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Allgemeine Baubeschreibung Vertragsanlage
Allgemeine Baubeschreibung
Standort Das Klinikum Nürnberg ist mit derzeit über 2.400 Betten und Plätze, über 8.400 Mitarbeitern sowie 335.000 stationären und ambulanten Patienten an zwei Standorten eine der größten Kliniken in kommunaler Träger- schaft in Deutschland. Es erfüllt den Versorgungsauftrag für die Stadt Nürnberg und hat darüber hinaus als Maximalversorger eine wichtige Aufgabe in der Krankenhausversorgung der gesamten Region.
Projektbeschreibung Auf Grundlage einer baulichen Zielplanung ist eine Neuordnung und Neustrukturierung des Klinikums in meh- reren Abschnitten geplant.
Der erste Abschnitt in der Umsetzung der baulichen Zielplanung beinhaltet den Neubau des Kinderklinikums Nürnberg (Eltern-Kind-Zentrum EKIZ) und den Neubau des Wirtschaftshofes am Standort Klinikum Nürnberg Süd.
In dem Neubau des Kinderklinikums werden bereits jetzt im Klinikum vorhandene Funktions- und Pflegebe- reich gebündelt und zusammengeführt. Damit werden eine Verbesserung der betrieblichen Abläufe, Syner- gieeffekte und die Beseitigung von Flächendefiziten angestrebt.
Das Gebäude hat 5 Vollgeschosse (U2, U1, E, O1, O2) und ein zurückgestaffeltes oberstes Geschoss (O3).
Die Ebene U3 ist ein Medienversorgungsgang (Stromversorgung). Diese Ebene wird unterirdisch über den Wirtschaftshof an den Bestand angebunden.
Die Anbindung der Ebenen U1 und U2 erfolgt zunächst durch ein Provisorium an den Bestand. Die oberen Ebenen sind nicht an den Bestand angebunden.
Die Ebene U2 liegt topgraphisch auf der jetzigen Höhe der Rosenberger Straße.
Da das Standortgelände des Klinikums nach Süden hin stark abfällt, liegt die nördliche Eingangsebene mit Eingangshalle auf der Ebene U1 und damit eine Ebene tiefer als die Eingangsebene des Zentralgebäudes.
Die Ebene E entspricht somit der Eingangsebene des Bestandsklinikums.
Der Wirtschaftshof wird im westlichen Anschluss des Kinderklinikums errichtet.
An den Wirtschaftshof wiederrum ist im westlichen Anschluss ein Reha-Zentrum und eine Krankenhausapo- theke geplant.
Der jetzige Wirtschaftshof befindet sich im Baufeld des nächsten Bauabschnittes, dem Notfallzentrum und muss vor Beginn dieses Abschnittes an der neuen Stelle in Betrieb genommen werden. Der Wirtschaftshof besteht zum einem aus einer überdeckelten Verkehrsfläche mit Containerstellflächen, Ladepositionen für LKW sowie einer umlaufenden Rampe und zum anderem aus nördlich und östlich anschließenden Logistik- räumen für die Ver- und Entsorgung.
Das Kinderklinikum hat ab der Ebene U1 eine H- förmige bauliche Struktur mit einem zentralen Erschließungs- kern in der Mitte des Gebäudes. Die Ebene U2 ist vollflächig in annähend quadratischer Fläche bebaut. Die Ebene O3 ist gegenüber der Ebene O2 zurückgestaffelt.
Die Eingangsmagistrale im Norden ist zwei- und zum Teil dreigeschossig. Die Magistrale soll bei zukünftigen baulichen Entwicklungen nach Westen und Osten fortgeführt werden.
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Am Südende der Eingangshalle im Zentrum des Gebäudes befindet sich der vertikale Erschließungsknoten. Dieser besteht aus einem Treppenhaus und zwei nach Norden ausgerichteten Patienten- und Besucherauf- zügen sowie zwei nach Süden ausgerichteten Bettenaufzügen. Weiterhin sind zwei Logistikaufzüge und ein Notfallaufzug geplant. In den vier Gebäudeecken befinden sich weitere Treppenhäuser. Diese dienen primär der Entfluchtung des Gebäudes im Brandfall.
Südlich des Zentralgebäudes am Standort Klinikum Nürnberg Süd ist zielplanerisch eine neue Ost-West Ma- gistrale geplant. Diese erschließt das südliche Gelände für die direkt daran angebundenen Krankenhausnut- zungen. Die neue Magistrale verbindet das Kinderklinikum sowie ein geplantes Notfallzentrum mit dem Be- standsgebäude.
Die Ebene U2 ist die unterste Ebene mit Aufenthaltsräumen auf dem südlichen Geländeniveau der Rosen- berger Straße. Unterhalb der Ebene U2 befindet sich die Ebene U3. Diese wird ausschließlich zu Wartungs- und Installationsgängen genutzt.
Die Ebene U1 beinhaltet im Wesentlichen die pädiatrischen Ambulanzen, die Ambulanz der Kinderund Ju- gendpsychiatrie und Kinderchirurgie, die Kindernotaufnahme mit Fast-Track-Einheit sowie die Funktionsdi- agnostik und Radiologie und die Eingangshalle.
Auf der Ebene E befinden sich die drei Stationen der Kinderkrankenpflege und die Station der Kinderund Jugendpsychiatrie.
Auf der Ebene O1 befindet sich der Entbindungsbereich mit einem direkten Anschluss an den SectioOP und den Kinderchirurgischen-OP.
Im Geschoss O2 ist die in zwei Pflegegruppen unterteilte Wöchnerinnenstation sowie die Station für Schwan- gerenkomplikationen untergebracht. Im nordöstlichen Quadranten befindet sich die Ambulanz für Frauen- heilkunde und Geburtshilfe.
Das Geschoss U2 bildet die Logistik- und Technikebene. Hier befinden sich die zentrale Warenannahme, Per- sonalumkleiden, Entsorgungsbereiche, Werkstätten sowie die Milchbank und die Milchküche.
In der Ebene O3 sind die Aufzugstechnik sowie ein Teil der Lüftungs- und Kühltechnik geplant. Auf dem Dach der Ebene O3 wird eine PV-Anlage aufgestellt.
Baufeld Das Baufeld des Kinderklinikums befindet sich im südwestlichen Bereich des Klinikareals. Es wird im Süden durch die Rosenberger Straße begrenzt, im Westen durch den Grünstreifen parallel zur Gleiwitzer Straße, im Norden durch den vorhandenen Parkplatz und das Bestandsgebäude und im Osten durch den Wirtschaftshof.
Der Bauzaun und die Baumschutzzäune begrenzen das Baufeld.
Das Baufeld fällt von Norden nach Süden um ca. 1 m ab. Es gibt eine Aufschüttung im östlichen Teil bis zur Ebene über dem jetzigen Wirtschaftshof. Innerhalb dieser Aufschüttung befindet sich ein unterirdischer Öltank mit 40.000 l Volumen, der dort verbleiben muss. Der Tank liegt außerhalb des eigentlichen Baufeldes. Beim Grobaushub wurde dieser Bereich ausgespart.
Im Norden befindet sich außerhalb des Baufeldes, jedoch in unmittelbarer Nähe, eine 20 KV Stromleitung, die in Betrieb ist und über die die Klinik versorgt wird. Die Leitung ist durch einen vom Grobaushub AN ge- setzten Trägerbohlenverbau gegenüber dem Baufeld abgesichert.
Ein Notbrunnen befindet sich in der nordöstlichen Ecke außerhalb des abgegrenzten Baufeldes und muss dauerhalft zugängig bleiben. Gleiches betrifft die dargestellten Feuerwehrzufahrten an der Nord- und Ost- seite.
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Der bewirtschaftete Parkplatz nördlich des Baufeldes bleibt in Betrieb. Er ist über die Gleiwitzer Straße er- reichbar.
Baustellenverkehr ist über die Zufahrt der Gleiwitzer Straße nicht gestattet. Die Andienung der Baustelle er- folgt im Wesentlichen von der Rosenberger Straße über die Oelser Straße aus.
Baustelleneinrichtung Der Auftragnehmer hat für sein Gewerk einen Baustelleneinrichtungsplan zu erstellen und mit dem Auftrag- geber und der Bauleitung abzustimmen. Grundlage dieses Plans ist der vom Generalplaner erstellte Baustel- leneinrichtungsplan gemäß Anlage in den Vergabeunterlagen.
Die Bauleitungscontainer und Sanitärcontainer sind in der Nord-West Ecke des Baufeldes auf den dort vor- handenen befestigten und nicht mehr genutzten Stellplatzflächen aufgestellt, wobei sich der Baustellen- Trafo in der gleichen Spange befindet. Die Material- und Mannschaftscontainer dürfen nur auf den im Baustelleneinrichtungsplan dargestellten Flächen nach Abstimmung mit der örtlichen Bauleitung aufgestellt werden.
Maßgeblich für die Baustelleneinrichtung sind der beigefügte Baustelleneinrichtungsplan, die Planung der Gerüste, Treppen- und Fassadenaufzug und die Bauabschnittspläne der Freianlagen.
Parallel zur Baustelle Kinderklinikum wird ab ca. Mai 2025 die Baustelle des Rehazentrum beginnen.
Das Baufeld befindet sich westlich vom Kinderklinikum und schließt unmittelbar an den Wirtschaftshof an.
Bauzaun Der Bauzaun einschließlich Toranlagen und die Baumschutzzäune sind im Baustelleneinrichtungsplan ent- sprechend verzeichnet.
Zum Baufeld führt ein Zugang im Bereich der ehemaligen Schranke im Norden für den Baustellenbetrieb von der Gleiwitzer Straße. Zwei weitere Zu- und Abfahrten befinden sich an der Südseite an der Rosenberger Straße.
Der Bauzaun steht im Eigentum des Auftraggebers.
Bauzufahrt Die Baustellenlogistik darf ausschließlich über die Oelser Straße und die Rosenberger Straße erfolgen. Die Rosenberger Straße wird als Logistikzufahrt für die Klinik von Seiten der Gleiwitzer Straße genutzt und für die Patienten des ARZ (Rehazentrum). Beide Verkehre dürfen durch den Baubetrieb nicht behindert werden.
Die Parkplatzzufahrt von der Gleiwitzer Straße darf für den Baubetrieb grundsätzlich nicht genutzt werden.
Baustrom Es ist ein eigener Baustromtransformator an der im BE-Plan gekennzeichneten Stelle durch den Auftraggeber installiert.
Der Transformator ist betriebsbereit.
Die Stromversorgung der Firmencontainer erfolgt über eine Trasse westlich des Baufeldes mit Querung der Rosenberger Straße.
Bauwasser Die Versorgung mit Bauwasser erfolgt mit einer Versorgungstelle über Hydranten am Notbrunnen gemäß Planangaben.
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Versorgung des Sanitärcontainers im ersten Stepp über oberirdische Leitung nördlich am Bauzaun entlang, im zweiten Stepp nach Verlegung der Löschwasserringleitung über den neuen Hydranten und unterirdische Leitung.
Abwasser Sanitärcontainer: Einleitung in einen angrenzenden Einlaufpunkt der Straßenentwässerung.
Sanitärbereiche Ein Sanitärcontainer ist im Norden im Bereich der ehemaligen Stellplätze aufgestellt.
Ergänzend wird mit Beginn der Ausbauarbeiten auf jeder Ebene eine Bautoilette zur Verfügung gestellt.
Im Süden im Bereich der Baustellencontainerstellplätze entlang der Rosenberger Straße sind keine Sanitär- bereiche möglich.
Kranstandorte Es wurden drei Kräne durch den Rohbau Auftragnehmer aufgestellt. Die Standorte sind im Baustelleneinrich- tungsplan dargestellt. Soweit einer der Kräne während der Ausführungszeit des Auftragnehmers vorhanden ist, kann dieser ggf. in eigenverantwortlicher Abstimmung und im direkten Innenverhältnis mit dem Auftrag- nehmer Rohbau für den Materialtransport genutzt werden. Ein Anspruch des Auftragnehmers auf unentgelt- liche Nutzung eines dieser Kräne besteht jedoch nicht.
An der Südseite soll ein Fassadenaufzug vorgesehen werden. Es wird beabsichtigt, dass dieser Aufzug ab Mitte 2024 eingebaut ist. Soweit der Aufzug während der Ausführungszeit des Auftragnehmers vorhanden ist, darf der Auftragnehmer diesen Aufzug in Absprache mit den Übrigen am Bau Beteiligten für den Material- und Personentransport nutzen. Ein Anspruch des Auftragnehmers auf Nutzung des Fassadenaufzugs besteht jedoch nicht.
Weiterhin ist beabsichtigt, während der Bauphase innerhalb des Gebäudes einen zu errichtenden Bettenauf- zug als Lastenaufzug für die Baustelle in Betrieb zu nehmen, voraussichtlich ab dem 4. Quartal 2024. Soweit der Aufzug während der Ausführungszeit des Auftragnehmers vorhanden ist, darf der Auftragnehmer diesen Aufzug in Absprache mit den Übrigen am Bau Beteiligten für den Material- und Personentransport nutzen. Ein Anspruch des Auftragnehmers auf Nutzung des Lastenaufzugs besteht jedoch nicht.
Insbesondere den Ausbaugewerken obliegt der Einsatz von Mobilkränen, Hebezeugen, etc., soweit erforder- lich.
Abfall- und Bauschutt Generell hat der Auftragnehmer seine Abfälle selbstständig, regelmäßig und fachgerecht zu entsorgen; für den Fall, dass dies nicht selbstständig oder nicht nach Angaben der Bauleitung wahrgenommen wird, ist diese nach zweimaliger schriftlicher Aufforderung zur Entsorgung von Abfällen zu Lasten des Verursachers berech- tigt.
Der Auftraggeber plant zudem die Einrichtung eines zentralen Entsorgungshofes im eingezäunten Bereich des Baufeldes mit prozentualer Umlegung der Kosten nach Auftragssumme auf die Firmen. Die Nutzung er- folgt mit Beginn der Ausbauarbeiten.
Baustelleneinrichtungsfläche und künftiges Baufeld Es ist geplant, westlich neben dem Wirtschaftshof ab ca. Anfang 2024 das Rehazentrum westlich des Kinder- klinikums zu errichten.
Das künftige Baufeld erstreckt sich im Osten von der Außenkante des Wirtschaftshofes nach Westen bis zur Baugrenze, im Norden und Süden werden die Fluchten des Kinderklinikums übernommen.
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Die Baustellenzufahrt und der Baustrom-Trafo und Teile der Baustelleneinrichtungsflächen werden gemein- sam von beiden Baustellen genutzt. Die Unternehmer haben sich miteinander so zu koordinieren, dass ein reibungsloser und störungsfreier Betrieb beider Baustellen möglich ist.
Bauablauf Der Bauablauf für den Ausbau ist in der Anlage „Bauzeitenplan“ vorgegeben. Demnach werden das Kinder- klinikum mit Wirtschaftshof in den folgenden zwei Abschnitten in Betrieb genommen:
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Wirtschaftshof mit Ebene U2 und U3 und den Anbindungen an den Bestand und Teile der Freianlagen und Verkehrsflächen.
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Kinderklinikum mit Ebenen U1 – 03 und Freianlagen und Verkehrsflächen.
Der Wirtschaftshof auf Ebene U2 mit den dazugehörigen Außenanlagen und die Ebene U2 müssen vorzeitig in Betrieb genommen werden. Dies soll bis Mitte 2025 erfolgen, um anschließend den alten Wirtschaftshof außer Betrieb nehmen zu können. Für den neuen Wirtschaftshof ist bezüglich der vor Inbetriebnahme fertig- gestellten Gewerke und Bauleistungen eine Teilabnahme vorgesehen.
Die Inbetriebnahme entspricht einer bauordnungsrechtlichen Nutzungsaufnahme mit den dafür erforderli- chen Unterlagen und Prüfungszeugnissen.
Dieser Bauablauf hat zur Folge, dass sich die Ausbauarbeiten der Ebene U2 und Wirtschaftshof mit den Roh- bauarbeiten in den Ebenen U1 – O3 überschneiden. Dies ist bei der Planung der Arbeiten zu berücksichtigen. Bereits in Betrieb genommene Gebäudeteile dürfen für die Baustellenlogistik nicht mehr genutzt werden. Dies gilt insbesondere für den Wirtschaftshof und die zugehörigen Verkehrsanlagen. Nach der Inbetrieb- nahme des Wirtschaftshofes ist der Baustellenzugang über die bis dann erstellte Notfallzufahrt in der Ebene U1 geplant.
Der Mediengang in U3 wird in einem eigenen Bauabschnitt laut Vorgabe im Bauzeitenplan durch einen Teil- bereich des Wirtschaftshofes an den Bestand angebunden.
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