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Modelvorhaben Nachnutzung von Krankenhausimmobilien in ländlichen Räumen
Leistungsbeschreibung (Entwurf)
Erster Teil: Analyse
Der Auftragnehmer erarbeitet eine umfassende und stringente Bestandsanalyse
- Ausgangslage und strukturelle Rahmenbedingungen
1.1 Lagekarten – Erstellung und Auswertung aktueller Lage- und Übersichtspläne des Areals sowie seiner Einbindung in das Gemeinde- und Regionalgefüge.
1.2 Historische Bedeutung des Standortes – Untersuchung der historischen Entwicklung, früherer Nutzungen und relevanter Ereignisse, einschließlich denkmalpflegerischer Aspekte.
1.3 Aktuelle Eigentums- und Insolvenzsituation – Dokumentation der Eigentumsverhältnisse, etwaiger Belastungen sowie der relevanten insolvenzrechtlichen Rahmenbedingungen.
1.4 Baulicher Zustand – Erfassung des baulichen Bestandes, technische Zustandsbewertung sowie Sanierungsbedarf
1.5 Städtebauliche und gesellschaftliche Risikolage – Bewertung städtebaulicher Risiken, sozialräumlicher Entwicklungen und möglicher Konfliktlagen.
Zweiter Teil: Konzeption
Auf Basis der Bestandsanalyse ist ein nachvollziehbares, strategisch begründetes Konzept für die Nachnutzung des Areals zu entwickeln. Mindestens sind folgende Inhalte auszuarbeiten:
- Strategische Einordnung und Handlungsbedarf
2.1 Strukturwandel im Gesundheitswesen und Auswirkungen auf den ländlichen Raum – Analyse aktueller Trends und struktureller Veränderungen sowie deren Bedeutung für den jeweiligen Standort.
2.2 Spezifische Herausforderungen für die Kommune – Ableitung der besonderen lokalen Problemstellungen und Rahmenbedingungen.
- Zielbild
3.1 Leitbild für die Transformation des Areals – Formulierung eines übergeordneten Leitbildes zur zukünftigen Ausrichtung des Standortes.
3.2 Zielsystem und Bewertungskriterien – Entwicklung messbarer Ziele sowie eines Systems zur Bewertung möglicher Nutzungsoptionen.
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Stand 04/2026
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Modelvorhaben Nachnutzung von Krankenhausimmobilien in ländlichen Räumen
3.3 Einbindung vorhandener Strukturen am Standort – Konzept zur Nutzung, Integration oder Transformation vorhandener baulicher und organisatorischer Ressourcen.
- Mögliche Entwicklungsoptionen
Die Auftragnehmer*innen haben mindestens drei tragfähige Entwicklungsoptionen auszuarbeiten und zu bewerten
Dritter Teil: Methodik
Das methodische Vorgehen zur Erstellung des Nachnutzungskonzeptes ist transparent darzustellen und umfasst mindestens:
5.1 Bestandsanalyse und Risikomatrix – Systematische Analyse des Ist-Zustands sowie Erstellung einer Risikomatrix.
5.2 Bedarfs- und Marktanalyse – Untersuchung regionaler und überregionaler Bedarfe sowie marktwirtschaftlicher Potenziale.
5.3 Szenarienentwicklung – Entwicklung und Bewertung mehrerer Zukunftsszenarien zur Nutzung des Areals.
5.4 Wirtschaftlichkeits- und Finanzierungsprüfung – Prüfung von Investitions-, Betriebs- und Finanzierungsmodellen einschließlich Förderkulissen.
5.5 Städtebauliches Leitbild und Nachhaltigkeitsstrategie – Ableitung eines städtebaulichen Rahmenkonzeptes.
5.6 Landesweites Ergebnispapiers – Erarbeitung eines abschließenden Berichtes, der übertragbare Erkenntnisse für vergleichbare Szenarien in Niedersachsen aufzeigt
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