Anlage 2.3_Baubeschreibung DIN 276.pdf

Koordination für nachhaltiges Bauen beim Neubau der Robert-Schumann-Hochschule

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 20.10.2026, 15:54 (Europe/Berlin)

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Genehmigungsplanung

RSH Campus Golzheim - Neubau Robert Schumann Hochschule Objektplanung Erläuterungsbericht und Baubeschreibung DIN 276

1 Projektbeschreibung bearbeitet von 1.1 Robert Schumann Hochschule Dominik Weigel 030 617 914-75 1.2 Anlass @ 1.3 Lage staab-architekten.com 1.4 Städtebau 1.5 Architektonisches Konzept Seite 1/42 1.6 Objektdaten Kopie an 1.7 Äußere Erschließung 1.8 Innere Erschließung 1.9 Personenzahlen 1.10 Sanitärräume 1.11 Putzmittelräume 1.12 Wertstoff- und Abfallentsorgung 1.13 Größte zu bewegende Objekte 1.14 Sicherungskonzept 1.15 Bau- und Raumakustik 1.16 Rückbau 1.17 Baugrube 1.18 Nachhaltigkeit 1.19 Untergeschoss 1.20 Tiefgarage 1.21 Hinweise 2 Baubeschreibung KGR 200 Herrichten und Erschließen 2.1 210 Herrichten Staab Architekten GmbH 2.2 220 Öffentliche Erschließung Schlesische Straße 27 2.3 230 Nichtöffentliche Erschließung 10997 Berlin 2.4 240 Ausgleichsabgaben Telefon +49 (0)30 617 914-0 Fax +49 (0)30 617 914-11 2.5 250 Übergangsmaßnahmen info@staab-architekten.com 3 Baubeschreibung KGR 300 Baukonstruktion Hochbau www.staab-architekten.com 3.1 310 Baugrube 3.2 320 Gründung Sitz Berlin 3.3 330 Außenwände AG Charlottenburg HRB 107551 B 3.4 340 Innenwände Geschäftsführung 3.5 350 Decken Prof. Volker Staab 3.6 360 Dächer Prof. Per Pedersen 3.7 370 Infrastrukturanlagen Dirk Richter Hanns Ziegler 3.8 380 Baukonstruktive Einbauten 3.9 390 Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen Commerzbank AG DE54 1008 0000 0272 3207 00 DRESDEFF100

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1.1 Robert Schumann Hochschule RSH Seite 2/42

Die Robert Schumann Hochschule Düsseldorf ist eine von vier Musik- hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen und eine der jüngsten Musikhochschulen in Deutschland. Ihre Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1935, in dem durch eine Zusammenlegung von drei privaten Mu- sikschulen das Robert Schumann Konservatorium gegründet wurde. Heute gehört die RSH zu den renommierten Musikhochschulen in Deutschland und genießt internationalen Ruf. Rund 850 Studierende aus über 40 Nationen werden in Düsseldorf individuell und auf hohem Niveau ausgebildet. Die Studiengänge der Robert Schumann Hochschule gliedern sich grundsätzlich in die Fachbereiche Musik und Musikvermittlung. Der Studiengang Ton und Bild verbindet ein Ingenieurstudium mit einer musikalischen Ausbildung. Dieser bundesweit einzigartige Studien- gang wird gemeinsam mit der Hochschule Düsseldorf angeboten. Der Studiengang Musik und Medien wird am hochschuleigenen Institut für Musik und Medien unterrichtet. Darüber hinaus verfügt die Musikhochschule über vier weitere Institute: das Institut für Kirchenmusik, das Institut für Komposition und Musik- theorie und das Musikwissenschaftliche Institut sowie Schumann Ju- nior, ein Ausbildungszentrum für den hochbegabten Nachwuchs im Al- ter von 10 bis 17 Jahren. Derzeit verfügt die RSH über Flächen an drei Standorten, die über die Stadt verteilt sind. Der Hauptstandort befindet sich seit 1975 an der etwa 800 m südlich von der Georg-Glock-Straße entfernten Fischer- straße. Hier sind die Unterrichtsräume des Fachbereichs Musik, die Hochschulverwaltung und ein Kammermusiksaal, der sogenannte „Partikasaal“ angesiedelt. An der Graf-Recke-Straße befindet sich das Institut für Kirchenmusik. Dieser Standort wird aufgegeben, sobald mit dem Bezug des Neubaus Flächen an der Fischerstraße freiwerden. Zusammen mit dem in einem ersten Bauabschnitt bereits umgebauten Gebäude E soll ein Gebäudeensemble entstehen, das das Wesen der Musikhochschule als Ort der Lehre und der Kunst verkörpert.

1.2 Anlass

Das vorliegende Grundstück des Campus Golzheim wurde bis 2018 von der Hochschule Düsseldorf genutzt. Durch die Verlagerung der Hochschule kann das Grundstück einer neuen, der Lage angepassten Nutzung zugeführt werden. Die bestehenden Hochschulgebäude aus dem Baujahr 1967 werden hinsichtlich Bausubstanz und Haustechnik als nicht zukunftsweisend eingestuft und sollen rückgebaut werden. Die Gebäude A, N und B aus dem Baujahr 1983 entlang der Georg- Glock-Straße sind interimistisch vermietet und sollen erhalten und wei- tergenutzt werden. Neben der Robert Schumann Hochschule (RSH) sieht das Land als Ei- gentümer der Fläche für den Standort als weitere Hauptnutzungen die Bezirksregierung Düsseldorf vor. Auf dem Campus befindet sich be- reits das von der RSH seit 2021 genutzte Gebäude E (Erster

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Bauabschnitt). Außerdem wird von der RSH, dem Institut für Musik und RSH Seite 3/42 Medien, bis zum Umzug in den Neubau das Gebäude A interimistisch genutzt.

1.3 Lage

Düsseldorf ist die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens und der Be- hördensitz des Regierungsbezirks Düsseldorf. Die kreisfreie Stadt am Rhein ist mit 642.304 Einwohnern (Stand 2021) die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes. Der Stadtteil Golzheim ist aufgrund seiner Lage zwischen Flughafen, Messe und Innenstadt ein attraktiver Standort der Landeshauptstadt. Die Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit in unmittelbarer Nähe zum Rhein macht den besonderen Reiz des Stadt- teils aus. Der Campus Golzheim, befindet sich unmittelbar am Ken- nedydamm, eine wichtige Hauptverbindung in Nord-Süd-Ausrichtung in Düsseldorf und verfügt somit über eine gute Verkehrsanbindung. Der Standort Kennedydamm gilt als City-Entlastungsgebiet, es besteht eine erhebliche Entwicklungsnachfrage in diesem Bereich. Der Campus Golzheim liegt zwischen dem Kennedydamm, der Georg- Glock-Straße und der Josef-Gockeln-Straße. Das etwa 48.000 qm große Plangebiet befindet sich im Eigentum des Landes Nordrhein- Westfalen.

1.4 Städtebau

Als zentrales Element des Campus wird die Hochschule in der Mitte des Baufeldes platziert. Mit den Bestandsbauten und dem geplanten Neubau der Bezirksregierung an der Südkante des Baufeldes definiert sie drei Freiräume unterschiedlichen Charakters: einen von Bestands- und geplanten Neubauten gefassten öffentlichen Park (Wiesenforum), in dem die Anlieger und die Anwohner des Quartiers zusammentreffen. Einen intimeren studentischen Hochschulcampus zwischen dem Neu- bau und dem Bestandsbau der Hochschule und zuletzt eine Allee, die das Baufeld am Park entlang im Süden durchmisst und Teil des über- bezirklichen Fußgänger- und Fahrradnetzes der Stadt ist. Bis zum Bau des Regierungsgebäudes übernimmt diese Allee als ord- nendes Freiraumelement den räumlichen Abschluss des Campus im Süden. Der öffentliche Park dient als Entree zum Musikcampus und zum Hochschulgebäude. Er wendet sich nach Südwesten, da die öffentliche Verkehrsanbindung des Quartiers über die Kaiserswerther Straße ver- läuft. Passiert man den Park, gelangt man zum Haupteingang der Hochschule und von dort in das Veranstaltungsfoyer und zu den öffent- lich zugängigen Veranstaltungssälen. Vom BLB ist der Verbleib des Gebäudes X (AudimaX) i.Z.m. dem ein- getretenen Denkmalschutz der Kunst am Bau zu klären, der der städ- tebaulichen Setzung und dem freiraumplanerischen Entwurf entgegen- steht.

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1.5 Architektonisches Konzept RSH Seite 4/42

Das Gebäude der Hochschule ist nach einem ähnlichen Prinzip wie der städtebauliche Entwurf aufgebaut: Drei Gebäudevolumen gliedern den offenen Raum der Veranstaltungsebene (Foyer) und der darüber lie- genden Studien- (Forum) und Verwaltungsebenen (Hochschulverwal- tung) und zeichnen sich darüber als eigenständige, den quadratischen Baukörper differenzierenden Körper ab. Diese Herangehensweise bie- tet wie schon im Außenraum den Vorteil, dass durch die präzise Set- zung der Volumen die Bewegungs- und Aufenthaltszonen aufeinander bezogen und doch unterschiedlich programmiert werden können. Zu- dem können die unterschiedlichen Raumhöhen der Veranstaltungs- und Lehrbereiche der Hochschule in den drei Volumen abgebildet und zu einem kompakten, zur Begegnung anregenden Gebäude verknüpft werden. Unterschiedliche Raumhöhen sowie ein zentraler Luftraum mit Freitreppe gliedern den Forums- und Foyerbereich, schaffen unter- schiedlich qualifizierte Nutzungs- und Erschließungsbereiche sowie vielfältige interne Blickbeziehungen. Zur Unterstützung des großzügi- gen und durchlässigen Raumkontinuums des in Teilen zweigeschossi- gen Foyers ist die studentische Ebene in das Forum durch Bekleidung mit Ausbaumaterialien möbelartig eingestellt formuliert. Die räumliche Differenzierung in zweigeschossige und eingeschossige Bereiche schaffen unterschiedliche qualifizierte Raumbereiche. Mit seiner gegliederten Kubatur und der durchlässigen Erdgeschoss- zone öffnet sich das klar umrissene Hochschulgebäude zur Umgebung und gibt Blicke aus den angrenzenden Gebäuden über den Campus frei. Die Fassadenflächen sind mittels Gesimsbändern und feststehen- den Sonnenschutzelementen aus gelochten und gekanteten Alumini- umblechen horizontal gegliedert. Fenster der musikalischen Nutzungs- bereiche erfüllen in Form von mehrschichtigen Kastenfensterkonstruktionen die hohen Schallschutzanforderungen. Die Einzelfenster werden zu „Fensterbändern“ zusammengefasst, um gestalterisch die aus dem akustischen Ausbau bestimmte stark diffe- renzierten Fensterpositionen gestalterisch zu ordnen. Geschlossene Fassadenbereiche erhalten Fassadenbekleidungen aus gekanteten Aluminiumblechen, die leicht ausgestellt sind und im Bereich der Fens- terbänder Revisionsstege aufnehmen. Die großzügige Verglasung der Forums- und Foyerbereiche stehen im Kontrast zu den Gebäudevolu- men des Instituts für Musik und Medien, dem Fachbereich Musik und dem Konzertsaal. Den oberen Abschluss der Gebäudeteile bilden die außenräumlichen „Lüftungszentralen“, die von einem offenen Dach aus PV-Modulen (s. FHE) überdeckt und mittels gekanteten und gelochten Aluminiumblechen luftdurchlässig umschlossen werden. Im Innern soll ein zur Aneignung einladender Werkstattcharakter vor- herrschen, der sich mit robusten, sorgfältig detaillierten Oberflächen zu einer anregenden Studien- und Arbeitsatmosphäre verbindet. In die- sem Sinn werden die Rohbaukonstruktionen in öffentlichen und Er- schließungsbereichen sichtbar belassen. Zur Adressbildung und an den Stellen, an denen die Nutzenden Kontakt zum Haus aufnehmen (Türen, Infotafeln, Tresen, etc.) werden die Elemente und Oberflächen aus haptisch ansprechenden präzisen Holzmaterialien formuliert.

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Die fließenden Foyer-, Mensa-, Verwaltungs- und Forumsbereiche ver- RSH Seite 5/42 zahnen sich mühelos mit den Außenräumen um das Hochschulge- bäude. So bieten sich Verbindungen zwischen dem Veranstaltungsfo- yer und dem öffentlichen Park an, in dem eine Sitzstufenanlage auch zu Freiluftaufführungen einlädt. Hochschulfoyer / -forum und Mensa wenden sich wiederum dem Bestandsbau der Hochschule zu, der Mensabereich bespielt den Außenbereich der Hochschule im Nordos- ten, Treffen und Arbeitsplätze der Studierenden können je nach Witte- rung von innen nach außen verlegt werden. Die Außenbereiche setzen sich auf dem Dach des Neubaus fort, hier als intimere Aufenthaltszo- nen der Hochschule mit Blick über den Campus.

1.6 Objektdaten

Hochschulgebäude für den Lehr-, Veranstaltungs- und Verwaltungsbe- trieb mit Mensa (siehe Betriebsbeschreibung RSH) Gebäudeklasse 5: Sechs Obergeschosse, ein Untergeschoss, oberstes Geschoss (mit Aufenthaltsraum) < 22m Einordnung als Sonderbau gemäß Sonderbauverordnung (Versamm- lungsstätte und schulische Nutzung) Errichtung gemäß Festsetzungen des B-Plans Nr. 5379/057

Baugrundstück Gemarkung Derendorf (3461), Flur 1, Flurstück 621 Fläche 48.097 qm gemäß Kataster (gesamtes Grundstück)

Baugrundstück Adresse Campus Golzheim Neubau Robert Schumann Hochschule Josef-Gockeln-Straße / Georg-Glock-Straße (Gebäude E: Georg-Glock-Straße 19) 40747 Düsseldorf

Bauherr Baumanagement Land Verwaltungsvermögen Niederlassung Düsseldorf Schwannstraße 10 40476 Düsseldorf

Nutzer Robert Schumann Hochschule Fischerstraße 110 40476 Düsseldorf

1.7 Äußere Erschließung

Das Gebäude wird über drei Eingänge erschlossen, die jeweils gegen- über der internen vertikalen Erschließungsspange eines Baukörpers angeordnet sind (Adressbildung): Der Haupteingang vom Wiesenforum führt zum Konzertsaal und dem vorgelagerten Eingangsfoyer. Der

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Eingang vom internen Hochschulcampus zwischen Neubau und Ge- RSH Seite 6/42 bäude E führt zum Institut für Musik und Medien (IMM). Der Nebenein- gang von der Allee / der Bezirksregierung trifft auf den Zugang zum Fachbereich Musik und ein kleines Foyer, das dem Kammermusiksaal im Veranstaltungsbetrieb dienen kann. Eine zusätzliche zweiflügelige Anliefer- und Fluchttür ist im Bereich der nördlichen Pfosten-Riegel-Fassade vorgesehen, die der Entfluchtung des Foyers (Versammlungsstätte) gewährleistet, damit der Rettungs- weg im Sinne der Veranstaltungsorganisation nicht über den Treppen- raum des IMM geführt werden muss. Die Türanlage kann ebenfalls für die Anlieferung der Speisen für die Mensa dienen. Die Tiefgarage wird von der Josef-Gockeln-Straße aus über eine Rampe für Fahrräder und Kraftfahrzeuge erschlossen. In der Tiefga- rage sind Stellplätze für Fahrräder, Kraftfahrzeuge (gemäß Stellplatz- berechnung) und zwei Übertragungswägen angeordnet (s. 1.20 Tiefga- rage). Hier befinden sich Zugänge für Besucher (barrierefrei), für Anlieferungen (Sprintergröße > Mensa, IMM) und direkte Zugänge zu den Heizzentralen. Der Zugang zum Treppenraum IMM dient der Tief- garage als Fluchtweg und ist mittels Fluchttürsteuerung gesichert. Der Gebäudeteil IMM wird im Erdgeschoss über eine Tür für Anliefe- rungen von der nördlichen befestigten Fläche aus direkt angedient. Im Gebäudeteil des FB Musik ist der Lastenaufzug angeordnet, der im Bereich der Ostfassade angedient wird. Außerdem befinden sich an der Westfassade zwei direkte Zugänge zu den Studios transmediale Formen und epistemische Medien (Galeriecharakter). Die Treppenräume der jeweiligen Baukörper IMM, FB Musik und Kon- zertsaal haben an der entsprechenden Fassadenseite einen direkten Ausgang ins Freie.

1.8 Innere Erschließung

Unabhängig der Zugänge aus den jeweiligen Himmelsrichtungen ist am zentralen Luftraum des Forums- und Foyerbereichs im Erdge- schoss die Infozentrale als zentraler Informationsstandort auch für Be- suchende angeordnet. Von hier aus können die innenräumlichen Ebe- nen des Forums- und Foyerbereichs über repräsentative offene Treppen erreicht werden, die im geschossübergreifenden Luftraum mit Oberlicht angeordnet sind. Die beiden Gebäudeteile IMM und FB Musik werden im als Rücken an- geordneten Kern mittels Aufzug und Treppenanlage vertikal erschlos- sen. Eine weitere interne Treppe verbindet die Bildstudios des IMM mit der Bildregie im 1. Obergeschoss. Die Probenbühne kann aus dem zentralen Bereich im Erdgeschoss betreten werden. Die Zugangsgale- rie ist durch eine interne Treppe mit der Nutzebene im Untergeschoss verbunden. Innerhalb des Baukörpers des Konzertsaals ist eine interne Treppe mit Personenaufzug zwischen Erdgeschoss und Untergeschoss, sowie ein Treppenraum (mit Ausgang ins Freie) angeordnet, der die Geschosse UG, EG, 1 und 2. Obergeschoss erschließt.

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Besuchende betreten den Konzertsaal ebenerdig aus dem Eingangsfo- RSH Seite 7/42 yer. Die beiden Stufengänge führen bis ins Untergeschoss (OK FFB UG -80cm) zur Erschließung des ansteigenden Gestühls mit Anord- nung der ≥ 450 Sitzplätze. Der Konzertsaal kann ebenfalls im Unterge- schoss über seitlich der Bühnen angeordnete Türen betreten werden, diese stellen über seitliche Gänge eine zusätzliche Verbindung zum unteren Foyer mit Anordnung der dienenden Funktionen wie Besucher- garderoben und Besuchertoiletten dar. Das untere Foyer ist über einen großzügig bemessenen Gang mit der Tiefgarage verbunden. Die Erschließung der Musizierenden ist konsequent von der der Besu- chenden getrennt. Die Künstlergarderoben können über die Treppen- räume des IMM und des FB Musik unabhängig erreicht werden. Die KünstlerInnen erreichen die Bühne des Konzertsaals über Flurbereiche im Hinterbühnenbereich und über sowohl im vorderen als auch im hin- teren Bereich der Bühne angeordnete Türen. Der absenkbare Orches- tergraben wird über eine Treppe im Backstagebereich und zwei Sche- rentreppen (zweiter Rettungsweg) innerhalb des Orchestergrabens (s. FBT) betreten. Außerdem wurde eine direkte Verbindung zwischen Zu- schauerbereich und erhöhter Bühne über die Bühnenzugangsschleuse berücksichtigt. Die Dachterrasse im 3. Obergeschoss wird über die Treppen und Auf- züge der Erschließungskerne der Gebäudeteile IMM und FB Musik, so- wie den Treppenraum des Bauteils Konzertsaal erschlossen. Außen liegende Treppen stellen den zweiten Rettungsweg für die Geschosse 4, 5 und 6 der Bauteile IMM und FB Musik sicher. Der zweite Rettungs- weg führt jeweils über die Dachterrasse im 3. Obergeschoss zu einem weiteren Treppenraum und über diesen im Erdgeschoss direkt ins Freie. Die Dachflächen der Gebäudeteile IMM und FB Musik nehmen Lüf- tungsgeräte, die Netzersatzanlage und die Kälteerzeugung (Tischküh- ler) auf. Das Betreten dieser Bereiche ist ausschließlich der Revision der technischen Geräte vorbehalten. Die Dachfläche des Konzertsaals ist für die Aufstellung von Photovolta- ikmodulen nicht geeignet und wird begrünt (s. FLA). Innerhalb der Dachkonstruktion, die für den Betrieb der Bühnentechnik von der Dachterrasse aus begehbar ist, befinden sich außerdem die Lüftungs- geräte für den Konzertsaal.

1.9 Personenzahlen

Der Planung sind die von der RSH benannten Personenzahlen gemäß Betriebsbeschreibung zugrunde gelegt und in der Übersicht Personen- zahlen zusammengefasst (siehe Ü Personenzahlen).

Verwaltungsbetrieb Mitarbeitende max. 35 Personen Besuchende max. 20 Personen, bei Sitzungen bis max. 52 Personen

Lehrbetrieb IMM Studierende ca. 260 Personen (Hochrechnung 2030)

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IMM Lehrende ca. 80 Personen RSH Seite 8/42 FB Musik Studierende ca. 230 Personen (Hochrechnung 2030) FB Musik Lehrende ca. 70 Personen

Veranstaltungsbetrieb Personal max. ca. 60 Personen (intern und extern) Konzertsaal 450 (– 600) Besuchende Foyer 450 (– 600) Besuchende Kammermusiksaal maximal 150 Besuchende Probenbühne maximal 50 Besuchende

Gemäß geplanter Rettungswegführung über das Foyer (2 x ≥ 1,2m) und den angrenzenden Treppenraum (1 x ≥ 1,2m) können nach Son- derbauverordnung maximal 600 Besuchende im Konzertsaal zugelas- sen werden. Die Rettungswege für KünstlerInnen werden separat ge- führt und dürfen baurechtlich 200 Personen nicht überschreiten. Gemäß Entwurfsstand sind 455 Sitzplätze im Parkett mit seitlichen Rängen geplant. In Zuge der Konkretisierung der Planung und durch Anordnung von Regieplätzen, Kamerastandorten, etc. innerhalb des Konzertsaals kann die Anzahl der Sitzplätze reduziert werden.

Für den Aufenthalt im erdgeschossigen Foyer- und Forumsbereich können in der Planung Rettungswege (5 x ≥1,2m) für ≤ 1000 Personen nachgewiesen werden. Dies übersteigt die maximale Personenzahl ge- mäß Betriebsbeschreibung RSH. Für den Aufenthalt auf der Dachterrasse sind Rettungswege (3 x ≥1,2m) für maximal 600 Personen geplant. Die Dachterrasse ist somit als Versammlungsstätte im Freien zu bewerten. Die Gleichzeitigkeit mit anderen Nutzungen ist auszuschließen. Entsprechend der organisato- rischen Regelungen können die Toilettenanlagen der Geschosse oder die Toilettenanlage des Veranstaltungsbereichs im Untergeschoss mit entsprechender Entfernung genutzt werden. Gesonderte Sanitärräume werden für die Dachterrasse nicht geplant.

1.10 Sanitäranlagen

Hochschulinterne Toiletten für Studierende und Mitarbeitende werden als genderneutrale Toiletten innerhalb eines Toilettenraums mit einem gemeinsamen Toilettenvorraum jedoch mit raumabschließenden Wän- den und Türen (mit Türunterschnitt - Lüftung) der einzelnen Kabinen geplant. Die öffentliche, dem Veranstaltungsbereich zugeordnete Toi- lettenanlage im Untergeschoss ist nach weiblichen und männlichen Geschlechtern getrennt vorgesehen. Die Anzahl der Bedürfnisstätten ist gemäß Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) für den Hochschulbereich und nach VDI 6000 für den Veranstal- tungsbereich bemessen. Für den Hochschulbereich wurde eine ge- ringe und für den Veranstaltungsbereich eine hohe Gleichzeitigkeit so- wie die durchschnittlichen Personenanzahlen gemäß Betriebsbeschreibung RSH für die Bemessung zugrunde gelegt.

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RSH Seite 9/42 Beispiel 1 Toiletten Veranstaltungsbereich gemäß VDI 6000, hohe Gleichzeitigkeit, ca. 450 Besuchende Damen 14 Toiletten, 6 Handwaschbecken Herren 7 Toiletten, 7 Urinale, 6 Handwaschbecken Davon je einmal in barrierefreier Ausführung Bei Bedarf kann die Toilettenanlage im Erdgeschoss (6 Toiletten und 4 Waschbecken, davon eine barrierefrei) mitgenutzt werden. Bei Kombi- nation der Toilettenanlagen sind formal gemäß VDI 6000 maximal 800 Personen bei hoher Gleichzeitigkeit empfohlen.

Beispiel 2 Toiletten FB Musik Regelgeschoss gemäß ASR A 4.1, niedrige Gleichzeitigkeit, durchschnittlich maximal 25 Studierende und Lehrende 2 Toiletten und 1 Handwaschbecken Bei Bedarf können die Toilettenanlagen in den angrenzenden Ge- schossen mitgenutzt werden.

Bemessung der Sanitärräume für sämtliche Bereiche siehe Ü 03 Besu- cherzahlen.

Die Künstlergarderoben sind gemäß Anforderung mit individuellen oder gesammelten im Raum angeordneten oder gesammelt außerhalb des Raums angeordneten Sanitärräumen geplant.

Für Fahrradfahrende sind zwei separate Duschen im Untergeschoss im Bereich des Treppenraums IMM vorgesehen.

Für das Haus- und Küchenpersonal sind in den jeweiligen Umkleiden / Sozialräumen Sanitärbereiche mit Duschen (2 x 2 Waschplätze) ge- plant.

1.11 Putzmittelräume

Gemäß Nutzersoll ist ein zentraler Raum im Untergeschoss angeord- net, der ein Ausgussbecken und Flächen zur Lagerung von Reini- gungsmaterialien beinhaltet. Ergänzend sind in den Vorräumen der Sa- nitärräume des IMM und des FB Musik Ausgussbecken im Zusammenhang mit den Handwaschbecken, nach Möglichkeit zwei je Geschoss geplant.

1.12 Wertstoff- und Abfallentsorgung

Die im Haus anfallenden Wertstoffe und Abfälle werden im Müllsam- melraum im Untergeschoss zusammengeführt und vom Hauspersonal über den Lastenaufzug im Müll-Bereitstellungsraum im Bereich der Au- ßenanlagen zur Abholung gesammelt.

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Küchenabfälle werden im Küchenbereich im UG separat gesammelt RSH Seite 10/42 und können vom Pächter über die separate Andienung der Küche über die Tiefgarage entsorgt werden (Sprintergröße).

1.13 Größte zu bewegende Elemente

Der Veranstaltungsbereich (Konzertsaal, Kammermusiksaal, Proben- bühne mit zugeordneten Lagerbereichen) wird über den Lastenaufzug und großzügig bemessene Flurbereiche im Untergeschoss erschlos- sen. Als Bemessungsgrundlage werden Bühnenkulissen mit einer Größe von max. 6 m x 2 m und einem Gewicht von max. 1.100 kg ein- geplant, die von der RSH im Zuge der Nutzerworkshops benannt wur- den. Innerhalb des FB Musik und tlw. IMM ist als größtes Element, das über den Lastenaufzug vertikal verfahren und in die einzelnen Musikräume verbracht werden kann ein stehend transportierter D-Flügel, mit den maximalen Maßen L x H von 2,75 m x 1,57 m, eingeplant. Die Auf- zugskabine des Bauteils IMM ist mit den gleichen Abmessungen ge- plant. Für die Installation und Revision insbesondere studiotechnischer und bühnentechnischer Elemente an den Decken ist ein Hubsteiger not- wendig, der in den relevanten Bereichen verfahren und aufgestellt wer- den kann. Siehe Übersichten Transportwege UE 05. Darüber hinaus wurden von der RSH für Nutzungsbereiche und Räume konkrete Mindesttürgrößen benannt und in die Planung aufge- nommen.

1.14 Sicherungskonzept

Mit Hochschulbetrieb im Neubau ist an 365 Tagen rund um die Uhr zu rechnen (siehe Betriebsbeschreibung). Aus diesem Grund werden von der RSH Sicherheitsmaßnahmen wie Widerstandsklassen der Fassa- den und Türen oder Einbruchmeldeanlagen nicht für sinnvoll oder not- wendig erachtet. Die Zugänglichkeit der einzelnen Nutzungsbereiche wird mit Hilfe der geplanten digitalen Schließanlage von der RSH selbst geregelt. Zum Abschluss der Entwurfsplanung konnte kein Si- cherungskonzet oder Schließplan vorgelegt werden. In der Planung ist eine digitale Schließanlage im Offlinebetrieb mit einer Anzahl an Auf- buchkartenlesern (online) an den Hauptzugängen innen und außen ge- plant, die in Kombination mit einer vorgesehenen Anzahl an Motor- oder Schaltschlössern als Zugangskontrollen genutzt werden können. Während des Veranstaltungsbetriebs dient die erdgeschossige Freiflä- che als Foyer, der Zugang zu den oberen Geschossen kann über das Verriegeln der entsprechenden Türen auf das Erdgeschoss und das untere Foyer (UG) beschränkt werden. Für die zentrale Treppe im Fo- yer ist die Notwendigkeit einer baulichen Absperrmöglichkeit oder alter- nativ einer organisatorischen Regelung im Weiteren durch die

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Betriebsplanung zu definieren. Bauliche Maßnahmen sind nicht vorge- RSH Seite 11/42 sehen.

1.15 Barrierefreiheit

Die Musikhochschule Düsseldorf ist ein öffentlich zugängliches Ge- bäude und damit gemäß DIN 18040-1 in den öffentlich zugänglichen Bereichen barrierefrei zu gestalten. Einige dieser Vorgaben kollidieren jedoch mit der speziellen Nutzung des Hauses als Musikhochschule. Anhand der Checkliste für barrierefreies Bauen wurden vom BLB, der RSH und der Beauftragten für Barrierefreiheit der RSH die Maßnah- men zur Umsetzung definiert.

In der vorliegenden Planung sind die Ergebnisse der Festlegungen ein- geflossen, beispielhaft:

  • Barrierefreie Erreichbarkeit der baulichen Anlage
  • barrierefreie Gebäudezugänge
  • Ausbildung der PKW-Stellplätze und deren Abmessungen
  • Flurbreiten
  • Türdurchgangsbreiten, (keine) Türschwellen, Türanschläge, Türöffnungsmöglichkeiten
  • Aufzüge
  • Treppen und Handläufe
  • Rampen einschließlich Neigungen
  • barrierefreie Sanitärräume und barrierefreie Anordnung von Sanitärobjekten
  • Abmessungen der Bewegungsflächen
  • Warteplätze für Rollstuhlfahrende inklusive Gegensprechan- lage und Evakuierungsstuhl

Bisher nicht definiert und geplant sind taktile Leitsysteme und Blinden- leitlinien innerhalb des Hauses, da bisher keine Leitsystemplanung vor- liegt.

Siehe Checkliste und Übersicht Barrierefreiheit.

1.16 Bau- und Raumakustik

Aus der Nutzung als Musikhochschule und Veranstaltungsort für musi- kalische Darbietungen resultieren höchste Anforderungen an die Bau- (Schallschutz) und Raumakustik („Nachhallzeit“) sowie die Proportio- nierung der Räume. Im Zuge der integralen Planung sind diese frühzei- tig von der Fachplanung definiert (gemäß Nutzersoll und Stand der Technik) und in die Entwurfsplanung eingeflossen. Die Umsetzung die- ser Anforderungen machen mehrschichtige Boden-, Wand- und De- ckenaufbauten mit teilweise sehr hohen Bauteilstärken notwendig. Au- ßerdem werden Doppeltüranlagen notwendig, die nicht immer als Schleusen ausgebildet werden und der barrierefreien Nutzung in Tei- len entgegenstehen.

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Anforderung und Umsetzung siehe Übersichten Ü 71 BAK und Erläute- RSH Seite 12/42 rungsberichte Bau- und Raumakustik.

1.16 Rückbau

Die Schadstoffsanierung und der Rückbau der Bestandgebäude H, L, M, S und X inklusive Tiefgarage wird durch einen separaten Planer im Auftrag und Koordination des BLB geplant und separat ausgeschrie- ben sowie die Rückbauleistung vergeben. Der Rückbau der Bestandstiefgarage inklusive notwendiger Abfangun- gen erfolgt nach den Erfordernissen für die Herstellung des Neubaus inklusive Tiefgarage durch das o.g. Rückbauunternehmen. Keine Planungs- und Koordinationsleistung FGP.

1.18 Baugrube

Die Schnittstelle zwischen Rückbau und Neubau ist die Baugrube. Mit dem Rückbau der Bestandsgebäude wird das Baugrundstück von den rückgebauten Materialien inklusive der Fundamentierungen beräumt und vom Rückbauunternehmen der Widerverwertung bzw. Deponie zu- geführt. Das Rückbauunternehmen hinterlässt eine standsichere Grube ungefähr auf dem Niveau 31,40 m NHN (ca. 1,5m unter OK FB bestehende TG) inklusive etwaig hergestellter Böschungen und Bau- grubenverbauten. Der Generalplaner für den Neubau plant die darüber hinaus gehenden Erd- und Baugrubenarbeiten: Tiefpunkte (Konzertsaal, Aufzugsunter- fahrten, Pumpensümpfe, etc.), Feinplanum bis zum Gründungsniveau Neubau, Verfüllarbeiten in den Außenanlagen und der Arbeitsräume innerhalb der Planungsgrenzen. Ein Konzept oder eine Planung für die Baugrube konnte bis zum Ab- schluss der Entwurfsplanung nicht vorgelegt werden. Hilfsweise ist für die Ermittlung der Kosten, in Abstimmung mit dem BLB, durch FAR eine unverbindliche Skizze zu einer möglichen Ausführung der Bau- grube und der Baustelleneinrichtung erstellt worden.

1.19 Nachhaltigkeit

Der Neubau soll nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen des Bundes zertifiziert werden. Es wird die Systemvariante für Unter- richtsgebäude (BNB UN 2017) angewendet, Gesamterfüllungsgrad mindestens Silber. Im Rahmen der Grundlagenermittlung und Vorentwurfsplanung wurden im integralen Planungsteam unterschiedliche Konstruktionsmöglichkei- ten untersucht. Aufgrund der Dichte an akustisch schützenswerten Räumen in Verbindung mit lauten Räumen, musste die im Wettbe- werbsentwurf vorgeschlagene Holzbaukonstruktion aus bauphysikali- schen / schallschutztechnischen Gründen verworfen werden. Die für den Rückbau vorgesehenen Bestandsgebäude sind aus Betonfertig- teilrippendecken, -unterzügen und -stützen konstruiert. Bei der

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Untersuchung einer Wiederverwendung der Betonfertigteile, mindes- RSH Seite 13/42 tens im Bereich der Decken, standen bauphysikalische und tragwerks- technische Belange gegeneinander, weshalb der Ansatz ebenfalls ver- worfen werden musste. Die Wiederverwendung des am Ort anfallenden Abbruchmaterials als Zuschläge für den Stahlbeton wurde aus wirtschaftlichen Gründen verworfen. Es ist geplant, Recyclingbeton und CO -reduzierter Stahl für die Stahlbetonkonstruktionen einzuset- 2 zen. Eine systemische Robustheit / Flexibilität der Nutzung kann in großen Teilen des Hauses aufgrund der spezifischen musikalischen Nutzung und der daraus resultierenden Anforderungen (Schallschutz, konstruk- tive Spannweiten, Raumgeometrien, etc.) nicht umgesetzt werden. Die Nutzungsbereiche der Verwaltung und des Fachbereichs Musik sollen so geplant werden, dass diese über eine gewisse Flexibilität für mögli- che Umnutzung verfügen. Es sind große Stützweiten und leichte Aus- bauten geplant, im Bereich der Hochschulverwaltung in Form von ver- setzbaren Systemtrennwänden. Das Ökozentrum NRW hat im Auftrag des BLB den Precheck konkreti- siert sowie eine LCC- und LCA-Analyse auf Grundlage der Vorentwurf- splanung durchgeführt und der Planung den Erfüllungsgrad Silber be- scheinigt. Es wurden keine Optimierungen der Planung vorgeschlagen. Die Baustoffauswahl ist durch FAR nach bestem Wissen und Gewis- sen im Sinne der Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit erfolgt, ohne Zuar- beit oder Vorgaben durch eine BNB-Koordination.

1.20 Untergeschoss

Gemäß Wettbewerbsentwurf ist zur Umsetzung des kompakten Ge- bäudevolumens ein Untergeschoss mit den Obergeschossen zugeord- neten und über die vertikale Erschließung angebundenen Nutzräumen und Nebenräumen geplant. Der größte Teil der Räume im Unterge- schoss ist hochwertig genutzt und wäre gemäß WU-Richtlinie der Nut- zungsklasse A zuzuordnen. Erdberührte Oberflächen müssen zur Her- stellung der Gebrauchstauglichkeit regelmäßig überbaut werden (Beispiel Bauakustik: Schwimmende Estriche). Gemäß vorliegendem Baugrundgutachten (13.05.2024) ist der Bemes- sungswasserstand bei 32,07 m NHN angesetzt, der Abdichtungspla- nung zugrunde gelegt wird der HGW = 33,00 m NHN gemäß Anga- 100 ben Baugrundgutachten. Außerdem ist mit Schichten und Stauwasser zu rechnen. Die Unterkante der Sohle befindet sich gemäß Planungs- stand bei 30,75 m NHN (Tiefteile bis 26,75 m NHN). Somit ist die Was- sereinwirkungsklasse gemäß Baugrundgutachten gemäß DIN 18533 für die Sohle und den unteren Bereich der Außenwände bis zum Be- messungswasserstand mit W 2.1 E gemäß DIN 18533 (von außen drü- ckendes Wasser) bzw. Beanspruchungsklasse 1 gemäß WU-Richtlinie vorgegeben. Zur Vermeidung der Notwendigkeit einer Drainage ist ge- plant die Abdichtung der Außenwände bis OK Gelände +15 cm druck- wasserdicht herzustellen (Ausnahme Türen / Fassaden). Gemäß WU-Richtlinie muss die Zugänglichkeit sämtlicher erdberührter WU-Bauteile jeder Zeit über die gesamte Nutzungsdauer möglich sein,

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um etwaige Leckagen zu orten und von innen fachgerecht zu beseiti- RSH Seite 14/42 gen. Aufgrund der geplanten Nutzung ist dies jedoch nicht möglich. Da die Ausführung einer Weißen Wanne (WU-Beton), egal nach welchem Entwurfsgrundsatz, immer mit Rissen der Bauteile, die wasserführend sein können verbunden ist, wird eine Abdichtung gemäß DIN 18533 gegen drückendes Wasser von außen (W 2.1 E) geplant. Sollte vom Bauherrn trotzdem eine WU-Konstruktion (Entwurfsgrund- satz c) in Verbindung mit einer vorgezogenen Rissesanierung von au- ßen, in Form einer sogenannten Frischbetonverbundfolie (mit Zulas- sung als linienförmige Abdichtung) in Betracht gezogen werden, erfolgt hier der Hinweis, dass die gewählte Ausführung nicht dem Stand der Technik entspricht (fehlende Zugänglichkeit) und das Restrisiko in Ver- bindung mit nicht revisionierbaren WU-Bauteilen und daraus möglich- erweise resultierenden Nutzungsausfällen und baulichen Aufwendun- gen nicht vom Planer oder Errichter übernommen werden kann. Der Entwurfsplanung zugrunde liegt die Ausführung einer „Schwarzen Wanne“, Abdichtung gegen drückendes Wasser von außen gemäß DIN 18533 auf Grundlage der o.g. Begründung. Im Bereich der Tiefgargage und dem nicht beheizten Appendix im Un- tergeschoss (Technikräume, Wasserbehälter) ist die Abdichtung als WU-Konstruktion (Weiße Wanne) geplant, da die erdberührten Roh- baukonstruktionen nicht überbaut, bzw. technische Einbauten mit ei- nem Abstand von ≥ 50 cm zu den WU-Konstruktionen hergestellt wer- den können. Beanspruchungsklasse 1 (drückendes Wasser, außerhalb des Bemessungswasserstands), Nutzungsklasse A0 (untergeordnete Nutzung), Entwurfsgrundsatz c (Trennrisse zugelassen und verpresst) gemäß WU-Richtlinie (siehe WU-Konzept FTP).

1.21 Tiefgarage

Kapazität 57 PKW Stellplätze (davon ≥ 3 barrierefrei gemäß Baurecht) 100 Anzahl Fahrradstellplätze in der TG (von ≥ 233 gesamt) 2 abgeschlossene Stellplätze für zwei Übertragungswagen 1 Stellplatz für einen Kleinbus (temporär – Barrierefreiheit)

Hier besteht die Möglichkeit der Anlieferung für Verbrauchsmaterialien (Hochschulbetrieb und -verwaltung) sowie für Speisen und Getränke und Entsorgung Küchenabfälle (Mensa) bis maximal Sprintergröße.

Zufahrtsrampen Die Position der Rampe ergibt sich aus der vorliegenden Planung des BLB / Hayner Salgert Architekten und dem vorliegenden Wettbewerbs- entwurf. Abweichend zur bisherigen Planung des BLB wird wegen möglicher Durchfahrtshöhen und geplanter Höhnenniveaus des Neubaus nach Variantenabwägung entschieden, dass die neue Rampe an die neue TG angeschlossen und mittels innen liegenden Ausgleichsrampen die Bestandstiefgarage angebunden wird. Die Rampen für PKW- und Fahrradfahrende ist mittels Schramm- borden getrennt geführt. Die Rampenneigung der Einfahrtsrampe ist

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wegen der parallelen Nutzung durch Fahrradfahrende mit einer RSH Seite 15/42 neigung von ± 10% geplant. Die Rampe ist nicht überdacht.

Qualität Über die grundsätzlichen Anforderungen der Sonderbauverordnung hinaus sind keine weiteren maßlichen Anforderungen in der Planung berücksichtigt (z.B. EAR 2005/2013): Stellplatzbreiten 2,50 m, Fahrbahnbreiten 6,00 m (90° Parken)

≥ 3,65 m Durchfahrtshöhe für Ü-Wagen ≥ 3,10 m Durchfahrtshöhe für Sprinter (Anlieferung) ≥ 2,00 m Durchfahrtshöhe für PKW (Parkbereiche und Bestand)

Sicherheit und Parkraumbewirtschaftung Am Übergang zum überdeckelten Bereich ist eine luftdurchlässige Tor- und eine Schrankenanlage mit Kartensystem (FHE) vorzuhalten. Beide Anlagen werden vorerst nicht ausgeführt. Am Übergang zur bestehenden TG sind keine Schrankenanlagen vorzuhalten.

Überflutungsnachweis FLA Gemäß Ergebnis des Überflutungsnachweises FLA können Starkregenereignisse zu einem Zufluss von Oberflächenwasser über die außen liegende Rampe in die TG führen. Am Kopf der Rampe ist ein händisch zu bedienendes Hochwasserschutzsystem vorgesehen. Hinweis: Oberflächenwasser könnte auch an anderen Stellen (z.B. Lichtschächte für Belüftung und Entrauchung) in die bestehende TG gelangen. Am Übergang zwischen bestehender und neuer TG werden keine Hochwasserschutzsysteme vorgesehen. Angeschlossene Rinnen sollen am Kopf- und Fußpunkt der außen liegenden Rampe vorgesehen werden, die das regelmäßig anfallende Oberflächenwasser ableiten (s. FTA).

Abdichtung Aufgrund der notwendigen Durchfahrtshöhe und des möglichst ebenengleichen Anschlusses der TG an den Neubau der RSH wird die Oberkante der Bodenplatte der TG auf ca. 31,75 m NHN geplant und liegt damit unter dem vorgegebenen HGW gemäß Baugrundgutachten von 33,00 m NHN. Die notwendige Abdichtung gegen drückendes Wasser ist in Form einer weißen Wanne geplant. Das WU-Konzept wird von FTP erstellt. Die Bodenplatte des Neubaus wird mit oberseitigem Gefälle (2%) ausgeführt. Verdunstungsrinnen und Schöpfgruben für Handpumpen sind für die Abführung von eingetragenem Oberflächenwasser geplant. Die Dächer der neuen TG sind als Retentionsdächer ausgebildet (s. FLA) und gefällelos schwarz abgedichtet. Der Anschluss an die bestehende Tiefgarage und den Neubau der RSH erfolgt in Form von Fugendichtbändern.

Belüftung und Entrauchung siehe FTA

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Brandschutz RSH Seite 16/42 Die Anforderungen aus dem BSK des IB Höhne sind in der Planung berücksichtigt. Die Bestandstiefgargage ist mittels Brandschutzvorhängen ggü. dem Neubau im Brandfall rauchdicht abgeschottet. Die Nachströmung für die Entrauchung der Bestandstiefgargage (N Süd) muss über neue Lichtschächte im Bereich der bestehenden Tiefgarage sichergestellt werden (nicht Leistung FGP). Die Rettungswege werden über die bestehenden Treppenräume der Gebäude B und N geführt. Ein weiterer Rettungsweg wird über das TH 01 IMM (Neubau RSH) geführt. Hinweis: Aufgrund der Anforderungen an Rettungswege sind die Treppenräume dauhaft zugängig. Mittels Fluchtwegsteuerungen mit Aufschaltung auf eine ständig besetzte Stelle kann die Sicherheit bzgl. Zugängigkeit erhöht werden. Die Führung der Rettungswege sollen in der Betriebsbeschreiung (BLB/RSH) fixiert werden.

Verkehrsplanung Die Gebrauchstauglichkeit und die verkehrstechnische Sicherheit wurde im Rahmen eines verkehrstechnischen Gutachtens von einem Fachplaner begleitet, da die kombinierte Rampen- und TG-Nutzung von KFZ und Fahrrädern nicht geregelt ist, das Rangieren von Spezialfahrzeuge (Ü-Wagen) mit den Mitteln der Hochbauplanung nicht sicher geplant werden können und die neue Einfahrtsituation im Kreuzungsbereich des öffentlichen Straßenlandes geprüft werden musste. Die vorliegende Planung wurde durch die Verkehrsplanung bestätigt.

Schallschutz Die Rampenwände sind gemäß B-Plan mit akustischen Bedämpfung gemäß Vorgaben FBP geplant. Eine Überdeckelung der Zufahrtsrampe ist für den Schallschutz nicht förderlich und soll nicht verfolgt werden. Der Schallimmissionsschutz wird durch das vorliegende Schallschutz- gutachten i.Z.m. der Gesamtmaßnahme (s. FBP) nachgewiesen. Aufgrund des vorhandenen Wohngebäudes ggü. der geplanten Zufahrt muss die Ausfahrt in Nachtstunden auf maximal 100 KFZ pro Nacht eingeschränkt werden (s. FBP).

Übertragungswagen Die Übertragungswagen sind in einem durch zwei doppelflügelige verriegelbare Gittertore (luftdurchlässig) vom allgemeinen Bereich der Tiefgarage abgetrennt. Innerhalb der Abtrennung werden Anschlüsse der Medientechnik (s. FBT / FHE) vorgehalten. Eine von der RSH beabsichtigte Nutzung der Ü-Wagen innerhalb der Tiefgargage ist durch eine Gefährdungsbeurteilung gemäß ASR zu sichern (siehe Brandschutzkonzept Tiefgarage).

Maße Übertragungswagen (gemäß Angaben RSH/BLB)

Ton-Ü-Wagen

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2,66 m Achsüberhang hinten RSH Seite 17/42 1,00 m Achsüberhang vorne 4,78 m Achsabstand 8,44 m Daraus ergibt sich eine Gesamtlänge 2,43 m Fahrzeugbreite (ohne Außenspiegel) die Außenspiegel stehen jeweils ca. 7 cm über Daraus ergibt sich eine Gesamtbreite des Fahrzeuges von: 2,57 m Hinzu kommen noch die zwei seitlichen Treppen im Stand, die 1,10 m überstehen, wenn das Fahrzeug geparkt ist und in dem Fahrzeug gearbeitet wird.

MBR 1,80 m Achsüberhang hinten 0,93 m Achsüberhang vorne 4,00 m Achsabstand 6,73 m Daraus ergibt sich eine Gesamtlänge 1,93 m Fahrzeugbreite (ohne Außenspiegel) die Außenspiegel stehen jeweils ca. 29 cm über Daraus ergibt sich eine Gesamtbreite des Fahrzeuges von: 2,51 m

Schnittstelle Autarkstellung – Neubau s. 2358_AUT_BTM_PP_--_20231130_Abstimmungsgespräch - Protokoll.pdf (mit Anlagen) und siehe oben

Schnittstelle Neubau – Spezialtiefbau und Baugrube siehe oben

Betriebsbeschreibung Um die Planung der Tiefgargage bedarfsgerecht herstellen zu können ist die Kenntnis der beabsichtigten betrieblichen Abläufe der Neubau- TG und der Bestands-TG notwendig. Das Betriebskonzept / die Betriebsbeschreibung konnte bisher nicht vorgelegt werden.

1.22 Hinweise

Die vorliegende Planung erfolgte ohne Kenntnis eines Sicherungskon- zepts, einer Betriebsbeschreibung und einer Gefährdungsbeurteilung im Sinne der Arbeitsstättenrichtlinie bzw. der Anforderungen an die or- ganisatorische Umsetzung der Barrierefreiheit. Etwaige Anforderun- gen, die aus den o.g. Dokumenten nach Erstellung resultieren können und in der Planung nicht abgebildet sind, können zu vergütungsfähigen Umplanungen, zeitlichen Verzügen und erhöhten Herstellungskosten führen.

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2 200 Herrichten und Erschließen RSH Seite 18/42

2.1 210 Herrichten

211 Sicherungsmaßnahmen Der Schutz der vorhandenen Bauwerke (z.B. Gebäude A, N, B, E), von schützenswerten bestehenden Versorgungsleitungen, von schützen- wertem Baumbestand und Vegetation sowie von Vegetationsschichten erfolgt im Rahmen des Planungsauftrags für die Rückbauplanung durch Sakosta Holding AG / AN Rückbau in Abstimmung mit der Neu- baumaßnahme. Die Unterfangung der Außenwände und der Fundamente entlang der geplanten Abrisskante (Gebäude A, N, B) erfolgt durch Sakosta Hol- ding AG / AN Rückbau in Abstimmung auf die Neubaumaßnahme.

212 Abbruchmaßnahmen Das Abbrechen und Beseitigen der vorhandenen Bauwerke, der ab- gängigen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Verkehrsanlagen er- folgt im Rahmen des Planungsauftrags für die Rückbauplanung durch Sakosta Holding AG / AN Rückbau in Abstimmung mit der Neubau- maßnahme.

213 Altlastenbeseitigung Das Beseitigen etwaiger Kampfmittel und anderer gefährlicher Stoffe ist aufgrund der vorhandenen flächigen Bebauung nicht zu erwarten und erfolgt im Zweifel durch Sakosta Holding AG im Zuge des Rück- baus. Die Schadstoffsanierung der Bestandsgebäude erfolgt den Ab- bruchmaßnahmen vorlaufend durch Sakosta Holding AG / AN Rück- bau. Im Zuge der Baugrubenherstellung gemäß Schnittstelle (31,40m NHN) erfolgt die Sanierung etwaiger belasteter und kontaminierter Bö- den (bisher nicht bekannt).

214 Herrichten der Geländeoberfläche Roden von Bewuchs, Planieren, Bodenbewegungen einschließlich Oberbodensicherung erfolgt in Koordination der Außenanlagenplanung im Verhältnis mit Sakosta Holding AG. Siehe Erläuterungsbericht Au- ßenanlagen (KG 500).

215 Herrichten Sonstiges keine

2.2 220 Öffentliche Erschließung

Siehe Baubeschreibung KG 400

2.3 230 Nichtöffentliche Erschließung

Siehe Baubeschreibung KG 500

2.4 240 Ausgleichsabgaben

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Ausgleichsabgaben sind bisher nicht bekannt (z.B. Stellplätze, Baum- RSH Seite 19/42 bestand) und liegen im Verantwortungsbereich des BLB.

2.5 250 Übergangsmaßnahmen

251 Provisorien Provisorische Erschließung Bestandstiefgargarage, siehe KG 391.

252 Auslagerungen Auslagerungen von Nutzungen während der Bauzeit sind nicht geplant und liegen im Verantwortungsbereich des BLB.

3.1 310 Baugrube

311 Baugrubenherstellung Durch Sakosta Holding AG / AN Rückbau wird der Rückbau und das restlose Beseitigen sämtlicher im Bearbeitungsbereich befindlicher Ge- bäude inklusive Fundamentierung geplant (s. KG 210). In diesem Zug erfolgt die Herstellung von Böschungen und notwendiger Verbaumaß- nahmen. Als Schnittstelle ist 1,5m unter OK FFB bestehende Tiefga- rage vom BLB vorgegeben (31,40m NHN), die im Zuge der vertieften Planung zwischen FSS und FAR konkret abgestimmt wird. Die Herstellung der verbleibenden Baugrubenherstellung erfolgt durch den FGP / AN Rohbau. Durch Sakosta Holding AG / AN Rückbau erfolgt die Übergabe einer standsicheren Baugrube, die ohne weitere Verbaumaßnahmen durch das Herstellen eines Feinplanungs (Anpassung Höhenniveau ca. 31,40 m auf ca. 30,25m NHN, Herstellen der Tiefteile inklusive 30°-Böschun- gen, Herstellen der Gräben für Grundleitungen) als Baugrube für den Neubau dient. Vorerst wird von einer Baustelleneinrichtung auf dem ggü. dem Stra- ßenraum tieferliegenden Niveau von ca. 31,40 m NHN ausgegangen. Das Verfüllen des Arbeitsraums sowie das Verfüllen der restlichen (Bau-) Grube ist durch den AN Rohbau geplant. Die Herstellung der Vegetationsschicht sowie der Oberbauten (50cm) und Feinmodellie- rung der Außenanlagen erfolgt durch den AN Außenanlagen (siehe KG 500). Für die Herstellung von temporären Baustraßen (s.u.) und die Grün- dung des Neubaus erfolgt ein Bodenaustausch gemäß Baugrundgut- achten in einer Höhe von 50cm.

312 Baugrubenumschließung Sämtliche Verbaumaßnahmen werden von Sakosta Holding AG ge- plant, durch den AN Rückbau hergestellt, unterhalten und rückgebaut. Die Unterfangung der Außenwände und der Fundamente entlang der geplanten Abrisskante (Gebäude A, N, B) erfolgt durch Sakosta Hol- ding AG / AN Rückbau in Abstimmung auf die Neubaumaßnahme.

313 Wasserhaltung Die Planung der Grund- und Schichtenwasserbeseitigung während der Rückbaumaßnahme erfolgt durch Sakosta Holding AG / AN Rückbau

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bis zur Übergabe an den AN Rohbau. Die weitere Wasserhaltung RSH Seite 20/42 (Grund- und Schichtenwasserbeseitigung und Tagwasserhaltung) wäh- rend der Bauzeit erfolgt durch den AN Rohbau bis zum Erreichen der Auftriebssicherheit. Der Kostenansatz wurde abgeschätzt.

3.2 320 Gründung

321 Baugrundverbesserung Bodenaustausch, Verdichtung und Einpressung erfolgt im Sinne der Herstellung eines Bettungspolsters gemäß Baugrundgutachten durch den AN Rohbau.

322 Flachgründung Die Gründung erfolgt unter Berücksichtigung des Baugrundgutachtens als Flachgründung über Sohlplatten in den Stärken 45 – 90 cm in der Betongüte C30/37. Sämtliche Höhenversprünge in der Bodenplatte werden unterseitig gemäß Baugrundgutachten in einem Winkel von 30° gevoutet und gemäß statischer Erfordernis bewehrt und unbewehrt geplant. Für die Sohle ist eine vollflächige Dämmung aus Schaumglas in einer Stärke von 20 cm gemäß Bauteilkatalog der thermischen Bauphysik vorgesehen, die im weiteren Planungsverlauf ggf. reduziert werden kann. Zur Herstellung der Bauwerksabdichtung ist ein in Teilen bewehrter Unterboden in einer Stärke von 10 cm vorgesehen, der den Traggrund für die bahnenförmige Abdichtung darstellt. Die Grundleitungen werden in der Sohlplatte geführt, um die Durch- dringungen der Schwarzen Wanne zu reduzieren. Statisch notwendige Einbauteile sind gemäß Vorstatik und Angaben FTP berücksichtigt. Im Sinne der BNB-Zertifizierung sind Zulagen für RC-Beton und für CO -reduzierten Bewehrungsstahl berücksichtigt. 2

Tiefgarage und Technikanbau Die Gründung wird auf einer Sauberkeitsschicht inklusive zweilagiger Trennlage hergestellt. Die Abdichtung erfolgt in Form einer Weißen Wanne gemäß WU-Konzept und WU-Planung (siehe FTP). Die not- wendigen Einbauteile wie Fugenbleche, Dübelleisten, etc. sind berück- sichtigt. Die Zufahrtsrampe und die Verbindungsrampen zur Anbindung der Be- standtiefgarage ist als Sohlplatte in einer Stärke von 30 cm in der Be- tongüte C30/37 WU inklusive Sauberkeitsschicht und zweilagiger Trennlage als Weiße Wanne geplant. Gemäß normativer Vorgaben sind Schrammborde und Aufkantungen der Bodenplatten und Rampen geplant. Die Sohlplatte der TG ist in einer Stärke von 50 cm in der Betongüte C35/45 WU geplant. Gemäß normativer Vorgaben wird die Oberfläche der Bodenplatte im Gefälle von 2% hergestellt, um Pfützenbildungen durch eingetragenen Schnee oder Regenwasser zu vermeiden.

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Am Fuß der Bodengefälle sind gefällelose Verdunstungsrinnen und RSH Seite 21/42 Schöpfgruben geplant, um überschüssiges Oberflächenwasser beseiti- gen zu können. Der Technikanbau ist mit Ausnahme der Einbringöffnung ohne Gefälle geplant.

323 Tiefgründung Es sind keine Tiefgründungen geplant. Herstellung Geothermiesonden siehe KG 500. Der Erdbau und die Baureihenfolge i.Z.m. der Herstellung der Geother- miesonden ist im weiteren Planungsverlauf zu klären und ist nicht in der Kostenschätzung KG 300 erhalten (siehe KG 400/500).

324 Gründungsbeläge Gemäß Forderung der Akustikplanung sind auch in allen Bereichen des Untergeschosses schwimmende Estriche geplant (Bodenaufbau 20 cm). Im Bereich der Rollstuhlfahrerrampen am Konzertsaal wird die Rampengeometrie mittels gebundener Schüttung hergestellt. In Ab- hängigkeit der Raumnutzung sind Anstriche im Bereich der Lager und Nebenräume, Parkett in den Künstlerbereichen, geschliffene Estriche in den öffentlichen Bereichen und fugenlose Beschichtungen in den Sanitärbereichen geplant. Die Probenbühne erhält einen Bühnenboden auf schwerem bewehrtem Estrich gemäß Angaben FBP. Aufzugsunterfahrten und Technikräume erhalten gemäß Anforderung ölfeste bzw. ableitfähige Anstriche.

Tiefgarage und Technikanbau Die Oberflächen der WU-Konstruktion dürfen normativ nicht überbaut werden, um die über den Lebenszyklus notwendige Revision der WU- Konstruktion zu gewährleisten. Zum Schutz der WU-Konstruktion ist in der Tiefgarage gemäß Anga- ben WU-Konzept (FTP) ein Oberflächenschutzsystem als starre, nicht Risse überbrückende, diffusionsoffene Versiegelung (OS8) inklusive Sockelausbildung (50 cm) geplant.

325 Abdichten und Bekleiden Die Bauwerksabdichtung ist gemäß DIN 18533 als bituminöse Abdich- tung geplant (Schwarze Wanne). Die Abdichtung der Sohle von außen erfolgt mittels bahnenförmiger Abdichtungen auf Bitumen- oder EPDM- Basis. Gemäß Baugrundgutachten ist vollflächig ein Geotextil berück- sichtigt. Die Abdichtung der Wände erfolgt mittels PMBC-Dickbe- schichtung. Zur Absperrung der Restfeuchte der Bodenplatte sind voll- flächig selbstklebende Abdichtungsbahnen auf Bitumenbasis geplant. Sprinklertank und Löschwassertank werden gemäß DIN 18535 von in- nen abgedichtet. Die erdberührten Außenwände werden mittels Perimeterdämmung (XPS) in einer Stärke von 24cm gemäß Vorgaben Bauphysik geplant und schützen gleichzeitig die Abdichtung (PMBC) gegen drückendes

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Wasser von außen. Die Wärmedämmung ist zum Schutz mit einer RSH Seite 22/42 Noppenbahn versehen.

Tiefgarage Die Abdichtung wird durch den wasserundurchlässigen Beton gemäß WU-Konzept und WU-Planung (siehe FTP) gewährleistet. Übergänge zum Neubau und zur bestehenden Tiefgarage erfolgen mittels Klemm- fugenprofilen, Dichtungsbändern und Los-Fest-Flansch-Konstruktio- nen.

326 Drainagen Um auf eine mögliche Ausführung mit Drainage gemäß Baugrundgut- achten zu verzichten, werden sowohl die Sohle als auch die erdberühr- ten Wände gegen drückendes Wasser von außen abgedichtet.

329 Gründung, Sonstiges Für die Einbringung der elektrischen Geräte (Trafos, etc.) ist eine Ein- bringöffnung geplant.

Tiefgargage In direktem Zusammenhang steht die Entrauchungsöffnung für den Neubauteil der Tiefgargage (s. FTA). Zur Abführung des Oberflächenwassers sind schwerlastbefahrbare Rinnen (D 400 DIN EN 124) am Kopf und am Fußpunkt der Rampe ge- plant. Verdunstungsrinnen erhalten keine Abdeckung.

3.3 330 Außenwände

331 Tragende Außenwände Die Ausführung der tragenden Außenwände erfolgt entsprechend den statischen Erfordernissen in Stahlbeton in den Betongüten von C25/30 bis C40/50. Die Mindestdicke der Wände beträgt 20,0 cm, auf- grund der schallschutztechnischen Anforderungen sind einige Außen- wände in einer Stärke von 30 cm geplant. Aufgrund der sehr unter- schiedlichen unveränderbaren Nutzungsanforderungen an die Raumzuschnitte (Grundrissausdehnung und Höhe) sind in Teilen Au- ßenwände als wandartige Träger ausgebildet. Im erdberührten Bereich wird von einem umlaufenden Arbeitsraum zur Herstellung der Außen- wände ausgegangen (Planung Baugrube nicht vorliegend). Die Baukörper IMM, Fachbereich Musik und Konzertsaal sind aufgrund der Anforderungen an den Schallschutz als geschlossene Körper mit partiellen Öffnungen (Lochfassade) je nach Anforderung des Raums an Tageslicht geplant. Die Tragstruktur des zentralen Forums- und Fo- yerbereichs ist in Stützen mit den Abmessungen 20/20 – 40/40 cm auf- gelöst. Im Sinne der Nachhaltigkeitszertifizierung sind CO2-reduzierter Be- wehrungsstahl und RC-Beton berücksichtigt. In Teilen werden an die sichtbar bleibenden Betonflächen Sichtbeton- anforderungen gestellt (SB2 / SB3 gemäß Sichtbetonmerkblatt).

Tiefgarage

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Die Außenwände der Tiefgarage inklusive Rampe sind in einer Stärke RSH Seite 23/42 von 30cm in der Betongüte C 35/45 WU als Weiße Wanne geplant. Für die Herstellung der Rettungswege am Übergang zur Bestandstief- garage sind Öffnungen in der neuen Trennwand geplant. Die neue Deckenplatte der Tiefgarage ist an die Bestandsfassade des Hauses N anzuarbeiten und abzudichten. Die Fassadensockel und die Eingänge des Bestandsgebäudes N sind im Bereich der Anschlüsse der neuen Tiefgargage wieder herzustellen.

332 Nichttragende Außenwände Im Bereich der Dächer dienen Ortbetonbrüstungen in den Stärken 20 - 30 cm der Befestigung der Fassade und der Umwehrung der begehba- ren Dachflächen. Im Bereich der Bandfassade der Verwaltung ist ebenfalls eine massive Brüstung aus Stahlbeton in der Betongüte C25 geplant.

333 Außenstützen Die Tragstruktur des Forums- und Foyerbereichs ist in Stahlbetonstüt- zen mit den Abmessungen 20/20 – 40/40 cm in Sichtbetonqualität auf- gelöst.

334 Außenwandöffnungen Außentüren Erdgeschoss Die drei (Haupt-) Eingangsanlagen bestehen jeweils aus einer Bogen- schiebetür und einer daneben angeordneten einflügeligen Drehflügel- tür, die als Begehtüren für Rollstuhlfahrende und als nach außen auf- schlagende Fluchttüren geplant sind. Der lichte Durchgang (LD) beträgt ≥ 120 cm (VStätt - Sonderbauverordnung). Sollten Drehflügel- türen nicht leichtgängig zu bedienen sein, werden diese mit automati- schen Türantrieben ausgestattet. Die Bogenschiebetür besteht aus verglasten und opaken Teilen. Die Drehflügeltüren sind als Rahmentü- ren mit Glasfüllung oder geschlossenen Aluminiumpanelen geplant. Den Zugängen aus dem Foyer in den Konzertsaal gegenüberliegend sind zwei weitere zweiflügelige Drehflügeltüren mit einem lichten Durchgang ≥ 1,20 m angeordnet (VStätt - Sonderbauverodnung), die den direkten Notausgang aus dem Konzertsaal / Foyer ins Freie si- chern und bei Bedarf offen gehalten werden können. Sämtliche Außen- türen sind selbstschließend geplant. Aus den drei notwendigen Treppenräumen führen zweiflügelige Dreh- flügeltüren (Barrierefreiheit) direkt ins Freie (LD ≥ 120 cm), diese sind als Rahmentüren mit opaker Aufdoppelung als fassadenbündige Türen geplant. Für das IMM ist ein zusätzlicher Anliefereingang über eine zweiflüge- lige opake Rahmentür geplant. Im Baukörper FB Musik ist der Anliefe- rungsbereich i. Z. m. mit dem Lastenaufzug geplant und über eine zweiflügelige Türanlage erreichbar. Die Türen dienen ebenfalls dem Fluchtweg aus der Probenbühne und dem Kammermusiksaal. Eine zusätzliche zweiflügelige Anliefer- und Fluchttür ist im Bereich der nördlichen Pfosten-Riegel-Fassade vorgesehen, die der Entfluchtung des Foyers (Versammlungsstätte) gewährleistet, damit der Rettungs- weg im Sinne der Veranstaltungsorganisation nicht über den

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Treppenraum des IMM geführt werden muss. Die Türanlage kann RSH Seite 24/42 ebenfalls für die Anlieferung der Speisen für die Mensa dienen.

Außentüren Obergeschosse In den Obergeschossen (3. – 5. OG) stellen einflügelige Drehflügeltü- ren als Rahmentüren mit Glasfüllung und Aufdopplung die Verbindung zur Dachterrasse und zu den außen liegenden Fluchttreppen (2. Ret- tungsweg) her. Die lichten Durchgangsbreiten betragen ≥ 90 cm (Trep- pen) gem. ASR / Baurecht bzw. ≥ 120 cm (Dachterrasse) gem. Son- derbauverordnung.

Außentüren Untergeschoss Der Hauptzugang von der Tiefgarage ist als verglaste zweiflügelige Stahl-Rahmen-Tür geplant. Der Fluchtweg aus der Tiefgarage führt über die Verbindungstür zum Treppenraum über eine einflügelige Stahl-Rahmen-Tür mit opaker Füllung inklusive Fluchtwegsicherung, Lichter Durchgang ≥ 1,20 m. Die Anliefertür der Küche ist mit LD ≥ 90 cm und ohne Fluchtwegsicherung geplant. Die Heizzentralen erhalten einen direkten Zugang aus der Tiefgargarage in Form von zwei zwei- flügeligen Stahl-Blechtüren. Eine weitere Außentür verbindet das Untergeschoss mit dem Bereich Traforäume / Sprinklertechnik im unbeheizten Gebäudevolumen. In diesem Bereich sind ebenfalls Stahlblechtüren für den Raumabschluss der elektrischen Betriebsräume gemäß Anforderungen Brandschutz- und ELT-Planung vorgesehen.

Außenfenster Obergeschoss Aufgrund der hohen Schallschutzanforderungen sind die Lochfenster der Baukörper IMM und FB Musik als mehrschichtige Kastenfenster mit geschosshohen verschieblichen Prallscheiben mit minimaler Hin- terlüftung gem. Angaben Bauphysik geplant (s. EP 30 Fassaden- schnitt). Den thermischen Abschluss bildet eine feststehende hoch schalldämmende Dreischeiben-Isolierverglasung, die im Sinne des Schallschutzes in der Rohbauebene zu positionieren ist. Raumseitig ist eine Schallschutz-Innenverglasungsebene ohne thermische Anforde- rungen angeordnet (Typ B), die gemäß Anforderungen Akustikplanung (FBP) in der horizontalen Lage ausgerichtet wird und den im Zwischen- raum geführten Blendschutz bzw. die Verdunkelung akustisch ausblen- det. Der Zwischenraum ist luftdicht abgeschlossen. Für etwaig notwen- dige Reinigungen und Revision des Behangs ist die innere Verglasungsebene ausbaubar. Die äußere Prallscheibenebene ist als Schiebefenster konstruiert und für Reinigungszwecke von außen öffen- bar. Der Leibungsbereich in den Zwischenräumen der Verglasungsebenen sind mit schallabsorbierender Mineralwolle belegt und mit Lochblechen abgedeckt. Die innere bauakustische Vorsatzschale (BAK aus GK) ist an die innere Schallschutzverglasung angeschlossen. Die Kastenfensterkonstruktionen werden je nach Wandaufbau und Raumanforderung (Schallschutz, Blendschutz, Verdunkelung – siehe Raumbuch) in der Tiefe und dem Schichtenaufbau modifiziert. Beim Fenstertyp A ist gemäß Vorgaben FBP die innere Verglasungsebene

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nicht notwendig, um die schallschutztechnischen Zielwerte zu errei- RSH Seite 25/42 chen. Bei diesen Fenstern handelt es sich um eine Sonderkonstruktion mit dem Ziel des Erreichens von Schalldämmwerten, die als Produkt von der Industrie nicht verfügbar sind. Daher müssen die gemäß Angaben FBP theoretisch geplanten Kastenfensterkonstruktionen praktisch / physisch auf einem Messstand akustisch geprüft werden. Hierfür ist ein ausreichender zeitlicher Vorlauf zu berücksichtigen und die Planung und Herstellung der Muster frühzeitig zu veranlassen. Im Bereich der Treppenräume FB Musik und IMM sind öffenbare Holz- Aluminium-Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung gemäß Angaben Bauphysik geplant, die außenseitig von der gelochten und gefalteten Aluminiumfassade überdeckt werden. An oberster Stelle sind je Treppenraum RWA-Dunkelklappen in den Außenwänden zum Technikbereich orientiert vorgesehen. Die im Bereich der Fassade liegenden Aufzüge werden über ge- dämmte Jalousieklappen belüftet und entraucht. Weitere Aufzüge wer- den mechanisch entraucht (s. FTA).

Tiefgarage Im Bereich der Zufahrt ist eine Schrankenanlage (s. FHE) und ein luft- durchlässiges Rolltor (10 m x 4 m) als Vorhaltung geplant. Die Öffnung dient der Belüftung und Nachströmung für die Entrauchung der Tiefga- rage und als ergänzender Rettungsweg aus der Tiefgarage (s. FBS).

335 Außenwandbekleidung, außen Die Außenwandbekleidung besteht aus gekanteten Aluminiumblechen in Form von unregelmäßig angeordneten horizontalen Geschossbän- dern geneigten und gekanteten Blechen, ausgestellten gekanteten und gelochten Blechen (feststehender Sonnenschutz), sowie ebenen lot- rechten Glattblechen. Die Blechstärken betragen ≥ 3 mm nach Anfor- derung Fassadenstatik. Die Oberflächen sind in unterschiedlichen Farbtönen eloxiert oder beschichtet. Sämtliche Befestigungen erfolgen mit thermischer Trennung zum Rohbau und in Edelstahl gemäß Vorga- ben Bauphysik und Tragwerksplanung. Die Wärmedämmung besteht aus Mineralwolle (24 cm) gemäß Vorgaben Bauphysik. Gemäß Anga- ben Brandschutzgutachter sind Brandschotten zur Vermeidung des Kamineffekts im hinterlüfteten Bereich vorgesehen.

Außenwand Tiefgarage / Technikräume Die thermische Hülle wird im Bereich der Tiefgarage und der benach- barten Technikräume (kalt) mit einem Wärmedämmverbundsystem auf Mineralschaumbasis bzw. Holzwolle-Akustikplatten (24 cm) vervoll- ständigt.

Tiefgarage Im Bereich der Zufahrtsrampen sind gemäß Forderung B-Plan und An- gaben FBP akustische Bekleidungen in Form von Mineralwolledämm- platten und Lochblechabdeckungen geplant. Ansonsten sind die Wände der Tiefgarage gemäß Bestandstiefgarage in sichtbar bleiben- dem Beton geplant.

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RSH Seite 26/42 336 Außenwandbekleidung, innen Im Sinne der besseren Übersicht sind die raumakustischen Ausbauten (RAK), auch diejenigen im Bereich der Außenwände, in Kostengruppe 345 Innenwandbekleidungen gesammelt erfasst. Zur Vermeidung der Schalllängsleitung sind gemäß Vorgaben Akustik- planung im Bereich sämtlicher Musikräume Gipskarton-Vorsatzschalen mit Mineralwolleinlage vorgesehen. Gemäß Raumkategorie sind Wandflächen in sichtbar belassenem Beton (mit Sichtbetonanforderun- gen) oder geputzt und gestrichen geplant. Im Sinne der Ökologie und Materialgesundheit sind mineralische Spachtel, Putze und Farbansti- che in der Qualitätsstufe 3 berücksichtigt. Als Oberflächenschutz für die sichtbar bleibenden Betonwände ist eine Hydrophobierung berück- sichtigt.

Tiefgarage Zum Schutz der Baukonstruktion ist eine Sockelbeschichtung in Form eines Oberflächenschutzsystems (OS) in einer Höhe von 50 cm ge- plant. Die Oberflächen der sichtbar belassenen Stahlbetonwände und Stützen erhalten eine hydrophobierende transparente Beschichtung.

337 Elementierte Außenwände Fassade Forum / Foyer Die Fassade des zentralen Forums- und Foyer-Bereichs ist als Stahl- Pfosten-Riegel-Fassade mit einem Rastermaß von 2,75 m geplant. Im Bereich der Türanlagen sind RWA-Nachströmöffnungen für die Ent- rauchung des Forums- und Foyer-Bereichs gemäß Angaben Brand- schutzgutachter und Lüftungsplanung (s. FTA) geplant.

Hochschulverwaltung Im Bereich der Hochschulverwaltung sind feststehende Holz-Alumi- nium Fenster mit Dreifach-Isolierverglasung geplant. Zum Zweck der händischen Entrauchung durch die Feuerwehr sind einzelne Fenster je Bereich gemäß Angaben FBS öffenbar geplant.

Verglasung Allgemein Sämtliche Verglasungen sind als Dreischeiben-Isolierverglasung tlw. mit Sonnenschutzbeschichtung gemäß Angaben Bauphysik geplant und aus ESG, VSG, TVG und Floatglas, je nach Anforderung Statik und Sicherheit aufgebaut.

338 Lichtschutz Feststehender Sonnenschutz Der Sonnenschutz der Einzelfenster und der PR-Fassaden wird durch ausgestellte perforierte und gekantete Aluminiumbleche gewährleistet, die oberhalb des Augpunktes angeordnet sind, gemäß Simulation zum sommerlichen Wärmeschutz (s. FBP). Bewegliche Sonnenschutzanla- gen sind nicht geplant.

Beweglicher Blendschutz und Verdunkelung

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Im innenräumlichen Zwischenraum der Kastenfenster sind textile RSH Seite 27/42 Blendschutz- und Verdunkelungsanlagen, je nach Nutzeranforderung an den Raum (s. Raumbuch), als Vertikalmarkisen vorgesehen. Sämtli- che Vertikalmarkisen werden individuell motorisch betrieben. Im Bereich des FB Musik und der Hochschulverwaltung wird der Blendschutz durch händisch betriebene Vorhanganlagen gewährleis- tet. Verdunkelungsanlagen sind hier nicht geplant. Im Bereich der Hochschulverwaltung dient der Vorhang ebenfalls als innenliegender Sonnenschutz.

Zentrales Oberlicht Für das zentrale Oberlicht im Bereich des Forums / Foyers ist ein fest- stehender Sonnenschutz in Form einer metallischen Mikrostrukturein- lage vorgesehen (s.u.).

339 Außenwände, sonstiges Lichtschächte Für die Kaltentrauchung des Untergeschosses durch die Feuerwehr sind an drei Stellen öffenbare Fenster / Türen (≥ 1 qm) und Licht- schächte gemäß Angaben FBS geplant. Der große Lichtschacht im Be- reich des Campusplatzes dient gleichzeitig der Belüftung der Batterie- räume.

Vordächer Die vor beschriebenen feststehenden Sonnenschutzanlagen sind im Bereich von Eingängen mit wasserführender Ebene geplant und erfül- len hier zusätzlich die Funktion des Witterungsschutzes. Die Unter- kante der Vordächer ist für die Durchfahrt von Fahrzeugen ≤ 4,00 m bemessen.

Fluchttreppen IMM / FB Musik Der zweite Rettungsweg aus den Gebäudeteilen FB Musik und IMM werden über außen liegende Treppen gewährleistet, die als Stahlkon- struktionen mit rutschhemmenden gelochten Stahlblechen geplant sind und mit gekanteten und gelochten Aluminiumblechen (s. Fassadenbe- kleidung) bekleidet werden. Die Bekleidung gewährleistet zusammen mit der Bekleidung der Mittelwand die Absturzsicherung. Es sind beid- seitig durchgängige Handläufe geplant.

Fassadenbegrünung Gemäß bauplanungsrechtlicher Vorgaben sind Fassadenbegrünungen am Konzertsaal und an den Bauteilen IMM und FB Musik vorgesehen. Rankgerüste aus Edelstahlprofilen und -netzen sind in die Fassaden- konstruktion integriert.

Revisionsstege Im Bereich der Einzelfenster und Fensterbänder sind Reinigungs- und Revisionsstege inklusive schienengeführten Personensicherungssyste- men mit Rückhaltefunktion gemäß Abstimmung mit und Vorgaben durch den SiGe-Koordinator geplant. Die Stege sind aus Aluminium- Gitterrosten und -Bekleidungen aus Glattblechen geplant.

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RSH Seite 28/42 Briefkasten Klingelanlage Schlüsseldepot Gemäß Nutzeranforderung sind keine zentralen Klingel- oder Briefkas- tenanlagen geplant. Im Bereich der Anliefertüren (EG / UG) sind vor- sorglich Klingeln vorgesehen (siehe KG 400 / FHE). Für den Zugang u.A. durch die Feuerwehr sind am Zugang zum Trep- penraum IMM Schlüsseldepots geplant.

Vogelschutz Für die Verglasungen der PR-Fassade im Bereich Foyer / Mensa und der Bandfenster im Bereich Hochschulverwaltung sind Vogelschutz- maßnahmen in Form von ca. 9 mm Punkten im Abstand von 90 mm gemäß Anforderungen und Stand der Technik geplant. Die Vogel- schutzmaßnahmen im Bereich der Hochschulverwaltung (Bandfenster) können alternative durch ein Vogelmonitoring ersetzt werden (Abhän- gigkeit Gefährdungsanalyse RSH gemäß ASR).

Muster Es werden Muster der Kastenfenster notwendig, da es sich um Son- derkonstruktionen handelt, deren akustische Qualität geprüft und be- scheinigt werden müssen. Planungs- und Baukosten- sowie Prüfge- bühren sind der Kostengruppe 700 zuzurechnen und können im Zuge der Ausführungsplanung ermittelt werden.

Tiefgargarage Für die Fortluft der maschinellen Belüftungs- und Entrauchungsanlage ist eine Ausblasöffnung im Bereich der Trafo-Einbringöffnung geplant. Die Entrauchungsanlagen sind mittels Gitterwand inklusive Revisions- tür vom Parkbereich der Tiefgarage abgetrennt.

3.4 340 Innenwände

341 Tragende Innenwände Die Ausführung der tragenden Innenwände erfolgt entsprechend den statischen Erfordernissen in Stahlbeton in den Betongüten von C25/30 bis C40/50. Die Dicken variieren entsprechend den statischen und akustischen Erfordernissen von 20 cm bis 65 cm. Zur Abfangung von strukturellen Abweichungen aufgrund spezifischer Raumanforde- rungen werden die Innenwände zum Teil als wandartige Träger ausge- bildet. Soweit die Stahlbetonkonstruktionen nicht durch akustische Einbauten oder andere Oberflächen überdeckt werden, verbleiben diese beton- sichtig (s. KG 331). Abhängig von den statischen und akustischen Erfordernissen sowie vom Materialkonzept werden Innenwände nach Möglichkeit aus Mau- erwerk hergestellt. Im Bereich von Einbring- und Installationsöffnungen sind ebenfalls Mauerwerkswände zum Verschluss vorgesehen (s. KG 342).

Tiefgarage

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Die Wandscheibe zur Abtrennung der Ü-Wägen ist in einer Stärke von RSH Seite 29/42 25 cm und der Betongüte C35/45 geplant. Oberflächen hydrophobiert.

342 Nichttragende Innenwände Die Ausführung der nichttragenden Innenwände erfolgt grundsätzlich gemäß Anforderungen an den Schallschutz nach Vorgaben der Akus- tikplanung in Form von meist mehrschichtigen Wandaufbauten aus Stahlbeton, schwerem Mauerwerk und Gipskarton-Ständerwänden. Die konkreten Aufbauten der Wände in Abhängigkeit der Anforderun- gen sind dem Bauteilkatalog der Bauphysik Punkt „7.2 Wände“ und den ergänzenden Planungen zu den Musterräumen zu entnehmen. Die Innenwände im Untergeschoss sind grundsätzlich aus Mauerwerk und Stahlbeton geplant. Trenn- und Vorwände in Sanitärbereichen sind als imprägnierte Gipskarton-Ständerwände vorgesehen. Die Anforderungen des vorbeugenden Brandschutzes sind in den je- weiligen Wandkonstruktionen nach Vorgaben FBS berücksichtigt.

343 Innenstützen Pfeiler und Stützen werden in Stahlbeton errichtet, die Mindestabmes- sungen betragen 20 / 20 cm, die maximalen Abmessungen 45 / 45 cm. Die Betongüten staffeln sich entsprechend den statischen Erfordernis- sen von C25/30 bis C40/50. Grundsätzlich verbleiben die Stützen be- tonsichtig. Im Foyer sind im Bereich der Stützen und Unterzüge Ankerschienen für die temporäre Befestigung von Ausstattungselementen der RSH berücksichtigt.

Tiefgarage Die Stützen der Tiefgarage sind als Rundstützen in Stahlbeton in der Güte C35/45 und dem Durchmesser 40 cm sowie einer Rechteckstütze (70 x 70 cm) nach statischer Erfordernis geplant. Oberflächen hydro- phobiert.

344 Innenwandöffnungen Innenfenster Gemäß Nutzeranforderung sind zwischen den Raumpaaren Studio- / Regieräume (b / h = 2,00 m / 1,62 m), Bildstudios / Bildregie (b / h = 1,40 m / 2,00 m) und Veranstaltungstechnik / Konzertsaal (b / h = 3,20 m / 1,80 m) Sichtverbindungen geplant. Die Sichtfenster sind gemäß Vorgaben der Akustikplanung aus zwei bis drei Glasebenen aufgebaut (s. Bauteilkatalog der Bauphysik Punkt 7.4). Die äußeren Ebenen sind jeweils vertikal geneigt, die innere Scheibe lotrecht. Die Glaszwischen- räume sind schallabsorbierend auszubilden und luftdicht abgeschlos- sen. Die Gesamtkonstruktion soll einen sehr hohen Schallschutz ge- währleisten. In Regieräumen mit Schallwandkonzept sind Lautsprecher gemäß An- gaben FBT und FBP in die Kastenfenster zu integrieren. In den Treppenräumen IMM und FB Musik sind im ersten Oberge- schoss festverglaste Sichtverbindungen in das Foyer und Forum ge- plant.

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Die Teeküche der Verwaltung im zweiten Obergeschoß erhält eine RSH Seite 30/42 feststehende Verglasung zum allgemeinen Bereich ohne Brandschutz- anforderung. Die Infozentrale im Erdgeschoss erhält eine zweiteilige Schiebefenster- anlage, die von innen entriegelt und geöffnet werden kann. Für den Verschluss der Essensaugabe im Erdgeschoss sind vier Roll- gitteranlagen geplant.

Innentüren Die Abmessungen der Innentüren sind gemäß Vorgaben der RSH ge- plant (s. Raumbuch). Die Schall- und Brandschutzanforderungen sind den Vorgaben der Fachplanung entnommen. In Abhängigkeit der Nut- zungsbereiche sind Stahlblechtüren (Lager und Nebenraumbereiche), Stahl- und Holz-Rohrrahmen-Türen mit Glasfüllung (öffentliche und hoch frequentierte Bereiche), Holztüren mit Stahlzargen und Holztüren mit Holzzargen, – teilweise mit Glasfüllungen geplant. Türen in Sanitär- räumen und im Küchenbereich sind feuchtraumgeeignet geplant. Bei der Ausbildung von schleusenartigen Doppeltüren sind akustisch wirksame Laibungsbekleidungen im Türzwischenraum und Laibungser- weiterungen für den Anschluss an die Bauakustische Schale gemäß Angaben FBP zur Sicherstellung der Schallschutzqualität berücksich- tigt. Die unter dem ersten Treppenlauf im Untergeschoss / Bereich Kon- zertsaal und IMM befindlichen Bereiche sind zu Revisionszwecken über Klappen zugängig (keine Nutzräume). Bis zum Abschluss der Entwurfsplanung konnte kein Sicherungskon- zept zum Betrieb der RSH vorgelegt werden (s. Grundlagenermittlung). Vorsorglich sind in der Planung acht Zutrittskontrollen und acht Flucht- türsteuerungen sowie 24 Motoschlösser im Bereich der Innen- und Au- ßentürentüren berücksichtigt.

Tiefgarage Am Übergang zwischen neuer und bestehender Tiefgarage sind ge- mäß Vorgaben FBS TG Brandschutzvorhänge (Rauchschutz) für die Trennung der Brandabschnitte und Verbindungstüren als Stahlblechtü- ren (dicht- und selbstschließend) für die Sicherstellung der Rettungs- wege geplant. Am Kopf der Zufahrtsrampe sind händisch zu installierende Hochwas- serschutzelemente geplant. Für den Verschluss der Stellplätze der Ü-Wägen sind zweiflügelige Stahltore mit Gitterfüllung (luftdurchlässig) geplant. Oberflächen ver- zinkt oder beschichtet.

345 Innenwandbekleidungen Die Oberflächen der öffentlichen und Erschließungsbereiche (Forum / Foyer, Treppenräume, Flure IMM und FB Musik) sind in Sichtbeton mit verhältnismäßigen Anforderungen inklusive Retusche und Hydropho- bierung geplant. Im öffentlichen Bereich sind in Teilen hölzerne Wand- bekleidungen, Laibungsausbildungen und Türerweiterungen geplant (Baustoffklasse gemäß Angaben FBS), um z.B. Adressen der Teilbe- reiche auszubilden und Besucher selbstverständlich zu leiten. Die

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studentische Ebene erhält eine umlaufende Lamperie in Holz, um den RSH Seite 31/42 Aufenthaltscharakter und den möbelartigen Einbau zu stärken. Je nach Raumkategorie werden Oberflächen gespachtelt oder geputzt und ge- strichen. In Sanitärbereichen sind Fliesenspiegel im Bereich der Ob- jekte geplant. Die Mensaküche erhält Fliesenbeläge mit Epoxidharz- verfugung. Sämtliche musikalischen Nutzräume erhalten nach Vorgaben der Akustikplanung hochwertige und aufwändige Ausbauten zur Herstel- lung der geforderten Raumakustik, siehe Bauteilkatalog Bauphysik Punkt 4.3. Diese bestehen im Wesentlichen aus reflektierenden, diffus reflektierenden und in unterschiedlicher Qualität absorbierenden Ele- menten. Der akustische Ausbau ist je nach Raumkategorie als höl- zerne (Klang-)Schale (z.B. Konzertsaal) oder als regalartiger Einbau bis Oberkante Fenster zur Aufnahme der wirksamen Elemente (absor- bierend, diffus reflektierend, reflektierend) formuliert (Studios und Re- gieräume). In Musikräumen mit geringeren Anforderungen sind die Akustikmaßnahmen bildartig gemäß Angaben FBP angeordnet (z.B. Postproduktion, Professorenbüros, Seminarräume IMM). Im Fachbe- reich Musik nimmt jeweils die Flurwand den notwendigen akustischen Ausbau auf und wird gemäß Anforderung FBP durch Vorhänge und stoffbespannte Wandbekleidungen ergänzt. Stauflächen sind nach Möglichkeit in die akustischen Ausbauten inte- griert, um diese für die Raumakustik unschädlich innerhalb der Räume aufzunehmen (s. KG 381). Für die Integration der Zu- und Abluft in den Musikräumen ist regelmä- ßig die Anordnung von Schalldämpfern notwendig, die gemäß Anga- ben Akustikplanung mittels Trockenbaukonstruktionen akustisch abzu- trennen sind. Die Verkofferung kann nur in schwerem Gipskarton- oder Gipsfasermaterial ausgeführt werden und wird aus Planungs- und Vergabegründen aus der KG 400 in die KG 300 übernommen. Die Schalldämpfer sind nach Möglichkeit in die raumseitigen Kanten- oder Eckabsorber (IMM) bzw. in die schrankartige Ausbildung der Flurwand (FBM) integriert. Zur Aufnahme der Schwerkraftkühlung in den hochsensiblen und hoch- belasteten Räumen des IMM sind Gipskartonschächte in den akusti- schen Ausbau integriert. Ebenso sind weitere technische Einbauten (Heizung, Luftauslässe und Lüftungsführung, Studiotechnik, etc.) nach Möglichkeit in den akustischen Ausbau integriert.

346 Elementierte Innenwandkonstruktionen Im Bereich der Hochschulverwaltung sind verglaste sowie mit Holz- oberflächen belegte und aus Aluminium konstruierte Trennwände ge- plant. Siehe Bauteilkatalog der Bauphysik Punkt 8.2. Für den Verschluss der Cateringküche im Erdgeschoss ist eine mobile Trennwand berücksichtigt. Im Bereich der Hochschulverwaltung sind ergänzend zwei möbelartig aufgestellte Office-Pods geplant.

347 Lichtschutz zur KG 340

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Gemäß Vorgaben der Akustikplanung sind Schall absorbierende Vor- RSH Seite 32/42 hänge in unterschiedlichen Musikräumen in unterschiedlichen Qualitä- ten geplant. Im Bereich der Verwaltung sind zur Verbesserung der Raumakustik und als individuell einsetzbaren Sicht- und Sonnenschutz Vorhanganlagen vorgesehen. Teilweise sind Vorhanganlagen in musikalisch genutzten Räumen mo- torisch betrieben, z.B. Studios. Im Konzertsaal ist gemäß Vorgaben FBP eine flexible Raumakustik in Form von zweilagigen motorisch betriebenen Akustikrollos inklusive Abkastungen geplant. Im Bereich der Regiefenster IMM sind Sichtschutzrollos geplant.

349 Innenwände, sonstiges Interne Treppen und notwendige Treppen erhalten beidseitig Hand- läufe aus Massivholz und Umwehrungen aus beschichtetem Stahl in Kombination mit Edelstahlnetzen an abzusichernden Absturzkanten. Die zentrale Treppe im Foyer / Forum erhält zusätzlich eine geschlos- sene und holzbekleidete Aufkantung gemäß Abstimmung mit FBS. Die interne Verbindungstreppe zwischen EG und UG Garderobe erhält hölzerne tlw. gekrümmte Bekleidungen.

Muster Für die Sicherung der Gestaltqualität wird empfohlen Muster zu diver- sen Bauteilen herzustellen. Für akustische Messungen wird die Her- stellung und Prüfung verschiedener Muster von Möbeln ggf. bis hin zu Musterräumen notwendig, die im weiteren Planungsverlauf durch die Fachplanung FBP definiert werden können. Planungs- und Baukosten sowie Prüfgebühren sind der Kostengruppe 700 zuzurechnen und kön- nen im Zuge der Ausführungsplanung benannt werden.

Tiefgarage Am Übergang zwischen bestehender und neuer Tiefgarage sind zur Überwindung des Höhenunterschieds verzinkte Stahl-Gitterrosttreppen inklusive Umwehrung geplant.

3.5 350 Decken

351 Deckenkonstruktionen Grundsätzlich erfolgt die Ausführung der Decken als einachsig und zweiachsig tragende Stahlbetonplatten in einer Dicke von 22 cm bis 40 cm in einer Mindestbetongüte C25/30.

Forum / Foyer Aufgrund der geringeren akustischen Anforderungen im Bereich des Forum / Foyers, müssen die Decken nicht umfänglich in der akusti- schen Stärke von 30cm geplant werden. Die Decken sind in Stärken von 22 bis 32 cm (über 1. OG) bzw. 20 bis 30 cm (über 2. OG) geplant und werden mittels Unterzügen im Raster von 8.25 m (über 1. OG) und 2,75 m (über 2. OG) abgetragen. Die Aussteifung erfolgt über die An- bindung an die angrenzenden Baukörper.

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IMM / Bildstudio RSH Seite 33/42 Die Abfangung der massiven Wände oberhalb des Bildstudios im Be- reich IMM erfolgt über die Anordnung von Stahlbetonträgern mit den Abmessungen H / B = 1,75 m / 0,3 bis 0,6 m in der Betonqualität C40/50.

Treppen Grundsätzlich erfolgt die Ausführung der Gebäudetreppen inklusive Zwischenpodesten aus Betonfertigteilen, die gemäß Angaben Akustik- planung konsequent mittels Streifenlagern und Tronsolen entkoppelt gelagert werden (s. KG 359). Hauptpodeste sind grundsätzlich aus Ort- beton mit schwimmendem Bodenaufbau geplant. Die Verbindungstrep- pen am Konzertsaal zwischen Erdgeschoss und Untergeschoss sowie die Treppe zum Orchestergraben und die kleine Bühnentreppe sind in Ortbeton mit entkoppelten Winkelstufen (Parkett / Terrazzo) vorgese- hen.

352 Deckenöffnungen

353 Deckenbeläge Bodenaufbauten sind in Höhen von 15 bis 35 cm gemäß akustischen Anforderungen (Siehe Bauteilkatalog der Bauphysik Punkt 7.1), Anfor- derungen an die Leitungswege, DIN 18560 bzw. DIN 1045 sowie Vor- gaben Systemböden geplant. In sämtlichen Nutzräumen sind aus akustischen Gründen schwere Bodenaufbauten (überdimensionierte schwimmende Estriche bzw. schwimmende und schwingende Beton- platten) vorgesehen. Je nach Anforderung an die Nutzung sind tlw. zu- sätzlich Systemböden als Hohlraumböden geplant. Im Sinne der Nach- installation und Nutzungsflexibilität sind im Bereich der Verkehrsflächen und des Studentischen Forums (1. OG) sowie der Hochschulverwaltung (2. OG) Hohlraumböden vorgesehen. Gemäß Angaben der Bauphysik sind die Hohlraumböden mit erhöhter Anforde- rung an das Trittschallverbesserungsmaß auszuführen. Das notwen- dige Trittschallverbesserungsmaß wird erreicht durch auf Stützfüßen lagernde Schalelemente und Fließestrichdecklagen inklusive akusti- scher Entkopplungsunterlagen. Trockenhohlraumböden sind in der Kombination der akustischen Anforderung, der Wirtschaftlichkeit nicht zu empfehlen. Im Bereich des Atriums ist der Hohlraumboden im ers- ten und zweiten Obergeschoss in Teilen als Heiz- und Kühlboden ge- plant.

Nutzräume FB Musik / IMM Die Bodenaufbauten sind in Abhängigkeit der akustischen Anforderun- gen und Vorgaben der Akustikplanung als hochwertige schwere schwimmende Estriche mit Trittschalldämmung aus Mineralwolle und einer Stärke von 8 bis 10 cm oder als elastisch aufgeständerte Beton- platten (Metallfedern) in einer Stärke von ≥ 16 cm mit Hohlraumbe- dämpfung (Mineralwolle) geplant.

Untergeschosse

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In Nutz- und Nebenräumen in den Untergeschossen sind die Boden- RSH Seite 34/42 aufbauten aus akustischen Gründen ebenfalls als schwimmende Estri- che geplant (siehe Ausschluss WU-Konstruktion).

Bodenbeläge Forum / Foyer Erdgeschoss: geschliffener Estrich / Terrazzo (Bodenkanäle, - dosen und -tanks im Stützraster), Hydrophobierung Obergeschosse Massivparkett Eiche, geölt (Verwaltungsbereich tlw. Teppichboden)

Bodenbeläge FB Musik / IMM Nutzräume und Verkehrsflächen: Massivparkett Eiche, Ausnahmen: Kammermusiksaal, Probenbühne, Studio Epistemische Medien und Experimentallabor: Bühnenboden (Schwarzkiefer), lackiert Dolby Mischkino: Teppichboden

Bodenbelag Konzertsaal Stabparkett Eiche massiv, Stärke 16 mm, Format 60-70 / 350-500 mm Bodenbeläge Treppenräume Hauptpodeste: schwimmender Estrich betonsichtig oder beschichtet Treppenläufe und Zwischenpodeste: mittels Tronsolen und Streifenla- gern entkoppelte Betonfertigteile schalungsglatt, Hydrophobierung

Bodenbelag zentrale Treppenläufe und interne Treppe IMM Treppenläufe und -podeste: Massivparkett Eiche, geölt und akustisch entkoppelt

Bodenbelag Treppen Konzertsaal EG–UG Treppenläufe: Betonfertigteil-Winkelstufen, akustisch entkoppelt Podeste: schwimmender geschliffener Estrich / Terrazzo Einpflege Hydrophobierung

Bodenbelag Sanitärräume Fugenlose Beschichtung auf Epoxidharzbasis

Küche und Essenausgabe Fliesenbelag gemäß Angaben Küchenplanung (Rutschhemmung, Hohlkehle, Rinnen und Abläufe) abgestimmt auf Wandbeläge.

Bodenbeläge Nebenräume Estrich mit Anstrich bzw. Beschichtung und Linoleum je nach Rauman- forderung.

Siehe Raumbuch.

Im Bereich der Rollstuhlfahrerrampen am Konzertsaal sind unter den schräg verlaufenden Rampen gebundene Schüttungen geplant. In den Hauptschächten für die vertikale Haustechniktrassierung sind geschossweise Gitterrostebenen für die Montage und Revision vorge- sehen.

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RSH Seite 35/42 354 Deckenbekleidungen Zur Vermeidung von Stauwärme unter Musikgeräten wird auf die Aus- führung von Fußbodenheizungen in Musikräumen verzichtet. Heiz- und Kühlflächen sind als Heiz-Kühl-Decken auf Basis von Gipskarton-Sys- temen geplant, die in die von der schwingend abgehangenen Schall- schutzdecke abgehangenen gelochten Akustikdecke integriert ist. Im Veranstaltungsbereich (Bildstudios, Kammermusiksaal, Proben- bühne, Epistemische Medien und Transmediale Formen) und in den hochsensiblen Räumen des IMM (Studio- und Regieräume, Bildstu- dios, Epistemische Medien, Transmediale Formen, Experimentallabor) sind extrem leise Schwerkraft-Schachtkühlungen und Heizkörper ge- plant, gemäß Angaben FTA / FBP (siehe Raumbuch).

Musikräume Gemäß Vorgaben der Akustikplanung sind in sämtlichen Musikräumen (Unterrichts- und Übungsräume, Studios und Regieräume, Seminar- räume, Sonderräume) zur Sicherung des geforderten Schallschutzes schwingend abgehangene Gipskarton-Decken mit Mineralwollauflage geplant (Bauakustik). Siehe Bauteilkatalog der Bauphysik Punkt 7.1. Zur Herstellung der geforderten raumakustischen Qualität erhalten sämtliche Bereiche mit Ausnahme der Lager-, Technik- und Neben- raumbereiche einen akustischen Deckenausbau in unterschiedlichen Qualitäten gemäß Raumanforderung, siehe Bauteilkatalog der Bauphy- sik Punkt 4.2.

Foyer / Forum / Hochschulverwaltung Zur Verbesserung der Raumakustik sind im Bereich Foyer / Forum / Hochschulverwaltung gemäß Angaben Akustikplanung Holzwolle- Akustikplatten mit Mineralwollauflage (verpackt) geplant, die segelartig zwischen den Unterzügen angeordnet sind und die technischen Auf- und Einbauten aufnehmen. Baustoffklasse A2 gemäß Angaben FBP. Im Bereich der studentischen Ebene ist die Unterdecke zur Unterstüt- zung des möbelartigen Einbaus und einer warmen Raumatmosphäre mit akustisch wirksamem mikroperforiertem Holzfurnier belegt. Bau- stoffklasse A2 gemäß Angaben FBP.

Konzertsaal Gemäß Angaben Akustikplanung ist die Decke des Konzertsaals re- flektierend geplant und sägezahnartig, für die definierten Reflektion des Schalls, ausgebildet. Ergänzend sind Längsrippen zur Schllbrech- nung- und lenkung notwedig. Der Hohlraum ist mittels Mineralwolle-Pa- keten bedämpft. Die Decke ist regelmäßig von den bühnentechnischen Durchdringungen perforiert. Der Konzertsaal erhält zweiachsig gekrümmte Orchestersegel gemäß Angaben FBT / FBP, die von Kettenzügen flexibel gehalten werden (s. FBT).

Flure Die Erschließungsflächen im FB Musik und im IMM erhalten keine Ab- hangdecken. Die Trassierung der Haustechnik erfolgt sichtbar, zur

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Verbesserung der Raumakustik sind partiell Holzwolle-Akustikplatten RSH Seite 36/42 mit Mineralwollhinterlegung an den Wandflächen geplant. In den Untergeschossen sind Abhangdecken in den Erschließungsbe- reichen teilweise mit Brandschutzanforderung gemäß Angaben FBP in Abstimmung mit FTA geplant.

Gipskartondecken erhalten einen mineralischen Anstrich. In Abhangdecken mit haustechnischer Trassierung im Hohlraum sind Revisionsklappen (tlw. feuerbeständig) gemäß Angaben FTA geplant. Hautechnische Durchführungen sind regelmäßig mittels Manschetten luftdicht gemäß Angaben der Akustikplanung zu schließen.

355 Elementierte Deckenkonstruktionen

359 Decken, sonstiges Treppenläufe inklusive Zwischenpodeste sind aus Stahlbetonfertigtei- len geplant, gemäß Vorgaben der Akustikplanung sind sämtliche Trep- penläufe inklusive Zwischenpodeste entkoppelt geplant (Tronsolen, Streifenlager), teilweise werden Zwischenpodeste aus statischen Grün- den in Ortbeton konstruiert (siehe KG 351) Die Treppenläufe und -podeste der zentralen Treppe werden aus stati- schen Gründen aus Stahl konstruiert und gemäß Angaben Akustikpla- nung konsequent entkoppelt am Rohbau befestigt.

3.6 360 Dächer

361 Dachkonstruktionen Die Dächer werden als einachsig und zweiachsig gespannte Stahlbe- tonplatten ausgebildet, die Dicken betragen 22 cm bis 45 cm. Die Aus- führung erfolgt in einer Mindestbetongüte C25/30 und C30/37.

Pergolen FB Musik und IMM Die Ausbildung der Pergolen zur Aufnahme der PV-Anlage erfolgt in Stahlbauweise verzinkt. Die Aussteifung erfolgt über Rahmenausbil- dungen und Anbindung an die Stahlbetonkonstruktion der aufgehen- den Kerne. Für die akustisch entkoppelte Aufstellung der technischen Anlagen (Lüftungsgeräte, Rückkühler, NEA) sind Streifenfundamente in Form von punktuell an der Rohbaudecke angebundenen, gedämmten und abgedichteten Betonbalken berücksichtigt, auf denen die Lüftungsge- räte mittels Tronsolen gemäß Angaben Akustikplanung aufgestellt wer- den (Schnittstelle FTA – FAR = OK Abdichtung).

Tiefgarage Die Ortbetondecken der Tiefgarage sind in Stahlbeton der Güte C40/50 in Stärken zwischen 40 und 45 cm mit partiellen Aufdickungen (60 cm) geplant. Der Deckenanschluss an den Neubau erfolgt mittels Isokörben. Der Anschluss an den Bestand des Gebäudes N erfolgt in Form einer Kragplatte.

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RSH Seite 37/42 362 Dachöffnungen Das zentrale Oberlicht (Forum / Foyer) ist als überkopf verglaste Pfos- ten-Riegel-Aufsatz-Konstruktion geplant, der Sonnenschutz wird durch eine metallische Mikrostruktureinlage sichergestellt. Die Dachkonstruk- tion besteht aus geschweißten T-Profilen F0 Baustoffklasse A. Die um- laufende Metallzarge bildet gleichzeitig die Konstruktionsgrundlage für die Aufkantung. Zur zusätzlichen Versorgung mit Tageslicht sind für die in der Tiefe des Gebäudes liegenden Besprechungsräume der Hochschulverwaltung, die nicht an die Fassade angebunden sind, Oberlichter inklusive Microstruktureinlage (Sonnenschutz) geplant und innen liegende texti- ler Verdunkelungsanlage vorgesehen. Die Treppenräume des FB Musik und IMM erhalten zur Versorgung mit Tageslicht an oberster Stelle jeweils ein bogenförmiges Oberlicht aus Polycarbonat in der Ausdehnung des Treppenauges. Die Entrauchung ist über in der Fassade angeordnete Rauch-Wärme-Abzüge geplant.

363 Dachbeläge Sämtliche Dächer gelten als genutzte Dachflächen, die als Retentions- flächen ausgebildet werden (siehe KG 500). Die Dachterrasse im 3. Obergeschoss kann als Versammlungsstätte im Freien genutzt wer- den, die Dächer der Baukörper IMM und FB Musik dienen als Aufstel- lorte für Lüftungsgeräte. Der Dachaufbau ist als hinterlaufsicheres Schaumglas-Kompaktdach ohne Gefälleausbildung geplant (Retenti- onsdach). Die Dachabdichtung der Dächer wird inklusive Wärmedämmung im Bereich der Dachränder bis zur Oberkante der Attiken geführt und mit einer Aluminium-Glattblechbekleidung (t ≥ 3mm) geschützt. Die Attika wird mit mehrfach gekanteten Aluminiumblechen (t ≥ 3mm) abgedeckt. Für Bauzwischenstände sind einmal vollflächig provisorische Dachab- dichtungen inklusive Schutzschicht berücksichtigt.

Tiefgarage Das Dach der TG gilt ebenfalls als genutzte Dachfläche, die als Re- tentionsfläche ausgebildet ist (s. FLA). Die zweilagige bituminöse Dachabdichtung ist gefällelos ausgebildet und vollflächig mit der Roh- baukonstruktion verklebt.

364 Dachbekleidungen Siehe KG 354

365 Elementierte Dachkonstruktionen

369 Dächer, sonstiges Absturzsicherung Die Dachterrasse (3. OG) zwischen den Baukörpern erhält eine umlau- fende massive Brüstung aus Stahlbeton und einen zusätzlichen Holm zur Sicherstellung der Umwehrungshöhe (≥ 1,10 m). Die Anpralllast wird gemäß DIN EN 1991 mit 2 kN / lfm berücksichtigt.

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Die Wartungsarbeiten der PV-Anlage erfolgt mittels Persönlicher RSH Seite 38/42 Schutzausrüstung (PSA) in Form von liniengeführten Rückhaltesyste- men. Für die Wartung der PV-Anlagen sind außerdem Gitterrost-Lauf- stege gemäß Angaben Fachplanung ELT geplant. Die Verbindung der Dachfläche mit der Ebene der PV-Anlage erfolgt gemäß Forderung Si- GeKo über offene Stahltreppen. PSA Dachfläche Konzertsaal (siehe KG 500), PSA Photovoltaikanla- gen und Fassade (KG 339).

Tiefgarage Für die dichten Bauwerksanschlüsse sind umlaufend Klempnerleistun- gen berücksichtigt.

3.7 370 Infrastrukturanlagen

3.8 380 Baukonstruktive Einbauten

381 Allgemeine Einbauten

Theaterstuhl Für den Konzertsaal (455 Stück) und das Mischkino (16 Stück) sind fest eingebaute Theaterbestuhlungen mit klappbaren Sitzflächen ge- plant, die neben ihrer Hauptfunktion ein wesentliches Elemente der Raumakustik darstellen. Gemäß akustischer Entwicklung des Konzert- saals sind die akustischen Anforderungen an den Theaterstuhl von der Akustikplanung definiert und soll in besetztem, wie unbesetztem Zu- stand die gleichen definierten Absorptionswerte aufweisen. Der vorge- schlagene Stuhl erfüllt grundsätzlich die gestellten Anforderungen und ist im Zuge der Ausführungsplanung entsprechend der Anforderungen zu modifizieren und anhand von Musterstühlen nachzuweisen. Die Be- musterung kann im Zuge der Planung vorweggenommen werden (pro- duktspezifisch) oder im Zuge der Vergabe einer produktneutralen Aus- schreibung durch die Auftragnehmer erbracht werden.

Garderoben Die Besuchergarderobe am Konzertsaal (UG) kann alternativ bedient oder selbsttätig genutzt werden. Hierfür ist ein klappbarer Tresen vor- gesehen. Es sind 300 Doppelhaken und 100 Schließfächer in unter- schiedlichen Größen und eine Sitzbank gemäß Anforderung berück- sichtigt.

Veranstaltungsbereich / Eventcatering Für das Catering in Veranstaltungsfällen ist eine Küchenzeile mit dop- peltem Getränkekühlschrank, einem Tiefkühlschrank, einer Gastrospül- maschine, einem Spülbecken und einer Mikrowelle vorgesehen, die mittels mobiler Trennwände im Tagesbetrieb verschlossen ist. Zugehö- rig ist eine feststehende Ausgabetheke mit einer Länge von ca. 5,50 m und Buffetwagen in der gleichen Erscheinung geplant. Ergänzend ist eine mobile Sekttheke und ein mobiler Ticketschalter so- wie ein mobiles Rednerpult geplant.

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Infozentrale RSH Seite 39/42 Für die Infozentrale sind ein unterfahrbarer Empfangstresen (Barriere- freiheit) und Stauflächen in Form von Regalen, Wandschänken und of- fenen Stauflächen geplant. Ergänzt durch eine Pantryküche (s.u.), ei- nen höhenverstellbaren Schreibtisch (s. KG 600) und ein Schiebefenster (s. KG 344).

Studentische Arbeitsplätze Für die studentischen Arbeitsplätze sind an zwei Brüstungen zum Luft- raum Foyer Workbenches berücksichtigt.

Klavierstimmer Im Raum des Klavierstimmers ist neben der losen Möblierung (s. KG 600) ein Kühlschrank vorgesehen.

Treppenräume / sicherer Aufenthalt Rollstuhlfahrende Gemäß Anforderungen Barrierefreiheit sind in den notwendigen Trep- penräumen IMM / FBM / Konzertsaal Tragestühle in Metallschränken für die Evakuierung von Rollstuhlfahrenden je Warteplatz berücksich- tigt.

Teeküchen Sämtliche Teeküchen (Versorgungsküche KBB, Teeküche Verwaltung, Teeküche IMM) sind mit Stauflächen, Spülbecken, Kühlschränken, Mikrowellen und Spülmaschinen ausgestattet. Für die Infozentrale ist eine kleine Pantryküche mit Waschbecken und Mikrowelle berücksichtigt.

Hochschulverwaltung Für den allgemeinen Arbeitsbereich der Hochschulverwaltung sind fest eingebaute Möbel für Garderobe und Schließfächer berücksichtigt. Alle weiteren Möbel der Hochschulverwaltung siehe KG 600, lose Möblie- rung.

Fachbereich Musik In den Musikräumen sind Stauflächen in Form von Regalen, High- boards und Schränken gemäß Anforderungen RSH in Abstimmung mit der Akustikplanung in die akustischen Ausbauten integriert, um die ge- plante Raumakustik nicht durch lose Möbel zu verstellen oder zu be- einträchtigen. Außerdem ist in den Einbaumöbeln die Verkofferung der Schalldämpfer für Zu- und Abluft integriert. Garderobenhaken sind im Bereich der Wandbekleidung für das offene Hängen von Kleidungsstü- cken geplant, die potenziell zusätzliche Absorption wird als akustisch unkritisch betrachtet. In direkter Nähe zum Forum sind Schließfächer für Musikinstrumente in unterschiedlichen Größen berücksichtigt. Grundsätzlich sind Möbel aus Holzwerkstoffen mit Schichtstoff- und Echtholzfurnieroberflächen (Eiche) mit verstellbaren Einlegeböden ge- plant. Schrankfronten sind je nach Anforderung der Akustikplanung akustisch aktiviert (mikroperforiert, definiertes Flächengewicht, etc.).

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Die Fügungen und Bauanschlüsse sind grundsätzlich luftdicht auszu- RSH Seite 40/42 führen, um unkontrollierte akustische Absorption zu vermeiden. Sämtliche Stauflächen sind gemäß Vorgaben RSH abschließbar und in das allgemeine digitale Schließsystem einzubinden.

Institut für Musik und Medien In den unterschiedlichen Räumen des IMM sind Stauflächen in Form von Schränken, Regalen, Sideboards und Garderoben nach Möglich- keit der Akustikplanung und der technischen Gebäudeausstattung in die Akustikbekleidung integriert und nach Anforderung akustisch akti- viert (s.o.). Ergänzend sind Haken für Mikrofonkabel und Halterungen für Mikro- fonstative berücksichtigt.

Tiefgarage Für die Vorhaltung der Fahrradstellplätze in der Tiefgarage sind U-för- mige Fahrradbügel aus beschichtetem oder verzinktem Stahl geplant.

382 Besondere Einbauten

383 Landschaftsgestalterische Einbauten Siehe KG 500

384 Mechanische Einbauten Siehe KG 400, Anlagengruppe 7 Bühnentechnik

385 Einbauten in Konstruktionen des Ingenieurbaus keine

386 Orientierungs- und Informationssysteme Für bodentiefe Verglasungen sind Markierungen vorgesehen. Für die Beschilderung ist ein pauschaler Betrag mit Bezug zur Grund- fläche geschätzt, enthalten sind grundsätzlich notwendige Hinweis- schilder und Raumbezeichnungen in Form von Türschildern mit aus- tauschbarer Beschriftung auf Papier. Die Planung des Orientierungs- und Leitsystems liegt nicht vor, etwaige Elemente hieraus sind nicht berücksichtigt. Orientierungssysteme wie Blindenschriften oder Blin- denleitlinien sind ebenfalls nicht berücksichtigt, da hierzu bisher kein Bedarf formuliert werden konnte. Teilweise sind im Fachbereich Musik, im Institut für Musik und Medien, im Bereich der Hochschulverwaltung und auf der studentischen Ebene digitale Türschilder geplant (s. Medientechnik FHE).

Tiefgarage Die Bodenmarkierungen werden in Abstimmung auf das Oberflächen- schutzsystem hergestellt.

387 Schutzeinbauten keine

389 Baukonstruktive Einbauten Sonstiges

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keine RSH Seite 41/42

3.9 390 Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen

391 Baustelleneinrichtung Für die vorbeschriebenen Maßnahmen wird die notwendige Baustel- leneinrichtung vorgesehen (Sanitärcontainer, Baustrom, Bauwasser, Bauzaun, Bauschild). Die Baustelleneinrichtung ist in der weiteren Pla- nung in Koordination der Phasen der Rückbaumaßnahme, der Baugru- benherstellung, der Herstellung der Geothermiesonden und der Verfüll- arbeiten phasenweise konkret zu planen. Hieraus können sich Änderungen der vorerst angenommenen Massen ergeben. Es ist eine Baustellenlogistik inklusive eines Entsorgungshofes vorab- geschätzt vorgesehen. Für die Gewährleistung der möglichst unterbrechungsfreien Nutzung der bestehenden Resttiefgargage im Untergeschoss der Gebäude A, N, B sowie für die Erschließung und Einrichtung der Baustelle werden Baustraßen (gemäß Baugrundgutachten) hergestellt, unterhalten und wieder zurückgebaut. AN Rückbau erstellt im 1.BA des Rückbaus die temporäre Erschließung der „Resttiefgarage“ in Form einer Baustraße sowie Nutzung der vorhandenen außen liegenden Rampe. Alle weite- ren notwendigen Baustraßen werden vom AN Rohbau (s.o.) / AN Au- ßenanlagen (s. FLA) hergestellt, unterhalten und zurückgebaut.

392 Gerüste Alle notwendigen Gerüste außen und innen sind für die beschriebene Maßnahme vorgesehen. Im Speziellen sind zusätzliche Rollgerüste aufgrund der Raumhöhen > 3 m und Flächengerüste für die Räume Konzertsaal, Probenbühne, Kammermusiksaal, Bildstudios, Transme- diale Formen, Epistemische Medien, mehrgeschossige Bereiche des Forums/Foyers sowie alle Studio- und Regieräume (Raumhöhen >4m) berücksichtigt.

393 Sicherungsmaßnahmen Beweissicherungsmaßnahmen und Unterfangungen der Bestandsge- bäude werden im Zuge der Rückbaumaßnahme (s.o. KG 200) herge- stellt und sind nicht Bestandteil dieser Planung / Kostenberechnung.

394 Abbruchmaßnahmen Siehe oben, KG 200

395 Instandsetzungen Instandsetzungsmaßnahmen sind nicht Teil dieser Planung / Kosten- berechnung.

396 Materialentsorgung Siehe KG 391

397 Zusätzliche Maßnahmen Schlechtwetterbau

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Für Schlechtwetterbau sind Notabdeckungen pauschal eingeplant. RSH Seite 42/42 Eine Beheizung während der Winterbaumaßnahmen ist abgeschätzt vorgesehen. Absturzsicherungen sind berücksichtigt. Schallschutz In der weiteren Planung wird von der Akustikplanung ein Schallschutz- gutachten für die Baumaßnahme erstellt. Auf Grundlage des Schall- schutzgutachtens können Lärmschutzwände notwendig werden, im Speziellen aufgrund des laufenden Betriebs der Musikhochschule in di- rekter Nachbarschaft. Für etwaige Schallschutzmaßnahmen während der Bauphase ist ein pauschal geschätzter Betrag berücksichtigt. Schließanlage Der Hersteller der im Gebäude E eingesetzten digitalen Schließanlage hat die Beratung der Planung auf Geheiß der RSH abgelehnt. Der Kos- tenberechnung liegen die Kostenansätze eines anderen Herstellers zu- grunde. Ein Sicherungskonzept, eine Sicherungsplanung oder ein Schließplan konnte bisher nicht vorgelegt werden. In der Planung ist eine digitale Schließanlage im Offlinebetrieb inklu- sive acht Aufbuchkartenlesern (online) an den Hauptzugängen innen und außen geplant, die in Kombination mit einer vorgesehenen Anzahl an Motor- oder Schaltschlössern als Zugangskontrollen genutzt wer- den können.

398 Provisorische Baukonstruktionen Abstützungen während der Baumaßnahme sind pauschal berücksich- tigt.

399 Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktionen, sonstiges Für die Erschließung der Baugrube während der Bauzeit sind drei tem- poräre Treppen berücksichtigt.

Aufgestellt am 19.12.2025 Ergänzt am 16.04.2026 Dominik Weigel

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