2026-06-01_Leistungsbeschreibung Forstfeld, Waldau, Oberzwehren.pdf

Konzepterstellung und vierjähriges Sanierungsmanagement für drei Quartiere in Kassel

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 28.10.2026, 09:22 (Europe/Berlin)

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Leistungsbeschreibung Forstfeld, Waldau, Oberzwehren nach KfW 432 – Bausteine A und B

Umwelt- und Gartenamt -Umweltplanung-

Verschiedene Dienstleistungen für

drei Quartiere nach KfW 432

„Konzepterstellung und

Sanierungsmanagement in Forstfeld,

Waldau und Oberzwehren in Kassel“

Leistungsbeschreibung zur Angebotsaufforderung

Stand 01. Juni 2026

Vorgesehene Laufzeit bis Oktober 2031

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Dienstleistungen im Rahmen der Quartiersprojekte

Siedlung Forstfeld, Wohnstadt Waldau und Kassel-

Oberzwehren – Konzepterstellung und

Sanierungsmanagements

1. Veranlassung und Zielsetzung ....................................................... 3

2. Angaben zu den Quartieren ............................................................ 4

3. Leistungsbeschreibung ................................................................. 11

4. Vergabe und Bewertung ............................................................... 19

5. Veröffentlichungen/ Nutzungsrechte ........................................ 23

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1. Veranlassung und Zielsetzung

Die Stadt Kassel hat sich das Ziel gesetzt schnellstmöglich klimaneutral zu werden. Der Gebäudesektor spielt dabei eine wesentliche Rolle. Menschen sollen durch stadtteilbezogene Angebote und Formate befähigt werden, richtungssichere Entscheidungen für ihre Gebäude bzw. Haushalte zu treffen.

Der Bereich Gebäude ist ein wesentlicher Sektor bezogen auf die Energienachfrage und die Treibhausgasemissionen. Darüber hinaus muss es vor dem Ziel der Klimaneutralität auch um Veränderungen u.a. des Mobilitätsverhaltens oder des Konsums gehen. Zukunftsfähige Lösungen müssen außerdem die Klimawandelanpassung berücksichtigen.

Die Projekte verstehen sich als Angebot zum selber machen. Es geht um Empowerment, Strukturen und Kompetenzen aufbauen, gegenseitigen Austausch zu fazilitieren.

Ziel dieser Ausschreibung ist es, ein Konsortium zu finden, dass die drei Quartierskonzepte erstellt und die Sanierungsmanager*innen im Sinne der KfW zu einem Team ergänzt und alle möglicherweise aufkommenden Fragestellungen im Rahmen der Umsetzung bedienen kann.

Teilziele sind dafür:

  • Erstellung der Quartierskonzepte
  • breite Aktivierung / Erreichen aller Personen aus den verschiedenen Eigentums- bzw. Siedlungsstrukturen
  • Entwicklung von zielgruppenspezifischen Angeboten für Mieterinnen und Mieter
  • Entwicklung von Lösungen für das nachhaltige Beheizen von Mehrfamilienhäusern mit Etagenheizungen und organisatorisches, öffentlichkeitswirksames Begleiten solcher Vorhaben
  • Erreichung aller Bevölkerungsschichten und Sensibilisierung aller Menschen in den Quartieren für das Thema Energie - insbesondere derjenigen, die nicht in das aktive Stadtteilleben eingebunden sind
  • Befähigung der Bewohnerschaft zur eigenständigen Verbreitung von Maßnahmen zum Energiesparen etc. (Train the trainer)
  • Quartiersbezogene Anpassung und Umsetzung der bereits entwickelten Angebote für Einfamilienhäuser
  • Entwicklung von Unterstützungsangeboten für die Gebäude der alten Ortskerne: Machbarkeitsstudie Mikro-Nahwärme und/ oder Entwicklung und Bekanntmachen von Ansätzen für individuelle Heizungslösungen in schwierigen Einbausituationen
  • Analyse der Optionen zur Anpassung an den Klimawandel insbesondere in den verdichteten Wohnbereichen, auch zur Reduktion der Kühlungsbedarfe im Sommer
  • Kontaktaufnahme zu und Beratung von Personengruppen mit gewerblichen Liegenschaften
  • Konzepte ausarbeiten für die klimaangepasste Weiterentwicklung von Freiflächen
  • Einbindung von Schulen und Bildungsträgern
  • Umsetzung der Strategien und Maßnahmen aus den Konzepten, zur Erreichung der Klimaneutralität auf Quartiers- und individueller Ebene inkl. Energieversorgung, Mobilität,

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Konsum etc. in Abstimmung mit den stadtweiten Strategien und Maßnahmen z.B. der Klimaschutzstrategie 2030 und der kommunalen Wärmeplanung

  • Initiierung und Begleitung eines Prozesses für einen kulturellen Wandel mit den Menschen im Stadtteil unter der Frage: Wie funktioniert klimaneutrales, klimaglückliches urbanes Leben?
  • Umsetzung von Maßnahmen, die sich aus den Energieversorgungsszenarien der EQKs ergeben, in Abstimmung mit der Wärmeplanung für den Stadtteil
  • Etablierung eines Beratungsangebots zur Gebäudesanierung und zum klimafreundlichen Leben im Stadtteil für die Dauer des Sanierungsmanagements
  • Ausnutzung von gemeinschaftlichen Effekten z.B. Kostensenkung durch Einkaufspools für PV, Wärmepumpen etc.
  • Initiierung und Aufbau einer selbsttragenden Struktur im Stadtteil, die die begonnenen Maßnahmen und Prozesse über die Projektlauzeit hinaus weiterführt.
  • Kapazitätsaufbau der engagierten Menschen vor Ort z.B. durch gezielte Schulungen.
  • Erarbeiten und begleiten von Umnutzungskonzepten im Zuge umfassender Sanierung für effizientere Wohnraumnutzung/ Wohnraumschaffung angelehnt an Konzepte der Wohnraumagentur Göttingen o.ä.

2. Angaben zu den Quartieren

2.1. Oberzwehren, Abgrenzung des Plangebiets

Der am Südwestrand Kassels gelegene Stadtteil Oberzwehren besteht räumlich aus unterschiedlichen städtebaulichen Teilgebieten mit begleitenden ausgeprägten Grünstrukturen. Ein dörflicher Ortskern an der Verbindungsstraße zwischen Kassel und dem südwestlichen Umland ist der bauliche Ausgangspunkt der Stadtteilentwicklung. Nach der ersten urkundlichen Erwähnung im Jahr 1196 bleibt Oberzwehren über 700 Jahre ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, bevor Anfang des 20. Jahrhunderts und vor allem mit der Eingemeindung nach Kassel 1936 der städtebauliche Wandel zum Wohnstadtteil beginnt. 1967 verlässt der letzte landwirtschaftliche Betrieb den Ortsteil.

Ende der 1930er Jahre beginnt der Bau der Mattenbergsiedlung westlich der Ortslage. In den 1950er und 1960er-Jahren wird die Siedlung erweitert, ergänzend kommt die Siedlungsbebauung am Schenkelsberg hinzu. In den 1960er Jahren entsteht westlich des Ortskerns die Brückenhofsiedlung mit bis zu 17-geschossigen Hochhäusern und insgesamt ca. 1.750 Wohnungen. Daneben umfasst der Ortsteil das Einzelhaus-Wohngebiet am Schenkelsberg südlich des Ortskerns und weitere kleinere Einzelhauswohngebiete im Umfeld des Ortskerns. In der Summe ist Oberzwehren mit knapp 13.000 Einwohner*innen der fünftgrößte Stadtteil Kassel.

Naturräumlich ist der von Westen in das Siedlungsgebiet hineinführende Heisebachgrünzug mit einer großen Kleingartenanlage am Mattenberg und Sportanlagen im Talbereich der größte zusammenhängende Landschaftsraum im Stadtteil. Im Süden kommen die Schenkelsberghöhe,

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im Osten der südliche Abschnitt des Dorothea-Viehmann-Grünzug und nach Norden der schmale Grünzug des Dönchebaches als weitere Landschaftsräume im Stadtteil hinzu. Nördlich an den Stadtteil grenzt mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz „Dönche“ ein als FFH-Gebiet geschützter großzügiger Landschafts- und Erholungsraum an.

Abbildung 1: Lage des Stadtteils im Stadtgebiet.

Abbildung 2: Quartiersgrenze, das Plangebiet umfasst ca. 250 ha und über 12.000 Personen.

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Sozial bestimmend für den Stadtteil sind sein hoher Anteil von Einwohnerinnen mit Migrationshintergrund und die wirtschaftlich eingeschränkte Lage vieler Haushalte. Mit 8.865 Personen haben fast 70 % der Einwohnerinnen eine Migrationsgeschichte im Vergleich zu 46 % in der Gesamtstadt. Oberzwehren nimmt hier nach der Nordstadt den 2. Platz in Kassel ein und erfüllt damit eine hohe Integrationsfunktion für die Stadt. Im Kasseler Südwesten ist Oberzwehren mit einem Durchschnittsalter der Bevölkerung von 41,7 Jahren der „jüngste Stadtteil“ und liegt unter dem Kasseler Mittel mit 42,9 Jahren. Bei der Betrachtung von Arbeitslosenquote, Bezug von Sozialleistungen und dem Anteil Alleinerziehender Haushalte weist Oberzwehren jeweils höhere Zahlen auf, als der städtische Durchschnitt, ohne extrem hohe Werte zu erreichen.

Der Stadtteil verfügt über ein breites Angebot an sozialen Einrichtungen. Neben mehreren Kitas gibt es die 2 Grundschulen „Schenkelsberg“ und „Brückenhof-Nordshausen“ und ab Sommer 2026 eine neue Grundschule an der GAZ (Georg-August-Zinnschule). Im Stadtteil liegen zudem mehrere weiterführende Schulen und seit Beginn der 1970er Jahre ein Standort der Universität Kassel (das „Aufbau- und Verfügungszentrum“ AVZ). Es gibt 2 Jugendzentren, eine Spiellandschaft für Kinder und ein eigenes Hallenbad im Stadtteil. Mit den Räumen des Frauentreffs und des Mittelpunktes im Brückenhof, des Stadtteiltreffs am Mattenberg, dem „Roten Haus“ im Ortskern und der Kulturhalle an der Berlitstraße am Fuß des Mattenbergs stehen (zum Teil in Größe und Ausstattung unzureichende) soziale Begegnungsorte zur Verfügung, die für unterschiedliche Beratungs-, Bildungs-, Bewegungs- und Kulturangebote genutzt werden.

Die Nahversorgung im Stadtteil ist mit mehreren Lebensmittelversorgern und Discountern sehr gut. Religiös ist der Stadtteil mit den beiden christlichen Hauptkirchen, mehreren Freikirchen und seit 2014 auch mit einer neu errichteten Moschee breit aufgestellt. Hausarztpraxen und verschiedene Fachärzt*innen stellen gemeinsam mit 2 Apotheken die medizinische Grundversorgung sicher. Der breit aufgestellte lokale Sportverein TSV 91 und weitere Vereine bieten unterschiedliche Sport- und Aktivitätsangebote.

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2.1. Forstfeld und Abgrenzung des Plangebiets

Das Forstfeld liegt an der östlichen Stadtgrenze zwischen den Stadtteilen Bettenhausen und Waldau. In mehreren Bauphasen entstanden hier seit den 1930er Jahren vier Siedlungsviertel, von denen die drei älteren vornehmlich 1- und 2-Familienhäuser mit größeren Gartengrundstücken aufweisen; einzig in der in den 70er Jahren errichteten Heinrich‐Steul‐ Siedlung ist mehrgeschossiger Mietwohnungsbau anzutreffen. Im Süden bildet der Wahlebach mit teilweise breiteren Uferauen die Grenze zum benachbarten Waldau; dort liegt auch der Sportplatz.

Abbildung 3: Lage des Stadtteils im Stadtgebiet.

Abbildung 4: Quartiersgrenze

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Das Plangebiet umfasst ca. 152 ha mit knapp 1.500 Gebäuden.

Das Forstfeld verfügt über relativ homogene Baustrukturen, die stark von vier Siedlungen geprägt sind, die von den 1920er bis zu den 1950er Jahren entstanden sind. Während der nördliche Teilbereich der „Städtischen Siedlung“ durch den Gegensatz von niedrigem Geschosswohnungsbauten (Zeilenbau) und der monolithischen Großstruktur der Heinrich- Steul-Siedlung (kürzlich saniert) geprägt ist, wird der südliche Teilbereich von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt, die insbesondere in den Siedlerbereichen eine hohe städtebauliche Homogenität aufweisen. Die Siedlungshäuser, häufig Reihenhäuser, weisen aber heute eine sehr unterschiedliche Eigentümer*innenstruktur auf, was sich auch in sehr unterschiedlichen Sanierungszuständen der einzelnen Gebäude bemerkbar macht. In der „Städtischen Siedlung“ hingegen gehören die Mehrzahl der Mehrfamilienhäuser der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG. Abgesehen von kleineren Geschosswohnungsbaubereichen und dem Seniorenwohnheim wird auch der Lindenberg im Wesentlichen von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt. Die Siedlerquartiere und der Lindenberg sind von Überalterung betroffen, sodass hier Handlungsbedarf in der Unterstützung des Generationenwechsels und der Schaffung altersgerechten Wohnraums für alle Einkommensgruppen besteht.

Zeilenbauten Städtische Siedlung Forstfeld / Typische Siedlungshäuser Forstfeld

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2.2. Waldau, Abgrenzung des Plangebiets

Der südöstlich gelegene Stadtteil Waldau ist gewissermaßen dreigeteilt. Es gibt ein ausgedehntes Wohngebiet, das weitflächige Freizeit‐ und Erholungsgelände Fulda‐Aue mit dem ‚Buga‐See‘ und dem großen Industriepark im Südteil. Die Wohnviertel gehen zurück auf das alte Dorf Waldau. Das an der alten Durchgangsstraße nach Nürnberg gelegene Waldau, erstmals 1293 urkundlich erwähnt, war jahrhundertelang eine kleine dörfliche Siedlung. Eine landgräfliche Burg lässt sich bereits für den Anfang des 15. Jahrhunderts nachweisen. Seit den 1960er Jahren wurde westlich davon die Wohnstadt Waldau (ca. 2.000 Wohnungen) errichtet, sie besteht vorwiegend aus Gebäuden mit vier und mehr Geschossen. Das örtliche Einzelhandels‐ und Dienstleistungsangebot ist gut, die Anbindung an das ÖPNV‐Netz ist durch mehrere Buslinien gegeben. Außerdem gibt es eine kleine AST-Linie, die nach Bedarf zwischen Wohnstadt und Ortskern verkehrt. Insgesamt leben hier ca. 6.500 Menschen.

Abbildung 5: Lage des Stadtteils im Stadtgebiet.

Das Plangebiet umfasst ca. 182 ha mit ca. 680 Gebäuden. Das Quartier ist ein Wohngebiet mit freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern (EZFH) einerseits und einer dicht besiedelten Wohnstadt und weiteren Zeilenbauten und Hochhäusern andererseits. Der Ortskern Waldau verfügt über die mit weitem Abstand ältesten Gebäude. In den 1960er Jahren kam dann die Wohnstadt Waldau hinzu. Hierbei handelte es sich zum großen Teil um Sozialwohnungen.

Im Norden verläuft der Wahlebach. Diesen begleitend verläuft der Wahlebach-Grünzug. Im Süden verläuft die A 49, im Westen die B 83. Dahinter liegt das Naherholungsgebiet „Buga- See“, entstanden im Rahmen der Bundesgartenschau 1981. Südlich der Autobahn liegt das Gewerbegebiet Waldau.

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Abbildung 6: Quartiersgrenze

Abbildung 7: 1966: Die Wohnstadt Waldau war eines der größten Bauprojekte im Nachkriegs-Kassel. Innerhalb kurzer Zeit wurde hier in 200 Gebäuden Wohnraum für 7000 Menschen geschaffen.

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3. Leistungsbeschreibung

3.1. Allgemeines

Die Stadt Kassel beabsichtigt zwei Sanierungsmanagerinnen für die drei Quartiere einzustellen (ca. 1,5 VZÄ zu Beginn). Diese Personen sollen zur Umsetzung der Konzepte und um die Anforderungen der KfW zu erfüllen gezielt durch externe Dienstleister unterstützt werden. Die Sanierungsmanagerinnen fordern also je nach Maßnahme oder Projekt die notwendigen Leistungen an.

Wir suchen ein erfahrenes Büro bzw. Konsortium, welches den Prozess und die einzustellenden Personen fachlich und inhaltlich unterstützt, begleitet und ggf. schult.

Die Vergabe teilt sich in drei Stadtteile/Quartiere und umfasst jeweils die Erstellung des Konzepts und das Sanierungsmanagement.

Die Vergabe erfolgt als einseitig verbindliche Rahmenvereinbarung. Die Konzepterstellung ist gemäß Förderrichtlinie gesetzt. Art und Umfang der Arbeiten im Rahmen des Sanierungsmanagements sind naturgemäß vorab nicht genau definierbar. Diese können je nach Personal- und Haushaltslage bei der Stadt im Laufe der Jahre auch ggf. erheblich schwanken. Der Umfang der Vergabe orientiert sich am Fall, dass die Stadt die geplanten eigenen Personalmittel nicht oder nur teilweise ausschöpft. Dies ist äußerst unwahrscheinlich und stellt lediglich eine Sicherheit dar, um in jedem Fall handlungsfähig zu sein. Durchschnittliche Umsätze von 35.000-45.000 € Personalkosten pro Jahr und Quartier sind ein wahrscheinlicher Aufwand für externe Dienstleister.

Die drei Quartiere weisen deutliche thematische Überschneidungen auf. Während es im Bereich EZFH schon erprobte Angebote und Formate (=Produkte) gibt, gilt es vor allem für Mietende, Mehrfamilienhäuser und die Fachwerk-Ortskerne noch Produkte zu entwickeln.

Es gibt für alle Bereiche schon mehr oder weniger konkrete Ideen. Es wird in den Konzepten also nicht von Null angefangen. Es geht vielmehr darum, Menschen zum Mitmachen zu gewinnen, Dinge auszuprobieren, Prioritäten zu ermitteln, aus Ideen konkrete Formate zu entwickeln und diese dann mit den Engagierten vor Ort praktisch umzusetzen. Vernetzen und Ermöglichen steht im Vordergrund. Das gilt umso mehr, da in den Stadteilen auch Städtebauförderungsprojekte aktiv sind bzw. waren und über diese ein enger Kontakt zu den engagierten vor Ort bzw. untereinander besteht. Anders wären die Quartiere (insb. Oberzwehren mit >12,000 Bewohnenden) auch nicht zu bespielen.

Auch bei der Akteursansprache gibt es gewisse Synergien, da die übergeordneten Akteure (Wohnungsbaugesellschaften, Innungen, Verbrauchzentrale etc.) ebenfalls die gleichen sind.

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Beispielhaft hier ein möglicher Arbeitsplan aus der Vorhabenbeschreibung für Kassel- Oberzwehren (ohne Gewähr oder Festlegung)

Abbildung 8: Möglicher Arbeitsplan für das Sanierungsmanagement Kassel-Oberzwehren (zeitlich unverbindlich)

Kassel-OberzwehrenHalbjahre ab Projektbeginn
Arbeitspakete1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Projektsteuerung
Bekanntmachen des Projekts im Quartier
Konzepterstellung
Auftakt- und Abschlussveranstaltung
Regelmäßiges Treffen der Lenkungsrunde
Maßnahmencontrolling und Bericht an Lenkungsrunde
Abschlussbericht und Verwendungsnachweis
Gebäudesanierung und Energie
kostenlose Einstiegs-Energieberatung
Kampagne zur PV Installation
Mitmach-Baustellen planen + durchführen
Kampagne Heizungstausch und Heizenergie sparen
Sanierungslösungen für typische Gebäude erarbeiten und in digitalen Wegweiser
Kampagne Energiesparen für Mietende mit Fokus Migrationshintergrund
Pilotprojekt z.B. Austausch von Gasetagenheizungen, Beratung Wohneigentums- gemeinschaften, Konzept für Übertragbarkeit
Ehrenamtsgruppe fördern für Verstätigung der Aktivitäten
Tag des offenen Heizungskellers
Konzepte zur Wohnraumsuffizienz / Umbau- beratung (Wohnen in jedem Alter /
Mobilität
Begleitveranstaltung/ -aktion im Rahmen der EU- Mobilitätswoche
Grüne Infrastruktur/Öffentlicher Raum
Kampagne z.B. Biodiv. Garten o.ä.
Kampagne Hausbegrünung/Klimaanpassung

Weitere gesetzte Maßnahmen/Themen sind u.a.:

• Sanierungssprints, • serielle Sanierung, • Wärmebotschafter (z.B. Tag des offenen Heizungskellers oder Ähnliches zur Bürgersolarberatung)

Letztlich sollen die passenden Maßnahmen aus Klimaschutzstrategie, Kommunaler Wärmeplanung und Klimafahrplan in den Quartieren als Reallabore umgesetzt werden.

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3.2. Leistungsbeschreibung für die Konzepte

Es gelten die Anforderungen der KfW laut Merkblatt für das Programm 432 in ihrer aktuellen Form.

Zur Verfügung stehen mindestens die folgenden Dinge:

  • Für das Konzept stehen aus der Kommunalen Wärmeplanung umfangreiche Daten zur Verfügung, die für die Energie- und Treibhausgasbilanz genutzt werden können.
  • Es gibt diverse stadtweite Konzepte: integriertes Klimaschutzkonzept, Verkehrsentwicklungsplan, Radverkehrskonzept, Fußverkehrskonzept und Ergebnisse der Städtebauförderung etc.
  • Die Einrichtung von Steuerungsrunden in den jeweiligen Quartieren ist vorgesehen. Die Begleitung durch alle betroffenen Ämter der Stadtverwaltung (Umwelt- und Gartenamt, Stadtplanungsamt, Verkehrsamt etc.) ist obligatorisch.
  • Es gibt eine Berichtsvorlage in Word, die in Design und Struktur den Bericht bereits vorgibt und nur noch mit den quartiersspezifischen Inhalten zu füllen ist. Der Bericht ist in Word abzugeben.
  • Vorlagen, Wort-Bild-Marken etc. für die Öffentlichkeitsarbeit
  • Ein Informationsangebot auf den Webseiten der Stadt Kassel (www.kassel.de/energie)
  • Ein Quartierskonzept und ein Abschlussbericht aus dem Sanierungsmanagement vom Stadtteil Jungfernkopf in Kassel als Benchmark

Erwartet wird (ergänzend zum Merkblatt der KfW):

  • Die Entwicklung von erneuerbaren Energieversorgungsvarianten. Insbesondere in den alten Ortskernen in Waldau und in Oberzwehren (Fachwerk) soll die Machbarkeit von Sanierungsmaßnahmen und die Versorgung mit erneuerbarer Wärme an realen Objekten konkret dargestellt werden. Interessierte Eigentümer müssen dafür noch gefunden werden.
  • Erstellung von Steckbriefen für die Gebäude bis drei Wohneinheiten
  • Durchführung von öffentlichen Informations- und Beteiligungsformaten
  • Die Betreuung der Steuerungsgruppe, des Beirats und ggf. der Arbeitsgruppen, sowie die Präsentation von (Zwischen-)Berichten in politischen Gremien (v.a. Ortsbeirat) sind obligatorisch (in Kooperation mit dem Sanierungsmanagement durchzuführen).
  • Unterstützung bei der Ausfüllung des Verwendungsnachweises, Bereitstellung dort geforderter Zahlen, Bearbeitung von Nachforderungen durch die KfW
  • Begehung und Erhebung des Gebäudebestands und Validierung der vorliegenden Daten dazu
  • Erstellung von Steckbriefen für alle Gebäude bis 3 WE bzw. den Gebäudebestand, der nicht von Wohnungsgesellschaften verwaltet wird.
  • Beteiligungsformate so wählen, dass möglichst ein konkreter Nutzen für die Teilnehmenden entsteht.

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3.3. Leistungsbeschreibung für die Sanierungsmanagements

Das Sanierungsmanagement hat die Aufgabe, auf der Basis eines integrierten Quartierskonzepts

  • den Umsetzungsprozess zu planen und durchzuführen,
  • als Anlaufstelle für Fragen der Finanzierung und Förderung zur Verfügung zu stehen,
  • einzelne Prozessschritte und Aktivitäten für die übergreifende Zusammenarbeit und Vernetzung wichtiger Akteure zu initiieren,
  • Sanierungsmaßnahmen der Akteure anzustoßen und zu koordinieren,
  • ein Monitoring zur Erfolgskontrolle durchzuführen,
  • Zwischenberichte für die KfW zu verfassen und auch bei der Erfüllung sonstiger Anforderungen der Fördermittelgeber aktiv zu unterstützen
  • einen für den Verwendungsnachweis der KFW konformen Abschlussbericht zu verfassen und bei der Abgabe des Verwendungsnachweises zu unterstützen inkl. dem Liefern von notwendigen Daten und Berechnungen.

Unter 3.1 sind bereits geplante Maßnahmen formuliert. Diese sind der Grundstock, der im Laufe der Konzepterstellung ergänzt und priorisiert wird. Auf Basis der Projekthistorie gibt es bei einzelnen Maßnahmen auch bereits lose Kooperationen, die im Laufe der Umsetzung durch das Sanierungsmanagement aufgegriffen bzw. einbezogen werden sollen.

Öffentlichkeitsarbeit

Es gibt eine Wort-Bild-Marke (Kassel macht…) für Strom, Wärme, Effizienz, etc. und entwickelte Designs für Faktenblätter, Türanhänger etc. Für die konkrete Ausgestaltung der Kampagnen sind daher vor allem Texte zu erstellen. Für grafische Arbeit an diesen Designs gibt es eine bestehende Zusammenarbeit mit einem Grafikbüro. Für die Öffentlichkeitsarbeit rund um Kampagnen etc. sind Redaktionspläne zu erstellen, spezifisch für die jeweiligen Kanäle und unter Beachtung der städtischen Abläufe. Bei der Ansprache haben sich Haustürbesuche als effektive Maßnahme bewährt. Sie sind fester Anteil des Ansprachekonzepts und in Begleitung des städtischen Mitarbeitenden aber auch ohne diese zu leisten.

Beratungsangebot vor Ort

Geplant ist eine hohe Präsenz vor Ort, um z.B. Einstiegsberatungen für Sanierungen oder Energiesparberatungen anzubieten. Das kann auch eine Art Coaching sein, im Sinne einer zweiten Meinung bei Angeboten o.ä. Hier ist eine dauerhafte Unterstützung notwendig, um den Bürgerinnen und Bürgern eine hochwertige Beratung anbieten zu können. Hier sind auch lokale Energie-Effizienz-Expert*innen einzubeziehen. Der Beratungswagen der Stadt (eine Art mobiles Tinyhouse – Bild siehe Ende) kann/soll hier (und bei anderen Gelegenheiten) als mobiles Büro und Ansprechpunkt zum Einsatz kommen.

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Beratungen/Kampagnen zu weiteren Themen des energiesparenden und klimafreundlichen Lebens, wie z.B. flächensparendes Wohnen, energiesparendes Verbrauchsverhalten, nachhaltige Mobilität, klimafreundlicher Konsum, können Gegenstand des Maßnahmenkatalogs werden. Insbesondere:

Beratungsangebot / Qualifizierung im Energiesparen für Mietende (mit Migrationshintergrund)

Hier sind passende Beratungs- und oder Qualifizierungsformate zu entwickeln bzw. weiterzuentwickeln. Es gibt bei der GWG und der Nassauische Heimstätte Wohnungsstadt (NHW) bereits Erfahrungen auch in Kooperation mit Energie 2000 e.V: (Stromsparcheck) die aufgegriffen werden sollen. Außerdem gibt es in Kassel das Schulungsangebot mit Broschüre „Kassel Wohnt1“ für am Wohnungsmarkt benachteiligte Menschen. In Marburg wurden vor vielen Jahren Energielots*innen ausgebildet, was ebenfalls als Inspirationsgrundlage dienen kann. Mit den zugehörigen Akteuren und in den Stadtteil verankerten Menschen/Institutionen sind hier Angebote zu entwickeln, die auf die jeweiligen sozio-kulturellen Hintergründe der einzelnen Wohnbereiche in den Stadtteilen eingehen.

Etagenheizungen und Wohneigentumgemeinschaften (WEG)

Die Umstellung von Etagenheizungen und die Beratung von Privat-Vermietenden bzw. WEG in diesem Kontext ist ein wichtiger Baustein für eine gelingende Wärmewende. Hier planen wir Pilotprojekte umzusetzen, in dem die Zielgruppen beraten und die technischen Möglichkeiten aufgezeigt werden. Eine kommunikative und öffentlichkeitswirksame Begleitung dessen ist ebenso angedacht, wie das erarbeiten eines Handlungsleitfadens – orientiert am Beispiel Hannover. Am Ende steht etwas Vergleichbares zur Einstiegsberatung für Einfamilienhäuser, bekannt aus Energiekarawane oder Modernisierungskonvoi, angepasst an die technisch bzw. und sozial (WEG) anspruchsvolle Situation.

PV-Kampagne

Hier gibt es bereits diverse Vorarbeiten und Kampagnen. Diese gilt es gezielt in die Stadtteile zu tragen und ggf. weiterzuentwickeln. Siehe auch Kassel macht Watt. In Kassel gibt es eine Gruppe von +20 BürgerSolarBeratenden, die hier einbezogen werden sollen und wollen. Weiterhin ist angedacht weitere BürgerSolarBeratende in den Quartieren zu gewinnen und zu schulen, um eine zielgruppenspezifische Ansprache noch besser zu realisieren.

Der Tag des offenen Heizungskellers (Wärmebotschafter) soll 2027 und folgende in Kassel stattfinden und in den Folgejahren etabliert werden. Das Format steht bereits und ist gesetzt. Hier geht es vor allem um die Fleißarbeit des Umsetzens.

1 https://www.kassel.de/buerger/bauen_und_wohnen/rund-ums-wohnen/broschuere-kassel- wohnt.php

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Einen ersten Sanierungssprint wird es vrsl. in diesem Jahr in Kassel geben. Das Thema soll in Kooperation mit dem Landkreis ausgerollt werden. In allen Stadtteilen gibt es Bereiche, die sich dafür besonders anbieten, vor allem die Siedlungshäuser im Forstfeld. Hier sollen die begonnen Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft und Ronald Meyer weitergeführt und vertieft werden.

Mitmach-Baustellen sind ebenfalls ein erprobtes und gut funktionierendes Format. Unter fachlicher Anleitung lernen Menschen am konkreten Objekt z.B. eine Kellerdecke oder eine oberste Geschossdecke selber zu dämmen. Die Planung und Umsetzung weiterer Mitmach- Baustellen wird Aufgabe des Sanierungsmanagements sein.

Digitalen Sanierungswegweiser

Ähnlich zur Rolle des Lotsen durch Angebote vor Ort, soll das Angebot im Internet ausgebaut werden. Die Menschen in Kassel sollen möglichst zielgerichtete Informationen und Antworten auf ihre Fragen zu den Themen Heizungstausch und energetische Sanierung über einen digitalen Wegweiser bekommen. Unter kassel.de/energie gibt es bereits verschiedene neutrale Informationen rund um das Thema Energie, allerdings müssen die Besucher*innen sich die passenden Informationen selber zusammensammeln und mitunter durch verschiedene Ebenen durchklicken. Es soll eine möglichst günstige und niedrigschwelligere Möglichkeit geboten werden, fundierte Informationen schnell und passgenau zu erhalten, sodass die Menschen immer die richtigen Antworten auf Ihre Fragen bekommen ohne viel zu suchen. Ein solches Angebot leitet je nach Situation gezielt zu Fördermöglichkeiten, Beratungsangeboten etc. hin und übernimmt damit eine Art Lotsenfunktion. Dabei soll ein besonderes Augenmerk auf eine flüssige User Journey gelegt werden. Ein inspirierender Ansatz könnte sein: https://energiesparkommissar.de/waermepumpen-check/

Ehrenamtsgruppe etablieren für Verstätigung der Aktivitäten

Für viele Bereiche gibt es bereits ehrenamtlich aktive Menschen in den Stadtteilen – sehr unterschiedlich in Art und Umfang. Der Bereich Energie ist hier noch wenig abgebildet. Fähige und interessierte Menschen gibt es gleichwohl sicher. Diese aus dem Prozess heraus zusammenzubringen und gezielt zu unterstützen ist ein wichtiges Instrument zur Verstetigung der Energie bezogenen Aktivitäten in den Quartieren. Hier gilt, je früher das gelingt, desto besser. In Oberzwehren und Waldau gab es durch die Uni Kassel bereits Zukunftswerkstätten und ehrenamtlich bespielte Zukunftsläden über zwei Monate in 2024. Im Jungfernkopf entstand aus einem KfW 432 Projekt heraus eine Klimatreff, eine ehrenamtliche Gruppe aus dem Stadtteil, die vor Ort Aktivitäten weiter voranbringt. Auch hier lassen sich Erfahrungen übertragen und es bestehen Anknüpfungspunkte für einen gemeinsamen Austausch und gemeinsame Aktivitäten.

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Mikro-Wärmenetze

Die Stadt Kassel beteiligt sich am Verbundprojekt Vom Plan zur Wende: GemeinsamWaermer - Wärmewende im nachbarschaftlichen Raum. Ggf. ergeben sich hier Synergieeffekte oder Erkenntnisse, die auf die Stadtteile anwendbar sind. Die stadtseitige Koordination des Projekts erfolgt über zusätzliche Stellenanteile einer Person des Sanierungsmanagements, so dass hier kurze Wege bestehen.

Gemeinschaft, Reflektion, Wandel

Ein urbaner klimaneutraler Lebensstil bedeutet eine deutliche Veränderung der Lebensrealität gegenüber den vorausgegangenen Jahrzehnten. Eine solche Erkenntnis kann schmerzhaft sein. Das eigene Leben und die gewohnte Lebensweise zu reflektieren, kann sehr spannend aber auch beängstigend sein. Hier sind Methoden gefragt, die zum gemeinsamen Austausch einladen, Räume für positive Bilder der Zukunft eröffnen und dazu anleiten, diese zu füllen. Wie stelle ich mir die Zukunft vor? Wo sind Hürden, wo sind Verbündete? Was ist meine persönliche Motivation für die Gestaltung der Zukunft? Was ist der erste Schritt?

Dokumentation

Die Anforderungen der KfW nach Zwischenberichten muss erfüllt werden.

Um aus dem durchgeführten Prozess (Umsetzung von Maßnahmen, Kampagnen, Beteiligungsformate etc.) zu lernen und um Erkenntnisse für die Übertragbarkeit der gewählten Vorgehensweise zu erhalten, ist eine zielgerichtete Dokumentation und Auswertung des Verfahrens durch den Auftragnehmer durchzuführen. Dabei sollen insbesondere erfolgreiche (Beteiligungs-)Maßnahmen und solche, die nicht den erwarteten Erfolg gebracht haben, beschrieben werden.

Die Dokumentation umfasst die Erstellung eines Ergebnisberichts (Monitoring, Texte, Dokumentation und Ergebnisse der Beteiligungs- bzw. Umsetzungsschritte usw.), der gleichzeitig den Vorgaben des Abschlussberichts für den Verwendungsnachweis der KFW gerecht wird.

Im Folgenden sind die (möglichen) Aufgaben in vier Arbeitspaketen zusammengefasst. Weitere Aufgaben können sich im Projektverlauf ergeben.

1 AP Administratives

  • Unterstützung bei allen administrativen Aufgaben im Rahmen der Projektdurchführung und -abwicklung (Berichtslegung, Mittelabruf etc.)
  • Unterstützung bei der Ausfüllung des Verwendungsnachweises, Bereitstellung dort geforderter Zahlen (siehe auch Monitoring), Bearbeitung von Nachforderungen durch die KfW etc.

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  • Betreuung von Akteuren und Gremien (Ortsbeirat, Steuerungsgruppe, Vereine etc.), Mitwirken an und Durchführen von Sitzungen und Unterstützung bei deren Vor- und Nachbereitung (Tagesordnung, Protokoll, etc.)
  • Interne Abstimmung mit dem Auftraggeber
  • Vor- und Nachbereitung von Terminen und Protokollführung
  • Dokumentation der Veranstaltungen und Beteiligungsformate

2 AP Fachliche Begleitung und Beratungen vor Ort

  • Durchführung von Einstiegsberatungen, ggf. ergänzende Begleitung von Sanierungsvorhaben (im Sinne eines Coachings der Gebäudebesitzenden, s.o.)
  • regelmäßige Präsenz in den Quartieren, auch kurzfristig nach Bedarf
  • Durchführung von Kampagnen, u.a. zu den Bereichen: • Energiesparen für Mietende (mit Migrationshintergrund) • Etagenheizungen und Wohneigentumsgemeinschaften (WEG) • Der Tag des offenen Heizungskellers • Thermografiespaziergänge
  • Mitmach-Baustellen – Organisation und Durchführung
  • Unterstützung von Haushalten bei der persönlichen Energie- und Klimawende über alle Lebensbereiche von Erzeugung, Verbrauch, Konsum, Ernährung, Mobilität, Klimawandelanpassung etc.
  • Unterstützung von sich findenden Gruppen für gemeinsame Projekte
  • Unterstützung beim gemeinsamen Einkauf z.B. von PV-Modulen, Fenstern etc.
  • Durchführung von Workshops/ Vorträgen
  • Besetzung und Betreuung des städtischen Beratungswagens mit festen Öffnungszeiten in festgelegten Zeiträumen während der Projektlaufzeit

3 AP Öffentlichkeitsarbeit

  • Fortführung der im Rahmen der Konzepterstellung begonnenen Öffentlichkeitsarbeit
  • Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen vor Ort
  • Konzeption und Durchführung von Online-Veranstaltungen mit digitalen Beteiligungs- Medien und Tools (Miro, Menti, etc.)
  • Konzeption und Durchführung von Exkursionen und interaktiven Aktionen zu verschiedenen Themen
  • Entwicklung von Material für die Öffentlichkeitsarbeit vor Ort (Flyer, Plakate, Roll-Ups, Info-Blätter zu aktuellen Themen)
  • Formulierung von Pressemitteilungen
  • Formulierung und Entwurf von Inhalten für die Projekthomepage
  • Formulierung und Entwurf von Inhalten für SocialMedia Kanäle oder vergleichbare Plattformen
  • Durchführung von Umfragen und anderen Methoden der interaktiven Einbindung der Menschen vor Ort
  • Wöchentliche Information über den Projektverlauf über eine digitale Plattform
  • Sichtbarmachen des Projektes im gesamten Stadtteil über kreative Formate z.B. „Ich bin dabei!“ Aufstellschilder für Vorgärten o.ä.
  • Produktion von Videos z.B. zum Energiesparen, Gebäudesanierung etc.

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Leistungsbeschreibung Forstfeld, Waldau, Oberzwehren nach KfW 432 – Bausteine A und B

4 AP Monitoring und Sonderaufgaben

  • Weiterbildung bzw. Vermittlung von Experten- und Erfahrungswissen an das Projektteam bzgl. fachlicher, methodischer und kommunikatorischer Aspekte
  • Fortführung der Energie- und THG-Bilanz der Quartiere
  • Unterstützung bei Monitoring und Controlling
  • Ableitung bzw. Berechnung der von der KfW geforderten Zahlen für den Verwendungsnachweis
  • Datenerhebung und -auswertung (Recherche, Ortsbegehungen, Verkehrszählung o.ä.)
  • Erstellung von Machbarkeitsstudien (z.B. Vertiefung Einzel- und Quartiersversorgung, Stadtteilbus, Begrünung o.ä.)
  • Prüfung von Mikro-Wärmenetzen und ggf. Organisation und Durchführung passender Formate
  • Sanierungssprint – Begleitung und Beratung beim Ausrollen

4. Vergabe und Bewertung

4.1. Art der Vergabe

Die Vergabe erfolgt als öffentliche Ausschreibung für eine Rahmenvereinbarung mit maximalem Umfang von brutto 450.000 € je Quartier bis zum 31. Oktober 2031 (ggf. verlängert, wenn die Fördermittelgeberinnen zustimmen; abhängig vom Projektstart). Die Summe deckt die pauschalen Gesamtkosten für die Konzepterstellung ab und beinhaltet im Sanierungsmanagement Personalkosten und Sachkosten.

Im Falle einer Auftragsvergabe wird mit dem Auftragnehmer eine einseitig verbindliche Vereinbarung geschlossen, d.h., dass sich der Auftragnehmer gegenüber dem Auftraggeber verpflichtet, die im Angebot benannten Leistungen auf Abruf zu erbringen. Der Auftraggeber ist nicht dazu verpflichtet, alle ausgeschriebenen Leistungen zu beauftragen. Bitte beachten Sie, dass die zu erbringenden Leistungen zum Teil konstant über die Projektlaufzeit benötigt werden und zum Teil optional sind und nur bei Bedarf und je nach Projektverlauf abgerufen werden. Auch ist es wahrscheinlich, dass die Summe nicht in voller Höhe abgerufen wird (siehe oben).

Wichtig:

Wir gehen von einem gewissen Maß an Synergieeffekten bei der Bearbeitung der Quartiere aus. Gleichwohl besteht seitens der KfW die Pflicht, dass jedes Quartier individuell betrachtet wird und gemäß des individuellen Konzepts passende Umsetzungsschritte erfährt. Diese Anforderung ist von Anfang zu beachten und der Prozess entsprechend zu gestalten.

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Leistungsbeschreibung Forstfeld, Waldau, Oberzwehren nach KfW 432 – Bausteine A und B

4.2. Projektlaufzeit

Das Sanierungsmanagement läuft zunächst bis zum 31.10.2028 und kann dann dreimal für je ein Jahr verlängert werden. Das späteste Ende ist dann der 31.07.2031 (aktuelles Ende des Fördermittelzeitraums). Eine Verlängerung der Projektlaufzeit wegen des verspäteten Beginns wird angestrebt. Die maximale Vertragslaufzeit verlängert sich dann entsprechend. Die hier ausgeschriebenen Leistungen, insbesondere die Beratung und die Unterstützung von gemeinschaftlichem Handeln sollen so schnell wie möglich beginnen. Die Zusammenarbeit mit dem externen Dienstleister laut dieser Leistungsbeschreibung ist an die genannte Frist gebunden und kann nur dann kostenneutral verlängert werden, wenn ein entsprechender Bescheid der KFW für eine kostenneutrale Verlängerung der Projektlaufzeit durch die Stadt Kassel vorgelegt wird. Die Zusammenarbeit mit dem externen Dienstleister/Auftragnehmer endet, wenn das Volumen der abgerufenen Einzelaufträge den geschätzten Auftragswert erreicht hat, spätestens jedoch mit dem Ende des Förderzeitraums des Vorhabens, ohne dass es einer Kündigung bedarf.

4.3. Zuschlagskriterien und Bewertung

Die Kriterien zur Leistungsbewertung und die Gewichtung der oben genannten Leistungsbausteine sind im separaten Dokument dargestellt (Zuschlagskriterien_432 Kassel). Den Zuschlag erhält das Angebot mit der höchsten Punktzahl. Für beide Bausteine gilt: Der Preis zählt 30 %, Leistung 70 %. Konzept zählt 30 %, Sanierungsmanagement 70 %.

Die Liste der in Zuschlagskriterien_432 Kassel genannten Referenzen ist Beispielhaft/erläuternd zu verstehen. Auf diese Dinge wird bei der Bewertung des jeweiligen Bereichs eingegangen. Lieber Prägnanz als Masse.

Erläutern Sie ggf. die Referenzen bzgl. des Arbeitspakets oder ergänzen Sie „Arbeitsproben“ z.B. in Form von Fotos von Veranstaltungen, Screenshots, Plakaten, Ausschnitten von Präsentationen o.ä. Es können die gleichen Referenzen für mehrere Leistungsbausteine verwendet werden. Referenzen der letzten fünf Jahre werden besser bewertet.

4.3.1. Bewertung für die Konzepterstellung

Bitte reichen Sie ein Konzept zur Herangehensweise ein. Berücksichtigen Sie dabei die oben aufgeführten Informationen zu den Projekten, das Merkblatt der KfW und die folgenden Aspekte:

Legen Sie dar, wie Sie die Zusammenarbeit gestalten und wie Sie sicherstellen, dass das Sanierungsmanagement möglichst früh Maßnahmen des Konzepts umsetzen kann.

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Leistungsbeschreibung Forstfeld, Waldau, Oberzwehren nach KfW 432 – Bausteine A und B

Stellen Sie ihr Vorgehen für den Umgang mit grüner Infrastruktur dar. Insbesondere in Oberzwehren, soll eine Erhebung von Schottergärten (Liste der Adressen in Excel, Fotos) und potenziellen Entsiegelungsmaßnahmen (Flächen als Shape, Fotos) durchgeführt werden.

Fügen Sie Referenzen für die Konzepterstellung in vergleichbaren Quartieren bzw. urbanen Kontexten an.

Stellen Sie sicher, dass Sie alle genannten Arbeiten anbieten.

4.3.2. Bewertung für das Sanierungsmanagement

Bitte führen Sie für die o.g. Arbeitspakete jeweils passende, aussagekräftige Referenzen an (z.B. in Steckbriefen) und stellen Sie dabei die jeweiligen Mitarbeitenden und ihre Rolle im Referenzprojekt dar. Erläutern Sie Ihre Herangehensweise an die Arbeitspakete, die angedachte Gestaltung der Zusammenarbeit mit der Auftraggeberin und wie das vorgesehene Projektteam zusammengesetzt sein soll inkl. der jeweiligen Rollen. Erläutern Sie außerdem, wie Sie die (kurzfristige) Präsenz vor Ort gestalten wollen. Erläutern Sie wie Sie unter der Maßgabe einer effektiven Maßnahmenumsetzung (z.B. viele Menschen erreicht) effizient mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen umgehen bzw. die Arbeitszeit einsetzen.

Bitte reichen Sie für folgende drei geplante Maßnahmen (s.o.) Skizzen zur Herangehensweise ein:

• Beratungsangebot / Qualifizierung Mietende • Beratungsangebot Etagenheizungen • Digitalen Sanierungswegweiser / User Journey

Jeweils maximal eine Seite (Abbildungen o.ä. nicht gerechnet, falls nötig). Gehen Sie für die Entwicklung und Tests/Piloten jeweils von einem Budget für Ihre Personalkosten, ggf. Leistungen Dritter und Sachausgaben von maximal 50.000 € aus. Die Skizzen sind gedacht, wie ein Stegreifentwurf.

Beratungsangebot / Qualifizierung im Energiesparen für Mietende (mit Migrationshintergrund)

Wie gestalten Sie den Prozess, um aus eigenen Erfahrungen, den Stakeholdern vor Ort und mit den lokalen Akteuren ein passendes Angebot zu schaffen? Wen würden Sie einbeziehen und wie könnte das Ergebnis aussehen? Was ist aus Ihrer Sicht besonders wichtig?

Beratungsangebot Etagenheizungen (und WEG)

Welche Akteure binden Sie ein? Welche Lösungsansätze sehen Sie für die technischen und sozialen Hürden bei diesem Thema und welche Ansätze für diese sehen Sie für die Zielgruppen? Wie könnte ein (buchbares) Angebot für privat Vermietende bzw. WEG aussehen? (Vgl. abholende Energieberatung)

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Digitalen Sanierungswegweiser

Wie könnte ein Zielbild (Struktur/ Anwendung etc.) aussehen? Wie wird sichergestellt, dass die richtigen Menschen die Richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt bekommen? Wir wird eine möglichst flüssige User Journey sichergestellt?

4.3.3. Kosten für das Konzept

Nutzen Sie bitte das Formular Leistungsverzeichnis_Kassel 432 (Excel).

Wenn Sie die Kosten für die Konzepterstellung im Angebot aufschlüsseln, berechnen Sie bitte den Aufwand zur Berichtserstellung in die Arbeitspakete mit ein. Verwenden Sie ggf. folgende Aufteilung:

  1. Administration\Akteursbeteiligung
  2. Erhebung und Analyse
  3. Potenzialanalyse
  4. Strategien und Maßnahmen

Für die Konzepte stehen insgesamt ungleich verteilt ca. 320.000 € zur Verfügung (Projektkosten).

4.3.4. Kosten für das Sanierungsmanagement

Die Bewertung der Kosten erfolgt auf Basis der Stundensätze der Mitarbeitenden. Die im Angebot genannten Tagessätze sind Basis für die spätere Abrechnung (Ein Tagessatz entspricht acht Arbeitsstunden). Bitte tragen Sie ebenfalls im Leistungsverzeichnis_Kassel 432 für die Arbeitspakete Ihre Tagessätze für die oben beschriebenen Aufgaben ein. Bitte geben Sie Tagessätze getrennt für die jeweiligen Mitarbeitenden und ihre Position bzw. Funktion im Unternehmen (z.B. Geschäftsführung, Projektleitung, Projektmitarbeit, Hilfskraft) an. Schätzen Sie aus Ihrer Erfahrung bzw. Herangehensweise die wahrscheinliche Arbeitsverteilung auf die einzelnen Positionen bzw. Funktion im Unternehmen. Die Verteilung sollte schlüssig und nachvollziehbar sein (Herangehensweise, Team, etc.). Aus Ihrer Verteilung wird dann für das Sanierungsmanagement ein gewichteter Tagessatz ermittelt.

Der so ermittelte geringste Wert bekommt 10 Punkte, die weitere Punktevergabe erfolgt nach der Interpolationsmethode mit ‚zweimal niedrigster Preis‘ als 0 Punkte.

Wichtig:

Zur besseren Vergleichbarkeit verschiedener Angebote und damit auch für die Abrechnung im Falle eines Auftrags gelten für die Abrechnung folgende Regeln:

• Fahrt- ggf. Übernachtungskosten und Overheadkosten müssen in die Stundensätze integriert werden. Sachkosten wie Druckkosten durch externe Dienstleister z.B. für

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Plakate oder Flyer etc. laufen über die Auftraggeberin. Kosten z.B. für den Ausdruck von Tischvorlagen für Besprechungen und vergleichbare Erzeugnisse mit geringem Umfang sind vom Auftragnehmer zu leisten und werden nicht gesondert vergütet. • Fahrtzeit kann nicht als Arbeitszeit abgerechnet werden. • Sonstige Kosten werden nicht vergütet. • Wegen der langen Laufzeit sind Lohnsteigerungen wahrscheinlich. Erhöhung der im Angebot genannten Tagessätze im Umfang von Erhöhungen im TVöD sind akzeptiert. • Zulagen für Arbeit am Wochenende sind im Rahmen des TVöD ebenfalls abrechenbar z.B. 25 % für Arbeit am Sonntag, 35 % für Arbeit an einem Feiertag etc.

4.4. Abrechnung

Die Abrechnung erfolgt halbjährlich viertelstundengenau mit Angabe der Mitarbeitenden und dem definierten Stundensatz. Änderungen für Stundensätze z.B. wegen Rollenwechsel innerhalb des Projekts, sind mit der Auftraggeberin abzustimmen. Es können nicht mehrere Personen als Projektleitung abgerechnet werden.

Die Arbeitszeit ist nach gemeinsam definierten „Projekten“ oder Aufgaben aufzuschlüsseln. Welche Aufgaben/Projekte/Maßnahmen bearbeitet werden, wird jeweils vorab mit der Auftraggeberin geklärt.

5. Veröffentlichungen/ Nutzungsrechte

Aufgrund der Förderung im Rahmen des Förderprogramms „KfW 432 - Energetische Stadtsanierung“ sind folgende Punkte bzgl. Veröffentlichungen/ Nutzungsrechte und Sonstigem zu beachten:

  1. Da das Projekt mit öffentlichen Mitteln gefördert wird, weist der Auftragnehmer bei seiner Öffentlichkeitsarbeit auf die Förderung durch den Bund bzw. das Land Hessen und auf die Auftraggeberin in entsprechender Form hin. In Präsentationen und Veröffentlichungen zum bzw. über das Projekt sind an exponierter Stelle (i.d.R. Titelseite) die Logos des zuständigen Bundesministeriums, der KfW, des Landes Hessen und der Stadt Kassel aufzunehmen.
  2. Alle Materialien der Öffentlichkeitsarbeit müssen zuvor von der Auftraggeberin freigegeben werden. Über öffentlichkeitswirksame Termine im Rahmen des Programms informiert der Auftragnehmer die Auftraggeberin vorab und frühestmöglich.
  3. Der Auftragnehmer räumt der Auftraggeberin unentgeltlich und unwiderruflich das ausschließliche, räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkte Nutzungsrecht an den Auftragsergebnissen ein, auch im Falle der Kündigung des Vertrages. Die Auftraggeberin ist berechtigt, die Nutzungsrechte auch Dritten einzuräumen.
  4. Das Nutzungsrecht beinhaltet auch das Recht zu vollständiger oder teilweiser Veröffentlichung oder Vervielfältigung, einschließlich Übertragung der Veröffentlichungsrechte an Dritte und ebenso die Weitergabe an Dritte für evtl. Folgeaufträge. Mit der vereinbarten Bezahlung sind sämtliche Nutzungsrechte abgegolten.
  5. A) Der Auftragnehmer erklärt, dass er insbesondere das ausschließliche, räumlich, zeitlich und inhaltlich unbeschränkte Vervielfältigungs-, Verbreitungs-, Vermietungs-, Verleih-,

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Ausstellungs-, Vortrags-, Vorführ- und Senderecht sowie das Recht der Wiedergabe durch Bild und/ oder Ton bzw. digitale Datenträger an den für das Projekt zur Verfügung gestellten Materialien (insbesondere Texte, Aufsätze, literarische Werke aller Art, Videos, Filme, Fotos, Bilder, Logos, Kartenmaterialien und Audiodateien) hat und dass weder durch die Überlassung des übereigneten Materials noch durch die genannten Verwertungsarten Rechte Dritter verletzt werden. Rechte Dritter im Sinne dieser Vereinbarung sind auch solche Rechte, deren Wahrnehmung Verwertungsgesellschaften übertragen ist.

  • B) Sofern auf den übergegebenen Materialien Personen oder dem Urheberrechtsgesetz eines Dritten unterliegende Gegenstände abgebildet sind, versichert der Auftragnehmer, dass die Verwertung mit Einwilligung des Betreffenden geschieht oder dass die Einwilligung gesetzlich nicht erforderlich ist.
  • C) Sollten dennoch Urheberrechte oder verwandte Schutzrechte verletzt sein, stellt der Auftragnehmer die Auftraggeberin demgemäß von allen gerichtlich außergerichtlich geltend gemachten Ansprüchen Dritter frei und zwar uneingeschränkt auch dann, wenn die Auftraggeberin gesamtschuldnerisch nach dem Urhebergesetz oder sonstigen Schutzgesetzen Dritter in Anspruch genommen wird.
  • D) Die Freistellung beinhaltet auch etwaige mit der Verletzung von Urheberrechten oder verwandten Schutzrechten in Zusammenhang stehende Rechtswahrnehmungskosten, die Dritten oder Auftraggeberin entstehen.
  1. Der Auftragnehmer darf Auftragsergebnisse nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Auftraggeberin verwerten, insbesondere Dritten weitergeben oder bekanntgeben.

Abbildung 9: Beratungswagen der Stadt Kassel

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