Kostenloses Live-Webinar: VergabeHero in Aktion erleben.

Teil B_Anlage_Methodenleitfaden Monitoring_Tegel.pdf

Naturschutzfachliches Monitoring von Biotopen und Vegetation

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 12.10.2026, 22:15 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.meinauftrag.rib.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

Originaldatei öffnen

[Seite 1]

3.0 Untersuchungsmethoden und Leistungsverzeichnisse für das Monitoring

der Artengruppen

3.1 Untersuchungsmethoden für das flächendeckende Monitoring

3.1.1 Biotoptypenkartierung

Erfassungsmethode

Die Biotoptypenkartierung soll flächendeckend für das Untersuchungsgebiet im Maßstab 1:2000 nach der Kartieranleitung für Biotoptypen Berlin erfolgen (Köstler et al. 2005b). Wegen der zum Teil geringen Flächengrößen der Aufwertungs- und Zielbiotoptypen soll abweichend von der Kartieranleitung eine geringere Mindestflächengröße von nur 100 m² für Flächenbiotope zugrunde gelegt werden. Unterhalb dieser Flächengröße sollen Biotope als Punkt erfasst werden.

Für die Abgrenzung sollen die aktuellen digitalen Orthophotos des Land Berlin mit einer Bodenauflösung von 20 x 20 cm (DOP20RGB) der Luftbildbefliegungen des gleichen oder des vergangenen Jahres zugrunde gelegt werden. Die Biotoptypen werden terrestrisch angesprochen und bis zur niedrigsten ansprechbaren Hierarchieebene nach der Beschreibung der Biotoptypen Berlins (Köstler et al. 2005a) bestimmt. Die Abgrenzung erfolgt im Feld auf mitgeführten Luftbildausdrucken oder auf Feldrechnern im GIS über digitalen Luftbildern. Vorabgrenzungen von deutlich im Luftbild sichtbaren Biotopgrenzen können im Vorfeld erfolgen und im Feld verifiziert werden.

Neben der Ansprache des Biotoptyps sollen für jede abgegrenzte Biotopfläche folgende Attribute erfasst werden, die später in die Datenbank der GIS-Karte übernommen werden:

▪ Vorkommen von Pflanzenarten der Roten Liste Berlins ▪ Biotopausbildung in 3 Stufen (untypisch/gestört; typisch/gering gestört, sehr typisch/ nicht gestört) nach der Kartieranleitung für Biotoptypen Berlin (Köstler et al. 2005b) ▪ Für die Biotopflächen, die dem Lebensraumtyp 4030 „Trockene Europäische Heiden“ zuzuordnen sind, ist jeweils eine Bewertung des Erhaltungszustandes nach dem aktuellen Bewertungsschema für das Land Brandenburg (https://lfu.brandenburg.de/daten/n/lrt/4030.pdf) vorzunehmen. Die ermittelten Wertstufen werden getrennt nach den Kriterien „Vollständigkeit der lebensraumtypischen Habitatstrukturen“, „Vollständigkeit des lebensraumtypischen Arteninventars“ und „Beeinträchtigungen“ sowie für alle Einzelkriterien aufgeführt. ▪ Biotopbeschreibung für wichtige individuelle Merkmale, die sich nicht aus der Biotoptypenbeschreibung ergeben. Hierbei ist zwingend der prozentuale Anteil offenen Bodens an der Biotopfläche zu erfassen sowie die Gesamtdeckung der Strauch- und Baumschicht.

Dominanzbestände (Deckung >50%) der folgenden Pflanzenarten sind unabhängig von der Abgrenzung der Biotoptypen in ihrer tatsächlichen räumlichen Ausdehnung zu kartieren und in einer separaten Karte im Maßstab 1:2000 darzustellen: ▪ Calamagrostis epigejos (Landreitgras) ▪ Medicago x varia (Bastard-Luzerne) ▪ Elymus repens (Gemeine Quecke)

25

[Seite 2]

Erfassungszeiträume Die Biotoptypenkartierung soll während der Vegetationsperiode zwischen Anfang Mai und Ende September erfolgen. In diesem Zeitfenster kann die Kartierung in einem oder mehreren Erfassungszeiträumen abgeschlossen werden. Der Einsatz von Drohnen für Kartierungszwecke darf nur außerhalb der Brutzeit von Bodenbrütern (1. August – 15. März) erfolgen.

Karte der Biotoptypen Die Kartierergebnisse sind, wenn nicht schon digital im Feld erfasst, in ein Geographisches Informationssystem zu übertragen und als Shapedateien zu speichern (Projektion der Dateien: EPSG 25833). Die Digitalisierung gemeinsamer Grenzen von Flächenbiotopen muss lückenlos und überschneidungsfrei erfolgen. Für die kartierten Dominanzbestände soll pro Art ein separater Layer angelegt werden. Alle Attributdaten werden in die Attributtabellen der jeweiligen Shapedateien übertragen. Neben den Shapedateien sollen die Biotoptypenkarte und die Karte der Dominanzbestände von Problemarten als digitale, gelayoutete Karten im Maßstab 1:2000 als pdf- Dateien abgegeben werden.

Literatur Köstler, H., Grabowski, C. Moeck, M., Saure, C., Kielhorn, K.H., 2005a: Beschreibung der Biotoptypen, Berlin.

Köstler, H., Grabowski, C. Moeck, M., Fietz, M., 2005b: Kartieranleitung und Geländekartierungsbogen, Berlin.

26

[Seite 3]

3.2 Leistungsverzeichnisse für das flächendeckende Monitoring

3.2.1 Biotoptypen

Leistungsverzeichnis zur flächendeckenden Erfassung von Biotoptypen im Rahmen des Monitorings der

Tegeler Stadtheide in Berlin

[1] Hintergrund

Untersuchungsgebiet der Erfassung ist der rund 186 ha große offene Landschaftsraum „Tegeler Stadtheide“, der sich nördlich und westlich an die Urban Tech Republic bis zum Forst Jungfernheide anschließt. Diese Offenlandschaft des ehemaligen Flugfeldes soll erhalten, ökologisch qualifiziert und zum Zweck der Erholungsnutzung in den Stadtraum eingebunden werden. Gleichzeitig soll hier die naturschutzfachliche Kompensation der Eingriffe in den Teilbereichen des ehemaligen Flughafens Tegel erfolgen, die zukünftig baulich entwickelt werden. Zur Feststellung des Kompensationserfolges ist ein engmaschiges Monitoring sowohl der Aufwertungsbiotope als auch der schon vorhandenen Zielbiotope notwendig. Zusätzlich soll ein flächendeckendes Monitoring der Dominanzbestände von Problemarten bereits frühzeitig Aufschluss über die Entwicklung der Aufwertungsbiotope ermöglichen. Dabei sollen die Ergebnisse des Monitorings insbesondere für die fortlaufende Optimierung der Pflege und Beweidung der Stadtheide nutzbar sein.

Die wesentlichen Ziele des Monitorings sind daher:

▪ die Erfolgskontrolle der Kompensationsmaßnahmen zum Nachweis der Bewältigung der Eingriffsfolgen, insbesondere die Beobachtung der Bestandsentwicklung von Zielbiotopen ▪ die Erfassung von Bestand und Veränderungen der Aufwertungs- und Zielbiotope, ▪ die Ermittlung und Darstellung der Auswirkungen der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf die Biotopentwicklung mit dem Ziel der Erhaltung und Optimierung, ▪ die Beschreibung von Störfaktoren, die zu unerwünschten Veränderungen der Zielbiotope führen sowie die Analyse der Ursachen und Beurteilung der Folgen der Veränderungen, ▪ die langfristige Dokumentation der Entwicklung der Biotoptypen im Gebiet der Tegeler Stadtheide

Das Monitoring der Biotoptypen erfolgt dabei flächendeckend im Untersuchungsgebiet. Im

Ausgangszustand sind Biotoptypen, die bereits den Entwicklungszielen entsprechen (Zielbiotoptypen)

eng mit solchen verzahnt, die erst dorthin entwickelt werden sollen (Aufwertungsbiotope). Zu den

Zielbiotoptypen gehören Trockene Sandheide, Silbergrasreiche Pionierfluren und Heidenelken-

Grasnelken-Fluren sowie kleinflächig artenreiche Frischwiesen im Bereich der ehemaligen

Mäckeritzwiesen. Zu den Aufwertungsbiotopen gehören vor allem ruderale Wiesen sowie ruderale

Gras- und Staudenfluren in unterschiedlicher Ausprägung. Daneben sollen auch Bestände von

Kiefernwald kleinflächig aufgewertet und neue Saumstrukturen entwickelt werden.

[2] Formales

In der Bewerbung sollen kurz die Unternehmensstruktur erläutert und die Sachkenntnisse der

Mitarbeiter*innen dargelegt werden. Nachweise über die Kenntnisse, Erfahrungen und die Befähigung

29

[Seite 4]

zur Erfüllung des Auftrags der die Leistung erbringenden Personen sind einzureichen (Referenzen oder

Veröffentlichungen).

[3] Leistungsbild

Der Auftrag umfasst die flächendeckende Erfassung und Kartierung der Biotoptypen des

Untersuchungsgebietes nach dem Berliner Biotoptypenschlüssel sowie ergänzende flächenscharfe

Kartierungen der Dominanzbestände von 3 Problemarten sowie die digitale Übergabe der Daten. Für

die Durchführung aller Arbeitsschritte sind der beigefügte Methodenleitfaden sowie die Dokumentation

zur Dateneingabe verbindlich zu berücksichtigen. Folgende Leistungen sind konkret zu kalkulieren:

PositionArbeitsschritt
1Flächendeckende Erfassung der Biotoptypen nach Berliner Biotoptypenschlüssel einschließlich Zusatzattributen durch terrestrische Kartierung mit Luftbildunterstützung während der Vegetationsperiode
2Kartierung von Dominanzbeständen von drei Pflanzenarten
3Erstellung einer digitalen Karte der Biotoptypen als Shapedatei mit Datenbank der Attribute aller Biotopflächen und von drei separaten Shapedateien für die Dominanzbestände.
4Erstellung eines Berichtes mit Bilanzierung der Flächenanteile von Ziel- und Aufwertungsbiotopen sowie Dominanzbeständen von Problemarten und Darstellung der Entwicklung seit Ersterfassung. Aus der Bestandsentwicklung sollen Hinweise für das Naturschutzmanagement des Untersuchungsgebietes abgeleitet werden.

[4] Materiell-technische Vorgaben des Auftraggebers

Der Auftraggeber stellt folgende Materialien zur Verfügung:

▪ Flächenkulisse als Shapedatei zur Verwendung im GIS sowie alle für die Felderfassung

notwendigen Standortdaten in Excel

▪ Methodenleitfaden zur Durchführung der Erfassungen

▪ Protokollbogen für die Freilanderfassung

[5] Vergütung

Die Vergütung erfolgt als Festvergütung. Die Leistung ist innerhalb des Vertragszeitraumes zu erbringen.

Die Rechnungsstellung erfolgt nach Übergabe des Endberichts bis spätestens [XX.XX.XXXX].

[6] Kalkulation des Angebots

Die Kosten für die Bearbeitung des Vorhabens sind als Festpreis inkl. MwSt. anzugeben. Hierbei ist die Kostenkalkulation getrennt nach Teilaufgaben anzufertigen. Der für die verschiedenen Bearbeiter zu Grunde gelegte Stundensatz ist auszuweisen.

30

[Seite 5]

3.3 Untersuchungsmethoden für das Monitoring auf Probeflächen

Die Untersuchungsmethoden sind soweit wie möglich aus dem Konzept zum Wirbellosenmonitoring Berlin (Buchholz et al. 2022) übernommen, um Untersuchungsergebnisse aus beiden Monitoringprogrammen vergleichbar zu halten.

3.3.1 Vegetation und Flora

Erfassungsmethode Die Vegetationserfassung erfolgt auf 60 Probeflächen von 4 x 4 m (Karte 3). Erfasst werden alle auf den Probeflächen vorkommenden Gefäßpflanzen sowie die Moose. Die Abundanz wird für alle vorkommenden Arten als Deckungsgrad nach der Skala von Londo (Traxler 1998) geschätzt. Alle Abundanzen der Arten werden separat nach Vegetationsschichten bestimmt. Folgende Schichten werden dabei nach der Vegetationshöhe getrennt:

  • Krautschicht (alle krautigen Arten und Zwergsträucher, sonstige Gehölze bis 1 m)
  • Strauchschicht (Gehölze 1 – 5 m)
    1. Baumschicht (Gehölze 5 – 8 m)
    1. Baumschicht (Gehölze 8 – 30 m)

Neben der Deckung der einzelnen Arten sind für die Probeflächen folgende Deckungsgrade nach der oben genannten Skala zu bestimmen:

  • Deckung offener (nicht von Vegetation bedeckter und unversiegelter) Bodenstellen
  • Deckung der Moosschicht
  • Deckung der Krautschicht
  • Deckung der Strauchschicht
  • Gemeinsame Deckung der 1. und 2. Baumschicht

Treten Zielarten der Flora (s. u.) in den Probeflächen auf, ist zusätzlich zur Deckung die Individuenzahl der Art innerhalb der Probefläche zu erfassen.

Erfassungszeiträume Um sowohl Frühjahrsannuelle als auch Arten mit spätem Austrieb vollständig zu erfassen, sind die Arten auf jeder Probefläche an mindestens zwei Terminen aufzunehmen. Der erste Erfassungszeitraum zur Erfassung von Frühjahrsannuellen soll zwischen Anfang und Ende Mai liegen. Die zweite Erfassung soll ab Mitte Juni bis spätestens Ende August durchgeführt werden. In Jahren mit großer Sommertrockenheit sollte der zweite Erfassungszeitraum möglichst schon Ende Juli abgeschlossen werden.

Artbestimmung und Taxonomie Die Artbestimmung erfolgt nach der jeweils aktuellen Auflage der Flora „Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband“ (aktuell: Müller et al. 2021). Die Benennung der Arten wird bei Abweichungen an die jeweils aktuelle Liste der wildwachsenden Gefäßpflanzen des Landes Berlin angepasst (aktuell: Seitz et al. 2018).

35

[Seite 6]

Erfassung der Flora und von Zielarten Im Rahmen der Vegetationserfassung soll eine Florenliste des Untersuchungsgebietes erstellt werden. In dieser Liste sollen sowohl Arten aus den Vegetationsaufnahmen geführt werden, als auch Arten die außerhalb der Probeflächen vorkommen. Hierzu ist eine mindestens eintägige Begehung des gesamten Untersuchungsgebietes notwendig, bei der auch gezielt Sonderstandorte aufgesucht werden, die im Probeflächendesign nicht abgedeckt sind. Hierbei sollen auch Populationen folgender Zielarten der Flora kartiert werden und mit Angaben zur Populationsgröße in einer digitalen Karte flächenscharf dargestellt werden:

Gemeine Grasnelke (Armeria maritima ssp. elongata) Besenheide (Calluna vulgaris) Heide-Nelke (Dianthus deltoides) Zwerg-Filzkraut (Filago minima) Berg-Platterbse (Lathyrus linifolius) Borstgras (Nardus stricta) Sherards Rose (Rosa sherardii) Gemeine Goldrute (Solidago virgaurea)

Die Schätzung der Populationsgröße und die Erfassung weiterer Angaben zur Population erfolgt nach den Kriterien des Pflanzenerfassungsbogen für das Florenschutzkonzept Berlin (https://www.stiftung- naturschutz.de/fileadmin/user_upload/pdf/Florenschutz/Erfassungsbogen-Florenschutzkonzept-V- 1_4.pdf).

Literatur Müller, F., Ritz, C.M., Welk, E., Wesche, K., 2021: Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. Springer (Spektrum).

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B., Sukopp, H., 2018: Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin, Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin. Universitätsverlag der TU Berlin, Berlin.

Traxler, A. (1998): Handbuch des vegetationsökologischen Monitorings. Methoden, Praxis, angewandte Projekte. Teil A: Methoden. Umweltbundesamt, Wien.

36

[Seite 7]

3.3.2 Heuschrecken

Die hier beschriebenen Methoden sind mit nur geringfügigen Änderungen aus dem Abschlussbericht „Monitoring Wirbellose in Berlin“ (Buchholz et al. 2022) übernommen, um eine größtmögliche Vergleichbarkeit der gewonnenen Daten zu gewährleisten. Wörtliche Übernahmen sind daher nicht im Einzelnen als Zitate gekennzeichnet.

Erfassungsmethode

Die Erfassung von Heuschrecken erfolgt auf 32 Probeflächen (Karte 4), die sich an den Probeflächen der Vegetationserfassung von 4 x 4 m orientieren. Um diese im Feld markierten Probeflächen werden die 50 x 50 m großen Probeflächen der Heuschreckenerfassung so orientiert, dass die zugehörige Probefläche der Vegetationserfassung jeweils in einer der Ecken liegt (Abb. 2).

Die Erfassung erfolgt mit Hilfe eines standardisierten, unten und oben offenen Isolationsquadrats (IQ), das eine Grundfläche von 2 m² und eine Höhe von 80 cm hat (z. B. Ingrisch & Köhler 1998, Behrens & Fartmann 2004, Gardiner & Hill 2006, Helbing et al. 2014). Das IQ besteht aus einem Rahmen aus zusammensteckbaren Aluminiumstangen, zwischen denen zur Stabilisierung Spanngurte verspannt werden. Die Seiten des IQ bildet eine Bahn aus stabilem Stoff. Bei der Artbestimmung können eine Lupe mit ca. 10facher Vergrößerung sowie eine Schieblehre (Genauigkeit: 0.1 mm) sehr hilfreich sein. Die Schieblehre ist vor allem bei der Bestimmung von morphologisch ähnlichen Arten der Gattung Chorthippus zur Messung der Flügellänge erforderlich. Für die Bestimmung wird Fischer et al. (2016) empfohlen. Die Nomenklatur der Heuschrecken richtet sich nach Maas et al. (2011).

Die Erfassung erfolgt in 2.500 m² großen (quadratischen, also 50 × 50 m messenden) Untersuchungsflächen. Die 32 Untersuchungsflächen im Untersuchungsgebiet sind jeweils an Eckpunkten der Probeflächen für die Vegetationserfassung angeordnet (Abb. 2). Da diese an allen vier Ecken im Feld markiert sind, können die Untersuchungsflächen der Heuschreckenerfassung daran orientiert und abgesteckt werden.

Innerhalb der Untersuchungsfläche wird das IQ 15 Mal aufgesetzt, so dass insgesamt eine Fläche von 30 m² beprobt wird. Dabei sollten die einzelnen „Würfe“ innerhalb des Plots räumlich so gleichmäßig wie möglich verteilt werden. Da die „Würfe“ einen zufälligen Querschnitt durch den Plot darstellen sollen, besteht keine Notwenigkeit sie an bestimmten Strukturen auszurichten oder bestimmte Strukturen innerhalb des Plots zu meiden. Die einzelnen „Würfe“ des IQ sollten immer mindestens 10 m auseinanderliegen. Das Aufsetzen des IQ sollte, falls die Erfassung bei sonnigem Wetter stattfindet, nach Möglichkeit gegen die Sonne erfolgen, sonst könnte der Schatten des IQ die Heuschrecken vorzeitig flüchten lassen. Sofort nach dem Aufsetzen wird das Quadrat einmal fest auf den Boden gedrückt, um Lücken zwischen dem unteren Rand der Seitenwände und der Bodenoberfläche, durch die Heuschrecken entkommen könnten, zu schließen.

Nach jedem Wurf werden für alle adulten Heuschrecken-Individuen und Larven, die sich innerhalb des IQ befinden, die Art bestimmt, notiert und aus dem IQ entfernt. Dabei sollten zunächst die Individuen, die bereits an die Seitenwände gesprungen sind, abgesammelt werden, da bei ihnen die „Fluchtgefahr“ besonders groß ist. Anschließend wird die Vegetation innerhalb des IQ gründlich

37

[Seite 8]

durchsucht, bis keine Heuschrecken mehr im IQ zu finden sind. Die Artidentität von Larven wird so genau wie möglich bestimmt – die taxonomische Zugehörigkeit im Idealfall bis auf Artebene, oder, wenn das nicht möglich ist, auf höherer systematischer Ebene (mindestens jedoch auf Ebene der Unterordnung: Langfühlerschrecken/Kurzfühlerschrecken). In jedem Fall werden die Larven getrennt von den Imagines notiert. Arten, von denen sich sowohl Imagines als auch Larven im IQ befinden, werden also wie zwei verschiedene Arten behandelt. Die Daten der einzelnen IQ-Würfe werden getrennt notiert, um möglichst vielfältige statistische Auswertungen zu ermöglichen.

Jede Probefläche wird einmal zwischen Mitte Juli und Ende August nach der oben beschriebenen Methode beprobt. In diesem Zeitraum hat bei den meisten Arten der größte Teil der Individuen das Imaginalstadium erreicht (Detzel 1998, Schlumprecht & Waeber 2003). Die Heuschrecken-Erfassung mit dem IQ kann auch bei suboptimalen Wetterbedingungen erfolgen, da beim Absuchen der Vegetation innerhalb des IQ auch wenig aktive Individuen recht zuverlässig gefunden werden. Während eines Regenereignisses und der anschließenden mindestens 15 Minuten sollte jedoch nicht erfasst werden, ebenso nicht bei Temperaturen unter 15 °C. Ebenfalls soll eine Erfassung nicht unmittelbar nach einer Mahd oder einer besonders intensiven Beweidung auf den jeweiligen Probeflächen erfolgen. In solchen Fällen soll die Erfassung auf den entsprechenden Flächen um möglichst 2 Wochen nach der Mahd oder intensiven Beweidung verschoben werden (vgl. BfN 2021). Die extensive Beweidung in den gezäunten Weideflächen stellt normalerweise kein Hindernis für die Beprobung dar, entscheidend ist der Zustand der Probeflächen.

Kartierung von Zielarten und Erstellung einer Gesamtartenliste des Untersuchungsgebietes

Zusätzlich zur Erfassung der Probeflächen sollen die Zielarten Kiesbank-Grashüpfer (Chorthippus pullus) und Blauflüglige Ödlandschrecke (Oedipoda caerulescens) im gesamten Untersuchungsgebiet der Tegeler Stadtheide gezielt anhand ihrer Rufe gesucht und evtl. vorkommende Populationen in einer Karte im Maßstab 1:2000 verortet werden. Die Suche erfolgt an zwei Terminen im gleichen Erfassungszeitraum in dem die Probeflächen erfasst werden. Dabei sollen alle beweideten Flächen und die Zwischenräume abgelaufen werden. Besonders geeignete Habitatstrukturen sind gezielt aufzusuchen. Die Erfassung von vorkommenden Populationen der beiden Arten soll als Punkt oder Fläche in Feldkarten erfolgen, die später digitalisiert und als Shapedatei abgegeben werden. In der Datenbank sollen Angaben zur Anzahl der festgestellten Individuen und zu den besiedelten Biotoptypen und Habitatstrukturen festgehalten werden. Während dieser Begehung sollen auch alle sonstigen im Untersuchungsgebiet vorkommenden Arten im Feldprotokoll notiert werden, die noch nicht in den Probeflächen erfasst wurden. Aus diesen Arten soll zusammen mit den Artenlisten der Probeflächen eine Gesamtartenliste des Untersuchungsgebietes erstellt werden.

Im Anschluss sind die Bestimmungsergebnisse mit den Daten der gesammelten Feldprotokolle digital zu erfassen und gemeinsam mit dem vollständigen Gutachten und ggf. Belegexemplaren dem Auftraggeber auszuhändigen.

38

[Seite 9]

Literatur

Behrens, M. & Fartmann, T. (2004): Die Heuschreckengemeinschaften isolierter Schieferkuppen der Medebacher Bucht (Sudwestfalen/Nordhessen). - Tuexenia 24: 303-327.

BfN (Bundesamt für Naturschutz) (2021): Einheitlicher Methodenleitfaden „Insektenmonitoring“. Bearbeitungsstand: April 2021. https: //www.bfn.de/fileadmin/BfN/monitoring/ Dokumente/Methodenleitfaden_Insektenmonitoring_2019. pdf, aufgerufen am 06.12.2021.

Detzel, P. (Hrsg.) (1998): Die Heuschrecken Baden-Württembergs. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 580 Seiten.

Fischer, J., Steinlechner, D., Stettmer, C. et al. (2016): Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols: Bestimmen, Beobachten, Schützen. Wiebelsheim (Quelle & Meyer), 367 Seiten.

Gardiner, T. & Hill, J. (2006): A comparison of three sampling techniques used to estimate the population density and assemblage diversity of Orthoptera. Journal of Orthoptera Research 15:45-51.

Helbing, F., Blaeser, T., Löffler, F., Fartmann, T. (2014): Response of Orthoptera communities to succession in alluvial pine woodlands. Journal of Insect Conservation 18: 215-224.

Ingrisch, S., Köhler, G. (1998): Die Heuschrecken Mitteleuropas: Biologie, Ökologie, Verhalten und Schutz. Westarp Wissenschaften, Magdeburg. 460 Seiten.

Maas, S., Detzel, P., Staudt, A. (2002): Gefährdungsanalyse der Heuschrecken Deutschlands. Verbreitungsatlas, Gefährdungseinstufung und Schutzkonzepte. Bundesamt für Naturschutz. Landwirtschaftsverlag, Münster. 401 Seiten.

Schlumprecht, H. & Waeber, G. (Bearb.) (2003): Heuschrecken in Bayern. Ulmer, Stuttgart, 515 Seiten.

3.3.3 Tagfalter und Widderchen

Die hier beschriebenen Methoden sind mit nur geringfügigen Änderungen aus dem Abschlussbericht „Monitoring Wirbellose in Berlin“ (Buchholz et al. 2022) übernommen, um eine größtmögliche Vergleichbarkeit der gewonnenen Daten zu gewährleisten. Wörtliche Übernahmen sind daher nicht im Einzelnen als Zitate gekennzeichnet.

Erfassungsmethode

Die adulten Tagfalter und Widderchen werden entlang von 5 Transekten (Karte 5) während ausgewählter Zeiträume erfasst. Dabei wird das Transekt (= 500 m) in einem einheitlichen Schritttempo abgegangen.

Für eine genauere Ansprache der Tiere müssen ggf. einzelne Individuen mit Keschern gefangen und nach Möglichkeit lebend bestimmt werden. Eine Bestimmung des Geschlechts der beobachteten Individuen ist nicht erforderlich. Ggf. ist in Einzelfällen das Abtöten von Tieren für eine genitalmorphologische Präparation zur Artansprache erforderlich. Neben den erfassten Arten werden das Datum der Begehung sowie weitere Standortdaten in einem Feldprotokoll für jedes Transekt dokumentiert.

Die Erfassung der Tiere erfolgt auf einer Transektbreite von insgesamt 5 m, damit die im Rahmen des Insektenmonitorings erhobenen Tagfalter-Daten mit denen des ehrenamtlichen Tagfalter-Monitorings

39

[Seite 10]

vergleichbar sind (Kühn et al. 2014). Nach Möglichkeit erfolgt die Erfassung in einem gedachten Quader, der sich ausgehend von der kartierenden Person 5 m nach vorne und nach oben sowie je 2,5 m nach rechts und links erstreckt. Das Transekt wird in einem Zeitraum von ca. 50 Minuten abgelaufen. Dies entspricht einer Schrittgeschwindigkeit von 10 Metern pro Minute (≙ 0,6 km/h), die auch im Tagfalter-Monitoring Deutschland vorgesehen ist (Kühn et al. 2014). Während des Fangens und der Bestimmung von Tieren wird die Begehungszeit unterbrochen.

Als wichtigste Bestimmungshilfen werden Settele et al. (2015) für die Tagfalter und Naumann et al. (1999) für die Widderchen empfohlen. Daneben kann es nötig sein, auf Spezialliteratur zurückzugreifen, zum Beispiel bei genitalmorphologischen Untersuchungen. Die Nomenklatur der Tagfalter und Widderchen richtet sich nach Reinhard & Bolz (2011) bzw. Rennwald et al. (2011).

Die Erfassung von Tagfaltern und Widderchen erfolgt grundsätzlich nur im Zeitraum von 10 bis 17 Uhr MESZ. Eine Erfassung erfolgt nur, wenn die Temperaturen mind. 13 °C (bei Sonnenschein) bzw. mind. 17 °C bei Bewölkung (40 - 80 %) betragen (Kühn et al. 2014). Eine Erfassung während der Mittagsstunden an heißen Tagen sollte vermieden werden, da dann die Aktivität der Falter eingeschränkt ist (Kühn et al. 2014). Die Windstärke sollte bei höchstens 4 Beaufort liegen (nur kleine Äste bewegen sich, Papier und Laub wird aufgewirbelt; vgl. Kühn et al. 2014). Falls sich während der Begehung des Transekts das Wetter so verschlechtert, dass die Standardbedingungen nicht mehr erfüllt sind, muss die Erfassung unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Tag an der entsprechenden Stelle fortgesetzt werden.

Fünf Transektbegehungen erfolgen im Zeitraum von Anfang Mai bis Mitte August in jeweils 3- wöchigen Erfassungsperioden (vgl. BfN 2020):

  1. Begehung zwischen 01. Und 21. Mai
  2. Begehung zwischen 22. Mai und 11. Juni
  3. Begehung zwischen 12. Juni und 02. Juli
  4. Begehung zwischen 03. Juli und 23. Juli
  5. Begehung zwischen 24. Juli und 13. August

Zwischen zwei Begehungen desselben Transekts sollen mindestens eine und höchstens drei Wochen liegen. Im Anschluss an die Transekterfassungen sind die Bestimmungsergebnisse mit den Daten der gesammelten Feldprotokolle digital zu erfassen und gemeinsam mit dem vollständigen Gutachten und allen Belegexemplaren dem Auftraggeber auszuhändigen.

Ergänzende qualitative Erfassung Bedeutende Vegetations- und Habitatstrukturen im weiteren Umfeld von ca. 50 m um die Transekte werden im Anschluss an die Transektbegehung ca. 0,5 - 1 Stunde lang durch Sichtbeobachtung und Keschern nach weiteren Arten abgesucht. Ziel ist die Erstellung einer Gesamtartenliste für das Untersuchungsgebiet um ggf. neue Erkenntnisse für Monitoring und Gebietsmanagement zu erhalten. Es wird nur das Vorkommen der gefundenen weiteren Arten notiert, nicht ihre Abundanz. In der Regel erfolgt diese Beprobung direkt im Anschluss an die quantitative Erfassung. Pro Fläche ergibt sich somit

40

[Seite 11]

eine Gesamtkartierdauer von ca. 1,5 Stunden (quantitative und qualitative Erfassung). Aus den Daten der qualitativen Erfassung ist zusammen mit den Daten der Transektkartierung eine Gesamtartenliste für das Untersuchungsgebiet zu erstellen.

Literatur BfN (Bundesamt für Naturschutz) (2020): Einheitlicher Methodenleitfaden „Insektenmonitoring“. Bearbeitungsstand: April 2021. https: //www.bfn.de/fileadmin/BfN/monitoring/ Dokumente/Methodenleitfaden_Insektenmonitoring_2019. pdf, aufgerufen am 06.12.2021.

Kühn, E., Musche, M., Harpke, A., Feldmann, R., Betzler, B., Wiemers, M., Hirneisen, N. & Settele, J. (2014): Tagfalter-Monitoring Deutschland. Oedippus 27, S. 1–47.

Naumann, C. M., Tarmann, G. M. & Tremewan, W. G. (1999): The Western Palaearctic Zygaenidae (Lepidoptera). Apollo Books, Stenstrup, 303 Seiten.

Reinhard, R. & Bolz, R. (2011): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter (Rhopalocera) (Lepidoptera: Papilionoidea et Hesperioidea) Deutschlands. Bearbeitungsstand: 4. Fassung. In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Tier und Pilze Deutschlands, Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3): Wirbellose Tiere (Teil 1):.167–194, Bonn-Bad Godesberg.

Rennwald, E., Sobczyk, T. & Hofmann, A. (2011): Rote Liste und Gesamtartenliste der Spinnerartigen Falter (Lepidoptera: Bombyces, Sphinges s.l.) Deutschlands. In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Tier und Pilze Deutschlands, Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3): Wirbellose Tiere (Teil 1): 243–283, Bonn-Bad Godesberg.

Settele, J., Steiner, R., Reinhardt, R., Feldmann, R. & Hermann, G. (2015): Schmetterlinge: Die Tagfalter Deutschlands. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 256 Seiten.

3.3.4 Wildbienen

Die hier beschriebenen Methoden sind mit nur geringfügigen Änderungen aus dem Abschlussbericht „Monitoring Wirbellose in Berlin“ (Buchholz et al. 2022) übernommen, um eine größtmögliche Vergleichbarkeit der gewonnenen Daten zu gewährleisten. Wörtliche Übernahmen sind daher nicht im Einzelnen als Zitate gekennzeichnet.

Erfassungsmethode

Die Erfassung adulter Wildbienen erfolgt entlang von fünf standardisierten 500 m langen und 5 m breiten Transekten (Karte 5) während der vorgeschriebenen Erfassungszeiträume.

Die Transektangaben orientieren sich hierbei an zwei Hummelmonitoring-Programmen aus England (Bumblebee Conservation Trust 2020) und Irland (The National Biodiversity Data Centre 2021) sowie am bundesweiten Tagfalter-Monitoring (Kühn et al. 2014). Für die in einem einheitlichen Schritttempo durchzuführende Begehung werden 50 Minuten veranschlagt, dies entspricht einer Schrittgeschwindigkeit von 10 Metern pro Minute (≙ 0,6 km/h). Während des Abschreitens des Transektes werden alle gesichteten Individuen innerhalb eines gedachten Quaders (2,5 m auf jeder Seite, 5 m voraus und 5 m darüber) erfasst und auf Artniveau bestimmt.

41

[Seite 12]

Die nicht im Feld sicher anzusprechenden Individuen bzw. Arten können unter Zuhilfenahme eines Keschers oder Exhaustors gefangen werden und sollten nach Möglichkeit lebend bestimmt werden. Nach der Einschätzung von Westrich (2019) können jedoch nur ca. ein Drittel der heimischen Wildbienenarten bis zur Art im Gelände bestimmt werden und dies trifft auch nur auf das weibliche Geschlecht zu. Aus diesem Grund ist ein Abtöten z. T. erforderlich, um artspezifische Merkmale im Labor untersuchen zu können. Hierbei sollte Essigsäureethylester („Essigether“) Zyankali als Tötungsflüssigkeit vorgezogen werden, da zweiteres die Färbung der Hymenopteren verändert und die Tiere stark verkrampfen. Zudem ist auf eine fachgerechte Präparation der Individuen, Lagerung in desinfizierten Insektenkästen sowie auf eine ausführliche Etikettierung (Fundort, Funddatum, Name des Gutachters und wissenschaftlicher Artname) mit einem wasserfesten Stift zu achten. Eine Bestimmung des Geschlechts der beobachteten Individuen ist hierbei nicht erforderlich. Allerdings muss für die Bestimmung einiger männlicher Individuen von Wildbienenarten eine Genitalpräparation vorgenommen werden.

Während des Fangens und der Bestimmung von Tieren wird die Begehungszeit unterbrochen und von sehr seltenen Arten oder Neufunden ist ein Belegexemplar mitzunehmen bzw. sind aussagekräftige Fotos anzufertigen. Der Feldprotokollbogen muss für jedes Transekt vollständig ausgefüllt werden, wobei ein besonderes Augenmerk auf den Vegetationsparametern liegen sollte. Im Anschluss sind die Daten der Bestimmungsergebnisse und der gesammelten Bögen digital zu erfassen und gemeinsam mit dem vollständigen Gutachten und allen Belegexemplaren dem Auftraggeber auszuhändigen.

Da Bienen Tageslicht und in der Regel sonniges Wetter benötigen (Westrich 2019), hat die Erfassung von Wildbienen ausschließlich bei trockenem und möglichst windstillem Wetter zwischen 9:00 und 16:00 Uhr MESZ zu erfolgen (BfN 2020). Dabei sollten die Temperaturen nicht unter 15° C liegen und die Vegetation vor Ort sollte trocken sein. Falls sich während der Beobachtungszeit das Wetter verschlechtert, so dass die Standardbedingungen nicht mehr erfüllt sind, muss die Erfassung unterbrochen und zu einem späteren Zeitpunkt oder an einem anderen Tag an der entsprechenden Stelle fortgesetzt werden.

Insgesamt werden fünf Begehungen zwischen Anfang April und Ende August bzw. Anfang September durchgeführt. Die erste Transektbegehung ist für Anfang April geplant, um die frühfliegenden Arten erfassen zu können. Aufgrund der kurzen Aktivitätszeiten einiger Wildbienenarten sollten zwischen den ersten 4 Begehungsterminen nicht mehr als 4 -5 Wochen liegen. Für die im Spätsommer fliegenden Arten ist ein letzter Begehungstermin Ende August bzw. Anfang September vorgesehen.

Für die Identifizierung der Arten kann auf die Bestimmungsliteratur von Amiet et al. (2001, 2004, 2007 und 2010, 2014, 2018) sowie auf Scheuchl (1995, 2006) und Schmid-Egger & Scheuchl (1997) zurückgegriffen werden. Für die Artbestimmung der Hummeln (Gattung Bombus) ist Gokcezade et al. (2010) ein hilfreiches Standardwerk. Bei einigen Gattungen empfiehlt es sich, auf Spezialliteratur zurückzugreifen, da diese z. T. neue Entwicklungen thematisiert und über aktualisierte Artenlisten verfügt. Die genutzte Bestimmungsliteratur sollte bei der Anfertigung des Gutachtens aufgeführt werden. Die Nomenklatur der Wildbienen richtet sich nach Scheuchl & Willner (2016) bzw. Westrich & Dathe (1997).

42

[Seite 13]

Ergänzende qualitative Erfassung

Bedeutende Vegetations- und Habitatstrukturen im weiteren Umfeld von ca. 50 m um die Transekte werden im Anschluss an die Transektbegehung ca. 0,5 - 1 Stunde lang durch Sichtbeobachtung und Keschern nach weiteren Arten abgesucht. Ziel ist die Erstellung einer Gesamtartenliste für das Untersuchungsgebiet um ggf. neue Erkenntnisse für Monitoring und Gebietsmanagement zu erhalten. Es wird nur das Vorkommen der gefundenen weiteren Arten notiert, nicht ihre Abundanz. In der Regel erfolgt diese Beprobung direkt im Anschluss an die quantitative Erfassung. Pro Fläche ergibt sich somit eine Gesamtkartierdauer von ca. 1,5 Stunden (quantitative und qualitative Erfassung). Aus den Daten der qualitativen Erfassung ist zusammen mit den Daten der Transektkartierung eine Gesamtartenliste für das Untersuchungsgebiet zu erstellen.

Literatur

Amiet, F., A. Müller & C. Praz (2018): Fauna Helvetica. Apidae. 1. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 188 S. (Apis, Bombus).

Amiet, F., A. Müller & R. Neumeyer (2014): Fauna Helvetica. Apidae. 2. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 239 S. (Colletes, Dufourea, Hylaeus, Nomia, Nomioides, Rhophitoides, Rophites, Sphecodes, Systropha).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller & R. Neumeyer (2001): Fauna Helvetica. Apidae. 3. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 208 S. (Lasioglossum, Halictus).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller & R. Neumeyer (2004): Fauna Helvetica. Apidae. 4. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 273 S. (Anthidium, Chelostoma, Coelioxys, Dioxys, Heriades, Lithurgus, Megachile, Osmia, Stelis).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller, R. Neumeyer (2007): Fauna Helvetica. Apidae. 5. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 356 S. (Ammobates, Ammobatoides, Anthophora, Biastes, Ceratina, Dasypoda, Epeoloides, Epeolus, Eucera, Macropis, Melecta, Melitta, Nomada, Pasites, Tetralonia, Thyreus, Xylocopa).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller, R. Neumeyer (2010): Fauna Helvetica. Apidae. 6 Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 317 S. (Andrena, Melitturga, Panurginus, Panurgus).

BfN (Bundesamt für Naturschutz) (2020): Einheitlicher Methodenleitfaden „Insektenmonitoring“. Bearbeitungsstand: April 2021. https: //www.bfn.de/fileadmin/BfN/monitoring/ Dokumente/Methodenleitfaden_Insektenmonitoring_2019. pdf, aufgerufen am 06.12.2021.

Bumblebee Conservation Trust (2020): Welcome to BeeWalk!. Online abrufbar: https://www.bumblebeeconservation.org/wp-content/uploads/2021/01/BeeWalkPack2021.pdf [letzter Zugriff: 17.02.21]

Gokcezade, J.F., Gereben-Krenn, B.-A., Neumayer, J., Krenn, H.W. (2015) Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Österreichs, Deutschlands und der Schweiz (Hymenoptera, Apidae) - Linzer biol. Beitr. vol.47(1): 5-42.

National Biodiversity Data Centre (2021): Monitoring Ireland´s Bumbleebees. Online abrufbar: https://www.biodiversityireland.ie/projects/monitoring-scheme-initiatives/bumblebee-monitoring- scheme/about-the-monitoring-scheme/ [letzter Zugriff 17.02.21].

43

[Seite 14]

Scheuchl, E. (1995): Illustrierte Bestimmungsschlüssel der Wildbienen Deutschlands und Österreichs. Band I: Anthophoridae. 158 Seiten. Velden.

Scheuchl, E. (2006): Illustrierte Bestimmungsschlüssel der Wildbienen Deutschlands und Österreichs. Band II: Megachilidae - Melittidae. Zweite erweiterte Auflage. Velden, 192 Seiten.

Scheuchl, E. & W. Willner (2016): Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Quelle & Meyer Verlag, 917 Seiten.

Schmid-Egger, C. & E. Scheuchl (1997): Illustrierte Bestimmungsschlüssel der Wildbienen Deutschlands und Österreichs. Band III: Andrenidae. Velden, 180 Seiten.

Westrich, P. (2019): Die Wildbienen Deutschlands. 2. aktualisierte Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. 824 Seiten.

Westrich, P. & H.H. Dathe (1997): Die Bienenarten Deutschlands (Hymenoptera, Apidae). Ein aktualisiertes Verzeichnis mit kritischen Anmerkungen. - Mitt. Ent. Ver. Stuttgart, 32: 3-34.

44

[Seite 15]

6.0 Datenerfassung und Verarbeitung

6.1 Kriterien für die Datenerfassung, -verarbeitung, -auswertung und -haltung

Die übergeordnete Zielsetzung einer abgestimmten Datenerfassung und -haltung im Rahmen des Monitorings ist es, die Verfügbarkeit aller erfassten Datensätze für taxon- und themenübergreifende Abfragen und Auswertungen zu gewährleisten. Idealerweise sollten die Datensätze des biotischen Monitorings daher in einer gemeinsamen Datenbankanwendung mit den Daten der Dokumentation der Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen gehalten werden. Wegen des Raumbezugs der Datensätze und der unterschiedlichen räumlichen Ebenen, auf denen die Daten erfasst werden, sollte die Datenbank an ein leistungsfähiges Geographisches Informationssystem angebunden sein. Die Datenhaltung der GrünBerlin GmbH, die mit der Pflege- und Entwicklung der Tegeler Stadtheide betraut ist, erfolgt im Berliner Grünflächeninformationssystem (GRIS). Diese Anwendung verfügt neben einer Sachdatenbank über eine GIS-Komponente. Schnittstellen zur Übernahme von Biodiversitätsdaten müssten für diese Anwendung noch entwickelt werden. Der große Vorteil wäre, dass die GrünBerlin GmbH damit die Datenhaltung übernehmen könnte und gleichzeitig immer einen Zugriff auf die Daten hätte. Ein Nachteil wäre, dass die Daten damit nicht automatisch für gemeinsame Abfragen mit dem Berlinweiten Insektenmonitoring bereitstünden. Dieses nutzt für die Datenhaltung die Artdatenbank MultibaseCS, die zur Erfassung von Verbreitungsmustern verschiedener Artengruppen in mehreren Naturschutzverwaltungen deutscher Bundesländer eingesetzt wird und von der Koordinierungsstelle Fauna bei der Stiftung Naturschutz Berlin für die zentrale Erfassung von Artvorkommen im Land Berlin betrieben wird. Die im Rahmen des Insektenmonitorings erfassten Daten werden erst in standardisierte digitale Erfassungsbögen eingegeben und dann über entsprechende Schnittstellen in MultibaseCS eingepflegt. Da für das Grünflächeninformationssystem ebenfalls Schnittstellen zur Datenübernahme entwickelt werden müssen, besteht voraussichtlich die Möglichkeit, diese Schnittstellen so zu konfigurieren, dass damit die gleichen digitalen Erfassungsbögen eingelesen werden können, die auch für das Insektenmonitoring entwickelt wurden. Damit könnten die Daten dann parallel in beiden Datenbankanwendungen gehalten werden und stünden damit für unterschiedliche Auswertungen und Abfragen Berlinweit zur Verfügung.

Für alle auf Probeflächen gewonnenen Biodiversitätsdaten wird daher eine digitale Datenerfassung nach dem Vorbild des Insektenmonitorings empfohlen, mit dem Ziel die Datenhaltung parallel im Grünflächeninformationssystem und in MultibaseCS bei der Stiftung Naturschutz Berlin zu realisieren. Hier werden daher die digitalen Erfassungsbögen des Insektenmonitorings übernommen und an das Monitoring der Tegeler Stadtheide angepasst.

Auswertung der Monitoringdaten

Die Auswertung des Monitorings soll in enger Kooperation mit der GrünBerlin GmbH erfolgen, um die Ergebnisse möglichst direkt für die Optimierung der Entwicklungs- und Pflegemaßnahmen nutzbar zu machen. Die statistische Auswertung der biotischen Daten in Zusammenhang mit den Daten der Entwicklungs- und Pflegedaten sollte in Kooperation mit einer wissenschaftlichen Einrichtung der universitären oder außeruniversitären Forschung erfolgen. Hier kommen z.B. langfristige

60

[Seite 16]

Verwaltungsvereinbarungen als Instrument zur Etablierung einer entsprechenden Kooperation in Frage.

Viele Monitoringdaten können sinnvoll deskriptiv ausgewertet werden, so z.B. die Entwicklung der Flächenanteile von Aufwertungs- und Zielbiotopen oder von Dominanzbeständen unerwünschter Ruderalarten. Für diese Auswertungsschritte sollten Routinen entwickelt werden, die eine Auswertung jederzeit auch bei der GrünBerlin GmbH ermöglichen, um den direkten Transfer der Ergebnisse für die Anpassung und Optimierung des Biotopmanagements zu gewährleisten.

Für die statistische Auswertung ist das Monitoring als faktorielles Untersuchungsdesign konzipiert und kann für viele Parameter der Biodiversitätserfassung mit der Methode der Varianzanalyse (ANOVA) ausgewertet werden. Standardfaktoren als Prädiktor der Biodiversität oder von Biodiversitätsveränderungen sind dabei der Ausgangsbiotoptyp, die Lage innerhalb oder außerhalb der Weidezäune und ggf. die Lage in einem Zielbiotopkomplex. Daneben können weitere Prädiktorvariablen in die Auswertung einbezogen werden. Mittelfristig sollten vor allem Standortparameter (z.B. Bodenanalysen, Erfassung des Mikroklimas) auf den Probeflächen der Vegetationserfassung erhoben werden, um diese als zusätzliche erklärende Variablen in linearen Modellen verwenden zu können. Dadurch kann die Aussageschärfe der statistischen Auswertung in der Regel stark verbessert werden.

61

[Seite 17]

7.0 Literatur

Amiet, F., A. Müller & C. Praz (2018): Fauna Helvetica. Apidae. 1. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 188 S. (Apis, Bombus).

Amiet, F., A. Müller & R. Neumeyer (2014): Fauna Helvetica. Apidae. 2. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 239 S. (Colletes, Dufourea, Hylaeus, Nomia, Nomioides, Rhophitoides, Rophites, Sphecodes, Systropha).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller & R. Neumeyer (2001): Fauna Helvetica. Apidae. 3. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 208 S. (Lasioglossum, Halictus).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller & R. Neumeyer (2004): Fauna Helvetica. Apidae. 4. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 273 S. (Anthidium, Chelostoma, Coelioxys, Dioxys, Heriades, Lithurgus, Megachile, Osmia, Stelis).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller, R. Neumeyer (2007): Fauna Helvetica. Apidae. 5. Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 356 S. (Ammobates, Ammobatoides, Anthophora, Biastes, Ceratina, Dasypoda, Epeoloides, Epeolus, Eucera, Macropis, Melecta, Melitta, Nomada, Pasites, Tetralonia, Thyreus, Xylocopa).

Amiet, F., M. Herrmann, A. Müller, R. Neumeyer (2010): Fauna Helvetica. Apidae. 6 Schweizerische Entomologische Gesellschaft, Neuchatel. 317 S. (Andrena, Melitturga, Panurginus, Panurgus).

Behrens, M. & Fartmann, T. (2004): Die Heuschreckengemeinschaften isolierter Schieferkuppen der Medebacher Bucht (Sudwestfalen/Nordhessen). - Tuexenia 24: 303-327.

BfN (Bundesamt für Naturschutz) (2020): Einheitlicher Methodenleitfaden „Insektenmonitoring“. Bearbeitungsstand: April 2021. https: //www.bfn.de/fileadmin/BfN/monitoring/ Dokumente/Methodenleitfaden_Insektenmonitoring_2019. pdf, aufgerufen am 06.12.2021.

Buchholz, S., Gathof, A., Hiller, A., Hilmer, C. (2022): Monitoring Wirbellose in Berlin. Gutachten i.A. Landesbeauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege, Berlin, 64 Seiten

Bumblebee Conservation Trust (2020): Welcome to BeeWalk!. Online abrufbar: https://www.bumblebeeconservation.org/wp-content/uploads/2021/01/BeeWalkPack2021.pdf [letzter Zugriff: 17.02.21]

Detzel, P. (Hrsg.) (1998): Die Heuschrecken Baden-Württembergs. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 580 Seiten.

Fischer, J., Steinlechner, D., Stettmer, C. et al. (2016): Die Heuschrecken Deutschlands und Nordtirols: Bestimmen, Beobachten, Schützen. Wiebelsheim (Quelle & Meyer), 367 Seiten.

Gardiner, T. & Hill, J. (2006): A comparison of three sampling techniques used to estimate the population density and assemblage diversity of Orthoptera. Journal of Orthoptera Research 15:45-51.

Gokcezade, J.F., Gereben-Krenn, B.-A., Neumayer, J., Krenn, H.W. (2015) Feldbestimmungsschlüssel für die Hummeln Österreichs, Deutschlands und der Schweiz (Hymenoptera, Apidae) - Linzer biol. Beitr. vol.47(1), 5-42 S.

gruppe F (2022) Entwicklungs- und Pflegekonzept (EPK) Tegeler Stadtheide.

62

[Seite 18]

Hachtel, M., Schlüpmann, M., Thiesmeier, B. u. Weddeling, K., 2009: Methoden der Feldherpetologie. Laurenti Verlag. Bielefeld. 424 Seiten.

Hagemeijer, W. J. M., Blair, M. J., & European Bird Census Council. (1997): The EBCC atlas of European breeding birds: Their distribution and abundance. London: T & A D Poyser.

Helbing, F., Blaeser, T., Löffler, F., Fartmann, T. (2014): Response of Orthoptera communities to succession in alluvial pine woodlands. Journal of Insect Conservation 18: 215-224.

Höfer H, Astrin J, Holstein J, Spelda J, Meyer F, Zarte N (2015): Propylene glycol – a useful capture preservative for spiders for DNA barcoding. Arachnologische Mitteilungen 50: 30-36.

Ingrisch, S., Köhler, G. (1998): Die Heuschrecken Mitteleuropas: Biologie, Ökologie, Verhalten und Schutz. Westarp Wissenschaften, Magdeburg. 460 Seiten.

Köstler, H., Grabowski, C. Moeck, M., Saure, C., Kielhorn, K.H., 2005a: Beschreibung der Biotoptypen, Berlin.

Köstler, H., Grabowski, C. Moeck, M., Fietz, M., 2005b: Kartieranleitung und Geländekartierungsbogen, Berlin.

Krausch, H.-D., 1968: Die Sandtrockenrasen (Sedo -Scleranthetea) in Brandenburg. - Mitt. Florist.-Soziolog. Arbeitsgem., Neue Folge 13, 71-100.

Kühn, E., Musche, M., Harpke, A., Feldmann, R., Betzler, B., Wiemers, M., Hirneisen, N. & Settele, J. (2014): Tagfalter-Monitoring Deutschland. Oedippus 27, S. 1–47.

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) (Hrsg.), 2016: Brutvogelkartierung – Arbeitsanleitung für Brutvogel-Revierkartierungen im Auftrag des LANUV NRW.

Maas, S., Detzel, P., Staudt, A. (2002): Gefährdungsanalyse der Heuschrecken Deutschlands. Verbreitungsatlas, Gefährdungseinstufung und Schutzkonzepte. Bundesamt für Naturschutz. Landwirtschaftsverlag, Münster. 401 Seiten.

Müller, F., Ritz, C.M., Welk, E., Wesche, K., 2021: Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. Springer (Spektrum).

National Biodiversity Data Centre (2021): Monitoring Ireland´s Bumbleebees. Online abrufbar: https://www.biodiversityireland.ie/projects/monitoring-scheme-initiatives/bumblebee-monitoring- scheme/about-the-monitoring-scheme/ [letzter Zugriff 17.02.21].

Naumann, C. M., Tarmann, G. M. & Tremewan, W. G. (1999): The Western Palaearctic Zygaenidae (Lepidoptera). Apollo Books, Stenstrup, 303 Seiten.

Nentwig, W., Blick, T., Gloor, D., Hänggi, A. & Kropf, C. (2018): araneae Version 02.2022. https://www.araneae.nmbe.ch, aufgerufen am 16.02.2022.

Otte, N. et al. (2022): Ergebnisse zur Untersuchung des Reptilienvorkommens auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel. Stiftung Naturschutz Berlin.

Reinhard, R. & Bolz, R. (2011): Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter (Rhopalocera) (Lepidoptera: Papilionoidea et Hesperioidea) Deutschlands. Bearbeitungsstand: 4. Fassung. In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste der gefährdeten Pflanzen, Tier und Pilze Deutschlands, Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3): Wirbellose Tiere (Teil 1):.167–194, Bonn-Bad Godesberg.

Rennwald, E., Sobczyk, T. & Hofmann, A. (2011): Rote Liste und Gesamtartenliste der Spinnerartigen Falter (Lepidoptera: Bombyces, Sphinges s.l.) Deutschlands. In: Bundesamt für Naturschutz (Hrsg.): Rote Liste

63

[Seite 19]

der gefährdeten Pflanzen, Tier und Pilze Deutschlands, Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3): Wirbellose Tiere (Teil 1): 243–283, Bonn-Bad Godesberg.

Scheuchl, E. (1995): Illustrierte Bestimmungsschlüssel der Wildbienen Deutschlands und Österreichs. Band I: Anthophoridae. 158 Seiten. Velden.

Scheuchl, E. (2006): Illustrierte Bestimmungsschlüssel der Wildbienen Deutschlands und Österreichs. Band II: Megachilidae - Melittidae. 192 S. Velden, zweite erweiterte Auflage.

Scheuchl, E. & W. Willner (2016). Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Quelle & Meyer Verlag, 917 S.

Schlumprecht, H. & Waeber, G. (Bearb.) (2003): Heuschrecken in Bayern. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 515 Seiten.

Schmid-Egger, C. & E. Scheuchl (1997): Illustrierte Bestimmungsschlüssel der Wildbienen Deutschlands und Österreichs. Band III: Andrenidae. 180 S. Velden.

Schubert, R., Hilbig, W. & Klotz, S., 2001: Bestimmungsbuch der Pflanzengesellschaften Deutschlands. Heidelberg (Spektrum), 472 S.

Seitz, B., Ristow, M., Meißner, J., Machatzi, B., Sukopp, H., 2018: Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin, Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin. Universitätsverlag der TU Berlin, Berlin.

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin (2013): Pflanzen für Berlin – Verwendung gebietseigener Herkünfte. Berlin, 52 Seiten.

Settele, J., Steiner, R., Reinhardt, R., Feldmann, R. & Hermann, G. (2015): Schmetterlinge: Die Tagfalter Deutschlands. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart, 256 Seiten.

Ssymank, A., Sorg, M., Doczkal, D., Rulik, B., Merkel-Wallner, G. & Vischer-Leopold, M. (2018): Praktische Hinweise und Empfehlungen zur Anwendung von Malaisefallen für Insekten in der Biodiversitätserfassung und im Monitoring. Series Naturalis 1: 1─12.

64

[Seite 20]

Südbeck, P., Andretzke, H., Fischer, S., Gedeon, K., Schikore, T., Schröder, K. & C. Sudfeldt (Hrsg.), 2005: Methodenstandards zur Erfassung der Brutvögel Deutschlands. Radolfzell, 792 S.

Traxler, A. (1998): Handbuch des vegetationsökologischen Monitorings. Methoden, Praxis, angewandte Projekte. Teil A: Methoden. Umweltbundesamt, Wien.

Westrich, P. (2019): Die Wildbienen Deutschlands. 2. aktualisierte Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart. 824 S.

Westrich, P. & H.H. Dathe (1997): Die Bienenarten Deutschlands (Hymenoptera, Apidae). Ein aktualisiertes Verzeichnis mit kritischen Anmerkungen. - Mitt. Ent. Ver. Stuttgart, 32: 3-34.

Witt, K. & K. Steiof (2013): Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3. Fassung, 15.11.2013. Berl. ornithol. Ber. 23: 1-23.

65

[Seite 21]

Erfassungsbogen für das Monitoring der Kompensationsflächen im

Landschaftsraum Tegeler Stadtheide

Artengruppe Heuschrecken

Bearbeiter*in:

Probefläche: Datum: Uhrzeit:

Temperatur in °C:

Windstärke (Beaufort-Skala: 0 bis 12):

Bewölkung (Bitte ankreuzen):

0 % wolkenfrei [ ]; >0 bis 10 % gering [ ]; >10 bis 40 % gering bis mittel [ ];

40 bis 60 % mittel [ ]; >60 bis 90 % mittel bis stark [ ]; >90 bis 100 % stark [ ]

Veränderungen der Wetterverhältnisse:

Besondere Vorkommnisse während der Kartierung:

Vegetationsparameter:

Krautschicht: ___ % Moose und Flechten: ___ %

Offener Boden: ___ % Steine: ___ %

Gehölze: ___ %

71

[Seite 22]

Sichtbare Störungen:

Einschätzung des Erfolgs der Pflegemaßnahmen:

72

[Seite 23]

Erfassungsbogen für das Monitoring der Kompensationsflächen im

Landschaftsraum Tegeler Stadtheide

Artengruppe Tagfalter und Widderchen

Bearbeiter*in:

Transekt-Nr: Datum: Uhrzeit:

Temperatur in °C:

Windstärke (Beaufort-Skala: 0 bis 12):

Bewölkung (Bitte ankreuzen):

0 % wolkenfrei [ ]; >0 bis 10 % gering [ ]; >10 bis 40 % gering bis mittel [ ];

40 bis 60 % mittel [ ]; >60 bis 90 % mittel bis stark [ ]; >90 bis 100 % stark [ ]

Veränderungen der Wetterverhältnisse:

Besondere Vorkommnisse während der Kartierung:

73

[Seite 24]

Vegetationsparameter:

Krautschicht: ___ % Moose und Flechten: ___ %

Offener Boden: ___ % Steine: ___ %

Gehölze: ___ %

Blütenangebot: ___ % Blütenvielfalt: __________ Arten

Zum Zeitpunkt der Kartierung dominierende blühende Pflanzen (Krautige und Gehölze):

Sichtbare Störungen:

Einschätzung des Erfolgs der Pflegemaßnahmen:

74

[Seite 25]

Erfassungsbogen für das Monitoring der Kompensationsflächen im

Landschaftsraum Tegeler Stadtheide

Artengruppe Wildbienen

Bearbeiter*in:

Transekt-Nr: Datum: Uhrzeit:

Temperatur in °C:

Windstärke (Beaufort-Skala: 0 bis 12):

Bewölkung (Bitte ankreuzen):

0 % wolkenfrei [ ]; >0 bis 10 % gering [ ]; >10 bis 40 % gering bis mittel [ ];

40 bis 60 % mittel [ ]; >60 bis 90 % mittel bis stark [ ]; >90 bis 100 % stark [ ]

Veränderungen der Wetterverhältnisse:

Besondere Vorkommnisse während der Kartierung:

75

[Seite 26]

Vegetationsparameter:

Krautschicht: ___ % Moose und Flechten: ___ %

Offener Boden: ___ % Steine: ___ %

Wasser: ___ % Gehölze: ___ %

Blütenangebot: ___ % Blütenvielfalt: __________ Arten

Zum Zeitpunkt der Kartierung dominierende blühende Pflanzen (Krautige und Gehölze):

Habitatparameter:

Totholz (stehend und liegend): __ %

Mauerstrukturen bzw. Anhäufung von Steinen: __ %

Sandkuhle bzw. -anhäufung: __ %

Sichtbare Störungen:

Einschätzung des Erfolgs der Pflegemaßnahmen:

76

Alle Unterlagen dieser Ausschreibung