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Neubau Bauhof Greifwald Raumakustikkonzept LP3
Neubau Bauhof Greifswald
Konzept Raumakustik LP3
© Matrix, Rostock
Objekt: Neubau Bauhof Greifswald Am Helmshäger Berg 6a, 17489 Greifswald
Bauherr: Hansestadt Greifswald Immobilienverwaltungsamt, Markt 15, 17489 Greifswald
System: DGNB 2018
Planungsstand: Entwurfsplanung
Erstellt durch: MNP Ingenieure GmbH, Maria-Goeppert-Str. 17, 23562 Lübeck
Bearbeiter: M. Eng. Maren Wolters
M. Arts. Mareike Voß
Version: 23.04.2024 Raumakustikkonzept LP3
MNP Ingenieure GmbH 23.04.2024 Seite 1 von 25
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Neubau Bauhof Greifwald Raumakustikkonzept LP3
Inhalt
1 Aufgabenstellung Raumakustik ............................................................................................................... 3
2 Normen und Grundlagen ........................................................................................................................ 4
2.1 DIN 18041:2016-03 .............................................................................................................................. 4
2.2 Allgemeine Planungshinweise .............................................................................................................. 5
2.3 Anforderungen Pflichtenheft DGNB ..................................................................................................... 6
2.4 VDI 2569: 2019-10 ............................................................................................................................... 8
2.5 ASR 3.7 ................................................................................................................................................. 9
3 Berechnung ........................................................................................................................................... 10
3.1 Referenzräume ................................................................................................................................... 10 3.1.1 BT1 - Erdgeschoss .......................................................................................................................... 11 3.1.2 BT1 - Obergeschoss ....................................................................................................................... 11 3.1.3 BT2 - Erdgeschoss .......................................................................................................................... 11 3.1.4 BT4 - Erdgeschoss .......................................................................................................................... 12
3.2 Allgemeine Hinweise zur Anordnung raumakustischer Maßnahmen ................................................ 12
3.3 Ergebnisse .......................................................................................................................................... 14
3.4 Raumakustische Maßnahmen............................................................................................................ 20 3.4.1 Holzwolle Akustikdecken............................................................................................................... 20 3.4.2 Akustische Kastendecken .............................................................................................................. 21 3.4.3 Feuchtraum Akustikdecke ............................................................................................................. 21 3.4.4 Akustisch aktivierte TGA-Einhausung ............................................................................................ 21 3.4.5 Wandabsorber............................................................................................................................... 22 3.4.6 Deckenstrahlplatte ........................................................................................................................ 22
3.5 Ergebnisse für die DGNB Bewertung .................................................................................................. 23 3.5.1 Planungsbegleitendes akustisches Konzept .................................................................................. 23 3.5.2 Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu 40m² ....................................................................... 23 3.5.3 Mehrpersonenbüros größer 40 m² ............................................................................................... 23 3.5.4 Räume für „Sprache“ im Sinne der DIN 18041 .............................................................................. 24 3.5.5 Räume mit Empfehlungen nach DIN 18041:2013-03 (Nutzungsart B3 – B5) ................................ 25
3.6 Gesamtbewertung ............................................................................................................................. 25
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1 Aufgabenstellung Raumakustik
Für das Verwaltungsgebäude (BT1) des neuen Bauhofs Greifwald sollen die Büro-, Besprechungs- und Aufenthaltsräume hinsichtlich ihrer Raumakustik gemäß DIN 18041 und DGNB Pflichtenheft nachgewiesen werden. Ebenso sind die dauerhaften Arbeitsplätze in den Bauteilen 2 und 4 zu be- trachten.
Abbildung 1: Betrachtete Bauteile
Dabei ist zu prüfen welche akustischen Maßnahmen in den jeweiligen Bereichen erforderlich sind.
Im Folgenden werden alle Räume mit Inklusionsanforderungen aufgelistet.
| Geschoss | Raumbezeichnung | Nutzungsart | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BT1-EG | I 0.01 Konferenz/Schulung | A2/A3 | ||||||
| BT1-OG1 | I 1.10 Meeting | A2/A3 |
Tabelle 1: Raumliste Inklusionsanforderungen
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2 Normen und Grundlagen
Der Nachweis der Raumakustik erfolgt gemäß den Vorgaben der aktuellen DIN 18041:2016-03 „Hörsamkeit in Räumen - Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“
2.1 DIN 18041:2016-03
Die akustische Qualität eines Raumes wird wesentlich von der Raumanordnung im Gebäude, der Schalldämmung seiner Umfassungsbauteile, der Geräuschentwicklung haustechnischer Anlagen sowie der Raumform und Raumgröße und der Oberflächenbeschaffenheit der Raumbegrenzungs- flächen sowie der Einrichtungsgegenstände bestimmt. Die Dimensionierung und die räumliche Verteilung schallabsorbierender und schallreflektierender Flächen im betrachteten Raum sind da- bei wesentliche Einflussgrößen.
Die raumakustische Qualität hat einen bedeutsamen Einfluss auf das Verstehen von Sprache. Ist die Sprache nur mühsam zu verstehen, müssen verstärkt kognitive Prozesse mobilisiert werden, um die Sprachinformationen verarbeiten zu können.
Bei der Raumgruppe A handelt es sich um Räume, in denen die Hörsamkeit über mittlere und große Entfernungen durch eine für die Nutzung angepasste Nachhallzeit und Schalllenkung sichergestellt wird. Bei der Raumgruppe B wird die Hörsamkeit über geringe Entfernungen durch Schallabsorp- tion und Störgeräuschminderung erreicht.
Gruppe A
Die Nachhallzeitanforderungen für eine gute Hörsamkeit sind vom Raumvolumen und von der Nut- zungsart des Raums abhängig. Für Räume der Gruppe A werden folgende Nutzungsarten unter- schieden:
-
A1: "Musik"
-
A2: "Sprache/Vortrag"
-
A3: "Unterricht/Kommunikation" sowie "Sprache/Vortrag inklusiv"
-
A4: "Unterricht/Kommunikation inklusiv"
-
A5: "Sport"
Die Anforderungen an die Nachhallzeit beziehen sich auf den besetzten Zustand (Besetzungsgrad: 80% der Regelbesetzung) des jeweiligen Raumes. Die Nachhallzeiten gelten für die relevanten Nut- zungsszenarien des Raumes unter Berücksichtigung der Schallabsorption der Möblierung und von Personen. Bei den Nutzungsszenarien sind insbesondere auch geringere Besetzungsdichten zu be- rücksichtigen, sofern diese zu erwarten sind (z. B. Hörsäle, Gerichtsräume, Aufführungsräume etc.).
Gruppe B
Für Räume der Raumgruppe B sind Maßnahmen zur Raumbedämpfung zu empfehlen. Damit wer- den eine Senkung des mittleren Grundgeräuschpegels im Raum und eine Begrenzung der Halligkeit
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erreicht. In Räumen der Gruppe B werden Empfehlungen für das Verhältnis von der äquivalenten Schallabsorptionsfläche A des Raums zum Raumvolumen V, im Folgenden A/V-Verhältnis, im Fre- quenzbereich von 250 Hz bis 2.000 Hz angegeben.
Die Räume der Gruppe B sind einer der fünf Nutzungsarten B1 bis B5 zuzuordnen:
-
B1 "Räume ohne Aufenthaltsqualität"
-
B2 "Räume zum kurzfristigen Verweilen"
-
B3 "Räume zum längerfristigen Verweilen"
-
B4 "Räume mit Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort"
-
B5 "Räume mit besonderem Bedarf an Lärmminderung und Raumkomfort"
Bei Räumen mit mehreren Nutzungen bzw. Nutzungsarten, z. B. Wartebereich im Krankenhaus mit einem Schalterbereich mit ständigem Arbeitsplatz, ist die jeweils höhere Empfehlung an das A/V- Verhältnis zu berücksichtigen.
2.2 Allgemeine Planungshinweise
Die Wirksamkeit der verschiedenen raumakustischen Maßnahmen unterscheidet sich teil- weise stark.
Unter anderem haben Abhanghöhe, Stärke der aufliegenden Dämmung und ggf. der Lochan- teil der Deckenplatte einen entscheidenden Einfluss auf den Absorptionsgrad.
Ein Wechsel von einem Produkt mit hohem Absorptionsgrad zu einem Produkt mit einer deut- lich niedrigeren Wirksamkeit führt zu einer Vergrößerung der erforderlichen Absorptionsflä- che. Dabei kann sich die notwendige Fläche um bis zu den Faktor 2 erhöhen. Dadurch kann es passieren, dass beispielsweise auch die Wandflächen akustisch wirksam ausgeführt werden müssen.
Umgekehrt kann bei einem Wechsel von einem weniger wirksamen Produkt zu einem Produkt mit einem höheren Absorptionsgrad eine Überdämpfung des Raumes auftreten.
Angaben von prozentualen Flächenanteilen für raumakustischen Maßnahmen umfassen nur die tatsächlich wirksame Fläche. Flächen, die durch Leuchten oder andere technische Einrich- tungen belegt werden, dürfen nicht miteinberechnet werden.
Vor allem in teilbaren Räumen sollten die akustischen Maßnahmen möglichst an der Decke verortet werden, um eine gleichmäßige Verteilung der absorbierenden Flächen zu gewährleis- ten. Bei einer ungleichen Verteilung und der Anbringung von Wandabsorbern ist es möglich, dass einer der Teilräume die akustischen Anforderungen nicht erfüllen kann.
Bei zentralen Sprecherpositionen und Räumen mit einer Länge von über 9 m ist auf die Positi- onierung von Wandabsorbern ein zusätzlicher Fokus zu legen.
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2.3 Anforderungen Pflichtenheft DGNB
Planungsbegleitendes akustisches Konzept
Tabelle 2: DGNB 2018 Indikator 1 - Planungsbegleitendes akustisches Konzept
| Raumakustikkonzepte | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Erstellung eines Raumakustikkonzeptes mit planungsbegleitender Fortschreibung | 20 |
Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu 40m²
Tabelle 3: DGNB 2018 Indikator 2 - Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu einer Fläche von 40 m²
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaltung der Raumakustikklasse C nach VDI 2569 | 10 | ||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse B nach VDI 2569 | 15 | 15 | |||
| Alternativ: Nachweis nach DIN 18041:2016-03 Raumgruppe B: vgl. Indikator 5 | |||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse A nach VDI 2569 | 20 |
Mehrpersonenbüros größer 40 m²
Tabelle 4: DGNB 2018 Indikator 3 - Mehrpersonenbüros mit einer Fläche von mehr als 40 m²
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaltung der Raumakustikklasse C nach VDI 2569 | 10 | ||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse B nach VDI 2569 | 20 | ||||
| Alternativ: Nachweis nach DIN 18041:2016-03 Raumgruppe B: vgl. Indikator 5 | |||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse A nach VDI 2569 | 30 |
Mögliche Zusatzpunkte
Tabelle 5: Berücksichtigung von Schallabsorptionsflächen an der Decke bei offenen Bürostrukturen
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30 % der mittleren äquivalenten Schallabsorptionsfläche an der Decke bzw./und den | 5 | 5 | |||
| raumhohen Raumteilern | |||||
| 70 % der mittleren äquivalenten Schallabsorptionsfläche an der Decke bzw./und den | 10 | ||||
| raumhohen Raumteilern |
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Räume für „Sprache“ im Sinne der DIN 18041
Tabelle 6: DGNB 2018 Indikator 4 – Räume für „Sprache“ im Sinne der DIN 18041
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeit Tsoll | 10 | 10 | |||
| Die Einhaltung aller Räume mit Anforderungen nach DIN 18041:2016-03 wurde nach- | |||||
| gewiesen. | |||||
| Einhaltung der Anforderungen an die Inklusion | 10 | ||||
| Berücksichtigung der Inklusiven Nutzung nach DIN 18041:2016-03 (Unterricht/ Kom- | |||||
| munikation inklusiv, Sprache/Vortrag inklusiv) |
Mögliche Zusatzpunkte
Tabelle 7: Großraumbüros und Räume der Gruppe A ≥ 500 m³
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Durchführung einer detaillierten akustischen Simulation in Anlehnung an DIN EN ISO | 10 | 10 | |||
| 3382-2009-10 oder zur Bewertung weiterer raumakustischer Kenngrößen |
Räume mit Empfehlungen nach DIN 18041:2013-03 (Nutzungsart B3 – B5)
Tabelle 8: DGNB 2018 Indikator 5 - Kantine mit einer Grundfläche > 50m²
| Räume mit Empfehlungen nach DIN 18041:2016-03 (Nutzungsart B3 – B5) mit besonde- | Pkt. | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ren Anforderungen an die Lärmminderung und / oder den raumakustischen Komfort | |||||
| (wie z. B. Kantinen, Bibliotheken, Pausenräume) | |||||
| Einhaltung der Empfehlungen an das A/V Verhältnis im Frequenzbereich 250 – 2.000 Hz | 10 |
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2.4 VDI 2569: 2019-10
Die VDI 2569 liefert Hinweise zur bau- und raumakustischen Anpassung von Büroräumen im eigen- genutzten Bereich. Hierzu gehören sowohl Einzel- als auch Mehrpersonenbüros.
Grundsätzlich ist das Ziel, Belästigungen und Störungen der Büronutzer durch Geräusche aus dem eigenen und dem benachbarten Bereich weitgehend zu mindern. Anders als in der DIN 18041 liegt der Fokus für Büroräume hier auf dem Aspekt der Sprachverständlichkeit. Bezüglich der grundsätz- lichen Lärmminderung sind weiterhin die Empfehlungen der DIN 18041 einzuhalten.
Grundsätzlich wird zwischen drei Raumakustikklassen unterschieden:
-
A: hohes Erwartungsniveau an die Sprachverständlichkeit und akustische Behaglichkeit
-
B: mittleres Erwartungsniveau an die Sprachverständlichkeit mit möglichen Störgeräuschen unter ungünstigen Umständen (z.B. Telefonieren bei zusätzlichem Umgebungslärm)
-
C: geringes Erwartungsniveau an die Sprachverständlichkeit mit häufigen Störgeräuschen
Es handelt sich dabei nicht um konkrete Grenz- und Richtwerte, sondern vielmehr um unterstüt- zende Anhaltswerte in der Planung.
Tabelle 9: Empfehlungen für die maximalen Nachhallzeiten T und den maximalen Störschalldruckpegel bauseitiger Geräusche L in Einzelbüros NA,Bau
| Raumakustik-Klasse | T in Oktavbändern | L NA,Bau | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 125 Hz | 250 Hz bis 4000 Hz | ||||||
| A | ≤ 0,8 s | ≤ 0,6 s | ≤ 30 dB | ||||
| B | ≤ 1,0 s | ≤ 0,8 s | ≤ 35 dB | ||||
| C | ≤ 1,2 s | ≤ 1,0 s | ≤ 40 dB |
Tabelle 10: Empfehlungen für die maximalen Nachhallzeiten T und den maximalen Störschalldruckpegel bauseiti- ger Geräusche L in kleinen Mehrpersonenbüros NA,Bau
| Raumakustik-Klasse | T in Oktavbändern | L NA,Bau | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 125 Hz | 250 Hz bis 4000 Hz | ||||||
| A | ≤ 0,6 s | ≤ 0,4 s | ≤ 35 dB | ||||
| B | ≤ 0,7 s | ≤ 0,5 s | ≤ 40 dB | ||||
| C | ≤ 0,9 s | ≤ 0,7 s | ≤ 45 dB |
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Tabelle 11: Empfehlungen für die maximalen Nachhallzeiten T und den maximalen Störschalldruckpegel bauseiti- ger Geräusche L in großen Mehrpersonenbüros1 NA,Bau
| Raumakustik-Klasse | T in Oktavbändern | L NA,Bau | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 125 Hz | 250 Hz bis 4000 Hz | ||||||
| A | ≤ 0,8 s | ≤ 0,6 s | ≤ 35 dB | ||||
| B | ≤ 0,9 s | ≤ 0,7 s | ≤ 40 dB | ||||
| C | ≤ 1,1 s | ≤ 0,9 s | ≤ 40 dB |
2.5 ASR 3.7
Die ASR 3.7 stellt raumakustische Anforderungen an Büroräume, Räume in Bildungsstätten und sonstige Räume mit Sprachkommunikation. Dies erfolgt über Begrenzung der Nachhallzeiten T [s] in den Oktavbändern von 250 Hz bis 2500 Hz oder den mittleren Schallabsorptionsgrad.
| Raumnutzung | Nachhallzeit | |||
|---|---|---|---|---|
| Callcenter (Büro für kommunikationsbasierte Dienstleistungen): | T = 0,5 s | |||
| Mehrpersonen- und Großraumbüro: | T = 0,6 s | |||
| Ein- und Zweipersonenbüro: | T = 0,8 s |
Tabelle 12: Anforderungen der ASR 3.7 an die Nachhallzeit
| Raumnutzung | Bis 20m² | 20 – 50 m² | 50 – 200 m² | 200 – 1.000 m² | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Callcenter: | (cid:1)(cid:2) = 0,2 | (cid:1)(cid:2) = 0,25 | (cid:1)(cid:2) = 0,35 | (cid:1)(cid:2) = 0,40 | ||||||||||
| Mehrpersonen- & Großraumbüros: | - | (cid:1)(cid:2) = 0,20 | (cid:1)(cid:2) = 0,30 | (cid:1)(cid:2) = 0,35 | ||||||||||
| Ein- und Zweipersonenbüro: | (cid:1)(cid:2) =0,15 | - | - | - |
Tabelle 13: Anforderungen der ASR 3.7 an den mittleren Schallabsorptionsgrad (cid:1)(cid:2)
Des Weiteren regelt die ASR 3.7 maximal zulässige Beurteilungspegel [dB(A)] in Arbeitsstätten. Diese werden für die Ausübung von Tätigkeiten verschiedener Tätigkeitskategorien nach erforder- licher Konzentration oder Sprachverständlichkeit differenziert.
1 Die Nachhallzeit sollte in großen Mehrpersonenbüros nicht kürzer als 0,3 s bis 0,4 s betragen. (VDI 2569)
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3 Berechnung
3.1 Referenzräume
Die Berechnung und somit der Nachweis der akustischen Maßnahmen erfolgt anhand von Refe- renzräumen. Diese werden so ausgewählt, dass die Ergebnisse auf alle weiteren Räume übertragen werden können.
Im vorliegenden Projekt werden folgende Räume untersucht
| Geschoss | Raumbezeichnung | Nutzungsart | Fläche [m²] | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bauteil 1 Verwaltungsgebäude | |||||||||||
| BT1 EG | I 0.11 Umkleide D | B2 | 44,61 | ||||||||
| BT1 EG | I 0.12 Dusche D | B2 | 14,29 | ||||||||
| BT1 EG | I 0.01 Konferenz/Schulung gesamt | A2/A3 | 112,16 | ||||||||
| BT1 EG | I 0.01 Konferenz/Schulung geteilt 1 | A2/A3 | Ca. 56 | ||||||||
| BT1 EG | I 0.01 Konferenz/Schulung geteilt 2 | A2/A3 | Ca. 56 | ||||||||
| BT 1 OG | I 1.01 Pausenraum | B4 | 85,69 | ||||||||
| BT1 OG | I 1.02 Küche | B4 | 24,36 | ||||||||
| BT1 OG | I 1.05 Einzelbüro | B3 | 12,87 | ||||||||
| BT1 OG | I 1.16 Doppelbüro | B4 | 17,31 | ||||||||
| BT1 OG | I 1.10 Meeting | A2/A3 | 11,85 | ||||||||
| BT1 OG | I 1.04 Flur | B3 | 84,42 | ||||||||
| BT2 Werkstattgebäude | |||||||||||
| BT2 EG | II 0.03 Werkstatt Holz | B5 | 233,92 | ||||||||
| BT2 EG | II 0.13 Werkstatt Brunnen | B5 | 98,39 | ||||||||
| BT2 EG | II 0.14 HM + Winterdienst | B4 | 34,09 | ||||||||
| BT4 KFZ-Werkstatt | |||||||||||
| BT4 EG | IV 0.02 Werkstatt KFZ | B5 | 419,81 |
Tabelle 14: Liste mit Referenzräumen
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In den folgenden Plänen sind die Räume mit Anforderungen nach DIN 18041 (Gruppe A) blau ge- kennzeichnet. In diesem Bauvorhaben fallen nur die Besprechungs- und Schulungsräume in diese Kategorie.
Referenzräume der Gruppe B, für die es lediglich Empfehlungen nach DIN 18041 (Gruppe B) gibt, sind im Plan rot gekennzeichnet.
3.1.1 BT1 - Erdgeschoss
Abbildung 2: Referenzräume Erdgeschoss – Bauteile 1
3.1.2 BT1 - Obergeschoss
Abbildung 3: Referenzräume Obergeschoss – Bauteile 1
3.1.3 BT2 - Erdgeschoss
Abbildung 4: Referenzräume Erdgeschoss – Bauteile 2
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3.1.4 BT4 - Erdgeschoss
Abbildung 5: Referenzräume Erdgeschoss – Bauteile 4
3.2 Allgemeine Hinweise zur Anordnung raumakustischer Maßnahmen
In Räumen, welche für Vorträge genutzt werden, ist grundsätzlich darauf zu achten, dass möglichst keine schallabsorbierenden Flächen hinter der Sprecherposition angeordnet werden. Eine Über- sicht günstiger Anordnungen ist nachfolgend aufgeführt:
Abbildung 6: Verteilung von Schallabsorptionsflächen für Räume kleiner bis mittlerer Raumgröße (DIN 18041)
Bei Räumen mit einer Länge von mehr als 9 m ist darauf zu achten, dass im mittleren Bereich des Raumes die Deckenfläche frei gelassen wird, um den auftreffenden Schall zu den hinteren Plätzen zu reflektieren. Gleichzeitig sollte bei zueinander parallelen Flächen zumindest eine der gegen- überliegenden Flächen gegliedert oder schallabsorbieren gestaltet werden.
Um bei größeren Entfernungen den nützlichen Schall zu verstärken und so eine verbesserte Sprachverständlichkeit zu erzielen, wird die geeignete Anordnung und Ausrichtung reflektierender Flächen notwendig.
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Abbildung 7: Raumakustische Ausbildung der Rückwände und paralleler Wände bei langgezogenen Räumen (DIN 18041)
Der rechnerische Nachweis nach DIN 18041 erfolgt grundsätzlich unter der Annahme eines diffu- sen Schallfeldes. Um näherungsweise geeignete Bedingungen dafür zur schaffen, sind folgende Raumkriterien gemäß DIN 18041:2016-09 Anhang A2 zu berücksichtigen:
-
„[…] Räume mit regelmäßig ausgebildeten Volumina: Keine Dimension sollte mehr als das 5- fache jeder anderen Dimension betragen.
-
Räume mit gleichmäßig verteilter Absorption: Die schallabsorbierenden Flächen sollen auf alle drei Raumdimensionen verteilt sein, d. h. der mittlere Schallabsorptionsgrad für die Flächen in den drei Raumdimensionen soll nicht mehr als um den Faktor 3 abweichen, insbesondere wenn keine schallstreuenden Objekte oder Oberflächen vorhanden sind. […]“
In Büroräumen und Grundschulen, wo teilweise viel Möblierung im Raum vorhanden ist, kann es teilweise sein, dass ein Verzicht auf zusätzliche Wandabsorber möglich ist. Dies ist jedoch im Ein- zelfall zu prüfen. Im Regelfall ist es aufgrund der meist glatten Wandflächen erforderlich, absor- bierende Flächen an den Längs- und Stirnseiten vorzusehen. Die Positionierung sollte dabei im Ide- alfall auf Kopfhöhe erfolgen, um eine optimale Absorption zu gewährleisten. Wird auf entspre- chende Maßnahmen verzichtet und allein die Decke mit einem hochabsorbierenden Material aus- gebildet, führt dies in der Praxis zu schlechteren Nachhallzeiten als es die rechnerische Prognose besagt1.
1 „Klassenraumakustik und Absorberverteilung – Messung und Berechnung“, K. Hengst, M. Späh, X. Zhou (DAGA 2018)
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3.3 Ergebnisse
Den Berechnungen wurden die Raumgeometrie und Materialen entsprechend des Planungstands LP3 zugrunde gelegt. Bei einer Änderung der Raumgeometrie oder der verwendeten Materialien müssen die Berechnungen angepasst werden.
Die erforderlichen raumakustischen Maßnahmen der Referenzräume sind auf alle anderen Räume dieses Typs entsprechend zu übertragen. Die Maßnahmen sind dabei so geplant, dass alle Anfor- derungen (DIN 18041 und DGNB Pflichtenheft) eingehalten werden. Die Maßnahmen und vorge- schlagenen Produkte geben nur Varianten an. Es können auch andere Produkte mit gleichen Ab- sorberwerten bzw. anderen Absorberwerten und angepassten Flächen verwendet werden.
| Referenzraum | Nutzungsart | Erforderliche Maßnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| [DIN 18041 / | ||||||
| DGNB Büro | ||||||
| Neubau] | ||||||
| BT1 - Verwaltungsgebäude | ||||||
| BT 1 _ I 0.11 Um- kleide D | B2 | Mind. 80 % der Deckenfläche mit KNAUF AMF - HERADE- SIGN® superfine (25mm) Abhanghöhe (125mm): ohne Hinterfüllung | ||||
| BT1 _ I 0.12 Dusche D | B2 | Mind. 80 % der Deckenfläche mit KNAUF AMF - THERMA- TEX®: Aquatec Hygena, 19 mm Dicke, Abhanghöhe 200 mm | ||||
| BT1 _ I 0.01 Konfe- renz/Schulung | A2/A3 | Mind 80 % der 2,96 m hohen Deckenfläche mit KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (25mm) Abhanghöhe (100mm): mit Mineralwolle 30mm UND Mind 80 % der TGA-Einhausung mit Knauf Cleaneo Akus- tik-Plattendecke Gerade Quadratlochung 12/25 Q Lochanteil 23,0 %; Konstruktionstiefe 200 mm, mit 20mm Mineralwolle Dämmschicht |
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| Referenzraum | Nutzungsart | Erforderliche Maßnahmen | ||
|---|---|---|---|---|
| [DIN 18041 / | ||||
| DGNB Büro | ||||
| Neubau] | ||||
| ODER Knauf Cleaneo mit Akustikputz - Putzträgerplatte V3 (Lochflächenanteil 27%) an CD-Profil, Fumi Akustikputz S1, Akustikvlies-Auflage, 40mm Knauf Insulation TP115 (ca. 0,72 kg/m²), 200mm Konstruktionstiefe Zusätzlich: 4 m² KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung an den Wänden in beiden Raumhälften | ||||
| BT1 _ I 0.01 Konfe- renz/Schulung ge- teilt | A2/A3 | Mind 80 % der 2,96 m hohen Deckenfläche mit KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (25mm) Abhanghöhe (100mm): mit Mineralwolle 30mm UND Mind 80 % der TGA-Einhausung mit Knauf Cleaneo Akus- tik-Plattendecke Gerade Quadratlochung 12/25 Q Lochanteil 23,0 %; Konstruktionstiefe 200 mm, mit 20mm Mineralwolle Dämmschicht ODER Knauf Cleaneo mit Akustikputz - Putzträgerplatte V3 (Lochflächenanteil 27%) an CD-Profil, Fumi Akustikputz S1, Akustikvlies-Auflage, 40mm Knauf Insulation TP115 (ca. 0,72 kg/m²), 200mm Konstruktionstiefe Zusätzlich: 2 m² KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung an den Wänden in beiden Raumhälften | ||
| BT1 _ I 1.01 Pausen- raum | B4 | Mind 80 % der 2,96 m hohen Deckenfläche mit Lignatur Akustikelement Typ 3 (07) UND Mind 80 % der TGA-Einhausung mit Knauf Cleaneo Akus- tik-Plattendecke Gerade Quadratlochung 12/25 Q Lochanteil 23,0 %; Konstruktionstiefe 200 mm, mit 20mm Mineralwolle Dämmschicht |
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| Referenzraum | Nutzungsart | Erforderliche Maßnahmen | ||
|---|---|---|---|---|
| [DIN 18041 / | ||||
| DGNB Büro | ||||
| Neubau] | ||||
| ODER Knauf Cleaneo mit Akustikputz - Putzträgerplatte V3 (Lochflächenanteil 27%) an CD-Profil, Fumi Akustikputz S1, Akustikvlies-Auflage, 40mm Knauf Insulation TP115 (ca. 0,72 kg/m²), 200mm Konstruktionstiefe Zusätzlich: 2 m² KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung an den Wänden | ||||
| BT1 _ I 1.02 Küche | B4 | Mind 55% der Deckenfläche (ca. 14,5 m²) mit Lignatur Akustikelement Typ 3 (07) | ||
| BT1 _ I 1.05 Einzel- büro | B3 | Mind. 50% der Deckenfläche mit KNAUF AMF - HERADE- SIGN® superfine (plus) (25mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mineralwolle 25mm | ||
| BT1 _ I 1.16 Doppel- büro | B4 | Mind. 50% der Deckenfläche mit KNAUF AMF - HERADE- SIGN® superfine (plus) (25mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mineralwolle 25mm |
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| Referenzraum | Nutzungsart | Erforderliche Maßnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| [DIN 18041 / | ||||||
| DGNB Büro | ||||||
| Neubau] | ||||||
| BT1 _ I 1.10 Meeting | A2/A3 | 80% der Deckenfläche mit KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (plus) (25mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mi- neralwolle 25mm 1,5 m² KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung an der dem Sprecher gegenüberliegenden Wand | ||||
| BT1 _ I 1.04 Flur | B3 | 80% der Deckenfläche mit KNAUF AMF - Heradesign® fine (25mm) Abhanghöhe (200mm): ohne Hinterfüllung1 | ||||
| BT2 - Werkstattgebäude | ||||||
| BT2 _ II 0.03 Werk- statt Holz | B5 | 80 % der verfügbaren Deckenfläche (ca. 170 m²) mit KNAUF AMF - HERADESIGN® fine (35mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mineralwolle 40mm sowie die beiden Längsseiten zwischen den Trägern (ca. 27 m²) mit KNAUF AMF - Heradesign® fine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung 15 Stk. Deckenstrahlplatte, Typ HB 150 Eco-Evo-Plus, Sichtseite glatt | ||||
| BT2 _ II 0.13 Werk- statt Brunnen | B5 | 80 % der verfügbaren Deckenfläche (ca. 70 m²) mit KNAUF AMF - HERADESIGN® fine (35mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mineralwolle 40mm sowie die beiden Längsseiten zwischen den Trägern (ca. 11 m²) mit KNAUF AMF - Heradesign® fine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung 6 Stk. Deckenstrahlplatte, Typ HB 150 Eco-Evo-Plus, Sichtseite glatt |
1 Im Falle einer späteren Aufstockung ist eine zusätzliche Mineralwolle erforderlich, um Trittschalleinbrüche zu vermeiden.
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| Referenzraum | Nutzungsart | Erforderliche Maßnahmen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| [DIN 18041 / | ||||||
| DGNB Büro | ||||||
| Neubau] | ||||||
| Bt2 _ II 0.14 HM + Winterdienst | B4 | 80 % der verfügbaren Deckenfläche (ca. 26 m²) mit KNAUF AMF - HERADESIGN® fine (35mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mineralwolle 40mm | ||||
| BT 4 KFZ-Werkstatt | ||||||
| BT4 _ IV 0.02 Werk- statt KFZ | B5 | 80 % der verfügbaren Deckenfläche (ca. 400 m²) mit KNAUF AMF - HERADESIGN® superfine (25mm) Abhang- höhe (600mm): mit Mineralwolle 40mm Alle Wände zwischen den Trägern und in einem 1,1 Me- ter hohen Streifen (ca. 95 m²) mit KNAUF AMF - HERADE- SIGN® superfine (35mm) Abhanghöhe (35mm): ohne Hinterfüllung 12 Stk. Deckenstrahlplatte, Typ HB 150 Eco-Evo-Plus, Sichtseite glatt |
Tabelle 15: Akustische Maßnahmen Referenzräume
Die raumakustischen Maßnahmen wurden anhand der Anforderungen und Empfehlungen nach DIN 18041 sowie dem DGNB-Pflichtenheft ausgelegt. Diese können dabei in fast allen Bereichen erfüllt werden.
Die einzige Ausnahme stellt dabei die KFZ-Werkstatt dar, wo aufgrund der sehr hohen Räume und gleichzeitig geminderten Nutzbarkeit der Wandflächen das A/V-Verhältnis aktuell nicht ganz er- reicht werden kann. Grundsätzlich kann die Nachhallzeit durch die aktuellen Maßnahmen jedoch bereits von 12 Sekunden auf 1,3 Sekunden reduziert werden. Zudem ist durch die oft geöffneten Toren davon auszugehen, dass der Schall nicht im Raum gefangen wird, sondern nach außen ent- weichen kann. Die aktuellen Maßnahmen werden daher als ausreichend angesehen.
Im Bauteil 1 ist im Flurbereich aktuell keine Mineralwollauflage erforderlich. Sollte es zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Aufstockung kommen, ist auch in diesem Bereich eine akustische Auf- lage vorzusehen, um Einbrüche in der Trittschalldämmung der Decke zu vermeiden.
Für den Hackschnitzelheizungsraum wird eine akustische Belegung der Decke zu 80 % (ca. 20 m²) und 10 m² Wandabsorber zur Pegelminderung empfohlen (siehe Bauakustikkonzept vom 22.04.2024)
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Aufgrund der Nachhaltigkeit wurde die Überlegung eines Austausches der Mineralwollauflagen mit alternativen Dämmstoffen vorgeschlagen. Grundsätzlich würde in solchen Fällen die Gewähr- leistung der Akustikdecke entfallen, da die Konstruktion nicht mehr dem geprüften System ent- spräche. Aus raumakustischer Sicht wäre so ein Wechsel jedoch zumindest in den Büroflächen möglich. Demnach lässt sich bei einem Vergleich zweier ansonsten identischen Systeme mit unter- schiedlicher Hohlraumbedämpfung eine Minderung der Absorption in den tiefen und hohen Fre- quenzen feststellen.
Tabelle 16: Vergleich Akustisches System mit Hanf- oder Mineralwollauflage
| Frequenzabhängiger Absorptionsgrad α | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beispielprodukt | 125 Hz | 250 Hz | 500 Hz | 1.000 Hz | 2.000 Hz | 4.000 Hz | ||||
| Ligno Akustik light 3 S_33_a70 g vor 100mm Hohlraum installiert mit 30 mm Combijute hinterlegt | 0,30 | 0,60 | 0,80 | 0,90 | 0,80 | 0,60 | ||||
| Ligno Akustik light 3 S_33_a70 g vor 100mm Hohlraum installiert mit 30 mm MiWo hinterlegt | 0,45 | 0,80 | 0,80 | 0,90 | 1,00 | 0,90 | ||||
| Differenz Combijute gegenüber Mineralwolle | -0,15 | -0,20 | 0,00 | 0,00 | -0,20 | -0,30 |
In den Büroräumen ist aktuell keine volle Belegung der Deckenfläche zur Erfüllung der raumakus- tischen Empfehlungen erforderlich, aber sie wird zum Verdecken und der bauakustischen Abschot- tung der technischen Gebäudeausstattung geplant. Eine Minderung der Absorptionsfähigkeit bei abweichender Akustikauflage könnte somit leicht ausgeglichen werden.
In Bereichen mit Anforderungen an die Nachhhallzeit oder einer sehr knappen Erfüllung der Emp- fehlungen (z.B. Konferenzbereich und Werkstätten) ist aus fachplanerischer Sicht eine abwei- chende Akustikauflage jedoch nicht möglich.
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3.4 Raumakustische Maßnahmen
3.4.1 Holzwolle Akustikdecken
Knauf AMF Heradesign:
Heradesign superfine (plus) (25 mm), Abhanghöhe (200 mm), mit Mineralwolle 25 mm
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,45 | 0,95 | 1,00 | 1,00 | 0,95 | 1,00 |
Knauf AMF Heradesign:
Heradesign superfine (25 mm), Abhanghöhe (200 mm), ohne Hinterfüllung
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,30 | 0,70 | 0,65 | 0,55 | 0,75 | 0,85 |
Knauf AMF Heradesign:
HERADESIGN® fine (35mm) Abhanghöhe (200mm): mit Mineralwolle 40mm
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,65 | 1,00 | 0,90 | 0,80 | 0,95 | 0,90 |
Knauf AMF Heradesign:
Heradesign superfine (25 mm), Abhanghöhe (600 mm), mit Mineralwolle 40 mm
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,70 | 0,80 | 0,90 | 0,90 | 0,85 | 1,00 |
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3.4.2 Akustische Kastendecken
Lignatur:
Lignatur Akustikelement Typ 3 (07)
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,45 | 0,80 | 0,90 | 0,95 | 0,80 | 0,90 |
3.4.3 Feuchtraum Akustikdecke
Knauf AMF Thermatex:
Thermatex Aquatec Hygena, 19 mm Dicke, Abhanghöhe 200 mm
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,60 | 0,70 | 0,85 | 0,90 | 1,00 | 1,00 |
3.4.4 Akustisch aktivierte TGA-Einhausung
Knauf Cleaneo:
Knauf Cleaneo Akustik-Plattendecke Gerade Quadratlochung 12/25 Q Lochanteil 23,0 %; Kon- struktionstiefe 200 mm, mit 20 mm MiWo Dämmschicht
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,55 | 0,75 | 0,80 | 0,75 | 0,75 | 0,75 |
Knauf Cleaneo:
Cleaneo mit Akustikputz - Putzträgerplatte V3 (Lochflächenanteil 27%) an CD-Profil, Fumi Akus- tikputz S1, Akustikvlies-Auflage, 40mm Knauf Insulation TP115 (ca. 0,72 kg/m²), 200mm Kon- struktionstiefe
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,65 | 0,80 | 0,80 | 0,75 | 0,75 | 0,75 |
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3.4.5 Wandabsorber
Kauf AMF Heradesign:
Heradesign superfine (35mm), Abhanghöhe (35mm), ohne Hinterfüllung
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Absorptionsgrad α P | 0,10 | 0,25 | 0,55 | 1,00 | 0,80 | 0,95 |
3.4.6 Deckenstrahlplatte
Frenger Deckenstrahlplatte:
Deckenstrahlplatte Typ HB 150 Eco-Evo-Plus, Sichtseite glatt (1,82 m²/Stk.)
Frequenzabhängiger Absorptionsgrad:
| Oktave [Hz] | 125 | 250 | 500 | 1000 | 2000 | 4000 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Äquivalente Absorpti- onsfläche pro Objekt (m² Sabine) A eq | 0,60 | 1,37 | 1,97 | 1,60 | 1,30 | 1,00 |
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3.5 Ergebnisse für die DGNB Bewertung
3.5.1 Planungsbegleitendes akustisches Konzept
Tabelle 17: DGNB 2018 Indikator 1 - Planungsbegleitendes akustisches Konzept
| Raumakustikkonzepte | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Erstellung eines Raumakustikkonzeptes mit planungsbegleitender Fortschreibung | 20 |
3.5.2 Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu 40m²
Tabelle 18: DGNB 2018 Indikator 2 - Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu einer Fläche von 40 m²
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaltung der Raumakustikklasse C nach VDI 2569 | 10 | ||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse B nach VDI 2569 | 15 | 15 | |||
| Alternativ: Nachweis nach DIN 18041:2016-03 Raumgruppe B: vgl. Indikator 5 | |||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse A nach VDI 2569 | 20 |
3.5.3 Mehrpersonenbüros größer 40 m²
Tabelle 19: DGNB 2018 Indikator 3 - Mehrpersonenbüros mit einer Fläche von mehr als 40 m²
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaltung der Raumakustikklasse C nach VDI 2569 | 10 | ||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse B nach VDI 2569 | 20 | ||||
| Alternativ: Nachweis nach DIN 18041:2016-03 Raumgruppe B: vgl. Indikator 5 | |||||
| Einhaltung der Raumakustikklasse A nach VDI 2569 | 30 |
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3.5.3.1 Mögliche Zusatzpunkte
Tabelle 20: Berücksichtigung von Schallabsorptionsflächen an der Decke bei offenen Bürostrukturen
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30 % der mittleren äquivalenten Schallabsorptionsfläche an der Decke bzw./und den | 5 | 5 | |||
| raumhohen Raumteilern | |||||
| 70 % der mittleren äquivalenten Schallabsorptionsfläche an der Decke bzw./und den | 10 | ||||
| raumhohen Raumteilern |
3.5.4 Räume für „Sprache“ im Sinne der DIN 18041
Tabelle 21: : DGNB 2018 Indikator 4 – Räume für „Sprache“ im Sinne der DIN 18041
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeit Tsoll | 10 | 10 | |||
| Die Einhaltung aller Räume mit Anforderungen nach DIN 18041:2016-03 wurde nach- | |||||
| gewiesen. | |||||
| Einhaltung der Anforderungen an die Inklusion | 10 | ||||
| Berücksichtigung der Inklusiven Nutzung nach DIN 18041:2016-03 (Unterricht/ Kom- | |||||
| munikation inklusiv, Sprache/Vortrag inklusiv) |
3.5.4.1 Mögliche Zusatzpunkte
Tabelle 22: Großraumbüros und Räume der Gruppe A ≥ 500 m³
| Einhaltung der Anforderungen an die Nachhallzeiten | Punkte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Durchführung einer detaillierten akustischen Simulation in Anlehnung an DIN EN ISO 3382-2009-10 oder zur Bewertung weiterer raumakustischer Kenngrößen | 10 |
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3.5.5 Räume mit Empfehlungen nach DIN 18041:2013-03 (Nutzungsart B3 – B5)
Tabelle 23: DGNB 2018 Indikator 5 - Kantine mit einer Grundfläche > 50m²
| Räume mit Empfehlungen nach DIN 18041:2016-03 (Nutzungsart B3 – B5) mit besonde- | Pkt. | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| ren Anforderungen an die Lärmminderung und / oder den raumakustischen Komfort | |||||
| (wie z. B. Kantinen, Bibliotheken, Pausenräume) | |||||
| Einhaltung der Empfehlungen an das A/V Verhältnis im Frequenzbereich 250 – 2.000 Hz | 10 |
3.6 Gesamtbewertung
Tabelle 24: Übersicht DGNB Bewertung
| Nr. | Indikator | Punkte | Pkt. max | ||
|---|---|---|---|---|---|
| er- | |||||
| reicht | |||||
| 1 | Planungsbegleitendes akustisches Konzept | 20 | 20 | ||
| 2 | Einzelbüros und Mehrpersonenbüros bis zu 40m² | 15 | 20 | ||
| 3 | Mehrpersonenbüros größer 40 m² | 20 | 30 | ||
| Mögliche Zusatzpunkte | 10 | 10 | |||
| 4 | Räume nach DIN 18041:2016-03 (Raumgruppe A1 – A5) mit besonderen Anforderungen an die Sprachverständlichkeit (wie z. B. Besprechungs- räume, Seminarräume, Unterrichtsräume) | 20 | 20 | ||
| Mögliche Zusatzpunkte Durchführung einer raumakustischen Simulation | 0 | 10 | |||
| 5 | Räume mit Empfehlungen nach DIN 18041:2016-03 (Nutzungsart B3 – B5) mit besonderen Anforderungen an die Lärmminderung und / oder den raumakustischen Komfort (wie z. B. Kananen, Bibliotheken, Pausen- räume) | 10 | 10 | ||
| Summe | 95 | 100 |
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