[Seite 1]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH
Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Rea
lisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik
Schorndorf
im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb nach
VOB/A EU
BEWERBERMEMORANDUM
[Seite 2]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 2 von 16 Seiten
Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Projektbeschreibung / Gegenstand des Verfahrens ...........................3
1.1 Allgemeine Projektbeschreibung..............................................................................3
1.2 Gegenstand des Verfahrens.......................................................................................4
2 Vergabestelle / Terminologie / Berater......................................................................6
2.1 Terminologie................................................................................................................6
2.2 Berater..........................................................................................................................6
3 Formale Angaben zum Verfahren..............................................................................6
3.1 Art des Verfahrens......................................................................................................6
3.2 Teilnahmeberechtigung..............................................................................................6
3.3 Bewerbergemeinschaften...........................................................................................7
3.4 Eignung / Eignungsleihe / Unterauftragnehmer.......................................................7
3.5 Ablauf des Verfahrens................................................................................................8
4 Formale Vorgaben zum Teilnahmewettbewerb (Phase 1).....................................10
4.1 Form und Frist der Teilnahmeanträge.....................................................................10
4.2 Eignungsnachweise und Bewerberauswahl...........................................................11
4.2.1 Nachweis der Eignung..............................................................................................11
4.2.2 Mindestanforderungen an die Eignung...................................................................11
4.2.3 Auswahl der Bewerber..............................................................................................11
4.3 Weitere Nachweise und Erklärungen......................................................................13
4.4 Nachforderung von Unterlagen...............................................................................13
5 Weitere Rahmenbedingungen des Verfahrens.......................................................13
5.1 Einverständnis der Bewerber ..................................................................................13
5.2 Fragen zum Verfahren..............................................................................................14
5.3 Änderung und Aufhebung des Verfahrens / Aufhebungsvorbehalt.....................15
5.4 Kostenerstattung für die Teilnahme am Vergabeverfahren..................................15
5.5 Nachrückverfahren ...................................................................................................15
5.6 Tariftreue und Mindestlohn......................................................................................15
6 Vergabekammer........................................................................................................16
7 Anlage........................................................................................................................16
[Seite 3]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 3 von 16 Seiten
1 Allgemeine Projektbeschreibung / Gegenstand des Verfahrens
1.1 Allgemeine Projektbeschreibung
Das Krankenhaus Schorndorf wurde Ende der 1960er-Jahre errichtet und im Jahr 1995 durch einen Erweiterungsbau ergänzt. Im Rahmen der langfristigen baulichen und struktu- rellen Weiterentwicklung des Klinikstandortes soll das Krankenhaus in mehreren Bauab- schnitten umfassend saniert und an die heutigen baulichen, medizinischen, hygienischen, pflegerischen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen angepasst werden.
- Bauabschnitt mit dem Neubau des Funktionsbaus:
Einen wesentlichen Bestandteil dieser Gesamtmaßnahme bildet der 1. Bauabschnitt mit dem Neubau des Funktionsbaus. Der Neubau wird unmittelbar an die bestehenden Klinik- gebäude angebunden. Insbesondere sind die erforderlichen baulichen und funktionalen An- schlüsse an den Bestand einschließlich der hiermit verbundenen Eingriffe in die bestehende Gebäudestruktur Bestandteil der Maßnahme.
Mit dem Funktionsneubau werden wesentliche medizinische Untersuchungs-, Behand- lungs- und Versorgungsbereiche des Klinikums räumlich neu geordnet und in einer moder- nen, funktional zusammenhängenden Gebäudestruktur gebündelt. Nach dem zugrunde lie- genden Raum- und Funktionsprogramm umfasst die Maßnahme eine Hauptnutzfläche von insgesamt ca. 20.000 m². Der Neubau erstreckt sich über fünf Geschosse (inkl. Unterge- schoss und Technikzentrale) und nimmt hochinstallierte medizinische Funktionsbereiche sowie die hierfür erforderlichen Neben-, Technik-, Erschließungs- und Versorgungsflächen auf.
Im Einzelnen:
Im Erdgeschoss sind insbesondere Bereiche der Patientenaufnahme, der Zentralen Notaufnahme und Überwachung sowie diagnostische und weitere medizinische Funktionsbereiche vorgesehen. Die Planung umfasst unter anderem Behandlungs- und Wartebereiche, Triage, Schockraum-/Reanimationsbereiche sowie bildgebende und diagnostische Einrichtungen. Darüber hinaus sind Bereiche der Endoskopie ein- schließlich der zugehörigen medizintechnischen Ausstattung und Aufbereitung vor- gesehen.
Das 1. Obergeschoss nimmt weitere stationäre bzw. überwachungs- und behand- lungsintensive medizinische Nutzungen auf. Die Grundrissplanung berücksichtigt hierfür unter anderem Patientenbereiche mit Ein- und Zweibettzimmern sowie um- fangreiche medizintechnische Einrichtungen für Patientenmonitoring.
[Seite 4]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 4 von 16 Seiten
Im 2. Obergeschoss befinden sich insbesondere hochinstallierte medizinische Funk- tionsbereiche. Die Planung sieht hier unter anderem 7 Operationssäle mit der erfor- derlichen medizintechnischen Infrastruktur sowie weitere unmittelbar mit dem OP- Betrieb verbundene Funktions- und Nebenräume vor. Die Ausstattung umfasst bei- spielsweise OP-Tischsysteme, OP-Tableaus, Patientenmonitoring sowie die hierfür erforderlichen Elektro-, Daten- und medizintechnischen Installationen.
Herausforderung der Baumaßnahme:
Eine besondere Herausforderung der Baumaßnahme ergibt sich aus der Umsetzung inner- halb des bestehenden und weiterhin betriebenen Klinikstandortes. Das Krankenhaus befin- det sich in einer eng bebauten Lage; der laufende Krankenhausbetrieb ist während der ge- samten Baumaßnahme aufrechtzuerhalten. Wie bei An- und Erweiterungsbauten im Klinik- bereich üblich, ist eine abgestimmte Koordination der beteiligten Unternehmen insbeson- dere an den Schnittstellen zum Bestand erforderlich. Dabei ist sicherzustellen, dass der laufende Klinikbetrieb durch die auszuführenden Arbeiten möglichst nicht beeinträchtigt wird.
Der überwiegende Teil der auszuführenden Leistungen innerhalb des Neubaus kann eigen- ständig und weitgehend unabhängig vom bestehenden Klinikbetrieb erbracht werden. Die erforderlichen Arbeiten unmittelbar im bzw. am Bestand beschränken sich im Verhältnis zum Gesamtumfang der Maßnahme auf vergleichsweise geringe Anschluss- und Schnitt- stellenbereiche. Es bestehen damit im Wesentlichen klar abgegrenzte Arbeitsbereiche in- nerhalb des Neubaus.
Rohbau Ende 2025 fertiggestellt:
Der Rohbau des Funktionsneubaus wurde bereits Ende 2025 fertiggestellt. Mit Fertigstel- lung des Funktionsneubaus sollen wesentliche medizinische Kernfunktionen des Klinikums in zeitgemäßen und aufeinander abgestimmten Strukturen zusammengeführt und damit die Voraussetzungen für eine langfristig leistungsfähige medizinische Versorgung am Klinik- standort Schorndorf geschaffen werden.
1.2 Gegenstand des Verfahrens
Gegenstand der vorliegenden Bauausschreibung ist das Gewerk „Lüftung" (KG 430 Raumlufttechnische Anlagen) für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf.
Die Lüftungsarbeiten umfassen die Herstellung der raumlufttechnischen Anlagen für den
Funktionsneubau einschließlich der hierfür erforderlichen Liefer-, Montage-, Inbetriebnahme- , Einregulierungs- und Dokumentationsleistungen. Die Anlagen dienen der Versorgung der
[Seite 5]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 5 von 16 Seiten
medizinischen Funktionsbereiche, Pflegebereiche sowie der sonstigen Nutzungsbereiche des Neubaus.
Die Bauleistungen im Gewerk „Lüftung“ weisen insbesondere folgende Leistungen auf:
Aufbau neuer raumlufttechnischer Anlagen für den Funktionsneubau mit
o 5 Lüftungsanlagen mit einer Gesamtluftmenge von ca. 150.000 m³/h und hocheffizienter Wärmerückgewinnung über ein Kreislaufverbundsystem,
o 8 Umluftanlagen für die Operationssäle,
o 7 OP-TAV-Deckenfeldern (Turbulenzarme Verdrängungsströmung) für die Operationssäle
o ca. 17.000 m² Kanälen und Formteilen (stahlverzinkt),
o ca. 3.700 m Lüftungsrohren (stahlverzinkt)
Die raumlufttechnischen Anlagen sind für den Gesamtbauablauf und die spätere Inbetrieb- nahme des Funktionsneubaus von maßgeblicher Bedeutung, da sie wesentliche Voraus- setzungen für die Fertigstellung und den bestimmungsgemäßen Betrieb der medizinischen Funktions-, Behandlungs- und Pflegebereiche schaffen. Die Leistungen stehen in enger technischer und terminlicher Abhängigkeit zu zahlreichen weiteren Ausbau- und TGA-Ge- werken, insbesondere den Gewerken Heizung, Sanitär, Elektroinstallation, Gebäudeleit- technik sowie der Energiezentrale. Besondere Herausforderungen ergeben sich aus der Integration anspruchsvoller raumlufttechnischer Anlagen in hochinstallierte medizinische Bereiche, insbesondere der OP-Versorgung mit 8 OP-Anlagen und den zugehörigen TAV- Deckenfeldern, der Vielzahl von Schnittstellen zu anderen technischen Anlagen sowie den teilweise beengten Platzverhältnissen innerhalb des Gebäudes. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die Kanalinstallation im Installationsgeschoss mit einer Höhe von 2,2 m sowie die Installationen im Erdgeschoss mit einer lichten Abhangdeckenhöhe von 25 cm. Hinzu kommt die Erforderlichkeit, die Ausführung und Montageabläufe auf den Baufortschritt so- wie die Leistungen der übrigen Gewerke abzustimmen. Diese Rahmenbedingungen erfor- dern eine enge Abstimmung mit den Bietern bereits im Vergabeverfahren hinsichtlich der technischen Umsetzung, der Ausführungsorganisation und der Schnittstellenkoordination.
Die Leistungen sind voraussichtlich im Zeitraum von Ende April 2027 bis September 2029 auszuführen.
Detaillierte Informationen zu Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen (u.a. Leis- tungsverzeichnis) werden den im Teilnahmewettbewerb ausgewählten Bietern mit Ange- botsaufforderung zur Verfügung gestellt.
[Seite 6]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 6 von 16 Seiten
2 Vergabestelle / Terminologie / Berater
Vergabestelle und Auftraggeber ist die Rems-Murr-Kliniken gGmbH.
2.1 Terminologie
Die Rems-Murr-Kliniken gGmbH wird in den Vergabeunterlagen gleichbedeutend auch als „Auftraggeber“ bzw. „AG“ oder „Vergabestelle“ bezeichnet. Die Bewerber/Bieter werden gleichbedeutend auch als „Auftragnehmer“ oder „AN“ bezeichnet. Auftraggeber und Auf- tragnehmer werden gemeinsam auch als „Vertragspartner“ bezeichnet.
2.2 Berater
Die Vergabestelle wird in diesem Verfahren begleitet durch:
Menold Bezler Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer Partnerschaft mbB Rechtsanwalt Dr. Florian Krumenaker LL.M. / Fachanwalt für Vergaberecht Rechtsanwältin Sarah Eppinger Stresemannstraße 79 70191 Stuttgart
3 Formale Angaben zum Verfahren
3.1 Art des Verfahrens
Die Ausschreibung erfolgt europaweit in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewett- bewerb nach § 3 b EU Abs. 3 Nr. 1 VOB/A.
Das Verfahren wurde dem Amt für amtliche Veröffentlichungen der EU zur europaweiten Bekanntmachung übersandt und im Supplement des Amtsblatts der EU veröffentlicht. Die EU-Auftragsbekanntmachung ist auf der Homepage http://ted.europa.eu abrufbar.
3.2 Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen und juristischen Personen, die die in der EU-Auf- tragsbekanntmachung geforderte Eignung aufweisen sowie Bewerbergemeinschaften, die die Eignungsanforderungen erfüllen.
Die gemeinsame Beteiligung mit weiteren Unternehmen ist als Bewerbergemeinschaft oder unter Einbindung von Nachunternehmen nach Maßgabe der Vorgaben dieses Bewerber- memorandums möglich.
Beteiligt sich ein Unternehmen mehrfach ‒ sei es als Bewerber, Mitglied einer Bewerberge- meinschaft oder Unterauftragnehmer ‒ an diesem Vergabeverfahren, so kann dies zum
[Seite 7]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 7 von 16 Seiten
Verfahrensausschluss aller Bewerber/Bewerbergemeinschaften, bei denen das jeweilige Unternehmen beteiligt bzw. als Unterauftragnehmer vorgesehen ist, führen.
3.3 Bewerbergemeinschaften
Unternehmen können sich für die Teilnahme an diesem Verfahren zu Bewerbergemein- schaften zusammenschließen. Bewerbergemeinschaften stehen Einzelbewerbern gleich.
Eine nachträgliche Bildung von Bewerbergemeinschaften nach Ende der Frist zur Abgabe des Teilnahmeantrags ist nicht zulässig.
Bewerbergemeinschaften haben eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung abzu- geben, in welcher sie die Aufgabenteilung innerhalb der Bewerbergemeinschaft darstellen, einen bevollmächtigten Vertreter der Bewerbergemeinschaft benennen und erklären, dass alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft im Vergabeverfahren sowie im Auftragsfall ge- samtschuldnerisch haften.
3.4 Eignung / Eignungsleihe / Unterauftragnehmer
Die Eignung ist für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert nachzuweisen. Soweit in der EU-Auftragsbekanntmachung oder in den Teilnahmeformularen nichts Abwei- chendes geregelt wird, sind daher alle Eignungsnachweise von jedem Mitglied einer Bewer- bergemeinschaft vorzulegen. Die geforderten Eignungsnachweise sind der EU-Auftragsbe- kanntmachung zu entnehmen.
Ist ein Unternehmen – sei es als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder im Wege der Eignungsleihe – an mehreren Bewerbungen beteiligt, so kann dies zum Verfah- rensausschluss aller Bewerber/Bewerbergemeinschaften, bei denen das jeweilige Unter- nehmen beteiligt bzw. im Wege der Eignungsleihe einbezogen ist, führen.
Ein Bewerber kann sich zum Nachweis seiner Eignung auf andere Unternehmen stützen, ungeachtet des rechtlichen Charakters der zwischen ihm und diesem Unternehmen beste- henden Verbindungen (Eignungsleihe, vgl. § 6d EU VOB/A). In diesem Fall ist der Verga- bestelle mit Einreichung des Teilnahmeantrags nachzuweisen, dass dem Bewerber die er- forderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen, indem beispielsweise die diesbezüglichen verpflichtenden Zusagen der Unternehmen vorgelegt werden.
Die Unternehmen, auf die sich ein Bewerber zum Nachweis seiner Eignung stützt, müssen die Eignung gemäß den Vorgaben der EU-Auftragsbekanntmachung hinsichtlich derjenigen Eignungskriterien erfüllen, zu deren Nachweis sich der Bewerber auf die Eignung des Un- ternehmens stützt. Zudem sind die Erklärungen über das Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 6e EU Abs. 1 bis Abs. 4 VOB/A und § 6e EU Abs. 6 VOB/A vorzulegen. Werden die
[Seite 8]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 8 von 16 Seiten
vorstehend dargestellten Eignungsanforderungen nicht erfüllt oder liegen Ausschluss- gründe gemäß § 6e EU Abs. 1 bis 4 VOB/A vor, so ist das Unternehmen auf Anforderung der Vergabestelle innerhalb einer von dieser vorgegebenen Frist zu ersetzen. Liegen Aus- schlussgründe nach § 6e EU Abs. 6 VOB/A vor, so kann die Vergabestelle verlangen, dass der Bewerber das Unternehmen ersetzt. Nicht eignungsrelevante Unterauftragnehmer sind mit dem Teilnahmeantrag noch nicht zu benennen.
3.5 Ablauf des Verfahrens
Das Verhandlungsverfahren wird in zwei Phasen durchgeführt:
Phase 1 – Teilnahmewettbewerb:
Interessierte Unternehmen sind in der derzeit stattfindenden Phase 1 zur Beteiligung am Teilnahmewettbewerb aufgefordert. Auf Grundlage der unter Ziffer 4.2.3 dargestellten Vor- gehensweise werden unter allen grundsätzlich geeigneten Bewerbern im Rahmen des Teil- nahmewettbewerbs mindestens drei bis maximal fünf Unternehmen ausgewählt, die zur Ab- gabe eines Angebots aufgefordert werden.
Phase 2 – Angebots- und Verhandlungsphase:
Die Vergabeunterlagen werden allen zur Abgabe eines ersten Angebots aufgeforderten Teilnehmern zeitgleich zur Verfügung gestellt. Der geforderte Inhalt der Angebote ist in den Vergabeunterlagen dargestellt.
Auf Grundlage des Leistungsverzeichnisses nebst Anlagen erarbeiten die Bieter ein erstes Angebot. Dies beinhaltet neben dem Preis auch die Einreichung eines Projektabwicklungs- , Termin- und Schnittstellenkonzepts. Die Einreichung des Konzepts dient dazu, die vorge- sehene organisatorische und technische Vorgehensweise des Bieters im Hinblick auf die besonderen Anforderungen des Projekts zu bewerten. Aufgrund der zentralen Bedeutung des Gewerks „Lüftung" für die technische Gebäudeausrüstung, insbesondere für die hygie- nische und klimatische Versorgung der medizinischen Funktionsbereiche einschließlich der OP-Versorgung, die Koordination mit den angrenzenden Gewerken sowie die termin- und funktionsgerechte Inbetriebnahme des Funktionsneubaus kommt der Projektorganisation, der Schnittstellensteuerung und der Einbindung in den Gesamtbauablauf besondere Be- deutung zu.
Daneben sollen Bieter mit ihrem Angebot bauliche Optimierungsvorschläge aufzeigen.
Auf Grundlage der Bewertung anhand der Zuschlagskriterien wird ein Bieterranking erstellt.
Die Bewertung der Angebote in Phase 2 und damit die Auswahl des wirtschaftlichsten An- gebots erfolgt nach folgenden Kriterien:
[Seite 9]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 9 von 16 Seiten
| Kriterium | Gewichtung in Punkten | |
|---|---|---|
| 1 | Preis | 70 |
| 2 | Projektabwicklungs-, Termin- und Schnittstellenkonzept | 20 |
| 3 | Bauliche Optimierungsvorschläge | 10 |
Die für die Angebotsphase ausgewählten Bieter erhalten nähere Informationen zu den Zu- schlagskriterien und möglichen Unterkriterien. Die Vergabestelle behält sich eine geringfü- gige Modifikation der Zuschlagskriterien vor.
Die ersten Angebote werden auf Grundlage der Zuschlagskriterien bewertet. Auf dieser Grundlage wird ein Bieterranking erstellt.
Die Vergabestelle behält sich vor, bereits auf das erste Angebot den Zuschlag zu erteilen. Die Vergabestelle behält sich weiter vor, im Rahmen des an die erste Wertung anschlie- ßenden Verhandlungsverfahrens sukzessive weniger gut platzierte Bieter auszuscheiden, nur mit einzelnen, anhand der Wertung besser platzierten Bietern in (weitere) Verhandlun- gen zu treten und Endverhandlungen nur mit einem Unternehmen zu führen.
Nach ggf. erfolgter Durchführung der Verhandlungen sowie Prüfung und Wertung der An- gebote wird dem auf Grundlage der Zuschlagskriterien wirtschaftlichsten Angebot der Zu- schlag erteilt.
Für das gesamte Verfahren ist folgender – unverbindlicher – Terminplan vorgesehen:
-
Oktober 2026: Ende der Teilnahmefrist
-
Oktober 2026: Aufforderung zur Abgabe eines ersten Angebots
-
November 2026: Ende der Frist zur Erstellung des ersten Angebots
anschließend: Ggfs. Bietergespräche inkl. Vertragsverhandlungen
März 2027: Verfahrensabschluss und Beauftragung
April 2027: Leistungsbeginn
Den zur Angebotsabgabe ausgewählten Bewerbern werden die genauen Termine mit Auf- forderung zur Angebotsabgabe gesondert mitgeteilt.
[Seite 10]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 10 von 16 Seiten
4 Formale Vorgaben zum Teilnahmewettbewerb (Phase 1)
4.1 Form und Frist der Teilnahmeanträge
Für die Abgabe des Teilnahmeantrags ist das in der Anlage beigefügte Teilnahmeformular auszufüllen.
Wichtiger Hinweis:
Der Teilnahmeantrag ist ausschließlich mithilfe elektronischer Mittel über das Online-Ver- gabeportal unter folgendem Link
https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YMZMP83/documents
bis spätestens
- Oktober 2026, 12:00 Uhr
im Dateiformat „pdf.“ zu übermitteln.
Es wird empfohlen, rechtzeitig vor Ende der Teilnahmefrist die Übermittlung des Teilnah- meantrags zu testen.
Die Übermittlung des Teilnahmeantrags hat mithilfe elektronischer Mittel über das Online- Vergabeportal „dtvp.de“ zu erfolgen. Diese erfolgt über den Menüpunkt „Teilnahmeanträge“. Dort wird das kostenlose „Bietertool“ bereitgestellt, welches eine separate Installation erfor- dert.
Voraussetzung für die Nutzung des Bietertools ist eine entsprechende Java-Laufzeitumge- bung (JRE), welche kostenfrei unter http://www.java.com/ bezogen werden kann, sofern diese nicht bereits auf dem Rechner installiert ist. Je nach Betriebsumgebung sind für die Installation der Laufzeitumgebung bzw. des Bietertools u.U. administrative Rechte erforder- lich.
Die Vergabestelle kann zu technischen Fragen im Zusammenhang mit der Abgabe von Teil- nahmeanträgen grundsätzlich keine Auskünfte erteilen.
Informationen zur Nutzung des Portals sowie Antworten zu technischen Fragen, insbeson- dere zu Systemvoraussetzungen, finden Sie unter https://support.cosinex.de/.
Anderweitig auf elektronischem Wege übermittelte Teilnahmeanträge, wie z.B. per Telefax oder E-Mail, sowie schriftliche Teilnahmeanträge, sind nicht zugelassen.
[Seite 11]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 11 von 16 Seiten
4.2 Eignungsnachweise und Bewerberauswahl
4.2.1Nachweis der Eignung
Im Teilnahmeantrag ist die Eignung gemäß den Vorgaben der EU-weiten Vergabebekannt- machung nachzuweisen. Die vorzulegenden Erklärungen und Nachweise ergeben sich aus den Vorgaben des Teilnahmeformulars (Anlage 1 zu diesem Bewerbermemorandum).
Die Eignung ist für jeden Bewerber bzw. – bei Bewerbergemeinschaften – jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert nachzuweisen.
Zum Nachweis der Eignungsanforderungen ist das ausgefüllte Teilnahmeformular inklu- sive den dort aufgeführten Anlagen oder eine entsprechend der Vorgaben ausgefüllte Ein- heitliche Europäische Eigenerklärung vorzulegen.
4.2.2Mindestanforderungen an die Eignung
Wie aus der EU-Bekanntmachung ersichtlich, sind folgende Mindestreferenzen nachzuwei- sen:
– Eigenerklärung über das Vorliegen von drei Referenzen über die Ausführung von vergleichbaren Bauleistungen im Gewerk „Lüftung“ mit einem Auftragswert in Höhe von mindestens EUR 3.000.000,- netto. Die Bauleistung muss in den letzten bis zu fünf abgeschlossenen Kalenderjahren (frühestens am 01.01.2021) und spätestens bis zum Ablauf der Teilnahmefrist abgeschlossen (Abnahme) worden sein.
Hinweise: Die geforderten Mindestreferenzen sind von Bewerbergemeinschaften nur einmal vor zulegen.
4.2.3Auswahl der Bewerber
Die Bewertung der Teilnahmeanträge und somit die Auswahl der Bewerber, die zur Abgabe eines ersten Angebots aufgefordert werden, erfolgt in einem dreistufigen Verfahren.
Stufe 1:
Zunächst wird geprüft, ob die Teilnahmeanträge den formalen Anforderungen genügen. Un- vollständige Teilnahmeanträge, die trotz ggf. erfolgter Nachforderung von Unterlagen wei- terhin unvollständig bleiben, können nicht berücksichtigt werden.
[Seite 12]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 12 von 16 Seiten
Stufe 2:
Anschließend wird beurteilt, ob der Bewerber nach den vorgelegten Angaben und Nachwei- sen grundsätzlich geeignet erscheint, die verfahrensgegenständlichen Leistungen ord- nungsgemäß zu erbringen.
Stufe 3:
Schließlich wird für den Fall, dass mehr als drei grundsätzlich geeignete Unternehmen sich beworben haben, unter den Bewerbern anhand der Referenzen gem. der Bekanntmachung beurteilt, wer unter den als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerbern im Vergleich zu den Mitbewerbern mit Blick auf die zu erbringende Leistung besonders geeignet erscheint und daher am weiteren Verfahren beteiligt werden soll.
Damit eine vorgelegte Referenz im Rahmen der Auswahlentscheidung berücksichtigt wer- den kann, müssen kumulativ folgende Voraussetzungen vorliegen:
-
Die Referenz muss in der Referenztabelle im Teilnahmeformular (vgl. Seite 22 ff.) als priorisiert gekennzeichnet werden. Erfolgt, auch nach ggf. erfolgter Nachforde- rung, keine Priorisierung durch den Bewerber, so wird die Vergabestelle die Refe- renzen priorisieren und entsprechend in die Wertung einbeziehen.
-
Die als priorisiert gekennzeichnete Referenz muss die Mindestanforderungen an die Referenz erfüllen.
Je Bewerber werden lediglich die drei als priorisiert gegenzeichneten Mindestreferenzen herangezogen. Im Rahmen der Auswahlentscheidung können maximal 18 Punkte (max. 6 Punkte je Mindestreferenz) erzielt werden.
Dabei werden diese Mindestreferenzen wie folgt bewertet:
Bewertet wird bei dieser Referenzleistung der Auftragswert in EUR netto nach fol- gender Maßgabe:
EUR 4 Mio. bis EUR 5 Mio. 1 Punkt
EUR 5 Mio. bis EUR 6 Mio. 2 Punkte
EUR 6 Mio. 3 Punkte
Bewertet wird bei dieser Referenzleistung der Zeitraum der Leistungserbringung (maßgeblich ist der Tag der Abnahme) nach folgender Maßgabe:
[Seite 13]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 13 von 16 Seiten
Die Leistungserbringung (Tag der Abnahme) erfolgte nach dem 31.12.2022 1 Punkt
Die Leistungserbringung (Tag der Abnahme) erfolgte nach dem 31.12.2023 2 Punkte
Die Leistungserbringung (Tag der Abnahme) erfolgte nach dem 31.12.2024 3 Punkte
Für den Fall, dass nach der vorstehend beschriebenen Vorgehensweise durch Punkte- gleichstand die vorgesehene Anzahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bieter über- schritten wird, entscheidet das Los.
4.3 Weitere Nachweise und Erklärungen
Bewerbergemeinschaften haben zudem eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklä- rung abzugeben, in der
-
die Aufgabenteilung innerhalb der Bewerbergemeinschaft plausibel dargestellt ist,
-
der für die Durchführung des Verfahrens bevollmächtigte Vertreter bezeichnet ist,
-
erklärt wird, dass der bevollmächtigte Vertreter die Bewerbergemeinschaft gegenüber der Vergabestelle rechtsverbindlich vertritt,
-
erklärt wird, dass der bevollmächtigte Vertreter berechtigt ist, mit uneingeschränkter Wirkung für jedes Mitglied Zahlungen anzunehmen, und
-
erklärt wird, dass alle Mitglieder der Bewerbergemeinschaft im Vergabeverfahren so- wie im Auftragsfall gesamtschuldnerisch haften.
4.4 Nachforderung von Unterlagen
Die Vergabestelle behält sich vor, von den Bewerbern die Nachreichung, Vervollständigung und/oder Korrektur von Unterlagen im Rahmen des vergaberechtlich Zulässigen zu verlan- gen. Werden Unterlagen nicht fristgemäß nachgereicht, vervollständigt oder korrigiert, wird der Teilnahmeantrag ausgeschlossen. Ein Anspruch auf Nachforderung besteht nicht.
5 Weitere Rahmenbedingungen des Verfahrens
5.1 Einverständnis der Bewerber
Jeder am Verfahren beteiligte Bewerber erklärt sich durch seine Beteiligung und Mitwirkung mit den vorliegenden Verfahrensbedingungen einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf des Verfahrens vor und während der Laufzeit des Wettbewerbs sowie
[Seite 14]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 14 von 16 Seiten
des ggf. anschließenden Vergabeverfahrens einschließlich der Veröffentlichung aller Er- gebnisse dürfen nur durch die Vergabestelle und ihre Bevollmächtigten abgegeben werden.
Jeder Bewerber willigt durch seine Beteiligung am Verfahren ein, dass seine personenbe- zogenen Daten im Zusammenhang mit dem o.g. Verfahren in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Eingetragen werden Name, Vertreter, Anschrift, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Nach Abschluss des Verfahrens werden diese Daten entsprechend den datenschutzrechtlichen Bestimmungen gelöscht.
Jeder Bewerber hat mit Übersendung von Unterlagen im Teilnahmewettbewerb bzw. in den nachfolgenden Vergabeverhandlungen diejenigen Unterlagen deutlich kenntlich zu ma- chen, die Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse enthalten und in welche nach Auffassung des Bewerbers daher im Falle eines vergaberechtlichen Nachprüfungsverfahrens die Ak- teneinsicht durch Dritte zu versagen ist.
5.2 Fragen zum Verfahren
Interessenten haben die Möglichkeit, auf den Teilnahmewettbewerb bezogene Rückfragen zu diesem Vergabeverfahren unter dem Betreff „Vergabe „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf“ per E-Mail bis zum 14. Oktober 2026 (Eingang) an
rmk-funktionsneubau-lueftung@menoldbezler.de
oder mittels Vergabeplattform
https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YMZMP83/documents
zu stellen.
Bitte beachten Sie:
Antworten zu rechtzeitig eingehenden Bewerberfragen sowie aktualisierte oder weitere Un- terlagen, welche sämtliche Interessenten und Bewerber im Verfahren betreffen, werden un- ter vorstehend genanntem Link zur Verfügung gestellt.
Bewerber müssen sicherstellen, dass sie regelmäßig und insbesondere unmittelbar vor Ab- gabe ihres Teilnahmeantrags prüfen, ob seitens der Vergabestelle zusätzliche Informatio- nen oder Unterlagen zur Verfügung gestellt wurden, welche für die Abgabe des Teilnah- meantrags zu beachten sind.
Verbindlicher Bestandteil der Unterlagen für den Teilnahmewettbewerb werden die unter vorstehendem Link veröffentlichten Antworten und Informationen. Mündliche Auskünfte und Erklärungen haben keine Gültigkeit.
[Seite 15]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 15 von 16 Seiten
5.3 Änderung und Aufhebung des Verfahrens / Aufhebungsvorbehalt
Die Vergabestelle behält sich vor, den Teilnahmewettbewerb zu jedem Zeitpunkt zu modi- fizieren oder durch einfache Mitteilung zu beenden, insbesondere dann, wenn nicht genü- gend qualifizierte Bewerbungen eingehen. Im Falle der Beendigung des Verfahrens wäh- rend des Teilnahmewettbewerbs sind Ansprüche gegen die Vergabestelle ausgeschlossen.
Macht die Vergabestelle von ihrem Recht zur Aufhebung aufgrund des Aufhebungsvorbe- halts Gebrauch, entstehen den Bietern keine Ansprüche auf Ersatz von Aufwendungen oder sonstige Schadensersatzansprüche. Der Auftraggeber wird die Bieter unverzüglich über das Eintreten dieser Voraussetzungen informieren
Bewerber, die ihre Bewerbungsunterlagen im Verlauf des Verfahrens ganz oder teilweise publizieren oder Dritten ohne Einverständnis der Vergabestelle aushändigen, können vom Verfahren ausgeschlossen werden.
5.4 Kostenerstattung für die Teilnahme am Vergabeverfahren
Für das Bearbeiten und Erstellen der Teilnahmeanträge sowie der Angebote wird den Be- werbern keine Entschädigung gewährt. Die eingereichten Unterlagen verbleiben bei der Vergabestelle.
5.5 Nachrückverfahren
Für den Fall, dass sich im Nachgang zur Angebotsaufforderung von maximal drei Bietern abzeichnet, dass sich für die Angebotsphase ausgewählte Bieter entschließen, kein Ange- bot abzugeben, behält sich die Vergabestelle vor, dass weitere – grundsätzlich geeignete Bieter – nach der Rangfolge der Punktebewertung in die Angebotsphase nachrücken.
5.6 Tariftreue und Mindestlohn
Am 1. Juli 2013 ist das Landestariftreue- und Mindestlohngesetz (LTMG) in Kraft getreten. Danach dürfen öffentliche Aufträge ab einem geschätzten Auftragswert von EUR 20.000,00 (netto) nur an Unternehmen vergeben werden, die sich in Phase 2 des Verfahrens bei der Angebotsabgabe schriftlich verpflichten, die Tariftreuepflichten nach § 3 LTMG zu erfüllen und die Zahlung des Mindestentgelts nach § 4 LTMG zu gewährleisten.
Bei der Angebotsabgabe ist eine schriftliche Verpflichtungserklärung des Bieters gemäß § 3 Abs. 1 bis 3 (Tariftreueerklärung) sowohl für den Bieter als auch für die Nachunternehmen und Verleihunternehmern, die der Bieter bei der Ausführung der ausgeschriebenen Leistun- gen einbinden möchte, abzugeben.
[Seite 16]
Rems-Murr-Kliniken gGmbH Europaweite Vergabe des Baugewerks „Lüftung“ für die Realisierung des Funktionsneubaus an der Rems-Murr-Klinik Schorndorf
Bewerbermemorandum Seite 16 von 16 Seiten
6 Vergabekammer
Zuständige Vergabekammer ist die
Vergabekammer Baden- Württemberg beim Regierungspräsidium Karlsruhe Kapellenstraße 17 76131 Karlsruhe Fax: +49 7219263985.
7 Anlage
Anlage 1: Teilnahmeformular
Anlage 2: Grundrisse Funktionsneubau
Anlage 3: Strangschema