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Gesamtanlage Ausführungsspezifikation Korrosionsschutz
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| 0 | Erst-Erstellung | 04.08.2026 | Al-Jaghoub | 04.08.2026 | Koch | 04.08.2026 | Kleinschmidt |
| Index | Art der Änderung | erstellt Datum Name | geprüft Datum Name | freigegeben Datum Name | |||
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INHALTSVERZEICHNIS
1 ALLGEMEINE VORGABEN ................................................................................... 3 1.1 Normen ............................................................................................................... 3 1.2 Konstruktive Anforderungen ............................................................................... 4 2 Oberflächenvorbereitung ..................................................................................... 4 3 Trockenschichtdicke ............................................................................................ 4 4 Auswahl des Beschichtungssystems ................................................................. 4 4.1 Korrosivitätskategorien ....................................................................................... 5 4.2 Einordnung des Standortes in die Korrosivitätskategorie ................................... 6 4.3 Beschichtungssysteme ....................................................................................... 6 4.4 Zuordnung der Beschichtungssysteme zu Korrosivitätskategorien, Anlagenteilen und Räumen............................................................................... 13 5 Ausführung .......................................................................................................... 14 6 Abfallentsorgung ................................................................................................ 14 7 Qualitätssicherung ............................................................................................. 15 8 Vorgaben für Transformatoren .......................................................................... 15 9 Vorgaben für Kabeltrassen ................................................................................ 15 10 Vorgaben für Konstruktionselemente ............................................................... 15 11 Farbkonzept ......................................................................................................... 16
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 2/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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1 ALLGEMEINE VORGABEN
Der AN muss die Anforderungen einschlägiger Regelungen (Gesetze, Verordnungen, Normen, behördliche und berufsgenossenschaftliche Vorschriften, Empfehlungen, Richtlinien, etc.) berücksichtigen und den Stand der Technik auf dem Gebiet des Korrosionsschutzes beachten.
Genehmigungsauflagen sind zu berücksichtigen.
Die weiteren im Folgenden genannten Normen und Vorgaben zur Ausführung des Korrosionsschutz dienen als Darstellung der vom AG geforderten Anforderungen an den Korrosionsschutz. Falls der Auftragnehmer standardmäßig andere Normen und Ausführungen verwendet, müssen diese den hier vorgegebenen Anforderungen dem Sinn nach entsprechen, bzw. müssen die Ausführungen vergleichbar sein. Abweichungen von den vorgegebenen Normen und Ausführungen sind in jedem Falle dem AG anzuzeigen und sind von diesem genehmigen zu lassen.
1.1 Normen
Insbesondere sind die folgenden Normen zu beachten:
DIN EN ISO 12944, Teil 1-8: Beschichtungsstoffe – Korrosionsschutz von Stahl-bauten durch Beschichtungssysteme DIN EN ISO1461: Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken) – Anforderungen und Prüfungen; mit Beiblatt 1: Hinweise zur Anwendung der Norm DIN EN ISO 14713: Schutz von Eisen- und Stahlkonstruktionen vor Korrosion – Zink- und Aluminiumüberzüge – Leitfäden DIN EN ISO 4628: Beschichtungsstoffe – Beurteilung von Beschichtungsschäden -1: Allgemeine Einführung und Bewertungssystem -2: Bewertung des Blasengrades -3: Bewertung des Rostgrades -4: Bewertung des Rissgrades -5: Bewertung des Abblätterungsgrades DIN EN 55634: Beschichtungsstoffe und Überzüge – Korrosionsschutz von tragenden dünnwandigen Bauteilen aus Stahl DIN EN 10169, Teil 1 und 2: Kontinuierlich organisch beschichtete (bandbeschichtete) Flacherzeugnisse aus Stahl DIN EN ISO 8501: Vorbereitung von Stahloberflächen vor dem Auftragen von Beschichtungsstoffen – Visuelle Beurteilung der Oberflächenreinheit DIN EN ISO 8503, Teil 2: Vorbereitung von Stahloberflächen vor dem Auftragen von Beschichtungsstoffen – Rauheitskenngrößen von gestrahlten Stahloberflächen; Verfahren zur Prüfung der Rauheit von gestrahltem Stahl; Vergleichsmusterverfahren Wasserhaushaltsgesetz RAL-Farbtonregister
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 3/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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1.2 Konstruktive Anforderungen
Der AN hat seine Stahlkonstruktionen unter Beachtung der Grundregeln zur korrosionsschutz- gerechten Gestaltung nach DIN EN ISO 12944-3 zu planen.
Insbesondere sind folgende Regelungen zu beachten: Wo immer technisch machbar, sind Profile mit gerundeten Kanten zu verwenden. Scharfe Kanten und Ecken, wie z. B. bei Schweißträgern, sind zu runden (Radius > 2 mm) oder mit einer Fase zu versehen. Zur Vermeidung von Transport- und Montageschäden sind Hilfsvorrichtungen wie z. B. Montageösen einzuplanen.
2 OBERFLÄCHENVORBEREITUNG
Alle zu behandelnden Oberflächen sind ggf. vorzubehandeln (Öl und Fett durch geeignete Verfahren entfernen, Brennkanten abrunden, usw.) sowie zu reinigen und mit einer Mindestrauigkeit von Rz = 50 µm aufzurauen (Strahlen in der Werkstatt bzw. Entfernen von Flugrost, losem Schmutz, Schweißperlen, Schleifspänen, usw. auf der Baustelle).
Eine Oberflächenvorbereitung sollte nicht bei Temperaturen < 5 °C, bei einer relativen Luftfeuchte
85 % oder einer Metalltemperatur < 3 °C durchgeführt werden.
3 TROCKENSCHICHTDICKE
Alle angegebenen Werte der Mindest-Trockenschichtdicken sind nominale Trockenschichtdicken nach DIN EN ISO 12 944, Teil 5. Die durch Sandstrahlen entstandenen Rauhigkeitsspitzen müssen bereits bei der Grundbeschichtung zuverlässig mit Farbmaterial abgedeckt werden. Für die Messung der Trockenschichtdicke ist DIN EN ISO 2808 anzuwenden.
4 AUSWAHL DES BESCHICHTUNGSSYSTEMS
Die Schutzsysteme sind entsprechend der Bauteile bzw. Ausrüstungen und der vorliegenden korrosiven Belastung sowie Betriebstemperaturen auszuwählen.
Die Verwendung von Beschichtungssystemen mit höherem Korrosionsschutzwert für geringere Belastungen ist zulässig.
Während der Montage beschädigte Anstriche bzw. zum Zweck der Montage entfernte Beschichtungen bzw. Anstriche sind entsprechend vorzubehandeln und gemäß ursprünglicher Qualität nachzubessern.
Alle nicht mit Grundanstrichen und Deckanstrichen versehenen Lieferteile, wie blanke Maschinenteile, sind durch geeignete Konservierungsmittel bis zur Inbetriebnahme gegen Korrosion zu schützen.
Anstrichsysteme sollten anwendungsbezogen ausgewählt werden, um z.B. für die (Oberflächen-) Temperatur oder Lage von Rohrleitungen geeignet zu sein. Falls Rohrleitungen Kondensation ausgesetzt oder gewissen Isolierungsvorschriften unterliegen, sollte dies besondere Berücksichtigung finden.
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 4/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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In Abhängigkeit der Korrosionskategorien sind die Beschichtungssysteme entsprechend Kapitel 4.3 anzuwenden. Alternative Beschichtungssysteme / Hersteller / Fabrikate sind vom AG freizugeben.
Die erwartete Standzeit der Beschichtungssysteme beträgt mindestens 15 Jahre bis zu den ersten größeren Instandhaltungsmaßnahmen (Schutzdauer H = hoch). Alle Arbeiten sind unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen gemäß der Baustellenordnung durchzuführen. Farben und Anstriche sollen von zertifizierten Zulieferern bezogen und in verschlossenen Behältern mit aufgedrucktem Hinweis auf Herstellername, Chargennummer und der Art des Produkts geliefert werden. Die Details der Anstrichsysteme müssen dem Kunden rechtzeitig vor deren Anwendung bekannt gegeben werden.
Alle nicht isolierten Stahlbauteile, Rohrleitungen, Behälter, Apparate, Armaturen, Pumpen, etc. sind mit Grundanstrich und Deckanstrich zu versehen.
Abweichend von den genannten Bau- und Werkstoffvorschriften werden alle in Gebäuden aufgestellten Standard-Komponenten (z.B. DT-Package, Elektromotoren) mit Grund- und Deckanstrich gemäß Herstellerstandard versehen. Die Standardspezifikation des Herstellers ist vom AN vorzulegen.
4.1 Korrosivitätskategorien
Folgende Tabelle dient dem besseren Verständnis der Einteilung von örtlichen Umgebungsbedingungen hinsichtlich ihrer korrosiven Belastung. Sie ist ein Auszug aus der DIN EN ISO 12944-2 und enthält Angaben und Definitionen zur korrosiven Belastung und Beispiele für typische Umgebungen.
| Korrosivitäts- kategorie | Beispiele für typische örtliche Umgebungsbedingungen | |
|---|---|---|
| Außen | Innen | |
| C1 unbedeutend | - | Geheizte Gebäude mit neutralen Atmosphären, z.B. Büros, Schulen, Hotels |
| C2 gering | Atmosphären mit geringer Verunreinigung; meistens ländliche Bereich | Ungeheizte Gebäude wo Kondensation auftreten kann, z.B. Sporthallen |
| C3 mäßig | Stadt- und Industrieatmosphäre, mäßige Verunreinigungen durch Schwefeldioxid. Küstenbereiche mit geringer Salzbelastung | Produktionsräume mit hoher Feuchte und etwas Luftverunreinigung, z.B. Anlagen zur Lebensmittelherstellung, Wäschereien, Brauereien, Molkereien |
| C4 stark | Industrielle Bereiche und Küstenbereiche mit mäßiger Salzbelastung | Chemieanlagen, Schwimmbäder, Bootsschuppen über Meerwasser |
| C5 sehr stark | Industrielle Bereiche mit hoher Feuchte und aggressiver Atmosphäre und Küstenatmosphäre mit hoher Salzbelastung | Gebäude oder Bereiche mit nahezu ständiger Kondensation und mit starker Verunreinigung |
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 5/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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Industriebereiche mit extremer Luftfeuchte und aggressiver Atmosphäre
| CX extrem | Offshore-Bereiche mit hoher Salzbe- | |
|---|---|---|
| lastung und Industriebereiche mit | ||
| extremer Luftfeuchte und | ||
| aggressiver Atmosphäre sowie | ||
| subtropische und tropische | ||
| Atmosphäre |
4.2 Einordnung des Standortes in die Korrosivitätskategorie
Der Standort wird hinsichtlich der Korrosivitätskategorie gemäß EN ISO 12944-2 im weiteren Planungsverlauf festgelegt.
Die erwartete Schutzdauer der ausgewählten Beschichtungssysteme beträgt mindestens 15 Jahre und entspricht damit der Kategorie H gemäß EN ISO 12944-1.
4.3 Beschichtungssysteme
Der AN hat gemäß EN ISO 12944 – 5 den Anforderungen entsprechende Beschichtungssysteme und -Stoffe auszuwählen und diese mit einer Bestätigung des Herstellers der Beschichtungsstoffe zur Eignung für die Standortanforderungen dem AG zur Prüfung und Freigabe vorzulegen.
Die nachfolgend aufgeführten Beschichtungssysteme sind beispielhaft aufgeführt.
| Beschichtungssystem | A | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | C 2.03 | |||
| Anwendung | Stahlkonstruktionen im Gebäude, Oberflächentemperaturen < 120 °C; kein Tau- oder Schwitzwasser, kein direkter Kontakt mit Außenluft | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944- 5 | C2 (gering) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 80 µm Epoxydharz – Zinkphosphat | |||
| Deckbeschichtung | 1 x 80 µm Polyurethan | |||
| Gesamtschichtdicke | 160 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und 2 komp. oberflächentolerantes Beschichtungssystem (z.B. Interplus 356) als Grund- und Deckbeschichtung wie oben aufgeführt |
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 6/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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| Beschichtungssystem | B | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | C 5.07 | |||
| Anwendung | Stahlkonstruktionen frei bewittert, Oberflächentemperaturen < 120 °C; keine Säuren- oder Laugenbeanspruchung, mit Ablagerungen von korrosiven Salzen | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944 - 5 | C5 (sehr stark) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 80 µm Epoxydharz –Zinkphosphat | |||
| Zwischenbeschichtung | 2 x 60 µm Polyurethan | |||
| Deckbeschichtung | 1 x 60µm Polyurethan | |||
| Mindest-Gesamtschichtdicke (NDFT) | 260 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und 2 komp. oberflächentolerantes Beschichtungssystem (z.B. Interplus 356) als Grund- und Deckbeschichtung wie oben aufgeführt |
| Beschichtungssystem | C-1 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | C 5.08 | |||
| Anwendung | Stahlkonstruktionen im Gebäude, Oberflächentemperaturen < 120 °C; keine Säuren- oder Laugenbeanspruchung, mit Ablagerungen von korrosiven Salzen, abrasive und korrosive Stäube, Spuren von Ammoniakgas | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944- 5 | C5 (sehr stark) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 100 µm Epoxydharz – Zinkphosphat | |||
| Zwischenbeschichtung | 1 x 150 µm Epoxydharz – Eisenglimmer | |||
| Deckbeschichtung | 1 x 80 µm Polyurethan | |||
| Mindest-Gesamtschichtdicke (NDFT) | 300 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und 2 komp. oberflächentolerantes Beschichtungssystem (z.B. Interplus 356) als Grund- und Deckbeschichtung wie oben aufgeführt |
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 7/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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| Beschichtungssystem | C-2 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | C 4.06 | |||
| Anwendung | Stahlkonstruktionen im Gebäude Oberflächentemperaturen < 120 °C; mit Spritzwasser und ggf. Säuren- und Laugenbeanspruchung, Kontakt mit Außenluft z.Bsp. infolge Lüftung mit direkter unbehandelter/unbeheizter Außenluft | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944 - 5 | C4 (stark) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 80 µm Epoxydharz | |||
| Zwischenbeschichtung | 1 x 80 µm Polyurethan | |||
| Deckbeschichtung | 1 x 80 µm Polyurethan | |||
| Gesamtschichtdicke | 240 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und Beschichtungssystem wie oben aufgeführt |
| Beschichtungssystem | D (bei konstanter Wärmebeanspruchung) | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Anwendung | Stahlkonstruktionen mit Temperaturbeanspruchung von 120°C bis 400°C | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944- 5 | - | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Vorbereitung | Sa 3 (Rauheit mind. 50µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 75µm Ethylzinksilikat (z.B. Interzinc 553 oder Interzinc 22) | |||
| Deckbeschichtung (falls ohne Isolierung und/oder der Witterung ausgesetzt) | 1 x 25µm Silikonaluminium – DB (z.B. Intertherm 50) | |||
| Gesamtschichtdicke | 100 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und Beschichtungssystem wie oben aufgeführt |
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 8/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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| Beschichtungssystem | E (bei zyklisch wechselnden Temperaturen) | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Anwendung | Stahlkonstruktionen mit Temperaturbeanspruchung von 120 °C bis 400°C | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944- 5 | - | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Vorbereitung | Sa 3 (Rauheit mind. 50µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1x100 µm titanmodifiziertes Copolymer (z.B. Intertherm 751 CSA) | |||
| Deckbeschichtung (falls ohne Isolierung und/oder der Witterung ausgesetzt) | 1x100 µm titanmodifiziertes Copolymer (z.B. Intertherm 751 CSA) | |||
| Gesamtschichtdicke | 200 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und Beschichtungssystem wie oben aufgeführt |
| Beschichtungssystem | F – Feuerverzinkung | |||
|---|---|---|---|---|
| Anwendung | Stahlkonstruktionen, Leitern, Gitterroste im Außenbereich, frei bewittert | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944 - 5 | C5 (sehr stark) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Gesamtschichtdicke | Siehe EN ISO 1461 | |||
| Baustellenausbesserung | Siehe nachfolgend beschriebene „Behandlung von Verzinkungsfehlstellen“ | |||
| Ausführung Feuerverzinkung erfolgt grundsätzlich nach dem Tauchverfahren. Sofern keine anderen Vereinbarungen getroffen werden, gelten die EN ISO 1461 und die Arbeitsblätter des Instituts Feuerverzinken GmbH, D-40237 Düsseldorf. Bei unlegierten Baustählen ist darauf folgendes zu beachten: Si + P < 028 % | ||||
| Anforderungen an den Zinküberzug Für die Feuerverzinkung ist zink mit einem Massenanteil von mind. 98,0 % gemäß EN ISO 1461 zu verwenden. Der Zinküberzug muss aus einer zusammenhängenden Schicht bestehen und frei von Erscheinungen sein, welche den Korrosionsschutz beeinträchtigen. Die Dicke oder flächenbezogene Masse des Zinküberzuges muss den Angaben der EN ISO 1461, Abschnitt 6.2, Tabelle 2 und 3, hinsichtlich der Mittelwerte und der zulässigen Abweichungen entsprechen. |
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Gesamtanlage Ausführungsspezifikation Korrosionsschutz
| Beschichtungssystem | F – Feuerverzinkung | |||
|---|---|---|---|---|
| Anforderungen an den Zinküberzug Der Zinküberzug darf bei sachgemäßer Beanspruchung nicht abblättern oder sich loslösen. Die gesamte Konstruktion ist feuerverzinkungsgerecht zu konstruieren und zu fertigen. Alle Verbindungsmittel (Schrauben, Muttern, usw.) müssen feuerverzinkt gemäß DIN EN ISO 10684 ausgeführt werden. | ||||
| Prüfung Die Prüfung der Zinküberzüge der verzinkten Teile erfolgt in der Verzinkerei. Haftfestigkeit, Schichtdicke, usw. der Zinküberzüge sind in der EN ISO 1461, Abschnitt 6.2 festgelegt. | ||||
| Abnahme Die Abnahme ist mittels eines Protokolls zu bestätigen. Die Anzahl der Schichtdickenmessungen wird entsprechend einem angemessenen Verhältnis zu Art, Größe und Bedeutung des Objekts festgelegt. Wenn ein Prüfstück den Bedingungen der EN ISO 1461 nicht entspricht, ist an der doppelten Anzahl von Prüfstücken nach den gleichen Auswahlkriterien die Prüfung zu wiederholen. Wenn bei der neuerlichen Prüfung ein Stück nicht entspricht, gilt die Prüfung als nicht bestanden und es kann die durch das nicht entsprechende Prüfstück klassifizierte Menge zurückgewiesen werden (Teilmenge der Lieferung). | ||||
| Behandlung von Verzinkungsfehlstellen Einzelne nicht oder nur mangelhaft verzinkte Stellen dürfen ausgebessert werden. Die Summe der ausgebesserten Fehlstellen darf nicht größer als 0,5 % der Gesamtoberfläche des Einzelteils sein. Die einzelne Fehlstelle darf dabei 50 cm² nicht überschreiten. Die ausgebesserte Stelle muss dem Korrosionsschutz der unverletzten Zinkschicht nahe kommen. Die Ausbesserung muss durch thermisches Spritzen mit Zink (EN ISO 2063) oder durch eine geeignete Zinkstaubbeschichtung (2K Epoxydharz Zinkstaub oder Ethylsilikat Zinkstaub), innerhalb der praktikablen Grenzen solcher Systeme erfolgen. Die Verwendung von Loten auf Zinkbasis ist nicht zulässig. Im Übrigen gelten die Bestimmungen der EN ISO 1461. Die Prüfung erfolgt auf die gleiche Art wie oben beschrieben. Die Abnahme erfolgt auf die gleiche Art wie oben beschrieben. |
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| Beschichtungssystem | H | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | C 2.06 / C 3.07 | |||
| Anwendung | Apparate, Behälter und Rohrleitungen nicht isoliert im Gebäude, Oberflächentemperaturen < 60°C; kein Tau- oder Schwitzwasser | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944- 5 | C2 (gering)–C3 (mäßig) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 80 µm Epoxydharz – Zinkphosphat | |||
| Deckbeschichtung Korrosivitätskategorie C2 relative Luftfeuchte > 80%, kurzzeitig nasse pH 4 bis pH 10 Belastung, ohne Ablagerungen von korrosiven Salzen | 1 x 100 µm Epoxydharz-Eisenglimmer | |||
| Deckbeschichtung Korrosivitätskategorie C3 relative Luftfeuchte > 80%, kurzzeitig nasse pH 4 bis pH 10 Belastung, mit Ablagerungen von korrosiven Salzen | 2 x 80 µm Epoxydharz-Eisenglimmer | |||
| Gesamtschichtdicke C2 Gesamtschichtdicke C3 | 180 µm 240 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und Beschichtungssystem wie oben aufgeführt |
| Beschichtungssystem | I | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | C 5.07 | |||
| Anwendung | Apparate, Behälter und Rohrleitungen nicht isoliert außerhalb von Gebäuden, Oberflächentemperaturen < 60 °C | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944- 5 | C5 (sehr stark) | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | H (über 15 Jahre) | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 80 µm Epoxydharz –Zinkphosphat | |||
| Deckbeschichtung Korrosivitätskategorie C5 relative Luftfeuchte > 80%, mäßig nasse pH 4 bis pH 10 Belastung, mit Ablagerungen von korrosiven Salzen | 3 x 60 µm Polyurethan | |||
| Gesamtschichtdicke C5 | 260 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und Beschichtungssystem wie oben aufgeführt |
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 11/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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Gesamtanlage Ausführungsspezifikation Korrosionsschutz
| Beschichtungssystem | K | |||
|---|---|---|---|---|
| Bezeichnung nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Anwendung | Apparate, Behälter und Rohrleitungen isoliert Oberflächentemperaturen >60°C | |||
| Korrosivitätskategorie nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Schutzdauer nach EN ISO 12944 - 5 | - | |||
| Vorbereitung | Sa 2 ½ (Rauheit mind. 50 µm) | |||
| Grundbeschichtung | 1 x 60 µm Primer (z.B. HEMPATEX E.V. Primer 19151 Hempel) | |||
| Zwischenbeschichtung | - | |||
| Deckbeschichtung | - | |||
| Gesamtschichtdicke | 60 µm | |||
| Baustellenausbesserung | Handentrosten Grad St 2 und Beschichtungssystem wie oben aufgeführt |
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 12/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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Gesamtanlage Ausführungsspezifikation Korrosionsschutz
4.4 Zuordnung der Beschichtungssysteme zu Korrosivitätskategorien,
Anlagenteilen und Räumen
| Anlagenabschnitt / Raum | Korrosivitätskategorie | Beschichtungs- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| nach DIN ENISO12944-5 | system | |||||
| Alle Räume im Schaltanlagengebäude und im Maschinenhaus Flure im Schaltanlagengebäude und Treppenhäuser | Keine Zuordnung | Nur dekorative Beschichtungen | ||||
| Alle Sanitärräume (WC, Dusche, etc.) Alle Elektroräume Traforäume Batterieraum (USV) Flure und Treppenhäuser im Anlagenbereich Motorzellen Wärmetauscherhalle | C2 C2 C2 C2 C2 C2 C2 | A A A A A A A | ||||
| Auffangwannen und –becken (sofern keine Vorgaben gem. AwSV) Chemikalienlagerung und -förderung (z.B. HCl, NaOH, NH OH, etc.) 4 Anlagenteile mit ständiger Wasserberührung in Verbindung mit Luft | C4 C4 C4 | C C C | ||||
| Anlagenteile mit zeitweiser Benetzung mit flüssigen Chemikalien (z.B. HCl, NaOH, NH OH, etc.) 4 | C4 | C | ||||
| Nicht isolierte Rohrleitungen Komponenten im Außenbereich | C3 | I | ||||
| Isolierte Rohrleitungen / Komponenten | - | K | ||||
| Stahlkonstruktionen frei bewittert | C5 | B | ||||
| Stahlkonstruktionen im Innenbereich, Kontakt mit Außenluft LKW-Entladehalle | C4 | C-2 | ||||
| Stahlkonstruktionen im Innenbereich, Kontakt mit korrosiver Atmosphäre Prozeßturm | C5 | C-1 | ||||
| Leitern, Gitterroste frei bewittert | C5 | F | ||||
| Gitterroste im Prozeßturm | C5 | GFK |
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5 AUSFÜHRUNG
Alle vorbereiteten Oberflächen sollten entweder vor erneutem, sichtbarem Rosten oder maximal innerhalb von 4 Stunden bestrichen werden. Wo zwei oder mehr Schichten der gleichen Farbe festgelegt werden, sind unterschiedliche Farben zu verwenden, um die Überprüfung zu erleichtern.
Die Grundbeschichtungen sollen eine gleichmäßige Schichtstärke haben und porenfrei sein.
Während der Montage beschädigte Anstriche bzw. zum Zweck der Montage entfernte Beschichtungen bzw. Anstriche sind entsprechend den genannten Qualitätsanforderungen nachzubessern.
Die Vorgaben der Hersteller zur Verarbeitung (Zusatz von Verdünnung, Klimabedingungen) sowie die einschlägigen Normen und Vorschriften sind einzuhalten.
Stahlbauteile, die üblicherweise verzinkt ausgeführt werden, sind mit einer Feuerverzinkung nach DIN 50976, Teil 5, und DIN 55928 zu versehen.
Alle nicht mit Grundanstrichen versehenen Lieferteile, wie blanke Maschinenteile etc. sowie später zu isolierende Oberflächen, sind durch geeignete Konservierungsmittel bis zur Inbetriebsetzung gegen Korrosion zu schützen.
Der Nachweis der Anstrichstärke (Trockenschichtdicke der einzelnen Anstriche, Gesamtschichtdicke) ist durch den AN zu führen. Die Verwendung des Materials ist zu dokumentieren.
Der Farbton für den Deckanstrich ist entsprechend Kapitel 10 zu wählen.
Die Deckbeschichtungen dürfen nur auf Flächen aufgebracht werden, die vom AG ausdrücklich freigegeben wurden.
Wo praktikabel, sind fertig zusammengebaute Anlagenteile, wie z.B. Apparate, Armaturen, Ventilatoren, Schaltschränke und Motoren, mit Fertiganstrichen zu versehen und gegen Beschädigungen geschützt an die Baustelle zu liefern.
6 ABFALLENTSORGUNG
Beschichtungs- und Beschichtungshilfsstoffe, Strahlschutt, Filterstaub und andere verschmutzende oder schädliche Stoffe dürfen nicht in die Umgebung oder in Gewässer gelangen. Sie sind aufzufangen, getrennt zu sammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen.
Entstehen bei Korrosionsschutzarbeiten besonders überwachungsbedürftige Abfälle im Sinne des Abfallgesetzes (AbfG), hat der Abfallerzeuger den Nachweis der ordnungsgemäßen Entsorgung zu führen. Gemäß Abfall- und Reststoffüberwachungs-Verordnung (AbfRestÜberwV) sind vom AN nachfolgende Bescheinigungen vorzulegen.
Vor der Durchführung der Entsorgung: Verantwortliche Erklärung des Abfallentsorgers Abnahmeerklärung des Abfallentsorgers
Nach der Durchführung der Entsorgung: Entsorgungsbestätigung der für die Entsorgungsanlage zuständigen Behörde
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 14/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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Gesamtanlage Ausführungsspezifikation Korrosionsschutz
7 QUALITÄTSSICHERUNG
Der AN hat folgende Unterlagen des Beschichtungsstoffherstellers vorzulegen: Beschichtungsstoffdatenblatt Verarbeitungsvorschrift Qualitätssicherungsplan
Der AG behält sich vor, zusätzlich zu den Eigenkontrollen die Einhaltung der Vorgaben zu überwachen. Dazu sind dem AG die Termine für die Ausführung der Arbeiten rechtzeitig, mindestens jedoch 3 Arbeitstage vorher bekannt zu geben. Durch die Fremdkontrollen wird die Verantwortlichkeit des AN für die Qualität des Korrosionsschutzes nicht eingeschränkt. Der Beschichtungsstoffhersteller und der Verarbeiter haben fachbezogene Referenzen im Industriebau und/oder Kraftwerksbau vorzuweisen.
8 VORGABEN FÜR TRANSFORMATOREN
Korrosionsschutz und Farbanstrich sind wie folgt auszuführen:
- Ölkessel, Deckel und Ausdehnungsgefäß mit Zinkstaubfarbe, Zinkauftrag 0,1 mm
- Radiatoren und Anbauteile nach DIN feuerverzinkt, Zinkauftrag 0,05 – 0,085 mm.
- Oberflächen entfetten und vorbehandeln,
- Grund- und Zwischenanstrich ist mit Epoxidharz und Zinkphosphat auszuführen.
- Der Deckanstrich besteht aus Polyurethan in RAL 7032 mit Eisenglimmer. Die Schichtdicke ohne Zink beträgt mind. 0,12 mm.
- Der Anstrich muss für den Chemiebereich in aggressiver Atmosphäre geeignet sein.
9 VORGABEN FÜR KABELTRASSEN
Die Kabeltrassen werden im Herstellerwerk auf Einheitslänge vorgefertigt und passen zu einem einheitlichen Montagesystem. Zum Schutz vor Korrosion werden die Pritschen nach dem Bandverzinkungsverfahren entsprechend EN10327, Schichtstärke >15 µm ausgeführt sowie alle Zubehörteile wie Verbindungsstücke, Stiele, Ausleger feuerverzinkt. Kabelpritschen werden in den benötigten Breiten geliefert. Ebenso werden Kabelrohre aus entsprechendem Material vorgesehen.
10 VORGABEN FÜR KONSTRUKTIONSELEMENTE
Kopfplatten Stahlbau Für Kontaktflächen von planmäßig vorgespannten Scher-Lochleibungs-Verbindungen sind mit einer Grundbeschichtung nach DIN EN ISO 12944-5 zu beschichten. Die zur Anwendung kommenden Beschichtungssysteme und erreichbaren Trockenschichtdicken sind so zu wählen, dass ein Vorspannkraftabfall vermieden wird. Auf diesen Sachverhalt wird in der DIN EN ISO 12944-3,-5 und -7 sowie DIN 18800-7 (2008-11) Pkt. 8.4 bzw. EN 1090-2 Pkt. 8.4 hingewiesen und ist zu beachten. Empfohlen wird nur Grundbeschichtungen einlagig einzusetzen, wobei Trockenschichtdicken < 60µm erreicht werden. Die betreffenden Kontaktflächen sind in den Zeichnungen kenntlich zu machen
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 15/16 Druck: 10.08.2026 16:03
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Gesamtanlage Ausführungsspezifikation Korrosionsschutz
Bohrungen Bohrungen werden als Oberfläche angesehen und sind zu beschichten.
Ankerkästen Bodenanker und Ankerkästen erhalten keinen Korrosionsschutz. Diese werden schwarz, d.h. ohne Beschichtung, eingebaut und anschließend mit Beton vergossen.
Beton-Einbauteile Einbauteile, welche in Betonbauteile einbetoniert werden, sind mit einem Korrosionsschutz bis zu einer Einbautiefe von 100mm zu versehen. Dieser Schutz ist als Grundbeschichtung auszuführen. Tiefer im Beton liegende Flächen der Einbauteile verbleiben ohne Beschichtung (schwarz).
Beispiel Ankerplatte:
Verbindungsmittel: Verbindungsmittel und Unterlegmaterial sind bei allen nicht wärmegedämmten Bauteilen grundsätzlich in feuerverzinkter Ausführung einzusetzen. Die Gewinde der Verbindungsmittel sind von Farbe und Beschichtung auszunehmen.
Hochfeste Verbindungen: Bei statisch relevanten Verbindungen mittels hochfester, 100%- vorgespannter HV- Verschraubungen (z. B. Stirnplattenverbindungen im Stahlbau) dürfen die Kontaktflächen der Bauteile, wie auch die Bohrungs- und Schraubenandruckflächen grundsätzlich keine Deckbeschichtung erhaltenen (Ermüdung der Vorspannung).
11 FARBKONZEPT
Das finale Farbkonzept ist mit dem AG abzustimmen.
WSPW WSPW.EPC.900.EC004 00 Projekt-Kennwort Projekt-Dokumenten-Nr. Rev. enpros consulting GmbH, Nürnberg Datei: WSPW.EPC.900.EC004_00 AusführSpezif KorrSchutz Seite 16/16 Druck: 10.08.2026 16:03