Anlage 3 - Leistungsbeschreibung.pdf

Machbarkeitsstudie zur zukünftigen Büro- und Standortstruktur

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 20.10.2026, 08:50 (Europe/Berlin)

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Wasserversorgungs-Zweckverband Maifeld-Eifel

Vergabe von Planungsleistungen

Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur zukünftigen Büro- und Standortstruktur des WVZ

Maifeld-Eifel

Leistungsbeschreibung

  1. Ausgangssituation

Aufgrund eines bestehenden und künftig weiter anwachsenden Personalmehrbedarfs verfügt

der Wasserversorgungs-Zweckverband Maifeld-Eifel am aktuellen Standort in Mayen nicht

mehr über ausreichende Büro- und Funktionsflächen. Zur Deckung des zusätzlichen

Raumbedarfs sollen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie verschiedene bauliche und

standortorganisatorische Handlungsoptionen geprüft werden.

Der WVZ Maifeld-Eifel versorgt über 80.000 Einwohner mit Trinkwasser. Das

Versorgungsgebiet umfasst rund 600 km² und erstreckt sich über die gesamten

Verbandsgemeinden Brohltal, Maifeld und Pellenz, die Verbandsgemeinde Vordereifel ohne

die Ortsgemeinden St. Johann und Kottenheim sowie Teile der Verbandsgemeinden Rhein-

Mosel und Kelberg.

Versorgungsgebiet des WVZ Maifeld Eifel

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Die Verwaltung ist derzeit im Bürogebäude in Mayen konzentriert. Dieses wurde in den 1970er

Jahren errichtet und in den 1990er Jahren erstmals saniert.

Zur Unterstützung der Verwaltung und zur Sicherstellung der örtlichen Präsenz im

Versorgungsgebiet bestehen zwei Außenstellen in Kruft und Weibern. Die Außenstellen

umfassen neben Gemeinschafts- und Waschräumen, jeweils ein Lager sowie einen Fuhrpark.

Die Außenstelle in Kruft ist vergleichsweise neu und befindet sich in einem guten baulichen

Zustand, sodass kein Modernisierungsbedarf besteht. Derzeit ist der Raum bereits begrenzt

und eine Erweiterung ist erforderlich, da mit einem weiteren Personalzuwachs von zwei

Personen gerechnet wird. Das Gebäude ist so errichtet, dass ein weiteres Geschoss möglich

ist.

Die Außenstelle in Weibern hingegen bedarf einer Modernisierung und einer Erweiterung, da

auch hier mit einem Personalzuwachs von zwei Personen gerechnet wird. Aufgrund der

örtlichen Gegebenheiten ist eine bauliche Erweiterung des Bestands schwierig.

Derzeit geht der WVZ Maifeld-Eifel insgesamt von einem Personalmehrbedarf von 15-17

Personen aus.

Zudem ist eine perspektivische Erweiterung des WVZ denkbar, die ggf. in einigen Jahren zu

einer weiteren Erhöhung des Raumbedarfs führen könnte.

  1. Aufgabenbeschreibung

Um eine Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung zu haben, vergibt der WVZ Maifeld-

Eifel die Erstellung einer Machbarkeitsstudie.

Ziel der Machbarkeitsstudie ist es, die technische, rechtliche, wirtschaftliche und funktionale

Umsetzbarkeit des Vorhabens zu prüfen. Die Studie soll eine belastbare

Entscheidungsgrundlage für die weitere Planung liefern und dabei mindestens folgende

Varianten berücksichtigen:

  1. Erweiterung/Aufstockung sowie energetische Sanierung des bestehenden

Bürogebäudes in einer mit einem Neubau vergleichbaren Weise, einschließlich

Außenhülle, Fenster, Heizung, Brandschutz, Stellplätze sowie

Modernisierung/Erweiterung der Außenstellen Kruft und Weibern

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  1. Neubau eines Bürogebäudes „auf der grünen Wiese“ sowie

Modernisierung/Erweiterung der Außenstellen Kruft und Weibern (Fortführung der

dezentralen Struktur)

  1. Neubau eines Bürogebäudes „auf der grünen Wiese“ als zentraler Standort unter

vollständiger Integration der bisherigen Außenstellen in Kruft und Weibern

(Zentralisierung)

Die Erstellung einer Kostenschätzung sowie die Ermittlung der Lebenszykluskosten für die

verschiedenen Varianten soll ebenfalls erfolgen.

Hierzu konkret:

Hinsichtlich der Variante 1, Erweiterung und Sanierung des Bestandgebäudes, gilt es das

Entwicklungspotential des Standortes Mayen zu untersuchen. Hierbei sind die Möglichkeiten

Errichtung eines Neben- bzw. Erweiterungsgebäudes sowie Anbau bzw. Aufstockung des

bestehenden Bürogebäudes in den Blick zu nehmen. Insbesondere hinsichtlich der Frage, wie

dort Büroraum in einer Qualität geschaffen werden kann, die mit einem Neubau vergleichbar

ist. Hierbei sollen auch die Aspekte Energieeffizienz, Brandschutz, Heizungsanlage und

Parkplätze beleuchtet werden.

Bei den Varianten 2 und 3 ist zu beachten, dass die endgültige Standortentscheidung noch

nicht getroffen wurde. Die Standortfrage soll daher im Rahmen der Machbarkeitsstudie

bewusst ausgeklammert werden. Lediglich zu Vergleichszwecken soll sich die Untersuchung

auf das Grundstück „auf der grünen Wiese“ beziehen.

Unabhängig von der Standortwahl ist vorgesehen, das bisherige Bestandsgebäude im Falle

einer Umsetzung der Varianten 2 bzw. 3 zu veräußern.

Weiterhin sollen zwischen den Varianten 2 und 3 die Vor- und Nachteile eines zentralen

Standorts gegenüber einem dezentralen Standort untersucht werden. Ein Schwerpunkt der

Untersuchung liegt daher auf der Frage, ob der dezentrale Standort erhalten werden sollte.

Dabei sind insbesondere die Faktoren Fahrtzeiten der Außendienstmitarbeiter, Anbindung des

Standorts, flexibler Mitarbeitereinsatz sowie Lagerführung zu bewerten. Die

Modernisierungsmöglichkeiten der Außenstellen sowie die entsprechenden Kosten sind in

diesem Zusammenhang ebenfalls zu berücksichtigen und dem gegenüber zu stellen.

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Im Rahmen aller Varianten ist zudem zu berücksichtigen, dass perspektivisch angrenzende

Wasserversorger in den Verband des Auftraggebers integriert werden könnten. Dadurch

könnte zusätzlicher Flächenbedarf für die einzugliedernden Mitarbeitenden entstehen. Vor

diesem Hintergrund sollen im Rahmen der Machbarkeitsstudie sowohl der zukünftige

Raumbedarf als auch die Möglichkeiten einer perspektivischen Weiterentwicklung geprüft

werden.

Zusätzlich wird für den Fall eines weiter anwachsenden Personalmehrbedarfs grundsätzlich

auch die Möglichkeit einer weiteren Büroerweiterung abgefragt. Hierbei soll von einem

Personalmehrbedarf von rund 20 Mitarbeitenden ausgegangen werden.

Die konkret geforderten Inhalte der Machbarkeitsstudie sind dem als Anlage beigefügten

Leistungskatalog zu entnehmen.

Es wird daraufhingewiesen, dass der Auftragnehmer verpflichtet ist, alle erforderlichen

Fachplanungen – insbesondere für Technische Gebäudeausrüstung (TGA) und

Tragwerksplanung (TWP) – eigenständig beizuziehen und zu koordinieren. Die Fachplaner

werden nicht gesondert vom Auftraggeber beauftragt.

Die Erstellung der Machbarkeitsstudie begründet keinen Anspruch auf eine spätere

Beauftragung mit weiteren Planungsleistungen; etwaige Folgeaufträge bedürfen einer

gesonderten Entscheidung und gegebenenfalls eines gesonderten Vergabeverfahrens.

Leistungszeit:

Die Machbarkeitsstudie soll innerhalb von 9 Monaten ab Beauftragung fertiggestellt werden,

sodass der Auftraggeber in die Lage versetzt wird, über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Näheres regelt der Vertrag.

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