[Seite 1]
Informations- und Wegeleitsystem Ratingen (IWS)
1 PROJEKTBESCHREIBUNG Seite 2 1-1 Planungsziele der Integrierten Handlungskonzepte der Stadt Ratingen 1-2 Angebotswertung und einzureichende Unterlagen 1-3 Fachliche Eignung und Mindestanforderung 1-4 Die Komponenten des IWS 1-5 Anforderungen zur Barrierefreiheit
2 INFO-STELEN Seite 8 2-1 Standorte und Anzahl 2-2 Maße und Ausführung 2-3 Finishing
3 BESCHILDERUNGEN FÜR HOFZUGÄNGE Seite 11 3-1 Ausführung der Gewerbebeschilderung 3-2 Ausführung: 5 Einzelschilder (50 cm x 12 cm) für neues Pfostensystem 3-3 Ausführung: 5 Einzelschilder (untersch. Maße) für Bestandspfosten 3-4 Ausführung: 2 Einzelschilder (90 cm x 10 cm) für die Wandmontage
4 Pfostensystem mit Fahnen-Wegweisern Seite 17 4-1 Standorte, Ausführung, Maße und Anzahl 4-2 Befestigungsalternativen 4-3 Tiefbau und Fundamente
1
[Seite 2]
Informations- und Wegeleitsystem Ratingen (IWS)
1 PROJEKTBESCHREIBUNG
1-1 Planungsziele der Integrierten Handlungskonzepte der Stadt Ratingen
In der Stadt Ratingen sind im und um den Bereich der Innenstadt 17 Informationsstelen (S1 bis S17), 5 Standsysteme für Gewerbebeschilderung und 19 neue Pfosten für Straßennamens- und Wegweiser-Beschilderung (W1 bis W20) herzustellen und zu errichten. Zusätzlich sind insgesamt ca. 68 Einzelschilder für Straßennamen bzw. Wegweisung herzustellen.
Bei der Herstellung des IWS (Informations- und Wegeleitsystems) werden für sämtliche Grafiken die Druckvorlagen durch den AG gemäß den vom AN vorgegebenen technischen Druckanforderungen aufbereitet und dem AN zur Verfügung gestellt. Der für die erforderlichen Abstimmungen mit dem AG zu technischen Details und Druckanforderungen (z. B. Größe, Beschnittzugabe etc.) erforderliche Aufwand ist in die Einheitspreise einzukalkulieren.
Darüber hinaus sind ca. 9 Schilder zu demontieren und ca. 10 Schilder an Bestandspfosten und Hauswände zu montieren.
Abb. 1-1: Aufstellorte Stelen und Rohrpfosten
2
[Seite 3]
Ausführung und Abstimmung der Aufstellorte
Die Ausführung der Arbeiten hat unter besonderer Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten und der Nutzung der Verkehrs- und Aufenthaltsflächen zu erfolgen.
Die Ausführung und Montage an den jeweiligen Einzelstandorten ist vor Beginn der Arbeiten hinsichtlich Aufstellort, Ausführung und Ausführungszeitpunkt mit dem AG abzustimmen und bedarf dessen Freigabe. Die Arbeiten sind so zu organisieren und terminlich abzustimmen, dass Beeinträchtigungen des Fußgängerverkehrs, des Marktbetriebs, von Veranstaltungen und angrenzenden Nutzungen auf das technisch unvermeidbare Maß beschränkt werden. Hierbei sind insbesondere die regelmäßigen Markttage auf dem Marktplatz (Dienstag, Donnerstag und Samstag) sowie Sonderveranstaltungen zu berücksichtigen. Die Termine der Sonderveranstaltungen werden nach Auftragserteilung übermittelt. Aus der erforderlichen abschnitts- bzw. standortbezogenen Abstimmung entstehen keine gesonderten Vergütungsansprüche.
Tiefbauarbeiten
Bei sämtlichen Tiefbaupositionen sind die unterschiedlichen Aufstellorte sowie die daraus resultierenden beengten bzw. kleinflächigen Arbeitsbereiche in die Einheitspreise einzukalkulieren. Dies gilt insbesondere für die erforderlichen Aufbruch-, Aushub-, Verfüll-, Verdichtungs- und Wiederherstellungsarbeiten.
Bei der Kalkulation ist zu berücksichtigen, dass die Arbeiten in Einzelflächen ab ca. 0,5 m² bzw. bei den Info-Stelen in Einzelflächen bis ca. 2,0 m² auszuführen sind. Der erforderliche Einsatz von Kleingeräten bzw. die Ausführung in Handarbeit ist in die Einheitspreise einzukalkulieren und wird nicht gesondert vergütet. Die Aufwendungen für An- und Abfahrt, Umsetzen von Geräten und Personal sind mit den Einheitspreisen abgegolten.
Fundamente und Einbindetiefen
Die erforderlichen Abmessungen, die Ausbildung und das Material der Fundamente für Info- Stelen, Standsysteme für Gewerbebeschilderung und Pfosten sowie die erforderlichen Einbindetiefen der Bodenhülsen bzw. Bolzen sind durch den AN entsprechend den Herstellerangaben bzw. den statischen und konstruktiven Erfordernissen zu ermitteln und in die Kalkulation der entsprechenden Positionen einzubeziehen.
Sofern für die Standsysteme für Gewerbebeschilderung und Pfosten keine objektspezifischen Herstellerangaben bzw. Vorgaben vorliegen, ist die IVZ-Norm als Grundlage für die Fundamentierung und Einbindetiefe heranzuziehen.
3
[Seite 4]
1-2 Angebotswertung und einzureichende Unterlagen
Da für einzelne Bauteile, insbesondere die Pfostensysteme einschließlich der zugehörigen Befestigungs- und Verbindungslösungen, seitens des AG keine abschließende Systemvorgabe erfolgt, sind diese vom AN im Rahmen seines Angebots eigenständig vorzuschlagen und technisch darzustellen.
Mit dem Angebot sind für die Pfostensysteme, Info-Stelen und Gewerbetafeln technische Zeichnungen, Detaildarstellungen, Produktdatenblätter, Herstellerangaben bzw. sonstige Unterlagen einzureichen. Diese Unterlagen dienen der technischen Prüfung und Beurteilung der angebotenen Ausführung im Rahmen der Angebotswertung.
Die eingereichten Unterlagen müssen die angebotene Ausführung eindeutig und vollständig erkennen lassen. Soweit für die Beurteilung erforderlich, sind insbesondere Angaben zu Material, Aufbau, Abmessungen, Oberflächen, Befestigung und konstruktiver Ausführung vorzulegen.
1-3 Fachliche Eignung und Mindestanforderung
Zum Nachweis seiner fachlichen Eignung für die Herstellung der physischen Elemente des Informations- und Wegeleitsystems (Infostelen, Wegweisungen) hat der Bieter mit dem Angebot und in der Anlage "Referenzprojekte" mindestens 3 Referenzprojekte aus den letzten 10 Jahren (Stichtag ist der Tag der Angebotsabgabe) einzureichen. Die Referenzprojekte müssen in Art, Umfang und Komplexität mit der hier ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sein. Ein Referenzprojekt gilt als vergleichbar, wenn es folgende Mindestkriterien erfüllt:
-
Produktion eines rein analogen Informations- und Wegeleitsystems im öffentlichen Raum.
-
Das Nettoauftragsvolumen des Referenzprojektes betrug mindestens 50.000 €.
-
Die Umsetzung erfolgte für einen öffentlichen Auftragnehmer, ein Krankenhaus, eine Bildungseinrichtung oder ein komplexes Liegenschaftsprojekt.
-
Das Projekt wurde vollständig abgeschlossen und mängelfrei abgenommen.
Die Prüfung der Referenzen erfolgt im Rahmen der Eignungsprüfung. Erfüllt ein Bieter die geforderten Mindestanforderungen an die Referenzen nicht oder sind die Angaben unvollständig und werden auch nach Aufforderung nicht fristgemäß nachgereicht, wird das Angebot von der weiteren Wertung ausgeschlossen.
4
[Seite 5]
1-4 Die Komponenten des IWS
Das zielorientierte Informations- und Wegeleitsystem (IWS) besteht aus einer Kombination von folgenden Komponenten (siehe Abbildung 1-4):
• 17 Informationsstelen • Beschilderungen an den Hofzugängen: o 5 Standysteme für Gewerbebeschilderung mit 56 Gewerbeschildern o 5 Einzelschilder (50 cm x 12 cm) für neues Pfostensystem o 5 Einzelschilder für Bestandspfosten: ▪ 2 Einzelschilder (60 cm x 15 cm) für Bestandspfosten ▪ 1 Einzelschild (50 cm x 10 cm) für Bestandspfosten ▪ 2 Einzelschilder (65 cm x 10 cm) für Bestandspfosten o 2 Einzelschilder (90 cm x 10 cm) für die Wandmontage • Fahnen-Wegweiser o Neues Pfostensystem (insgesamt 19 neue Pfosten) für Straßennamens- und Wegweiser-Beschilderung o 49 Schilder (100 cm x 25 cm) für die Montage an das neue Pfostensystem o 7 Schilder (100 cm x 25 cm) für die Montage an Bestandspfosten
Abb. 1-4: Die Komponenten des IWS.
Die Komponenten des IWS sind in einem einheitlichen, modernen Design auszuführen. Dabei sind die gestalterischen Vorgaben und Darstellungen dieses Dokuments zu berücksichtigen, um ein durchgängiges Erscheinungsbild und einen einheitlichen Wiedererkennungswert sicherzustellen.
5
[Seite 6]
Anforderungen zur Barrierefreiheit
Bei dem Layout der Informationsstelen werden die Anforderungen von mobilitätseingeschränkten und sehbehinderten Menschen entsprechend den nachfolgenden Darstellungen berücksichtigt.
Abb. 1-5a: Barrierefreie Stelen
Als digitale Schnittstelle wird ein QR-Code in einer Greif- und Sichthöhe von 85 cm - 105 cm (abh. von der Info-Stele bzw. dem Standsystem für die Gewerbeschilderung) bereits in den Vorlagen integriert mitgedruckt. Zur Auffindbarkeit des QR-Codes ist dieser in einem taktil wahrnehmbaren Rahmen einzufassen. Zusätzlich wird oberhalb des QR-Codes ein Aufkleber mit dem Schriftzug „SCAN QR- CODE“ in Pyramid- und Braille-Schrift angebracht.
Die Oberflächen müssen reflexarm und mit Graffitischutzlack versehen werden!
6
[Seite 7]
Abb. 1-5b: Über einen QR-Code gelangt man zu einer Landingpage für weitere Informationen.
Abb. 1-5c: Der QR-Code wird über einen Aufkleber mit einem taktil wahrnehmbaren Rahmen versehen. Über dem QR-Code wird ein Aufkleber angebracht mit dem Hinweis „SCAN QR-CODE“ in Pyramid- und Braille-Schrift.
7
[Seite 8]
2 INFO-STELEN
2-1 Standorte und Anzahl
An 17 Standorten wird jeweils eine Stele installiert.
Abb. 2-1: Standorte der 17 Info-Stelen.
Auf den 17 Info-Stelen sind 34 Flächen zu bedrucken.
Bzgl. der exakten Positionierung sowie der Montage-Richtigkeit der Stelen-Seiten werden kleine Kennungen mitgedruckt (in den gelieferten Druckvorlagen enthalten) und die Installation vor Ort – zeitlich abgestimmt – begleitet.
An 4 Standorten sind die Bestands-Systeme zu demontieren und zu entsorgen.
8
[Seite 9]
Abb. 2-3: An vier Standorten sollen „alte Info-Systeme“ (Bestands-Situation links) demontiert und die neuen Info-Stelen (Simulation rechts) installiert werden.
2-2 Maße und Ausführung
Die Konzeption sieht eine „Haubentechnik“ auf Alu-Unterkonstruktion vor.
Konstruktion und Installation: • Unterkonstruktion aus einem Edelstahl-Vierkant-Profil, im Bereich von mind. 60/60 mm bis max. 80/80 mm • Beidseitig Blechhauben aus ca. 2 mm-Alublech, stirnseitig vernietet mit Unterkonstruktion • Tiefbau, Fundamentierung, Montage, finale Verdichtung und Beipflasterung
Bedruckung der Blechhauben: • Tafeloberfläche in Anthrazit RAL 7016 (unterer Bereich, im oberen Bereich 20% des Volltons) • Bedruckung im digitalen Plattendirektdruck oder alternativ Druck auf Hochleistungsfolie (barrierefreies Kriterium: reflexarm) mit anschließender Vollfolierung der Blechhauben • Garantieangaben, Zertifizierung nach B1, Musterdrucke (in DIN A4) erforderlich • Veredelung mit Graffiti-Schutzlack oder -folierung
Fundamente: • Befestigung mit Flanschplatten • Nachweis von Statik und Windlast durch AN • Bemessung der Fundamente, Größe und Bewehrung nach statischer Berechnung des AN
9
[Seite 10]
Abb. 2-4: Ausführung Info-Stelen
Die Druckvorlagen für die Info-Stelen werden nach Ihren Druckanforderungen aufbereitet und von Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Der für die erforderlichen Abstimmungen mit dem AG zu technischen Details und Druckanforderungen (z. B. Größe, Beschnittzugabe etc.) erforderliche Aufwand ist in die Einheitspreise einzukalkulieren.
Die Musterdrucke dienen zur Beurteilung der Farbtreue analog zum gewählten Farbton der Ratinger Stadtmöblierung RAL 7016. Hierzu wird der RAL-Ton in Prozess-Tönen (CMYK) mit verschiedenen Abstufungen angelegt.
2-3 Finishing
Auf 28 Stelen-Seiten (11 doppelseitige Stelen und 6 einseitige Stelen) sind Aufkleber mit taktil wahrnehmbarem Rahmen um den QR-Code sowie oberhalb des QR-Codes ein Aufkleber mit dem Schriftzug „SCAN QR-CODE“ in Pyramid- und Braille-Schrift anzubringen (Weitere Infos siehe Punkt 1- 5).
10
[Seite 11]
3 BESCHILDERUNGEN FÜR HOFZUGÄNGE
3-1 Ausführung der Gewerbebeschilderung
Von dem Standsystem mit Gewerbebeschilderung werden insgesamt 5 Stück benötigt. Drei davon in „einseitiger Ausführung“, zwei davon von beiden Seiten sichtbar. Demnach sind 7 Seiten zu fertigen. An 4 Standorten sind die Bestands-Systeme zu demontieren und zu entsorgen.
Abb. 3-1a: Drei Standsysteme (einseitig) mit Gewerbebeschilderung. Die anthrazitfarbenen Standsysteme sind neu herzustellen. Die vorhandenen alten Standsysteme sind abzubauen bzw. fachgerecht zu demontieren.
11
[Seite 12]
Abb. 3-1b: Zwei Standsysteme (zweiseitig) mit Gewerbebeschilderung. Die anthrazitfarbenen Standsysteme sind neu herzustellen. Die vorhandenen alten Standsysteme sind abzubauen bzw. fachgerecht zu demontieren.
Die Gewerbebeschilderung (pro Standsystem 8 Stück bzw. 16 Stück) werden in einheitlichem Design gestaltet (Druckvorlagen werden vom Auftraggeber gestellt) und sollen bei Änderungen des Besatzes austauschbar sein. Insgesamt müssen 56 Gewerbeschilder hergestellt werden.
Die Standsysteme sind wie folgt herzustellen:
• Auf Doppelpfosten (Ø ca. 6 cm), pulverbeschichtet in Anthrazit RAL 7016 aus feuerverzinktem Stahl. • Bedruckung der oberen Hinweis-Schilder im digitalen Plattendirektdruck oder alternativ Druck auf Hochleistungsfolie (barrierefreies Kriterium: reflexarm) • Veredelung mit Graffiti-Schutzlack oder -folierung • Garantieangaben, Zertifizierung nach B1, Musterdrucke (in DIN A4) und Materialmuster • Befestigung mittels Bodenhülsen
Fundamente: • Befestigung mit Bodenhülsen • Nachweis von Statik und Windlast durch AN • Sofern eine Befestigung des Systems gemäß IVZ-Norm nicht möglich ist, sind die erforderlichen Fundamente einschließlich Abmessungen und Bewehrung durch den AN statisch zu bemessen
Auf den Standsystemen sind insgesamt 7 Aufkleber mit taktil wahrnehmbarem Rahmen um den QR- Code sowie oberhalb des QR-Codes ein Aufkleber mit dem Schriftzug „SCAN QR-CODE“ in Pyramid- und Braille-Schrift (Schriften in Weiß) anzubringen (Weitere Infos siehe Punkt 1-5).
Die Druckvorlagen für die Standsysteme und sämtliche Schilder werden nach Ihren Druckanforderungen aufbereitet und von Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Der für die erforderlichen Abstimmungen mit dem AG zu technischen Details und Druckanforderungen (z. B. Größe, Beschnittzugabe etc.) erforderliche Aufwand ist in die Einheitspreise einzukalkulieren.
12
[Seite 13]
Die Musterdrucke dienen zur Beurteilung der Farbtreue analog zum gewählten Farbton der Ratinger Stadtmöblierung RAL 7016. Hierzu wird der RAL-Ton in Prozess-Tönen (CMYK) mit verschiedenen Abstufungen angelegt.
Bzgl. der exakten Positionierung sowie der Montage-Richtigkeit der Stelen-Seiten werden kleine Kennungen mitgedruckt (in den gelieferten Druckvorlagen enthalten) und die Installation vor Ort – zeitlich abgestimmt – begleitet.
3-2 Ausführung: 5 Einzelschilder (50 cm x 12 cm) für neues Pfostensystem
Für die Ausführung „Einzelschilder mit neuen Pfosten“ werden insgesamt 5 Stück benötigt. Davon sind zwei der Schilder doppelseitig. Alle Beschriftungen sind unterschiedlich, außer bei den doppelseitigen Schildern.
Voraussetzungen:
• Bedruckung der Schilder im digitalen Plattendirektdruck oder alternativ Druck auf Hochleistungsfolie (barrierefreies Kriterium: reflexarm) • Veredelung mit Graffiti-Schutzlack oder -folierung • Garantieangaben, Zertifizierung nach B1, Musterdrucke (in DIN A4) und Materialmuster erbeten
13
[Seite 14]
Abb. 3-2: Ausführung neuer Pfosten mit neuem Schild
3-3 Ausführung: 5 Einzelschilder (untersch. Maße) für Bestandspfosten
5 Schilder sollen an Bestands-Pfosten montiert werden. Davon sind drei der Schilder doppelseitig. Alle Beschriftungen sind unterschiedlich, außer bei den doppelseitigen Schildern. Die Schildermaße richten sich nach den Breiten der Bestandsschilder bzw. Straßenschilder und sind demnach unterschiedlich:
• 2 Einzelschilder (60 cm x 15 cm • 1 Einzelschild (50 cm x 10 cm) • 2 Einzelschilder (65 cm x 10 cm)
Voraussetzungen:
• Bedruckung der Schilder im digitalen Plattendirektdruck oder alternativ Druck auf Hochleistungsfolie (barrierefreies Kriterium: reflexarm)
14
[Seite 15]
• Veredelung mit Graffiti-Schutzlack oder -folierung • Die Befestigung an die bestehenden Pfosten soll mit angeboten werden • Garantieangaben, Zertifizierung nach B1, Musterdrucke (in DIN A4) und Materialmuster erbeten
Die Befestigung ist mittels Rohrschelle für Hohlkastenprofile (wie Straßennamensschilder) auszuführen.
Abb. 3-3: Ausführung neue Schilder an Bestands-Pfosten
3-4 Ausführung: 2 Einzelschilder (90 cm x 10 cm) für die Wandmontage
Zwei Schilder sollen als Wandschilder ausgeführt und unter vorhandenen Wandschildern (Straßennamen) montiert werden.
15
[Seite 16]
Voraussetzungen:
• Bedruckung der Schilder im digitalen Plattendirektdruck oder alternativ Druck auf Hochleistungsfolie (barrierefreies Kriterium: reflexarm) • Mit Lochbohrungen an den vier Ecken • Veredelung mit Graffiti-Schutzlack oder -folierung • Garantieangaben, Zertifizierung nach B1, Musterdrucke (in DIN A4) und Materialmuster erbeten
Abb. 3-7: Ausführung neue Schilder an Bestands-Pfosten
16
[Seite 17]
4 Pfostensystem mit Fahnen-Wegweisern
4-1 Standorte, Ausführung, Maße und Anzahl
Abb. 4-1a: Die Standorte der Fahnen-Wegweiser
An 18 Standorten sollen Fahnen-Wegweiser montiert werden:
• Aufstellung von neuen modularen Pfosten mit Fahnenwegweisern und entsprechender Beschilderung: 14 Standorte (rote Punkte). • Vorhandene Bestandspfosten mit Beschilderung ausstatten: 4 Standorte (blaue Punkte)
17
[Seite 18]
Abb. 4-1b: Beispiele (simuliert) für Wegweiser mit neuem Pfosten oder Befestigung an Bestandspfosten.
Voraussetzungen:
• Die Pfosten (Ø ca. 6 cm) wie die Stadtmöblierung in Ratingen in Anthrazit RAL 7016 lackiert • Bedruckung der Schilder im digitalen Plattendirektdruck oder alternativ Druck auf Hochleistungsfolie (barrierefreies Kriterium: reflexarm) • Veredelung mit Graffiti-Schutzlack oder -Folierung • Garantieangaben, Zertifizierung nach B1, Musterdrucke (in DIN A4) und Materialmuster erbeten
Die Breite der Schilder richtet sich nach dem Ziel mit den meisten Zeichen. Wegen der Produktions- und Kosteneffizienz sind dann alle Schilder gleich breit.
Die Druckvorlagen für sämtliche Schilder werden nach Ihren Druckanforderungen aufbereitet und vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt. Der für die erforderlichen Abstimmungen mit dem AG zu technischen Details und Druckanforderungen (z. B. Größe, Beschnittzugabe etc.) erforderliche Aufwand ist in die Einheitspreise einzukalkulieren.
Die Musterdrucke dienen zur Beurteilung der Farbtreue analog zum gewählten Farbton der Ratinger Stadtmöblierung RAL 7016. Hierzu wird der RAL-Ton in Prozess-Tönen (CMYK) mit verschiedenen Abstufungen angelegt.
Pfostensystem:
Das Pfostensystem ist als modulares Fahnenwegweiser-System mit zentralem Rohrpfosten und mehreren übereinander bzw. versetzt angeordneten Richtungsschildern auszuführen.
Das System muss die Aufnahme mehrerer Richtungsschilder an einem gemeinsamen Rohrpfosten ermöglichen. Die einzelnen Schilder sind mittels geeigneter, systemzugehöriger Adapter-, Klemm-, Hülsen- oder Befestigungselemente am Rohrpfosten zu befestigen.
18
[Seite 19]
Die Befestigungselemente müssen eine variable und unabhängige Ausrichtung der einzelnen Richtungsschilder ermöglichen, sodass die Schilder entsprechend den jeweiligen Wegrichtungen sternförmig um den Rohrpfosten angeordnet werden können. Eine Ausrichtung in unterschiedlichen Winkeln, insbesondere in 45°-Schritten, muss möglich sein. Die einzelnen Befestigungsebenen müssen unabhängig voneinander positioniert und gegen Verdrehen gesichert werden können.
Das System ist so auszubilden, dass mehrere Schilder unterschiedlicher Größe und Anzahl an einem Pfosten montiert und bei Bedarf ergänzt oder umpositioniert werden können. Die Anordnung der Schilder muss sowohl einseitig als auch gegenüberliegend bzw. mehrseitig möglich sein.
Die Verbindung zwischen Rohrpfosten, Befestigungselementen und Richtungsschildern ist dauerhaft, stabil und witterungsbeständig auszuführen.
Das Befestigungssystem ist auf die ausgeschriebenen Rohrpfosten und Richtungsschilder abzustimmen. Die Konstruktion muss ein einheitliches und gestalterisch geschlossenes Erscheinungsbild gewährleisten; Befestigungs- und Verbindungselemente sind entsprechend dem vorgesehenen Leitsystem auszuführen.
Es sind ausschließlich modulare Systeme zugelassen, bei denen die einzelnen Richtungsschilder unabhängig voneinander am gemeinsamen Rohrpfosten positioniert, ausgerichtet und dauerhaft gegen Verdrehen gesichert werden können.
Das angebotene Pfostensystem einschließlich der Befestigung der Fahnenwegweiser ist mit dem Angebot anhand von Produktdatenblatt, Zeichnung oder vergleichbarer Darstellung nachzuweisen.
4-2 Befestigungsalternativen
Die Befestigung der Fahnenwegweiser am Pfosten ist konstruktiv so auszubilden, dass eine hochwertige, gestalterisch zurückhaltende und möglichst unauffällige Ausführung erreicht wird. Sichtbare Befestigungselemente sind auf das technisch erforderliche Maß zu reduzieren und gestalterisch auf den Pfosten und die Fahnenwegweiser abzustimmen. Der AN hat ein technisch geeignetes und gestalterisch hochwertiges System anzubieten. Die Befestigung wirkt als Bestandteil des Systems und nicht als nachträglich angesetztes Element.
4-3 Tiefbau und Fundamente
Die Tiefbauarbeiten sollen sich an der IVZ-Norm zur Aufstellung von Verkehrsschildern orientieren, mit in der IVZ-Norm enthaltenen Fertigfundamenten.
Bzgl. der exakten Positionierung sowie der Montage-Richtigkeit der Stelen-Seiten werden kleine Kennungen mitgedruckt (in den gelieferten Druckvorlagen enthalten) und die Installation vor Ort – zeitlich abgestimmt – begleitet.
19