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INGENIEURGESELLSCHAFT FÜR BAUWESEN, GEOLOGIE UND UMWELTTECHNIK MBH
Die Autobahn GmbH Niederlassung Rheinland Außenstelle Essen Frau Sina Aufmhoff Hatzper Straße 34 45149 Essen
Projekt-Nr. Datei Diktat OE Datum 41.7577 P7577_A+S-Plan_260213 Bou / Frk UMW.UMW 13.02.2026
6-streifiger Ausbau der BAB A 59
AK Duisburg–AS Duisburg-Marxloh
Untersuchungen im Bereich „Am Unkelstein“ –
ALVF AA0233 und AS3291
– Arbeits- und Sicherheitsplan
nach DGUV Regel 101-004 bzw. TRGS 524 –
Gesellschaft: HRB 8527 Amtsgericht Bochum, USt-IdNr. DE126873490, https://www.dr-spang.de 58453 Witten, Rosi-Wolfstein-Straße 6, Tel. (0 23 02) 9 14 02 - 0, Fax 9 14 02 - 20, zentrale@dr-spang.de
Geschäftsführer: Dipl.-Ing. Christian Spang, Dipl.-Wirtsch.-Ing. Christoph Spang
Niederlassungen: 73734 Esslingen/Neckar, Eberhard-Bauer-Str. 32, Tel. (0711) 351 30 49-0, Fax 351 30 49-19, esslingen@dr-spang.de 60528 Frankfurt/Main, Hahnstraße 40, Tel. (069) 678 65 08-0, Fax 678 65 08-20, frankfurt@dr-spang.de 09599 Freiberg/Sachsen, Halsbrücker Straße 34, Tel. (03731) 798 789-0, Fax 798 789-20, freiberg@dr-spang.de 21079 Hamburg, Harburger Schloßstraße 30, Tel. (040) 524 73 35-0, Fax 524 73 35-20, hamburg@dr-spang.de 30655 Hannover, Leo-Sympher-Promenade 65, Tel. (0511) 132 291-50, Fax 132 291-90, hannover@dr-spang.de 06618 Naumburg, Wilhelm-Franke-Straße 11, Tel. (03445) 762-25, Fax 762-20, naumburg@dr-spang.de 90491 Nürnberg, Erlenstegenstraße 72, Tel. (0911) 964 56 65-0, Fax 964 56 65-5, nuernberg@dr-spang.de 85521 Ottobrunn, Alte Landstraße 29, Tel. (089) 277 80 82-60, Fax 277 80 82-90, muenchen@dr-spang.de 14482 Potsdam, Walter-Klausch-Straße 25, Tel. (0331) 231 843-0, Fax 231 843-20, berlin@dr-spang.de A-6330 Kufstein, Salurnerstraße 22, Tel. +43 (5372) 23 20-00, Fax 23 20-20, kufstein@dr-spang.at Banken: Deutsche Bank AG, Witten, IBAN: DE42 4307 0024 0813 9511 00, BIC: DEUTDEDB430 Stadtsparkasse Witten, IBAN: DE59 4525 0035 0000 0049 11, BIC: WELADED1WTN
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INHALT SEITE
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ALLGEMEINES 5 1.1 Projekt 5 1.2 Auftrag 6 1.3 Unterlagen 6 1.4 Projektbeteiligte und Weisungsbefugnisse 10 1.5 Bewertungsgrundlagen 12 1.6 Konformität gegenüber den Anforderungen weiterer Gewerke 13
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STANDORTBESCHREIBUNG 13
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VORHANDENE GEFAHRSTOFFE 15 3.1 Untersuchungsgrundlage 15 3.2 Arbeitsschutzrelevante Belastungen im Boden 15 3.3 Arbeitsschutzrelevante Belastungen im Grund- und Schichtenwasser 16 3.4 Arbeitsschutzrelevante Belastungen in Bodenluft und Gasen 17 3.5 Zusammenfassende Bewertung 19
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STOFFBEZOGENE GEFÄHRDUNGSMERKMALE ALS GRUNDLAGE DER EXPOSITIONSABSCHÄTZUNG 19 4.1 Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) 19 4.2 Schwermetalle (Blei, Zink) 20 4.3 Cyanide 20 4.4 Bodenluftgase: Kohlenstoffdioxid (CO₂), Kohlenstoffmonoxid (CO), Methan (CH ) 21 4
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TÄTIGKEITEN UND POTENZIELLE EXPOSITION 22 5.1 Arbeitsabläufe und expositionsrelevante Tätigkeiten 22 5.2 Expositionsabschätzung 23 5.2.1 Zielsetzung und methodisches Vorgehen 23 5.2.2 Inhalative Exposition durch staubgetragene Stoffe 24 5.2.3 Ableitung der zu erwartenden inhalativen Exposition aus Staubfreisetzung 25 5.2.4 Dermale und inhalative Exposition über Grund- und Schichtwasser 27 5.2.5 Inhalative Exposition und akute Gefährdung durch Bodenluft 27
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5.2.6 Zusammenfassende Expositionsbewertung 28
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ARBEITS- UND GESUNDHEITSSCHUTZ (STOP-PRINZIP) 28 6.1 Substitution 30 6.2 Technische Maßnahme 30 6.2.1 Auswahl geeigneter Arbeitsverfahren 30 6.2.2 Staubniederschlag und Staubminderung 31 6.2.3 Fahrerkabinen mit Schutzbelüftung 31 6.2.4 Technische Bewetterung 32 6.2.5 Schwarz – Weiß – Anlage 32 6.2.6 Stiefelwaschanlage 32 6.2.7 Maschinenwaschplatz 33 6.2.8 Tragbares / mobiles Gasmessgerät 33 6.2.9 Zwischenlagerung kontaminierter Materialien 36 6.3 Organisatorische Maßnahmen 36 6.3.1 Anzeige, Information und Zutrittsregelung 37 6.3.2 Schutzzoneneinteilung (Schwarz- / Weiß Bereich) 37 6.3.3 Allgemeine Verhaltensregeln 37 6.3.4 Betriebsanweisung und Unterweisung 38 6.3.5 Leitung, Aufsicht und Koordinierung der Arbeiten 39 6.3.6 Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung 39 6.3.7 Erste Hilfe / Organisation einer Notfallkette 40 6.4 Persönliche Schutzmaßnahmen 41 6.4.1 Schutzanzüge 42 6.4.2 Atemschutzmasken 42 6.4.3 Sicherheitsstiefel 43 6.4.4 Augen- und Gesichtsschutz 43 6.4.5 Handschutz 44 6.4.6 Zusammenfassung der persönlichen Schutzmaßnahmen 44
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ABSCHLIEẞENDE HINWEISE 48
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ANLAGEN
Anlage 1: Übersichtslageplan (2) Anlage 2: Lageplan mit Aufschlusspunkten (3) Anlage 3: Stoffdatenblätter (160) Anlage 4: Chemische Analytik (78)
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- ALLGEMEINES
1.1 Projekt
Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland, plant den 6-streifigen Ausbau der Bun- desautobahn BAB A 59 im Abschnitt vom Autobahnkreuz Duisburg bis zur Anschlussstelle Duisburg- Marxloh. Im Zuge der Maßnahme sind umfangreiche Erd- und Tiefbauarbeiten einschließlich Bau- grubenherstellung, Bodenaushub, Zwischenlagerung sowie gegebenenfalls Grundwasserhaltungs- maßnahmen vorgesehen.
Die übergeordneten projekthistorischen und umweltfachlichen Hintergründe sind dem gemeinsamen Vorgutachten [U 1] zu entnehmen.
Aufgrund der festgestellten schadstoffbedingten Belastungen im Untergrund sowie der geplanten Arbeiten in kontaminierten Bereichen ist die Durchführung der Erdarbeiten als Tätigkeit nach der Gefahrstoffverordnung einzustufen. In Anwendung der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 6 Gef- StoffV [U 5] sind daher die Anforderungen der TRGS 524 „Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen“ [U 25] maßgeblich.
Ziel des vorliegenden Arbeits- und Sicherheitsplans ist es, die bei den geplanten Tätigkeiten beste- henden Gefährdungen systematisch zu ermitteln, zu bewerten und durch geeignete technische, or- ganisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen zu beherrschen, um akute und chronische Ge- sundheitsgefährdungen der Beschäftigten wirksam zu vermeiden.
Der Geltungsbereich dieses A+S-Plans umfasst die Altlastenverdachtsfläche bestehend aus der Alt- ablagerung AA0233 sowie dem Altstandort AS3291.
Die ebenfalls zur Altlastenverdachtsfläche gehörende Altablagerung AA0649 ist nicht Bestandteil dieses Dokuments und wird in einem gesonderten Arbeits- und Sicherheitsplan behandelt.
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1.2 Auftrag
Im Bereich der Altlastenverdachtsflächen AA0233 und AS 3291 liegen auf Grundlage der durchge- führten Boden-, Bodenluft- und Grundwasseruntersuchungen nachgewiesene schadstoffbedingte Belastungen des Untergrunds sowie des Schicht- und Grundwassers vor. Die geplanten Erd- und Tiefbauarbeiten greifen unmittelbar in diese belasteten Materialien ein und stellen daher Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen im Sinne der Gefahrstoffverordnung dar.
Die umwelttechnischen Untersuchungen und deren Ergebnisse sind im gemeinsamen Vorgutachten [U1] sowie in der flächenspezifischen Gefährdungsabschätzung für den Bereich „Am Unkelstein“ [U2] dokumentiert und bilden die fachliche Grundlage für die arbeitsplatzbezogene Gefährdungsbe- urteilung.
Auf Basis des Angebots A14902_NT17_250617 vom 18.06.2025 wurde die Dr. Spang Ingenieurge- sellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH von der Autobahn GmbH des Bundes mit Schreiben vom 05.09.2025 beauftragt, einen Arbeits- und Sicherheitsplan gemäß DGUV Regel 101-004 unter Berücksichtigung der TRGS 524 zu erstellen.
Gegenstand des Auftrags ist die Erarbeitung eines vorhabenbezogenen Arbeits- und Sicherheits- plans für die im Projekt vorgesehenen Erd-, Tiefbau- und Gründungsarbeiten einschließlich Bo- denaushub, Baugrubenherstellung, Wasserhaltung, Zwischenlagerung und Entsorgung belasteter Materialien. Der A+S-Plan dient als verbindliche Grundlage für die Planung und Durchführung der Arbeiten durch alle beteiligten ausführenden Unternehmen.
1.3 Unterlagen
Es wurden die nachfolgend aufgeführten Unterlagen verwendet:
[U 1] P7577B241031_VG_rev01: Gefährdungsabschätzung gemäß Bundesbodenschutzverord- nung, Dr. Spang GmbH, Witten, 28.11.2025
[U 2] P7577B251128_ALVF AA0233_AS3291: Gefährdungsabschätzung gemäß Bundeboden- schutzverordnung, Dr. Spang GmbH, Witten, 28.11.2025
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[U 3] BaustellV: Baustellenverordnung - Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen vom 10.06.1998, zuletzt geändert 19.12.2022.
[U 4] BBodSchV: Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung, Bundesverordnung vom 09.07.2021.
[U 5] GefStoffV: Gefahrstoffverordnung - Verordnung zum Schutz vor Gefahrstoffen, Bundesver- ordnung vom 26.11.2010, zuletzt geändert 02.12.2024.
[U 6] REACH-V: Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung che- mischer Stoffe (REACH), zur Schaffung einer Europäischen Chemikalienagentur, zuletzt ge- ändert 22.04.2025.
[U 7] Arbeitsstätten-Richtlinie Waschräume auf Baustellen (ASR 47/1-3,5) zu § 47 Abs.1 bis 3 und Abs. 5 der Arbeitsstättenverordnung; Bundesrecht Ausgabe Oktober 1977.
[U 8] DGUV Regel 101-004: Kontaminierte Bereiche, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Ausgabe April 1997, Fassung Februar 2006.
[U 9] DGUV Regel 112-189: Benutzung von Schutzkleidung, Deutsche Gesetzliche Unfallversi- cherung, Ausgabe Oktober 1995, Stand: Oktober 2007 (bisher BGR 189).
[U 10] DGUV Regel 112-190: Benutzung von Atemschutzgeräten, Deutsche Gesetzliche Unfallver- sicherung, Ausgabe November 2021 (bisher BGR 190).
[U 11] DGUV Regel 112-191: Benutzung von Fuß- und Knieschutz, Deutsche Gesetzliche Unfall- versicherung, Ausgabe Januar 2007 (bisher BGR 191).
[U 12] DGUV Regel 112-192: Benutzung von Augen- und Gesichtsschutz, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Ausgabe Juni 2001, Stand Februar 2006 (bisher BGR 192).
[U 13] DGUV Regel 112-195: Benutzung von Schutzhandschuhen, Deutsche Gesetzliche Unfall- versicherung, Ausgabe Oktober 1995, Stand: Oktober 2007 (bisher BGR 195).
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[U 14] DGUV Information 201-004: Fahrerkabinen mit Anlagen zur Atemluftversorgung auf selbst- fahrenden Arbeitsmaschinen bei Bauarbeiten, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Ausgabe August 2020.
[U 15] DGUV Information 213-056: Gaswarneinrichtungen und -geräte für toxische Gase / Dämpfe und Sauerstoff, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Ausgabe Oktober 2023.
[U 16] DGUV Information 213-057: Gaswarneinrichtungen und -geräte für den Explosionsschutz, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Ausgabe Oktober 2023.
[U 17] DGUV Empfehlung für arbeitsmedizinische Beratung und Untersuchungen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, Ausgabe September 2024.
[U 18] LAGA TH Gefährlichkeit: Technische Hinweise zur Einstufung von Abfällen nach ihrer Ge- fährlichkeit, Länderarbeitsgemeinschaft Abfall, Stand Februar 2024.
[U 19] LAWA (1993): Empfehlungen für die Erkundung, Bewertung und Behandlung von Grund- wasserschäden, Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA), Arbeitskreis Gewässergüte, Oktober 1993.
[U 20] MAK- und BAT-Werte-Liste 2024: Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheits- schädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60, Deutsche Forschungsgemeinschaft, 01.07.2024.
[U 21] TRGS 400: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Gefährdungsbeurteilung und Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe Juli 2017, zu- letzt geändert 08.09.2017.
[U 22] TRGS 402: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffe: Inhalative Exposition, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe August 2023, zuletzt geändert 02.02.2024.
[U 23] TRGS 500: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Schutzmaßnahmen, Bundesanstalt für Ar- beitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe September 2019, zuletzt geändert 31.01.2020.
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[U 24] TRGS 505: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Blei, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe März 2021, zuletzt geändert 01.07.2022.
[U 25] TRGS 524: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kon- taminierten Bereichen, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe Feb- ruar 2010, zuletzt geändert 19.12.2011.
[U 26] TRGS 551: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Teer und andere Pyrolyseprodukte aus or- ganischem Material, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe August 2015, zuletzt geändert 27.01.2016.
[U 27] TRGS 555: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Betriebsanweisung und Information der Be- schäftigten, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe Februar 2017, zu- letzt geändert 20.04.2017.
[U 28] TRGS 559: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Quarzhaltige Stäube, Bundesanstalt für Ar- beitsschutz und Arbeitsmedizin, Ausgabe April 2020, zuletzt geändert 05.06.2020.
[U 29] TRGS 900: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Arbeitsplatzgrenzwerte, Ausgabe Januar 2006, zuletzt geändert 06.05.2025.
[U 30] TRGS 905: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Verzeichnis krebserzeugender, keimzellen- mutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeits- medizin, Ausgabe März 2016
[U 31] TRGS 910: Technische Regeln für Gefahrstoffe, Risikobezogenes Maßnahmenkonzept für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen, Ausgabe Februar 2014, zuletzt geändert 20.03.2025.
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1.4 Projektbeteiligte und Weisungsbefugnisse
Bauherr und Auftraggeber (AG) Die Autobahn GmbH des Bundes Niederlassung Rheinland Außenstelle Essen Hatzper Straße 34 45149 Essen
Frau Sina Aufmhoff Tel.: 0152 – 08735953 E-Mail: Sina.Aufmhoff@autobahn.de
Der Bauherr ist verantwortlich für die Beauftragung, Bereitstellung und vertragliche Durchsetzung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans gegenüber allen beteiligten Auftragnehmern.
Unfallversicherungsträger Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) Region NRW-Nordwest Im Lipperfeld 37 46047 Oberhausen
Tel.: 0208 8574-351 Fax: 0800 6686688-38326 E-Mail: prm-01@bgbau.de
Gutachterliche Begleitung Dr. Spang GmbH Rosi-Wolfstein-Straße 6-7 58453 Witten
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Die gutachterliche Begleitung unterstützt fachlich bei der Umsetzung des A+S-Plans, insbesondere bei der Bewertung von Bodenmaterialien, der Festlegung von Aushubgrenzen sowie bei der An- passung von Schutzmaßnahmen. Eine Arbeitgeberfunktion oder Weisungsbefugnis gegenüber Be- schäftigten wird hierdurch nicht begründet.
Koordinator gem. DGUV-Regel 101-004 (ehem. BGR 128) bzw. TRGS 524
Derzeit nicht bekannt.
Der Koordinator für Arbeiten in kontaminierten Bereichen ist vor Beginn der Bauarbeiten durch den Auftraggeber zu benennen. Der Koordinator ist fachlich weisungsbefugt in allen Belangen, die die Umsetzung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans betreffen, insbesondere:
• Einhaltung der festgelegten Schutzstufe, • Umsetzung technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen, • Anordnung zusätzlicher Schutzmaßnahmen bei Abweichungen, • Veranlassung der Unterbrechung von Arbeiten bei Gefahr im Verzug.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator (SiGeKo) gem. BaustellV [U 3]
Derzeit nicht bekannt.
Der SiGeKo wird durch den Auftraggeber benannt und den Projektbeteiligten bekannt gegeben.
Die Tätigkeiten des SiGeKo betreffen die Koordination sicherheitstechnischer Belange nach Bau- stellenverordnung.
Die Verantwortung für Gefahrstoffbelange und Schutzmaßnahmen nach GefStoffV und TRGS 524 verbleibt uneingeschränkt bei den jeweiligen Arbeitgebern sowie beim Koordinator nach DGUV Re- gel 101-004.
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Auftragnehmer (AN):
Derzeit nicht bekannt.
Die ausführenden Auftragnehmer stehen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Arbeits- und Sicher- heitsplans noch nicht fest.
Alle später beauftragten Unternehmen sind verpflichtet:
• Diesen A+S-Plan verbindlich einzuhalten, • Ihn in ihre arbeitgeberbezogene Gefährdungsbeurteilung zu integrieren, • Ihre Beschäftigten entsprechend zu unterweisen. • Die vertragliche Sicherstellung dieser Verpflichtung obliegen dem Auftraggeber.
1.5 Bewertungsgrundlagen
In diesem Arbeits- und Sicherheitsplan werden diejenigen Gefährdungen durch Gefahrstoffe be- trachtet, die im Zusammenhang mit den geplanten Erd- und Tiefbauarbeiten aufgrund ihrer Art, ihres Gefährdungspotenzials oder der zu erwartenden Exposition besondere arbeitsschutzrechtliche Schutzmaßnahmen erforderlich machen.
Die Auswahl und Bewertung der relevanten Gefährdungen erfolgt nicht anhand einer vollständigen Stoffaufzählung, sondern auf Grundlage der arbeitsplatzbezogenen Gefährdungsbeurteilung gemäß Gefahrstoffverordnung in Verbindung mit den Technischen Regeln für Gefahrstoffe, insbesondere der TRGS 400 [U 21], TRGS 402 [U 22] und TRGS 524. Maßgeblich sind dabei die Art der Tätigkeit, die möglichen Expositionspfade sowie das Ausmaß und die Dauer der Exposition.
Umweltfachliche Bewertungsmaßstäbe und Einstufungen, wie sie in der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung [U 4], den Regelwerken der Länderarbeitsgemeinschaften (LAWA [U 19], LAGA [U 18]) sowie in den vorliegenden Gefährdungsabschätzungen [U1], [U2] enthalten sind, die- nen ausschließlich der fachlichen Einordnung der Untergrundbelastungen. Sie ersetzen keine ar- beitsplatzbezogene Gefährdungsbeurteilung und werden nicht unmittelbar zur Ableitung von Schutz- maßnahmen nach Arbeitsschutzrecht herangezogen.
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Soweit im Rahmen der Tätigkeiten spezifische Gefahrstoffe relevant werden (z. B. bleihaltige Stäube, PAK-haltige Materialien), werden ergänzend die jeweils einschlägigen stoff- oder risikobe- zogenen Technischen Regeln für Gefahrstoffe (z. B. TRGS 505 [U 24], TRGS 551 [U 26], TRGS 900 [U 29], TRGS 910 [U 31]) berücksichtigt.
1.6 Konformität gegenüber den Anforderungen weiterer Gewerke
Dieser Arbeits- und Sicherheitsplan wurde auf Grundlage der Gefahrstoffverordnung sowie der DGUV Regel 101-004 in Verbindung mit der TRGS 524 ausschließlich für die im Projekt vorgesehe- nen Erd- und Tiefbauarbeiten in kontaminierten Bereichen erstellt.
Er gilt nicht für Tätigkeiten anderer Gewerke mit abweichenden Gefährdungsschwerpunkten oder besonderen rechtlichen Anforderungen, wie z. B. Kampfmittelsondierung und -räumung, Spezialtief- bau außerhalb der beschriebenen Tätigkeiten, Rückbauarbeiten oder sonstige Sonderleistungen, sofern diese nicht ausdrücklich in den Geltungsbereich dieses Dokuments aufgenommen wurden.
Für derartige Tätigkeiten sind durch die jeweils verantwortlichen Arbeitgeber eigenständige Gefähr- dungsbeurteilungen sowie gegebenenfalls separate Arbeits- und Sicherheitskonzepte zu erstellen und umzusetzen.
Sollten sich im Zuge der Bauausführung Änderungen des Leistungsumfangs, der Arbeitsverfahren oder zusätzliche Tätigkeiten im Bereich der Altlastenverdachtsflächen ergeben, die Auswirkungen auf die in diesem A+S-Plan betrachteten Gefährdungen haben, ist durch den Auftraggeber zu prü- fen, ob eine Fortschreibung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans erforderlich wird. Eine Anpassung erfolgt ausschließlich nach entsprechender Beauftragung und Freigabe durch den Auftraggeber.
- STANDORTBESCHREIBUNG
Die Altlastenverdachtsflächen (ALVF) befinden sich im Stadtgebiet Duisburg (PLZ 47059), Gemar- kung Duisburg, Flur 021. Sie umfasst die Flurstücke 204, 205, 206 und 284. Der für die vorliegenden
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Untersuchungen und die geplanten Bauarbeiten relevante Arbeitsbereich ist auf das Flurstück 204 begrenzt.
Der Geltungsbereich dieses Arbeits- und Sicherheitsplans erstreckt sich ausschließlich auf die be- schriebenen Arbeitsflächen innerhalb des Flurstücks 204. Baustelleneinrichtungsflächen sind nur dann vom Geltungsbereich dieses A+S-Plans erfasst, sofern sie innerhalb der Altlastenverdachts- fläche liegen oder für Tätigkeiten im kontaminierten Bereich genutzt werden. Für außerhalb gele- gene Baustelleneinrichtungsflächen sind gesonderte arbeitsschutzrechtliche Bewertungen erforder- lich.
Innerhalb der Altlastenverdachtsfläche liegen die Altablagerung AA0233 sowie der Altstandort AS3291. Die Flächen befinden sich überwiegend auf einer geschotterten bzw. teilversiegelten Park- platz- und Freifläche südlich der Straße „Am Unkelstein“ sowie südlich der Bundesautobahn A40.
Im Süden grenzt der Untersuchungsbereich unmittelbar an eine Bahnstrecke. Jenseits der Bahntrasse befinden sich die Schifferstraße sowie der Bereich des Holzhafens. Östlich der Altlas- tenverdachtsfläche ist ein gewerblich genutztes Grundstück (Zeitungsverlag Wilhelm Schmitz GmbH & Co.) angrenzend, westlich schließt ein weiterer gewerblich genutzter Bereich (Großhandel Deut- sche See) an.
Die Lage der Arbeitsflächen in einem überwiegend gewerblich genutzten Umfeld sowie die angren- zenden Verkehrs- und Infrastrukturanlagen sind bei der Planung und Durchführung der Arbeiten insbesondere im Hinblick auf Zugangsbeschränkungen, Staubverwehungen, den Umgang mit kon- taminiertem Material sowie die Organisation von Baustelleneinrichtungen zu berücksichtigen.
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- VORHANDENE GEFAHRSTOFFE
3.1 Untersuchungsgrundlage
Zur Erfassung der Untergrundbelastungen wurden durch die Dr. Spang GmbH im Zeitraum vom 19.08.2025 bis 27.08.2025 Kleinrammbohrungen, Bodenluftuntersuchungen sowie Grundwasserbe- probungen durchgeführt. Die Untersuchungen liefern belastbare Erkenntnisse über Art, Verteilung und Intensität schadstoffbedingter Belastungen im Untergrund.
Die detaillierten Untersuchungsergebnisse, Analysedaten und umweltfachlichen Bewertungen sind den Gutachten [U 1] und [U 2] zu entnehmen. Sie dienen als fachliche Grundlage für die nachfol- gende arbeitsplatzbezogene Gefährdungsbeurteilung, ersetzen diese jedoch nicht.
3.2 Arbeitsschutzrelevante Belastungen im Boden
Auf Grundlage der vorliegenden Untersuchungsergebnisse sind im Boden des Arbeitsbereichs nachweislich schadstoffbedingte Belastungen vorhanden, die im Zuge der geplanten Erd- und Tief- bauarbeiten zu relevanten Gefährdungen für Beschäftigte führen können.
Arbeitsschutzrechtlich relevant sind insbesondere:
Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) mit hohen Gehalten in oberflächennahen Schichten, insbesondere Benzo(a)pyren. • Gefährdung durch inhalative Aufnahme staubförmiger Partikel sowie Hautkontakt.
Schwermetalle, insbesondere Blei, Cadmium und Zink, in tieferliegenden Bodenschichten. • Gefährdung durch Staubinhalation und Hautkontakt bei Aushub- und Umschlagtätigkeiten.
Cyanidhaltige Bodenbestandteile (Summenparameter) • potenzielle Gefährdung bei Kontakt mit Bodenmaterial oder Wasser, insbesondere bei Feinarbeiten und Wasserhaltung.
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Zusätzlich ist bei sämtlichen staubenden Tätigkeiten von einer Exposition gegenüber quarzhaltigen Stäuben auszugehen.
In der nachfolgenden Tabelle 3.2-1 sind die Analyseergebnisse der Bodenproben mit den für den vorliegenden Arbeits- und Sicherheitsplan ausschlaggebenden Parametern und Konzentrationen dargestellt. Neben den aufgelisteten Proben, wurden vermehrt Analyseergebnisse erhalten, die die Prüfwerte, nicht aber die Maßnahmenschwellenwerte, gemäß LAWA überschreiten. Dies betrifft meist die Gehalte von PAK bzw. Benzo(a)pyren, vereinzelt aber auch PCB oder Kohlenwasser- 16 6 stoffen. Diese Ergebnisse sind in [U 2] näher beschrieben.
| Probe (Bohrung / Tiefenbereich) | Parameter (Konzentration) | Maßnahmenschwellenwert / Grenz- wert gemäß LAWA / LAGA |
|---|---|---|
| MP 6 (BS/BL 1B / 0,3 - 2,3 m) | PAK (189,0 mg/kg) 16 Benzo(a)pyren (9,7 mg/kg) | 10 – 100 mg/kg (LAWA) |
| EP 8 (BS/BL 2 / 0,3 - 1,50 m) | PAK (237,0 mg/kg) 16 Benzo(a)pyren (8,4 mg/kg) | 10 – 100 mg/kg (LAWA) |
| EP 20 (BS/BL 6 / 4,90 - 5,70 m) | Zink (3.660 mg/kg) | 2.500 mg/kg (LAGA) |
| EP 27 (BS/BL 9A / 5,90 - 7,00 m) | Blei (1.120 mg/kg) Zink (2.420 mg/kg) | Blei + Zink: ∑ > 2.500 mg/kg (LAGA) |
| EP 29 (BS/BL 10 / 4,80 - 5,30 m) | Blei (4.990 mg/kg) Zink (6.650 mg/kg) | Blei + Zink: ∑ > 2.500 mg/kg (LAGA) |
| EP 42 (BS/BL 12 / 4,50 - 5,30 m) | Zink (9.740 mg/kg) | 2.500 mg/kg (LAGA) |
Tabelle 3.2-1: Konzentrationen ausschlaggebender Parameter der belasteten Bodenproben für den Bereich „Am Unkelstein“.
3.3 Arbeitsschutzrelevante Belastungen im Grund- und Schichtenwasser
Die durchgeführten Grundwasseruntersuchungen weisen nach, dass im Arbeitsbereich schadstoff- belastetes Grund- und Schichtenwasser vorhanden ist. Unter anderem sind erhöhte und stark er- höhte Cyanid- und PAK-Gehalte nachgewiesen worden.
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Im Rahmen der geplanten Erd- und Tiefbauarbeiten sowie möglicher Wasserhaltungsmaßnahmen besteht die Gefahr:
• Des Hautkontakts mit belastetem Wasser. • Der Aerosolbildung. • Der Verschleppung von Schadstoffen.
Diese Aspekte sind bei der Festlegung von Schutzmaßnahmen, insbesondere im Bereich Wasser- haltung, Pumpenbetrieb und Materialumschlag, zu berücksichtigen.
Die Kleinrammbohrungen BS 4 und BS 11 wurden bis in eine Tiefe von 7,00 m abgeteuft und zu den Grundwassermessstelle GWM 1 und GWM 2 ausgebaut. Die für diesen A+S-Plan ausschlaggeben- den Parameter und Schadstoffkonzentration [U 2] sind in nachfolgender Tabelle 3.3-1 aufgeführt.
| Parameter (Konzentration) | ||
|---|---|---|
| Probe | Maßnahmenschwellenwert gemäß | |
| (Bohrung) | LAWA | |
| BS 4 / GWM 1 | Cyanide (100 µg/l) PAK (4,13 µg/l) 15 Benzo(a)pyren (0,29 µg/l) | 100 - 250 (µg/l) 0,4 - 2 (µg/l) - |
| BS 11 / GWM 2 | Cyanide (330 µg/l) PAK (6,28 µg/l) 15 Benzo(a)pyren (0,47 µg/l) | 100 - 250 (µg/l) 0,4 - 2 (µg/l) - |
Tabelle 3.3-1: Konzentrationen relevanter Parameter der Grundwasserproben für den Bereich „Am Unkelstein“.
3.4 Arbeitsschutzrelevante Belastungen in Bodenluft und Gasen
Die Bodenluftuntersuchungen zeigen lokal deutlich erhöhte Konzentrationen von Kohlendioxid (CO₂) und Methan (CH₄) sowie teilweise stark verminderte Sauerstoffgehalte (O₂). Zusätzlich wur- den erhöhte Konzentrationen von Kohlenstoffmonoxid (CO) gemessen.
Die für den A+S-Plan ausschlaggebenden Parameter sind in nachfolgender Tabelle 3.4-1 aufgeführt. Angegeben wird der Höchstwert über die Gesamtentnahmedauer von 23 Minuten.
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| Probe | Einzuhaltender Wert nach DGUV Regel | |
|---|---|---|
| Parameter (Konzentration) | ||
| (Bohrung) | 101-004 [U 8] | |
| BL 1B | CO (3,1 Vol. %) 2 O (0,2 Vol. %) 2 CO (19 ppm) | 0,5 Vol. % 19 Vol. % 2 ppm |
| BL 2 | CO (2,55 Vol. %) 2 CH (23 % UEG) 4 O (0,1 Vol. %) 2 | 0,5 Vol. % 20 % UEG 19 Vol. % |
| BL 3 | CO (0,93 Vol. %) 2 O (0,2 Vol. %) 2 CO (40 ppm) | 0,5 Vol. % 19 Vol. % 2 ppm |
| BL 5B | O (8,4 Vol. %) 2 CO (11 ppm) | 19 Vol. % 2 ppm |
| BL 6 | O (11,1 Vol. %) 2 CO (16 ppm) | 19 Vol. % 2 ppm |
| BL 9A | O (0,5 Vol. %) 2 CO (6 ppm) | 19 Vol. % 2 ppm |
| BL 10 | CO (4,45 Vol. %) 2 O (10,9 Vol. %) 2 CO (10 ppm) | 0,5 Vol. % 19 Vol. % 2 ppm |
| BL 12 | CO (> 5 Vol. %) 2 O (2,5 Vol. %) 2 CO (25 ppm) | 0,5 Vol. % 19 Vol. % 2 ppm |
Tabelle 3.4-1: Konzentrationen relevanter Gase der Bodenluftentnahme im Bereich „Am Unkelstein“
Diese Befunde sind arbeitsschutzrechtlich als akute Gefährdung einzustufen und führen insbeson- dere zu folgenden Risiken:
• Sauerstoffmangel mit unmittelbarer Lebensgefahr. • Explosionsgefahr durch Methan. • Toxische Wirkung von Kohlenstoffmonoxid.
Bei Arbeiten in Baugruben, Senken und schlecht belüfteten Bereichen sind daher kontinuierliche Gasüberwachung, technische Lüftungsmaßnahmen sowie organisatorische Sicherungen zwingend erforderlich.
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3.5 Zusammenfassende Bewertung
Die im Arbeitsbereich nachgewiesenen Belastungen in Boden, Wasser und Bodenluft führen im Zu- sammenhang mit den geplanten Tätigkeiten zu relevanten inhalativen, dermalen und gegebenen- falls oralen Expositionsmöglichkeiten. Sie begründen die Einstufung der Arbeiten als Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen sowie die Festlegung einer erhöhten Schutzstufe gemäß TRGS 524.
- STOFFBEZOGENE GEFÄHRDUNGSMERKMALE ALS GRUNDLAGE DER EXPOSITIONS- ABSCHÄTZUNG
Zur Ableitung der Expositionsabschätzung werden nachfolgend die arbeitsplatzrelevanten stoffli- chen Gefährdungsmerkmale der im Arbeitsbereich nachgewiesenen Belastungen beschrieben. Ziel ist nicht eine vollständige Stoffcharakterisierung, sondern die Bewertung der für die geplanten Tä- tigkeiten relevanten Expositionspfade und Gefährdungsarten.
4.1 Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
PAK treten im Arbeitsbereich gebunden an Boden- und Staubpartikel auf. Für die Expositionsab- schätzung ist insbesondere der staubgebundene inhalative Aufnahmeweg maßgeblich. Zusätzlich ist ein Hautkontakt mit belastetem Bodenmaterial möglich, insbesondere bei manuellen Tätigkeiten und beim Materialumschlag.
Einzelne PAK, insbesondere Benzo(a)pyren, weisen krebserzeugende Eigenschaften auf. Für die Bewertung der Exposition ist daher von einer niedrigschwelligen Risikobetrachtung auszugehen, bei der auch geringe Staubfreisetzungen arbeitsschutzrechtlich relevant sind.
Die Akzeptanzkonzentration für Benzo(a)pyren (AK) in der Atemluft nach TRGS 910 [U 31] be- trägt 70 ng/m³.
Weitere Angaben und Informationen sind den Stoffdatenblättern der Anlage 3 zu entnehmen.
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4.2 Schwermetalle (Blei, Zink)
Schwermetalle liegen im Boden in gebundener Form vor und können bei Erdarbeiten in staubförmi- ger Form freigesetzt werden. Der maßgebliche Expositionspfad ist die Inhalation von Staubpartikeln. Eine relevante Aufnahme über die Haut ist unter üblichen Baustellenbedingungen nicht zu erwarten, der Hautkontakt ist jedoch aus hygienischen Gründen zu vermeiden.
Blei ist als akut wie auch chronisch gesundheitsschädigend einzustufen und wirkt darüber hinaus reproduktionstoxisch.
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Blei, abgeleitet durch die EU-Richtlinie 98/24/EG, beträgt seit 2024 0,03 mg/m³.
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Zink beträgt gemäß [U 20] 2 mg/m³ (E) bzw. 0,1 mg/m³ (A).
Weitere Angaben und Informationen sind den Stoffdatenblättern der Anlage 3 zu entnehmen.
4.3 Cyanide
Cyanide sind im Arbeitsbereich als Summenparameter nachgewiesen und liegen insbesondere in wasserlöslicher Form im Grund- und Schichtenwasser vor. Für die Expositionsabschätzung sind daher folgende Pfade relevant:
• Hautkontakt mit belastetem Wasser, • Inhalative Exposition gegenüber Aerosolen, • indirekte orale Aufnahme durch Hand-Mund-Kontakt.
Cyanide als Stoffgruppe sind akut und chronisch gesundheitsschädigend einzustufen. Dies reicht je nach Einzelstoff bis zur akuten Lebensgefahr.
Eine stoffliche Spezifizierung einzelner Cyanidverbindungen ist auf Basis der vorliegenden Labor- befunde nicht möglich und für die arbeitsschutzrechtliche Bewertung nicht erforderlich.
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Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Cyanide liegt nach der MKA- und BAT-Werte-Liste bei 2 mg/m³ [U 20].
Weitere Angaben und Informationen sind den Stoffdatenblättern der Anlage 3 zu entnehmen.
4.4 Bodenluftgase: Kohlenstoffdioxid (CO₂), Kohlenstoffmonoxid (CO), Methan (CH ) 4
Im Arbeitsbereich wurden erhöhte Konzentrationen von Kohlendioxid, Kohlenstoffmonoxid sowie Methan nachgewiesen. Diese Gase stellen keine klassische Gefahrstoffexposition, sondern akute physikalisch-chemische Gefährdungen dar.
Für die Expositionsabschätzung sind insbesondere relevant:
• Sauerstoffverdrängung durch CO₂. • Toxische Wirkung von CO. • Explosionsgefahr durch Methan.
Diese Gefährdungen sind unabhängig von der Dauer der Tätigkeit als akut wirksam zu bewerten.
Bei Kohlenstoffdioxid (CO ) handelt es sich um ein Gas, welches unabhängig von der Sauerstoff- 2 konzentration eine erstickende Wirkung hat. Ab einer Konzentration von 5 Vol. % treten akute Gesundheitsbeschwerden auf.
Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für Kohlenstoffmonoxid beträgt 20 ppm [U 29].
Da bei Methan keine toxischen Eigenschaften vorliegt, gibt es keinen zu beachtenden AGW. Jedoch muss die Untere Explosionsgrenze (UEG) beachtet werden. Diese liegt bei Methan bei 44.000 ppm.
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- TÄTIGKEITEN UND POTENZIELLE EXPOSITION
5.1 Arbeitsabläufe und expositionsrelevante Tätigkeiten
Im Rahmen der Baumaßnahme „Am Unkelstein“ zum 6-streifigen Ausbau der BAB A 59 ist die Her- stellung eines Absetzbeckens (ASB02) vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen innerhalb einer Altlasten- verdachtsfläche mit nachgewiesenen schadstoffbedingten Belastungen in Boden, Bodenluft sowie Grund- und Schichtenwasser.
Für die Expositionsabschätzung sind insbesondere die nachfolgend beschriebenen Tätigkeiten mit potenziell relevanter Exposition gegenüber Gefahrstoffen maßgeblich:
Erd- und Aushubarbeiten • Bodenaushub für die Baugrube einschließlich Lösen, Laden und Abtransport des Materials • Freisetzung staubförmiger Bodenbestandteile • Direkter Hautkontakt mit belastetem Bodenmaterial
Grundwasserhaltung und Arbeiten im wasserführenden Bereich • Abpumpen, Ableiten und ggf. Zwischenspeichern von belastetem Grund- und Schichten- wasser • Bildung von Aerosolen • Hautkontakt mit belastetem Wasser
Verbau- und Sicherungsarbeiten • Arbeiten in Baugruben und vertieften Bereichen • Aufenthalt in schlecht belüfteten Zonen mit potenzieller Gasfreisetzung • Erhöhtes Risiko von Sauerstoffmangel und Gasexposition
Lagerung, Umschlag und Transport kontaminierter Materialien • Zwischenlagerung von Aushubmaterial • Staubfreisetzung beim Umschlag • Verschleppung von Schadstoffen
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Herstellung der Unterwassersohle sowie Bau der Zu- und Ableitungen • Arbeiten unter feuchten Bedingungen • Intensiver Kontakt mit belastetem Boden und Wasser • Erschwerte Reinigungs- und Hygienebedingungen
Reinigung, Wartung und Instandhaltung von Maschinen • Kontakt mit kontaminiertem Anhaftungsmaterial • Exposition bei Hochdruckreinigung oder mechanischer Reinigung
Begleitende Tätigkeiten • Vermessungs- und gutachterliche Tätigkeiten innerhalb der Baugrube oder im kontaminier- ten Bereich • Kurzzeitige, aber wiederholte Exposition gegenüber Boden, Wasser und Bodenluft
Tätigkeiten außerhalb der beschriebenen Arbeitsvorgänge sind hinsichtlich ihrer Expositionsrele- vanz analog zu bewerten. Treten im Zuge der Bauausführung Abweichungen von den beschriebe- nen Tätigkeiten oder zusätzliche Expositionsquellen auf, sind die Arbeiten unverzüglich zu unterbre- chen und das weitere Vorgehen mit dem Koordinator nach DGUV Regel 101-004 abzustimmen.
Eine Fortschreibung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans erfolgt ausschließlich nach fachlicher Be- wertung und Freigabe durch den Auftraggeber.
5.2 Expositionsabschätzung
5.2.1 Zielsetzung und methodisches Vorgehen
Ziel der Expositionsabschätzung, ist die Bewertung ob und in welchem Umfang Beschäftigte im Rahmen der beschriebenen Tätigkeiten (Kapitel 5.1) gegenüber Gefahrstoffen exponiert sein kön- nen. Die Abschätzung erfolgt tätigkeitsbezogen und qualitativ gemäß TRGS 402 [U 22] auf Grund- lage:
• der nachgewiesenen Stoffgehalte in Boden, Grund- und Schichtenwasser sowie Bodenluft (Kapitel 3),
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• der stoffbezogenen Gefährdungsmerkmale (Kapitel 4), • der Arbeitsabläufe und Tätigkeiten im kontaminierten Bereich (Kapitel 5.1).
Quantitative Arbeitsplatzmessungen liegen zum Zeitpunkt der Planerstellung nicht vor. Die Exposi- tionsabschätzung erfolgt daher konservativ unter Berücksichtigung realistischer Worst-Case-Szena- rien. Sie dient der Ableitung geeigneter Schutzmaßnahmen sowie der Begründung eines Mess- und Überwachungskonzepts.
5.2.2 Inhalative Exposition durch staubgetragene Stoffe
Bei mehreren der vorgesehenen Tätigkeiten (insbesondere Bodenaushub, Laden, Umschlag, Zwi- schenlagerung und Verkehr auf unbefestigten Flächen) ist mit einer relevanten Freisetzung von Staub zu rechnen. Der Staub kann schadstoffbelastete Bestandteile enthalten, insbesondere PAK, Schwermetalle sowie quarzhaltige Mineralphasen.
Die im Boden ermittelten Feststoffkonzentrationen (mg/kg) sind nicht direkt auf Arbeitsplatzkonzent- rationen in der Luft (mg/m³) übertragbar. Für die inhalative Exposition ist vielmehr die bei der jewei- ligen Tätigkeit entstehende Staubfracht maßgeblich. Zur konservativen Erstbewertung wird ein Bounding-Ansatz angewendet, bei dem eine obere Schranke der Staubkonzentration (E- bzw. A- Staub) angesetzt wird. Unter der Annahme, dass der freigesetzte Staub vollständig aus dem belas- teten Material stammt und dessen Zusammensetzung repräsentiert, kann eine maximale stoffbezo- gene Luftkonzentration abgeschätzt werden.
Diese Betrachtung zeigt, dass:
• die Einhaltung allgemeiner Staubgrenzwerte eine notwendige, jedoch keine hinreichende Maßnahme zur Risikobeherrschung darstellt, • insbesondere bei krebserzeugenden Bestandteilen (z. B. Benzo(a)pyren als Leitparameter der PAK) selbst bei begrenzter Staubkonzentration inhalativ relevante Belastungen nicht ausgeschlossen werden können, • bei quarzhaltigen Stäuben unabhängig von der Kontamination eine eigenständige inhala- tive Gefährdung besteht.
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Insgesamt ist bei staubenden Tätigkeiten von einer relevanten inhalativen Exposition auszugehen, die ohne zusätzliche technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen nicht sicher beherrscht werden kann.
5.2.3 Ableitung der zu erwartenden inhalativen Exposition aus Staubfreisetzung
Zur Bewertung der inhalativen Exposition gegenüber Gefahrstoffen ist zwischen allgemeinen Ar- beitsplatzgrenzwerten (AGW) gemäß TRGS 900 [U 29] und risikobasierten Akzeptanzkonzentratio- nen (AK) für krebserzeugende Stoffe gemäß TRGS 910 [U 31] zu unterscheiden. Der AGW be- schreibt die Konzentration eines Gefahrstoffes in der Luft am Arbeitsplatz, bei deren Einhaltung nach dem Stand der Wissenschaft nicht mit akuten oder chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigun- gen zu rechnen ist. Für Stoffe, die als krebserzeugend, mutagen oder reproduktionstoxisch (KMR) eingestuft sind, existiert hingegen kein gesundheitlich begründeter Schwellenwert. In diesen Fällen erfolgt die Bewertung anhand von Akzeptanz- und Toleranzkonzentrationen gemäß TRGS 910.
Für Blei besteht nach TRGS 900 kein belastbarer Arbeitsplatzgrenzwert. Die TRGS 505 [U 24] ver- weist darauf, dass zwischen der Bleikonzentration in der Atemluft und der Blutbleikonzentration der exponierten Beschäftigten keine hinreichend gesicherte Korrelation besteht. Hilfsweise wird daher auf den in der EU-Richtlinie 98/24/EG genannten Luftgrenzwert von 0,15 mg/m³ Bezug genommen. Dieser Wert entspricht nicht dem aktuellen Stand von Technik und Wissenschaft, wird jedoch man- gels belastbarer Alternativen als Beurteilungsmaßstab herangezogen. Unabhängig hiervon ist die Bleiexposition nach dem Minimierungsgebot so gering wie möglich zu halten.
Da die vorliegenden Analysedaten überwiegend Feststoffkonzentrationen (mg/kg) betreffen, ist für die Expositionsabschätzung eine Übertragung auf potenziell zu erwartende Luftkonzentrationen (mg/m³) erforderlich. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass nicht das gesamte ausgehobene Material in die Atemluft gelangt, sondern lediglich der staubförmige Anteil. Maßgeblich ist daher die Staub- freisetzung während der jeweiligen Tätigkeiten.
Für die nachfolgende Abschätzung wird eine konservative Worst-Case-Annahme getroffen. Es wird angenommen, dass das Bodenmaterial vollständig trocken vorliegt, der freigesetzte Staub vollstän- dig der einatembaren Fraktion zuzuordnen ist und die Schadstoffkonzentration im Baustaub der ma- ximal gemessenen Konzentration im Boden entspricht. Zudem wird die Konzentration am Entste- hungsort betrachtet, da dort die höchsten Belastungen zu erwarten sind.
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Projekt: 41.7577 Seite 26 13.02.2026
Unter der Annahme, dass der Grenzwert für einatembaren Staub von 10 mg/m³ gemäß TRGS 559 [U 28] eingehalten wird, ist bei den vorliegenden Konzentrationen von Blei und Zink unter diesen konservativen Annahmen nicht davon auszugehen, dass maßgebliche Arbeitsplatzgrenzwerte über- schritten werden. Für krebserzeugende Stoffe, insbesondere Benzo(a)pyren als Leitparameter der PAK, zeigt die Abschätzung jedoch, dass auch bei Einhaltung des allgemeinen Staubgrenzwertes eine Überschreitung der Akzeptanzkonzentration nicht ausgeschlossen werden kann.
Die nachfolgende Tabelle 5.3-1 stellt die auf dieser Grundlage abgeschätzten Schadstoffkonzentra- tionen in der Atemluft dar und verdeutlicht den Unterschied zwischen der Einhaltung allgemeiner Staubgrenzwerte und dem risikobasierten Bewertungsmaßstab für KMR-Stoffe.
| Parameter | AGW / AK | Vereinfacht angenommene Schadstoff- konzentration in der Luft |
|---|---|---|
| Blei | 0,03 mg/m³ | 0,049 mg/m³ |
| Zink | 2 mg/m³ | 0,099 mg/m³ |
| Benzo(a)pyren | 70 ng/m³ | 97 ng/m³ |
Tabelle 5.3-1: AGW und AK für staubgebundene Schadstoffe [U 29]
Die Abschätzung zeigt, dass für Benzo(a)pyren und Blei unter den getroffenen Annahmen eine Über- schreitung der Akzeptanzkonzentration zu erwarten ist. Zur Reduzierung der inhalativen Exposition ist daher eine möglichst weitgehende Begrenzung der Staubbelastung erforderlich. Kann dauerhaft eine Staubkonzentration von unter 7 mg/m³ eingehalten werden, ist unter den beschriebenen An- nahmen von einer Einhaltung der Akzeptanzkonzentration auszugehen.
Die dargestellten Abschätzungen ersetzen ausdrücklich nicht die messtechnische Begleitung der Baumaßnahme, sondern dienen der fachlichen Herleitung und Begründung der erforderlichen tech- nischen und persönlichen Schutzmaßnahmen. Die konkrete Auslegung der Staubminderungsmaß- nahmen hängt von der Ausführungsplanung ab, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans noch nicht vorliegt.
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5.2.4 Dermale und inhalative Exposition über Grund- und Schichtwasser
Im Arbeitsbereich ist schadstoffbelastetes Grund- und Schichtenwasser nachgewiesen. Bei Tätig- keiten wie Wasserhaltung, Arbeiten im wasserführenden Bereich, Herstellung der Unterwassersohle sowie Reinigungs- und Wartungsarbeiten besteht die Möglichkeit eines direkten Hautkontakts mit belastetem Wasser.
Zusätzlich kann es bei Pump- und Umschlagvorgängen sowie bei Spritz- und Strahlprozessen zur Bildung von Aerosolen kommen, die inhalativ aufgenommen werden können. Für wasserlösliche Stoffe (z. B. Cyanide) ist neben der inhalativen Aufnahme auch eine relevante Hautresorption zu berücksichtigen.
Die Exposition ist insbesondere abhängig von: • Dauer und Intensität des Wasserkontakts, • Art der Tätigkeit (manuell / maschinell), • Sprüh- oder Aerosolbildung.
Ohne geeignete Schutzmaßnahmen ist daher von einer relevanten dermalen und ergänzend inha- lativen Exposition auszugehen.
5.2.5 Inhalative Exposition und akute Gefährdung durch Bodenluft
Die Bodenluftuntersuchungen zeigen lokal erhöhte Konzentrationen von Kohlendioxid (CO₂), Koh- lenstoffmonoxid (CO) sowie Methan (CH₄) und gleichzeitig deutlich verringerte Sauerstoffgehalte. Diese Befunde sind arbeitsschutzrechtlich als akute Gefährdungen einzustufen.
Bei Arbeiten in Baugruben, Schächten, Senken und schlecht belüfteten Bereichen besteht insbe- sondere:
• Gefahr des Sauerstoffmangels durch Sauerstoffverdrängung, • toxische Gefährdung durch Kohlenstoffmonoxid, • Explosionsgefahr durch Methan.
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Projekt: 41.7577 Seite 28 13.02.2026
Diese Gefährdungen können unabhängig von der Dauer der Tätigkeit auftreten und sind nicht über klassische Arbeitsplatzgrenzwerte für Staub oder Gefahrstoffe beherrschbar. Die Exposition kann sich kurzfristig und unvorhersehbar ändern, sodass ohne Überwachung und technische Maßnah- men ein erhebliches Risiko für die Beschäftigten besteht.
5.2.6 Zusammenfassende Expositionsbewertung
Zusammenfassend ist festzustellen, dass bei den geplanten Tätigkeiten im kontaminierten Bereich mehrere relevante Expositionspfade bestehen:
• inhalativ durch staubgetragene Schadstoffe und Bodenluftgase, • dermal durch Kontakt mit kontaminiertem Bodenmaterial und belastetem Wasser, • akut physikalisch-chemisch durch Sauerstoffmangel, toxische Gase und Explosionsgefahr.
Die qualitative Expositionsabschätzung zeigt, dass ohne weitergehende technische, organisatori- sche und persönliche Schutzmaßnahmen eine ausreichende Risikobeherrschung nicht gewährleis- tet ist. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der tatsächlichen Staub- und Gasfrei- setzung ist zudem eine Verifizierung der Abschätzung durch geeignete Expositionsermittlungen er- forderlich.
Die Ergebnisse dieser Expositionsabschätzung bilden die Grundlage für die Festlegung der Schutz- stufe sowie der in Kapitel 6 beschriebenen Schutz- und Überwachungsmaßnahmen.
- ARBEITS- UND GESUNDHEITSSCHUTZ (STOP-PRINZIP)
Anzeigepflicht: Gemäß den Vorgaben der DGUV Regel 101-004 sowie der TRGS 524 sind Arbei- ten in kontaminierten Bereichen der zuständigen Berufsgenossenschaft spätestens vier Wochen vor Aufnahme der Arbeiten schriftlich anzuzeigen.
Die Anzeigepflicht obliegt dem jeweiligen Unternehmer, der die Arbeiten im kontaminierten Bereich ausführt, und besteht unabhängig von der Erstellung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans.
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Projekt: 41.7577 Seite 29 13.02.2026
Im Rahmen der Anzeige sind insbesondere folgende Angaben zu übermitteln:
• Darstellung und Bewertung der vorhandenen oder vermuteten Gefahrstoffe, • Beschreibung der vorgesehenen Arbeiten und Arbeitsverfahren, • Darstellung der vorgesehenen Sicherheitsmaßnahmen sowie der Betriebsanweisung.
Die im Folgenden beschriebenen Schutzmaßnahmen werden gemäß der in der DGUV Regel 101- 004 verankerten Maßnahmenhierarchie nach dem STOP-Prinzip festgelegt. Ziel ist es, die in Kapitel 5 beschriebenen Gefährdungen wirksam zu minimieren oder zu beherrschen.
Das STOP-Prinzip: Gemäß der DGUV Regel 101-004 stellt das STOP-Prinzip ein systematisches Verfahren zur Umsetzung einer Schutzmaßnahmenhierarchie dar. Das Prinzip orientiert sich an der Priorität der Schutzmaßnahmen, die schrittweise und in einer festen Reihenfolge anzuwenden sind, um Gefährdungen zu minimieren oder zu beseitigen. Das STOP-Prinzip gliedert sich in folgende Stufen:
S = Substitution (Ersetzen): Ersetzen gefährlicher Stoffe oder Verfahren durch weniger gefährliche Alternativen, sofern technisch und organisatorisch möglich.
T = Technische Schutzmaßnahmen: Maßnahmen zur Begrenzung der Exposition an der Quelle, z. B. durch technische Einrichtungen oder Verfahren.
O = Organisatorische Maßnahmen: Maßnahmen zur Gestaltung von Arbeitsabläufen, Zuständig- keiten und zeitlichen bzw. räumlichen Trennungen.
P = Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Schutz der Beschäftigten vor verbleibenden Gefähr- dungen, sofern diese nicht vollständig durch die vorgenannten Maßnahmen ausgeschlossen werden können.
Die konkrete Ausgestaltung der Schutzmaßnahmen erfolgt tätigkeits- und stoffbezogen in den nach- folgenden Abschnitten dieses Kapitels.
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Projekt: 41.7577 Seite 30 13.02.2026
6.1 Substitution
Im Rahmen der vorgesehenen Arbeiten handelt es sich um Erd- und Tiefbauarbeiten in einem be- reits kontaminierten Untergrund. Die festgestellten Gefahrstoffe (u. a. PAK, Schwermetalle, Cyanide sowie Bodenluftgase) sind Bestandteil des anstehenden Boden- und Grundwassermaterials und können nicht durch weniger gefährliche Stoffe ersetzt werden.
Auch eine Substitution der Arbeitsverfahren ist nicht möglich, da die vorgesehenen Tätigkeiten (z. B. Bodenaushub, Wasserhaltung, Verbauarbeiten) bauwerks- und projektbedingt zwingend erforder- lich sind und keine technisch gleichwertigen, weniger exponierenden Alternativverfahren zur Verfü- gung stehen.
Substituierende Maßnahmen im Sinne des STOP-Prinzips sind daher für das vorliegende Vorhaben nicht umsetzbar. Der Schwerpunkt der Gefährdungsminimierung liegt folglich auf der konsequenten Umsetzung technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen, wie in den nach- folgenden Abschnitten beschrieben.
6.2 Technische Maßnahme
Gemäß TRGS 524 haben technische Schutzmaßnahmen Vorrang vor organisatorischen und per- sönlichen Maßnahmen. Technische Schutzmaßnahmen zielen darauf ab, die Exposition gegenüber Gefahrstoffen an der Entstehungsstelle zu vermeiden oder zu minimieren sowie eine Ausbreitung von Schadstoffen auf der Baustelle zu verhindern.
Die nachfolgend beschriebenen technischen Schutzmaßnahmen wurden auf Grundlage der in Ka- pitel 5.2 dargestellten Expositionsabschätzung festgelegt.
6.2.1 Auswahl geeigneter Arbeitsverfahren
Sämtliche Erd-, Aushub- und Umschlagarbeiten im Schwarzbereich sind bevorzugt in nassgeführten bzw. staubarmen Arbeitsverfahren auszuführen. Trockenes Aufbrechen, Abkippen oder Umschla- gen kontaminierter Materialien ist zu vermeiden, soweit es die Bauausführung zulässt.
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Projekt: 41.7577 Seite 31 13.02.2026
Arbeitsverfahren sind so zu wählen, dass:
• Staubfreisetzung minimiert wird, • Spritz- und Aerosolbildung begrenzt bleibt, • ein direkter Kontakt mit kontaminiertem Material möglichst vermieden wird.
6.2.2 Staubniederschlag und Staubminderung
Zur Minimierung der Staubfreisetzung sind kontaminierte Materialien vor und während Aushub-, Um- schlag-, Anschütt- und Verladearbeiten kontinuierlich zu befeuchten. Die Befeuchtung ist so auszu- führen, dass die Staubentwicklung wirksam unterdrückt wird, ohne zusätzliche Gefährdungen (z. B. Rutschgefahr oder unkontrollierte Schlammbildung) zu erzeugen.
Die Staubminderung dient sowohl der Einhaltung allgemeiner Staubgrenzwerte als auch der Redu- zierung stoffgebundener Risiken durch PAK, Schwermetalle und quarzhaltige Stäube. Insbesondere bei PAK-belastetem Material ist eine möglichst weitgehende Staubreduktion erforderlich.
Die konkrete Auslegung, Positionierung und Anzahl der Bewässerungseinrichtungen ist im Rahmen der Ausführungsplanung festzulegen.
6.2.3 Fahrerkabinen mit Schutzbelüftung
Für Maschinenführer, die im Schwarzbereich tätig sind, sind geschlossene Fahrerkabinen mit ge- eigneter Schutzbelüftung gemäß DGUV Information 201-004 vorzusehen. Die Kabinen müssen min- destens mit einer wirksamen Partikelfiltration (HEPA-Filter) sowie einer Aktivkohlefiltration für Gase und Dämpfe ausgestattet sein.
Der Verzicht auf das Tragen von Atemschutz innerhalb der Fahrerkabine ist nur zulässig, sofern die Dichtheit der Kabine gewährleistet ist, die Filter geeignet, regelmäßig gewartet und dokumentiert sind, und die Wirksamkeit der Schutzbelüftung im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung bestätigt wurde.
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Projekt: 41.7577 Seite 32 13.02.2026
6.2.4 Technische Bewetterung
Für Arbeiten in Baugruben, Senken sowie in schlecht belüfteten Bereichen ist eine technische Be- wetterung vorzusehen. Ziel der Bewetterung ist die Verdünnung und Abführung gasförmiger Gefahr- stoffe sowie die Vermeidung von Sauerstoffmangel.
Die Bewetterung ist spätestens bei Auslösung eines Voralarms der Gasüberwachung in Betrieb zu nehmen und so auszulegen, dass keine zusätzliche Staubaufwirbelung verursacht wird. Die Dimen- sionierung und Positionierung der Anlagen sind an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.
6.2.5 Schwarz – Weiß – Anlage
Für die Beschäftigten ist eine Schwarz-Weiß-Anlage bereitzustellen. Der Auftragnehmer ist für die Einrichtung, Wartung und den ordnungsgemäßen Betrieb verantwortlich.
Die Anlage muss aus räumlich getrennten Bereichen bestehen:
• Weißbereich zum Umkleiden und Aufbewahren der Straßenkleidung, • Sanitärbereich mit Wasch- und Duschmöglichkeiten, • Schwarzbereich zum An- und Ablegen sowie zur Aufbewahrung der Arbeits- und Schutz- kleidung.
Die Anlage ist entsprechend der Anzahl der Beschäftigten zu dimensionieren und muss den Anfor- derungen der Arbeitsstättenverordnung entsprechen. Eine regelmäßige, mindestens tägliche Reini- gung ist sicherzustellen.
6.2.6 Stiefelwaschanlage
Zur Vermeidung der Verschleppung kontaminierter Materialien ist vor dem Betreten der Schwarz- Weiß-Anlage eine geeignete Stiefelwaschanlage bereitzustellen. Diese ist möglichst nahe am Ar- beitsbereich zu positionieren.
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Projekt: 41.7577 Seite 33 13.02.2026
Die Stiefelwaschanlage kann als mobiles Durchwatbecken oder als stationäre Einrichtung, beispiels- weise als vollautomatische Waschanlage ausgeführt werden. Anfallendes Brauchwasser ist geson- dert zu sammeln und fachgerecht zu entsorgen.
Die Lage und Dimensionierung der Anlage ist im Rahmen der Ausführungsplanung festzulegen.
6.2.7 Maschinenwaschplatz
Für die Reinigung von Fahrzeugen, Maschinen, Werkzeugen und Geräten ist ein gesonderter Ma- schinenwaschplatz vorzusehen. Fahrzeuge, die den Schwarzbereich befahren, sind vor dem Ver- lassen dieses Bereichs zu reinigen.
Anfallendes Waschwasser ist getrennt zu sammeln und ordnungsgemäß zu entsorgen. Die Lage und Dimensionierung des Waschplatzes ist im Rahmen der Ausführungsplanung festzulegen.
6.2.8 Tragbares / mobiles Gasmessgerät
Zur frühzeitigen Erkennung gesundheits- und sicherheitsrelevanter Gasfreisetzungen sind im Ar- beitsbereich geeignete tragbare oder stationäre Mehrgasmessgeräte mit optischer und akustischer Alarmfunktion einzusetzen. Ziel der Gasüberwachung ist es, akute Gefährdungen durch toxische Gase, Sauerstoffmangel sowie explosionsfähige Atmosphären rechtzeitig zu erkennen und geeig- nete technische und organisatorische Maßnahmen einzuleiten.
Die Gasüberwachung dient nicht ausschließlich der Einhaltung von Arbeitsplatzgrenzwerten, son- dern insbesondere der Gefahrenabwehr bei plötzlich auftretenden oder lokal begrenzten Gaskon- zentrationen, wie sie bei Arbeiten in Baugruben, Senken und schlecht belüfteten Bereichen auftreten können.
Die Mehrgasmessgeräte müssen mindestens folgende Parameter erfassen:
• Sauerstoff (O₂) zur Erkennung von Sauerstoffmangel, • Kohlenstoffmonoxid (CO) als akut toxisches Gas, • Kohlenstoffdioxid (CO₂) als erstickend wirkendes Gas,
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• brennbare Gase, insbesondere Methan (CH₄), zur Vermeidung explosionsfähiger Atmo- sphären.
Zusätzlich kann, auf Grundlage der vorliegenden Grundwasserbefunde, die Überwachung von Cyanwasserstoff (HCN) erforderlich sein. Dabei handelt es sich um eine vorsorgliche Annahme, um im Falle der Freisetzung gasförmiger Cyanide eine frühzeitige Warnung sicherzustellen.
Positionierung und Betrieb der Messgeräte: Die Auswahl, Positionierung und der Betrieb der Messgeräte haben gemäß folgender Vorgaben zu erfolgen:
• DGUV Information 213-056 „Gaswarneinrichtungen und -geräte für toxische Gase/Dämpfe“ [U 15], • DGUV Information 213-057 „Gaswarneinrichtungen und -geräte für den Explosionsschutz“ [U 16], • den jeweils einschlägigen Normen (u. a. DIN EN IEC 62990-2, DIN EN 60079-29-2), • sowie den Herstellerangaben
Die Messgeräte sind so zu positionieren, dass sie repräsentative Messwerte liefern. Hierbei sind insbesondere zu berücksichtigen:
• ein horizontaler Abstand von ca. 1 – 3 m zum Arbeitsbereich, • eine Aufstellung außerhalb direkter Luftströmungen, • eine an die Dichte des jeweiligen Gases angepasste Montagehöhe (leichte Gase z. B. Me- than im oberen Bereich, schwere Gase bodennah).
Alarmkonzept: Die Mehrgasmessgeräte sind mit mindestens zwei Alarmstufen (Vor- und Haupt- alarm) auszurüsten.
Für toxische Gase erfolgt die Einstellung der Alarmstufen orientiert an den jeweiligen Arbeitsplatz- grenzwerten (AGW) bzw. MAK-Werten:
• Voralarm: ca. 10 % des maßgeblichen AGW / MAK • Hauptalarm: ca. 50 % des maßgeblichen AGW / MAK
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Für brennbare Gase erfolgt die Alarmierung in Bezug auf die untere Explosionsgrenze (UEG):
• Voralarm: ca. 10 % UEG • Hauptalarm: ca. 20 % UEG
Diese Alarmstufen ermöglichen eine frühzeitige Reaktion bei gleichzeitigem Schutz vor unnötigen Fehlalarmen.
Nachfolgend sind die einzustellenden Leitwerte für Vor- und Hauptalarm, zum Einhalten des AGW bzw. MAK nach [U 31] bzw. [U 20] sowie der UEG in Tabelle 6.2-2 und 6.2-3 aufgeführt.
| Parameter | AGW | Vor- und Hauptalarm |
|---|---|---|
| Kohlenstoffmonoxid | 20 ppm | 2 ppm / 10 ppm |
| Kohlenstoffdioxid | 5.000 ppm | 500 ppm / 2.500 ppm |
| Cyanide | 2 ppm | 0,2 ppm / 1 ppm |
Tabelle 6.2-2: AGW sowie Vor- und Hauptalarm von Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid und Cyanwasserstoff
| Parameter | UEG | Vor- und Hauptalarm |
|---|---|---|
| Methan | 44.000 ppm | 4.400 ppm / 8.800 ppm |
Tabelle 6.2-3: UEG sowie Vor- und Hauptalarm von Methan
Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte und unteren Explosionsgrenzen gemäß [U 29] bzw. Anlage 3 eingehalten werden. Bei Grenzwertüberschreitung sind zusätzliche organisa- torische oder persönliche Schutzmaßnahmen erforderlich.
Maßnahmen bei Alarm: Bei Auslösung des Voralarms sind unverzüglich technische Maßnahmen zur Reduzierung der Gaskonzentration einzuleiten. Hierzu zählt insbesondere das Einschalten oder
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Verstärken der vorgesehenen Bewetterung, um eine Verdünnung und Abführung der gasförmigen Komponenten sicherzustellen.
Wird der Hauptalarm für toxische oder erstickend wirkende Gase ausgelöst, sind die Arbeiten im betroffenen Bereich umgehend einzustellen. Der Aufenthalt von Beschäftigten ist auf das zwingend notwendige Minimum zu beschränken, bis die Ursache der erhöhten Gaskonzentration ermittelt und geeignete weitergehende Schutzmaßnahmen umgesetzt wurden.
Bei Auslösung des Hauptalarms für brennbare Gase, insbesondere Methan, ist der betroffene Be- reich unverzüglich zu räumen. In diesem Fall sind alle potenziellen Zündquellen zu vermeiden und der Arbeitsbereich erst nach Freigabe und bestätigter Unterschreitung der maßgeblichen Grenz- bzw. Alarmwerte wieder zu betreten.
Die konkreten organisatorischen Regelungen zu Räumungsabläufen, Verantwortlichkeiten sowie zur Unterweisung der Beschäftigten sind in Kapitel 6.3 beschrieben.
6.2.9 Zwischenlagerung kontaminierter Materialien
Kontaminierter Bodenaushub ist bevorzugt unmittelbar in geeigneten Containern zwischenzulagern. Ist dies temporär nicht möglich, darf eine Zwischenlagerung nur auf befestigten oder versiegelten Flächen erfolgen.
Der Aushub ist mit reißfester, witterungsbeständiger Folie abzudecken, um Staubfreisetzung und Auswaschung durch Niederschläge zu verhindern.
6.3 Organisatorische Maßnahmen
Der Auftragnehmer als Arbeitgeber der auf der Baustelle eingesetzten Beschäftigten hat durch ge- eignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass die technischen Schutzmaßnahmen wirksam umgesetzt und dauerhaft eingehalten werden. Hierzu zählen insbesondere die Festlegung klarer Zuständigkeiten, verbindlicher Arbeits- und Verhaltensregeln, die Unterweisung der Beschäf- tigten sowie die Organisation von Notfall- und Rettungsmaßnahmen.
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Die Wirksamkeit der organisatorischen Maßnahmen ist regelmäßig zu überprüfen, bei geänderten Randbedingungen anzupassen und zu dokumentieren.
6.3.1 Anzeige, Information und Zutrittsregelung
Die geplanten Arbeiten im kontaminierten Bereich sind gemäß DGUV Regel 101-004 und TRGS 524 mindestens vier Wochen vor Beginn durch den Auftragnehmer schriftlich bei der zuständigen Be- rufsgenossenschaft anzuzeigen. Die Anzeige hat eine Beschreibung der Arbeiten, der Gefahrstoffe sowie der vorgesehenen Schutzmaßnahmen zu enthalten.
Der Arbeitsbereich ist organisatorisch und räumlich so abzugrenzen, dass ein unbefugtes Betreten ausgeschlossen ist. Der Zutritt zum Schwarzbereich ist ausschließlich unterwiesenem Personal mit geeigneter persönlicher Schutzausrüstung gestattet. Besucher, Gutachter oder Vertreter des Auf- traggebers dürfen den Schwarzbereich nur nach vorheriger Einweisung und Freigabe betreten.
6.3.2 Schutzzoneneinteilung (Schwarz- / Weiß Bereich)
Der Baustellenbereich ist in Schwarz- und Weiß-Bereiche einzuteilen. Der Schwarzbereich umfasst alle Arbeitsbereiche, in denen ein Kontakt mit kontaminiertem Boden, Wasser oder Gasen möglich ist. Der Weißbereich dient als kontaminationsfreier Bereich für Pausen, Umkleiden und administra- tive Tätigkeiten.
Die organisatorische Trennung der Bereiche ist verbindlich einzuhalten. Übergänge dürfen aus- schließlich über die vorgesehenen Dekontaminations- und Umkleideeinrichtungen erfolgen. Die kon- krete Abgrenzung der Bereiche ist in Abstimmung zwischen Auftraggeber, Auftragnehmer und ge- gebenenfalls dem Koordinator festzulegen und vor Beginn der Arbeiten zu dokumentieren.
6.3.3 Allgemeine Verhaltensregeln
Im Schwarzbereich gelten folgende verbindliche Verhaltensregeln:
Im Schwarzbereich ist das Essen, Trinken und Rauchen untersagt. Diese Tätigkeiten sind aus- schließlich im Weißbereich nach Ablegen der Schutzkleidung und gründlicher Reinigung zulässig.
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Der Konsum von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln sowie das Arbeiten unter deren Ein- fluss ist strikt verboten.
Alleinarbeit im Schwarzbereich ist grundsätzlich zu vermeiden. Ist Alleinarbeit aus betrieblichen Gründen nicht auszuschließen, sind hierfür zusätzliche organisatorische Schutzmaßnahmen (z. B. regelmäßige Kontrolle, Kommunikationsmittel, zeitliche Begrenzung) festzulegen.
Schwangere und stillende Frauen dürfen nicht im Schwarzbereich eingesetzt werden. Ebenso ist der Einsatz von Jugendlichen unter 18 Jahren im Schwarzbereich unzulässig.
Kinder dürfen sich im Schwarzbereich nicht aufhalten.
Diese Beschäftigungsbeschränkungen gelten unabhängig von Art und Dauer der Tätigkeit und sind vom Auftragnehmer organisatorisch sicherzustellen.
Bei Auffälligkeiten wie ungewöhnlichen Gerüchen, sichtbaren Gasfreisetzungen oder unerwarteten Materialveränderungen ist die Arbeit unverzüglich einzustellen. Der betroffene Bereich ist zu sichern und der verantwortliche Vorgesetzte zu informieren.
6.3.4 Betriebsanweisung und Unterweisung
Der Auftragnehmer hat vor Aufnahme der Arbeiten eine schriftliche Betriebsanweisung gemäß TRGS 555 [U 27] zu erstellen, die die besonderen Gefährdungen und Schutzmaßnahmen beim Ar- beiten im kontaminierten Bereich konkret beschreibt.
Alle im Schwarzbereich eingesetzten Beschäftigten sind vor Tätigkeitsbeginn sowie regelmäßig wie- derkehrend, anhand der Betriebsanweisung und dieses Arbeits- und Sicherheitsplans zu unterwei- sen. Die Unterweisungen sind zu dokumentieren und von den Beschäftigten zu bestätigen.
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6.3.5 Leitung, Aufsicht und Koordinierung der Arbeiten
Der Auftragnehmer hat eine fachkundige Aufsichtsperson zu benennen, die für die sichere Durch- führung der Arbeiten im kontaminierten Bereich verantwortlich ist. Diese Person muss über ausrei- chende Kenntnisse im Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie über Erfahrungen mit Arbeiten in kon- taminierten Bereichen verfügen.
Werden mehrere Unternehmen gleichzeitig im kontaminierten Bereich tätig, ist zusätzlich ein Koor- dinator gemäß DGUV Regel 101-004 zu bestellen. Dieser übernimmt insbesondere die Abstimmung der Arbeitsabläufe, die Koordination der Schutzmaßnahmen sowie die Überwachung der Einhaltung der Betriebsanweisungen.
6.3.6 Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung
Für die Beschäftigten sind arbeitsmedizinische Vorsorgemaßnahmen gemäß der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) in Verbindung mit den DGUV-Empfehlungen [U 17] zu veranlassen. Art und Umfang der Vorsorge richten sich nach den tatsächlichen Expositionen und sind mit einem Arbeitsmediziner festzulegen.
Die nachfolgend aufgeführten arbeitsmedizinischen Vorsorgemaßnahmen stellen eine fachliche Ori- entierung auf Grundlage der ermittelten Gefährdungen dar.
Art, Umfang und Erforderlichkeit der arbeitsmedizinischen Vorsorge sind gemäß der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) durch den Arbeitgeber in Abstimmung mit dem beauf- tragten Arbeitsmediziner festzulegen.
Die Tabelle 6.3-1 erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt nicht die individuelle ar- beitsmedizinische Beurteilung im Einzelfall.
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| DGUV-Empfehlung [U 17] | Relevanter Gefährdungsfaktor |
|---|---|
| E STB | Staubbelastung |
| E APB | Blei oder seine (anorganischen) Verbindungen |
| E PAK | Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe |
| E KMO | Kohlenmonoxid |
| E LRM | Lärm |
| E ASG (Eignung) | Atemschutzgeräte |
| E KEG | Krebserzeugende oder keimzellmutagener Gefahrstoffe |
| E NOS | Natürliche optische Strahlung |
Tabelle 6.3-1: Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
6.3.7 Erste Hilfe / Organisation einer Notfallkette
Der Auftragnehmer hat eine funktionierende Notfall- und Rettungsorganisation sicherzustellen. Hierzu zählen insbesondere:
• Benennung verantwortlicher Personen für Alarmierung und Räumung • Vorhalten geeigneter Erste-Hilfe-Mittel • Organisation der Rettungskette • Mitführen eines Notfallausweises durch alle Beschäftigten im Schwarzbereich
Bei gesundheitlichen Beschwerden, Unfällen oder Gasaustritten ist unverzüglich gemäß der festge- legten Notfallkette zu handeln. Die eigene Sicherheit hat bei Rettungsmaßnahmen stets Vorrang.
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Hinweise für den Arzt zu den jeweiligen Gefahrstoffen können den Stoffdaten in Anlage 3 entnom- men werden und sind diesem bzw. den Rettungskräften zu übergeben.
Nach den Vorgaben der berufsgenossenschaftlichen Vorschriften muss eine ausreichende Anzahl an Ersthelfern auf der Baustelle tätig sein. Für die Durchführung der Ersten Hilfe sind Erste-Hilfe-Material und Rettungstransportmittel vorzu- sehen. Eine entsprechende Einweisung in Erste-Hilfe-Maßnahmen ist mit den Arbeitnehmern durch- zuführen. Generell gelten die bekannten Notfallrufnummern für Polizei (110) und Rettungsdienst sowie Feuerwehr (112).
Nächstgelegenes Krankenhaus:
Helios St. Johannes Klinik Duisburg Dieselstraße 185 47166 Duisburg Zentrale: 0203 5460
Nächstgelegenes Giftinformationszentrum:
Universitätsklinikum Bonn Adenauerallee 119 53113 Bonn Durchwahl: 0228 19240
6.4 Persönliche Schutzmaßnahmen
Persönliche Schutzmaßnahmen sind immer dann anzuwenden, wenn trotz Umsetzung der techni- schen und organisatorischen Schutzmaßnahmen eine Gefährdung der Beschäftigten nicht ausge- schlossen werden kann. Die Auswahl und Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) erfolgt auf Grundlage der Expositionsabschätzung gemäß Kapitel 5 und stellt einen verbindlichen Bestandteil des Schutzkonzepts dar.
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Grundsätzlich sind auf dem gesamten Baustellengelände mindestens Sicherheitsschuhe und Schutzhelm zu tragen. Gehörschutz ist bereitzuhalten und entsprechend der tatsächlichen Lärmbe- lastung zu verwenden.
Kontaminierte, beschädigte oder nicht wiederverwendbare PSA ist getrennt zu sammeln, sicher zu lagern und einer ordnungsgemäßen Entsorgung zuzuführen.
6.4.1 Schutzanzüge
Bei Tätigkeiten mit direktem Kontakt zu kontaminiertem Bodenmaterial, kontaminiertem Wasser oder bei staubintensiven Arbeiten im Schwarzbereich sind Chemikalienschutzanzüge bereitzustel- len und zu tragen.
Abhängig von der Art der Exposition sind Schutzanzüge der Typen 4 (Sprühdicht) sowie 5/6 (staub- und begrenzt flüssigkeitsdicht) gemäß DGUV Regel 112-189 [U 9] einzusetzen. Der Einsatz ist ins- besondere erforderlich bei:
• Bodenaushub und Umlagerung kontaminierter Materialien • Arbeiten in kontaminierten Baugruben • Reinigungs- und Wartungsarbeiten an kontaminierten Maschinen
Die Auswahl des Anzugtyps richtet sich nach der Art und Intensität der Exposition.
6.4.2 Atemschutzmasken
Atemschutz ist immer dann zu tragen, wenn eine inhalative Exposition gegenüber Gefahrstoffen nicht sicher ausgeschlossen werden kann.
Partikelförmige Stoffe / Staub: Bei erhöhter Staubbelastung sind partikelfiltrierende Halbmasken der Klasse P3 zu verwenden. Dies gilt insbesondere:
• bei sichtbarer Staubentwicklung, • bei Überschreitung des allgemeinen Staubgrenzwertes, • sowie bei Arbeiten mit PAK-belastetem Material.
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Da für Benzo(a)pyren und Blei eine Überschreitung der Akzeptanzkonzentration auch bei Einhaltung des Staubgrenzwertes nicht ausgeschlossen werden kann, ist bei entsprechenden Tätigkeiten dau- erhaft Atemschutz mit P3-Filter zu tragen, sofern die Staubbelastung nicht wirksam weiter reduziert werden kann.
Gasförmige Stoffe: Bei Auslösung eines Gasalarms ist wie folgt zu verfahren:
Kohlenstoffdioxid (CO₂): • Für CO₂ stehen keine Filter zur Verfügung. Bei Alarm ist der Arbeitsbereich unverzüglich zu verlassen. Es besteht Erstickungsgefahr.
Kohlenstoffmonoxid (CO) und Cyanwasserstoff (HCN): • Für Kohlenmonoxid und Cyanwasserstoff stehen Filtertypen (CO / B) zur Verfügung. Diese sind entsprechend vorzuhalten und bei Auslösen des Voralarms aufzusetzen. Filtergestützter Atemschutz bietet jedoch keinen zuverlässigen Schutz bei relevanten Konzentrationen. Bei Überschreitung der Alarmschwellen sind die Arbeiten einzustellen und der Bereich zu ver- lassen. Ein Wiederbetreten ist erst nach Freigabe zulässig.
Der Einsatz von Atemschutz unterliegt den zeitlichen Begrenzungen gemäß DGUV Regel 112-190 [U 10]. Die maximale Gebrauchsdauer sowie erforderliche Erholungszeiten sind einzuhalten.
6.4.3 Sicherheitsstiefel
Bei Arbeiten mit möglichem Kontakt zu kontaminiertem Grund- oder Schichtenwasser sind flüssig- keitsdichte Sicherheitsschuhe der Klasse S5 gemäß DGUV Regel 112-191 [U 11] zu tragen. Diese ermöglichen eine sichere Reinigung und reduzieren das Risiko der Stoffaufnahme über die Haut.
Die Gebrauchsdauer gemäß Herstellerangaben ist zu beachten.
6.4.4 Augen- und Gesichtsschutz
Bei staubintensiven Tätigkeiten, Spritzgefahr oder bei möglichen Gasfreisetzungen ist geeigneter Augen- und Gesichtsschutz gemäß DGUV Regel 112-192 [U 12] zu tragen. Der Schutz muss über die reine mechanische Wirkung hinaus auch gegen Stäube und Gase wirksam sein.
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6.4.5 Handschutz
Bei direktem Kontakt mit kontaminiertem Material sind chemikalienbeständige Schutzhandschuhe zu verwenden. Geeignet sind insbesondere Handschuhe aus Nitril- oder Butylkautschuk (NBR / IIR), angepasst an die jeweiligen Stoffeigenschaften. Handschuhe sind regelmäßig zu wechseln und nach Kontamination nicht wiederzuverwenden.
6.4.6 Zusammenfassung der persönlichen Schutzmaßnahmen
Die nachfolgende Tabelle 6.4-1 dient der übersichtlichen Darstellung der Expositionsabschätzung und der daraus ableitbaren persönlichen Schutzmaßnahmen. Sie ersetzt nicht die detaillierten Fest- legungen in Kapitel 6.4.
Die Einstufungen (++ / + / +/- / – / 0) stellen keine Messwerte dar, sondern eine fachgutachterliche Bewertung der zu erwartenden Exposition bei direktem, ungeschütztem Kontakt.
Art und Umfang der PSA richten sich im Einzelfall nach der tatsächlichen Tätigkeit, den örtlichen Gegebenheiten sowie den Ergebnissen der technischen Überwachung (z. B. Gaswarnung, Stau- bentwicklung).
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| Tätigkeit | Personenkreis | Expositionsabschätzung bei Kontakt | Gefährdung | Persönliche Schutzausrüstung bei Einhaltung der beschriebe- | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nen technischen und organisatorischen Maßnahmen | ||||||||||||||||
| Material | Flüssig- keit | Staub, Aerosol | Gase, Dämpfe | dermal | inhalativ | oral | Explosion | Schutz- anzug | Schutz- brille | Bausicher- heitsstiefel | Atem- schutz | Hand- schuhe | ||||
| Wege zwischen S/W-Anlage und Ar- beitsplatz | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | - | - | - | - | - | - | - | - | Nein | Nein | S5 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | - | - | - | - | - | - | - | - | Nein | Nein | S5 | Nein | Nein | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | - | - | - | - | - | - | - | - | Nein | Nein | S5 | Nein | Nein | |||
| Bodenaushub für die Baugrube | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S3 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | ++ | + | + | + | + | + | + | +/- | Typ 4 | Typ 5 | S5 | P3 / CO / B / P3-B | IIR / NBR | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | +/- | - | +/- | - | - | +/- | +/- | - | Typ 5/6 | Typ 5 | S5 | P3 | IIR / NBR | |||
| Grundwasser-hal- tung | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S3 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | + | ++ | - | - | ++ | - | - | - | Typ 4 | Typ 5 | S5 | Nein | IIR / NBR | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | - | +/- | - | - | +/- | - | - | - | Typ 4 | Typ 5 | S5 | Nein | IIR / NBR |
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| Tätigkeit | Personenkreis | Expositionsabschätzung bei Kontakt | Gefährdung | Persönliche Schutzausrüstung bei Einhaltung der beschriebe- | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nen technischen und organisatorischen Maßnahmen | ||||||||||||||||
| Material | Flüssig- keit | Staub, Aerosol | Gase, Dämpfe | dermal | inhalativ | oral | Explosion | Schutz- anzug | Schutz- brille | Bausicher- heitsstiefel | Atem- schutz | Hand- schuhe | ||||
| Verbauarbeiten zur Sicherung der Bau- grube | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S3 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | ++ | +/- | +/- | ++ | + | ++ | ++ | +/- | Typ 4 | Typ 5 | S5 | P3 | IIR / NBR | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | +/- | - | - | +/- | - | +/- | +/- | +/- | Typ 5/6 | Nein | S5 | P3 | Nein | |||
| Lagerung, Umlage- rung und Abtrans- port kontaminierten Materials | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S3 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | + | - | +/- | - | - | - | +/- | - | Nein | Nein | S5 | P3 | Nein | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | + | - | +/- | - | - | - | +/- | - | Nein | Nein | S5 | P3 | Nein | |||
| Nebenarbeiten (Baustellen-einrich- tung, etc.) | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | - | 0 | - | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | - | 0 | - | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
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| Tätigkeit | Personenkreis | Expositionsabschätzung bei Kontakt | Gefährdung | Persönliche Schutzausrüstung bei Einhaltung der beschriebe- | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nen technischen und organisatorischen Maßnahmen | ||||||||||||||||
| Material | Flüssig- keit | Staub, Aerosol | Gase, Dämpfe | dermal | inhalativ | oral | Explosion | Schutz- anzug | Schutz- brille | Bausicher- heitsstiefel | Atem- schutz | Hand- schuhe | ||||
| Einbau einer Unter- wassersohle für das Absetzbecken | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S3 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | ++ | + | +/- | + | ++ | + | + | +/- | Typ 4 | Nein | S5 | CO / B / P3-B | Nein | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | +/- | +/- | 0 | +/- | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S5 | Nein | Nein | |||
| Bau von Zu- und Ablauf und Über- laufkanälen | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | - | Nein | Nein | S3 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | ++ | ++ | + | + | ++ | + | + | +/- | Typ 4 | Typ 5 | S5 | Nein | IIR / NBR | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | + | + | +/- | +/- | + | + | - | - | Typ 4 | Nein | S5 | Nein | Nein | |||
| Wartung und Reini- gung der Baustel- lengeräte | Baugeräteführer, LKW-Fahrer | ++ | ++ | - | 0 | ++ | - | - | 0 | Typ 4 | Typ 5 | S5 | Nein | Nein | ||
| Tiefbauarbeiter, Helfer | ++ | ++ | - | 0 | ++ | - | - | 0 | Typ 4 | Typ 5 | S5 | Nein | Nein | |||
| Gutachter, Ver- messer, Polier o. vgl., Vertreter des AG | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
Tabelle 6.4-1: Expositionsabschätzung und persönliche Schutzmaßnahmen
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- ABSCHLIEẞENDE HINWEISE
Der vorliegende Arbeits- und Sicherheitsplan gilt ausschließlich für die im Rahmen des Bauvorha- bens vorgesehenen Arbeiten im kontaminierten Bereich „Am Unkelstein“ auf Grundlage des derzeit bekannten Kenntnisstands. Für weiterführende oder abweichende Tätigkeiten, insbesondere für Sa- nierungsmaßnahmen oder Änderungen der Bauverfahren, ist eine Anpassung und Fortschreibung dieses Arbeits- und Sicherheitsplans erforderlich.
Nach dem aktuellen Stand der Erkundungen und Untersuchungen liegen keine Hinweise auf wei- tere, hier nicht berücksichtigte Gefahrstoffe vor. Diese Einschätzung beruht auf den vorliegenden Sondierungen, Untersuchungen und Gefährdungsabschätzungen.
Sollten sich im Zuge der Bauausführung Abweichungen von den beschriebenen Verhältnissen er- geben oder Anhaltspunkte für bislang nicht berücksichtigte Gefahrstoffe auftreten (z. B. auffällige Gerüche, unerwartete Materialeigenschaften, Gasfreisetzungen), sind die Arbeiten im betroffenen Bereich unverzüglich einzustellen. Der Auftragnehmer hat in diesem Fall den Auftraggeber sowie den ggf. bestellten Koordinator gemäß DGUV Regel 101-004 umgehend zu informieren.
Die Wiederaufnahme der Arbeiten ist erst zulässig, nachdem die neu gewonnenen Erkenntnisse fachlich bewertet, die Gefährdungsbeurteilung entsprechend aktualisiert sowie die erforderlichen Schutzmaßnahmen festgelegt und umgesetzt wurden. Darüber hinaus ist der Arbeits- und Sicher- heitsplan fortzuschreiben und den betroffenen Beschäftigten in geeigneter Form bekannt zu ma- chen. Sämtliche Änderungen, Anpassungen und durchgeführten Unterweisungen sind nachvollzieh- bar zu dokumentieren.
Für Rückfragen und weitere Abstimmung stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
i.V. i.A.
Tim Boussard Lukas Franke, M.Sc. (Teamleiter Rückbau) (Junior Projektingenieur)
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Projekt: 41.7577 Seite 49 13.02.2026
Verteiler: - Die Autobahn GmbH, Frau Sina Aufmhoff, Essen, 1 x per Mail an < Sina.Aufm- hoff@autobahn.de >
- Die Autobahn GmbH, Herr Ahmed Alwaled, Essen, 1 x per Mail an < Alwaled.Ah- med@autobahn.de >
- Dr. Spang GmbH, Witten, 1 x per Mail an < rueckbau@dr-spang.de >
- Dr. Spang GmbH, Witten, 1 x per Mail an < umwelttechnik@dr-spang.de >
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Projekt: 41.7577 13.02.2026
Anlage 1: Übersichtslageplan
INHALT
1.0 Titelblatt (1)
1.1 Übersichtslageplan, 1 : 25.000 (1)
P7577_A+S-Plan_Anlagen
[Seite 51]
| bearbeitet DR. SPANG Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH freigegeben Rosi-Wolfstein-Straße 6, 58453 Witten Telefon: 02302 / 9 14 02 - 0 ▪ Fax: 02302 / 9 14 02 - 20 Email: zentrale@dr-spang.de ▪ Web: http://www.dr-spang.de 41.7577 Die bearbeitet Autobahn freigegeben Projekt-Nr. Niederlassung Rheinland A.07705.00 Hansastraße 2, 47799 Krefeld Nr. Art der Änderung Datum Zeichen Lagesystem UTM32 Stand Kataster Höhensystem DHHN92 Bestandsvermessung V O R E N T W U R F 6-streifiger Ausbau der A 59 Unterlage / Blatt-Nr.: von AK Duisburg bis AS Duisburg-Ruhrort Straße / Abschnitt.-Nr. / Station: Bau-km 0+117 - 6+802 Maßstab: | |||
|---|---|---|---|
| 6-streifiger Ausbau der A 59 von AK Duisburg bis AS Duisburg-Ruhrort Straße / Abschnitt.-Nr. / Station: Bau-km 0+117 - 6+802 | Unterlage / Blatt-Nr.: Maßstab: |
| DR. SPANG Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbH Rosi-Wolfstein-Straße 6, 58453 Witten Telefon: 02302 / 9 14 02 - 0 ▪ Fax: 02302 / 9 14 02 - 20 Email: zentrale@dr-spang.de ▪ Web: http://www.dr-spang.de | bearbeitet | ||
|---|---|---|---|
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| Die Autobahn Niederlassung Rheinland Hansastraße 2, 47799 Krefeld | bearbeitet | |
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| Projekt-Nr. A.07705.00 |
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Projekt: 41.7577 13.02.2026
Anlage 2: Lageplan
INHALT
2.0 Titelblatt (1)
2.1 Detaillageplan aus den Untersuchungen der ALVF, 1 : 1.000 (1)
2.2 Detaillageplan mit Schadstoffbefunden der ALVF, 1 : 500 (1)
P7577_A+S-Plan_Anlagen
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bearbeitet DR. SPANG Ingenieurgesellschaft für Bauwesen, Geologie und Umwelttechnik mbfHreigegeben Rosi-Wolfstein-Straße 6, 58453 Witten Telefon: 02302 / 9 14 02 - 0 ▪ Fax: 02302 / 9 14 02 - 20 Email: zentrale@dr-spang.de ▪ Web: http://www.dr-spang.de 41.7577
Die bearbeitet
Autobahn
freigegeben
Projekt-Nr.
Niederlassung Rheinland
A.07705.00
Hansastraße 2, 47799 Krefeld
Nr. Art der Änderung Datum Zeichen
Lagesystem UTM32 Stand Kataster
Höhensystem DHHN92 Bestandsvermessung
V O R E N T W U R F
6-streifiger Ausbau der A 59 Unterlage / Blatt-Nr.:
von AK Duisburg bis AS Duisburg-Ruhrort
Straße / Abschnitt.-Nr. / Station: Bau-km 0+117 - 6+802
Maßstab:
[Seite 55]
Projekt: 41.7577 13.02.2026
Anlage 3: Stoffdatenblätter
INHALT
3.0 Titelblatt (1)
3.1 Stoffdatenblatt PAK (8)
3.2 Stoffdatenblatt Benzo(a)pyren (18)
3.3 Stoffdatenblatt Blei (18)
3.4 Stoffdatenblatt Zink (20)
3.5 Stoffdatenblatt Cyanide (14)
3.6 Stoffdatenblatt Cyanwasserstoff (23)
3.7 Stoffdatenblatt Kohlendioxid (18)
3.8 Stoffdatenblatt Kohlenmonoxid (21)
3.9 Stoffdatenblatt Methan (18)
P7577_A+S-Plan_Anlagen
[Seite 56]
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe
PPoollyyccyycclliisscchhee aarroommaattiisscchhee KKoohhlleennwwaasssseerrssttooffffee
Identifikation | Charakterisierung | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
PPoollyyccyycclliisscchhee aarroommaattiisscchhee KKoohhlleennwwaasssseerrssttooffffee PAK PAH
ZZVVGG NNrr:: 496595
Die in der Literatur verfügbaren Informationen reichen für die Erstellung eines kompletten Stoffdatenblattes nicht aus.
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
140320 Kohlenwasserstoffe, aromatisch, polycyclisch
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist fest.
Stoffinformationen in Wikipedia
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Der Hauptaufnahmeweg für polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) verläuft unter gewerblichen Bedingungen über den Atemtrakt.[07785] Wegen des ubiquitären Auftretens geringer Mengen einer Vielzahl von PAH (in bestimmten Gemüsearten und rauchbehandelten Fleischwaren bis zu mehreren hundert µg/kg) ist außerdem - evtl. sogar bevorzugt - eine Aufnahme über den Verdauungstrakt zu berücksichtigen.[07640]
AAtteemmwweeggee:: Infolge des Vorkommens z.T. sehr hoher Konzentrationen in Teerprodukten (z.B. in Anthracenoel bis zu 45 g Benzo(a)anthracen/kg) ist bei deren Hitzebehandlung unter bestimmten Bedingungen mit relativ hohen Expositionen zu rechnen (z.B. wurden in der Nähe von Aluminiumproduktionstätten Konzentrationen für mehrere PAH jeweils im µg/m3-Bereich gemessen). Die Schadstoffe kommen hauptsächlich an Staub gebunden, in geringerer Menge aber auch dampfförmig oder nach Sublimation mikrokristallin vor.[07707]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/8 11.02.2026
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Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe Resorptionsraten wurden nur für einzelne PAH untersucht bzw. abgeschätzt. Für Benzo(a)pyren (BaP) und Pyren ist davon auszugehen, daß etwa 70 % der insgesamt inhalierten Menge in das Blut übergehen.[99997]
HHaauutt:: Es sind nur wenige quantitative Angaben zur Hautresorption verfügbar. Für BaP und Pyren wurde abgeschätzt, dass etwa 22 % der auf der Haut deponierten (staubgebundenen) Stoffe resorbiert werden.[99983] Allerdings dürften in erheblichem Ausmaß substanzspezifische Eigenschaften und andere Einflussfaktoren (ggf. Lösungsmittel, Konzentration, Hydratisierungszustand und Fettgehalt der Haut) den Resorptionsprozess beeinflussen.[99999]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Tierexperimente mit einzelnen - isotopenmarkierten - PAH haben gezeigt, dass nach intragastraler Applikation eine schnelle Resorption ins Blut stattfindet.[07640] Dagegen haben kinetische Untersuchungen mit Anthracen ergeben, dass nur etwa 20-30 % resorbiert werden.[07636] Für Pyren wurde ein Wert von 40 % angegeben.[99997] Eine mittlere Resorptionsrate von < 50 % dürfte dementsprechend vorausgesetzt werden, wobei allerdings die substanzspezifischen Eigenschaften und die individuelle Disposition des Exponierten den Wert stark verändern können (vgl. auch "Stoffwechsel").[99999]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: schwaches bis mäßiges irritatives Potential chronisch: keine sicheren verallgemeinerungsfähigen Angaben[99983]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: Hinsichtlich der toxischen Wirkungen ist es in den meisten Fällen schwierig, zu beurteilen und zu bewerten, ob die Symptome und Effekte von den reinen, definierten Substanzen oder den oft enthaltenen Verunreinigungen (in diversen technischen Produkten) verursacht werden. Diese Frage ist aber von etwas untergeordneter Bedeutung, da der Umgang mit reinen PAH sehr oft (bei den meisten Stoffen ausschließlich) auf forschungsorientierte Laboratorien beschränkt ist, während im gewerblichen Bereich die Expositionen gegenüber PAH, die hier immer verunreinigt sind, äußerst niedrig sind. Diese Überlegungen mögen auch dazu beigetragen haben, dass tierexperimentelle Untersuchungen zur akuten Toxizität selten und für viele Stoffe gar nicht durchgeführt worden sind.[99999] Untersuchungsergebnisse liegen für 3-Ring-PAH und für das Pyren vor. Neben einer gewissen - offenbar nicht nach standardisierten Verfahren untersuchten - Reizwirkung auf Schleimhäute und Haut sind Sensibilisierungs- und Photosensibilisierungsreaktionen (insbesondere durch Anthracen) nachgewiesen worden. In hohen Konzentrationen sind Wirkungen auf Nieren, Leber, Herz und Lunge sowie auf das Blut festgestellt worden, die aber - mangels spezifischer Informationen - nicht als typisch für höher anellierte PAH-Verbindungen bezeichnet werden können. Insgesamt wird die akute Toxizität von PAH als relativ gering angesehen.[07819]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Generell wird bei chronischer beruflicher Exposition gegenüber PAH-haltigen Materialien die Gefahr von Schädigungen der Atemwege (Bronchitis) und der Haut (Dermatitis, Photosensibilisierung) gesehen, wobei wegen der Komplexität der Gemische eine substanzspezifische Zuordnung zu einzelnen Wirkanteilen nicht möglich war. Wiederum fast ausschließlich für 3-Ring-PAH und für Pyren sind weitere Informationen dergestalt verfügbar, dass in chronischen oralen Tierexperimenten Veränderungen von Blutparametern aufgetreten sind.[07636] Vereinzelt (hohe orale chronische Exposition von Mäusen gegenüber BaP) wurde auch über Leberschäden berichtet.[07819]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/8 11.02.2026
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Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe Reproduktionstoxizität: Für die meisten reinen PAH liegen keine spezifischen Angaben vor.[99983] Lediglich bei BaP und 3-Methylcholanthren wurden in Tierexperimenten deutliche embryo- und fetotoxische Wirkungen sowie Fertilitätsstörungen festgestellt. Durch BaP wurden außerdem die Oogenese und die Spermatogenese gestört.[07735] Mutagenität: Für die meisten 3-,4- und 5-Ring-PAH existieren aus diversen Gentoxizitätstests (in vitro und in vivo) schwache Hinweise bis zu schlüssigen Beweisen auf ein mutagenes Potential, das offensichtlich an eine Metabolisierung des jeweiligen Molekül-Grundkörpers gebunden ist oder durch diese verstärkt wird. Kanzerogenität: Aus einer sehr großen Anzahl von Kanzerogenitätstests an Versuchstieren sind folgende Erkenntnisse abgeleitet worden:[99983] Bei den wenigen Tumoren, die nach Applikation einer aus dem Gesamtgemisch isolierten PAH-Fraktion mit 2-3 Ringen gefundden wurden, besteht der Verdacht, daß deren Kanzerogenität aus dem Vorhandensein von Verunreinigungen durch stark kanzerogene PAH mit 4-6 Ringen resultiert.[07619] Mehrere PAH mit 4-6 Ringen haben sich im Tierversuch als kanzerogen erwiesen. Ein besonders ausgeprägtes diesbezügliches Potential scheinen die PAH Dibenz(a,h)anthracen, 3- Methylcholanthren und BaP zu besitzen.[99997]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Die Lymphfollikel (Peyer-Plaques), die in bestimmten Darmabschnitten (Ileum) auftreten, sollen für die Resorption und Retention von oral aufgenommenen PAH entscheidende Bedeutung haben. Hierdurch wäre auch ein Zusammenhang zu kanzerogenen Abläufen, die durch bestimmte PAH im lymphatischen System initiiert werden können, erklärbar.[07784] Die Metabolisierung der PAH scheint grundsätzlich (für Pyren auch am Menschen bewiesen) auf oxidativem Wege abzulaufen, wobei in unterschiedlichen Teilreaktionen phenolische Derivate und Dihydrodiole über Epoxide gebildet werden.[99983] Die in der weiteren Reaktionsfolge auftretenden Dihydrodiolepoxide (in bestimmten Molekülkonstellationen) sind geeignet, an die DNA zu binden und können dadurch gentoxische Wirkungen verursachen. Die gesamte Biotransformation ist enzymatisch katalysiert,[07797] wobei einige PAH auf die betreffenden Enzymsysteme stark initiierend wirken. Da die gebildeten Diolepoxide sehr reaktionsfähig sind, wird die gentoxische Wirkung oft am Applikationsort (Lunge, Haut) ausgelöst.[99999] Bei einigen PAH konnten als weitere Metaboliten Methylierungsprodukte identifiziert werden, deren gentoxisches Potential höher war als das der entsprechenden Grundsubstanzen.[07740]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 12.07.1995. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Für ärztliche Behandlung sorgen. [07750]
HHaauutt:: Benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten. Betroffene Hautpartien gründlich unter fließendem Wasser mit Seife reinigen. Keinesfalls Alkohol, Benzin oder andere Lösungsmittel verwenden. Für ärztliche Behandlung sorgen. [07750, 99999]
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Durch sofortige Beschwerden gekennzeichnete Krankheitsbilder nach Einatmung einzelner definierter PAH sind nicht bekannt.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/8 11.02.2026
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Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe In Erdölraffinerien, Kokereien, Teerdestillationen usw. könnten PAH-Gemische (-Gemenge) und symptombestimmende andere Substanzen bei Verbrennungsvorgängen o.ä. inhaliert werden; dann: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen. Für ärztliche Behandlung sorgen. Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Bei Atemstillstand Mund-zu-Nase-Beatmung, falls nicht durchführbar Mund-zu-Mund-Beatmung. Atemwege freihalten. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. [99983, 07606, 07750, 99999]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Keinerlei Hinweise oder praktische Erfahrung. Ggf. wird empfohlen: Mund ausspülen, Flüssigkeit wieder ausspucken. Aktivkohle geben (3 Esslöffel Aktivkohle in 1 Glas Wasser aufgeschlämmt). Für ärztliche Behandlung sorgen. Keinesfalls Speiseöle, Rizinus, Milch oder Alkohol geben. Vergiftungssymptome können erst später auftreten. [99983, 99999]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Akute Effekte am Menschen sind für polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH) kaum referiert; für Hunderte PAH liegen gar keine Daten bez. akuter Wirkung vor.[07798] Letztere wird jedoch als wenig bedeutsam angesehen.[07718] Eine alle untersuchten Stoffe mit kondensierten Ringsystemen umfassende einheitliche Symptomatik ist nicht darstellbar.[99999]
- Symptomatik akuter PAH-Effizienz: Für die Substanzen weitgehend übereinstimmend sind lediglich gering ausgeprägte Irritationen bei Haut- u. Schleimhautkontakt; über Erythem/Conjunctivitis/Reizhusten gehen die Befunde kaum hinaus; Ätzwirkung ist nicht beschrieben.[99983] Allergisierung könnte durch jeden Stoff ausgelöst werden.[99999] Zumindest für Anthracen ist Photosensibilisierung erwiesen:[07819] Phototoxische/photoallergische Reaktionen werden nach Substanzkontakt und nachfolgender Insolation kutan als Erythem, makulöse, papulöse oder urtikarielle Effloreszenzen, an den Augen als Keratoconjunctivitis klinisch manifest.[07713] Verschlucktes Anthracen soll Leibschmerz, Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe auslösen[07651] - Symptome, die andere PAH ebenso provozieren könnten; jedoch kommen anwendungs- u. gewerbehygienisch bedingt fast alle PAH in so extrem kleinen Mengen zum Einsatz, daß Aufnahme p.o. vernachlässigbar erscheint.[07866] Gleiches gilt auch für evtl. systemische Symptomatik.[99999] Im Tierexperiment beeinflußten höher dosierte 3-Ring-PAH und Pyren die Funktionen von Leber, Lungen, Magen und Blut.[07866] PAH mit > 3 Ringen sind sonst bez. akuter Resorptivwirkung am Menschen kaum untersucht.[99983]
- Hinweise zur Ersten ärztlichen Hilfe: Betroffenes Auge gründlich mit Wasser spülen;[07718] Kristalle bzw. Staubpartikel erforderlichenfalls mit Pinsel/ feuchtem Tupfer sorgfältig entfernen.[80104] Weiterbetreuung durch Facharzt.[07718] Zur Dekontamination der Haut ist gründliches Waschen mit viel Wasser und Seife als effektiv zu erwarten (vgl. Benzo(a)pyren unter "Empfehlungen"). Bei Reizungen kann ein Dermatocorticoid appliziert werden.[99999] Zur Behandlung eines Status nach akuter PAH-Inhalation sind Angaben nicht verfügbar.[99983] Der in einem Standardtext für eine Reihe Substanzen angegebene potentielle Atemstillstand korreliert mit den Expositionsbedingungen in keiner Weise. Topische Glucocorticoid- und Expektoranziengabe. Im Fall eines induzierten Asthmas könnte Verabfolgung von Theophyllin o.ä. angezeigt sein.[99999]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/8 11.02.2026
[Seite 60]
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe Verschluckte PAH sollten nach Adsorption an Aktivkohle mittels sal. Laxans eliminiert werden. [07819] Ggf. symptombezogene Weiterbehandlung vornehmen.[99999] Anthracen-Kontakt (auch der mit anderen linearen Ringsystemen und dem Phenanthren) erfordert Karenz in Bezug auf Sonnenlicht, UV- und Wärmestrahlen.[99992]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben.
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 31.08.1995. Sie werden bei Bedarf angepasst.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Empfehlung MAK | TRGS | Vorschriften UV-Träger
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
Zahlreiche PAK sind nachweislich karzinogen. Einstufung/Kennzeichnung siehe Einzelstoffe.
Quelle: 99999
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/8 11.02.2026
[Seite 61]
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe Pyrolyseprodukte aus organischem Material.
Wenn organisches Material unter Sauerstoffmangel erhitzt wird oder verbrennt, entstehen in Abhängigkeit vom Ausgangsmaterial und von den Reaktionsbedingungen unterschiedlich zusammengesetzte Gemische, die, unter vielen anderen Stoffen, polycyclische aromatische Kohlen wasserstoffe (PAH) beinhalten. Die äußerst komplexen Gemische enthalten, soweit bisher überprüft, nebeneinander und in sehr unterschiedlichen Anteilen krebserzeugende Komponenten, die Krebsentstehung fördernde Verbindungen sowie beim gleichzeitigen Einwirken die Krebsentstehung hemmende Anteile. Unter den regelmäßig in Pyrolyseprodukten auftretenden PAH sind zahlreiche Vertreter im Tierversuch krebserzeugend. Ihr Anteil ist in: Braunkohleteeren, Steinkohleteeren, Steinkohleteerpechen, Steinkohleteerölen, Kokereirohgasen besonders hoch. Für diese Aromatengemische ist die krebserzeugende Wirkung beim gewerblichen Umgang mit epidemiologischen Methoden nachgewiesen worden. Deshalb wurden sie nach "Kategorie 1" eingestuft.
Die insbesondere lokal krebserzeugende Wirkung dieser Gemische wird maßgeblich auf den PAH- Gehalt zurückgeführt. Sie ist deshalb auch bei anderen PAH-haltigen Gemischen zu erwarten. Gehalt und Bedeutung anderer krebserzeugender Inhaltsstoffe wurden bisher nur sehr begrenzt untersucht. So enthalten Dieselmotor-Emissionen zwar auch krebserzeugende PAH, in ihrem Fall sind aber wahrscheinlich die Rußpartikel für den kanzerogenen Effekt ausschlaggebend. Es wurde in Tierversuchen nachgewiesen und Dieselmotor-Emissionen wurden deswegen nach "Kategorie 2" eingestuft.
Die krebserzeugende Wirkung anderer Gemische, z.B. Ottomotor-Emissionen, gebrauchter Motorenöle, Räucher rauch, gebrauchter Schneidöle, ist weniger gut untersucht. Sie sind aufgrund ihrer Zusammensetzung auch nur schwer zu definieren. Wenn aber beim Umgang mit solchen Pyrolyseprodukten Expositionen gegenüber PAH nachgewiesen werden können, die sich im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen haben, z.B. Anthanthren, Benz(a)anthrazen, Benzo(b)fluoranthen, Benzo(j)fluoranthen, Benzo(k)fluoranthen, Benzo(b)naphtho(2,1-d)thiophen, Benzo(a)pyren, Chrysen, Cyclopenta(cd)pyren, Dibenz(a,h)anthrazen, Dibenzo(a,e)pyren, Dibenzo(a,h)pyren, Dibenzo(a,i)pyren, Dibenzo(a,l)pyren, Indeno(1,2,3-cd)pyren, 1-Methylpyren, Naphthalin sollten die Gemische wie Stoffe der "Kategorie 2" gehandhabt werden.
PAH besitzen ein hohes Potential, über die Haut aufgenommen zu werden. Deshalb sollten Pyrolyseprodukte sowie andere Gemische, die PAH enthalten, wie Stoffe gehandhabt werden, die mit einer H-Markierung (hautresorptiv) versehen sind.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung - Beurteilung - Maßnahmen; Ausgabe Oktober 2022, zuletzt geändert September 2024
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 6/8 11.02.2026
[Seite 62]
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 509 Lagern von flüssigen und festen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern sowie Füll- und Entleerstellen für ortsbewegliche Behälter; Ausgabe Juni 2022
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 551 Teer und andere Pyrolyseprodukte aus organischem Material Ausgabe August 2015, geändert und ergänzt Januar 2016
TRGS 906 Verzeichnis krebserzeugender Tätigkeiten oder Verfahren nach § 2 Abs. 3 Nr. 4 GefStoffV; Ausgabe April 2023 Tätigkeiten, bei denen die betreffenden Arbeitnehmer polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen ausgesetzt sind, die in Steinkohlenruß, Steinkohlenteer oder Steinkohlenpech vorhanden sind.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Grundsatz 350-001 (BGG 904): DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 4 : Gefahrstoffe, die Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen hervorrufen G 40 : Krebserzeugende und erbgutverändernde Gefahrstoffe - allgemein
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch)
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 07606 Wirth, Gloxhuber "Toxikologie" 4.Auflage, Thieme Verlag 1985
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07636 L. Parmeggiani (Edt.) "Enzyclopedia of Occupational Health and Safety" 3. Auflage, International Labour Office, Genf 1983
Quelle: 07640 J.M. Sontag (Edt.) "Carcinogens in Industry and the Environment" Marcel Dekker, Inc., New York 1981
Quelle: 07651 International Technical Information Institute (Edt.) "Toxic and Hazardous Industrial Chemicals Safety Manual" Tokyo 1977
Quelle: 07707 G. Rippen "Handbuch Umweltchemikalien; Stoffdaten, Prüfverfahren, Vorschriften" Loseblattausgabe, 3. Auflage ecomed Verlagsgesellschaft mbH, Landsberg 1990
Quelle: 07713 E. Zschunke "Grundriss der Arbeitsdermatologie" 1. Auflage, Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 1985
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 7/8 11.02.2026
[Seite 63]
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe Quelle: 07718 R. Ludewig, KH. Lohs "Akute Vergiftungen" 8. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Jena 1991
Quelle: 07735 R.J. Lewis "Reproductively Active Chemicals" Van Nostrand Reinhold Inc., New York
Quelle: 07740 D.R. Hawkins (editor) "Biotransformations" Vol. 1-6, Royal Society of Chemistry, London 1988-1994
Quelle: 07750 R. E. Lenga "The Sigma-Aldrich Library of Chemical Safety Data" 2nd edition, Sigma-Aldrich, Milwaukee 1988
Quelle: 07784 M.L. Richardson, S. Gangolli "The Dictionary of Substances and their Effects" Royal Society of Chemistry, 1992
Quelle: 07785 M. Sittig "Handbook of Toxic and Hazardous Chemicals and Carcinogenes" Second edition, 1985, Noyes Publications, Park Ridge, New Jersey, USA
Quelle: 07797 W. Forth, D. Henschler, W. Rummel (Hrsg.) "Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie" 6. Auflage, Wissenschaftsverlag, Zürich 1992
Quelle: 07798 M.J. Ellenhorn, D.G. Barceloux "Medical Toxicology, Diagnosis and Treatment of Human Poisoning" Elsevier Science Publishing Company, Inc., New York 1988
Quelle: 07819 H.U. Wolf "Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis" Band 3 "Gifte" 5. Auflage, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 1992
Quelle: 07866 G.D. Clayton, F.E. Clayton (edt.) "Patty's Industrial Hygiene and Toxicology" Volume II "Toxicology" Fourth Edition, John Wiley & Sons, New York 1993
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 80104 DGUV Information 213-070 Säuren und Laugen (Merkblatt M 004 Reihe "Gefahrstoffe"), Stand 03/2019
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99992 Projektgebundene Literatur zur Ersten Hilfe (Project related bibliographical references regarding first aid)
Quelle: 99997 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (1) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (1)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 8/8 11.02.2026
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Benzo(a)pyren
BBeennzzoo((aa))ppyyrreenn
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
BBeennzzoo((aa))ppyyrreenn Benzpyren(3,4) Benzo(d,e,f)chrysen
ZZVVGG NNrr:: 22500 CCAASS NNrr:: 50-32-8 EEGG NNrr:: 200-028-5 IINNDDEEXX NNrr:: 601-032-00-3
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
140320 Kohlenwasserstoffe, aromatisch, polycyclisch
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist fest.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Plättchen, Nadeln gelblich
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Nicht brennbarer Stoff. Praktisch unlöslich in Wasser. Nicht flüchtig. Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus. Der Stoff ist gewässergefährdend. (s. Kapitel VORSCHRIFTEN).
Lichtempfindlich. Luftempfindlich.
Stoffinformationen in Wikipedia
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren SSTTAAUUBBEEXXPPLLOOSSIIOONNSSFFÄÄHHIIGGKKEEIITT
Nicht staubexplosionsfähig. Quelle: 99999
FFOORRMMEELL
C H 20 12
MMoollaarree 252,31 g/mol MMaassssee::
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Schmelzpunkt | Siedepunkt | Dichte | Löslichkeit | Verteilungskoeffizient
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt:179 °C Quelle: 00454
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Siedepunkt:495 °C Quelle: 01221 02085 02090
Siedepunkt:310 ... 312 °C Druck:13 hPa Quelle: 00454
DDIICCHHTTEE
DICHTE Wert:1,35 g/cm³ Quelle: 01221
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
praktisch unlöslich in Wasser Quelle: 01231 02090
VVEERRTTEEIILLUUNNGGSSKKOOEEFFFFIIZZIIEENNTT ((OOccttaannooll//WWaasssseerr))
log Kow:6,35 Empfohlener Wert der LOG KOW Datenbank. Quelle: 02070
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren
TTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE // ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE
ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIISSCCHHEE DDAATTEENN
LLCC5500 KKrruusstteennttiieerree ((4488 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 11 mg/l Maximalwert: 11 mg/l Medianwert: 11 mg/l Studienanzahl: 1 Referenz für Medianwert: Lawrence, A.J., and C. Poulter 1998. Development of a Sub-lethal Pollution Bioassay Using the Estuarine Amphipod Gammarus duebeni. Water Res. 32(3):569-578
EECC5500 KKrruusstteennttiieerree ((4488 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 0,000981 mg/l Maximalwert: 0,00162 mg/l Medianwert: 0,0013 mg/l Studienanzahl: 2 Referenz für Medianwert: Lampi, M.A., J. Gurska, K.I.C. McDonald, F. Xie, X.D. Huang, D.G. Dixon, and B.M. Greenberg 2005. Photoinduced Toxicity of Polycyclic Aromatic Hydrocarbons to Daphnia magna: Ultraviolet-Mediated Effects and the Toxicity of Polycyclic Aromatic Hydrocarbon Photoproducts. Environ.Toxicol.Chem. 25(4):1079-1087
EECC5500 AAllggeenn ((7722 bbzzww.. 9966 SSttuunnddeenn)) Versuchsdauer: 72 Stunden Minimalwert: 0,005 mg/l Maximalwert: 0,01 mg/l Medianwert: 0,01 mg/l Studienanzahl: 2 Referenz für Medianwert: Schoeny, R., T. Cody, D. Warshawsky, and M. Radike 1988. Metabolism of Mutagenic Polycyclic Aromatic Hydrocarbons by Photosynthetic Algal Species. Mutat.Res. 197(2):289-302
Quelle: 02072
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe | Arbeitsmedizinische Vorsorge
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Der Hauptaufnahmeweg für Benzo(a)pyren (BaP) verläuft unter gewerblichen Bedingungen über den Atemtrakt.[07881] Bei massivem Hautkontakt mit BaP-haltigen Stäuben und Lösungen kann eine Resorption über die Haut vorrangig sein.[99997]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren Aufgrund eines über große Konzentrationsbereiche kalkulierbaren quantitativen Anteils des BaP in polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoff(PAK)-Gemischen (vorwiegend pyrolytischer bzw. pyrosynthetischer Genese) hat der Stoff (besonders in Deutschland) als Leitsubstanz für die Expositionsmessung und auch die Einschätzung des kanzerogenen Risikos beim Umgang mit diesen Stoffgemischen außerordentliche Bedeutung gewonnen.[07619]
AAtteemmwweeggee:: Obwohl BaP keine technische Bedeutung besitzt und deshalb nicht produziert wird, sind inhalative Expositionen gegenüber der fast ubiquitär auftretenden Substanz in sehr geringen Konzentrationen in vielen Arbeitsbereichen anzunehmen. Höhere Konzentrationen in Form von Dämpfen, meist aber kontaminierten Stäuben oder Aerosolen können bei starker Erhitzung oder Verbrennung von organischen Stoffen unter Sauerstoffmangelbedingungen auftreten.[07707] Aus Versuchen an isolierten perfundierten Rattenlungen wurde offensichtlich, daß eine direkte Resorption über das Lungengewebe möglich ist. BaP, das an Partikel adsorbiert ist, wird jedoch wesentlich langsamer resorbiert (abhängig von der Art des Adsorbens und der Partikelgröße) als der reine Stoff. Quantitative Angaben zur Resorption sind daher kaum möglich.[00083]
HHaauutt:: In-vivo-Versuche an verschiedenen Tierarten haben eine langsame, aber trotzdem effektive Resorption ergeben: z.B. an Ratten nach 5 Tagen 46,2 % bzw. an Meerschweinchen innerhalb 24 Std. 34 %. Aus In-vitro-Versuchen mit 60 PAK an exzidierter Rattenhaut erhielt man für BaP eine 24 h- Resorptionsrate von 15 %. Aus einer auf Basis dieser Werte durchgeführten Modellierung unter Verwendung unterschiedlichster Molekül-spezifischer Parameter (QSAR) wurde ein dermaler Penetrationswert (prozentuale Bioverfügbarkeit) von ca. 20 % abgeschätzt.[99997] Allerdings zeigten sich in einer vergleichenden In-vitro-Untersuchung signifikante Interspeziesdifferenzen, die aus einem Zusammenwirken von Diffusions- und metabolischen Prozessen während der Resorption resultieren. Für exzidierte menschliche Haut fand man hier eine Resorption von nur 3 % über 24 h.[00083] Diese Größenordnung konnte in einer jüngeren Untersuchung zwar verifiziert werden, jedoch betraf diese Menge lediglich den in der Receiverlösung nachgewiesenen Anteil. Aufschluß und Analyse der geprüften Haut ergab in die Haut penetrierte Mengen von 23 bzw. 43 % der applizierten Dosis. Bei der In-vivo-Prüfung an Ratten und Meerschweinchen wurden hier insgesamt resorbierte Anteile von fast 70 % erhalten.[99997]
Auch halbquantitative Abschätzungen für die Penetration der menschlichen Haut unter praxisnahen Bedingungen erscheinen schwierig, jedoch sollte von einer sehr effektiven Resorption ausgegangen werden.[99999]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Für partikelgebundenes Pyren ist angenommen worden, daß im Magen-Darm-Trakt des Menschen ca. 40 % der oral aufgenommenen Dosis von den Partikeln desorbiert und dann ins Blut resorbiert werden.[99997] Für BaP könnte von ähnlichen Parametern ausgegangen werden.[99999] Allerdings fand man in einer Untersuchung an Ratten, daß wegen der Löslichkeitsdifferenzen die Resorption von BaP viel mehr dem Einfluß unterschiedlicher Faktoren unterliegt als bei Pyren. Ölige Nahrungsbestandteile förderten die BaP-Resorption.[00083]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: keine substanzspezifischen Angaben für den Menschen,[99983] hautsensibilisierendes Potential[07510] chronisch: im Vordergrund steht das ausgeprägte kanzerogene Potential, das allerdings bisher nur im Tierexperiment zweifelsfrei bewiesen werden konnte (Zielorgane: überwiegend Haut und Lunge) [99983]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: Für den Menschen sind keine Angaben verfügbar.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren Auch aus Tierexperimenten gibt es nur wenige Angaben zum akuten irritativen Potential.[99983] Am Ohr von Mäusen wirkte BaP irritativ. Als ID50-Wert wurde 14,1 µg berichtet. In Untersuchungen an Meerschweinchen und Mäusen wurde bereits durch jeweils einmalige Applikation eine Sensibilisierung der Haut bewirkt.[00083] Die akute dermale Toxizität ist nur durch subkutane Applikation an Ratten bestimmt worden, war dann allerdings mit einem LD50-Wert von 50 mg/kg KG relativ sehr hoch. Intraperitoneale und orale LD50-Werte, die an Mäusen gewonnen wurden, lagen wesentlich höher (> 1600 mg/kg KG). An einer i.p. Dosis von 1000 mg/kg KG verendete nur eine Maus.[99997] Die insgesamt wenigen beschriebenen Vergiftungssymptome lassen sich möglicherweise am besten unter Zellwachstumsstörungen subsumieren.[00083] Eine genaue Differenzierung der insgesamt geringen akuten Toxizität ist unerheblich, da mit BaP als Substanz ausschließlich in Forschungslaboratorien gearbeitet wird, wobei wegen des kanzerogenen Potentials nur äußerst geringe Quantitäten zum Einsatz kommen.[99999]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Entsprechend einem alten Bericht (aus dem Jahr 1939) wurde die geschützte und ungeschützte Haut von 26 Hautpatienten täglich mit einer 1%igen Lösung von BaP in Benzol behandelt. Der Durchmesser der behandelten Fläche war 2 cm, die Behandlungsdauer überschritt in keinem Fall 4 Monate. In chronologischer Reihenfolge traten folgende Symptome auf: Erythem, Pigmentierung, Schuppung, Bildung warzenähnlicher Auswüchse und Infiltrate. 2 - 3 Monate nach Abbruch der Behandlung waren die Symptome in fast allen Fällen reversibel.[07980] Ein Beschäftigter, der während der Durchführung von Experimenten mit Mäusen 3 Wochen lang gegenüber BaP (wahrscheinlich dermal) exponiert war, entwickelte persistente Knoten, die als Plattenzellepitheliome identifiziert wurden. Subchronische dermale Applikation an Mäuse (8 - 64 µg/w, 9 w lang) bewirkte Hautveränderungen in der Epidermis (Bildung von DNA-Addukten, pyknotischen und dunklen Zellen), die auf Zytotoxizität mit nachfolgendem regenerativen Zell-Überwachstum schließen ließen. Eine erhebliche Tumorbildungsrate, besonders in den Dosisgruppen > 32 µg/w wurde nachgewiesen (zunächst Papillome, die zum Übergang in Karzinome ca. 8 w benötigten).[00454] Ratten, die 2 Std. pro Tag (5 d/w) 4 Wochen lang gegenüber 7,7 mg/m3 BaP-Staub exponiert waren, zeigten keine klinischen oder histologischen Veränderungen im Atemtrakt. Hamster, die sogar gegenüber 9,8 oder 44,8 mg BaP/m3 16 Wochen lang (4,5 h/d, 5 d/w) exponiert waren, ließen in ihrem Atemtrakt keine neoplastischen Veränderungen erkennen.[00083] Jedoch wurden deutliche Effekte sichtbar, wenn BaP auf Kulturen von humanem fetalem Lungengewebe einwirkte: epitheliale Hyperplasie und Wachstumsinhibition des Bindegewebes. Subakute orale Exposition von Mäusen gegenüber 120 mg BaP/kg KG x d führte dispositionsbedingt (Ah-Rezeptor-spezifisch) zum Tod durch Knochenmarkschädigung oder wurde vollständig toleriert (sogar bis zu 6 Monaten).[00454]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Zur Einstufung des fortpflanzungsgefährdenden, erbgutverändernden und krebserzeugenden Potentials s. Stoffliste nach Anhang VI der CLP-Verordnung / TRGS 905 / MAK-Liste (s. Kapitel VORSCHRIFTEN). Reproduktionstoxizität: Nach dem vorliegenden Informationsmaterial muss ein Risiko reproduktionstoxischer Wirkung vermutet werden. Zur Einstufung fruchtschädigend / fruchtbarkeitsgefährdend siehe Kapitel VORSCHRIFTEN. [07510] BaP zeigte in Tierexperimenten eine ausgeprägte und differenzierte Reproduktionstoxizität (Störung der Spermato- und Oogenese, Wachstumshemmung, Embryotoxizität einschließlich Fehlbildungen, Verminderung der Fertilität). Hohe Dosen (40 mg/kg KG) bewirkten bei Mäusen eine fast vollständige Sterilität der nachfolgenden Generation.[00083] Mutagenität: Es bestehen hinreichende Anhaltspunkte zu der begründeten Annahme, dass die Exposition eines Menschen gegenüber dem Stoff zu vererbbaren Schäden führen kann. [07510]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/19 11.02.2026
[Seite 69]
Benzo(a)pyren BaP lieferte in zahlreichen In-vitro- und In-vivo-Tests positive Ergebnisse. Entscheidend für die Einstufung waren u.a. Besonderheiten beim Dominant-Letal-Test, die Induktion von Chromosomenaberrationen im Knochenmark sowie die transplazentare Induktion von Fellflecken bei Mäusen.[07619] Kanzerogenität: Aus dem vorliegenden Informationsmaterial wurde abgeleitet, dass der Stoff als kanzerogen für den Menschen angesehen werden sollte. [07510] Die Substanz wurde in zahlreichen Kanzerogenitätstests an Maus, Ratte, Hamster, Kaninchen, Meerschweinchen und anderen Säugern sowie Fischen mit positivem Ergebnis geprüft. BaP kann dabei lokal, aber auch systemisch wirksam werden (zu Zielorganen vgl. unter "Chronische Toxizität").[07748]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: BaP ist ein Prokarzinogen, das zur Initiation eines tumorigenen Prozesses zum ultimalen Kanzerogen aktiviert werden muß. Menschliches Gewebe soll hinsichtlich seiner metabolisierenden Aktivität etwa um den Faktor 3 wirksamer sein als Gewebe von Hamstern, Hunden, Affen oder Ratten.[07748] Mäuse schieden 90 % einer geringen, dermal applizierten, radioaktiv markierten BaP-Dosis innerhalb einer Woche aus (80 % davon über die Faeces, 10 % mit dem Urin). Die biliäre Exkretion wurde auch nach Inhalation von BaP an der Ratte nachgewiesen. Analoge Ergebnisse mit Pyren wurden folgendermaßen interpretiert: Der mit den Faeces ausgeschiedene Anteil der Gesamtdosis steigt proportional mit der Dosis, weil die Bildung hydrophiler Metaboliten, die über die Niere ausgeschieden werden können, durch die Enzymaktivität in der Leber limitiert ist und dadurch der Anteil der über den hepatobiliären Weg abgeführten, unmetabolisierten Noxenmenge ansteigen muß.[99997] Die hydrophilen Metaboliten von BaP wurden als unterschiedliche hydroxylierte Derivate identifiziert, die über eine Epoxidierungs- und eine Hydratisierungsreaktion entstehen. Verschiedene Derivate wurden in z.T. konjugierter Form (Glucuronide, Thioether) nach intratrachealer Applikation von BaP an Ratten ebenfalls über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden.[07740]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 06.07.2007. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Für ärztliche Behandlung sorgen. [07750]
HHaauutt:: Auch nach Umgang mit sehr geringen Mengen des Feststoffes oder Lösungen, unabhängig davon, ob eine Kontamination stattgefunden hat: Benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten. Betroffene Hautpartien gründlich unter fließendem Wasser mit Seife reinigen. Keinesfalls Alkohol, Benzin oder andere Lösungsmittel verwenden.
Nach erkennbarem Kontakt mit den gelblich-weißen Kristallen sollte nach abgeschlossener Reinigung ein Hautarzt konsultiert werden, der den Vorfall zumindest dokumentiert und die Kontaktstelle in gewissen Zeitabständen weiter beobachtet. Kontaminationen bei Umgang mit Materialien, die Benzo(a)pyren (BaP) bzw. auch andere polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten, sollten ebenfalls möglichst nur mit Wasser und Seife gereinigt werden (s. "Empfehlungen").
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Die Inhalation von Stäuben oder Dämpfen von reinem BaP ist unter realen Arbeitsbedingungen unter Beachtung üblicherweise sehr restriktiver Arbeitsschutzbestimmungen nicht vorstellbar. Akute BaP- bedingte Beschwerden, die Erste Hilfe-Maßnahmen erfordern, sind deshalb äußerst unwahrscheinlich. IFA GESTIS-Stoffdatenbank 6/19 11.02.2026
[Seite 70]
Benzo(a)pyren Nach Inhalation von Stoffaerosolen bzw. Dämpfen, die geringe Konzentrationen von BaP bzw. PAK enthalten, müssen entsprechende Maßnahmen aus den Eigenschaften der anderen Bestandteile des Gemisches abgeleitet werden. Im Falle einer störungsbedingten Inhalation solcherart verunreinigter Luft in Arbeitsbereichen sollte baldmöglichst ein Arzt konsultiert werden, unabhängig von empfundenen Beschwerden.
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Unter Berücksichtigung der beim Umgang mit PAK (insbes. BaP) existierenden Arbeitsschutzvorschriften ist eine versehentliche orale Aufnahme der Feststoffe oder ihrer Lösungen nicht vorstellbar. Wenn dennoch geschehen: Verabreichung einer Suspension von reichlichen Mengen A-Kohle in Wasser und einer Lösung von Natriumsulfat als Laxans. Für ärztliche Behandlung sorgen. [07819, 99999]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Aufgrund einer geringen bis allenfalls mäßigen Toxizität von PAK sind akute Vergiftungen nicht berichtet worden. Auch akute tierexperimentelle Daten sind in der umfangreichen Literatur eher selten zu finden. Hinzu kommt, daß Einzelstoffe aus dieser Substanzklasse i.allg. zumindest nicht absichtlich produziert werden.[99983] Reine Stoffe werden fast ausschließlich in Forschungslaboratorien verwendet, in denen ausreichende Erfahrungen über einen risikoarmen Umgang mit diesen Stoffen vorliegen und die Arbeitsschutzbestimmungen eine akute Vergiftung wirksam ausschließen dürften. Beim Umgang mit Stoffgemischen, die i.allg. nur sehr geringe PAK-Konzentrationen enthalten, stehen Präventionsmaßnahmen im Vordergrund, so daß auch in diesem Fall akute Vergiftungen durch diese Stoffe, von denen viele potente Kanzerogene darstellen, äußerst unwahrscheinlich sind. Unabhängig von einer zu befürchtenden akuten Intoxikation sollte nach Einwirkung/Aufnahme von BaP bzw. PAK-Gemischen jedoch immer auf eine sorgfältige Dekontamination geachtet bzw. eine schnelle Elimination gefördert werden.[99999]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. Sollte es zu einer erkennbaren Kontamination der Haut mit BaP gekommen sein, kann die Verwendung von Lösungsmitteln nicht empfohlen werden, weil die Resorption hierdurch eventuell gefördert wird. Dies ist bei Verwendung großer Mengen Wasser und Seife eher nicht zu erwarten. [99999] Der sog. "wash-in Effekt" war an menschlichen Hautproben, an denen die Penetration von Benzo(a)pyren geprüft wurde, relativ gering, wenn Seifenlösung als Waschflüssigkeit verwendet wurde.[99997]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 06.07.2007. Sie werden bei Bedarf angepasst.
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINNIISSCCHHEE VVOORRSSOORRGGEE
AAnnggeebboottssvvoorrssoorrggee:: Arbeitsmedizinische Vorsorge ist anzubieten, wenn bei Tätigkeiten mit dem Stoff eine Exposition nicht ausgeschlossen werden kann. PPfflliicchhttvvoorrssoorrggee:: Arbeitsmedizinische Vorsorge ist zu veranlassen, wenn bei Tätigkeiten mit dem Stoff die Akzeptanzkonzentration nicht eingehalten wird, eine wiederholte Exposition oder Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden kann. NNaacchhggeehheennddee VVoorrssoorrggee:: Nach Beendigung von Tätigkeiten mit Exposition gegenüber diesem Stoff ist eine nachgehende Vorsorge anzubieten. FFrriisstteenn:: Beschäftigte dürfen eine Tätigkeit mit diesem Stoff nur nach Teilnahme an der Pflichtvorsorge ausüben. Angebotsvorsorge muss vor Aufnahme der Tätigkeiten angeboten werden. Fristen für die Veranlassung bzw. das Angebot von regelmäßiger arbeitsmedizinischer Vorsorge und nachgehender Vorsorge sind der arbeitsmedizinischen Regel „AMR Nummer 2.1“ zu entnehmen.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 7/19 11.02.2026
[Seite 71]
Benzo(a)pyren Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Arbeitsbereiche sind möglichst räumlich abzutrennen. Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Eine Rückführung gereinigter Abluft in die Arbeitsräume sollte in der Regel nicht erfolgen. Abgesaugte Luft kann nur zurückgeführt werden, wenn sie durch anerkannte Verfahren ausreichend gereinigt wurde. Der Fußboden sollte keinen Bodenabfluss haben. Waschgelegenheit am Arbeitsplatz vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Krebserzeugende und keimzellmutagene Stoffe nur in geschlossenen Apparaturen handhaben. Ist das Austreten nicht zu verhindern, ist eine Absaugung an der Austrittsstelle erforderlich. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen.
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Auf Sauberkeit am Arbeitsplatz achten. An Arbeitsplätzen dürfen nur die Substanzmengen vorhanden sein, die für den Fortgang der Arbeiten erforderlich sind. Gefäße nicht offenstehen lassen. Für das Ab- und Umfüllen möglichst dichtschließende Anlagen mit Absaugung einsetzen. Verschütten vermeiden. Nur in gekennzeichnete Behälter abfüllen. Bei offenem Hantieren jeglichen Kontakt vermeiden. Bei offenem Hantieren Staubentwicklung vermeiden. Beim Transport in zerbrechlichen Gefäßen geeignete Überbehälter benutzen.
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Alle Räume, Anlagen und Geräte sind regelmäßig zu reinigen. Beim Reinigen ggf. persönliche Schutzausrüstung benutzen. Staubbildung vermeiden. Nicht vermeidbare Staubablagerungen sind regelmäßig aufzunehmen. Geprüfte Industriestaubsauger der Klasse H verwenden. Bei Reinigungsarbeiten Staub nicht unnötig aufwirbeln. Das Abblasen zu Reinigungszwecken ist nicht zulässig. Verschmutzte Geräte dürfen nur nach Reinigung in anderen Arbeitsbereichen verwendet werden. Instandhaltungsarbeiten und Arbeiten in Behältern oder engen Räumen nur mit schriftlicher Erlaubnis durchführen.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Unter Verschluss oder nur für fachkundige Personen zugänglich aufbewahren. Keine Lebensmittelgefäße verwenden - Verwechslungsgefahr! Behälter sind eindeutig und dauerhaft zu kennzeichnen. Möglichst im Originalbehälter aufbewahren. Behälter dicht verschlossen an einem trockenen, gut belüfteten Ort aufbewahren.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 6.1D (Nicht brennbare, akut toxische Kat. 3 oder chronisch wirkende Stoffe) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 8/19 11.02.2026
[Seite 72]
Benzo(a)pyren
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Gase.
- Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
- Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
- Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Pyrophore Stoffe.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B. Der Stoff sollte nicht mit Stoffen zusammengelagert werden, mit denen gefährliche chemische Reaktionen möglich sind.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist nicht brennbar. Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen auf die brennbaren Stoffe im Bereich abstimmen.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich, falls mehr als nur eine geringe Gefährdung festgestellt wurde. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Die Konzentration des Stoffes in der Luft ist zu minimieren. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Tätigkeitsbeschränkungen für schwangere Frauen nach Mutterschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Je nach Gefährdung geeignete Schutzkleidung oder geeigneten Chemikalienschutzanzug tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten. Atemschutzgerät: Partikelfilter P3, Kennfarbe: weiß. Bei Konzentrationen über der Anwendungsgrenze von Filtergeräten, bei Sauerstoffgehalten unter 17 Vol% oder bei unklaren Bedingungen ist ein Isoliergerät zu verwenden.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Es sollte ausreichender Augenschutz getragen werden. Gestellbrille mit Seitenschutz verwenden.
HHaannddsscchhuuttzz:: Schutzhandschuhe verwenden. Das Handschuhmaterial muss gegen den verwendeten Stoff ausreichend undurchlässig und beständig sein. Vor Gebrauch Dichtheit prüfen. Handschuhe vor dem Ausziehen vorreinigen, danach gut belüftet aufbewahren. Hautpflege beachten. Hautschutzsalben bieten keinen ausreichenden Schutz gegen diesen Stoff. Hautschutzsalben können bei unmittelbarem Hautkontakt mit polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAH) deren Aufnahme möglicherweise noch fördern. Geeignet sind Handschuhe aus folgenden Materialien (Durchbruchzeit >= 8 Stunden): Nitrilkautschuk/Nitrillatex - NBR (0,35 mm) Butylkautschuk - Butyl (0,5 mm)
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 9/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren Fluorkautschuk - FKM (0,4 mm) Handschuhe aus folgenden Materialien bei Dauerkontakt nicht länger als 4 Stunden tragen (Durchbruchzeit >= 4 Stunden): Polychloropren - CR (0,5 mm) Handschuhe aus folgenden Materialien bei Dauerkontakt nicht länger als 2 Stunden tragen (Durchbruchzeit >= 2 Stunden): Polyvinylchlorid - PVC (0,5 mm)
Die Zeitangaben sind Richtwerte aus Messungen bei 22 °C und dauerhaftem Kontakt. Erhöhte Temperaturen durch erwärmte Substanzen, Körperwärme etc. und eine Verminderung der effektiven Schichtstärke durch Dehnung können zu einer erheblichen Verringerung der Durchbruchzeit führen. Im Zweifelsfall Hersteller ansprechen. Bei einer ca. 1,5-fach größeren/kleineren Schichtdicke verdoppelt/halbiert sich die jeweilige Durchbruchzeit. Die Daten gelten nur für den Reinstoff. Bei Übertragung auf Substanzgemische dürfen sie nur als Orientierungshilfe angesehen werden.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: In Arbeitsbereichen dürfen keine Nahrungs- und Genussmittel aufgenommen werden. Für diesen Zweck sind geeignete Bereiche einzurichten. Berührung mit der Haut vermeiden. Nach Substanzkontakt ist Hautreinigung erforderlich. Einatmen von Stäuben vermeiden. Berührung mit der Kleidung vermeiden. Verunreinigte Kleidung wechseln und gründlich reinigen. Vor Pausen gegebenenfalls die Arbeitskleidung wechseln. Getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Straßen- und Arbeitskleidung müssen zur Verfügung stehen, wenn eine Gefährdung durch Verunreinigung der Arbeitskleidung zu erwarten ist. Vor Pausen und bei Arbeitsende Hautreinigung mit Wasser und Seife erforderlich. Nach der Reinigung fetthaltige Hautpflegemittel verwenden. Persönliche Hygiene streng einhalten.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Wenn eine Verwertung nicht möglich ist, müssen Abfälle unter Beachtung der örtlichen behördlichen Vorschriften beseitigt werden.
Sammlung von Kleinmengen: Abfälle nicht in Ausguss oder Mülltonnen geben. In Sammelbehälter für giftige entzündbare Verbindungen geben. Sammelgefäße sind deutlich mit der systematischen Bezeichnung ihres Inhaltes zu beschriften. Gefäße an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren. Der zuständigen Stelle zur Abfallbeseitigung übergeben.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen betreten werden (s. Kapitel Persönliche Schutzmaßnahmen). Staubfrei aufnehmen. Anschließend Raum lüften und verschmutzte Gegenstände und Boden reinigen.
Gewässergefährdung: Stark wassergefährdend. Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich unbedingt vermeiden. Schon beim Eindringen geringer Mengen Behörden verständigen.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Stoff selbst brennt nicht, Löschmaßnahmen auf Umgebung abstimmen. Löschwasser nicht in die Kanalisation gelangen lassen.
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Benzo(a)pyren PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg::
Im Brandfall können gefährliche Stoffe freigesetzt werden. Kohlenmonoxid und Kohlendioxid Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | Wassergefährdungsklasse | TA Luft | Transportvorschriften | Einstufung KMR | REACH-Kandidaten | Empfehlung MAK | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger | Arbeitsmedizinische Vorsorge
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Sensibilisierung der Haut, Kategorie 1; H317 Keimzellmutagenität, Kategorie 1B; H340 Karzinogenität, Kategorie 1B; H350 Reproduktionstoxizität, Kategorie 1B; H360FD Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1; H400 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 1; H410
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H317: Kann allergische Hautreaktionen verursachen. H340: Kann genetische Defekte verursachen. H350: Kann Krebs erzeugen. H360FD: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P202: Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen. P261: Einatmen von Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol vermeiden. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P302+P352: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT: Mit viel Wasser und Seife waschen. P308+P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Herstellerangabe Sigma-Aldrich
Quelle: 01221 Stand: 2023 geprüft: 2023
Der Stoff ist gelistet in Anhang VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008). Die angegebene Einstufung kann von der Listeneinstufung abweichen, da diese bezüglich fehlender oder abweichender Gefahrenklassen und Kategorien für den jeweiligen Stoff zu ergänzen ist.
Quelle: 99999
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG VVOONN GGEEMMIISSCCHHEENN
SSppeezziiffiisscchhee KKoonnzzeennttrraattiioonnssggrreennzzeenn
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Benzo(a)pyren Karz. 1B; H350: C >= 0,01 %
Für weitere ggf. nicht aufgeführte Konzentrationsbereiche bzw. weitere evtl. vorhandene Gefahreneinstufungen des Stoffes sind die allgemeinen Konzentrationsgrenzen aus Anhang 1 der Verordnung (EG) 1272/2008 heranzuziehen.
Nach TRGS 905 Verzeichnis 4 sind Gemische, die diesen Stoff oberhalb der folgenden Massen- Konzentrationsgrenze enthalten, als krebserzeugend einzustufen: 0,005 %
Ergänzende Kennzeichnungselemente nach Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 Anhang II, Nr. 2.8: Das Kennzeichnungsetikett auf der Verpackung von Gemischen, die mindestens einen als sensibilisierend eingestuften Stoff in einer Konzentration enthalten, die mindestens 0,1 % beträgt oder mindestens ebenso hoch ist wie die in Anhang VI Teil 3 dieser Verordnung in einem besonderen Hinweis für den Stoff genannte Konzentration, muss folgenden Hinweis tragen: EUH208 - „Enthält ‚Name des sensibilisierenden Stoffes‘. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.“
Quelle: 05349 07500
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: Rauchen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
Essen und Trinken verboten
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
EEIINNSSTTUUFFUUNNGG WWAASSSSEERRGGEEFFÄÄHHRRDDEENNDDEERR SSTTOOFFFFEE
Stoff Nr.:5925 WGK 3 - stark wassergefährdend Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025
TTEECCHHNNIISSCCHHEE AANNLLEEIITTUUNNGG ZZUURR RREEIINNHHAALLTTUUNNGG DDEERR LLUUFFTT ((TTAA LLUUFFTT))
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Benzo(a)pyren Kapitel 5.2.7.1.1 Krebserzeugende Stoffe Klasse I Als Mindestanforderung dürfen die folgende Werte im Abgas insgesamt nicht überschritten werden:
Massenstrom:0,15 g/h oder Massenkonzentration:0,05 mg/m³
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
UN-Nummer: 3077 Gefahrgut-Bezeichnung: Umweltgefährdender Stoff, fest, n.a.g. Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 90 Klasse: 9 (Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände) Verpackungsgruppe: III (geringe Gefährlichkeit) Gefahrzettel: 9
Besondere Kennzeichnung: Symbol (Fisch und Baum)
Klassifizierungscode:M7
Tunnelbeschränkungen: Durchfahrt durch alle Tunnel gestattet.
Quelle: 07902
TTRRGGSS 990055 –– VVEERRZZEEIICCHHNNIISS KKRREEBBSSEERRZZEEUUGGEENNDDEERR,, KKEEIIMMZZEELLLLMMUUTTAAGGEENNEERR OODDEERR RREEPPRROODDUUKKTTIIOONNSSTTOOXXIISSCCHHEERR SSTTOOFFFFEE
Krebserzeugender Stoff.
Quelle: 05349
RREEAACCHH -- VVEERROORRDDNNUUNNGG
Stoff ist in der REACH-Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgeführt.
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
Gefahr der Hautresorption
Krebserzeugend: Kategorie 2 Stoffe, die als krebserzeugend für den Menschen anzusehen sind, weil durch Ergebnisse aus Tierversuchen davon auszugehen ist, dass sie einen nennenswerten Beitrag zum Krebsrisiko leisten.
Keimzellmutagen: Kategorie 2 Keimzellmutagene, deren Wirkung anhand einer erhöhten Mutationsrate unter den Nachkommen exponierter Säugetiere nachgewiesen wurde
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren Pyrolyseprodukte aus organischem Material
TTRRGGSS 991100 SSttooffffssppeezziiffiisscchhee AAkkzzeeppttaannzz-- uunndd TToolleerraannzzkkoonnzzeennttrraattiioonneenn
AAkkzzeeppttaannzzkkoonnzzeennttrraattiioonn Gew.-Konz.: 70 ng/m³ Einatembare Fraktion Akzeptanzkonzentration assoziiert mit Risiko 4:10000
TToolleerraannzzkkoonnzzeennttrraattiioonn Gew-Konz.: 700 ng/m³ Einatembare Fraktion Überschreitungsfaktor: 8
siehe TRGS 551
Quelle: 05326
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
E1 Gewässergefährdend, Kategorie Akut 1 oder Chronisch 1
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.3.1 E1 Gewässergefährdend Mengenschwelle untere Kl.: 100 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
RREEAACCHH--VVeerroorrddnnuunngg ((EEGG)) NNrr.. 11990077//22000066 AAnnhhaanngg XXVVIIII
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 14/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren Anhang XVII, Nummer 28, Nummer 29 bzw. Nummer 30 Der Stoff darf nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden als Stoff, als Bestandteil anderer Stoffe oder in Gemischen, die zum Verkauf an die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, wenn die Einzelkonzentration des Stoffs oder Gemischs die Konzentrationsgrenzwerte nach CLP-Verordnung erreicht oder übersteigt. Beim Inverkehrbringen für gewerbliche Anwender muss der Lieferant gewährleisten, dass die Verpackung mit der Aufschrift „Nur für gewerbliche Anwender.“ versehen ist. Weitere Einzelheiten sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 50 Weichmacheröle dürfen nicht für die Herstellung von Reifen oder Reifenbestandteilen in den Verkehr gebracht und verwendet werden, wenn sie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Dieses Verbot gilt ab dem 01.01.2010. Ab dem 10 August 2022 dürfen Granulate oder Mulche nicht zur Verwendung als Füllmaterial auf Kunstrasenplätzen oder in loser Form auf Spielplätzen oder im Sportbereich in Verkehr gebracht werden, wenn der Gehalt aller aufgeführten PAK zusammen mehr als 20 mg/kg (0,002 Gew.-%) beträgt. Weitere Informationen zu dem Verbot und den Grenzwerten sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 72 Der Stoff darf nach dem 1. November 2020 in Folgendem nicht mehr in Verkehr gebracht werden: a) Kleidung oder damit in Bezug stehendem Zubehör, b) anderen Textilien, die bei normaler oder vernünftigerweise vorhersehbarer Verwendung in einem ähnlichen Maße wie Kleidung mit der menschlichen Haut in Berührung kommen, c) Schuhwaren, wenn die Kleidung, das damit in Bezug stehende Zubehör, die anderen Textilien oder die Schuhwaren für die Nutzung durch Verbraucher vorgesehen sind und der Stoff in einer in homogenem Material gemessenen Konzentration vorhanden ist, die gleich der für diesen Stoff in Anlage 12 angegebenen ist oder darüber liegt. Weitere Informationen zu dem Verbot und den Konzentrationsgrenzen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 75 Gemische, die bestimmte gefährliche Stoffe enthalten, dürfen für Tätowierungszwecke nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Gemische die solche Stoffe in vorgegebener Konzentration enthalten, dürfen nach dem 04.01.2022 nicht mehr für Tätowierungszwecke verwendet werden. Bei den Stoffen handelt es sich um:
- karzinogene oder reproduktionstoxische Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung (es sei denn, die Einstufung gründet sich auf Wirkungen, die nur nach Exposition durch Inhalation auftreten),
- hautsensibilisierende, hautätzende, hautreizende, schwer augenschädigende oder augenreizende Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung,
- Stoffe, die mit maßgeblichen Bedingungen in Anhang II oder IV der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 [Kosmetikverordnung] aufgeführt sind und
- Stoffe, die in der Anlage 13 des Anhang XVII (Nummer 75) der REACH-Verordnung aufgeführt sind. Generell müssen Gemische, die zur Verwendung für Tätowierungszwecke in Verkehr gebracht werden, ab dem 04.01.2022 mit der Kennzeichnung “Gemisch zur Verwendung in Tätowierungen oder Permanent-Make-up.” versehen werden und dürfen ohne diese Kennzeichnung nicht zu Tätowierungszwecken verwendet werden. Weitere Sicherheitsinformationen sind auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung anzugeben. Der Tätowierer hat der Person, die sich dem Verfahren unterzieht, diese Informationen bereitzustellen. Weitere Informationen zu den Beschränkungen, Konzentrationsgrenzen und den Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006, konsolidierte Version (BAUA)
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 15/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung - Beurteilung - Maßnahmen; Ausgabe Oktober 2022, zuletzt geändert September 2024
TRGS 410 Expositionsverzeichnis bei Gefährdung gegenüber krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Gefahrstoffen der Kategorien 1A oder 1B; Ausgabe Juni 2015, zuletzt berichtigt Februar 2021 Das Verzeichnis kann in der Zentralen Expositionsdatenbank (ZED) geführt werden.
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 509 Lagern von flüssigen und festen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern sowie Füll- und Entleerstellen für ortsbewegliche Behälter; Ausgabe Juni 2022
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 560 Luftrückführung bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden Stäuben; Ausgabe Januar 2012
TRGS 551 Teer und andere Pyrolyseprodukte aus organischem Material Ausgabe August 2015, geändert und ergänzt Januar 2016
TRGS 906 Verzeichnis krebserzeugender Tätigkeiten oder Verfahren nach § 2 Abs. 3 Nr. 4 GefStoffV; Ausgabe April 2023 Tätigkeiten, bei denen die betreffenden Arbeitnehmer polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen ausgesetzt sind, die in Steinkohlenruß, Steinkohlenteer oder Steinkohlenpech vorhanden sind.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Grundsatz 350-001 (BGG 904): DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 4 : Gefahrstoffe, die Hautkrebs oder zur Krebsbildung neigende Hautveränderungen hervorrufen G 40 : Krebserzeugende und erbgutverändernde Gefahrstoffe - allgemein
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Begründungen zu Exposition-Risiko-Beziehungen Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) IFA GESTIS-Stoffdatenbank 16/19 11.02.2026
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Benzo(a)pyren ECHA - Kandidatenliste von Stoffen mit sehr hohen Bedenken für Zulassung (nur auf Englisch) Risikobewertung des BfR im Rahmen eines Beschränkungvorschlages unter REACH Annex XV Restriction Report - Beschränkungsvorschlag (nur auf Englisch) The MAK Collection for Occupational Health and Safety Merkblatt der DGUV zur Exposition-Risiko-Beziehung DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00083 Environmental Health Criteria (Serie), WHO, Genf
Quelle: 00330 U. Welzbacher "Neue Datenblätter für gefährliche Arbeitsstoffe nach Gefahrstoffverordnung" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, WEKA-Verlag, Augsburg
Quelle: 00454 Hazardous Substances Data Bank (HSDB)
Quelle: 01221 Sicherheitsdatenblatt, Sigma-Aldrich Material Safety Data Sheet, Sigma-Aldrich
Quelle: 01231 Sicherheitsdatenblatt, Thermo Fisher Scientific Material Safety Data Sheet, Thermo Fisher Scientific
Quelle: 02070 LOG KOW Databank, compiled by Dr. James Sangster, Sangster Research Laboratories, Montreal, Canada, distributed by Technical Database Services (TDS), New York
Quelle: 02072 Ecotoxicological Data, compiled by the US Environmental Protection Agency (EPA), selected and distributed by Technical Database Services (TDS), New York, 2009
Quelle: 02085 ChemSpider www.chemspider.com
Quelle: 02090 ChemicalBook www.chemicalbook.com
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
Quelle: 05326 TRGS 910 "Risikobezogenes Maßnahmenkonzept für Tätigkeiten mit krebserzeugenden Gefahrstoffen " Ausgabe Februar 2014, zuletzt geändert und ergänzt April 2023
Quelle: 05349 TRGS 905 "Verzeichnis krebserzeugender, keimzellmutagener oder reproduktionstoxischer Stoffe"; Ausgabe März 2016, zuletzt geändert und ergänzt Juli 2021
Quelle: 07500 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 17/19 11.02.2026
[Seite 81]
Benzo(a)pyren Verordnung (EG) Nr.1907/2006 (CLP-Verordnung)
Quelle: 07510 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, geändert durch Verordnung (EG) Nr. 790/2009 der Kommission vom 10. August 2009 (ehemals Richtlinie 67/548/EWG mit Anpassungsrichtlinien in der jeweils gültigen Fassung).
Quelle: 07580 Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt geändert 30.10.2025
Quelle: 07596 REACH Kandidatenliste; Stand 05.11.2025
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07635 AUERDATA 98
Quelle: 07707 G. Rippen "Handbuch Umweltchemikalien; Stoffdaten, Prüfverfahren, Vorschriften" Loseblattausgabe, 3. Auflage ecomed Verlagsgesellschaft mbH, Landsberg 1990
Quelle: 07740 D.R. Hawkins (editor) "Biotransformations" Vol. 1-6, Royal Society of Chemistry, London 1988-1994
Quelle: 07748 American Conference of Governmental Industrial Hygienists "Documentation of the threshold limit values and biological exposure indices Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen
Quelle: 07750 R. E. Lenga "The Sigma-Aldrich Library of Chemical Safety Data" 2nd edition, Sigma-Aldrich, Milwaukee 1988
Quelle: 07757 H. Keith, D.B. Walters "The National Toxicology Programm's chemical database manual" Volumes I - VIII, Lewis Publishers, 1992
Quelle: 07819 H.U. Wolf "Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis" Band 3 "Gifte" 5. Auflage, Springer Verlag, Berlin Heidelberg 1992
Quelle: 07881 U.S. Department of Health and Human Service, Public Health Service "Seventh Annual Report on Carcinogens, Summary 1994" Research Triangle Park 1994
Quelle: 07902 BAM: Datenbank Gefahrgut-Schnellinfo
Quelle: 07980 IARC - International Agency for research on cancer: Monographs on the evaluation of carcinogenic risks to humans WHO, Lyon; Serie
Quelle: 07986 Geerißen H.: GloSaDa 2000 Plus - Glove Safety Data, Analogieschlüsse
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2) IFA GESTIS-Stoffdatenbank 18/19 11.02.2026
[Seite 82]
Benzo(a)pyren Quelle: 99997 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (1) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (1)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 19/19 11.02.2026
[Seite 83]
Blei, Pulver
BBlleeii,, PPuullvveerr
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
BBlleeii,, PPuullvveerr
ZZVVGG NNrr:: 8510 CCAASS NNrr:: 7439-92-1 EEGG NNrr:: 231-100-4 IINNDDEEXX NNrr:: 082-013-00-1 082-014-00-7
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
134000 Metalle
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist fest.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Metallpulver silbergrau geruchlos
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Sehr weiches Schwermetall von sehr geringer Elastizität und ziemlich großer Dehnbarkeit. Auch als Pulver nicht brennbares Metall. Praktisch unlöslich in Wasser. Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus. Der Stoff ist gewässergefährdend. (s. Kapitel VORSCHRIFTEN).
Stoffinformationen in Wikipedia
FFOORRMMEELL
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/18 11.02.2026
[Seite 84]
Blei, Pulver
Pb
MMoollaarree 207,2 g/mol MMaassssee::
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Schmelzpunkt | Siedepunkt | Dichte | Löslichkeit | Gefährliche Reaktionen
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt:327,4 °C Quelle: 00131
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Siedepunkt:1740 °C Quelle: 00131
DDIICCHHTTEE
DICHTE Wert:11,3 g/cm³ Temperatur:20 °C Quelle: 01211
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
praktisch unlöslich in Wasser Temperatur:20 °C Quelle: 01211
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
GGeeffäähhrrlliicchhee cchheemmiisscchhee RReeaakkttiioonneenn::
Explosionsgefahr bei Kontakt mit: starken Oxidationsmitteln Ammoniumnitrat (Bleipulver) Aziden (Zeit) Chlortrifluorid/Kohle Pikraten (Zeit)
Der Stoff kann in gefährlicher Weise reagieren mit: Fluor Salpetersäure Wasserstoffperoxid (Bleipulver) Zirkonium/Legierung (Schlag)
Quelle: 06002 99999
TTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE // ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE
ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIISSCCHHEE DDAATTEENN
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/18 11.02.2026
[Seite 85]
Blei, Pulver LLCC5500 FFiisscchh ((9966 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 0,44 mg/l Maximalwert: 542 mg/l Medianwert: 2,8 mg/l Studienanzahl: 13 Referenz für Medianwert: Coughlan, D.J., S.P. Gloss, and J. Kubota 1986. Acute and Sub-Chronic Toxicity of Lead to the Early Life Stages of Small mouth Bass (Micropterus dolomieui). Water Air Soil Pollut. 28(3/4):265-275
LLCC5500 KKrruusstteennttiieerree ((4488 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 0,53 mg/l Maximalwert: 5,1 mg/l Medianwert: 4,46 mg/l Studienanzahl: 7 Referenz für Medianwert: Govindarajan, S., C.P. Valsaraj, R. Mohan, V. Hariprasad, and R. Ramasubramanian 1993. Toxicity of Heavy Metals in Aquaculture Organisms: Penaeus indicus, Perna viridis, Artemia salina and Skeletonema costatum. Pollut.Res. 12(3):187-189
Quelle: 02072
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe | Arbeitsmedizinische Vorsorge
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Im beruflichen Bereich wird Blei bevorzugt auf inhalativem Wege aufgenommen.[07783]
AAtteemmwweeggee:: Inhalierte Partikel werden in Abhängigkeit von der Größe und der Ventilationsrate zunächst im Atemtrakt deponiert.[00083] Bleipartikel, wie sie ubiquitär in der Umweltatmosphäre vorkommen (anteilig ca. 40-50 % mit einem mittleren Durchmesser von 0,5 µm; hauptsächlich resultierend aus Kraftfahrzeug-Emissionen) werden zu Anteilen von 30-50 % im Alveolarbereich deponiert und danach schnell und nahezu vollständig (> 90 %) über die Lunge resorbiert.[99983] Sehr feine, atembare Partikel liegen auch in Dämpfen/Rauchen vor, die bei starkem Erhitzen von Bleimetall in der Arbeitsatmosphäre vorkommen. Werden größere Partikel inhaliert, erfolgt eine Deposition bevorzugt im oberen Atemtrakt. Über mukoziliäre Reinigungsmechanismen können diese Bleianteile in den Verdauungstrakt und dort anteilig (s.u.) zur Resorption gelangen.[00083] Eine Bleiakkumulation in der Lunge ist nicht nachweisbar.[07783]
HHaauutt:: Die Resorption von metallischem Blei über die Haut ist toxikologisch bedeutungslos.[07619]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Dieser Aufnahmeweg ist bei berufliche Staubexposition stets zu berücksichtigen (s.o.). Bei mangelnder Hygiene kann zudem eine direkte Ingestion die Bleibelastung wesentlich erhöhen. [07619]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Resorptionsraten für Blei/anorg. Bleiverbindungen im MagenDarm-Trakt liegen beim Erwachsen üblicherweise im Bereich 5-15 %. Sie variieren stark in Abhängigkeit von Partikelgröße, Dosis, Ernährungsstatus und diätetischen Faktoren (u.a. dem Vitamin D-, Calcium- und Phosphat-Gehalt der Nahrung). Unter Bedingungen des Fastens kann sich die Resorption stark (bis auf ca. 50 %) erhöhen.[00083]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: gastrointestinale Störungen, ZNS-Störung, Blutschädigung[07637] chronisch: Schädigung des Blutes und der Blutbildung, Störung des peripheren und zentralen Nerven systems, Störungen im Gastrointestinaltrakt, Nierenfunktionsstörung/-schädigung[07619]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: Blei-Metall besitzt nach vorliegenden Erfahrungen eine gute Gewebsverträglichkeit. Untersuchungen an Versuchstieren und Fallberichte aus dem beruflichen Umgang zeigten, daß Bleimetall- Fremdkörper, die in das Auge eingedrungen waren, außer der mechanischen Schädigung nur minimale Reizreaktionen auslösten. Dies traf auch für Spritzer geschmolzenen Bleimetalles zu. Selbst bei längerem Verbleib von Partikeln im Augapfel oder der Augenhöhle fand man keine Hinweise auf eine toxische Schädigung.[99996] Übereinstimmend mit diesen Befunden gibt es in der Literatur keine Angaben über akute Atemwegsreizungen.[99983] Akute Intoxikationen durch metallisches Blei waren selten. Am ehesten sind sie bei inhalativer Einwirkung von Bleidämpfen zu befürchten, wobei die Vergiftungserscheinungen relativ schnell auftreten können. Symptome bei einem akuten Vergiftungsfall nach 2-tägigem Einatmen von Bleidämpfen waren: süßlich-metallischer Geschmack, Speichelfluß, Erbrechen, Darmkoliken, Stuhl- und Harnverhaltung, beginnende Blutschädigung, Untertemperatur, Blutdruckabfall -> Kollaps; der Tod erfolgte innerhalb von 4 Tagen.[07637] In leichten Fällen wurden nur süßlicher Geschmack und über Stunden anhaltende gastrointestinale Beschwerden beobachtet.[99996] Möglich sind jedoch auch subakute Verläufe, die erst nach 1 bis mehreren Wochen lebensbedrohlich werden können.[07637] Orale Intoxikationen durch metallisches Blei - mit ähnlichen toxischen Effekten - sind wenig wahrscheinlich, zumindest dürften sie selten akut bedrohlich sein.[07718] Angaben zu letalen oralen Dosen liegen nicht vor.[99983] Aufgrund der langsamen Resorption im Verdauungstrakt wird erwartet, daß große Mengen und lange Expositionszeiten erforderlich sind, um Intoxikationssymptome hervorzurufen.[07934]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Chronische Bleiintoxikationen wurden zahlreich beschrieben. Sie können zunächst symptomfrei verlaufen oder durch eine Vielzahl meist unspezifischer Symptome bemerkbar werden. Symptome bei schweren Vergiftungen sind (mit abnehmender Häufigkeit): kolikartige Leibschmerzen ("Bleikoliken"), Obstipation, Erbrechen, schnelle Ermüdung, Sensibilitätsstörungen (Parästhesien), psychische Symptome, Diarrhoe.[07783] Objektiv werden vor allem Blässe, Gewichtsverlust, seltener ein Bleisaum am Zahnfleisch und Streckerschwäche der Hand ("Fallhand") sowie Veränderungen im Blut (Anisozytose, Poikilozytose, Anämien) und im Knochenmark (basophil getüpfelte Erythroblasten, Sideroblasten) nachgewiesen. Detaillierte Studien zeigten, daß Blei vor allem das Blut und die Blutbildung, Nervensystem und Niere schädigt: Die toxische Wirkung des Bleis auf das blutbildende System betrifft sowohl die Erythropoese als auch die Hämoglobinsynthese. Des weiteren wirkt Blei hämolytisch.
Neurotoxische Wirkungen umfassen periphere (motorische), vegetative und zentralnervöse Funktionsstörungen. Periphere Schädigungen manifestieren sich als Streckerschwäche der Muskulatur (z.T. übergehend in die typische Radialislähmung). Spastische Kontraktionen der glatten Darmmuskulatur verursachen die sehr schmerzhaften Koliken.[07619] Eine Schädigung des ZNS äußert sich beim Erwachsenen in Schlaflosigkeit trotz starker Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerz, Gedächtnisschwäche, Tremor, Sehstörungen; nur selten Depression, delirante Erregungszustände, Krämpfe.[99983]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Nach langfristig hoher Bleiexposition wurden auch deutliche Nierenfunktionsstörungen (Proteinurie u.ä.) bis hin zu schweren Nierenschädigungen (interstitielle und peritubuläre Fibrosen; nach massiver Aufnahme Schrumpfniere) gefunden. Zahlreiche neuere Studien an typischen Arbeitsplätzen (Bleischmelzen, Akkumulatorenfabriken) zeigten, daß bei deutlich verminderten Blei- Belastungen meist nur noch geringgradige gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten, wobei den nervalen Störungen die größte Bedeutung zugemessen wird.[07619] In einigen der Studien wurden bei klinisch symptomfreien Bleiarbeitern signifikante Veränderungen der Nervenleitfähigkeit - sogenannte subklinische Neuropathien - festgestellt. Auf Gruppenbasis waren sie bei Blutbleispiegeln von 40-70 µg/dl objektivierbar. Weiterhin wurden auf Gruppenbasis z.T. bereits bei Belastungen von 60-80 µg Pb/dl Blut leichte Störungen des ZNS beobachtet: Abnahme der visuellen und verbalen Leistungsfähigkeit, Nachlassen des Gedächtnisses, verstärkte Ermüdung, Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit, Geistesabwesenheit; Parästhesien der oberen Extremitäten, Schwäche in den Beinen.[07620] Eine Erniedrigung des Hämoglobingehaltes in den Erythrozyten kann bei Blutbleispiegeln >/= 50 µg/dl gefunden werden. Nierenfunktionsstörungen waren bei Blutblei-Werten unterhalb 62 µg/dl anhand der üblichen biochemischen Parameter nicht nachweisbar; lediglich ein sehr empfindlicher Parameter (N-Acetyl-beta-D-glucosaminidase) zeigte in diesem Bereich z.T. schon Veränderungen. [00083] Frauen scheinen insgesamt empfindlicher auf die toxischen Bleiwirkungen zu reagieren als Männer. [07620]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Zur Einstufung des fortpflanzungsgefährdenden, erbgutverändernden und krebserzeugenden Potentials s. Stoffliste nach Anhang VI der CLP-Verordnung / TRGS 905 / MAK-Liste (s. Kapitel VORSCHRIFTEN). Reproduktionstoxizität: Für bioverfügbares Blei-Metall: Ein Risiko reproduktionstoxischer Wirkung ist sicher nachgewiesen. Zur Einstufung fruchtschädigend / fruchtbarkeitsgefährdend siehe Kapitel Vorschriften. [05329] Nach hoher Bleiaufnahme ist eine Fruchtschädigung (Abort, Frühgeburt, Retardation, ZNS- Schädigung) nachgewiesen.[07619] Es fehlen jedoch gesicherte Dosis-Wirkungs-Beziehungen für den relevanten niedrigen Dosisbereich. Die Bedeutung nach Pb-Exposition beobachteter Beeinflussung der Spermatogenese kann bisher nicht eingeschätzt werden.[00083] Mutagenität: Es liegen keine ausreichenden Angaben vor (zytogenetische Studien an Bleiexponierten hatten z.T. positive Ergebnisse).[07620] Kanzerogenität: Eine kanzerogene Wirkung beim Menschen wurde nicht nachgewiesen. Tierversuche mit metallischem Blei fehlen.[00083]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Resorbiertes Blei liegt im Blut hauptsächlich in bzw. an Erythrozyten gebunden (> 95 %), der Rest im Plasma vor.[80512] Mit dem Blutstrom wird es im Organismus verteilt und zum Teil in den weichen Geweben, vor allem in Leber und Niere, abgelagert. Von dem länger im Organismus verbleibenden Anteil liegen jedoch ca. 90 % in den Knochen (als schwerlösliches Bleiphosphat) vor. Blei überwindet auch die Blut-Hirn- Schranke, soll im Gehirn aber nicht akkumulieren.[07620] Schnell austauschbare und festgebundene Pb-Fraktionen unterscheiden sich erheblich in ihrer Halbwertszeit (t1/2):
- schnell austauschbarer Pool in Blut und weichen Geweben; schnell austauschbare Knochenfraktion: t1/2 ca. 20 Tage
- schwer austauschbare Knochenfraktion: t1/2 10-20 Jahre[07783] Die Elimination des resorbierten Pb erfolgt hauptsächlich mit dem Urin (ca. 75-80 %), zu geringen Teilen durch Ausscheidung über die Galle in den Darm. Der über Haare, Fingernägel und Schweiß ausgeschiedene Anteil beträgt weniger als 8 %.[07620] Der Bleigehalt im Blut gilt unter "steady state"-Bedingungen als geeignetster Indikator für die Bleibelastung, die aus ubiquitärer und beruflicher Exposition resultiert.[99996]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Im Hinblick auf das fruchtschädigende Potential ist zu berücksichtigen, daß im Blut des Feten nahezu gleiche Pb-Spiegel erreicht werden wie im mütterlichen Blut.[07620] Die mannigfaltige toxische Wirkung des Pb beruht auf der Beeinflussung zahlreicher Enzyme (insbesondere durch Blockierung der SH-Gruppen) und physiologischer Systeme.[00083] Eine essentielle Bedeutung kommt Blei nicht zu.[07783]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 30.07.1999. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Für ärztliche Behandlung sorgen. [00330]
HHaauutt:: Bei Verunreinigung mit Bleiabrieb oder Bleistaub: Betroffene Hautpartien gründlich unter fließendem Wasser mit Seife reinigen. Kontaminierte Kleidung entfernen. [05094, 07656]
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Für ärztliche Behandlung sorgen. Die Vergiftungssymptome können erst später auftreten. [07656, 07637]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Verschlucken metallischen Bleies infolge Staubexposition im gewerblichen Rahmen ist nicht akut bedrohlich. Mund ausspülen, Flüssigkeit wieder ausspucken. Im Falle versehentlicher oraler Aufnahme hoher Dosen: Sofort - bei erhaltenem Bewusstsein - 1 Glas Wasser (ca. 200 ml) trinken lassen. Für ärztliche Behandlung sorgen. Vergiftungssymptome können erst später auftreten. [07718, 07656]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Vergiftunggefahr besteht fast ausschließlich subakut bei Heißbearbeitung des Metalls auf inhalativem Wege.[07637] Zu Intoxikationen durch anorg. und org. Bleiverbindungen sowie deren Behandlung s. Einzelstoffinformationen.[99999]
- Symptomatik der akuten/subakuten Vergiftung:[99983] Augen/Haut: allenfalls geringe, mechanisch bedingte Reizwirkung;[99996] Resorptivwirkungen nicht zu erwarten[99983] Inhalation: Resorptivwirkung (s.u.) Stunden nach Exposition gegenüber Rauchen, Dämpfen, evtl. auch sehr feinen Stäuben; häufiger aber erst nach mehrtägiger Exposition auftretend[07637] Ingestion: akute Resorptivwirkung (s.u.) nur nach massiver (stoßweiser) Aufnahme hoher Dosen oder mehrfacher Ingestion;[07797] meist relativ langsamer Verlauf[07718] Resorption: süßlich-metallischer Geschmack, Speichelfluß, Übelkeit, Erbrechen (nach Ingestion Erbrochenes evtl. grauweißlich durch PbCl2-Bildung), Darmkoliken, Obstipation, seltener Diarrhoe (Stuhl kann blutig oder durch Bleisulfid-Bildung schwarz gefärbt sein). Evtl. Blutschädigung (Anämie, Hämoglobinurie). Harnverhaltung, evtl. Nierenschädigung.
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Blei, Pulver Kreislaufsituation: von leichtem Blutdruckabfall bis Gefahr von Kollaps, Schock. Akutes Leberversagen möglich. Neuromuskuläre Symptomatik (im Extremfall Tetraplegie). Zentralnervöse Störungen (Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Depression, Parästhesie u.ä., Koma in sehr schweren Fällen).[07638] Bei subakutem Verlauf treten anfangs oft nur unspezifische Prodromalsymptome wie Appetitsverlust, allgemeine Leistungsschwäche und Krankheitsgefühl, auch deutliche Blässe ("Bleiblässe") auf. Ein schwärzlicher Bleisaum am Zahnfleischrand als Expositionszeichen ist nicht obligat. Die evtl. erst nach Wochen einsetzenden Bleikoliken müssen differential-diagnostisch gegen Appendizitis, Ulcusperforation und andere Ursachen eines "akuten Abdomens" abgegrenzt werden.[07639]
- Hinweise zur Ersten ärztlichen Hilfe:[99983] Kontaminierte Augen gründlich spülen, danach Vorstellung beim Augenarzt.[00330] Nach Hautkontakt ist gründliche Reinigung der betroffenen Hautareale mit Seife und viel Wasser i.a. ausreichend.[05094] Nach akuter inhalativer Einwirkung symptomatische Behandlung (insbesondere Kreislaufstabilisierung, ggf. Schmerztherapie) und Krankenhaustransport vordringlich.[07656] Im Falle oraler Aufnahme hoher Dosen Auslösen von Erbrechen und/oder Magenspülung mit Natriumsulfatlösung (3 %ig) unter üblichen Kautelen. Nachgabe von Natriumsulfat.[05094] Daneben sind Plasmaexpander indiziert. Darmkoliken lassen sich gut mit Atropin oder Butyl- Scopolamin behandeln. Lindernd wirken auch heiße Kompressen.[07638] Bei sehr schweren Bleikoliken ist Opiatgabe erforderlich, stets kombiniert mit Atropin.[07797] Die Antidotauswahl (D-Penicillamin = Dimethylcystein; CaNa2-EDTA; DMSA; DMPS = Dimaval) und - Behandlung sollte nach Diagnosesicherung und unter laborchemischer Verlaufskontrolle ausschließlich in der Klinik erfolgen.[07639] BAL bezeichnen fundierte Standardwerke als kontraindiziert.[07797] Hämodialyse und Peritonealdialyse kommen im Ausnahmefall (wenn andere Pharmaka in sehr schweren Vergiftungsfällen versagen bzw. bei Niereninsuffizienz) in Betracht.[07638]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. Diagnosesicherung erfordert meist Expositionsnachweis + Arbeitsanamnese + klinischen Befund. [99999] Zum Nachweis einer Bleiaufnahme ist der Bleigehalt im Vollblut der geeignetste Parameter. Manifeste Bleivergifungen kommen fast immer erst bei Blutbleikonzentrationen > 80 µg/100 ml zur Beobachtung. Als Beanspruchungsparameter reagiert die delta-ALA-Dehydratase-Aktivität in den Erythrozyten (Abnahme) besonders empfindlich. Ähnlich früh kommt es zum Anstieg des Protoporphyrins in den Erythrozyten. Verzögert reagieren der delta-ALA- und Koproporphyrin-Gehalt im Urin.[07620] Die Bestimmung der Bleiausscheidung im Urin nach Gabe von Chelatbildnern erlaubt eine gute Einschätzung des potentiell toxischen Anteils der Bleigesamtlast im Körper.[00083]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 02.03.1998. Sie werden bei Bedarf angepasst.
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINNIISSCCHHEE VVOORRSSOORRGGEE
AAnnggeebboottssvvoorrssoorrggee:: Bei Tätigkeiten mit Exposition gegenüber diesem Stoff, bei denen eine Luftkonzentration von 0,075 mg/m³ eingehalten wird, ist arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten. PPfflliicchhttvvoorrssoorrggee:: Bei Tätigkeiten mit Exposition gegenüber diesem Stoff, bei denen eine Luftkonzentration von 0,075 mg/m³ überschritten wird, ist arbeitsmedizinische Vorsorge zu veranlassen.
NNaacchhggeehheennddee VVoorrssoorrggee:: Nach Beendigung von Tätigkeiten mit Exposition gegenüber diesem Stoff ist eine nachgehende Vorsorge anzubieten. FFrriisstteenn:: Beschäftigte dürfen eine Tätigkeit mit diesem Stoff nur nach Teilnahme an der Pflichtvorsorge ausüben. Angebotsvorsorge muss vor Aufnahme der Tätigkeiten angeboten werden. Fristen für die Veranlassung bzw. das Angebot von regelmäßiger arbeitsmedizinischer Vorsorge und nachgehender Vorsorge sind der arbeitsmedizinischen Regel „AMR Nummer 2.1“ zu entnehmen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 7/18 11.02.2026
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Blei, Pulver
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Eine Rückführung gereinigter Abluft in die Arbeitsräume sollte in der Regel nicht erfolgen. Abgesaugte Luft kann nur zurückgeführt werden, wenn sie durch anerkannte Verfahren ausreichend gereinigt wurde. Der Fußboden sollte keinen Bodenabfluss haben. Waschgelegenheit am Arbeitsplatz vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Nur geschlossene Apparaturen verwenden. Ist das Austreten des Stoffes nicht zu verhindern, ist dieser an der Austrittsstelle gefahrlos abzusaugen. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen.
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Auf Sauberkeit am Arbeitsplatz achten. An Arbeitsplätzen dürfen nur die Substanzmengen vorhanden sein, die für den Fortgang der Arbeiten erforderlich sind. Gefäße nicht offenstehen lassen. Für das Ab- und Umfüllen möglichst dichtschließende Anlagen mit Absaugung einsetzen. Verschütten vermeiden. Nur in gekennzeichnete Behälter abfüllen. Bei offenem Hantieren Staubentwicklung vermeiden. Beim Transport in zerbrechlichen Gefäßen geeignete Überbehälter benutzen.
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Alle Räume, Anlagen und Geräte sind regelmäßig zu reinigen. Beim Reinigen ggf. persönliche Schutzausrüstung benutzen. Staubbildung vermeiden. Nicht vermeidbare Staubablagerungen sind regelmäßig aufzunehmen. Geprüfte Industriestaubsauger der Klasse H verwenden. Bei Reinigungsarbeiten Staub nicht unnötig aufwirbeln. Das Abblasen zu Reinigungszwecken ist nicht zulässig. Alternativ: Feucht reinigen. Instandhaltungsarbeiten und Arbeiten in Behältern oder engen Räumen nur mit schriftlicher Erlaubnis durchführen.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Unter Verschluss oder nur für fachkundige Personen zugänglich aufbewahren. Keine Lebensmittelgefäße verwenden - Verwechslungsgefahr! Behälter sind eindeutig und dauerhaft zu kennzeichnen. Möglichst im Originalbehälter aufbewahren. Zerbrechliche Gefäße in bruchsichere Übergefäße einstellen. Behälter dicht verschlossen an einem trockenen, gut belüfteten Ort aufbewahren. Lagertemperatur: Ohne Einschränkungen.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 6.1D (Nicht brennbare, akut toxische Kat. 3 oder chronisch wirkende Stoffe) IFA GESTIS-Stoffdatenbank 8/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Gase.
- Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
- Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
- Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Pyrophore Stoffe.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B. Der Stoff sollte nicht mit Stoffen zusammengelagert werden, mit denen gefährliche chemische Reaktionen möglich sind.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist nicht brennbar. Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen auf die brennbaren Stoffe im Bereich abstimmen.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich, falls mehr als nur eine geringe Gefährdung festgestellt wurde. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Auf die von der MAK-Kommission empfohlene Einstufung als krebserzeugender Stoff ist besonders hinzuweisen. Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden. Bei Grenzwertüberschreitung sind zusätzliche Schutzmaßnahmen nach Gefahrstoffverordnung erforderlich. Messergebnisse sind aufzuzeichnen und aufzubewahren. Die Zahl der Beschäftigten, die mit dem Gefahrstoff umgehen, ist so klein wie möglich zu halten. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Tätigkeitsbeschränkungen für schwangere Frauen nach Mutterschutzgesetz beachten. Tätigkeitsbeschränkungen für stillende Frauen nach Mutterschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Je nach Gefährdung geeignete Schutzkleidung oder geeigneten Chemikalienschutzanzug tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung, Arbeitsplatzgrenzwertüberschreitung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten. Atemschutzgerät: Partikelfilter P3, Kennfarbe: weiß. Bei Konzentrationen über der Anwendungsgrenze von Filtergeräten, bei Sauerstoffgehalten unter 17 Vol% oder bei unklaren Bedingungen ist ein Isoliergerät zu verwenden.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Es sollte ausreichender Augenschutz getragen werden. Gestellbrille mit Seitenschutz verwenden. IFA GESTIS-Stoffdatenbank 9/18 11.02.2026
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Blei, Pulver
HHaannddsscchhuuttzz:: Schutzhandschuhe verwenden. Das Handschuhmaterial muss gegen den verwendeten Stoff ausreichend undurchlässig und beständig sein. Vor Gebrauch Dichtheit prüfen. Handschuhe vor dem Ausziehen vorreinigen, danach gut belüftet aufbewahren. Hautpflege beachten. Hautschutzsalben bieten keinen ausreichenden Schutz gegen diesen Stoff. Informationen über geeignete Handschuhmaterialien liegen uns zurzeit nicht vor. Erfahrungsgemäß sind jedoch die Handschuhmaterialien Polychloropren, Nitrilkautschuk, Butylkautschuk, Fluorkautschuk und Polyvinylchlorid geeignet zum Schutz gegenüber nicht gelösten Feststoffen.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: In Arbeitsbereichen dürfen keine Nahrungs- und Genussmittel aufgenommen werden. Für diesen Zweck sind geeignete Bereiche einzurichten. Berührung mit der Haut vermeiden. Nach Substanzkontakt ist Hautreinigung erforderlich. Einatmen von Stäuben vermeiden. Berührung mit der Kleidung vermeiden. Verunreinigte Kleidung wechseln und gründlich reinigen. Vor Pausen gegebenenfalls die Arbeitskleidung wechseln. Getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Straßen- und Arbeitskleidung müssen zur Verfügung stehen, wenn eine Gefährdung durch Verunreinigung der Arbeitskleidung zu erwarten ist. Vor Pausen und bei Arbeitsende Hautreinigung mit Wasser und Seife erforderlich. Nach der Reinigung fetthaltige Hautpflegemittel verwenden. Die Maßnahmen zur persönliche Hygiene nach TRGS 505 sind einzuhalten.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Wenn eine Verwertung nicht möglich ist, müssen Abfälle unter Beachtung der örtlichen behördlichen Vorschriften beseitigt werden.
Sammlung von Kleinmengen: In Sammelbehälter für giftige anorganische Rückstände sowie Schwermetall-Salze und ihre Lösungen geben. Sammelgefäße sind deutlich mit der systematischen Bezeichnung ihres Inhaltes zu beschriften. Gefäße an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren. Der zuständigen Stelle zur Abfallbeseitigung übergeben.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen betreten werden (s. Kapitel Persönliche Schutzmaßnahmen). Staubfrei aufnehmen. Anschließend Raum lüften und verschmutzte Gegenstände und Boden reinigen.
Gewässergefährdung: Stark wassergefährdend. Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich unbedingt vermeiden. Schon beim Eindringen geringer Mengen Behörden verständigen.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Stoff selbst brennt nicht, Löschmaßnahmen auf Umgebung abstimmen.
PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Bei Einbeziehung in einen Brand können gefährliche Stoffe freigesetzt werden. Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 10/18 11.02.2026
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Blei, Pulver
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | TA Luft | Transportvorschriften | EU-Grenzwerte | REACH-Kandidaten | Empfehlung MAK | BAT - Wert | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger | Arbeitsmedizinische Vorsorge
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Reproduktionstoxizität, Kategorie 1A; H360FD Reproduktionstoxizität, Zusatzkategorie für Wirkungen auf oder über Laktation; H362 Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Kategorie 1; H372 Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1; H400 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 1; H410
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H360FD: Kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Kann das Kind im Mutterleib schädigen. H362: Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen. H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition. -------- Betroffene Organe: Zentrales Nervensystem, Nieren, Blut -------- Expositionsweg: oral/ inhalativ H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P201: Vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. P263: Berührung während Schwangerschaft und Stillzeit vermeiden. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung tragen. P308+P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen.
Registrierungseintrag des Herstellers auf der Internetseite der ECHA in Verbindung mit Einstufung nach Verordnung (EU) 2024/197, 21. ATP Die P-Sätze wurden ergänzt. bei Partikeldurchmesser >= 1 mm entfällt "Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1; H400"
Quelle: 07520 07527 Stand: 2023 geprüft: 2024
Der Stoff ist gelistet in Anhang VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008). Die angegebene Einstufung kann von der Listeneinstufung abweichen, da diese bezüglich fehlender oder abweichender Gefahrenklassen und Kategorien für den jeweiligen Stoff zu ergänzen ist.
Quelle: 99999
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG VVOONN GGEEMMIISSCCHHEENN
SSppeezziiffiisscchhee KKoonnzzeennttrraattiioonnssggrreennzzeenn Repr. 1 A; H360D: C >= 0,03 % (Partikeldurchmesser < 1 mm)
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 11/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Für weitere ggf. nicht aufgeführte Konzentrationsbereiche bzw. weitere evtl. vorhandene Gefahreneinstufungen des Stoffes sind die allgemeinen Konzentrationsgrenzen aus Anhang 1 der Verordnung (EG) 1272/2008 heranzuziehen.
MM--FFaakkttoorr::M=10 (acute) M=100 (chronic)
bei Partikeldurchmesser >= 1 mm gilt ein M-Faktor M=10 (chronisch)
Quelle: 07527
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: Rauchen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
Essen und Trinken verboten
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
TTEECCHHNNIISSCCHHEE AANNLLEEIITTUUNNGG ZZUURR RREEIINNHHAALLTTUUNNGG DDEERR LLUUFFTT ((TTAA LLUUFFTT))
Kapitel 5.2.2 Staubförmige anorganische Stoffe Klasse II Insgesamt dürfen, auch beim Vorhandensein mehrerer Stoffe derselben Klasse, folgende Werte im Abgas nicht überschritten werden: Massenstrom:2,5 g/h oder Massenkonzentration:0,5 mg/m³ Angegeben als Pb.
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 12/18 11.02.2026
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Blei, Pulver
UN-Nummer: 3077 Gefahrgut-Bezeichnung: Umweltgefährdender Stoff, fest, n.a.g. Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 90 Klasse: 9 (Verschiedene gefährliche Stoffe und Gegenstände) Verpackungsgruppe: III (geringe Gefährlichkeit) Gefahrzettel: 9
Besondere Kennzeichnung: Symbol (Fisch und Baum)
Klassifizierungscode:M7
Tunnelbeschränkungen: Durchfahrt durch alle Tunnel gestattet.
Quelle: 07520
EEUU-- AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
Richtlinie (EU) 2024/869 VVeerrbbiinnddlliicchheerr AArrbbeeiittssppllaattzzggrreennzzwweerrtt der Europäischen Union (Die Fristen für die nationale Umsetzung sind der Richtlinie zu entnehmen) 8-Stunden Mittelwert: 0,03 mg/m³ Reproduktionstoxischer Stoff ohne Schwellenwert
RREEAACCHH -- VVEERROORRDDNNUUNNGG
Stoff ist in der REACH-Kandidatenliste der besonders besorgniserregenden Stoffe aufgeführt.
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
0,004 mg/m³ gemessen als einatembare Fraktion
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 8 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Stoffe mit verzögertem Wirkungseintritt (systemisch wirkend oder in der Lunge nach wiederholter Exposition)
Krebserzeugend: Kategorie 4 Stoffe mit krebserzeugender Wirkung, bei denen genotoxische Effekte keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen. Liegt ein MAK-Wert vor, ist bei dessen Einhaltung kein nennenswerter Beitrag zum Krebsrisiko für den Menschen zu erwarten.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Schwangerschaft: Gruppe A Eine fruchtschädigende Wirkung ist beim Menschen sicher nachgewiesen und auch bei Einhaltung des MAK‐ und BAT‐Wertes zu erwarten.
Keimzellmutagen: Kategorie 3A Stoffe, für die eine Schädigung des genetischen Materials der Keimzellen beim Menschen oder im Tierversuch nachgewiesen wurde oder für die gezeigt wurde, dass sie mutagene Effekte in somatischen Zellen Säugetieren in vivo hervorrufen und dass sie in aktiver Form die Keimzellen erreichen.
BBIIOOLLOOGGIISSCCHHEE GGRREENNZZWWEERRTTEE ((BBGGWW))
Parameter: Blei Grenzwert: 150 µg/l Material: Vollblut Probenahme: keine Beschränkung Quelle: 05347 08112
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
E1 Gewässergefährdend, Kategorie Akut 1 oder Chronisch 1
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.3.1 E1 Gewässergefährdend Mengenschwelle untere Kl.: 100 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
RREEAACCHH--VVeerroorrddnnuunngg ((EEGG)) NNrr.. 11990077//22000066 AAnnhhaanngg XXVVIIII Anhang XVII, Nummer 28, Nummer 29 bzw. Nummer 30 Der Stoff darf nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden als Stoff, als Bestandteil anderer Stoffe oder in Gemischen, die zum Verkauf an die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, wenn die Einzelkonzentration des Stoffs oder Gemischs die Konzentrationsgrenzwerte nach CLP-Verordnung erreicht oder übersteigt. Beim Inverkehrbringen für gewerbliche Anwender muss der Lieferant gewährleisten, dass die Verpackung mit der Aufschrift „Nur für gewerbliche Anwender.“ versehen ist. Weitere Einzelheiten sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 63 Dürfen nicht in Verkehr gebracht oder in einem einzelnen Teil einer Schmuckware verwendet werden, wenn der Bleigehalt (in Metall) des betreffenden Teils 0,05 % oder mehr des Gewichts beträgt. Weitere Informationen zu den Verboten sind der Verordnung zu entnehmen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 14/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Anhang XVII, Nummer 75 Gemische, die bestimmte gefährliche Stoffe enthalten, dürfen für Tätowierungszwecke nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Gemische die solche Stoffe in vorgegebener Konzentration enthalten, dürfen nach dem 04.01.2022 nicht mehr für Tätowierungszwecke verwendet werden. Bei den Stoffen handelt es sich um:
- karzinogene oder reproduktionstoxische Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung (es sei denn, die Einstufung gründet sich auf Wirkungen, die nur nach Exposition durch Inhalation auftreten),
- hautsensibilisierende, hautätzende, hautreizende, schwer augenschädigende oder augenreizende Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung,
- Stoffe, die mit maßgeblichen Bedingungen in Anhang II oder IV der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 [Kosmetikverordnung] aufgeführt sind und
- Stoffe, die in der Anlage 13 des Anhang XVII (Nummer 75) der REACH-Verordnung aufgeführt sind. Generell müssen Gemische, die zur Verwendung für Tätowierungszwecke in Verkehr gebracht werden, ab dem 04.01.2022 mit der Kennzeichnung “Gemisch zur Verwendung in Tätowierungen oder Permanent-Make-up.” versehen werden und dürfen ohne diese Kennzeichnung nicht zu Tätowierungszwecken verwendet werden. Weitere Sicherheitsinformationen sind auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung anzugeben. Der Tätowierer hat der Person, die sich dem Verfahren unterzieht, diese Informationen bereitzustellen. Weitere Informationen zu den Beschränkungen, Konzentrationsgrenzen und den Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006, konsolidierte Version (BAUA)
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 402 Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition; Ausgabe September 2023
TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung - Beurteilung - Maßnahmen; Ausgabe Oktober 2022, zuletzt geändert September 2024
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 509 Lagern von flüssigen und festen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern sowie Füll- und Entleerstellen für ortsbewegliche Behälter; Ausgabe Juni 2022
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 560 Luftrückführung bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden Stäuben; Ausgabe Januar 2012
TRGS 505 Blei; Ausgabe März 2021, zuletzt geändert und ergänzt Juli 2022
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 15/18 11.02.2026
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Blei, Pulver VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Grundsatz 350-001 (BGG 904): DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 2 : Blei oder seine Verbindungen (mit Ausnahme der Bleialkyle)
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) ECHA - Kandidatenliste von Stoffen mit sehr hohen Bedenken für Zulassung (nur auf Englisch) The MAK Collection for Occupational Health and Safety The MAK Collection for Occupational Health and Safety - MAK Collection Volume 5, Issue 4 DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00083 Environmental Health Criteria (Serie), WHO, Genf
Quelle: 00131 The Merck-Index; 14th Edition 2006
Quelle: 00330 U. Welzbacher "Neue Datenblätter für gefährliche Arbeitsstoffe nach Gefahrstoffverordnung" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, WEKA-Verlag, Augsburg
Quelle: 00500 RÖMPP Online ab 2003
Quelle: 01211 Sicherheitsdatenblatt, Merck Material Safety Data Sheet, Merck
Quelle: 01221 Sicherheitsdatenblatt, Sigma-Aldrich Material Safety Data Sheet, Sigma-Aldrich
Quelle: 02072 Ecotoxicological Data, compiled by the US Environmental Protection Agency (EPA), selected and distributed by Technical Database Services (TDS), New York, 2009
Quelle: 05094 Kühn-Birett-Merkblätter: 94. Ergänzungslieferung; 12/96
Quelle: 05200 Kühn-Birett "Merkblätter Gefährliche Arbeitsstoffe" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed Sicherheit, Landsberg
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
Quelle: 05329 TRGS 905 "Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender IFA GESTIS-Stoffdatenbank 16/18 11.02.2026
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Blei, Pulver Stoffe" in der jeweils gültigen Fassung
Quelle: 05347 TRGS 903 "Biologische Grenzwerte (BGW)" Ausgabe Februar 2013; zuletzt geändert Oktober 2024
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 07520 Europäische Chemikalienagentur ECHA: Informationen über registrierte Substanzen European Chemicals Agency ECHA: Information on registered substances
Quelle: 07527 Verordnung (EU) Nr. 2024/197 der Kommission vom 19. Oktober 2023 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (21. Änderung). Die Einstufungen gelten ab dem 1. September 2025, dürfen aber schon vorher verwendet werden.
Quelle: 07596 REACH Kandidatenliste; Stand 05.11.2025
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07620 DFG: Arbeitsmedizinisch-toxikologische Begründungen von BAT-Werten; Verlag Chemie
Quelle: 07637 S. Moeschlin "Klinik und Therapie der Vergiftungen" 7. Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 1986
Quelle: 07638 M. Daunderer "Toxikologische Enzyklopädie - Klinische Toxikologie - Giftinformation, Giftnachweis, Vergiftungstherapie" Loseblatt-Ausgabe, ecomed-Verlagsgesellschaft mbH, Landsberg
Quelle: 07639 J. Konietzko, H. Dupuis (Hrsg.) "Handbuch der Arbeitsmedizin, Arbeitsphysiologie, Arbeitspathologie, Prävention" Loseblattausgabe, ecomed-Verlagsgesellschaft mbH, Landsberg ab 1989
Quelle: 07656 D. Walsh (Hrsg.) "Chemical Safety Data Sheets; Vol. I Solvents, Vol. II Metalls, Vol. III Corrosives and Irritants, Vol. IV Toxic Chemicals, Vol.V Flammable Chemicals" University of Technology, Loughborough 1990
Quelle: 07718 R. Ludewig, KH. Lohs "Akute Vergiftungen" 8. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Jena 1991
Quelle: 07783 E. Merian (Edt.): Metals and their Compounds in the Environment; VCH Verlagsgellschaft mbH, Weinheim 1991
Quelle: 07797 W. Forth, D. Henschler, W. Rummel (Hrsg.) "Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie" 6. Auflage, Wissenschaftsverlag, Zürich 1992
Quelle: 07934 IUCLID-Datensätze 1996, European Commission JRC
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 80512 IFA GESTIS-Stoffdatenbank 17/18 11.02.2026
[Seite 100]
Blei, Pulver ARBETE OCH HÄLSA. VETENSKAPLING SKRIFTSERIE 1993:1 Brita Beije, Per Lundberg (Hrsg.): Criteria Documents from the Nordic Expert Group 1992
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99996 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (2) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 18/18 11.02.2026
[Seite 101]
Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert
ZZiinnkk,, PPuullvveerr ooddeerr SSttaauubb,, nniicchhtt ssttaabbiilliissiieerrtt
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
ZZiinnkk,, PPuullvveerr ooddeerr SSttaauubb,, nniicchhtt ssttaabbiilliissiieerrtt Zinkpulver, nicht stabilisiert Zinkstaub, nicht stabilisiert
ZZVVGG NNrr:: 8250 CCAASS NNrr:: 7440-66-6 EEGG NNrr:: 231-175-3 IINNDDEEXX NNrr:: 030-001-00-1
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
134000 Metalle
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist fest.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Metallpulver grau geruchlos
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Selbstentzündlicher (pyrophorer) Feststoff. Kann sich bei Raumtemperatur an der Luft ohne Energiezufuhr erhitzen und schließlich entzünden. Die Zündbereitschaft hängt u.a. sehr stark von der Korngröße und dem Verteilungsgrad ab. Bildet bei Kontakt mit Wasser entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können. Der Stoff ist gewässergefährdend. (s. Kapitel VORSCHRIFTEN).
Stoffinformationen in Wikipedia
SSTTAAUUBBEEXXPPLLOOSSIIOONNSSFFÄÄHHIIGGKKEEIITT
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/20 11.02.2026
[Seite 102]
Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Es besteht die Gefahr einer Staubexplosion, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Der Stoff liegt in sehr fein verteilter Form vor (Pulver, Staub).
- Der Stoff wird in genügender Menge in der Luft aufgewirbelt.
- Eine Zündquelle ist vorhanden (Flamme, Funke, elektrostatische Entladung u.a.) Quelle: 06002 06806
FFOORRMMEELL
Zn
MMoollaarree 65,39 g/mol MMaassssee::
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Schmelzpunkt | Siedepunkt | Dichte | Löslichkeit | Gefährliche Reaktionen
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt:420 °C Quelle: 01211
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Siedepunkt:908 °C Quelle: 01211
DDIICCHHTTEE
DICHTE Wert:7,14 g/cm³ Temperatur:20 °C Quelle: 01211
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
Zersetzung Quelle: 01211
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
TThheerrmmiisscchhee ZZeerrsseettzzuunngg:: Selbstentzündung.
GGeeffäähhrrlliicchhee cchheemmiisscchhee RReeaakkttiioonneenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/20 11.02.2026
[Seite 103]
Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert
Explosionsgefahr bei Kontakt mit: Oxidationsmitteln Salpetersäure Wasser Ammoniumnitrat + Wasser Ammoniumnitrat + Wärme Ammoniumsulfid (wässr. Lösung) Bariumnitrat Bariumperoxid Bleiazid Cadmium Chlorate Chlorkautschuk (Hitze) Chromtrioxid Hydrazinnitrat (Wärme) Hydroxylamin (Wärme) Iod + Wasser Kaliumchlorat Kaliumnitrat Katalysatoren (Metalle) feuchte Luft Magnesiumnitrat Mangandichlorid (Hitze) Natriumchlorat Natriumperoxid Nitraten Nitroanisol/Natriumhydroxid Perameisensäure Rückstände von Reduktionsreaktionen Schwefel/Hitze Tetrachlormethan Zinkchlorid als Verunreinigung
Der Stoff kann in gefährlicher Weise reagieren mit: Alkalihydroxid Basen Chlor Fluor Laugen Säuren Arsentrioxid (Hitze) Brompentafluorid Calciumchloridlösung (Wasserstoff) Chlortrifluorid Hexachloroethan Kaliumdioxid Nitrobenzol Schwefelkohlenstoff Selen (Hitze) Silber, Zerstörung in Batterien Tellur (Hitze)
Zinkrückstände von Reduktionen entzünden sich leicht.
Quelle: 06002 99999
TTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE // ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE
ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIISSCCHHEE DDAATTEENN
LLCC5500 FFiisscchh ((9966 SSttuunnddeenn))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/20 11.02.2026
[Seite 104]
Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Minimalwert: 0,182 mg/l Maximalwert: 156 mg/l Medianwert: 2,01 mg/l Studienanzahl: 82 Referenz für Medianwert: Ismail, P. 1988. Influence of Salinity on the Toxicity of Zinc and Copper to Guppy. Malays.Appl.Biol. 17(1):31-38; Carlson, A.R., and T.H. Roush 1985. Site-Specific Water Quality Studies of the Straight River, Minnesota: Complex Effluent Toxicity, Zinc
LLCC5500 KKrruusstteennttiieerree ((4488 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 0,065 mg/l Maximalwert: 35 mg/l Medianwert: 0,131 mg/l Studienanzahl: 25 Referenz für Medianwert: Belanger, S.E., and D.S. Cherry 1990. Interacting Effects of pH Acclimation, pH, and Heavy Metals on Acute and Chronic Toxicity to Ceriodaphnia dubia (Cladocera). J.Crustac.Biol. 10(2):225-235
EECC5500 KKrruusstteennttiieerree ((4488 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 0,07 mg/l Maximalwert: 4,31 mg/l Medianwert: 1,33 mg/l Studienanzahl: 51 Referenz für Medianwert: Muyssen, B.T.A., B.T.A. Bossuyt, and C.R. Janssen 2005. Inter- and Intra-Species Variation in Acute Zinc Tolerance of Field-Collected Cladoceran Populations. Chemosphere 61(8):1159-1167
EECC5500 AAllggeenn ((7722 bbzzww.. 9966 SSttuunnddeenn)) Versuchsdauer: 72 Stunden Minimalwert: 0,106 mg/l Maximalwert: 2,05 mg/l Medianwert: 0,713 mg/l Studienanzahl: 7 Referenz für Medianwert: De Schamphelaere, K.A.C., S. Lofts, and C.R. Janssen 2005. Bioavailability Models for Predicting Acute and Chronic Toxicity of Zinc to Algae, Daphnids, and Fish in Natural Surface Waters. Environ.Toxicol.Chem. 24(5):1190-1197
Quelle: 02072
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Der Hauptaufnahmeweg für Stäube von metallischem Zink (Z.) am Arbeitsplatz verläuft über den Atemtrakt. [7619, 99999]
AAtteemmwweeggee::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/20 11.02.2026
[Seite 105]
Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Quantitative Angaben zur systemischen Verfügbarkeit von metallischem Z. oder von Zinkverbindungen liegen weder beim Menschen noch aus Tierversuchen vor. Aufgrund der an der Luft und in wässrigen Medien in Anwesenheit von Sauerstoff oder anderen Oxidationsmitteln erfolgenden Oxidation von Zink unter Bildung von Zinkoxid ist eine Resorption möglich, wenn diese als Aerosole einwirken. [99999] Untersuchungen an Ratten, Kaninchen und Meerschweinchen ergaben für Feinpartikel des in Wasser schwer löslichen Zinkoxids (Partikelgröße 0,17 µm) eine pulmonale Retention (Ablagerung der Partikel) von 5 - 20 %. [2050] Inhalativ aufgenommene Stäube von Zinkoxid wurden bei Ratten mit einer Halbwertszeit im Bereich von wenigen Stunden aus der Lunge entfernt. [7619] Es ist davon auszugehen, dass über ziliäre Reinigungsmechanismen aus den Atemwegen entfernte Partikel in den Verdauungstrakt gelangen und das Zink dort nach Auflösen in der Magensäure in Abhängigkeit vom Zinkversorgungsstatus und der Ernährung resorbiert wird. [2050, 99999].
HHaauutt:: Belastbare Daten zur Höhe der dermalen Aufnahme von Zink liegen nicht vor. Bei intakter Haut wird beim Menschen von einer geringen systemischen Verfügbarkeit ausgegangen. [7748] In der Haut anfänglich gebundenes Zink kann jedoch zu einem späteren Zeitpunkt langsam systemisch verfügbar werden. [2050] Eine erhöhte Aufnahme von Zink aus Z. wurde bei verletzter Haut (Hautverbrennungen) beschrieben. [2050]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Da Z. in verdünnten Mineralsäuren löslich ist, kann davon ausgegangen werden, dass nach oraler Aufnahme von Z. in Abhängigkeit von der Partikelgröße und der Verweildauer im sauren Magensaft die Bildung von Zinkionen erfolgt, die in ähnlicher Weise wie nach Applikation wasser- oder säurelöslicher Zinkverbindungen resorbiert werden können. Für diese Annahme spricht ein Fallbericht über eine orale Vergiftung nach oraler Aufnahme von Zink (siehe unten). [7619, 99999]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: keine substanzspezifischen Angaben. In Analogie zu Zinkoxid bei Inhalation von Rauchen vermutlich Metallrauchfieber, bei oraler Aufnahme motorische Störungen und Benommenheit. [99999] chronisch: keine substanzspezifischen Angaben. In Analogie zu Zinkoxid bei Inhalation vermutlich Atemwegseffekte, bei oraler Aufnahme in Analogie zu wasserlöslichen Zinkverbindungen Geschmacksbeeinträchtigung, Störungen der Kupfer-Homöostase und Folgen einer Kupferdefizienz mit Veränderungen hämatologischer und klinisch-chemischer Parameter. [7619, 7520, 99999]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: Metallisches Z. (Zinkstaub, Partikelgröße um 4 µm) verursachte in validen Prüfungen am Auge von Kaninchen lediglich leichte, rasch wieder abklingende Bindehautrötung und Schwellung. Hornhautveränderungen oder Epithelschäden traten nicht auf. Ähnliche vorübergehende und rasch abklingende Effekte wurden auch mit gröberem Zinkstaub (ca. 150 µm) beschrieben. [7520] Befunde zur hautreizenden Wirkung von Z. liegen nicht vor. Bei Oxidation unter Bildung von Zinkoxid und längerem Hautkontakt sind folgende Befunde relevant [99999]:
Zinkoxid wird als Bestandteil von Salben in der Dermatologie eingesetzt. Hinweise auf eine Reizwirkung ergeben sich aus dieser Anwendung nicht. [7619] In validen Prüfungen an Versuchstieren zeigte Zinkoxid keine hautreizende Wirkung. [7520] Zinkverbindungen werden seit Jahrzehnten in kosmetischen und pharmazeutischen Produkten eingesetzt, ohne dass sich daraus Hinweise auf eine allergene Wirkung ergeben. Dies gilt auch für das Ergebnis von Patchtests an Probanden. [7619] Im Tierversuch hat sich Zinkoxid nach den Befunden mehrerer Maximierungstests an Meerschweinchen als nicht hautsensibilisierend erwiesen. [7619, 7520] Zur systemischen Toxizität bei dermaler Exposition mit Z. liegen beim Menschen keine Angaben vor. Im Tierversuch mit Zinkoxid wurden in einer validen Prüfung nach dermaler Applikation von 2000 mg/kg KG weder lokale noch klinische noch systemische Effekte verzeichnet (LD50 > 2000 mg/kg KG). [7520]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Befunde zur Toxizität nach inhalativer Exposition mit metallischem Z. beim Menschen liegen nicht vor. Bei der Verarbeitung von Zink in Prozessen, die mit hohen Temperaturen einhergehen, etwa beim Schneiden und Schweißen von verzinktem Stahl, ist infolge der Oxidation des Zinks mit der Bildung ultrafeiner Zinkoxid-Rauchpartikel zu rechnen. Die Inhalation dieser Rauche kann Metallrauchfieber mit schwerer Beeinträchtigung der Atemwege und allgemeinem Krankheitsgefühl (Husten, Atemnot, grippeähnliche Symptome) verursachen. Derartige Effekte wurden nach 2- stündiger Exposition mit 5 mg Zinkoxid/m³ und nach 6 h Exposition bei 2,5 mg Zinkoxid/m³ beobachtet. Bei 0,5 mg Zinkoxid/m³ (ultrafeine Partikel mit 0,04 µm oder Feinpartikel mit 0,29 µm) traten bei gesunden Probanden keine Symptome auf. Die Beschwerden sind reversibel, Langzeitfolgen sind nicht bekannt, allerdings stehen umfassende Untersuchungen aus. [7619]
In einer validen Tierstudie führte die höchste erzielbare Staubkonzentration von 5,41 mg Z./m³ („Zinkstaub Superfein 620“, Partikelgröße zu 85 % ≤ 8,2 µm, zu 27 % ≤ 5 µm) nach 4 h Exposition von Ratten zu vorübergehender erschwerter Atmung und Trägheit sowie zu Augenlidkrämpfen, jedoch binnen der 14-tägige Nachbeobachtung zu keinen letalen Wirkungen. In der Lunge zeigten sich in der Untersuchung Veränderungen in Form heller Flecken. [7520] In einem Fallbericht wird über eine Vergiftung nach oraler Einnahme von 12 g metallischem Zink über zwei Tage (114 mg/kg KG am ersten und 57 mg/kg KG am zweiten Tag) bei einem 16-Jährigen berichtet. Beschrieben wurden Benommenheit, Lethargie, Gangstörungen und Schreibprobleme, jedoch keine gastrointestinalen Störungen, wie sie bei oraler Aufnahme löslicher Zinkverbindungen charakteristisch sind. Acht Tage nach der Aufnahme des Z. wurden im Serum erhöhte Amylase- und Lipasewerte festgestellt. [7619] In einer validen Untersuchung an Ratten traten nach oraler Gabe von 2000 mg Zinkstaub/kg KG („Zinkstaub superfein 620“, Partikelgröße etwa 5 µm) Fellsträuben und Durchfälle auf, jedoch keine weiteren klinischen Symptome oder letale Effekte (LD50 > 2000 mg/kg KG). [7520]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Angaben zur Toxizität von Z. bei dermaler Exposition liegen nicht vor. Angesichts der, abhängig von Beschaffenheit und Partikelgröße sowie Temperatur, Feuchte und Säureeinwirkung sowie Sauerstoffgehalt in unterschiedlichem Ausmaß erfolgenden Oxidation von Zink zu Zinkoxid [99999] sind folgende Befunde von möglicher Relevanz: Die dermale Exposition von Ratten mit nanopartikulärem Zinkoxid ergab eine verlängerte Blutgerinnungszeit und eine Verminderung des Kollagengehalts der Haut. Die Effekte waren nach Ende der Exposition binnen 14 d reversibel (LOAEL: 75 mg/kg KG x d, kein NOAEL). [7520] Zu Z. selbst liegen keine Angaben vor zur Toxizität nach inhalativer Exposition. Infolge der Oxidation von Zink an der Luft, insbesondere bei höheren Temperaturen, unter Bildung von Zinkoxid erscheinen folgende Befunde relevant [99999]: Zu Metallrauchfieber siehe die Ausführungen unter „akute Toxizität“. Untersuchungen an 234 Beschäftigten mit durchschnittlich 5,5 Jahren inhalativer Exposition gegenüber Zinkoxid-Staub (2,5 - 4,5 mg/m³, hauptsächlich Z., 25 % der Partikel < 3 µm) ergaben keine Hinweise auf Funktionseinschränkungen der Lunge oder Asthmabeschwerden. [7619] Im Tierversuch mit Meerschweinchen traten nach bis zu sechstägiger Inhalation (3 h/d) ultrafeiner Partikel von Zinkoxid bei 5,5 mg Zinkoxid/m³ (4,4 mg Zink/m³, Partikelgröße 0,05 µm) Verschlechterungen der Lungenfunktion sowie entzündliche Veränderungen im Lungengewebe auf, die binnen 3 Tagen nach Expositionsende wieder abklangen. In weiteren Untersuchungen zeigten sich bei 2,7 mg Zinkoxid/m³ nach 5 Tagen keine derartigen Veränderungen, jedoch konnten in der BAL (broncho-alveoläre Lavage) bereits am zweiten Tag bei 2,3 mg Zinkoxid/m³ Anzeichen einer Entzündungsreaktion gefunden werden. Auch bei Ratten wurden bei 6,9 mg Zinkoxid/m³ (andere Konzentrationen nicht untersucht, Partikelgröße 1,6 µm) während der 7-tägigen Exposition und einer Woche danach Veränderungen in der BAL beschrieben. [7619] In einer nach OECD-Richtlinie durchgeführten subchronischen Inhalationsstudie über 13 Wochen mit Exposition von Ratten gegenüber beschichteten Zinkoxid-Partikeln (Beschichtung: Triethoxycaprylylsilan) oder unbeschichtetem Zinkoxid (Größe jeweils < 3 µm) ergab sich bei 1,5 mg/m³ kein adverser Effekt (NOAEC). Bei 4,5 mg/m³ (LOAEC) beschichtetem sowie unbeschichtetem Zinkoxid zeigten sich leichte Veränderungen im nasalen Epithel sowie leichte Anzeichen von Entzündungsreaktionen in der Lunge. [7520]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 6/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Angaben zur oralen Langzeittoxizität von Z. beim Menschen liegen nicht vor. Aufgrund der Löslichkeit von Z. in verdünnten Säuren wäre bei fortgesetzter Exposition von ähnlichen Wirkungen wie nach oraler Aufnahme löslicher Zinksalze auszugehen. Nach erhöhter oraler Aufnahme von Zinkverbindungen zur Zinksupplementierung wurden Störungen im Haushalt des ebenfalls essentiellen Spurenelements Kupfer mit verminderter Aktivität kupferhaltiger Enzyme sowie hämatologischen Veränderungen wie Anämie, Neutropenie (verminderte Zahl neutrophiler weißer Blutkörperchen), veränderte Cholesterolspiegel sowie immunologische Veränderungen und gastrointestinale Beschwerden beschrieben. [2077] Kupfermangel und Anämie wurden bereits bei oralen Langzeitdosierungen von ca. 2,1 mg Zink/kg KG x d beobachtet und stellen den empfindlichsten Parameter bei erhöhter systemischer Zinkbelastung dar. Als NOAEL, bei dem keine Effekte auf den Kupferstoffwechsel mehr auftreten, wird eine orale Dosis von 0,43 mg Zink/kg KG x d angegeben. [7619] Die empfohlene tägliche Aufnahmemenge von Frauen liegt bei 7,0 mg Zink pro Tag und von Männern bei 9,5 mg Zink pro Tag. [435] Im Tierversuch waren nach oraler Verabreichung verschiedener wasserlöslicher Zinkverbindungen (Zinksulfat-Heptahydrat, Zinkchlorid, Zinkacetat, Zinkglycerinat) im Trinkwasser oder im Futter bei Mäusen und Ratten ab 1,5 - 3,6 mg Zink/kg KG x d Gewichtsverminderung, ab 5,3 - 9,7 mg Zink/kg KG x d veränderte Leberenzymwerte im Serum und ab 12 mg Zink/kg KG x d ein verminderter Gehalt an roten Blutkörperchen sowie an Hämoglobin im Blut zu verzeichnen. Veränderungen innerer Organe traten ab 50 mg Zink/kg KG x d auf (NOAEL für Schäden an Nieren, Pankreas, Gastrointestinaltraktund Milz: 13,3 mg/kg KG x d). [435, 7619]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Zur Einstufung des fortpflanzungsgefährdenden, erbgutverändernden und krebserzeugenden Potentials s. Stoffliste nach Anhang VI der CLP-Verordnung / TRGS 905 / MAK-Liste (s. Kapitel VORSCHRIFTEN).
Reproduktionstoxizität: Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Einhaltung des Arbeitsgrenzwertes bzw. MAK-Wertes und des BGW oder BAT-Wertes nicht befürchtet zu werden. Zu metallischem Z. liegen keine Befunde vor. Zink ist ein essentielles Spurenelement. Die Mehrzahl der Humanstudien zur Zinkversorgung befasst sich mit Zusammenhängen zwischen Zinkmangel und dessen Auswirkungen auf die Schwangerschaft. Es liegen keine Hinweise dafür vor, dass eine Überversorgung mit Zink die Schwangerschaft beeinträchtigt. Mehrere Studien an gesunden Schwangeren ergaben bis zu oralen Dosierungen von ca. 1,3 mg Zink/kg KG x d keine Hinweise auf nachteilige Wirkungen. Orale Langzeitdosierungen von 2,1 mg Zink/kg KG x d führten in Untersuchungen an Nichtschwangeren zu einem Mangel des ebenfalls essentiellen Spurenelements Kupfer und zu Anämie. [7619] Die bei Metallrauchfieber nach Zinkoxid-Exposition auftretende Erhöhung der Körpertemperatur könnte bei Schwangeren ein Risiko darstellen, da Fieber (mit Anstieg der Körpertemperatur um 2 °C oder mehr) embryotoxische Wirkungen entfalten kann. Nach achtstündiger Exposition gegenüber 0,1 mg Zink/m³ ist jedoch nicht mit einer Erhöhung der Körpertemperatur zu rechnen. [7619] In einer tierexperimentellen Inhalationsstudie zur Entwicklungstoxizität gemäß OECD-Richtlinie mit beschichteten Zinkoxid-Partikeln (s. o.) führte die Exposition trächtiger Ratten bei 7,5 mg/m³, aber nicht bei 1,5 mg/m³ zu leichten entzündlichen Veränderungen in der Lunge; entwicklungstoxische Wirkungen wurden nicht festgestellt. [7520] In einer Studie an Ratten wurden bis zur höchsten Dosis von Zinkcarbonat (entsprechend 50 mg Zink/kg KG x d) weder maternal noch entwicklungstoxische Effekte festgestellt. Nach Verabreichen von Zinkoxid über die gesamte Dauer der Trächtigkeit wurden bei 300 mg Zink/kg KG x d, nicht aber bei 120 mg Zink/kg KG x d vermehrt Würfe mit Totgeburten verzeichnet. [7619] Zur Beeinflussung der Fertilität liegen nur wenige Angaben vor. Im Tierversuch war nach mehr als vierwöchiger Verabreichung hoher Dosen von Zinksulfat im Futter (entsprechend 200 mg Zink/kg Kg x d) an männlichen Ratten die Spermienbeweglichkeit, die Zahl trächtiger Weibchen und die Zahl der lebend geborenen Nachkommen reduziert. Nach oraler Gabe von 303 mg Zink/kg KG x d (als Zinkgluconat) für 58 d und weitere 6 d von 266 mg Zink/kg KG x d wurden bei männlichen Ratten Veränderungen im Hoden- und Prostatagewebe, bei weiblichen Ratten des Uterus beschrieben, 54 mg Zink/kg KG x d hatten keinen Effekt. [7619] Mutagenität: Zu metallischem Z. liegen keine Befunde vor. Nach OECD-Richtlinie an Mäusen durchgeführte Mikronukleustests mit beschichteten Zinkoxid- Partikeln (s. o.) unterschiedlicher Größe ließ keine klastogene Wirkung erkennen. [7520]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 7/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Mit unterschiedlichen Zinkverbindungen, darunter schwer wasserlöslichem Zinkoxid sowie wasserlöslichen Zinkverbindungen durchgeführte Studienzeigen in vitro überwiegend keine mutagene Wirkung. Im Bereich hoher, zytotoxischer Konzentrationen wurden Chromosomenschädigungen beschrieben. Auch aus der Gesamtbewertung der Untersuchungen zu klastogenen Effekten (Chromosomenschäden und Bildung von Mikrokernen) lässt sich kein gentoxisches Potential von Zinkverbindungen belegen. Vereinzelt beobachtete positive Befunde bei hohen Dosen bzw. Konzentrationen von verschiedenen Zinkverbindungen können damit erklärt werden, dass bei diesen die Fähigkeit der Zellen bzw. des Gesamtorganismus zur Regulation der Zinkkonzentration überschritten (oder, bei intraperitonealer Injektion, umgangen) wurde. Vergleichbare Zinkkonzentrationen werden jedoch unter Arbeitsplatzbedingungen nicht erreicht. [7619] Aus den vorliegenden Daten zur Gentoxizität ergibt sich kein Verdacht auf eine keimzellmutagene Wirkung. [7619]
Kanzerogenität: Zu metallischem Z. liegen keine Befunde vor. Eine Studie an etwa 4800 Beschäftigten in Kupfer- und Zinkhütten ergab keinen Hinweis auf eine erhöhte Sterblichkeit an Krebs in Zusammenhang mit der Zinkexposition. [7619] Aus den vorliegenden tierexperimentellen Untersuchungen lassen sich keine validen Aussagen zu kanzerogenen Wirkungen von Z. und Zinkverbindungen treffen. [7619]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Zu metallischem Z. liegen keine Befunde vor. Nach Oxidation unter Bildung von Zinkionen ist eine Resorption dieser Zinkionen möglich, die den im Folgenden beschriebenen Prozessen unterliegen. Zink ist ein essentielles Spurenelement, das als zweiwertiges Kation in allen Geweben des Körpers vorkommt. Es kann über elektrostatische Wechselwirkungen mit negativ geladenen Gruppen in Proteinen und anderen Molekülen oder Anionen eingehen. Es sind über 300 Enzyme bekannt, in denen Zink als Cofaktor enthalten ist. Der Gesamtgehalt im menschlichen Körper wird mit 1,5 - 3 Gramm angegeben. Mengenmäßig befindet sich der größte Teil des Zinks in den Muskeln (ca. 60 %), die höchsten Konzentrationen finden sich in Knochen, Haaren und Prostata. Im Blutplasma liegt Zink in einer Konzentration von etwa 1 mg/l, gebunden an Albumin und andere Protein, vor. [7619] Im Vollblut findet sich der größte Anteil des Zinks in den Erythrozyten. [7620] Nach beruflicher Exposition gegenüber Zinkverbindungen wurde über erhöhte Zinkgehalte im Serum berichtet. Die Bestimmung von Zink in Vollblut oder Serum wird zur Bewertung einer beruflichen Zinkbelastung jedoch nicht empfohlen. [8093] Die Halbwertszeit der Elimination liegt bei Menschen ohne stark erhöhte Zinkzufuhr im Bereich von 100 - 500 Tagen. Bei hohen zugeführten Dosen (im Versuch: 58 mg) wurde eine kürzere Eliminationshalbwertszeit von 93 d ermittelt. Experimentell konnte nach oraler Gabe von radioaktiven Zinkverbindungen eine biphasische Eliminationskinetik mit einer kurzen biologischen Halbwertszeit von 19 d für etwa 30 % der aufgenommenen Zinkmenge und von etwa 380 d für die übrige Zinkmenge ermittelt werden. [2050] Die Ausscheidung von Zinkionen erfolgt nach oraler Aufnahme zu etwa 70 - 80 % mit den Faeces. Die so ausgeschiedene Menge an Zink spiegelt den nicht resorbierten Anteil aus der Nahrung sowie aus endogenen Quellen (Gallenflüssigkeit und Pankreassaft) wider. In den Darm sekretiertes Zink wird zu einem erheblichen Teil rückresorbiert; dies stellt vermutlich den wichtigsten Regulationsmechanismus zur Kontrolle des physiologischen Zinkspiegels im Körper dar. Neben der Ausscheidung mit den Faeces ist die renale Elimination der zweitwichtigste Ausscheidungsweg. Etwa 14 - 25 % der gesamten Zinkionenausscheidung erfolgt mit dem Urin. [7619] Zink kann außerdem in geringen Mengen mit Speichel, Haaren und Schweiß (vermehrt bei starkem Schwitzen) sowie über die Muttermilch ausgeschieden werden. [7619] Bei Arbeitern mit inhalativer Exposition gegenüber Zinkverbindungen konnten in einigen Untersuchungen erhöhte Zinkspiegel in Blut oder Harn nachgewiesen werden. Es konnte jedoch kein signifikanter Zusammenhang zwischen externer und interner Zinkbelastung festgestellt werden. [7655]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 27.11.2018. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 8/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert AAuuggeenn:: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Für ärztliche Behandlung sorgen. [454, 99999]
HHaauutt:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrbereich bringen. Benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten. Größere Mengen Zink zunächst mit pflanzenölgetränktem Tuch oder alternativ mit trockenem Tuch von der Haut entfernen, danach: Betroffene Hautpartien gründlich unter fließendem Wasser mit Seife reinigen. Keinesfalls Alkohol, Benzin oder andere Lösungsmittel verwenden. Nach großflächigem Kontakt, bei Hautverletzung oder Hautveränderungen: Für ärztliche Behandlung sorgen. [454, 99999]
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. In jedem Fall: Für ärztliche Behandlung sorgen. [454, 99999]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Mund ausspülen, Flüssigkeit wieder ausspucken. Sofort ein Glas Flüssigkeit (Wasser) trinken lassen. Erbrechen nicht anregen. Bei spontanem Erbrechen Kopf des Betroffenen in Bauchlage tief halten, um das Eindringen des Erbrochenen in die Atemwege zu verhindern. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. In jedem Fall: Für ärztliche Behandlung sorgen. [454, 99999]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt::
- Symptomatik der akuten Vergiftung: Zinkpulver ist praktisch wasserunlöslich, Zinkpartikel, insbesondere Zinkrauchpartikel, sind typischerweise oberflächlich mit Zinkoxid beschichtet. Zinkpulver ist gering reizend an Haut und Schleimhäuten. Augen: Brennen, Rötung, Lakrimation (Tränenfluss); Blepharospasmus (Lidkrampf), Sehstörungen, je nach Art der Partikel ggf. zusätzlich mechanische Hornhautverletzung; Haut: Erythem (Rötung) [99999] Inhalation: Reizgefühl im Rachen, Metallgeschmack, Husten; nach Inhalation von Zinkrauch entwickeln sich zudem innerhalb von Stunden Fieber mit Schüttelfrost und Tachykardie, Muskelschmerzen und körperlicher Schwäche [454]. Die Symptome dieses Metallrauchfiebers klingen typischerweise spontan innerhalb von 24 Stunden ohne Restschäden ab. Ingestion: Metallgeschmack, nach Aufnahme von Zinkstaub in hoher Dosis (über 5 g) Übelkeit, Erbrechen, abdominelle Schmerzen [454] Resorption: Systemische Wirkungen nach Inhalation oder dermaler Exposition sind bisher nicht beschrieben. Sie wären nur nach sehr untypischer, hoher Exposition zu erwarten (z.B. Exposition über großflächige Hautverletzung) und könnten den Symptomen einer Ingestion gleichen (Metallrauchfieber wird nicht als systemische Wirkung betrachtet). Systemische Wirkungen nach Ingestion wurden bisher als Einzelfälle beschrieben: Bewusstseinstrübung, Gangunsicherheit (Polyneuropathie nach chronischer Belastung) [7619], Schädigung des Pankreas (Bauchspeicheldrüse) [7619], der Leberund der Niere.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 9/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Darüber hinaus können bei chronischer Exposition körperliche Schwäche, Infektanfälligkeit und Blutgerinnungsstörungen erwartet werden.
- Hinweise zur Ersten ärztlichen Hilfe Nach Augenkontakt Spülung durch Ersthelfer prüfen, ggf. nachholen [454]. Bei Blepharospasmus Spülung nach lokaler Applikation eines Lokalanaesthetikums (z. B. Lidocain 2 %). In jedem Fall augenärztliche Versorgung. [99999]. Nach Hautkontakt Spülung durch Ersthelfer prüfen, ggf. nachholen. Nach inhalativer Aufnahme: bei ausgeprägtem Metallrauchfieber Antipyretikum. Nach Ingestion kein Erbrechen auslösen, keine Gabe von Aktivkohlesuspension, keine Magenspülung. Im Verdachtsfall röntgenologischer Nachweis hoher Dosis im Magen möglich [10040]. Bei deutlicher resorptiver Symptomatik (Bewusstseinsstörung) Überwachung der Herz-Kreislauf- und Atemfunktion sowie des Blutbildes und der Zink- und Kupferkonzentration im Blut. Auch bei Fieber ohne weitere Symptomatik wird eine stationäre Überwachung bis zum Abklingen empfohlen. Labor: Bei Metallrauchfieber hervorrufender inhalativer Exposition kann eine Erhöhung der Konzentration des Entzündungsregulators Interleukin-6 im Blut nachgewiesen werden [10039]. Erhöhte Pankreas-, Leber- und Nierenwerte nach akuter oraler oder intravenöser Exposition [454, 7619]; erhöhte Zink- und erniedrigte Kupferkonzentration im Blut [454], insbesondere bei chronischer Belastung; nach chronischer Belastung Erniedrigung der roten und weißen Blutzellen sowie der Thrombozyten (Panzytopenie) [454]. Die Gabe eines Zink-bindenden Antidots wie Calciumtrinatriumpentetat (CaDTPA), Calicumdinatriumedetat (CaEDTA) oder Natriumdimercaptopropansulfonat (DMPS) [10040, 10041] birgt das Risiko, einen Kupfermangel zu verstärken und ist nur in seltenem Ausnahmefall indiziert. CaDTPA scheint das wirksamste Antidot zu sein [10041]. Hämodialyse oder Hämoperfusion sind nicht indiziert [454]. Bei erniedrigter Kupferkonzentration im Blut kann eine Kupfersubstitution erwogen werden [454]. Zum Ausschluss einer Zinkvergiftung kann eine Bestimmung von Zink und Kupfer im Blut erwogen werden.
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben.
HHiinnwweeiiss:: Für militärische Zwecke früher erzeugter „Zinknebel“ enthält im Wesentlichen Zinkchlorid-Hydrate und Chlorwasserstoff. Die toxischen Wirkungen von Zinknebel werden hier nicht beschrieben.
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 04.02.2019. Sie werden bei Bedarf angepasst.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Der Fußboden sollte keinen Bodenabfluss haben. Waschgelegenheit am Arbeitsplatz vorsehen. Beim Umgang mit größeren Mengen Notbrausen vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Nur geschlossene Apparaturen verwenden. Luft durch Inertgas verdrängen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 10/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Ist das Austreten des Stoffes nicht zu verhindern, ist dieser an der Austrittsstelle gefahrlos abzusaugen. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen.
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Auf Sauberkeit und Trockenheit am Arbeitsplatz achten. An Arbeitsplätzen dürfen nur die Substanzmengen vorhanden sein, die für den Fortgang der Arbeiten erforderlich sind. Gefäße nicht offenstehen lassen. Für das Ab- und Umfüllen möglichst dichtschließende Anlagen mit Absaugung einsetzen. Möglichst unter Inertgas arbeiten. Verschütten vermeiden. Nur in gekennzeichnete Behälter abfüllen. Bei offenem Hantieren Staubentwicklung vermeiden. Nicht zusammen mit unverträglichen Substanzen transportieren. Beim Transport in zerbrechlichen Gefäßen geeignete Überbehälter benutzen.
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Staubbildung vermeiden. Nicht vermeidbare Staubablagerungen sind regelmäßig aufzunehmen. Geprüfte Industriestaubsauger oder Sauganlagen für explosionsgefährdete Bereiche verwenden. Bei Reinigungsarbeiten Staub nicht unnötig aufwirbeln. Das Abblasen zu Reinigungszwecken ist nicht zulässig. Nicht feucht reinigen!
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Keine Lebensmittelgefäße verwenden - Verwechslungsgefahr! Behälter sind eindeutig und dauerhaft zu kennzeichnen. Möglichst im Originalbehälter aufbewahren. Zerbrechliche Gefäße in bruchsichere Übergefäße einstellen. Behälter dicht geschlossen halten. Kühl lagern. Trocken lagern. Behälter an einem gut belüfteten Ort aufbewahren. An feuerbeständigem Ort lagern. Vor Feuchtigkeit schützen. Unter Inertgas aufbewahren.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 4.2 (Pyrophore oder selbsterhitzungsfähige Stoffe) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
-
Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
-
Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
-
Gase.
-
Aerosole (Spraydosen).
-
Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
-
Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A.
-
Stark oxidierend und oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklassen 5.1A und 5.1B.
-
Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
-
Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe.
-
Brennbare und nicht brennbare akut giftige Stoffe der Lagerklassen 6.1A und 6.1B.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 11/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Brennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1C.
- Nichtbrennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1D.
- Brennbare ätzende Stoffe der Lagerklasse 8A.
- Nichtbrennbare ätzende Stoffe der Lagerklasse 8B.
- Brennbare Flüssigkeiten der Lagerklasse 10.
- Brennbare Feststoffe der Lagerklasse 11. Der Stoff sollte nicht mit Stoffen zusammengelagert werden, mit denen gefährliche chemische Reaktionen möglich sind.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist brennbar. Feuerlöscheinrichtungen sind bereitzustellen. Größere Mengen Sand im Arbeitsraum bereitstellen. Besteht aufgrund der staubförmigen Verteilung und der verwendeten Mengen die Möglichkeit einer Staubexplosion, können ggf. Maßnahmen nach TRGS 722 (Vermeidung der Bildung), TRGS 723 (Vermeidung der Entzündung) und TRGS 724 (konstruktiver Explosionsschutz) erforderlich werden. Besteht die Möglichkeit des Wasserkontaktes und der Freisetzung entzündbarer Gase in gefährlicher Menge, können ggf. Explosionsschutzmaßnahmen nach TRGS 722 (Vermeidung der Bildung), TRGS 723 (Vermeidung der Entzündung) und TRGS 724 (konstruktiver Explosionsschutz) erforderlich werden.
VVoorrssiicchhttssmmaaßßnnaahhmmeenn bbeeiimm UUmmggaanngg:: Feuergefährdeter Bereich. Bereiche, in denen der Stoff in Staubform in solchen Mengen auftreten kann, dass die Möglichkeit einer Staubexplosion besteht, gelten als explosionsgefährdet. Bereiche, in denen die Möglichkeit des Kontaktes mit Wasser besteht, gelten als explosionsgefährdet. Von Zündquellen (z.B. elektrischen Geräten, offenen Flammen, Wärmequellen und Funken) fernhalten. Rauchverbot beachten! Schweißverbot im Arbeitsraum. Arbeiten an Behältern und Leitungen nur nach sorgfältigem Freispülen und Inertisieren durchführen. Feuerarbeiten mit schriftlicher Erlaubnis durchführen, wenn sich Feuer- und Explosionsgefahren nicht restlos beseitigen lassen. Keine funkenreißenden Werkzeuge verwenden.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich, falls mehr als nur eine geringe Gefährdung festgestellt wurde. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Ein Flucht- und Rettungsplan ist aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Nutzungsart der Arbeitsstätte dies erfordern. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Flammhemmende, antistatische Schutzkleidung verwenden.
AAtteemmsscchhuuttzz::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 12/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten.
Atemschutzgerät: Partikelfilter P1, Kennfarbe weiß.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Es sollte ausreichender Augenschutz getragen werden. Gestellbrille mit Seitenschutz verwenden.
HHaannddsscchhuuttzz:: Die Verwendung beständiger Schutzhandschuhe wird empfohlen. Hautschutzsalben bieten keinen so wirksamen Schutz wie Schutzhandschuhe. Deshalb sollten geeignete Schutzhandschuhe so weit wie möglich bevorzugt werden. Informationen über geeignete Handschuhmaterialien liegen uns zurzeit nicht vor. Erfahrungsgemäß sind jedoch die Handschuhmaterialien Polychloropren, Nitrilkautschuk, Butylkautschuk, Fluorkautschuk und Polyvinylchlorid geeignet zum Schutz gegenüber nicht gelösten Feststoffen.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: Übliche Hygienemaßnahmen für den Umgang mit chemischen Stoffen beachten, insbesondere Haut vor Pausen und bei Arbeitsende mit Wasser und Seife reinigen und fetthaltige Hautpflegemittel nach der Reinigung verwenden. Einatmen von Stäuben vermeiden.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Wenn eine Verwertung nicht möglich ist, müssen Abfälle unter Beachtung der örtlichen behördlichen Vorschriften beseitigt werden. Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV).
Sammlung von Kleinmengen: Abfälle nicht in Ausguss oder Mülltonnen geben. In Sammelbehälter für giftige anorganische Rückstände sowie Schwermetall-Salze und ihre Lösungen geben. Sammelgefäße sind deutlich mit der systematischen Bezeichnung ihres Inhaltes zu beschriften. Gefäße an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren. Der zuständigen Stelle zur Abfallbeseitigung übergeben.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Alle Zündquellen beseitigen. Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Staubschutzmaske verwenden. Staubfrei aufnehmen. Funkenfreie Werkzeuge verwenden. Achtung! Stoff reagiert mit Wasser. Nicht mit Wasser in Berührung bringen. Anschließend Raum lüften und verschmutzte Gegenstände und Boden reinigen.
Gewässergefährdung: Stark wassergefährdend. Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich unbedingt vermeiden. Schon beim Eindringen geringer Mengen Behörden verständigen.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
BBrraannddkkllaassssee:: Dbrennbare Metalle
GGeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Trockener Sand Lehm, Natriumhydrogencarbonat Im Ausnahmefall: Metallbrandlöscher
UUnnggeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Wasser
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Bei plötzlichem Freiwerden und Aufwirbelung größerer Staubmengen sofort Deckung nehmen. Direkten Kontakt des Stoffes mit Wasser verhindern. Behälter wenn möglich aus der Gefahrenzone bringen. Zündquellen beseitigen. Auf Selbstzündung achten. Nur explosionsgeschützte Geräte verwenden. Explosionsgefahr beim Eindringen in die Kanalisation.
PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und Chemieschutzanzug tragen.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | Wassergefährdungsklasse | TA Luft | Transportvorschriften | Empfehlung MAK | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Pyrophore Feststoffe, Kategorie 1; H250 Stoffe die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, Kategorie 1; H260 Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1; H400 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 1; H410
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H250: Entzündet sich in Berührung mit Luft von selbst. H260: In Berührung mit Wasser entstehen entzündbare Gase, die sich spontan entzünden können. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P231+P232: Inhalt unter inertem Gas handhaben und aufbewahren. Vor Feuchtigkeit schützen. P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. P302+P335+P334: BEI BERÜHRUNGMIT DER HAUT: Lose Partikel von der Haut abbürsten. In kaltes Wasser tauchen oder nassen Verband anlegen.
Herstellerangabe Thermo Fisher Scientific
Quelle: 01231
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 14/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Stand: 2024
geprüft: 2025
Der Stoff ist gelistet in Anhang VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008). Die angegebene Einstufung kann von der Listeneinstufung abweichen, da diese bezüglich fehlender oder abweichender Gefahrenklassen und Kategorien für den jeweiligen Stoff zu ergänzen ist.
Quelle: 99999
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG VVOONN GGEEMMIISSCCHHEENN
Die Einstufung von Gemischen, die diesen Stoff enthalten, ergibt sich aus Anhang 1 der Verordnung (EG) 1272/2008.
Quelle: 07500
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
Mit Wasser löschen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
WWaarrnnzzeeiicchheenn:: Warnung vor feuergefährlichen Stoffen
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
EEIINNSSTTUUFFUUNNGG WWAASSSSEERRGGEEFFÄÄHHRRDDEENNDDEERR SSTTOOFFFFEE
Stoff Nr.:7325 WGK 2 - deutlich wassergefährdend Korngröße <= 1 mm Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025
TTEECCHHNNIISSCCHHEE AANNLLEEIITTUUNNGG ZZUURR RREEIINNHHAALLTTUUNNGG DDEERR LLUUFFTT ((TTAA LLUUFFTT))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 15/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Kapitel 5.2.1 Gesamtstaub, einschließlich Feinstaub Die im Abgas enthaltenen staubförmigen Emissionen dürfen folgende Werte nicht überschreiten:
Massenstrom:0,20 kg/h oder Massenkonzentration:20 mg/m³ Auch bei Einhaltung oder Unterschreitung eines Massenstroms von 0,20 kg/h darf im Abgas die Massenkonzentration 0,15 g/m3 nicht überschritten werden. Bei Emissionsquellen, die den Massenstrom 0,40 kg/h überschreiten, darf im Abgas die Massenkonzentration 10 mg/m³ nicht überschritten werden.
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
UN-Nummer: 1436 Gefahrgut-Bezeichnung: Zinkpulver oder Zinkstaub Klasse: 4.3 (Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln)
Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: X423 (RID) Verpackungsgruppe: I (hohe Gefährlichkeit)
Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 423 Verpackungsgruppe: II/III (mittlere/geringe Gefährlichkeit)
Gefahrzettel: 4.3/4.2
Besondere Kennzeichnung: Symbol (Fisch und Baum)
Klassifizierungscode:WS
Tunnelbeschränkungen: Abhängig von der Verpackungsgruppe.
Quelle: 07902
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
0,1 mg/m³ gemessen als alveolengängige Fraktion
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 4 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie I - Stoffe mit unmittelbarem Wirkungseintritt (Reizstoffe) oder atemwegssensibilisierende Stoffe
Schwangerschaft: Gruppe C Eine fruchtschädigende Wirkung ist bei Einhaltung des MAK‐ und BAT-Wertes nicht anzunehmen.
Zink und seine anorganischen Verbindungen
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 16/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert
2 mg/m³ gemessen als einatembare Fraktion
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 2 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie I - Stoffe mit unmittelbarem Wirkungseintritt (Reizstoffe) oder atemwegssensibilisierende Stoffe
Schwangerschaft: Gruppe C Eine fruchtschädigende Wirkung ist bei Einhaltung des MAK‐ und BAT-Wertes nicht anzunehmen.
Zink und seine anorganischen Verbindungen
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
P7 Pyrophore Flüssigkeiten oder Feststoffe der Kategorie 1 E1 Gewässergefährdend, Kategorie Akut 1 oder Chronisch 1 O2 Stoffe oder Gemische, die bei Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln, Kategorie 1
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.2.7 P7 Pyrophore Flüssigkeiten oder Feststoffe Mengenschwelle untere Kl.: 50 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.3.1 E1 Gewässergefährdend Mengenschwelle untere Kl.: 100 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.4.2 O2 Stoffe oder Gemische, die bei Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln Mengenschwelle untere Kl.: 100 t Mengenschwelle obere Kl.: 500 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
RREEAACCHH--VVeerroorrddnnuunngg ((EEGG)) NNrr.. 11990077//22000066 AAnnhhaanngg XXVVIIII
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 17/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Anhang XVII, Nummer 40 Dürfen weder als Stoff noch als Gemisch in Aerosolpackungen verwendet werden, die dazu bestimmt sind, für Unterhaltungs- und Dekorationszwecke an die breite Öffentlichkeit abgegeben zu werden, wie z. B. für Dekorationen mit metallischen Glanzeffekten, insbesondere für Festlichkeiten, künstlichen Schnee und Reif, unanständige Geräusche, Luftschlangen, Scherzexkremente, Horntöne für Vergnügungen, Schäume und Flocken zu Dekorationszwecken, künstliche Spinnweben, Stinkbomben. Weitere Informationen zu den Verboten und Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006, konsolidierte Version (BAUA)
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 509 Lagern von flüssigen und festen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern sowie Füll- und Entleerstellen für ortsbewegliche Behälter; Ausgabe Juni 2022
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 800 Brandschutzmaßnahmen; Ausgabe Dezember 2010
TRGS 720 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Allgemeines; Ausgabe Juli 2020, zuletzt berichtigt März 2021
TRGS 721 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Beurteilung der Explosionsgefährdung; Ausgabe Oktober 2020, zuletzt berichtigt Dezember 2020
TRGS 722 Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre, Ausgabe Februar 2021
TRGS 723 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische; Ausgabe Juli 2019, zuletzt geändert Oktober 2020
TRGS 724 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken, Ausgabe Juli 2019
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 18/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) OECD Screening Information DataSet (SIDS) (nur auf Englisch) Risk Assessment Report (nur auf Englisch) The MAK Collection for Occupational Health and Safety DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00435 Organisation for Economic Cooperation and Development (OECD) "Screening Information Data Set for High Production Volume Chemicals (SIDS)", http://www.inchem.org/pages/sids.html
Quelle: 00454 Hazardous Substances Data Bank (HSDB)
Quelle: 01211 Sicherheitsdatenblatt, Merck Material Safety Data Sheet, Merck
Quelle: 01231 Sicherheitsdatenblatt, Thermo Fisher Scientific Material Safety Data Sheet, Thermo Fisher Scientific
Quelle: 02050 European Union "Risk Assessment Report" European Chemicals Bureau
Quelle: 02072 Ecotoxicological Data, compiled by the US Environmental Protection Agency (EPA), selected and distributed by Technical Database Services (TDS), New York, 2009
Quelle: 02077 National Industrial Chemicals Notification and Assessment Scheme (NICNAS), Australia https://www.nicnas.gov.au/
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 06806 GESTIS-STAUB-EX-Datenbank des IFA www.dguv.de/ifa/gestis-staub-ex
Quelle: 07500 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur IFA GESTIS-Stoffdatenbank 19/20 11.02.2026
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Zink, Pulver oder Staub, nicht stabilisiert Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr.1907/2006 (CLP-Verordnung)
Quelle: 07520 Europäische Chemikalienagentur ECHA: Informationen über registrierte Substanzen European Chemicals Agency ECHA: Information on registered substances
Quelle: 07580 Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt geändert 30.10.2025
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07655 D. Henschler (Hrsg.) "Analytische Methoden zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Analysen im biologischen Material" Loseblattausgabe mit Ergänzungslieferungen, VCH Verlagsgesellschaft mbH Weinheim
Quelle: 07748 American Conference of Governmental Industrial Hygienists "Documentation of the threshold limit values and biological exposure indices Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen
Quelle: 07902 BAM: Datenbank Gefahrgut-Schnellinfo
Quelle: 08093 E. Bingham, B. Cohrssen (Edts.) "Patty´s Toxicology" Sixth Edition, John Wiley & Sons, New York 2012
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 10039 J.M. Fine et al. Metal fume fever: characterization of clinical and plasma IL-6 responses in controlled human exposures to zinc oxide fume at and below the threshold limit value. J Occup Environ Med. 1997, 39(8), 722-6
Quelle: 10040 K.M. Bora, B.A. Dolcourt, A. Katiyar, C.K. Aaron Kinetics of zinc elimination with and without chelation. [Abstract]. Clin Toxicol 2009; 47: 702-765
Quelle: 10041 J. Ruprecht Dimaval®. Wissenschaftliche Produktmonographie. 7. Aufl., Berlin: Heyl GmbH 2008
Quelle: 99991 Analogieschluss aus Kühn-Birett-Merkblättern (Analogy from Kühn-Birett leaflets)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 20/20 11.02.2026
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Cyanide
CCyyaanniiddee
Identifikation | Charakterisierung | Phys.-Chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
CCyyaanniiddee
ZZVVGG NNrr:: 520052 IINNDDEEXX NNrr:: 006-007-00-5
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
128200 Cyanide
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist fest.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
charakteristischer Geruch mandelartig
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Cyanide sind Salze der Cyanwasserstoffsäure (Blausäure, HCN). Sie enthalten das farblose, giftige Anion CN-. Die Alkalicyanide (z.B. Kalium- oder Natriumcyanid) und die Erdalkalicyanide (z.B. Calciumcyanid) sind löslich in Wasser. Die meisten Schwermetall-Cyanide sind praktisch unlöslich in Wasser. Quecksilber(II) -cyanid hingegen ist löslich. Wässrige Lösung reagiert stark alkalisch. Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus. Der Stoff ist gewässergefährdend. (s. Kapitel VORSCHRIFTEN). Neben den normalen Cyaniden sind auch viele komplexe Cyanide bekannt. Ihre Wirkung reicht von nahezu untoxisch (z.B. Blutlaugensalz) bis sehr giftig (z.B. Kaliumdicyanoaurat).
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/14 11.02.2026
[Seite 122]
Cyanide Gefährliche Reaktionen
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
TThheerrmmiisscchhee ZZeerrsseettzzuunngg:: Zersetzung in der Hitze. Unter Ausschluß von Kohlendioxid, auch dem der Luft, und Feuchtigkeit, sind die meisten Cyanide auch bei erhöhter Temperatur stabil.
Quelle: 80102 99999
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe | Arbeitsmedizinische Vorsorge
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Unter gewerblichen Bedingungen führt der Hauptaufnahmeweg für - hier ausschließlich betrachtete - anorganische Cyanide (C.) (in Form von Stäuben oder Aerosolen) über den Atemtrakt. Bei gut wasserlöslichen, insbesondere den ionisierten, nicht komplex gebundenen Cyaniden muß außerdem mit einer erheblichen Hautresorbierbarkeit gerechnet werden.[99983]
AAtteemmwweeggee:: Bei wassergelösten ionisierten Cyaniden, insbesondere den Alkalicyaniden, muß von einer sehr guten Resorbierbarkeit über den Atemtrakt ausgegangen werden. Schwerlösliche (Schwermetall-)C., die als Stäube direkt nur zum geringeren Teil, sowie komplex gebundene C., die in nicht nachgewiesenem Ausmaß resorbiert werden, können über den mucoziliaren Reinigungsweg in den Magen gelangen. Die dort vorherrschenden sauren Reaktionsbedingungen können in fast allen Fällen ausreichen, Cyanwasserstoffsäure (HCN) freizusetzen, die sofort und praktisch quantitativ resorbiert wird. Eine nicht vernachlässigbare Resorptionsmöglichkeit besteht durch Entwicklung von HCN aus Cyaniden im Vorfeld einer Exposition (durch Erhitzen von C. bzw. durch Umgang mit C. unter sauren Reaktionsbedingungen).[99983]
HHaauutt:: Lösliche ionisierbare C. können als Lösungen in bemerkenswerten Mengen über die Haut resorbiert werden.[07748] Für lösliche und komplex gebundene C. liegen keine zuverlässigen Angaben vor.[99983] Jedoch sollte die Gefahr einer Resorption - insbesondere bei Kontakt mit verletzter Haut - keinesfalls vernachlässigt werden.[99999]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Mit einer mehr oder weniger verzögerten Freisetzung toxischer HCN-Konzentrationen im Magen (erhebliche Abhängigkeit von der Säurekapazität im Falle komplexer C.) ist bei jeder C.-Ingestion zu rechnen.[99999] Im Falle des Kaliumhexacyanoferrates(II) besteht wohl eine ernsthafte Vergiftungs- oder Todesgefahr nur bei gleichzeitiger Aufnahme sehr hoher Dosen und einer komplexzerstörenden starken Säure. [07836]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut (cyanidbezogen): reizende Wirkung auf die Schleimhäute, nervale und Herz-Kreislauf-Störungen, Unterbrechung lebenswichtiger Stoffwechselvorgänge, Tod[99983]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/14 11.02.2026
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Cyanide chronisch: Irritation und Schädigung von Schleimhäuten und Haut;[07636] Störung des Allgemeinbefindens, ggf. verstärkende Wirkung durch spezifische Effekte des kationischen C.-Anteils[99983]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: Das Ausmaß der reizenden Wirkung auf Schleimhäute und Haut ist nicht nur von der C.- Konzentration, sondern auch vom Kation abhängig (z.B. stark alkalische Reaktion der Alkali-cyanide infolge Hydrolyse).[05001] Für einige C. wurde über Augenschädigungen berichtet.[07656] Bei den systemisch bedingten akut toxischen Wirkungen dominiert jedoch i.a. der Cyanid- Molekülanteil, wobei das Ausmaß der durch Cyanidionen bzw. durch wenig dissoziierte HCN hervorgerufene Effekte maßgeblich von der Resorptionsrate abhängig ist.[99999] Die Warnwirkung, die von dem HCN-typischen bittermandelartigen Geruch von KCN-Lösungen ausgeht, wurde als gering bezeichnet, da 20-40 % der Menschen - genetisch bedingt - diesen nicht wahrnehmen können.[07744] Im Vordergrund der toxischen Wirkungen von C. stehen die Neurotoxizität (evtl. verstärkt durch neurotoxische Kationen) und die Schädigung des Herz-Kreislaufsystems, die bei subakuter Exposition folgende Symptomatik hervorrufen: Schwäche, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, gelegentlich Übelkeit und Erbrechen.[07748] Höhere Konzentrationen (akute Vergiftung) bewirken zusätzlich Angstgefühl, beschleunigte Atmung, Krämpfe, Bewusstlosigkeit und evtl. Tod. Ingestion bereits geringer Mengen gut resorbierbarer C. (bei KCN < 100 mg) kann bei einem Menschen durchschnittlicher Konstitution nach kurzer Zeit Kollaps und Einstellung der Atemfunktion mit Todesfolge hervorrufen.[07656] Im Falle von Cyaniden mit stark toxischem Kation (z.B. Hg oder Pb) können unvorhersehbare Kombinationswirkungen von Kation und Anion nicht ausgeschlossen werden. Dagegen ist die akut toxische Wirkung komplex gebundener Cyanide in Abhängigkeit von der Stabilität des Komplexes oft verringert bzw. stark verzögert.[99999]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Untersuchungen an Arbeitern in der Galvanikindustrie haben erhebliche Hautprobleme (Dermatitis) gezeigt. Berichtet wurde über Juckreiz, scharlachartigen Hautausschlag, Papeln; weiterhin über Irritation der Nasenschleimhäute mit der Folge von Atemstörungen (Obstruktion); Blutungen, Verkrustungen und in Extremfällen Perforation des Septums.[07636] Lösliche Cyanide riefen nach Auskunft Exponierter folgende subjektiv empfundene Symptome hervor: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit, Angstgefühl, Schwäche in Armen und Beinen.[07656] Inwieweit bei einer chronischen C.-Exposition - substanzspezifisch - die Cyanid-bedingten toxischen Wirkungen durch verzögerte Resorption - und dadurch bedingte effektivere Entgiftung - zurückgedrängt oder anderenfalls durch ggf. gleichgerichtete Wirkpotentiale des Kations (z.B. bei Kupfer-, Blei- und Quecksilbercyanid) sogar verstärkt werden können, ist aus den verfügbaren Daten nicht ersichtlich.[99999]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Reproduktionstoxizität: Es liegen keine ausreichenden Cyanid-spezifischen Angaben vor. Mutagenität: Es liegen keine ausreichenden, für die unterschiedlichen Cyanid-Bindungsarten verallgemeinerungsfähigen Angaben vor. Kanzerogenität: Es liegen keine Angaben vor.[99983]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Nach Resorption in den Warmblüterorganismus blockiert Cyanid u.a. das dreiwertige (nicht das zweiwertige) Eisen in den zellulären Atmungsenzymen. Es ist der Prototyp eines Zellstoffwechselgiftes. Nach Blockierung der Cytochromoxidase kann der antransportierte Sauerstoff in der Zelle nicht aktiviert und für die Oxidationsprozesse nutzbar gemacht werden. Die Folge ist eine Erstickung auf zellulärer Ebene.[07797]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/14 11.02.2026
[Seite 124]
Cyanide Die dadurch bedingte "Umstellung" des Kohlenhydratmetabolismus von Pyruvat- auf Lactatproduktion resultiert in einer schnellen Akkumulation von Milchsäure (Lactatacidose). Die Hemmung der Cytochromoxidase ist reversibel. Die endgültige Entgiftung wird durch die körpereigene Rhodanese bewirkt, die eine Reaktion von Cyanid zum Thiocyanat unter Beteiligung körpereigener Schwefelverbindungen - insbesondere Thiosulfat - katalysiert.[07798] Die klassische Antidottherapie nutzt die hohe Affinität von Cyanid zu Fe3+, indem ein Teil des Fe2+- Hämoglobins zu Fe3+-Hb oxidiert wird, welches den Schadstoff abfängt. Aus diesem Komplex wird das langsam freigesetzte Cyanid durch zusätzliche Thiosulfatgabe gebunden und als Thiocyanat (s.o.) über die Nieren ausgeschieden.[07638]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 31.08.1995. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: So schnell wie möglich: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Arzt zum Unfallort rufen. Augenkontakt mit Alkalicyaniden oder Spritzern ihrer wäßrigen Lösungen ist lebensgefährlich. Schlechter lösliche komplexe Cyanide sind topisch und resorptiv etwas weniger problematisch. [07985, 99983]
HHaauutt:: Benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten. Betroffene Hautpartien mindestens 10 bis 20 Minuten unter fließendem Wasser spülen. Bei größerflächigem Kontakt Schwalldusche nutzen! Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrbereich bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Nach massivem Kontakt mit löslichen, nicht komplexen Cyaniden grundsätzlich Arzt zum Unfallort rufen. Dies gilt generell für alle Cyanide nach Kontakt mit verletzter Haut.
Kontaminierte Arbeitskleidung gesichert im Freien unter Wasser lagern. [07985, 99999]
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Im Falle löslicher, nicht komplexer Cyanide den Patienten in eine halbsitzende Position bringen und sofort Arzt zum Unfallort rufen. Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen. Bei Atemstillstand keine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen. Statt dessen über eine Atemmaske mit Sauerstoff beatmen. Im Falle massiver Exposition gegenüber unlöslichen/komplexen Cyaniden: Bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen. In jedem Fall schnellstmöglich: Für ärztliche Behandlung sorgen. [07985]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Mund ausspülen, Flüssigkeit wieder ausspucken. Sofort - bei erhaltenem Bewusstsein - 1 Glas Wasser (ca. 200 ml) trinken lassen. Baldmöglichst Erbrechen auslösen, sofern der Verunfallte bei Bewußtsein ist. Sämtliche Manipulationen am Verunfallten sind nur mit Schutzhandschuhen durchzuführen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/14 11.02.2026
[Seite 125]
Cyanide Bei Atemstillstand keine Mund-zu-Mund-Beatmung, sondern über eine Atemmaske mit Sauerstoff- angereicherter Luft oder reinem Sauerstoff beatmen. Arzt zum Unfallort rufen. Bei spontanem oder induziertem Erbrechen Kopf des Verunfallten tief halten, um eine Aspiration zu verhindern. [07985]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Die topischen und systemischen Wirkungen der löslichen, nicht komplexen Cyanide einerseits und der unlöslichen bzw. komplexen Cyanide andererseits sind (gegebenenfalls) außerordentlich unterschiedlich. Eine einheitliche Therapieempfehlung kann daher nicht gegeben werden. Es sollte zunächst (notwendigenfalls) für die Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen gesorgt und umgehend festgestellt werden, gegenüber welchem Cyanid bzw. welcher Gruppe von Cyaniden eine Exposition vorgelegen hat. Ist dies nicht sofort möglich, sollten zunächst die Hinweise für "Blausäuresalze, außer komplexe Cyanide" verwendet werden.[99999]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. Die Anwendung des MetHb-Bildners (Iso-)Amylnitrit als Antidot (zu Inhalation über 10 sec in Abständen von 1 min, mit Nachgabe von Natriumthiosulfat) wird in neuer Literatur nur noch als Notbehelf bei Fehlen anderer Antidota erwähnt, ist wegen zu geringer Wirksamkeit und hypotoner Nebenwirkung aber weitgehend verlassen. [08013]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 03.11.2006. Sie werden bei Bedarf angepasst.
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINNIISSCCHHEE VVOORRSSOORRGGEE
AAnnggeebboottssvvoorrssoorrggee:: Den Personen, die Begasungen durchführen, ist arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten. FFrriisstteenn:: Den Beschäftigten muss vor Aufnahme der Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden. Fristen für das Angebot von regelmäßiger arbeitsmedizinischer Vorsorge sind der arbeitsmedizinischen Regel „AMR Nummer 2.1“ zu entnehmen.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden
VVOORRBBEEMMEERRKKUUNNGG
Die folgenden Informationen gelten nicht für kennzeichnungsfreie komplexe Cyanide.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Der Fußboden sollte keinen Bodenabfluss haben. Waschgelegenheit am Arbeitsplatz vorsehen. Beim Umgang mit größeren Mengen Notbrausen vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Nur geschlossene Apparaturen verwenden. Ist das Austreten des Stoffes nicht zu verhindern, ist dieser an der Austrittsstelle gefahrlos abzusaugen. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/14 11.02.2026
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Cyanide
Geeignete Werkstoffe: Austenitische Stähle (für die Lagerung von Lösungen mit max. 30% Cyanidverbindung)
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Auf Sauberkeit am Arbeitsplatz achten. An Arbeitsplätzen dürfen nur die Substanzmengen vorhanden sein, die für den Fortgang der Arbeiten erforderlich sind. Gefäße nicht offenstehen lassen. Für das Ab- und Umfüllen möglichst dichtschließende Anlagen mit Absaugung einsetzen. Verschütten vermeiden. Nur in gekennzeichnete Behälter abfüllen. Bei offenem Hantieren jeglichen Kontakt vermeiden. Bei offenem Hantieren Staubentwicklung vermeiden. Für Lösungen: Verspritzen vermeiden. Cyanide und deren Lösungen dürfen nicht mit Säure zusammenkommen, um die Bildung von Cyanwasserstoff zu vermeiden. Nicht zusammen mit unverträglichen Substanzen transportieren. Beim Transport in zerbrechlichen Gefäßen geeignete Überbehälter benutzen.
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Beim Reinigen ggf. persönliche Schutzausrüstung benutzen. Staubbildung vermeiden. Nicht vermeidbare Staubablagerungen sind regelmäßig aufzunehmen. Geprüfte Industriestaubsauger oder Sauganlagen verwenden. Das Abblasen zu Reinigungszwecken ist nicht zulässig. Alternativ: Feucht reinigen. Instandhaltungsarbeiten und Arbeiten in Behältern oder engen Räumen nur mit schriftlicher Erlaubnis durchführen.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Unter Verschluss oder nur für fachkundige Personen zugänglich aufbewahren. Keine Lebensmittelgefäße verwenden - Verwechslungsgefahr! Behälter sind eindeutig und dauerhaft zu kennzeichnen. Zerbrechliche Gefäße in bruchsichere Übergefäße einstellen. Behälter dicht geschlossen halten. Behälter an einem gut belüfteten Ort aufbewahren.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 6.1B (Nichtbrennbare akut toxische Stoffe Kat. 1 und 2) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Gase.
- Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
- Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Pyrophore Stoffe.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
- Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
- Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe.
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Cyanide Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B.
- Brennbare Feststoffe der Lagerklasse 11. Der Stoff sollte nicht mit Stoffen zusammengelagert werden, mit denen gefährliche chemische Reaktionen möglich sind. Stoffe (z.B. Säuren), durch deren Kontakt Cyanwasserstoff freigesetzt werden kann.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist nicht brennbar. Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen auf die brennbaren Stoffe im Bereich abstimmen. Im Schadensfall muss aber mit der Entwicklung von hochentzündlichem Cyanwasserstoff gerechnet werden, der mit Luft explosionsfähige Gemische bildet. (Stoffdatenblatt "Cyanwasserstoff" beachten.)
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich, falls mehr als nur eine geringe Gefährdung festgestellt wurde. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Ein Flucht- und Rettungsplan ist aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Nutzungsart der Arbeitsstätte dies erfordern. Die Zahl der Beschäftigten, die mit dem Gefahrstoff umgehen, ist so klein wie möglich zu halten. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Tätigkeitsbeschränkungen für schwangere Frauen nach Mutterschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Je nach Gefährdung geeignete Schutzkleidung oder geeigneten Chemikalienschutzanzug tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten. In Anlagen, in denen mit Cyanwasserstoff umgegangen wird bzw. sich Cyanwasserstoff bilden kann, sollten Atemschutzgeräte, die die Flucht aus dem Gefahrenbereich ermöglichen, ständig mitgeführt werden. Atemschutzgerät: Kombinationsfilter B - P3, Kennfarbe grau-weiß. Bei Konzentrationen über der Anwendungsgrenze von Filtergeräten, bei Sauerstoffgehalten unter 17 Vol% oder bei unklaren Bedingungen ist ein Isoliergerät zu verwenden.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Es sollte ausreichender Augenschutz getragen werden. Gestellbrille mit Seitenschutz verwenden.
Gesichtsschutz (Schutzschirm oder Vollmaske) muss getragen werden beim Einbringen von Gegenständen in Härtebäder, beim Zerkleinern von Cyaniden, beim Füllen und Ausschöpfen von Bädern und bei sonstigen Arbeiten, bei denen Cyanide oder deren Lösungen verspritzen können.
HHaannddsscchhuuttzz:: Schutzhandschuhe verwenden. Das Handschuhmaterial muss gegen den verwendeten Stoff ausreichend undurchlässig und beständig sein. Vor Gebrauch Dichtheit prüfen. Handschuhe vor dem Ausziehen vorreinigen, danach gut belüftet aufbewahren. Hautpflege beachten. Hautschutzsalben bieten keinen ausreichenden Schutz gegen diesen Stoff. Völlig ungeeignet sind Stoff- oder Lederhandschuhe.
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Cyanide Nachfolgende Daten gelten für die Lösungen von Kaliumcyanid, Natriumcyanid und Calciumcyanid: Geeignet sind Handschuhe aus folgenden Materialien (Durchbruchzeit >= 8 Stunden): Naturkautschuk/Naturlatex - NR (0,5 mm) (ungepuderte und allergenfreie Produkte verwenden) Polychloropren - CR (0,5 mm) Nitrilkautschuk/Nitrillatex - NBR (0,35 mm) Butylkautschuk - Butyl (0,5 mm) Fluorkautschuk - FKM (0,4 mm) Polyvinylchlorid - PVC (0,5 mm)
Die Zeitangaben sind Richtwerte aus Messungen bei 22 °C und dauerhaftem Kontakt. Erhöhte Temperaturen durch erwärmte Substanzen, Körperwärme etc. und eine Verminderung der effektiven Schichtstärke durch Dehnung können zu einer erheblichen Verringerung der Durchbruchzeit führen. Im Zweifelsfall Hersteller ansprechen. Bei einer ca. 1,5-fach größeren/kleineren Schichtdicke verdoppelt/halbiert sich die jeweilige Durchbruchzeit. Die Daten gelten nur für den Reinstoff. Bei Übertragung auf Substanzgemische dürfen sie nur als Orientierungshilfe angesehen werden.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: In Arbeitsbereichen dürfen keine Nahrungs- und Genussmittel aufgenommen werden. Für diesen Zweck sind geeignete Bereiche einzurichten. Berührung mit der Haut vermeiden. Nach Substanzkontakt ist Hautreinigung erforderlich. Einatmen von Stäuben vermeiden. Berührung mit der Kleidung vermeiden. Verunreinigte Kleidung wechseln und gründlich reinigen. Vor Pausen gegebenenfalls die Arbeitskleidung wechseln. Getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Straßen- und Arbeitskleidung müssen zur Verfügung stehen, wenn eine Gefährdung durch Verunreinigung der Arbeitskleidung zu erwarten ist. Vor Pausen und bei Arbeitsende Hautreinigung mit Wasser und Seife erforderlich. Nach der Reinigung fetthaltige Hautpflegemittel verwenden.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Wenn eine Verwertung nicht möglich ist, müssen Abfälle unter Beachtung der örtlichen behördlichen Vorschriften beseitigt werden.
Sammlung von Kleinmengen: Unter Rühren in Natriumhypochlorit-Lösung eintragen, ggf. mehrere Tage einwirken lassen. Achtung, manche Stoffe können heftig reagieren! Evtl. freiwerdende toxische oder brennbare Gase ableiten. Überschuss an Oxidationsmittel mit Natriumthiosulfat zerstören. In Sammelbehälter für Salzlösungen geben, ein pH-Wert von 6-8 ist einzustellen, bzw. in Sammelbehälter für giftige anorganische Rückstände sowie Schwermetallsalze und ihre Lösungen geben. Sammelgefäße sind deutlich mit der systematischen Bezeichnung ihres Inhaltes zu beschriften. Gefäße an einem gut gelüfteten Ort aufbewahren. Der zuständigen Stelle zur Abfallbeseitigung übergeben. Achtung! Cyanid wird bei der Reaktion mit Natriumhypochlorit zunächst zu Cyanat oxidiert und anschließend zu Stickstoff und Kohlendioxid umgesetzt. Der erste Schritt der Reaktion verläuft bei hohen pH-Werten leicht. Die folgende Umsetzung zu Stickstoff und Kohlendioxid ist aber stark abhängig vom pH-Wert. Sie verläuft langsam bei pH 11. Bei Werten zwischen pH 10 und 10,3 kann die Reaktion bei konzentrierten Lösungen außer Kontrolle geraten und stark aufschäumen. Liegt der pH-Wert bei der Umsetzung unter 9, kann sich explosives Stickstofftrichlorid bilden. Bei einem Laborversuch mit kleinsten Mengen wurde ein Gasometer zerstört (Quelle: Bretherick, Roth-Weller). Cyanidhaltige Abwässer sind sinnvollerweise getrennt von anderen zu sammeln. Eine getrennte Führung von Abwässern unterschiedlicher Cyanidkonzentrationen kann ebenfalls von Vorteil sein.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen.
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Cyanide Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen betreten werden (s. Kapitel Persönliche Schutzmaßnahmen).
Staubfrei aufnehmen. Anschließend Raum lüften und verschmutzte Gegenstände und Boden reinigen.
Gewässergefährdung: Stark wassergefährdend. Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich unbedingt vermeiden. Schon beim Eindringen geringer Mengen Behörden verständigen.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Stoff selbst brennt nicht, Löschmaßnahmen auf Umgebung abstimmen. Bei Einbeziehung in Umgebungsbrand: Umliegende Gebinde und Behälter mit Sprühwasser kühlen. Behälter wenn möglich aus der Gefahrenzone bringen. Entstehende Dämpfe mit Wassersprühstahl niederschlagen.
PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Bei Einbeziehung in einen Brand können gefährliche Stoffe freigesetzt werden. Nitrose Gase (Stickoxide) Blausäuredämpfe (Cyanwasserstoff) Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und Chemieschutzanzug tragen.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung | Arbeitsplatzkennzeichnung | TA Luft | Empfehlung MAK | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger | Arbeitsmedizinische Vorsorge
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Akute Toxizität, Kategorie 2, Einatmen *; H330 Akute Toxizität, Kategorie 1, Hautkontakt; H310 Akute Toxizität, Kategorie 2, Verschlucken *; H300 Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1; H400 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 1; H410
- Mindesteinstufung
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H330: Lebensgefahr bei Einatmen. H310: Lebensgefahr bei Hautkontakt. H300: Lebensgefahr bei Verschlucken. H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
EErrggäännzzeennddee GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- EEUUHH--SSäättzzee:: EUH032: Entwickelt bei Berührung mit Säure sehr giftige Gase
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Cyanide Geltungsbereich: Salze der Blausäure mit Ausnahme der komplexen Cyanide, z.B. Cyanoferrate (II) und (III) und Quecksilberoxidcyanid Salts of hydrogen cyanide with the exception of complex cyanides such as ferrocyanides, ferricyanides and mercuric oxycyanide
Quelle: 07501
Herstellerangaben für diesen Stoff liegen uns nicht vor, so dass keine P-Sätze angegeben werden können.
Quelle: 99999
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG VVOONN GGEEMMIISSCCHHEENN
Die Einstufung von Gemischen, die diesen Stoff enthalten, ergibt sich aus Anhang 1 der Verordnung (EG) 1272/2008.
Quelle: 07501
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: Rauchen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
Essen und Trinken verboten
WWaarrnnzzeeiicchheenn:: Warnung vor giftigen Stoffen
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
TTEECCHHNNIISSCCHHEE AANNLLEEIITTUUNNGG ZZUURR RREEIINNHHAALLTTUUNNGG DDEERR LLUUFFTT ((TTAA LLUUFFTT))
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Cyanide Kapitel 5.2.2 Staubförmige anorganische Stoffe Klasse III Insgesamt dürfen, auch beim Vorhandensein mehrerer Stoffe derselben Klasse, folgende Werte im Abgas nicht überschritten werden:
Massenstrom:5 g/h oder Massenkonzentration:1 mg/m³ Angegeben als CN.
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
2 mg/m³ gemessen als einatembare Fraktion
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 1 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Stoffe mit verzögertem Wirkungseintritt (systemisch wirkend oder in der Lunge nach wiederholter Exposition)
Gefahr der Hautresorption
Schwangerschaft: Gruppe C Eine fruchtschädigende Wirkung ist bei Einhaltung des MAK‐ und BAT-Wertes nicht anzunehmen.
Geltungsbereich: Cyanide, als CN berechnet
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
H1 Akut toxisch Kategorie 1, alle Expositionswege E1 Gewässergefährdend, Kategorie Akut 1 oder Chronisch 1
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.1.1 H1 Akut toxisch Mengenschwelle untere Kl.: 5 t Mengenschwelle obere Kl.: 20 t
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.3.1 E1 Gewässergefährdend Mengenschwelle untere Kl.: 100 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
PPffllaannzzeennsscchhuuttzz--AAnnwweenndduunnggssvveerroorrddnnuunngg ((PPffllSScchhAAnnwwVV))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 11/14 11.02.2026
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Cyanide Anlage 2 zu den §§ 1, 4 und 5 Abs. 2 Der Stoff darf nur zur Begasung mit Blausäure in folgenden Bereichen eingesetzt werden:
- u.a. in Mühlen, Lagerräumen, Vorratsräumen, Transportmitteln und -behältern gegen Vorratsschädlinge
- von Pflanzen in Vegetationsruhe
- in Gewächshäusern Eine Anwendung in Naturschutzgebieten und Nationalparken ist verboten. Saat- oder Pflanzgut oder Kultursubstrat, in oder auf dem ein Pflanzenschutzmittel vorhanden ist, das den Stoff enthält, darf nicht eingeführt werden. Weitere Informationen zu den Beschränkungen und Ausnahmen sind der PflSchAnwV zu entnehmen.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung - Beurteilung - Maßnahmen; Ausgabe Oktober 2022, zuletzt geändert September 2024
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 509 Lagern von flüssigen und festen Gefahrstoffen in ortsfesten Behältern sowie Füll- und Entleerstellen für ortsbewegliche Behälter; Ausgabe Juni 2022
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 512 Begasungen; Ausgabe Januar 2007; zuletzt geändert und ergänzt: September 2012
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch)
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 12/14 11.02.2026
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Cyanide Quelle: 00500 RÖMPP Online ab 2003
Quelle: 05001 Kühn-Birett-Merkblätter bis 88. Ergänzungslieferung
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 07501 Verordnung (EG) Nr. 790/2009 der Kommission vom 10. August 2009 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen zwecks Anpassung an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt (1. Änderung)
Quelle: 07635 AUERDATA 98
Quelle: 07636 L. Parmeggiani (Edt.) "Enzyclopedia of Occupational Health and Safety" 3. Auflage, International Labour Office, Genf 1983
Quelle: 07638 M. Daunderer "Toxikologische Enzyklopädie - Klinische Toxikologie - Giftinformation, Giftnachweis, Vergiftungstherapie" Loseblatt-Ausgabe, ecomed-Verlagsgesellschaft mbH, Landsberg
Quelle: 07656 D. Walsh (Hrsg.) "Chemical Safety Data Sheets; Vol. I Solvents, Vol. II Metalls, Vol. III Corrosives and Irritants, Vol. IV Toxic Chemicals, Vol.V Flammable Chemicals" University of Technology, Loughborough 1990
Quelle: 07727 L. Roth "Gefahrstoff-Entsorgung" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag, Landsberg
Quelle: 07744 NIOSH OSHA "Occupational Health Guidelines for Chemical Hazards" Cincinnati 1988
Quelle: 07748 American Conference of Governmental Industrial Hygienists "Documentation of the threshold limit values and biological exposure indices Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen
Quelle: 07795 H. Geerißen "GloSaDa 2000 Plus - Glove Safety Data"
Quelle: 07797 W. Forth, D. Henschler, W. Rummel (Hrsg.) "Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie" 6. Auflage, Wissenschaftsverlag, Zürich 1992
Quelle: 07798 M.J. Ellenhorn, D.G. Barceloux "Medical Toxicology, Diagnosis and Treatment of Human Poisoning" Elsevier Science Publishing Company, Inc., New York 1988
Quelle: 07836 L. Lewin "Gifte und Vergiftungen" 6. Auflage, Karl F. Haug Verlag, Heidelberg 1992
Quelle: 07985 IPCS: CICADs - Concise International Chemical Assessment Documents. WHO, Genf, Serie ab 1998
Quelle: 08013 Ludewig "Akute Vergiftungen" 9. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1999 IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/14 11.02.2026
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Cyanide Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 80102 BG-Chemie-Merkblatt M 002 Ausgabe 12/89 (BGI 569) Cyanwasserstoff, Blausäure, Cyanide Dieses Merkblatt wurde zurückgezogen
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99991 Analogieschluss aus Kühn-Birett-Merkblättern (Analogy from Kühn-Birett leaflets)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 14/14 11.02.2026
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Cyanwasserstoff
CCyyaannwwaasssseerrssttooffff
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
CCyyaannwwaasssseerrssttooffff Ameisensäurenitril Blausäure
ZZVVGG NNrr:: 12450 CCAASS NNrr:: 74-90-8 EEGG NNrr:: 200-821-6 IINNDDEEXX NNrr:: 006-006-00-X
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
128200 Cyanide
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist flüssig. Der Siedepunkt liegt im Raumtemperaturbereich.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
farblos bittermandelartiger Geruch
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Extrem entzündbare Flüssigkeit Dämpfe bilden mit Luft explosive Gemische. Um gefährliche Reaktionen zu vermeiden, muss der Stoff in bestimmter Reinheit vorliegen und ein geeigneter Stabilisator in ausreichender Menge beigegeben sein. Mit Wasser mischbar. Leicht flüchtig. Obwohl der Stoff bei Raumtemperatur flüssig ist, unterliegt er den Druckgasbestimmungen. Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus. Der Stoff ist gewässergefährdend. (s. Kapitel VORSCHRIFTEN).
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff
Stoffinformationen in Wikipedia
FFOORRMMEELL
HCN CHN
MMoollaarree 27,03 g/mol MMaassssee:: UUmmrreecchhnnuunnggssffaakkttoorr (Gasphase) bei 1013 mbar und 20 °C: 1 ml/m³ = 1,12 mg/m³
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Tripelpunkt | Schmelzpunkt | Siedepunkt | Kritische Daten | Dichte | Dampfdruck | Flammpunkt | Zündtemperatur | Explosionsdaten | Löslichkeit | Verteilungskoeffizient | Gefährliche Reaktionen
TTRRIIPPEELLPPUUNNKKTT
Temperatur:-13,3 °C Druck:0,187 bar Quelle: 00260
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt:-13 °C Quelle: 00440
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Siedepunkt:26 °C Quelle: 00440
KKRRIITTIISSCCHHEE DDAATTEENN
Kritische Temp.:183,7 °C Kritischer Druck:53,9 bar Kritische Dichte:0,195 g/cm³ Quelle: 00260
DDIICCHHTTEE
DICHTE Wert:0,69 g/cm³ Temperatur:20 °C Quelle: 00440
DICHTE DER FLÜSSIGEN PHASE AM SIEDEPUNKT Wert:0,667 kg/l Quelle: 00260
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff
RELATIVE GASDICHTE Dichteverhältnis zu trockener Luft bei gleicher Temperatur und gleichem Druck Wert:0,93 Quelle: 00440
DDAAMMPPFFDDRRUUCCKK
Dampfdruck: 817 hPa Temperatur: 20 °C Quelle: 00446
Dampfdruck: 1190 hPa Temperatur: 30 °C Quelle: 00446
Dampfdruck: 2,5 bar Temperatur: 50 °C Quelle: 00106
Dampfdruck: 1690 hPa Temperatur: 40 °C Quelle: 00446
FFLLAAMMMMPPUUNNKKTT
Flammpunkt:< -20 °C Messung im geschlossenen Tiegel Quelle: 00440
ZZÜÜNNDDTTEEMMPPEERRAATTUURR
Zündtemperatur:535 °C Temperaturklasse:T1 Quelle: 00440
EEXXPPLLOOSSIIOONNSSDDAATTEENN
Untere Explosionsgrenze: 5,4 Vol.-% 60 g/m³ Obere Explosionsgrenze: 46,6 Vol.-% 520 g/m³ Grenzspaltweite:0,8 mm Explosionsgruppe:IIB Maximaler Explosionsdruck: 10,2 bar Quelle: 00440
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
mischbar mit Wasser Quelle: 00440
VVEERRTTEEIILLUUNNGGSSKKOOEEFFFFIIZZIIEENNTT ((OOccttaannooll//WWaasssseerr))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/23 11.02.2026
[Seite 138]
Cyanwasserstoff
log Kow:-0,2
Empfohlener Wert der LOG KOW Datenbank. Quelle: 02070
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
GGeeffäähhrrlliicchhee cchheemmiisscchhee RReeaakkttiioonneenn:: Der Stoff ist sehr reaktionsfähig und polymerisiert spontan, es sei denn ein Stabilisator wurde zugesetzt. Die exotherme Polymerisationsreaktion kann sich bis zur Explosion beschleunigen, wenn die Temperatur 180 Grad C übersteigt. Verschiedene Verunreinigungen, Hitze oder Druck können als Polymerisationsinitiatoren wirken.
Im Folgenden wird nicht zwischen den Arten der gefährlichen Reaktionen unterschieden, da die aufgeführten Stoffe alle stark exotherme Reaktionen bewirken und deshalb immer die Gefahr der Explosion beinhalten:
Der Stoff kann in gefährlicher Weise reagieren mit: Aminen Ammoniak Chlor Fluor Oxidationsmitteln Sauerstoff Säuren Acetaldehyd Alkalien Ammoniumchlorid Chloraten (Hitze) Metalloxiden Natriumcyanid Nitriten (Hitze) Polymerisationsbeschleunigern Salzsäure Wärme Wasser (2-5%), Alkalien (Wärme)
Quelle: 06002 99999
TTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE // ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIIEE
ÖÖKKOOTTOOXXIIKKOOLLOOGGIISSCCHHEE DDAATTEENN
LLCC5500 FFiisscchh ((9966 SSttuunnddeenn)) Minimalwert: 0,028 mg/l Maximalwert: 0,157 mg/l Medianwert: 0,0925 mg/l Studienanzahl: 12 Referenz für Medianwert: Kovacs, T.G. 1979. The Effect of Temperature on Cyanide Toxicity to Rainbow Trout (Salmo gairdneri) Part I: Acute Toxicity Part II: Sub-lethal Toxicity. M.S.Thesis, Concordia University, Montreal, Quebec, Cananda :69 p. (Author Communication Used); Broderius, S.J., L.L. Smith Jr., and D.T. Lind 1977. Relative Toxicity of Free Cyanide and Dissolved Sulfide Forms to the Fathead Minnow (Pimephales promelas). J.Fish.Res.Board Can. 34(12):2323-2332 (Personal Communication Used)
Quelle: 02072
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Cyanwasserstoff
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe | Arbeitsmedizinische Vorsorge
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Unter gewerblichen Bedingungen verlaufen die Hauptaufnahmewege für Cyanwasserstoff (HCN) über den Atemtrakt und über die Haut.[07619]
AAtteemmwweeggee:: Die Retention von HCN bei Freiwilligen betrug bei 1- bis 3-minütiger Exposition gegenüber 3,6 - 17,8 ppm bei Mundatmung 39 - 77 % und bei Nasenatmung 13 - 19 %.[07619] Die Retention war nicht konzentrationsabhängig. Wahrscheinlich war die Expositionszeit zu kurz, um eine steady-state-Konzentration im Blut zu erreichen, weil bei Affen, die gegenüber 100 - 150 ppm exponiert waren, dazu 10 min benötigt wurden. Insgesamt wurde festgestellt, daß HCN sehr schnell und effektiv über die Bronchialschleimhaut und die Alveolen resorbiert wird.[80500]
HHaauutt:: Menge und Geschwindigkeit der Resorption von Cyanid aus wäßrigen Lösungen bzw. von HCN aus der Luft hängen vom Feuchtigkeitsgrad der Haut, von der Konzentration und dem pH-Wert der Lösung, der Größe der Kontaktfläche und der Dauer des Kontaktes ab.[80500] In In-vitro-Untersuchungen an menschlicher Haut mit wäßrigen Lösungen wurde für das Cyanidion eine Permeabilitätskonstante von 3,5 x 10 E-4 cm/h gemessen und für HCN eine solche von 1 x 10 E- 2 cm/h berechnet. Die Resorptionsgeschwindigkeit des undissoziierten HCN ist also um den Faktor 30 höher. Die Aufnahme von gasförmigem HCN über die Haut führt nur in hohen Konzentrationen zu schweren systemischen Schäden (bei Hunden ab 5785 ppm über 180 min).[07619]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: HCN wird aus oral aufgenommenen wäßrigen Lösungen sehr schnell und wahrscheinlich vollständig resorbiert.[80500]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: leichte Reizung der Augen durch höhere Dampf- und Lösungskonzentrationen, Hautreizung wahrscheinlich gering oder fehlend; nervale und Herz-Kreislaufstörungen, Stoffwechselstörungen, Atemlähmung[07619] chronisch: Störungen des Allgemeinbefindens,[07748] unspezifische Wirkungen auf das ZNS[07619]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: Trotz jahrzehntelanger Erfahrungen mit gasförmiger oder in Wasser gelöster "Blausäure" gibt es in den diversen Berichten keine klaren Aussagen zum Reizpotential auf Schleimhäute und Haut und eine dadurch möglicherweise ausgelöste Warnwirkung.[99983] Die direkte irritative Wirkung auf die Augen scheint gering zu sein: 2 - 5 min Aufenthalt von Freiwilligen mit Atemschutz in einer 1 Vol.% HCN enthaltenden Atmosphäre (10000 ppm) löste nur Augenrötung aus.[99997] Bei einem Unfallgeschehen zeigte ein Mann, der bei Begasungsarbeiten gegenüber HCN-Dämpfen exponiert war (Expositionshöhe nicht angegeben), nach 1 oder 2 Stunden Ödembildung in der Hornhaut (was mit Sehstörungen verbunden sein dürfte). Kontakt mit reinen wäßrigen HCN- Lösungen wird wegen der weitgehend neutralen Reaktion wahrscheinlich eher systemische Effekte auslösen als irritative.[07979]
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Cyanwasserstoff In den Konjunktivalsack von Kaninchen applizierter HCN (keine näheren Angaben) verursachte nach kurzer Zeit systemische Effekte und führte in Abhängigkeit von der Dosis nach 3 - 12 min zum Tod. Als LD50-Wert aus dieser ungewöhnlichen Toxizitätsprüfung wurde 1 mg/kg KG abgeleitet. Augenkontakt mit HCN-Lösungen muß daher als extrem toxisch angesehen werden, wahrscheinlich wegen der schnellen Resorption über die konjunktivalen Blutgefäße.[00451] Das hautirritative Potential scheint ebenfalls gering zu sein. In dem oben beschriebenen Versuch an Freiwilligen wurden unbedeckte Hautareale gerötet. Nach Verlassen der HCN-haltigen Atmosphäre erschien sie jedoch rot-weiß-marmoriert. Erst wesentlich höhere Konzentrationen (ca. 53000 ppm) bewirkten am begasten nackten Arm eines Freiwilligen nach 22 min starkes Prickeln. Eine 1%ige HCN-Atmosphäre löste bei Atemschutz-tragenden Freiwilligen (s.o.) bereits nach wenigen Minuten Symptome aus, die eine hohe dermale Toxizität belegen: Hitzegefühl am ganzen Körper (insbesondere an Hinterkopf und Nacken), Blutandrang nach dem Kopf, Herzklopfen, beschleunigter Puls. Als Spätwirkungen wurden genannt: Kopfschmerz, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche, abnorme Müdigkeit. HCN-Konzentrationen > 1 Vol.% wurden als lebensgefährlich angesehen, selbst wenn man gegenüber solchen unter Atemschutz und nur kurzzeitig (weit weniger als 5 min) exponiert ist. Höhere Temperatur und Schwitzen begünstigen die dermale HCN- Penetration.[99997] Angaben über ein sensibilisierendes Potential liegen nicht vor.[99983] Der Geruchsschwellenwert (charakteristischer Bittermandelgeruch) wurde mit 0,2 - 5,1 ppm i. allg. als unter der akuten Gefährdungsschwelle liegend betrachtet. Allerdings können viele Menschen selbst hohe HCN-Konzentrationen geruchlich nicht wahrnehmen.[07619] Nach einer älteren Darstellung, die aber wohl nach wie vor gültig ist, verläuft die langsame inhalative Intoxikation gewöhnlich in 4 Stufen:
- Initialstadium: Schleimhautreizung, Brennen auf der Zunge, metallisch-kratziger Geschmack in Mund und Rachen
- Asthmatisches Stadium: Verlangsamung (dann Beschleunigung) der Atmung, stärkere Atemnot bei noch kaum veränderter Herztätigkeit
- Konvulsivisches Stadium: Angstgefühl, Kopfschmerz, Schwindel, Atemnot, Bewußtseinstrübung, tonisch-klonische und tetanische Krämpfe
- Asphyktisches Stadium: Pupillenerweiterung, Atemstillstand, rascher Eintritt des Todes.[99997] Bei höheren Konzentrationen können auch massive Herz-/Kreislaufstörungen hinzukommen: Initiale Tachykardie, dann Bradykardie, Arrhythmie, Blutdruckabfall, peripherer Gefäßkollaps.[07985] Als tödliche Konzentrationen werden folgende Werte angesehen: 270 ppm: sofort; 181 ppm: 10 min; 135 ppm: 30 min; 108 - 135 ppm: 0,5 - 1 h; ca. 50 ppm gelten als kurzzeitig tolerierbar. Nach schweren Vergiftungen, die überlebt wurden, blieben in verschiedenen Fällen schwere neurologische Schäden zurück.[07619] Orale Vergiftungen des Menschen sind lediglich mit Salzen des HCN berichtet worden. Experimente an Ratten zeigten jedoch, daß die löslichen Cyanide äquitoxisch sind (LD50 an Ratten: 3 - 4 mg - CN/kg KG).[07985]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Hautkontakt mit HCN-Lösung kann zu Dermatitis und Hautausschlag führen.[07619] Eine chronische berufliche Exposition gegenüber HCN mit schweren Gesundheitsschäden ist eher selten. Gegebenenfalls gelten als typische Symptome: Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Konfusion, Muskelschwäche, Seh- und Sprachstörungen, gastrointestinale Beschwerden. Diese Symptome wurden in einer älteren Studie an beruflich exponierten Personen gefunden, die langjährig gegenüber HCN im Bereich von 10 ppm (4,2 - 12 ppm) exponiert waren.[07985] Einige Untersucher gehen davon aus, daß die chronische HCN-Vergiftung eigentlich überwiegend auf eine chronische endogene Thiocyanatvergiftung zurückgeführt werden sollte. Allerdings wurde auch auf die Möglichkeit einer direkten subakuten oder chronischen Cyanidschädigung in den Fällen hingewiesen, in denen dispositions- oder ernährungsbedingt die i. allg. sehr effektiven Detoxifikationsmechanismen über das Thiocyanat gestört sind.[07637] Eine Gewöhnung an HCN scheint sich nicht auszubilden - eher eine zunehmende Überempfindlichkeit.[07606]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Zur Einstufung des fortpflanzungsgefährdenden, erbgutverändernden und krebserzeugenden Potentials s. Stoffliste nach Anhang VI der CLP-Verordnung / TRGS 905 / MAK-Liste (s. Kapitel VORSCHRIFTEN). Reproduktionstoxizität:
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Cyanwasserstoff Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Einhaltung des Arbeitsgrenzwertes bzw. MAK-Wertes und des BGW oder BAT-Wertes nicht befürchtet zu werden. Ein Einfluß auf die Funktion der männlichen und weiblichen Reproduktionsorgane sowie ein fruchtschädigendes Potential wurden bei parentaltoxischen Konzentrationen festgestellt. Mutagenität: Die wenigen, speziell für HCN vorliegenden In-vitro-Tests an verschiedenen Salmonella-Stämmen waren (ausgenommen TA 100 ohne Aktivierung) negativ. In den meisten weiteren Tests mit Cyaniden wurden ebenfalls negative Ergebnisse erhalten.[07619] Kanzerogenität: Es liegen keine ausreichenden Angaben vor.[99983]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Resorbierter HCN wird reversibel, insbesondere an Methämoglobin (0,5 - 1 % des Blutfarbstoffs) und an Plasmaproteine gebunden, und in alle Organe (insbesondere in die Leber, Lunge, Milz und Gehirn) verteilt. Unverändertes Cyanid wird nur zu einem äußerst geringen Anteil über die Atemwege und Nieren ausgeschieden (jedoch sind die diesbezüglichen Aussagen unterschiedlich). Im quantitativ wichtigsten Metabolisierungsschritt wird Thiocyanat (Rhodanid) gebildet. Diese Reaktion wird durch das ausreichend verfügbare und i. allg. sehr aktive Enzym Rhodanese katalysiert und ist nur limitiert durch die Verfügbarkeit des reaktionsbereiten "Sulfan-Schwefels". Dieser kann jedoch durch exogenes Thiosulfat substituiert bzw. ergänzt werden. Hauptangriffspunkt des Cyanids im Säugerorganismus ist der Cytochromoxidase-Komplex, wodurch letztlich die Verwertung des Sauerstoffs in den Zellen (reversibel) verhindert wird. Darüber hinaus werden auch viele andere Enzymsysteme gehemmt, z.B. die für die Entgiftung reaktiver Sauerstoffspezies genutzte Katalase, Peroxidase und Superoxid-dismutase. Die Hemmung der oxidativen Phosphorylierung macht sich im Gehirn am deutlichsten bemerkbar. Die dadurch bedingte Änderung des ADP/ATP-Quotienten bewirkt letztlich die Glykogenolyse, die zur anaeroben ATP-Bildung führt. Die Folge ist eine schnell einsetzende Lactatazidose. Die klassische Antidottherapie nutzt die hohe Affinität von Cyanid zu Fe3+, indem ein Teil des Fe2+- Hämoglobins zu Fe3+-Hb oxidiert wird, welches den Schadstoff abfängt. Das aus diesem Komplex langsam freigesetzte Cyanid wird durch zusätzliche Thiosulfatgabe gebunden und als Thiocyanat (s.o.) über die Nieren ausgeschieden.[08057]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 05.07.2006. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Bei Reizerscheinungen oder Rötung der Augen nach Kontakt mit Dämpfen, beispielsweise bei Verwendung von Atemschutz ohne Augenschutz: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Für ärztliche Behandlung sorgen. Augenkontakt mit Spritzern von flüssigem oder wäßrigem Cyanwasserstoff (HCN) ist wegen extrem schneller Resorption lebensgefährlich! In jedem Fall Arzt zur Unfallstelle rufen.
[07985, 00451, 99999]
HHaauutt:: Nach Kontakt mit wäßrigen HCN-haltigen Lösungen oder nach Hautkontakt mit hohen Dampfkonzentrationen (z.B. im Fall der Nutzung einer Fluchtmaske, jedoch fehlender Schutzkleidung): Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrbereich bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten. Betroffene Hautpartien mindestens 10 bis 20 Minuten unter fließendem Wasser spülen. Für ärztliche Behandlung sorgen.
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Cyanwasserstoff AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Für eine Rettung aus HCN-Atmosphäre ist i.Allg. schwerer Atemschutz notwendig! Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Den Patienten in halbaufrechte Position bringen. Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Keine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen. Sofort Arzt zum Unfallort rufen. Über eine Atemmaske mit Sauerstoff beatmen. [07978, 07985, 00330]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Orale Aufnahme von "Blausäure" als Lösung oder in verflüssigter Form in Arbeitsbereichen ist kaum vorstellbar, im kommunalen Bereich eher auszuschließen. Falls dennoch geschehen: Mund ausspülen, Flüssigkeit wieder ausspucken. Erbrechen nicht anregen. Für ärztliche Behandlung sorgen. Keine Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen, sondern über eine Atemmaske Sauerstoff zuführen. Bei Spontanerbrechen Kopf des Verunfallten unbedingt in Tieflage bringen (Aspirationsgefahr!). [07985, 99999]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Bei den berichteten Vergiftungen mit HCN stand die inhalative Aufnahme im Vordergrund.
- Symptomatik der akuten Vergiftung:[99983] Augen: schwache Reizung (Rötung und evtl. Corneaödem) nach Kontakt mit dem Dampf und sicherlich auch mit wäßrigen Lösungen; außergewöhnlich starke systemische Wirkungen je nach Konzentration und Kontaktdauer Haut: zunächst geringe Reizung durch Dämpfe/Aerosole, dann Rötung/bzw. rot/weiße Marmorierung, erst durch hohe Konzentrationen und längere Einwirkungszeit: starkes Prickeln; konzentrationsabhängige systemische Effekte: dermale Exposition gegenüber Dämpfen > 1 Vol.% (10000 ppm) evtl. ab ca. 5-minütiger Einwirkungszeit tödlich (trotz funktionierenden Atemschutzes) Inhalation: Schleimhautreizung, Brennen auf der Zunge, metallisch-kratziger Geschmack in Mund und Rachen; konzentrationsabhängig allmählicher bis schlagartiger Eintritt systemischer Effekte Ingestion: nach Aufnahme wäßriger HCN-Lösungen leichte bis mäßige Reizung kontaktierter Schleimhäute, schneller Eintritt von resorptiv-toxischen Wirkungen[99997] Resorption: Dyspnoe, "Lufthunger", Angstgefühl, Bewußtseinstrübung, Kopfschmerzen, Schwindel, tonisch-klonische und tetanische Krämpfe, Koma; bei hohen Konzentrationen/Dosen zusätzlich zunächst Tachykardie, dann Bradykardie, Arrhythmie, Hypotension, peripherer Gefäßkollaps, Atemstillstand, Herzstillstand.[99983] Bei zunächst unbekannter Genese einer schweren Vergiftung wurde empfohlen, die Kombination von Tachypnoe, hellrotem venösem Blut, metabolischer Azidose und zentralnervösen Symptomen (sowie ggf. wahrnehmbarem Bittermandelgeruch) als typische Symptomatik einer Vergiftung mit HCN/Cyaniden anzusehen und entsprechend vorzugehen.
- Hinweise für die Erste ärztliche Hilfe: Die Behandlung der resorptiv-toxischen Wirkungen durch Maßnahmen zur Sicherung vitaler Funktionen ist in jedem Fall vordergründig.[07978] Gegebenenfalls registrierte "topische Effekte" an Augen und Haut sollten danach symptomatisch behandelt werden (evtl. Hinzuziehung eines Ophthalmologen).[99999] Die Intensität der Therapie sollte sich nach dem Schweregrad der Intoxikation richten: Grad 0: Angst, Agitation, Schwindel, Benommenheit, (evtl. leichte Dyspnoe) -> Sauerstoff, Ruhe, Sedierung, Beobachtung Grad 1: Bewußtseinsveränderung, psychomotorische Verlangsamung -> Sauerstoff, 100 ml Natriumthiosulfat 10 %, i.v. Grad 2: Koma und/oder metabolische Azidose -> Intubation, Sauerstoff (FiO2 1,0), ggf. erforderliche teilweise Blindpufferung (prähospital) mit 1-molarer Natriumhydrogencarbonatlösung, evtl. hier DMAP/Thiosulfat (s. Grad 3)
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Cyanwasserstoff Grad 3: Bewußtlosigkeit, metabolische Azidose und/oder Krämpfe, Arrhythmie, Schock -> Intubation, Sauerstoff (FiO2 1,0), Azidoseausgleich, Antikonvulsiva, Methämoglobinbildung durch 3,25 mg 4- Dimethylaminophenol (4-DMAP)/kg KG i.v. und anschließende Thiosulfatgabe (100 ml, 10%ig, i.v.) durch die gleiche Kanüle Grad 4: Kreislaufstillstand -> kardiopulmonale Reanimation, sonst wie bei Grad 3.[07978] Im Fall einer oralen Aufnahme wäßriger HCN-Lösungen wurde von der Auslösung von Erbrechen abgeraten (vgl. "Verschlucken").[07985] Magenspülung ist erst nach der Stabilisierung der vitalen Funktionen durchzuführen - trotz der sehr schellen Resorption.[07978] Die aktuellen Prioritäten müssen vom Notarzt vor Ort gesetzt werden.[99999]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. Anwendbarkeit und Risiko einer Mund-zu-Mund-Beatmung bei HCN/Cyanidvergifteten werden kontrovers beurteilt. Da eine angeblich äußerst geringe Abatmung unveränderten Cyanids nicht unumstritten ist,[99983] sollte auf diese Maßnahme wohl doch verzichtet werden (zumindest im Fall derartig schnell bioverfügbaren Cyanwasserstoffes).[07985] Deshalb sollten in jedem Betrieb, in dem mit HCN oder löslichen Cyaniden umgegangen wird, Beatmungsvorrichtungen vorgehalten werden.[99999] Die Anwendung des MetHb-Bildners (Iso-)Amylnitrit als Antidot (zu Inhalation über 10 sec in Abständen von 1 min, mit Nachgabe von Natriumthiosulfat) wird in neuer Literatur nur noch als Notbehelf bei Fehlen anderer Antidota erwähnt, ist wegen zu geringer Wirksamkeit und hypotoner Nebenwirkung aber weitgehend verlassen. [08013] Nach kombinierter Exposition gegenüber HCN und CO (Brandgase), die durch Ablagerung von Rußpartikeln im oberen Atemtrakt gut erkennbar sein soll, wurde die präklinische Anwendung von Met-Hb-Bildnern als kontraindiziert angesehen.[99997]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 05.07.2006. Sie werden bei Bedarf angepasst.
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINNIISSCCHHEE VVOORRSSOORRGGEE
AAnnggeebboottssvvoorrssoorrggee:: Den Personen, die Begasungen durchführen, ist arbeitsmedizinische Vorsorge anzubieten. FFrriisstteenn:: Den Beschäftigten muss vor Aufnahme der Tätigkeiten arbeitsmedizinische Vorsorge angeboten werden. Fristen für das Angebot von regelmäßiger arbeitsmedizinischer Vorsorge sind der arbeitsmedizinischen Regel „AMR Nummer 2.1“ zu entnehmen.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Einrichtungen zum Erkennen und Melden von Gasgefahren (Gasdetektoren mit Alarmauslösung) vorsehen. Für Ausbrüche von Cyanwasserstoff sind Einrichtungen zur Erzeugung von Wasserschleiern bereitzuhalten. Dies ist nicht zulässig, wenn die sich bildende Blausäurelösung versickern oder unkontrolliert ablaufen kann. Ist eine sofortige Vernichtung der angesammelten Blausäurelösung nicht möglich, sollte mit Schwerschaum abgedeckt werden. Der Fußboden sollte keinen Bodenabfluss haben. Waschgelegenheit am Arbeitsplatz vorsehen. Augenbrausen vorsehen. Standorte auffallend kennzeichnen.
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Cyanwasserstoff Beim Umgang mit größeren Mengen Notbrausen vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Nur geschlossene Apparaturen verwenden. Kann durch Wärmeeinwirkung ein gefährlicher Druck entstehen, so sind geeignete Sicherheitseinrichtungen vorzusehen. Durch entsprechende technische Einrichtungen soll verhindert werden:
- das Rückströmen von Cyanwasserstoff in Leitungen, die andere Stoffe führen,
- das Eindringen von Stoffen, die mit Cyanwasserstoff reagieren können, in Cyanwasserstoffleitungen und -behälter. Ist das Austreten des Stoffes nicht zu verhindern, ist dieser an der Austrittsstelle gefahrlos abzusaugen. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen. Abluft mit höheren Cyanwasserstoff-Konzentrationen kann verbrannt werden, z.B. an Edelmetallkontakt oder zusammen mit Heizgas oder Öl. Abluft mit geringeren Konzentrationen kann durch Waschen mit Alkalihydroxidlösungen gereinigt werden. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen. Leitungen sollten von ungefährdeter Stelle aus absperrbar sein.
Geeignete Werkstoffe: Für Flaschen und Ventile sind alle üblichen Werkstoffe geeignet. Bei Behältern aus Stahl besteht die Gefahr der Spannungsrisskorrosion bei Anwesenheit von Cyaniden, insbesondere bei feuchten Bedingungen.
Für Dichtungen bzw. als nichtmetallische Werkstoffe sind geeignet: Polytetrafluorethylen PTFE (Teflon) Polychlortrifluorethylen PCTFE Polyvinylidenfluorid PVDF Polypropylen PP Polyvinylchlorid PVC Fluorkautschuk FKM Ethylen/Propylen-Dien-Terpolymere EPDM Gleitmittel Molybdändisulfid (MoS2)
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Für die Handhabung muss Cyanwasserstoff in geeigneter Weise stabilisiert werden. Als Stabilisatoren werden u.a. Säuren wie Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Oxalsäure und Schwefeldioxid verwendet. Keine Vorratsflaschen im Arbeitsraum lagern. Ventile nicht mit Gewalt öffnen. Es dürfen nur Flaschen oder Flaschenbündel verwendet werden. Bei Flaschenwechsel stets Ventile von gefüllten und leeren Flaschen auf Dichtigkeit prüfen. Vor dem Füllen sicherstellen, dass Behälter frei von Spannungskorrosion sind. Eventuell vorhandene Fremdstoffe oder Feuchtigkeit müssen entfernt werden. Das zu füllende Gas muss trocken sein, d. h. der Taupunkt muss < -10 °C sein. Es darf nur in trockene Behälter gefüllt werden. Vom Datum des Füllens an muss der Inhalt der Flaschen innerhalb eines Jahres verbraucht oder gefahrlos vernichtet werden. Stahlbehälter nicht vollständig entleeren! Vollständig entleerte Behälter, müssen vor dem Füllen einer geeigneten Innenbehandlung unterzogen werden. Flaschen gegen Umfallen sichern. Beim Transport Schutzkappen und Blindmuttern fest aufschrauben. Es darf nur Cyanwasserstoff gefüllt werden, dessen Wassergehalt 3 % nicht übersteigt und der frei von Alkalien oder anderen Stoffen ist, die eine Polymerisation begünstigen. Die Durchführung von Begasungen mit Cyanwasserstoff zur Schädlingsbekämpfung, zur Qualitätssicherung und zur Sterilisation ist geregelt in "TRGS 512 Begasungen".
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Cyanwasserstoff
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Leitungen für Cyanwasserstoff dürfen nur dann geöffnet werden, wenn sie blausäurefrei gespült und drucklos sind. Muß zur Beseitigung von Polymerisationsprodukten Alkali verwendet werden, so ist mit verdünnter Säure und anschließend mit viel heißem Wasser solange nachzuspülen, bis das Alkali restlos beseitigt ist. Behälter und Leitungen für Cyanwasserstoff sollen, um eine Polymerisation zu vermeiden, vor der Wiederbefüllung mit ca. 0,25 % iger Säurelösung 2-3 Stunden behandelt werden. Beim Reinigen ggf. persönliche Schutzausrüstung benutzen. Instandhaltungsarbeiten und Arbeiten in Behältern oder engen Räumen nur mit schriftlicher Erlaubnis durchführen. Regelmäßige Dichtheitskontrolle erforderlich!
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Unter Verschluss oder nur für fachkundige Personen zugänglich aufbewahren. Behälter sind eindeutig und dauerhaft zu kennzeichnen. Es darf nur ausreichend stabilisierter Cyanwasserstoff gefüllt werden, dessen Wassergehalt 3% nicht übersteigt; er muß frei von Alkalien oder anderen Stoffen sein, die eine Polymerisation begünstigen. Vom Datum des Füllens an gerechnet muss der Inhalt jeder gefüllten Flasche innerhalb eines Jahres entweder zum Verbrauch entnommen oder vom Füllwerk oder von einem Sachkundigen gefahrlos vernichtet worden sein. Kühl lagern. Behälter an einem gut belüfteten Ort aufbewahren. Aus Lagerräumen für giftige Gase muss ausgetretenes Gas gefahrlos abgeleitet oder aufgefangen und beseitigt werden können. Die Einrichtungen müssen von ungefährdeter Stelle aus betätigt werden können. Vor Sonneneinstrahlung schützen. Behälter aufrecht stehend lagern und gegen Umfallen sichern. In Lagerbereichen, in denen Cyanwasserstoff auftreten kann, sollten automatische Alarmgeräte installiert werden.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 2A (Gase) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
- Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Pyrophore Stoffe.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
- Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B.
- Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe.
- Brennbare und nicht brennbare akut giftige Stoffe der Lagerklassen 6.1A und 6.1B.
- Brennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1C.
- Nichtbrennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1D.
- Brennbare Flüssigkeiten der Lagerklasse 10. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Aerosole (Spraydosen).
- Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
- Brennbare ätzende Stoffe der Lagerklasse 8A.
- Brennbare Feststoffe der Lagerklasse 11.
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Cyanwasserstoff Spezielle Regelungen zur Zusammenlagerung verschiedener Gase nach TRGS 510 beachten.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist brennbar. Feuerlöscheinrichtungen sind bereitzustellen. Die Möglichkeit der Bildung von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre ist in der Gefährdungsbeurteilung zu bewerten. Abhängig vom Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung können Maßnahmen nach TRGS 722 (Vermeidung der Bildung), TRGS 723 (Vermeidung der Entzündung) und TRGS 724 (konstruktiver Explosionsschutz) erforderlich werden. Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen. Erden aller Teile, die sich gefährlich aufladen können. Vor unzulässiger Erwärmung schützen, eventuell Kühlmöglichkeit durch Wasserberieselung vorsehen.
VVoorrssiicchhttssmmaaßßnnaahhmmeenn bbeeiimm UUmmggaanngg:: Das Gas-Luft-Gemisch ist explosionsfähig. Explosionsgefährdeter Bereich. Von Zündquellen (z.B. elektrischen Geräten, offenen Flammen, Wärmequellen und Funken) fernhalten. Rauchverbot beachten! Schweißverbot im Arbeitsraum. Arbeiten an Behältern und Leitungen nur nach sorgfältigem Freispülen und Inertisieren durchführen. Vor Reinigung und Instandsetzung Inhalt mit Inertgas verdrängen. Feuerarbeiten mit schriftlicher Erlaubnis durchführen, wenn sich Feuer- und Explosionsgefahren nicht restlos beseitigen lassen. Es ist zu verhindern, dass Gase oder Dämpfe in andere Räume, die Zündquellen enthalten, gelangen können.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich, falls mehr als nur eine geringe Gefährdung festgestellt wurde. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Ein Flucht- und Rettungsplan ist aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Nutzungsart der Arbeitsstätte dies erfordern. Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden. Bei Grenzwertüberschreitung sind zusätzliche Schutzmaßnahmen nach Gefahrstoffverordnung erforderlich. Messergebnisse sind aufzuzeichnen und aufzubewahren. Die Zahl der Beschäftigten, die mit dem Gefahrstoff umgehen, ist so klein wie möglich zu halten. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Tätigkeitsbeschränkungen für schwangere Frauen nach Mutterschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Geeigneten Chemieschutzanzug für Notfälle bereithalten. Flammhemmende, antistatische Schutzkleidung verwenden. Beim Umgang mit Druckgasflaschen sind Sicherheitsschuhe zu tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung, Arbeitsplatzgrenzwertüberschreitung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten.
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Cyanwasserstoff In Anlagen, in denen mit Cyanwasserstoff umgegangen wird bzw. sich Cyanwasserstoff bilden kann, sollten Atemschutzgeräte, die die Flucht aus dem Gefahrenbereich ermöglichen, ständig mitgeführt werden. Atemschutzgerät: Gasfilter B, Kennfarbe grau. Bei Konzentrationen über der Anwendungsgrenze von Filtergeräten, bei Sauerstoffgehalten unter 17 Vol% oder bei unklaren Bedingungen ist ein Isoliergerät zu verwenden.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Es muss ausreichender Augenschutz getragen werden. Gestellbrille mit Seitenschutz verwenden.
HHaannddsscchhuuttzz:: Beim Hantieren mit Druckgasflaschen sind Arbeitshandschuhe zu tragen. Bei Gefahr des Substanzkontaktes sind chemikalienbeständige Schutzhandschuhe erforderlich. Geeignet als Spritzschutz (kurzzeitiger Kontakt) sind Schutzhandschuhe aus folgenden Materialien: Butylkautschuk - Butyl Nitrilkautschuk/Nitrillatex - NBR
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: In Arbeitsbereichen dürfen keine Nahrungs- und Genussmittel aufgenommen werden. Für diesen Zweck sind geeignete Bereiche einzurichten. Berührung mit der Haut vermeiden. Nach Substanzkontakt ist Hautreinigung erforderlich. Einatmen des Gases vermeiden. Einatmen von Dämpfen oder Nebeln vermeiden. Berührung mit der Kleidung vermeiden. Verunreinigte Kleidung wechseln und gründlich reinigen. Vor Pausen gegebenenfalls die Arbeitskleidung wechseln. Getrennte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Straßen- und Arbeitskleidung müssen zur Verfügung stehen, wenn eine Gefährdung durch Verunreinigung der Arbeitskleidung zu erwarten ist. Vor Pausen und bei Arbeitsende Hautreinigung mit Wasser und Seife erforderlich. Nach der Reinigung fetthaltige Hautpflegemittel verwenden.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Druckgasflaschen können in der Regel an den Lieferanten zurückgegeben werden. Druckdosen sind Einwegbehälter und müssen entsorgt werden. Druckgasbehälter nicht bis zum völligen Druckausgleich entleeren. Leere Behälter kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Alle Zündquellen beseitigen. Für ausreichende Lüftung sorgen. Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen betreten werden (s. Kapitel Persönliche Schutzmaßnahmen). Versuchen, das Ausströmen des Gases zu unterbinden. Ansonsten undichte Flaschen unter Absaugung stellen oder ins Freie bringen. Nur bei gesicherter Auffangmöglichkeit für die entstehende Blausäurelösung: Wassersprühnebel einsetzen. Funkenfreie Werkzeuge verwenden.
Gewässergefährdung: Stark wassergefährdend. Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich unbedingt vermeiden. Schon beim Eindringen geringer Mengen Behörden verständigen.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
BBrraannddkkllaassssee::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff
Cgasförmige, auch unter Druck stehende Stoffe
GGeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Trockenlöschpulver Schaum
UUnnggeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Bicarbonathaltige Löschpulver
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Umliegende Gebinde und Behälter mit Sprühwasser kühlen. Behälter wenn möglich aus der Gefahrenzone bringen. Drucksteigerung, Berst- und Explosionsgefahr beim Erhitzen. Explosionsartige Polymerisation bei höheren Temperaturen. Zündquellen beseitigen. Nur löschen, wenn der Gasstrom zu unterbrechen ist. Explosionsgefahr durch Gasansammlung und Rückzündung. Eventuell kontrolliert ausbrennen lassen. Nur explosionsgeschützte Geräte verwenden. Bereich weiträumig absperren. Löschwasser nicht in die Kanalisation gelangen lassen.
PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Im Brandfall können gefährliche Stoffe freigesetzt werden. Nitrose Gase (Stickoxide) Blausäuredämpfe (Cyanwasserstoff) Kohlenmonoxid und Kohlendioxid Stickstoff Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und Chemieschutzanzug tragen.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Farbkennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | Wassergefährdungsklasse | TA Luft | Transportvorschriften | Luftgrenzwerte | EU-Grenzwerte | Empfehlung MAK | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger | Arbeitsmedizinische Vorsorge
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Entzündbare Flüssigkeiten, Kategorie 1; H224 Akute Toxizität, Kategorie 1, Verschlucken; H300 Akute Toxizität, Kategorie 1, Hautkontakt; H310 Akute Toxizität, Kategorie 1, Einatmen; H330 Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Kategorie 1; H372 Gewässergefährdend, Akut Kategorie 1; H400 Gewässergefährdend, Chronisch Kategorie 1; H410
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
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Cyanwasserstoff
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H224: Flüssigkeit und Dampf extrem entzündbar. H300+H310+H330: Lebensgefahr bei Verschlucken, bei Hautkontakt oder bei Einatmen. H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition. -------- Betroffene Organe: Schilddrüse -------- Expositionsweg: Oral H410: Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. P260: Staub/Rauch/Gas/Nebel/Dampf/Aerosol nicht einatmen. P262: Nicht in die Augen, auf die Haut oder auf die Kleidung gelangen lassen. P273: Freisetzung in die Umwelt vermeiden. P280: Schutzhandschuhe/Schutzkleidung/Augenschutz/Gesichtsschutz tragen. P303+P361+P353: BEI BERÜHRUNG MIT DER HAUT (oder dem Haar): Alle kontaminierten Kleidungsstücke sofort ausziehen. Haut mit Wasser abwaschen oder duschen. P304+P340: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. P310: Sofort GIFTINFORMATIONSZENTRUM oder Arzt anrufen. P501: Entsorgung des Inhalts / des Behälters gemäß den örtlichen / regionalen / nationalen / internationalen Vorschriften.
Registrierungseintrag des Herstellers bei ECHA CHEM
Quelle: 07540 Stand: 2020 geprüft: 2026
Der Stoff ist gelistet in Anhang VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008). Die angegebene Einstufung kann von der Listeneinstufung abweichen, da diese bezüglich fehlender oder abweichender Gefahrenklassen und Kategorien für den jeweiligen Stoff zu ergänzen ist.
Quelle: 99999
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG VVOONN GGEEMMIISSCCHHEENN
Die Einstufung von Gemischen, die diesen Stoff enthalten, ergibt sich aus Anhang 1 der Verordnung (EG) 1272/2008.
Quelle: 07500
FFAARRBBKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG VVOONN GGAASSFFLLAASSCCHHEENN
Schulterfarbe: Gelb (giftige und/oder ätzende Gase)
Auch zulässig: Schulterfarbe: Gelb und rot (giftige und/oder ätzende Gase, die brennbar sind)
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: IFA GESTIS-Stoffdatenbank 15/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff
Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
Essen und Trinken verboten
WWaarrnnzzeeiicchheenn:: Warnung vor feuergefährlichen Stoffen
Warnung vor giftigen Stoffen
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
EEIINNSSTTUUFFUUNNGG WWAASSSSEERRGGEEFFÄÄHHRRDDEENNDDEERR SSTTOOFFFFEE
Stoff Nr.:309 WGK 3 - stark wassergefährdend Gilt für flüssige Blausäure Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025
TTEECCHHNNIISSCCHHEE AANNLLEEIITTUUNNGG ZZUURR RREEIINNHHAALLTTUUNNGG DDEERR LLUUFFTT ((TTAA LLUUFFTT))
Kapitel 5.2.4 Gasförmige anorganische Stoffe Klasse II Folgende Werte dürfen im Abgas nicht überschritten werden Massenstrom:15 g/h oder Massenkonzentration:3 mg/m³
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
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Cyanwasserstoff
UN-Nummer: 1051 Gefahrgut-Bezeichnung: Cyanwasserstoff, stabilisiert mit weniger als 3 % Wasser Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 663 (RID) Klasse: 6.1 (Giftige Stoffe) Verpackungsgruppe: I (hohe Gefährlichkeit) Gefahrzettel: 6.1/3
Besondere Kennzeichnung: Symbol (Fisch und Baum)
Klassifizierungscode:TF1
Tunnelbeschränkungen: Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien C, D und E. Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien D und E.
Quelle: 07902
UN-Nummer: 1614 Gefahrgut-Bezeichnung: Cyanwasserstoff, stabilisiert mit weniger als 3 % Wasser und aufgesaugt durch eine inerte poröse Masse Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 663 (RID) Klasse: 6.1 (Giftige Stoffe) Verpackungsgruppe: I (hohe Gefährlichkeit) Gefahrzettel: 6.1/3
Besondere Kennzeichnung: Symbol (Fisch und Baum)
Klassifizierungscode:TF1
Tunnelbeschränkungen: Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien C, D und E. Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien D und E.
Quelle: 07902
TTRRGGSS 990000 –– AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
0,9 ml/m³
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Cyanwasserstoff 1 mg/m³
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor5 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Resorptiv wirksame Stoffe
Gefahr der Hautresorption Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Einhaltung des AGW und des BGW nicht befürchtet zu werden.
Herkunft:EU
EEUU-- AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
Richtlinie 2017/164/EU AArrbbeeiittssppllaattzz--RRiicchhttggrreennzzwweerrtt der Europäischen Union Ein nationaler Arbeitsplatzgrenzwert muss festgelegt werden. 8-Stunden Mittelwert: 1 mg/m³ (0,9 ppm) Kurzzeitgrenzwert: 5 mg/m³ (4,5 ppm) (als Cyanid) Gefahr der Hautresorption
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
1,9 ml/m³ 2,1 mg/m³
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 2 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Stoffe mit verzögertem Wirkungseintritt (systemisch wirkend oder in der Lunge nach wiederholter Exposition)
Gefahr der Hautresorption
Schwangerschaft: Gruppe C Eine fruchtschädigende Wirkung ist bei Einhaltung des MAK‐ und BAT-Wertes nicht anzunehmen.
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
H1 Akut toxisch Kategorie 1, alle Expositionswege P5a Entzündbare Flüssigkeiten der Kategorie 1 E1 Gewässergefährdend, Kategorie Akut 1 oder Chronisch 1
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.1.1 H1 Akut toxisch Mengenschwelle untere Kl.: 5 t Mengenschwelle obere Kl.: 20 t
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.2.5.1 P5a Entzündbare Flüssigkeiten der Kategorie 1 Mengenschwelle untere Kl.: 10 t
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Cyanwasserstoff Mengenschwelle obere Kl.: 50 t
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.3.1 E1 Gewässergefährdend Mengenschwelle untere Kl.: 100 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
RREEAACCHH--VVeerroorrddnnuunngg ((EEGG)) NNrr.. 11990077//22000066 AAnnhhaanngg XXVVIIII Anhang XVII, Nummer 3
- Das Inverkehrbringen und die Verwendung des Stoffes ist nicht zugelassen in Dekorationsgegenständen, Spielen und Scherzspielen.
- Stoffe, die mit H304 gekennzeichnet sind, die als Brennstoff in Zierlampen verwendet werden können und die in Mengen von 15 l oder weniger in den Verkehr gebracht werden, dürfen keinen Farbstoff und/oder kein Parfüm enthalten. Weitere Informationen zu den Verboten sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 40 Dürfen weder als Stoff noch als Gemisch in Aerosolpackungen verwendet werden, die dazu bestimmt sind, für Unterhaltungs- und Dekorationszwecke an die breite Öffentlichkeit abgegeben zu werden, wie z. B. für Dekorationen mit metallischen Glanzeffekten, insbesondere für Festlichkeiten, künstlichen Schnee und Reif, unanständige Geräusche, Luftschlangen, Scherzexkremente, Horntöne für Vergnügungen, Schäume und Flocken zu Dekorationszwecken, künstliche Spinnweben, Stinkbomben. Weitere Informationen zu den Verboten und Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 75 Gemische, die bestimmte gefährliche Stoffe enthalten, dürfen für Tätowierungszwecke nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Gemische die solche Stoffe in vorgegebener Konzentration enthalten, dürfen nach dem 04.01.2022 nicht mehr für Tätowierungszwecke verwendet werden. Bei den Stoffen handelt es sich um:
- karzinogene oder reproduktionstoxische Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung (es sei denn, die Einstufung gründet sich auf Wirkungen, die nur nach Exposition durch Inhalation auftreten),
- hautsensibilisierende, hautätzende, hautreizende, schwer augenschädigende oder augenreizende Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung,
- Stoffe, die mit maßgeblichen Bedingungen in Anhang II oder IV der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 [Kosmetikverordnung] aufgeführt sind und
- Stoffe, die in der Anlage 13 des Anhang XVII (Nummer 75) der REACH-Verordnung aufgeführt sind. Generell müssen Gemische, die zur Verwendung für Tätowierungszwecke in Verkehr gebracht werden, ab dem 04.01.2022 mit der Kennzeichnung “Gemisch zur Verwendung in Tätowierungen oder Permanent-Make-up.” versehen werden und dürfen ohne diese Kennzeichnung nicht zu Tätowierungszwecken verwendet werden. Weitere Sicherheitsinformationen sind auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung anzugeben. Der Tätowierer hat der Person, die sich dem Verfahren unterzieht, diese Informationen bereitzustellen. Weitere Informationen zu den Beschränkungen, Konzentrationsgrenzen und den Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006, konsolidierte Version (BAUA)
PPffllaannzzeennsscchhuuttzz--AAnnwweenndduunnggssvveerroorrddnnuunngg ((PPffllSScchhAAnnwwVV))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 19/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff Anlage 2 zu den §§ 1, 4 und 5 Abs. 2 Der Stoff darf nur zur Begasung mit Blausäure in folgenden Bereichen eingesetzt werden:
- u.a. in Mühlen, Lagerräumen, Vorratsräumen, Transportmitteln und -behältern gegen Vorratsschädlinge
- von Pflanzen in Vegetationsruhe
- in Gewächshäusern Eine Anwendung in Naturschutzgebieten und Nationalparken ist verboten. Saat- oder Pflanzgut oder Kultursubstrat, in oder auf dem ein Pflanzenschutzmittel vorhanden ist, das den Stoff enthält, darf nicht eingeführt werden. Weitere Informationen zu den Beschränkungen und Ausnahmen sind der PflSchAnwV zu entnehmen.
BBeeddaarrffssggeeggeennssttäännddeevveerroorrddnnuunngg ((BBeeddGGggssttVV)) Anlage 1 zu § 3, Nummer 5 Der Stoff darf nicht beim Herstellen oder Behandeln von Scherzspielen verwendet werden.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 402 Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition; Ausgabe September 2023
TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung - Beurteilung - Maßnahmen; Ausgabe Oktober 2022, zuletzt geändert September 2024
TRGS 407 Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung; Ausgabe Februar 2016, geändert und ergänzt Oktober 2016
TRGS 745/TRBS 3145 Ortsbewegliche Druckgasbehälter - Füllen, Bereithalten, innerbetriebliche Beförderung, Entleeren; Ausgabe Februar 2016
TRGS 746/TRBS 3146 Ortsfeste Druckanlagen für Gase; Ausgabe September 2016
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 800 Brandschutzmaßnahmen; Ausgabe Dezember 2010
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Cyanwasserstoff TRGS 720 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Allgemeines; Ausgabe Juli 2020, zuletzt berichtigt März 2021
TRGS 721 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Beurteilung der Explosionsgefährdung; Ausgabe Oktober 2020, zuletzt berichtigt Dezember 2020
TRGS 722 Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre, Ausgabe Februar 2021
TRGS 723 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische; Ausgabe Juli 2019, zuletzt geändert Oktober 2020
TRGS 724 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken, Ausgabe Juli 2019
TRGS 512 Begasungen; Ausgabe Januar 2007; zuletzt geändert und ergänzt: September 2012
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) The MAK Collection for Occupational Health and Safety Grundsätze für die sichere Handhabung und Distribution toxischer Gase und Gemische (IGC Doc 130/11/E) (nur auf Englisch) Publikationen des IGV (Industriegaseverband e.V.) DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00106 Sorbe "Sicherheitstechnische Kenndaten chemischer Stoffe" ("Safety-related characteristics of chemical substances"), sicherheitsNet.de, Landsberg, 07/2011
Quelle: 00260 1x1 der Gase. Physikalische Daten für Wissenschaft und Praxis. Herausgeber: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, Düsseldorf, 1. Auflage 2005
Quelle: 00330 U. Welzbacher "Neue Datenblätter für gefährliche Arbeitsstoffe nach Gefahrstoffverordnung" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, WEKA-Verlag, Augsburg
Quelle: 00440 Datenbank CHEMSAFE, Version 2016.0, DECHEMA-PTB-BAM
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 21/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff Quelle: 00446 Datenbank CHEMSAFE, DECHEMA-PTB-BAM. Dampfdruckdaten berechnet aus Antoine-Konstanten
Quelle: 00451 HSDB-Datenbankrecherche 2004
Quelle: 01271 Sicherheitsdatenblatt, BASF Material Safety Data Sheet, BASF
Quelle: 02070 LOG KOW Databank, compiled by Dr. James Sangster, Sangster Research Laboratories, Montreal, Canada, distributed by Technical Database Services (TDS), New York
Quelle: 02072 Ecotoxicological Data, compiled by the US Environmental Protection Agency (EPA), selected and distributed by Technical Database Services (TDS), New York, 2009
Quelle: 05200 Kühn-Birett "Merkblätter Gefährliche Arbeitsstoffe" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed Sicherheit, Landsberg
Quelle: 05240 TRGS 407 "Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung" Ausgabe Februar 2016
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
Quelle: 05350 TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte" Ausgabe Januar 2006, zuletzt geändert und ergänzt März 2025, berichtigt Mai 2025
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 06505 Gasflaschen – Verträglichkeit von Werkstoffen für Gasflaschen und Ventile mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 1: Metallische Werkstoffe (ISO 11114-1:2020); Deutsche Fassung EN ISO 11114-1:2020
Quelle: 06506 Gasflaschen – Verträglichkeit von Flaschen- und Ventilwerkstoffen mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 2: Nichtmetallische Werkstoffe (ISO 11114-2:2013); Deutsche Fassung EN ISO 11114-2:2013
Quelle: 07500 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr.1907/2006 (CLP-Verordnung)
Quelle: 07540 Europäische Chemikalienagentur ECHA: ECHA CHEM Datenbank, REACH Registrierungsdossier European Chemicals Agency ECHA: ECHA CHEM database, REACH registration dossier
Quelle: 07580 Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt geändert 30.10.2025
Quelle: 07606 Wirth, Gloxhuber "Toxikologie" 4.Auflage, Thieme Verlag 1985
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, IFA GESTIS-Stoffdatenbank 22/23 11.02.2026
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Cyanwasserstoff https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07635 AUERDATA 98
Quelle: 07637 S. Moeschlin "Klinik und Therapie der Vergiftungen" 7. Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 1986
Quelle: 07748 American Conference of Governmental Industrial Hygienists "Documentation of the threshold limit values and biological exposure indices Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen
Quelle: 07902 BAM: Datenbank Gefahrgut-Schnellinfo
Quelle: 07978 Klaus Albrecht: Intensivtherapie akuter Vergiftungen; Verlag Ullstein-Mosby; Berlin 1997
Quelle: 07979 W.M. Grant, J.S. Schuman: Toxicology of the eyes; 4th Edition, Charles C Thomas Publisher, Springfield, Illinois; 1993
Quelle: 07985 IPCS: CICADs - Concise International Chemical Assessment Documents. WHO, Genf, Serie ab 1998
Quelle: 08013 Ludewig "Akute Vergiftungen" 9. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1999
Quelle: 08057 H. Marquardt, S. Schäfer (Herausgeber) "Lehrbuch der Toxikologie" 2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart 2004
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 80102 BG-Chemie-Merkblatt M 002 Ausgabe 12/89 (BGI 569) Cyanwasserstoff, Blausäure, Cyanide Dieses Merkblatt wurde zurückgezogen
Quelle: 80500 ARBETE OCH HÄLSA. Criteria Documents from the Nordic Expert Group; Internetrecherche
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99997 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (1) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (1)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Toxikologie / Ökotoxikologie | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 23/23 11.02.2026
[Seite 158]
Kohlendioxid
KKoohhlleennddiiooxxiidd
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
KKoohhlleennddiiooxxiidd Kohlensäureanhydrid Kohlenstoffdioxid R 744 E 290 Kohlensäure
ZZVVGG NNrr:: 1120 CCAASS NNrr:: 124-38-9 Kohlendioxid EEGG NNrr:: 204-696-9
VVeerrwwaannddttee CCAASS NNrr:: 463-79-6 Kohlensäure
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
125100 Kohlenoxide 139100 Anorganische Gase 120510 Säuren, anorganisch
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist gasförmig.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
unter Druck verflüssigtes Gas farblos geruchlos
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Nicht brennbares Gas. Beim Abkühlen des Gases entsteht festes Kohlendioxid, sogenanntes Trockeneis.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Im flüssigen Zustand existiert Kohlendioxid nur bei erhöhtem Druck. Freiwerdende Flüssigkeit verdampft rasch beim Entspannen, kühlt sich dabei ab und bildet Trockeneis. Trockeneis sublimiert bei Raumtemperatur relativ langsam. Kohlendioxid ist im Vergleich zu Sauerstoff und Stickstoff relativ gut löslich in Wasser und reagiert zu einem geringen Anteil (etwa 0,2 %, je nach Temperatur) zu Kohlensäure. Umgangssprachlich wird oft auch das Gas ungenau als Kohlensäure bezeichnet. Als „freie Kohlensäure“ bezeichnet man die Summe aus der eigentlichen Säure und dem gelösten Kohlendioxid. Gas ist schwerer als Luft. Im Gegensatz zu Gasen mit ausschließlich erstickender Wirkung kann bei Kohlendioxid selbst bei Aufrechterhaltung normaler Sauerstoffkonzentrationen (20 - 21 %) Lebensgefahr bestehen. Ab etwa 5 % Kohlendioxid in der eingeatmeten Luft treten Kopfschmerzen und Schwindel auf, bei höheren Konzentrationen Atemnot und Bewusstlosigkeit, die sogenannte Kohlendioxid-Narkose. Kohlendioxid-Konzentrationen von 8 % führen innerhalb kurzer Zeit zum Tode.
Zu Kohlendioxid in tiefkalt verflüssigter Form siehe Datenblatt ZVG 1121 "Kohlendioxid, tiefkalt verflüssigt". Zu Trockeneis siehe Datenblatt ZVG 1122 "Kohlendioxid, fest".
Stoffinformationen in Wikipedia
FFOORRMMEELL
CO 2
MMoollaarree 44,01 g/mol MMaassssee:: UUmmrreecchhnnuunnggssffaakkttoorr (Gasphase) bei 1013 mbar und 20 °C: 1 ml/m³ = 1,83 mg/m³
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Sublimationspunkt | Tripelpunkt | Schmelzpunkt | Siedepunkt | Kritische Daten | Dichte | Dampfdruck | Löslichkeit | Verteilungskoeffizient | Gefährliche Reaktionen | Weitere Angaben
SSUUBBLLIIMMAATTIIOONNSSPPUUNNKKTT
Sublimationspunkt:-78,5 °C Quelle: 00336 00440
TTRRIIPPEELLPPUUNNKKTT
Temperatur:-56,6 °C Druck:5,19 bar Quelle: 00260 00440
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt unter Druck siehe Tripelpunkt. Kein Schmelzpunkt bei Normaldruck. Quelle: 99999
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Kein Siedepunkt bei Normaldruck.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Quelle: 99999
KKRRIITTIISSCCHHEE DDAATTEENN
Kritische Temp.:31,0 °C Kritischer Druck:73,83 bar Kritische Dichte:0,468 g/cm³ Quelle: 00440
DDIICCHHTTEE
GASDICHTE unter Normalbedingungen (0 °C, 1013 mbar) Wert:1,9767 kg/m³ Quelle: 00440
RELATIVE GASDICHTE Dichteverhältnis zu trockener Luft bei gleicher Temperatur und gleichem Druck Wert:1,53 Quelle: 00440
GASDICHTE Wert:1,8474 kg/m³ Temperatur:15 °C bei 1 bar Quelle: 00260
DDAAMMPPFFDDRRUUCCKK
Dampfdruck: 45,1 bar Temperatur: 10 °C Quelle: 01411
Dampfdruck: 57,3 bar Temperatur: 20 °C Quelle: 00440 01401
Dampfdruck: 72,1 bar Temperatur: 30 °C Quelle: 00107
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
Löslichkeit:2 g/l Quelle: 01401
VVEERRTTEEIILLUUNNGGSSKKOOEEFFFFIIZZIIEENNTT ((OOccttaannooll//WWaasssseerr))
log Kow:0,83 Empfohlener Wert der LOG KOW Datenbank. Quelle: 02070
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
GGeeffäähhrrlliicchhee cchheemmiisscchhee RReeaakkttiioonneenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Unfälle durch elektrostatische Aufladung sind bekannt.
Explosionsgefahr bei Kontakt mit: Aluminium (Staub)/Wärme Aluminiumhydrid (selten) Chrom (Staub)/Hitze Kalium (fest) Magnesium (Staub) Mangan (Staub)/Hitze Metallstaub/Wärme Natriumperoxid (Wärme)/Metallpulver Titan (Staub) Zirkon (Staub)
Der Stoff kann in gefährlicher Weise reagieren mit: Aminen Ammoniak starken Basen Natrium Wasser Acetyliden Acrylaldehyd (Polymerisation) Aziridin (Polymerisation) Bariumperoxid (Wärme) Caesiumoxid Ethylamin Kaliumacetylid Lithium (Wärme) Lithiumaluminiumhydrid Methylamin
Quelle: 06002 99999
WWEEIITTEERREE AANNGGAABBEENN
Treibhauspotenzial : 1 Ozonabbaupotenzial : 0 Quelle: 06501
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Der Hauptaufnahmeweg für Kohlendioxid (CO2) verläuft über den Atemtrakt.[07619]
AAtteemmwweeggee:: CO2 diffundiert sehr leicht durch Zellmembranen und wird im Blut durch Carboanhydrase in den Erythrozyten zu Kohlensäure hydratisiert. Die Resorptionsrate ist abhängig von der CO2-Konzentration in der Inspirationsluft: Das endogen entstandene CO2, das durch das Blut in die Lunge transportiert wird, bewirkt normalerweise eine Beladung der Exspirationsluft mit etwa 4 % CO2. [07900].
Übersteigt nun die CO2-Konzentration in der Inspirationsluft den Normalwert von ca. 0,035 %, wird zunächst die Abgabe des endogenen CO2 aus der Lunge vermindert. Bei weiterer Erhöhung der CO2- Konzentration in der Inspirationsluft - auf 4 % - findet kein Austausch mehr statt. Wird die 4 %- Grenze überschritten, kommt es zu einer zusätzlichen CO2-Aufnahme aus der Inspirationsluft ins Blut.[07830]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/18 11.02.2026
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Kohlendioxid
HHaauutt:: Es wird angenommen, daß Gase die Epidermis und die Follikel durch einfache Diffusion passieren, so daß die Resorptionsrate durch den Konzentrationsgradienten und die Temperatur bestimmt wird. Unter diesen Bedingungen wurde errechnet, daß etwa 2,7 % des endogenen CO2 den Organismus durch Hautpenetration verlassen. Daraus ist abzuleiten, daß eine toxikologisch relevante dermale Aufnahme von CO2 wohl erst bei sehr hohen Konzentrationen zu erwarten wäre.[07837] Ausreichende Angaben darüber, ob Beschäftigte mit Umgebungsluft-unabhängigem Atemschutz, die sich in einer ausschließlich CO2 enthaltenden Atmosphäre aufhalten, über die Haut gefährdet sein können, sind nicht verfügbar.[99983]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Eine Aufnahme über den Verdauungstrakt ist bekanntlich bei der Ingestion CO2-haltiger Getränke möglich und üblich. Besonderheiten unter gewerblichen Bedingungen sind nicht erkennbar.[99999]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: Kälteschäden bei Direktkontakt mit tiefkaltem, verflüssigtem Gas oder Trockeneis, Wirkungen auf Atemzentrum, Stoffwechsel, Herz-/Kreislauf- und Zentralnervensystem bei massiver Inhalation[07619] chronisch: Wirkungen auf ZNS und Herz-Kreislaufsystem[07866]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: CO2 übt im Organismus wichtige physiologische Funktionen aus, z.B. regelt es zentral die Atmung. Infolge einer Integration in viele Abläufe, die der Aufrechterhaltung der Homöostase dienen, ist CO2 kein Fremdstoff, und es gibt Regulationsmechanismen, die kurzfristige geringe bis mäßige exogene Konzentrationsänderungen ausgleichen. Andererseits können höhere Konzentrationen in kürzester Zeit massive unphysiologische Reaktionen auslösen, die nicht (nur) auf akuten Sauerstoffmangel zurückzuführen sind.[07619] CO2 kann deshalb toxikologisch keineswegs nur als Stickgas (-> Asphyxie) betrachtet werden, was oft geschieht. Die wäßrige Lösung von CO2 ist eine sehr schwache Säure, die nicht ätzend wirkt. Daher ruft CO2 in der Luft, selbst in hohen Konzentrationen, nur eine stechende Empfindung in Augen, Nase und Rachen hervor. Kleine Partikel von "Kohlensäureschnee" sollen bei Augenkontakt keine Anzeichen eines Kälteschadens am Gewebe bewirkt haben.[07866] Allerdings führte Augenkontakt mit Spritzern von tiefkaltem, verflüssigtem CO2 durchaus zu lokalen Erfrierungen. Für den Hautkontakt trifft analoges zu. Erfrierungen mit späterer Blasenbildung sind nicht nur durch Kontakt mit "Trockeneis" oder tiefkaltem, verflüssigtem CO2, sondern auch mit Metallbehältern vorgekommen, die diese Materialien enthielten. Von solchen Erfrierung abgesehen ist eine direkte dermale Toxizität durch Kontakt mit CO2 (in jeder Form) wohl auszuschließen.[00454] Inhalation von 0,1 Vol.% CO2 hat bei empfindlichen Personen, die sich in geschlossenen, künstlich klimatisierten Räumen aufhielten, bereits zu Kopfdruck und Kopfschmerzen geführt.[07900] Kritische Wirkung bei inhalativer Kurzzeitexposition ist jedoch die Azidose, die bei körperlich mäßig belasteten Freiwilligen deutlich wurde, wenn sie 30 min lang gegenüber 1 Vol.% CO2 (10000 ppm) exponiert waren. Diese Konzentration wird aber bei fehlender körperlicher Belastung vom gesunden Erwachsenen noch kompensiert (d.h.: der pH-Wert fiel nur von 7,4 auf 7,37).[07619] 2 Vol.% in der Inspirationsluft erhöhen die Atemfrequenz und das Atemzugvolumen, bei 4 - 6 Vol.% CO2 (keine Angabe der Expositionsdauer) werden Kopfschmerzen, Ohrensausen (Tinnitus), Herzklopfen, Blutdruckanstieg, psychische Erregung (wie im Exzitationsstadium der Narkose) sowie Schwindel und Benommenheit beobachtet.[07900]
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Kohlendioxid In weiteren, besser dokumentierten Untersuchungen an Freiwilligen wurden jeweils nur bestimmte Symptome beobachtet bzw. Parameter gemessen, von denen die folgenden besonders interessant sind: 5 Vol.%/30 min: starke Aktivierung der Durchblutung der Nieren und des Gehirns; 6 Vol.%/6 - 8 min: EKG-Veränderungen (stärker ausgeprägt bei älteren Personen, > 60 Jahre); ab 10 Vol.%/1,5 bis 7 min: starke Aktivierung der Herztätigkeit, Kopfschmerz, Schwindel, erweiterte Pupillen, muskuläre Schüttelkrämpfe; ab 10 Vol.%/10 - 20 min: Bewußtseinsverlust; 20 - 30 Vol.%/ ca. 1 min: Narkose, Bewußtlosigkeit, Krämpfe, EEG- und EKGVeränderungen und erhebliche Augenschäden (retinale Degeneration).[07619] Andererseits wurde berichtet, daß Konzentrationen von 10 Vol.% von einigen Personen über bis zu 1 h ohne offensichtliche Gefährdung toleriert worden sein sollen.[07866] Verschiedene Todesfälle sind vorgekommen, insbesondere nachdem Kessel, Gruben, Brunnen oder andere Räume betreten wurden, in denen sich CO2 aufgrund seiner hohen spezifischen Dichte (im Vergleich zur Luft) angesammelt hatte. Bei der Autopsie wurden hauptsächlich Veränderungen an den Augen (Retina) und im Gehirn gefunden. Orale Vergiftungen mit CO2 sind erwartungsgemäß nicht beschrieben.[07619]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Erfahrungen aus wiederholter inhalativer Exposition von Beschäftigten in Arbeitsbereichen gegenüber Konzentrationen um 1 Vol.% liegen nur in wenigen Fällen vor. In einer diesbezüglichen epidemiologischen Studie wurden lediglich geringe Stoffwechselveränderungen (nicht signifikante Erhöhung der Bicarbonatkonzentrationen im Blut exponierter Brauereiarbeiter) nachgewiesen. [07619] Andere ältere Studien betrachteten z.B. die Expositionsverhältnisse von Personen in U-Booten, die Tage bis zu Wochen (24 h/d) gegenüber > 3 Vol.% CO2 bei einer verminderten Sauerstoffkonzentration belastet waren. Dies führte zunächst zu einer kurzen Periode der Erregung, dann zu progressiver ZNS-Depression. Die periphere Durchblutung war verstärkt, die Körperkerntemperatur dagegen erniedrigt. Weitere Herz-/Kreislauf-Funktionen waren verändert, die Atemfrequenz erniedrigt und mentale Funktionen teilweise gestört. Bei einem Aufenthalt über bis zu 27 Tagen in 0,8 - 1,2 Vol.% CO2 wurden Azidose im Blut und eine vermehrte metabolisch bedingte Inkorporation von Calciumcarbonat in den Knochen nachgewiesen. [07866]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Reproduktionstoxizität: Negative Erfahrungen bezüglich der Exposition schwangerer Frauen gegenüber moderat erhöhten CO2-Konzentrationen liegen offenbar nicht vor. Dies wurde auch mit einer metabolisch bedingten günstigen physiologischen Situation Schwangerer plausibel begründet. Um den PCO2-Druck im Foetus auf einem für ihn ungefährlichen Niveau zu halten, wurde empfohlen, die Exposition Schwangerer unter allen Umständen unter 0,5 Vol.% zu halten.[07866] In den wenigen verfügbaren reproduktions-toxikologischen Experimenten an Ratten fand man reversible Beeinflussungen der männlichen Fertilität und eine erhöhte Inzidenz teratogener Effekte gegenüber einer Kontrollgruppe, nur bei für den Menschen unrealistisch hohen Konzentrationen. [07619] Mutagenität: Es sind keine Angaben verfügbar. Kanzerogenität: Es sind keine Angaben verfügbar.[99983]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Je nach physischer Belastung produziert eine gesunde erwachsene Person zwischen ca. 200 ml und 2 l CO2 pro Minute. Es diffundiert aus den Zellen ins Blut, in dem es teilweise als Bicarbonat-ion (vgl. "Atemtrakt"), z.T. in chemischer Bindung mit dem Hämoglobin und Plasmaproteinen reversibel fixiert und z.T. physikalisch gelöst wird (bei einem Partialdruck in venösem Blut von 46 mm Hg). Es wird in die Lunge transportiert und normalerweise im gleichen Ausmaß abgeatmet, wie es endogen produziert wird.[00454] Wird CO2 über einen längeren Zeitraum in höherer Konzentration eingeatmet, bildet sich eine respiratorische Azidose aus, wodurch die Atmung stimuliert wird (vgl. "Akute Toxizität"). Dies führt zur Beschleunigung der CO2-Aufnahme, was bei genügend hohem exogenem CO2-Angebot unter bestimmten Umständen zu einer tödlichen Azidose führen kann.[07900]
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Kohlendioxid Wird über mehrere Wochen eine nur mäßig erhöhte CO2-Konzentration inhaliert (ca. 1 Vol.%) kann es teilweise als CaCO3 in den Knochen abgelagert werden. Dadurch kommt es zu Veränderungen der physiologischen Konzentrationen von Calcium und Phosphat im Blutplasma.[07619]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 05.05.2006. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Nach Kontakt der Augen mit "Kohlensäureschnee" oder Spritzern der unterkühlten Flüssigkeit: Sofortige milde Spülung des betroffenen Auges mit Wasser von Normaltemperatur, nicht länger als 10 - 30 sec. Dabei Lider nicht spreizen. Kontaktlinsen zunächst belassen. Keine Wärmebehandlung. Steril abdecken. Anschließend möglichst sofortiger Transport zum Augenarzt / zur Klinik.
HHaauutt:: Nach Hautkontakt mit konzentriertem normaltemperiertem Gas genügt kurzzeitiges Spülen mit Wasser. Sehr kurzzeitiger Kontakt mit Trockeneis ist im allgemeinen problemlos. Bei Unterkühlung/Erfrierung durch prolongierten Kontakt mit Trockeneis (evtl. unter Druck) oder Benetzung der Haut mit der entspannten Flüssigkeit aus Druckgasbehältern: festgefrorene Kleidung zunächst belassen, feuchte Kleidung entfernen, die erfrorene Region sorgfältig in trockene Tücher locker einwickeln und den gesamten Körper des Patienten vor weiterer Auskühlung schützen. Erfrorene Stellen keinesfalls reiben und/oder weiter unterkühlen (etwa, wie früher oft empfohlen: "mit Schnee abrubbeln"). Den Patienten sofort ins Krankenhaus bringen! Nur für den Fall, daß eine Verzögerung der Ankunft im Krankenhaus um mindestens 1 - 2 Stunden absehbar ist, sollte der Ersthelfer sofort selbst mit der Wiedererwärmung des erfrorenen Körperteils beginnen: eintauchen in körperwarmes Wasser (max. 40 Grad C) für 30 - 40 min. Im Kopfbereich muß mit entsprechend temperierten nassen Kompressen gearbeitet werden. Dann das Körperteil sorgfältig trocknen, mit sterilem Material locker einhüllen, mit Wärme-isolierendem Material abdecken und hochlagern. Patienten ins Krankenhaus transportieren. Die Wiedererwärmung darf keinesfalls mittels Strahlungswärme durchgeführt werden. Alkoholzufuhr ist streng verboten. Etwaige Blasen nicht öffnen! [99997, 99999]
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen. Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Bei Atemstillstand Mund-zu-Nase-Beatmung, falls nicht durchführbar Mund-zu-Mund-Beatmung. Atemwege freihalten. Für ärztliche Behandlung sorgen. [99997]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Dieser Aufnahmeweg ist unter gewerblichen Bedingungen toxikologisch nicht relevant. [99997]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Kohlendioxid kann in verflüssigtem oder (bei nicht nur momentanem Kontakt) festem Zustand vorwiegend oberflächliche Erfrierungen bewirken.[08013] Als Gas übt es im Organismus wichtige Funktionen aus. Mäßig bis stark erhöhte Konzentrationen in der Inspirationsluft können sehr kurzfristig massive Reaktionen auslösen, die nicht nur auf eine ggf. resultierende Hypoxämie zurückgeführt werden können.[07619]
- Symptomatik der akuten Vergiftung:
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 7/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Augen: Reizung durch hohe Konzentrationen in der Umgebungsluft oder durch wäßrige Lösungen (sehr kurzzeitig); Erfrierungen durch Kontakt mit Spritzern der unterkühlten Flüssigkeit[07979] Haut: Erfrierungen durch prolongierten (Druck-)Kontakt mit Trockeneis (wenigstens mehrere Sekunden) oder insbesondere durch Kontakt mit der entspannten Flüssigkeit aus Druckgasbehältern: wachs- bzw. porzellanartige Blässe, Schwellung, Kälte- und Taubheitsgefühl, Juckreiz, brennende und stechende Schmerzen; nach Wiederauftauen Rötung, Ödem- und Blasenbildung;[99997] systemische Effekte durch dermale Resorption des Gases kaum oder nur im Extremfall) zu erwarten[99999] Inhalation: nur leichte Atemwegsreizungen bei hohen Konzentrationen; schneller Eintritt von systemischen Effekten Ingestion: unter praxisrelevanten Bedingungen keine Vergiftung möglich (lediglich Völlegefühl, Aufstoßen) Resorption (abhängig von der CO2-Konzentration in der Inspirationsluft, physischer Belastung und Dauer der Exposition): Erhöhung von Atemfrequenz und Atemminutenvolumen, Tachypnoe, Hypertension, Verstärkung der Nierenund Hirndurchblutung, Kopfschmerzen, Tinnitus, Herzklopfen, EKG-Veränderungen, psychische Erregung, Schwindel, Mydriasis, Narkose, Krämpfe, EEG- Veränderungen; Tod meist durch Atemlähmung, evtl. aber auch verzögert eintretend.[07900] Nach schweren Intoxikationen, die überlebt wurden, können insbesondere Augenschäden persistieren (insbesondere: Retinadegeneration).[07866]
- Hinweise für die Erste ärztliche Hilfe: Erfrierungsschäden an den Augen sollten nur von einem Ophthalmologen weiterbehandelt werden. [99999] Erfrierungen an der Haut erfordern nach zunächst möglichen Ersthilfemaßnahmen (s.o.) vor dem Eintreffen in der Klinik wohl lediglich eine Sicherung der Vitalfunktionen, Analgesie und evtl. systemische Gabe von durchblutungsfördernden Substanzen (z.B. niedermolekulares Dextran). Nach inhalativer Intoxikation steht die Forcierung der pulmonalen Exkretion durch Verbesserung der Ventilation im Vordergrund. Hierzu ist zunächst Sauerstoffzufuhr, am besten durch künstliche Beatmung, Hauptvoraussetzung. Bei Gefahr des Erbrechens unbedingt intubieren.[99997] Oberkörperhochlagerung und Hyperventilation sind angezeigt.[08004] Bei Atemstillstand/Kreislaufstillstand unverzüglich alle weiteren Maßnahmen der kardiopulmonalen Reanimation zur Anwendung bringen.[07637] Gleichzeitig/nachfolgend bedarf die respiratorische Azidose (außerklinische Diagnose auf Basis der Symptome: Kopfschmerz, Verwirrtheit, Hypertonie, Bewußtseinsstörungen; Zeichen von Hypoxie) einer sofortigen Korrektur. Nur dann werden weitere Pharmaka, die symptomatisch zur Unterstützung der Funktion von Atmungs- und Herz-/Kreislaufsystem appliziert werden könnten, volle Wirksamkeit erreichen. Deshalb ist schnelle Hospitalisierung notwendig.[99983] Diese ist auch Voraussetzung für sonstige Maßnahmen der Hirndrucksenkung zur Vermeidung eines Hypoxidose-bedingten Hirnödems.[08004]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. Ungeachtet der geringen Toxizität des CO2 erfordern massive Intoxikationen neben sofortigen Maßnahmen zum Erhalt der Vitalfunktion vor allem das möglichst schnelle Erreichen einer Notfallklinik.[99999]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 05.05.2006. Sie werden bei Bedarf angepasst.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden | Weitere Angaben
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG IFA GESTIS-Stoffdatenbank 8/18 11.02.2026
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Kohlendioxid
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Das Gas ist schwerer als Luft. Für entsprechende Lüftung im Bodenbereich sorgen. Schächte und Kanäle gegen das Eindringen des Gases schützen. CO2-Detektoren einsetzen, falls Kohlendioxid freigesetzt werden kann. Sicherstellen, dass Konzentrationen des Gases in der Umgebungsluft ausreichend unterhalb des Arbeitsplatzgrenzwertes liegen.
AAppppaarraattuurreenn:: In Gasanlagen Sicherheitsventile vorsehen. Das gesamte Gassystem vor dem Gebrauch und danach regelmäßig auf Lecks prüfen! Gasaustritt an die Atmosphäre vermeiden. Bei möglichem Freiwerden größerer Mengen des Gases Absaugmöglichkeit an der Austritts- bzw. Entstehungsstelle erforderlich. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen.
Geeignete Werkstoffe: Für Flaschen und Ventile sind alle üblichen Werkstoffe geeignet. Bei Feuchtigkeit Gefahr von Korrosion bei Stählen.
Für Dichtungen bzw. als nichtmetallische Werkstoffe sind geeignet: Polytetrafluorethylen PTFE (Teflon) Polyimid PI Polychlortrifluorethylen PCTFE Polyvinylidenfluorid PVDF Polyamid PA Polypropylen PP Polyetheretherketon PEEK Polypropylensulfid PPS Polyvinylchlorid PVC Methyl-Vinyl-Silikon-Kautschuk VMQ Ethylen/Propylen-Dien-Terpolymere EPDM Methyl-Fluor-Silikon-Kautschuk FVMQ Polyacrylatkautschuk ACM Polyurethankautschuk PUR Gleitmittel Kohlenwasserstoff HC Gleitmittel Fluorkohlenwasserstoff FC Gleitmittel Molybdändisulfid (MoS2)
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Gasflaschen vor mechanischer Beschädigung schützen; nicht ziehen, nicht rollen, nicht schieben, nicht fallen lassen. Für den Transport von Gasflaschen immer einen Flaschenwagen oder ein anderes geeignetes Gerät benutzen. Der Transport in Aufzügen zusammen mit Personen ist verboten. Beim Transport Schutzkappen und Blindmuttern fest aufschrauben. Die Gasflasche nicht an der Ventilschutzkappe oder dem Ventilschutzring anheben. Bei Flaschenwechsel stets Ventile von gefüllten und leeren Flaschen auf Dichtigkeit prüfen. Flaschen gegen Umfallen sichern. Ventilschutzkappe nicht entfernen bevor die Flasche an eine Wand oder einen Labortisch oder auf einen Flaschenständer gestellt wurde, und zum Gebrauch bereit ist. Ventile langsam öffnen um Druckstöße zu vermeiden, nicht mit Gewalt öffnen. Ventile nach jedem Gebrauch und nach der Entleerung schließen. Verschlusskappen oder -muttern und Ventilschutzkappe wieder aufsetzen, sobald der Behälter von der Anlage getrennt wird.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 9/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Gas langsam entnehmen, da bei schneller Entspannung entstehende Trockeneisstückchen herausgeschleudert werden können. Rückströmung des Gases in den Gasbehälter verhindern. Rückfluss von Wasser oder anderen Flüssigkeiten in den Gasbehälter vermeiden. Niemals Gas von einem Behälter in einen anderen umfüllen! Niemals Flammen oder elektrische Heizgeräte zur Druckerhöhung im Behälter benutzen!
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Regelmäßige Dichtheitskontrolle erforderlich! Schläuche mindestens halbjährlich überprüfen. Ventilanschlüsse des Behälters sauber und frei von Verunreinigungen halten, insbesondere frei von Öl und Wasser. Niemals versuchen, Ventile oder Sicherheitsdruckentlastungseinrichtungen am Behälter zu reparieren. Beschädigungen an diesen Einrichtungen müssen umgehend dem Lieferanten mitgeteilt werden. Arbeitserlaubnisverfahren z.B. bei Wartungsarbeiten in Betracht ziehen.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Behälter dicht geschlossen halten. Behälter bei weniger als 50 °C an einem gut belüfteten Ort lagern. Behälter aufrecht stehend lagern und gegen Umfallen sichern. Ein Ventilschutzkorb sollte vorhanden sein oder die Ventilschutzkappe angebracht werden. Gelagerte Flaschen regelmäßig auf Leckagen und korrekte Lagerbedingungen prüfen. Von brennbaren Stoffen fernhalten. Die Behälter sollten an einem Ort ohne Brandgefahr und entfernt von Wärme- und Zündquellen gelagert werden. Vor Sonneneinstrahlung schützen. Die Behälter nicht unter Bedingungen lagern, die die Korrosion beschleunigen. Nicht in Fluchtwegen und Arbeitsräumen und in deren unmittelbarer Nähe aufbewahren. Ab- und Umfüllen in Lagerräumen ist verboten.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 2A (Gase) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
-
Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
-
Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
-
Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
-
Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
-
Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
-
Pyrophore Stoffe.
-
Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
-
Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
-
Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B.
-
Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe.
-
Brennbare und nicht brennbare akut giftige Stoffe der Lagerklassen 6.1A und 6.1B.
-
Brennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1C.
-
Nichtbrennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1D.
-
Brennbare Flüssigkeiten der Lagerklasse 10. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
-
Aerosole (Spraydosen).
-
Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
-
Brennbare ätzende Stoffe der Lagerklasse 8A. IFA GESTIS-Stoffdatenbank 10/18 11.02.2026
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Kohlendioxid
- Brennbare Feststoffe der Lagerklasse 11. Spezielle Regelungen zur Zusammenlagerung verschiedener Gase nach TRGS 510 beachten.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist nicht brennbar. Brand- und Explosionsschutzmaßnahmen auf die brennbaren Stoffe im Bereich abstimmen. Vor unzulässiger Erwärmung schützen, eventuell Kühlmöglichkeit durch Wasserberieselung vorsehen.
VVoorrssiicchhttssmmaaßßnnaahhmmeenn bbeeiimm UUmmggaanngg:: Offene Flammen und andere Wärmequellen fernhalten.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Gase in Druckgasflaschen dürfen nur von erfahrenen und entsprechend unterwiesenen Personen gehandhabt werden. Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden. Bei Grenzwertüberschreitung sind zusätzliche Schutzmaßnahmen nach Gefahrstoffverordnung erforderlich. Messergebnisse sind aufzuzeichnen und aufzubewahren. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Beim Umgang mit Druckgasflaschen sind Sicherheitsschuhe zu tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: Atemschutz ist normalerweise nicht erforderlich. In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung, Arbeitsplatzgrenzwertüberschreitung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten. Atemschutzgerät: Isoliergerät Keine Filtergeräte verwenden.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Schutzbrille mit Seitenschutz tragen.
HHaannddsscchhuuttzz:: Beim Hantieren mit Druckgasflaschen sind Arbeitshandschuhe zu tragen.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: Einatmen des Gases vermeiden. Beim Umgang mit dem Gas bzw. den Druckbehältern nicht rauchen.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Druckgasflaschen können in der Regel an den Lieferanten zurückgegeben werden. Druckdosen sind Einwegbehälter und müssen entsorgt werden. Druckgasbehälter nicht bis zum völligen Druckausgleich entleeren. Leere Behälter kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Für ausreichende Lüftung sorgen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 11/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit einem umgebungsluftunabhängigen Atemschutzgerät betreten werden, sofern nicht die Ungefährlichkeit der Atmosphäre nachgewiesen ist. Versuchen, das Ausströmen des Gases zu unterbinden. Ansonsten undichte Flaschen unter Absaugung stellen oder ins Freie bringen. Die Konzentration des freigesetzten Gases überwachen. CO2-Detektoren einsetzen. Gas breitet sich am Boden aus. Eindringen in Kanalisation, Keller, Arbeitsgruben oder andere Orte, an denen die Ansammlung des Gases gefährlich sein könnte, verhindern. Bei Auslaufen von verflüssigtem Gas aus defekten Druckbehältern Gebiet evakuieren, bis die gesamte ausgelaufene Flüssigkeit verdampft ist (Boden ist frei von Frost). Bei Gasfreisetzung im Freien auf windzugewandter Seite bleiben.
Gewässergefährdung: Eine Wassergefährdung beim Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich ist nicht zu befürchten.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Stoff selbst brennt nicht, Löschmaßnahmen auf Umgebung abstimmen. Im Brandfall Feuerwehr auf das Vorhandensein von Druckbehältern aufmerksam machen. Gefährdete Druckbehälter mit Wassersprühstrahl aus geschützter Position kühlen. Behälter wenn möglich aus der Gefahrenzone bringen. Drucksteigerung und Berstgefahr beim Erhitzen.
PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.
WWEEIITTEERREE AANNGGAABBEENN
BBeessoonnddeerree MMaaßßggaabbeenn nnaacchh TTRRGGSS 440077::
- Werden vor dem Füllen Fremdstoffe oder Feuchtigkeit in der Flasche festgestellt, müssen diese vor dem Füllen entfernt werden.
- Das zu füllende Gas muss trocken sein, d. h., der Taupunkt muss < − 40 °C sein und darf nur in trockene Behälter gefüllt werden.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Farbkennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | Wassergefährdungsklasse | Transportvorschriften | Luftgrenzwerte | EU-Grenzwerte | Empfehlung MAK | TRGS | Vorschriften UV-Träger
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Gase unter Druck, verflüssigtes Gas; H280
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Achtung"
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 12/18 11.02.2026
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Kohlendioxid GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee::
H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P403: An einem gut belüfteten Ort aufbewahren.
SSoonnssttiiggee GGeeffaahhrreenn:: Erstickend in hohen Konzentrationen. Kontakt mit der verdunstenden Flüssigkeit kann zu Erfrierungen der Haut führen.
Herstellerangabe der Firma Linde
Quelle: 01411 Stand: 2024 geprüft: 2025
FFAARRBBKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG VVOONN GGAASSFFLLAASSCCHHEENN
Schulterfarbe: Grau (Kohlendioxid)
Schulterfarbe: Grau Flaschenfarbe: Weiß (Kohlendioxid für medizinische Anwendungen)
Schulterfarbe: Grau und weiß Flaschenfarbe: Weiß (Sauerstoff-Kohlendioxid-Gemisch für medizinische Anwendungen)
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
WWaarrnnzzeeiicchheenn:: Warnung vor Gasflaschen
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/18 11.02.2026
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Kohlendioxid
Fußschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
EEIINNSSTTUUFFUUNNGG WWAASSSSEERRGGEEFFÄÄHHRRDDEENNDDEERR SSTTOOFFFFEE
Stoff Nr.:256 Nicht wassergefährdender Stoff Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025 Kohlendioxid
Stoff Nr.:354 Nicht wassergefährdender Stoff Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025 Kohlensäure
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
UN-Nummer: 1013 Gefahrgut-Bezeichnung: Kohlendioxid Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 20 Klasse: 2.2 (Nicht entzündbare, nicht toxische Gase) Verpackungsgruppe: - Gefahrzettel: 2.2
Klassifizierungscode:2A
Tunnelbeschränkungen: Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien C, D und E. Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorie E.
Quelle: 07902
TTRRGGSS 990000 –– AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
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Kohlendioxid 5000 ml/m³ 9100 mg/m³
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor2 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Resorptiv wirksame Stoffe
Herkunft:DFG, EU
EEUU-- AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
Richtlinie 2006/15/EG AArrbbeeiittssppllaattzz--RRiicchhttggrreennzzwweerrtt der Europäischen Union Ein nationaler Arbeitsplatzgrenzwert muss festgelegt werden. 8-Stunden Mittelwert: 9000 mg/m³ (5000 ppm)
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
5000 ml/m³ 9100 mg/m³
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 2 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Stoffe mit verzögertem Wirkungseintritt (systemisch wirkend oder in der Lunge nach wiederholter Exposition)
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 402 Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition; Ausgabe September 2023
TRGS 407 Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung; Ausgabe Februar 2016, geändert und ergänzt Oktober 2016
TRGS 745/TRBS 3145 Ortsbewegliche Druckgasbehälter - Füllen, Bereithalten, innerbetriebliche Beförderung, Entleeren; Ausgabe Februar 2016
TRGS 746/TRBS 3146 Ortsfeste Druckanlagen für Gase; Ausgabe September 2016
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) IFA GESTIS-Stoffdatenbank 15/18 11.02.2026
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Kohlendioxid The MAK Collection for Occupational Health and Safety Sauerstoffmangel – Erstickungsgefahr Sauerstoffmangel Gefährdung durch Sauerstoffmangel in der Atmosphäre (Doc 44/18) (nur auf Englisch) Sicherheitshinweise - Sicherheit im Umgang mit Trockeneis Publikationen des IGV (Industriegaseverband e.V.) Empfehlungen zum sicheren Füllen von CO2 Flaschen und Bündeln (nur auf Englisch) Sichere Handhabung von Behältern mit flüssigem Kohlendioxid bei Druckverlust (Doc 164/10) (nur auf Englisch) Code of Practice – Trockeneis (Doc 150/08) ) (nur auf Englisch) CO2-App (Rechner und Timer) DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00107 Sorbe "Sicherheitstechnische Kenndaten chemischer Stoffe" ("Safety-related characteristics of chemical substances"), ecomed Sicherheit, Landsberg, 07/2015
Quelle: 00260 1x1 der Gase. Physikalische Daten für Wissenschaft und Praxis. Herausgeber: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, Düsseldorf, 1. Auflage 2005
Quelle: 00336 Schriftreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz Gefährliche Arbeitsstoffe - (GA 32) GAS-ATLAS, 2. Auflage, Dortmund 1992
Quelle: 00440 Datenbank CHEMSAFE, Version 2016.0, DECHEMA-PTB-BAM
Quelle: 00454 Hazardous Substances Data Bank (HSDB)
Quelle: 01401 Sicherheitsdatenblatt, Air Liquide Material Safety Data Sheet, Air Liquide
Quelle: 01411 Sicherheitsdatenblatt, Linde Material Safety Data Sheet, Linde
Quelle: 02005 IGV IndustrieGaseVerband e.V. www.industriegaseverband.de
Quelle: 02070 LOG KOW Databank, compiled by Dr. James Sangster, Sangster Research Laboratories, Montreal, Canada, distributed by Technical Database Services (TDS), New York
Quelle: 05200 Kühn-Birett "Merkblätter Gefährliche Arbeitsstoffe" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed Sicherheit, Landsberg
Quelle: 05240 TRGS 407 "Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung" Ausgabe Februar 2016
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
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Kohlendioxid Quelle: 05350 TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte" Ausgabe Januar 2006, zuletzt geändert und ergänzt März 2025, berichtigt Mai 2025
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 06501 DIN EN 378-1 "Kälteanlagen und Wärmepumpen" Ausgabe Juni 2008 mit Berichtigung Januar 2010
Quelle: 06505 Gasflaschen – Verträglichkeit von Werkstoffen für Gasflaschen und Ventile mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 1: Metallische Werkstoffe (ISO 11114-1:2020); Deutsche Fassung EN ISO 11114-1:2020
Quelle: 06506 Gasflaschen – Verträglichkeit von Flaschen- und Ventilwerkstoffen mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 2: Nichtmetallische Werkstoffe (ISO 11114-2:2013); Deutsche Fassung EN ISO 11114-2:2013
Quelle: 07580 Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt geändert 30.10.2025
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07637 S. Moeschlin "Klinik und Therapie der Vergiftungen" 7. Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 1986
Quelle: 07830 M. Kühnert (Hrsg.): Veterinärmedizinische Toxikologie: Allgemeine und klinische Toxikologie, Grundlagen der Ökotoxikologie; 1. Auflage, Gustav Fischer Verlag, Jena 1991
Quelle: 07837 W.J. Hayes, E.R. Laws (edit.) "Handbook of Pesticide Toxicology" Vol. 1 bis 3. Academic Press, Inc., San Diego California 1991
Quelle: 07866 G.D. Clayton, F.E. Clayton (edt.) "Patty's Industrial Hygiene and Toxicology" Volume II "Toxicology" Fourth Edition, John Wiley & Sons, New York 1993
Quelle: 07900 H. Marquardt, S.G. Schäfer (Hrsg.): Lehrbuch der Toxikologie; BI-Wissenschaftsverlag, Mannheim 1994
Quelle: 07902 BAM: Datenbank Gefahrgut-Schnellinfo
Quelle: 07979 W.M. Grant, J.S. Schuman: Toxicology of the eyes; 4th Edition, Charles C Thomas Publisher, Springfield, Illinois; 1993
Quelle: 08004 H.P. Schuster "Notfallmedizin" 5. Auflage, Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart 1996
Quelle: 08013 Ludewig "Akute Vergiftungen" 9. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1999
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 17/18 11.02.2026
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Kohlendioxid Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99997 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (1) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (1)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 18/18 11.02.2026
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Kohlenmonoxid
KKoohhlleennmmoonnooxxiidd
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
KKoohhlleennmmoonnooxxiidd Kohlenoxid Kohlenstoffmonoxid
ZZVVGG NNrr:: 1110 CCAASS NNrr:: 630-08-0 EEGG NNrr:: 211-128-3 IINNDDEEXX NNrr:: 006-001-00-2
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
125100 Kohlenoxide 139100 Anorganische Gase
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist gasförmig.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
verdichtetes Gas farblos geruchlos
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Extrem entzündbares Gas. Bildet mit Luft explosive Gemische. Gas ist leichter als Luft. Von dem Stoff gehen akute oder chronische Gesundheitsgefahren aus. (s. Kapitel VORSCHRIFTEN).
Stoffinformationen in Wikipedia
FFOORRMMEELL
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid
CO
MMoollaarree 28,01 g/mol MMaassssee:: UUmmrreecchhnnuunnggssffaakkttoorr (Gasphase) bei 1013 mbar und 20 °C: 1 ml/m³ = 1,16 mg/m³
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Tripelpunkt | Schmelzpunkt | Siedepunkt | Kritische Daten | Dichte | Zündtemperatur | Explosionsdaten | Löslichkeit | Gefährliche Reaktionen
TTRRIIPPEELLPPUUNNKKTT
Temperatur:-205,0 °C Druck:0,154 bar Quelle: 00260
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt:-205,07 °C Quelle: 00440
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Siedepunkt:-191,5 °C Quelle: 00440 01411
KKRRIITTIISSCCHHEE DDAATTEENN
Kritische Temp.:-140,2 °C Kritischer Druck:34,99 bar Kritische Dichte:0,301 g/cm³ Quelle: 00440
DDIICCHHTTEE
GASDICHTE unter Normalbedingungen (0 °C, 1013 mbar) Wert:1,2506 kg/m³ Quelle: 00260 00440
DICHTE DER FLÜSSIGEN PHASE AM SIEDEPUNKT Wert:0,79141 kg/l Quelle: 00260
RELATIVE GASDICHTE Dichteverhältnis zu trockener Luft bei gleicher Temperatur und gleichem Druck Wert:0,97
Quelle: 00440 01401 01411
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid GASDICHTE Wert:1,1705 kg/m³ Temperatur:15 °C bei 1 bar Quelle: 00260
ZZÜÜNNDDTTEEMMPPEERRAATTUURR
Zündtemperatur:605 °C Temperaturklasse:T1 Quelle: 00440 01401
EEXXPPLLOOSSIIOONNSSDDAATTEENN
Untere Explosionsgrenze: 11,3 Vol.-% 94 g/m³ Obere Explosionsgrenze: 75,6 Vol.-% 629 g/m³ beide gemessen bei 20 °C, relative Luftfeuchtigkeit < 10% Quelle: 00440
Untere Explosionsgrenze: 10,9 Vol.-% 91 g/m³ Obere Explosionsgrenze: 76 Vol.-% 632 g/m³ beide gemessen bei 20 °C, relative Luftfeuchtigkeit > 80 % Quelle: 00440
Grenzspaltweite:0,94 Explosionsgruppe:IIA Maximaler Explosionsdruck: 8,2 bar Quelle: 00440
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
Löslichkeit:35,5 ml/l Temperatur:0 °C Quelle: 00260
Löslichkeit:24,9 ml/l Temperatur:20 °C Quelle: 00260
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
GGeeffäähhrrlliicchhee cchheemmiisscchhee RReeaakkttiioonneenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid Kohlenmonoxid ist in der Wärme oder unter Druck sehr reaktionsfreudig. Mit Schwefel, Fluor und Chlor entstehen hochgiftige Verbindungen. Die Umsetzung mit Metallpulvern zu Carbiden kann unter Entzündung oder Explosion verlaufen.
Explosionsgefahr bei Kontakt mit: Kalium Oxidationsmitteln Aluminium (Staub); Bromfluoride; Chlordioxid; Difluordioxid; Difluoroxid; Eisenoxid; Fluor + Sauerstoff; Iodheptafluorid; Lithium + Wasser; Metalloxide; Natrium (Hitze); Natrium + Ammoniak; Peroxodischwefeldifluorid; flüssigem Sauerstoff; Silberoxid + Wasser; Stickstoffdioxid
Der Stoff kann in gefährlicher Weise reagieren mit: Aluminium (Pulver) Aminen Ammoniak Acetylen (selten); Bariumperoxid (Wärme); Caesiumoxid/Wasser; Chlor -> Phosgen; Chromtrioxid/Absorptionsmittel; Dimethylamin; Distickstoffoxid; Eisenpulver/Hitze; Ethylamin; Metalle; Methylamin; Sauerstoff (Gas); Schwefel/Hitze; Silberoxid; Stickstofftetroxid; Trimethylamin; Wasserstoff (selten)
Quelle: 06002 99999
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe | Arbeitsmedizinische Vorsorge
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Der Hauptaufnahmeweg für Kohlenmonoxid (CO) verläuft über den Atemtrakt.[00083]
AAtteemmwweeggee:: Als relativ wenig wasserlösliches Gas gelangt CO mit der Atemluft nahezu vollständig bis in die Alveolen und wird über deren Membran sehr effektiv ins Blut resorbiert. Die aufgenommene Menge ist abhängig vom Partialdruck in der Inspirationsluft und im Blut, aber auch von einer ganzen Reihe anderer Faktoren, insbesondere von der körperlichen Aktivität und von der Zeitdauer der Exposition sowie vom bereits erreichten Sättigungsgrad des Hämoglobinreservoirs.[00083]
HHaauutt:: Angaben zur Resorbierbarkeit über die intakte Haut sind nicht verfügbar.[99983] Diese ist wohl eher nicht zu erwarten, da selbst das Epithel der oberen Atemwege eine wirksame Barriere gegen die CO-Diffusion darstellt.[00083]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Es liegen keine Angaben vor.[99983] Unter realen Bedingungen ist jedoch kaum vorstellbar, daß toxikologisch relevante CO-Mengen in den Magen-Darm-Trakt gelangen können.[99999]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: Sauerstoffmangel in den Körpergeweben infolge partieller Blockade des Sauerstofftransportes im Blut; insbesondere Herz-Kreislaufstörungen und neurologische Effekte; Stoffwechselstörungen chronisch: dto. bei relativ hohen Dauerkonzentrationen; Leistungseinschränkungen (psychosensorisch, motorisch und mental) bei geringerer wiederholter Exposition[00083]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 4/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid CO ist ein geschmackloses, geruchsloses, farbloses und nicht korrosiv wirkendes Gas. Dementsprechend sind Reizreaktionen auf Schleimhäute und Haut nicht zu erwarten und auch nicht nachgewiesen worden. Gravierende und reproduzierbare substanzspezifische Einflüsse auf einzelne Lungenfunktionsparameter von Versuchspersonen waren ebenfalls nicht diagnostizierbar, selbst nicht bei 5000 ppm über 2 - 3 min oder bei 60000 ppm über 18 sec. Unter realen Bedingungen häufiger auftretende Reizreaktionen/Lungenschädigungen im Zusammenhang mit CO-Vergiftungen sind auf andere, gleichzeitig im Gas-/Aerosolgemisch vorhandene Noxen zurückzuführen (z.B. Aldehyde, Chlorwasserstoffsäure, Phosgen u.a. in Brandgasen).[00083]
CO wird nach Aufnahme ins Blut an Hämoglobin gebunden (-> COHb), wodurch dessen Fähigkeit, Sauerstoff zu binden und zu transportieren, eingeschränkt bzw. unterbunden wird. Hieraus resultieren Gewebsschäden infolge einer lokalen Sauerstoff-Unterversorgung (Hypoxie). Organe mit hohem Sauerstoffbedarf (z.B. Herz und Gehirn) reagieren auf diesen Effekt besonders empfindlich. Bei hohen Expositionskonzentrationen werden vor dem Eintreten sehr schwerer Symptome, die häufig zum Tod geführt haben, keine oder nur unspezifische Wirkungen beobachtet. Demzufolge muß die Warnwirkung als sehr gering bezeichnet werden. Folgende Kombinationen aus Konzentration und Expositionsdauer werden für den Menschen als potentiell letal erachtet: 40000 ppm x 2 min, 16000 ppm x 5 min, 8000 ppm x 10 min, 3000 ppm x 30 min, 1500 ppm x 60 min. Plötzlich eintretender Tod wird meist durch Wirkungen auf das Herz verursacht, da dessen Muskelgewebe am empfindlichsten auf den Sauerstoffmangel reagiert. Folgen sind zunächst ein starker Blutdruckabfall und unregelmäßiger Herzrhythmus. Hieraus kann eine letale Arrhythmie resultieren (Sinustachykardie, Vorhofflattern und -flimmern, Kammerextrasystolen, ventrikuläre Tachykardie und Fibrillation).[99997] Kinder sind wegen ihres höheren Stoffwechselumsatzes (-> erhöhter O2-Bedarf) stärker gefährdet als Erwachsene. Empfindlicher als gesunde Personen sind solche mit bestimmten Blut- oder Schilddrüsenerkrankungen (Anämie, Thyreotoxikose) und natürlich Herzkranke (insbesondere ältere Arteriosklerotiker). In vielen der vorhandenen Studien über nicht letale Effekte des CO werden die Symptome nicht anhand des (oft nicht genau bekannten) Expositionsscenarios differenziert, sondern auf den COHb- Wert bezogen.[07619] Allerdings lassen sich auch damit nur Dosis-Effekt-Relationen in relativ weiten Grenzen charakterisieren, da der COHb-Wert meist nicht als "Echtzeit"-Parameter verfügbar ist und die individuelle Variationsbreite erheblich sein kann:[99999] COHb (%): Symptome: 10 keine deutlichen Effekte; evtl. verstärkte Kurzatmigkeit bei physischer Beanspruchung, Weitstellung der kutanen Blutgefäße (-> angedeutete Hautrötung) 20 Kurzatmigkeit bei Belastung, leichter Kopfschmerz mit Klopfgefühl in den Schläfen 30 deutliche Kopfschmerzen, Irritierbarkeit, leichte Ermüdbarkeit, gestörtes Urteilsvermögen, Schwindelgefühl, verschwommenes Sehen 40 - 50 starke Kopfschmerzen, Konfusion, Kollaps, Ohnmachtsanfälle 50 - 60 Bewußtlosigkeit, intermittierende Krämpfe, Atemstillstand, Tod nach verlängerter Exposition 80 schneller Eintritt des Todes.[99997] Spätschäden nach einer akuten Vergiftung können in sehr unterschiedlicher Form auftreten. Meist sind das zentrale oder periphere Nervensystem, seltener das Herz-Kreislauf-System oder innere Organe betroffen.[07619]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Wiederholte Exposition gegenüber CO-Konzentrationen, die zu COHb-Werten > 10 % führen, verursachen Effekte, die aus akuten Expositionsereignissen bekannt sind. Niedrigere Konzentrationen (-> 2 - 5 % COHb) können psychosensorische und -motorische und intelligenzbezogene Leistungseinschränkungen verursachen.[07619] Bei gesunden Personen können diese Wirkungen im Allgemeinen bei COHb-Konzentrationen von > 5 % auftreten.[99997] Entsprechend älteren Studien an größeren Gruppen beruflich Exponierter traten bei täglich 8-stdg. Einwirkung von durchschnittlich bis zu 115 ppm CO (-> COHb-Werte von Nichtrauchern 4 %, von Rauchern 7,6 %) selbst bei jahrelanger Exposition keine Beschwerden auf. Neuere Studien ergaben jedoch, daß für Risikogruppen (Personen mit bestimmten Herz-Kreislauf- Erkrankungen) bereits COHb-Spiegel von ca. 2,7 % zu einer Verstärkung der Symptome, resultierend aus den ohnehin geschädigten Systemfunktionen, führen kann.[07619]
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid Über eine mögliche Adaptation des Menschen an relativ geringe CO-Konzentrationen gibt es eine Reihe von tierexperimentellen Studien und auch Erfahrungen am Menschen. Gegenüber sehr geringen Konzentrationen kann offensichtlich durch eine erhöhte Hb-Produktion oder/und erhöhten kardialen und cerebralen Blutfluß ein Ausgleich der primär verringerten Transportkapazität des Blutes erreicht werden. In bestimmten Fällen haben solcherart adaptierte Personen auch höhere Konzentrationen ohne Symptome ertragen, die ohne Adaptation eingetreten wären. Andererseits ist aufgrund der vielfältigen Wirkungen des CO eine abschließende Einschätzung der Effektivität von Adaptationsmechanismen offensichtlich noch nicht möglich.[99997]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Zur Einstufung des fortpflanzungsgefährdenden, erbgutverändernden und krebserzeugenden Potentials s. Stoffliste nach Anhang VI der CLP-Verordnung / TRGS 905 / MAK-Liste (s. Kapitel VORSCHRIFTEN). Reproduktionstoxizität: Ein Risiko reproduktionstoxischer Wirkung ist sicher nachgewiesen. Zur Einstufung fruchtschädigend / fruchtbarkeitsgefährdend siehe Kapitel Vorschriften. [07510] Kinder (einschließlich der ungeborenen) stellen eine gegenüber CO besonders empfindliche Subpopulation dar. Aus einer neueren Studie wurde abgeleitet, daß COHb-Werte > 25 % im Blut Schwangerer zu Totgeburten oder irreversiblen Hirnschäden beim Kind führen können. In einigen Fällen wurden kognitive Entwicklungsstörungen auch bei niedrigeren COHb-Gehalten festgestellt. [99997] Mutagenität: Es sind keine Angaben verfügbar. Kanzerogenität: Es sind keine Angaben verfügbar.[99983]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg:: Die Bildung von COHb ist ein reversibler Prozeß. Wegen der festen Bindung ist jedoch die Eliminationshalbwertszeit mit 2 - 6,5 h relativ lang. Sie hängt in erster Linie von der Ausgangskonzentration nach Expositionsende und von der Ventilationsrate des Individuums ab. Dieser Befund stimmt mit der Beobachtung überein, daß unter bestimmten Bedingungen eine gewisse Akkumulation möglich ist und daß relativ niedrige CO-Konzentrationen zu kurzzeitig inadequat erhöhten COHb-Spiegeln führen können. Es wurden zahlreiche Untersuchungen mit dem Ziel durchgeführt, zu klären, ob die Gewebehypoxie der einzige toxische Mechanismus ist oder ob die Bindung von CO an Bestandteile von Gewebszellen als sekundärer Mechanismus relevant ist. Eine Bindung an Myoglobin, das insbesondere im Herzmuskel und in den Skelettmuskeln vorhanden ist, und an die Cytochromoxidase ist bereits seit langem bekannt. Die physiologische Bedeutung dieser Wechselwirkungen ist nur lückenhaft geklärt, jedoch gilt es als nachgewiesen, daß erhöhte CO- Myoglobinmengen im Muskel dessen maximale Sauerstoffaufnahme limitieren.[00083]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 05.05.2003. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Nach Kontakt mit (Kohlenmonoxid(CO)-haltigen) Brandgasen: Auge unter Schutz des unverletzten Auges 10 Minuten unter fließendem Wasser bei weitgespreizten Lidern spülen. Die inhalative CO-Vergiftung ist jedoch in jedem Falle vorrangig zu behandeln (s. "Atmungsorgane"). Augenkontakt mit einem "reinen" CO-Luft-Gemisch bedarf im allgemeinen keiner Augenspülung.
HHaauutt:: Nach alleinigem Hautkontakt mit hohen Gaskonzentrationen bei Verwendung wirksamen Atemschutzes: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrbereich bringen. Gasdurchtränkte Kleidung unter Selbstschutz entfernen, dann gründliche Ganzkörperwäsche.
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Kohlenmonoxid Bei Ganzkörperexposition steht die inhalative Aufnahme absolut im Vordergrund (s. "Atmungsorgane").
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Bei der Bergung Vergifteter Explosionsgefahr und Selbstschutz (Maske mit CO-Filter, besser umluftunabhängiges Atemgerät) unbedingt berücksichtigen! Möglichst schnell den Verunfallten an die frische Luft bringen. Bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Bei Atemstillstand Mund-zu-Nase-Beatmung, falls nicht durchführbar Mund-zu-Mund-Beatmung. Atemwege freihalten. Besser den Verunfallten mit reinem Sauerstoff (in jeder möglichen Applikationsform) versorgen. Bei Kreislaufstillstand (keine Reaktion und keine normale Atmung) sofort Thoraxkompressionen und Beatmungen durchführen. Selbstschutz beachten, ggf. Beatmungsbeutel verwenden. Falls vorhanden, Automatisierten Externen Defibrillator (AED) einsetzen. Die Sicherung der Vitalfunktionen (Atmung und Kreislauf) hat Vorrang vor allen anderen Maßnahmen. Zwischenzeitlich Notarzt dringend zur Unfallstelle rufen. [07638, 00022, 99999]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Eine orale Intoxikation mit CO ist unter realen Bedingungen nicht relevant.
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: CO ist ein farbloses und geruchloses Gas, dessen Vorhandensein (bei fehlenden Überwachungssystemen) nur durch seine (bei hohen Konzentrationen eventuell) schlagartig einsetzenden Wirkungen bemerkbar wird. Die Warnwirkung aufgrund leichter, reversibler Symptome ist bei hohen Konzentrationen extrem gering! Im wesentlichen hat nur der inhalative Aufnahmeweg Bedeutung.
- Symptomatik der akuten Vergiftung: Die ausschließlich systemisch bedingten Symptome werden hinsichtlich der Art und Ausprägung hauptsächlich von CO-Konzentration, Einwirkungsdauer, physischer Belastung (Ventilationsrate- Sauerstoffbedarf) und Prädisposition des Exponierten (insbesondere: vorgeschädigtes Herz- Kreislauf-System, Schwangere, Kinder) bestimmt. Zentralnervensystem und Muskulatur: Somnolenz, Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Konfusion, Sehstörungen zentraler Genese, leichte Ermüdbarkeit, Nystagmus, Krämpfe, Hirnödem, evtl. Ischämie der Extremitäten, Kollaps, Bewußtlosigkeit bis Koma Kardiovaskuläres System: Hypotension infolge Vasodilatation und myokardialer Depression, Angina pectoris, myokardiale Ischämie mit Senkung der ST-Strecke im EKG, Myokardinfarkt, Sinustachykardie, Vorhofflattern/- flimmern, Kammerextrasystolen, ventrikuläre Tachykardie und Fibrillation[99983] Respirationstrakt: Dyspnoe, Lungenödem Gastrointestinaltrakt: Übelkeit, Erbrechen, evtl. Leberfunktionsstörungen Nieren: im Extremfall akutes Nierenversagen infolge Rhabdomyolyse Haut und Schleimhäute: Erythem (infolge kutaner Vasodilatation) Stoffwechsel/Biochemie: Carboxyhämoglobinbildung, Lactatacidose, Leukozytose, Hyperglycämie, Gerinnungsstörungen, Albuminurie, Glucosurie, Myoglobinurie.
- Hinweise für die Erste ärztliche Hilfe: Das einzige wirksame Antidot bei einer CO-Vergiftung ist 100%iger Sauerstoff. Die Applikation muß vor allem schnell erfolgen! Als Möglichkeiten der Zufuhr kommen in Betracht:
- Maskenbeatmung (ohne Rückatmung) mit mindestens 10 l/min - Intubation und Beatmung (+ PEEP)
- Hyperbare Applikation (mit 3 atm.) in einer Überdruckkammer (HBO). Die Indikation der HBO-Applikation als effektivste Methode (insbesondere wegen des dadurch entstehenden Sauerstoffgehaltes im Serum von 6 %, der lebensrettend sein kann) hängt weniger von dem im Blut des Verunfallten aktuell festgestellten COHb-Wert als von folgenden Symptomen bzw. Umständen ab: Bewußtlosigkeit bzw. neurologische Funktionsstörungen, kardiale oder hämodynamische Instabilität, Lungenödem, schwere Azidose, Gravidität; Vergiftungen im Kindesalter; COHb-Konzentrationen von 40 % und mehr, unabhängig vom klinischen Bild. Die erste Behandlung sollte innerhalb der ersten 6 h nach stationärer Aufnahme erfolgen. Bei leichter bis mäßiger Azidose sollte eine Korrektur mit Natriumhydrogencarbonat unterbleiben, weil die HbO2-Dissoziationskurve unter sauren Bedingungen nach rechts verschoben und dadurch die Sauerstoffabgabe im Gewebe erleichtert wird.
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Kohlenmonoxid Bei einem Hirnödem wurde der Einsatz dehydratisierender Lösungen (z.B. Mannitol, Sorbitol) in Verbindung mit Lösungen empfohlen, die die Mikrozirkulation verbessern (z.B. Expafusin). Dabei sind der Zentralvenendruck und die Wasserbilanz ständig zu kontrollieren (evtl. Furosemid-Diurese). Bei Verdacht auf Rhabdomyolyse kann ein akutes Nierenversagen evtl. durch eine alkalische forcierte Diurese verhindert werden.[07978] Bei motorischer Unruhe/Krämpfen kann Diazepam (bei Erwachsenen 5 - 10 mg) i.v. verabreicht werden.[00022] Bei der Überwachung gelten als Monitoring-Parameter: EKG, Blutdruck und Temperatur. Kurzfristige Kontrollen sind erforderlich für Blutglucose, Blutgase, Kreatinkinase, Lactatdehydrogenase, Lactat, Elektrolyte, Flüssigkeitsbilanz, COHb.[07978]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. Früher vorgeschlagene Therapiekonzepte gelten heute als obsolet: Blutaustauschtransfusion, Methylen- oder Toluidinblau, Procaintherapie. Kontraindiziert sind Lumbalpunktionen mit Ablassen von Liquor und die Applikation von Opiaten. [07638]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 05.05.2003. Sie werden bei Bedarf angepasst.
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINNIISSCCHHEE VVOORRSSOORRGGEE
AAnnggeebboottssvvoorrssoorrggee:: Arbeitsmedizinische Vorsorge ist anzubieten, wenn bei Tätigkeiten mit dem Stoff eine Exposition nicht ausgeschlossen werden kann. PPfflliicchhttvvoorrssoorrggee:: Arbeitsmedizinische Vorsorge ist zu veranlassen, wenn bei Tätigkeiten mit dem Stoff der Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten wird. FFrriisstteenn:: Beschäftigte dürfen eine Tätigkeit mit diesem Stoff nur nach Teilnahme an der Pflichtvorsorge ausüben. Angebotsvorsorge muss vor Aufnahme der Tätigkeiten angeboten werden. Fristen für die Veranlassung bzw. das Angebot von regelmäßiger arbeitsmedizinischer Vorsorge sind der arbeitsmedizinischen Regel „AMR Nummer 2.1“ zu entnehmen.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden | Weitere Angaben
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Deckenabsaugung vorsehen. Einrichtungen zum Erkennen und Melden von Gasgefahren (Gasdetektoren mit Alarmauslösung) vorsehen. Wasserschleier über Anlagen und Behältern vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Gas in einem geschlossenen System und unter streng kontrollierten Bedingungen handhaben. Vorzugsweise in dauerhaft technisch dichten Anlagen verwenden (z.B. geschweißte Leitungen). In Gasanlagen Sicherheitsventile vorsehen. Die Installation einer Überkreuzspülung zwischen Flasche und Regler wird empfohlen. Das Gassystem mit trockenem Inertgas spülen (z.B. Stickstoff oder Helium) bevor das Gas eingeleitet wird und wenn das System außer Betrieb genommen wurde. Das gesamte Gassystem vor dem Gebrauch und danach regelmäßig auf Lecks prüfen! Gasaustritt an die Atmosphäre vermeiden. Bei Überdruck austretendes Gas über ein geeignetes Wäschersystem sicher ableiten.
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Kohlenmonoxid Möglichst kleine Druckgasflaschen verwenden und außerhalb des Arbeitsraumes oder im Abzug aufstellen. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen. Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen. Leitungen sollten von ungefährdeter Stelle aus absperrbar sein.
Geeignete Werkstoffe: Für Flaschen und Ventile sind alle üblichen Werkstoffe geeignet. Kohlenmonoxid kann Spuren von Kohlendioxid enthalten. Zusammen mit Feuchtigkeit kann dies die Gefahr der Spannungsrisskorrosion bei Stählen mit höheren Festigkeiten mit sich bringen. Flaschen und Ventile aus austenitischen Edelstählen sowie aus Aluminiumlegierungen sind davon nicht betroffen. Desweiteren besteht die Gefahr der Bildung giftiger Metallcarbonyle, insbesondere bei Nickellegierungen. Nickelanteile von unter 50% können hierbei annehmbar sein.
Für Dichtungen bzw. als nichtmetallische Werkstoffe sind alle üblichen Werkstoffe geeignet, mit Ausnahme von: Fluorkautschuk FKM
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Exposition vermeiden – vor Gebrauch besondere Anweisungen einholen. Keine Vorratsflaschen im Arbeitsraum lagern. Gasflaschen vor mechanischer Beschädigung schützen; nicht ziehen, nicht rollen, nicht schieben, nicht fallen lassen. Für den Transport von Gasflaschen immer einen Flaschenwagen oder ein anderes geeignetes Gerät benutzen. Der Transport in Aufzügen zusammen mit Personen ist verboten. Beim Transport Schutzkappen und Blindmuttern fest aufschrauben. Die Gasflasche nicht an der Ventilschutzkappe oder dem Ventilschutzring anheben. Bei Flaschenwechsel stets Ventile von gefüllten und leeren Flaschen auf Dichtigkeit prüfen. Flaschen gegen Umfallen sichern. Ventilschutzkappe nicht entfernen bevor die Flasche an eine Wand oder einen Labortisch oder auf einen Flaschenständer gestellt wurde, und zum Gebrauch bereit ist. Ventile langsam öffnen um Druckstöße zu vermeiden, nicht mit Gewalt öffnen. Ventile nach jedem Gebrauch und nach der Entleerung schließen. Verschlusskappen oder -muttern und Ventilschutzkappe wieder aufsetzen, sobald der Behälter von der Anlage getrennt wird. Rückströmung des Gases in den Gasbehälter verhindern. Rückfluss von Wasser oder anderen Flüssigkeiten in den Gasbehälter vermeiden. Vor dem Einleiten des Gases Ausrüstung luftfrei spülen. Niemals Gas von einem Behälter in einen anderen umfüllen! Niemals Flammen oder elektrische Heizgeräte zur Druckerhöhung im Behälter benutzen!
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Regelmäßige Dichtheitskontrolle erforderlich! Schläuche mindestens halbjährlich überprüfen. Ventilanschlüsse des Behälters sauber und frei von Verunreinigungen halten, insbesondere frei von Öl und Wasser. Niemals versuchen, Ventile oder Sicherheitsdruckentlastungseinrichtungen am Behälter zu reparieren. Beschädigungen an diesen Einrichtungen müssen umgehend dem Lieferanten mitgeteilt werden. Arbeitserlaubnisverfahren z.B. bei Wartungsarbeiten in Betracht ziehen. Arbeiten an Behältern und Leitungen nur nach sorgfältigem Freispülen durchführen.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 9/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid Unter Verschluss oder nur für fachkundige Personen zugänglich aufbewahren. Behälter dicht geschlossen halten. Behälter bei weniger als 50 °C an einem gut belüfteten Ort lagern. Behälter aufrecht stehend lagern und gegen Umfallen sichern. Ein Ventilschutzkorb sollte vorhanden sein oder die Ventilschutzkappe angebracht werden. Gelagerte Flaschen regelmäßig auf Leckagen und korrekte Lagerbedingungen prüfen. Von oxidierenden Gasen und anderen brandfördernden Stoffen fernhalten. Von brennbaren Stoffen fernhalten. Die Behälter sollten an einem Ort ohne Brandgefahr und entfernt von Wärme- und Zündquellen gelagert werden. Vor Sonneneinstrahlung schützen. Die Behälter nicht unter Bedingungen lagern, die die Korrosion beschleunigen. Die elektrische Ausrüstung in Lagerbereichen sollte auf das Risiko der Bildung von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre abgestimmt sein. Nicht in Fluchtwegen und Arbeitsräumen und in deren unmittelbarer Nähe aufbewahren. Aus Lagerräumen für giftige Gase muss ausgetretenes Gas gefahrlos abgeleitet oder aufgefangen und beseitigt werden können. Die Einrichtungen müssen von ungefährdeter Stelle aus betätigt werden können. Ab- und Umfüllen in Lagerräumen ist verboten.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 2A (Gase) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
- Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Pyrophore Stoffe.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
- Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B.
- Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe.
- Brennbare und nicht brennbare akut giftige Stoffe der Lagerklassen 6.1A und 6.1B.
- Brennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1C.
- Nichtbrennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1D.
- Brennbare Flüssigkeiten der Lagerklasse 10. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Aerosole (Spraydosen).
- Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
- Brennbare ätzende Stoffe der Lagerklasse 8A.
- Brennbare Feststoffe der Lagerklasse 11. Spezielle Regelungen zur Zusammenlagerung verschiedener Gase nach TRGS 510 beachten.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist brennbar. Feuerlöscheinrichtungen sind bereitzustellen. Die Möglichkeit der Bildung von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre ist in der Gefährdungsbeurteilung zu bewerten. Abhängig vom Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung können Maßnahmen nach TRGS 722 (Vermeidung der Bildung), TRGS 723 (Vermeidung der Entzündung) und TRGS 724 (konstruktiver Explosionsschutz) erforderlich werden.
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Kohlenmonoxid Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen. Erden aller Teile, die sich gefährlich aufladen können.
VVoorrssiicchhttssmmaaßßnnaahhmmeenn bbeeiimm UUmmggaanngg:: Das Gas-Luft-Gemisch ist explosionsfähig. Explosionsgefährdeter Bereich. Von Zündquellen (z.B. elektrischen Geräten, offenen Flammen, Wärmequellen und Funken) fernhalten. Rauchverbot beachten! Schweißverbot im Arbeitsraum. Arbeiten an Behältern und Leitungen nur nach sorgfältigem Freispülen und Inertisieren durchführen. Vor dem Einleiten von Gas Ausrüstung mit Inertgas luftfrei spülen. Vor Reinigung und Instandsetzung Inhalt mit Inertgas verdrängen. Feuerarbeiten mit schriftlicher Erlaubnis durchführen, wenn sich Feuer- und Explosionsgefahren nicht restlos beseitigen lassen. Keine funkenreißenden Werkzeuge verwenden. Es ist zu verhindern, dass Gase oder Dämpfe in andere Räume, die Zündquellen enthalten, gelangen können.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Gase in Druckgasflaschen dürfen nur von erfahrenen und entsprechend unterwiesenen Personen gehandhabt werden. Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Ein Flucht- und Rettungsplan ist aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Nutzungsart der Arbeitsstätte dies erfordern. Es ist sicherzustellen, dass die Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden. Bei Grenzwertüberschreitung sind zusätzliche Schutzmaßnahmen nach Gefahrstoffverordnung erforderlich. Messergebnisse sind aufzuzeichnen und aufzubewahren. Die Zahl der Beschäftigten, die mit dem Gefahrstoff umgehen, ist so klein wie möglich zu halten. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Tätigkeitsbeschränkungen für schwangere Frauen nach Mutterschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Geeigneten Chemieschutzanzug für Notfälle bereithalten. Flammhemmende, antistatische Schutzkleidung verwenden. Beim Umgang mit Druckgasflaschen sind Sicherheitsschuhe zu tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung, Arbeitsplatzgrenzwertüberschreitung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten. Atemschutzgerät: Spezialgasfilter CO, Kennfarbe schwarz. Atemschutz-Filtergrät nur bis 0,5 Vol% Kohlenmonoxid verwenden. Nach Angaben der Gasehersteller sollten bei Tätigkeiten mit Kohlenmonoxid nie Filtergeräte eingesetzt werden, sondern nur umgebungsluftunabhängige Atemschutzgeräte.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Schutzbrille mit Seitenschutz tragen.
HHaannddsscchhuuttzz::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 11/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid Beim Hantieren mit Druckgasflaschen sind Arbeitshandschuhe zu tragen.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: Beim Umgang mit dem Gas bzw. den Druckbehältern nicht rauchen. Gas nicht einatmen, Lebensgefahr. Durchgaste Kleidung sofort wechseln und entfernt von Zündquellen lüften.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Druckgasflaschen können in der Regel an den Lieferanten zurückgegeben werden. Druckdosen sind Einwegbehälter und müssen entsorgt werden. Druckgasbehälter nicht bis zum völligen Druckausgleich entleeren. Leere Behälter kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Alle Zündquellen beseitigen. Für ausreichende Lüftung sorgen. Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit einem geeigneten Chemieschutzanzug und umgebungsluftunabhängigem Atemschutzgerät betreten werden. Versuchen, das Ausströmen des Gases zu unterbinden. Ansonsten undichte Flaschen unter Absaugung stellen oder ins Freie bringen. Die Konzentration des freigesetzten Gases überwachen. Das Risiko der Bildung einer explosionsfähigen Atmosphäre ist zu berücksichtigen. Bei Gasfreisetzung im Freien auf windzugewandter Seite bleiben.
Gewässergefährdung: Schwach wassergefährdend. Beim Eindringen sehr großer Mengen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich Behörden verständigen.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
BBrraannddkkllaassssee:: Cgasförmige, auch unter Druck stehende Stoffe
GGeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Wasser (Sprühstrahl - keinen Vollstrahl einsetzen) Trockenlöschpulver Schaum
UUnnggeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Kohlendioxid
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Im Brandfall Feuerwehr auf das Vorhandensein von Druckbehältern aufmerksam machen. Gefährdete Druckbehälter mit Wassersprühstrahl aus geschützter Position kühlen. Behälter wenn möglich aus der Gefahrenzone bringen. Drucksteigerung, Berst- und Explosionsgefahr beim Erhitzen. Zündquellen beseitigen. Nur löschen, wenn der Gasstrom zu unterbrechen ist. Explosionsgefahr durch Gasansammlung und Rückzündung. Eventuell kontrolliert ausbrennen lassen. Nur explosionsgeschützte Geräte verwenden.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 12/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät und Chemieschutzanzug tragen.
WWEEIITTEERREE AANNGGAABBEENN
BBeessoonnddeerree MMaaßßggaabbeenn nnaacchh TTRRGGSS 440077::
- Werden vor dem Füllen Fremdstoffe oder Feuchtigkeit in der Flasche festgestellt, müssen diese vor dem Füllen entfernt werden.
- Das zu füllende Gas muss trocken sein, d.h. der Taupunkt muss < − 10 °C sein und darf nur in trockene Behälter gefüllt werden.
- Bei Verwendung von Behältern aus Stahl gelten für Kohlenmonoxid und Gasgemische, die Kohlenmonoxid enthalten, die besonderen Maßgaben für Schwefelwasserstoff (s. dort) sinngemäß.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Farbkennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | Wassergefährdungsklasse | Transportvorschriften | Luftgrenzwerte | EU-Grenzwerte | Empfehlung MAK | BAT - Wert | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger | Arbeitsmedizinische Vorsorge
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Entzündbare Gase, Kategorie 1; H220 Gase unter Druck, verdichtetes Gas; H280 Akute Toxizität, Kategorie 3, Einatmen; H331 Reproduktionstoxizität, Kategorie 1A; H360D Spezifische Zielorgan-Toxizität (wiederholte Exposition), Kategorie 1; H372
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H220: Extrem entzündbares Gas. H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren. H331: Giftig bei Einatmen. H360D: Kann das Kind im Mutterleib schädigen. H372: Schädigt die Organe bei längerer oder wiederholter Exposition.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P202: Vor Gebrauch alle Sicherheitshinweise lesen und verstehen. P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. P260: Gas/Dampf nicht einatmen. P304+P340+P315: BEI EINATMEN: Die Person an die frische Luft bringen und für ungehinderte Atmung sorgen. Sofort ärztlichen Rat einholen / ärztliche Hilfe hinzuziehen. P308+P313: BEI Exposition oder falls betroffen: Ärztlichen Rat einholen/ärztliche Hilfe hinzuziehen. P377: Brand von ausströmendem Gas: Nicht löschen, bis Undichtigkeit gefahrlos beseitigt werden kann. P381: Bei Undichtigkeit alle Zündquellen entfernen. P403: An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. P405: Unter Verschluss aufbewahren.
Herstellerangabe der Firma Linde
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 13/21 11.02.2026
[Seite 189]
Kohlenmonoxid Quelle: 01411
Stand: 2024 geprüft: 2025
Der Stoff ist gelistet in Anhang VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008). Die angegebene Einstufung kann von der Listeneinstufung abweichen, da diese bezüglich fehlender oder abweichender Gefahrenklassen und Kategorien für den jeweiligen Stoff zu ergänzen ist.
Quelle: 99999
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG VVOONN GGEEMMIISSCCHHEENN
Die Einstufung von Gemischen, die diesen Stoff enthalten, ergibt sich aus Anhang 1 der Verordnung (EG) 1272/2008.
Quelle: 07500
FFAARRBBKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG VVOONN GGAASSFFLLAASSCCHHEENN
Schulterfarbe: Gelb (giftige und/oder ätzende Gase)
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
WWaarrnnzzeeiicchheenn:: Warnung vor giftigen Stoffen
Warnung vor Gasflaschen
Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre
GGeebboottsszzeeiicchheenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 14/21 11.02.2026
[Seite 190]
Kohlenmonoxid
Augenschutz benutzen
Fußschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
EEIINNSSTTUUFFUUNNGG WWAASSSSEERRGGEEFFÄÄHHRRDDEENNDDEERR SSTTOOFFFFEE
Stoff Nr.:257 WGK 1 - schwach wassergefährdend Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
UN-Nummer: 1016 Gefahrgut-Bezeichnung: Kohlenmonoxid, verdichtet Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 263 Klasse: 2.3 (Toxische Gase) Verpackungsgruppe: - Gefahrzettel: 2.3/2.1
Klassifizierungscode:1TF
Tunnelbeschränkungen: Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien B, C, D und E. Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien D und E.
Quelle: 07902
TTRRGGSS 990000 –– AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
20 ml/m³ 23 mg/m³
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor3 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Resorptiv wirksame Stoffe
Ein Risiko der Fruchtschädigung kann auch bei Einhaltung des AGW und des BGW nicht ausgeschlossen werden. IFA GESTIS-Stoffdatenbank 15/21 11.02.2026
[Seite 191]
Kohlenmonoxid
Herkunft:DFG, EU
Die Kurzzeitwerte orientieren sich an den bisherigen Festlegungen (s. DFG/AGS).
EEUU-- AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZGGRREENNZZWWEERRTTEE
Richtlinie 2022/431/EU VVeerrbbiinnddlliicchheerr AArrbbeeiittssppllaattzzggrreennzzwweerrtt der Europäischen Union (Die Fristen für die nationale Umsetzung sind der Richtlinie zu entnehmen) 8-Stunden Mittelwert: 23 mg/m³ (20 ppm) Kurzzeitgrenzwert: 117 mg/m³ (100 ppm)
EEMMPPFFEEHHLLUUNNGGEENN DDEERR MMAAKK--KKOOMMMMIISSSSIIOONN
Die Angaben sind wissenschaftliche Empfehlungen und kein geltendes Recht.
30 ml/m³ 35 mg/m³
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor 2 Dauer 15 min, Mittelwert; 4 mal pro Schicht; Abstand 1 h Kategorie II - Stoffe mit verzögertem Wirkungseintritt (systemisch wirkend oder in der Lunge nach wiederholter Exposition)
Schwangerschaft: Gruppe B Eine fruchtschädigende Wirkung ist nach den vorliegenden Informationen bei Exposition in Höhe des MAK‐ und BAT‐Wertes nicht auszuschließen. In der jeweiligen Begründung ist, sofern die Bewertung der Datenlage durch die Kommission es ermöglicht, ein Hinweis gegeben, welche Konzentration der Zuordnung zur Schwangerschaftsgruppe C entsprechen würde. Die Stoffe mit einem Hinweis werden in der MAK und BAT‐Werte‐ Liste mit der Fußnote „Hinweis auf Voraussetzung für Gruppe C siehe Begründung“ versehen.
BBIIOOLLOOGGIISSCCHHEE GGRREENNZZWWEERRTTEE ((BBGGWW))
Parameter: CO-Hb Grenzwert: 5 % Material: Vollblut Probenahme: Expositionsende, bzw. Schichtende Ableitung des BGW als Höchstwert wegen akut toxischer Effekte. Gesonderte Bewertung für Raucher. Quelle: 05347
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
H2 Akut toxisch, Kategorie 2 (alle Expositionswege) oder Kategorie 3 (inhalativer Expositionsweg) oder Kategorie 3 (oraler Expositionsweg, wenn sich weder eine Einstufung in akute Inhalationstoxizität noch eine Einstufung in akute dermale Toxizität ableiten lässt) P2 Entzündbare Gase, Kategorie 1 oder 2
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.1.2 H2 Akut toxisch Mengenschwelle untere Kl.: 50 t Mengenschwelle obere Kl.: 200 t
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 16/21 11.02.2026
[Seite 192]
Kohlenmonoxid Anhang I Nummer: 1.2.2 P2 Entzündbare Gase Mengenschwelle untere Kl.: 10 t Mengenschwelle obere Kl.: 50 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
RREEAACCHH--VVeerroorrddnnuunngg ((EEGG)) NNrr.. 11990077//22000066 AAnnhhaanngg XXVVIIII Anhang XVII, Nummer 28, Nummer 29 bzw. Nummer 30 Der Stoff darf nicht in Verkehr gebracht oder verwendet werden als Stoff, als Bestandteil anderer Stoffe oder in Gemischen, die zum Verkauf an die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, wenn die Einzelkonzentration des Stoffs oder Gemischs die Konzentrationsgrenzwerte nach CLP-Verordnung erreicht oder übersteigt. Beim Inverkehrbringen für gewerbliche Anwender muss der Lieferant gewährleisten, dass die Verpackung mit der Aufschrift „Nur für gewerbliche Anwender.“ versehen ist. Weitere Einzelheiten sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 40 Dürfen weder als Stoff noch als Gemisch in Aerosolpackungen verwendet werden, die dazu bestimmt sind, für Unterhaltungs- und Dekorationszwecke an die breite Öffentlichkeit abgegeben zu werden, wie z. B. für Dekorationen mit metallischen Glanzeffekten, insbesondere für Festlichkeiten, künstlichen Schnee und Reif, unanständige Geräusche, Luftschlangen, Scherzexkremente, Horntöne für Vergnügungen, Schäume und Flocken zu Dekorationszwecken, künstliche Spinnweben, Stinkbomben. Weitere Informationen zu den Verboten und Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII, Nummer 75 Gemische, die bestimmte gefährliche Stoffe enthalten, dürfen für Tätowierungszwecke nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Gemische die solche Stoffe in vorgegebener Konzentration enthalten, dürfen nach dem 04.01.2022 nicht mehr für Tätowierungszwecke verwendet werden. Bei den Stoffen handelt es sich um:
- karzinogene oder reproduktionstoxische Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung (es sei denn, die Einstufung gründet sich auf Wirkungen, die nur nach Exposition durch Inhalation auftreten),
- hautsensibilisierende, hautätzende, hautreizende, schwer augenschädigende oder augenreizende Stoffe gemäß Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung,
- Stoffe, die mit maßgeblichen Bedingungen in Anhang II oder IV der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 [Kosmetikverordnung] aufgeführt sind und
- Stoffe, die in der Anlage 13 des Anhang XVII (Nummer 75) der REACH-Verordnung aufgeführt sind. Generell müssen Gemische, die zur Verwendung für Tätowierungszwecke in Verkehr gebracht werden, ab dem 04.01.2022 mit der Kennzeichnung “Gemisch zur Verwendung in Tätowierungen oder Permanent-Make-up.” versehen werden und dürfen ohne diese Kennzeichnung nicht zu Tätowierungszwecken verwendet werden. Weitere Sicherheitsinformationen sind auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanweisung anzugeben. Der Tätowierer hat der Person, die sich dem Verfahren unterzieht, diese Informationen bereitzustellen. Weitere Informationen zu den Beschränkungen, Konzentrationsgrenzen und den Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006, konsolidierte Version (BAUA)
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 17/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 402 Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition; Ausgabe September 2023
TRGS 401 Gefährdung durch Hautkontakt, Ermittlung - Beurteilung - Maßnahmen; Ausgabe Oktober 2022, zuletzt geändert September 2024
TRGS 407 Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung; Ausgabe Februar 2016, geändert und ergänzt Oktober 2016
TRGS 745/TRBS 3145 Ortsbewegliche Druckgasbehälter - Füllen, Bereithalten, innerbetriebliche Beförderung, Entleeren; Ausgabe Februar 2016
TRGS 746/TRBS 3146 Ortsfeste Druckanlagen für Gase; Ausgabe September 2016
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 800 Brandschutzmaßnahmen; Ausgabe Dezember 2010
TRGS 720 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Allgemeines; Ausgabe Juli 2020, zuletzt berichtigt März 2021
TRGS 721 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Beurteilung der Explosionsgefährdung; Ausgabe Oktober 2020, zuletzt berichtigt Dezember 2020
TRGS 722 Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre, Ausgabe Februar 2021
TRGS 723 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische; Ausgabe Juli 2019, zuletzt geändert Oktober 2020
TRGS 724 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken, Ausgabe Juli 2019
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 18/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid DGUV Grundsatz 350-001 (BGG 904): DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 7 : Kohlenmonoxid
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) The MAK Collection for Occupational Health and Safety Grundsätze für die sichere Handhabung und Distribution toxischer Gase und Gemische (IGC Doc 130/11/E) (nur auf Englisch) Publikationen des IGV (Industriegaseverband e.V.) DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00022 G. Hommel "Handbuch der gefährlichen Güter" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen "Handbook of dangerous goods " loose-leaf collection with supplement deliveries Springer-Verlag, Heidelberg
Quelle: 00083 Environmental Health Criteria (Serie), WHO, Genf
Quelle: 00260 1x1 der Gase. Physikalische Daten für Wissenschaft und Praxis. Herausgeber: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, Düsseldorf, 1. Auflage 2005
Quelle: 00440 Datenbank CHEMSAFE, Version 2016.0, DECHEMA-PTB-BAM
Quelle: 01401 Sicherheitsdatenblatt, Air Liquide Material Safety Data Sheet, Air Liquide
Quelle: 01411 Sicherheitsdatenblatt, Linde Material Safety Data Sheet, Linde
Quelle: 02005 IGV IndustrieGaseVerband e.V. www.industriegaseverband.de
Quelle: 05200 Kühn-Birett "Merkblätter Gefährliche Arbeitsstoffe" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed Sicherheit, Landsberg
Quelle: 05240 TRGS 407 "Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung" Ausgabe Februar 2016
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
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Kohlenmonoxid Quelle: 05347 TRGS 903 "Biologische Grenzwerte (BGW)" Ausgabe Februar 2013; zuletzt geändert Oktober 2024
Quelle: 05350 TRGS 900 "Arbeitsplatzgrenzwerte" Ausgabe Januar 2006, zuletzt geändert und ergänzt März 2025, berichtigt Mai 2025
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 06505 Gasflaschen – Verträglichkeit von Werkstoffen für Gasflaschen und Ventile mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 1: Metallische Werkstoffe (ISO 11114-1:2020); Deutsche Fassung EN ISO 11114-1:2020
Quelle: 06506 Gasflaschen – Verträglichkeit von Flaschen- und Ventilwerkstoffen mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 2: Nichtmetallische Werkstoffe (ISO 11114-2:2013); Deutsche Fassung EN ISO 11114-2:2013
Quelle: 07500 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, zur Änderung und Aufhebung der Richtlinien 67/548/EWG und 1999/45/EG und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr.1907/2006 (CLP-Verordnung)
Quelle: 07510 Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Dezember 2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, geändert durch Verordnung (EG) Nr. 790/2009 der Kommission vom 10. August 2009 (ehemals Richtlinie 67/548/EWG mit Anpassungsrichtlinien in der jeweils gültigen Fassung).
Quelle: 07580 Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt geändert 30.10.2025
Quelle: 07619 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: The MAK-Collection for Occupational Health and Safety, https://series.publisso.de/en/pgseries/overview/mak/dam/allContents
Quelle: 07638 M. Daunderer "Toxikologische Enzyklopädie - Klinische Toxikologie - Giftinformation, Giftnachweis, Vergiftungstherapie" Loseblatt-Ausgabe, ecomed-Verlagsgesellschaft mbH, Landsberg
Quelle: 07902 BAM: Datenbank Gefahrgut-Schnellinfo
Quelle: 07978 Klaus Albrecht: Intensivtherapie akuter Vergiftungen; Verlag Ullstein-Mosby; Berlin 1997
Quelle: 08112 DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft: MAK- und BAT-Werte-Liste 2025, Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe, Mitteilung 60; GMS PUBLISSO
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99997 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (1) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (1)
Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters IFA GESTIS-Stoffdatenbank 20/21 11.02.2026
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Kohlenmonoxid Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 21/21 11.02.2026
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Methan
MMeetthhaann
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-Chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin und Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis
IIDDEENNTTIIFFIIKKAATTIIOONN
MMeetthhaann R 50
ZZVVGG NNrr:: 10000 CCAASS NNrr:: 74-82-8 EEGG NNrr:: 200-812-7 IINNDDEEXX NNrr:: 601-001-00-4
CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
SSTTOOFFFFGGRRUUPPPPEENNSSCCHHLLÜÜSSSSEELL
140110 Kohlenwasserstoffe, aliphatisch, gesättigt 162000 Organische Gase
AAGGGGRREEGGAATTZZUUSSTTAANNDD
Der Stoff ist gasförmig.
EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
verdichtetes Gas farblos geruchlos
CCHHEEMMIISSCCHHEE CCHHAARRAAKKTTEERRIISSIIEERRUUNNGG
Extrem entzündbares Gas. Bildet mit Luft explosive Gemische. Nur geringfügig löslich in Wasser. Gas ist leichter als Luft.
Stoffinformationen in Wikipedia
FFOORRMMEELL
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 1/18 11.02.2026
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Methan CH 4
MMoollaarree 16,04 g/mol MMaassssee:: UUmmrreecchhnnuunnggssffaakkttoorr (Gasphase) bei 1013 mbar und 20 °C: 1 ml/m³ = 0,667 mg/m³
PPHHYYSSIIKKAALLIISSCCHH CCHHEEMMIISSCCHHEE EEIIGGEENNSSCCHHAAFFTTEENN
Tripelpunkt | Schmelzpunkt | Siedepunkt | Kritische Daten | Dichte | Zündtemperatur | Explosionsdaten | Löslichkeit | Verteilungskoeffizient | Gefährliche Reaktionen | Weitere Angaben
TTRRIIPPEELLPPUUNNKKTT
Temperatur:-182,5 °C Druck:0,117 bar Quelle: 00260
SSCCHHMMEELLZZPPUUNNKKTT
Schmelzpunkt:-182,47 °C Quelle: 00440
SSIIEEDDEEPPUUNNKKTT
Siedepunkt:-161,5 °C Quelle: 00440
KKRRIITTIISSCCHHEE DDAATTEENN
Kritische Temp.:-82,6 °C Kritischer Druck:45,95 bar Kritische Dichte:0,162 g/cm³ Quelle: 00440
DDIICCHHTTEE
GASDICHTE unter Normalbedingungen (0 °C, 1013 mbar) Wert:0,7175 kg/m³ Quelle: 00260 00440
DICHTE DER FLÜSSIGEN PHASE AM SIEDEPUNKT Wert:0,4226 kg/l Quelle: 00260
RELATIVE GASDICHTE Dichteverhältnis zu trockener Luft bei gleicher Temperatur und gleichem Druck Wert:0,56 Quelle: 00440
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 2/18 11.02.2026
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Methan
GASDICHTE Wert:0,6709 kg/m³ Temperatur:15 °C bei 1 bar Quelle: 00260
ZZÜÜNNDDTTEEMMPPEERRAATTUURR
Zündtemperatur:595 °C Temperaturklasse:T1 Quelle: 00440
EEXXPPLLOOSSIIOONNSSDDAATTEENN
Untere Explosionsgrenze: 4,4 Vol.-% 29 g/m³ Obere Explosionsgrenze: 17 Vol.-% 113 g/m³ Grenzspaltweite:1,14 mm Explosionsgruppe:IIA Maximaler Explosionsdruck: 8,1 bar Mindestzündenergie: 0,29 mJ Quelle: 00440
WWAASSSSEERRLLÖÖSSLLIICCHHKKEEIITT
Löslichkeit:36,7 ml/l Temperatur:20 °C Quelle: 00260
VVEERRTTEEIILLUUNNGGSSKKOOEEFFFFIIZZIIEENNTT ((OOccttaannooll//WWaasssseerr))
log Kow:1,09 Empfohlener Wert der LOG KOW Datenbank. Quelle: 02070
GGEEFFÄÄHHRRLLIICCHHEESS RREEAAKKTTIIOONNSSVVEERRHHAALLTTEENN
GGeeffäähhrrlliicchhee cchheemmiisscchhee RReeaakkttiioonneenn::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 3/18 11.02.2026
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Methan
Explosionsgefahr bei Kontakt mit: Chlor Stickoxiden Fluor Chlordioxid Difluordioxid Difluoroxid flüssigem Sauerstoff Stickstofftrifluorid
Der Stoff kann in gefährlicher Weise reagieren mit: starken Oxidationsmitteln Acetylen Brompentafluorid Chlortrifluorid Iodheptafluorid
Quelle: 06002 99999
WWEEIITTEERREE AANNGGAABBEENN
Treibhauspotenzial : 25 Ozonabbaupotenzial : 0 Quelle: 06501 07450
AARRBBEEIITTSSMMEEDDIIZZIINN UUNNDD EERRSSTTEE HHIILLFFEE
Aufnahmewege | Wirkungsweisen | Erste Hilfe
AAUUFFNNAAHHMMEEWWEEGGEE
HHaauuppttaauuffnnaahhmmeewweeggee:: Der Hauptaufnahmeweg für Methan (M.) verläuft über den Atemtrakt. [7748]
AAtteemmwweeggee:: M. wird über die Lunge resorbiert. Beim Menschen erfolgt die pulmonale Resorption weniger schnell als bei der Ratte. Bei Mensch und Versuchstier wird der größte Teil der im Körper retinierten Dosis jedoch schnell wieder unverändert abgeatmet. [8089, 454]
HHaauutt:: Der Hautaufnahme von M. wird keine toxikologische Bedeutung zugemessen. [454] Aufgrund der physikalisch-chemischen Eigenschaften (gering wasserlösliches Gas) ist nicht zu erwarten, dass signifikante Mengen die Haut penetrieren. [99999]
VVeerrddaauuuunnggssttrraakktt:: Eine orale Aufnahme von M. ist allenfalls als unterkühlte Flüssigkeit möglich. Selbst in diesem Fall wäre aufgrund der schnellen Verdunstung eine Resorption im Verdauungstrakt kaum zu erwarten. [99999]
WWIIRRKKUUNNGGSSWWEEIISSEENN
HHaauuppttwwiirrkkuunnggsswweeiisseenn:: akut: Kälteschäden/Erfrierungen bei Kontakt mit unterkühlter Flüssigkeit oder sich entspannendem Druckgas, [419] in hohen Konzentrationen erstickende Wirkung durch Sauerstoffverdrängung [454]
chronisch:
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Methan keine substanzbedingte Wirkung bekannt [99983]
AAkkuuttee TTooxxiizziittäätt:: M. wirkt als Gas selbst in hohen Konzentrationen weder auf die Haut noch auf Augen und Atemwege reizend. [7748] Lokale Schädigungen verursacht jedoch Kontakt mit unterkühltem, verflüssigtem oder sich aus Druckbehältern entspannendem Gas. An den betroffenen Hautarealen resultieren lokale Unterkühlungen oder Erfrierungen (Symptome: Taubheitsgefühl, Prickeln, Juckreiz; in schweren Fällen Brennen, Verhärtung des Areals, Blasenbildung, Nekrosen, Gangrän). Die Augen können bei Kontakt mit Flüssiggas oder Druckgas schwer, evtl. irreversibel geschädigt werden. [419] Bezüglich systemischer Wirkungen gilt M. als praktisch untoxisch. [7748] Sein wesentlicher Effekt ist die bei hohen Konzentrationen resultierende Sauerstoffverdrängung aus der Atemluft. 140000 ppm M. (14 %) bewirken eine Reduktion des Sauerstoffgehalts in der Atemluft auf 18 %. Bei noch höheren Konzentrationen sinkt der Sauerstoffpartialdruck in der Atemluft weiter ab und es kommt im Körper zunehmend zu Sauerstoffmangelerscheinungen, die mit einer ZNS- Symptomatik (einschließlich Aufmerksamkeits- und Leistungsdefiziten) einhergehen. Mittels eines physiologisch basierten Modells wurde auf Basis der Lösungseigenschaften des M. (Verteilungskoeffizient Luft/Öl: 0,89) abgeschätzt, dass eine durch die Substanz selbst verursachte Wirkung auf das Zentralnervensystem (Narkose) erst bei Konzentrationen ab 300000 ppm M. (30 %) zu erwarten ist. Aufgrund dieser Relationen wird M. als einfaches Stickgas (Asphyxiant) betrachtet. [7748, 454] In Tierversuchen war der Grenzbereich zwischen anästhesierender und tödlicher Wirkung des M. sehr schmal: Konzentrationen von 87 % M. führten bei Mäusen zu anoxischen Effekten, bei Katzen zur Narkose, 90 % M. waren für Katzen und Mäuse tödlich infolge Atemstillstands. [7748] Die Effekte, die bei Sauerstoffmangel in der Atemluft beim Menschen auftreten, sind allgemein bekannt: Absinken des Sauerstoffgehaltes auf 12 - 16 % führt zu Erhöhung von Atemfrequenz und Puls und leichter Muskelinkoordination; bei 10 - 14 % O2 zeigen sich emotionale Störungen, abnorme Müdigkeit nach körperlicher Belastung, Atemstörungen; bei 6 - 10 % O2: Übelkeit, Erbrechen, Koordinationsstörungen, Kollaps, evtl. Bewusstlosigkeit; unter 6 % O2: Krämpfe, Keuchen, Atemversagen und es kommt zum Tod. Bei starker körperlicher Belastung (erhöhter Sauerstoffbedarf im Körper) können die entsprechenden Symptome schon auftreten, wenn der Sauerstoffgehalt in der Atemluft weniger tief abgesunken ist. Vorübergehender starker Sauerstoffmangel im Körper kann zudem zu Schädigungen in verschiedenen Organen, einschließlich des Hirns, führen, die evtl. nicht reversibel sind. Einige kurzkettige Kohlenwasserstoff-Gase, wie Propan und Butan (häufige Begleitgase des M. in Gas-Gemischen), können in hoher Konzentration eine Sensibilisierung des Herzens gegenüber Adrenalin bewirken, woraus insbesondere in Verbindung mit Stresssituationen die Gefahr eines Herzstillstandes resultiert. Unter Sauerstoffmangel kann M. einen solchen Effekt verstärken. [419]
CChhrroonniisscchhee TTooxxiizziittäätt:: Über Schädigungen beim Menschen infolge längerer M.-Inhalation ist nicht berichtet worden. [99983] Eine gesundheitsschädigende Wirkung von Methan wird auch nicht erwartet, sofern kein Sauerstoffmangel besteht. [419] Im Versuch an Ratten wurde ein Gemisch aus 1 Volumenteil Sauerstoff und 4 Volumenteilen Methan langzeitig ohne Krankheitssymptome toleriert. [454]
RReepprroodduukkttiioonnssttooxxiizziittäätt,, MMuuttaaggeenniittäätt,, KKaannzzeerrooggeenniittäätt:: Reproduktionstoxizität: Es liegen keine Studien vor, die mit reinem M. durchgeführt wurden. [99983] In einem Test an Mäusen, die während der Trächtigkeit 1 h lang 5 - 8 % Heizgas (85 % M., zusätzlich Ethan, Butan, Propan) inhalierten, zeigten die Nachkommen Veränderungen im Gehirn. [454] Mutagenität: Es liegen keine Angaben vor. [99983] Kanzerogenität: Es liegen weder für den Menschen noch aus Tierversuchen Angaben vor. [99983] Ein Verdacht, dass M. ein Kanzerogen sein könnte, besteht nicht. [454]
SSttooffffwweecchhsseell uunndd AAuusssscchheeiidduunngg::
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 5/18 11.02.2026
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Methan Von inhaliertem M. wird der größte Teil schnell unverändert abgeatmet. Eine geringe Menge wird zu Methanol umgesetzt und schließlich zu CO2. [8089]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser arbeitsmedizinischen Informationen erfolgte am 14.09.2011. Sie werden bei Bedarf angepasst.
EERRSSTTEE HHIILLFFEE
AAuuggeenn:: Nach Kontakt mit verflüssigtem oder sich entspannendem kalten Gas: Augen nur kurz unter fließendem Wasser spülen. Dabei Lider nicht spreizen, ggf. getragene Kontaktlinsen belassen. Keine Wärmeanwendung. Sterile Abdeckung. Anschließend möglichst sofortiger Transport zum Augenarzt / zur Klinik. [419, 99996]
HHaauutt:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrbereich bringen. Benetzte Kleidung entfernen, dabei Selbstschutz beachten. Nach Kontakt mit verflüssigtem Methan / sich entspannendem Gas am Körper angefrorene Kleidungsstücke zunächst durch Spülen mit viel kaltem oder lauwarmem Wasser auftauen, erst dann vorsichtig ablösen. Hautareale, die nach Kontamination mit unterkühltem Methan Erfrierungen aufweisen/vermuten lassen, gleichfalls mit kaltem/lauwarmem Wasser spülen. Betroffene Körperstellen nicht reiben oder mit trockener Wärme behandeln, sondern mit sterilem Material abdecken. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Für ärztliche Behandlung sorgen. [419]
AAttmmuunnggssoorrggaannee:: Verletzten unter Selbstschutz aus dem Gefahrenbereich an die frische Luft bringen. Verletzten ruhig lagern, vor Unterkühlung schützen. Bei Atemnot Sauerstoff inhalieren lassen. Für ärztliche Behandlung sorgen. Nach sehr massiver Inhalation kann erforderlich werden: Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Bei Atemstillstand Mund-zu-Nase-Beatmung, falls nicht durchführbar Mund-zu-Mund-Beatmung. Atemwege freihalten. Bei Kreislaufstillstand (keine Reaktion und keine normale Atmung) sofort Thoraxkompressionen und Beatmungen durchführen. Selbstschutz beachten, ggf. Beatmungsbeutel verwenden. Falls vorhanden, Automatisierten Externen Defibrillator (AED) einsetzen. Die Sicherung der Vitalfunktionen (Atmung und Kreislauf) hat Vorrang vor allen anderen Maßnahmen.
[419]
VVeerrsscchhlluucckkeenn:: Ein Verschlucken der tiefkalten Flüssigkeit ist kaum vorstellbar. [419] Falls doch geschehen: Maßnahmen wie unter "Atmungsorgane". Arzt zum Unfallort rufen. [99999]
HHiinnwweeiissee ffüürr ddeenn AArrzztt:: Methangas ist reizlos und gilt als untoxisch, wirkt aber in sehr hoher Konzentration durch Sauerstoffverdrängung erstickend. Verflüssigtes oder sich entspannendes Gas kann Kälteschäden verursachen. [419]
- Symptomatik der akuten Vergiftung: Augen: durch verflüssigtes/ sich entspannendes Gas lokale Erfrierungen
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 6/18 11.02.2026
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Methan Haut: durch verflüssigtes/ sich entspannendes Gas lokale Erfrierungen (Taubheitsgefühl, Prickeln, Juckreiz, Brennen, Verhärtung des betroffenen Areals, später evtl. Blasen, Nekrosen, Gangrän) Inhalation: bei Konzentrationen über 140000 ppm (14 %) anoxische Effekte, verstärkt bei zusätzlicher körperlicher Belastung: Anstieg von Atemfrequenz und Puls, Muskelinkoordination, emotionale Störungen (Euphorie oder Angst), verstärkte Müdigkeit, Atemstörungen; bei noch stärkerer Hypoxie: Übelkeit, Erbrechen, Unfähigkeit zur freien Bewegung, Kollaps, Bewusstlosigkeit, Krämpfe, Gefahr von Atemversagen; bei Überleben möglicherweise Organschäden als Hypoxiefolgen, insbesondere Organe mit hohem Sauerstoffbedarf (wie ZNS und Herz) betreffend, [419, 454] evtl. auch Nierenfunktionsstörung (infolge Rhabdomyolyse), [454] bei direkter Inhalation von tiefkaltem Aerosol aus Druckgasflaschen Gefahr von reflektorischem Herzstillstand durch Kältereiz am Nervus vagus [99996] Ingestion: bei Aufnahme unterkühlter Flüssigkeit in den Mund wahrscheinlich Kälteschäden oder akute Herz-Kreislauf-Reaktionen (s.o.). [99999]
- Hinweise zur Ersten ärztlichen Hilfe: Nach Augenkontakt mit verflüssigtem/sich entspannendem Gas ist nach Augenspülung vor Ort eine fachärztliche Weiterbehandlung indiziert. Lokale Erfrierungen an der Haut oder Unterkühlung infolge größerflächiger Einwirkung können in üblicher Weise behandelt werden. Nach massiver Inhalation reichlich Frischluft zuführen, sobald als möglich Sauerstoff inhalieren lassen. Patienten ruhig lagern. Weitere Behandlung symptomatisch. [419, 454] Nach sehr massiver Einwirkung können schnell Maßnahmen der kardiopulmonalen und zerebralen Reanimation erforderlich werden. Obwohl für Methan nicht bekannt ist, dass es eine Sensibilisierung der Herzens gegenüber Adrenalin bewirkt, wird zur Vorsicht bei der Anwendung von Katecholaminen geraten. [419, 99999] Nach massiver Exposition und in jedem Fall, wenn ZNS-Störungen bemerkbar wurden, sollte eine stationäre Aufnahme zur Abklärung evtl. hypoxischer Schädigungen erfolgen. [454]
EEmmppffeehhlluunnggeenn:: Stoff/Produkt und durchgeführte Maßnahmen dem Arzt angeben. [99999]
AAnnmmeerrkkuunngg:: Die Bearbeitung dieser Informationen zur Ersten Hilfe erfolgte am 14.09.2011. Sie werden bei Bedarf angepasst.
SSIICCHHEERREERR UUMMGGAANNGG
Handhabung | Lagerung | Brand- und Explosionsschutz | Organisatorische Maßnahmen | Persönl. Schutzmaßnahmen | Entsorgung | Freisetzung | Maßnahmen bei Bränden | Weitere Angaben
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– HHAANNDDHHAABBUUNNGG
AArrbbeeiittssrraauumm -- AAuussssttaattttuunngg//BBeellüüffttuunngg:: Sehr gute Be- und Entlüftung des Arbeitsraumes vorsehen. Deckenabsaugung vorsehen. Einrichtungen zum Erkennen und Melden von Gasgefahren (Gasdetektoren mit Alarmauslösung) vorsehen.
AAppppaarraattuurreenn:: Gas in einem geschlossenen System handhaben. In Gasanlagen Sicherheitsventile vorsehen. Das Gassystem mit trockenem Inertgas spülen (z.B. Stickstoff oder Helium) bevor das Gas eingeleitet wird und wenn das System außer Betrieb genommen wurde. Das gesamte Gassystem vor dem Gebrauch und danach regelmäßig auf Lecks prüfen! Gasaustritt an die Atmosphäre vermeiden. Ist das Austreten des Stoffes nicht zu verhindern, ist dieser an der Austrittsstelle gefahrlos abzusaugen. Emissionsgrenzwerte beachten, ggf. Abluftreinigung vorsehen.
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 7/18 11.02.2026
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Methan Behälter und Leitungen sind eindeutig zu kennzeichnen. Leitungen sollten von ungefährdeter Stelle aus absperrbar sein.
Geeignete Werkstoffe: Für Flaschen und Ventile sind alle üblichen Werkstoffe geeignet. Methan kann durch andere Gase verunreinigt sein, z.B. durch Spuren von CO, CO2 und H2S. In diesen Fällen muss unter feuchten Bedingungen die Gefahr der Korrosion berücksichtigt werden.
Für Dichtungen bzw. als nichtmetallische Werkstoffe sind geeignet: Polytetrafluorethylen PTFE (Teflon) Polyimid PI Polychlortrifluorethylen PCTFE Polyvinylidenfluorid PVDF Polyamid PA Polypropylen PP Polyoxomethylen POM Polyetheretherketon PEEK Polypropylensulfid PPS Polyvinylchlorid PVC Acrylnitril-Butadien-Kautschuk NBR Polychloropren-Kautschuk CR Fluorkautschuk FKM Polyacrylatkautschuk ACM Gleitmittel Kohlenwasserstoff HC Gleitmittel Fluorkohlenwasserstoff FC Gleitmittel Molybdändisulfid (MoS2)
HHiinnwweeiissee zzuumm ssiicchheerreenn UUmmggaanngg:: Keine Vorratsflaschen im Arbeitsraum lagern. Gasflaschen vor mechanischer Beschädigung schützen; nicht ziehen, nicht rollen, nicht schieben, nicht fallen lassen. Für den Transport von Gasflaschen immer einen Flaschenwagen oder ein anderes geeignetes Gerät benutzen. Der Transport in Aufzügen zusammen mit Personen ist verboten. Beim Transport Schutzkappen und Blindmuttern fest aufschrauben. Die Gasflasche nicht an der Ventilschutzkappe oder dem Ventilschutzring anheben. Bei Flaschenwechsel stets Ventile von gefüllten und leeren Flaschen auf Dichtigkeit prüfen. Flaschen gegen Umfallen sichern. Ventilschutzkappe nicht entfernen bevor die Flasche an eine Wand oder einen Labortisch oder auf einen Flaschenständer gestellt wurde, und zum Gebrauch bereit ist. Ventile langsam öffnen um Druckstöße zu vermeiden, nicht mit Gewalt öffnen. Ventile nach jedem Gebrauch und nach der Entleerung schließen. Verschlusskappen oder -muttern und Ventilschutzkappe wieder aufsetzen, sobald der Behälter von der Anlage getrennt wird. Rückströmung des Gases in den Gasbehälter verhindern. Rückfluss von Wasser oder anderen Flüssigkeiten in den Gasbehälter vermeiden. Vor dem Einleiten des Gases Ausrüstung luftfrei spülen. Niemals Gas von einem Behälter in einen anderen umfüllen! Niemals Flammen oder elektrische Heizgeräte zur Druckerhöhung im Behälter benutzen!
RReeiinniigguunngg uunndd IInnssttaannddhhaallttuunngg:: Regelmäßige Dichtheitskontrolle erforderlich! Schläuche mindestens halbjährlich überprüfen. Ventilanschlüsse des Behälters sauber und frei von Verunreinigungen halten, insbesondere frei von Öl und Wasser.
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Methan Niemals versuchen, Ventile oder Sicherheitsdruckentlastungseinrichtungen am Behälter zu reparieren. Beschädigungen an diesen Einrichtungen müssen umgehend dem Lieferanten mitgeteilt werden.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN –– LLAAGGEERRUUNNGG
LLaaggeerrbbeeddiinngguunnggeenn:: Behälter dicht geschlossen halten. Behälter bei weniger als 50 °C an einem gut belüfteten Ort lagern. Behälter aufrecht stehend lagern und gegen Umfallen sichern. Ein Ventilschutzkorb sollte vorhanden sein oder die Ventilschutzkappe angebracht werden. Gelagerte Flaschen regelmäßig auf Leckagen und korrekte Lagerbedingungen prüfen. Von oxidierenden Gasen und anderen brandfördernden Stoffen fernhalten. Die Behälter sollten an einem Ort ohne Brandgefahr und entfernt von Wärme- und Zündquellen gelagert werden. Von brennbaren Stoffen fernhalten. Vor Sonneneinstrahlung schützen. Die Behälter nicht unter Bedingungen lagern, die die Korrosion beschleunigen. Die elektrische Ausrüstung in Lagerbereichen sollte auf das Risiko der Bildung von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre abgestimmt sein. Nicht in Fluchtwegen und Arbeitsräumen und in deren unmittelbarer Nähe aufbewahren. Ab- und Umfüllen in Lagerräumen ist verboten.
ZZuussaammmmeennllaaggeerruunnggssbbeeddiinngguunnggeenn:: Lagerklasse 2A (Gase) Es sollten nur Stoffe derselben Lagerklasse zusammengelagert werden. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist verboten:
- Arzneimittel, Lebensmittel und Futtermittel einschließlich Zusatzstoffe.
- Ansteckungsgefährliche, radioaktive und explosive Stoffe.
- Entzündbare flüssige Stoffe der Lagerklasse 3.
- Sonstige explosionsgefährliche Stoffe der Lagerklasse 4.1A
- Entzündbare feste Stoffe oder desensibilisierte Stoffe der Lagerklasse 4.1B.
- Pyrophore Stoffe.
- Stoffe, die in Berührung mit Wasser entzündbare Gase entwickeln.
- Stark oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1A.
- Oxidierend wirkende Stoffe der Lagerklasse 5.1B.
- Organische Peroxide und selbstzersetzliche Stoffe.
- Brennbare und nicht brennbare akut giftige Stoffe der Lagerklassen 6.1A und 6.1B.
- Brennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1C.
- Nichtbrennbare giftige oder chronisch wirkende Stoffe der Lagerklasse 6.1D.
- Brennbare Flüssigkeiten der Lagerklasse 10. Die Zusammenlagerung mit folgenden Stoffen ist nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt (Einzelheiten siehe TRGS 510):
- Aerosole (Spraydosen).
- Ammoniumnitrat und ammoniumnitrathaltige Zubereitungen.
- Brennbare ätzende Stoffe der Lagerklasse 8A.
- Brennbare Feststoffe der Lagerklasse 11. Spezielle Regelungen zur Zusammenlagerung verschiedener Gase nach TRGS 510 beachten.
TTEECCHHNNIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN -- BBRRAANNDD-- UUNNDD EEXXPPLLOOSSIIOONNSSSSCCHHUUTTZZ
TTeecchhnniisscchhee,, kkoonnssttrruukkttiivvee MMaaßßnnaahhmmeenn:: Stoff ist brennbar. Feuerlöscheinrichtungen sind bereitzustellen.
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Methan Die Möglichkeit der Bildung von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre ist in der Gefährdungsbeurteilung zu bewerten. Abhängig vom Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung können Maßnahmen nach TRGS 722 (Vermeidung der Bildung), TRGS 723 (Vermeidung der Entzündung) und TRGS 724 (konstruktiver Explosionsschutz) erforderlich werden.
Maßnahmen gegen elektrostatische Aufladung treffen. Erden aller Teile, die sich gefährlich aufladen können. Vor unzulässiger Erwärmung schützen, eventuell Kühlmöglichkeit durch Wasserberieselung vorsehen.
VVoorrssiicchhttssmmaaßßnnaahhmmeenn bbeeiimm UUmmggaanngg:: Das Gas-Luft-Gemisch ist explosionsfähig. Explosionsgefährdeter Bereich. Von Zündquellen (z.B. elektrischen Geräten, offenen Flammen, Wärmequellen und Funken) fernhalten. Rauchverbot beachten! Schweißverbot im Arbeitsraum. Arbeiten an Behältern und Leitungen nur nach sorgfältigem Freispülen und Inertisieren durchführen. Vor dem Einleiten von Gas Ausrüstung mit Inertgas luftfrei spülen. Vor Reinigung und Instandsetzung Inhalt mit Inertgas verdrängen. Feuerarbeiten mit schriftlicher Erlaubnis durchführen, wenn sich Feuer- und Explosionsgefahren nicht restlos beseitigen lassen. Keine funkenreißenden Werkzeuge verwenden. Es ist zu verhindern, dass Gase oder Dämpfe in andere Räume, die Zündquellen enthalten, gelangen können.
OORRGGAANNIISSAATTOORRIISSCCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
Gase in Druckgasflaschen dürfen nur von erfahrenen und entsprechend unterwiesenen Personen gehandhabt werden. Unterweisung über Gefahren und Schutzmaßnahmen anhand der Betriebsanweisung (TRGS 555) mit Unterschrift erforderlich. Unterweisungen vor der Beschäftigung und danach mindestens einmal jährlich durchführen. Ein Flucht- und Rettungsplan ist aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Nutzungsart der Arbeitsstätte dies erfordern. Beschäftigungsbeschränkungen für Jugendliche nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz beachten. Das Betreten der Betriebsbereiche ist nur den Beschäftigten gestattet. Entsprechende Hinweisschilder sind anzubringen.
PPEERRSSÖÖNNLLIICCHHEE SSCCHHUUTTZZMMAASSSSNNAAHHMMEENN
KKöörrppeerrsscchhuuttzz:: Flammhemmende, antistatische Schutzkleidung verwenden. Beim Umgang mit Druckgasflaschen sind Sicherheitsschuhe zu tragen.
AAtteemmsscchhuuttzz:: In Ausnahmesituationen (z.B. unbeabsichtigte Stofffreisetzung) ist das Tragen von Atemschutz erforderlich. Tragezeitbegrenzungen beachten. Atemschutzgerät: Isoliergerät Keine Filtergeräte verwenden.
AAuuggeennsscchhuuttzz:: Schutzbrille mit Seitenschutz tragen.
HHaannddsscchhuuttzz:: Beim Hantieren mit Druckgasflaschen sind Arbeitshandschuhe zu tragen.
AArrbbeeiittsshhyyggiieennee:: Beim Umgang mit dem Gas bzw. den Druckbehältern nicht rauchen.
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Methan Einatmen des Gases vermeiden. Durchgaste Kleidung sofort wechseln und entfernt von Zündquellen lüften.
EENNTTSSOORRGGUUNNGG
Gefährlicher Abfall nach Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV). Druckgasflaschen können in der Regel an den Lieferanten zurückgegeben werden. Druckdosen sind Einwegbehälter und müssen entsorgt werden. Druckgasbehälter nicht bis zum völligen Druckausgleich entleeren. Leere Behälter kennzeichnen, um Verwechslungen zu vermeiden.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII UUNNBBEEAABBSSIICCHHTTIIGGTTEERR FFRREEIISSEETTZZUUNNGG
Alle Zündquellen beseitigen. Für ausreichende Lüftung sorgen. Gefährdeten Bereich räumen, betroffene Umgebung warnen. Zur Beseitigung des gefährlichen Zustandes darf der Gefahrenbereich nur mit einem umgebungsluftunabhängigen Atemschutzgerät betreten werden, sofern nicht die Ungefährlichkeit der Atmosphäre nachgewiesen ist. Versuchen, das Ausströmen des Gases zu unterbinden. Ansonsten undichte Flaschen unter Absaugung stellen oder ins Freie bringen. Die Konzentration des freigesetzten Gases überwachen. Das Risiko der Bildung einer explosionsfähigen Atmosphäre ist zu berücksichtigen. Bei Gasfreisetzung im Freien auf windzugewandter Seite bleiben.
Gewässergefährdung: Eine Wassergefährdung beim Eindringen in Gewässer, Kanalisation oder Erdreich ist nicht zu befürchten.
MMAASSSSNNAAHHMMEENN BBEEII BBRRÄÄNNDDEENN
BBrraannddkkllaassssee:: Cgasförmige, auch unter Druck stehende Stoffe
GGeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Wasser (Sprühstrahl - keinen Vollstrahl einsetzen) Trockenlöschpulver
UUnnggeeeeiiggnneettee LLöösscchhmmiitttteell:: Kohlendioxid
VVeerrhhaalltteennssmmaaßßrreeggeellnn:: Im Brandfall Feuerwehr auf das Vorhandensein von Druckbehältern aufmerksam machen. Gefährdete Druckbehälter mit Wassersprühstrahl aus geschützter Position kühlen. Behälter wenn möglich aus der Gefahrenzone bringen. Drucksteigerung, Berst- und Explosionsgefahr beim Erhitzen. Zündquellen beseitigen. Nur löschen, wenn der Gasstrom zu unterbrechen ist. Explosionsgefahr durch Gasansammlung und Rückzündung. Nur explosionsgeschützte Geräte verwenden.
PPeerrssöönnlliicchhee SScchhuuttzzaauussrrüüssttuunngg bbeeii ddeerr BBrraannddbbeekkäämmppffuunngg:: Im Brandfall können gefährliche Stoffe freigesetzt werden. Kohlenmonoxid und Kohlendioxid Umgebungsluftunabhängiges Atemschutzgerät tragen.
WWEEIITTEERREE AANNGGAABBEENN
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Methan BBeessoonnddeerree MMaaßßggaabbeenn nnaacchh TTRRGGSS 440077::
- Es darf nur Methan gefüllt werden, das frei von Cyanwasserstoff ist. Methan, das Schwefelverbindungen enthält, darf nur gefüllt werden, wenn die Schwefelverbindungen nach Art und Menge keine Spannungsrisskorrosion verursachen können.
- Werden vor dem Füllen Fremdstoffe oder Feuchtigkeit in der Flasche festgestellt, müssen diese vor dem Füllen entfernt werden.
- Das zu füllende Gas muss trocken sein, d.h. der Taupunkt < − 10 °C sein und darf nur in trockene Behälter gefüllt werden.
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
GHS-Einstufung/Kennzeichnung | Farbkennzeichnung | Arbeitsplatzkennzeichnung | Wassergefährdungsklasse | TA Luft | Transportvorschriften | Störfallverordnung | Verwendungsbeschränkungen | TRGS | Vorschriften UV-Träger
GGHHSS--EEIINNSSTTUUFFUUNNGG UUNNDD KKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH CCLLPP ((VVEERROORRDDNNUUNNGG ((EEGG)) 11227722//22000088))
EEiinnssttuuffuunngg:: Entzündbare Gase, Kategorie 1; H220 Gase unter Druck, verdichtetes Gas; H280
SSiiggnnaallwwoorrtt::"Gefahr"
GGeeffaahhrreennhhiinnwweeiissee -- HH--SSäättzzee:: H220: Extrem entzündbares Gas. H280: Enthält Gas unter Druck; kann bei Erwärmung explodieren.
SSiicchheerrhheeiittsshhiinnwweeiissee -- PP--SSäättzzee:: P210: Von Hitze, heißen Oberflächen, Funken, offenen Flammen sowie anderen Zündquellen fernhalten. Nicht rauchen. P377: Brand von ausströmendem Gas: Nicht löschen, bis Undichtigkeit gefahrlos beseitigt werden kann. P381: Bei Undichtigkeit alle Zündquellen entfernen. P403: An einem gut belüfteten Ort aufbewahren. P410: Vor Sonnenbestrahlung schützen.
Herstellerangabe der Firma Air Liquide
Quelle: 01401 Stand: 2023 geprüft: 2025
Der Stoff ist gelistet in Anhang VI, Tabelle 3 der CLP-Verordnung (Verordnung (EG) 1272/2008). Die angegebene Einstufung kann von der Listeneinstufung abweichen, da diese bezüglich fehlender oder abweichender Gefahrenklassen und Kategorien für den jeweiligen Stoff zu ergänzen ist.
Quelle: 99999
FFAARRBBKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG VVOONN GGAASSFFLLAASSCCHHEENN
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Methan
Schulterfarbe: Rot (entzündbare Gase)
AARRBBEEIITTSSPPLLAATTZZKKEENNNNZZEEIICCHHNNUUNNGG NNAACCHH AASSRR AA11..33
VVeerrbboottsszzeeiicchheenn:: Keine offene Flamme; Feuer, offene Zündquelle und Rauchen verboten
Zutritt für Unbefugte verboten
WWaarrnnzzeeiicchheenn:: Warnung vor Gasflaschen
Warnung vor explosionsfähiger Atmosphäre
GGeebboottsszzeeiicchheenn:: Augenschutz benutzen
Fußschutz benutzen
Schutzhandschuhe benutzen
EEIINNSSTTUUFFUUNNGG WWAASSSSEERRGGEEFFÄÄHHRRDDEENNDDEERR SSTTOOFFFFEE
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Methan
Stoff Nr.:1343
Nicht wassergefährdender Stoff Einstufung gemäß Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt ergänzt am 30.10.2025
TTEECCHHNNIISSCCHHEE AANNLLEEIITTUUNNGG ZZUURR RREEIINNHHAALLTTUUNNGG DDEERR LLUUFFTT ((TTAA LLUUFFTT))
Kapitel 5.2.5 Organische Stoffe. Insgesamt dürfen folgende Werte im Abgas, angegeben als Gesamtkohlenstoff, nicht überschritten werden: Massenstrom:0,50 kg/h oder Massenkonzentration:50 mg/m³ Bei Altanlagen mit einem jährlichen Massenstrom von bis zu 1,5 Mg/a, angegeben als Gesamtkohlenstoff, dürfen die Emissionen im Abgas den Massenstrom 1,5 kg/h nicht überschreiten.
TTRRAANNSSPPOORRTTVVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN
UN-Nummer: 1971 Gefahrgut-Bezeichnung: Methan, verdichtet oder Erdgas, verdichtet, mit hohem Methangehalt Nummer zur Kennzeichnung der Gefahr: 23 Klasse: 2.1 (Entzündbare Gase) Verpackungsgruppe: - Gefahrzettel: 2.1
Klassifizierungscode:1F
Tunnelbeschränkungen: Beförderungen in Tanks: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien B, C, D und E. Sonstige Beförderungen: Durchfahrt verboten durch Tunnel der Kategorien D und E.
Quelle: 07902
SSTTÖÖRRFFAALLLLVVEERROORRDDNNUUNNGG ((SSttooeerrffaallllVV))
DDeerr SSttooffff uunntteerrlliieeggtt ddeenn GGeeffaahhrreennkkaatteeggoorriieenn ddeerr SSttöörrffaallllvveerroorrddnnuunngg::
P2 Entzündbare Gase, Kategorie 1 oder 2
MMeennggeennsscchhwweelllleenn zzuurr EErrmmiittttlluunngg vvoonn BBeettrriieebbssbbeerreeiicchheenn::
Anhang I Nummer: 1.2.2 P2 Entzündbare Gase Mengenschwelle untere Kl.: 10 t Mengenschwelle obere Kl.: 50 t
VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSBBEESSCCHHRRÄÄNNKKUUNNGGEENN // VVEERRWWEENNDDUUNNGGSSVVEERRBBOOTTEE
RREEAACCHH--VVeerroorrddnnuunngg ((EEGG)) NNrr.. 11990077//22000066 AAnnhhaanngg XXVVIIII
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Methan Anhang XVII, Nummer 40 Dürfen weder als Stoff noch als Gemisch in Aerosolpackungen verwendet werden, die dazu bestimmt sind, für Unterhaltungs- und Dekorationszwecke an die breite Öffentlichkeit abgegeben zu werden, wie z. B. für Dekorationen mit metallischen Glanzeffekten, insbesondere für Festlichkeiten, künstlichen Schnee und Reif, unanständige Geräusche, Luftschlangen, Scherzexkremente, Horntöne für Vergnügungen, Schäume und Flocken zu Dekorationszwecken, künstliche Spinnweben, Stinkbomben. Weitere Informationen zu den Verboten und Ausnahmen sind der Verordnung zu entnehmen.
Anhang XVII der Verordnung (EG) 1907/2006, konsolidierte Version (BAUA)
TTEECCHHNNIISSCCHHEE RREEGGEELLNN FFÜÜRR GGEEFFAAHHRRSSTTOOFFFFEE ((TTRRGGSS))
TRGS 201 Einstufung und Kennzeichnung bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Februar 2017, zuletzt geändert und ergänzt April 2018
TRGS 400 Gefährdungsbeurteilung für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen; Ausgabe Juli 2017
TRGS 555 Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten; Ausgabe Februar 2017
TRGS 600 Substitution; Ausgabe Juli 2020
TRGS 407 Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung; Ausgabe Februar 2016, geändert und ergänzt Oktober 2016
TRGS 745/TRBS 3145 Ortsbewegliche Druckgasbehälter - Füllen, Bereithalten, innerbetriebliche Beförderung, Entleeren; Ausgabe Februar 2016
TRGS 746/TRBS 3146 Ortsfeste Druckanlagen für Gase; Ausgabe September 2016
TRGS 510 Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern; Ausgabe Dezember 2020
TRGS 500 Schutzmaßnahmen; Ausgabe September 2019
TRGS 800 Brandschutzmaßnahmen; Ausgabe Dezember 2010
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Methan TRGS 720 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Allgemeines; Ausgabe Juli 2020, zuletzt berichtigt März 2021
TRGS 721 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Beurteilung der Explosionsgefährdung; Ausgabe Oktober 2020, zuletzt berichtigt Dezember 2020
TRGS 722 Vermeidung oder Einschränkung gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre, Ausgabe Februar 2021
TRGS 723 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Vermeidung der Entzündung gefährlicher explosionsfähiger Gemische; Ausgabe Juli 2019, zuletzt geändert Oktober 2020
TRGS 724 Gefährliche explosionsfähige Gemische - Maßnahmen des konstruktiven Explosionsschutzes, welche die Auswirkung einer Explosion auf ein unbedenkliches Maß beschränken, Ausgabe Juli 2019
VVOORRSSCCHHRRIIFFTTEENN DDEERR UUNNFFAALLLLVVEERRSSIICCHHEERRUUNNGGSSTTRRÄÄGGEERR
DGUV Regel 112-190 Benutzung von Atemschutzgeräten, Ausgabe November 2021
LLIINNKKSS
Internationale Grenzwerte (nur auf Englisch) Publikationen des IGV (Industriegaseverband e.V.) DGUV Information 213-098: Stoffliste - Unterricht in Schulen
LLIITTEERRAATTUURRVVEERRZZEEIICCHHNNIISS
Quelle: 00001 IFA: Erfassungs- und Pflegehandbuch der GESTIS-Stoffdatenbank (nicht öffentlich) Data acquisition and maintenance manual of the GESTIS substance database (non-public)
Quelle: 00260 1x1 der Gase. Physikalische Daten für Wissenschaft und Praxis. Herausgeber: AIR LIQUIDE Deutschland GmbH, Düsseldorf, 1. Auflage 2005
Quelle: 00419 CHEMINFO - Chemical Profiles Created by CCOHS
Quelle: 00440 Datenbank CHEMSAFE, Version 2016.0, DECHEMA-PTB-BAM
Quelle: 00454 Hazardous Substances Data Bank (HSDB)
Quelle: 01401 Sicherheitsdatenblatt, Air Liquide Material Safety Data Sheet, Air Liquide
Quelle: 01411 Sicherheitsdatenblatt, Linde Material Safety Data Sheet, Linde
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Methan Quelle: 02005 IGV IndustrieGaseVerband e.V. www.industriegaseverband.de
Quelle: 02070 LOG KOW Databank, compiled by Dr. James Sangster, Sangster Research Laboratories, Montreal, Canada, distributed by Technical Database Services (TDS), New York
Quelle: 05200 Kühn-Birett "Merkblätter Gefährliche Arbeitsstoffe" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed Sicherheit, Landsberg
Quelle: 05240 TRGS 407 "Tätigkeiten mit Gasen - Gefährdungsbeurteilung" Ausgabe Februar 2016
Quelle: 05300 TRGS 510 "Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern" Ausgabe Dezember 2020
Quelle: 06002 L. Roth, U. Weller "Gefährliche Chemische Reaktionen" Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen, ecomed-Verlag ("Dangerous chemical reactions" loose-leaf collection with supplement deliveries)
Quelle: 06501 DIN EN 378-1 "Kälteanlagen und Wärmepumpen" Ausgabe Juni 2008 mit Berichtigung Januar 2010
Quelle: 06505 Gasflaschen – Verträglichkeit von Werkstoffen für Gasflaschen und Ventile mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 1: Metallische Werkstoffe (ISO 11114-1:2020); Deutsche Fassung EN ISO 11114-1:2020
Quelle: 06506 Gasflaschen – Verträglichkeit von Flaschen- und Ventilwerkstoffen mit den in Berührung kommenden Gasen – Teil 2: Nichtmetallische Werkstoffe (ISO 11114-2:2013); Deutsche Fassung EN ISO 11114-2:2013
Quelle: 07450 Verordnung (EU) Nr. 517/2014 des europäischen Parlaments und des Rates vom 16. April 2014 über fluorierte Treibhausgase und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 842/2006
Quelle: 07580 Bekanntmachung der Liste der wassergefährdenden Stoffe im Bundesanzeiger vom 10.08.2017, zuletzt geändert 30.10.2025
Quelle: 07635 AUERDATA 98
Quelle: 07748 American Conference of Governmental Industrial Hygienists "Documentation of the threshold limit values and biological exposure indices Loseblattsammlung mit Ergänzungslieferungen
Quelle: 07902 BAM: Datenbank Gefahrgut-Schnellinfo
Quelle: 08089 E. Bingham, B. Cohrssen, C.H. Powell (edts.) "Patty´s Toxicology" Fifth Edition, John Wiley & Sons, New York 2001
Quelle: 99983 Liste arbeitsmedizinisch-toxikologischer Standardwerke (2) List of standard references regarding occupational health and toxikology (2)
Quelle: 99996 Projektgebundene arbeitsmedizinisch-toxikologische Literatur (2) Project related bibliographical references regarding occupational health and toxikology (2)
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 17/18 11.02.2026
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Methan Quelle: 99999 Angabe des Bearbeiters Indication of the editor
Identifikation | Charakterisierung | Formel | Phys.-chem. Eigenschaften | Arbeitsmedizin Erste Hilfe | Sicherer Umgang | Vorschriften | Links | Literaturverzeichnis DDiieesseess SSttooffffddaatteennbbllaatttt wwuurrddee ssoorrggffäällttiigg eerrsstteelllltt.. DDeennnnoocchh kkaannnn ffüürr ddeenn IInnhhaalltt kkeeiinnee HHaaffttuunngg,, gglleeiicchh aauuss wweellcchheemm RReecchhttssggrruunndd,, üübbeerrnnoommmmeenn wweerrddeenn..
IFA GESTIS-Stoffdatenbank 18/18 11.02.2026
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Projekt: 41.7577 13.02.2026
Anlage 4: Chemische Analytik
INHALT
4.0 Titelblatt (1)
4.1 Prüfberichte der Eurofins Umwelt Ost GmbH (65)
P7577_A+S-Plan_Anlagen
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Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite1von10
EurofinsUmweltOstGmbH-Lindenstraße11-GewerbegebietFreibergOst- 09627Bobritzsch-Hilbersdorf
Dr.SpangIngenieurgesellschaftfürBauwesen, GeologieundUmwelttechnikmbH Rosi-Wolfstein-Straße6 58453Witten
Titel: ExtraktausPrüfbericht(Auftrag):AR-25-FR-063446-01(12543570) EOLAuftragsnummer: 006-10544-135962 Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01
Auftragsbezeichnung: P7577,ALVFAA0233AS3291
AnzahlProben: 3 Probenart: Boden Probenahmedatum: 26.08.2025,25.08.2025 Probenehmer: keineAngabe,Probe(n)wurde(n)andasLaborausgehändigt
Probeneingangsdatum: 06.10.2025 Prüfzeitraum: 06.10.2025-18.10.2025
DiePrüfergebnissebeziehensichausschließlichaufdieuntersuchtenPrüfgegenständeimAnlieferungszustand.BeiVerwendungvon Probenbehältnissen,ProbenträgernundNährmedien,dievomAuftraggeberbeschafftund/odergelagertwurden,kanneinEinflussaufdie Messergebnissenichtausgeschlossenwerden.SoferndieProbenahmenichtdurchunserLaboroderinunseremAuftragerfolgte,wirdhierfür keineGewährübernommen.DiesgiltauchfürBerechnungsergebnisse,dieaufDatendesAuftraggebersberuhen.Angabenzu Probenbezeichnung,Probenahmedatum,ProbenartundProbeninformationenwerdenvomAuftraggeberübernommen.DieserPrüfberichtenthält einequalifizierteelektronischeSignaturunddarfnurvollständigundunverändertweiterverbreitetwerden.AuszügeoderÄnderungenbedürfenin jedemEinzelfallderGenehmigungderEurofinsUmweltOstGmbH.
EsgeltendieAllgemeinenVerkaufsbedingungen(AVB),sofernnichtandereRegelungenvereinbartsind.DieaktuellenAVBkönnenSieunter http://www.eurofins.de/umwelt/avb.aspxeinsehen.
DasbeauftragtePrüflaboratoriumistdurchdieDAkkSnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkSakkreditiert.DieAkkreditierunggiltnurfürdenin derUrkundenanlage(D-PL-14081-01-00)aufgeführtenUmfang.
TimBauer Digitalsigniert,{0{7S.I0G1N.2A0T2U6RE_DATE}} Prüfleitung {T{iSmIG BNaAueTrURE_BY}} {P{rSüIfGleNitAunTgURE_TITLE}} +4935188844686
EurofinsUmweltOstGmbH Tel. +4937312076500 GF:ThomasBjelkberg,AxelUlbricht, Bankverbindung:UniCreditBankGmbH Lindenstraße11 Fax +4937312076555 Dr.SebastianWitjes BLZ20730017 GewerbegebietFreibergOst umwelt-freiberg@etdach.eurofins.com ChemnitzHRB36883 Kto7000000550 09627Bobritzsch-Hilbersdorf www.eurofins.de/umwelt USt.-ID.Nr.DE151281997 IBANDE07207300177000000550 BIC/SWIFTHYVEDEMME17
[Seite 217]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite2von10
| Probenbezeichnung | MP1 | MP2 | MP3 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 26.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||||||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517415 | 005-10544- 517416 | 005-10544- 517417 | |||||||||||||
| Vergleichswerte | Probennummer | 125153459 | 125153460 | 125153461 | ||||||||||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | Prüf- werte Kinder- spielflä- chen | Prüf- werte Wohnge- biete | Prüf- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Prüf- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | Maßnah- men- werte Kinder- spielflä- chen | Maßnah- men- werte Wohnge- biete | Maßnah- men- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Maßnah- men- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe
| Fraktion<2mm | FR | F5 | DIN19747:2009-07 | 0,1 | % | 54,2 | 55,2 | 61,2 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fraktion>2mm | FR | F5 | DIN19747:2009-07 | 0,1 | % | 45,8 | 44,8 | 38,8 |
ProbenvorbereitungausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm) mittels mittels mittels thermoregu- thermoregu- thermoregu- Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN lierbarem lierbarem lierbarem (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4 Graphitblock Graphitblock Graphitblock
-
- 1)
Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
L8:DINEN Trockenmasse FR F5 14346:2007-03A;F5:DIN 0,1 Ma.-% 91,5 91,1 90,4 EN15934:2012-11A
ElementeausdemKönigswasseraufschluss(Fraktion<2mm)
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 25 | 50 | 125 | 140 | 0,8 | mg/kgTS | 12,9 | 12,9 | 17,0 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 200 | 400 | 1000 | 2000 | 2 | mg/kgTS | 172 | 87 | 310 | ||||
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 10 | 20 | 50 | 60 | 0,2 | mg/kgTS | 0,6 | 0,7 | 2,8 | ||||
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 200 | 400 | 400 | 200 | 1 | mg/kgTS | 31 | 43 | 39 | ||||
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 70 | 140 | 350 | 900 | 1 | mg/kgTS | 18 | 18 | 24 | ||||
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 10 | 20 | 50 | 100 | 0,07 | mg/kgTS | 0,14 | 0,14 | 0,22 | ||||
| Thallium(Tl) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 5 | 10 | 25 | 0,2 | mg/kgTS | 0,2 | <0,2 | 0,5 |
AnionenausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm) Cyanide,gesamt FR F5 DINISO17380:2013-10 50 50 50 100 1,0 mg/kgTS 2,7 <1,0 96
[Seite 218]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite3von10
| Probenbezeichnung | MP1 | MP2 | MP3 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 26.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||||||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517415 | 005-10544- 517416 | 005-10544- 517417 | |||||||||||||
| Vergleichswerte | Probennummer | 125153459 | 125153460 | 125153461 | ||||||||||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | Prüf- werte Kinder- spielflä- chen | Prüf- werte Wohnge- biete | Prüf- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Prüf- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | Maßnah- men- werte Kinder- spielflä- chen | Maßnah- men- werte Wohnge- biete | Maßnah- men- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Maßnah- men- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | BG | Einheit |
ElementeausdemKönigswasseraufschlussn.DINEN13657:2003-01(Fraktion<2mm)
| Antimon(Sb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 50 | 100 | 250 | 250 | 0,8 | mg/kgTS | 2,0 | 2,0 | 2,6 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cobalt(Co) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 300 | 600 | 600 | 300 | 0,8 | mg/kgTS | 8,6 | 17,0 | 20,3 |
ElementeausdemalkalischenAufschluss(Fraktion<2mm) Chrom(VI) FR F5 DINEN15192:2007-02 1304) 2504) 2504) 1304) 0,5 mg/kgTS <0,5 <0,5 <0,5
PAKausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm)
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,11 | 0,13 | 0,09 | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 0,11 | <0,05 | ||||||||
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,13 | 0,11 | 0,11 | ||||||||
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,19 | 0,17 | 0,11 | ||||||||
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 2,5 | 1,9 | 1,4 | ||||||||
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,67 | 0,49 | 0,34 | ||||||||
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 7,8 | 4,9 | 3,6 | ||||||||
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 5,7 | 3,5 | 2,7 |
[Seite 219]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite4von10
| Probenbezeichnung | MP1 | MP2 | MP3 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 26.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||||||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517415 | 005-10544- 517416 | 005-10544- 517417 | |||||||||||||
| Vergleichswerte | Probennummer | 125153459 | 125153460 | 125153461 | ||||||||||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | Prüf- werte Kinder- spielflä- chen | Prüf- werte Wohnge- biete | Prüf- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Prüf- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | Maßnah- men- werte Kinder- spielflä- chen | Maßnah- men- werte Wohnge- biete | Maßnah- men- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Maßnah- men- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | BG | Einheit | |||
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 5,6 | 2,7 | 2,6 | ||||||||
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 6,0 | 2,5 | 2,8 | ||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 6,1 | 4,0 | 3,6 | ||||||||
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 2,0 | 1,4 | 1,3 | ||||||||
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,55) | 15) | 15) | 55) | 0,05 | mg/kgTS | 3,5 | 2,2 | 2,1 | ||||
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 2,4 | 1,5 | 1,8 | ||||||||
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,75 | 0,46 | 0,55 | ||||||||
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 2,3 | 1,5 | 1,9 | ||||||||
| Summe16EPA-PAKexkl. BG | FR | berechnet | mg/kgTS | 45,8 | 27,6 | 25,0 | ||||||||||
| Summe15PAKohne Naphthalinexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | 45,6 | 27,4 | 24,9 |
[Seite 220]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite5von10
| Probenbezeichnung | MP1 | MP2 | MP3 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 26.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||||||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517415 | 005-10544- 517416 | 005-10544- 517417 | |||||||||||||
| Vergleichswerte | Probennummer | 125153459 | 125153460 | 125153461 | ||||||||||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | Prüf- werte Kinder- spielflä- chen | Prüf- werte Wohnge- biete | Prüf- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Prüf- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | Maßnah- men- werte Kinder- spielflä- chen | Maßnah- men- werte Wohnge- biete | Maßnah- men- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Maßnah- men- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm)
| PCB28 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | n.n.2) | n.n.2) | <0,01 | ||||||||
| PCB101 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | 0,02 | n.n.2) | <0,01 | ||||||||
| PCB153 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | 0,03 | n.n.2) | 0,01 | ||||||||
| PCB138 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | 0,03 | <0,01 | 0,02 | ||||||||
| PCB180 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | 0,02 | <0,01 | <0,01 | ||||||||
| Summe6DIN-PCBexkl.BG | FR | berechnet | 0,4 | 0,8 | 2 | 40 | mg/kgTS | 0,097 | (n.b.)3) | 0,033 | ||||||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN17322:2021-03 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | n.n.2) | <0,01 | ||||||||
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | 0,097 | (n.b.)3) | 0,033 |
PhenoleausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm) Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 50 100 250 500 0,05 mg/kgTS <0,05 <0,05 <0,05
[Seite 221]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite6von10
| Probenbezeichnung | MP1 | MP2 | MP3 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 26.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||||||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517415 | 005-10544- 517416 | 005-10544- 517417 | |||||||||||||
| Vergleichswerte | Probennummer | 125153459 | 125153460 | 125153461 | ||||||||||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | Prüf- werte Kinder- spielflä- chen | Prüf- werte Wohnge- biete | Prüf- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Prüf- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | Maßnah- men- werte Kinder- spielflä- chen | Maßnah- men- werte Wohnge- biete | Maßnah- men- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Maßnah- men- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | BG | Einheit |
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm)
| Aldrin | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 2 | 4 | 10 | 0,2 | mg/kgTS | <0,2 | <0,2 | <0,2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| DDT,o,p'- | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||||||
| DDT,p,p'- | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||||||
| DDT(Summe) | FR | berechnet | 40 | 80 | 200 | 400 | mg/kgTS | (n.b.)3) | (n.b.)3) | (n.b.)3) | ||||||
| HCH,alpha- | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||||||
| HCH,beta- | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 5 | 10 | 25 | 400 | 0,5 | mg/kgTS | <0,5 | <0,5 | <0,5 | ||||
| HCH,gamma-(Lindan) | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||||||
| HCH,delta- | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 0,5 | mg/kgTS | <0,5 | <0,5 | <0,5 | ||||||||
| HCH,epsilon- | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 0,5 | mg/kgTS | <0,5 | <0,5 | <0,5 | ||||||||
| Summe Hexachlorcyclohexane(HCH a-e) | FR | berechnet | 5 | 10 | 25 | 400 | mg/kgTS | (n.b.)3) | (n.b.)3) | (n.b.)3) | ||||||
| Hexachlorbenzol(HCB) | FR | F5 | L8:DINISO 10382:2003-05;F5:DIN ISO23646:2023-09 | 4 | 8 | 20 | 200 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 |
[Seite 222]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite7von10
| Probenbezeichnung | MP1 | MP2 | MP3 | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 26.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||||||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517415 | 005-10544- 517416 | 005-10544- 517417 | |||||||||||||
| Vergleichswerte | Probennummer | 125153459 | 125153460 | 125153461 | ||||||||||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | Prüf- werte Kinder- spielflä- chen | Prüf- werte Wohnge- biete | Prüf- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Prüf- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | Maßnah- men- werte Kinder- spielflä- chen | Maßnah- men- werte Wohnge- biete | Maßnah- men- werte Freizeit-/ Parkan- lagen | Maßnah- men- werte Industrie- /Gewer- begrund- stücke | BG | Einheit |
NitroverbindungenausderOriginalsubstanz(Fraktion<2mm)
| 2,4-Dinitrotoluol | AN/f | L8 | DINISO11916-1: 2014-11 | 3 | 6 | 15 | 50 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2,6-Dinitrotoluol | AN/f | L8 | DINISO11916-1: 2014-11 | 0,2 | 0,4 | 1 | 5 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||
| 2,4,6-Trinitrotoluol(TNT) | AN/f | L8 | DINISO11916-1: 2014-11 | 20 | 40 | 100 | 200 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||
| Hexogen(RDX) | AN/f | L8 | DINISO11916-1: 2014-11 | 100 | 200 | 500 | 1000 | 0,1 | mg/kgTS | <0,1 | <0,1 | <0,1 | ||||
| Hexyl | AN/f | L8 | DINISO11916-1: 2014-11 | 150 | 300 | 750 | 1500 | 0,2 | mg/kgTS | <0,2 | <0,2 | <0,2 | ||||
| Nitropenta(PETN) | AN/f | L8 | DINISO11916-1: 2014-11 | 500 | 1000 | 2500 | 5000 | 0,5 | mg/kgTS | <0,5 | <0,5 | <0,5 |
[Seite 223]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite8von10
Erläuterungen BG-Bestimmungsgrenze Lab.-KürzeldesdurchführendenLabors Akkr.-AkkreditierungskürzeldesPrüflabors
KommentarezuErgebnissen
- DieGleichwertigkeitzuDINEN13657:2003-01istnachgewiesen.DINENISO54321:2021-04wirdalsReferenzverfahreninderMethodensammlungFBU/LAGAVersion2.0Stand15.06.2021ausdrücklich empfohlen.ZurGleichwertigkeitvonAufschlussverfahrensiehefürEBV:FAQdesLfUBayern;fürBBodSchV:§24.11.
- nichtnachweisbar
- nichtberechenbar
DiemitANgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltWestGmbH(Vorgebirgsstrasse20,Wesseling)analysiert.DieBestimmungdermitL8gekennzeichnetenParameteristnachDINEN ISO/IEC17025:2018DAkkSD-PL-14078-01-00akkreditiert. DiemitFRgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltOstGmbH(Lindenstraße11,GewerbegebietFreibergOst,Bobritzsch-Hilbersdorf)analysiert.DieBestimmungdermitF5gekennzeichneten ParameteristnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkSD-PL-14081-01-00akkreditiert.
/f-DieAnalysedesParameterserfolgteinFremdvergabe.
Erläuterungen zu Vergleichswerten
UntersuchungnachBBodSchVAnl.2Tab.4und5MantelV:Prüf-/MaßnahmenwertefürdenWirkungspfadBoden-Mensch.
- BeiÜberschreitungderPrüfwertefürChromgesamtistderAnteilanChromVIzumessenundanhandderPrüfwertefürChromVIzubewerten.
- DerBodenistaufallePAK16hinzuuntersuchen.DiePrüfwertebeziehensichaufdenGehaltanBenzo(a)pyrenimBoden.Benzo(a)pyrenrepräsentiertdabeidieWirkungtypischerPAK-Gemischeauf ehemaligenKokereien,ehemaligenGaswerksgeländenundehemaligenTeermischwerken/-ölläger.WeichtdasPAK-MusteroderderAnteilvonBenzo(a)pyrenanderSummederToxizitätsäquivalenteimzu bewertendenEinzelfalldeutlichvondiesentypischenPAK-Gemischenab,soistdiesbeiderAnwendungderPrüfwertezuberücksichtigen.LiegendiesiedlungsbedingtenHintergrundwerteoberhalbder PrüfwertefürBenzo(a)pyren,istdiesbeiderBewertungderUntersuchungsergebnissegemäß§15zuberücksichtigen.
BeiderDarstellungvonVergleichswertenimPrüfberichthandeltessichumeineServiceleistungderEUROFINSUMWELT.DiezitiertenVergleichswerte(Grenz-,Richt-odersonstige Zuordnungswerte)sindteilweisevereinfachtdargestelltundberücksichtigennichtalleKommentare,Nebenbestimmungenund/oderAusnahmeregelungendesentsprechenden Regelwerkes.
[Seite 224]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite9von10
Abgleich mit Vergleichswerten DerAbgleichbeziehtsichausschließlichaufdieinEX-26-FR-000027-01aufgeführtenErgebnisseunderfolgtaufBasiseinesreinnumerischenVergleichsdeserhaltenenMesswertesmitden entsprechendenVergleichswerten.DieMessunsicherheitdesentsprechendenVerfahrenswirdhierbeinichtberücksichtigt.
NachfolgendaufgeführteProbenweisenimVergleichzurBBodSchVAnl.2Tab.4und5MantelV:Prüf-/MaßnahmenwertefürdenWirkungspfadBoden-Menschdiedargestellten Überschreitungenbzw.VerletzungenderzitiertenVergleichswerteauf.DerUntersuchungsstelleobliegtnichtdieFestlegungderausdemVergleichswertabgleichabzuleitenden Maßnahmen.
X:Überschreitungbzw.VerletzungderzitiertenVergleichswertefestgestellt
Probenbeschreibung: MP1 Probennummer: 125153459
| Test | Parameter | Prüfwerte Kinderspielflä- chen | Prüfwerte Wohngebiete | Prüfwerte Freizeit-/Park- anlagen | Prüfwerte Industrie-/Ge- werbegrund- stücke | Maßnahmen- werte Kinderspielflä- chen | Maßnahmen- werte Wohngebiete | Maßnahmen- werte Freizeit-/Park- anlagen | Maßnahmen- werte Industrie-/Ge- werbegrund- stücke |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzo[a]pyren[<2mmgesiebt]mg/kgTS | Benzo[a]pyren | X | X | X |
Probenbeschreibung: MP2 Probennummer: 125153460
| Test | Parameter | Prüfwerte Kinderspielflä- chen | Prüfwerte Wohngebiete | Prüfwerte Freizeit-/Park- anlagen | Prüfwerte Industrie-/Ge- werbegrund- stücke | Maßnahmen- werte Kinderspielflä- chen | Maßnahmen- werte Wohngebiete | Maßnahmen- werte Freizeit-/Park- anlagen | Maßnahmen- werte Industrie-/Ge- werbegrund- stücke |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzo[a]pyren[<2mmgesiebt]mg/kgTS | Benzo[a]pyren | X | X | X |
[Seite 225]
Prüfberichtsnummer: EX-26-FR-000027-01 Seite10von10
Probenbeschreibung: MP3 Probennummer: 125153461
| Test | Parameter | Prüfwerte Kinderspielflä- chen | Prüfwerte Wohngebiete | Prüfwerte Freizeit-/Park- anlagen | Prüfwerte Industrie-/Ge- werbegrund- stücke | Maßnahmen- werte Kinderspielflä- chen | Maßnahmen- werte Wohngebiete | Maßnahmen- werte Freizeit-/Park- anlagen | Maßnahmen- werte Industrie-/Ge- werbegrund- stücke |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei[Königswasser-Aufschluss,<2mm][16171]mg/kgTS | Blei(Pb) | X | |||||||
| Cyanidgesamt[<2mmgesiebt,BBodschV][CFA]mg/kgTS | Cyanide,gesamt | X | X | X | |||||
| Benzo[a]pyren[<2mmgesiebt]mg/kgTS | Benzo[a]pyren | X | X | X |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite1von45
EurofinsUmweltOstGmbH-Lindenstraße11-GewerbegebietFreibergOst- 09627Bobritzsch-Hilbersdorf
Dr.SpangIngenieurgesellschaftfürBauwesen, GeologieundUmwelttechnikmbH Rosi-Wolfstein-Straße6 58453Witten
DieserPrüfberichtersetztdenPrüfberichtNr.AR-25-FR-063450-01vom23.10.2025aufgrundvonErweiterungdesPrüfumfangs. Titel: PrüfberichtzuAuftrag12543570 EOLAuftragsnummer: 006-10544-135962 Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02
Auftragsbezeichnung: P7577,ALVFAA0233AS3291
AnzahlProben: 48 Probenart: Boden Probenahmedatum: 22.08.2025,26.08.2025,21.08.2025,25.08.2025 Probenehmer: keineAngabe,Probe(n)wurde(n)andasLaborausgehändigt
Probeneingangsdatum: 06.10.2025 Prüfzeitraum: 06.10.2025-07.11.2025
DiePrüfergebnissebeziehensichausschließlichaufdieuntersuchtenPrüfgegenständeimAnlieferungszustand.BeiVerwendungvon Probenbehältnissen,ProbenträgernundNährmedien,dievomAuftraggeberbeschafftund/odergelagertwurden,kanneinEinflussaufdie Messergebnissenichtausgeschlossenwerden.SoferndieProbenahmenichtdurchunserLaboroderinunseremAuftragerfolgte,wirdhierfür keineGewährübernommen.DiesgiltauchfürBerechnungsergebnisse,dieaufDatendesAuftraggebersberuhen.Angabenzu Probenbezeichnung,Probenahmedatum,ProbenartundProbeninformationenwerdenvomAuftraggeberübernommen.DieserPrüfberichtenthält einequalifizierteelektronischeSignaturunddarfnurvollständigundunverändertweiterverbreitetwerden.AuszügeoderÄnderungenbedürfenin jedemEinzelfallderGenehmigungderEurofinsUmweltOstGmbH.
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite2von45
TimBauer Digitalsigniert,{0{7S.I1G1N.2A0T2U5RE_DATE}} Prüfleitung {V{iScItGorNiaA MTUatRthEe_sBY}} {P{rSüIfGleNitAunTgURE_TITLE}} +4935188844686
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite3von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem - (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4 Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock
-
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- 1)
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-
Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
| Trockenmasse | AN/u | L8 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trockenmasse | FR | F5 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | 92,4 | 93,0 | 91,5 | 91,6 | 91,2 | 95,6 | 87,6 | 91,7 | 83,6 |
ElementeausdemKönigswasseraufschluss
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,8 | mg/kgTS | 12,8 | 15,6 | 12,0 | 25,7 | 24,1 | 8,1 | 22,4 | 15,7 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 2 | mg/kgTS | 88 | 118 | 83 | 194 | 381 | 52 | 111 | 410 | - |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,2 | mg/kgTS | 0,5 | 0,7 | 0,5 | 1,3 | 1,0 | 0,5 | 2,5 | 1,4 | - |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 31 | 49 | 32 | 45 | 33 | 31 | 52 | 96 | - |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 44 | 66 | 59 | 72 | 79 | 35 | 52 | 130 | - |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 20 | 25 | 22 | 26 | 20 | 30 | 20 | 33 | - |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,07 | mg/kgTS | 0,12 | 0,32 | 0,11 | 0,18 | 0,29 | 0,17 | 0,10 | 0,19 | - |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 249 | 326 | 221 | 517 | 502 | 110 | 678 | 676 | - |
AnionenausderOriginalsubstanz
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanid,leichtfreisetzbar | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite4von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
OrganischeSummenparameterausderOriginalsubstanz
| EOX | AN/u | L8 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOX | FR | F5 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | <1,0 | <1,0 | <1,0 | 1,1 | <1,0 | <1,0 | <1,0 | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C22 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | <40 | <40 | <40 | 88 | <40 | <40 | <40 | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | 87 | 76 | 77 | 190 | 780 | 160 | 64 | - |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderOriginalsubstanz
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
LHKWausderOriginalsubstanz
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite5von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 231]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite6von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
PAKausderOriginalsubstanz
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,06 | 0,08 | 0,29 | 0,11 | 0,08 | <0,05 | 0,22 | <0,05 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | n.n.2) | <0,05 | <0,05 | 0,07 | 0,06 | n.n.2) | <0,05 | - |
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,12 | 0,10 | 0,66 | 0,17 | 0,92 | <0,05 | 0,21 | <0,05 | - |
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,21 | 0,09 | 1,9 | 0,14 | 2,7 | <0,05 | 0,22 | <0,05 | - |
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 1,8 | 0,89 | 20 | 2,7 | 46 | 1,0 | 2,2 | 0,49 | - |
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,65 | 0,22 | 5,3 | 0,60 | 11 | 0,11 | 0,50 | 0,15 | - |
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 6,6 | 2,3 | 45 | 10 | 73 | 2,1 | 10 | 1,7 | - |
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 5,3 | 1,7 | 34 | 7,8 | 37 | 1,7 | 7,4 | 1,3 | - |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 4,8 | 1,6 | 23 | 6,6 | 18 | 0,93 | 7,2 | 1,0 | - |
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 4,1 | 1,3 | 17 | 6,0 | 12 | 1,0 | 6,8 | 0,90 | - |
[Seite 232]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite7von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 4,4 | 2,5 | 16 | 7,9 | 14 | 1,6 | 9,3 | 1,4 | - |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 1,5 | 0,79 | 5,8 | 2,7 | 4,9 | 0,49 | 3,1 | 0,48 | - |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 2,6 | 1,3 | 9,7 | 4,8 | 8,4 | 0,76 | 4,9 | 0,85 | - |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 1,4 | 1,1 | 4,7 | 2,8 | 4,4 | 0,43 | 3,2 | 0,66 | - |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,41 | 0,27 | 1,2 | 0,84 | 0,97 | 0,16 | 0,82 | 0,15 | - |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 1,5 | 1,1 | 4,5 | 3,1 | 3,8 | 0,40 | 3,0 | 0,65 | - |
| Summe16PAKexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | 35,5 | 15,3 | 189 | 56,3 | 237 | 10,7 | 59,1 | 9,73 | - | ||
| Summe15PAKohne Naphthalin | FR | berechnet | mg/kgTS | 35,4 | 15,3 | 189 | 56,2 | 237 | 10,7 | 58,9 | 9,73 | - |
[Seite 233]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite8von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz
| PCB28 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | <0,01 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | 0,03 | - | - | <0,01 | - |
| PCB101 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | 0,41 | - | - | <0,01 | - |
| PCB153 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | 0,55 | - | - | <0,01 | - |
| PCB138 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | 0,64 | - | - | <0,01 | - |
| PCB180 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | 0,40 | - | - | <0,01 | - |
| Summe6ndl-PCBexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | 2,03 | - | - | (n.b.)3) | - | ||
| Summe6DIN-PCBx5exkl. BG(LAGA) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | 10,2 | - | - | (n.b.)3) | - | ||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | 0,08 | - | - | <0,01 | - |
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | 2,11 | - | - | (n.b.)3) | - |
PhenoleausderOriginalsubstanz Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 0,05 mg/kgTS - - - - - - <0,05 - <0,05
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz
L8:DINISO HCH,gamma-(Lindan) FR F5 10382:2003-05;F5:DIN 0,1 mg/kgTS - - - - - - <0,1 - <0,1 ISO23646:2023-09
Kenngr.d.Eluatherst.f.org.,nicht-flücht.Par.nachDIN19529:2015-12 TrübungimEluatnachDIN FR F5 10 FNU - - - - - - - - - ENISO7027:2000-04
[Seite 234]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite9von45
| Probenbezeichnung | MP4 | EP5 | MP6 | MP7 | EP8 | EP9 | EP10 | EP12 | EP13 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 26.08.2025 | 26.08.2025 | 21.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517418 | 005-10544- 517419 | 005-10544- 517420 | 005-10544- 517421 | 005-10544- 517422 | 005-10544- 517423 | 005-10544- 517424 | 005-10544- 517426 | 005-10544- 517427 | |||||
| Probennummer | 125153462 | 125153463 | 125153464 | 125153465 | 125153466 | 125153467 | 125153468 | 125153470 | 125153471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Herbizideausdem2:1-SchütteleluatnachDIN19529:2015-12
| AMPA | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atrazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Bromacil | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dimefuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Diuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethidimuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Flazasulfuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Flumioxazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,1 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Glyphosat | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Simazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Thiazafluron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 235]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite10von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe mittels mittels mittels mittels mittels mittels thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN lierbarem lierbarem lierbarem - - - lierbarem lierbarem lierbarem (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4 Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock
-
-
-
-
- 1)
-
-
-
Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
| Trockenmasse | AN/u | L8 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trockenmasse | FR | F5 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | 92,4 | 92,1 | 91,9 | 76,3 | 89,6 | 85,5 | 73,2 | 88,6 | 91,6 |
ElementeausdemKönigswasseraufschluss
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,8 | mg/kgTS | 13,4 | 11,9 | 12,6 | - | - | - | 46,2 | 15,5 | 14,6 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 2 | mg/kgTS | 54 | 37 | 72 | - | - | - | 238 | 105 | 64 |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,2 | mg/kgTS | 0,3 | 0,3 | 0,5 | - | - | - | 28,3 | 1,4 | 0,4 |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 43 | 63 | 53 | - | - | - | 27 | 83 | 55 |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 51 | 55 | 66 | - | - | - | 87 | 52 | 56 |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 20 | 20 | 22 | - | - | - | 43 | 20 | 22 |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,07 | mg/kgTS | <0,07 | <0,07 | 0,09 | - | - | - | 0,53 | 0,15 | 0,07 |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 87 | 97 | 206 | - | - | - | 3660 | 351 | 104 |
AnionenausderOriginalsubstanz
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | <1,0 | - | <1,0 | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanid,leichtfreisetzbar | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | <1,0 | - | <1,0 | - | - | - |
[Seite 236]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite11von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
OrganischeSummenparameterausderOriginalsubstanz
| EOX | AN/u | L8 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOX | FR | F5 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | <1,0 | <1,0 | - | - | - | n.u.4) | <1,0 | <1,0 |
| KohlenwasserstoffeC10-C22 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | <40 | 91 | - | - | - | <40 | 50 | <40 |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | 180 | 55 | 950 | - | - | - | 96 | 180 | <40 |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderOriginalsubstanz
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
LHKWausderOriginalsubstanz
[Seite 237]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite12von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 238]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite13von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
PAKausderOriginalsubstanz
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | <0,05 | <0,05 | - | - | - | <0,05 | 0,37 | <0,05 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | n.n.2) | 0,11 | - | - | - | <0,05 | <0,05 | n.n.2) |
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,17 | <0,05 | <0,05 | - | - | - | <0,05 | 0,25 | <0,05 |
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,35 | <0,05 | <0,05 | - | - | - | <0,05 | 0,34 | <0,05 |
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 7,5 | 0,36 | 0,75 | - | - | - | 0,31 | 2,6 | 0,77 |
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 1,1 | 0,08 | 0,10 | - | - | - | 0,11 | 0,64 | 0,16 |
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 20 | 0,97 | 1,9 | - | - | - | 0,70 | 8,3 | 2,3 |
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 12 | 0,69 | 1,3 | - | - | - | 0,57 | 5,6 | 1,7 |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 7,4 | 0,67 | 0,78 | - | - | - | 0,31 | 5,0 | 1,4 |
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 6,0 | 0,61 | 0,76 | - | - | - | 0,22 | 4,6 | 1,3 |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite14von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 9,2 | 1,2 | 0,93 | - | - | - | 0,31 | 6,5 | 2,1 |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 3,1 | 0,36 | 0,32 | - | - | - | 0,12 | 2,1 | 0,71 |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 5,2 | 0,58 | 0,63 | - | - | - | 0,22 | 3,6 | 1,2 |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 3,1 | 0,48 | 0,52 | - | - | - | 0,14 | 2,2 | 0,81 |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,78 | 0,12 | 0,12 | - | - | - | <0,05 | 0,57 | 0,23 |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 2,8 | 0,50 | 0,46 | - | - | - | 0,15 | 2,3 | 0,90 |
| Summe16PAKexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | 78,7 | 6,62 | 8,68 | - | - | - | 3,16 | 45,0 | 13,6 | ||
| Summe15PAKohne Naphthalin | FR | berechnet | mg/kgTS | 78,7 | 6,62 | 8,68 | - | - | - | 3,16 | 44,6 | 13,6 |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite15von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz
| PCB28 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
| PCB101 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
| PCB153 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
| PCB138 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
| PCB180 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
| Summe6ndl-PCBexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | ||
| Summe6DIN-PCBx5exkl. BG(LAGA) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | ||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | <0,01 | - | - | - | - |
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | (n.b.)3) | - | - | - | - |
PhenoleausderOriginalsubstanz Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 0,05 mg/kgTS - - - - - - - - -
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz
L8:DINISO HCH,gamma-(Lindan) FR F5 10382:2003-05;F5:DIN 0,1 mg/kgTS - - - - - - - - - ISO23646:2023-09
Kenngr.d.Eluatherst.f.org.,nicht-flücht.Par.nachDIN19529:2015-12 TrübungimEluatnachDIN FR F5 10 FNU - - - - - - - - - ENISO7027:2000-04
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite16von45
| Probenbezeichnung | EP14 | EP15 | EP16 | EP17 | EP18 | EP19 | EP20 | EP22 | MP23 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 22.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517428 | 005-10544- 517429 | 005-10544- 517430 | 005-10544- 517431 | 005-10544- 517432 | 005-10544- 517433 | 005-10544- 517434 | 005-10544- 517436 | 005-10544- 517437 | |||||
| Probennummer | 125153472 | 125153473 | 125153474 | 125153475 | 125153476 | 125153477 | 125153478 | 125153480 | 125153481 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Herbizideausdem2:1-SchütteleluatnachDIN19529:2015-12
| AMPA | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atrazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Bromacil | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dimefuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Diuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethidimuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Flazasulfuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Flumioxazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,1 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Glyphosat | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Simazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Thiazafluron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 242]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite17von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4 Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock
-
-
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- 1)
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Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
| Trockenmasse | AN/u | L8 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trockenmasse | FR | F5 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | 92,2 | 80,8 | 75,4 | 68,5 | 91,6 | 90,4 | 88,5 | 88,9 | 90,0 |
ElementeausdemKönigswasseraufschluss
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,8 | mg/kgTS | 11,4 | 30,2 | 93,2 | 66,8 | 7,9 | 12,5 | 18,7 | 24,5 | 10,6 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 2 | mg/kgTS | 57 | 187 | 1120 | 4990 | 31 | 34 | 48 | 125 | 108 |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,2 | mg/kgTS | 3,0 | 10,2 | 29,8 | 56,0 | 0,4 | 0,3 | 0,5 | 1,6 | 6,7 |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 23 | 32 | 27 | 27 | 33 | 38 | 28 | 20 | 12 |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 28 | 62 | 133 | 302 | 37 | 28 | 31 | 55 | 27 |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 18 | 30 | 38 | 78 | 16 | 14 | 16 | 21 | 17 |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,07 | mg/kgTS | 0,10 | 0,39 | 0,55 | 4,0 | <0,07 | 0,10 | 0,10 | 0,14 | 0,20 |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 339 | 1420 | 2420 | 6650 | 68 | 91 | 97 | 185 | 848 |
AnionenausderOriginalsubstanz
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | <1,0 | - | - | - | - | - | <1,0 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanid,leichtfreisetzbar | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | <1,0 | - | - | - | - | - | <1,0 | - |
[Seite 243]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite18von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
OrganischeSummenparameterausderOriginalsubstanz
| EOX | AN/u | L8 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOX | FR | F5 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | n.u.4) | n.u.4) | <1,0 | <1,0 | <1,0 | <1,0 | <1,0 | <1,0 |
| KohlenwasserstoffeC10-C22 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | <40 | <40 | 150 | <40 | <40 | <40 | <40 | <40 |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | 170 | 110 | 850 | <40 | 48 | <40 | 93 | 52 |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderOriginalsubstanz
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
LHKWausderOriginalsubstanz
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite19von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite20von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
PAKausderOriginalsubstanz
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 0,13 | <0,05 | 0,12 | <0,05 | 0,12 | 0,17 | 0,09 | n.n.2) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | <0,05 | n.n.2) | <0,05 | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) | 0,29 | <0,05 |
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 0,12 | <0,05 | 0,10 | <0,05 | 0,20 | 0,40 | 0,12 | <0,05 |
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 0,13 | <0,05 | 0,15 | <0,05 | 0,14 | 0,29 | 0,12 | <0,05 |
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,39 | 0,94 | 0,19 | 0,88 | 0,27 | 1,9 | 3,2 | 1,5 | 0,74 |
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,10 | 0,19 | <0,05 | 0,22 | 0,06 | 0,42 | 0,67 | 0,50 | 0,15 |
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,82 | 1,5 | 0,41 | 1,6 | 0,64 | 4,5 | 7,1 | 7,1 | 1,2 |
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,59 | 1,3 | 0,36 | 1,7 | 0,46 | 3,2 | 5,1 | 5,8 | 0,92 |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,59 | 0,77 | 0,16 | 0,76 | 0,48 | 3,1 | 5,2 | 3,8 | 0,52 |
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,51 | 0,68 | 0,14 | 0,67 | 0,38 | 2,5 | 4,2 | 2,9 | 0,42 |
[Seite 246]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite21von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,89 | 0,95 | 0,20 | 0,98 | 0,77 | 4,8 | 8,4 | 4,0 | 0,57 |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,35 | 0,33 | 0,07 | 0,37 | 0,27 | 1,6 | 2,8 | 1,4 | 0,23 |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,55 | 0,65 | 0,14 | 0,74 | 0,47 | 2,9 | 4,9 | 3,1 | 0,47 |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,43 | 0,37 | 0,10 | 0,48 | 0,39 | 2,2 | 4,1 | 2,5 | 0,28 |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,12 | 0,09 | n.n.2) | 0,09 | 0,10 | 0,56 | 0,95 | 0,52 | 0,06 |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | 0,42 | 0,38 | 0,10 | 0,57 | 0,41 | 2,4 | 4,2 | 2,2 | 0,31 |
| Summe16PAKexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | 5,76 | 8,53 | 1,87 | 9,43 | 4,70 | 30,5 | 51,7 | 35,9 | 5,87 | ||
| Summe15PAKohne Naphthalin | FR | berechnet | mg/kgTS | 5,76 | 8,40 | 1,87 | 9,31 | 4,70 | 30,4 | 51,5 | 35,9 | 5,87 |
[Seite 247]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite22von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz
| PCB28 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
| PCB101 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
| PCB153 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
| PCB138 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
| PCB180 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
| Summe6ndl-PCBexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | (n.b.)3) | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | - | ||
| Summe6DIN-PCBx5exkl. BG(LAGA) | FR | berechnet | mg/kgTS | (n.b.)3) | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | - | ||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | <0,01 | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - |
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | (n.b.)3) | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | - |
PhenoleausderOriginalsubstanz Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 0,05 mg/kgTS - - - - - - - - -
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz
L8:DINISO HCH,gamma-(Lindan) FR F5 10382:2003-05;F5:DIN 0,1 mg/kgTS - - - - - - - - - ISO23646:2023-09
Kenngr.d.Eluatherst.f.org.,nicht-flücht.Par.nachDIN19529:2015-12 TrübungimEluatnachDIN FR F5 10 FNU - - - - - - - <10 - ENISO7027:2000-04
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite23von45
| Probenbezeichnung | MP24 | EP25 | EP27 | EP29 | EP31 | EP32 | EP33 | EP34 | EP35 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517438 | 005-10544- 517439 | 005-10544- 517441 | 005-10544- 517443 | 005-10544- 517445 | 005-10544- 517446 | 005-10544- 517447 | 005-10544- 517448 | 005-10544- 517449 | |||||
| Probennummer | 125153482 | 125153483 | 125153485 | 125153487 | 125153489 | 125153490 | 125153491 | 125153492 | 125153493 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Herbizideausdem2:1-SchütteleluatnachDIN19529:2015-12
| AMPA | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,05 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atrazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
| Bromacil | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
| Dimefuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
| Diuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
| Ethidimuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | 0,72 | - |
| Flazasulfuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
| Flumioxazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,1 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,1 | - |
| Glyphosat | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,05 | - |
| Simazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
| Thiazafluron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | <0,025 | - |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite24von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels mittels thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- thermoregu- Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem lierbarem - (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4 Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock Graphitblock
-
-
-
-
-
-
- 1)
-
-
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-
Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
| Trockenmasse | AN/u | L8 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - | - | - | - | - | - | 73,2 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trockenmasse | FR | F5 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | 75,8 | 91,3 | 87,0 | 81,8 | 87,1 | 90,1 | 75,2 | 81,0 | - |
ElementeausdemKönigswasseraufschluss
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,8 | mg/kgTS | 7,4 | 17,3 | 20,3 | 10,7 | 10,8 | 22,2 | 98,7 | 16,9 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 2 | mg/kgTS | 69 | 111 | 250 | 119 | 166 | 105 | 674 | 51 | - |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,2 | mg/kgTS | 0,7 | 0,7 | 1,3 | 0,6 | 0,5 | 1,2 | 125 | 1,8 | - |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 32 | 50 | 29 | 24 | 24 | 26 | 30 | 35 | - |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 26 | 577 | 81 | 64 | 44 | 52 | 139 | 30 | - |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 39 | 24 | 44 | 16 | 15 | 27 | 78 | 42 | - |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,07 | mg/kgTS | 0,13 | 0,08 | 0,39 | 0,17 | 0,22 | 0,52 | 4,7 | 0,18 | - |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | 182 | 1030 | 312 | 129 | 134 | 267 | 9740 | 275 | - |
AnionenausderOriginalsubstanz
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | - | - | - | - | - | <1,0 | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanid,leichtfreisetzbar | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | - | - | - | - | - | <1,0 | - | - |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite25von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
OrganischeSummenparameterausderOriginalsubstanz
| EOX | AN/u | L8 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | <1,0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOX | FR | F5 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | <1,0 | <1,0 | n.u.4) | n.u.4) | <1,0 | n.u.4) | n.u.4) | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C22 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | <40 | <40 | <40 | <40 | <40 | <40 | <40 | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | <40 | 62 | 100 | <40 | 58 | 240 | 310 | <40 | - |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderOriginalsubstanz
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | ||
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
LHKWausderOriginalsubstanz
[Seite 251]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite26von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | <0,05 | - | - | - | - | - |
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | <0,05 | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | n.n.2) | - | - | - | - | - |
[Seite 252]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite27von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | ||
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
PAKausderOriginalsubstanz
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | <0,05 | 0,09 | n.n.2) | <0,05 | <0,05 | 0,09 | n.n.2) | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 0,07 | <0,05 | n.n.2) | <0,05 | 0,06 | <0,05 | n.n.2) | - |
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 0,10 | 0,08 | n.n.2) | <0,05 | 0,07 | 0,11 | n.n.2) | - |
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 0,10 | 0,08 | n.n.2) | <0,05 | 0,09 | 0,14 | n.n.2) | - |
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 1,2 | 1,5 | 0,26 | 0,40 | 0,91 | 0,81 | <0,05 | - |
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 0,28 | 0,26 | <0,05 | 0,09 | 0,20 | 0,16 | <0,05 | - |
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 2,9 | 3,2 | 0,61 | 0,81 | 1,9 | 1,6 | <0,05 | - |
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 2,1 | 2,4 | 0,49 | 0,60 | 1,4 | 1,3 | <0,05 | - |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 1,9 | 1,6 | 0,24 | 0,41 | 0,88 | 0,46 | n.n.2) | - |
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 1,5 | 1,4 | 0,20 | 0,34 | 0,69 | 0,44 | <0,05 | - |
[Seite 253]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite28von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | <0,05 | 2,9 | 2,1 | 0,33 | 0,49 | 0,98 | 0,62 | <0,05 | - |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 0,93 | 0,64 | 0,10 | 0,16 | 0,33 | 0,24 | <0,05 | - |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 1,7 | 1,1 | 0,20 | 0,33 | 0,68 | 0,43 | n.n.2) | - |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 1,5 | 0,68 | 0,10 | 0,24 | 0,41 | 0,28 | n.n.2) | - |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 0,32 | 0,17 | <0,05 | <0,05 | 0,10 | <0,05 | n.n.2) | - |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | n.n.2) | 1,4 | 0,66 | 0,13 | 0,26 | 0,41 | 0,30 | n.n.2) | - |
| Summe16PAKexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | (n.b.)3) | 18,9 | 16,0 | 2,66 | 4,13 | 9,11 | 6,98 | (n.b.)3) | - | ||
| Summe15PAKohne Naphthalin | FR | berechnet | mg/kgTS | (n.b.)3) | 18,9 | 15,9 | 2,66 | 4,13 | 9,11 | 6,89 | (n.b.)3) | - |
[Seite 254]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite29von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz
| PCB28 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB101 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB153 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB138 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB180 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe6ndl-PCBexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | - | - | ||
| Summe6DIN-PCBx5exkl. BG(LAGA) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | - | - | ||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | <0,01 | - | - | - | - | - | - | - |
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | (n.b.)3) | - | - | - | - | - | - | - |
PhenoleausderOriginalsubstanz Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 0,05 mg/kgTS - - - - - - - - -
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz
L8:DINISO HCH,gamma-(Lindan) FR F5 10382:2003-05;F5:DIN 0,1 mg/kgTS - - - - - - - - - ISO23646:2023-09
Kenngr.d.Eluatherst.f.org.,nicht-flücht.Par.nachDIN19529:2015-12 TrübungimEluatnachDIN FR F5 10 FNU 18 - - - - 14 - 15 - ENISO7027:2000-04
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite30von45
| Probenbezeichnung | EP36 | EP37 | EP38 | EP39 | EP40 | EP41 | EP42 | EP44 | 125153478 EP20EOX | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | ||||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 517450 | 005-10544- 517451 | 005-10544- 517452 | 005-10544- 517453 | 005-10544- 517454 | 005-10544- 517455 | 005-10544- 517456 | 005-10544- 517458 | ||||||
| Probennummer | 125153494 | 125153495 | 125153496 | 125153497 | 125153498 | 125153499 | 125153500 | 125153502 | 125157742 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Herbizideausdem2:1-SchütteleluatnachDIN19529:2015-12
| AMPA | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | <0,05 | - | - | - | - | <0,05 | - | <0,05 | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atrazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Bromacil | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Dimefuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Diuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Ethidimuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Flazasulfuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Flumioxazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,1 | µg/l | <0,1 | - | - | - | - | <0,1 | - | <0,1 | - |
| Glyphosat | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | <0,105) | - | - | - | - | <0,05 | - | <0,05 | - |
| Simazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
| Thiazafluron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | <0,025 | - | - | - | - | <0,025 | - | <0,025 | - |
[Seite 256]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite31von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe
Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN - - - - - - - - - (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4
Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
| Trockenmasse | AN/u | L8 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | 80,8 | 75,4 | 81,8 | 87,1 | 75,2 | 81,0 | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trockenmasse | FR | F5 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
ElementeausdemKönigswasseraufschluss
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,8 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 2 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,2 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,07 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
AnionenausderOriginalsubstanz
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanid,leichtfreisetzbar | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 257]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite32von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
OrganischeSummenparameterausderOriginalsubstanz
| EOX | AN/u | L8 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | <1,0 | 8,8 | <1,0 | <1,0 | <1,0 | <1,0 | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOX | FR | F5 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C22 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderOriginalsubstanz
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | 0,06 | <0,05 | n.n.2) |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | 0,10 | 0,17 | 0,12 |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | <0,05 | <0,05 | n.n.2) |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | 0,13 | <0,05 | <0,05 |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | <0,05 | n.n.2) | n.n.2) |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | 0,29 | 0,17 | 0,12 |
LHKWausderOriginalsubstanz
[Seite 258]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite33von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 259]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite34von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgOS | - | - | - | - | - | - | (n.b.)3) | (n.b.)3) | (n.b.)3) |
PAKausderOriginalsubstanz
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 260]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite35von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||||||||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe16PAKexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| Summe15PAKohne Naphthalin | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 261]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite36von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz
| PCB28 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB101 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB153 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB138 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| PCB180 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Summe6ndl-PCBexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| Summe6DIN-PCBx5exkl. BG(LAGA) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - | ||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
PhenoleausderOriginalsubstanz Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 0,05 mg/kgTS - - - - - - - - -
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz
L8:DINISO HCH,gamma-(Lindan) FR F5 10382:2003-05;F5:DIN 0,1 mg/kgTS - - - - - - - - - ISO23646:2023-09
Kenngr.d.Eluatherst.f.org.,nicht-flücht.Par.nachDIN19529:2015-12 TrübungimEluatnachDIN FR F5 10 FNU - - - - - - - - - ENISO7027:2000-04
[Seite 262]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite37von45
| Probenbezeichnung | 125153483 EP25EOX | 125153485 EP27EOX | 125153497 EP39EOX | 125153498 EP40EOX | 125153500 EP42EOX | 125153502 EP44EOX | EP11(NA) | EP21(NA) | EP26(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 22.08.2025 | 25.08.2025 | 22.08.2025 | |||||||||||
| EOLProbennummer | ||||||||||||||
| Probennummer | 125157743 | 125157744 | 125157745 | 125157746 | 125157747 | 125157748 | 125162023 | 125162024 | 125162025 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Herbizideausdem2:1-SchütteleluatnachDIN19529:2015-12
| AMPA | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atrazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Bromacil | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Dimefuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Diuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Ethidimuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Flazasulfuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Flumioxazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,1 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Glyphosat | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Simazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Thiazafluron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
[Seite 263]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite38von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
ProbenvorbereitungFeststoffe
Königswasseraufschluss L8:DINEN FR F5 13657:2003-01;F5:DIN - - - (angewandteMethode) ENISO54321:2021-4
Physikalisch-chemischeKenngrößenausderOriginalsubstanz
| Trockenmasse | AN/u | L8 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Trockenmasse | FR | F5 | L8:DINEN 14346:2007-03A;F5:DIN EN15934:2012-11A | 0,1 | Ma.-% | - | - | - |
ElementeausdemKönigswasseraufschluss
| Arsen(As) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,8 | mg/kgTS | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 2 | mg/kgTS | - | - | - |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,2 | mg/kgTS | - | - | - |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 0,07 | mg/kgTS | - | - | - |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINEN16171:2017-01 | 1 | mg/kgTS | - | - | - |
AnionenausderOriginalsubstanz
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanid,leichtfreisetzbar | FR | F5 | DINISO17380:2013-10 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - |
[Seite 264]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite39von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
OrganischeSummenparameterausderOriginalsubstanz
| EOX | AN/u | L8 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EOX | FR | F5 | DIN38414-17(S17): 2017-01 | 1,0 | mg/kgTS | - | - | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C22 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | - | - | - |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINEN14039: 2005-01/LAGAKW/04: 2019-09 | 40 | mg/kgTS | - | - | - |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderOriginalsubstanz
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Benzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | <0,05 | 0,14 | <0,05 |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Toluol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | 0,18 | 1,1 | 0,35 |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | <0,05 |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | <0,05 | 0,11 | 0,06 |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| o-Xylol | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | ||
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/kgOS | 0,18 | 1,4 | 0,41 |
LHKWausderOriginalsubstanz
[Seite 265]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite40von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Dichlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Trichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
[Seite 266]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite41von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DINENISO22155: 2016-07 | 0,05 | mg/kgOS | n.n.2) | n.n.2) | n.n.2) |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | ||
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/kgOS | (n.b.)3) | (n.b.)3) | (n.b.)3) |
PAKausderOriginalsubstanz
| Naphthalin | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Acenaphthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Fluoren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Phenanthren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Chrysen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
[Seite 267]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite42von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit | |||
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | L8:DINISO18287: 2006-05;F5:DINEN 17503:2022-08 | 0,05 | mg/kgTS | - | - | - |
| Summe16PAKexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | ||
| Summe15PAKohne Naphthalin | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - |
[Seite 268]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite43von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
PCBausderOriginalsubstanz
| PCB28 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PCB52 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
| PCB101 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
| PCB153 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
| PCB138 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
| PCB180 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
| Summe6ndl-PCBexkl.BG | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | ||
| Summe6DIN-PCBx5exkl. BG(LAGA) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - | ||
| PCB118 | FR | F5 | DINEN15308:2016-12 | 0,01 | mg/kgTS | - | - | - |
| SummePCB(7) | FR | berechnet | mg/kgTS | - | - | - |
PhenoleausderOriginalsubstanz Pentachlorphenol(PCP) FR F5 DINISO14154:2005-12 0,05 mg/kgTS - - -
OrganochlorpestizideausderOriginalsubstanz
L8:DINISO HCH,gamma-(Lindan) FR F5 10382:2003-05;F5:DIN 0,1 mg/kgTS - - - ISO23646:2023-09
Kenngr.d.Eluatherst.f.org.,nicht-flücht.Par.nachDIN19529:2015-12 TrübungimEluatnachDIN FR F5 10 FNU - - - ENISO7027:2000-04
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite44von45
| Probenbezeichnung | EP28(NA) | EP30(NA) | EP43(NA) | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 25.08.2025 | 22.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | ||||||||
| Probennummer | 125162026 | 125162027 | 125162041 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Herbizideausdem2:1-SchütteleluatnachDIN19529:2015-12
| AMPA | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Atrazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Bromacil | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Dimefuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Diuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Ethidimuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Flazasulfuron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Flumioxazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,1 | µg/l | - | - | - |
| Glyphosat | AN/f | L8 | DINISO16308(F45): 2017-09 | 0,05 | µg/l | - | - | - |
| Simazin | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
| Thiazafluron | AN/f | L8 | DIN38407-36(F36): 2014-09 | 0,025 | µg/l | - | - | - |
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-063450-02 Seite45von45
Erläuterungen BG-Bestimmungsgrenze Lab.-KürzeldesdurchführendenLabors Akkr.-AkkreditierungskürzeldesPrüflabors
KommentarezuErgebnissen
- DieGleichwertigkeitzuDINEN13657:2003-01istnachgewiesen.DINENISO54321:2021-04wirdalsReferenzverfahreninderMethodensammlungFBU/LAGAVersion2.0Stand15.06.2021ausdrücklich empfohlen.ZurGleichwertigkeitvonAufschlussverfahrensiehefürEBV:FAQdesLfUBayern;fürBBodSchV:§24.11.
- nichtnachweisbar
- nichtberechenbar
- nichtuntersucht
- DieBestimmungsgrenzemussteaufgrundvonMatrixeffektenerhöhtwerden. DieBestimmungsgrenzemusstelaborseitigerhöhtwerden.
DiemitANgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltWestGmbH(Vorgebirgsstrasse20,Wesseling)analysiert.DieBestimmungdermitL8gekennzeichnetenParameteristnachDINEN ISO/IEC17025:2018DAkkSD-PL-14078-01-00akkreditiert. DiemitFRgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltOstGmbH(Lindenstraße11,GewerbegebietFreibergOst,Bobritzsch-Hilbersdorf)analysiert.DieBestimmungdermitF5gekennzeichneten ParameteristnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkSD-PL-14081-01-00akkreditiert.
/u-DieAnalysedesParameterserfolgteinUntervergabe.
/f-DieAnalysedesParameterserfolgteinFremdvergabe.
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-057399-02 Seite1von5
EurofinsUmweltOstGmbH-Lindenstraße11-GewerbegebietFreibergOst- 09627Bobritzsch-Hilbersdorf
Dr.SpangIngenieurgesellschaftfürBauwesen, GeologieundUmwelttechnikmbH Rosi-Wolfstein-Straße6 58453Witten
DieserPrüfberichtersetztdenPrüfberichtNr.AR-25-FR-057399-01vom25.09.2025aufgrundvonÄnderungderMessergebnisse. Titel: PrüfberichtzuAuftrag12540289 EOLAuftragsnummer: 006-10544-132768 Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-057399-02
Auftragsbezeichnung: P7577,ALVFAA0233AS3291
AnzahlProben: 2 Probenart: Grundwasser Probenahmedatum: 28.08.2025 Probenehmer: keineAngabe,Probe(n)wurde(n)andasLaborausgehändigt
Probeneingangsdatum: 16.09.2025 Prüfzeitraum: 16.09.2025-02.10.2025
DiePrüfergebnissebeziehensichausschließlichaufdieuntersuchtenPrüfgegenständeimAnlieferungszustand.BeiVerwendungvon Probenbehältnissen,ProbenträgernundNährmedien,dievomAuftraggeberbeschafftund/odergelagertwurden,kanneinEinflussaufdie Messergebnissenichtausgeschlossenwerden.SoferndieProbenahmenichtdurchunserLaboroderinunseremAuftragerfolgte,wirdhierfür keineGewährübernommen.DiesgiltauchfürBerechnungsergebnisse,dieaufDatendesAuftraggebersberuhen.Angabenzu Probenbezeichnung,Probenahmedatum,ProbenartundProbeninformationenwerdenvomAuftraggeberübernommen.DieserPrüfberichtenthält einequalifizierteelektronischeSignaturunddarfnurvollständigundunverändertweiterverbreitetwerden.AuszügeoderÄnderungenbedürfenin jedemEinzelfallderGenehmigungderEurofinsUmweltOstGmbH.
EsgeltendieAllgemeinenVerkaufsbedingungen(AVB),sofernnichtandereRegelungenvereinbartsind.DieaktuellenAVBkönnenSieunter http://www.eurofins.de/umwelt/avb.aspxeinsehen.
DasbeauftragtePrüflaboratoriumistdurchdieDAkkSnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkSakkreditiert.DieAkkreditierunggiltnurfürdenin derUrkundenanlage(D-PL-14081-01-00)aufgeführtenUmfang.
Anhänge: XML_Export_AR-25-FR-057399-02.xml
EurofinsUmweltOstGmbH Tel. +4937312076500 GF:Dr.ChristopherFry,AxelUlbricht Bankverbindung:UniCreditBankGmbH Lindenstraße11 Fax +4937312076555 ChemnitzHRB36883 BLZ20730017 GewerbegebietFreibergOst umwelt-freiberg@etdach.eurofins.com USt.-ID.Nr.DE151281997 Kto7000000550 09627Bobritzsch-Hilbersdorf www.eurofins.de/umwelt IBANDE07207300177000000550 BIC/SWIFTHYVEDEMME17
[Seite 272]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-057399-02 Seite2von5
TimBauer Digitalsigniert,{0{2S.I1G0N.2A0T2U5RE_DATE}} Prüfleitung {T{iSmIG BNaAueTrURE_BY}} {P{rSüIfGleNitAunTgURE_TITLE}} +4935188844686
EurofinsUmweltOstGmbH Tel. +4937312076500 GF:Dr.ChristopherFry,AxelUlbricht Bankverbindung:UniCreditBankGmbH Lindenstraße11 Fax +4937312076555 ChemnitzHRB36883 BLZ20730017 GewerbegebietFreibergOst umwelt-freiberg@etdach.eurofins.com USt.-ID.Nr.DE151281997 Kto7000000550 09627Bobritzsch-Hilbersdorf www.eurofins.de/umwelt IBANDE07207300177000000550 BIC/SWIFTHYVEDEMME17
[Seite 273]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-057399-02 Seite3von5
| Probenbezeichnung | BS4/GWM 1 | BS11/ GWM2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 28.08.2025 | 28.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 505331 | 005-10544- 505334 | |||||
| Probennummer | 125141470 | 125141471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
Anionen
| Cyanide,gesamt | FR | F5 | DINENISO14403-2: 2012-10 | 0,005 | mg/l | 0,10 | 0,33 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Cyanidleichtfreisetzbar/ Cyanidfrei | FR | F5 | DINENISO14403-2: 2012-10 | 0,005 | mg/l | <0,005 | <0,005 |
ElementeausderOriginalprobe
| Arsen(As) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,001 | mg/l | 0,024 | 0,056 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Blei(Pb) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,001 | mg/l | <0,001 | 0,950 |
| Cadmium(Cd) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,0002 | mg/l | <0,0002 | 0,0428 |
| Chrom(Cr) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,001 | mg/l | <0,001 | 0,027 |
| Kupfer(Cu) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,001 | mg/l | <0,001 | 0,123 |
| Nickel(Ni) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,001 | mg/l | 0,013 | 0,059 |
| Quecksilber(Hg) | FR | F5 | DINENISO12846(E12): 2012-08 | 0,0001 | mg/l | <0,0001 | <0,0001 |
| Thallium(Tl) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,0002 | mg/l | <0,0002 | 0,0005 |
| Zink(Zn) | FR | F5 | DINENISO17294-2 (E29):2017-01 | 0,002 | mg/l | 0,016 | 4,98 |
OrganischeSummenparameter
| KWgesamtC5-C10 (Benzinfraktion) | AN/f | L8 | HausmethodenachBAFU (GCMS) | 100 | µg/l | <100 | <100 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KohlenwasserstoffeC10-C21 | FR | F5 | DINENISO9377-2 (H53):2001-07 | 0,10 | mg/l | <0,10 | <0,10 |
| KohlenwasserstoffeC21-C40 | FR | F5 | DINENISO9377-2 (H53):2001-07 | 0,10 | mg/l | <0,10 | 0,50 |
| KohlenwasserstoffeC10-C40 | FR | F5 | DINENISO9377-2 (H53):2001-07 | 0,10 | mg/l | <0,10 | 0,50 |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffe
| Benzol | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 0,5 | µg/l | <0,5 | <0,5 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Toluol | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| Ethylbenzol | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | 1,1 |
| o-Xylol | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| SummeBTEX | FR | berechnet | µg/l | (n.b.)1) | 1,1 |
[Seite 274]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-057399-02 Seite4von5
| Probenbezeichnung | BS4/GWM 1 | BS11/ GWM2 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 28.08.2025 | 28.08.2025 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 505331 | 005-10544- 505334 | |||||
| Probennummer | 125141470 | 125141471 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
LHKW
| Dichlormethan | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 0,5 | µg/l | <0,5 | <0,5 |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 0,5 | µg/l | <0,5 | <0,5 |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 0,5 | µg/l | <0,5 | <0,5 |
| Trichlorethen | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 0,5 | µg/l | <0,5 | <0,5 |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 0,5 | µg/l | <0,5 | <0,5 |
| SummeTrichlorethen, Tetrachlorethen | FR | berechnet | µg/l | (n.b.)1) | (n.b.)1) | ||
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | DIN38407-43(F43): 2014-10 | 1,0 | µg/l | <1,0 | <1,0 |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | µg/l | (n.b.)1) | (n.b.)1) |
PAK
| Naphthalin | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,05 | µg/l | 0,28 | 0,17 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Acenaphthylen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,05 | µg/l | <0,05 | 0,07 |
| Acenaphthen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,05 | µg/l | 0,08 | 0,09 |
| Fluoren | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,05 | µg/l | 0,12 | 0,15 |
| Phenanthren | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,05 | µg/l | 0,55 | 0,81 |
| Anthracen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,11 | 0,17 |
| Fluoranthen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,76 | 1,2 |
| Pyren | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,67 | 1,0 |
| Benzo[a]anthracen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,32 | 0,51 |
| Chrysen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,27 | 0,41 |
| Benzo[b]fluoranthen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,47 | 0,69 |
| Benzo[k]fluoranthen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,18 | 0,25 |
| Benzo[a]pyren | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,29 | 0,47 |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,13 | 0,20 |
| Dibenzo[a,h]anthracen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,03 | 0,04 |
| Benzo[ghi]perylen | FR | F5 | DIN38407-39(F39): 2011-09 | 0,01 | µg/l | 0,15 | 0,22 |
| Summe16EPA-PAKexkl. BG | FR | berechnet | µg/l | 4,41 | 6,45 | ||
| Summe15PAKohne Naphthalinexkl.BG | FR | berechnet | µg/l | 4,13 | 6,28 |
[Seite 275]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-057399-02 Seite5von5
Erläuterungen BG-Bestimmungsgrenze Lab.-KürzeldesdurchführendenLabors Akkr.-AkkreditierungskürzeldesPrüflabors
KommentarezuErgebnissen
- nichtberechenbar
DiemitANgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltWestGmbH(Vorgebirgsstrasse20,Wesseling)analysiert.Die BestimmungdermitL8gekennzeichnetenParameteristnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkSD-PL-14078-01-00akkreditiert. DiemitFRgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltOstGmbH(Lindenstraße11,GewerbegebietFreibergOst, Bobritzsch-Hilbersdorf)analysiert.DieBestimmungdermitF5gekennzeichnetenParameteristnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkS D-PL-14081-01-00akkreditiert.
/f-DieAnalysedesParameterserfolgteinFremdvergabe.
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Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-051487-02 Seite1von5
EurofinsUmweltOstGmbH-Lindenstraße11-GewerbegebietFreibergOst- 09627Bobritzsch-Hilbersdorf
Dr.SpangIngenieurgesellschaftfürBauwesen, GeologieundUmwelttechnikmbH Rosi-Wolfstein-Straße6 58453Witten
DieserPrüfberichtersetztdenPrüfberichtNr.AR-25-FR-051487-01vom28.08.2025aufgrundvonÄnderungenderAuftrags-und/oderder Probenbezeichnung(en). Titel: PrüfberichtzuAuftrag12536851 EOLAuftragsnummer: 006-10544-128527 Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-051487-02
Auftragsbezeichnung: P7577,ALFVAA0223AS3291
AnzahlProben: 8 Probenart: Bodenluft Probenahmedatum: 21.08.2025,19.08.2025 Probenehmer: keineAngabe,Probe(n)wurde(n)andasLaborausgehändigt
Probeneingangsdatum: 26.08.2025 Prüfzeitraum: 26.08.2025-28.08.2025
DiePrüfergebnissebeziehensichausschließlichaufdieuntersuchtenPrüfgegenständeimAnlieferungszustand.BeiVerwendungvon Probenbehältnissen,ProbenträgernundNährmedien,dievomAuftraggeberbeschafftund/odergelagertwurden,kanneinEinflussaufdie Messergebnissenichtausgeschlossenwerden.SoferndieProbenahmenichtdurchunserLaboroderinunseremAuftragerfolgte,wirdhierfür keineGewährübernommen.DiesgiltauchfürBerechnungsergebnisse,dieaufDatendesAuftraggebersberuhen.Angabenzu Probenbezeichnung,Probenahmedatum,ProbenartundProbeninformationenwerdenvomAuftraggeberübernommen.DieserPrüfberichtenthält einequalifizierteelektronischeSignaturunddarfnurvollständigundunverändertweiterverbreitetwerden.AuszügeoderÄnderungenbedürfenin jedemEinzelfallderGenehmigungderEurofinsUmweltOstGmbH.
EsgeltendieAllgemeinenVerkaufsbedingungen(AVB),sofernnichtandereRegelungenvereinbartsind.DieaktuellenAVBkönnenSieunter http://www.eurofins.de/umwelt/avb.aspxeinsehen.
DasbeauftragtePrüflaboratoriumistdurchdieDAkkSnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkSakkreditiert.DieAkkreditierunggiltnurfürdenin derUrkundenanlage(D-PL-14081-01-00)aufgeführtenUmfang.
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EurofinsUmweltOstGmbH Tel. +4937312076500 GF:Dr.ChristopherFry,AxelUlbricht Bankverbindung:UniCreditBankGmbH Lindenstraße11 Fax +4937312076555 ChemnitzHRB36883 BLZ20730017 GewerbegebietFreibergOst umwelt-freiberg@etdach.eurofins.com USt.-ID.Nr.DE151281997 Kto7000000550 09627Bobritzsch-Hilbersdorf www.eurofins.de/umwelt IBANDE07207300177000000550 BIC/SWIFTHYVEDEMME17
[Seite 277]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-051487-02 Seite2von5
TimBauer Digitalsigniert,{1{3S.I1G0N.2A0T2U5RE_DATE}} Prüfleitung {T{iSmIG BNaAueTrURE_BY}} {P{rSüIfGleNitAunTgURE_TITLE}} +4935188844686
EurofinsUmweltOstGmbH Tel. +4937312076500 GF:Dr.ChristopherFry,AxelUlbricht Bankverbindung:UniCreditBankGmbH Lindenstraße11 Fax +4937312076555 ChemnitzHRB36883 BLZ20730017 GewerbegebietFreibergOst umwelt-freiberg@etdach.eurofins.com USt.-ID.Nr.DE151281997 Kto7000000550 09627Bobritzsch-Hilbersdorf www.eurofins.de/umwelt IBANDE07207300177000000550 BIC/SWIFTHYVEDEMME17
[Seite 278]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-051487-02 Seite3von5
| Probenbezeichnung | BS/BL1 | BS/BL2 | BS/BL3 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 19.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| Anreicherungsvolumen [l] | 5 | 5 | 5 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 490214 | 005-10544- 490215 | 005-10544- 490216 | |||||
| Probennummer | 125128764 | 125128765 | 125128766 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderAktivkohle-Anreicherung
| Benzol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Toluol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Ethylbenzol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| o-Xylol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/m³ | (n.b.)1) | (n.b.)1) | (n.b.)1) |
LHKWausderAktivkohle-Anreicherung
| Dichlormethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Trichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/m³ | (n.b.)1) | (n.b.)1) | (n.b.)1) |
[Seite 279]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-051487-02 Seite4von5
| Probenbezeichnung | BS/BL5 | BS/BL6 | BS/BL9A | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| Anreicherungsvolumen [l] | 5 | 5 | 5 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 490217 | 005-10544- 490218 | 005-10544- 490219 | |||||
| Probennummer | 125128767 | 125128768 | 125128769 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderAktivkohle-Anreicherung
| Benzol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Toluol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Ethylbenzol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| o-Xylol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/m³ | (n.b.)1) | (n.b.)1) | (n.b.)1) |
LHKWausderAktivkohle-Anreicherung
| Dichlormethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Trichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 | <0,40 |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/m³ | (n.b.)1) | (n.b.)1) | (n.b.)1) |
[Seite 280]
Prüfberichtsnummer: AR-25-FR-051487-02 Seite5von5
| Probenbezeichnung | BS/BL10 | BS/BL12 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Probenahmedatum/-zeit | 21.08.2025 | 21.08.2025 | |||||
| Anreicherungsvolumen [l] | 5 | 5 | |||||
| EOLProbennummer | 005-10544- 490220 | 005-10544- 490221 | |||||
| Probennummer | 125128770 | 125128771 | |||||
| Parameter | Lab. | Akkr. | Methode | BG | Einheit |
BTEXundaromatischeKohlenwasserstoffeausderAktivkohle-Anreicherung
| Benzol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Toluol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | 0,54 |
| Ethylbenzol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| m-/-p-Xylol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| o-Xylol | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| SummeBTEX | FR | berechnet | mg/m³ | (n.b.)1) | 0,54 |
LHKWausderAktivkohle-Anreicherung
| Dichlormethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| trans-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| cis-1,2-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| Chloroform(Trichlormethan) | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| 1,1,1-Trichlorethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| Tetrachlormethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| Trichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| Tetrachlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| 1,1-Dichlorethen | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| 1,2-Dichlorethan | FR | F5 | VDI3865Blatt3:1998-06 | 0,40 | mg/m³ | <0,40 | <0,40 |
| SummeLHKW(10 Parameter) | FR | berechnet | mg/m³ | (n.b.)1) | (n.b.)1) |
Erläuterungen BG-Bestimmungsgrenze Lab.-KürzeldesdurchführendenLabors Akkr.-AkkreditierungskürzeldesPrüflabors
KommentarezuErgebnissen
- nichtberechenbar
DiemitFRgekennzeichnetenParameterwurdenvonderEurofinsUmweltOstGmbH(Lindenstraße11,GewerbegebietFreibergOst, Bobritzsch-Hilbersdorf)analysiert.DieBestimmungdermitF5gekennzeichnetenParameteristnachDINENISO/IEC17025:2018DAkkS D-PL-14081-01-00akkreditiert. DasAnreicherungsvolumen[l]wurdevomProbenehmerübermittelt.