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Anlage 5_PLF SGB_Strukturierte Verkabelung in Schulgebäuden_Jan. 2025.pdf

Ingenieurleistungen für die technische Ausrüstung einer sechsgruppigen Kita und eines Jugendzentrums

Extrahierter Dokumenttext · Stand: 01.10.2026, 14:16 (Europe/Berlin)

Herkunft: www.vmp-rheinland.de

Tabellen, Layout und Zeichen können bei der Extraktion abweichen. Maßgeblich ist die Originaldatei.

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STÄDTISCHES

GEBÄUDEMANAGEMENT BONN

ANLAGE 5 PLF

STRUKTURIERTE VERKABELUNG IN

SCHULGEBÄUDEN

STAND: JANUAR 2025

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  • 2 -

1 Anforderungen an die „Strukturierte Verkabelung“ in

Schulgebäuden V1.5

Die Anforderungen an die Strukturierte Verkabelung in Schulgebäuden sind im Hinblick

auf die anstehenden Digitalisierungsmaßnahmen an Schulen nochmals überarbeitet und

ergänzt worden. Bitte nehmen Sie diese Anforderungen in den Planungsleidfaden für

Modernisierungs-, Neubau-, Umbau-, Erweiterungsbau – und Bauunterhaltungsmaßnah-

men auf.

Grundsätzlich

Wenn sich Räume, z.B. Lager, Bibliothek, usw., von der Position im Gebäude zu Arbeits-

plätzen umwidmen lassen. Dann sollten diese Räume auch als Arbeitsräume ausgestattet

werden unabhängig von der momentan geplanten Nutzung als Lagerraum, bzw. was auch

immer.

Allgemein: Die Schuko-Steckdosen sind mit erhöhtem Berührungsschutz auszustatten;

auszuführen ist nur halogenfreie Verkabelung ab der NSHV.

Schulverwaltungsraum

2 Datendoppeldosen pro Arbeitsplatz

1 Datendoppeldose im Deckenbereich (Wandmontage, falls die POE Funktionalität ge-

währleistet ist, kann hier auf die Schuko Steckdosen verzichtet werden)

Je LAN-Port ist eine Schuko-Steckdose mit erhöhtem Berührungsschutz vorzusehen.

Die Räume sollten gemessen an der Größe ausgestattet werden aber mit mindestens 2

Arbeitsplätzen.

Jeder Raum, der möglicherweise als Büroraum in Betracht kommt, sollte mit 2 Daten-

doppeldosen und 1 Datendoppeldose im Deckenbereich (Wandmontage) und je LAN Port

mit 1 Schuko Steckdose ausgestattet werden.

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  • 3 -

Klassenraum

1 Datendoppeldose neben der Tafel, (Standardhöhe für Fußbodenbereich)

1 Datendoppeldose mittig über der Tafel an der Wand, unterhalb der abgehängten Decke.

Der Bereich zwischen diesen beiden Datendoppeldosen ist frei von Kabelkanälen zu halten,

denn in diesem Bereich (2 x 2 m) wird das interaktive Display montiert.

1 Datendoppeldose im hinteren Bereich des Klassenraumes, d.h. an der gegenüber- liegen-

den Wand der Tafel.

Je LAN Port ist eine Schuko Steckdose vorzusehen (d. h. Doppelsteckdose oben und

unten)

Die Absicherung der Steckdosen (Leitungsschutzschalter) erfolgt pro Klassenraum.

Hierbei ist zu beachten, dass der Be-

reich unterhalb der Datendoppeldose

über der Tafel, frei von Kabelkanälen

zu halten ist. In diesem Bereich (2 x

2m) wird das Interaktive Display mon-

tiert. In der Vergangenheit hat dies be-

reits zu Problemen geführt (siehe

Bonns fünfte), sodass in diesem Be-

reich nicht montiert werden konnte und

das Interaktive Display seitlich versetzt

befestigt werden musste. Ebenso ist

die auf dem Bild vorhandene untere

LAN-/ Datendose dort nicht zu platzie-

ren.

Derzeit wird ein zweisäuliges Dis-

playgestell verwendet, künftig kann

aber nicht ausgeschlossen werden,

dass hier ein einsäuliges Gestell ver-

wendet werden muss. In diesem Fall

wäre eine Montage ebenfalls nicht

möglich.

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  • 4 -

Fachraum NW

Grundausstattung wie Klassenraum. (In den NW Räumen wird das Netzwerk für die Arbeits-

tische der Schüler per WLAN bereitgestellt.)

Vorbereitsungsraum

Ausstattung wie Klassenraum

Computerraum

1 Datendoppeldose neben der Tafel

1 Datendoppeldose mittig über der Tafel im Deckenbereich (Wandmontage)

Je LAN Port ist eine Schuko-Steckdose vorzusehen

In Computerräumen sollte die Versorgung der Computer mittels Datendosen/ Steckdosen

im Brüstungskanal erfolgen. Je LAN Port sind hier 2 Schuko-Steckdosen vorzusehen.

Der Datenschrank für den Computerraum ist idealerweise außerhalb des Computerrau-

mes verortet (z.B. Etagenverteilung), da so die Geräuschbelastung minimiert wird und

auch der Zugang für Servicearbeiten jederzeit ohne Störung des Unterrichtsbetriebs mög-

lich ist.

Die Anbindung der Unterverteilungen zum zentralen Serverschrank sollte mittels

LWL 12 x 50/125µm hergestellt werden. Als Steckverbinder sind LC-Anschlüsse vor-

zusehen.

Sporthalle

Jeder Raum 1 Datendoppeldose (außer Umkleide und Sanitärbereich).

Bei Mehrfachhallen 1 Datendoppeldose / Hallensegment auf Bodenebene oder Im

Geräteraum.

Und je Hallensegment eine Datendoppeldose für Montage eines WLAN–AP in Decken-

ebene.

Je LAN Port ist eine Schuko-Steckdose vorzusehen.

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  • 5 -

Aula

Ausstattung wie Sporthalle.

Datendoppeldosen für Montage eines WLAN–AP unter Berücksichtigung optimaler Aus-

leuchtung.

Bei Aulen mit Nutzung als Veranstaltungsort mind. zwei Montagepunkte für WLAN- AP`s

Kellerraum

Grundsätzlich keine strukturierte Verkabelung, es sei denn die Raumnutzung entspricht

einem der oben beschriebenen Räume.

Heiz- Klimazentralen und Gebäudeleittechnik

Vor dem Hintergrund des zentralen Energiemanagements sind die Zentralen der Haus-

technik, Klimatechnik, Heizungssteuerung mit in die strukturierte Verkabelung einzube-

ziehen, und mit mindestens einem Duplexanschluss zu berücksichtigen.

Abstellraum

Grundsätzlich keine strukturierte Verkabelung, es sei denn die Raumnutzung entspricht

einem der oben beschriebenen Räume.

Flure

In den Fluren wird keine Lan Verkabelung vorgesehen. Die WLAN-Versorgung erfolgt über

die angrenzenden Räume.

Lehrer*innenzimmer

Ausstattung wie Klassenraum. Bei entsprechender Größe mehr Daten- und Steckdosen.

Hausmeister*innenloge

2 Datendoppeldosen

1 Datendoppeldose im Deckenbereich (Wandmontage) Je

LAN Port ist eine Schuko-Steckdose vorzusehen.

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  • 6 -

WLAN

Bereits vorhandene Accesspoint sind in die strukturierte Verkabelung zu übernehmen

und an das Netzwerk anzuschließen.

Die erforderliche Position aller benötigten Accesspoints im Gebäude sind aus den vom

Schulamt übermittelten Ausleuchtungsprotokollen ersichtlich. Für den Anschluss der Ac-

cesspoints ist eine weitere Datendose zu montieren. Benötigt wird ein Datenport, falls die

Mehrkosten unwesentlich sind, kann auch eine Datendoppeldose montiert werden. Die

Stromversorgung der APs erfolgt in der Regel über Power over Ethernet (POE). Sollte die

max. zulässige Leitungslänge überschritten werden, muss für den AP ein zusätzlicher

Stromanschluss montiert werden.

Nach der Herstellung der strukturierten Verkabelung muss die WLAN-Infrastruktur gemäß

Ausleuchtungsprotokoll vervollständigt werden.

Diese Ergänzungsbeschaffungen der erforderlichen Access Points, Switches und Lizen-

zen inkl. Montage erfolgt durch das SGB. Das Netzwerk wird durch das Schulamt betrie-

ben und gewartet. Spätere Ersatzbeschaffungen erfolgen durch das Schulamt.

Hauptverteilung

Für jede Hauptverteilung wird 1 Schrank mit 42 HE für die Servertechnik benötigt. Die

aktiven Schränke sind mit einer Deckenlüftung auszustatten.

Stromversorgung: 3 PDU mit je 6x Schuko

Der Bedarf an weiteren Schränken richtet sich dann nach der Anzahl der Datenleitungen,

mindestens sind aber 4 HE / 24 Port einzuplanen. Je 14 HE ist mindestens 1 PDU mit je

6x Schuko vorzusehen.

Unterverteilung

Die Anbindung zur Hauptverteilung erfolgt mittels LWL Kabel, 12 Fasern 50/125µm ge-

schlossen auf Patchfeld mit LC-Stecker. Daneben ist noch eine 30DA

Kupferverbindung vorzusehen, abgeschlossen auf 50 Port CAT3 Patchfeld oder 2x 24

Port. Die Doppelandern sind jeweils auf 4 und 5 der Rj45 Anschlüsse aufzulegen.

Je 24 Port Patchfeld, 1 Schuko Steckdose, mindestens aber eine 6-fach Steckdose / Unter-

verteilung. Die Stromversorgung erfolgt mit eigener Absicherung und Potentialausgleich.

Für jedes 24 Port Patchfeld sind mind. 4 Höheneinheiten zu kalkulieren. Je zwei Patchfelder

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  • 7 -

erhalten ein Rangierpanel. Für den Einbau der W- LAN Komponenten ist eine Mindesttiefe

von 45 cm bereit zu stellen.

Die Stromversorgung erfolgt über eigene Absicherung und Potentialausgleich, Bei Bedarf

mit drei Phasen.

Eine klimatechnische Bewertung des Serverraumes ist vorzunehmen. Alle Datenschränke

sollen über eine einheitliche Schließung (Halbzylinder) verfügen. Der Serverraum ist ein

elektrischer Betriebsraum und darf ausschließlich zu diesem Zweck genutzt werden. Der

Zutritt zu diesem Raum ist vom Hausmeister mittels eines Raumbuches zu protokollieren.

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  • 8 -

Aufbau der Datenschränke

19“ Profilschienen an der Vorderseite und Rückseite ca. 10 cm einrücken. Dadurch ist

gewährleistet, dass die Netzwerkkabel nicht stark geknickt werden und somit die mecha-

nische Belastung auf Switchports gesenkt wird sowie das Schließen der Tür ohne drü-

cken möglich ist. Aktive Komponenten haben somit ausreichend Platz für die Stroman-

schlusskabel.

Anordnung von Komponenten

Hauptverteilung Unterverteilung

1LWL Amt 10
2Übergabe Switch LWL Amt10
3Gateway
4Gateway
5Cat3 Patchfeld 30DA CU zum VT x.y
6Rangierpanel
7LWL Patchfeld
8LWL Patchfeld
9Rangierpanel
10Aggregationswitch
11Rangierpanel
12Switch Schulverwaltung
13Rangierpanel
14VT3.2 P1 (RJ45)
15Rangierpanel
16VT3.2 P2 (RJ45)
17Rangierpanel
18VT3.2 P3 (RJ45)
19Rangierpanel
20VT3.2 P4 (RJ45)
21Rangierpanel
22Access Switch 1
23Rangierpanel
24Access Switch 2
25Rangierpanel
26Access Switch 3
27Rangierpanel
……
36Geräteträger Fachboden
37Geräteträger Fachboden
38Verwaltungs Server
39Pädagogischer Server
40Rangierpanel
41USV
42USV
1LWL Patchfeld
2LWL Patchfeld
3Rangierpanel
4Cat3 Patchfeld 30DA CU zum HVT
5Freiraum für Geräte
6Freiraum für Geräte
7Freiraum für Geräte
8Geräteträger Fachboden
9Rangierpanel
10VT x.y P1 (Rj45)
11Rangierpanel
12VT x.y P2 (Rj45)
13Rangierpanel
14VT x.y P3 (Rj45)
15Rangierpanel
16VT x.y P4 (Rj45)
17Rangierpanel
18Access Switch 1
19Rangierpanel
20Access Switch 2
21Rangierpanel
22Access Switch 3
23Rangierpanel
24Access Switch 4
25Rangierpanel
26Access Switch 4
27Rangierpanel
…
36VT x.y P5 (Rj45)
37Rangierpanel
38VT x.y P6 (Rj45)
39Rangierpanel
40VT x.y P7 (Rj45)
41Rangierpanel
42VT x.y P8 (Rj45)

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  • 9 -

Beschriftung Netzwerkschränke/Datendosen

• Verteilerbezeichnung: VTx.y

• Patchfeld: Px

• Ports: 1-24

• Beispiel Dosenbeschriftung:

• VT3.1-P1-1/2

Ergänzender Hinweis NGRS-Systeme:

Für die NGRS-Systeme müssen zusätzlich getrennte Netzwerkleitungen - unter Berücksich-

tigung der Dimensionierung der Anlage - berücksichtig werden.

Einzelheiten zu den genauen Bedingungen liegen im SGB vor.

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