird über innenliegende Entwässerungsleitungen in den Abwassersammelraum
entwässert.
Ausbau von Pumpen, Rohrleitungen und Installationen sind nicht Bestandteil dieser Leistung.
Abbildung 1-2: Pumpwerk Außenansicht und Vorschacht im Asphalt
Abbildung 1-3: Zufahrt Pumpwerk und Nebenflächen
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Abbildung 1-4: Einstieg Abwassersammelraum
Abbildung 1-5: Pumpen und Verrohrung
Abbildung 1-6: Kellerentwässerungspumpe und Pumpenfundament
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Abbildung 1-7: Pumpen und Verrohrung
Abbildung 1-8: Treppenniedergang
Abbildung 1-9: Lüftungs- und Ablufttechnik
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Abbildung 1-10: Notstromanlage
Abbildung 1-11: Notstromanlage und Kabelverlauf
Abbildung 1-12: Elektrische Schaltanlage
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