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Erläuterungen zur Ausschreibung Hauptuntersuchung der Fahrwerke Combino – Triebwagen (nur für Combino Meterspur Fahrwerke)
Die Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH verfügt über Straßenbahnfahrzeuge des Typs Combino (Meterspur Fahrwerke). Die Fahrzeuge der Straßenbahnflotte müssen turnusmäßig einer Hauptuntersuchung unterzogen werden. Grundlage dafür ist die BO Strab und dort der § 57 Punkt 11, der besagt: „Die Instandhaltung der Betriebsanlagen und Fahrzeuge umfasst Wartung, Inspektion und Instandsetzungen, die sich mindestens auf die Teile erstrecken, deren Zustand die Betriebssicherheit beeinflussen kann. Art und Umfang der Wartung und der Inspektionen haben sich nach Bauart und Belastung der Betriebsanlagen und der Fahrzeuge zu richten. Inspektionen sind planmäßig wiederkehrend und innerhalb folgender Fristen durchzuführen – (Pkt.11) Fahrzeuge, je nach Zurücklegung von 500.000 km, spätestens jedoch nach 8 Jahren.“
Im Zuge der Hauptuntersuchung der Fahrwerke unserer Combino-Triebwagen müssen folgende Arbeiten ausgeführt werden:
- Transportorganisation und Anlieferung der Fahrwerke entsprechend der HU- Termine vom Betriebshof des Auftraggebers (AG) zum Auftragnehmer (AN) durch den AN
- Eingangskontrolle und Reinigung der Fahrwerke beim AN
- Demontage der Hauptbaugruppen ( Motor, Getriebe, Portalachsen, Schienenbremsen, Fahrwerksrahmen ), der Hydraulik und der Elektrik
- Entlacken und Rißprüfung der Fahrwerksrahmen in vollständig demontiertem Zustand
- Inspektions-, Überholungs- und Instandsetzungsarbeiten entsprechend Lastenheft und Befundung
- Aufarbeitung Portalachsen entsprechend Befundung, Aufarbeiten der Lagersitze /Lager mittels Aufspritzverfahren ( Metallspritzverfahren )
- Farbgebung der Fahrwerksrahmen, Baugruppen und Anbauteilen mittels Lack mit DB-Zulassung
- Komplette Remontage der Fahrwerke inklusive Kabelverlegung und Rohrverlegung
- Endprüfung mit Druckprüfung und Radlastprüfung des gesamten Fahrwerkes
- Endabnahme der Fahrwerke beim AN durch den AG mit Übergabe der Zertifikate, Prüfzeugnisse, Zeugnisse und Dokumentationen. Unterzeichnung Abnahmeprotokoll
- Transportorganisation u. Rückführung der kompletten Fahrwerkseinheiten durch den AN zum Betriebshof des AG
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Ausführungsumfang
Der Auftrag für die ausgeschriebenen Leistungen (HU von einer Straßenbahn) soll in dem Zeitraum vom 14.12.2026 bis 26.02.2027 ausgeführt werden.
Es können folgende Unterlagen dem AN zur Verfügung gestellt werden:
➔ Bedien- und Wartungshandbuch
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Hauptuntersuchung Combino Fahrwerke
Nur für Combino Meterspur Fahrwerke
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Hauptuntersuchung Combino Fahrwerke
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Alle Revisionsarbeiten und auszuführenden Tätigkeiten sind grundsätzlich in der Wartungsdokumentation, beschrieben.
Alle Baugruppen müssen vollständig vom Drehgestellrahmen demontiert werden, damit eine Oberflächenrissprüfung und Messtechnische Prüfung des Rahmens und der Portalachse möglich ist.
Demontage folgender Baugruppen vom Fahrwerk
1.) Demontieren der Abhebesicherungen des Radsatzes 2.) Demontage der Motorstützlager 3.) Demontieren der Motor-Getriebeeinheit, Radsatz und Schienenbremse vom Rahmen 4.) Demontieren der Motor-Getriebe-Einheit vom Radsatz 5.) Demontieren der Schienenbremshalter inkl. Magnetschienenbremse und Aufhängung vom Radsatz 6.) Demontieren der Baugruppen Spurkranzschmierung, Rohrverlegung und Kabelverlegung vom Rahmen
01.01 Triebfahrwerkrahmen
- Vollständige Reinigung des Rahmens (Auszusparende Bereiche siehe Skizze TFW) Sichtprüfung auf Beschädigungen
zu Punkt 2.-3. Es werden nicht alle Fahrwerke zu 100% geprüft. (1. Satz FW 100%; dann bei Rissfreiheit: 2. Satz 50% und weitere Reduzierung auf 10%; bei Feststellung von Rissen: Rückkehr zu 100%-Prüfung 4. Farbausbesserung Lack: Tiefschwarz seidenglänzend 2-K-Lack mit DB- Zulassung
01.02 Primärfederung
- Herausnehmen der Primär-federn aus dem Rahmen
- Reinigung der Primärfederaufnahme im Rahmen von Rost und sonstigen Verunreinigungen (Es darf die Passung nicht beschädigt werden)
- Einbau neuer Primär-federn in dem Rahmen (Dichtungspaste; Epple 32 (Dichtstoff) für Variante 1, Stucarit 309 (Dichtgel) für Variante 2, Tectyl 506 (Öl-Wachs) Karosserieschutzmittel und die Montagepaste Starburags NBU 30 PTM ). Übrige Beilagen wieder zum Auftraggeber zurück.
- Nach erfolgter Endmontage des gesamten Fahrwerkes muss eine Radlastprüfung (auf Druckmessstand) erfolgen. Abweichung aller 4 Räder insgesamt darf maximal 3% betragen, sonst Problem lokalisieren und bereinigen.
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01.03 Sekundärfederung
- Ausbau der gesamten Einheit Sekundär-feder und Sekundärfederfestanschlag
- Zerlegen der Baugruppe Sekundärfeder bis auf die kleinste Einheit
- Reinigung der gesamten Einzelteile der Sekundär-feder
- Besonders: Reinigung der Aufnahme der Sekundärfeder beim Rahmen
- Kontrolle und eventueller Austausch aller Einzelteile
- Zusammenbau der Baugruppe Sekundärfeder (Austausch aller Schraubenverbindungen)
Wichtig: Wagenkastenseitig: Austausch aller Gummi-Metall Teile und Einstellung der Sekundärfederung unter dem Druckmessstand. Simulation des Wagenkastengewichtes leer. Einstellen (dokumentieren) mit speziellen Beilagen für die Sekundärfederung
Übrige Beilagen wieder zum Auftraggeber zurück!
01.04 Schwingungsdämpfung
- Ausbau der Schwingungsdämpfer aus den Fahrwerken
- Austausch aller Gummiteile
- Überprüfung auf Dichtheit und eine Prüfung der Dämpferkennlinie auf einem Prüfstand Bei 25% Abweichung der Kennlinie Austausch des Dämpfers) Punkt 2 und 3 können bei einem neuen Schwingungsdämpfer entfallen
- Einbau des Dämpfers in das Drehgestell mit Prüfplakette (alle Schraubenverbindungen müssen erneuert werden)
01.05 Querpuffer (wird durch Verkehrsbetriebe erledigt)
1.) Ausbau der Querpuffer am Wagenkasten 2.) Reinigen der Anschraubfläche am Wagenkasten 3.) Montage neuer Querpuffer (Austausch der Querpuffer und Schraubenverbindungen) 4.) Nach Aufsetzen des Wagenkastens auf das Fahrwerk Kontrolle der Einstellmaße des Querpuffers zum Drehgestell und eventuell mit Beilagen ausgleichen (Siehe Wagenkasten Einstell-Protokoll)
01.06 Lenker (wird durch Verkehrsbetriebe erledigt)
- Ausbau der beiden Längslenker
- Austausch der Gummibuchsen und Nullringe beim Lenker (bei fehlenden Gummiringen, sind diese zu ersetzen.
- Anbau des Lenkers (Austausch der Schraubenverbindungen)
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02 Rahmen
Demontage aller Anbauteile am Rahmen gegebenfalls Instandsetzung der Schadstellen am Rahmen. –Farbausbesserung-
Überprüfung der Abhebesicherung, ggf. Erneuerung der Abhebesicherung.
Siehe Abbildung 2: Aufbau des Triebfahrwerks (schematisch)
03 Trieb und Laufradlosradachsen
03.01 Trieb Losradachse
a.) Ausbau der Portalachse vom Fahrwerk b.) Vollständige Demontage aller Einzelkomponenten der Portalachse
1.) Demontage der radseitigen Keilpaketkupplung mit Radsatzhohlwelle 2.) Demontage Erdungskontakt 3.) Demontage Schallabsorber 4.) Demontage der Erdungsbänder (Strombrücken) 5.) Demontage des Radreifens von der Radfelge 6.) Demontage der Radfelge 7.) Demontage der Radsatzlager 8.) Demontage der Labyrinthringe (Innenseite Felge)
c.) Kontrolle der Portalachse
1.) Kontrolle aller Passungen am Achsstummel 2.) Kontrolle der Achsstummel auf Rauhigkeit 3.) Lackieren der Portalachse –Farbausbesserung- 4.) Bei Nichtmaßhaltigkeit des Lagersitzes erfolgt Instandsetzung des Lagersitzes und des Lagerdeckels sowie Aufspritzen/ Bearbeiten des Lageraußenringes (Wiederherstellen des Lagersitzes durch Metallspritzen oder aufbohren und verbauen von Übermaßlagern) 5.) Wiederherstellen der Lamellenringsitze im Radkörper (Wiederherstellen des Passmaßes durch Metallspritzen)
d.) Kontrolle der Radsatzhohlwelle
1.) Reinigung der Radsatzhohlwelle 2.) Kontrolle der Radsatzhohlwelle (bei Verzahnungsschäden, Gewinde, Risse ggf.: erneuern)
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e.) Kontrolle der Strombrücken
1.) Kontrolle aller Strombrücken. Bei Beschädigung einiger Stromlitzen Austausch der Strombrücke 2.) Montage der Strombrücken (neue Schrauben)
f.) Komplette Überholung der Erdungskontakte
Erdungskontakt ausbauen, reinigen und prüfen
Schleifkohlenwechsel
Prüfen der Rollband-Federn
Prüfen des Schleifkörpers, Bürstenhalters
g.) Revision der Radsatzlager
I Achszapfen 2 Kegelrollenlager 3 Distanzbuchse 4 Kegelrollenlager 5 Radnabe 6 Sicherungsschraube 7 Schraubstopfen 8 Lamellenringe 9 Labyrinthring 10 Dichtungsring
1.) Demontage der Radsatzlager vom Radfelge (Spezialwerkzeug) 2.) Reinigen der Radsatzlager 3.) Kontrolle der Radlager eventuell Austausch der Radlager 4.) Kontrolle der Radlagersitze 5.) Einfetten der Radlager 5.) Montage der Radsatzlager 6.) Bei neuen Radlagern muss der Distanzring erneuert und angepasst werden
Zu 4.) evtl. Lagersitz überarbeiten
Zu 5. ) zu verwendendes Fett ; Mobilith SHC 220 (Fett)
Zu 3.) 3.1 .) optional den Tausch aller Radlager anbieten
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h.) Kontrolle Radreifen Radfelge
1 .) Demontage der Stiftschrauben in der Radfelge und Radstehbolzen erneuern 2 Reinigen der Gewinde in der Radfelge 3 Saubere Reinigung des Radreifens und Radfelge 4 Erneuerung der Radreifen 5 Kontrolle der Radfelgen 6 Lackierung Radreifen und Radfelge auf der Auflager-fläche des Gummiteiles laut Radsatzhersteller (75-125 um) 7 Lackieren der Radfelge nach Lackspezifikation Radsatz
h.) Zusammenbau des Radsatzes
1.) Einbau neuer Lamellenringe in Radfelge 2.) Montage Radfelge 3.) Montage Erdungskontakt 4.) Montage Radreifen (neues Gummielement, neue Schrauben) -Neue Radreifen,Gummiringe,Stehbolzen werden bereitgestellt- 5.) Montage Erdungsbänder (neue Schrauben) 6.) Montage Schallabsorber 7.) Monatage Keilpaketkupplung mit Radsatzhohlwelle 8.) Kontrolle Übergangwiderstand Radreifen Radfelge 9.) Kontrolle Rundlauf- und Planlauf der Radreifen 10.) Ausbesserungsarbeiten der Lackstellen 11.) Lackieren von korrosionsbedingten Stellen bzw. 12.) Korrosionsschutzmittel auftragen auf blanken Metallstellen
= nicht mit Hochdruckreiniger direkt ansprühen!
Zu 9. ) Planwert ; 0 - 0,5 mm Zu 12. ) Dinitrol 112 Karosserieschutzmitte
Radreifen und Gummiringe müssen zugelassen sein und sind mit Zertifikat zu liefern.
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03.02 Lauf Impulsgeber
Reinigung und Kontrolle vom Kabel des Impulsgebers
04 Antriebseinheit
1.) Im Zuge des Zerlegens des Drehgestelles wird die Motor- Getriebeeinheit vom Fahrwerk Demontiert
04.01 Fahrmotor
Die Fahrmotoren sind von der Getriebeeinheit zu trennen und Instandzusetzen.
Leistungsumfang: Demontage und Reinigung Nachimprägnierung mit Tränkharz W-Ki +200 (Siliconharz) Wuchtendes Läufers Güteklasse G25 nach DIN ISO 1940 mit Protokoll Überarbeitung, bzw. neue Bremsscheibe Montage mit neuen Lagern Endprüfung mit Prüfprotokoll Farbgebung
Die Fahrmotoren sind generell mit Dokumentation dem Auftraggeber zu übergeben
04.02 Motor-Getriebe Kupplung
Tätigkeiten die durchgeführt werden müssen:
1.) Kontrolle des Spieles der Klauenkupplung / bei Bedarf tauschen. 2.) Demontage der getriebeseitigen Keilpaketkupplungen 3.) Reinigen und Kontrolle des Kupplungssternes und Getriebe 4.) Montage neuer Keilpaketkupplungen (Spezialvorrichtung) 5.) Bei der Montage des Motorstützlagers sind die Stützlager und Schrauben Auszutauschen
04.03 Getriebe
Siehe Wartungsdokumentation: Vorschriften Voith (Ausarbeitung Siemens IS Erlangen) Austausch der Aufhängung (Neue Motorstützlager, Austausch der Schraubenverbindungen) Komplette De. und Remontage, Austausch der Wälzlager und Dichtelemente. Weitere Arbeiten nach Befundung gemeinsam mit Auftraggeber.
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04.04 Drehzahlgeber
Reinigung und Kontrolle aller Kabelleitungen auf Risse und Quetschungen (eventuell Austausch).
05 Bremskomponenten
05.01 Magnetschienenbremse
1.) Demontage der Magnetschienenbremse mit Schienenbremshalter von der Achse im Zuge der Zerlegung des Drehgestelles 2.) Reinigung und Kontrolle der Magnetschienenkabel
3.) Komplette Zerlegung, Reinigung und Kontrolle der Aufhängung der Magnetschienenbremse, Austausch aller Verschleiß und Kunststoffteile, Ausbessern der Lackierung 4.) Verschleißplatte 5.) n für Magnetschienenmitnehmer prüfen und ggf. tauschen 6.) Zusammenbau und Überprüfung der Funktion der Aufhängung Magnetschienenbremse 7.) Zusammenbau der Magnetschienenbremse mit Aufhängung und Halter Komplette Magnetschienenbremse mit Aufnahme und Halter wird auf die Achse montiert (Austausch aller Schraubenverbindungen)
05.02 Federspeicherbremse (wird durch Verkehrsbetriebe erledigt)
1.) Demontage der Bremse aus der Motor-Getriebeeinheit 2.) Revision Federspeicherbremse: wird bei VBN durchgeführt (Austauschen folgender Teile: Dichtungen und Führungsbänder, Abstreifer, Federelemente, Kolben). Überprüfung auf Verschleiß: alle Dichtungsflächen, alle Führungsflächen und alle übrigen Teile überprüfen und ggf. erneuern. Falls keine Revision der Federspeicherbremse durchgeführt wird: Arbeitsschritte siehe Wartungshandbuch nach 3 Monaten bzw.6 Monaten reinigen der Bremse und Kontrolle des Lüftspieles (Einstellung) sowie Kontrolle aller Verschleißteile (Bremsbeläge eventuell Austausch). Kontrolle aller Verbindungselemente auf Beschädigungen (eventuell Austausch), Sichtprüfung auf Dichtheit, 3.) Reinigung und Kontrolle der Bremsscheibe auf Verschleiß und Risse. Kontrolle der Verbindungselemente Bremsscheibe und Antriebswelle. 4.) Montage der Federspeicherbremse in die Motor-Getriebeeinheit.
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05.03 Bremsscheibe
Reinigung und Kontrolle der Bremsscheibe auf Verschleiß und Risse Kontrolle der Verbindungselemente Bremsscheibe und Antriebswelle.
Bei Bedarf wechseln.
06 Anbauteile,
Alle Anbauteile Baugruppen müssen vollständig vom Rahmen demontiert werden, damit ein Entlacken, MT-Prüfung und Lackieren des Rahmen möglich ist.
06.01 Sandstreuanlage (wird durch Verkehrsbetriebe erledigt)
1.) Demontieren der Sandstreuanlage vom Fahrwerk im Zuge der Demontage der Baugruppen vom Drehgestell 2.) Reinigen und Kontrolle der Befestigungsteile 3.) Austausch des Zuführungsschlauches
06.02 Spurkranzschmierung
1.) Demontieren der Spurkranzschmierung vom Fahrwerk im Zuge der Demontage der Baugruppen vom Drehgestell. 2.) Austausch aller Kunststoffleitungen. 3.) Austausch aller Schlauchleitungen (Eventuelle Wiederverwendung der Schlaucharmaturen bei einer vorhandenen Schlauchpresse). 4.) Zerlegung und Austausch der Kunststoffdichtungen der Steckkupplung (eventuell bei zu großer Korrosion Austausch der gesamten Steckkupplung). 5.) Komplette Zerlegung des gesamten Mischverteilers. Reinigung und Kontrolle aller Einzelteile ggf. austauschen. 6.) Reinigung aller Einzelteile (Düsengruppe) und Kontrolle aller Einzelteile ggf. tauschen. 7.) Reinigung und Begutachtung aller Kunststoffschellen (eventuell Austausch) Austausch aller Standart-Kunststoffschellen; Austausch aller Verbindungselemente (Schrauben, Mutter und Beilagen). Bei jeder zweiten Hauptuntersuchung müssen alle Schellen erneuert werden. 8.) Montage der Spurkranzschmierung mit allen Kabelbefestigungen und Verbindungen am Drehgestell
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06.03.) Kabelverlegung am Fahrwerk
1.) Demontage aller Kabelverbindungen (Erdungskabel, Magnetschienenkabel, Endlagenschalterkabel, Motorimpulsgeberkabel, Impulsgeberkabel) und Schellenverbindungen im Zuge der Demontage der Baugruppen vom Drehgestelle. 2.) Reinigung aller Kabel und Prüfung der Kabel auf Risse, Quetschungen usw. 3.) Zerlegen und austauschen aller Kabeldichtungen in den Steckern. 4.) Reinigung und Begutachtung aller Kunststoffschellen (eventuell Austausch), Austausch aller Standart-Kunststoffschellen ; Austausch aller Verbindungselemente (Schrauben, Mutter und Beilagen) Bei jeder zweiten Hauptuntersuchung müssen alle Schellen erneuert werden. 5.) Montage der Kabel mit allen Kabelbefestigungen und Verbindungen am Fahrwerk (Erneuerung aller Schraubenverbindungen).
06.04 Rohrverlegung am Fahrwerk
1.) Demontage aller Rohre und Schellenverbindungen im Zuge der Demontage der Baugruppen von den Fahrwerken. 2.) Alle Ermeto Verschraubungen (Rohrverbindung) müssen gereinigt und kontrolliert werden ggf. Austausch. 3.) Austausch aller Schlauchleitungen (Eventuelle Wiederverwendung der Schlaucharmaturen bei einer vorhandenen Schlauchpresse). 4.) Zerlegen der Steckkupplungen Reinigung und Kontrolle aller Teile; Austausch der Kunststoffdichtungen (Austausch der gesamten Steckkupplung bei zu großer Korrosion). 5.) Reinigung und Kontrolle aller Kunststoffschellen (eventuell Austausch), Austausch aller Standart-Kunststoffschellen ; Austausch aller Verbindungselemente (Schrauben, Mutter und Beilagen). Bei jeder zweiten Hauptuntersuchung müssen alle Schellen erneuert werden. 6.) Reinigen aller Rohre innen und außen und Kontrolle auf Beschädigungen (Besondere Kontrolle der Rohrschneidringe und Funktionsmutter auf Beschädigung). 7.) Montage der Rohre mit allen Rohrbefestigungen und Verbindungen am Fahrwerk (Erneuerung aller Schraubenverbindungen).
07 Zusammenbau des Fahrwerkes
1.) Zusammenbau der Baugruppen am Rahmen Rohrverlegung, Kabelverlegung eventuell Spurkranzschmierung (kann aber auch nach Arbeitschritt 10 erfolgen) am Rahmen verbinden 2.) Aufbocken der Achsen (Abstand: Achse zu Achse 1800 mm) 3.) Montage der neuen Primärfedern (Rahmen oder Achse) 4.) Aufsetzen des Rahmens 5.) Montage Abhebesicherung der Achse 6.) Montage der Schienenbremse auf die Schienbremshalterung
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Triebfahrwerk Combino Nordhausen
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7.) Montage der Motor-Getriebeeinheit (neue Motorstützlager und Austausch der Schraubenverbindungen 8.) Spülen aller Hydraulikleitungen Lastverteilung der Räder pro Drehgestell (Abweichung max. 3% in Summe) Einstellung aller Komponenten laut Druckmessstandprotokoll (Höhe Sekundärfederung (Beilagen), Achse (Festanschlag, Abhebesicherung), Spurkranzschmierung, Bahnräumer usw.) 9.) Montage Motoreinbau 10.) Montage bzw. Einstellung der Spurkranzschmierung. 11.) Montage der Bahnräumer und Schienenräumer 12.) Druckprüfung des Fahrgestelles mit Dokumentation 13.) Endabnahme der Fahrwerke beim Auftragnehmer durch den Auftraggeber
- Endabnahme der Fahrwerke beim Auftragnehmer durch den Auftraggeber
1.) Optische Abnahme des gesamten Fahrwerkes 2.) Begutachtung/ Analyse aller Schadteile 3.) Übergabe, Dokumentation, Zertifikate und Prüfzeugnisse vom Auftragnehmer, Subauftragnehmer und Lieferanten 4.) Unterzeichnetes Abnahmeprotokoll. (Haftungsübergang auf dem Hof vom Auftraggeber.
Spezialwerkzeuge
| Werkzeuge, Vorrichtungen, Spezialwerkzeuge | |
|---|---|
| Beschreibung | Information |
| Mobiler und stationärer Druckmesstand Achslastmeßstand | Bei Austausch der Primärfedern |
| Generell Kran 5-1 Ot | Aufheben aller Teile (Abheben des Wagenkasten nicht enthalten) |
| Bremsnabe Ab- und Aufziehvorrichtung | Spezialwerkzeug GHH |
| MT-Prüfung des Rahmen und Protalachse | Alle Schweißnähte der Achse müssen geprüft werden |
| Widerstandsmessung der Portalachse | Nach kompletten Zerlegen und wieder Zusammenbauen der Portalachse muss der innere Widerstand der Portalachse (linkes Rad zum rechten Rad) gemessen werder |
| Radreifenklemmringabdrückvorrichtung | Spezialwerkzeug GHH |
| Fettpresse mit Anschluß G 1/4-ISO 228 und Verlängerungsröhrchen | Handelsüblich |
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| Bügelmeßschrauben für 90 und 118 mm | Handelsüblich |
|---|---|
| Vorrichtung zur Radlagereinstellung incl. Anleitung | Spezialwerkzeug GHH |
Einstellung Wälzlager, Präzisionswerkzeug, Spezialmontagewerkzeuge
Spezialmontage Einstellung
Statt Spezialwerkzeuge GHH können auch andere geeignete Spezialwerkzeuge verwendet werden
Beschreibung und Protokoll Getriebeinstandsetzung
Protokoll Druckessstand
Protokoll Druckprüfung Hydraulikleitungen
Protokoll Schienenbremse und Motoren
Abnahmeprotokoll
Hinweise zur Wartung
GEFAHR Vor Beginn der Arbeiten ist folgendes sicherzustellen und zu beachten:
• Das Fahrzeug muss spannungsfrei abgestellt seinl • Das Fahrzeug muss gegen Wegrollen gesichert sein! • Beim Betrieb dieser Komponenten stehen zwangsläufig Teile unter gefährlicher elektrischer Spannung. Nichtbeachtung der Sicherheitsbestimmungen führt zum Tod oder zu schwerer Körperverletzung! Die gängigen elektrischen Sicherheitsregeln sind einzuhalten: Freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern, Spannungsfreiheit feststellen, Erden und Kurzschließen. • Nur qualifiziertes Personal, das mit allen Sicherheitsbestimmungen und den Anweisungen in diesem Handbuch vertraut ist, darf an diesen Komponenten und in dessen Nähe arbeiten! • Die Sicherheitsbestimmungen sind genauestens zu beachten!
WARNUNG Alle im Wartungsplan angegebenen Intervalle sind prinzipiell periodisch zu wiederholen Jede kleinere Untersuchung ist prinzipiell in der größeren Untersuchung enthalten sofern nicht andere Anweisungen gesondert angeführt sind.
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Triebfahrwerk Combino Nordhausen Seite 13 von 14
WARNUNG Nach jedem Zerlegen einer Baugruppe sind alle Sicherungselemente wie z.B. selbstsichernde Mutter, Schrauben, Spannscheiben, Stifte und Splinte usw., insbesondere alle kraftschlüssigen Sicherungselemente, sowie beschädigte Teile gegen Neuteile zu ersetzen! Bauteile sind vor dem Lösen gegen Herabfallen zu sichern!
VORSICHT Alle mit Drehmoment angezogenen oder sicherheitsrelevanten Schraubverbindungen sind mit einer Markierung (durchgehende Linie über Schraubenkopf und Auflagefläche) versehen. Dies ermöglicht die rasche Sichtkontrolle auf ordnungsgemäßen Sitz der Schraube. Ist die Markierung auf dem Schraubenkopf und seiner Unterlage nicht mehr in einer Linie, oder wurde die Verbindung gelöst, ist die Verbindung wieder ordnungsgemäß zu montieren, festzuziehen und die Markierung zu erneuern!
VORSICHT Alle Einstell- und Prüfarbeiten sind auf einem nivellierten Gleis durchzuführen
HINWEISE
• Die Durchführung der Arbeiten ist schriftlich zu dokumentieren. Alle Arbeiten und Materialien sind zu protokollieren und zu archivieren. Werden im Rahmen der Untersuchungen oder während des Betriebs Schäden bzw. Überschreitungen von Grenzmaßen festgestellt, so sind die betroffenen Bauteile umgehend Instand zu setzen bzw. zu erneuern.
• Schraubverbindungen auf festen Sitz prüfen. Dies bedeutet die Kontrolle auf Versatz der Farbmarkierung (falls vorhanden), welche an der Schraubverbindung angebracht ist. Bei überlackierten Schraubverbindungen ist der Lack im Bereich der Verschraubung auf Risse zu kontrollieren.
• Falls einige Arbeitsschritte nicht aufgeführt werden, muss der korrekte Arbeitsablauf in der Dokumentation nachgelesen werden.
• In dieser Zusammenfassung für eine Revision ist nicht gewährleistet, dass alle Revisionsfristen aller Einzelkomponenten aufgelistet sind. Falls im Betrieb oder neben einer regelmäßigen Wartung schon zusätzliche Wartungsintervalle von Komponenten vorhanden sind müssen sie in diesem Zuge der Wartung integriert und durchgeführt werden. (Völlig ausgenommen sind die Wartungen von Antriebs- und Getriebekomponenten).
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Triebfahrwerk Combino Nordhausen Seite 14 von 14
• Falls andere Komponenten schon Verschleißerscheinungen Rissbildungen oder Ermüdungserscheinungen aufweisen müssen sie getauscht werden. Das bedeutet auch, dass bei allen in Betrieb befindlichen Fahrwerken dieses Teil besonders kontrolliert werden müssen oder alle Teile vor der beschriebenen Wartungsfrist getauscht oder gewartet werden müssen.
• Es kann bei den standardmäßigen Wartung oder diesen Tätigkeiten auffallen dass eine oder mehrere Baugruppen nicht mehr betriebssicher bzw. schon vor den standardmäßigen Wartungsintervallen kontrolliert werden müssen, in diesem Fall müssen die Wartungsintervalle angepasst werden. Das bedeutet auch, dass bei allen in Betrieb befindlichen Fahrwerken dieses Teil besonders kontrolliert werden muss und die Wartung und Wartungsintervalle angepasst werden müssen.
• In der Dokumentation „Fahrwerke" bzw. in diesem Dokument „Revision" könnten bestimmte Wartungsfristen oder Komponenten nicht berücksichtigt werden. Dies schließt nicht aus, dass diese Tätigkeiten durchgeführt werden müssen. Auch während der Kontrolle der Einzelteile kann festgestellt werden, dass zusätzliche Wartungen durchgeführt werden müssen. Falls im Betrieb oder im Depot merkwürdige oder abnormale Geräusche oder sonstige Dinge auffallen muss speziell darauf geachtet bzw. schon vorzeitig eine Wartung durchgeführt werden.
WARNUNG Wenn die vorgeschriebenen Wartungen und Wartungsintervalle nicht eingehalten werden ist der Lieferant bzw. Hersteller nicht für eventuelle Gewährleistungsfälle bzw. der Lebensdauer aller Komponenten die mit dem Fahrwerk verbunden sind oder sicherheitsrelevanten Auswirkungen nicht verantwortlich und übernimmt keine Garantie noch ist für sicherheitsrelevante Schäden haftbar und kann nicht für Folgeschäden herangezogen werden.
Um technische Unklarheiten zu beseitigen stellen wir Ihnen das Wartunqs- und Reparaturhandbuch leihweise zur Verfügung.
Anlagen:
Technische Daten
Einbauposition der Fahrwerke
Gesamtansicht der Trieb-Losradachse Aufbau des Triebfahrwerkes
Schnittdarstellung Trieb-Losradachse