[Seite 1]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Technische Gebäudeausrüstung
Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Gewerke Gebäudeautomation
Bauvorhaben BPOL Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Clemensänger-Ring, 85356 Freising
Bauherr Staatliches Bauamt Freising Am Staudengarten 2a 85354 Freising
Stand 13.02.2026
[Seite 2]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Inhaltsverzeichnis
- KG 480 | Gebäudeautomation ..............................................................................................3 1.1 KG 481 | Automationssysteme .............................................................................................3 1.2 KG 482 | Schaltschränke.......................................................................................................4 1.3 KG 483 | Management- und Bedieneinrichtungen .............................................................5 1.4 KG 485 | Kabel, Leitungen und Verlegesysteme ................................................................6 1.5 KG 485 | Daten-Übertragungsnetze .....................................................................................6 1.6 KG 489 |Gebäudeautomation, sonstiges ............................................................................6 1.7 Allgemeine Qualitätsbeschreibung Gebäudeautomation .................................................6 1.7.1 Allgemeine Anlagenbeschreibung ............................................................................................. 6 1.7.2 Objektbezogene Funktionalbeschreibung .............................................................................. 13
Seite 2 │ 16
[Seite 3]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
- KG 480 | Gebäudeautomation
1.1 KG 481 | Automationssysteme
Die neu zu errichtenden Automationsstationen sind als eigenständige und unabhängige Anlagen zur Steuerung und Regelung der betriebstechnischen Anlagen, unter Berücksichtigung einer ho- hen Anlagenverfügbarkeit, geplant. Die wesentlichen Aufgaben sind: Hardwarebezogene, physikalische Grundfunktionen zum Melden, Messen, Schalten und Stel- len Darstellung Betriebsart und Alarmierung im Fehlerfall Verarbeitungsfunktionen für lokale Automation Lokale Optimierung Zentrale, gewerkeübergreifende Optimierung Bedieneinrichtungen lokal und zentral Fernüberwachung und Fernbedienung Analysefunktionen Datenaustausch mit anderen Systemen Tools für Änderungen, Erweiterungen und Tests Datensicherung und Archivierung Realisierung der funktionalen Verbindung einzelner Gewerke-Anlagen und energetisch opti- male Zusammenarbeit
Zu einer Anlage für die Gebäudeautomation gehören im Wesentlichen: Leittechnik Feldgeräte (Fühler, Geber, Schalt- und Stellgeräte, auch als Aktoren und Sensoren bezeich- net) Schaltschränke, Automations- und Leistungsteil Automationsstationen und lokale Bedienelemente Datennetze und Kommunikationseinheiten Datengeräte für Bedienung und Programmierung Software Dienstleistungen für Projektierung, Parametrierung, Inbetriebnahme, Tests und Dokumenta- tion DDC-Automationsstationen (Hardware) Die Automationsstationen werden als dezentrale, modulare Einheiten geplant und in die Automati- onsschwerpunkte eingebaut. Die eingesetzten Automationsstationen haben folgende Anforderungen zu erfüllen: Die Automationseinrichtungen arbeiten grundsätzlich autark und werden neben den Leistungs- schaltschränken in den Technikzentralen installiert. Sämtliche Hard- und Softwarekomponenten werden mit einer Eigenüberwachung (Watchdog) versehen einschließlich Störalarmausgang zum Weiterleiten. Die Automationseinheiten müssen in geeigneter Weise vor Datenverlust bei Stromausfall ge- sichert sein. Während eines Netzausfalls gewährleistet das System einen definierten Sicherheitszustand. Eine Meldeschauerunterdrückung verhindert eine unkontrollierte Meldeflut bei Stromausfall. Bei Netzrückkehr (nach Spannungsausfall) läuft das System automatisch wieder hoch. Einfache Parametrierung durch den Anwender muss gewährleistet sein. Sämtliche Parameter (Regelparameter, Grenzwerte, Zeitverzögerungen etc.) müssen im erlaubten Bereich frei ein- stellbar sein. Die Bedienung der Automationseinheiten ist dialoggeführt mit Klartext Sämtliche betriebsrelevanten Parameter für Regelung und Steuerung (Sollwerte, Basissoll- werte, Hysteresen, Grenzwerte, Zeitverzögerungen etc.) müssen auf Visualisierungs-ebene passwortgeschützt einstellbar sein.
Seite 3 │ 16
[Seite 4]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Software Die Funktionalität der DDC-Software genügt folgenden Ansprüchen: HLK-Anwendungen mit DDC (Direct Digital Control) Bedienung und Anzeige Stör- und Alarmmeldungen System- und Alarm-Protokolle Zeitschaltprogramm optimierte Start/Stop-Funktion Netzwiederkehrprogramm ereignisorientierte Reaktionsprogramme Anlagensteuerung Sommer/Winterzeitumschaltung Betriebsstundenzählung Meldungspuffer, Statistik Spitzenlastprogramm Fremdsystemkopplung Ereignisabhängige Störunterdrückung Adressierung Die Datenpunkte der Anlagen werden mit Datenpunktadressen versehen. Der Aufbau der Daten- punktadressen erfolgt nach dem Kennzeichnungssystem des Bauherrn / Betreibers Feldgeräte Die Lieferung und Montage der Feldgeräte für die Heizungs-. Lüftungs- und Kältetechnischen An- lagen gehörten zum Leistungsumfang der Gebäudeautomation. Die Anbindung an die Automationsstationen erfolgt über bei Temperaturfühlern über Standard-Wi- derstandssignale (PT100, NI1000, etc.), sonstige analoge Werte werden über Standardsignale (0- 10V, (0)4-20mA, etc.) übermittelt. Digitale Signale werden als potentialfreie Kontakte übertragen. BUS-Anbindungen BUS-fähige Anlagen oder Geräte werden über offene, Hersteller unabhängige Bussysteme (BACnet, Profibus, Profinet, M-Bus, ModBus, etc.) angebunden.
1.2 KG 482 | Schaltschränke
Die Automationsschwerpunkte (ASP) werden getrennt nach Gewerken aufgebaut. Innerhalb der ASPs werden die Leistungs- und Steuereinheiten physikalisch getrennt (in eigenen Schaltschrank- feldern) errichtet. Die ASPs werden mit einer Platzreserve von 20% geplant. Jeder ASP verfügt über eine, in der Schaltschranktüre eingebaute Vorrang-Handbedienebene. Die Handbedienebene ist auch bei Ausfall der Automationsstation weiter wirksam. Es sind folgende Automationsschwerpunkte geplant: ASP 01 – Heizung Raum 018 Heizzentrale ASP 02 – Lüftung Raum 100 RLT-Zentrale
Für die Wärmelast ist eine Berechnung durchzuführen, die maximale innere Schaltschranktempe- ratur darf 40°C nicht überschreiten. Falls notwendig ist eine Schaltschranklüftung mit vorzusehen. Ein einstellbarer Thermostat zur Temperaturüberwachung ist im Schaltschrank an geeigneter Stelle einzubauen. Grundsätzlich sind Schaltschränke aus Stahlblech, mit einer Höhe von 2.000 mm inkl. 200mm So- ckel und einem Breitenraster von 800 mm vorgesehen. Die Tiefe beträgt systemspezifisch 400mm. Für gleichartige Bauteile, wie Schütze, Schalter, Relais usw. sind das gleiche Fabrikat und bei gleichen Nenndaten der gleiche Typ vorgesehen. Aufgrund relativ knapper Platzverhältnisse in den Technik-zentralen und der Maßgabe, das Kostenbudget der Vorentwurfsplanung zu unterschrei- ten, werden Anlagen verschiedener Gewerke (z.B. RLT und HZG und KLT) in eine MSR-Schalt- schrankreihe mit ins-gesamt nur einer elektrischen Einspeisung integriert.
Seite 4 │ 16
[Seite 5]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
1.3 KG 483 | Management- und Bedieneinrichtungen
Zur Bedienung und Überwachung der Anlagen vor Ort wird eine Management- und Bedieneinrich- tung (MBE) im Anwesen aufgebaut. Die MBE wird in einem Technikraum errichtet. Der Datenaustausch mit zwischen den ASPs und der MBE erfolgt über BACnet/IP. Die MBE ist mit einem BACnet-Client nach DIN EN ISO 16484-5, min. Rev. 1.12 mit: integrierter, nativer BACnet-Schnittstelle BACnet Objektmodell in der Datenbank, alle Programme verwenden BACnet-Objekte und Funkti-on gemäß aktuellem BACnet-Standard BACnet Einbindung ohne Datenumwandlung (z.B. ohne OPC) ausgestattet. Optimiert für den herstellerneutralen Betrieb von BACnet Building Controllern B-BC mit BACnet-Konformitätszertifikat. Geforderte Anwenderprogramme als eigenständige Bedienanwendungen mit modernen Benutzer- oberflächen: Anlagenbild-System zur grafischen Anzeige und Bedienung der Anlagen mit dynamisierten Regel-schemata (DIN 19227) mit vollständigem Zugriff auf Alarme und Störungen, Sollwerte, Parameter und Kennlinien, Handeingriffe auf alle Anlagenteile Anlagenbild-Editor zur Bilderstellung mit umfangreichen HLK-Bibliotheken für HLK, Raum, Elektro, Kälte u.a. Objekt-Browser, Datenpunktanwahl über strukturierten Adressbaum Alarmliste aller anstehenden Alarme und technischen Störungen mit Adresse, Klartext, Zeit, Priorität und aktuellem Zustand Meldungsliste aller aufgelaufenen Alarm-, Stör und Betriebsmeldungen Aktivitätsliste der Bedien- und Beobachtungsaktivitäten der angemeldeten Benutzer Alarmweiterleitungsprogramm zur Zeit- oder ereignisgesteuerten Ausgabe an Drucker, Fax, Funkruf und E-Mail Zeitplaner zur vollgrafischen Bedienung von Wochenprogrammen und Kalender, Ausnahmen- tage Trendprogramm zur vollgrafischen Anzeige und Auswertung beliebiger Betriebsdaten als Kurz- und Langzeittrend, mit unbegrenzter Anzahl an Trendserien Archivierungsprogramm zur automatischen Auslagerung aller Datenbanken auf externe Lauf- werke Effizienzüberwachungsprogramm zur Echtzeitanzeige und Bewertung des aktuellen Anlagen- verhaltens und -verbrauchs anhand von wählbaren Effizienzkriterien, einschließlich dynami- scher Anzeige im Anlagenbild (als Ampelfunktion, Farbumschlag) Reaktionsprogramm zur automatischen Abarbeitung von Steuerungsketten und Verarbei- tungsfunktionen in Abhängigkeit von Datenpunktänderungen, Alarmen oder Grenzwertverlet- zungen Berichtsprogramm zur Erstellung und regelmäßigen Ausführung von Berichten zu Prozesswer- ten, Alarmen, Systemmeldungen und Ausgabe als Druck, PDF oder HTML Datensicherungsprogramm zum Online-Sichern -Schreiben der HLK-Programme aller ange- schlossenen AS Benutzerverwaltung mit automatischem Systemzugriff mit Windows-Login, individueller Zugriff auf Anlagen, Gewerke oder Adressbereiche sowie automatische Abmeldung bei Inaktivität Druckfunktion für alle Programme Bedienung in deutscher Sprache Durch den AN GA werden an den Errichter der LZ die aufzuschaltenden Datenpunkte als EDE-File übergeben. Zusätzlich erhält der Erreichter der LZ die Funktionsschemen der Anlagen mit den einge-tragenen Datenpunkten vom AN GA. Die Programmierung der LZ erfolgt durch die Errichter- Firma und ist nicht Bestandteil der GA-Ausschreibung.
Seite 5 │ 16
[Seite 6]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
1.4 KG 485 | Kabel, Leitungen und Verlegesysteme
Die Verkabelung der angebunden Feldgeräte sind Bestandteil der GA. Interne Verkabelungen von autarken Steuerungen werden durch den jeweiligen Anlagenerrichter verlegt und angeklemmt. Die Kabelverlegung erfolgt Außerhalb der Technikzentralen auf bauseits verlegten Trassen. Die Errich- tung der Kabeltragsysteme außerhalb der Trassen und in den Technikzentralen erfolgt durch den Auftragnehmer GA. Die Verkabelung erfolgt mit halogenfreien Materialien.
1.5 KG 485 | Daten-Übertragungsnetze
Für die Datenverbindungen zwischen der MBE und ASPs sowie der angebundenen Feldbussys- teme wird bauseits jeweils ein Datenanschluss (Daten-Doppeldose) zur Verfügung gestellt. Alle aktiven und passiven Komponenten dieses Netzes gehören zum Leistungsumfang GA. Die Möglichkeit von externen Anschlüssen (Fernwartung, Weiterleitung von Störmeldungen an Handy, Betreiberfernzugriff, etc.) muss noch geklärt werden.
1.6 KG 489 |Gebäudeautomation, sonstiges
Die Kosten für einen Probebetrieb mit wiederholten Einweisung, etc. wurden bereits aufgenommen.
1.7 Allgemeine Qualitätsbeschreibung Gebäudeautomation
1.7.1 Allgemeine Anlagenbeschreibung
Die nachfolgend beschriebenen Standardfunktionen sind, soweit zutreffend in der Anlagenausfüh- rung anzuwenden. Ggf. abweichende Beschreibungen in den einzelnen Analgenbeschreibungen haben Vorrang vor den Standardbeschreibungen.
Standard- Funktionen SICHERHEIT
Sicherheits-Temperaturwächter Der Sicherheits-Temperaturwächter (STW) schließt bei Überschreiten der eingestellten Maximal- Temperatur das Sicherheits-Stellglied. Eventuell zusätzliche Forderungen in der Anlagenbeschrei- bung sind zu beachten. Diese Sicherheitsfunktion wird direkt verdrahtet. Die Auslösung wird an die DDC gemeldet. Die Rücksetzung erfolgt manuell
Temperatur-Wächter Der Temperaturwächter (TW) schließt bei Überschreiten der eingestellten Maximal das zugeord- nete Stellglied. Die Rückstellung des TW erfolgt automatisch bei Absinken der Temperatur unter den Einstellwert.
Sicherheits-Druckbegrenzer Max . Der Sicherheits-Druckbegrenzer (SDB) schließt bei Überschreiten des eingestellten Maximal-Dru- ckes das Sicherheits-Stellglied. Eventuell zusätzliche Forderungen in der Anlagenbeschreibung sind zu beachten. Diese Sicherheitsfunktion wird direkt verdrahtet. Die Auslösung wird an die DDC gemeldet. Die Rückstellung des SDB ist nur mit Werkzeug möglich.
Seite 6 │ 16
[Seite 7]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Frostschutz luftseitig Bei Unterschreiten einer Temperatur von ca. 5°C am Frostschutzthermostaten müssen folgende Funktionen ablaufen: Zu- und Abluftventilator AUS Lufterhitzerpumpe EIN Lufterhitzerventil AUF Außen- und Fortluftklappe ZU alle weiteren Regelkreise dieser Anlage werden gesperrt. Über die SPS wird die Wärmeversorgung der Anlage eingeschaltet. Diese Sicherheitsfunktionen sind direkt zu verdrahten. Das Auslösen des Frostschutzthermostaten wird an die DDC gemeldet. Die Frostschutzfunktion muss auch bei ausgeschalteter Anlage aktiv sein. Löst der Frostschutz aus, wird die Anlage verriegelt. Die Rücksetzung erfolgt manuell
Ventilatoren mit Frequenzumformer Bei Ventilatoren mit Frequenzumformer wird der cosφ-Wert im Frequenzumformer überwacht. Bei Lokalisierung einer Störung wird die Anlage abgeschaltet und verriegelt. Der Normzustand dient als echte Betriebsrückmeldung des Antriebes (Befehlsausführungskontrolle). Die Störmeldungen des Frequenzumformers und der Zustand des cosφ-Wächters werden die DDC gemeldet.
EC-Ventilatoren Bei EC-Ventilatoren kommen zur Laufüberwachung ein cosφ-Wächter bzw. ein Drehzahlwächter zum Einsatz. Bei Lokalisierung einer Störung wird die Anlage abgeschaltet und verriegelt. Der Normzustand dient als echte Betriebsrückmeldung des Antriebes (Befehlsausführungskontrolle). Die Störmeldungen des Frequenzumformers und der Zustand des cosφ-Wächters werden die DDC gemeldet.
Ventilatoren mit Asynchronmotoren Bei EC-Ventilatoren kommen zur Laufüberwachung ein cosφ-Wächter, ein Differenzdruckwächter oder ein Drehzahlwächter zum Einsatz. Bei Lokalisierung einer Störung wird die Anlage abgeschaltet und verriegelt. Der Normzustand dient als echte Betriebsrückmeldung des Antriebes (Befehlsausführungskontrolle). Die Störmeldungen des Frequenzumformers und der Zustand des cosφ-Wächters werden die DDC gemeldet.
Filter - Überwachung Der Differenzdruck über den Filter wird mit einem Differenzdruckwächter gemessen. Bei Über- schreiten des eingestellten Differenzdruckes wird eine Wartungsmeldung ausgelöst.
Brandschutzklappen Das Fallen einer Brandschutzklappe wird einzeln an die GLT gemeldet. Bei Fall einer Brandschutzklappe im Hauptkanal wird die Anlage abgeschaltet. Bei Fall einer Raum- oder Bereichsbrandschutzklappe bleibt die Anlage weiter in Betrieb. Spezielle Schaltfunktionen in der Anlage werden separat beschrieben.
Brandschutzklappen-Testfunktion
Seite 7 │ 16
[Seite 8]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Der Brandschutzklappentest wird über einen Schalter auf der Leitwarte, durch den Betreiber, ma- nuell gestartet. Dabei laufen folgende Funktionen nacheinander ab: Abschalten der Anlage und öffnen aller motorischen Brandschutzklappen. Die Offenstellung der Brandschutzklappen muss im Programm überwacht werden. Sollten nicht alle Klappen in der Auf- Stellung sein, wird der Test abgebrochen und eine entsprechende Meldung ausgegeben. Ausgabe des Befehls zum Schließen aller motorischen Brandschutzklappen. Nach Ablauf der Schließzeit der Brandschutzklappen (30s, incl. Sicherheitszuschlag) muss das Programm überprü- fen, dass alle Klappen die Zu-Stellung melden. Sollten nicht alle Klappen in der Zu-Stellung sein, wird der Test abgebrochen und eine entsprechende Meldung ausgegeben. Ausgabe des Befehls zum Öffnen aller motorischen Brandschutzklappen. Nach Ablauf der Öff- nungszeit der Brandschutzklappen (Laufzeit ist den techn. Daten der Antriebe zu entnehmen) muss das Programm überprüfen, dass alle Klappen die Auf-Stellung melden. Sollten nicht alle Klappen in der Auf-Stellung sein, wird der Test abgebrochen und eine entsprechende Meldung ausgegeben. Testende. Die erfolgreiche Beendigung des Tests wird an der Leitwarte angezeigt. Das Testende muss vom Betreiber quittiert werden. Mit der Quittierung des Tests geht die Anlage wieder in den Normalbetrieb über. Alle durchgeführten Aktionen und Zustände müssen mit Ergebnis und Uhrzeit in einem Testproto- koll dokumentiert und abgespeichert werden. Das Testprotokoll kann vom Betreiber eingesehen und ggf. ausgedruckt werden.
Kanalrauchmelder Bei Ansprechen von Kanalrauchmeldern (Steuermelder) in der Anlage wird diese Ausgeschaltet und alle motorischen Brandschutzklappen geschlossen. Die Rücksetzung erfolgt manuell am Rauchmelder. Bei den Kanalrauchmeldern wird neben der Alarmfunktion auch die Verschmutzung des Melders und der Abfall des Luftstroms an die DDC / Leitwarte gemeldet. Fehlender Luftstrom bei laufender Anlage wird als Analgenstörung gewertet und die Anlage abgeschaltet.
Feuchte-Maximal-Begrenzer Zur Absicherung der Anlage ist hinter einem Befeuchter ein Feuchte-Maximal-Begrenzer einge- baut. Bei einer Luftfeuchtigkeit über 80%r.F. wird der zugehörende Befeuchter abgeschaltet und der Alarm an die Leitwarte gemeldet. Die Rücksetzung der Meldung erfolgt nur manuell.
Reparaturschalter Sämtliche Antriebe (ausgenommen Rohreinbaupumpen) erhalten vor Ort einen Reparaturschalter. Reparaturschalter bis zu einer Leistung von 7,5 kW werden in die Kraftstromleitung eingebaut. Reparaturschalter für Motoren mit einer Leistung größer 7,5 kW wirken steuerseitig. Reparaturschalter für Antriebe mit Frequenzumformer müssen gem. den Vorgaben des Herstellers des Frequenzumformers ausgeführt werden. In allen Fällen wird die Stellung über einen potentialfreien Kontakt an die DDC gemeldet. Wird ein Reparaturschalter in einer Anlage betätigt, wird die ganze Anlage ausgeschaltet. Der Re- paraturschalter ist über ein Vorhängeschloss abschließbar.
Meldeschauerunterdrückung Um zu verhindern dass bei Systemausfällen zu viele nachfolgende Störmeldungen gleichzeig auf der Leitwarte angezeigt werden darf nur die auslösende (erste) Störung auf der Leitwarte angezeigt werden. Alle weiteren Störungen die durch das Auslösen der ersten Störung bedingt mitausgelöst werden dürfen nicht auf der Leitwarte angezeigt werden. Die Störungen werden lediglich im Stör- meldespeicher erfasst und Protokolliert.
Seite 8 │ 16
[Seite 9]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Wenn nach der Behebung der ersten Störung noch Folgestörungen weiter anstehen sind sie nach der Beseitigung der Hauptstörung auf der Leitwarte anzuzeigen.
Meldeschaltung allgemein Alle Stör- und Wartungsmeldungen sind, soweit möglich, Ausfall- und Drahtbruchsicher auszufüh- ren. (Normalfall: Kontakt geschlossen; Stör- und Wartungsfall: Kontakt offen) Bei Betriebsmeldungen: Aggregat aus: Kontakt offen; Aggregat ein: Kontakt geschlossen.
Standard-Funktionen REGELUNG
Ansteuerung Ventile und Klappenantriebe AUF / ZU Die Ansteuerung erfolgt über ein Steuersignal. Über potentialfreie Kontakte werden die Stellungen AUF und die Stellung ZU der DDC gemeldet. Der Klappenantrieb wird auf die korrekte Ausführung des Stellbefehls hin überwacht (Befehlsaus- führungskontrolle). Ist nach Ablauf der Klappenlaufzeit der entsprechende Endlagenschalter nicht aktiviert worden ist dies als Störung der Klappe zu werten.
Ansteuerung von Ventilen und Klappenantrieben STETIG Stetig regelbare Stellglieder werden mit analogen Standard-Signalen (0-10 V, 0(4)-20 mA) ange- steuert. Die Stellung der Antriebe wird aktiv über ein Standard-Signal (0-10V, 0(4)-20mA) bzw. passiv über ein Stellungspotentiometer an die DDC zurück gemeldet. Bei größeren Abweichungen zwischen Stellsignal und Rückmeldung (größer ±5% für mehr als 15s) ist dies als Störung des Antriebs zu werten.
Rücklauf-Temperaturbegrenzung (Max.) Sofern es in der Anlage vorgesehen ist wird bei Überschreiten des eingestellten Rücklauftempera- turgrenzwertes das zugeordnete Regelventil stetig geschlossen bis der Grenzwert wieder unter- schritten wird. Die Begrenzung hat Vorrang vor der Hauptregelung der Anlage und kann nur durch einen handeingriff oder einer entsprechenden Sicherheitsfunktion (z. B. Frost, Stillstandsregelung, etc.) übersteuert werden. Achtung: Durchgangsregelventile dürfen zur Aufrechterhaltung einer minimalen Zirkulation nur bis ca. 5 % schließen.
Frostschutzregelung (Rücklauf-Temperaturbegrenzung Min) Bei laufender Lüftungsanlage wird die Rücklauftemperatur im Erhitzer kontinuierlich überwacht und mit dem Erhitzerventil auf einen Wert von mindestens 20°C geregelt.
Stillstandsregelung Erhitzer Bei Außentemperaturen unter 8°C und abgeschalteter Lüftungsanlage wird die Stillstandsregelung zugeschaltet. Dabei wird die Wärmeversorgung der Anlage angefordert und die Erhitzerpumpe eingeschaltet. Über das Erhitzerventil wird die Erhitzer-Rücklauftemperatur auf 20°C geregelt. Die Funktion wird bei Außentemperaturen über 8°C oder beim Einschalten der Anlage deaktiviert.
Sequenzumschaltung Wärmerückgewinnung (WRG) Wärmerückgewinnungen die sowohl im Heiz- als auch im Kühlbetrieb laufen können werden über den Vergleich zwischen Abluft- und Außentemperatur zwischen den Betriebsarten umgeschaltet werden.
Seite 9 │ 16
[Seite 10]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Ist die Außentemperatur größer als die Ablufttemperatur wird die WRG als Kühler betrieben. Ist die Außentemperatur kleiner als die Ablufttemperatur wird die WRG als Erhitzer betrieben. Um ein häufiges Umschalten bei gleichen Temperaturen zu verhindern, erfolgt die Umschaltung mit einer Hysterese von 1K.
Nacht-Kühlung Voraussetzung: Die Anlage ist ausgeschaltet, die Anlage hat am nächsten Tag ein Nutzungsanfor- derung (Zeitschaltprogramm), die Raumtemperatur in mindestens einem Referenzraum ist mindes- tens 2 K größer als der Raumtemperatursollwert, und die Außentemperatur ist mindestens 2K unter dem Raumtemperatursollwert. Während der Nutzungszeit der Nachtkühlung werden die Außenklappen der Anlage geöffnet, bei einem Kreuzstrom-Wärmetauscher die Umgehung geöffnet, alle Temperatur- und Feuchteregelun- gen der Anlage bleiben abgeschaltet und die Ventilatoren im Regelbetrieb eingeschaltet. Die Nachtkühlung endet wenn mindestens eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist: Ende der Nutzungszeit für die Nachtkühlung Anforderung der Anlage egal ob automatisch (Zeitprogramm) oder von Hand Außentemperatur größer oder gleich dem Raumtemperatursollwert Raumtemperatur kleiner oder gleich dem Raumsollwert
Sommer-Sollwertgleitung Bei gekühlten Lüftungsanlagen wird der Sollwert mit steigender Außentemperatur angehoben. Da- bei wird von einem Startwert der Außentemperatur bis zum Auslegewert (32°C) der Sollwert vom aktuellen Wert bis zu einem Endwert linear angehoben. Die genauen Werte sind der Anlagenpla- nung zu entnehmen. Bei Sinkenden Außentemperaturen wird der Sollwert wieder entsprechend abgesenkt.
Standard - Funktionen SCHALTUNG
Drehstromantriebe Motoren bis einschließlich 7,5 kW werden direkt eingeschaltet. Motoren größer 7,5 kW erhalten eine Stern-Dreieck- Schütz-Kombination mit integriertem Zeitrelais. Der Motorschutz erfolgt je nach Erfordernis mit thermischem Überstromauslöser, Thermokontakt oder Motorvollschutz. Die Auslösung wird mit potentialfreien Kontakten an die DDC gemeldet. Die Betriebsstunden und die Schalthäufigkeit des Antriebes werden softwaremäßig erfasst. Bei Erreichen eines vorgegebenen Grenzwertes der Betriebszeit oder der Schalthäufigkeit (Angaben des Herstellers) wird eine Wartungsmeldung ausgegeben.
Drehstromantriebe 2 - u . 3 - stufig Es gelten die Funktionen wie unter " Drehstromantriebe" beschrieben. Der Anlauf erfolgt immer über die niedrigste Stufe. Das hochschalten auf die nächste Stufe erfolgt frühestens wenn die Nenndrehzahl der aktuellen Stufe erreicht ist. Das runterschalten erfolgt unverzögert. Die Zeitver- zögerungen für das Hochschalten können softwaremäßig ausgeführt werden. Die Verzögerungs- zeit ist im Rahmen der Inbetriebnahme zu ermitteln. Die Betriebsstunden und Schalthäufigkeit sind für jede Stufe einzeln und für den Antrieb komplett zu erfassen.
Drehstromantriebe mit Frequenzumformer
Seite 10 │ 16
[Seite 11]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Es gelten die Funktionen wie unter " Drehstromantriebe" beschrieben. Der Anlauf erfolgt immer mit der niedrigsten Drehzahl. Die Änderung der Drehzahl ist über eine Rampe auszuführen. Die Stei- gung der Rampe ist den Gegebenheiten des Motors anzupassen. Die Betriebsstunden und die Schalthäufigkeit des Antriebes werden softwaremäßig erfasst. Bei Erreichen eines vorgegebenen Grenzwertes der Betriebszeit oder der Schalthäufigkeit (Angaben des Herstellers) wird eine Wartungsmeldung ausgegeben. Aus Gründen der Betriebssicherheit ist es ggf. erforderlich eine Umgehungsschaltung für den Fre- quenzumformer einzubauen. Die Umgehungsschaltung soll gewährleisten, dass bei der Ventilator auch bei Ausfall des Frequenzumformers weiter betrieben werden kann. Die Umschaltung erfolgt automatisch bei Störung des Frequenzumformers und Stillstand des Antriebs. Bei Leistungen größer 7,5 kW ist eine Stern-Dreieck-Kombination einzubauen. Die Rückstellung der Sicherheitseinrichtung erfolgt manuell.
Pumpen Bei allen Pumpen werden die Stillstands-Zeiten überwacht. Um ein festrosten der Pumpe zu ver- hindern wird die Pumpe bei Stillstand über 4 Wochen für 10 Minuten eingeschaltet. Die Betriebsstunden und die Schalthäufigkeit der Pumpen werden softwaremäßig erfasst. Bei Er- reichen eines vorgegebenen Grenzwertes der Betriebszeit oder der Schalthäufigkeit (Angaben des Herstellers) wird eine Wartungsmeldung ausgegeben. Der Motorschutz erfolgt bei Drehstrompumpen, je nach Erfordernis, mit thermischem Überstrom- auslöser, Thermokontakt oder Motorvollschutz. Die Auslösung wird mit potentialfreien Kontakten an die DDC gemeldet. Bei elektronischen Pumpen werden die Betriebs- und Störmeldung der Pumpe von der Pumpe abgegriffen und auf die DDC aufgeschaltet.
Doppelpumpen Es gelten die Funktionen wie unter " Pumpen" beschrieben. Sofern dies nicht in der Pumpeneige- nen Steuerung erfolgt, muss die die Pumpensteuerung mit einer Zeit- und Störumschaltung der Pumpen ausgeführt werden. Der zeitabhängige Betriebswechsel erfolgt dabei alle 24 Stunden. Die Störumschaltung erfolgt unverzögert bei Störung der Betriebspumpe.
Anlagenschaltung EIN - Anfahrbetrieb Anmerkung: Die aufgeführten Funktionen können nur angewendet werden, soweit die entspre- chenden Komponenten in der spezifischen Anlage enthalten sind. Bei automatischer oder manueller Einschaltung der Anlage laufen folgende Funktionen ab: Bei Außentemperaturen kleiner 8°C: Spülbetrieb Lufterhitzer: Erhitzerpumpe EIN Erhitzerventil 100% AUF Anforderung an Wärmeversorgung EIN Der Spülbetrieb bleibt aktiv bis die Rücklauftemperatur die Nenn-Rücklauftemperatur erreicht. Wird der Wert nach Ablauf einer eingestellten Zeit nicht erreicht ist dies als Störung zu werten und das Anfahren der Anlage wird abgebrochen. Nach Abschluss des Spülbetriebs bleibt das Erhitzerventil offen und die Erhitzerpumpe ein. Bei Anlagen ohne Umluft-Klappe: Öffnen der Außen- und Fortluftklappe. Bei Anlagen mit Umluft- Klappe werden bleiben die Außen- und Fortluftklappe geschlossen und die Umluft-Klappe geöffnet. Die Anlage wird dann im Umluftbetrieb angefahren. Der Umluftbetrieb bleibt so lange aktiv bis die Ablufttemperatur der Anlage einen Wert von größer 15°C erreicht hat. Sollte mindestens eine der
Seite 11 │ 16
[Seite 12]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Klappen nicht in der Vorgegebenen Stellung sein (siehe „Ansteuerung Ventile und Klappenantriebe AUF / ZU“) wird das Anfahren der Anlage abgebrochen. Sind die Außen- und Fortluftklappe offen, bzw. die Anlage im Umluftbetrieb werden die Ventilatoren zugeschaltet. Bei drehzahlveränderbaren Ventilatoren wird die Drehzahl über eine Rampe hoch- gefahren. Alle Folgeregler (Feuchteregelung, Drehzahlregelung der Ventilatoren, Temperaturregelung der Anlage etc.) werden eingeschaltet. Die Umschaltung des Erhitzerventils von 100% AUF auf die Regeleinstellung erfolgt über eine Rampenfunktion. Bei Außentemperaturen über 8°C: Das Anfahren der Anlage erfolgt genauso wie beim Anfahren unter 8°C jedoch ohne das Vorspülen des Lufterhitzers.
Anlagenschaltung AUS Anmerkung: Die aufgeführten Funktionen können nur angewendet werden, soweit die entspre- chenden Komponenten in der spezifischen Anlage enthalten sind. Bei automatischem oder manuellem Ausschalten der Anlage laufen folgende Funktionen ab: Abschalten der Ventilatoren Abschalten aller Regler Schließen aller Ventile Schließen der Außen- und Fortluftklappe und ggf. Öffnen der Umluftklappe
Anforderung Erzeugeranlagen Bei einer Ventilöffnung von mehr als 5% in einem Verbraucherkreis wird die zugehörende Erzeu- geranlage angefordert. Alle Notwendigen Pumpen im Erzeugerkreis müssen zugeschaltet werden.
Wiedereinschaltung nach Netzausfall Diese Funktion muss sowohl nach Zuschaltung des Ersatznetzes als auch nach Wiederkehr des Normalnetzes gewährleistet sein. Die elektrischen Verbraucher des gesamten Gebäudes müssen stufenweise, unter Beachtung der elektr. Last, in geordneter Reihenfolge wieder eingeschaltet wer- den. Im Bereich der Gebäudeautomation die Anlagen in den Automationsschwerpunkte (ASP) nachei- nander anzufahren. Nach einem Gesamtausfall des Stromnetzes müssen die einzelnen ASPs auch nacheinander wieder angefahren werden.
Betriebsarten
Automatischer Betrieb Die Anlage wird von der DDC automatisch zeit - oder ereignisabhängig ein- und ausgeschaltet. Es gelten die Vorgaben der zuvor beschriebenen Einheitsfunktionen. Alle Regelkreise, Sicherheits- und Verriegelungsfunktionen sind aktiv.
Manueller Betrieb über die Leitwarte Manueller Betrieb ist nur möglich, solange die Leitwarte und die Automationsstation funktionsfähig sind. Zeit– und ereignisabhängige Anlagenschaltungen sowie Aggregatsschaltungen können von Hand an der Leitwarte übersteuert werden. Der Handeingriff muss in der Leitwarte mit Namen und Datum protokolliert werden.
Seite 12 │ 16
[Seite 13]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
DDC - Handbediengerät Sofern der ASP mit einer Handbedienebene ausgerüstet ist besteht die Möglichkeit alle Antriebe der ASP über diese ein- und auszuschalten. Stetige Stellglieder können in eine beliebige (0 bis 100%) Stellung gebracht werden. Automatische Steuerungsabläufe bleiben, soweit sie nicht durch Handeingriff außer Funktion gesetzt werden, erhalten. Alle Sicherheits- und Verriegelungsfunktio- nen bleiben wirksam. Der lokale Handeingriff muss an die Leitwarte gemeldet und angezeigt wer- den. Die Handbedienung bleibt auch dann aktiv wenn die DDC bzw. Leitwarte ausgefallen sind. Zustände von Aggregaten und Wächtern werden auf dem Handbediengerät angezeigt. Störmel- dungen werden hier zu einer Sammelstörung zusammengefasst. Diese wird, je nach Vorgabe als ASP-Sammelstörung oder als Analgen-Sammelstörung ausgeführt. Die Sammelstörung wird als Leuchtdrucktaster am ASP angezeigt und kann über die Taster-Funktion quittiert werden.
Notbetrieb Der Notbetrieb erfolgt über das Handbediengerät.
1.7.2 Objektbezogene Funktionalbeschreibung
Lüftung
RLT 01 – Lüftung Schießbahn 1 RLT 02 – Lüftung Schießbahn 2 Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Anlagensteuerung im Automatikbetrieb über ein Zeitprogramm. Zusätzlich ist im Regieraum ein Bedientableau für die Betriebsarten
- Auto
- Stillstands Betrieb
- Aufheizbetrieb
- Wartung / Reinigung
- Schießbetrieb statisch
- Schießbetrieb dynamisch installiert. Das Tableau wird einmal täglich in den automatikbetrieb zurückgesetzt.
Automatikbetrieb: Umschalten von Stillstands- auf Aufheizbetrieb über Zeitprogramm. Nach Erreichen der Raumsolltempertur wird auf Wartungs- / Reinigungsbetrieb umgeschaltet.
Stillstands Betrieb: Die Anlage ist ausgeschaltet nur die Raumtemperaturüberwachung ist ak- tiv. Fällt diese unter einen einstellbaten Grenzwert (15°C) wird das Heizventil 100% geöffnet, Erhitzerpumpe und Wärmeerzeuger zugeschaltet und die Zu- und Ablüfter in Stufe 1 einge- schaltet. Bei überschreiten eines einstellbaren Grenzwertes (18° C) wird die Anlage wieder abgeschaltet. Im Winter erfolgt das zuschalten über das Anfahrprogramm.
Aufheizbetrieb: Das Heizventil wird 100%W geöffnet, Erhitzerpumpe und Wärmeerzeuger zu- geschaltet und die Zu- und Ablüfter in Stufe 2 eingeschaltet. Im Winter erfolgt das zuschalten über das Anfahrprogramm.
Wartungs- / Reinigungsbetrieb: Zu- und Ablüfter in Stufe 2, Temperaturregelung im Regelbe- trieb, Freigabe Schießtechnik erfolgt nicht.
Schießbetrieb statisch: Zu- und Ablüfter in Stufe 3 (0,25 m/s in der Schießbahn), Temperatur- regelung im Regelbetrieb, Freigabe Schießtechnik, wenn keine Anlagenstörung vorliegt.
Schießbetrieb dynamisch: Zu- und Ablüfter in Stufe 4 (0,33 m/s in der Schießbahn), Tempera- turregelung im Regelbetrieb, Freigabe Schießtechnik, wenn keine Anlagenstörung vorliegt.
Seite 13 │ 16
[Seite 14]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Die Einstellung der Betriebsarten erfolgt über Leuchtdrucktaster. Diese Zeigen die Betätigung des Tasters optisch an. Zusätzlich werden die Betriebsarten, Anlagenstörung und Freigabe Schießtechnik optisch angezeigt.
Temperaturregelung: Abluft-Zuluft-Kaskadenregelung mit Sollwertgleitung im Sommer über Außentemperatur. Ausregelung über Erhitzer und Wärmerückgewinnung (WRG). Wärmerück- gewinnung als Kreislaufverbundsystem (KVS) mit Umschaltung der Kennlinie von Heizen auf Kühlen über Temperaturvergleich zwischen Außen- und Abluft. Über Adiabaten Befeuchter in der Abluft und die WEG in Kühlsequenz kann zusätzlich der WRG-Kühlbetrieb verstärkt werden. Lüftungsstufen: Die Lüfter werden 4-stufig betrieben. Die Stufen werden über Frequenzumfor- mer eingestellt. Die Frequenz und damit die Drehzahl der Ventilatoren muss vor Ort, gemein- sam mit dem Gewerk RLT ermittelt werden. Feuchteregelung: Abluft-Zuluft-Kaskadenregelung. Ausregelung über Zuluft-Befeuchter. Sicherheit: Rauchmelder in Zu- und Fortluft, Frostschutzwächter, Feuchte-Maximal-Begrenzer. Anlagenabschaltung über Meldung aus der Brandmeldeanlage (BMA-Kontakt) BSK-Testprogramm für alle motorischen Brandschutzklappen Zählung von Wärmemenge im Erhitzer über Energieventil, der Wassermenge in den beiden Befeuchtern und elektrischen Leistung je Ventilator Not-Aus-Taster innen neben Ausgang aus Schießbahn. Bei Auslösung bzw. bei Ausfall eines Ventilators (ZU- oder Abluft) erfolgt Abschaltung der Anlage
RLT 03 – Lüftung Nebenräume Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Anlagensteuerung über Zeitprogramm Temperaturregelung: Abluft-Zuluft-Kaskadenregelung. Ausregelung über Erhitzer, Wärme- rückgewinnung (WRG) und Kühler. Wärmerückgewinnung als Kreuzstromwärmetauscher (KWT) mit Umschaltung der Kennlinie von Heizen auf Kühlen über Temperaturvergleich zwi- schen Außen- und Abluft. Kühler als Direktverdampfer Kanaldruckregelung Zu. Und Abluft: Regelung des Kanaldrucks auf konstanten Wert. Der Soll- wert muss bei der gemeinsamen Inbetriebnahme der AN GA und RLT ermittelt werden. Sicherheit: Rauchmelder in Zu- und Fortluft, Frostschutzwächter. Anlagenabschaltung über Meldung aus der Brandmeldeanlage (BMA-Kontakt) BSK-Testprogramm für alle motorischen Brandschutzklappen Zählung der Wärmemenge im Erhitzer über Energieventil und der elektrischen Leistung der beiden Ventilatoren und des Direktverdampfers
RLT 04 – Lüftung SIBE-Raum Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Anlage im Dauerbetrieb. Abluftventilator einstufig mit Nachströmung über Türspalt Anlagenabschaltung über Meldung aus der Brandmeldeanlage (BMA-Kontakt)
Heizung
HZG 01 – statische Heizung Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Sollwertumschaltung Tag-Nacht über Zeitprogramm, Anlagenschaltung mit Stand-By-Funktion im Sommer. Witterungsgeführte Vorlauftemperaturregelung, Ausregelung über Primäres Regelventil in Fernwärmeübergabestation. Regelung erfolgt in Steuereinheit der Fernwärmestation. Schnittstelle: Leistungsanforderung als 0-10V-Signal (0-10V = 0-100°C), Freigabe als potenti- alfreier Kontakt, Modbus TCP / RTU Zählung der verbrauchten Wärmemenge über bauseitigen M-Bus-Zähler in Fernwärmestation Fernwärmestation Beistellung EVU
Seite 14 │ 16
[Seite 15]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
HZG 02 – Versorgung RLT Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Anlagenschaltung bedarfsgerecht über nachgeschaltete Anlagen (Ventilöffnung eines Ventils
= 5%) Leistungsregelung so einstellen, dass die Ventilstellung des am weitesten geöffneten Erhitzer- ventils (RLT 01-03) 90% beträgt Schnittstelle zu Fernwärmestation: Leistungsanforderung als 0-10V-Signal (0-10V = 0-100°C), Freigabe als potentialfreier Kontakt, Modbus TCP / RTU Zählung der verbrauchten Wärmemenge über bauseitigen M-Bus-Zähler in Fernwärmestation Fernwärmestation Beistellung EVU
Kälte
KLT 01 - Kälteerzeugung Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Autark arbeitende Kältemaschine als Dachgerät. Anforderung über nachgeschaltete Umluft- kühler und Außentemperaturgrenzwert. Druckgesteuerter Glykol-Protektor mit Verschluss der Bodenwanne über Magnetventile (Bei- stellung bauseits) Zählung der elektrischen Leistung durch Gewerk ELT über die Einspeisung
KLT 02 – Umluftkühler Elektroraum Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Umluftkühler mit autarker Regelung und Steuerung. Aufschaltung von Betriebs- u. Störmeldung auf die GA Überwachung Raumtemperatur als zusätzliche Störmeldung
Sanitär
SAN 01 - Wasseraufbereitung Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Aufschaltung von Betriebs- und Störmeldungen aus Enthärtungsanlage und Osmose-Anlage Aufschaltung von Betriebs- und Störmeldung je Pumpe der Druckerhöhungsanlage Erfassung der Gesamt- und Technikwassermenge
Gefahrenmeldeanlagen
GMA 01 – CO-Warnanlage Schießbahnen 1 und 2 Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste Überwachung des CO-Gehalts in den Schießbahnen. Sensormontage bei festen Schützenpositionen (6 m, 10 m, 15 m, 20 m und 25 m). Montage- höhe 1,5m Ansteuerung der Alarmmittel bei Voralarm der Gaswarnanlage. Alarmmittel: Hupe in der Schießbahn, Leuchtwarntransparente in der Schießbahn und über Zugang Fernanzeige Voralarm / Hauptalarm mittels Tableaus im Regieraum Montage Zentraleinheit der Gaswarnanlage im Regieraum Spannungsversorgung mittels Netzgerät mit USV (Überbrückungszeit 2 Stunden)
Gebäudeautomation
GAS 01 – Eigenüberwachung ASP 01 GAS 02 – Eigenüberwachung ASP 02 Anlagenaufbau gem. Medienschema, GA-Funktionsschema und Funktionsliste
Seite 15 │ 16
[Seite 16]
Neubau einer doppelten Raumschießanlage in Freising Funktionalbeschreibung Gebäudeautomation
Erfassung von Störungen in der Energieversorgung des ASP Zählung der elektrischen Gesamtleistung je ASP
Seite 16 │ 16