Leistungsbeschreibung
„Lieferung, Installation und Anpassung eines Social Intranets“
für den Einsatz in der Stadtverwaltung der Hanse- und
Universitätsstadt Rostock
Vergabenummer: 09/30/26
INHALTSVERZEICHNIS
1.3. Kennzahlen und Systemkontext 5
2. Leistungsumfang und –bestandteile 7
2.1. 2.1 Vertragsgrundlagen und Geltung der EVB-IT 7
2.2. Überlassung von Software 8
3. Angaben zu zusätzlichen Komponenten und notwendiger Systemumgebung 8
4. Ausschreibungsbedingungen 9
5.1. Prüfung der Angebote und Zulassung zur Wertung 11
5.2.1. Bewertung anhand des Leistungsverzeichnisses 12
5.2.2. Präsentation der Softwarelösung und Referenzen 12
5.3. Bewertungsmatrix der Präsentation 14
5.4. Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes 14
6. Anlagen
Anlage A: Preisblatt
Anlage B: Leistungsverzeichnis
TABELLENVERZEICHNIS
- Rahmenbedingungen
- Ausgangssituation
Die Stadtverwaltung Rostock steht im Kontext der digitalen Transformation und der zunehmenden Komplexität öffentlicher Aufgaben vor der Herausforderung, interne Kommunikations- und Zusammenarbeitsstrukturen zeitgemäß weiterzuentwickeln. Derzeit ist die interne Informations- und Kommunikationslandschaft durch eine Vielzahl dezentraler, heterogener und teilweise nicht standardisierter Kanäle geprägt. Informationen werden überwiegend über E-Mail-Verteiler, Netzlaufwerke, einzelne Fachanwendungen sowie analoge oder isolierte digitale Lösungen bereitgestellt.
Diese Struktur führt in der Praxis zu erheblichen Medienbrüchen, redundanten Datenständen und einem erhöhten Abstimmungsaufwand zwischen Organisationseinheiten. Informationen sind häufig nicht zentral verfügbar oder nur mit zusätzlichem Rechercheaufwand auffindbar, was die Arbeitsprozesse verlangsamt und die Effizienz der Verwaltungsarbeit einschränkt. Zudem besteht das Risiko, dass relevante Informationen nicht zeitgleich oder nicht einheitlich bei allen Beschäftigten ankommen, wodurch Inkonsistenzen in der internen Kommunikation entstehen können.
Vor dem Hintergrund einer zunehmend bereichsübergreifenden Zusammenarbeit sowie steigender Anforderungen an Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit verstärken sich diese strukturellen Defizite zusätzlich. Insbesondere bei kurzfristigen Abstimmungsbedarfen, Krisensituationen oder organisationsweiten Informationskampagnen zeigt sich, dass die bestehenden Kommunikationswege nur eingeschränkt geeignet sind, eine schnelle, transparente und verlässliche Informationsverteilung sicherzustellen.
Darüber hinaus besteht derzeit kein zentrales System, das als „Single Point of Truth“ für interne Informationen, Wissen und organisatorische Inhalte fungiert. Dies erschwert sowohl die tägliche Zusammenarbeit als auch die nachhaltige Nutzung von Wissen innerhalb der Verwaltung. Auch Onboarding- und Einarbeitungsprozesse neuer Mitarbeitender sind dadurch mit erhöhtem Aufwand verbunden.
Insgesamt führen diese Rahmenbedingungen zu Effizienzverlusten, erhöhtem Koordinationsaufwand sowie einer eingeschränkten Transparenz interner Prozesse. Gleichzeitig bestehen erhebliche ungenutzte Potenziale zur Verbesserung der Zusammenarbeit, zur Beschleunigung von Arbeitsabläufen und zur Stärkung der internen Kommunikationskultur.
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- Zielsetzung
Ziel der ausgeschriebenen Leistung ist die Bereitstellung und Einführung eines Social Intranets als zentrale, digitale Plattform für die interne Kommunikation, Information und Zusammenarbeit innerhalb der Stadtverwaltung Rostock. Die Lösung soll eine einheitliche, intuitive, medienbruchfreie und systembrucharme Umgebung schaffen, in der alle relevanten Informationen gebündelt zur Verfügung stehen und von den Beschäftigten effizient aufgefunden und genutzt werden können.
Durch die Einführung des Systems soll die interne Kommunikation deutlich verbessert werden. Informationen sollen schneller, zielgerichteter und transparenter bereitgestellt werden können. Gleichzeitig ist sicherzustellen, dass relevante Inhalte organisationsweit konsistent verfügbar sind und bestehende dezentrale Kommunikationswege sowie redundante Informationsverteilungen reduziert werden.
Ein weiteres wesentliches Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Das Social Intranet soll die team- und ämterübergreifende Kommunikation unterstützen, den Austausch von Wissen fördern und die gemeinsame Bearbeitung von Aufgaben und Projekten erleichtern. Hierdurch sollen Abstimmungsprozesse effizienter gestaltet und die Reaktionsfähigkeit der Verwaltung erhöht werden.
Darüber hinaus soll die Lösung ein strukturiertes und zentrales Wissensmanagement ermöglichen. Informationen, Dokumente und organisatorisches Wissen sollen nachhaltig bereitgestellt, gepflegt und für alle berechtigten Mitarbeitenden einfach zugänglich sein. Ziel ist die Schaffung einer verlässlichen Informationsbasis („Single Source of Truth“), die Such- und Abstimmungsaufwände reduziert und die Arbeitsqualität erhöht.
Mit der Einführung des Social Intranets wird zudem die Steigerung der Effizienz und Produktivität der Verwaltungsarbeit angestrebt. Durch die Bündelung von Informationen, die Vereinfachung interner Kommunikationswege und die Optimierung von Arbeitsabläufen sollen Zeit- und Ressourcenaufwände reduziert werden.
Ein weiterer zentraler Aspekt ist die Unterstützung des kulturellen und organisatorischen Wandels hin zu einer modernen, digital geprägten Arbeitsweise. Das System soll Transparenz fördern, die interne Vernetzung stärken und eine offene Kommunikationskultur unterstützen. Hierdurch soll zugleich das Zugehörigkeitsgefühl der Mitarbeitenden zur Stadtverwaltung gestärkt und die Identifikation mit der Organisation gefördert werden.
Zudem soll das Social Intranet moderne Arbeitsformen, insbesondere mobiles und hybrides Arbeiten, unterstützen, indem ein orts- und zeitunabhängiger Zugang zu relevanten Informationen und Kommunikationsfunktionen ermöglicht wird. Schließlich soll die Lösung auch zur Verbesserung von Onboarding- und Einarbeitungsprozessen beitragen, indem neue Mitarbeitende strukturiert und niedrigschwellig Zugang zu organisatorischem Wissen und internen Informationen erhalten.
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- Kennzahlen und Systemkontext
Um eine vollständige Modernisierung zu gewährleisten, sollen die Daten nicht vollständig migriert werden. Eine sinnvolle Struktur des neuen Intranets soll mit Hilfe von Referenzprojekten als Beispiel mit dem Herstellen zusammen aufgesetzt werden.
Derzeit besteht das Intranet aus einem 5 teiligen Navigationsregister mit 3- 18 Themenbereichen.
Die folgenden Angaben sollen Ihnen einen kurzen Überblick über die gegebenen Rahmenbedingungen vermitteln:
| Allgemeine Angaben | |
| Anzahl Mitarbeitende gesamt | 2.600 |
| Anzahl Mitarbeitende Kernverwaltung | 2.200 |
| Anzahl der Senatsbereiche | 4 |
| Anzahl der Ämter | 35 |
| Anzahl der Organisationseinheiten (Abteilungen, Sachgebiete, Fachbereiche, Stabsstellen, Teams) | 281 |
| Anzahl Administratoren | 4 |
| Anzahl zentrale Redakteure | 200 |
Tab. Allg. Angaben
Die Einführung des Social Intranets soll zunächst in der Kernverwaltung starten. Zunächst sollen die Eigenbetriebe (Anzahl: 3 mit einer Mitarbeitendenanzahl von 400) einen Lesezugriff auf relevante Bereiche erhalten. Im weiteren Projektverlauf soll die Möglichkeit bestehen, dass die Eigenbetriebe das Intranet als eigenständigen Mandanten nutzen und konfigurieren. Da dies erst nach Abschluss der Einführung diskutiert wird. Diese Anpassungsleistung ist nicht im Preisblatt zu vermerken. Es ist nicht Teil dieser Ausschreibung.
Zusätzlich zum Grundgerüst des Intranets mit Querschnittsthemen sollen für die 4 Senatsbereiche jeweils eigene Bereiche für die Informationsverteilung entstehen. Sie werden noch untergliedert in S1: 11 Ämter, S2: 7 Ämter, S3: 10 Ämter, S4: 7 Ämter mit den jeweiligen Organisationseinheiten. Die Mitarbeitenden werden den Senatsbereichen, Ämtern und weiteren Organisationseinheiten zugeteilt, um die für Sie relevanten Informationen zu erhalten. Der standardisierte Grundaufbau und generelle Informationsverteilung läuft zentral, für weitere News (senatsbrereichs-, ämter-, abteilungs-, sachgebiets-, teamrelevante Informationen) werden Unterseiten eingerichtet.
Es soll im Intranet für die Senatsbereiche also eine Informationshierarchie mit mindestens 5 Ebenen möglich sein.
Aussagen zu allgemeinen Anforderungen an eine Software für das Social Intranet finden sich im Dokument Leistungsverzeichnis.
- Leistungsumfang und –bestandteile
Der Auftrag umfasst die Lieferung/Bereitstellung einer Software für das Social Intranet und alle für die Einführung erforderlichen Dienstleistungen:
| Leistungsumfang und –bestandteile |
| Überlassung von Software |
| Installation |
| Implementierung entsprechend Leistungsbeschreibung Teil II |
| Anpassungen |
| Schulungs- und Anwenderbetreuung |
Tab. Leistungsumfang
Der Bieter soll unter den gegebenen Rahmenbedingungen eine Software (On-Premises mit Remote-Wartung durch den Hersteller) anbieten, die der Hanse- und Universitätsstadt Rostock ermöglicht, unmittelbar nach Zuschlagserteilung einen stabilen und ggf. ausbaubaren Betrieb eines Social Intranets wie bereits unter 1.) beschrieben sicherzustellen.
Für Angaben über die Kosten der unterschiedlichen Beschaffungsgegenstände bzw. Dienstleistungen benutzen Sie bitte das Dokument Preisblatt Eine Veränderung der Struktur der Tabelle ist nicht zulässig. Sollten Angebotsgegenstände, welche für die Leistungserbringung erforderlich sind, nicht in der Tabelle enthalten sein, so sind diese in den leeren Zeilen zu ergänzen und in einer gesonderten Anlage mit der Bezeichnung, der benötigten Menge und dem Stückpreis anzugeben. Falls keine Kosten für die entsprechende Leistung anfallen, tragen Sie bitte eine "0" ein, leere Felder werden als nicht relevant gewertet. Alle Preisangaben sind als Nettopreise auszuweisen.
Es sind alle Posten aufzulisten, die im Rahmen der Beschaffung unmittelbar für den Einsatz des Social Intranets benötigt werden und für die Erbringung der Dienstleistungen kostenrelevant sind. Weitere im Verlauf der Leistungserbringung anfallende Kosten werden nicht vergütet.
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- 2.1 Vertragsgrundlagen und Geltung der EVB-IT
Für die Überlassung der Software sowie die Erbringung der Pflegeleistungen gelten die im abzuschließenden Vertrag einbezogenen EVB-IT Überlassungsbedingungen einschließlich der EVB-IT Pflege S-AGB in der jeweils vereinbarten Fassung.
Die vollständigen Vergabeunterlagen, insbesondere die vorliegende Leistungsbeschreibung konkretisieren und ergänzen die vertraglichen Regelungen. Soweit in dieser Leistungsbeschreibung oder im abzuschließenden Vertrag abweichende oder ergänzende Regelungen getroffen werden, gelten diese vorrangig. Im Übrigen gelten die einbezogenen EVB-IT Vertragsbedingungen.
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- Überlassung von Software
Die Ausschreibung umfasst die Überlassung einer Software für das Social Intranet, einschließlich aller Komponenten und deren Lizenzen, die für die Umsetzung der Anforderungen der Hanse- und Universitätsstadt Rostock notwendig sind. Erforderliche Komponenten von Drittanbietern sind gesondert kenntlich zu machen. Der Auftraggeber behält sich jedoch vor, diese unabhängig von dieser Ausschreibung zu beziehen.
Gegenstand der Ausschreibung ist der Erwerb einer Softwarelösung einschließlich der erforderlichen Nutzungsrechte. Die Finanzierung erfolgt aus Investitionsmitteln. Dienstleistungen (z. B. Wartung, Support oder Schulungen) sind gesondert auszuweisen.
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- Ersteinrichtung
Zu den Leistungen des Bieters gehören die ordnungsgemäße Installation der Software, deren Anpassung und weiterer benötigter Komponenten sowie die Bereitstellung der sich aus dem Leistungsverzeichnis ergebenden Funktionen, Berichte und Auswertungen.
Es ist eine schrittweise Einführung des Social Intranets geplant. Die Einführung des Social Intranets ist als mehrstufiges Rollout vorgesehen. In einer ersten Projektphase ist die Umsetzung der definierten A-Kriterien sicherzustellen. Darauf aufbauend erfolgt die schrittweise Implementierung weiterer Module und Funktionen in nachfolgenden Ausbaustufen.
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- Schulungen
Für die folgenden Nutzenden müssen Schulungen durchgeführt werden:
- Administratoren (4)
- zentrale Redakteure (200)
- Anwendende (Schulungskonzept ist bereitzustellen)
Ziel der Schulung ist es, den Administratoren die sichere Betreuung und Verwaltung des Social Intranets zu vermitteln und die Anwender zum sicheren Umgang mit dieser Software zu befähigen. Die Bieter haben den dazu erforderlichen Mindestschulungsumfang darzustellen. Ein Multiplikatoren-Konzept ist zulässig. Die Schulungen müssen digital stattfinden, Informationsmaterial muss nachhaltig zur Verfügung gestellt werden. Die Seitenanzahl von 10 soll nicht überschritten werden.
- Angaben zu zusätzlichen Komponenten und notwendiger Systemumgebung
Der Bieter ergänzt selbständig alle zusätzlich notwendigen Komponenten sowie Systemumgebungen (Systemkontextdiagramm). Diese sind im Angebot als Anlage gesondert aufzuführen. Die notwendigen Systemanforderungen im Server-, Client- und Netzbereich sind darzustellen und ein Übersichtsschema zum Zusammenwirken aller Systemkomponenten als Anlage sind beizufügen.
- Ausschreibungsbedingungen
Die im Folgenden beschriebenen Bedingungen sind notwendige Kriterien für die Teilnahme an der Ausschreibung. Die Nichterfüllung führt zum Ausschluss.
Das Leistungspaket ist vollständig und voll funktionsfähig darzustellen. Fehlende oder zu ergänzende Funktionalitäten/Lizenzen sind deutlich zu machen und mit den zu erwartenden Zusatzkosten sowie den Planterminen für die Programmierung, die Pilotierung und den Praxiseinsatz zu versehen.
Der Bieter erklärt mit Angebotsabgabe verbindlich, dass seine Software-Lösung die von ihm zugesicherten Funktionen entsprechend dem von ihm im Rahmen des Vergabeverfahrens eingesandten Anforderungskatalog im vollen Umfang vom Zeitpunkt der Installation an erfüllt. Eigene Vertragsbedingungen werden ausgeschlossen.
Vertragsbestandteile sind weiterhin diese Leistungsbeschreibung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock mit dem Angebot und den Erläuterungen/Kommentierungen des Bieters zur Leistungsbeschreibung.
Der Bieter verpflichtet sich, die Verfügbarkeit und Pflege der Software-Funktionalität und der angebotenen für mindestens 48 Monate sicherzustellen.
Weitere Mindestanforderungen:
- Erfüllung der A-Kriterien des Leistungsverzeichnisses der Leistungsbeschreibung.
- Unterzeichnung der in Mecklenburg-Vorpommern geltenden Datenschutzvereinbarung (Vertrag zur Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag).
Funktionalitäten, die vom Bieter im Leistungsverzeichnis zugesichert wurden, können nachträglich im Rahmen einer Präsentation überprüft werden.
Das Leistungsverzeichnis sowie das Preisblatt sind vollständig und detailliert auszufüllen und gegebenenfalls zu ergänzen. Diese werden der Bewertung des Angebotes zugrunde gelegt.
Der Bieter gibt im Angebot einen Zeitrahmen für die Einführung der Lösung von der Auftragserteilung über die Installation bis zur betriebsbereiten Übergabe vor. Er entwickelt ein Einführungsszenario, in dem er die für die volle Nutzungsfähigkeit der Anwendungslösung notwendigen Kriterien ausführt.
Mit der Abgabe eines Angebots bestätigen Sie die Anerkennung der vom Auftraggeber verfassten Urschrift der Vergabeunterlagen als alleinverbindlich.
Es sind mindestens zwei Referenzprojekte aus öffentlichen Verwaltungen in den letzten 10 Jahren nachzuweisen, in denen die angebotene Lösung bereits produktiv eingesetzt wird.
Die Referenzen sollen hinsichtlich Größe und organisatorischer Komplexität mit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock vergleichbar sein. Eine Nutzenden Anzahl von mindestens 1.500 muss daher gegeben sein.
Für jede Referenz sind folgende Angaben bereitzustellen:
- Name der Organisation,
- Anzahl der Beschäftigten,
- Zeitpunkt der Einführung,
- Umfang und wesentliche Bestandteile der eingeführten Lösung.
Im Leistungsverzeichnis sind die Leistungen in der Spalte Bewertungskriterien wie folgt gekennzeichnet:
| Kürzel | Art und Bedeutung des Kriterium |
| „A“ | Ausschlusskriterium Die Nichterfüllung einer als Ausschlusskriterium gekennzeichneten Anforderung führt zum Ausschluss des Angebotes (KO-Kriterium). |
| „B1“ | Bewertungskriterium 1 Die mit einem „B1“ gekennzeichneten Anforderungen stellen die innerhalb der Bewertungsskala mit 10 Punkten zu bewerteten Kriterien dar und erhalten dementsprechend eine höhere Gewichtung. |
| „B2“ | Bewertungskriterium 2 Die geforderte Beschreibung fließt mit 5 Punkten in die Gesamtbewertung des Angebotes mit ein und hat demnach eine geringere Gewichtung. |
Tab. Bewertungskriterien
Das Leistungsverzeichnis setzt sich aus A‑Kriterien sowie B‑Kriterien zusammen.
Um eine Einschränkung des Wettbewerbs zu vermeiden sind die A‑Kriterien nach einem sachlichen Grund als KO-Kriterium in der Leistungsbeschreibung bestimmt worden. Die A-Kriterien werden nicht mit Punkten bewertet, sondern erhalten nur die Antwort „erfüllt“ oder „nicht erfüllt“.[1]
Die Nichterfüllung führt zum Ausschluss des Angebotes.
Die geforderten Nachweise und Beschreibungen sind dem Angebotsschreiben als Anlage beizufügen. Im Angebotsschreiben sind die Anlagen zu nennen.
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen.
Alle Preisangaben sind in Euro (€), Bruchteile hiervon in vollen Cent anzugeben. Die für die Eintragung der Preise vorgesehenen Felder im Angebotsschreiben sind vollständig auszufüllen. Soweit für eine geforderte Preisangabe kein Preis abgegeben werden soll, sind die entsprechenden Felder mit 0,00 € auszufüllen. Fehlende Preisangaben können den Ausschluss des Angebotes zur Folge haben.
Alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Änderungen des Bieters an seinen Eintragungen müssen zweifelsfrei sein.
- Bewertung der Angebote
Die Prüfung und Bewertung der Angebote erfolgt in Anlehnung an die Unterlagen für die Ausschreibung und Bewertung von IT-Leistungen (UfAB VI, Version 1.0).
Die Bewertung erfolgt auf Grundlage einer Kombination aus qualitativer Leistungsbewertung und Preisbewertung. Zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes wird die einfache Richtwertmethode gemäß UfAB VI angewendet.
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- Prüfung der Angebote und Zulassung zur Wertung
Der Bieter hat das Preisblatt sowie die darin enthaltenen Preisinformationen vollständig und nachvollziehbar auszufüllen. Die angegebenen Preise bilden die Grundlage der Preisbewertung.
Die Kommentierung der Anforderungen des Leistungsverzeichnisses ist in den dafür vorgesehenen Feldern vorzunehmen. Ergänzende Unterlagen können dem Angebot als Anlage beigefügt werden. In diesem Fall ist im jeweiligen Feld des Leistungsverzeichnisses eindeutig auf die entsprechende Anlage zu verweisen.
Beabsichtigt der Bieter, Leistungen ganz oder teilweise durch Nachunternehmer erbringen zu lassen, sind Art und Umfang der zu übertragenden Leistungen sowie die vorgesehenen Nachunternehmer im Formblatt 235 auszuführen und mit dem Angebot einzureichen.
Im Rahmen der formalen und fachlichen Prüfung wird zunächst festgestellt, ob das Angebot vollständig ist und sämtliche geforderten Mindestanforderungen erfüllt.
Die Anforderungen des Leistungsverzeichnisses werden als Ausschlusskriterien (A-Kriterien) oder Bewertungskriterien (B-Kriterien) gekennzeichnet.
Ausschlusskriterien (A-Kriterien) sind zwingend zu erfüllen. Wird ein A-Kriterium nicht erfüllt, wird das Angebot von der weiteren Wertung ausgeschlossen. Bewertungskriterien (B-Kriterien) dienen der qualitativen Bewertung der angebotenen Lösung. Die Bewertung erfolgt anhand der im Leistungsverzeichnis festgelegten Punktwerte.
Nur Angebote, die sämtliche Ausschlusskriterien erfüllen, werden in die weitere Leistungsbewertung einbezogen.
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- Leistungsbewertung
Die Leistungsbewertung erfolgt anhand der Angaben im Leistungsverzeichnis sowie einer durchzuführenden Präsentation der angebotenen Softwarelösung.
Die Gesamtleistungspunkte setzen sich zusammen aus:
- den erreichten Punkten aus den Bewertungskriterien des Leistungsverzeichnisses sowie
- den im Rahmen der Präsentation erzielten Bewertungspunkten.
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- Bewertung anhand des Leistungsverzeichnisses
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Die Kriterien sind als geschlossene Fragen formuliert. Werden die Anforderungen erfüllt, werden die jeweils vorgesehenen Punkte vergeben. Werden Anforderungen nicht oder nur teilweise erfüllt, erfolgt eine entsprechende Punktvergabe gemäß Bewertungsmaßstab.
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- Präsentation der Softwarelösung und Referenzen
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Nach Abschluss der Prüfung der Mindestanforderungen werden die geeigneten Bieter zu einer Präsentation ihrer angebotenen Softwarelösung eingeladen.
Ziel der Präsentation ist die Bewertung der praktischen Eignung der Lösung für den Einsatz als Social Intranet in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Dabei stehen insbesondere die Benutzerfreundlichkeit, die funktionale Qualität sowie die Umsetzbarkeit des Einführungsvorhabens im Mittelpunkt.
Die Präsentation erfolgt anhand eines durch den Auftraggeber vorgegebenen Demonstrationsszenarios. Dadurch wird eine vergleichbare Bewertung aller Bieter sichergestellt.
Der Bieter stellt die Lösung anhand folgender Anwendungsfälle vor:
- Anmeldung und Einstieg eines Mitarbeitenden in das Social Intranet,
- Auffinden von Informationen und Dokumenten über die Suchfunktion,
- Darstellung und Veröffentlichung von aktuellen Informationen bzw. News,
- Erstellung und Nutzung von Bereichen oder Teamseiten,
- Darstellung von Kommunikations- und Kollaborationsmöglichkeiten,
- Erstellung einer Veranstaltung bzw. eines Beitrages,
- Darstellung der mobilen Nutzung,
- Wechsel zwischen unterschiedlichen Nutzerrollen (z. B. Mitarbeitende, Redakteure),
- Darstellung eines Beispiel Rollen- und Berechtigungskonzeptes.
Darüber hinaus ist durch den Bieter ein Konzept (max. 3 Seiten) für die Einführung des Social Intranets vorzulegen und vorzustellen. Dieses soll insbesondere folgende Aspekte enthalten:
- Vorgehensmodell und Projektorganisation,
- geplante Einführungsphasen und Meilensteine,
- Rollout-Strategie,
- Schulungs- und Kommunikationsmaßnahmen,
- Change-Management-Ansatz,
- Zeit- und Ressourcenplanung.
- Bewertungsmatrix der Präsentation
Die Präsentation wird anhand folgender Kriterien mit insgesamt 100 Punkten bewertet:
| Bewertungskriterium | Maximal erreichbare Punkte |
| Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienbarkeit der Lösung | 30 |
| Funktionale Qualität und Praxistauglichkeit der vorgestellten Lösung | 20 |
| Qualität und Nachvollziehbarkeit des Einführungskonzeptes | 20 |
| Qualität und Vergleichbarkeit der dargestellten Referenzprojekte | 15 |
| Fachliche Kompetenz sowie Qualität der Beantwortung von Rückfragen | 10 |
| Gesamteindruck der Präsentation | 5 |
| Gesamt | 100 |
Die Bewertung der einzelnen Kriterien erfolgt nach folgendem Bewertungsmaßstab:
| Erfüllungsgrad | Bewertung |
| Anforderungen werden hervorragend erfüllt | 100 % der Punkte |
| Anforderungen werden sehr gut erfüllt | 80 % der Punkte |
| Anforderungen werden gut erfüllt | 60 % der Punkte |
| Anforderungen werden teilweise erfüllt | 40 % der Punkte |
| Anforderungen werden nur gering erfüllt | 20 % der Punkte |
| Anforderungen werden nicht erfüllt | 0 % der Punkte |
Die aus der Präsentation resultierenden Punkte werden zu den Punkten aus dem Leistungsverzeichnis addiert.
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- Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes
Nach Abschluss der Leistungsbewertung erfolgt die Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebotes gemäß der einfachen Richtwertmethode nach UfAB VI.
Hierzu wird der Richtwert aus dem Verhältnis der erreichten Gesamtleistungspunkte zum angebotenen Gesamtpreis ermittelt:
Richtwert = Gesamtleistungspunkte / Angebotspreis
Die Angebote werden entsprechend der erreichten Richtwerte gereiht.
Das Angebot mit dem höchsten Richtwert stellt unter Berücksichtigung von Preis und Leistung das wirtschaftlichste Angebot dar und erhält den Zuschlag.
Auf dieser Grundlage wird die abschließende Reihenfolge der bewerteten Angebote festgelegt.
- Koordinierungs- und Beratungsstelle der Bundesregierung für Informationstechnik in der Bundesverwaltung (KBSt); Unterlage für Ausschreibung und Bewertung von IT-Leistungen (UfAB VI); www.kbst.bund.de ↑