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Leistungsbeschreibung | Rahmenvertrag IT-Beratung
SBK | Vergabeverfahren „IT-Beratung Beratung
konzeptionelle Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die SBK“
Leistungsbeschreibung
Rahmenvertrag „IT-Beratung – konzeptionelle Beratungs- und Unterstüt-
zungsleistungen für die SBK“
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Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeine Übersicht ..................................................................................................................................... 3
1.1 Einordnung und Ausgangssituation ................................................................................................. 3
1.2 Auftragsgegenstand ......................................................................................................................... 3
1.3 Zielsetzung des Rahmenvertrags .................................................................................................... 3
1.4 Leistungsabgrenzung ...................................................................................................................... 5 1.4.1 Leistungsabgrenzung zu bestehenden IT-Verträgen mit Beratungsleistungen .............................. 5
1.5 Zeitlicher Überblick .......................................................................................................................... 6
1.6 Auftragsvolumen .............................................................................................................................. 7 1.6.1 Hinweis: .......................................................................................................................................... 7 1.6.2 Auftragsvolumen ............................................................................................................................. 7
1.7 Ort und Form der Leistungserbringung ............................................................................................ 8
2 Leistungsrahmen und Ergebnisobjekte ........................................................................................... 9
2.1 Leistungsfelder ................................................................................................................................ 9
2.2 Allgemeine Leistungsarten ............................................................................................................ 10
2.3 Mindestanforderungen an Ergebnisobjekte ................................................................................... 11
2.4 Querschnittsanforderung Nachhaltigkeit ........................................................................................ 11
3 Rollen- und Leistungsmodell ......................................................................................................... 12
3.1 Grundlogik ..................................................................................................................................... 12
3.2 Rollenprofile ................................................................................................................................... 12
3.3 Fachliche Zuordnung zu den Leistungsfeldern .............................................................................. 13
3.4 GKV-, Regulatorik- und Organisationskontext ............................................................................... 13
3.5 Rollenprofile und Preiskategorien .................................................................................................. 14
4 Durchführung und Zusammenarbeit .............................................................................................. 15
4.1 Zusammenarbeit mit der SBK und Dritten ..................................................................................... 15
4.2 Steuerung, Kommunikation und Berichtswesen ............................................................................ 15 4.2.1 Fester Ansprechpartner Key-Account und Vertreter ..................................................................... 15 4.2.2 Ansprechpartner Projekte bzw. Leistungsabruf ............................................................................ 15 4.2.3 Dokumentation .............................................................................................................................. 16 4.2.4 Sonstige Anforderungen ............................................................................................................... 16
4.3 Methoden und Referenzrahmen .................................................................................................... 16
4.4 Workshops und Wissenstransfer ................................................................................................... 16 4.4.1 Typische Workshop-Formate ........................................................................................................ 16
4.5 Qualitätssicherung und Unabhängigkeit ........................................................................................ 17
4.6 Mitwirkung der SBK ....................................................................................................................... 17
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1 Allgemeine Übersicht
1.1 Einordnung und Ausgangssituation Die SBK Siemens-Betriebskrankenkasse bereitet die Neuvergabe eines Rahmenvertrags für kon- zeptionelle Beratungs- und Unterstützungsleistungen in der SBK-IT vor. Die SBK versichert mehr als eine Million Menschen und beschäftigt rund 2.000 Mitarbeiter. Als gesetzliche Krankenkasse arbeitet sie in einem besonders regulierten Umfeld mit hohen Anforderungen an Datenschutz, In- formationssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Nachweisfähigkeit und betriebliche Resili- enz. Die SBK-IT entwickelt ihre strategischen, organisatorischen und operativen Steuerungs- und Leis- tungsmodelle kontinuierlich weiter. Dabei bestehen unterschiedliche Beratungsbedarfe entlang der Gestaltung und Steuerung von IT-Leistungen – von Strategie, Governance und Architektur über Serviceorientierung, Organisation und Prozesse bis hin zu Sourcing, Providersteuerung, Security Governance, IT-Resilienz sowie der Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereichen. Ziel ist es, die IT insgesamt stärker steuerbar, transparent und an den Anforderungen des Unter- nehmens ausgerichtet weiterzuentwickeln. Hierzu gehören insbesondere belastbare Zielbilder, klare Rollen und Verantwortlichkeiten, nachvollziehbare Entscheidungs- und Steuerungsstruktu- ren, wirksame Prozesse und Services sowie geeignete Modelle für die Zusammenarbeit mit inter- nen und externen Leistungserbringern. Die Weiterentwicklung eines durchgängig serviceorientierten IT-Management-Verständnisses bil- det dabei einen wichtigen Bestandteil, ist jedoch nicht alleiniger Gegenstand des Rahmenvertrags. Der Beratungsbedarf umfasst ebenso strategische, organisatorische, architektonische, sourcing- und providerbezogene sowie transformations- und transitionsnahe Fragestellungen.
1.2 Auftragsgegenstand Gegenstand ist ein Rahmenvertrag mit bis zu drei Rahmenvertragspartnern über überwiegend kon- zeptionelle, methodische und organisatorische IT-Beratungsleistungen sowie Workshops und In- novationsimpulse. Der Abruf von Leistungen erfolgt individuell im Rahmen eines wettbewerblichen Abrufs (Miniwett- bewerb) zwischen allen Vertragspartnern. Zusätzlich behält sich der Auftraggeber das Recht vor, Aufträge nach Eignung zu vergeben. Die Leistung wird grundsätzlich über Einzelabrufe konkreti- siert. Der Einzelabruf beschreibt Ausgangslage, Ziel, einschlägige Leistungsfelder, erwartete Er- gebnisobjekte, benötigte Rollenprofile, konkrete fachliche Anforderungen, Zeitraum, Aufwand, Mit- wirkungspflichten und Bewertungsschwerpunkte.
1.3 Zielsetzung des Rahmenvertrags
• Weiterentwicklung eines serviceorientierten und steuerbaren IT-Managements.
• Entwicklung belastbarer Zielbilder, Governance-, Betriebs- und Zusammenarbeitsmodelle.
• Vorbereitung nachvollziehbarer Management- und Investitionsentscheidungen.
• Stärkung von Servicekatalog, Ownership, KPI-, Review- und Verbesserungslogik.
• Konzeptionelle Unterstützung in Architektur-, Sourcing-, Provider-, Security-, Resilienz- und CRM-nahen Themen.
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• Befähigung der SBK-Mitarbeiter durch Wissenstransfer, dokumentierte Ergebnisse und geeig- nete Enablement-Maßnahmen.
• Begrenzte transitionsnahe Unterstützung bis zu einem definierten Übergabe-, Abnahme- oder Stabilisierungszeitpunkt.
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1.4 Leistungsabgrenzung Der Schwerpunkt liegt auf Beratungsleistungen mit eigenständigem, nachweisbarem Ergebnisbei- trag. Nicht Gegenstand sind insbesondere:
• operative Security-Leistungen wie Penetrationstests, Security Operations oder dauerhaft oper- ative Security-Services;
• eigenständige Softwareentwicklung, Integrationsentwicklung oder größere Datenmigrationen;
• reine Tool-Konfiguration ohne konzeptionellen Bezug;
• dauerhafte Betriebs-, Administrations-, Support- oder Linienleistungen;
• Arbeitnehmerüberlassung oder reine Besetzungsmodelle ohne eigenständigen Beratungscha- rakter;
• dauerhafte Übernahme von Rollen der SBK-Organisation ohne definiertes Ergebnis, Übergabe- und Befähigungsziel.
Transitionsnahe Leistungen sind zulässig, wenn sie konzeptionell oder steuerungsnah geprägt sind, ein definiertes Ergebnis und Ende besitzen und keine dauerhafte Linien- oder Betriebsunter- stützung begründen. Hierzu zählen insbesondere Rollout- und Abnahmevorbereitung, Provider- oder Betriebsübergaben, Kommunikations- und Etablierungsmaßnahmen sowie zeitlich begrenzte projektleitungsnahe Unterstützung.
1.4.1 Leistungsabgrenzung zu bestehenden IT-Verträgen mit Beratungs- leistungen
• Die Beratungsleistungen zum Hosting, Betrieb, Wartung, Support, und Weiterentwicklung der SBK Intranet Plattform „Confluence“ und Projektmanagement Plattform „Jira“ sind erstrangig mit dem für diese Leistungserbringung verantwortlichem Dienstleister vertraglich geregelt.
Im speziellen Bedarfsfall kann nach Abstimmung der SBK mit dem o.g. Dienstleister eine erfor- derliche Beratungsleistung an einen Rahmenvertragspartner dieses Vertrages beauftragt wer- den. Die Beauftragung richtet sich nach den Vorgaben dieses Vertrages in der Leistungsbe- schreibung.
• Die Beratungsleistungen zu „Entwicklung, Hosting und Betrieb der Digitalen Kundenschnitt- stelle“ (DKS) sind erstrangig mit dem für diese Leistungserbringung verantwortlichem Dienst- leister vertraglich geregelt.
Im speziellen Bedarfsfall kann nach Abstimmung der SBK mit dem o.g. Dienstleister eine erfor- derliche Beratungsleistung an einen Rahmenvertragspartner dieses Vertrages beauftragt wer- den. Die Beauftragung richtet sich nach den Vorgaben dieses Vertrages in der Leistungsbe- schreibung.
• Die Beratungsleistungen zu “Entwicklung, Betrieb und Beratung von Software-Individuallösun- gen“ sind erstrangig mit dem für diese Leistungserbringung verantwortlichen Dienstleistern vertraglich geregelt.
Im speziellen Bedarfsfall kann nach Abstimmung der SBK mit den o.g. Dienstleistern eine er- forderliche Beratungsleistung an einen Rahmenvertragspartner dieses Vertrages beauftragt
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werden. Die Beauftragung richtet sich nach den Vorgaben dieses Vertrages in der Leistungs- beschreibung.
• Die Beratungsleistungen zur „IT-Security-Dienstleistungen“ sind erstrangig mit dem für diese Leistungserbringung verantwortlichen Dienstleistern vertraglich geregelt.
Im speziellen Bedarfsfall kann nach Abstimmung der SBK mit dem o.g. Dienstleistern eine er- forderliche Beratungsleistung an einen Rahmenvertragspartner dieses Vertrages beauftragt werden. Die Beauftragung richtet sich nach den Vorgaben dieses Vertrages in der Leistungs- beschreibung.
1.5 Zeitlicher Überblick
Stand Oktober 2026 ist folgende zeitliche Planung vorgesehen:
| A | ufforderung der Bieter zur Angebotsabgabe | v | oraussichtlich 01/2027 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Vertragsbeginn | voraussichtlich 01.04.2027 | ||||
| Kickoff | Zu Vertragsbeginn |
Tabelle 1: Zeitlicher Überblick
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1.6 Auftragsvolumen
1.6.1 Hinweis: Die für die Angebotserstellung notwendigen Angaben zum Auftragsvolumen werden nachfolgend dargestellt.
Aufgrund von verschiedenen Einflussfaktoren (bspw. Geschäftsplanung und-strategie) als auch externen sowie saisonalen Schwankungen kann die tatsächliche Abnahmemenge je Auftrag vari- ieren, so dass diese in der Leistungsbeschreibung nicht abschließend festgelegt werden können. Das Auftragsvolumen stellt keinen Anspruch auf eine Abnahmemenge dar, der AN besitzt keinen Anspruch auf die Abnahme einer bestimmten Anzahl von Personentagen und keinen Anspruch auf eine bestimmte Verteilung auf Leistungsfelder, Rollenprofile oder Auftragnehmer durch die SBK.
1.6.2 Auftragsvolumen Der Bieter muss nachstehende Ressourcenaufwendungen zur Verfügung stellen können: Beratungsleistungen und Umsetzungsunterstützung: Der Auftraggeber geht davon aus, dass Beratungsleistungen in einem Umfang von voraussichtlich 250 Personentagen (PT) pro Jahr in Anspruch genommen werden.
| Rollenprofile | Anzahl PT´s jähr- lich | Anzahl PT´s 4 Jahre |
|---|---|---|
| Partner | 10 | 40 |
| Senior Manager | 15 | 60 |
| Manager | 55 | 220 |
| Senior Consultant | 100 | 400 |
| Consultant | 70 | 280 |
| Gesamt | 250 | 1.000 |
Fachliche Verteilung der Abrufe. Die Beratungsleistungen können innerhalb sämtlicher in Ziffer 2.1 beschriebenen Leistungsfelder LF1 bis LF9 abgerufen werden. Die konkrete fachliche Verteilung richtet sich nach den während der Vertragslaufzeit entstehenden Bedarfen der SBK und kann zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht abschließend prognostiziert werden.
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Einzelabrufe können ein oder mehrere Leistungsfelder miteinander verbinden. Die dargestellten Rollen- und Mengenansätze dienen der Auftragswertberechnung und Kapazitätsplanung; sie be- gründen weder eine Mindestabnahme noch einen Anspruch auf eine bestimmte fachliche Vertei- lung der Personentage auf einzelne Leistungsfelder, Rollenprofile oder Auftragnehmer.
1.7 Ort und Form der Leistungserbringung
SBK Siemens-Betriebskrankenkasse Ganghoferstraße 29 80339 München
Die Leistungserbringung erfolgt hybrid. Sie kann remote sowie an Standorten der SBK, insbeson- dere in München, erfolgen. Umfang und Anlass von Präsenzleistungen werden im Einzelabruf fest- gelegt.
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2 Leistungsrahmen und Ergebnisobjekte
2.1 Leistungsfelder Die Leistungsfelder LF1 bis LF9 bilden den fachlichen Ordnungsrahmen für Leistungsbeschrei- bung, Referenzen und spätere Einzelabrufe. Ein Abruf kann mehrere Leistungsfelder verbinden. Die konkrete fachliche Anforderung ergibt sich aus dem bzw. den einschlägigen Leistungsfeldern, dem benötigten Rollenprofil sowie der Aufgabenstellung und den erwarteten Ergebnisobjekten.
LF Leistungsfeld Typische Inhalte Typische Ergebnisobjekte
LF1 IT-Strategie und Innovation Entwicklung und Weiterentwicklung von IT-Strate- Zielbild, strategische Leitplanken, Entscheidungsop- gien; strategische Zielbilder und Roadmaps; stra- tionen, Roadmap, Priorisierungsmodell tegische Entscheidungsgrundlagen und Hand- lungsoptionen; Verbindung von Unternehmens- und IT-Strategie; Bewertung technologischer und organisatorischer Entwicklungen; strategische Leitplanken.
| LF2 | IT-Governance, Demand, Portfo- lio und Steuerung | Governance- und Steuerungsmodelle; Entschei- | Governance-Modell, Gremien- und Entscheidungslo- gik, Demand-/Portfolioprozess, Priorisierungsmodell, KPI- und Reportingmodell | ||
|---|---|---|---|---|---|
| dungsrechte, Rollen und Verantwortlichkeiten; | |||||
| Gremien- und Eskalationsstrukturen; Demand- | |||||
| und Portfoliomanagement; Priorisierung; IT-Con- | |||||
| trolling, Kennzahlen und Managementreporting; | |||||
| Schnittstellen zwischen Management, IT, Fachbe- | |||||
| reichen und Dienstleistern. |
LF3 IT-Service-Management und IT-Service-Management und ITSM-Practices; Ser- Servicekatalog, Servicebeschreibungen, Rollenmo- Serviceorientierung viceportfolio, Servicekatalog und Servicemodelle; dell, Practice-/Prozessdesign, SLA/OLA, Test-/Ab- Servicebeschreibungen, Rollen und Verantwort- nahmestrategie, KPI, Verbesserungsbacklog lichkeiten; Incident, Request, Problem und Change Enablement; Service Level und Configu- ration Management; Continual Improvement; Zu- sammenarbeit mit internen und externen Leis- tungserbringern; Service Validation & Testing so- wie Test- und Abnahmestrategien im Servicekon- text, einschließlich konzeptioneller Beratung zu Testmanagement und Testautomatisierung, sowie Lizenzmanagement.
| LF4 | Organisation, Operating Model und Prozesse | Target Operating Models; Organisations- und Be- | Target Operating Model, Rollen- und Verantwor- tungsmodell, RACI/LACMT, Prozesslandkarte, Ziel- prozesse, Zusammenarbeits- und Enablement-Kon- zept | ||
|---|---|---|---|---|---|
| triebsmodelle; Rollen und Verantwortlichkeiten; | |||||
| Aufbau- und Ablauforganisation; End-to-End-Pro- | |||||
| zesse; Prozessanalyse und -optimierung; Schnitt- | |||||
| stellen und Zusammenarbeitsmodelle; organisato- | |||||
| rische Transformation. |
LF5 Architektur, Sourcing, Provider- IT- und Lösungsarchitekturen; Architektur-Zielbil- Architekturprinzipien, Ziel-/Lösungsarchitektur, Sour- und Lizenzmanagement der, Plattform- und Integrationskonzepte; Sour- cing-Entscheidung, MSP-/Provider-Governance, cing-Strategien und Make-or-Buy; Provider- und Control-Plane-/Steuerungsmodell, SLA/OLA, Transi- Supplier-Management; Managed-Service-/MSP- tion-/Exit-Konzept Modelle, Service Integration und Providersteue- rung; Steuerungs- bzw. Control-Plane-Modelle; SLA/OLA; Transitionen, Betriebsübergaben sowie Exit- und Wechselkonzepte; Lizenzmanagement und wirtschaftliche Bewertung von Betriebsmodel- len.
| LF6 | Security Governance, Risk, Compliance und IT-Resilienz | Security Governance; Rollen und Verantwortlich- | Security-Governance-Modell, Kontrollmodell, Risiko- und Compliance-Schnittstellen, ITSCM-/Resilienz- konzept, Nachweisstruktur | ||
|---|---|---|---|---|---|
| keiten; Risiko- und Kontrollmodelle; Compliance- | |||||
| und regulatorische Anforderungen; organisatori- | |||||
| sche Informationssicherheit; IT-Resilienz und Bu- | |||||
| siness Continuity; Wiederanlauf- und Notfallkon- | |||||
| zepte; Dienstleister- und Lieferkettenrisiken. |
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LF Leistungsfeld Typische Inhalte Typische Ergebnisobjekte
LF7 CRM, Anliegenmanagement und IT-seitige Organisations-, Prozess- und Schnitt- Fachliches und organisatorisches Zielbild, End-to- Business-Nähe stellenberatung im Umfeld von CRM und Anlie- End-Prozessmodell, Anforderungs- und Schnittstel- genmanagement; Kunden- und Serviceprozesse; lenmodell IT/Fachbereich, BRM-/Anliegenmodell, Kontakt- und Kommunikationskanäle; Business Umsetzungsroadmap Relationship Management; Übersetzung fachli- cher Anforderungen in IT-Anforderungen; Zusam- menarbeit zwischen IT und Fachbereichen; GKV- spezifische Einbettung, insbesondere mit BIT- MARCK und 21c|ng, soweit für den Abruf rele- vant.
| LF8 | Qualität, Reviews, KVP und Benchmarking | Qualitätsmanagement; Service- und Supplier-Re- | Review-Modell, KPI-Set, Reifegradbewertung, Benchmark, Verbesserungsbacklog, Wirksamkeits- nachweis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| views; Reifegradbewertungen; Benchmarking; | |||||
| Wirksamkeitskontrollen und Kennzahlen; Verbes- | |||||
| serungsmaßnahmen und Verbesserungsback- | |||||
| logs; Continual Improvement. |
LF9 Projekt-, Transformations- und Projekt- und Programmsteuerung; PMO; Planung Projekt-/Transition-Plan, Roadmap, Risiko-, Maß- transitionsnahe Unterstützung von Arbeitspaketen, Streams, Roadmaps und nahmen- und Entscheidungslog, Statusbericht, Ab- Meilensteinen; Risiko-, Maßnahmen- und Ent- nahmevorbereitung, Kommunikations- und Etablie- scheidungsmanagement; Status- und Manage- rungsplan, Wissenstransfer mentreporting; Vorbereitung von Gremien; Trans- formationsbegleitung und Transitionen; Übergang von Projektergebnissen in Organisation oder Be- trieb; Kommunikations- und Etablierungsmaßnah- men.
2.2 Allgemeine Leistungsarten
Leistungsart Beschreibung Typische Ergebnisse
Analyse und Standortbestim- Aufnahme und Bewertung von Ausgangslage, Reife- Analysebericht, Reifegradbild, Problem- mung grad, Stakeholdern, Abhängigkeiten, Risiken und und Ursachenbild, Entscheidungsbedarf Handlungsbedarf.
| Zielbild und Konzeption | Entwicklung von fachlichen, organisatorischen oder | Zielbild, Soll-Konzept, Governance-, Be- triebs-, Service- oder Architekturmodell | ||
|---|---|---|---|---|
| technischen Zielzuständen und geeigneten Lö- | ||||
| sungsoptionen. |
Entscheidungsvorbereitung Bewertung von Alternativen, Risiken, Nutzen, Kosten Optionenvergleich, Business Case, Ent- und Auswirkungen sowie Vorbereitung management- scheidungsvorlage, Roadmap fähiger Entscheidungen.
| Gestaltung und Operationali- | Übersetzung von Zielbildern in Rollen, Prozesse, | Rollenmodell, RACI/LACMT, Practice-/Pro- | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| sierung | Controls, Daten-, Tool- und Reportinganforderungen. | zessdesign, KPI, Toolanforderung |
Review, Qualität und Wirksam- Fachliche Reviews, Reifegradbewertungen, Bench- Reviewbericht, Audit-/Gap-Analyse, Bench- keit marks und Wirksamkeitskontrollen. mark, Verbesserungsbacklog
| Transitionsnahe Unterstützung | Zeitlich begrenzte Vorbereitung und Begleitung von | Transition-/Rollout-Plan, Abnahmekriterien, | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Einführung, Übergabe, Abnahme und Stabilisierung. | Übergabepaket, Stabilisierungsbericht |
Enablement und Wissens- Workshops, Schulungen, Coaching, Dokumentation Workshop-/Schulungsunterlagen, Leitfä- transfer und Befähigung der internen Rollen. den, Playbooks, Wissenstransferplan
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2.3 Mindestanforderungen an Ergebnisobjekte
• Jedes Ergebnisobjekt besitzt einen eindeutigen Zweck, Adressaten, Geltungsbereich, Status und Verantwortlichen.
• Annahmen, Abhängigkeiten, Risiken, offene Punkte und Entscheidungsbedarfe werden trans- parent dokumentiert.
• Ergebnisse werden in einer bearbeitbaren, von der SBK weiter nutzbaren Form übergeben.
• Konzeptionelle Ergebnisse enthalten mindestens Zielzustand, Handlungsoptionen, empfohlene Ausprägung, Umsetzungsschritte und Erfolgskriterien.
• Für Managemententscheidungen ist eine adressatengerechte Kurzfassung bereitzustellen.
• Bei transitionsnahen Leistungen sind Übergabe-, Abnahme- und Stabilisierungsbedingungen festzulegen.
• Know-how-Transfer und Pflegefähigkeit der Ergebnisse sind sicherzustellen.
2.4 Querschnittsanforderung Nachhaltigkeit Nachhaltigkeitsaspekte sind als Querschnittsanforderung bei der Leistungserbringung zu berück- sichtigen. Der Auftragnehmer berücksichtigt bei der Erbringung der vertraglichen Leistungen, so- weit dies für die jeweilige Aufgabenstellung sachlich relevant und verhältnismäßig ist, angemes- sene Nachhaltigkeitsaspekte über den Lebenszyklus einer betrachteten Lösung. Hierzu können insbesondere Ressourcen- und Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit, Langlebigkeit, Wiederverwendbarkeit sowie die Vermeidung unnötiger technischer oder organisatorischer Auf- wände gehören. Die konkret zu berücksichtigenden Nachhaltigkeitsanforderungen können durch den Auftraggeber im jeweiligen Einzelabruf näher bestimmt werden. Aus dieser Regelung ergibt sich keine Verpflichtung zur Anwendung bestimmter Technologien, Methoden, Standards oder Zertifizierungen, sofern diese nicht im jeweiligen Einzelabruf ausdrück- lich gefordert werden.
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3 Rollen- und Leistungsmodell
3.1 Grundlogik Für die Einordnung der Leistungen gelten zwei Dimensionen: Leistungsfeld und Rolle. Das Leis- tungsfeld beschreibt, was fachlich geleistet wird; die Rolle beschreibt das erforderliche Erfahrungs- , Selbständigkeits- und Verantwortungsniveau. Interne Jobtitel des Auftragnehmers sind nicht maß- geblich. Für den Einzelabruf werden das bzw. die einschlägigen Leistungsfelder, das benötigte Rollenprofil sowie die konkrete Aufgabenstellung und die erwarteten Ergebnisobjekte festgelegt. Zusätzliche Experten-, Domänen- oder Senioritätsklassen werden nicht verwendet.
3.2 Rollenprofile
| Nr. | Rollenprofil | Erwartetes Niveau | Typische Verantwortung / Beiträge | Fachliche | Relevante Berufserfahrung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zuordnung |
1 Partner Strategische Beratung, Management-Spar- Beratung von Führungskräften und Gre- LF1-LF9 ge- mindestens 12 Jahre ring, Entscheidungsunterstützung und über- mien; Handlungsoptionen und richtungs- mäß Einzel- greifende Qualitätssicherung. weisende Entscheidungen; Moderation abruf von Zielkonflikten und Eskalationen; Qualitätssicherung.
| 2 | Senior Manager | Übergreifende fachliche Verantwortung für komplexe Vorhaben, mehrere Themen oder Streams. | Strukturierung komplexer Fragestellun- | LF1-LF9 ge- mäß Einzel- abruf | mindestens 10 Jahre | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| gen und Zielbilder; Steuerung mehrerer | |||||||
| Streams und Stakeholder; Management- | |||||||
| kommunikation; Abhängigkeiten, Risiken | |||||||
| und Qualität. |
3 Manager Eigenständige Leitung und Steuerung größe- Konzeption und Planung; Workshopmo- LF1-LF9 ge- mindestens 7 Jahre rer Projekte, Streams oder Arbeitspakete. deration; Stakeholdermanagement; Ent- mäß Einzel- scheidungsvorbereitung; Ergebnisverant- abruf wortung und Vertretung der Ergebnisse.
| 4 | Senior Consultant | Eigenständige fachliche Beratung und Ver- antwortung für anspruchsvolle Arbeitspakete. | Analyse bestehender Strukturen; fachli- | LF1-LF9 ge- mäß Einzel- abruf | mindestens 5 Jahre | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| che Konzepte; Arbeitspaketverantwor- | |||||||
| tung; Workshops; strukturierte Ergeb- | |||||||
| nisse und Handlungsempfehlungen. |
5 Consultant Selbständige Bearbeitung klar abgegrenzter Analyse und strukturierte Aufbereitung; LF1-LF9 ge- mindestens 2 Jahre fachlicher Aufgaben. Dokumentation und Konzeptbestandteile; mäß Einzel- Vor-/Nachbereitung von Workshops und abruf Interviews; Ergebnisunterlagen.
| 6 | Junior | Unterstützende Leistungserbringung unter fachlicher Anleitung. | Recherche, Datenerhebung und -aufbe- | gemäß Unter- stützungsbe- darf im Einzel- abruf | keine personenbezogene Min- destprüfung | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| reitung; Präsentationen, Protokolle und | |||||||
| Dokumentenpflege; organisatorische und | |||||||
| vorbereitende Tätigkeiten. Keine eigen- | |||||||
| ständige fachliche Ergebnis-, Projekt- | |||||||
| oder Beratungsverantwortung. |
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3.3 Fachliche Zuordnung zu den Leistungsfeldern
Zusätzliche Expertenprofile entfallen. Die fachliche Kompetenz wird über die Leistungsfelder LF1 bis LF9 und konkrete Projekterfahrung nachgewiesen. Im Teilnahmewettbewerb werden je Mitar- beiterprofil die fachlichen Schwerpunkt-Leistungsfelder angegeben; im Einzelabruf gelten die für die konkrete Aufgabe geforderten Leistungsfelder und Erfahrungen. Zertifizierungen sind typische, fachlich passende Qualifikationsnachweise, ersetzen aber keine einschlägige Berufs- und Pro- jekterfahrung; gleichwertige Qualifikationen werden berücksichtigt.
LF Leistungsfeld
LF1 IT-Strategie und Innovation
LF2 IT-Governance, Demand, Portfolio und Steuerung
LF3 IT-Service-Management und Serviceorientierung
LF4 Organisation, Operating Model und Prozesse
LF5 Architektur, Sourcing, Provider- und Lizenzmanagement
LF6 Security Governance, Risk, Compliance und IT-Resilienz
LF7 CRM, Anliegenmanagement und Business-Nähe
LF8 Qualität, Reviews, KVP und Benchmarking
LF9 Projekt-, Transformations- und transitionsnahe Unterstützung
3.4 GKV-, Regulatorik- und Organisationskontext
Separate Domänenprofile entfallen. GKV-/Sozialversicherungserfahrung, regulatorische Kenntnisse und Erfahrun- gen in vergleichbaren regulierten Organisationen werden als nachzuweisender Erfahrungskontext betrachtet. Sie sind über konkrete Referenzen bzw. persönliche Projektbeiträge nachzuweisen und können im Einzelabruf ent- sprechend der Aufgabenstellung gezielt gefordert werden.
Kontext Konkretisierung
GKV / Sozialversicherung Konkrete Erfahrung in der gesetzlichen Krankenversicherung oder Sozialversicherung mit Bezug zu vergleichbaren fachlichen, organisatorischen oder IT-bezogenen Aufgaben.
| Regulatorik | Erfahrung mit einschlägigen regulatorischen Anforderungen, insbesondere Sozialgesetzbuch (z. B. | ||
|---|---|---|---|
| SGB V, SGB X), Datenschutz und Sozialdaten, einschließlich ihrer Überführung in organisatorische, | |||
| prozessuale oder IT-bezogene Lösungen. |
Vergleichbare regulierte Or- Erfahrung in vergleichbaren Organisations-, Provider-, Kernsystem-, CRM-/Anliegen- oder Transfor- ganisationen mationskontexten in regulierten Organisationen.
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3.5 Rollenprofile und Preiskategorien
Nr. Rollenprofil Preisbezug Einordnung
1 Partner Tagessatz Partner gemäß Preisblatt Rollenprofil und Preiskategorie ent- sprechen einander.
| 2 | Senior Manager | Tagessatz Senior Manager gemäß Preisblatt | Rollenprofil und Preiskategorie ent- | ||
|---|---|---|---|---|---|
| sprechen einander. |
3 Manager Tagessatz Manager gemäß Preisblatt Rollenprofil und Preiskategorie ent- sprechen einander.
| 4 | Senior Consultant | Tagessatz Senior Consultant gemäß Preisblatt | Rollenprofil und Preiskategorie ent- | ||
|---|---|---|---|---|---|
| sprechen einander. |
5 Consultant Tagessatz Consultant gemäß Preisblatt Rollenprofil und Preiskategorie ent- sprechen einander.
6 Junior Tagessatz Junior gemäß Preisblatt Unterstützende Rolle ohne perso- nenbezogene Profilprüfung im Teil- nahmewettbewerb.
Separate Senioritätsstufen entfallen. Die Rollenprofile bilden zugleich die preisbezogenen Katego- rien des Rahmenvertrags. Die Zuordnung richtet sich nach relevanter Berufserfahrung, tatsächli- chen Aufgaben, Selbständigkeit und Verantwortung; interne Anbieterbezeichnungen sind nicht maßgeblich.
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4 Durchführung und Zusammenarbeit
Die folgenden Leistungen innerhalb der Einzelabrufe erfolgen in enger Abstimmung und Koordi- nation mit der SBK und weiteren externen Dienstleistern des Auftraggebers. Der Auftragnehmer muss dem Auftraggeber im Falle einer Beauftragung das Wahlrecht zwischen der Abrechnung nach Aufwand und Zeit, Festpreis oder dem agilen Festpreis einräumen (siehe hierzu Vergütung in EVB IT Rahmenvertrag)
4.1 Zusammenarbeit mit der SBK und Dritten
• Enge Zusammenarbeit mit IT, Fachbereichen, Architektur, Informationssicherheit, Datenschutz, Einkauf sowie bestehenden Dienstleistern;
• Konstruktive Kooperation mit BITMARCK und weiteren GKV-Dienstleistern, soweit der Abruf dies erfordert;
• Frühzeitige Anzeige von Zielkonflikten, Risiken, fehlenden Entscheidungen und Kapazitätseng- pässen;
• Keine Veränderung von Verantwortlichkeiten oder Leistungen Dritter ohne Abstimmung mit der SBK;
• Adressatengerechte Kommunikation für Management, Fachlichkeit und Technik.
4.2 Steuerung, Kommunikation und Berichtswesen
4.2.1 Fester Ansprechpartner Key-Account und Vertreter Dem Auftraggeber muss ein fester Ansprechpartner für vertragliche und organisatorische Fragestellungen beim Auftragnehmer zur Verfügung stehen. Der Kontaktweg ist per Telefon, per E-Mail und per Post. Dieser Ansprechpartner sowie ein möglicher Vertreter sind spätestens zum Vertragsschluss der SBK zu benennen. Diese telefonische Erreichbarkeit dieser Ansprechpartner oder deren Vertretung ist werktags, außer an bundesweiten und regionalen Feiertagen, telefonisch von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr gegeben und ist kostenfrei oder erfolgt zum Ortstarif aus dem deutschen Festnetz. Auf Anfragen der SBK zu folgenden Themen müssen die Ansprechpartner des Auftragnehmers innerhalb von drei (3) Werktagen reagieren: • Kaufmännische Fragestellungen • Grundlegender Beratung des Auftraggebers im Rahmen von laufenden oder zukünftigen Vertragsdurchführungen
4.2.2 Ansprechpartner Projekte bzw. Leistungsabruf In den jeweiligen Angeboten zu Einzelabrufen müssen die für die Leistungserbringung vorgesehenen Ansprechpartner und Berater des Auftragnehmers namentlich benannt sein. Die benannten Personen sind dem geforderten Rollenprofil zuzuordnen und müssen die im Einzelabruf geforderten fachlichen Kompetenzen und Erfahrungen in den einschlägigen Leistungsfeldern erfüllen.
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4.2.3 Dokumentation Der Auftragnehmer ist verpflichtet, dem Auftraggeber nach Abschluss der Analysen und Konzeption eine ausführliche Dokumentation in digitaler Form vorzulegen. Die Dokumentation muss Auskunft geben über Ziele, Ergebnisse der Analysen, die Konzeption sowie Handlungsempfehlungen und in einem gemeinsamen Termin präsentiert werden.
4.2.4 Sonstige Anforderungen
• Für länger laufende Abrufe regelmäßiger Status mit Fortschritt, Ergebnissen, Aufwand, Risiken, Entscheidungen und nächsten Schritten.
• Führung eines Entscheidungs-, Risiko- und Maßnahmenlogs, soweit für den Abruf erforderlich. • Unverzügliche Eskalation bei wesentlichen Abweichungen von Ziel, Zeit, Aufwand, Qualität oder Verfügbarkeit.
4.3 Methoden und Referenzrahmen Der Auftragnehmer setzt je Aufgabenstellung geeignete, aktuelle und verhältnismäßige Methoden ein. Frameworks dienen als Referenz, nicht als Selbstzweck. Erwartet wird die Fähigkeit, unter anderem ITIL 4, ISO/IEC 20000, COBIT, TOGAF/ArchiMate, IT4IT, BPMN, ISO 27001/BSI, BCM/ITSCM, klassische, agile und hybride Projektmethoden sowie geeignete Moderations-, Analyse- und Veränderungsmethoden kontextbezogen anzuwenden.
4.4 Workshops und Wissenstransfer
Workshops können als eigenständige Leistung oder als Bestandteil eines Einzelabrufs beauftragt werden. Sie dienen der gemeinsamen Analyse, Konzeption, Entscheidungsfindung, Priorisierung oder Konkretisierung einer konkreten Fragestellung der SBK. Ausgangspunkt ist jeweils ein definierter fachlicher Bedarf bzw. eine konkrete Problemstellung. Ziel eines Workshops ist nicht die allgemeine Wissensvermittlung, sondern die gemeinsame Erarbeitung eines für die SBK nutzbaren Ergebnisses. Inhalt, Zielsetzung, Teilnehmerkreis, Format, Dauer, Ort der Durchführung sowie die erwarteten Ergebnisobjekte werden im jeweiligen Einzelabruf festgelegt. Der Auftragnehmer übernimmt – soweit vereinbart – Vorbereitung, Moderation, Durchführung, Nachbereitung und Dokumentation des Workshops. Die erarbeiteten Ergebnisse sind in einer für die SBK weiter nutzbaren Form zu übergeben. Der erforderliche Wissenstransfer erfolgt grundsätzlich im Rahmen der gemeinsamen Bearbeitung, durch Erläuterung der entwickelten Lösungen sowie durch geeignete Dokumentation und Übergabe der Ergebnisse. Ziel ist, dass die SBK die erarbeiteten Inhalte nachvollziehen, anwenden und weiterentwickeln kann. Klassische standardisierte Schulungs- oder Zertifizierungsleistungen sind nicht Gegenstand dieses Rahmenvertrags.
4.4.1 Typische Workshop-Formate
Workshops können insbesondere eingesetzt werden für: • Analyse und Standortbestimmung, • Zielbild- und Konzeptentwicklung, • Prozess- und Servicedesign,
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Leistungsbeschreibung | Rahmenvertrag IT-Beratung
• Governance- und Rollenklärung, • Architektur- und Sourcingfragestellungen, • Entscheidungs- und Priorisierungsworkshops, • Reviews und Verbesserungsmaßnahmen, • Transition, Etablierung und Wissenstransfer. • Der konkrete Leistungsumfang richtet sich nach dem jeweiligen Einzelabruf.
Für die Abrechnung eines Workshops oder Wissenstransfer wird das entsprechend eingesetzte Rollenprofil mit dem vereinbarten Tagessatz anteilig in Rechnung gebracht.
4.5 Qualitätssicherung und Unabhängigkeit
• Fachliche Vier-Augen- oder Review-Logik für wesentliche Ergebnisobjekte;
• Nachvollziehbarkeit von Quellen, Annahmen und Bewertungsmaßstäben;
• Klare Trennung von Beratungsempfehlung und möglichen eigenen Umsetzungs- oder Produktin- teressen;
• Anzeige von Interessenkonflikten, Herstellerbindungen und Subunternehmerrollen;
• Keine verdeckte Arbeitnehmerüberlassung oder dauerhafte Linienvertretung
4.6 Mitwirkung der SBK
• Benennung fachlicher Ansprechpartner und Entscheider;
• Bereitstellung verfügbarer Unterlagen, Daten und Zugänge;
• Organisation erforderlicher Stakeholdertermine;
• Zeitnahe Rückmeldung und Entscheidungen;
• Prüfung und Freigabe von Zwischenergebnissen;
• Abstimmung mit bestehenden Vertragspartnern, soweit erforderlich.
Mitwirkungspflichten werden im Einzelabruf konkretisiert. Fehlende Mitwirkung ist vom Auftragneh- mer frühzeitig transparent zu machen; Auswirkungen und Handlungsoptionen sind darzustellen.
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