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Version: 1.1.8
Stand: 02.08.2026
Status: In Arbeit
Autor/in: Selina Ropertz
Vertraulichkeitsklassifizierung: vertraulich
LVR InfoKom, Ottoplatz 2, D-50679 Köln
Tel.: 0221 809 2604
Fax: 0221 809 2604
Mail: infokom@lvr.de
Internet: www.lvr-infokom.de
Alle Rechte vorbehalten.
Obwohl das Dokument mit großer Sorgfalt erstellt und geprüft wurde, können Fehler nicht
vollkommen ausgeschlossen werden. Fehlerhinweise werden gerne unter Angabe des Dokumentes
seitens der Autoren/innen unter o. a. Anschrift entgegengenommen.
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Versionshistorie
| Version | Datum | Name | Änderung | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.0.0 | 10.06.2026 | Selina Ropertz | |||||||||
| 1.1.8 | 02.08.2026 | Selina Ropertz | Alle Kapitel |
Abnahmehistorie
| Version | Datum | Beschlossen durch | Hinweise | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.8 | 02.08.2026 |
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Inhaltsverzeichnis
-
Allgemeines 8
-
Ausgangssituation und Zielsetzung 8
-
Systemkomponenten 9
3.1 Herstellerunabhängiges Flottenmanagement 9
3.2 Herstellerunabhängige Pull-Printing-Lösung 9
3.2.1 Follow2Print-App- Installation auf den Druckern 9
3.2.2 Lokale Installation des Docuform-Treibers (Global Printer Client - GPC)10
3.2.3 On-premises Mercury-Client (Outputmanagementsoftware (OMS)) 10
3.3 Arbeitsplatzdrucker und Multifunktionsgeräte 10
3.4 Printserver und herstellerindividuelle Treiber 10
3.5 Herstellerindividuelle Konfigurationssoftware 11
3.6 Automatische Zertifikatsverwaltung (PKI-Anbindung) 11
- Datenschutz und Sicherheit der Geräte 12
4.1 Abschließbarkeit der Papierkassetten 12
4.2 Verschlüsselte Datenübertragung 12
4.3 Schnittstellen und Protokolle 12
4.4 Festplatten und Löschkonzepte 12
4.5 USB-Ports 13
4.6 Firmware und Updates 13
4.7 Administratorzugänge 13
4.8 Protokollierung 13
4.9 Unterstützung eigener Zertifikate 14
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4.10 Schutz vor Manipulation 14
- Qualitätssicherung 14
5.1 SLA-Regelwerk 14
5.2 Reporting 15
5.3 Regelmäßiger Austausch 16
- Zusammenarbeit zwischen AG und AN 16
6.1 Kommunikationsgrundsätze 16
6.2 Rollen und Verantwortlichkeiten 17
6.3 Ansprechpartner und Eskalation 18
6.4 Ticketkommunikation 19
6.4.1 Ticketarten 20
6.4.2 Ticketfelder 21
6.4.3 Ticketstatus 23
6.4.4 Zulässige Ticketereignisse 24
6.5 Ausfallkonzept bei Schnittstellenproblemen 27
- Service- und Prozessbeschreibung 27
7.1 Grundsätze zur Leistungserbringung 27
7.2 Allgemeiner Bestellprozess 28
7.2.1 Neuinstallation 29
7.2.2 Umtausch/Technischer Austausch 30
7.2.3 Move 31
7.3 Deinstallation 32
7.4 Incident (Störungsmeldung) 32
7.5 Verbrauchsmaterialtausch 33
7.6 Änderung der Druckerstammdaten 35
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7.7 Bereitstellung von Firmware-/Softwareupdates 35
7.8 Zählerstandsmeldung/ Abrechnung 35
7.9 Ausschluss Poollösung/Tauschbörse 36
- Anhang 36
8.1 Konfigurationsbestätigung 36
8.2 Mietrechnungen 37
8.3 Klickrechnungen 37
8.4 Abkürzungsverzeichnis 38
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1. Allgemeines
Das Betriebshandbuch beschreibt die ZSD-Druckumgebung im LVR sowie deren Prozesse und bildet
die Grundlage der Zusammenarbeit zwischen dem Service Druck bei LVR-InfoKom im Folgenden
Auftraggeber (AG) und dem im Rahmen des wiederkehrenden Ausschreibungsprojektes
ausgewählten Dienstleisters im Folgenden Auftragnehmer (AN).
Alle im Dokument erwähnten Anlagen sind zu finden unter:
W:\GreenPrint\ZSD\Dokumentation\Prozessabläufe\Betriebshandbuch
Und im Teamnet unter:
https://teamnet.lvr.de/spaces/Z13XServD/pages/372474115/Betriebsdokumentation+Service+Druck #BetriebsdokumentationServiceDruck-ProzesseimServiceDruck
2. Ausgangssituation und Zielsetzung
Die Output-Infrastruktur (Multifunktionsgeräte und Arbeitsplatzdrucker) beim LVR wird regelmäßig
erneuert. Um die Druck-Infrastruktur im gesamten LVR einheitlich zu gestalten, wird die benötigte
Ausstattung in einem gemeinschaftlichen Projekt für den gesamten LVR identifiziert und der
Lieferant über ein Vergabeverfahren ausgewählt. Die Vertragslaufzeit beträgt üblicherweise 72
Monate zzgl. einer Verlängerungsoption von 12 Monaten.
Ziel des kundengerichteten Service Druck bei LVR-InfoKom ist die Sicherstellung der Lauffähigkeit
der gelieferten Softwarekomponenten und Funktionen (z.B. Abrechnung, Flottenmanagement,
Vertraulicher Druck, Bereitstellung von Treibern und Druckerqueues auf Printservern) sowie die
Aussteuerung der Auftragnehmer (AN), z.B. durch die Beauftragung des Wechsels von
Verbrauchsmaterialien (Kartuschen, Heftklammern, etc.) und Technikereinsätzen zur
Störungsbehebung.
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3. Systemkomponenten
Die allgemeinen technischen Voraussetzungen für den Betrieb von Soft- und Hardware im LVR
können den Anlagen „Anlage E_Systemvoraussetzungen“ und „Anlage F_Securityvoraussetzungen“
entnommen werden. Im Folgenden werden die verschiedenen Systemkomponenten der ZSD-
Druckumgebung im LVR beschrieben.
3.1 Herstellerunabhängiges Flottenmanagement
Der LVR nutzt das herstellerunabhängige Flottenmanagement Mercury MPS der Firma DocuForm.
Alle im LVR-Netz angeschlossenen Drucker werden über einen Erfassungsclient zyklisch abgefragt
und neu gefundene Geräte werden automatisch in das herstellerunabhängige Flottenmanagement
zur Überwachung eingebunden. Bei Fehlermeldungen auf den Geräten oder
Schwellwertunterschreitungen der Verbrauchsmaterialien werden Alarme ausgelöst, die
automatisch Tickets im System des AG generieren und über die REST-Schnittstelle an den AN
übermittelt werden. Außerdem dient die Software zur monatlichen Berichtsgenerierung der
Zählerstände für die interne und externe Abrechnung der Ausdrucke (Klicks).
3.2 Herstellerunabhängige Pull-Printing-Lösung
Der LVR nutzt die herstellerunabhängige Pull-Printing-Lösung der Firma DocuForm. Diese setzt sich
aus mehreren Softwarekomponenten zusammen:
3.2.1 Follow2Print-App- Installation auf den Druckern
Die Follow2Print(f2P)-App von Docuform muss auf den im Leistungsverzeichnis definierten Druckern
installier- und ausführbar sein. Im derzeitigen LVR-Druckworkflow kommuniziert der lokale Mercury-
OMS-Server mit der Follow2Print-Drucker-App via XML-RPC. Die Drucksysteme müssen Postscript 3-
Druckdaten verarbeiten können. Weiterhin werden über die f2P-App Scan2Mail, Scan2Home, sowie
speziell von DocuForm entwickelte Scanprozesse in Form von Buttons (Scan2Evasys und
Scan2Pegasos) ermöglicht. Bei Weiterentwicklungen der f2P-App muss sichergestellt sein, dass
DocuForm die nötigen Berechtigungen und Zugriffe erhält, um auf die relevanten Bereiche der
Geräte zuzugreifen. Dies betrifft insbesondere sicherheitsrelevante Optimierungen, wie die Nutzung
von SMB3. In diesen Fällen erklärt sich der AG bereit in gemeinsamen Terminen mit DocuForm die
notwendigen Voraussetzungen zu klären und bereitzustellen.
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3.2.2 Lokale Installation des Docuform-Treibers (Global Printer Client - GPC)
Der GPC wird beim User lokal installiert. Hierüber werden die einzelnen Drucksysteme über den GPC
Druckermanager eingebunden und für den Direktdruck genutzt. Alternativ kann der Druckauftrag an
den vorinstallierten Drucker GPC-Follow2Print versendet werden, um Pull-Printing auf Druckern mit
Follow2Print-Installation zu nutzen.
3.2.3 On-premises Mercury-Client (Outputmanagementsoftware (OMS))
Der Mercury-OMS-Client hält die vertraulichen Druckaufträge bis zu 30 Tage on-premises vor. Er
kommuniziert mit der f2P-App, um die persönlichen Druckaufträge nach vorheriger Anmeldung am
Drucker abzurufen.
3.3 Arbeitsplatzdrucker und Multifunktionsgeräte
Der AN stellt die Hardware in Form von Arbeitsplatzdruckern und Multifunktionsgeräten für die
Output-Infrastruktur des LVR im Rahmen eines Mietmodells zur Verfügung. Dabei erfolgt die
Basiskonfiguration inklusive Hinterlegung des Hostnamens und Installation der f2P-App nach
Vorgabe des AG durch den AN vor der Auslieferung. Der AG behält sich vor verschiedene
Basiskonfigurationen für unterschiedliche Kundengruppen und/oder Leistungsklassen zu
entwickeln, die anhand des Präfixes im Hostnamen bzw. des Modells zuordenbar sind. Weiterhin
muss die Firmware der Geräte durch den AG remote aktualisierbar sein. Der AN stellt eine
Dokumentation sämtlicher Einstellungsmöglichkeiten und ein Hardening Guide zur sicheren
Konfiguration der Geräte bereit.
3.4 Printserver und herstellerindividuelle Treiber
Neben der Nutzung der Pull-Printing-Lösung und des GPC von Docuform gibt es die Möglichkeit im
Netzwerk freigegebene Drucker direkt über einen kundenindividuellen Printserver mit dem
herstellerindividuellen Treiber einzubinden. Diese müssen die Schriftart Source Sans 3
entsprechend der Corporate Identity des LVR uneingeschränkt unterstützen.
Insbesondere die Kliniken sind bei der Nutzung von Citrix auf die Einbindung der Geräte über
Printserver angewiesen, da die direkte Einbindung von Druckern über den GPC Druckermanager in
diesem Umfeld aus Sicherheitsgründen nicht vorgesehen ist. Über die Printserver werden neben den
Druckerqueues auch die herstellerindividuellen Treiber zentral zur Verfügung gestellt. Außerdem
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erfolgt die automatische Zuordnung von Druckern im Klinikumfeld über die Eigenentwicklung
„Druck-DB“ anhand der auf den Printservern angelegten Druckern.
3.5 Herstellerindividuelle Konfigurationssoftware
Mitausgeschrieben wird eine herstellerindividuelle Konfigurationssoftware zur detaillierten
Verwaltung der angebotenen Leistungsklassen. Die Software scannt das LVR-Netz, erkennt
automatisch neue Geräte und fragt per SNMP regelmäßig den Gerätestatus sowie die Version der
Firmware und der installierten Docuform-App ab. Die Konfigurationssoftware verfügt über ein
Rollenkonzept für unterschiedliche Administrationsgruppen, welche per Active Directory einstellbar
sind. Die Software fasst mindestens 5000 Geräte und bietet eine Schnittstelle zum automatisierten
Import/Export sowie für das Hinzufügen/Entfernen von Geräten über ein offenes Dateiformat.
Die gefundenen Geräte sollten nach Organisationseinheiten (OEs), Gerätetypen, IP-Adressen,
Seriennummern und Hostnamen gruppiert werden können, um eine individuelle Konfiguration für
verschiedene Kundengruppen sicherzustellen. Die Änderungen von (Teil-)konfigurationen sowie die
Netzwerkscans sind zeitlich steuerbar. Die Konfigurationen können in Profilen gespeichert und auf
Einzelgeräte, Gruppen, OEs, Leistungsklassen oder global ausgerollt werden. Jeder einzelne
Parameter der globalen Druckereinstellungen ist mit der Software für alle Drucker in einem Schritt
anpassbar, ohne dass andere, individuelle Einstellungen der Drucker dadurch beeinträchtigt
werden. Sollte dies mit der Software standardmäßig nicht möglich sein, unterstützt der AN im
Rahmen des Supportes bei einer entsprechenden Imageerstellung. Weiterhin ist ein Update der
Firmware und der Docuform-App möglich. Die Jobs werden protokolliert und melden die
Durchführung je Gerät mit einem entsprechenden Hinweis zurück.
Um den Anwendersupport durch den AG sicherzustellen, ermöglicht die Software weiterhin die die
Remoteanzeige, -bedienung und -konfiguration der Druckerdisplays mindestens für Geräte mit f2P-
Fähigkeit.
3.6 Automatische Zertifikatsverwaltung (PKI-Anbindung)
Die angebotenen Drucksysteme bzw. eine zugehörige Managementlösung müssen eine
automatisierte Zertifikatsbeantragung und Zertifikatserneuerung unterstützen. Die unterstützten
Schnittstellen zur Zertifikatsbeantragung und -erneuerung müssen durch den AN dokumentiert sein.
Die automatisierte Zertifikatsbeantragung muss über mindestens eine geeignete Schnittstelle zur
bestehenden LVR-PKI möglich sein. Diese sind: SCEP, EST, ACME oder DCOM/RPC. Die Lösung muss
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Zertifikate vor Ablauf automatisiert erneuern können. Root- und Intermediate-CA-Zertifikate der
LVR-PKI müssen auf den Drucksystemen hinterlegt bzw. verteilt werden können. Der Zeitpunkt bzw.
Zeitraum für die Zertifikatserneuerung sollte konfigurierbar sein, z. B. Erneuerung 30 Tage vor
Ablauf.
4. Datenschutz und Sicherheit der Geräte
Die Geräte müssen dem Stand der Technik entsprechende Maßnahmen zum Schutz der
Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der verarbeiteten Daten unterstützen. Sämtliche
Sicherheitsfunktionen müssen durch den Administrator konfigurierbar sein.
4.1 Abschließbarkeit der Papierkassetten
Die Papierkassetten der Arbeitsplatzdrucker sollten insbesondere wegen des Rezeptdrucks in den
Kliniken optional abschließbar sein.
4.2 Verschlüsselte Datenübertragung
Druck-, Scan- und Verwaltungsdaten müssen verschlüsselt übertragen werden. Insbesondere muss
das Gerät sicheres Drucken (Secure Print) sowie die verschlüsselte Übertragung von Scanaufträgen
(z. B. Scan2Folder, Scan2Mail oder vergleichbare Verfahren) unterstützen.
4.3 Schnittstellen und Protokolle
Die Geräte müssen aktuelle, sichere Netzwerkprotokolle unterstützen.
Unsichere oder nicht mehr dem Stand der Technik entsprechende Netzwerkprotokolle und -dienste
müssen deaktivierbar sein. Sämtliche Netzwerkprotokolle, Netzwerkdienste und
Kommunikationsschnittstellen des Geräts müssen einzeln konfigurierbar sowie bei Nichtbedarf
einzeln deaktivierbar sein.
4.4 Festplatten und Löschkonzepte
Zum Schutz der Daten sind die Festplatten der Geräte verschlüsselt. Sie können nur in dem Gerät
genutzt werden, in dem sie eingebaut und verschlüsselt wurden. Nach dem Ausbau und Einbau in
einem anderen Gerät ist die Festplatte nicht lesbar. Es verbleiben keine Daten gedruckter Jobs auf
der Festplatte. Bei Abholung oder Austausch eines Gerätes wird eine Löschung des lokalen
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Datenspeichers (sofern vorhanden) nach BSI-Standard ISO27001 durchgeführt und protokolliert.
Das Löschprotokoll wird dem AG unmittelbar und unaufgefordert in elektronischer Form zur
Verfügung gestellt.
4.5 USB-Ports
USB-Schnittstellen müssen einzeln administrierbar sowie separat aktivier- und deaktivierbar sein.
Darüber hinaus sind USB-bezogene Prozesse vollständig von den Prozessen zur Ausführung von
Aufträgen über LAN getrennt und ein Eindringen in das LAN von USB aus ist damit unmöglich. Der AN
lässt dem AG unaufgefordert eine entsprechende Stellungnahme zukommen. Kann dies vom AN
nicht ausgeschlossen werden, muss die Schnittstelle vollständig deaktivierbar sein.
4.6 Firmware und Updates
Die Geräte müssen die Authentizität und Integrität der Firmware vor deren Installation und
Ausführung nach kryptographischen Standards prüfen. Es darf ausschließlich vom Hersteller
autorisierte Firmware installiert und ausgeführt werden. Das Gerät muss über einen Mechanismus
verfügen, der Manipulationen an der Firmware beim Systemstart erkennt und die Ausführung nicht
autorisierter Firmware verhindert.
4.7 Administratorzugänge
Die Geräte und Softwares müssen ein rollenbasiertes Berechtigungskonzept unterstützen, welche
über AD-Gruppen gesteuert werden sollten.
4.8 Protokollierung
Die Geräte müssen sicherheitsrelevante Ereignisse in Revisionslogs protokollieren. Die Protokolle
müssen manipulationsgeschützt sein, Zeitstempel enthalten und in einem gängigen Format
exportiert werden können. Weiterhin muss die Protokollierung von Druck-, Kopier-, Scan- und
Versandaufträgen unterstützt werden. Die Protokollierung darf nur durch den Administrator
konfigurierbar sein.
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4.9 Unterstützung eigener Zertifikate
Die Geräte müssen den Import und die Verwaltung eigener X.509-Zertifikate unterstützen.
Abgelaufene oder ungültige Zertifikate müssen erkannt und aktualisiert werden können.
4.10 Schutz vor Manipulation
Die Geräte müssen Mechanismen zum Schutz vor Manipulation der Systemsoftware unterstützen.
Hierzu gehören insbesondere Secure Boot und soweit vom AN angeboten, eine integrierte
Erkennung von Schadsoftware oder vergleichbare Sicherheitsfunktionen.
5. Qualitätssicherung
Hier werden die notwendigen Aktivitäten zur Überprüfung und Sicherstellung der Servicequalität
dargestellt.
5.1 SLA-Regelwerk
Die SLA-Laufzeit beginnt mit erfolgreicher Ticketübertragung an den AN und endet mit der im Ticket
dokumentierten Leistungserbringung. Maßgeblich sind die Zeitstempel im Ticketsystem des AG.
Die SLA-Laufzeit pausiert insbesondere bei: • Zulässigen Updates, wie z.B. abgestimmten Rückfragen des AN • Dokumentierten erfolglosen Kontaktversuchen • Durch den AG verschuldete vergebliche Anfahrten
Die vorgegebenen Zeiten werden wie folgt definiert: • Ausfallzeit
– ist die Zeit, die mit der Übermittlung einer ordentlichen Meldung (Ticket) an den AN beginnt. Die
Störungsmeldung wird damit im Ticketsystem dokumentiert. Sie endet mit dem Lösen des Problems
und dem Schließen des Tickets im Ticketsystem des AG. • Reaktionszeit
– ist die Zeit, die nach der Übermittlung eines Tickets wegen einer Störungs- bzw. Mängelmeldung
beginnt und innerhalb derer sich der AN beim AG zurückmelden muss, bzw. auf das Ticket reagieren
muss mit einer Rückmeldung. • Wiederherstellungszeit
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– ist die Zeit, die dem AN zur Verfügung steht, um die gemeldete Störung/den Mangel zu beheben.
Sie beginnt mit dem Eingang des Tickets beim AN und läuft ab diesem Zeitpunkt bis zum
erfolgreichen Abschluss der Arbeiten.
Die SLA- Fristen werden wie folgt vereinbart:
| Ticketart | Reaktionszeit | Wiederherstellungszeit |
|---|---|---|
| Incident (Störungsmeldung) | 4 Std. (24/7; unabhängig von der Servicezeit) | 48 Stunden (24/7; unabhängig von der Servicezeit) |
| Service Request Verbrauchsmaterialtausch | 4 Std.; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) | 48 Stunden; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) |
| Service Request Neuinstallation/Move/Umtausch | 4 Std.; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) | 15 Werktage; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) |
| Service Request Deinstallation | 4 Std.; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) | 8 Werktage; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) |
| Service Request Zählerstandsmeldung/Zählerstandsmeldung Offline-Geräte | 4 Std.; Mo-Fr 8-17 Uhr (innerhalb der Servicezeit) | Keine SLA |
Die Auswirkung der Ticketstatus beim AG auf die SLA-Laufzeiten des AN werden unter Punkt 6.4.3 ff.
im Detail beschrieben.
5.2 Reporting
Der AN liefert monatliche Reports über die Serviceleistungen, die insbesondere die Bearbeitungszeit
und die Erfolgsquote der vorgenannten Incidents und Servicerequests (SRs) beinhalten. Dies
schließt auch die Bestellungen und Auslieferungen ein. Die Servicereports werden dem AG
quartalsweise zur Verfügung gestellt und mit dem eigenen Reporting abgeglichen. Sollten die
Reports Abweichungen zwischen SLAs und dem Service aufzeigen, organisiert der AG ein Service
Review Meeting, bei dem Abweichungen zu den vereinbarten SLAs vom AN darzustellen und zu
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begründen sind. Im Service Review Meeting werden Strategien zur Verbesserung der Serviceleistung
erarbeitet.
5.3 Regelmäßiger Austausch
Zwischen den Partnern sind regelmäßige Gespräche zu vereinbaren. Hierbei sollen die
Gesprächspartner vom AN und AG klären und besprechen, wie das tägliche Geschäft reibungslos
betrieben werden kann. Dieser JourFixe wird zunächst alle vier Wochen stattfinden. Wenn der
Betrieb einwandfrei läuft, können später 6 oder 8-wöchige Termine festgelegt werden. Diese
Termine finden online über das vom AG bereitgestellte Videokonferenzsystem statt. Hierin sind u.a.
folgende Themen zu besprechen:
- Produktabkündigungen u. –aktualisierungen
- Roadmap / Lifecycle der aktuellen Produkte überprüfen
- Abnahme Firmware / neue Firmware
- Qualitätsmängel und Incidents
Bei Bedarf können in den beschriebenen Fällen zusätzliche Termine vereinbart werden.
6. Zusammenarbeit zwischen AG und AN
Dieses Kapitel beschreibt die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen der
Zusammenarbeit zwischen AG und AN. Ziel ist eine transparente, nachvollziehbare und
weitestgehend automatisierte Zusammenarbeit während der gesamten Vertragslaufzeit. Hierzu
werden Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege, Eskalationsverfahren sowie Anforderungen an
den elektronischen Datenaustausch zwischen den Vertragspartnern festgelegt. Die in diesem Kapitel
beschriebenen Regelungen gelten für sämtliche Leistungen des AN, sofern in den jeweiligen Service-
und Prozessbeschreibungen keine abweichenden Festlegungen getroffen werden.
6.1 Kommunikationsgrundsätze
Die Kommunikation zwischen AG und AN erfolgt, sofern technisch möglich, grundsätzlich über die
REST-Schnittstelle gekoppelten Ticketsysteme. Die Tickets stellen das führende Kommunikations-
und Dokumentationsmedium dar. Telefonische Abstimmungen sind möglich, sofern sie der
Terminvereinbarung, der kurzfristigen Störungsbeseitigung oder Eskalation dienen. Die Ergebnisse
sind durch den AN im Ticket zu dokumentieren. Der AN verwendet ausschließlich die durch den AG
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vorgegebenen Kommunikationswege und Ticketereignisse. Sämtliche Dokumente sind in einem
maschinenlesbaren Format bereitzustellen.
6.2 Rollen und Verantwortlichkeiten
Zur Sicherstellung einer eindeutigen Aufgabenverteilung werden folgende Rollen unterschieden:
LVR-Infokom (Service Druck)
Der Service Druck ist verantwortlich für • Die fachliche Steuerung des Vertrags, • Die Beauftragung von Leistungen über die definierten Prozesse, • Die Prüfung und Abnahme der erbrachten Leistungen, • Anlage von Bestellungen in Ariba, • Technische Stammdatenaktualisierung in CAFM (Computer Aided Facility Management), • Ggf. Bereitstellung von Auswertungen der Druckerstammdaten, • Bereitstellung von Zählerstandsauswertungen für die Abrechnung, • Aktualisierung der Printserver, • Prüfung von Sicherheitsschwachstellen, • Durchführung des Eskalationsmanagements auf Auftraggeberseite, • Interne Prüfung eingehender Service Requests und Incidents • Koordination fachlicher Rückfragen, • Überwachung der Leistungserbringung und Service Reviews, • Inhaltliche Entwicklung und Bereitstellung von Images und Basiskonfigurationen, • Firmware-/ und Treiberupdates, • Steuerung des Flottenmanagements und Follow2Print (F2P), • Organisation und Durchführung von Testung und QS
IT- Koordination (ITKO)
Die ITKO ist Ansprechpartner für den Anwender/die Anwenderin bei Druckerstörungen und prüft, ob
es sich um einen Anwenderfehler handelt oder tatsächlich eine Druckerstörung vorliegt. Im
Fehlerfall eröffnet die ITKO ein Ticket beim Service Druck. Zusammenfassend ist die ITKO
insbesondere verantwortlich für:
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• Beauftragung von Neuinstallationen, Moveaufträgen, Deinstallationen etc. beim Service
Druck, • Erfassung von Störungen und Meldung an Service Druck, • Mitwirkung bei der Fehleranalyse (1st lvl) • Meldung/Pflege der Druckerstammdaten • Ansprechpartner/Begleitung für Spedition/Technikereinsätze • Meldung von Konfigurationswünschen • Entgegennahme und Quittierung von Lieferungen/Leistungserbringungen
Lokaler Ansprechpartner
Der lokale Ansprechpartner ist verantwortlich für: • Meldung von Zählerständen bei Offline-Geräten • Meldung von Druckerstörungen bei der ITKO • Meldung von erforderlichem Verbrauchsmaterial bei Offline-Geräten • Meldung der Druckerstammdaten bei der ITKO • Ansprechpartner/Begleitung für Spedition/Technikereinsätze • Meldung von Konfigurationswünschen • Entgegennahme und Quittierung von Lieferungen/Leistungserbringungen
Auftragnehmer (AN)
Der AN ist für die vollständige und fristgerechte Erbringung sämtlicher vertraglich vereinbarter
Leistungen verantwortlich. Dies umfasst insbesondere: • die Steuerung eigener Mitarbeitender und Subunternehmer, • die Einhaltung der vereinbarten SLAs, • die Terminabstimmung und Ankündigung bei Vor-Ort-Einsätzen • die vollständige Dokumentation im Ticketsystem • die Bereitstellung erforderlicher Nachweise
Der Einsatz von Subunternehmen entbindet den AN nicht von seiner Gesamtverantwortung
gegenüber dem AG.
6.3 Ansprechpartner und Eskalation
Der AN stellt einen deutschsprachigen Helpdesk sowie eine kostenfreie Servicerufnummer und eine
Support-E-Mail-Adresse als zentralen Single Point of Contact (SPOC) zur Verfügung. Diese
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Kontaktmöglichkeiten dienen insbesondere der Bearbeitung und Eskalation von Anliegen, die nicht
über das reguläre Ticketsystem gelöst werden können. Hierzu zählen beispielsweise die
Abstimmung mit Entwicklern bei Schnittstellen- oder Integrationsproblemen, die Behandlung
großflächiger Störungen, etwa im Zusammenhang mit Firmware- oder Softwarefehlern, gewünschte
Umkonfigurationen der Images für die Vorinstallation sowie weitere betriebsrelevante Themen
außerhalb des Standard-Ticketprozesses. Der AN ist für den AG der alleinige und direkte
Ansprechpartner für sämtliche vertraglich vereinbarten Leistungen.
Eine Eskalation erfolgt insbesondere bei: • Drohender SLA-Verletzung, • Wiederkehrenden Qualitätsmängeln, • Großflächigen Störungen, • Schnittstellenproblemen, • Vertragsverletzungen, • Sonstigen betriebskritischen Ereignissen
Der AN dokumentiert die sich aus der Eskalation ergebende Ergebnisse und Maßnahmen schriftlich
für alle Beteiligten und gibt dem AG unaufgefordert Updates zum Bearbeitungsstand. In der Anlage
„Kommunikations- und Eskalationsmatrix“ sind die entsprechenden Eskalationsstufen und
Kontakte zu benennen.
6.4 Ticketkommunikation
Die Kommunikation zwischen AG und AN erfolgt über die bidirektionale REST-Schnittstelle. Das
Ticketsystem des AG ist derzeit JIRA. Sämtliche ticketbezogene Informationen werden automatisiert
und ereignisgesteuert zwischen den beiden Systemen synchronisiert. Die Kommunikation erfolgt
über die nachfolgend beschriebenen Ticketinformationen, Kommentare, Statusänderungen und
Anhänge.
Alle für die Leistungserbringung relevanten Informationen sind im Ticket nachvollziehbar zu
dokumentieren. Hierzu zählen insbesondere:
• Rückfragen • Terminvereinbarungen • Kontaktversuche
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• Statusänderungen • Dokumentationen der Leistungserbringung • Nachweise und Anhänge (insbesondere Liefer-/Abholscheine bei Neuinstallationen und
Moves, Serviceeinsatzberichte, Löschprotokolle bei Deinstallationen)
Ist eine solche Integration nicht realisierbar, ist zwischen AN und AG eine geeignete Alternative zur
Informationsübertragung und Statussynchronisation abzustimmen und zu dokumentieren.
6.4.1 Ticketarten
Zur Abbildung der vertraglich vereinbarten Leistungen werden im Ticketsystem unterschiedliche
Ticketarten verwendet. Die Ticketart bestimmt den fachlichen Bearbeitungsprozess. Die
Ticketerzeugung erfolgt abhängig von der jeweiligen Ticketart automatisiert oder manuell.
Automatisiert erstellte Tickets werden unmittelbar über die Schnittstelle übergeben. Bei manuell
erstellten Tickets erfolgt eine Vorprüfung durch den Service Druck.
| Ticketart | Auslöser | Generierung |
|---|---|---|
| Incident | • Fehlercode des Gerätes im Flottenmanagement • Störungsmeldung durch ITKO | • automatisch • manuell |
| Service Request Verbrauchsmaterialtausch | • Unterschreitung des Füllstands • Bedarfsmeldung durch User | • automatisch • manuell |
| Service Request Bestellung (Neuinstallation, Umtausch/Technischer Austausch, Move) | • Bedarfsmeldung durch ITKO | • manuell |
| Service Request Zählerstandsmeldung/ Zählerstandsmeldung Offline- Geräte/Abrechnung | • Zählerstandsmeldung durch User/ITKO/Infokom | • manuell |
| Service Request Deinstallation | • Bedarfsmeldung durch User/ITKO | • manuell |
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Zur internen Bearbeitung werden außerdem die folgenden SRs angelegt, aber nicht über die
Schnittstelle übertragen. Die Grouped Items sind separate SRs, die automatisch durch JIRA generiert
werden und sich unmittelbar im Status „Warten auf AG“ befinden. Nach Übermittlung des Liefer-
/Abholscheins im auslösenden Ticket und dessen Schließung, verändert sich der Status automatisch
zu „Offen“. Damit sind sie in der Ticketwarteschlange des Service Druck wieder sichtbar und können
bearbeitet werden.
| Ticketart | Auslöser | Generierung |
|---|---|---|
| Service Request Änderung Druckerstammdaten | • Meldung durch User/ITKO | • manuell |
| Grouped Items • Anlage/Anpassung CAFM • Anlage/Anpassung Printserver | • SR Bestellung wurde erstellt • SR Deinstallation wurde erstellt | • automatisch |
6.4.2 Ticketfelder
Im Folgenden werden die zu übermittelnden Ticketinformationen beschrieben.
| Feld | Beschreibung | Verwendung | Richtung |
|---|---|---|---|
| Ticketnummer AG | Eindeutige Referenznummer des Tickets im Ticketsystem des AG | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Eingangszeitpunkt | Zeitpunkt des erfolgreichen Eingangs im Ticketsystem AN | Alle Ticketarten | AN -- AG |
| Ereigniszeitpunkt | Zeitpunkt zu dem das Ticketereignis im sendenden System ausgelöst wurde | Alle Ticketarten | bidirektional |
| Ticketnummer AN | Eindeutige Referenznummer des | Alle Ticketarten | AN -- AG |
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| Tickets im Ticketsystem des AN | |||
|---|---|---|---|
| Ticketart | Incident oder Service Request | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Unterkategorie/SR-Typ | Fachliche Zuordnung entsprechend SLA | Service Requests | AG -- AN |
| Ticketstatus | Aktueller gemäß Statusmodell zulässiger Ticketstatus | Alle Ticketarten | bidirektional |
| Ticketereignis | Fachliches Ereignis gemäß den definierten Ticketereignissen | Alle Ticketarten | bidirektional |
| PR-Nummer | Bestellnummer aus Ariba | Bestellungen/Moves/Umtausche (kostenpflichtig) | AG -- AN |
| Ticketautor | Ticketautor | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Lokaler Ansprechpartner | Lokaler Ansprechpartner | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Telefon Lokaler Ansprechpartner | Telefon Lokaler Ansprechpartner | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| ITKO | ITKO | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Telefon ITKO | Telefon ITKO | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Ansprechpartner für Bestellung | Ansprechpartner für Bestellung | Bestellungen/Moves/Umtausche (kostenpflichtig) | AG -- AN |
| Telefon Ansprechpartner für Bestellung | Telefon Ansprechpartner für Bestellung | Bestellungen/Moves/Umtausche (kostenpflichtig) | AG -- AN |
| Ticketbetreff | Kurzbeschreibung des Vorgangs | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Ticketbeschreibung | Beschreibung der Störung oder beauftragten Leistung | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Kommentar | Ergänzende Informationen zum Bearbeitungsstand oder zur Klärung | Alle Ticketarten | bidirektional |
| Anhänge | Screenshots, Fotos für Fehlerdetails, Bestellformulare, | Alle Ticketarten | bidirektional |
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| Serviceberichte, Liefer- /Abholscheine, Löschprotokolle | |||
|---|---|---|---|
| Seriennummer | Seriennummer des betroffenen Gerätes | Alle Ticketarten außer bei Neubestellungen | AG -- AN |
| Hostname | Eindeutiger technischer Gerätename | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Standort | Standort des Gerätes | Alle Ticketarten | AG -- AN |
| Abschlussdokumentation | Abschlussereignisse, Beschreibung der durchgeführten Maßnahme | Alle Ticketarten | AN -- AG |
6.4.3 Ticketstatus
Der Ticketstatus beim AG beschreibt den technischen Zustand eines Tickets und wirkt sich wie folgt
auf die SLA-Laufzeiten des AN aus:
| Status | Bedeutung | SLA |
|---|---|---|
| Offen | Ticket wurde erstellt und liegt in der Ticketwarteschlange des AG | (noch) nicht gestartet |
| In Bearbeitung AN | Eingang des Tickets wurde mit Zeitstempel und Ticketnummer bestätigt und befindet sich in Bearbeitung des AN | läuft |
| In Bearbeitung AG | In Bearbeitung durch den AG– das Ticket wurde aufgrund eines definierten Rückgabegrundes durch den AN zurückgegeben oder der AG weist sich das Ticket selbstständig zu | läuft nicht |
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| Pausiert | Ticket auf Wiedervorlage für den vereinbarten Leistungstermin | läuft nicht |
|---|---|---|
| Geschlossen | Ticket wurde abgeschlossen | beendet |
6.4.4 Zulässige Ticketereignisse
Ticketereignisse beschreiben fachliche Vorgänge innerhalb des Bearbeitungsprozesses. Die
Bearbeitung eines Tickets erfolgt ausschließlich über die nachfolgend definierten Ticketereignisse.
Reine Statusmeldungen oder Informationskommentare dürfen nicht zur Steuerung des
Bearbeitungsprozesses verwendet werden. Weitere Ticketereignisse dürfen ausschließlich nach
schriftlicher Freigabe des AG eingeführt werden.
6.4.4.1 Allgemeine Ticketereignisse
Die folgenden Ticketereignisse gelten für alle Ticketarten:
| Kategorie | Ticketereignis | Beschreibung | Statusänderung | Bearbeitung | SLA |
|---|---|---|---|---|---|
| Übergabe | Ticket übertragen | Ticket wurde erstmalig an den AN übergeben und der Eingang bestätigt | Offen – In Bearbeitung AN | AN | läuft |
| Info | Informations- kommentar | Allgemeine Informationen oder Dokumentation ohne Einfluss auf den Bearbeitungsprozess | keine | unverändert | unverändert |
| Pausiert durch AN | Termin vereinbart durch AN | Ticket auf Wiedervorlage für den vereinbarten Leistungstermin (inklusive Datum und Uhrzeit) | In Bearbeitung AN - pausiert | AN | pausiert |
| Rückgabe | Ansprechpartner nicht erreichbar | Kontaktversuch mehrfach gescheitert (inklusive Datum und Uhrzeit) | In Bearbeitung AN – Offen | AG | pausiert |
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| Rückgabe | Standortdaten prüfen | Die Standortdaten sind unvollständig oder fehlerhaft | In Bearbeitung AN – Offen | AG | pausiert |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückgabe | Vergebliche Anfahrt | Die Leistung konnte aufgrund fehlender Zugänglichkeit oder fehlender Ansprechpartner nicht erbracht werden | In Bearbeitung AN – Offen | AG | pausiert |
| Fortsetzung | Rückmeldung AG | Die erforderlichen Informationen wurden bereitgestellt | In Bearbeitung AG – In Bearbeitung AN | AN | läuft |
| Abschluss | Ticket geschlossen | Die vertraglich vereinbarte Leistung wurde vollständig erbracht und dokumentiert inklusive aller Nachweise | In Bearbeitung AN - Geschlossen | - | beendet |
6.4.4.2 Ticketereignisse Incident
Zusätzlich gelten für alle Incidents die folgenden Ticketereignisse:
| Kategorie | Ticketereignis | Beschreibung | Statusänderung | Bearbeitung | SLA |
|---|---|---|---|---|---|
| Bearbeitung | Telefonische Entstörung eingeleitet | Der AN hat mit der telefonischen Fehleranalyse begonnen | keine | AN | läuft |
| Bearbeitung | Technikereinsatz eingeleitet | Der Techniker ist auf dem Weg | keine | AN | läuft |
| Bearbeitung | Ersatzgerät beauftragt | Entstörung vor Ort war nicht möglich, Ersatzgerät beauftragt | keine | AN | läuft |
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| Bearbeitung | Ersatzgerät bereitgestellt | Ersatzgerät wurde bereitgestellt | keine | AN | läuft |
|---|---|---|---|---|---|
| Abschluss | Anwenderfehler/- verschulden | Das Problem resultierte aus einem Anwenderfehler/- verschulden, unterschriebener Serviceeinsatzbericht beigefügt | In Bearbeitung AN - Abgebrochen | - | beendet |
6.4.4.3 Ticketereignisse SR Verbrauchsmaterialtausch
Zusätzlich gelten für alle SRs Verbrauchsmaterialtausch die folgenden Ticketereignisse:
| Kategorie | Ticketereignis | Beschreibung | Statusänderung | Bearbeitung | SLA |
|---|---|---|---|---|---|
| Bearbeitung | Austausch wird durchgeführt | Die Durchführung des Austauschs wird im Laufe des Tages durchgeführt | Pausiert - In Bearbeitung AN | AN | läuft |
| Abschluss | Verbrauchsmaterial versendet | Da der AP nicht erreichbar war, wurde das Verbrauchsmaterial an den Standort versendet | In Bearbeitung AN - Geschlossen | - | beendet |
6.4.4.4 Ticketereignisse SR Bestellung – Neuinstallation, Move, Umtausch, Technischer
Austausch
Zusätzlich gelten für alle SRs Bestellung die folgenden Ticketereignisse:
| Kategorie | Ticketereignis | Beschreibung | Statusänderung | Bearbeitung | SLA |
|---|---|---|---|---|---|
| Bearbeitung | Vorinstallation Neugerät abgeschlossen | Konfigurationsbestätigung dokumentiert | keine | AN | läuft |
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6.4.4.5 Ticketereignisse SR Zählerstandsmeldung
Zusätzlich gelten für alle SRs Zählerstandsmeldung die folgenden Ticketereignisse:
| Kategorie | Ticketereignis | Beschreibung | Statusänderung | Bearbeitung | SLA |
|---|---|---|---|---|---|
| Abschluss | Ticket geschlossen | Zählerstand für die Abrechnung dokumentiert | In Bearbeitung AN - Geschlossen | - | - |
6.5 Ausfallkonzept bei Schnittstellenproblemen
Der AN erstellt ein Ausfallkonzept für Störungen der Schnittstellenkommunikation bereit und sorgt
für dessen Aktualität im Rahmen der Vertragslaufzeit. Das Ausfallkonzept muss sicherstellen, dass
bei einem Ausfall oder einer Einschränkung der elektronischen Schnittstelle die fristgerechte
Übermittlung und Bearbeitung von Tickets sowie der erforderliche Informationsaustausch zwischen
AG und AN ohne wesentliche Beeinträchtigung der Serviceerbringung gewährleistet bleiben. Hierzu
sind insbesondere Ersatzverfahren, Kommunikationswege, Verantwortlichkeiten sowie die
Wiederaufnahme des Regelbetriebs einschließlich Nachsynchronisation der während des Ausfalls
angefallenen Ticketinformationen zu beschreiben.
7. Service- und Prozessbeschreibung
Vor der Ticketerstellung erfolgt auf Seiten des AG: • Dublettenprüfung • Aktualisierung eines bestehenden Tickets oder Neuanlage • Kategorisierung des Tickettyps (Service Request oder Incident) • Ggf. Vorprüfung durch Service Druck
Durch das Flottenmanagement generierte Tickets werden unmittelbar und automatisiert über die
REST-Schnittstelle an das Ticketsystem des AN übertragen. In diesen Fällen erfolgt keine Vorprüfung
durch den AG.
7.1 Grundsätze zur Leistungserbringung
Die Leistungserbringung erfolgt auf Grundlage der in diesem Dokument beschriebenen Prozesse
sowie der vereinbarten Service Level Agreements (SLAs). Sämtliche Leistungen des AN sind
transparent, nachvollziehbar und revisionssicher im Ticket zu dokumentieren. Maßgeblich für die
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Kommunikation zwischen AG und AN sind die über die REST-Schnittstelle übertragenen
Ticketinformationen sowie die definierten Ticketereignisse und Zeitstempel.
Für alle Leistungen gelten unabhängig vom jeweiligen Prozess die folgenden Grundsätze, sofern in
den einzelnen Prozessbeschreibungen nichts Gegenteiliges festgelegt wurde:
• Die Bearbeitungszeit beginnt mit der Rückmeldung der Ticketnummer und des Zeitstempels
des AN nach erfolgreicher Ticketübermittlung über die Schnittstelle. • Sämtliche Bearbeitungsschritte, Rückfragen, Kontaktversuche, Terminvereinbarungen
sowie die Leistungserbringung sind durch den AN unter Verwendung der unter Zulässige
Ticketereignisse beschriebenen Ticketereignisse vollständig im Ticket zu dokumentieren. • Einsätze vor Ort sind vorab immer mit dem im Ticket benannten Ansprechpartner
abzustimmen. Der AN kündigt die Ankunft des Technikers oder der Spedition zusätzlich etwa
30 Minuten vor Eintreffen telefonisch an. • Können Ansprechpartner trotz mindestens zwei dokumentierter Kontaktversuche an
unterschiedlichen Werktragen nicht erreicht werden oder war die Anfahrt vergeblich, erfolgt
die Rückgabe des Tickets an den AG zur Klärung. • Nach Abschluss der Arbeiten hinterlegt der AN sämtliche prozessbezogene Nachweise (z.B.
Abhol-/Lieferscheine, Serviceeinsatzberichte, Löschprotokolle oder
Konfigurationsbestätigungen) im Ticket und schließt es mit einer abschließenden
Dokumentation. Die Leistung gilt erst mit vollständiger Dokumentation und Schließung des
Tickets als erbracht.
Die nachfolgend dargestellten Prozessschritte fassen den jeweiligen Leistungsablauf zusammen und
dienen als Grundlage für die Prozessdarstellungen.
7.2 Allgemeiner Bestellprozess
Ausschließlich die ITKO der jeweiligen Dienststelle ist berechtigt, einen der folgenden Vorgänge
durch die Erstellung eines SRs beim Service Druck zu beauftragen: • Neuinstallation • Umtausch • Kostenpflichtiger Move • Technischer Austausch
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Dazu sind die abgestimmten Formulare (s. Anlagen „Bestellformular_“) vollständig durch den AG
auszufüllen. Der Service Druck prüft die Bestellinformationen, vergibt bei Bedarf einen neuen
Hostnamen und legt bei kostenverursachenden Vorgängen die Bestellung in Ariba an. Nach
Abschluss des internen Genehmigungsverfahrens wird der Auftrag aus Ariba an den AN übermittelt.
Im Betreff des SR wird die PR-Nummer der Bestellung hinterlegt, um ein Matching der Vorgänge
nach Eingang der Bestellbestätigung, die der AN per E-Mail an Infokom.Drucker.ADM@lvr.de unter
Angabe der PR-/ und Ariba-Bestellnummer versendet, zu ermöglichen. Nach erfolgreichem Matching
der Bestellbestätigung und des SRs durch Jira wird der SR zu Dokumentations- und
Kommunikationszwecken automatisch über die Schnittstelle an den AN übertragen. Für
Deinstallationen sowie gebäudeinterne Moves werden keine Ariba-Bestellungen erzeugt, da diese
keine kostenverursachenden Leistungen darstellen. Die Beauftragung erfolgt in diesen Fällen
ausschließlich über den Service Request. Weicht der tatsächliche Aufstellungsort von den Angaben
auf dem Lieferschein ab, weist der AN den AG darauf hin und dokumentiert die aktualisierten
Standortdaten im Ticket.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Allgemeiner Bestellprozess | Prozess_7.2-Allgemeiner_Bestellprozess |
7.2.1 Neuinstallation
Eine Neuinstallation ist die Beauftragung eines neuen Systems und/oder Zubehörteils durch den AG.
Der AN nimmt die Vorkonfiguration mit den kundenspezifischen Basiskonfigurationen vor und
hinterlegt zwei Arbeitstage vor Anlieferung eines Systems eine Konfigurationsbestätigung (s.
Konfigurationsbestätigung) nach den Vorgaben des AG im zugehörigen Ticket. Die Geräte sind mit
einem Aufkleber entsprechend der Anlage „Label“ zu versehen. Diese und Beschriftungen für Fächer,
Tastatur, USB-Anschluss und Netzschalter sind zusätzlich in Blindenschrift anzubringen.
Nach Anlieferung erfolgt der Aufbau, Anschluss an Strom und Netzwerk sowie die Testung und eine
Einweisung in die Grundfunktionen des Gerätes (Drucker 5 min., MFP 30 min) vor Ort. Bei der
Lieferung von Zubehörteilen wird automatisch der zeitnahe Einbau durch den AN eingeleitet oder
direkt bei der Lieferung vorgenommen. Ein zusätzliches Ticket für die Beauftragung des Einbaus ist
nicht erforderlich. Sollte für den Einbau eines neuen Zubehörteils, ein anderes Teil ausgebaut
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werden müssen, nimmt der Techniker das ausgebaute Teil mit. Eine Lagerung und spätere Abholung
des ausgebauten Teils sind nicht möglich.
Angefallenes Verpackungsmaterial wird durch den AN mitgenommen und entsorgt. Der Lieferschein
wird dem AG umgehend zur Verfügung gestellt.
Durch den Service Druck erfolgt nach Abschluss des Tickets durch den AN die Einrichtung auf dem
Printserver und die Anlage in CAFM.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Neuinstallation | Prozess_7.2.1- Neuinstallation |
7.2.2 Umtausch/Technischer Austausch
Der Umtausch beschreibt den Wechsel eines Systems in eine höhere oder niedrigere
Leistungsklasse. Der AG hat außerdem das Recht, den Austausch eines Gerätes gegen ein
gleichwertiges Modell zu fordern (Technischer Austausch), wenn die Druckqualität auch nach
zweimaliger Reparatur nicht verbessert werden kann oder innerhalb von 4 Wochen mehr als 3
Reparaturen wegen technischer Defekte auftreten. Als gleichwertig gelten Geräte, die hinsichtlich
Ausstattung und Leistungsmerkmalen der bisherigen Ausstattung entsprechen. Die Incidents
werden als Nachweis im Ticket verknüpft.
Der Prozess setzt sich aus den beiden Prozessen Deinstallation und Neuinstallation zusammen,
wobei die Auslieferung und Abholung der Geräte nahtlos ineinander übergehen. Der AN konfiguriert
das Austauschgerät analog zum Altgerät (inklusive Adressbücher, Favoriten, Standardeinstellungen
etc.). Der Service Druck kann bei Bedarf ein entsprechendes Image mit den Konfigurationen des
Altgerätes bereitstellen.
Sollte dem Dienstleister zum Zeitpunkt des Austauschs ein vertraglich angebotenes Gerät nicht zur
Verfügung stehen, sind Nachfolgemodelle mit denselben oder höheren Leistungsmerkmalen ohne
Berechnung von Mehrkosten zu verwenden. Dies gilt für Zubehör entsprechend.
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Ein Druckerumtausch oder technischer Austausch fällt nicht unter das vereinbarte
Rückgabekontingent. Der Liefer-/ und Abholschein sowie das Löschprotokoll werden dem AG
umgehend zur Verfügung gestellt.
Durch den Service Druck erfolgt nach Abschluss des Tickets durch den AN die Einrichtung auf dem
Printserver und die Anlage in CAFM.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Umtausch und technischer Austausch | Prozess_7.2.2-Umtausch_und_Technischer_Austausch |
7.2.3 Move
Ein Move beschreibt die Standortverlegung von Systemen und alle damit im Zusammenhang
stehenden Leistungen. Im Fall eines Dienststellenwechsels trägt der empfangende Kunde die Kosten
für den Move, was in der Ariba-Bestellung entsprechend berücksichtigt wird. Bei der Durchführung
eines Moves deinstalliert der AN fachmännisch das umzuziehende System, konfiguriert dieses ggf.
entsprechend um (neuer Hostname, Image) und transportiert es an den Zielort. Alle Geräte dürfen
selbstständig durch den AG umgezogen werden, sofern die neuen Standortdaten umgehend in CAFM
hinterlegt werden. Dazu kann der SR „Änderung der Druckerstammdaten“ beim Service Druck
genutzt werden oder die ITKO hinterlegt die Daten selbstständig in CAFM. Dem AN werden die neuen
Druckerstammdaten in diesen Fällen wie hier beschrieben mitgeteilt. Sollte der AN einen Move nicht
fristgerecht durchführen können, hat der AG die Möglichkeit eine andere Spedition auf Kosten des
AN zu beauftragen. Moves innerhalb eines Gebäudes führt der AN grundsätzlich kostenfrei durch,
weshalb in diesen Fällen der Auftrag ausschließlich über einen Service Request erfolgt und kein
zusätzlicher Ariba-Vorgang angelegt wird. Am Bestimmungsort erfolgen die weiteren Schritte
entsprechend des Prozesses „Neuinstallation“. Angefallenes Verpackungsmaterial wird durch den
AN mitgenommen und entsorgt. Der Liefer-/ und Abholschein werden dem AG umgehend zur
Verfügung gestellt.
Durch den Service Druck erfolgt nach Abschluss des Tickets durch den AN die Einrichtung auf dem
Printserver und die Anlage in CAFM.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Move | Prozess_7.2.3-Move |
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7.3 Deinstallation
Unter Deinstallation wird der finale Abbau eines Gerätes oder der Ausbau eines Zubehörteils, sowie
die finale Deinstallation und Löschung sämtlicher Daten (s. dazu Festplatten und Löschkonzepte)
verstanden. Die Rückgabe wird entweder durch das Vertragsende eingeleitet oder als SR im Rahmen
des vereinbarten Rückgabekontingents.
Der Abholschein und das Löschprotokoll werden dem AG umgehend zur Verfügung gestellt.
Durch den Service Druck erfolgt nach Abschluss des Tickets durch den AN die Entfernung vom
Printserver und aus CAFM.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deinstallation | Prozess_7.3-Deinstallation |
7.4 Incident (Störungsmeldung)
Ein Incident liegt vor, wenn ein unerwartetes, ungeplantes Ereignis den normalen Betriebsablauf
stört, die Qualität der vereinbarten Leistungen durch den AN mindert oder Potenzial für Schäden
birgt. Die Behebung sämtlicher Incidents ist im Service durch den AN enthalten, außer dieser wurde
nachweislich durch den AG verursacht.
Bei Störungsmeldungen durch Mitarbeitende prüft die ITKO zunächst, ob es sich um eine Drucker-
/F2P-Störung oder lediglich einen Anwenderfehler handelt. Liegt eine Störung vor, eröffnet die ITKO
einen Incident beim Service Druck mit der Fehlerbeschreibung und der bereits erfolgten Analyse. Der
Service Druck analysiert das Problem im Detail und versucht, die Störung selbstständig zu beheben.
Ist dies ohne Unterstützung des AN nicht möglich, wird das Ticket über die Schnittstelle an den AN
übergeben. Störungsmeldungen, die automatisch vom Flottenmanagement anhand eines
Druckerfehlercodes generiert werden, werden ohne weitere Prüfung direkt über die Schnittstelle an
den AN übergeben.
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Bei manuell erstellten Incidents unternimmt der AN zunächst einen telefonischen Entstörungsversuch mit dem im Ticket hinterlegten Ansprechpartner, sofern das Problem eine Ferndiagnose und -behebung zulässt.
Sollte ein Vor-Ort-Einsatz erforderlich sein, führt der Techniker die für die angebotenen Systeme
üblichen Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien mit sich. Sollte das Gerät nicht innerhalb der
vereinbarten 48 Stunden zu reparieren sein, geht der Prozess automatisch in den Prozess
Technischer Austausch über, wobei das Ersatzgerät vor Ablauf der 48-Stunden-Frist bereitgestellt
wird, um den Betrieb nicht zu gefährden. Falls erforderlich, wird die Ariba-Bestellung durch den
Service- Druck ausgelöst, kann jedoch auch nachträglich erfolgen und beeinflusst die Auslieferung
des Ersatzgerätes nicht.
Stellt der Techniker fest, dass die Störung auf einer Verletzung der Sorgfaltspflichten des Kunden
beruht (insbesondere dem unsachgemäßen Betrieb des Mietgegenstandes) dokumentiert er den
Vorfall unter Hinzunahme eines Mitarbeiters des Kunden (Name dokumentieren) und der Nutzung
einer Kamera für den Schadensnachweis. Zudem lässt sich der Techniker den Einsatzbericht vom
hinterlegten Ansprechpartner per Unterschrift bestätigen. Der AN stellt dem AG vor Beginn der
Vertragslaufzeit eine Preisübersicht für Leistungen nach Aufwand zur Verfügung.
Der Serviceeinsatzbericht wird dem AG umgehend zur Verfügung gestellt. Im Fall eines technischen
Austauschs gelten die dort vereinbarten Pflichten zusätzlich.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Incident | Prozess_7.4-Incident |
7.5 Verbrauchsmaterialtausch
Der Verbrauchsmaterialtausch umfasst die Bereitstellung, Lieferung, sowie – sofern vertraglich
vereinbart - den Austausch und die umweltgerechte Entsorgung von Verbrauchsmaterialien (z.B.
Toner, Tinte, Heftklammern sowie weiterer Materialien, für die ein Füllstand durch die Geräte
bereitgestellt wird). Der Austauschprozess wird grundsätzlich automatisiert durch das
Flottenmanagement eingeleitet. Unterschreitet ein Gerät den definierten Füllstand eines
Verbrauchsmaterials oder meldet dieses als leer, wird automatisch ein Ticket erzeugt und an den AN
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übermittelt. Standardmäßig liegt der Schwellwert bei 10 Prozent. Der AG behält sich vor, diesen für
betriebskritische Geräte bei Bedarf zu erhöhen. Kann eine automatische Ticketerstellung nicht
erfolgen (z.B. bei Offline-Geräten) wird der Bedarf durch den Anwender/die Anwenderin, die ITKO
manuell im Ticketsystem des AG gemeldet und an den AN übermittelt.
Der AN liefert das erforderliche Verbrauchsmaterial, tauscht dieses vor Ort aus und übernimmt die
Mitnahme sowie die umweltgerechte Entsorgung der leeren Verbrauchsmaterialien. Der AN
beschreibt die ordnungsgemäße und umweltgerechte Entsorgung in einem Recycling- und
Rücknahmekonzept, das die begrenzten Lagerkapazitäten in einigen Dienststellen berücksichtigt
und mindestens folgende Punkte enthält:
• Rücknahme leerer Kartuschen und sonstiger Verbrauchsmaterialien • Abholungs- und Entsorgungsweg • Anforderung an eine ggf. notwendige Zwischenlagerung beim AG • Bereitstellung und regelmäßige Leerung erforderlicher Sammel- oder Versandbehältnisse
Sämtliche hierfür erforderliche Materialien und Leistungen sind vom AN kostenneutral
bereitzustellen.
Kann kein Termin vereinbart werden, erfolgt der Versand des Verbrauchsmaterials an den lokalen
Ansprechpartner. Der Sendung sind die zur eindeutigen Zuordnung erforderlichen Informationen
(Hostname, Seriennummer, Standort und Ticketnummer) sowie eine kurze Einbauanleitung
beizufügen. Sämtliche hierdurch entstehende Aufwendungen sind mit den vereinbarten
Vergütungssätzen abgegolten.
Ist kein Tauschservice vereinbart, versendet der AN das erforderliche Verbrauchsmaterial
unmittelbar an den im Ticket übermittelten lokalen Ansprechpartner des Gerätes wie oben
beschrieben.
Zusätzlich kann für häufig benötigte Verbrauchsmaterialien eine Vor-Ort-Bevorratung vereinbart
werden. Umfang und Nachschubverfahren sind zwischen AG und AN gesondert abzustimmen.
| Prozessbeschreibung | Name | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbrauchsmaterialtausch | Prozess_7.5-Verbrauchsmaterialtausch |
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7.6 Änderung der Druckerstammdaten
Grundsätzlich sind die in den SRs oder Incidents über das Ticketsystem übergebenen
Druckerstammdaten, wie lokaler Ansprechpartner und Standort führend für die Serviceerbringung
durch den AN. Die Daten werden regelmäßig mit der Datenbank des CAFM des LVR synchronisiert
und sollten damit immer auf dem aktuellsten Stand sein.
Die Pflege der Daten in CAFM erfolgt entweder selbstständig durch die ITKO oder wird per SR beim
Service Druck beauftragt. Eine separate Meldung jeder Änderung an den AN ist nicht vorgesehen.
Sollte der AN neben den Druckerstammdaten in den Tickets zusätzlich regelmäßig eine aktualisierte
Gesamtliste aller Ansprechpartner- und Standortdaten benötigen, kann diese durch den Service
Druck bereitgestellt werden.
7.7 Bereitstellung von Firmware-/Softwareupdates
Der AN stellt sicher, dass für sämtliche bereitgestellte Systeme während der Vertragslaufzeit aktuelle
Firmware- und Softwareversionen bereitgestellt werden. Insbesondere bei möglichen
Sicherheitsrisiken informiert der AN den AG und stellt die erforderlichen Updateversionen
unaufgefordert bereit. Der AN informiert den AG über den Inhalt der Updates, Nutzen, Risiken und
gegebenenfalls erforderliche Voraussetzungen für die Installation. Die Bereitstellung der
Informationen kann per Cloudupload, Share oder per Mail an ein zentrales Postfach erfolgen und ist
zwischen AN und AG abzustimmen.
7.8 Zählerstandsmeldung/ Abrechnung
Für die Abrechnung der entstandenen Klicks (A4 = ein Klick, A3 = zwei Klicks) wird dem AN über das
herstellerunabhängige Flottenmanagement je Netzwerkdrucker monatlich eine Auswertung, z.B.
über ein gemeinsames Share oder ein Ticket bereitgestellt. Die Formatierung einer entsprechenden
Klick-Auswertung für die externe Abrechnung ist der Anlage „Klickexport_CAFM_extern“ zu
entnehmen. Geräte ohne Netzwerkanschluss sind in dieser Auswertung nicht enthalten. Sie werden
separat per Ticket durch den lokalen Ansprechpartner oder die ITKO an den Service Druck gemeldet
und über die Schnittstelle an den AN übergeben. Außerdem dürfen die Zählerstände beim
Tonertausch oder bei Technikereinsätzen durch den AN abgelesen werden.
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Die Mieten der Geräte inklusive Zubehörteile und der Verbrauch über die Klicks werden vom AN in
separaten Rechnungen monatlich ausgewiesen. Es werden ausschließlich Sammelrechnungen über
alle Geräte des LVR erstellt und elektronisch zur Verfügung gestellt. (CSV-File und PDF) (Empfänger:
Rechnungen.Infokom@lvr.de; Infokom.drucker.adm@lvr.de.) Die Abrechnung einzelner Geräte ist
(außer bei Sonderaufträgen wie Moves und kostenpflichtigen Reparaturen) nicht erwünscht. Bei
Dienstleistungen des AN erfolgt der Nachweis anhand unterschriebener Stundennachweise,
rückwirkend für den vorherigen Monat. Die Stundennachweise werden der Rechnung beigefügt.
Liegt die Rechnung dem AG nicht innerhalb von 12 Monaten nach Leistungserbringung vor, entfällt
dessen Zahlungspflicht. Die Mietrechnungen sollen mindestens die unter und die Clickrechnungen
die unter beschriebenen Posten enthalten
7.9 Ausschluss Poollösung/Tauschbörse
Aufgrund der mit einer Poollösung bzw Tauschbörse für zurückgegebene Geräte verbundenen
zusätzlichen Lager- und Logistikaufwände sowie der daraus resultierenden Kosten ist eine solche
Lösung nicht vorgesehen.
8. Anhang
8.1 Konfigurationsbestätigung
Die Konfigurationsbestätigung soll mindestens die folgenden Daten enthalten:
• Imagename/Definition der Vorkonfiguration • Dienststelle • Seriennummer • Bestellnummer (PR-Nummer aus Ariba) • Modell • Host-/Druckername • Mac-Adresse • Lieferdaten • Ansprechpartnerdaten Kunde • Vrsl. Liefertermin
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8.2 Mietrechnungen
Folgende Posten sollen je Gerät mindestens aus den Mietrechnungen standardisiert hervorgehen: • Rechnungsnummer • Rechnungsdatum • Bestellnummer • Hostname • Seriennummer • Modell • Abgerechnete Periode • Vertragsbeginn des Gerätes • Preis abgerechnete Grundmiete • Preis abgerechnete Zubehörteile • Gesamtbetrag je Gerät inklusive Zubehör • Gesamtbetrag der Rechnung
8.3 Klickrechnungen
Folgende Posten sollen je Gerät aus den Klickrechnungen standardisiert hervorgehen: • Rechnungsnummer • Rechnungsdatum • Hostname • Seriennummer • Modell • Abgerechnete Periode • Vertragsbeginn des Gerätes • Zählerart • Startzähler • Endzähler • Differenz • Preis pro Klick je Zählerart
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• Gesamtbetrag je Zählerart • Gesamtbetrag der Rechnung
8.4 Abkürzungsverzeichnis
| Abkürzung | Bedeutung |
|---|---|
| AG | Auftraggeber |
| AN | Auftragnehmer |
| API | Application Programming Interface |
| CAFM | Computer Aided Facility Management |
| CSV | Comma-Separated Values |
| F2P | Follow2Print |
| ITKO | IT-Koordination |
| JIRA | Ticketsystem des AG (derzeit) |
| LVR | Landschaftsverband Rheinland |
| MFP | Multifunktionsgerät |
| Portable Document Format | |
| PR | Purchase Requisition (Bestellanforderung Ariba) |
| QS | Qualitätssicherung |
| REST | Representational State Transfer |
| SLA | Service Level Agreement |
| SNMP | Simple Network Management Protocol |
| SPOC | Single Point of Contact |
| SR | Service Request |
| TCP/IP | Transmission Control Protocol / Internet Protocol |
| User | Anwender/ Anwenderin |
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